Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 105278
Vorher
ALBA Baudienstleistung und Recycling GmbH
Eingetragen
15.12.2006
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Die Vermarktung und der Vertrieb von Sekundärbrennstoffen als sekundäre Energieträger sowie von sonstigen Reststoffen und die Zuführung der Reststoffe zur geordneten Beseitigung bzw. Verwertung einschließlich sämtlicher Nebengeschäfte. Gegenstand des Unternehmens ist weiter die kaufmännische und die nicht genehmigungsbedürftige technische Begleitung von Projekten zum Betrieb von Anlagen zur Erzeugung oder Verwertung von Sekundärbrennstoffen, zur Behandlung von Abfällen sowie zum Umschlagen, Sortieren und Zwischenlagern von Abfällen und die Gestaltung der weiteren Verwertungskette sowie der Bau und der Betrieb solcher Anlagen und die Vermarktung der Anlagentechnologie. Darüber hinaus ist Gegenstand des Unternehmens die Erbringung von Beratungsdienstleistungen insbesondere im technischen, betriebswirtschaftlichen und informationstechnischen Bereich sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcus Thormann
seit 5.12.2017
Geschäftsführer
Aurélie Brandi-Dohrn
seit 17.12.2010
Prokura
André Vogel
seit 17.12.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ALBA Green Fuel Holding Germany GmbH & Co. KG
Germany
26.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALBA 2 Energy GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ALBA 2 Energy GmbH, Velten

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ALBA 2 Energy GmbH, Velten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALBA 2 Energy GmbH, Velten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 24. Mai 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ludwig Hinze, Wirtschaftsprüfer

Martina Slomski, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.126.093,00 3.318.468,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.686,00 3.165.779,00 36.380,00 3.354.848,00
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 490.000,00 490.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.256.044,33 1.256.310,99
2. Forderungen gegenüber Gesellschaftern 7.019.682,52 6.718.246,35
3. Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.156.429,75 1.982.267,87
4. Sonstige Vermögensgegenstände 334.818,30 12.766.974,90 820.406,00 10.777.231,21
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.733,31 5.772,30
16.428.487,21 14.627.851,51

PASSIVA

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Stammkapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 5.024.489,85 5.050.489,85 5.024.489,85 5.050.489,85
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 1.197.658,82 1.120.675,72
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.137.504,89 7.257.475,09
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 235.847,21 121.478,22
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.806.986,44 10.180.338,54 1.077.732,63 8.456.685,94
(davon aus Steuern EUR 1.862,90; Vorjahr EUR 2.049,43)
16.428.487,21 14.627.851,51

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Januar - 31. Dezember 2023 1. Januar - 31. Dezember 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 35.319.897,51 29.363.756,51
2. Sonstige betriebliche Erträge 58.184,31 3.330.902,84
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -367.171,19 -930.109,85
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -32.027.464,67 -32.394.635,86 -25.161.182,41 -26.091.292,26
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -254.824,02 -249.246,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -63.673,15 -318.497,17 -59.776,02 -309.022,59
(davon für Altersversorgung EUR -677; Vorjahr EUR -719,50)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -228.069,00 -223.654,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.320.523,13 -2.171.483,49
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 740,00 518,15
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 740,00; Vorjahr EUR 518,15)
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -3.131.054,50
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -692.342,43 -570.777,20
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 547.854,21; Vorjahr EUR 0,00)
10. Ergebnis nach Steuern -575.245,77 197.893,46
11. Sonstige Steuern -29.433,08 -16.563,84
12. Erträge aus Verlustübernahme 604.678,85 0,00
13. Aufwendungen aus Gewinnabführung 0,00 -181.329,62
14. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die ALBA 2 Energy GmbH (A2E) hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg (HRB 105278 B). Die Geschäftsanschrift befindet sich in Velten.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert (§ 253 Abs. 3 HGB). Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 250 Euro werden sofort im Aufwand erfasst und innerhalb der Wertgrenze von 250 Euro bis 800 Euro aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden unter den entsprechenden Anlagenklassen ausgewiesen. Davon abweichend werden Behälter, die nicht der Ausstattung eines neuen Vertragsgebietes dienen, bis zu einem Wert von 60 Euro sofort aufwandswirksam erfasst und innerhalb der Wertgrenze von 60 Euro bis 800 Euro aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei der Neuausstattung eines Vertragsgebietes werden Behälter bis zu einem Wert von 800 Euro aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind - soweit sie un- oder niedrigverzinslich sind - mit dem abgezinsten Wert angesetzt.

