Michel GmbH
Grünberger Straße 49, 35394 Gießen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Adam Wesolowsky seit 1.4.2025 | Prokura |
Regina Förstl seit 1.4.2025 | Prokura |
Kai Dominik Dr. Förstl seit 14.12.2022 | Geschäftsführer |
Andrea Michel-Lebeau seit 29.9.2003 | Geschäftsführer |
Petra Michel-Förstl seit 29.9.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
Andrea Michel-Lebeau | 50.00% |
| 25.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Michel GmbHGießenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KonzernlageberichtMichel GmbHI. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns Der Geschäftszweck des mittelständischen Konzerns, ist der Verkauf von Neuwagen mit Schwerpunkt der Marken Audi und VW, der Verkauf von Gebrauchtwagen, Teilen/Zubehör und Werkstattleistungen sowie der Verkauf und die Vermittlung von Dienstleistungen rund um das Automobil inklusive Vermietung, Leasing, Finanzierung und Fuhrparkmanagement. 1.1. Organisatorische, rechtliche Struktur des Konzerns 2023 Die Michel GmbH ist die Muttergesellschaft, unter deren Leitung der gesamte Konzern Autohaus Michel Gruppe steht. Die Geschäftsführung besteht aus Petra Michel-Förstl, Andrea Michel-Lebeau und Dr. Kai Dominik Förstl. Neben den drei Geschäftsführenden Gesellschaftern ist eine Prokuristin bestellt. Die Anteile der Michel GmbH an den verbundenen Unternehmen stellen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
1.2 Standorte des Konzerns, Absatzmarkt und Position im Wettbewerb Die Tätigkeiten der operativen Gesellschaften umfassen den Handel mit Fahrzeugen, die Reparatur derselben sowie Verkauf von Kfz-Ersatzteilen und -Zubehör. Die Gruppe hält Händler- und Serviceverträge für Audi, VW PKW und VW Nutzfahrzeuge, sowie Serviceverträge für die Marken Cupra, Seat, Skoda,. Die Standorte der Gruppe sind wie folgt:
Die Betriebsgebäude in der Grünberger Straße 49-63 und An der Automeile 14 gehören der Gesellschaft. Eigentümer der Grundstücke in der Grünberger Straße 49-63 sind Frau Petra Michel- Förstl und Frau Andrea Michel-Lebeau (GbR), die die Grundstücke an die Gesellschaft verpachtet haben. Das Grundstück an der Automeile 14 gehört der Gesellschaft Autohaus Michel GmbH & Co. KG. Eigentümer des Grundstücks und der Gebäude An der Automeile 17 sind Frau Petra Michel-Förstl und Frau Andrea Michel-Lebeau (GbR), die die Grundstücke und Gebäude an die Gesellschaft verpachtet haben. Das Grundstück und die Gebäude an der Zeppelinstraße 3 gehören der KAPP GmbH. Die Position der operativen Gesellschaften im Wettbewerbsumfeld unterscheidet sich kaum an den einzelnen Standorten. Das Audi Zentrum hat in einem Radius von rund 50 km als nächste Wettbewerber Audi Partner mit Standorten in Wetzlar, Marburg, Alsfeld, Herborn und Bad Nauheim zu sehen. Die nächsten VW PKW bzw. VW Nutzfahrzeug-Vertragshändler sitzen in der Stadt Gießen und Wetzlar- Rechtenbach. Im Marktgebiet Mittelhessen sind die nächstgelegenen VW Betriebe anderer Häuser (PKW bzw. Nutzfahrzeuge) in Bad Nauheim, Alsfeld, Marburg und Herborn vertreten. Im Bereich Skoda und Seat/Cupra Service sind die Vertragspartner in Gießen, Pohlheim, Lahnau und Wetzlar als die größten Wettbewerber zu betrachten. 2. Forschung und Entwicklung Der Konzern tätigt keinerlei Produktentwicklungen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 belasten die Folgen der globalen Krisen die deutsche Wirtschaft. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken, so dass das Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2023 um 0,3% niedriger ausfiel als im Vorjahr. Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen, hohe Zinsen relativ zu den Vorjahren und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die durchschnittliche jährliche Arbeitslosenquote liegt bei 5,7 % und stieg somit spürbar an im Vergleich zum Vorjahr (Vj. 5,3%). Die Anzahl Erwerbstätiger liegt in Deutschland bei 45,9 Millionen zum Jahresende 2023. Wie bereits in den Jahren der Corona-Pandemie war das Jahr 2023 von reduzierter Verfügbarkeit von Bauteilen in der gesamten Weltwirtschaft geprägt. Zusätzlich führten knapper Laderaum auf den Logistikmärkten zu See und auf der Straße zu einer angespannten Ausliefersituation fertig produzierter Fahrzeuge. Diese wurde zusätzlich durch Wetterkatastrophen verstärkt. Auch im Jahresverlauf 2023 musste immer wieder die Produktion einzelner Bandanlagen der Volkswagen Produktionswerke angehalten oder verlangsamt werden aufgrund von Störungen in den Zulieferketten. Dennoch hat sich die Versorgungssituation mit Neufahrzeugen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert und erhöht. Die Auswirkungen waren im Tagesgeschäft deutlich