Tengelmann Social Ventures GmbHLiquidiert

45478 Mülheim an der Ruhr, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 25220
Eingetragen
21.2.2013
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Erwerb sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen, insbesondere im Bereich "Social Business" (Sozialunternehmen), sowie die Finanzierung dieser Unternehmen; ferner die Verwaltung des eigenen Vermögens

Historie

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Management

NameRolle
Koen Lenssen
seit 3.11.2014
Prokura
Geschäftsführer
Helmut Klawitter
seit 21.2.2013
Geschäftsführer
Christian Winter
seit 21.2.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Tengelmann E-Commerce GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Tengelmann E-Commerce GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tengelmann
Warenhandelsgesellschaft KG

Mülheim an der Ruhr

Konzernabschluss
zum Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2016

Zur Offenlegung bestimmter

Konzernlagebericht

Geschäftsjahr 2016

der

Unternehmensgruppe Tengelmann

Inhaltsverzeichnis

1.

Grundlagen und Geschäftsmodell des Konzerns

2.
Wirtschaftsbericht
2.1

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

2.2

Geschäftsverlauf

2.3
Lage
2.3.1

Ertragslage

2.3.2

Vermögens- und Finanzlage

2.4

Aus den Geschäftsfeldern

2.5

Personal- und Sozialbereich

3.
Prognose-, Chancen- und Risikobericht
3.1

Prognosebericht

3.2

Chancen- und Risikobericht

4.

Dank an die Mitarbeitenden und Kunden

1. Grundlagen und Geschäftsmodell des Konzerns

Die Unternehmensgruppe Tengelmann agiert als marktführendes europäisches Handelsunternehmen in den Branchen Do-It-Yourself, Textildiscount, Non-Food­Discount und E-Commerce. Ergänzt wird das Unternehmensportfolio durch eine große europäische Immobiliengesellschaft und zwei global investierende Venture Capital-Gesellschaften.

Die Aktivitäten rund um die Portfoliogestaltung werden am traditionsreichen Konzernsitz in Mülheim an der Ruhr gebündelt.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1867 wird die Unternehmensgruppe Tengelmann von Familienmitgliedern geführt und geprägt. Fünf Generationen - jede beeinflusst durch die Besonderheiten ihrer Zeit - haben das Unternehmen erhalten und zu wirtschaftlichem Erfolg geführt.

Die Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG übt in ihrer Funktion als geschäftsleitende Konzernholding die Führung der Unternehmensgruppe aus. Dazu bedient sie sich der Funktionen Bilanzierung/Konsolidierung, Controlling, Treasury, Steuern, Personalwesen, Recht, Informationstechnologie, Public Relations und CSR. In dieser Funktion ist sie verantwortlich für das Portfoliomanagement in den einzelnen Geschäftsbereichen der Unternehmensgruppe Tengelmann. Unterstützt wird die Konzernholding dabei von verschiedenen Servicegesellschaften, die zudem im operativen Geschäft der unterschiedlichen Beteiligungen ihre Dienstleistungen anbieten.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden mit dem Verkauf der zuvor im Bereich "Sonstige Beteiligungen" geführten Gesellschaften Kaiser's Tengelmann, Bringmeister und Tengelmann E-Stores bedeutende Veränderungen im Portfolio der Unternehmensgruppe Tengelmann durchgeführt. Demzufolge trennte sich die Unternehmensgruppe vollständig von den konzerngeführten Aktivitäten im Bereich Lebensmitteleinzelhandel.

Im Bereich "Strategische Beteiligungen größer 20%" sind die bedeutenden Handelsgeschäftsfelder OBI, KiK, TEDi und babymarkt.de sowie der Immobilienbereich der Trei Real Estate angesiedelt. Die Gesellschaft TEDi steht trotz der Minderheitsbeteiligung als strategisches Geschäftsfeld im Fokus der Unternehmensgruppe. Da im folgenden Konzernlagebericht der Unternehmensgruppe Tengelmann nur konsolidierte Zahlen dargestellt werden, beinhalten die nachfolgenden Konzernzahlen ausschließlich den anteiligen Ergebnisbeitrag von TEDi.

Im Bereich "Strategische Beteiligungen kleiner 20%" wird die Entwicklung von Netto und Zalando dargestellt. Die Aktivitäten der Tengelmann Ventures (TEV) und von Emil Capital Partners (ECP) werden im Bereich der Venture Capital-Beteiligungen gebündelt.

Die zum 31. Dezember 2016 an den EDEKA-Verbund verkauften Gesellschaften Kaiser's Tengelmann nebst Tochterunternehmen sowie Bringmeister und Tengelmann E-Stores werden im Bereich "Sonstige Beteiligungen" ausgewiesen.

Strategische Beteiligungen größer 20%

Der Bereich "Strategische Beteiligungen größer 20%" vereint die Geschäftsfelder OBI, KiK, Trei Real Estate, TEDi und babymarkt.de. Die operative Führung der Geschäfte liegt in der Verantwortung der einzelnen, voneinander unabhängig agierenden Unternehmen.

Aufgrund der gestiegenen Bedeutung und des anhaltend starken Wachstums wurde die zuvor als Start-up geführte Gesellschaft babymarkt.de im Geschäftsjahr 2016 in den Kreis der "Strategischen Geschäftsfelder größer 20%" aufgenommen.

  

  

Als Nummer eins der Branche führt OBI das Baumarktsegment nicht nur in den bedeutendsten Märkten wie Deutschland und Österreich an, sondern auch in den meisten zentraleuropäischen Ländern. Neben dem handelsrechtlichen Konzern OBI, mit Sitz in Wermelskirchen, ist OBI seit seiner Gründung 1970 auch als Franchisegeber erfolgreich. OBI war 2016 in elf Ländern mit insgesamt 651 Märkten (Filialmärkte und Franchisepartner) vertreten, davon 350 hierzulande. Neben Deutschland war OBI in Russland, Polen, Italien, Österreich, Tschechien, Ungarn, der Schweiz, Slowakei, Slowenien und Bosnien-Herzegowina aktiv.

  

  

KiK zählt zu den erfolgreichsten Textilhandelsgruppen in allen Ländern, in denen das Unternehmen operativ tätig ist. Im Fokus stehen preisgünstige Bekleidung sowie Heimtextilien und Non-Food-Artikel. Neben Deutschland war KiK 2016 in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Ungarn, Kroatien, Polen und den Niederlanden mit insgesamt 3.439 Filialen tätig.

  

  

Die Trei Real Estate besitzt und verwaltet Immobilien in Deutschland, Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Portugal. Der Schwerpunkt liegt aktuell noch auf dem Bereich Einzelhandelsimmobilien. Zukünftig soll das ergänzende Portfolio an Wohnimmobilien weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus positioniert sich die Trei Real Estate erfolgreich in der Projektierung und dem Bau neuer Fachhandelszentren in Mittel- und Osteuropa unter dem Namen Vendo Park sowie von Wohnimmobilien in Deutschland.

  

  

Der Non-Food-Händler TEDi ist bundesweit Marktführer in seinem Segment. Neben Produkten des täglichen Bedarfs, Geschenk- und Dekorationsartikeln, Spiel- und Schreibwaren werden auch Heimwerkerbedarf und Drogerieartikel angeboten. TEDi betrieb 2016 insgesamt 1.538 Filialen. Neben Deutschland war das Unternehmen in Österreich, Slowenien, der Slowakei, den Niederlanden und Spanien mit Märkten vertreten.

  

  

Die babymarkt.de GmbH ist ein E-Commerce-Handelsunternehmen mit Sitz in Dortmund. Das angebotene Sortiment deckt den kompletten Bedarf rund um den Bereich Baby und Kleinkind ab. Der wesentliche Absatzmarkt der Gesellschaft ist Deutschland mit zunehmendem Fokus auf die Internationalisierung in Europa. Das Unternehmen verfolgt einen Cross-Channel-Ansatz und betrieb zu seinem deutschen sowie zwölf internationalen Online-Shops insgesamt drei stationäre Geschäfte in Dortmund und Duisburg.

Strategische Beteiligungen kleiner 20%

In den Bereich "Strategische Beteiligungen kleiner 20%" fallen die Minderheitsbeteiligungen Netto und Zalando.

  

  

Der ausschließlich in Deutschland tätige Lebensmitteldiscounter Netto Marken-Discount AG & Co. KG (Netto) betrieb 2016 insgesamt 4.170 Filialen und ist damit die Nummer drei im deutschen Lebensmitteldiscount.

  

  

Zalando ist das wohl bekannteste deutsche Start-up-Unternehmen der letzten Jahre, an dem sich die Unternehmensgruppe Tengelmann bereits 2009 beteiligte. Heute ist Zalando einer der größten Online-Versandhändler für Schuhe und Mode in Europa und zählt in Deutschland zu den erfolgreichsten Unternehmen in der E-Commerce­Branche. Neben Deutschland bot Zalando 2016 seinen Kunden in 14 weiteren europäischen Ländern seine Produktvielfalt diverser Modemarken an.

Venture Capital-Beteiligungen

Seit Ende 2009 beteiligt sich die Unternehmensgruppe Tengelmann erfolgreich an schnell wachsenden, jungen Unternehmen überwiegend im digitalen Sektor. Diese Unternehmensbeteiligungen werden im Bereich Venture Capital gebündelt.

  

  

Die Tengelmann Ventures ist eine Tochtergesellschaft der Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG und gehört zu den führenden Venture Capital­Investoren in Deutschland. Der Fokus ihrer Investitionen liegt dabei auf Early- und Later-Stage-Investments in den Bereichen Consumer Internet, Marketplaces und Technologie.

  

  

Mit Emil Capital Partners beteiligt sich die Unternehmensgruppe seit dem Ende des Geschäftsjahres 2011 an jungen, erfolgversprechenden und überwiegend US-amerikanischen Start-up-Unternehmen aus unterschiedlichsten Marktsegmenten. Neben Beteiligungen in Einzelhandel und Konsumgüterindustrien stehen auch Unternehmen aus dem E-Business im strategischen Fokus der Gesellschaft.

Sonstige Beteiligungen

Im Bereich "Sonstigen Beteiligungen" werden die zum 31. Dezember 2016 an den EDEKA-Verbund verkauften Gesellschaften Kaiser's Tengelmann mit ihren Tochtergesellschaften Birkenhof und Ligneus sowie Bringmeister und Tengelmann E-Stores ausgewiesen.

  

  

Kaiser's Tengelmann war bis zum Verkauf am 31. Dezember 2016 an den EDEKA­Verbund eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Unternehmensgruppe Tengelmann mit Sitz in Mülheim an der Ruhr. Mit 395 Filialen war Kaiser's Tengelmann in den Kernregionen Nordrhein, Berlin/Umland sowie München/Oberbayern vertreten.

  

  

Die 1997 gegründete Bringmeister GmbH war bis zum Verkauf an den EDEKA-Verbund am 31. Dezember 2016 als Online-Supermarkt in den Regionen Berlin und München tätig.

  

  

Die Tengelmann E-Stores GmbH war eine operative Einheit der E-Commerce­Aktivitäten der Unternehmensgruppe Tengelmann. Neben dem Universalshop Plus.de wurde mit GartenXXL.de ein Spezialshop für den Bereich Garten betrieben. Die Tengelmann E-Stores GmbH wurde zum 31. Dezember 2016 an Netto-Marken­Discount verkauft.

  

2. Wirtschaftsbericht

  

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Das Wachstum der Weltwirtschaft belief sich 2016 auf +3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den Industriestaaten setzte sich auch 2016 die Erholung der Konjunktur fort, wenngleich das Brexit-Votum im Vereinigten Königreich zu kurzfristigen Unsicherheiten auf den Finanzmärkten führte. Die Wirtschaft der Schwellenländer hat sich wieder stabilisiert. 1

1 IMF, WEO Update, Januar 2017; Sachverständigenrat, Jahresgutachten, 2016/17.

Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2016 in der Eurozone um +1,7 Prozent. Damit war das Wachstum nicht ganz so stark wie im Vorjahr (2015: +2,0 Prozent). Auch in der EU28-Region nahm die Wachstumsintensität ab, sodass eine Steigerung des realen BIP von +1,9 Prozent erreicht wurde (2015: +2,2 Prozent). 2

Ein Wirtschaftswachstum konnte in 13 der 14 Länder, in denen Tengelmann aktiv war, verzeichnet werden. Dabei wuchs das BIP in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Slowenien, Rumänien, Italien und Kroatien sogar stärker als im Vorjahr. In Russland wurde erneut kein Wachstum der Wirtschaftsleistung verzeichnet. Nach einem Rückgang des BIP um -3,7 Prozent im Vorjahr, reduzierte sich die Wirtschaftsleistung im Geschäftsjahr 2016 um -1,2 Prozent. 3

Im Jahr 2016 war die konjunkturelle Lage in Deutschland durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet, sodass sich das preisbereinigte BIP insgesamt um +1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöhte. Die BIP­Wachstumsrate lag somit nicht nur über dem Wert der letzten beiden Jahre (2015: +1,7 Prozent; 2014: +1,6 Prozent), sondern ebenfalls merklich über dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre (+1,4 Prozent). 4

Wichtigster Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft war 2016 erneut der inländische Konsum. So stiegen die privaten Konsumausgaben preisbereinigt um +2,0 Prozent, die staatlichen Konsumausgaben sogar um +4,2 Prozent. Unterdessen legte der deutsche Außenhandel trotz globaler Unsicherheiten nochmals zu. 5

2 Eurostat, Frühjahr 2017.
3 Europäische Kommission, European Economic Forecast, Winter 2016, Weltbank.
4 Statistisches Bundesamt, Januar 2017.
5 Statistisches Bundesamt, Januar 2017.

Im Jahresdurchschnitt stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um +0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit lag die Teuerungsrate zwar leicht über der des Vorjahres (2015: +0,3 Prozent), jedoch trotzdem weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Ausschlaggebend für die geringe Jahresteuerungsrate waren auch 2016 wieder kräftige Energiepreisrückgänge, die sich insbesondere durch die sinkenden Rohölpreise um -5,4 Prozent verbilligten. Der preisdämpfende Effekt fiel jedoch geringer aus als im Vorjahr (2015: -7,0 Prozent gegenüber 2014). Die Inflationsrate lag, bereinigt um die Energiepreise, bei +1,2 Prozent. 6

Die deutschen Einzelhandelsumsätze sind im Jahr 2016 real um +1,6 Prozent und nominal um +2,3 Prozent gestiegen (2015 nominal: +3,1 Prozent). 7

2.2 Geschäftsverlauf

Die Unternehmensgruppe Tengelmann konnte Ende des Geschäftsjahres den Verkauf der Gesellschaften Kaiser's Tengelmann nebst Tochterunternehmen sowie Bringmeister und Tengelmann E-Stores nach jahrelangem Ringen erfolgreich abschließen. Der Vollzug des Verkaufs stellt eine bedeutende Veränderung im Konzernportfolio der Unternehmensbeteiligungen dar und führte im abgeschlossenen Geschäftsjahr zu einer Ergebnisbelastung. Dem gegenüber stand unter anderem eine sehr gute Entwicklung der "Strategischen Beteiligungen größer 20%", welche sich in deutlichen Umsatzsteigerungen und durchweg überplanmäßigen Ergebnisbeiträgen im Geschäftsjahr 2016 zeigte. Zudem wurden im Bereich der Venture Capital- Beteiligungen Erlöse aus Exits und Teilexits realisiert, welche das Konzernergebnis positiv beeinflussten.

Durch Anteilskäufe und weitere Standortübernahmen von OBI sowie durch die Modernisierung des Filialnetzes von KiK wurden zukunftsorientierte Investitionen durchgeführt. Auch im Bereich der Venture Capital-Aktivitäten wurden weitere Investitionen in neue und bestehende Start-ups getätigt.

Das Filialnetz der Unternehmensgruppe Tengelmann konnte mit 4.317 Filialen (+54 im Vergleich zum Vorjahr) im Geschäftsjahr 2016, insbesondere durch die fortwährende Expansion von OBI und KiK, weiter ausgebaut werden.

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 war die Unternehmensgruppe Tengelmann in 14 europäischen Ländern aktiv; darüber hinaus erschloss das wachsende E-Commerce­Geschäftsfeld fünf weitere europäische Absatzmärkte.

Insgesamt beschäftigte die Unternehmensgruppe dabei 76.712 Mitarbeitende inklusive der verkauften Gesellschaften Kaiser's Tengelmann, Bringmeister und Tengelmann E-Stores. Die rund 15.000 Mitarbeitenden der verkauften

6 Statistisches Bundesamt, Finale Verbraucherpreise.
7 Handelsverband Deutschland.

Gesellschaften werden dank einer Arbeitsplatzsicherung in den EDEKA-Verbund wechseln.

Durch die Expansion der Gesellschaften OBI und KiK und die weiterhin hohen Investitionen in neue Filialkonzepte konnte der konsolidierte Nettoumsatz weiter gesteigert werden. Die Unternehmensgruppe Tengelmann profitierte zudem aus den im Oktober 2015 erfolgten Standortübernahmen eines ehemaligen Wettbewerbers in Österreich, Slowenien, Tschechien und der Slowakei durch OBI. Unterstützt wurde die positive Umsatzentwicklung durch die fortlaufende Erholung der Wirtschaft in den für die Unternehmensgruppe wichtigen europäischen Ländern. Der konsolidierte Nettoumsatz konnte im Geschäftsjahr 2016 auf 9,0 Mrd. Euro ausgebaut werden, das Vorjahr wurde um +8,9 Prozent deutlich übertroffen.

  

  

Die Unternehmensgruppe Tengelmann konnte trotz der hohen Belastungen aus den zum 31. Dezember 2016 veräußerten Gesellschaften Kaiser's Tengelmann, Bringmeister und Tengelmann E-Stores durch die positiven Impulse aus den "Strategischen Beteiligungen" auch im Geschäftsjahr 2016 ein positives Konzernergebnis erzielen. Auch wenn das anspruchsvolle Ergebnisziel aufgrund der hohen Sonderbelastungen nicht erreicht werden konnte, war die Geschäftsführung insgesamt sehr zufrieden mit der Entwicklung des Geschäftsjahres 2016.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres lagen mit 9,0 Mrd. Euro um 8,9 Prozent über denen des Vorjahres. Der Anstieg ist wie in den Vorjahren auf OBI und KiK zurückzuführen, welche das durch den Filialrückgang bedingte Abschmelzen der Umsatzerlöse im Lebensmitteleinzelhandel überkompensierten. Flankierend trug geschäftsfeldübergreifend die erstmalige Anwendung der neuen Umsatzerlösdefinition durch das Bilanzrichtlinieumsetzungsgesetz zu einem Anstieg der Umsatzerlöse bei. Korrespondierend hierzu verhält sich der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge. Wir verweisen diesbezüglich auf die Erläuterungen im Anhang.

