EPI Europrop International GmbH

Pelkovenstraße 147, 80992 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 145114
Eingetragen
11.11.2002
Branche
Herstellung von TurbinenHerstellung von militärischen KampffahrzeugenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Betreuung des TP400-Turboproptriebwerkes für das A400M-Flugzeug sowie andere Anwendungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Rolls-Royce plc.GBR
28.00%
Safran Aircraft Engines SASFRA
28.00%
28.00%
Industria de Turbo Propulsores, SAUESP
16.00%

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Germany
14.000 €
28.00%
Rolls-Royce plc.
Germany
14.000 €
28.00%
Société Nationale d'Etude et de Construction de Moteurs d'Aviation S.A.
Germany
14.000 €
28.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EPI Europrop International GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

(1) Grundlagen des Unternehmens

Die EPI Europrop International GmbH (EPI), München, wurde am 19. Juli 2002 von den 4 Gesellschafterinnen Industria de Turbo Propulsores S.A.U. (nun bekannt als ITP Aero), MTU Aero Engines AG, Rolls-Royce plc. und SAFRAN Aircraft Engines SAS (vormals SNECMA S.A.S.) gegründet.

Im Mai 2003 wurde EPI von Airbus Military S.L. (AMSL) mit der Konzipierung, Entwicklung, Fertigung, Lieferung und logistischen Unterstützung der TP400-D6 Triebwerke für das A400M Flugzeug beauftragt. Der Auftrag umfasste ursprünglich ein Volumen von 720 Triebwerken für die 7 europäischen Nationen Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Belgien, Luxemburg und die Türkei, nachstehend bezeichnet als die "Nationen", vertreten durch die OCCAR (Organisation Conjointe de Coopération en matière d'Armement). In 2015 wurde dieser Umfang auf 680 Triebwerke reduziert. Das TP400-D6 Triebwerk ist das einzige für den Antrieb des A400M Flugzeuges vorgesehene Triebwerk.

Ende 2016 wurden bestimmte Rechte und Pflichten von AMSL unter dem sogenannten Engine Agreement mittels einer 3-Parteien-Novationsvereinbarung auf Airbus Defence and Space S.A.U (ADS) übertragen. Dies war aufgrund einer Aufteilung der Rechte und Pflichten zwischen den beiden Airbus-Gesellschaften erforderlich, wobei die Fertigung von Serien-Triebwerken weiterhin gemäß Vertrag mit AMSL besteht, während die Aftermarket-, Ersatzteil- und Service-Bereitstellung auf ADS überging.

Zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus dem Vertrag zwischen EPI und AMSL hat EPI Unteraufträge mit ihren 4 Gesellschafterinnen abgeschlossen. Für diese Verträge gelten die Bedingungen des Vertrages mit AMSL. Zusätzlich haben EPI und GE Avio S.r.l. einen Vertrag über die Entwicklung, Fertigung, Lieferung und logistische Unterstützung des Propellergetriebes (PGB) für das TP400-D6 Triebwerk abgeschlossen. Nachdem sich AMSL für die Option Propellerbremse entschieden hat, schloss EPI mit Aerospace Embedded Solutions GmbH und Ratier-Figeac S.A.S. einen Vertrag über die Entwicklung, Produktion und Wartung der Propellerbremsen.

(2) Vertragssituation

EPI unterzeichnete bereits im Dezember 2016 mit OCCAR (Organisation Conjointe de Coopération en matière d`Armement) den Engine Support Contract direkt mit den Nationen ("ESC"). Dieser wurde hinsichtlich Laufzeit und einiger Änderungen an den Bedingungen mehrfach ergänzt. Mit der letzten Änderung wurde dieser Vertrag bis Ende Oktober 2023 verlängert. Seit diesem Zeitpunkt sind keine neuen Beauftragungen mehr möglich. Der ESC zielte darauf ab, alle Unterstützungsaktivitäten für das TP400-D6 Triebwerk langfristig für die Nationen abzudecken. Im Rahmen dieses Vertrags übernahm EPI die Instandsetzung der "Maintenance Level 3"- Module, die Reparatur von bestimmten Zubehörteilen, die Lieferung von Ersatzteilen sowie den technischen Support für die teilnehmenden Nationen.

