Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH
Marktplatz 19, 86554 Pöttmes, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manuela Reeg seit 15.5.2024 | Prokura |
David Wetzstein seit 15.5.2024 | Prokura |
Stefan Weller seit 19.8.2019 | Prokura |
Nicolai Timaeus seit 18.1.2019 | Prokura |
Andreas Reinhard Hopf seit 21.7.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Daten zu Gesellschaftern mit Minderheitsbeteiligung (natürliche Personen) sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 50.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbHPöttmesJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023 24Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH1. Grundlagen unseres Unternehmens Die Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH wurde 2011 von mehreren bayerischen Öko-Marktfruchtbetrieben gegründet. Sie stellt eine klassische Erzeugergemeinschaft für Agrarerzeugnisse aus ökologischer Erzeugung dar. Rechtsform ist die GmbH. Geschäftszweck ist die Erfassung, Bündelung und Vermarktung von ökologisch erzeugten pflanzlichen Agrarrohstoffen, die von verbandsgebundenen Öko-Landwirten erzeugt werden. Das Kerngeschäftsgebiet ist Bayern, wobei generell ganz Deutschland und die angrenzenden Nachbarländer als Bezugs- und Absatzregion vorgesehen sind. Motivation zur Gründung war der Wunsch nach einer von Landwirten gesteuerten bäuerlichen Selbsthilfeeinrichtung im genossenschaftlichen Sinne. Mithilfe des gemeinsamen Unternehmens soll der Absatz der ökologisch erzeugten Marktfrüchte der Gesellschaftsbetriebe und der Stammlieferanten organisiert und abgesichert, gleichzeitig aber auch ausgebaut werden, und damit die weitere Ausdehnung des ökologischen Landbaus in Bayern möglich gemacht werden. Der Markt für Ökorohstoffe war bis zum Beginn der 2010er Jahre noch stark von Importen aus der EU sowie dem Nicht-EU-Ausland geprägt. Die Gründungsgesellschafter hatten das feste Ziel die regionale Herkunft ihrer Erzeugnisse in den Vordergrund zu rücken und als Wettbewerbsvorteil am Markt zu nutzen. Um die Vermarktung von ökologischen Agrarerzeugnissen in Bayern voranzubringen, baut das Unternehmen unter Nutzung der Kapazitäten der Gesellschafter und von Dienstleistern aus dem Agrarhandel seit der Firmengründung eine eigene Lager- und Erfassungsstruktur für Druschfrüchte in ganz Bayern auf, integriert kontinuierlich weitere neu auf die ökologische Wirtschaftsweise umgestellte Erzeugerbetriebe und baut regionale und langfristig ausgerichtete Wertschöpfungsketten im Sinne einer vertikalen Kooperation mit Lebensmittel- und Futtermittelherstellern aus der Ökobranche, sowie mit Partnern im Lebensmittelhandel auf. 2. Wirtschaftsbericht a. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Märkte für Lebensmittel Im Jahr 2023 ging der reale Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent zurück. Seit dem coronabedingten Rekordzuwachs von 5,4 Prozent im Jahr 2020 sanken die realen Umsätze in den folgenden drei Jahren kontinuierlich (2021: -1,6 Prozent; 2022: -4,6 Prozent). Im Gegensatz hierzu stieg der nominale Umsatz 2023 um 5,9 Prozent gegenüber 2022 und damit im zweiten Jahr in Folge deutlich (2022: +5,5 Prozent). Die Ursache für den realen Rückgang bei gleichzeitig nominalem Umsatzanstieg sind die stark gestiegenen Nahrungsmittelpreise (+12,4 Prozent im Jahresdurchschnitt 2023 zum Vorjahr). Die Auswirkungen