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die konsolidierte Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um -435 Mio. Euro reduziert. Dabei veränderten sich die einzelnen Bilanzposten wie folgt:

Aktiva in Mio. Euro Passiva in Mio. Euro
Anlagevermögen -130 Eigenkapital * -58
Vorräte 67 Rückstellungen -192
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 32 Finanzverbindlichkeiten -61
Flüssige Mittel -406 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -125
Übrige Aktiva 4 Übrige Passiva 2
Gesamt -435 Gesamt -435

* Die im Vorjahr verwandte Bezeichnung Eigenmittel wurde nach Auflösung der gebundenen Gesellschafterkonten durch diese ersetzt.

Die Eigenkapitalquote (i. Vj. Eigenmittelquote) ist aufgrund der deutlich reduzierten Bilanzsumme von 37,5 Prozent im Vorjahr auf 39,6 Prozent angestiegen. Maßgeblich für die Bilanzverkürzung ist die im Geschäftsjahr erfolgte Endkonsolidierung von Kaiser´s Tengelmann nebst Tochterunternehmen sowie Bringmeister und Tengelmann E-Stores. Zu den bilanziellen Auswirkungen verweisen wir auf den Anhang.

Das Anlagevermögen hat sich um -130 Mio. Euro reduziert. Insgesamt stehen den Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 205 Mio. Euro Investitionen in Höhe von 207 Mio. Euro gegenüber. Die Reduktion des Anlagevermögens beruht im Wesentlichen auf ein um 119 Mio. Euro verringertes Sachanlagevermögen, wovon 103 Mio. Euro Abgänge von Restbuchwerten durch das Ausscheiden aus dem Konsolidierungskreis bedingt sind. Von den Zugängen im Finanzanlagevermögen von 91 Mio. Euro entfallen auf Venture Capital-Beteiligungen 82 Mio. Euro.

Die Vorräte haben sich um knapp 5 Prozent erhöht. Zum Aufbau des Vorratsbestandes trug vornehmlich OBI in Höhe von 166 Mio. Euro bei und hat endkonsolidierungsbedingte Minderungen des Vorratsbestandes von 122 Mio. Euro kompensiert.

Nach einem deutlichen Anstieg im Vorjahr haben sich die liquiden Mittel im Geschäftsjahr auf 301 Mio. Euro signifikant verringert. Zu dieser Entwicklung tragen verschiedene Faktoren bei. Insbesondere ist die Reduktion auf den Ausgleich der zwischen TW und den endkonsolidierten Gesellschaften bis zum 31. Dezember 2016 geführten Verrechnungskonten zurückzuführen. Außerdem hat OBI eine Anleihe in Höhe von 100 Mio. Euro planmäßig getilgt.

Die Minderung der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus der Veräußerung verbundener Unternehmen. Durch Endkonsolidierungen verringerte sich die Rückstellung für Pensionen um 147 Mio. Euro und die sonstigen Rückstellungen um 72 Mio. Euro.

Den liquiden Mitteln von 301 Mio. Euro stehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 601 Mio. Euro gegenüber. Hiervon haben 155 Mio. Euro eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Insgesamt hat sich die Fremdverschuldung im Vergleich zum Vorjahr um -61 Mio. Euro verringert.

Das Geschäftsjahr schließt erneut mit einem positiven Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit.

2.4 Aus den Geschäftsfeldern

Strategische Beteiligungen größer 20%

  

  

Der Bau- und Heimwerkermarktsektor steigerte seine Umsätze in Deutschland um +1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das entsprach einem Gesamtvolumen von 18,2 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Verkaufsfläche verzeichnete die Branche ebenso ein mäßiges Wachstum von +0,8 Prozent. Die Anzahl der Baumarktstandorte ging dabei leicht auf 2.118 (2015: 2.134) zurück. Der Fokus der Baumärkte lag 2016 auf der Filialnetz-Optimierung sowie verstärkten Investitionen in die Digitalisierung. Die Produkte des Heimwerkersortiments trugen mit 1,9 Mrd. Euro weiterhin den größten Umsatzanteil, gefolgt vom Gartensortiment mit 0,7 Mrd. Euro Umsatz. Die E­Commerce-Umsätze beliefen sich auf 2,8 Mrd. Euro, was einer Steigerung von +14,0 Prozent zum Vorjahr entsprach. 8

Auf europäischer Ebene zeigten die meisten für OBI relevanten Länder ähnlich stabile Entwicklungen wie Deutschland.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 erfolgte der Markteintritt in die Slowakei durch die Wiedereröffnung von übernommenen Standorten eines ehemaligen Wettbewerbers, wodurch direkt die marktführende Position in dem Land übernommen wurde. Zudem erfolgten weitere Eröffnungen durch Standortübernahmen aus demselben Übernahmeprozess in Tschechien und Slowenien. Somit wurden zu Beginn des für OBI wichtigen Frühjahrsgeschäfts alle 68 Märkte aus der Übernahme erfolgreich eröffnet und in den OBI Konzern integriert. Zudem übernahm OBI im Geschäftsjahr 2016 alle Anteile des ehemaligen Joint Venture-Partners in Russland (DIY Moskau) und besitzt jetzt somit 100 Prozent der Anteile an der OBI Landesgesellschaft in Russland.

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 gehörten 480 Märkte zum Konsolidierungskreis, davon 209 im Inland sowie 271 im Ausland. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Filialnetz um +25 Standorte erweitert werden.

Am 31. Dezember 2016 belief sich die Anzahl der OBI-Mitarbeitenden auf 35.660, davon waren 12.794 in Deutschland und 20.648 im internationalen Geschäft tätig.

Der Nettoumsatz des OBI Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 um +15,0 Prozent auf 5,0 Mrd. Euro. Maßgeblicher Grund für diese Entwicklung waren die im Oktober 2015 übernommenen Standorte, welche zu Beginn des Jahres 2016 vollständig in den OBI-Konzern integriert wurden. Zudem führt die erstmalige Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) zu einem höheren Umsatzausweis im Vergleich zum Vorjahr. Gegenläufig wirkte sich das zurückhaltende Kaufverhalten in Russland auf die Umsatzentwicklung aus. Insgesamt wird die positive Umsatzentwicklung durch die Region "Central Europe" und Polen getragen. Aufgrund der starken Auslandsexpansion hat die Bedeutung des deutschen Marktes gegenüber dem Vorjahr abgenommen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte OBI neben den starken Umsatzzuwächsen erneut ein den Erwartungen entsprechend deutlich positives Ergebnis erzielen.

8 Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte

  

  

Das Marktvolumen von Bekleidung sowie Haus- und Heimtextilien lag 2016 in Deutschland bei 64 Mrd. Euro und wuchs damit leicht im Vergleich zum Vorjahr (2015: 62 Mrd. Euro). Die Entwicklung der einzelnen Vertriebsformen verlief dabei sehr unterschiedlich. Während mittelständische Boutiquen und Modehäuser im Schnitt rund -2,0 Prozent an Umsatz verloren, legten vertikale Modeketten um dieselbe Rate zu. Dieser Zuwachs ist oftmals auf eine Flächenexpansion zurückzuführen. Im Jahr 2016 wurden wertmäßig ca. +6,0 Prozent mehr Bekleidung und Textilien online verkauft. Somit belief sich der E-Commerce Umsatz auf rund 12 Mrd. Euro. Der Marktanteil des gesamten Distanzhandels (inklusive Teleshopping und des stark schrumpfenden Kataloggeschäfts) blieb in Deutschland bei rund 20 Prozent des Branchenumsatzes. 9

Das Geschäftsjahr 2016 wurde bei KiK in den meisten Ländern, insbesondere in Deutschland, weiterhin von den guten volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterstützt.

Auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2016 wurde das Sortiment stetig weiterentwickelt. Zudem bildeten die Umstellungen auf das neue Filialdesign "KiK17" einen weiteren zentralen Punkt der Aktivitäten und konnten zum Ende des Jahres abgeschlossen werden. Auch zukünftig wird konsequent an der Weiterentwicklung von neuen Filialdesigns und -konzepten gearbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt lag im Ausbau der Online-Aktivitäten und in der Verzahnung von Filialgeschäft mit Online-Geschäft.

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 betrieb KiK insgesamt 3.439 Filialen und konnte im Vergleich zum Vorjahr die Standortanzahl um +79 Standorte weiter ausbauen. Die Standorte verteilen sich auf neun Länder in Mittel- und Osteuropa, davon wurden 2.538 Filialen in Deutschland betrieben und 901 im Ausland.

9 TW, Bundesverband des deutschen Textilhandels e.V.

Zum 31. Dezember 2016 belief sich die Anzahl der KiK Mitarbeitenden auf 25.322, davon waren 19.279 in Deutschland und 6.043 im internationalen Geschäft tätig.

Trotz des sich weiter verstärkenden Wettbewerbs durch neue und expandierende Marktteilnehmer konnte KiK das Geschäftsjahr 2016 erneut mit einem deutlichen Umsatzplus beenden. Der Nettoumsatz verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um +7,0 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro und wurde dabei neben der anhaltenden Expansion im europäischen Ausland spürbar durch Umstellungen auf das erfolgreich bewährte "KiK 17"-Design im Stammbereich gestützt.

Im Geschäftsjahr 2016 konnte KiK erneut ein deutlich positives Geschäftsergebnis erzielen und die gesteckten Ziele sogar deutlich übertreffen.

  

  

Das Transaktionsvolumen des gewerblichen Immobilieninvestmentmarktes ging 2016, nach einem Rekordvolumen im Vorjahr, um -4 Prozent auf 52,9 Mrd. Euro zurück. Es blieb damit dennoch auf sehr hohem Niveau. Die Büroimmobilien hatten mit 45 Prozent (2015: 41 Prozent) erneut den größten Anteil am Transaktionsvolumen. Der Anteil der Einzelhandelsimmobilien sank nach einem deutlichen Anstieg im Jahr 2015 wieder um -7 Prozentpunkte auf ca. 23 Prozent und erzielte damit ein Transaktionsvolumen von 12,7 Mrd. Euro. Die Lager- und Logistikimmobilien konnten ihren Anteil um ca. +2 Prozentpunkte auf 9 Prozent ausbauen. Mit einer vermittelten Gesamtfläche von 487.400 m 2 ging der Vermietungsmarkt für Einzelhandelsflächen um -7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Anzahl der abgeschlossenen Mietverträge blieb mit 1.070 jedoch konstant (2015: 1.077). 10

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 umfasste das Trei-Portfolio 393 Objekte und reduzierte sich somit planmäßig um -75 Objekte im Vergleich zum Vorjahr. Die Trei Real Estate realisierte dabei einen Umsatz aus Vermietung von 74,0 Mio. Euro und beschäftigte europaweit rund 100 Mitarbeitende.

10 Jones Lang LaSalle.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden im Rahmen der strategischen Portfolioumstrukturierung alle 77 Immobilien in Österreich veräußert. Gleichzeitig wurde in Deutschland der Bau der ersten modernen und energieeffizienten Studenten-Wohnimmobilie in Köln fortgesetzt, deren Fertigstellung im Frühjahr 2017 erfolgt. Im Ausland eröffneten zwei weitere Fachmarktzentren unter der Marke "Vendo Park". Insgesamt hat Trei Real Estate damit bereits 13 Vendo Parks in Polen, Tschechien und der Slowakei im Bestand.

Im Geschäftsjahr 2016 realisierte Trei Real Estate ein über den Erwartungen liegendes und deutlich positives Ergebnis.

  

  

Das Erfolgskonzept von TEDi besteht aus einem breiten Angebot an Waren im Bereich Non-Food (Haushalt, Deko, Werkzeug, Spielzeug etc.) zu günstigen Preisen. Dieser breite Sortimentsmix bietet TEDi maximale Flexibilität bei der Anpassung an Marktentwicklungen und Kundenwünschen. Eine klassische Branchenentwicklung kann für dieses Geschäftsmodell in den Ländern, in denen TEDi aktiv mit Filialen vertreten ist, nicht abgebildet werden.

Die Unternehmensgruppe Tengelmann hält 30 Prozent der Anteile an der TEDi GmbH & Co. KG mit Sitz in Dortmund.

Auch im vergangenen Jahr baute TEDi seine führende Marktposition weiter aus. Das lag unter anderem an der Filialumstellung auf das moderne "TEDi+"-Konzept. Kennzeichnend hierfür sind eine überarbeitete Warenpräsentation, neue Fußböden in Holz-Optik sowie ein energieeffizientes Lichtkonzept, um den Kunden eine angenehme Einkaufsatmosphäre zu bieten. Zudem wurde der von TEDi eingeschlagene Expansionskurs mit neuen Filialeröffnungen insbesondere in Spanien fortsetzt.

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 betrieb TEDi 1.538 Filialen, davon befanden sich 1.325 in Deutschland und 213 in fünf weiteren europäischen Ländern. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Filialnetz um +82 Standorte erweitert werden.

Insgesamt beschäftigte TEDi 11.480 Mitarbeitende, davon entfallen knapp 1.100 auf Standorte außerhalb Deutschlands.

Den Nettoumsatz steigerte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2015/2016 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als +13 Prozent auf über 0,6 Mrd. Euro. Diese weiterhin hohen Umsatzsteigerungen waren neben der anhaltenden Flächenexpansion maßgeblich bedingt durch die in 2016 intensivierte Umstellung von Standorten auf das neue Filialkonzept "TEDi+".

Im Geschäftsjahr 2016 konnte die Unternehmensgruppe Tengelmann von TEDi planmäßig positive Beteiligungserträge vereinnahmen.

  

  

Der E-Commerce-Handel gehört weiterhin zu den wachstumsstärksten Vertriebskanälen im deutschen Einzelhandel und wuchs um +11 Prozent. Somit erreichte der Online-Handel ein Umsatzvolumen von 44,0 Mrd. Euro. Der Anteil des E-Commerce-Handels am gesamten deutschen Einzelhandel betrug, wie schon 2015, ca. 9 Prozent. Der Fokus auf Mobile Commerce und personalisierte Ansprache nahm dabei weiter zu. Weiterhin fordert die verstärkte Verknüpfung zwischen online und offline intelligente Multichannel-Konzepte. Weltweit beliefen sich die E­Commerce-Umsätze 2016 auf ca. 1,9 Bio. US-Dollar, was ca. 9 Prozent des globalen Einzelhandelsumsatzes darstellte. 11

Für babymarkt.de verlief das abgelaufene Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der gesetzten Ziele sehr erfolgreich und war geprägt von dem kontinuierlichen Ausbau von Marktanteilen - insbesondere in den Kernartikel-Kategorien, wie beispielsweise Kindersitze und Kinderwagen. Mit der Implementierung eines neuen Warenwirtschaftssystems wurde im Geschäftsjahr 2016 die technische Basis für weiteres Wachstum gelegt. Durch die Eröffnung einer dritten Filiale in Deutschland wurde der Multichannel-Absatz gestärkt.

Neben Deutschland war das Unternehmen zum 31. Dezember 2016 in zwölf europäischen Märkten mit seinen Online-Shops aktiv und zusätzlich in Deutschland mit drei Filialmärkten vertreten. Dabei beschäftigte babymarkt.de insgesamt 355 Mitarbeitende.

11 Handelsverband Deutschland; E-Commerce-Fachpresse.

babymarkt.de kann für das Geschäftsjahr 2016 einen Nettoumsatz von 121,7 Mio. Euro ausweisen. Mit einem Umsatzplus von +63,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wurde der Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Die fortgesetzten Investitionen in weiteres Wachstum führten auch im vergangenen Geschäftsjahr planmäßig zu einem negativen Konzernergebnisbeitrag.

Strategische Beteiligungen kleiner 20%

  

  

Zum Bilanzstichtag war die Unternehmensgruppe Tengelmann mit 15 Prozent an der zum EDEKA-Verbund gehörenden Netto Marken-Discount AG & Co. KG beteiligt. Netto ist zum Stichtag 31. Dezember 2016 mit 4.170 Filialen eine feste Größe unter den drei größten deutschen Lebensmitteldiscountern und beschäftigte stichtagsbezogen 73.388 Mitarbeitende.

Im Geschäftsjahr 2016 steigerte die Gesellschaft ihren Umsatz um +2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 12,7 Mrd. Euro und entwickelte sich weiterhin besser als der Branchendurchschnitt im umkämpften Discountsegment.

Im Geschäftsjahr 2016 konnte die Unternehmensgruppe Tengelmann auch von Netto planmäßig positive Beteiligungserträge vereinnahmen.

  

  

Die Unternehmensgruppe Tengelmann ist zum Stichtag 31. Dezember 2016 mit 4,2 Prozent an Zalando SE mit Sitz in Berlin beteiligt. Mit über 19,9 Mio. aktiven Kunden gehört das Unternehmen zu den größten Online-Shops in Europa.

Das Unternehmen steigerte im Geschäftsjahr 2016 seinen Umsatz um +23,0 Prozent und erzielte damit einen Nettoumsatz von 3,6 Mrd. Euro. Zudem konnte Zalando 2016 das positive Ergebnis weiter ausbauen.

Durch Verkäufe von einem kleinen Anteil an Zalando-Aktien wurden positive Ergebnisbeiträge zum Konzernergebnis realisiert. Aufgrund des weiter anhaltenden Wachstumskurses wurde wie erwartet noch keine Dividende an die Anteilseigner ausgeschüttet.

Venture Capital-Beteiligungen

Im Jahr 2016 investierten Venture Capital-Gesellschaften in Deutschland 0,9 Mrd. Euro, das entsprach einem Plus von knapp +12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während die Teilsegmente Seed- und Later-Stage-Venture-Capital zulegten, verzeichnete das Teilsegment Start-up einen Rückgang im Hinblick auf das Investitionsvolumen. Wachstumsfinanzierungen (Growth) summierten sich auf knapp 0,4 Mrd. Euro und fielen damit deutlich niedriger als im Vorjahr (2015: 0,7 Mrd. Euro) aus. 12

12 Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften.