Flüssige Mittel werden zum Nominalwert ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Latente Steuern

Die A2E ist in den ertragsteuerlichen Organkreis der ALBA Green Fuel Holding Germany GmbH & Co. KG, Berlin, einbezogen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden auf Ebene des Organträgers ermittelt und bei Passivüberhang - nach Saldierung - auch dort bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Finanzanlagen

Angaben zum Anteilsbesitz

Name, Sitz Beteiligung % Eigenkapital in TEUR zum 31.12.2023 Ergebnis in TEUR zum 31.12.2023
MPS Betriebsführungsgesellschaft mbH, Berlin 49 1.017 6

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen Forderungen gegen die ALBA Supply Chain Management GmbH, Velten, in Höhe von TEUR 952 (Vj. TEUR 692) enthalten.

Die Forderungen gegen Gesellschafter TEUR 7.020 (Vj. TEUR 6.718) enthalten Forderungen aus Cash Pool TEUR 6.414 (Vj. TEUR 6.874), Forderungen aus der Verlustübernahme TEUR 605 (Vj. TEUR 181 Verbindlichkeit aus der Gewinnabführung) sowie sonstige Forderungen TEUR 1 (Vj. TEUR 26).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht TEUR 4.156 (Vj. TEUR 1.982), betreffen die MPS Betriebsführungsgesellschaft mbH, Berlin, und resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände TEUR 335 (Vj. TEUR 820) enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Sicherheitseinbehalten sowie Vorsteuer im Folgejahr abziehbar.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital gemäß Gesellschaftsvertrag beträgt EUR 26.000,00.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 1.198; Vj. TEUR 1.121) wurden für ausstehende Lieferantenrechnungen TEUR 1.154 (Vj. TEUR 1.059), Rechts- und Beratungskosten TEUR 31 (Vj. TEUR 46) sowie Personalrückstellungen TEUR 13 (Vj. TEUR 16) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 7.138 (Vj. TEUR 7.257) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der ALBA Supply Chain Management GmbH in Höhe von TEUR 5.539 (Vj. TEUR 5.878). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter TEUR 236 (Vj. TEUR 121) betreffen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer TEUR 236 (Vj. TEUR 121).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 2.807 (Vj. TEUR 1.078) resultieren im Wesentlichen aus Zinsverbindlichkeiten sowie dem Factoring-Programm.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Beschaffung liquider Mittel für die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit ist die A2E Vertragspartner eines Factoring-Programms, bei welchem laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis eines gruppeneinheitlichen Forderungskaufvertrages verkauft werden. Der Kaufpreis der Forderungen entspricht deren Nennbetrag abzüglich Zinsen bis zum tatsächlichen Zahlungseingang der Forderung beim Factor bzw. Delkrederefall. Vom Kaufpreis wird für die veräußerten Forderungen ein Sicherheitseinbehalt von regelmäßig 10 % des Forderungsnennbetrags einbehalten, der das Veritätsrisiko abdecken soll und bei Zahlungseingang durch den Kunden bzw. im Delkrederefall an den Forderungsverkäufer erstattet wird.

Die Vorteile des Factorings-Programms sind insbesondere eine verbesserte Liquidität sowie die Übertragung des Forderungsausfallrisikos auf den Factor.

Zum Zeitpunkt des Verkaufs und der Übertragung der Forderungen an den Factor werden die Forderungen ausgebucht und der Sicherheitseinbehalt unter den sonstigen Vermögensgegenständen aktiviert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen TEUR 1.002 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 374). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Dienstleistungsverträgen bestehen in Höhe von TEUR 1.002 (Vj. TEUR 973). Davon bestehen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 374 (Vj. TEUR 374).

Die Mietverträge enden 2024.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben Laufzeiten von bis zu einem Jahr.

Geschäftsführung

André Vogel, Geschäftsführer, Bereichsleiter für den Stoffstrom "Restabfall", Vertriebsleiter.

Marcus Thormann, Kaufmännischer Geschäftsführer.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Gesellschaft hat Verbindlichkeiten gegenüber der ALBA Supply Chain Management GmbH in Höhe von TEUR 7.072, welche Zinsen i. H. v. TEUR 1.532 beinhalten. Die Verzinsung erfolgt mit einem nicht marktgerechten Zinssatz i. H. v. 10 %.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angaben verzichten wir unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Angestellte 7

Konzernverhältnisse

Auf Grund der größenabhängigen Befreiungsvorschriften des § 293 HGB ist die Gesellschaft nicht verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen.

