Wohnungsgenossenschaft Riesa eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sirko Lunkwitz seit 1.7.2024 | Vorstandsmitglied |
Lutz Trept seit 4.5.2023 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wohnungsgenossenschaft Riesa eGRiesaJahresabschluss 2023BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine AngabenDie Wohnungsgenossenschaft Riesa eG ist beim Amtsgericht Dresden unter GenR Nummer 192 eingetragen und gemäß § 267 HGB eine mittelgroße Genossenschaft. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend den Vorschriften des HGB und den Bestimmungen der Satzung. Die Gliederungsvorschriften für Wohnungsunternehmen wurden beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden planmäßig linear mit folgenden Sätzen abgeschrieben:
Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2023 außerplanmäßige Abschreibungen auf zum Abriss vorgesehene Wohngebäude in Höhe von 891,1 TEUR vorgenommen. Der niedrigere Wertansatz von Wohngebäuden, der sich aus den in Vorjahren erfolgten steuerrechtlichen Mehrabschreibungen auf der Grundlage des Fördergebietsgesetzes ergab, wurde entsprechend Art. 67 Abs. 4 EGHGB fortgeführt. Betroffen sind nachträgliche Herstellungskosten in Höhe von insgesamt 4.300,8 TEUR. Die Zugänge an beweglichen Anlagegütern werden im Zugangsjahr zeitanteilig abgeschrieben. Anschaffungskosten für selbständig nutzbare Vermögensgegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Betrag bis 250,- Euro (netto) werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 250,- Euro netto, die aber 800,- € netto nicht übersteigen, werden vereinfachend im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und deren Abgang unterstellt. Bei der Bewertung der unfertigen Leistungen wurden für die leerstandsbedingt nicht abrechenbaren Betriebskosten angemessene Abschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert ausgewiesen. Uneinbringliche Forderungen sind direkt abgeschrieben worden. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt; bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt eine Abzinsung. C. Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und VerlustrechnungI. BilanzDie Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens wird im beigefügten Anlagenspiegel (Anlage 1) dargestellt. In dem Posten "Unfertige Leistungen" werden 4.225,9 TEUR (Vorjahr 4.044,9 TEUR) noch nicht abgerechnete Betriebs-, Heizungs- und Warmwasserkosten ausgewiesen. In den "Sonstigen Rückstellungen" sind folgende Rückstellungen mit einem nicht unerheblichen Umfang enthalten:
Für die Erstellung des Jahresabschlusses 2023 und der damit zusammenhängenden Buchführung und Offenlegung wurde ein Betrag in Höhe von 31 TEUR zurückgestellt, der in der Rückstellung für Abschluss-/ Prüfungskosten enthalten ist. Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten und die zur Sicherheit gewährten Pfandrechte o. ä. Rechte sind im beigefügten Verbindlichkeitsspiegel (Anlage 2) dargestellt. II. Gewinn- und VerlustrechnungIn den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" sind Zuschüsse für den Abriss zweier Wohngebäude und ein Tilgungszuschuss in Höhe von gesamt 785,9 TEUR enthalten. Die "Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen" enthalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 891,2 TEUR (Vorjahr 345,0 TEUR). Die "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" enthalten Kosten für den Abriss von drei Wohngebäuden in Höhe von gesamt 273,0 TEUR. D. Sonstige AngabenBeschäftigte:Die Zahl der im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich Beschäftigten betrug:
Außerdem wurde im Jahresdurchschnitt eine Auszubildende und ab Oktober eine Studentin beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen:Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus abgeschlossenen Bauverträgen in Höhe von 1.977,0 TEUR. Mitgliederbewegung:
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um 35,8 TEUR. Nachtragsbericht:Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen. Ergebnisverwendung:Der Jahresabschluss wurde unter vollständiger Ergebnisverwendung aufgestellt. Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von 1.754,2 TEUR ab. Gemäß § 40 Absatz 2 der Satzung wurden bei Aufstellung des Jahresabschlusses 10% (180,0 TEUR) in die gesetzliche Rücklage und gemäß § 40 Absatz 3 der Satzung der restliche Betrag (1.574,2 TEUR) in die Bauerneuerungsrücklage eingestellt. Gemäß § 48 Abs. 1 Satz 2 GenG beschließt die Vertreterversammlung über die Ergebnisverwendung. Prüfungsverband:Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e.V. Antonstraße 37 01097 Dresden Mitglieder des Vorstandes:Kerstin Kluge Elisabeth Wittich vom 01.01. bis 15.05.2023 Lutz Trept ab 01.05.2023 Mitglieder des Aufsichtsrates:Götz Graupner - Vorsitzender Dr. Monika Faulhaber Tamara Jahn Gabriele Böhme Torsten Rarisch Klaus Kossik
Riesa, den 06.06.2024 Wohnungsgenossenschaft Riesa eG Kerstin Kluge, Vorstandsvorsitzende Lutz Trept Technischer Vorstand Anlagenspiegel 2023
Verbindlichkeitenspiegel 2023 (Vorjahreszahlen in Klammern)
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Wohnungsgenossenschaft Riesa eG1. Grundlagen des UnternehmensDas Ziel der Wohnungsgenossenschaft Riesa eG als mittelgroße Genossenschaft ist die Förderung ihrer Mitglieder vorrangig durch eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung. Zum 31.12.2023 betrug der Bestand an Vermietungsobjekten 3.404 Wohnungen, 1.110 PKW-Stellplätze sowie 21 Gewerbeeinheiten. Im Jahr 2023 verringerte sich die Anzahl der Wohnungen durch den Komplettrückbau um 89 Wohnungen. Die Abrisskosten betrugen 273,04 TEUR bei öffentlichen Zuschüssen von 280,6 TEUR. Die drei vorhandenen Gästewohnungen werden von den Mitgliedern gut genutzt. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenAuch im Jahr 2023 schwächten globale Krisen und Herausforderungen das Wirtschaftswachstum in Deutschland. Bemerkbar machte sich das unter anderem an dem sinkenden Bruttoinlandsprodukt (BIP), welches im Kalenderjahr um 0,3 Prozent zurück ging. Preis- und Kalenderbereinigt reduzierte sich die Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent. Auch wenn die Inflationsrate im Jahr 2022 von 8,7 % in 2023 auf 5,9 % gesunken ist und auch insgesamt weiter sinkende Inflationsraten in Richtung des Zielbereichs um die 2 % erwartet werden, steigen die Preise weiter an. Hierbei hat der Anstieg er Energiepreise auch einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Teuerungsrate. Der Anstieg betrug in 2023 5,3 % und ist damit zwar im Vergleich zum Vorjahr (Anstieg 29,7 %) deutlich geringer, wurde durch verschiedene Maßnahmen der Bundesregierung, wie zum Beispiel dem Gas- und Fernwärmedeckel oder die Absenkung der Umsatzsteuer abgeschwächt. Wie im Jahr zuvor, sind auch in 2023 die Baupreise weiter angestiegen. Positiv hervorzuheben ist dabei, dass die Steigerung deutlich geringer war. So war der Anstieg von 16,9 % im gesamten Jahr 2022 auf 4,3 % in 2023 (bis November) gesunken. Im Gegensatz dazu sind die Instandhaltungskosten in 2023 um 10,5 % angestiegen. Als Reaktion zur Baupreisentwicklung in den vergangenen Jahren hat sich die Baufertigstellung von Wohneinheiten von 295.000 auf 270.000 verringert. Die Herausforderungen der Vorjahre wie zum Beispiel die demografische Entwicklung, die zunehmende soziale Spreizung der Gesellschaft, die Anforderungen an Digitalisierung, Klimaschutz- und Energieeffizienz sowie die wachsende Pluralität der Lebensstile und Vielfalt der Wohnkonzepte waren auch in 2023 wichtige Aufgaben, denen sich die deutsche Wohnungs- und Immobilienbranche stellen musste. Auch in Zukunft werden diese Themen die Wohnungswirtschaft weiterhin beschäftigen. Am 31.12.2023 wohnten 29.784 Einwohner in Riesa. Die Einwohnerzahl ist zum Vorjahr fast konstant geblieben. Jedoch werden die Haushalte weiterhin älter und die Nachfrage nach seniorengerechten Ausstattungen sowie weiteren Serviceleistungen für ältere pflegebedürftige Menschen bleibt weiterhin hoch. Die Zahl der Erwerbstätigen ist in Deutschland zwar angestiegen im Amtsbezirk Riesa/Großenhain/Meißen ist jedoch im Gegensatz dazu ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit von 0,3 % zu verzeichnen. In Riesa ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zu 2022 um 0,5 % angestiegen. Die Entwicklung der Teilmärkte in Sachsen spiegelt sich auch in der Leerstands- und Mietenentwicklung wieder. Landesweit liegt der Leerstand der Wohnungsgenossenschaften bei 8,4 % und hat leicht abgenommen. Trotz der höheren Mietpreise nahm die durchschnittliche Wohnfläche Sachsen laut Statistischem Bundesamt leicht ab: von 59,0 Quadratmeter im Vorjahr auf 58,9 Quadratmeter im Jahr 2023. Ursächlich sind vor allem die Schaffung von Familienwohnungen durch Zusammenlegung, die Schaffung von großzügigeren Grundrissen für pflegebedürftige Menschen oder größere Wohnraumangebote durch Sanierung oder im Neubau. Der Wohnungsleerstand der Genossenschaften im Kreis Meißen liegt bei 14,1 %. Der örtliche Wohnungsmarkt ist gekennzeichnet von einem deutlichen ‹berangebot sowie Differenzierungen des Wohnungsmarktes nach preiswerten Wohnungen einerseits und anspruchsvolleren Wohnformen andererseits. Die regionalen Wohnungsanbieter müssen sich künftig auf eine deutlich stärkere Differenzierung des Wohnungsmarktes und -angebotes einstellen. In der Mitgliederbewegung zeigt sich ein Trend zum höheren Durchschnittsalter. Jeder vierte Bewohner in Sachsen ist älter als 65 Jahre. Der Rückgang der Bevölkerung in Riesa um 35 % seit Anfang der 90er Jahre erschwert die Gewinnung neuer, insbesondere junger Mitglieder. Die Bevölkerungsentwicklung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Geburtenrate unter der Sterberate liegt. 2.2. GeschäftsverlaufDer Leerstand beträgt zum Jahresende 11 % (Vorjahr 12,9 %) und konzentriert sich hauptsächlich auf die oberen Etagen. Etwa die Hälfte wird wegen zukünftigen Sanierungs- und Rückbaumaßnahmen blockiert und nicht mehr vermietet. Insgesamt liegt der Leerstand unter dem Riesaer Durchschnitt. Die weitere Umsetzung der Maßnahmen für Abriss und Rückbau laut Stadtentwicklungskonzeption der Stadt Riesa wird sich tendenziell positiv auf die Leerstandentwicklung auswirken. Um ihre günstige Position am Riesaer Wohnungsmarkt zu behaupten, hat die Wohnungsgenossenschaft Riesa eG im Jahr 2023 die erfolgreiche Modernisierungs- und Sanierungsstrategie der letzten Jahre fortgesetzt. Der Wohnungsbestand ist zeitgemäß modernisiert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden für die Modernisierung des Wohnungsbestandes 3.773,5 TEUR, davon Anlagen im Bau 2.935,1 TEUR, investiert und 3.419,5 TEUR für Instandhaltungen aufgewendet. Die Modernisierungsmaßnahmen betrafen insbesondere die Klötzerstraße 16 und 18 und die Neuanlage von Stellplätzen an der Reußner Straße. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Wohnungsgenossenschaft Riesa eG an insgesamt 3 Objekten energetische Sanierungsmaßnahmen zur CO 2 -Reduzierung umgesetzt. In den Hauseingängen Pestalozzistr. 12 und in der Oschatzer Str. 36 in 01616 Strehla wurden die Heizungsanlagen ausgetauscht. Bei der Komplexsanierung der Klötzerstraße 16 wurde die Gebäudehülle ertüchtigt sowie eine neue energetischere Heizungsanlage verbaut. Die durchschnittliche Wohnungsmiete in Höhe von 4,87 EUR je m 2 ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Diese Mieten liegen deutlich unter dem Riesaer Mietspiegel. Es werden mittelfristig nach unten abweichende Mieten im festgelegten Rahmen des Mietspiegels moderat erhöht. Ein wesentliches Erhöhungspotential wird vor dem Hintergrund der Einkommensverhältnisse für die nächsten Jahre nicht gesehen. Der Wirtschafts- und Finanzplan der Genossenschaft wurde für 2023 eingehalten. 2.3. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Vermögenslage ist durch einen angemessenen Eigenkapitalanteil gekennzeichnet. Er beträgt, gemessen an der Bilanzsumme, rund 70 % zum 31.12.2023. Zum 31.12.2023 beträgt der Verschuldungsgrad des Anlagevermögens 26,8 % und verringerte sich um 1,5 %-Punkte zum Vorjahr. Daraus ist eine Verschuldung der Genossenschaft von durchschnittlich 128 EUR je m 2 Wohn- und Nutzfläche abzuleiten. Im Jahr 2023 beträgt die Zinsbelastung 0,03 EUR pro 1,00 EUR der Mieterlöse. Die Belastung durch Zinsen wird in den Folgejahren durch die vorgenommene Prolongation von Darlehen zu günstigeren Konditionen bzw. Sondertilgungen weiterhin sinken. Das langfristig gebundene Vermögen wird durch ausreichende langfristige Eigen- und Fremdmittel finanziert. Die Finanzlage im Geschäftsjahr 2023 war, wie auch in den zurückliegenden Jahren, durch permanente Zahlungsfähigkeit gekennzeichnet. Unsere längerfristige Finanzplanung zeigt auch weiterhin Liquiditätsüberschüsse. Die Immobilien sind mit langfristigen Krediten bei verschiedenen Banken finanziert. Um mögliche Risiken, wie Liquiditätsengpässe und Zinsänderungsrisiken vorzubeugen, werden wir Ansätze zur möglichen weiteren Optimierung der Finanzierungs- und Beleihungsstruktur bei den jeweiligen Darlehensgebern suchen. Das Zinsänderungsrisiko wird durch die Vereinbarung einer Laufzeit der Zinsbindung der Kredite überwiegend auf 10 Jahre begrenzt. Der planmäßige Ablauf der Zinsbindungen der Darlehen verteilt sich relativ gleichmäßig. Im Jahr 2023 erfolgte die Neuaufnahme von zwei Darlehen zur Finanzierung der Komplettsanierung eines Wohnhauses im Stadtzentrum. Im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich folgender vereinfachter Cashflow:
Die Veränderung des Cashflows ist im Wesentlichen durch höhere Abschreibungen, gestiegenen Instandhaltungskosten und durch Zuschreibungen auf Wertpapiere bedingt. Die planmäßigen Darlehenstilgungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 3.632,1 TEUR. Die Ertragslage ist im Geschäftsjahr 2023 durch folgende wesentliche Sondereinflüsse geprägt:
Die Verringerung des bereinigten Jahresüberschusses resultiert gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aus höherem Aufwand aus der Hausbewirtschaftung insbesondere der gestiegenen Instandhaltungskosten. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1. PrognoseberichtDie gezielte Verbesserung der Bestandsstruktur sowie die Anpassung unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung werden auch in den kommenden Jahren Schwerpunkt unserer Arbeit sein. Im Geschäftsjahr 2024 sind für Instandhaltung und Modernisierung rd. 5,9 Mio. EUR geplant. Trotz des voraussichtlichen Anstieges des Leerstandes ist in den nächsten Jahren mit Jahresüberschüssen sowie einer gesicherten Liquidität zu rechnen. Nach Abschluss der geplanten Sanierungen der Wohngebäude im Stadtzentrum Riesa wird eine Verringerung des Leerstandes prognostiziert. Insgesamt erwarten wir für die kommenden Jahre einen positiven Geschäftsverlauf bei einem instandhaltungsbedingt gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 etwas niedrigerem Jahresüberschuss. Wir erwarten im Geschäftsjahr 2024 wie auch zukünftig einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse. Wohnen soll für unsere Mitglieder bezahlbar sein. Bauliche Auflagen, resultierend aus Gründen des Klimaschutzes oder höhere qualitative Standards führen zu steigenden Preisen. 3.2. Chancen- und RisikoberichtDas bestehende Risikomanagement wird ständig aktualisiert und ergänzt, um mögliche kritische Veränderungen noch frühzeitiger erkennen und durch gezielte Gegenmaßnahmen wesentliche negative Einflüsse auf die Unternehmensentwicklung abwenden zu können. Der Wohnungsmarkt in unserer Region ist weiterhin geprägt von einer schrumpfenden Bevölkerung, die den Vermietungsprozess bei Neuvermietungen erschwert. Ein Risiko mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stellt eine weitere Zunahme des dauerhaften Wohnungsleerstandes dar. Entwicklungsbeeinträchtigungen bzw. eine Bestandsgefährdung daraus sind nicht zu erwarten, da selbst die prognostizierte Leerstandzunahme noch Liquiditätszuflüsse ermöglicht. Der Trend schrumpfender Gemeinden und Regionen geht einher mit einem deutlichen Anstieg des Durchschnittsalters der Bevölkerung. Das Durchschnittsalter der Mitglieder beträgt rund 66 Jahre. Mittelfristig sichert dieses Mieterklientel wegen ihrer geringen Umzugsabsichten der Genossenschaft relativ sichere Mieteinnahmen und damit verbundene geringere Verwaltungsaufwendungen. Das Risiko