Mitte 2023 haben OCCAR und EPI die Verhandlungen über den Anschlusswartungsvertrag "Engine Support Step 2 / ESS2", mit Vertragsbeginn zum 1. Juli 2023, erfolgreich abgeschlossen. Der ESS2 baut auf dem Leistungsumfang des ESC auf, fügt jedoch weitere, neue Services für die Nationen hinzu und bildet damit die Basis für die langfristige Betreuung der TP400-D6 Motoren der Nationen, für die fünfjährige Anfangslaufzeit und darüber hinaus.

EPI hat vertragliche Vereinbarungen für die Entwicklung, Herstellung und Reparatur eines neuen Propellerbremssystems mit AES für die Propellerbremsen-Steuereinheit (PBCU) und mit Ratier-Figeac S.A.S/Collins für die Propellerbremseneinheit (PBU) getroffen. Die PBCU und die PBU sind beide in das Propellerbremsen-Kit (PBK) integriert.

In Bezug auf das PGB-Upgrade von ModPack 1 auf ModPack 2 für die TP400-Flotte hatte EPI im Jahr 2019 Vereinbarungen mit Avio und ADS sowie im Jahr 2020 mit OCCAR unterzeichnet.

(3) Geschäftsverlauf

EPI lieferte 2023 30 Serientriebwerke und 4 Ersatz-Triebwerke aus. Dies bedeutet eine Reduzierung gegenüber den 33 Serientriebwerken und 4 Ersatz-Triebwerken, die im Jahr 2022 ausgeliefert wurden. Alle ausgelieferten Serientriebwerke wurden von AMSL gemäß des "Triebwerks-Annahme-Abkommens" (Engine Acceptance Agreement) akzeptiert, und das Eigentum auf AMSL übertragen.

Die Erbringung der vereinbarten Integrated Logistic Support (ILS) Leistungen und die Lieferung von Ersatzteilpaketen (einschließlich der Lieferung von Ersatz-Triebwerken) sowie die Durchführung von Reparaturtätigkeit auf Triebwerksebene für bzw. an ADS und OCCAR wurde fortgesetzt.

Aufgrund der gesteigerten Umsatzerlöse in 2023 gegenüber 2022 ist die Geschäftsführung mit dem Verlauf des Geschäftsjahres zufrieden.

(4) Finanzielles Steuerungssystem

Als Finanzielle Steuerungsgrößen des Unternehmens werden die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern betrachtet.

(5) Ertragslage

EPI's Umsatzerlöse im Jahr 2023 beliefen sich auf 392,0 Mio. EUR (2022: 376,1 Mio. EUR) und wurden hauptsächlich durch Triebwerkslieferungen, ILS (einschließlich Ersatzteile) und die Erbringung von Managementleistungen für die Gesellschafter erzielt. Dabei entfielen auf den Kunden AMSL/ADS 170,8 Mio. EUR und auf OCCAR 175,6 Mio. EUR. Das höhere Volumen von Ersatzteillieferungen an die Nationen sowie die höheren Leistungen an integrierten Logistik-Support-Services, konnte das geringere Volumen der an AMSL gelieferten Serientriebwerke kompensieren. Die Umsatzerlöse für Managementleistungen von 28,0 Mio. EUR, welche Verwaltungs-, Vertriebs- und Programmkosten als Teil der Umsatzkosten sowie einen prozentualen Aufschlag enthalten, reduzierten sich im Jahr 2023 um 10,4 Mio. EUR. Die Reduzierung ist auf niedrigere Programmkosten in 2023 durch den (Einmal-) Effekt, der Verrechnung der PBK Entwicklungsleistungen in 2022 zurück zu führen. Aufgrund der erhöhten Umsatzerlöse stiegen die Materialaufwendungen um 13,5 Mio. EUR entsprechend an.

Das ausgewiesene Ergebnis vor Steuern liegt mit 0,73 Mio. EUR auf einem etwas höherem Niveau als im Jahr 2022 und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Der Jahresüberschuss nach Steuern liegt bei 0,6 Mio. EUR (2022: 0,54 Mio. EUR).

Mit Gesamtumsatzerlösen von 392,0 Mio. EUR, hat EPI ihren Planwert um 79 Mio. EUR übertroffen und somit ihr Umsatzziel erreicht.