Der Jahresabschluss der ALBA 2 Energy GmbH per 31. Dezember 2023 wird in den Konzernabschluss der ALBA Rising Green Fuel (Hong Kong) Limited, Hong Kong, einbezogen, der in Hong Kong veröffentlicht wird.

Gewinnverwendung/Gewinnverwendungsvorschlag

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 bestand ein Ergebnisabführungsvertrag mit der ALBA Green Fuel Holding Germany GmbH & Co. KG, Berlin.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

 

Velten, 31. März 2024

gez. Marcus Thormann

Geschäftsführung

gez. André Vogel

Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.063,93 0,00 0,00 23.063,93
23.063,93 0,00 0,00 23.063,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.412.500,00 0,00 0,00 6.412.500,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.412.500,00 0,00 0,00 16.412.500,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 355.484,24 39.000,00 0,00 394.484,24
23.180.484,24 39.000,00 0,00 23.219.484,24
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 3.621.054,50 0,00 0,00 3.621.054,50
3.621.054,50 0,00 0,00 3.621.054,50
26.824.602,67 39.000,00 0,00 26.863.602,67
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -23.063,93 0,00 0,00 -23.063,93
-23.063,93 0,00 0,00 -23.063,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -3.094.032,00 -192.375,00 0,00 -3.286.407,00
2. Technische Anlagen und Maschinen -16.412.500,00 0,00 0,00 -16.412.500,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -319.104,24 -35.694,00 0,00 -354.798,24
-19.825.636,24 -228.069,00 0,00 -20.053.705,24
III. Finanzanlagen
Beteiligungen -3.131.054,50 0,00 0,00 -3.131.054,50
-3.131.054,50 0,00 0,00 -3.131.054,50
-22.979.754,67 -228.069,00 0,00 -23.207.823,67
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.126.093,00 3.318.468,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.686,00 36.380,00
3.165.779,00 3.354.848,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 490.000,00 490.000,00
490.000,00 490.000,00
3.655.779,00 3.844.848,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsaktivitäten und Organisationsstruktur

Die ALBA 2 Energy GmbH (A2E), Berlin, ist eine Teilgesellschaft des deutschen Green Fuel Segments, an dem über weitere Stufen letztendlich zu 50 % die ALBA Group plc & Co. KG und zu 50 % zwei chinesische Investoren beteiligt sind.

Die A2E ist innerhalb dieses Segments für das Stoffstrommanagement aller Input- und Outputfraktionen zweier Berliner Behandlungsanlagen für Siedlungs- und Gewerbeabfälle sowie für die Vermarktung der gesamten Outputmengen aus diesen beiden Anlagen verantwortlich.

Die beiden Anlagen werden von der MPS Betriebsführungsgesellschaft mbH (MPS), Berlin, betrieben, an der die A2E zu 49 % Mitgesellschafter ist. Die verbleibenden 51 % gehören den Berliner Stadtreinigungsbetrieben Anstalt des öffentlichen Rechts-, Berlin.

Die A2E betreibt ihr operatives Geschäft am Standort in Velten.

2. Produkte und Dienstleistungen

Im Segment Green Fuel wird die Herstellung und Vermarktung von Ersatzbrennstoffen (auch EBS oder "Green Fuel" genannt) und Recyclingmaterialien aus Hausmüll und Gewerbeabfällen betrieben. Die Herstellung von EBS erfolgt in zwei baugleichen Anlagen in Berlin. Diese Anlagen arbeiten nach dem Prinzip der "Mechanisch-Physikalischen Stabilisierung". Die Abfälle werden dabei in einem komplexen Verfahren zerkleinert, getrocknet und in nutzbare Komponenten getrennt. Anschließend erfolgt die Aussortierung verwertbarer Rohstoffe, die im Wege der Vermarktung in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden. Nicht separat verwertbare Bestandteile werden zu Ersatzbrennstoffen mit attraktiven kalorischen und emissionstechnischen Eigenschaften verarbeitet und vermarktet.

B. Wirtschaftsbericht

1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 war größtenteils von sinkenden Marktpreisen geprägt. Zudem blieb die Mengenverfügbarkeit bei den meisten Fraktionen knapp.