spürbar, was sich in angestiegenen Auslieferungszahlen niederschlug. Der Gesamtmarkt bezüglich Neuwagen (Zulassungen PKW) wuchs im Jahr 2023 auf 2,845 Mio. Neuzulassungen an. Dies ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Jahr 2022 (2,651 Mio.). Das sind rund 7,2 Prozent bzw. rund 196.000 Pkw mehr als im Vorjahreszeitraum. Zum Vergleich im Jahr 2019 waren noch 3,607 Millionen und damit knappe 800.000 PKW mehr zugelassen worden. Die heutigen Zahlen verteilen sich mit 944.032 zu ca. einem Drittel auf private Halter. Die 1.900.577 Einheiten sind gewerbliche Zulassungen auf Fuhrparks, Fahrzeughandel Fahrzeugbau und Autovermieter. Volkswagen hat mit 519.089 rund 38.000 Fahrzeuge mehr als 2022 zugelassen (Vj. 480.967). Die Nr. 1 Position von Volkswagen konnte mit einem Marktanteil von 18,25% (Vj. 18,1%) weiter mit klarem Vorsprung verteidigt werden. Für die Marke Audi stiegen die Neuzulassungen um 33.470 Fahrzeuge auf insgesamt 246.880. Fahrzeuge (Vj. 213.410 Fahrzeuge). Mit einem Marktanteil von 8,7% (Vj. 8,0%) rückt Audi auf den 3. Platz, knapp vor BMW mit 8,3 % in der bundesweiten Zulassungsstatistik vor. Der Absatz von PHEV-Fahrzeugen beläuft sich auf 175.724 Fahrzeugen im Jahr 2023 und verzeichnet somit einen Einbruch von minus 52% im Vergleich zum Vorjahr 2022. Dies ist insbesondere auf den Wegfall der staatlichen Förderung und den hohen Preisen dieser Fahrzeuge zurückzuführen. Der BEV- Anteil an Neuzulassungen betrug 524.219 im Jahr 2023 und verzeichnet somit ein Plus von 11% im Vergleich zu 2022. Im Verhältnis zu den ambitionierten politischen Zulassungszielen an BEV- Fahrzeugen geht der Hochlauf nur langsam voran. In einer aktuellen Studie der DAT gaben 80% der Fahrzeughalter an ihr aktuelles Fahrzeug länger zu halten, um die Entwicklungen bei der E-Mobilität zunächst abzuwarten. Im Gesamtjahr 2023 wechselten insgesamt rund 6,03 Millionen Pkw (VJ. 5,6 Millionen) die Besitzer, das sind Plus 7,7 Prozent bzw. über 400.000 Halterwechsel mehr als im Vorjahreszeitraum. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 waren es 7,2 Millionen Halterwechsel gewesen. Im Marktgebiet Gießen behauptet sich die skizzierte Bundesdeutsche Entwicklung der Besitzumschreibungen. Es wurden 20.036 Fahrzeuge im Jahr 2023 im Vergleich zu 18.317 Fahrzeuge im Jahr 2022 umgemeldet. Die Gebrauchtwagenpreise waren auch im Jahr 2023 auf einem hohen Niveau, jedoch mit einer klaren Tendenz zu Preissenkungen für einzelne Fahrzeugtypen. Die klare Tendenz hin zu einem Angebotsmarkt wird für 2024 prognostiziert. 2. Geschäftsverlauf Das Unternehmen erzielt seine Umsätze hauptsächlich im Bereich des Automobilgeschäfts der Marken Audi (mit Seat & Cupra Service), Volkswagen (mit Skoda Service), und Volkswagen Nutzfahrzeuge. Marke Volkswagen Die Marken Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge stellen im Volkswagen Konzern noch die höchsten Absatzvolumina dar. Die durch die sogenannte Abgaskrise eingeleitete Transformation in das elektrische und digitale Zeitalter, zeigte im Jahr 2021 und 2022 durch weitere Produktmarkteinführungen sichtbare Erfolge. Leider wurden durch die Einschränkungen der Lieferfähigkeit unserer Zulieferer die Absatzerwartungen nicht erfüllt und bedeuten im Umkehrschluss einen sehr hohen offenen Auftragsbestand. Digitale, im Fahrzeug integrierte Produkte, binden die Kunden an die Marke und an unser Haus. Neue Dienstleistungen wie z. B. Auto-Abo-Modelle und Car- Sharing Systeme zeigten bisher noch keinen wesentlichen Erfolg, werden aber für die Ausrichtung zukünftiger Geschäftsmodelle herangezogen. Im Bereich der Nutzfahrzeuge ist die Transformation zur Elektromobilität inklusive der Dienstleistungen und digitalen Dienste stark vorangeschritten. Die Markteinführung des neuen ID.Buzz/ ID.Buzz Cargo hat einen Hype als sogenannter "elektrischer Bulli" im Herbst 2022 ausgelöst. Dieser hat positive Abstrahleffekte auf alle Konzernmarken. Für die Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe in unserer Region wird das Produktportfolio der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge auch in Zukunft ein attraktives Angebot darstellen. Volkswagen PKW: Der Marktanteil im Marktverantwortungsgebiet (MVG) Gießen für VW PKW betrug im Jahr 2023: 20,71% = 4620 Fahrzeuge (Vj. 21,1% = 4.651 Fahrzeuge). Der Gesamtabsatz an VW Neuwagen im MVG sank um 31 Fahrzeuge. Volkswagen Nutzfahrzeuge: Der Marktanteil im MVG Gießen betrug im Jahr 2023; 324 Fahrzeuge. Der Gesamtmarkt Gießen stieg um 29 Fahrzeuge gesamthaft an. Die Marke VW Nutzfahrzeuge gewann 15 Fahrzeugzulassungen im Vergleich zum Vorjahr. Marke Audi Die bereits angesprochene im Konzern stattfindende Transformation in das elektrische und