(6) Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöht sich von 228,5 Mio. EUR zum 31. Dezember 2022 auf 251,7 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023. Wesentliche Veränderungen innerhalb der Aktiva sind zurückzuführen auf:

Das Anlagevermögen verringert sich geringfügig um 0,8 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR, was auf die Abschreibung auf die Sachanlagen zurück zu führen ist.;

Die unfertigen Erzeugnisse erhöhen sich auf 69,9 Mio. EUR. Im Wesentlichen gibt es eine Erhöhung des Lagerbestandes für die Triebwerksmontage um 11,0 Mio. EUR was auf höheren Planstückzahlen an Triebwerkslieferungen in 2024 zurück zu führen ist. Weiterhin wurden mit den Auslieferungen der Triebwerke die geleisteten Anzahlungen um 44,8 Mio. EUR und die erhaltenen Anzahlungen um 52,0 Mio. EUR verrechnet;

Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 9,3 Mio. EUR ist hauptsächlich aufgrund von höheren Umsatzerlösen festzustellen;

Verringerung der Forderungen gegen Gesellschafter um 2,8 Mio. EUR ist auf die geringeren Programmkosten, die gegenüber den Partnern in Rechnung gestellt wurden, zurückzuführen;

Höhere sonstige Vermögensgegenstände um insgesamt 3,1 Mio. EUR (2022: Erhöhung um 4,6 Mio. EUR) ergaben sich aufgrund einer höheren Umsatzsteuerforderung;

Niedrigere Finanzmittel (Reduzierung um 3,8 Mio. EUR) hauptsächlich aufgrund vermehrter Zahlungsausgänge am Jahresende

Die wesentliche Veränderung innerhalb der Passiva sind vor allem zurückzuführen auf:

Ausschüttung von Kapitalrücklagen in Höhe von 3,3 Mio. EUR;

Reduzierung der Rückstellungen aufgrund geringer ausstehender Rechnungen von den Gesellschafterinnen (Reduzierung um 8,3 Mio. EUR);

Höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber den Gesellschaftern (34,7 Mio. EUR) als Folge höherer Forderungs- und Lagerbestände.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann grundsätzlich als stabil bezeichnet werden, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen konnte die EPI in 2023 wieder nachkommen.

(7) Ausblick für das Geschäftsjahr 2024

Es ist davon auszugehen, dass die für 2024 geplanten Managementleistungen für die EPI Gesellschafter einen niedrigeren Umfang haben werden wie 2023.

Das Volumen im Bereich der Dienstleistungen und Ersatzteile wird voraussichtlich aufgrund der wachsenden A400M-Flotte, die bei den Betreibern bereits im Einsatz ist, leicht zunehmen. Darüber hinaus werden die in Vorjahren aufgenommenen Reparaturaktivitäten auf Modul- und Ersatzteilebene 2024 weiter ausgebaut werden.

Die Umsatzerlöse werden im Jahr 2024 voraussichtlich auf einem höheren Niveau wie 2023 sein. Das Ergebnis vor Steuern wird sich in derselben Größenordnung wie 2023 bewegen, was im Wesentlichen ein Resultat aus dem 3 % Gewinnaufschlag auf die Kosten der Managementleistungen ist.

(8) Künftige Entwicklung des Unternehmens

Das Fertigungsprogramm des TP400-D6 Triebwerks wird sich auf den von AMSL zur Verfügung gestellten Flugzeuglieferplan ausrichten.

Aufgrund der größeren im Einsatz befindlichen A400M-Flotte und der gestiegenen Support-Anforderungen wird EPI auch weiterhin an der Erstellung und Einreichung von Angeboten für den In-Service Support von Triebwerken sowie an den Folgeverhandlungen beteiligt sein, entweder mit ADS als Auftragnehmer oder direkt mit OCCAR oder den Nationen. Es ist zudem zu erwarten, dass die Beteiligung von EPI an Lösungen von betriebsbezogenen Sachverhalten sowie bei Reparaturaktivitäten industrieüblich ansteigen wird. Zum einen werden die EPI Bauteilreparaturleistungen ausgebaut werden, zum anderen werden sich die Reparaturkapazitäten parallel dazu entwickeln.