des höheren Preisniveaus für Nahrungsmittel werden insbesondere im langfristigen Vergleich deutlich: So war der reale Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln im Jahr 2023 um 5,0 Prozent niedriger als im Vor-Corona-Jahr 2019, wohingegen der nominale Umsatz um 21,4 Prozent höher war. (Statistisches Bundesamt) In Deutschland gab es im Jahr 2023 ein nominales Wachstum von 7,6 Prozent bei den Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels auf einen Gesamtumsatz von rund 197,6 Mrd. € (VJ: 183,6 Mrd. €), was aber deutlich unter der Teuerungsrate von 12,4 Prozent lag. Der AMI Verbraucherpreisindex zeigt im Jahr 2023 für alle Bio-Frischeprodukte eine Preiserhöhung von 5,2 Prozent (VJ: 6,6 Prozent), bei konventionellen Produkten 8,8 Prozent (VJ: 12,1 Prozent). Die Top 4 der Branche Edeka, Rewe, Schwarz-Gruppe und Aldi haben ihren gesamten Marktanteil bei den Lebensmitteln bei 76 Prozent gehalten (LP), wobei die Schwarz-Gruppe das stärkste Wachstum verzeichnete. Die radikalen Veränderungen im Verbraucherverhalten, die seit dem 2. Quartal 2021 zu beobachten sind, verstetigten sich im Jahr 2023: Die LEH Food Vollsortimenter (ohne Discount) steigerten ihre Umsätze nur um 6,2 Prozent, der Discounthandel konnte dagegen seinen Umsatz um 10,3 Prozent steigern und die Drogeriemärkte hatten Zuwächse von 11,5 Prozent (GFK). Parallel dazu verzeichnete der Fachhandel nur ein Wachstum von 0,3Prozent. Bereinigt um die extremen Preissteigerungen wurde in 2023 ein realer Rückgang der Ausgaben für Lebensmittel um 1,9 Prozent verzeichnet (GFK). Auch der bereits im Vorjahr zu beobachtende Trend weg von Herstellermarken (-2,2 Prozent) hin zu Handelsmarken (+2,2 Prozent) hielt in 2023 in großem Umfang weiter an (GFK Consumer Panel). Gewinner waren hier anders als im Vorjahr die Premium Handelsmarken (+15,4 Prozent), gefolgt von den Preiseinstiegs Handelsmarken (+ 14 Prozent), welche im Vorjahr noch den größten Zuwachs verbuchen konnten. Die Trends im Handel haben sich deutlich verändert: So wuchsen Convenience-Produkte 2023 um 12 Prozent, Gesundheit legte um knapp 10 Prozent zu und Premium Produkte konnten nach einem Einbruch in 2022 um 7 Prozent zulegen. Lediglich nachhaltige Produkte konnten ihren Umsatz nur unterdurchschnittlich ausweiten (+6 Prozent). Allerdings gab es bei den Handelsmarken eine überproportionale Zunahme bei nachhaltigen Produkten (+15 Prozent). Agrarwirtschaft Der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft wurde in der Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung (LGR) für 2023 mit einem Wert von 76,3 Mrd. € (VJ: 76,2 Mrd. €) ermittelt - er blieb nahezu konstant. Die pflanzliche Produktion erreicht einen Wert von 37,3 Milliarden Euro (+ 1,4 Prozent), während die Tierproduktion auf 35,3 Milliarden Euro (- 0,8 Prozent) geschätzt wird. Innerhalb der verschiedenen Erzeugnisse kam es allerdings zu gravierenden Verschiebungen: Der weiter abnehmende Schweinebestand sorgte für Preissteigerungen und damit für einen steigenden Produktionswert. Bei den Rindern hingegen führte der sinkende Tierbestand auch für einen leicht abnehmenden Produktionswert. Der Produktionswert bei Milch wird auf 14,5 Milliarden Euro geschätzt - dies entspricht einem Abfall von 13 Prozent. Der berechnete Erlöspreis liegt bei 44 Cent pro Kilogramm (2022: 50,9 Cent). Die gelieferten Milchmengen bleiben knapp über dem Vorjahresniveau. Um 28 