Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 1516
Eingetragen
25.8.1977
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung von feinmechanischen, elektrotechnischen und ähnlichen Erzeugnissen, sowie der Handel mit diesen und ähnlichen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Armin Steiert
seit 24.1.2024
Prokura
Sven Wischnewski
seit 25.7.2014
Geschäftsführer
Jürgen Schuh
seit 21.3.2006
Prokura
Ursula Wandres
seit 21.3.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
43.00%
43.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Buchenbach
159.250 €
43.00%
Müllheim
159.250 €
43.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SIKO GmbH

Buchenbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

SIKO ist Hersteller von Sensoren und Positioniersystemen für industrielle Anwendungen. Unsere Kernkompetenz ist die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von variantenreichen Standardgeräten und kundenspezifischen OEM-Produkten.

1.2 Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung ist die Grundlage für die langfristige Unternehmensentwicklung. Im Berichtszeitraum waren 25 Mitarbeiter in der Produktentwicklung beschäftigt. Neben der eigenen Entwicklung und Forschung wurde auch die Zusammenarbeit mit externen Entwicklungsfirmen praktiziert. Schwerpunkte der Entwicklung lagen in den Bereichen elektronische Positionsanzeigen und Drehgeber, Seilzuggeber, magnetische Encodertechnik und in der Antriebstechnik.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2023 war zum ersten Mal seit drei Jahren nicht mehr wesentlich von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geprägt. Auch in China wurde die restriktive Eindämmungspolitik aufgegeben. Die Lieferketten entspannten sich jedoch nur allmählich. Die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sowie das Ende der Kernkraft waren in Form von steigenden Energiepreisen deutlich zu spüren.

Der Auftragseingang war im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, da viele Kunden ihren hohen Bedarf aufgrund der Störungen aus dem Vorjahr bereits im Jahr 2022 gedeckt hatten. Infolgedessen sank kontinuierlich das Niveau des Auftragsbestands.

Der für unseren Kundenkreis relevante Maschinenbau-Verband VDMA erfasste für das Gesamtjahr 2023 einen Produktionsrückgang im Maschinenbau von 1%. Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik wies für das Gesamtjahr 2023 hingegen ein Umsatzwachstum der relevanten Branche von 6% aus, wobei die Exportquote ins nicht europäische Ausland um 17% sank. Der Gesamtumsatz der SIKO GmbH stagnierte im Geschäftsjahr 2023 mit Minus 1%.

Zu den wichtigsten Exportländern der SIKO gehören die USA, Italien, China, Frankreich, Österreich und Schweiz. Neben China werden künftig die asiatischen Länder als potenzielle Absatzmärkte verstärkt an Bedeutung gewinnen. Japan übernimmt auf dem asiatischen Mark eine zentrale Rolle.

In den zurückliegenden Quartalen gab es immer wieder Aufs und Abs für die Sensorik- und Messtechnik-Branche. Entsprechend blicken die AMA-Mitglieder verhalten optimistisch in die Zukunft. Insgesamt zeigt sich die Branche aber stabil und spiegelt den Bedarf und das Vertrauen der Anwenderindustrien in innovative Sensorik und Messtechnik wider.

2.2 Geschäftsverlauf

Das abgelaufene Geschäftsjahr verlief mit einem Umsatzrückgang von -1% zurückhaltend.

Vor Ertragssteuern wurde ein Jahresergebnis von T€ 3.581 erzielt.

Die Vermögensstruktur zum 31.12.2023 ist durch einen Anteil des Anlagevermögens von 49% gekennzeichnet. 19% der Bilanzsumme entfallen auf Vorräte.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum Ende des Geschäftsjahres einen Anteil von 8% . Die flüssigen Mittel umfassen 24% der Bilanzsumme.

9% der Bilanzsumme entfallen auf kurzfristiges Fremdkapital. Das Anlagevermögen ist voll durch Eigenkapital gedeckt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von rund T€ 1.927 getätigt.