digitale Zeitalter führt auch bei der Marke Audi zu deutlichen Veränderungen, wobei grundsätzlich der Attraktivität der Modelle ein hoher Stellenwert zugewiesen wird. Zu erkennen ist daran, dass Audi sein Markenimage verändert und das Produktportfolio klar im Premium-Segment positioniert wird. Deshalb finden sich die aktuellen E-Mobilitäts-Angebote eher im höherpreisigen Segment. Ein erstes Fahrzeug für ein breiteres Publikum ist der Audi Q4 aus der Entwicklung der Konzernplattformstrategie. Bei diesem Modell können wir eine starke Nachfrage verzeichnen. Leider führen auch hier Produktionsschwierigkeiten, analog den anderen Konzernmarken und Herstellern, zu denselben Lieferengpässen. Die langen Lieferzeiten wirken sich nachteilig auf die Kundenzufriedenheit aus. Um dem entgegenzuwirken, bedeutet dies für uns einen erhöhten Organisations- und Kostenaufwand, damit die Mobilität des Kunden sichergestellt werden kann, was aber letztendlich zu einer Schmälerung des Ertrages führt. Im Zuge der E-Mobilität eröffnen sich viele neue digitale Geschäftsfelder. Mitarbeiter müssen entsprechend ausgebildet und qualifiziert werden. Auch 2023 beeinflussten die Auswirkungen der Pandemiebekämpfung sowie des Krieges in der Ukraine unser tägliches Geschäft. Dabei ist jedoch zu spüren, dass sich schon eine grundsätzliche Routine im Umgang mit den Maßnahmen ergeben hat und Besuchsfrequenzen im Autohaus wieder anstiegen Der Marktanteil der Marke Audi im Marktverantwortungsgebiet (MVG) Gießen betrug im Jahr 2023: 9,56% (Vj. 7,34%). Analog zum Bundestrend haben wir einen Anstieg der Zulassungen zu verzeichnen. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsatzentwicklung der beiden operativen Gesellschaften des Autohaus Michel Konzern ist insgesamt deutlich positiv und kann als zufriedenstellend beschrieben werden. Während der Umsatz gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, ist das Ergebnis, aufgrund gestiegener Kosten und höherer Nachlässe, leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr Volkswagen Bei den Marken Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge sind die Auslieferungen bei den Neuwagen gemessen an den Umsatzerlösen um 24,25% gesunken . Im Segment Gebrauchtwagen war ein Anstieg der Umsatzerlöse von 9,5% zu verzeichnen. Im Service konnten die verkauften Stunden um 9% erhöht werden. Trotz des eingeleiteten Transformationsprozess in der Automobilbranche wird der aktuell zu betreuende Fahrzeugbestand mit den klassischen Antriebsvarianten noch für lange Zeit zur Auslastung unserer Servicekapazitäten beitragen. Insbesondere in den Bereichen Karosserie/Lack und Räder/Reifengeschäft sind keine nennenswerten Rückgänge zu erwarten. Insgesamt konnten aus Sicht der Unternehmensführung die geplanten Umsatz- und Ergebniszahlen erreicht werden. Bei einem Konzernumsatz von TEUR 87.185 konnte ein Jahresergebnis von TEUR 2.826 erzielt werden. Audi Im Neuwagenumsatz der Marke Audi konnte der Umsatz um 38% gesteigert werden. Das vereinbarte Jahresziel wurde erfüllt. In das Jahr 2024 konnte mit einem guten Auftragsbestand gestartet werden. Aufgrund der Lieferschwierigkeiten bei den Neuwagen und der sich daraus ergebenen höheren Nachfrage nach Gebrauchtfahrzeugen konnte im Gebrauchtwagengeschäft der Marke Audi ein Umsatzplus von 34% erzielt wurden. Die Serviceumsätze konnten gegenüber dem Jahr 2022 gesteigert werden. Investitionen Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 wurden alle geplanten Ersatzinvestitionen umgesetzt. Am Standort in der Zeppelinstraße 3 in Gießen wurde ab Juli 2022 das neu errichtete Gebrauchtwagenzentrum Volkswagen PKW mit Volkswagen Economy Service und Logistikzentrum eingeweiht. Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Baumaßnahmen belief sich auf TEUR 4.256. Instandhaltungen sowie Reparaturen fielen in üblicher Höhe aus. Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Autohaus Michel Konzern insgesamt TEUR 5.978 investiert. Finanzierungsmaßnahmen Die Finanzierung der Investitionen sowie des Warenbestandes erfolgt zum großen Teil durch Kredite. Die Tilgungen der laufenden Kredite erfolgten planmäßig. Die Einkaufsfinanzierung- und Kontokorrentlinien bestehen unverändert bei der Volkswagen Bank, der Volksbank Mittelhessen sowie der Sparkasse Gießen. Die Volkswagen Bank ist durch die vertragliche Bindung als Portfoliopartner alleiniger Partner in der Finanzierung des Fahrzeugbestandes. Personal- und Sozialbereich Die verantwortungsvolle Arbeit mit der Ressource Personal ist ein entscheidender Faktor zur Sicherung der zukünftigen Ertragschancen. Die Ausbildung eigenen Nachwuchses hat dabei eine sehr hohe Priorität im Unternehmen. Da wir stetig