Das Gewerbegeschäft entwickelte sich in unterschiedlicher Ausprägung. In den Bereichen Hotellerie und dem Messe-/Veranstaltungsgeschäft wurde das Vor-Corona- Niveau annähernd erreicht. Der Umsatzrückgang in der Gastronomie war spürbar. Primär ist dafür die seit der Corona-Pandemie rückläufige Anzahl an Gastronomie- Unternehmen verantwortlich. In der Bauindustrie beeinflussten erneut rückläufige Auftragszahlen das Mengenaufkommen. Die Bau- und Immobilienbranche wurde 2023 mit einem hohen Zinsniveau bei gleichzeitig deutlich gestiegenen Materialkosten konfrontiert. Zahlreiche Baustopps und Insolvenzen waren die Folge und mündeten in regional unterschiedlicher Ausprägung in verringerten Mengenaufkommen im AzV- Bereich. Gleichläufige Tendenzen ließen sich bei den Haushaltsabfällen feststellen, deren Mengenvolumen ebenfalls rückläufig war.

Insgesamt konnten die Preise für die Annahme von Abfällen gegenüber dem Vorjahr aber stabil gehalten werden. Entsprechend der Annahmepreise der Abfälle haben sich auch die Preise bei den EBS-Abnehmern nicht signifikant verändert.

Zum 1. Januar 2023 stiegen die Sätze für die Lkw-Maut. Hintergrund für die Erhöhung waren EU-Vorgaben und das neue Wegekostengutachten. Mit der Gesetzesänderung zum 1. Dezember 2023 wurde die Lkw-Maut um eine CO 2 -Komponente erweitert. Entsprechend ist die Abgabe nun gemäß dem CO 2 -Ausstoß gestaffelt. Eine Ausnahme gilt für emissionsarme e-Lkw, die allerdings bis zum 31. Dezember 2025 befristet ist. Die mautbedingten Kosten bewegen sich daher weiterhin auf hohem Niveau entsprechend der Nutzung mautpflichtiger Straßen und tragen somit zur Verteuerung von Transport und Logistik bei.

Gemäß World Steel Association bewegte sich die weltweite Rohstahlerzeugung 2023 mit 1.888,2 Mio. Tonnen auf dem Niveau des Vorjahres (1.878,5 Mio. t), in der Europäischen Union reduzierte sie sich um 7,4% auf 126,3 Mio. Tonnen. In Deutschland sank die Rohstahlproduktion laut der Wirtschaftsvereinigung Stahl gegenüber 2022 um 3,9% auf 35,4 Mio. Tonnen - das ist der niedrigste Jahreswert seit 2009 (32,7 Mio. t). Die Oxygenstahlproduktion sank um 0,9%, die Elektrostahlproduktion, bei der Stahlschrotte eingesetzt werden, um 10,8%.

Die Stahlschrottpreise wiesen im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr eine geringe Volatilität auf. Der Spread zwischen Maximal- und Minimalnotierung der Leitschrottsorte 2 betrug laut Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) 81 Euro pro Tonne. Zu Beginn der Berichtsperiode stiegen die Stahlschrottpreise an. In der Spitze wurden für eine Tonne der Leitschrottsorte 2 im April 384 Euro gezahlt. In den Folgemonaten war der Preis rückläufig. Am niedrigsten dotierte er mit 302 Euro pro Tonne im August. Zum Jahresende erholten sich die Preise auf 341 Euro pro Tonne, was im Wesentlichen auf das knappe Schrottangebot bei wachsender Nachfrage auf dem internationalen Markt zurückzuführen war. Der Durchschnittspreis für eine Tonne der Leitschrottsorte 2 betrug laut BDSV 2023 340 Euro pro Tonne und lag damit um 74 Euro oder knapp 18% unter dem Durchschnittspreis von 2022 (414 Euro).

Auch die europäische Recyclingbranche für NE-Metalle wurde im Berichtszeitraum geprägt vom Russland-Ukraine-Krieg, der Energiekrise, der anhaltenden Inflation und der damit verbundenen Zinspolitik sowie der allgemein sehr schwachen Konjunktur. Die sich daraus ergebenden zahlreichen Unsicherheitsfaktoren belasteten die Branche sehr. Der Beginn des Geschäftsjahres verlief zunächst positiv. Die Notierungen an der London Metal Exchange (LME) stiegen stark an. Der Metallpreisindex (LMEX) der LME erhöhte sich im Januar um 9,4%. Der Anstieg war im Wesentlichen begründet durch das Ende der Null-Covid-Politik in China und der damit verbundenen Hoffnung auf einen schnellen und starken Anstieg der chinesischen Industrieproduktion sowie eine steigende Nachfrage nach Metallen. Beides blieb in der erhofften Intensität aus. Der LMEX fiel bereits im Februar wieder um 7,5% und entwickelte sich im Jahresverlauf tendenziell abwärts.