(9) Risikoprofil des Unternehmens

EPI ist eine Projekt-Gesellschaft, die keine eigenen Produktionsanlagen besitzt. Um ihre Verträge mit AMSL, ADS, OCCAR und anderen Vertragskunden erfüllen zu können, hat EPI daher Unterverträge mit ihren Gesellschafterinnen und anderen Unterauftragnehmern über die Erbringung der Lieferungen und Leistungen geschlossen, die EPI ihrerseits für ihre Kunden erbringen muss. Bezüglich der EPI Hauptkunden AMSL, ADS und OCCAR haben die Gesellschafterinnen der EPI Vertragserfüllungsgarantien geleistet, dadurch werden die Rechte und Pflichten und die damit verbundenen Vertragsrisiken auf die Gesellschafterinnen übertragen. Für die EPI selbst liegen keine wirtschaftlichen Risiken für die künftige Entwicklung der Gesellschaft vor.

In diesem Kontext wird EPI auch weiterhin Maßnahmen implementieren, um potenzielle zukünftige technische und programmbezogene Risiken zu überwinden. Dies ist auch Gegenstand der gemeinsamen Programm-Managementbesprechungen mit AMSL, ADS und OCCAR.

Die Auswirkungen des Russisch-Ukrainischen Krieg auf den militärischen Luftfahrtbereich können nicht abschließend bewertet werden. Aufgrund des Geschäftsmodells der Europrop International sind keine gravierenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten. Allerdings kann es zu Verzögerungen in der Lieferkette und bei der Bereitstellung von Hardware und Dienstleistungen kommen.

(10) Chancen

EPI steht weiterhin mit AMSL, ADS und OCCAR bezüglich der künftigen logistischen Unterstützungsleistungen im Gespräch.

Weiterhin unterstützt EPI die Marketing- und Exportkampagnen von AMSL für das A400M Flugzeug, um in Zukunft potentielle Exportkunden zu akquirieren.

 

München, 31. März 2024

EPI Europrop International GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

in Euro Anhang Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
Anlagevermögen (1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 364.790,85 464.545,91
Sachanlagen 3.282.147,99 3.979.548,85
Finanzanlagen 3.010,00 3.010,00
3.649.948,84 4.447.104,76
Umlaufvermögen
Vorräte (2)
Unfertige Erzeugnisse 69.865.274,88 58.887.806,03
Geleistete Anzahlungen 194.392.489,00 239.207.491,07
Erhaltene Anzahlungen -203.552.973,57 -255.553.835,15
60.704.790,31 42.541.461,95
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3) 148.051.520,51 138.725.494,31
Forderungen gegen verbundene Unternehmen (4) 1.217.527,37 965.114,37
Forderungen gegen Gesellschafter (5) 2.071.917,17 4.830.147,56
Sonstige Vermögensgegenstände (6) 12.550.624,21 9.479.203,92
163.891.589,26 153.999.960,16
Zahlungsmittel (7) 20.563.334,45 24.356.625,28
Aktive Rechnungsabgrenzung (8) 2.868.344,33 3.198.278,03
251.678.007,19 228.543.430,18

PASSIVA

Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (9) 50.000,00 50.000,00
Kapitalrücklagen (10) 2.702.356,33 5.975.949,43
Bilanzgewinn (19) 599.394,71 551.126,13
3.351.751,04 6.577.075,56
Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen (11) 43.578.591,76 51.926.796,08
43.578.591,76 51.926.796,08
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (12) 73.861.324,98 60.719.068,85
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (13) 130.649.143,58 109.252.755,72
Sonstige Verbindlichkeiten (14) 237.195,83 67.733,97
204.747.664,39 170.039.558,54
251.678.007,19 228.543.430,18

 

München, 31. März 2024

Geschäftsführung

Catherine Poincheval

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

in Euro Anhang 2023 2022
Umsatzerlöse (15) 391.854.370,65 376.154.598,67
Umsatzkosten -371.023.952,65 -357.498.080,51
Bruttoergebnis vom Umsatz 20.830.418,00 18.656.518,16
Vertriebskosten -11.846.409,00 -11.505.915,00
Allgemeine Verwaltungskosten -8.721.189,60 -9.425.388,13
Sonstige betriebliche Erträge (16) 27.944,75 4.479.177,78
Sonstige betriebliche Aufwendungen (17) -144.227,76 -1.964.084,80
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 109.061,16 53.578,77
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -123,96 -109.141,52
Erträge aus Beteiligungen 473.535,09 440.332,45
-- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 473.535,09 (2022: EUR 440.332,45)
Ergebnis vor Steuern 729.008,68 625.077,71
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (18) -129.613,97 -88.526,63
Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 599.394,71 536.551,08
Gewinnvortrag 0,00 14.575,05
Bilanzgewinn (19) 599.394,71 551.126,13

 

München, 31. März 2024

Geschäftsführung

Catherine Poincheval

Anhang für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Grundlagen und Methoden

Der Jahresabschluss der EPI Europrop International GmbH mit Sitz in München (Handelsregister: HRB 145114) wird wie im Vorjahr nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB aufgestellt.