daran interessiert sind, gute Auszubildende an unser Autohaus zu binden, legen wir bereits während der Lehrzeit Wert auf Kompetenz und Loyalität zur Marke sowie zum Unternehmen. Mit den Abteilungsleitern und der Personalverantwortlichen werden regelmäßige Feedbackgespräche geführt und daraus Schulungsmaßnahmen abgeleitet, um die entsprechende Qualität zur erreichen oder zu halten. Mitarbeiter-Incentives, Motivationsmaßnahmen und Mitbestimmungsworkshops führen zu einem guten Betriebsklima mit Teamgedanken. Transparenz, flache Hierarchien und ergebnisorientierte Führung werden vom Team zustimmend vernommen und spiegeln dem Kunden ein positives Gesamtbild wider. Regelmäßige Gespräche mit den Personal- und Abteilungsleitern geben den Mitarbeitern die Möglichkeit Anliegen, Kritik, Verbesserungsvorschläge und offene Worte zu äußern. Ebenso werden Qualifizierung, Weiterbildung und Entwicklungswege mit dem Mitarbeiter besprochen und zeitliche Rahmen dafür festgelegt. Der Führungsebene wurden durch die Geschäftsleitung sämtliche Handlungsvollmachen im Rahmen ihrer Tätigkeit ausgesprochen. Dadurch ergeben sich in den Teams schnelle und effektive Abläufe. Wesentliche Veränderungen in der Anzahl der Mitarbeiter hat es im Jahr 2022 nicht gegeben. Offene Stellen konnten mit Fachkräften besetzt werden. Zum 31. Dezember 2023 waren im Konzern insgesamt im Durchschnitt 168 Mitarbeiter (einschließlich 29 Auszubildender) beschäftigt. 3. Lage Die Lage des Konzerns ist im Jahr 2023 als gut zu bezeichnen, das automobile Geschäft verlangt jedoch ein immer wiederkehrendes Anpassen an Marktsituationen. 3.1. Ertragslage Im Konzerngeschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresergebnis von TEUR 2.826 erzielt. Bei einem Umsatz von TEUR 87.185 konnte ein Rohertrag von TEUR 19.819 erreicht werden. Die Personalaufwendungen machen 11% der Gesamtleistung des Konzerns aus. In den Abschreibungen (TEUR 2.364) sind Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert von TEUR 154 enthalten. Das EBIT des Geschäftsjahres 2023 beträgt TEUR 3.843 (4,4% der Gesamtleistung). Nach Berücksichtigung des negativen Finanzergebnisses (TEUR 371), sowie der Steuern (TEUR 712) wird ein Konzernjahresüberschuss von TEUR 2.826. ausgewiesen. Dieser beträgt 3,2% der Gesamtleistung. 3.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme im Konzerngeschäftsjahr beträgt TEUR 33.737. Im Anlagevermögen ist ein Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 2.013 enthalten. Auf der Aktivseite sind insbesondere die Fahrzeugbestände im Umlaufvermögen (TEUR 11.765), die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 2.328) sowie das Anlagevermögen (TEUR 18.854) zu erwähnen. Auf der Passivseite sind hauptsächlich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 13.364), die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen (TEUR 779) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 2.731) zu erwähnen. Dem gegenüber steht das Konzerneigenkapital (TEUR 12.318) sowie die Steuerrückstellungen (TEUR 533). Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs um TEUR 1.235 €. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 36,5%. Das Sachanlagevermögen beträgt 49,6% der Bilanzsumme. Das Umlaufvermögen von T€ 14.647 enthält überwiegend fertige Erzeugnisse und Waren mit T€ 11.562. Der Posten beinhaltet hauptsächlich Neu- und Gebrauchtwagen. 3.3 Finanzlage Monatliche Auswertungen im Rahmen eines Finanzstatus zeigen die Guthabenbestände sowie die Inanspruchnahme der Kreditlinien auf. Innerhalb des Autohaus Michel Konzerns wird eine aktive Liquiditätssteuerung betrieben. Unser Finanzmanagement ist stets darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Liquidität des Konzerns war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gewährleistet. Die Finanzierung im Konzern ist durch eingeräumten Kreditlinien der beteiligten Kreditinstitute gewährleistet. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die interne Unternehmenssteuerung erfolgt unterjährig anhand von der Finanz & Controlling- Abteilung aufbereiteten Kennzahlen aus den Monatsabschlüssen. Hier wird ein Soll-/Ist-Abgleich mit Abweichungsanalyse zur Jahresfinanzplanung durchgeführt. Neben der Deckungsbeitragsanalyse der einzelnen Geschäftsbereiche (Neuwagen, Gebrauchtwagen, After-Sales) werden auch der Auftragseingang, die Auslieferungen, der Auftragsbestand sowie die Fahrzeugbestände analysiert und die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Daneben erfolgen planmäßig Besprechungen mit den Bereichsverantwortlichen innerhalb des Autohaus Michel Konzerns. Als Leistungsdaten im Service werden der Anwesenheitsgrad, die Produktivität sowie der