2. Geschäftsverlauf

Aufgrund des anhaltenden Russland-Ukraine-Krieges und den daraus resultierenden Folgen auf dem Energiemarkt wurde beschlossen, eine der beiden MPS-Anlagen, die der A2E sämtliche Outputfraktionen zwecks Vermarktung zur Verfügung stellen, temporär still zu legen. Das führte dazu, dass sich die Vermarktungsmengen dieser Outputfraktionen in 2023 halbiert haben. Im Gegenzug konnte die A2E die Hausmüllmengen von der BSR zur Vermarktung übernehmen, die ansonsten in der MPS-Anlage behandelt worden wären. Ein Teil dieser Hausmüllmengen hat die A2E von einem Dritten zu EBS aufbereiten lassen, um damit die vertraglich vereinbarten Mengen ins Kraftwerk Jänschwalde liefern zu können. Die restlichen Hausmüllmengen, die nicht zu EBS aufbereitet wurden, wurden über die ALBA Supply Chain Management in Drittanlagen verwertet. Diese Umstellung der gesamten Vermarktungswege aus einer Anlage, sowie ungeplante zusätzliche Kosten während der temporären Stilllegung der MPS Anlage führten zu deutlichen Mehrkosten bei der A2E. Ebenso belasteten die Logistikkosten, getrieben von CO 2 -Abgabe, Mauterhöhung und weiterhin hohen Dieselkosten, den Rohertrag. Das führte letztendlich dazu, dass die A2E das ursprünglich geplante Ergebnis verfehlte und dieses noch unter dem Vorjahresergebnis lag.

Im Laufe des Berichtsjahres wurden die Verhandlungen mit dem kommunalen Partner erfolgreich abgeschlossen. Die Zusammenarbeit mit der BSR und damit die Fortführung des bisherigen Modells mit der MPS ist somit vertraglich bis Ende 2028 gesichert.

3. Lage

3.1 Ertragslage

2023 2022
Umsatz 35.320T€ 29.364T€
Materialaufwand 32.395T€ 26.091T€
Rohertrag 2.925T€ 3.272T€
Marge 18,23€/t 10,77€/t
EBITDA 315T€ 4.106T€
Inputmenge Gewerbeabfall 53.846t 50.948t
Behandelte Menge in eigener Anlage 160.416t 303.730t

Die Umsatzerlöse der A2E haben sich gegenüber dem Vorjahr um 20,0 % erhöht (35,3 Mio. EUR, VJ 29,4 Mio. EUR). Für den Umsatzanstieg maßgeblich war die Übernahme von Havariemengen aus der MPS Pankow, die in 2023 aufgrund des Ukraine Konflikts und der damit verbundenen Energiekrise und drohenden Gasmangellage temporär stillgelegt wurde (16,1 Mio. EUR, VJ 1,8 Mio. EUR). Im Gegenzug fehlten dafür die Umsätze aus den Outputströmen bei Normalbetrieb (-7,2 Mio. EUR). Bei den Streckengeschäften mit BSR Hausmüll (2,2 Mio. EUR, VJ 3,3 Mio. EUR) und mit EBS von Dritten (0,1 Mio. EUR, VJ 1,8 Mio. EUR) war dagegen ein Rückgang zu verzeichnen. Beim Gewerbeabfall glichen sich leichter Mengenanstieg und Preisrückgang aus.

Dementsprechend ist der Materialaufwand um 24,1 % (32,4 Mio. EUR, VJ 26,1 Mio. EUR) gestiegen. Insbesondere die stark erhöhten Havariemengen, die von den MPS- Anlagen übernommen wurden, führten zu einem Anstieg der Entsorgungskosten (22,0 Mio. EUR, VJ 20,4 Mio. EUR), die Aufbereitung des Hausmülls von einem Dritten zu EBS (3,7 Mio. EUR, VJ 0,0 Mio. EUR) erhöhte die Fremdleistungen. Beides führte damit zum Anstieg des Materialaufwandes.

Der Rohertrag ist damit im Gegensatz zum Vorjahr um 0,3 Mio. EUR (3,0 Mio. EUR, VJ 3,3 Mio. EUR) gesunken.