Der Gewinn- und Verlustrechnung liegt das Umsatzkostenverfahren zugrunde. Die in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten sind, soweit erforderlich, im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Im Geschäftsjahr 2023 ist die Gesellschaft hinsichtlich der Größenklasse gemäß § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Bilanzierung und Bewertung

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibung, bewertet. Sie werden linear über einen Zeitraum von 3 Jahre abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Erworbene Triebwerke werden linear über 15 Jahre abgeschrieben.

Bei den Abschreibungen auf Sachanlagen wird von folgenden Nutzungsdauern ausgegangen: Mieteinbauten werden über die Dauer des Mietvertrages abgeschrieben (einen Zeitraum von 10 Jahren). Die handelsrechtliche Nutzungsdauer der EDV-Ausstattung beträgt 3 Jahre. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird in einem 3 bis 30-jährigen Zeitraum abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode.

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 800 € werden im Jahr des Zugangs abgeschrieben und in den Abgang gebracht.

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die unfertigen Erzeugnisse beinhalten Teilkomponenten des Triebwerks TP400-D6. Die Bilanzposition ist zu Einkaufspreisen bewertet.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte und erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Zahlungsmittel sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Posten aktive Rechnungsabgrenzung sind mit den geleisteten Beträgen bewertet.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden auf der Grundlage des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung voraussichtlichen Erfüllungsbetrages nach § 253 Abs. 1 HGB gebildet. Rückstellungen von mehr als 1 Jahr werden, sofern vorhanden, mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung mit den Devisenmittelkursen am Bilanzstichtag bewertet. Entstehende Kursgewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und / oder Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr betreffen.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Finanzanlagen in Höhe von 3.010,00 Euro betreffen ausschließlich sämtliche Anteile am verbundenen Unternehmen EPI Europrop International Madrid S.L., Madrid.

Das Eigenkapital dieser Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 beträgt 491.146,49 Euro (2022: 477.147,09 Euro).

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 487.534,49 Euro (2022: 473.535,09 Euro) aus.

(2) Vorräte

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Unfertige Erzeugnisse (Module von Gesellschafter, Getriebe von GE Avio) und unfertige Reparaturen und Tätigkeiten im Rahmen der integrierten logistischen Unterstützung i.H.v. 3.614.99,67 Euro (2022: 5.306.999,87 Euro). 69.865.274,88 58.887.806,03
Geleistete Anzahlungen auf Bestellungen 194.392.489,00 239.207.491,07
Die erhaltenen Anzahlungen haben überwiegend eine Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren. Sie betreffen im Wesentlichen vertraglich vereinbarte Vorauszahlungen von Airbus Military S.L. (AMSL) für Triebwerke. -203.552.973,57 -255.553.835,15
Gesamt 60.704.790,31 42.541.461,95

(3) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Die Forderungen basieren im Wesentlichen auf Serientriebwerkslieferungen an den Kunden AMSL und Tätigkeiten im Rahmen der integrierten logistischen Unterstützung (inklusive Ersatztriebwerke und -teile), die gegenüber Airbus Defence and Space S.A.U. (ADS) und Organisation Conjointe de Coopération en matière d`Armement (OCCAR) erbracht wurden.
Aufgrund von Zahlungseinbehalten, belaufen sich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf 33.430.884,09 Euro (2022: 32.593.032,14 Euro).
148.051.520,51 138.725.494,31

(4) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
EPI Europrop International Madrid S.L. 1.217.527,37 965.114,37
Die Forderungen haben wie im Vorjahr alle eine Restlaufzeit unter 1 Jahr.

(5) Forderungen gegen Gesellschafter

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Die Forderungen gegen Gesellschafter enthalten eine Ertragsabgrenzung für noch in Rechnung zu stellende Dienstleistungen inkl. der finalen Abrechnung 2023 für Managementleistungen. 2.071.917,17 4.830.147,56

Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit unter 1 Jahr.