  

  

Die Unternehmensgruppe Tengelmann war 2016 über die Tengelmann Ventures weltweit an rund 40 Start-ups beteiligt und zählt in diesem Bereich bereits seit mehreren Jahren zu den bedeutenden Investoren in Deutschland.

Im Geschäftsjahr 2016 wurde erneut deutlich in das Bestandsportfolio investiert. Das Portfolio wurde aber auch um sechs weitere Beteiligungen ergänzt (Scalable Capital, Klarna, Data Artisans, Quantitec, Agrilution und RSO Shift).

Die in 2010 erworbenen Anteile an Stylight konnten 2016 erfolgreich an ProSiebenSat.1 veräußert werden. Auch aus dem Teilverkauf von Anteilen an Lazada konnte ein positiver Ergebnisbeitrag generiert werden.

Trotz einiger notwendiger Abschreibungen im Rahmen des Jahresabschlusses, mit denen die operative Entwicklung bzw. die Werthaltigkeit aus aktuellen Finanzierungsrunden abgebildet wird, konnte Tengelmann Ventures planmäßig im Geschäftsjahr 2016 ein positives Ergebnis realisieren und damit zum Konzernergebnis beitragen.

  

  

Emil Capital Partners bündelt das US-Venture-Geschäft der Unternehmensgruppe Tengelmann. Die Investmentstrategie von Emil Capital Partners basiert auf der Identifikation von wachsenden bzw. neuen Produkt- und Serviceangeboten, die das Potenzial besitzen, sich stark zu entwickeln, um von einem Early Stager zu einem bedeutsamen Teilnehmer innerhalb ihres Marktsegmentes aufzusteigen.

Das Unternehmen setzt seinen Investitionsfokus auf den "New American Consumer" im nordamerikanischen Raum und war zum 31. Dezember 2016 an rund 30 Unternehmen beteiligt. Im Geschäftsjahr 2016 wurde das Portfolio um fünf Gesellschaften erweitert (YouDinner, Vintage Italia, Klarna, American Giant und Data Council).

Im Rahmen des Jahresabschlusses wurden für das Portfolio geringfügige Wertberichtigungen vorgenommen. Bei den wertberichtigten Gesellschaften kann die operative Entwicklung aktuell nicht ausreichend überzeugen.

Das Portfolio von Emil Capital Partners umfasst eine Vielzahl von innovativen und überwiegend sehr jungen Beteiligungen, weswegen bislang noch kein Exit realisiert wurde. Die Gesellschaft konnte daher im Geschäftsjahr 2016 wie erwartet noch keinen positiven Beitrag zum Konzernergebnis leisten. Allerdings zeigte das Portfolio in Summe eine deutlich positive Umsatzentwicklung zum Vorjahr.

Sonstige Beteiligungen

Am 17. März 2016 erteilte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Ministererlaubnis zur Übernahme von Kaiser's Tengelmann nebst Tochtergesellschaften sowie der Bringmeister und Tengelmann E-Stores durch den EDEKA-Verbund bzw. Netto Marken-Discount. Gegen die Ministererlaubnis wurde Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt. Das Oberlandesgericht stoppte die Ministererlaubnis vorläufig am 12. Juli 2016. Der EDEKA-Verbund und kurz darauf das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) reichten gegen diese Entscheidung eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichthof ein. Im Herbst begannen Verhandlungen zwischen den involvierten Parteien. Nachdem Norma und Markant ihre Klagen zurückzogen hatten, wurde am 31. Oktober 2016 die erfolgreiche Schlichtung des Streits mit REWE unter der Führung von Altbundeskanzler Gerhard Schröder verkündet. Die Beteiligten einigten sich darauf, dass REWE von EDEKA Teile von Kaiser's Tengelmann übernimmt. Am 8. Dezember 2016 zog REWE die Beschwerde vor dem OLG Düsseldorf zurück und der Kaufvertrag mit EDEKA wurde zum 31. Dezember 2016 vollzogen.

  

  

Im Jahr 2016 generierte der deutsche Lebensmitteleinzelhandel (inklusive Drogerie) Umsätze in Höhe von 142,1 Mrd. Euro, was einem Branchenwachstum von +1,3 Prozent entsprach. Die LEH-Vollsortimenter Food konnten von der guten Konsumstimmung profitieren und legten mit einer Steigerung von +2,7 Prozent überdurchschnittlich zu. Die Discounter entwickelten sich ebenfalls durchweg positiv und verbesserten ihre Umsätze um +1,9 Prozent zum Vorjahr. 13

Insgesamt war das Geschäftsjahr 2016 erneut stark geprägt durch das seit Oktober 2014 andauernde Übernahmeverfahren durch den EDEKA-Verbund.

Die Aktivitäten der Kaiser's Tengelmann GmbH waren daher schwerpunktmäßig darauf gerichtet, das Unternehmen zu stabilisieren und Umsatz und Ertrag zu sichern. Aufgrund der anstehenden Abgabe des Supermarktgeschäfts wurden keine neuen Zukunftsprojekte gestartet.

Das Filialnetz wurde weiter bereinigt und nicht mehr zukunftsfähige Standorte geschlossen. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 reduzierte sich die Filialanzahl um -51 Standorte auf insgesamt 395.

Der Nettoumsatz lag mit 1,7 Mrd. Euro um -6,0 Prozent unter dem Vorjahr. Neben den Umsatzeinbußen im Stammbereich sind die benannten Filialnetzbereinigungen der Treiber der negativen Umsatzentwicklung.

Erwartungsgemäß erwirtschaftete Kaiser's Tengelmann im Geschäftsjahr 2016 erneut einen deutlichen operativen Verlust.

  

  

Im Geschäftsjahr 2016 wurde das Online-Sortiment in Berlin auf ca. 9.500 Artikel und das in München auf ca. 6.400 Artikel ausgebaut. Aufgrund der anhaltenden Expansionstätigkeit wurde zudem in Berlin zum Ende des Jahres ein neues Lager in Betrieb genommen.

13 Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Bringmeister steigerte im Geschäftsjahr 2016 den Umsatz um +13,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erzielte somit einen Nettoumsatz von 18,2 Mio. Euro.

Erwartungsgemäß leistete Bringmeister im Geschäftsjahr 2016 keinen positiven Beitrag zum Konzernergebnis.

  

  

Unter dem Dach der Tengelmann E-Stores GmbH operieren die Online-Shops Plus.de und GartenXXL.de. Der Nettoumsatz der beiden Online-Shops steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um +16,6 Prozent auf 58,0 Mio. Euro.

Mit der Übernahme von Kaiser's Tengelmann sichert sich der EDEKA-Verbund ebenfalls das Eigentum an der Tengelmann E-Stores GmbH, welche organisatorisch in die Netto Marken-Discount AG & Co. KG eingegliedert wird.

Erwartungsgemäß konnte Tengelmann E-Stores im Geschäftsjahr 2016 keinen positiven Beitrag zum Konzernergebnis leisten.

2.5 Personal- und Sozialbereich

Die Unternehmensgruppe Tengelmann sieht in ihren Mitarbeitenden ihr wertvollstes Kapital und einen bedeutenden nicht-finanziellen Leistungsindikator. Schon deshalb nimmt der Personal- und Sozialbereich insbesondere bei OBI und KiK einen hohen Stellenwert innerhalb der Unternehmensgruppe ein.

Engagierte und zufriedene Mitarbeitende sind die Grundlage für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg. Für die Geschäftsfelder der Unternehmensgruppe Tengelmann stellt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf daher eine der wichtigen Voraussetzungen für die Etablierung einer starken und positiven Unternehmenskultur dar. Es entspricht dem Selbstverständnis des Familienunternehmens Tengelmann, dieses Gleichgewicht mit verschiedenen Maßnahmen zu fördern. Beispielsweise haben alle Mitarbeitenden der Holding die Möglichkeit, unter dem Motto "Wissen nach Wahl" eine Unterstützung von 100 Euro pro Halbjahr für verschiedene Kurse der VHS, aber auch für Maßnahmen zur Gesundheitsförderung zu erhalten. Das gesamte Engagement wurde mit der Auszeichnung durch das Zertifikat der Hertie-Stiftung "berufundfamilie" gewürdigt.

Im Jahr 2016 wurde OBI erneut als "Top Arbeitgeber Deutschland" ausgezeichnet. Das Untersuchungsverfahren des Top Employers Institute hat die hervorragenden Arbeitsbedingungen verifiziert und belegt somit, dass OBI zum ausgewählten Kreis der Top Arbeitgeber gehört.

Nach der Übernahme eines ehemaligen Wettbewerbers in Österreich konnten binnen kürzester Zeit 2.450 Mitarbeiter in den Ländern Österreich, Slowenien, Tschechien und der Slowakei geschult und in den Konzern erfolgreich integriert werden. Die neuen Mitarbeitenden werden seither durch OBI eng begleitet. Verschiedene fachliche Supportfunktionen, insbesondere HR-Manager, stehen den neuen Führungskräften in allen personal- und mitarbeiterrelevanten Fragestellungen beratend zur Seite.

Des Weiteren wurden zu Beginn des Jahres 2016 elf sogenannte Trainingsfilialen in Deutschland eingerichtet. Trainingsfilialen sind OBI Märkte mit besonderer Vorbildfunktion aufgrund effizient laufender Prozesse und außerordentlich gut qualifizierter Mitarbeitender. Ziel der Trainingsfilialen ist es, den Mitarbeitenden alle wichtigen Kenntnisse zu vermitteln, die sie im Arbeitsalltag bei OBI brauchen.

Für KiK stehen die individuelle Persönlichkeitsentwicklung und die damit einhergehende fachliche Entwicklung im Fokus. Mit der KiK-Akademie in Kooperation mit der VHS können die Mitarbeitenden in Deutschland ihre beruflichen sowie persönlichen Kompetenzen weiterentwickeln. Neben der Nachwuchsförderung steht auch das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Fokus. Als familienfreundliches Unternehmen hat KiK zahlreiche Teilzeitmodelle etabliert, damit jeder Mitarbeitende die Möglichkeit hat, Privates und Berufliches so gut wie möglich miteinander in Einklang zu bringen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die Weltwirtschaft wird im Jahr 2017 mit +3,4 Prozent voraussichtlich etwas stärker wachsen als im Vorjahr (2016: +3,1 Prozent). Die Industrieländer sollen in den nächsten beiden Jahren mit +1,9 Prozent bzw. +2,0 Prozent moderat wachsen.

Erhöhte Beschränkungen des Welthandels und der Migration, die zunehmende Überschuldung angeschlagener Industrienationen sowie zunehmende geopolitische Spannungen und Terrorismus werden als größte globale Risiken angeführt. 14

Das Jahr 2017 ist vor allem durch globale Unsicherheiten geprägt. Trotzdem hat sich die europäische Wirtschaft in der Vergangenheit als stabil erwiesen, sodass auch für 2017 weiterhin mit einem moderaten Wachstum gerechnet wird. Unter anderem wirken sich die stets gute Arbeitsmarktsituation sowie der hohe private Konsum positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) der 28 Länder der EU wird mit +1,8 Prozent weiterhin positiv erwartet, während das reale BIP des Euroraums mit +1,6 Prozent etwas weniger stark zulegen soll. Für 2017 wird in allen Ländern, in denen die Unternehmensgruppe Tengelmann vertreten ist, ein BIP-Wachstum prognostiziert. Die russische Wirtschaft wird sich laut Prognosen für 2017 wieder stabilisieren. 15

Die deutsche Wirtschaft wächst gegenwärtig solide. Dazu trägt insbesondere die weiterhin hohe Binnennachfrage bei, welche durch eine günstige Arbeitsmarktlage und steigende Einkommen der privaten Haushalte profitiert. Zukünftig wird die Binnenkonjunktur voraussichtlich durch eine weniger dynamisch zulegende Beschäftigung und steigende Energiepreise getrübt. Dies werden auch die voraussichtlich wieder ansteigenden Auslandsgeschäfte nicht vollständig kompensieren können. Dementsprechend wird für 2017 momentan mit einer Steigerung des BIP von +1,8 Prozent ausgegangen. 16

Nach Prognose des Handelsverbands Deutschland wird der Einzelhandelsumsatz um +2,0 Prozent (real: ca. +1,0 Prozent) steigen. Die günstigen Rahmenbedingungen für den Konsum werden auch 2017 bestehen bleiben, dazu trägt insbesondere die stabile Arbeitsmarktsituation bei. 17

Der Ausblick der Unternehmensgruppe Tengelmann basiert auf der Annahme einer anhaltenden ökonomischen Stabilisierung in Europa sowie einer weiterhin angespannten Situation in Russland. Für das Geschäftsjahr 2017 wird für die weitergeführten Geschäftsfelder ein Umsatzwachstum prognostiziert, welches sowohl durch Wachstum auf vergleichbarer Fläche als auch durch die fortwährende Expansionstätigkeit realisiert werden soll. Hierzu werden unter anderem positive Impulse aus der Übernahme von Standorten eines Wettbewerbers von KiK erwartet.

14 IMF, WEO Update, Januar 2017.
15 Europäische Kommission, European Economic Forecast.
16 Deutsche Bundesbank.
17 Handelsverband Deutschland.

Die aktivierungspflichtigen Investitionen der Unternehmensgruppe Tengelmann mit Schwerpunkten auf den fortgeführten Geschäftsfeldern des stationären Einzelhandels, der Immobiliengesellschaft Trei Real Estate und Beteiligungen im Bereich Venture Capital werden auch im Geschäftsjahr 2017 im dreistelligen Millionenbereich liegen. Für die Geschäftsfelder werden stabile operative Ergebnisbeiträge prognostiziert. Die entfallenen Belastungen des ehemaligen Bereichs der "Sonstigen Beteiligungen" werden auf Konzernebene zu einem deutlich über dem Vorjahr liegendem Ergebnis führen.

Strategische Beteiligungen größer 20%

  

  

Laut Prognose des Bundesverbands Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte steigt der Umsatz im Bau- und Heimwerkermarktsektor flächenbereinigt um +1,0 Prozent. Das Gebiet des privaten Renovierungs- und Wohnungsbaus sowie eine prosperierende Bauwirtschaft sollen hierbei das größte Potential für Umsatzzuwächse bieten. Um den Kundenanforderungen gerecht zu werden, bauen die Händler zum einen das Omnichannel-Angebot zukünftig weiter aus und werten zum anderen den Point of Sale auf. Zu den Sortiments- und Produkttrends gehören weiterhin altersgerechtes Wohnen, Smart-Home-Produkte und Homing sowie Garten und Lifestyle. Darüber hinaus verstärkt sich das Interesse am nachhaltigen Sortiment und gesundem Wohnen. 18

Für das Geschäftsjahr 2017 prognostiziert OBI leicht steigende Umsatzerlöse bei einer sich leicht verbessernden Ertragslage. Diese Erwartungshaltung basiert insbesondere auf der nach wie vor robusten Konsumlaune in Deutschland sowie der starken Auslandsexpansion der vergangenen Jahre. Dagegen birgt die Entwicklung in Russland weiterhin einen Unsicherheitsfaktor.

18 Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte.

  

  

Der Textileinzelhandel hat auch in 2017 mit einer rückläufigen Kundenfrequenz und zunehmender Konkurrenz durch den Online-Handel zu kämpfen. Trotzdem kann laut Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels aufgrund positiver konjunktureller Rahmenbedingungen, vorausgesetzt die Wetterverhältnisse sind gut, ein kleiner einstelliger Umsatzzuwachs für den Textileinzelhandel erreicht werden. 19

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet KiK einen anhaltend starken Wettbewerb. In Deutschland wird das Filialpotenzial dennoch auf mindestens 3.000 Filialen geschätzt, welches aus eigener Kraft mittelfristig erschlossen werden soll. Neben der reinen Expansion sieht KiK weiterhin Ertragssteigerungspotenzial in der Bereinigung des Filialbestands. Jährlich sollen einige Filialen zugunsten größerer Flächenkonzepte ausgetauscht werden. Für das Geschäftsjahr 2017 ist der weitere Ausbau des eigenen Online-Shops sowie die Verzahnung des Filialgeschäfts mit dem Online-Geschäft geplant. Des Weiteren wird auch weiterhin die Sortimentsentwicklung stetig vorangetrieben.

Durch die anhaltend gute Entwicklung von KiK wird auch weiterhin mit leicht steigenden Umsatzerlösen und soliden Ergebnisbeiträgen für den Konzern gerechnet.

  

  

Das Interesse an Immobilien soll auch im Jahr 2017 nach wie vor hoch bleiben. Jedoch bleibt abzuwarten, wie sich die weltweiten ungewissen politischen Rahmenbedingungen auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken. Anziehende Zinsen und steigende Renditen an den Anleihemärkten werden in den nächsten Jahren wieder andere Anlageformen, insbesondere Staatsanleihen, in den Fokus der Investoren rücken. Deutschland bleibt allerdings aufgrund der relativ starken ökonomischen und immobilienwirtschaftlichen Fundamentaldaten für in- und ausländische Investoren sehr attraktiv. 20

19 Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels e.V.
20 Jones Lang LaSalle.

Zur langfristigen Wertsteigerung ist weiterhin ein umfangreiches Investitionsprogramm geplant. Ein Schwerpunkt wird hierbei die Vervielfältigung des erfolgreichen Vendo Park-Konzepts im Bereich der Fachmarktzentren in Polen sein. In Deutschland steht die Etablierung der Trei Real Estate als Projektentwickler für Wohnimmobilien im Fokus. Die Neuentwicklungen sind sowohl im Bereich der Bestandsimmobilien als auch an neu akquirierten Standorten in attraktiven Lagen und ausgewählten Städten vorgesehen.

Durch ein aktives Asset Management werden darüber hinaus weiterhin Wertsteigerungspotenziale im Bestandsbereich systematisch identifiziert und realisiert. Hierbei wird die gesamte Bandbreite von der Optimierung der bestehenden Kostenstrukturen bis zur kompletten Sanierung von einzelnen Objekten ausgeschöpft. Darüber hinaus wird das laufende Verkaufsprogramm zur Portfoliooptimierung konsequent fortgesetzt.

Aufgrund des Geschäftsmodells mit langfristigen Mietverträgen ist auch in den kommenden Jahren mit positiven Ergebnisbeiträgen für den Konzern zu rechnen.