Die Liquiditätslage des Unternehmens war im Berichtsjahr stets gut.

2.3 Lage

Das Produktportfolio setzt sich aus fünf Produktlinien zusammen: PositionLine (Positionsanzeigen), DriveLine (Stellantriebe), RotoLine (Drehgeber und Messanzeigen), LinearLine (Seilzuggeber) und MagLine (magnetische Weg- und Winkelmesstechnik). Damit können Sensoren und Positioniersysteme auf Basis unterschiedlicher Messprinzipien und Genauigkeitsklassen angeboten werden.

Der Kundenkreis besteht in erster Linie aus Firmen des industriellen Maschinenbaus. Er setzt sich aus mehreren hundert Unternehmen unterschiedlicher Branchen zusammen. Da selbst der größte Einzelkunde (keine Tochterfirma) weniger als 5% Anteil am Gesamtumsatz besitzt, besteht keine größere Abhängigkeit von einem einzelnen Kunden oder einer einzelnen Branche. Der Exportanteil liegt bei rund 54% vom Umsatz. Rund 53% des Exports werden dabei mit europäischen Ländern abgewickelt. Da grundsätzlich auf Euro-Basis fakturiert wird, spielen Wechselkursveränderungen nur indirekt eine Rolle.

Die wirtschaftlichen Verhältnisse widerspiegeln sich in der Eigenkapitalquote von 81%, an der Bilanzsumme und dem im Vergleich zur Bilanzsumme hohen Bestand an flüssigen Mitteln. Aufwendungen für Investitionen und externe Forschung und Entwicklung konnten im Berichtszeitraum aus dem Cash-Flow erwirtschaftet werden. Die Investition für den Bau Bad Krozingen wurde teilweise aus langfristigen Darlehen finanziert. Risiken aus mangelbehafteten Lieferungen wurden im Jahresabschluss berücksichtigt.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung hauptsächlich die Kennzahlen Auftragseingang, Auftragsbestand, Umsatz heran. Diese Daten sind täglich verfügbar.

Darüber hinaus finden weitere Kennzahlen zur Überwachung des Markterfolgs, zur Bewertung der Innovationstätigkeit und zur Kontrolle der betrieblichen Leistungserstellung Anwendung. Diese werden in regelmäßigen Abständen erhoben und bewertet. Bei Abweichungen außerhalb definierter Eingriffsgrenzen werden entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

2.5 Gesamtaussage

Die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten im Umfeld des Maschinen- und Anlagenbaus waren und sind weiterhin hoch. Lief die Produktion in den ersten zehn Monaten dieses Jahres dank hoher Auftragsbestände und weniger Engpässe in den Lieferketten noch vergleichsweise gut, zeichnen sich nun Bremsspuren ab. Der Anstieg der Leitzinsen, gestiegene Energie- und Materialpreise, sowie weiterhin geopolitische Risiken im Rahmen des Ukraine-Kriegs oder der Handelskonflikte zwischen China und USA sind hier zu nennen. Hieraus entstand ein dämpfender Effekt auf den Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte.

3 Bericht über verbundene Unternehmen

Die Gesellschaft unterhält neben dem Stammhaus in Buchenbach und dem Zweigwerk in Bad Krozingen, noch Tochterfirmen in der Schweiz, Italien, USA, China und Singapur.

4 Prognosebericht

Die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten im Umfeld des Maschinen- und Anlagenbaus sind weiterhin hoch. Der Anstieg der Leitzinsen, gestiegene Energie- und Materialpreise, sowie weiterhin geopolitische Risiken im Rahmen des Ukraine-Kriegs oder der Handelskonflikte zwischen China und USA sind hier zu nennen. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor in der Maschinenbranche ist das Europäische Lieferkettengesetzt.