(6) Sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Steuerforderungen 12.535.010,41 9.464.004,18
Sonstige Forderungen 15.613,80 15.199,74
Gesamt 12.550.624,21 9.479.203,92

Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit unter 1 Jahr.

(7) Zahlungsmittel

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Kassenbestand 1.162,86 1.193,05
Guthaben bei Kreditinstituten 20.562.171,59 24.355.432,23
Gesamt 20.563.334,45 24.356.625,28

(8) Aktive Rechnungsabgrenzung

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Die aktive Rechnungsabgrenzung bezieht sich im Wesentlichen auf die Berücksichtigung 2.868.344,33 3.198.278,03
unterschiedlicher Leistungszeitpunkte im Rahmen von Flugzulassungen.

(9) Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital in Höhe von 50.000,00 Euro ist voll eingezahlt.

Folgende Gesellschafter sind an der Gesellschaft beteiligt:

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Industria de Turbo Propulsores S.A., Spanien 8.000,00 8.000,00
MTU Aero Engines AG, Deutschland 14.000,00 14.000,00
Rolls-Royce plc., Großbritannien 14.000,00 14.000,00
Safran Aircraft Engines S.A.S., Frankreich 14.000,00 14.000,00
Gesamt 50.000,00 50.000,00

(10) Kapitalrücklage

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Die in 2017 erfolgte Einlage in die Kapitalrücklage in Form einer Bar- und Sacheinlage durch die Gesellschafter gem. Gesellschafterbeschluss vom 18.12.2018 für den Erwerb eines Lease Engine, wurde gem. Umlaufbeschluss am 30.11.2023 an die Gesellschafter ausbezahlt. In 2021 erfolgte eine weitere Einlage in Form eines Forderungsverzichts in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafter gem. Gesellschafterbeschluss vom 28.07.2021 für die Nutzung des Triebwerks TP1317 für die Prüfstandskalibrierung der Power Gear Box. 2.702.356,33 5.975.949,43

(11) Sonstige Rückstellungen

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten überwiegend Vorsorgen für ausstehende Rechnungen empfangener Lieferungen von Triebwerksmodulen und erbrachter Leistungen für die Aufrechterhaltung des Betriebes der ausgelieferten Triebwerke durch die Gesellschafter und Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG (RRD), Safran Transmission Systems S.A.S. (STS) Safran Aero Boosters S.A. (SAB) in Höhe von gesamt 42.356.119,71 Euro (2022: 49.133.782,47 Euro).
Die sonstigen Rückstellungen enthalten desweiteren kommerzielle und vertraglich vereinbarte Vorsorgen zwischen EPI und Airbus Military SL i.H.v. 1.295.282,99 Euro (2022: 1.752.217,00 Euro)
43.578.591,76 51.926.796,08

(12) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr. Sie betreffen im Wesentlichen Lieferungen und Leistungen von Triebwerkskomponenten, Ersatzteilen sowie der Betriebsunterstützung durch Dritte.
Verbindlichkeiten Inland 54.029.120,71 40.711.695,31
Verbindlichkeiten EU 21.193.842,24 21.369.011,51
Verbindlichkeiten Drittland 0,00 0,00
Umsatzsteuer auf erhaltene Anzahlungen -1.361.637,97 -1.361.637,97
Gesamt 73.861.324,98 60.719.068,85

(13) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr. Sie betreffen im Wesentlichen Lieferungen und Leistungen von Triebwerkskomponenten, Ersatzteilen sowie der Betriebsunterstützung der Gesellschafter, davon
- Industria de Turbo Propulsores S.A., Spanien 41.584.374,47 36.892.114,20
- MTU Aero Engines AG, Deutschland 33.002.637,93 20.851.486,57
- Safran Aircraft Engines S.A.S., Frankreich. 56.049.902,88 51.496.926,65
- Rolls-Royce plc., Großbritannien 12.228,30 12.228,30
Gesamt 130.649.143,58 109.252.755,72

(14) Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr. Sie resultieren aus
- übrigen Kreditoren im In- und Ausland 134.386,00 57.694,17
- sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern 91.242,26 0,00
- sonstigen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. 11.567,57 10.039,80
Gesamt 237.195,83 67.733,97

Erläuterungen zur Gewinn - und Verlustrechnung

(15) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen die Triebwerkslieferungen, Tätigkeiten im Rahmen der integrierten logistischen Unterstützung (inklusive Ersatzteile) sowie die Erbringung von Managementleistungen für die Gesellschafter und Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co. KG.