  

  

TEDi erwartet auch für das Geschäftsjahr 2017/2018 wieder eine dynamisch positive Geschäftsentwicklung. Aufgrund der erzielten Erfolge wird der eingeschlagene Expansionskurs auch in Zukunft fortgeführt. Zusätzlich wird das Filialnetz weiterhin Zug um Zug auf das erfolgreiche Filialkonzept "TEDi+" umgestellt und optimiert.

  

  

Die Aussichten für den E-Commerce-Markt in Deutschland bleiben weiterhin positiv. Für das Jahr 2017 wird ein Umsatzwachstum von +11 Prozent auf 48,8 Mrd. Euro vorausgesagt. Ein wichtiger Trend für den Bereich E-Commerce wird weiterhin die Personalisierung der Kundenansprache sein. In diesem Zuge werden Real Time Marketing, Contextual Commerce oder Content Marketing weiter an Bedeutung gewinnen. Darüber hinaus rücken technologiegetriebene Themen wie Dynamic Pricing oder Predictive Analytics mehr in den Vordergrund. Für den globalen ECommerce-Markt wird 2017 ein Wachstum von +23 Prozent auf über 2,4 Bio. US-Dollar prognostiziert. 21

Für 2017 erwartet babymarkt.de erneut eine deutliche Umsatzsteigerung sowie eine weitere Verbesserung des Ergebnisses. Als Umsatztreiber sind vor allem Produktkategorien mit vielversprechendem Ergebnisbeitrag vorgesehen. Die Steigerungen sollen vor allem durch Performance-Marketing-Aktionen erreicht werden. Zudem wird der anhaltende Wachstumskurs im Heimatmarkt über eine weiterhin starke TV-Präsenz stimuliert. Auch die neuen Auslandsshops in Europa werden zusätzlich zum Wachstum beitragen.

Strategische Beteiligungen kleiner 20%

  

  

Netto hat das Ziel, seine Marktposition in Deutschland zu festigen und weiter auszubauen. Die Planung für die Folgejahre sieht auch künftig eine kontinuierliche, positive Entwicklung von Erträgen und Margen vor. Im Geschäftsjahr 2017 werden die strategischen Ziele des Unternehmens weiter konsequent vorangetrieben und durch gezielte Investitionen Impulse für eine langfristig positive Entwicklung gegeben.

  

  

Im Geschäftsjahr 2017 soll der Wachstumskurs fortgesetzt werden, um weitere Marktanteile zu gewinnen. Gezielte Investitionen bilden dabei die Grundlage für die Sicherung des langfristigen Erfolgs. Schwerpunkte werden Investitionen in das Leistungsangebot für Kunden und Lieferanten, neue Technologien und die Weiterentwicklung der operativen Infrastruktur bilden. Ziel ist die weitere Umsatzsteigerung unter Beibehaltung eines soliden Rentabilitätsniveaus.

Venture Capital-Beteiligungen

Für das Jahr 2017 rechnen 90 Prozent der in Deutschland aktiven Venture Capital­Gesellschaften mit mindestens gleich hohen eigenen Investitionen, 48 Prozent davon erwarten sogar eine leichte oder deutliche Zunahme der Investitionen. 22

21 Handelsverband Deutschland; E-Commerce-Fachpresse.
22 Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften

  

  

Im Geschäftsjahr 2017 wird das bestehende Beteiligungsportfolio weiterentwickelt und dabei laufend auf Chancen hinsichtlich der Erweiterung um vielversprechende Start-ups überprüft. Die bestehenden Beteiligungen werden laufend auf ihre Werthaltigkeit überprüft und im Bedarfsfall wertberichtigt.

  

  

In den kommenden Geschäftsjahren soll das bestehende Portfolio entwickelt und weiter ausgebaut werden. Der Beteiligungsansatz von nicht werthaltigen Unternehmen wird im Rahmen eines definierten Impairment-Prozesses korrigiert.

3.2 Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Die international agierende Unternehmensgruppe Tengelmann ist unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt, die mitunter kurze Reaktionszeiten erfordern. Um diesem Gefahrenpotenzial erfolgreich zu begegnen, pflegt die Unternehmensgruppe ein Risikomanagementsystem, das Risiken, die den Fortbestand eines Unternehmens gefährden, frühzeitig erkennen lässt. Auch wenn sich für das Unternehmen aus dem Gesetz heraus keine unmittelbare Verpflichtung ergibt, zählen Risikomanagementsysteme seit langem zu den Führungsinstrumenten der Unternehmensgruppe Tengelmann.

Die Verantwortung in den Unternehmensbereichen ist funktional gesteuert. Das operative Filialgeschäft wird durch verantwortliche Landes- bzw. Regionsmanager und durch gut ausgebildete Filialleiter gesteuert. In den Zentralen nehmen alle Fachbereiche - koordiniert vom Finanz-/Controlling-Bereich - ihre Verantwortung zur Erkennung von Risiken wahr. Alle Filial- und Dienstleistungsbereiche sind in einen Strategie-, Planungs- und Budgetprozess eingebunden. Dieser Prozess umfasst die Einschätzung des Markt- und Wettbewerbsumfelds sowie die Erarbeitung von Maßnahmen für mindestens ein Geschäftsjahr. Darüber hinaus wird auf Gesamtunternehmensebene rollierend eine dreijährige Mittelfristperspektive mit den maßgeblichen Eckdaten erstellt.

Die Planung umfasst auch die Einflussfaktoren auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Konzernunternehmen. Planabweichungen werden analysiert und den jeweiligen Führungsgremien zur Gegensteuerung bei Fehlentwicklungen und zur Nutzung von Chancen zugeleitet. Bereits im Vorfeld der Strategie- und Planungsprozesse werden anstehende Risiken und Chancen konsequent analysiert und - falls notwendig - neue Handlungsalternativen entwickelt. Das Risikomanagement ermöglicht einen proaktiven Umgang mit Risiken und leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fortbestands der Unternehmensgruppe und zur Erhöhung des Bewusstseins für die mit den geschäftlichen Aktivitäten verbundenen Risiken.

Ökonomische und politische Risiken und Chancen

Für die Entwicklung der europäischen und globalen Wirtschaft waren im Jahr 2016 zwei Ereignisse prägend, die sowohl Politik als auch Wirtschaft aufgrund unzutreffender Prognosen unvorbereitet trafen: Im Juni beschloss das Vereinigte Königreich in einem Referendum den Austritt aus der Europäischen Union (EU) und im November gewann der republikanische Kandidat Donald Trump die US-Präsidentschaftswahl. Diese von Nationalismus gekennzeichneten Entscheidungen stellen die EU vor die Herausforderung, ihren inneren Zusammenhalt trotz bestehender Interessensdivergenzen zu stärken und ihre Rolle in der Weltpolitik neu zu definieren. Wenngleich die unmittelbaren ökonomischen Folgen überschaubar blieben, ist der langfristige Einfluss noch unklar und birgt somit Risiken für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Als ein in zahlreichen Ländern der europäischen Union vertretenes Unternehmen profitiert die Unternehmensgruppe Tengelmann vom gemeinsamen Binnenmarkt. Sollten sich weitere EU-kritische Länder wie Polen oder Ungarn dazu entschließen, aus der EU auszutreten, wären Auswirkungen auf die Unternehmensgruppe in diesen Ländern möglich.

Aufgrund erstarkender systemkritischer Parteien besteht zumindest die Gefahr einer neuerlichen Schwächung der gemeinsamen Währung sowie der EU. Insbesondere in Italien sanken die Aussichten auf Reformen zur Überwindung der Wachstumsschwäche infolge der gescheiterten Verfassungsreform. Zudem könnte die Krise des italienischen Bankensektors auf die europäische Bankenunion übergreifen.

Der Rückgang der Wirtschaft in Russland schwächte sich im Verlauf des Jahres 2016 merklich ab, nachdem die Produktion bis zum Frühjahr noch stark gesunken war. Aufgrund der unverändert hohen Abhängigkeit der russischen Volkswirtschaft vom Ölpreis dürfte die Ende November 2016 getroffene Entscheidung der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die Ölförderung zu verringern und wieder länderspezifische Produktionsquoten einzuführen, für weitere Stabilisierung sorgen. Während für das Jahr 2016 noch mit einem Rückgang des russischen BIP um 0,6 Prozent gerechnet wird, wird in den Folgejahren wieder leichtes Wachstum prognostiziert. Des Weiteren gelang es der russischen Regierung im Laufe des Jahres 2016, die Landeswährung vorerst zu stabilisieren. Da der russische Markt vor allem für OBI große Expansionsmöglichkeiten bietet, verfolgt OBI unverändert die weitere Entwicklung sehr aufmerksam. Die Entscheidungen, die das Management hierzu getroffen hat, adressieren die relevanten Aspekte für OBI. Hierzu zählen:

Operative Maßnahmen zur Sicherung der Profitabilität - zum Beispiel durch kontinuierliches Price-Monitoring und Anpassung der Sortimente

Kapital- und Finanzierungsmaßnahmen sowie verbesserte Liquiditätshaltung

Maßnahmen zur Risikominimierung - unter anderem durch die Absicherung der Investitionen über Investitionsgarantien der Bundesrepublik Deutschland

Maßnahmen zur Sicherung einer schnellen Reaktionsfähigkeit - unter anderem kontinuierliche Simulation und Analyse der Auswirkungen der Rubel­Volatilität.

Durch die zuvor beschriebenen politischen und ökonomischen Risiken werden für die Planung entsprechend konservative Annahmen zugrunde gelegt und sowohl Aufwendungen als auch Investitionen daran angepasst. Auf diese Weise kann schnell auf das geänderte Nachfrageverhalten der Konsumenten im In- und Ausland reagiert werden. Unterjährig wurden die Plan-Annahmen regelmäßig über Plan-Ist­Vergleiche und Vorschauen auf das Jahresende überprüft und bei Abweichungen Gegenmaßnahmen ergriffen. Die Aufgaben des Risikomanagements sind in diesen Fällen: Auswirkungen künftiger Entwicklungen antizipieren, genau beobachten, die tatsächliche Entwicklung kontinuierlich gegen die Planung spiegeln und so ein flexibles Umsetzen von Gegenmaßnahmen zur Ergebnissicherung in allen Bereichen gewährleisten.

Allen Risiken zum Trotz erkennt die Unternehmensgruppe Tengelmann auch Chancen für den Textileinzelhandel und den DIY-Bereich - sowohl online als auch stationär: Die Deutschen zeigen sich nach wie vor sehr konsumfreudig, was durch positive Impulse des Arbeitsmarktes und günstige Kredite gestützt wird.

Markt- und Branchenrisiken

Um Risiken aus dem Markt- und Branchenumfeld zu begegnen, ist es die Aufgabe der Unternehmensgruppe Tengelmann - gemeinsam mit den operativ Verantwortlichen ihrer Geschäftsfelder -, Markt und Wettbewerber laufend zu beobachten, Planungen und Entscheidungen der Wettbewerber in langfristige Unternehmensentscheidungen zu integrieren, um auf kurzfristige Änderungen mit Anpassungsfähigkeit und Flexibilität reagieren zu können.

KiK und OBI sind Marktführer in ihren jeweiligen Branchen und müssen sich in einem intensiven Wettbewerb behaupten. Zusätzlicher Wettbewerbsdruck entsteht aus dem Internet-Versandhandel, der neben einer hohen Preistransparenz die Möglichkeit bietet, Einkäufe rund um die Uhr zu tätigen. KiK und OBI begegnen dieser Entwicklung mit dem Ausbau der eigenen Online-Aktivitäten. Durch die gute Marktposition und Innovationsfähigkeit der Geschäftsfelder wird diese Entwicklung als Risiko und Chance gleichermaßen bewertet.

Strukturelle Veränderungen im Einzelhandel können auch zu Leerständen führen und sich negativ auf die Vermietung von Immobilien der Trei Real Estate auswirken. Diesem Risiko wirkt die Gesellschaft durch ein zunehmend diversifiziertes Mieterportfolio entgegen.

Beschaffungsrisiken

Eines der Ziele der Unternehmensgruppe Tengelmann ist, für seine Kunden permanent ein umfassendes Artikelsortiment anzubieten. Somit stellen Lieferengpässe in der Warenversorgung und Preissteigerungen Risiken dar, welchen entgegengetreten werden muss.

Bei OBI wurde im Geschäftsbereich Corporate Category Management ein aktiver Risk-Management-Prozess etabliert, in dessen Rahmen die wichtigsten Lieferanten im Hinblick auf ihre wirtschaftliche Lage sowie alternative Bezugsquellen analysiert werden. Hierdurch konnte das Risiko von Umsatz- und Ertragseinbußen sowie von Lieferengpässen minimiert werden. KiK beobachtet zudem intensiv die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere der von Baumwolle. Aufgrund der Diskussionen über die Arbeitsbedingungen im asiatischen Raum sondiert KiK stetig den Beschaffungsmarkt nach neuen Lieferanten - auch in Europa. Somit sind beide Geschäftsfelder auf wirtschaftliche Turbulenzen innerhalb ihrer Lieferketten vorbereitet und können zusammen mit den betroffenen Lieferanten sowie potenziellen Alternativlieferanten an Lösungen arbeiten, die eine Belieferung sicherstellen.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten

Um die verschiedenen Gesellschaften der Unternehmensgruppe erfolgreich zu betreiben, sind enge Geschäftsbeziehungen zu diversen Partnern erforderlich: Hierzu zählen neben Mitgesellschaftern und Vermietern auch Franchisepartner, Lieferanten und Kunden sowie verschiedenste Institutionen der öffentlichen Hand. In diesem komplexen Beziehungsgeflecht lassen sich Rechtsstreitigkeiten nicht immer vermeiden. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten wird unterschiedlich begegnet und zwar in zweierlei Hinsicht: Erstens mithilfe einer professionellen juristischen Abwicklung durch die Rechtsabteilung und zweitens durch entsprechende bilanzielle Rückstellungen. So wird ausreichend Vorsorge für eventuell resultierende Zahlungen getroffen.

Die mediale Berichterstattung über KiK kann man inzwischen als neutral bezeichnen. Belastend wirkten sich im vergangenen Jahr jedoch erneut negative Medienberichte bzgl. des Fabrikbrandes in Pakistan aus: Angehörige von Opfern der Brandkatastrophe aus 2012 verklagten KiK vor einem Gericht in Dortmund auf Schadenersatz. Ein Gutachten der staatlichen pakistanischen Ermittlungskommission aus März 2016 belegt, dass es sich bei der Brandkatastrophe um Brandstiftung handelte. Außerhalb des Klageverfahrens hat KiK nach Verhandlungen mit verschiedenen NGOs und Regierungsinstitutionen eine freiwillige Unterstützungszahlung an die Hinterbliebenen der Brandkatastrophe in Höhe von 5,2 Mio. US-Dollar geleistet.

Seit vielen Jahren unternimmt KiK große Anstrengungen, sein Engagement für soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit sichtbarer zu machen. Parallel dazu verfeinert KiK seine Kriterien für die Lieferantenauswahl laufend, um die Qualität der Produkte sowie das Verantwortungsbewusstsein seiner Lieferanten weiter zu erhöhen und so die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Schadensfälle weiter zu verringern. Hierzu zählt unter anderem ein verbessertes Produzenten-Monitoring vor Ort.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Umgang mit finanzwirtschaftlichen Risiken wird durch die Unternehmensgruppe überwacht, liegt aber auch im täglichen Geschäft des jeweiligen Chief Financial Officer (CFO) des Geschäftsfeldes. Die entsprechenden Bereiche haben die Aufgabe, finanzwirtschaftliche Risiken zu identifizieren und zu bewerten. Anschließend werden geeignete Sicherungsmaßnahmen entworfen, umgesetzt und überprüft. Die Steuerung der Risiken erfolgt mittels Richtlinien und Geschäftsanweisungen, die regelmäßig überprüft und aktualisiert werden. Die Richtlinien und Geschäftsanweisungen regeln die zur Verfügung stehenden Finanzinstrumente, deren Anwendung und die zugehörige Risikobegrenzung.

Währungsrisiken

Bei den international tätigen Geschäftsfeldern treten Ergebnisbeeinflussungen durch Wechselkursveränderungen im Wesentlichen im Bereich des internationalen Einkaufs auf. Darüber hinaus wirken sich abgeschlossene Miet- und Leasingverträge in Euro und US-Dollar bei den operativen ausländischen Geschäftsbereichen auf das Ergebnis aus. In Fällen einer aufgenommenen Fremdfinanzierung außerhalb der Eurozone können zum Stichtag Währungsrisiken aus der Bewertung auftreten.

OBI begrenzt die vorgenannten Risiken durch eine von der Geschäftsführung beschlossene stringente Hedging Policy - teilweise auf Einzeltransaktionsebene. Als derivative Finanzinstrumente kommen hier Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen zum Einsatz. Die Einhaltung der Policy wird durch eine Funktionstrennung von Handel und Risiko-Controlling sichergestellt.

Auch KiK schließt zur Absicherung des Devisenrisikos aus dem Wareneinkauf Devisentermingeschäfte in US-Dollar auf den voraussichtlichen Zahlungszeitpunkt ab. Die Sicherungsgeschäfte bilden zusammen mit den Verbindlichkeiten und den Cash-Beständen in fremder Währung eine geschlossene Position, sofern ein eindeutiger Sicherungszusammenhang mit Aufträgen besteht. Sie stellen somit kein zusätzliches Risiko für die Gesellschaft dar. Die offenen Devisentermingeschäfte werden fortlaufend überwacht.

Trei Real Estate schließt ihre Mietverträge im Ausland, mit Ausnahme von Tschechien, mit den Hauptmietern überwiegend in Euro ab. Die Finanzierung der Immobilien erfolgt grundsätzlich in der selben Währung, in der die Mietverträge abgeschlossen sind, so dass Wechselkursrisiken minimiert werden können.

Zinsänderungsrisiko

Um dem Zinsänderungsrisiko bei variabel verzinslichen Kreditaufnahmen zu begegnen, werden bei OBI und bei Trei Real Estate als derivative Finanzinstrumente gegebenenfalls Zinsswaps und Zinscaps eingesetzt.