Gegenteilig dazu nehmen wir aber auch eine deutliche Zunahme der Nachfrage nach Automatisierungslösungen wahr. Der branchenweite Arbeitskräftemangel führt dazu, dass automatisierte Lösungen im Maschinenbau immer stärker nachgefragt werden. Die geplante Steigerung der Investitionen um dreizehn Prozent laut AMA Verband, ist ein deutliches Bekenntnis zu der Innovationskraft und die Relevanz der Sensorik und Messtechnik für die Industrie.

Aufgrund der oben genannten Unsicherheiten und Trends wird für das laufende Geschäftsjahr mit dämpfenden Effekten auf den Auftragseingang und einer unterdurchschnittlichen Umsatz- und Ergebnisentwicklung gerechnet.

Für das Jahr 2024 ist ein Investitionsvolumen von insgesamt € 3,5 Mio. geplant, das aus dem Cash-Flow finanziert werden kann. Diese Investitionen dienen vorwiegend der Entwicklung neuer Produkte, der energetischen Sanierung des Grundstücks in Buchenbach sowie der Digitalisierung von Prozessen in der Wertschöpfung und im Vertrieb & Marketing. Insbesondere ist hier die Einführung eines neuen ERP-Systems in den Jahren 2024/2025 zu nennen.

5 Chancen- und Risikobericht

5.1 Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Politische und konjunkturelle Risiken, wie zunehmender Protektionismus, internationale Handelskonflikte, politische Instabilitäten oder nachlassende Wachstumsdynamik beeinflussen grundsätzlich die wirtschaftliche Situation unserer Kunden des Maschinen- und Anlagenbaus. Dies kann die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen, so dass daraus Umsatz- und Ertragsrisiken entstehen. Zur Risikominimierung wird eine aktive Marktbeobachtung betrieben, sowie eine bewusste Streuung der Umsätze auf unterschiedliche Regionen und Branchen angestrebt. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder Branchen bestehen nicht.

Personalrisiken

Die niedrige Fluktuation, das stete Hinzugewinnen zusätzlicher Fachkräfte, sowie die insgesamt langjährige Betriebszugehörigkeit der Arbeitnehmer reflektieren die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber. Hierfür wurde die SIKO bereits mehrfach als Top-Arbeitgeber im Rahmen des TopJob-Arbeitgeberwettbewerbs ausgezeichnet.

Vakante Stellen konnten im Jahr 2023 häufig erfolgreich besetzt werden, jedoch wird das Finden qualifizierter Mitarbeiter durch die gesamtwirtschaftlich hohe Beschäftigungsquote und die geringe Wechselneigung potenzieller Arbeitnehmer zunehmend erschwert.

Im Zuge des steigenden Durchschnittsalters im Unternehmen werden in den nächsten Jahren vermehrt langjährige Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Hierzu ist ein organisierter Wissenstransfer auf nachrückende Mitarbeiter erforderlich, sowie die Intensivierung der Ausbildung junger Leute, um dem Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken. Hierzu werden verstärkt digitale Lösungen zur Dokumentation von Wissen und Know-How eingesetzt.

Im Berichtsjahr beschäftigt das Unternehmen 7 Auszubildende. Personalrisiken sind für das laufende Geschäftsjahr nicht zu erwarten.

Beschaffungsrisiken

Grundlegende Beschaffungsrisiken bestehen nicht, da die meisten Lieferanten redundant zur Verfügung stehen, oder ersetzbar sind. Abhängigkeiten bestehen im Wesentlichen bei kundenspezifischen Bauteilen im Elektronikbereich. Für ausgewählte Risikoteile wird ein aktives Beschaffungsmanagement in Form von erhöhten Sicherheitsbeständen oder dem zielgerichteten Aufbau von Zweitlieferanten durchgeführt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich über Eigenkapital. Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft stehen drei Hausbanken zur Verfügung. Die Investition in den neuen Firmenstandort in Bad Krozingen ist zudem über ein langfristiges Darlehen abgesichert, welches den laufenden Cash-Flow nur in geringem Maß belastet.