Das EBITDA hat sich gegenüber dem Vorjahr um -3,8 Mio. EUR (+0,3 Mio. EUR, VJ +4,1 Mio. EUR) verschlechtert. Hier spiegelt sich negativ die Veränderung des Rohertrags sowie der Wegfall des Ertrags aus dem Einmaleffekt der Auflösung der Wertberichtigung der Forderung gegenüber der MPS in 2022 wieder.

Aufgrund der Nachwirkungen des verlustreichen Jahres 2021 der MPS, bedingt durch die Quecksilberhavarien in 2021, erzielte die MPS auch in 2022 keinen Gewinn und es gab in 2023 keine Ausschüttung der MPS Betriebsführungsgesellschaft mbH an die A2E.

Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft wird das negative Ergebnis nach Steuern und Beteiligungen (-0,6 Mio. EUR) von dieser ausgeglichen.

3.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um +1,8 Mio. EUR erhöht (16,4 Mio. EUR, VJ 14,6 Mio. EUR). Aufgrund des höheren Leistungsvolumens in 2023 sind die Forderungen aus Lieferung und Leistung gegen der Beteiligungsgesellschaft MPS gestiegen. Die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin aus der Cashpoolverpflichtung sind ebenfalls angestiegen.

Aufgrund des höheren Leistungsvolumens in 2023 verglichen zum Vorjahr haben sich auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöht. Ebenso gestiegen sind die Verbindlichkeiten aus Zinsen und die Verbindlichkeiten aus Steuern gegenüber der Gesellschafterin.

Dem Eigenkapital in Höhe von 5,0 Mio. EUR, standen 11,4 Mio. EUR Fremdkapital gegenüber. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 30,7 % (VJ 34,5 %).

3.3 Finanzlage

Die A2E ist über die ALBA Green Fuel Holding Germany GmbH & Co. KG in eine gruppenweite Liquiditätssteuerung eingebunden. Wichtigstes Ziel dieses Finanzmanagements ist es, die Liquidität der A2E sicherzustellen, um die Zahlungsfähigkeit jederzeit zu gewährleisten. Hierzu nimmt die A2E am Cashpooling-Verfahren der ALBA Green Fuel Holding Germany GmbH & Co. KG teil. Die liquiden Mittel werden gruppenweit zusammengefasst und überwacht.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling werden zu festen Sätzen verzinst.

Zum Bilanzstichtag besteht der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten aus der Cashpool Forderung von 6,4 Mio. EUR (VJ 6,9 Mio. EUR).

Zur Betriebsmittelfinanzierung und Übertragung von Ausfallrisiken nutzt die A2E ein revolvierendes Factoring-Programm.

Aus der operativen Geschäftstätigkeit erzielte die Gesellschaft einen negativen Cashflow in Höhe von -0,8 Mio. EUR. Dies geht im Wesentlichen einher mit dem negativen Jahresergebnis (-0,6 Mio. EUR). Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug -0,04 Mio. EUR und betraf die Sachanlagen. Nach Verrechnung mit den Forderungen aus dem Verlustausgleich ergab sich ein positiver Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe +0,4 Mio. EUR. Insgesamt ergab sich daraus ein negativer Cashflow von -0,5 Mio. EUR.

3.4 Gesamtaussage

Insgesamt hat sich die Gesellschaft negativ entwickelt. Der Rohertrag lag unter den Erwartungen aus der Jahresplanung für 2023. Der Sonderbetrieb einer MPS Anlage führte dazu, dass sich das EBT um rund -0,8 Mio. EUR verschlechtert hat und damit um rund -1,0 Mio. EUR niedriger lag als im Rahmen der Jahresplanung für 2023 noch prognostiziert.

Die behandelte Menge in den Anlagen hat sich aufgrund der temporären Stilllegung einer Anlage gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert. Aufgrund dieser Maßnahme, die nach der Planung für das Jahr 2023 beschlossen wurde, konnte die geplante Menge für 2023 nicht erreicht werden und wurde um 55 % unterschritten.