IT-Risiken

Eine effiziente und reibungslos funktionierende IT-Infrastruktur und die gestiegene Konsumentenerwartung aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft stellen für die Unternehmensgruppe Tengelmann - wie prinzipiell für jedes Unternehmen heutzutage - einen kritischen Erfolgsfaktor dar. Die Unternehmensgruppe Tengelmann setzt interne und externe Experten ein, um im Rahmen ihrer Verantwortung dafür Sorge zu tragen, unberechtigten Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust durch Zugangs- und Zugriffskonzepte, Back-up­Systeme sowie den Einsatz adäquater aktueller Firewalls und Virensoftware zu vermeiden. Darüber hinaus gibt es Vorsorgemaßnahmen zur Krisenbewältigung, wie etwa einen detaillierten Notfallplan.

Personalrisiken

Ein permanentes Risiko ist die Rekrutierung von geeigneten Mitarbeitenden sowie die erfolgreiche Bindung bereits beschäftigter Mitarbeitender - auch und vor allem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der wachsenden Freizügigkeit im europäischen Raum und des intensiven Wettbewerbs um die besten Kräfte. Um für diese Entwicklung gerüstet zu sein, positioniert sich das Familienunternehmen Tengelmann als moderner und attraktiver Arbeitgeber. Alle Geschäftsfelder haben eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen und damit die Mitarbeitenden an die Unternehmensgruppe zu binden.

Risiko- und Chancenpotentiale im E-Commerce

Die Investitionen in Start-up-Unternehmen bergen das inhärente Risiko, dass sich ein Geschäftsmodell am Markt nicht wie erwartet entwickelt. Daher werden die Kennzahlen sowie der Markt durch das Controlling des jeweiligen Geschäftsfeldes ständig analysiert, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen einzuleiten.

Die Digitalisierung der Gesellschaft und folglich die Bedeutung des Internet-Handels werden weiter steigen. Neben ausschließlichen Online-Anbietern (Pure Player) profitieren auch etablierte Handelsunternehmen von dieser Entwicklung, indem sie ganzheitliche Cross Channel-Strategien implementieren. Durch die Verknüpfung von E-Commerce und traditionellen Absatzmärkten wird der Kundennutzen erhöht, Marktanteile werden somit nachhaltig gesichert und ausgebaut.

Gesamtbeurteilung

Insgesamt ergibt die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation, dass keine den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährdenden Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind.

4. Dank an die Mitarbeitenden und Kunden

Wir bedanken uns bei allen Mitarbeitenden für ihr außergewöhnliches Engagement für die Unternehmensgruppe Tengelmann. Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden der im Jahr 2016 verkauften Gesellschaften Kaiser's Tengelmann und ihrer Tochtergesellschaften Birkenhof und Ligneus, sowie Bringmeister und Tengelmann E-Stores, die sich bis zur Übergabe an den EDEKA-Verbund trotz widriger Umstände überdurchschnittlich engagiert und loyal gezeigt haben. Darüber hinaus danken wir unseren Kunden, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben, sowie allen Partnern, mit denen wir gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet haben.

 

Mülheim an der Ruhr, den 10. Mai 2017

Tengelmann Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Mülheim an der Ruhr

Karl-Erivan W. Haub, Geschäftsführer

Christian W. E. Haub, Geschäftsführer

Konzernbilanz
zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2016 31.12.2015
Anm. TEUR TEUR
A. Anlagevermögen (1)    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   262.076 303.364
II. Sachanlagen   1.218.271 1.337.615
III. Finanzanlagen   978.507 948.189
    2.458.854 2.589.168
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte (2) 1.547.130 1.480.335
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 484.272 452.651
III. Wertpapiere (4) 41.218 30.890
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   300.658 707.148
    2.373.278 2.671.024
C. Rechnungsabgrenzungsposten (5) 31.779 38.131
D. Aktive latente Steuern (6) 159.720 159.848
    5.023.631 5.458.171

Passiva

     
    31.12.2016 31.12.2015
  Anm. TEUR TEUR
A. Eigenkapital (7) 1.988.023 1.575.404
B. Gebundene Gesellschafterguthaben   0 470.690
C. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (8) 37.252 41.101
D. Rückstellungen (9) 556.944 749.422
E. Verbindlichkeiten (10) 2.422.359 2.595.512
F. Rechnungsabgrenzungsposten   17.238 24.134
G. Passive latente Steuern (6) 1.815 1.908
    5.023.631 5.458.171

Anlage zur Konzernbilanz

2016 2015
Anm. TEUR TEUR
Umsatzerlöse (14) 8.971.707 8.237.210
Löhne und Gehälter, soziale Abgaben sowie Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung (15) 1.813.590 1.695.205
Beteiligungsergebnis (16) 45.005 21.356
Bewertung- und Abschreibungsmethoden einschließlich wesentlicher Änderungen (siehe Anhang)      
Zahl der Beschäftigten (15) 73.274 70.770

Zur Offenlegung bestimmter

Konzernanhang

für das Geschäftsjahr 2016

Allgemeine Grundsätze

Die Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG, Mülheim an der Ruhr (TW), eingetragen im Amtsgericht Duisburg, HRA 8466, ist als Personenhandelsgesellschaft nach den Vorschriften des PublG verpflichtet, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht aufzustellen und offenzulegen.

Der Konzernabschluss der TW ist nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB erstmalig in der Fassung des Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Die sich hieraus ergebenden Anpassungen des Vorjahres sind den einzelnen Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung vorangestellt. Auf die Inanspruchnahme der Erleichterung gemäß § 13 Abs. 3 Satz 1 und 2 PublG bei der Aufstellung wird verzichtet.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte grundsätzlich gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Zur Erhöhung der Klarheit der Darstellung werden in der Konzernbilanz und Konzern-Gewinnund Verlustrechnung Posten zusammengefasst und im Konzernanhang gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB gesondert ausgewiesen.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der TW einbezogen. Soweit abweichende Wertansätze aus dem Jahresabschluss einer Tochtergesellschaft übernommen wurden, sind diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung.

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Abschlussstichtag von einem inländischen vollkonsolidierten Unternehmen ist der 30. April. Für Zwecke der Einbeziehung in den Konzernabschluss wurde von diesem Unternehmen ein Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag erstellt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben TW alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, auf die TW unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann.

Der Kreis vollkonsolidierter Unternehmen umfasst 123 (i. Vj. 148) inländische und 84 (i. Vj. 88) ausländische Gesellschaften. Im Berichtsjahr wurden fünf (i. Vj. elf) Tochterunternehmen erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen, 34 (i. Vj. neun) Unternehmen sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden bzw. auf einbezogene Unternehmen angewachsen.

Zum 31. Dezember 2016 wurden folgende Tochterunternehmen aufgrund des Verkaufs sämtlicher Anteile mit wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanz endkonsolidiert:

Birkenhof GmbH & Co. KG, Viersen

Bringmeister GmbH, Berlin

Bringmeister Logistik GmbH, Berlin

Kaiser's Berlin GmbH, Berlin

Kaiser's Tengelmann GmbH, Mülheim an der Ruhr

K-LOG Kaiser's Tengelmann Logistik- und Dienstleistungsgesellschaft mbH (ab 14. März 2017: REWE Berlin Logistik GmbH), Berlin

Ligneus GmbH, Ottendorf-Okrilla

Tengelmann E-Stores GmbH (ab 16. Februar 2017: NeS GmbH), Mülheim an der Ruhr

Tengelmann Internationale Handels GmbH, Mülheim an der Ruhr

Zum 4. Februar 2016 wurde außerdem die Gesellschaft TREI Real Estate Austria GmbH, Wien/Österreich aufgrund des Verkaufs endkonsolidiert.

Die Vergleichbarkeit der Bilanz mit den Vorjahreszahlen ist aufgrund von Unternehmensverkäufen nur eingeschränkt möglich.

Zu Vergleichszwecken werden die folgenden wesentlichen Bilanzposten so dargestellt, als wären die verkauften Gesellschaften auch weiterhin konsolidiert worden:

2016 2016 vergleichbar 2015
Bilanzposten TEUR TEUR TEUR
Sachanlagen 1.218.271 1.313.896 1.337.615
Vorräte 1.547.130 1.669.302 1.480.335
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 484.272 515.750 452.651
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 300.658 391.662 707.148
Rückstellungen 556.944 729.606 749.422
darin enthalten Pensionsrückstellungen sowie 57.420 204.876 199.962
sonstige Rückstellungen 451.354 476.342 499.240
Verbindlichkeiten 2.422.359 2.559.352 2.595.512

Aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde bei vier (i. Vj. fünf) inländischen und vier (i. Vj. fünf) ausländischen Gesellschaften gemäß § 296 Abs. 2 HGB auf eine Einbeziehung verzichtet.

28 (i. Vj. 28) inländische und 15 (i. Vj. 17) ausländische assoziierte Unternehmen, an denen die Unternehmensgruppe Tengelmann im Regelfall zwischen 20 % und 50 % der Anteile hält, sind nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Analog dem Vorjahr wurde für eine inländische Beteiligung aufgrund untergeordneter Bedeutung gemäß § 311 Abs. 2 HGB auf eine Equity-Bewertung verzichtet.

Hinsichtlich der Angaben des § 313 Abs. 2 HGB verweisen wir aus Gründen der Übersichtlichkeit auf Anlage 2 zu diesem Anhang.

Des Weiteren hält der Konzern die folgenden Beteiligungen mit einem Anteilsbesitz größer 20 %:

Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
Name, Sitz % TEUR TEUR
FISTULA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Wermelskirchen KG, Pullach i. Isartal 94,0 -3 1 -225
(Stimmrechte 15,0)    
ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Offenburg KG, Düsseldorf 82,5 -1.738 1 135
(Stimmrechte 8,0)    
TALPA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bensheim KG, Pullach i. Isartal 49,97 -1.086 1 237
(Stimmrechte 10,0)    

1 Angaben Jahresabschluss 31. Dezember 2015.

Eine Übersicht aller Beteiligungsgesellschaften der Unternehmensgruppe Tengelmann ist als Anlage 2 diesem Anhang beigefügt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 und 2 HGB nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen erstmals Tochterunternehmen geworden ist. Der Wertansatz der dem Mutterunternehmen mittel- und unmittelbar gehörenden Anteile wird hierbei mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens, wie es sich aus der zum maßgeblichen Zeitpunkt aufgestellten Neubewertungsbilanz ergibt, verrechnet.

Die bei der Erstkonsolidierung entstandenen aktiven Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und planmäßig abgeschrieben. Einzelbeträge bis TEUR 25 werden sofort abgeschrieben.

Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag wird in einem gesonderten Posten unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesen und entsprechend der Vorschriften des § 309 Abs. 2 HGB fortgeschrieben. In Vorjahren entstandene passive Unterschiedsbeträge bleiben, sofern sie auf Gewinnthesaurierungen zwischen dem Zeitpunkt des Erwerbs und der Erstkonsolidierung zurückzuführen und damit technisch bedingt sind, weiterhin Bestandteil der Gewinnrücklagen.

Anders als in Vorjahren werden seit dem Geschäftsjahr 2016 statuswahrende Auf- und Abstockungen von Anteilen als erfolgsneutrale Kapitalvorgänge gemäß DRS 23 dargestellt. Dies bedeutet, dass eine Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden sowie die Aktivierung oder Passivierung eines Unterschiedsbetrags und dessen erfolgswirksame Folgebilanzierung entfällt. Stattdessen sind die Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem hierauf entfallenden nicht beherrschenden Anteil am Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs dieser Anteile zu verrechnen. Ein sich hieraus ergebender Unterschiedsbetrag (aktiv oder passiv) ist erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital, vorrangig mit den Gewinnrücklagen, zu verrechnen.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden in der Konzernbilanz gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB nach der Buchwertmethode bewertet, wobei ein verbleibender Unterschiedsbetrag zusammen mit der Beteiligung ausgewiesen wird. Die Ermittlung des Unterschiedsbetrages erfolgt zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Unternehmens als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss. Der Anteil am Jahresergebnis dieser Unternehmen einschließlich der Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts wird im Beteiligungsergebnis des Konzerns gezeigt.

Auf eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bei den Jahresabschlüssen der assoziierten Unternehmen wurde verzichtet.

Zwischenergebnisse, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Das Wahlrecht zur Konsolidierung von Drittschuldverhältnissen wird teilweise in Anspruch genommen.

Auf ergebniswirksame Konsolidierungen werden Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Währungsumrechnung

Die Vermögens- und Schuldposten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die ihre Abschlüsse in ausländischer Währung aufstellen, werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 308a HGB am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung einschließlich des Jahresergebnisses werden zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in Euro umgerechnet.

Die sich ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in einen gesonderten Posten innerhalb des Eigenkapitals eingestellt. Eine Auflösung des Postens erfolgt ergebniswirksam bei teilweisem oder vollständigem Ausscheiden des Tochterunternehmens aus dem Konsolidierungskreis.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände - einschließlich der Geschäftsoder Firmenwerte - sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert der Anlagegüter über dem Wert liegt, der ihnen am Abschluss-Stichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Im Teilkonzern Olympics Baumarkt Holding GmbH, Wermelskirchen (OBH), bestehen für drei Standorte Sale-and-Lease-Back Verträge, nach denen diese Standorte von den jeweiligen Marktbetreibergesellschaften für eine Dauer von 15 Jahren (ohne Verlängerungsoptionen) geleast werden. Hieraus resultierende Vermögensgegenstände werden weiterhin im Anlagevermögen ausgewiesen. Korrespondierend wird unter den sonstigen Verbindlichkeiten eine Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber ausgewiesen.

Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung erfolgt linear über fünf, acht und 15 Jahre.

Die voraussichtliche Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung im Teilkonzern OBH beträgt aufgrund des durchschnittlichen Innovationszyklus des OBI-Marktauftrittes acht Jahre. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung der anderen Gesellschaften werden über 15 Jahre entsprechend der durchschnittlichen Laufzeit der Filialmietverträge abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung von im Bereich Online Shopping tätigen Gesellschaften werden über fünf Jahre entsprechend der zum Zugangszeitpunkt geltenden Fassung des § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB abgeschrieben.

Die Geschäfts- und Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen werden im Teilkonzern OBH unverändert über einen Zeitraum von 15 Jahren (Inland) bzw. zehn Jahren (Ausland) linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer für die Geschäfts- und Firmenwerte im Inland ist auf die durchschnittliche Laufzeit der Mietverträge der Marktgesellschaften zurückzuführen. Für die ausländischen Gesellschaften stützt sich die Abschreibungsdauer auf einen Durchschnittswert aus landesspezifischen Marktzyklen unter Berücksichtigung der Mietvertragslaufzeiten. Im Teilkonzern KiK Textilien und Non-Food GmbH (KiK), Bönen, wird ein Geschäfts- oder Firmenwert entsprechend der zum Zugangszeitpunkt geltenden Fassung des § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, der übrigen Beteiligungen sowie der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten des Konzerns oder zu niedrigeren beizulegenden Werten.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten, erhöht oder vermindert um die anteiligen, noch nicht vereinnahmten Ergebnisse der Gesellschaft und vermindert um (außer-) planmäßige Abschreibungen des aktiven Unterschiedsbetrags, bewertet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Equity-Bewertung im Teilkonzern OBH werden aufgrund des durchschnittlichen Innovationszyklus des OBI-Marktauftrittes über acht Jahre planmäßig linear abgeschrieben. Sämtliche übrigen Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Equity-Bewertung werden planmäßig mangels zuverlässiger Schätzung über die typisierte Nutzungsdauer von fünf Jahren entsprechend der zum Zugangszeitpunkt geltenden Fassung des § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB abgeschrieben. Im Geschäftsjahr zugegangene Geschäfts- oder Firmenwerte werden ebenfalls über fünf Jahre abgeschrieben, da es sich hierbei um Investitionen in Venture Capital-Beteiligungen handelt, welche in einem frühen Stadium getätigt werden und somit Unsicherheiten hinsichtlich deren operativer Entwicklung bestehen.

Ausleihungen sind zum Nennwert bzw. dem Betrag angesetzt, der ihnen bei einer Wertminderung beizulegen ist.

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. niedrigeren Tages- oder Marktpreisen angesetzt. Lagerhaltungs- und Marktrisiken werden durch Wertabschläge berücksichtigt.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten. Erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Bewertung von kurzfristigen Fremdwährungsforderungen erfolgt unter Berücksichtigung des Devisenkassamittelkurses am Abschluss-Stichtag.

Latente Steuern werden für sämtliche zukünftig abzugsfähigen bzw. zukünftig zu versteuernden temporären Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Diese können zum einen aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, aus Anpassungen von Bilanzansätzen an konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen entstehen. Zusätzlich zu diesen Bilanzierungsund Bewertungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Bei den Verlustvorträgen wird darauf abgestellt, ob eine Nutzung innerhalb der auf das Berichtsjahr folgenden fünf Geschäftsjahre zu erwarten ist. Die entsprechende Beurteilung erfolgt auf der Basis einer Planungsrechnung, die sich aus historischen Erfahrungswerten, wirtschaftlicher Entwicklung der Gesellschaft sowie des Umfeldes und sonstigen bekannten Trends zusammensetzt. Bei neuen Erkenntnissen wird die Planung entsprechend angepasst. Sofern aktive latente Steuern in Folgejahren voraussichtlich nicht realisiert werden können, erfolgt eine Wertberichtigung. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird von den nach derzeitiger Rechtslage geltenden Steuersätzen zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Realisierung ausgegangen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen, sofern sie gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen. Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen werden im Jahr der Gesetzesänderung ergebniswirksam berücksichtigt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschluss-Stichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Methode") ermittelt. Zukünftige erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,0 % bei den Renten ausgegangen. Wie bereits im Vorjahr wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre vorgenommen. Der von der deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz beträgt zum 31. Dezember 2016 4,0 % (i. Vj. 4,3 %). Der Unterschiedsbetrag aus den versicherungsmathematischen Barwerten zu den Rechnungszinssätzen auf Basis des Sieben- bzw. Zehn­Jahres-Durchschnittszeitraums beträgt TEUR 4.475 (i. Vj. TEUR 10.449). Die Verpflichtungen aus Barlohnumwandlung wurden im Geschäftsjahr erstmalig ebenfalls unter Zugrundelegung des Rechnungszinssatzes für einen Zehn-Jahres-Durchschnittszeitraum ermittelt. Der im Vorjahr angewandte Rechnungszinssatz für den siebenjährigen Durchschnittszeitraum betrug 3,9 %. Der Unterschiedsbetrag beträgt hier TEUR 124. Zinssatzanpassungseffekte sind in Ausübung des Wahlrechts nicht im Zinsergebnis, sondern im Personalaufwand berücksichtigt.