besteht jedoch in den zu erwartenden Sterbefällen dieser Altersgruppe. Eine besondere Verantwortung nehmen wir als Wohnungsgenossenschaft gegenüber den älteren, meist langjährigen Mitgliedern wahr und werden zukünftig neue bedarfsgerechte Anpassungen der Wohnungen sowie wohnbegleitende Dienstleistungen und Betreuung anbieten. Das Marktumfeld in Riesa lässt nur eine begrenzte Miethöhe bei Modernisierung der Gebäude zu. Größere Risiken sehen wir in der Entwicklung der Baukosten und der Instandhaltungsaufwendungen. Diese haben sich in den letzten Jahren deutlich von der allgemeinen Preisentwicklung abgekoppelt. Bei der Aufstellung des Modernisierungs- und Instandhaltungsplanes wurde das höhere Preisniveau einkalkuliert. Der starke Anstieg der Energiepreise wird sich auch auf unser Unternehmen langfristig auswirken. Mit Auslauf der Lieferverträge für Fernwärme, Strom und Gas Ende 2023 sind ab dem Jahr 2024 deutlich höhere Preise vereinbart. Um Liquiditätsengpässe zu vermeiden, haben wir als Vermieter dementsprechende Erhöhungen der monatlichen Betriebskostenvorauszahlungen der Mieter vorgenommen. Die erheblich gestiegenen Zinsen für langfristige Darlehen haben wir hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen bei Prolongationen und geplanten Neuaufnahmen analysiert und in unseren Planungsrechnungen berücksichtigt. Durch die steigenden gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich des Klimaschutzes ergeben sich erhebliche Auswirkungen auf unsere Unternehmenstätigkeit, die wir verstärkt in dieser Hinsicht analysieren. Zu benennen sind speziell die geplanten Steigerungen der CO 2 -Steuer und der beschlossenen Beteiligung der Vermieter an den Kosten sowie den verschärften Normen des Baurechtes, die zu erheblichen Mehraufwendungen führen. Für das Geschäftsjahr 2024 sind 5 weitere Objekte für CO 2-reduzierende Sanierungen vorgesehen. Dabei sind in 4 Gebäuden der Austausch der Heizungsanlage geplant. Das Wohngebäude Klötzerstraße 18 wird im Rahmen der Komplexmodernisierungsmaßnahme energetisch saniert.
Riesa, den 06.06.2024 Kerstin Kluge, Vorstandsvorsitzende Lutz Trept, Technischer Vorstand Bericht des Aufsichtsrates über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023Der Aufsichtsrat der Wohnungsgenossenschaft Riesa eG hat im Geschäftsjahr 2023 zur Wahrung seiner satzungsgemäßen und gesetzlichen Aufgaben aufgrund schriftlicher Vorlagen und mündlicher Berichte des Vorstandes die wirtschaftliche und finanzielle Lage sowie wichtige Geschäftsvorfälle eingehend geprüft und beraten. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Genossenschaft fortlaufend überwacht. Im Berichtszeitraum führte der Aufsichtsrat 8 gemeinsame Beratungen mit dem Vorstand und zwei Beratungen ohne Vorstandsmitgliedern durch. Es wurden bei zustimmungsbedürftigen Vorgängen die erforderlichen Beschlüsse herbeigeführt. Schwerpunkte in den gemeinsamen Beratungen mit dem Vorstand waren insbesondere:
Im Aufsichtsrat hat es im Geschäftsjahr 2023 keine personellen Veränderungen gegeben. Zum 31.05.2023 scheidet Frau Elisabeth Wittich als nebenamtliches Vorstandsmitglied aus. Herr Lutz Trept wurde als Vorstand Technik zum 01.05.2023 bestellt. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 geprüft. Der Lagebericht und der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 erfüllen nach den Feststellungen des Aufsichtsrates die gesetzlichen und satzungsgemäßen Erfordernisse und vermitteln ein tatsächliches Bild der Genossenschaft. Als Ergebnis seiner Tätigkeit kann der Aufsichtsrat feststellen, dass der Vorstand im Geschäftsjahr 2023 die Geschäfte der Genossenschaft ordnungsgemäß geführt hat. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung
Wir danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und für das hohe Engagement. Allen Mitgliedern und Vertretern gilt unser Dank für das Interesse und die aktive Mitwirkung an der erfolgreichen Weiterentwicklung der Wohnungsgenossenschaft Riesa eG.
Riesa, den 06.06.2024 Götz Graupner, Vorsitzender des Aufsichtsrates |
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