C. Chancen und Risikobericht

1. Chancenbericht

Chancen für die A2E werden in der Bündelung von Wissen und der gemeinsamen Nutzung von Standorten mit anderen ALBA-Gesellschaften gesehen. Somit können Synergiepotentiale gehoben und Prozesse verschlankt werden. Insbesondere für den Ausbau des Streckengeschäfts kann hier die ALBA Gruppe genutzt werden.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Eine weitere Chance wird in dem weiteren Ausbau der Partnerschaft mit der dritten Anlage des Green Fuel Germany Segments gesehen. Durch den verstärkten Austausch von Vermarktungswissen und dem Ausbau der Option der gegenseitigen Versorgung mit Abfallmengen ist die Flexibilität der Stoffstromsteuerung gestiegen und die Verhandlungsposition gegenüber den regionalen Kunden wird sich weiter verbessern.

2. Risikobericht

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Das Risikomanagement ist daher ein integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und unternehmerischen Entscheidungen. Es stützt sich auf das, auf Unternehmens- und Gruppenebene eingesetzte Planungs-, Berichts- und Informationssystem und wird ergänzt durch eine ständige Überwachung aller Finanzströme. Mit Hilfe dieses Controllingsystems werden die bestehenden und künftigen Risiken analysiert und bewertet. Für identifizierte Risiken werden geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet und überwacht.

Operative Risiken

Das wesentliche Risiko, dass eine Annahme von Abfällen bei unserem Hauptabnehmer, der MPS-Anlage in Reinickendorf, aufgrund von Brandereignissen, Maschinenschäden oder Sachbeschädigungen längerfristig nicht möglich sein sollte, ist über entsprechenden Versicherungspolicen abgesichert.

Die Risiken durch den Eintrag von mit Quecksilber kontaminierten Abfällen wurden durch die Installation von zusätzlicher Messtechnik im Anlieferbereich und einem Maßnahmenplan deutlich verringert.

Die A2E und MPS sind weiterhin der Ansicht, dass es sich in allen drei Schadensfällen in 2021 aufgrund des Eintrags von kontaminiertem Abfall mit Quecksilber um Versicherungsschäden handelt, die durch die Policen gedeckt sind. Gestützt wird diese Meinung auf die Ausführungen von Sachverständigen und deren Expertise. Die MPS hat die Ansprüche an den Versicherer HDI an die A2E abgetreten und die A2E hat Klage gegen den HDI beim Amtsgericht Hannover eingereicht. Darin wird der HDI auf Zahlung der Schadenssumme von 7,3 Mio. EUR nebst Zinsen und Prozesskosten verklagt. Die Erfolgsaussichten auf einen vollständigen Ausgleich der Schadenssumme werden inzwischen eher negativ beurteilt, ebenso die Aussicht auf eine teilweise Entschädigung.

Ein weiteres operatives Risiko aus dem abgelaufenen Jahr und dem Vorjahr, der energieintensive Prozess bei den MPS-Anlagen, konnte durch Termineinkäufe zu günstigen Preisen für das Folgejahr eliminiert werden.

Marktrisiken

Größere Marktpreisrisiken auf Seiten der EBS-Vermarktung sind durch langfristige Verträge mit Preisbindung bei den Hauptabnehmern abgesichert. Für die nächste Vertragsperiode wird angestrebt, die langfristigen Vertragsverbindungen fortzusetzen. Die Reduzierung von Verbrennungskapazitäten im Kraftwerk Jänschwalde seitens der LEAG wird diese alternativ ausgleichen durch das Kraftwerk "Boxberg" der LEAG als Abnehmer, welches zu Beginn des 2. Quartals 2024 in den jüngsten beiden Blöcken die Mitverbrennung von Sekundärbrennstoffen in Betrieb nehmen wird.

Finanzmarktrisiken

Wichtige Finanzinstrumente sind Finanzanlagen, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entstehen.

Die Steuerung des Risikos bei den Finanzanlagen erfolgt durch ein entsprechendes Beteiligungscontrolling sowie die Teilnahme an den Gremiensitzungen der Beteiligungsgesellschaften im Rahmen der satzungsgemäßen Mitbestimmungsrechte.

Das Cash-Management (Pooling) wird von der Gesellschafterin, der ALBA Green Fuel Holding GmbH & Co. KG, durchgeführt, deren Finanzierung wiederum durch die ALBA Rising Green Fuel (Hong Kong) Ltd. sichergestellt werden sollte. Zudem betreibt die Gesellschaft ein engmaschiges Liquiditätsmanagement, zu dem unter anderem die Teilnahme an einem Factoring Programm gehört.

Forderungsausfallrisiken

Dem Forderungsausfallrisiko bei unseren Kunden begegnen wir durch den Einsatz eines bonitätsorientierten Forderungsmanagements und durch Factoring. Ein besonderes Ausfallrisiko über den normalen Geschäftsverkehr hinaus besteht derzeit nicht. Wir bewerten den Risikoeintritt als sehr gering.