Vermögensgegenstände, die gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB nur der Erfüllung der Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind, sind in Höhe ihres beizulegenden Zeitwerts mit den Pensionsverpflichtungen zu verrechnen. Im Geschäftsjahr wurden Aktivwerte mit beizulegenden Zeitwerten in Höhe von TEUR 673 (i. Vj. TEUR 660) mit Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 58.093 (i. Vj. TEUR 200.622) verrechnet. Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 44 (i. Vj. TEUR 61) standen wie im Vorjahr keine Zinserträge gegenüber.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre zum 31. Dezember 2016 abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe von TEUR 216 mit dem beizulegenden Zeitwert (= Anschaffungskosten) von Aktivwerten verrechnet.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt unter Berücksichtigung des Devisenkassamittelkurses am Abschluss-Stichtag. Bei Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden das Anschaffungskostenprinzip des § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und das Realisationsprinzip des § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet.

Die nicht eingeforderten Einzahlungsverpflichtungen auf Kommanditbeteiligungen (insbesondere gegenüber Leasingobjektgesellschaften) werden in Ausübung eines Ansatzwahlrechts nicht als Verbindlichkeit passiviert, sondern nachrichtlich im Anhang im Rahmen der Haftungsverhältnisse aufgeführt. Die Ausübung des Ansatzwahlrechts führt zu einer entsprechend niedrigeren Bilanzsumme.

In dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschluss-Stichtag ausgewiesen, die Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschluss-Stichtag darstellen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(1) Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens können dem als Anlage 1 zu diesem Anhang beigefügten Bruttoanlagenspiegel entnommen werden.

Aus der Kapitalkonsolidierung wurden im Geschäftsjahr 2016 Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 3.200 (i. Vj. TEUR 77.962) aktiviert. Diese entfallen mit TEUR 2.703 (i. Vj. TEUR 13.097) auf den Teilkonzern KiK und mit TEUR 497 (i. Vj. TEUR 64.865) auf den Teilkonzern OBH.

Die Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung betrugen im Berichtsjahr insgesamt TEUR 31.514 (i. Vj. TEUR 32.259). Außerplanmäßige Abschreibungen sind im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 62 (i. Vj. TEUR 1.177) vorgenommen worden.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen resultieren mit TEUR 82.846 (i. Vj. TEUR 89.950) aus dem Teilkonzern OBH, mit TEUR 153 (i. Vj. TEUR 612) aus dem Teilkonzern KiK sowie mit TEUR 432 (i. Vj. TEUR 0) aus der Konzerntochter babymarkt.de GmbH, Dortmund.

Die Anschaffungskosten des Berichtsjahres für Equity-Gesellschaften betragen insgesamt TEUR 7.890 (i. Vj. TEUR 20.877). Aus der erstmaligen Kapitalaufrechnung sowie aus Anpassungen von Kapitalaufrechnungen des Vorjahres ergaben sich Firmenwerte von TEUR 10.021 (i. Vj. TEUR 1.263).

Der Restbuchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Equity-Bewertung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 5.260 (i. Vj. TEUR 4.150); die Abschreibungen des Berichtsjahres betragen TEUR 5.991 (i. Vj. TEUR 4.590). Die Summe der negativen Equity-Werte beträgt TEUR 8.250 (i. Vj. TEUR 4.704).

Hinsichtlich der jeweiligen Anteile am Kapital an Gesellschaften, die nach der Equity-Methode einbezogen werden, verweisen wir auf Anlage 2 zu diesem Anhang.

(2) Vorräte

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.489 6.651
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0 464
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.534.230 1.472.851
Geleistete Anzahlungen 9.411 369
  1.547.130 1.480.335

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 64.277 54.269
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -    
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 224 3
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 70.575 67.714
Sonstige Vermögensgegenstände 349.196 330.665
(davon Restlaufzeit > 1 Jahr) (6.123) (6.438)
  484.272 452.651

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 3 (i. Vj. keine) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit TEUR 20 (i. Vj. TEUR 176) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Lieferantenvergütungen in Höhe von TEUR 117.578 (i. Vj. TEUR 98.279) und debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 64.176 (i. Vj. TEUR 55.525).

(4) Wertpapiere

Bei den Wertpapieren handelt es sich um sonstige Wertpapiere.

(5) Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Disagien in Höhe von TEUR 877 (i. Vj. TEUR 1.243).

(6) Latente Steuern

Die latenten Steuern setzen sich entsprechend ihrer Verursachung wie folgt zusammen:

31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Aktive latente Steuern auf    
Abweichungen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz 101.685 94.688
Abweichungen zwischen Handelsbilanz I und Handelsbilanz II 2.685 1.403
steuerliche Verlustvorträge 71.746 95.251
Konsolidierungsmaßnahmen 23.055 21.573
abzüglich    
Wertberichtigungen -39.451 -53.067
Aktive latente Steuern 159.720 159.848
Passive latente Steuern auf    
Abweichungen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz 1.770 1.864
Abweichungen zwischen Handelsbilanz I und Handelsbilanz II 45 113
steuerliche Verlustvorträge 0 -69
Passive latente Steuern 1.815 1.908
Latente Steuern gesamt 157.905 157.940

Die Wertberichtigung betrifft in voller Höhe die latenten Steuern auf Verlustvorträge.

Die unter den passiven latenten Steuern ausgewiesenen Steuern auf Verlustvorträge betreffen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge, die mit passiven latenten Steuern auf Abweichungen in den Bilanzansätzen verrechnet wurden.

In den latenten Steuern nicht enthalten sind Beträge, die auf permanenten Differenzen beruhen.

Die latenten Steuern zum 31. Dezember 2016 beruhen auf folgenden Arten von Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen (einschließlich Differenzen aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen):

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 11.774 -645
Sachanlagen 13.378 -15.866
Finanzanlagen 20.864 -201
Vorratsvermögen 48.121 0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 196 -3.524
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3 0
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 239 -79
Rückstellungen für Pensionen 2.722 -851
Sonstige Rückstellungen 40.434 -6.557
Verbindlichkeiten 16.004 -370
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0 -32
Latente Steuern auf Bilanzposten - vor Saldierung 153.735 -28.125
Saldierung -26.310 26.310
Latente Steuern auf Bilanzposten - nach Saldierung 127.425 1.815

Die latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen betreffen im Wesentlichen temporäre Differenzen aus Zwischengewinneliminierungen aus internen Veräußerungen von Sachanlagen und Finanzanlagen sowie die Eliminierung von konzerninternen Rückstellungen.

Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:

TEUR
1. Januar 2016 157.940
Latenter Steueraufwand aus der Veränderung von temporären Differenzen 9.661
Latenter Steuerertrag aus der Veränderung von Verlustvorträgen -5.804
Veränderung der Wertberichtigung -2.071
Erfolgswirksame Veränderung (Ertrag) 1.786
Erfolgsneutrale Währungsdifferenzen 831
Veränderungen des Konsolidierungskreises -2.652
Erfolgsneutrale Veränderungen -1.821
31. Dezember 2016 157.905

Bei der Berechnung der latenten Steuern wurden die voraussichtlichen, zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen geltenden individuellen Steuersätze der jeweiligen Konzernunternehmen verwendet, die sich wie folgt darstellen:

31.12.2016
%
Inland  
Kapitalgesellschaften 30,0
Personengesellschaften 14,0 bis 15,4
Ausland  
Italien 31,4
Portugal 26,5
Österreich, Niederlande, China 25,0
Russland, Kroatien 20,0
Slowakei 21,0 bis 22,0
Slowenien 17,0
Tschechien, Polen 19,0
Hongkong 16,5
Rumänien 16,0
Ungarn 10,0 bis 18,0

(7) Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich aus dem durch den Gesellschaftervertrag bestimmten Festkapital der Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG in Höhe von TEUR 61.276 (i. Vj. TEUR 61.276), aus den gesetzlichen Rücklagen der Tochterunternehmen (TEUR 6.085; i. Vj. TEUR 7.058), den satzungsmäßigen Rücklagen der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 1.570.365 (i. Vj. TEUR 1.099.675), anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 169.563 (i. Vj. TEUR 227.862), der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR -31.575 (i. Vj. TEUR 39.283) sowie dem Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von TEUR 212.309 (i. Vj. 218.816) zusammen.

Der Anstieg der satzungsmäßigen Rücklagen resultiert im Wesentlichen aus der Einstellung der gebundenen Gesellschafterkonten (i. Vj. TEUR 470.690).

Erstmalig wurden aktivische Unterschiedsbeträge, die im Rahmen von Anteilserwerben bei bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen im TK OBH entstanden sind, als Kapitalvorgänge mit dem Eigenkapital verrechnet. Davon entfällt auf das Konzernkapital TEUR 58.774.

In den anderen Gewinnrücklagen sind Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 28.175 (i. Vj. TEUR 28.296) enthalten.

(8) Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Aus der Fortschreibung der passiven Unterschiedsbeträge wurde ein Ertrag in Höhe von TEUR 3.849 realisiert.

(9) Rückstellungen

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 57.420 199.962
Steuerrückstellungen 48.170 50.220
Sonstige Rückstellungen 451.354 499.240
  556.944 749.422

Aufgrund der geänderten Bewertung der Rückstellungen zum 1. Januar 2010 war eine Auflösung der sonstigen Rückstellungen unter anderem für Mietrisiken und Rückbau erforderlich. Der Konzern hatte entschieden, den Betrag gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB beizubehalten, da der aufzulösende Betrag nach damaligen Erkenntnissen bis spätestens zum 31. Dezember 2024 wieder zugeführt werden müsste. Der Betrag der Überdeckung beträgt zum 31. Dezember 2016 TEUR 9 (i. Vj. TEUR 1.238).

(10) Verbindlichkeiten

davon 31.12.2016 mit einer Restlaufzeit davon 31.12.2015 mit einer Restlaufzeit
Insgesamt bis ein Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre Insgesamt bis ein Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Anleihen 0 0 0 0 100.000 100.000 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 600.991 154.954 274.437 171.600 562.353 74.615 321.544 166.194
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.164 8.164 0 0 6.937 6.937 0 0
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 981.872 981.351 363 158 1.106.455 1.105.954 135 366
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 100 100 0 0 208 208 0 0
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 264.563 59.163 0 205.400 265.490 10.090 50.000 205.400
7. Sonstige Verbindlichkeiten 566.669 465.527 46.248 54.894 554.069 446.405 45.593 62.071
- davon aus Steuern - (72.798) (72.798) (0) (0) (70.663) (70.663) (0) (0)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit - (16.989) (16.926) (63) (0) (15.618) (15.427) (155) (36)
- davon gegenüber Komplementären - (151.729) (151.729) (0) (0) (148.887) (148.887) (0) (0)
- davon gegenüber Kommanditisten - (68.146) (68.146) (0) (0) (58.919) (58.919) (0) (0)
  2.422.359 1.669.259 321.048 432.052 2.595.512 1.744.209 417.272 434.031

Die Rückzahlung der im Vorjahr ausgewiesenen Anleihen von der OBI GmbH, Wermelskirchen, erfolgte planmäßig.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Schuldscheindarlehen der OBI GmbH, Wermelskirchen, in Höhe von TEUR 297.500 (i. Vj. TEUR 297.500) enthalten. Da es sich bei zwei der Darlehensgeber nicht um ein Kreditinstitut handelt, wird ein Betrag von EUR 1,5 Mio unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Insgesamt sind von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 204.496 (i. Vj. TEUR 229.774) durch Hypotheken, Grundpfandrechte, Garantien, Grundschulden (Immobilien) und Lebensversicherungen sowie abgetretene Mietforderungen gesichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.561 (i. Vj. TEUR 7.863) enthalten.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 52.294 (i. Vj. TEUR 55.527) mit Hypotheken, Garantien oder Abtretung von Mietforderungen gesichert.

(11) Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit sowie der Finanzierung ist der Konzern insbesondere Zahlungsstromrisiken aus Wechselkurs- und Zinssatzänderungen ausgesetzt, die vor allem durch den Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten begrenzt werden.

Die Unternehmensgruppe Tengelmann steuert diese Finanzmarktrisiken im Rahmen eines bestehenden Risikomanagementsystems. Die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems obliegt den einzelnen Unternehmen der Unternehmensgruppe Tengelmann bzw. dem Mutterunternehmen bei bestehenden Teilkonzernen. Die jeweiligen Risikomanagementsysteme sind schriftlich festgehalten, wobei deren Einhaltung durch die Interne Revision der Unternehmensgruppe geprüft wird.

Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos aus variabel verzinslichen Darlehen werden Zinssatzswaps und -caps eingesetzt.

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die aus auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenständen und Schulden, schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen stammen, werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Bei den antizipierten Transaktionen handelt es sich überwiegend um Einkäufe in Fremdwährungen. Der Umfang der antizipierten Einkäufe in Fremdwährung wurde auf der Basis der Einkaufsplanung der jeweiligen Gesellschaft ermittelt. Dabei liegt eine Vielzahl von Einkäufen gleicher Art vor, deren Realisierungswahrscheinlichkeit nahezu sicher ist.

Daneben besteht eine Put-Option auf den Verkauf einer Beteiligung, die der Absicherung des Buchwerts dieser Beteiligung dient.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 werden vom Konzern folgende Bilanzposten, schwebende Geschäfte und hochwahrscheinliche Transaktionen zusammen mit derivativen Finanzinstrumenten in Bewertungseinheiten einbezogen:

Nominalvolumen
TEUR
Vermögensgegenstände und Schulden 888.603
Schwebende Geschäfte und hochwahrscheinliche Transaktionen 1.074.350

Der Zeitraum der Absicherung beträgt dabei für die Währungsabsicherungen bis zu vierundzwanzig Monate und für die Zinssicherungen längstens acht Jahre. Die Put-Option zur Absicherung der Beteiligung hat keine begrenzte Laufzeit. Bei den abgesicherten antizipativen Transaktionen handelt es sich im Wesentlichen um geplante Einkaufsgeschäfte in fremder Währung, die als höchstwahrscheinlich eingeschätzt werden.

Die Sicherungsinstrumente in Bewertungseinheiten werden auf das abzusichernde Risiko abgestimmt abgeschlossen, wodurch ein hochwirksamer Ausgleich der gegenläufigen Zahlungsströme aus Sicherungsinstrument und abgesichertem Risiko, vor dem Hintergrund einer Prolongationsstrategie, über die Laufzeit sichergestellt wird. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen bei den Bewertungseinheiten wird prospektiv und retrospektiv grundsätzlich anhand der Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft überprüft ("critical terms match"-Methode). Die Höhe der mit den Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beläuft sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 10.741 (i. Vj. TEUR 14.124).

Die zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente werden in nachfolgender Tabelle dargestellt:

31.12.2016
Marktwerte
Nominal positiv negativ
Geschäftsart TEUR TEUR TEUR
Zinsswaps 98.117 32 11.170
(davon als Bewertungseinheit) 98.117 32 10.449
Zinscaps 44.500 97 0
(davon als Bewertungseinheit) 0 0 0
Devisentermingeschäfte 949.612 75.985 292
(davon als Bewertungseinheit) 930.432 74.800 292
(davon zur Sicherung von Bilanzposten) 206.443 6.552 135
(davon zur Sicherung schwebender und hochwahrscheinlicher Transaktionen) 723.989 68.248 157
PUT-Option auf Anteile 434.500 123.840 0
(davon als Bewertungseinheit) 434.500 123.840 0
Summe 1.526.729 199.954 11.462
(davon aus Bewertungseinheit) 1.463.049 198.672 10.741

Die im Vorjahr offenen Geschäfte zum 31. Dezember 2015 gliederten sich wie folgt:

31.12.2015
Marktwerte
Nominal positiv negativ
Geschäftsart TEUR TEUR TEUR
Zinsswaps 141.220 4 12.365
(davon als Bewertungseinheit) 135.254 4 11.850
Zinscaps 44.500 315 0
(davon als Bewertungseinheit) 0 0 0
Devisentermingeschäfte 1.288.956 84.838 2.436
(davon als Bewertungseinheit) 1.257.530 84.301 2.274
(davon zur Sicherung von Bilanzposten) 181.745 9.206 1.063
(davon zur Sicherung schwebender Transaktionen) 626.728 23.169 1.061
(davon zur Sicherung hochwahrscheinlicher Transaktionen) 449.057 51.926 150
PUT-Option auf Anteile 570.170 178.990 0
(davon als Bewertungseinheit) 570.170 178.990 0
Summe 2.044.846 264.147 14.801
(davon aus Bewertungseinheit) 1.962.954 263.295 14.124

Der Marktwert der Derivate entspricht dem Betrag, den die Unternehmensgruppe Tengelmann bei Beendigung des Finanzinstruments entweder erhalten würde (positive Marktwerte) oder zahlen müsste (negative Marktwerte). Die Ermittlung der Marktwerte der zum Bilanzstichtag offenen Devisentermingeschäfte beruht auf Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung von Forward-Wechselkursen zum Bilanzstichtag. Die Ermittlung der Marktwerte der Zinsswaps basiert auf der Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme. Als Eingangsparameter werden, soweit möglich, die am Bilanzstichtag beobachteten relevanten Marktdaten verwendet. Die variablen Zinsen werden auf der Grundlage der Forward-Zinsen ermittelt. Der Marktwert der Put-Option zum Bilanzstichtag wurde anhand einer Bewertung der zugrunde liegenden Beteiligung unter Bezugnahme anerkannter Berechnungsmodelle ermittelt.

Die Bilanzierung der oben genannten Finanzinstrumente ist dabei wie folgt:

Die Zinsswaps in Bewertungseinheiten werden mit den zugrunde liegenden variabel verzinslichen Darlehen als Mikro-Hedges betrachtet und nicht bilanziert (Einfrierungsmethode). Für die negativen Marktwerte der Zinsswaps, die nicht in Bewertungseinheiten enthalten sind, werden Rückstellungen gebildet.

Bei den zur Sicherung eingesetzten Devisentermingeschäften und den gesicherten Grundgeschäften erfolgt nach der Einfrierungsmethode keine gesonderte Bilanzierung der positiven und negativen Marktwerte. Die Bildung von Bewertungseinheiten für Devisentermingeschäfte und der gesicherten Grundgeschäfte erfolgt im Rahmen von Mikro- und Portfolio-Hedges.