Währungsrisiken bestehen aufgrund nationaler Beauftragungen in Euro-Valuta nicht.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; derzeit sind aus dem operativen Geschäft keine Engpässe zu erwarten. Die starken Teuerungen im Bereich Rohstoffe, Vormaterialien und Energie stellen jedoch ein Ertragsrisiko dar. Darüber hinaus ist im Zuge der steigenden Inflation mit höheren Lohnkosten bedingt durch gestiegene Lohnforderungen zu rechnen. Zahlungsausfälle durch zunehmende Insolvenzen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheitsfaktoren stellen ein weiteres Risiko dar. Um dies zu minimieren wird ein aktives Forderungsmanagement mit einem strukturierten Mahnwesen betrieben.

5.2 Chancenbericht

Chancen sehen wir grundsätzlich in der weiteren Internationalisierung unserer Firmengruppe, aber auch in Branchen wie der mobilen Automation, der Motorfeedback-Systeme und der Verpackungstechnik. Die Maßnahmen zur Marktbearbeitung und Produktentwicklung werden dabei im Rahmen der Unternehmensstrategie langfristig geplant und zielgerichtet umgesetzt.

Aufgrund der besonderen sicherheits- und prozesstechnologischen Anforderungen der angebotenen Produkte ist ein integriertes Qualitätsmanagement nach DIN ISO 9001:2015 im Unternehmen installiert. Darüber hinaus wurden auch im Jahr 2022 weitere ausgewählte Produkte nach der e1-Zulassung des Kraftfahrtbundesamtes, sowie nach der amerikanischen Norm UL zertifiziert. Beide Zertifizierungen ermöglichen die Erschließung neuer Marktsegmente.

Die Automatisierung und Digitalisierung der wertschöpfenden Prozesse sind Handlungsfelder, um dem Fachkräftemangel und den steigenden Lohnkosten entgegenzuwirken. Entsprechende Maßnahmen zur Automatisierung der Produktionsprozesse, sowie zur Digitalisierung der internen Abläufe bieten entsprechende Chancen zur Produktivitätssteigerung.

6 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und Eingänge vermittelt.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

 

Buchenbach-Unteribental, den 18.04.2024

Geschäftsleitung

Sven Wischnewski

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 20.176.618,72 20.275.999,27
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.176.449,02 722.164,04
II. Sachanlagen 16.470.739,13 17.028.702,74
III. Finanzanlagen 2.529.430,57 2.525.132,49
B. Umlaufvermögen 20.331.186,66 19.651.292,98
I. Vorräte 7.583.507,52 7.339.667,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.098.461,92 3.551.744,29
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.649.217,22 8.759.881,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 272.261,47 241.883,91
Aktiva 40.780.066,85 40.169.176,16

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 33.120.312,37 31.715.235,49
I. Gezeichnetes Kapital 370.000,00 370.000,00
II. Kapitalrücklage 2.629.539,89 2.629.539,89
III. Gewinnrücklagen 3.158.791,93 3.158.791,93
IV. Gewinnvortrag 24.056.903,67 20.704.430,61
V. Jahresüberschuss 2.905.076,88 4.852.473,06
B. Rückstellungen 3.981.759,46 4.455.868,89
C. Verbindlichkeiten 3.677.995,02 3.998.071,78
Passiva 40.780.066,85 40.169.176,16