Gesamtaussage

Aufgrund unserer Bestandsaufnahme der Risiken, unserer Einschätzung derer Eintrittswahrscheinlichkeiten und der Beurteilung der Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen sind wir der Ansicht, dass Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, nicht bestehen.

D. Prognosebericht

1. Prognose der branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Für das Jahr 2024 wird von einer grundsätzlich gleichbleibenden Auslastung der Verbrennungskapazitäten in Deutschland ausgegangen. Durch die künstliche Verknappung von Kapazitäten wird das Preisniveau ansteigen. Das zunehmende Angebot an regenerativen Energien, sowie der Preisverfall bei Strom sorgen dafür, dass Kraftwerke ihren Betrieb weiter flexibilisieren müssen. Die Krise in der Baubranche sorgt dafür, dass die Zementhersteller, als ein wichtiger Abnehmer bei den Ersatzbrennstoffen, ihre Kapazitäten weiter einschränken werden. Diese Punkte werden dazu führen, dass es zu einem Anstieg der Entsorgungskosten bei Ersatzbrennstoffen kommen wird.

Mit der Änderung des Gesetzes über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSIG) wurde erstmals der Sektor der Siedlungsabfallentsorgung in seinen Geltungsbereich aufgenommen. Zum 6. Dezember 2023 wurde die noch ausstehende Anpassung der BSI-Kritisverordnung (BSI-KritisVO) abgeschlossen, die zum 1. Januar 2024 in Kraft trat. Der Zeitraum für die Umsetzung der Verordnung beträgt zwei Jahre. Derzeit wird ein Branchenstandard entwickelt, der bei der Umsetzung der Verordnung unterstützen soll. Es ist zu erwarten, dass der Umsetzungsprozess mit zusätzlichen Aufwendungen verbunden ist.

2. Entwicklung der Gesellschaft

Im zukünftigen Geschäftsjahr werden wieder beide MPS-Anlagen im regulären Betrieb laufen. Die Annahmemenge wird aus der Erfahrung der vergangenen Jahre leicht reduziert und für eine Anlage ein Anteil von 5% des Hausmülls gezielt unaufbereitet in eine Drittanlage umgesteuert werden. Des Weiteren wird erwartet, dass aufgrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland und des zunehmend volatilen Betriebs des Kraftwerks Jänschwalde, die reibungslose Entsorgung des EBS erschwert wird. Um dem entgegenzuwirken, werden weitere Absatzalternativen sowie Zwischenlagerungsmöglichkeiten aufgebaut werden müssen. Parallel einher mit dem wirtschaftlichen Rückgang geht eine Verringerung des Abfallaufkommens, dass zur Verfügung steht. Der Fokus der Geschäftsaktivitäten des nächsten Jahres liegt deshalb auf der Beschaffung von Gewerbeabfallmengen, um die volle Auslastung der MPS Anlagen sicherzustellen. Das Streckengeschäft, dass sich hauptsächlich aus Hausmüllmengen von der BSR zusammensetzt, wird zurückgehen, da das Hausmüllaufkommen in Berlin insgesamt zurückgeht.

Die zusätzlichen Belastungen aus dem BEHG Gesetz, die ab dem 01.01.2024 zum Teil unsere Abnehmer treffen, werden durch entsprechende Preisanpassungen gegenüber unseren Abfalllieferanten durchgereicht, so dass durch die BEHG Abgabe keine Ergebniseffekte bei der A2E zu erwarten sind.

Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass es keinen Sonderbetrieb einer MPS Anlage in 2024 mehr geben wird und damit nicht wieder mit den Einmaleffekten der zusätzlichen Belastung aus der temporären Stilllegung bei der MPS und A2E zu rechnen ist, ist zu erwarten, dass der Rohertrag sich gegenüber dem Berichtsjahr deutlich erhöhen wird. Für das EBITDA sowie das EBT wird ebenfalls eine deutliche Steigerung erwartet.

Für die Annahmemenge wird davon ausgegangen, dass die Kapazitäten der Anlagen mit insgesamt 350.000t wieder voll ausgeschöpft werden können und dass beide Anlagen ohne größere Störung durchproduzieren können.

 

Velten, 31. März 2024

André Vogel, Geschäftsführer

Marcus Thormann, Geschäftsführer

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