Bei den Devisentermingeschäften werden Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften für diejenigen Geschäfte gebildet, die am Bilanzstichtag einen negativen Marktwert aufwiesen und nicht in einem Sicherungszusammenhang mit einem entsprechenden Grundgeschäft standen bzw. die Bewertungseinheit zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft einen negativen Marktwert hat. Positive Marktwerte aus Devisentermingeschäften werden nicht bilanziert.

Im Geschäftsjahr wurden für derivative Geschäfte Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von TEUR 721 (i. Vj. TEUR 677) gebildet.

Die Option auf den Verkauf einer Beteiligung wird als Bewertungseinheit im Rahmen eines Mikro-Hedges zusammen mit dieser zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 31.230 im Bilanzposten sonstige Vermögensgegenstände bilanziert.

(12) Haftungsverhältnisse

31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Garantien und Bürgschaften 9.551 11.181
(davon gegenüber assoziierten Unternehmen) (8.561) (9.449)
Bestellung von Sicherheiten 112.790 124.308
Patronatserklärungen 950 950
(davon gegenüber assoziierten Unternehmen) (950) (950)
Sonstige Haftungsverhältnissen 8.123 8.648
  131.414 145.087

Die Bestellung von Sicherheiten resultiert aus der Übernahme des Delkredererisikos gegenüber Lieferanten im Teilkonzern OBH. Dies betrifft Lieferantenverbindlichkeiten von Franchisepartnern in Deutschland und Österreich. Bei den sonstigen Haftungsverhältnissen handelt es sich wie im Vorjahr im Wesentlichen um nicht geleistete Hafteinlagen gemäß § 264c Abs. 2 Satz 9 HGB gegenüber verbundenen nicht konsolidierten sowie assoziierten Unternehmen im Teilkonzern OBH.

Eine zeitlich unbefristete Patronatserklärung besteht im Teilkonzern OBH und ist wie im Vorjahr auf TEUR 950 beschränkt. Diese wurde nicht in Anspruch genommen.

Von einer Inanspruchnahme aus Patronatserklärungen, Bürgschaften oder Garantien ist derzeit nicht auszugehen, weil die betreffenden Gesellschaften über ausreichende Möglichkeiten zur Liquiditätsbeschaffung verfügen.

(13) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2016 31.12.2015
davon fällig
Insgesamt in einem Jahr in einem bis fünf Jahren nach fünf Jahren Insgesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Mietverträge 4.579.610 628.881 1.954.309 1.996.420 5.427.361
Leasingverträge 69.099 16.264 48.479 4.356 91.522
Wartungsverträge 58.746 30.110 27.722 914 52.725
Bestellobligo für Investitionen in das Anlagevermögen 22.892 22.289 603 0 13.530
Verpflichtungen aus Abnahmeverträgen 1.200 1.064 136 0 127
Kontrahierte, noch nicht vollzogene Investitionen in Finanzanlagevermögen 403 403 0 0 1.827
Sonstige 17.952 5.952 12.000 0 14.985
  4.749.902 704.963 2.043.249 2.001.690 5.602.077

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden nicht abgezinst.

Die nicht beherrschenden Gesellschafter der KiK Textilien und Non-Food GmbH, Bönen, haben ein vertraglich vereinbartes Andienungsrecht ("Put-Option") für die an dieser Gesellschaft gehaltenen Anteile. Von diesem Recht haben die nicht beherrschenden Gesellschafter bisher keinen Gebrauch gemacht. Im Falle der Ausübung ist der Kaufpreis auf Basis einer im Gesellschaftsvertrag vereinbarten Kaufpreisformel zu berechnen.

Erläuterungen zur Anlage zur Konzernbilanz

Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse, sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sowie Materialaufwendungen sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB und dem Wegfall des außerordentlichen Ergebnisses durch das Bilanzrichtlinie- Umsetzungsgesetz (BilRUG) nicht vergleichbar. Im dualen Geschäftsmodell des Geschäftsbereichs Trei umfasst der Materialaufwand im Berichtsjahr die Restbuchwerte der veräußerten Objekte.

Die Auswirkungen des BilRUG auf den Ausweis des Vorjahres stellen sich wie folgt dar:

2015
BilRUG Ist
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 8.507.820 8.237.210
TK OBH 4.477.487 4.375.821
TK KiK 1.830.158 1.819.447
Trei 214.394 80.077
Übrige 1.985.781 1.961.865

Die folgenden Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung basieren auf den nicht angepassten Vorjahreswerten, so wie sie in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen sind.

(14) Umsatzerlöse

2016 2015
TEUR TEUR
Aufgliederung nach Regionen    
Inland 5.707.898 5.564.514
Übriges Europa 3.259.223 2.671.736
Nordamerika 4.586 960
  8.971.707 8.237.210
Aufgliederung nach Geschäftsbereichen/-feldern    
Strategische Beteiligungen (> 20 %)    
OBI 5.031.949 4.375.821
KiK 1.946.376 1.819.447
Trei 74.000 80.077
babymarkt 121.669 74.563
  7.173.994 6.349.908
Venture Capital Beteiligungen 4.659 960
Sonstige Beteiligungen    
Kaiser's Tengelmann 1.708.687 1.811.933
Tengelmann E-Stores 57.971 49.725
Bringmeister 18.207 16.116
  1.784.865 1.880.692
Holding-/Servicegesellschaften 8.189 5.568
  8.971.707 8.237.210

(15) Löhne und Gehälter, soziale Abgaben sowie Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung

2016 2015
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 1.507.715 1.399.706
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 305.875 295.499
- davon für Altersversorgung TEUR 10.498 (i. Vj. TEUR 10.831) -    
  1.813.590 1.695.205

Im Personalaufwand der endkonsolidierten KT-Gesellschaften sind TEUR 26.082 für die Bildung von Abfindungs- und Freistellungsrückstellungen enthalten, welche Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung darstellen.

Zahl der Mitarbeiter in Köpfen (Durchschnitt)

2016 2015
Personen Personen
Filialmitarbeiter 62.975 60.480
Rückwärtiger Dienst 7.186 7.211
Auszubildende 3.113 3.079
  73.274 70.770

Bedingt durch die Veränderung des Konsolidierungskreises ist die Zahl der Mitarbeiter zum Bilanzstichtag von 73.560 im Vorjahr auf 58.469 gesunken.

(16) Beteiligungsergebnis

2016 2015
TEUR TEUR
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 12.189 8.262
- davon Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte TEUR 5.991 (i. Vj. TEUR 4.590) -    
Erträge aus Beteiligungen 45.476 44.031
Abschreibungen auf Finanzanlagen 12.660 30.935
  45.005 21.356

Nachtragsbericht

Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 veräußerte die Unternehmensgruppe Tengelmann 5 Prozent ihrer Anteile an der Netto Marken-Discount AG & Co. KG, Maxhütte-Haidhof, an den EDEKA­Verbund. Somit reduziert sich die Beteiligungsquote auf insgesamt 10 Prozent.

Sonstige Angaben

Das Gesamthonorar der Abschlussprüfer setzt sich im Konzern wie folgt zusammen:

2016
TEUR
Kosten der Jahresabschlussprüfung 3.268
Steuerberatung 2.327
Sonstige Leistungen 698
  6.293

Die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Beirats betragen im Geschäftsjahr TEUR 320 (i. Vj. TEUR 320).

Angaben der Befreiung der Personenhandelsgesellschaften i. S. d. § 264a Abs. 1 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften

Eine Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB ist unter bestimmten Voraussetzungen (§ 264b HGB) von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den Vorschriften der für Kapitalgesellschaften geltenden Regeln aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen.

Folgende Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB nehmen diese Erleichterungsvorschrift teilweise in Anspruch und legen den Jahresabschluss (und gegebenenfalls Lagebericht) nicht offen:

Acoma Immobilien GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr

Trei Real Estate Deutschland GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr

Angaben der Befreiung der Kapitalgesellschaft i. S. d. § 264 Abs. 3 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften

Folgende Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 Abs. 3 HGB nehmen diese Erleichterungen zur Aufstellung teilweise in Anspruch und legen auch den Jahresabschluss (und gegebenenfalls Lagebericht) nicht offen:

Administra Verwaltung und Beteiligung GmbH, Mülheim an der Ruhr

Emil Tengelmann GmbH, Mülheim an der Ruhr

"Frieda" Verwaltungs- und Beteiligungs- GmbH, Mülheim an der Ruhr

KiK24 e-Commerce GmbH, Bönen

KiK Textilien und Non-Food GmbH, Bönen

KiK Logistik I GmbH, Bönen

LDB Lebensmittel Discount Beteiligung GmbH, Mülheim an der Ruhr

"Nina" Verwaltungs- und Beteiligungs- GmbH, Mülheim an der Ruhr

Plus Eastern Europe GmbH, Mülheim an der Ruhr

Subrenta Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr

TEC Global Invest II GmbH, Mülheim an der Ruhr

TEC Global Invest III GmbH, Mülheim an der Ruhr

TEC Global Invest V GmbH, Mülheim an der Ruhr

TEC Global Invest XI GmbH, Mülheim an der Ruhr

Tengelmann Assekuranz Vermittlungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr

Tengelmann Audit GmbH, Mülheim an der Ruhr

Tengelmann Baumarkt Holding GmbH, Mülheim an der Ruhr

Tengelmann Energie GmbH, Mülheim an der Ruhr

Tengelmann International GmbH, Mülheim an der Ruhr

Tengelmann Social Ventures GmbH, Mülheim an der Ruhr

Tengelmann Ventures GmbH, Mülheim an der Ruhr

Tengelmann Ventures Fund VI GmbH, Mülheim an der Ruhr

Tengelmann Ventures Management GmbH, Mülheim an der Ruhr

TEV Global Invest I GmbH, Mülheim an der Ruhr

Trei Real Estate Akquisitions GmbH, Mülheim an der Ruhr

Trei Real Estate Berlin-Fürstenberger Straße GmbH, Mülheim an der Ruhr

Trei Real Estate Berlin-Pappelallee GmbH, Mülheim an der Ruhr

Trei Real Estate Berlin-Winsstraße GmbH, Mülheim an der Ruhr

Trei Real Estate Deutschland Portfolio GmbH, Mülheim an der Ruhr

Trei Real Estate Düsseldorf-Lohausen GmbH, Mülheim an der Ruhr

Trei Real Estate GmbH, Mülheim an der Ruhr

Trei Real Estate Immobilienholding GmbH, Mülheim an der Ruhr

Trei Real Estate Köln-Ehrenfeld GmbH, Mülheim an der Ruhr

TSG Sicherheit und Service GmbH, Mülheim an der Ruhr

"Vera" Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr

Wilh. Schmitz-Scholl GmbH, Mülheim an der Ruhr

"Wilma" Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr

"Yvonne" Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr

Bekanntmachung

Der Konzernjahresabschluss und der Konzernlagebericht werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

 

Mülheim an der Ruhr, den 10. Mai 2017

Tengelmann Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Mülheim an der Ruhr

Karl-Erivan Warder Haub, Geschäftsführer

Christian Wilhelm Erich Haub, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
(Erweiterte Bruttodarstellung)
im Geschäftsjahr 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2016 Währungs-differenzen Zugänge Umbu-chungen Abgänge Konsoli-dierungs-kreis 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 202.575 221 23.659 5.672 5.933 -72.892 153.302
2. Geschäfts- oder Firmenwert 593.116 -29 3.192 0 177.235 497 419.541
3. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände einschließlich geleisteter Anzahlungen 6.766 2 1.694 -5.616 1.110 -478 1.258
  802.457 194 28.545 56 184.278 -72.873 574.101
II. Sachanlagen              
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.390.671 -3.779 47.618 2.001 49.325 -64.074 1.323.112
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.546 7 3.172 1.629 276 -16.550 17.528
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 1.165.613 7.054 100.709 3.323 70.801 -322.393 883.505
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.293 399 25.540 -7.009 7.453 -617 26.153
  2.601.123 3.681 177.039 -56 127.855 -403.634 2.250.298
III. Finanzanlagen              
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 88.379 0 656 0 10 -23 89.002
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 86.654 -336 9.664 0 55.668 0 40.314
3. Übrige Beteiligungen 819.557 2.329 59.150 1.193 9.625 -3 872.601
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.286 295 15.211 -204 6.538 0 10.050
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 29.160 905 1.289 0 2.362 0 28.992
6. Sonstige Ausleihungen 52.541 -256 4.688 -989 2.506 -13.590 39.888
  1.077.577 2.937 90.658 0 76.709 -13.616 1.080.847
  4.481.157 6.812 296.242 0 388.842 -490.123 3.905.246
Abschreibungen
1.1.2016 Währungs-differenzen Zugänge Umbu-chungen Zuschrei-bungen Abgänge Konsoli-dierungs-kreis 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände                
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 152.438 201 26.375 3 0 5.427 -69.825 103.765
2. Geschäfts- oder Firmenwert 346.301 -16 39.135 0 0 177.235 0 208.185
3. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände einschließlich geleisteter Anzahlungen 354 1 33 0 0 313 0 75
  499.093 186 65.543 3 0 182.975 -69.825 312.025
II. Sachanlagen                
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 388.903 80 45.961 1.099 0 11.934 -36.732 387.377
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.196 4 2.475 1.202 0 276 -15.066 7.535
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 855.162 4.517 90.863 -2.304 0 61.411 -249.712 637.115
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 247 0 0 0 0 0 -247 0
  1.263.508 4.601 139.299 -3 0 73.621 -301.757 1.032.027
III. Finanzanlagen                
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 88.150 0 0 0 0 9 0 88.141
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 37.175 0 34 0 0 35.828 0 1.381
3. Übrige Beteiligungen 2.859 161 12.300 0 190 2.621 0 12.509
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 15 294 0 0 0 0 309
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0 0 0
6. Sonstige Ausleihungen 1.204 0 0 0 0 1.132 -72 0
  129.388 176 12.628 0 190 39.590 -72 102.340
  1.891.989 4.963 217.470 0 190 296.186 -371.654 1.446.392
Buchwerte
31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.537 50.137
2. Geschäfts- oder Firmenwert 211.356 246.815
3. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände einschließlich geleisteter Anzahlungen 1.183 6.412
  262.076 303.364
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 935.735 1.001.768
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.993 10.350
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 246.390 310.451
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.153 15.046
  1.218.271 1.337.615
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 861 229
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 38.933 49.479
3. Übrige Beteiligungen 860.092 816.698
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 9.741 1.286
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 28.992 29.160
6. Sonstige Ausleihungen 39.888 51.337
  978.507 948.189
  2.458.854 2.589.168

Anteilsbesitz der Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG
zum 31. Dezember 2016