Leistungsgrad analysiert. Im Gebrauchtwagenbereich dienen unter anderem als Kennziffern zur Steuerung der DB I/GW sowie die durchschnittliche Standzeit des Gebrauchtwagenbestandes. Im Neuwagenbereich dienen unter anderem als Kennziffern zur Steuerung ein Soll-/Ist Abgleich des mit dem Hersteller vereinbarten Jahresabsatzzieles sowie der DB I/NW. 5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 5.1 Mitarbeiter Eine wesentliche Voraussetzung für unseren wirtschaftlichen Erfolg sind leistungsfähige Mitarbeiter. Wir haben im Jahr 2023 insbesondere die halbjährlichen Mitarbeitergespräche genutzt, um Verbesserungspotenziale und neue Ansätze gemeinsam mit unserer Belegschaft auszuloten. Aus diesem Grund investieren wir in gute Aus- und Weiterbildung sowie in eine hohe Arbeitssicherheit. Dazu gehören das gezielte Fördern des Führungsnachwuchses, die Weiterbildung in allen Unternehmensbereichen, die intensive Ausbildung von Jugendlichen im technischen und kaufmännischen Bereich sowie hohe Arbeitsschutzstandards. Unsere Maßnahmen im Personalbereich spiegeln sich in einer geringen Fluktuationsrate wider. 5.2. Kundenzufriedenheit Unser Ziel ist es auch weiterhin unseren Kunden ausgezeichneten Service anzubieten und die bestmögliche Kundenzufriedenheit zu erreichen. Mit unseren hochqualifizierten Mitarbeitern und unseren effizienten Reparaturmethoden können wir eine schnelle und reibungslose Abwicklung von Kundenaufträgen gewährleisten. Unser geschultes Verkaufspersonal stellt eine individuelle Beratung und umfassende Betreuung im Bereich Neu- und Gebrauchtwagenverkauf sowie Zubehörhandel sicher. Der Dialog zwischen Kunde und Unternehmen über die Qualität der gelieferten Leistung wird immer wichtiger und ist auch für den Autohaus Michel Konzern ein wichtiger Leistungsindikator. Die Zufriedenheit unserer Kunden wird laufend und regelmäßig anhand spezieller Indizes ermittelt. Das Monitoring der Kundenzufriedenheit erfolgt einzeln für alle Geschäftsbereiche (Neuwagen - Gebrauchtwagen - Service) und einzelne Prozess-Schritte. Im sogenannten "Customer Experience Management (CEM)" haben die Kunden die Möglichkeit Ihre Bewertung anhand von "1 bis 5 Sternen" abzugeben. Ausschlaggebend sind die Indikatoren "Gesamtzufriedenheit", "Kundenbetreuung", "Organisation" und "Kompetenz". Im Verkauf von Neuwagen und im Bereich Service erzielten wir in 2023 durchgehend Zufriedenheitswerte, die über dem Bundesdurchschnitt lagen. Die Autohauskenner zeichnen das Unternehmen mit 4,7 von 5 Sternen aus. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir zum Erkennen der Kundenwünsche und zur stetigen Verbesserung unserer Dienstleistungen. III. Prognosebericht Die Finanzplanung 2024 weist für den Konzern ein positives Ergebnis aus. Die Gesamtleistung und das Ergebnis des Konzerns werden unter dem Vorjahresniveau geplant. Die Erreichung dieses Zieles wird in hohem Maße von der Entwicklung der Nachlässe im Neuwagengeschäft, der Entwicklung der Gebrauchtwagenpreise und Finanzierungsraten, sowie der Stabilität der Serviceumsätze abhängen. Die wirtschaftliche Entwicklung wird auch künftig eng mit der konjunkturellen Entwicklung korrelieren. Die attraktive Produktpalette, die wir im Portfolio des Autohaus Michel Konzerns haben, weckt das Kundeninteresse und schafft somit eine gute Basis für eine positive zukünftige Entwicklung. Im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Ukrainekrise entstanden Produktions- und Versorgungsausfälle, gestiegene Inflationsraten und Kreditzinsen ist mit Blick auf die zukünftige Entwicklung jedoch von einer erhöhten Prognoseunsicherheit für 2024 auszugehen. Für das Jahr 2024 wird eine Stagnation oder ein leichter Rückgang des BIP prognostiziert. Die Prognosen der führenden Institutionen liegt für Deutschland im Jahr 2024 zwischen minus 0,3% und plus 0,5% Veränderung BIP im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig wird ein Rückgang der Inflation auf rund 2% vorausgesagt. Aufgrund eines hohen Auftragsbestandes erwarten wir zwar stabile Auslieferungszahlen von Neufahrzeugen für 2024. Gleichzeitig erleben wir Kaufzurückhaltung aufgrund der ungewissen Entwicklung bei den Verbraucherpreisen, der hohen Zinsen und der allgemeinen stagnierenden Wirtschaftslage. Die Umsatzentwicklung zu Beginn des Jahres 2024 ist auf einem besseren Niveau als im Jahr 2023, weil sich die Belieferungssituation mit Neufahrzeugen im Vergleich zum Vorjahresmonatsdurchschnitt deutlich verbessert hat. Im After-Sales Bereich starteten wir ebenfalls stark in das Jahr 2024. Die Auftragseingänge bei Neuwagen entwickeln sich zunehmend positiv im Jahresverlauf 2024, dennoch liegen Sie hinter dem Planwert zurück. Bei gleichbleibender Preispolitik des Herstellers sind im Neuwagengeschäft keine nennenswerten Auswirkungen auf unseren Materialeinsatz zu erwarten. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 1.1 Branchenspezifische Risiken Orientiert man sich an den Wirtschafts- und Fachmedien, steht uns eine wirklich anspruchsvolle Zeit bevor, vor allem im Vertrieb. Die hemmenden Rahmenbedingungen sind Inflation, hohe Zinsen, Kaufzurückhaltung, sowie Wegfall der staatlichen Elektro-Förderung. Um diesen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen entgegenzuwirken hat der Volkswagen Konzern klar signalisiert, dass er Auftragseingange zielgenau fördern und damit die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte in diesem schwierigen Marktumfeld stärkt. Gleichzeitig bleiben auch die Auslieferungen und damit die Marktanteilsergebnisse konsequent im Fokus. Unterstützt wird das zudem durch eine Modell Offensive, die uns befähigt unserer Kundschaft in nahezu allen Segmenten top-moderne, attraktive, hochwertige Automobilen anbieten zu können (bspw. Golf VIII, ID.7 Tourer, T-Roc, Tiguan, Passat und New Transporter, Audi Q6, Audi A5 und Audi A6). Wettbewerbsrisiken haben auf Grund des zunehmenden Vertriebs von Fahrzeugen über das Internet zugenommen. Die Preistransparenz hat sich zugunsten der Kunden verbessert und belastet die Margen. Die Branchenentwicklung wird voraussichtlich deshalb durch weitere Konsolidierung der Wettbewerber gekennzeichnet sein. 1.2 Ertragsorientierte Risiken Hohe Inflation und weitere Auswirkungen, wie die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank könnten zu einer rückläufigen Entwicklung im Absatz von Neu- und Gebrauchtwagen führen. Im Service bestehen Wettbewerbsrisiken durch System-Werkstattketten was eine rückläufige Entwicklung im Kundendienstgeschäft insbesondere im Fahrzeugsegment älter 6 Jahren zur Folge hat und auch auf jüngere Fahrzeuge abstrahlen könnte. Risiken können durch die Verpflichtung zur Rücknahme von Fahrzeugen nach Ablauf des Leasingvertrages entstehen, wenn im Zeitpunkt der Rücknahme der bei Abschluss des Leasingvertrages vereinbarte Rücknahmepreis über dem Marktwert des Fahrzeuges liegt. Veränderungen in der Vertriebspolitik des Herstellers, die zu einer Verschärfung des Wettbewerbs führen könnten. Zudem könnten Veränderungen in der Preispolitik des Herstellers mit Auswirkungen auf das Nachlass- und Rabattverhalten der Gesellschaft Druck auf die Erträge ausüben. Zusätzlich sind die langfristige Entwicklung der Energiepreise und die Inflation im Allgemeinen ein Ertragsrisiko, welches es in der Beschaffung zu managen gilt. Zudem ist die Verfügbarkeit von fachlich qualifizierten Mitarbeitern auf dem Arbeitsmarkt ein wichtiges Fundament um solide Erträge des Konzerns zu sichern. 1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend und war im Berichtsjahr jederzeit ausreichend gegeben. Liquiditätsrisiken sind derzeit nicht erkennbar. 2. Chancenbericht Als Vertragshändler des Volkswagen Konzerns mit den Marken VW, Audi, Skoda, Seat und Cupra ergeben sich für uns aus der Produktvielfalt gute Vertriebschancen. Wir decken vom Kleinwagen über Sportwagen bis zum Premiumbereich alle Sparten ab. Dem Wettbewerb am Markt begegnen wir, indem die Kundenzufriedenheit in unserem Hause einen sehr hohen Stellenwert hat, um uns so vom Wettbewerb zu unterscheiden. Das hohe Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter*Innen ermöglicht uns zudem die Abgrenzung vom Wettbewerb. Die Entwicklung des neuen Standortes Zeppelinstraße ermöglicht es uns in allen Standorten die Ablauforganisation weiter zu verbessern und Effizienzgewinne zu realisieren 3. Gesamtaussage Der Konzern ist gut im Markt aufgestellt und für die Herausforderungen unserer Branche gewappnet. Die Geschäftsführung ist bemüht, auf operativer und strategischer Ebene ständig Verbesserungen zu schaffen, um eine positive Entwicklung der Unternehmensgruppe zu gewährleisten. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Konzern und seine Gesellschaften verfügen grundsätzlich über einen solventen Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden schnellst möglich, vor der vereinbarten Zahlungsfrist gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanzieren sich der Konzern und die einzelnen Gesellschaften überwiegend über Kreditlinien insbesondere bei der Herstellerbank. Währungsrisiken bestehen nicht. Fahrzeugkäufe in Fremdwährungen werden jeweils in voller Höhe abgesichert. Es erfolgt kein Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten. Zur Absicherung gegen Liquiditäts- und Ertragsrisiken bestehen ein Liquiditäts-Management für alle Konzernunternehmen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement.