Nach Regionen:

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Umsatz Inland 81.683.500,28 89.334.054,36
Umsatz EU 242.614.250,91 246.229.678,54
Umsatz Drittland 67.556.619,46 40.590.865,77
Gesamt 391.854.370,65 376.154.598,67

(16) Sonstige betriebliche Erträge

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Die periodenfremde Erträge 10.846,79 4.464.054,00
Übrige Erträge 17.097,96 15.123,78
27.944,75 4.479.177,78

(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Periodenfremde Aufwendungen 140.979,68 666.991,45
Aufwendungen aus Währungsumrechnung 176,98 0,00
Übrige Aufwendungen 3.071,10 1.297.093,35
144.227,76 1.964.084,80

(18) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Gewerbesteuer 49.749,00 38.636,00
Gewerbesteuererstattung Vorjahr 3.107,00 9.727,10
Körperschaftsteuer 42.964,00 29.569,00
Körperschaftsteuererstattung Vorjahr 2.702,00 8.502,00
Solidaritätszuschlag 3.853,49 1.626,29
Erstattung Solidaritätszuschlag Vorjahr 149,24 466,24
Kapitalertragssteuer 27.089,24 0,00
Gesamt 129.613,97 88.526,63

(19) Bilanzgewinn

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 599.394,71 Euro an die Gesellschafter auszuschütten.

Sonstige Angaben

Personal / Personalaufwand

Im Berichtsjahr 2023 waren durchschnittlich 29 festangestellte Mitarbeiter (im Vorjahr 26) für die Gesellschaft tätig.

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Löhne und Gehälter 3.048.874,81 2.624.281,05
Soziale Abgaben 487.970,16 394.432,36
3.536.844,97 3.018.713,41

Materialaufwand

In den Umsatzkosten in Höhe von 371.023.952,65 Euro (2022: 357.498.080,51 Euro) sind ausschließlich Aufwendungen für bezogene Bauteile, Bauteilkomponenten und Leistungen im Zusammenhang mit der Betriebsunterstützung enthalten.

Honorar

Das vom Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar für Abschlußprüfungsleistungen beträgt 57.469,10 Euro (Netto).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Ereignisse eingetreten, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Mitglieder der Geschäftsführung

Catherine Poincheval / Ingenieur ab 01.04.2023

Die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans unterbleibt mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB

 

München, 31.03.2024

Geschäftsführung

Catherine Poincheval

Entwicklung des Anlagevermögens

der EPI Europrop International GmbH, München

Anschaffungskosten
1.1.2023
Zugänge 2023
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 3.911.842,98 164.640,50 4.076.483,48
Geleistete Anzahlungen immaterialle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
3.911.842,98 164.640,50 4.076.483,48
Sachanlagen
1. Mietereinbauten 7.122,06 0,00 7.122,06
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.848.602,05 198.600,64 9.047.202,69
8.855.724,11 198.600,64 9.054.324,75
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.010,00 0,00 3.010,00
3.010,00 0,00 3.010,00
12.770.577,09 363.241,14 13.133.818,23
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
Abschreibungen des Geschäftsjahres
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 3.447.297,07 264.395,56 3.711.692,63
Geleistete Anzahlungen immaterialle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
3.447.297,07 264.395,56 3.711.692,63
Sachanlagen
1. Mietereinbauten 3.007,95 1.206,99 4.214,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.873.167,31 894.794,51 5.767.961,82
4.876.175,26 896.001,50 5.772.176,76
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
8.323.472,33 1.160.397,06 9.483.869,39
Buchwert
31.12.2023
31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 364.790,85 464.545,91
Geleistete Anzahlungen immaterialle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
364.790,85 464.545,91
Sachanlagen
1. Mietereinbauten 2.907,12 4.114,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.279.240,87 3.975.434,74
3.282.147,99 3.979.548,85
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.010,00 3.010,00
3.010,00 3.010,00
3.649.948,84 4.447.104,76

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EPI Europrop International GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EPI Europrop International GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EPI Europrop International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 28. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

David, Wirtschaftsprüfer

Patzak, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.