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 23.606.089,07 24.146.408,64
2. Personalaufwand 13.497.059,19 13.032.137,91
a) Löhne und Gehälter 10.800.516,13 10.603.066,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.696.543,06 2.429.071,52
davon für Altersversorgung 173.191,05 225.276,83
3. Abschreibungen 1.745.779,64 1.935.885,02
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.745.779,64 1.935.885,02
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.781.145,54 4.718.386,84
5. Erträge aus Beteiligungen 1.000.000,00 1.843.181,00
davon aus verbundenen Unternehmen 1.000.000,00 1.843.181,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5.354,59 0,00
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 115.759,94 1.056,51
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 72.432,26 83.502,17
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 42.069,00 3.876,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 675.690,83 1.339.799,95
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 4.821,00 16.759,00
10. Ergebnis nach Steuern 2.955.096,14 4.880.934,26
11. sonstige Steuern 50.019,26 28.461,20
12. Jahresüberschuss 2.905.076,88 4.852.473,06

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: SIKO GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Buchenbach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Freiburg
Register-Nr.: HRB 1516

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 2.027.304,00 Euro.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 Euro (Vorjahr: 1.552,40 Euro).

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,83 %
erwarteter Rententrend 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 17.173 Euro ( Aussschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Rückstellungen im Personalbereich 831.738,36
Rückstellungen im Vertriebsbereich 794.000,00
Rückstellungen im Bereich Finanz- und Rechnungswesen 328.717,10
1.954.455,46

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0 TEuro (Vorjahr: 305 TEuro).

Das Darlehen ist nicht gesichert.

Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit Gesamt
T€
T€ Restlaufzeit bis 1 Jahr
T€
Restlaufzeit über 1 Jahre bis 5 Jahre
T€
gesicherte Beträge
T€
Vermerke
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.528 556 1.972
Vorjahr (3.083) (556) (2.222)
2. Erhaltene Anzahlungen 45 45
Vorjahr (48) (48)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 704 704 704 4
Vorjahr (486) (486) (486)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 147 147
Vorjahr (84) (84)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 254 254
Vorjahr (379) (379)
- davon aus Steuern 162
Vorjahr (160)
- davon im Rahmen sozialer Sicherheit 0
Vorjahr (0)
Summe 3.678 1.706 1.972 704

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Global-Forderungsabtretung

2 = Sicherungsübereignung Warenlager

3 = Grundschuld

4 = branchenübliche Eigentumsvorbehalte

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und auch nicht nach den §§ 251, 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, beträgt € 2.119.848,83.

Darin enthalten sind bis 31.12.2025 entstandende Verpflichtungen zum Erwerb von technischen Anlagen, Maschinen und einer neuen ERP-Software sowie bis 31.12.2027 entstandene Verpflichtungen aus Leasingverträgen.

Daneben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem branchenüblichen Bestellobligo.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Altersversorgung

Im Personalaufwand sind Aufwendungen aus Altersversorgung über € 173.191,05 (Vorjahr € 225.276,83) enthalten.

Erträge aus verbundenen Unternehmen

Die Erträge aus Beteiligungen € 1.000.000,00 (Vorjahr € 1.843.181,00) und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens € 5.354,59 (Vorjahr € 1.056,51) betreffen vollumfänglich Erträge aus verbundenen Unternehmen.

Angaben nach § 277 Abs. 5 HGB

Vj.
Erträge aus der Währungsumrechnung 6.435,11 10.706,83
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 6.999,37 64.592,14
Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen 0,00 0,00
Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen 42.069,00 39.841,00

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 98
Angestellte 100
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 198.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Sven Wischnewski ausgeübter Beruf: Wirtschaftsingenieur

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Währung Jahresergebnis Eigenkapital
SIKO Italia SRL, Italien 60,00% T€ -120 1.198
SIKO Products Inc., USA 100,00% TUSD 627 3.136
SIKO International Trade Co. Ldt., China 100,00% TCNY 5.290 20.461
SIKO MagLine AG, Schweiz 100,00% TCHF 383 4.728
SIKO Products Asia Pte. Ltd., Singapur 100,00% T€ -20 138

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnte.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 2.905.076,88 Euro und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Buchenbach-Unteribental, 18. April 2024

Sven Wischnewski

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die SIKO GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SIKO GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SIKO GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlußprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahreabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Freiburg, den 24. Juni 2024

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