Gießen, den 23. September 2024 Michel GmbH Geschäftsführung Andrea Michel-Lebeau Petra Michel-Förstl Dr. Kai Förstl Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023der Michel GmbH, GießenI. Allgemeine Angaben Die Michel GmbH ist das Mutterunternehmen des Michel-Konzerns und zur Konzernrechnungslegung gem. § § 290 ff. HGB verpflichtet. Die Muttergesellschaft hat Ihren Sitz in Gießen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gießen unter HRB 715 eingetragen. Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Konzernbilanz oder im Konzernanhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt. Die in § 293 HGB angegebenen Größenklassen werden vom Michel-Konzern überschritten. Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein Konzernabschluss aufgestellt, da zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. Januar 202 ein beherrschender Einfluss im Sinne von § 290 Abs. 3 Nr. 2 HGB von der Michel GmbH als Leitungsorgan auf deren Tochtergesellschaften ausgeübt wird. II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze 1. Konsolidierungskreis In den Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses sind folgende Unternehmen einbezogen, auf die die Michel GmbH mittelbar oder unmittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann:
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Konzernunternehmen mit der fortlaufenden Nummern 1 und 2 sollen von der Offenlegung des Jahresabschlusses und gegebenenfalls des Lageberichtes beim Unternehmensregister gem. §§ 264 b, 264 Abs. 3 i.V.m. § 325 HGB befreit werden. 2. Konsolidierungsgrundsätze: Für die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Konzernunternehmen erfolgte eine Vollkonsolidierung. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Konzernunternehmen sind auf den 31. Dezember 2023 aufgestellt. Die wesentlichen einbezogenen Jahresabschlüsse sind geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die zum 1. Januar 2022 erstmals konsolidierten Gesellschaften wurden im Wege der Neubewertungsmethode vollkonsolidiert. Der sich aus der Erstkonsolidierung 2022 ergebende Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert (TEUR 2.323). Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über die geschätzte Nutzungsdauer des erworbenen Kundenstamms von 15 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Abschreibung in Höhe von TEUR 154. Anteile an anderen Gesellschaften sind im Michel Konzern nicht enthalten. Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung in der Konzernbilanz gegeneinander aufgerechnet. Konzerninterne Umsätze, Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen sind im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert, ebenso Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen und Beteiligungserträge. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworben Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit absetzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit absetzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Zugänge des unbeweglichen und beweglichen Anlagevermögens wurden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände, mit einem Anschaffungswert bis 800,00 € wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die den Abschreibungen zugrunde liegenden Nutzungsdauern betragen:
Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Konzernbilanzstichtag bewertet. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden von dem Posten Vorräte offen abgesetzt und zum Nennwert bilanziert. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, zweifelhafte Forderungen mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt. Konkrete und pauschale Ausfallrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung beinhaltet innerbetriebliche Zinsverluste, sowie das allgemeine Ausfallrisiko. Die Umsatzsteuer ist bei den Wertberichtigungen nicht mit einbezogen. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben/Einnahmen vor dem Konzernbilanzstichtag, die Aufwand/Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Bei Bemessung der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen mit dem Erfüllungsbetrag sind alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenen Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Es wurde mit einem Steuersatz von 14,7 % gerechnet Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs. IV. Konzernbilanz a) Konzernanlagevermögen Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind in dem Konzernanlagespiegel dargestellt. Der dem Anhang als Anlage 1 beigefügt ist. b) Vorratsvermögen Es wurden Abwertungen auf den niedrigeren Marktpreis in Höhe von T€ 1.938 vorgenommen. c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen debitorische Kreditoren (TEUR 21) sowie abgegrenzte Boni (TEUR 223) enthalten. d) Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 114 beruhen auf Differenzen bilanzieller Wertansätze im Anlagevermögen und bei den Rückstellungen. e) Konzerneigenkapital Der entsprechend DRS 22 aufgestellte Konzerneigenkapitalspiegel ist als Anlage dem Anhang beigefügt. f) Sonstige Rückstellungen