Nr. Name/Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil
in %
  Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen werden  
  Inland  
1. Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG, Mülheim an der Ruhr  
2. "Alma" Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
3. "Britta" Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
4. "Dörte" Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
5. "Frieda" Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
6. "Nina" Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
7. "Olivia" Verwaltungs- und Beteiligungs-SE, Mülheim an der Ruhr 100,00
8. "Theresa" Verwaltungs- und Beteiligungs-SE (bis 12. April 2017 "Tina" Verwaltungs- und Beteiligungs-SE) 100,00
9. "Uta" Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
10. "Vera" Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
11. "Wilma" Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
12. "Yvonne" Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
13. Acoma Immobilien GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr 100,00
14. Acoma Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
15. Administra Verwaltung und Beteiligung GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
16. Alpenhof Murnau Hotelgesellschaft mbH, Murnau 100,00
17. babymarkt.de GmbH, Dortmund 89,04
18. Bigge Baumarkt GmbH, Wermelskirchen 100,00
19. Diskonta Immobilien Verwaltungs GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
20. EMIL LUX GmbH & Co. KG, Wermelskirchen 100,00
21. Emil Tengelmann GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
22. Euromate GmbH, Wermelskirchen 100,00
23. Grundstücksverwaltung OBI Heimwerkermarkt GmbH, Grünwald 100,00
24. GWV Gesellschaft für Werbung und Verkaufsförderung mbH, Wermelskirchen 100,00
25. KiK24 e-Commerce GmbH, Bönen 100,00
26. KiK Logistik I GmbH, Bönen 100,00
27. KiK Textilien und Non-Food GmbH, Bönen 84,50
28. LDB Lebensmittel Discount Beteiligung GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
29. Lux - Werkzeuge Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Wermelskirchen 100,00
30. LUX-Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Wermelskirchen 100,00
31. m + p Agentur für Werbung und Verkaufsförderung GmbH & Co. KG, Wermelskirchen 100,00
32. OBI Bau- und Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Hannover 65,35
33. OBI Bau- und Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Heilbronn 66,67
34. OBI Bau- und Heimwerkermarkt GmbH, Hannover 100,00
35. OBI Corporate Center GmbH, Wermelskirchen 100,00
36. OBI Digital GmbH, Wermelskirchen 100,00
37. OBI Dritte Grundstücksverwaltung GmbH, Wermelskirchen 100,00
38. OBI E-Commerce GmbH, Wermelskirchen 100,00
39. OBI Erste Grundstücksverwaltungs GmbH, Wermelskirchen 100,00
40. OBI Global Sourcing GmbH, Wermelskirchen 100,00
41. OBI GmbH, Wermelskirchen 100,00
42. OBI GmbH & Co. Deutschland KG, Wermelskirchen 100,00
43. OBI Group Holding Management SE, Wermelskirchen 74,228
44. OBI Group Holding SE & Co. KGaA, Wermelskirchen 100,00
45. OBI Heimwerker- und Freizeitbedarf Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. Kommanditgesellschaft, Wermelskirchen 100,00
46. OBI Heimwerkermarkt Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stadtbergen 100,00
47. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Bamberg 100,00
48. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach 60,00
49. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Crailsheim 51,25
50. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Forst (Lausitz) 100,00
51. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Höxter 52,00
52. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Kamenz 55,00
53. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Kerpen 56,34
54. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Lahr 77,00
55. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Landshut 58,35
56. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Offenburg 60,00
57. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Osterode 75,10
58. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Solingen 70,00
59. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Strausberg 66,67
60. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Uhingen 90,00
61. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Freiburg 80,00
62. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Lüdenscheid 88,25
63. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. Leipzig KG, Leipzig 80,00
64. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. Mitarbeiterbeteiligungs-Fonds KG, Wermelskirchen 60,78
65. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. Südniedersachsen KG, Göttingen 100,00
66. OBI Heimwerkermarkt GmbH, Aichach 100,00
67. DIY Logistic Services GmbH (vorm. OBI Heimwerkermarkt Objekt Stadtbergen GmbH), Wermelskirchen 100,00
68. OBI Heimwerkermarkt Systemzentrale GmbH, Wermelskirchen 100,00
69. OBI Heimwerkermarkt Verwaltungs GmbH, Wermelskirchen 100,00
70. OBI Heimwerkermarkt Verwaltungs-GmbH, Schwelm 100,00
71. OBI Holding GmbH, Wermelskirchen 100,00
72. OBI Immobilien- und Regionalholding Waiblingen GmbH, Wermelskirchen 100,00
73. OBI Logistics GmbH, Wermelskirchen 100,00
74. OBI Merchandise Center GmbH, Wermelskirchen 100,00
75. OBI Services GmbH, Wermelskirchen 100,00
76. OBI Smart Technologies GmbH, Wermelskirchen 100,00
77. Olympics Baumarkt Holding GmbH, Wermelskirchen 74,228
78. Plus Eastern Europe GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
79. Plus Russland Holding GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
80. Seminarhotel Sonnenhof Hinterzarten-Breitnau GmbH, Hinterzarten-Breitnau 100,00
81. Subrenta Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
82. TEC Global Invest I GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
83. TEC Global Invest II GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
84. TEC Global Invest III GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
85. TEC Global Invest IV GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
86. TEC Global Invest V GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
87. TEC Global Invest VII GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
88. TEC Global Invest VIII GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
89. TEC Global Invest IX GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
90. TEC Global Invest X GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
91. TEC Global Invest XI GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
92. TEC Global Invest XII GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
93. Tengelmann Assekuranz Vermittlungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
94. Tengelmann Audit GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
95. Tengelmann Baumarkt Holding GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
96. Tengelmann Energie GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
97. Tengelmann International GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
98. Tengelmann Social Ventures GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
99. Tengelmann Ventures Fund VI GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
100. Tengelmann Ventures GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
101. Tengelmann Ventures Management GmbH 100,00
102. TEV Global Invest I GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
103. TEV Global Invest II GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
104. Trei Real Estate Akquisitions GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
105. Trei Real Estate Berlin-Fürstenberger Straße GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
106. Trei Real Estate Berlin-Pappelallee GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
107. Trei Real Estate Berlin-Winsstraße GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
108. Trei Real Estate Deutschland GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr 100,00
109. Trei Real Estate Deutschland Portfolio GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
110. Trei Real Estate Düsseldorf-Lohausen GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
111. Trei Real Estate GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
112. Trei Real Estate Immobilienholding GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
113. Trei Real Estate Köln-Ehrenfeld GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
114. Trei Real Estate Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
115. TSG Sicherheit und Service GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
116. Wilh. Schmitz-Scholl GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
117. zero 2 six GmbH, Dortmund 100,00
118. Zweite Grundstücksverwaltung OBI Heimwerkermarkt GmbH, Wermelskirchen 100,00
  Ausland  
119. 2 beans, Inc., New York/USA 100,00
120. Agency 7 Seas, Inc., Greenwich/USA 100,00
121. Do It Yourself (DIY) Orange Holding B.V., Amersfoort/Niederlande 100,00
122. Do-It-Yourself OOO, Moskau/Russland 100,00
123. ECP Acquisition Capital, L.P., Greenwich/USA 99,80
124. ECP Capital Alpha, Inc., Greenwich/USA 100,00
125. ECP Capital Beta, Inc., Greenwich/USA 100,00
126. ECP Capital Delta, Inc., Greenwich/USA 100,00
127. ECP Capital Gamma, Inc., Greenwich/USA 100,00
128. ECP Investment Capital, L.P., Greenwich/USA 99,90
129. Emil Capital Partners, LLC, Greenwich/USA 100,00
130. EMIL LUX ITALIA S.R.L., Prato/Italien 100,00
131. KiK Tessili e Non-Food SRL, Mailand/Italien 100,00
132. KiK textil a Non-Food spol. s r.o., Bratislava/Slowakei 100,00
133. KiK textil a Non-Food spol. s r.o., Prag/Tschechien 100,00
134. KiK Textil és Non-Food Kft., Budapest/Ungarn 100,00
135. KiK Textil Sp. z o.o., Breslau/Polen 100,00
136. KiK Textilien und Non-Food d.o.o., Zagreb/Kroatien 100,00
137. KiK Textilien und Non-Food Ges.m.b.H., Wien/Österreich 100,00
138. KiK TEXTILIEN UND NON-FOOD Gesellschaft für Handel, Verwaltung und Dienstleistung d.o.o., Maribor/Slowenien 100,00
139. KiK Textilien und Non-Food B.V., Den Haag/Niederlande 100,00
140. Kutil Karlovy Vary s.r.o., Prag/Tschechien 100,00
141. Kutil Kolin s.r.o., Prag/Tschechien 100,00
142. OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale (Schweiz) GmbH, Neuhausen/Schweiz 100,00
143. OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH, Wien/Österreich 100,00
144. OBI Centrala Systemowa Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
145. OBI Ceská republika s.r.o., Prag/Tschechien 100,00
146. OBI E-Commerce GmbH, Wien/Österreich 100,00
147. OBI Franchise Center OOO, Khimki/Russland 100,00
148. OBI Group Sourcing (Shanghai) Ltd., Shanghai/China 100,00
149. OBI Group Sourcing Hong Kong Ltd., Hong Kong/China 100,00
150. OBI Hungary Retail Kereskedelmi Kft., Budapest/Ungarn 100,00
151. OBI International Development and Service GmbH, Neuhausen/Schweiz 100,00
152. OBI ITALIA s.r.l., Cologno Monzese/Italien 100,00
153. OBI ITALIA Import s.r.l., Cologno Monzese/Italien 100,00
154. OBI Management B.V., Amersfoort/Niederlande 100,00
155. OBI Markt GmbH, Wien/Österreich 100,00
156. OBI Slovakia s.r.o., Bratislava/Slowakei 100,00
157. OBI trgovina z materiali za gradnjo in dom d.o.o., Ljubljana/Slowenien 100,00
158. OOO Do It Yourself - Kazan, Kazan/Russland 100,00
159. OOO Do It Yourself North-West, St. Petersburg/Russland 100,00
160. OOO OBI Direct Import and Supplies, Moskau/Russland 100,00
161. OOO OBI Import and Logistics Rus, Khimki/Russland 100,00
162. PODALIM Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
163. PODAMAT Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
164. PODERAS Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
165. PODORIL Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
166. PODORIM Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
167. PODOSIS Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
168. POKASKE Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
169. Retail Logistic Services Slovakia s.r.o., Dunajská Streda/Slowakei 100,00
170. SuperHobby Dom i Ogrod Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
171. Superhobby Market Budowlany Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
172. Tengelmann Belgium Financial Services EKG, Eupen/Belgien 100,00
173. Tengelmann Belgium General Partner PGmbH, Eupen/Belgien 100,00
174. Trei Real Estate Bánovce s.r.o., Bratislava/Slowakei 100,00
175. Trei Real Estate Belgium Development PGmbH, Eupen/Belgien 100,00
176. Trei Real Estate Chełm Sp. z o.o., Chelm/Polen 100,00
177. Trei Real Estate Czech Republic s.r.o, Prag/Tschechien 100,00
178. Trei Real Estate Galanta s.r.o., Bratislava/Slowakei 100,00
179. Trei Real Estate Group CZ Four s.r.o., Prag/Tschechien 100,00
180. Trei Real Estate Hungary Kft., Budapest/Ungarn 100,00
181. Trei Real Estate Jablonec s.r.o., Prag/Tschechien 100,00
182. Trei Real Estate Kyjov s.r.o., Prag/Tschechien 100,00
183. Trei Real Estate Luxembourg S.à r.l., Luxemburg 100,00
184. Trei Real Estate Milanöwek Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
185. Trei Real Estate Mińsk Mazowiecki Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
186. Trei Real Estate Mohelnice s.r.o., Prag/Tschechien 100,00
187. Trei Real Estate Nysa Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
188. Trei Real Estate Poland Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
189. Trei Real Estate Portugal, Lda., Setúbal/Portugal 100,00
190. Trei Real Estate Roudnice s.r.o., Prag/Tschechien 100,00
191. Trei Real Estate SK Three s.r.o., Bratislava/Slowakei 100,00
192. Trei Real Estate SK Two s.r.o., Bratislava/Slowakei 100,00
193. Trei Real Estate Sušice s.r.o., Prag/Tschechien 100,00
194. Trei Real Estate Starä L'ubovria s.r.o., Bratislava/Slowakei 100,00
195. Trei Real Estate Vlašim s.r.o., Prag/Tschechien 100,00
196. Trei Real Estate Zlaté Moravce s.r.o., Bratislava/Slowakei 100,00
197. TW Financial Management PGmbH, Eupen/Belgien 100,00
198. Volzhskiy Asset Management OOO, Wolschski/Russland 100,00
199. Wisedom Invest, LP, Greenwich/USA 53,50
  Unternehmen, die aufgrund BilMoG in den Konzernabschluss einbezogen werden (Zweckgesellschaften)  
  Inland  
200. DEGETERRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. 94,00
  Immobilien-Vermietungs KG, Eschborn (Stimmrechte 24,50)
201. Flatus Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bönen KG, Düsseldorf 0,00
202. SOREX Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. 95,00
  Objekt Lüdenscheid KG, Düsseldorf (Stimmrechte 19,00)
203. TRAHO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 0,00
204. ZEPAS Beteiligungs GmbH & Co. 90,00
  Vermietungs-KG, München (Stimmrechte 50,00)
  Ausland  
205. OBI Eger Ingatlankezelö Kft., Budapest/Ungarn 20,00
206. OBI Miskolc Ingatlankezelö Kft., Budapest/Ungarn 20,00
207. OBI Veszprém Ingatlankezelö Kft., Budapest/Ungarn 20,00
  Unternehmen, die aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden  
  Inland  
208. Miet-Profi Systemzentrale Verwaltungs GmbH, Wermelskirchen 100,00
209. OBI Bau- und Heimwerkermarkt Verwaltungs-GmbH, Forst (Lausitz) 100,00
210. OBI Bau- und Heimwerkermarkt - Verwaltungs GmbH, Wermelskirchen 100,00
211. OBI Zweite Grundstücksverwaltungs GmbH, Wermelskirchen 100,00
  Ausland  
212. OBI trgovina, drustvo s organicenom odgovornoscu za trgovinu i usluge, Zagreb/Kroatien 100,00
213. OBI ROMANIA S.R.L., Bukarest/Rumänien 100,00
214. OOO Asset Management Krasnoyarsk, Moskau/Russland 100,00
215. TOO OBI Franchise Center Kasachstan, Almaty/Kasachstan 100,00
  Assoziierte Unternehmen  
  Inland  
216. Baumarkt Franken Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, Nürnberg 25,00
217. Baumarkt Franken Vermögensverwaltung GmbH, Fürth 25,00
218. Canimix GmbH i.L., Hamburg 24,00
219. Circle Products GmbH, Berlin 27,00
220. DEGETIBUR Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. 47,00
  Immobilien-Vermietungs KG, Eschborn (Stimmrechte 16,00)
221. Gebrüder Otto Gourmet GmbH, Heinsberg 30,00
222. HOKAS Beteiligungs GmbH & Co. 60,93
  Vermietungs-KG, München (Stimmrechte 47,39)
223. MAC IT-Solutions GmbH, Flensburg 49,80
224. OBI Bau- und Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Geislingen 40,00
225. OBI Bau- und Heimwerkermarkt Verwaltungs-GmbH, Geislingen 40,00
226. OBI Baumarkt Franken GmbH & Co. KG, Nürnberg 25,00
227. OBI Baumarkt Franken GmbH, Fürth 25,00
228. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. Grundstücksverwaltung, Objekt Köln-Niehl KG, Wermelskirchen 45,00
229. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Breisach 40,00
230. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Düren 31,00
231. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Euskirchen 50,00
232. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Frankfurt-Sachsenhausen 40,00
233. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Königswinter 30,00
234. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Konstanz 40,00
235. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Mayen 42,50
236. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Wermelskirchen 50,00
237. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. Neustadt KG, Neustadt a. Rübenberge 50,00
238. OBI Heimwerkermarkt GmbH & Co. Objekt Köln-Marsdorf KG, Wermelskirchen 45,00
239. OBI Heimwerkermarkt Verwaltungs GmbH, Konstanz 40,00
240. SIKON Beteiligungs GmbH & Co. 99,00
  Vermietungs-KG, München (Stimmrechte 50,00)
241. Supreme NewMedia GmbH, Aachen 35,42
242. TEDi GmbH & Co. KG, Dortmund 30,00
243. TEDi Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Dortmund 30,20
  Ausland  
244. Amour Vert Inc., Palo Alto/USA 26,23
245. Balance Water, Inc., New York/USA 43,54
246. Cheribundi, Inc., Geneva/USA 40,39
247. Giftfly.com LLC, Darien/USA 43,73
248. Good Tastes Kitchen P.B.C., Newburyport/USA 41,00
249. MG Wellington LLC, New York/USA 26,05
250. Next Foods, Inc., Boulder/USA 25,00
251. NibMor, Inc., North Hempstead/USA 47,41
252. SIPP eco beverage Co., Inc., Uwchland/USA 49,44
253. TCHO Ventures, Inc., San Francisco/USA 48,18
254. Trusted Company.com Limited, Hong Kong/China 27,03
255. UniCredit-Leasing Luna Ingatlanhasznositó Kft., Budapest/Ungarn 20,00
256. UniCredit-Leasing Mars Ingatlanhasznositó Kft., Budapest/Ungarn 20,00
257. UniCredit-Leasing Uranus Ingatlanhasznositó Kft., Budapest/Ungarn 20,00
258. VariBlend Holdings LLC, Montvale/USA 31,37
  Assoziierte Unternehmen von untergeordneter Bedeutung  
  Inland  
259. SILUR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. 100,00
  Objekt Schwabach KG, Düsseldorf (Stimmrechte 15,00)
  Sonstige Beteiligungen  
  Inland  
260. AEH New Africa eCommerce II GmbH, Berlin 4,38
261. agrilution GmbH, München 5,00
262. CareerFoundry GmbH, Berlin 19,31
263. COMPEON GmbH, Emsdetten 18,48
264. Data Artisans GmbH, Berlin 9,36
265. Delivery Hero GmbH (vorm. Delivery Hero Holding GmbH) 2,28
266. FabFurnish GmbH, Berlin 6,72
267. FISTULA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. 94,00
  Objekt Wermelskirchen KG, Pullach i. Isartal (Stimmrechte 15,00)
268. Gesellschaft für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung Schwelm GmbH & Co. KG, Schwelm 1,99
269. High-Tech Gründerfonds II GmbH & Co. KG, Bonn 0,82
270. IFH Institut für Handelsforschung GmbH, Köln 14,29
271. Metoda GmbH, München 13,31
272. Neonga GmbH, Berlin 10,03
273. Netto Marken-Discount AG & Co. KG, Maxhütte-Haidhof 15,00
274. New Bigfoot Other Assets GmbH, Berlin 6,72
275. New Middle East Other Assets GmbH, Berlin 3,76
276. ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. 82,50
  Objekt Offenburg KG, Düsseldorf (Stimmrechte 8,00)
277. New TIN Linio II GmbH, Berlin 1,38
278. Quantitec GmbH, Hofheim am Taunus 12,29
279. RSO Shift GmbH, Kassel 6,39
280. Scalable Capital GmbH, München 5,65
281. Springlane GmbH, Düsseldorf 15,09
282. TALPA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. 49,97
  Objekt Bensheim KG, Pullach i. Isartal (Stimmrechte 10,00)
283. TLD dotHIV Registry GmbH i. L., Berlin 10,00
284. Travelcircus GmbH, Berlin 8,06
285. Westwing Group GmbH, Berlin 6,54
286. YouDinner GmbH, Stuttgart 19,04
287. Zalando SE, Berlin 4,18
288. Zanui Holding GmbH (vorm. New BGN Other Assets II GmbH), Berlin 4,69
  Ausland  
289. American Giant, Inc. 2,40
290. B4 F Holding Pte. Ltd., Singapur 7,88
291. Bare Foods Co., San Francisco/USA 7,74
292. BrightFarms, Inc., New York/USA 6,57
293. Carmudi Global S.ä r.l., Luxemburg 12,17
294. Chef's Plate, Inc., Toronto/Kanada 14,36
295. Convenience Food Group S.ä r.l., Luxemburg 16,29
296. Data Council, LLC, Jacksonville/USA 1,90
297. Digital Entertainment Corporation of America, Santa Monica/USA 7,48
298. ECommerce Holding I S.ä r.l., Luxemburg 10,25
299. ECommerce Pay Emerging Markets, Luxemburg 9,09
300. eKomi Ltd., Berkshire/Großbritannien 15,50
301. Emerging Markets Taxi Holding S.ä r.l., Luxemburg 13,04
302. EverSport Media, Inc., Los Gatos/USA 6,79
303. Global Fashion Group S.A., Luxemburg 6,1
304. Kaymu Holding (vorm. Azmalo) S.ä r.l., Luxemburg 10,41
305. Keep Nation S.A., Paris/Frankreich 0,91
306. Klarna Holding AB, Stockholm/Schweden 0,54
307. Lamudi Global S.ä r.l., Luxemburg 14,01
308. Lazada Group S.A., Luxemburg 0,47
309. Project Healthy Living, Inc., New York/USA 2,14
310. SumUp Holdings SÄ R.L., Luxemburg 0,81
311. Uber Technologies, Inc., San Francisco/USA < 0,04
312. Vintage Italia, LLC, Windermere/USA 4,71
313. Westbourne, Inc., San Francisco/USA 15,64
314. We've Holdings P.B.C., San Francisco/USA 13,05
315. Whistle Sports, Inc., New York/USA 13,28
316. Zeel Networks, Inc., New York/USA 8,44

Bescheinigung zur Offenlegung

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Konzernabschluss (Konzernbilanz, Anlage zur Konzernbilanz und Konzernanhang) nebst verkürztem Konzernlagebericht wurden die Erleichterungen nach § 13 Abs. 3 PublG i. V. m. § 5 Abs. 5 PublG zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG, Mülheim an der Ruhr, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalspiegel und Konzernanhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzung der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Köln, den 12. Mai 2017

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beumer, Wirtschaftsprüfer

Mohr, Wirtschaftsprüferin

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