g) Verbindlichkeiten
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind T€ 556 (Vj. T€ 607) aus Steuern, sowie aus sozialer Sicherheit mit T€ 12 (Vj. T€ 13) enthalten. Weiterhin beinhalten die sonstigen Verbindlichkeiten insgesamt T€ 77 (Vj. T€ 24) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Von der Gesellschaft gegebene Sicherheiten: Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat der Michel-Konzern den Gebrauchtwagenbestand zur Sicherheit übereignet, soweit dieser finanziert wurde (31.12.2023 TEUR 0). Weiterhin wurden einem Kreditinstitut in Höhe von T€ 8.023 Grundschulden als Sicherheit gewährt. Für Verbindlichkeiten aus Vorratslieferungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 13.364 (Vj. T€ 15.101) sind, aufgrund gefactorter Forderungen seitens der Volkswagen AG, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.552 (Vj. T€ 1.580) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind neben den Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 556 im Wesentlichen durchlaufende Posten mit T€ 905 sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 77 enthalten. V. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung a) Konzernumsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten Die Umsatzerlöse betreffen in voller Höhe das Inland b) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Investitionszuschüssen in Höhe von T€ 15. c) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Aufwendungen für Altersversorgung sind in Höhe von T€ 69 (Vj.T€ 12) enthalten. d) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aufgrund der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 14) enthalten. e) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Davon aus Abzinsung T€ 6 (Vj. T€ 1). f) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Davon aus Abzinsung T€ 0 (Vj.T€ 4). g) Steuern vom Einkommen und Ertrag Davon latente Steuern T€ -32 (Vj. T€ - 63). VI. Sonstige Angaben 1. Sicherheiten: Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind folgende Sicherheiten bestellt worden:
2. Eventualverbindlichkeiten Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB ( § 268 Abs.7 HGB) Weiterhin bestehen Rücknahmeverpflichtungen aus Leasingverträgen gegenüber der VW Leasing GmbH zum 31.12.2023:
Den Rücknahmeverpflichtungen stehen später entsprechende Verwertungsmöglichkeiten der zurück zu nehmenden Gebrauchtwagen gegenüber. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat aus Mietverträgen jährliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 525 davon gegenüber Gesellschaftern nicht beherrschter Anteile T€ 525. 4. Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer der Michel GmbH sind:
Die Geschäftsführer*Innen sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 5. Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung Die Angaben über Bezüge für Mitglieder der Geschäftsführung gem. § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB unterbleiben unter Anwendung der Schutzklausel. 6. Angaben zum Personalbestand Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer im Michel Konzern betrug insgesamt:
7. Honorar des Konzernabschlussprüfers Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers gliedert sich im Geschäftsjahr in folgende Leistungskategorien auf:
8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Haben sich nicht ergeben.
Gießen, 31 August 2024 Michel GmbH Geschäftsführung Andrea Michel-Lebeau Petra Michel-Förstl Dr. Kai Förstl Der Konzernabschluss wurde am 18.Oktober 2024 gebilligt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Kapitalflussrechnung nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21)Gliederungsschema II ("Indirekte Methode")
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Michel GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Michel GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Michel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in der Anlage genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaige bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen
Baunatal, 30. September 2024 ZK
Auditax & Consult GmbH
Lars Korschan, Wirtschaftsprüfer |
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