Prozent nahm der Produktionswert für Eier erneut zu und erzielte 2,1 Milliarden Euro, was eine Verdopplung innerhalb von zwei Jahren bedeutet. Der Preis wuchs um 28 Prozent auf 2.402 Euro pro Tonne, während die erzeugte Menge fast auf Vorjahresniveau blieb. Niedrigere Energiepreise sorgten für sinkende Preise bei Dünge- und Mischfuttermitteln. Die Wetterbedingungen im Jahr 2023 wirkten sich negativ auf die Ernte vieler Getreidearten aus. Zudem beeinflusste der niedrige Weltmarktpreis den Preis für Getreide in Deutschland. Die Ernte der Getreidekulturen insgesamt sank um 2,9 Prozent unter das Niveau des vergangenen Jahres. Während bei Hafer (- 41 Prozent) und Gerste (- 28 Prozent) die Erträge einbrachen, konnte nur der Körnermais mit einem höheren Ertrag aufwarten (+ 23 Prozent); die weiteren Getreidearten werden mit leicht geringeren oder stabilen Erträgen geschätzt (Weizen: - 6 Prozent). Ein Preisabfall von 15 bis 35 Prozent wurde bei allen Getreidearten beobachtet (Weizen: -30 Prozent). Folglich sank der Produktionswert von Getreide um 33 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro. Die Ölsaaten erreichten einen Produktionswert von 1,9 Milliarden Euro (-37 Prozent). Die Steigerungen in den Erntemengen bewegten sich von knapp einem Prozent bei Raps und Rübsen über zwei Prozent bei Sojabohnen auf vier Prozent bei Sonnenblumenkernen. Die erzielten Preise bei Raps und Rübsen nahmen um 38 Prozent ab, bei Sojabohnen um 25 Prozent und bei Sonnenblumenkernen um 47 Prozent. Die Erntemenge von Kartoffeln bewegt sich mit 9,8 Millionen Tonnen auf Vorjahresniveau. Die um die Hälfte höheren Preise führten zu einem Produktionswert von 4,7 Milliarden Euro (+ 56 Prozent). Speisekartoffeln erzielten fünf Prozent mehr Ertrag als 2022. Die Ernte von Industriekartoffeln hingegen sank um 13 Prozent. Die Summe aller Vorleistungen für den Bereich Landwirtschaft beläuft sich 2023 auf 45,32 Milliarden Euro (VJ: 46,19 Mrd. €). Das ist gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang um 1,9 Prozent. Ursache sind vor allem gesunkene Aufwendungen für Düngemittel und leicht für Futtermittel. Die Aufwendungen für Saat- und Pflanzgut, Energie, Instandhaltung von Maschinen und Gebäuden sowie für Dienstleistungen stiegen an. Nach den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung wurde in diesem Jahr auf einer Fläche von knapp 6,07 Millionen Hektar Getreide zur Körnergewinnung angebaut. Die Aussaat und Jugendentwicklung des Wintergetreides erfolgte in den meisten Bundesländern im Herbst 2022 unter günstigen Bedingungen. Nach einer Kälteperiode mit verbreitet gefrorenen Böden im Dezember, die das Wintergetreide gut verkraftete, folgte ein eher milder und feuchter Winter. Ein kühler und regnerischer Start in den Frühling sorgte in den meisten Regionen für gut gefüllte Bodenwasservorräte, allerdings auch für ungünstige Bedingungen zur Aussaat und zum Auflaufen des Sommergetreides. Im Mai und Juni sorgten dann vielerorts Trockenheit und Hitze insbesondere für das Sommergetreide für Stress und schlechte Vegetationsbedingungen. Lückige Bestände und kleine Ähren waren die Folge. Wintergerste ging vereinzelt in die Notreife. Ende Juni setzten dann wieder Niederschläge ein und sorgten für Entspannung bei den später zu dreschenden Getreidearten. Anfang Juli begann die Ernte der Wintergerste verbreitet einige Tage vor dem langjährigen Mittel. Auch die Winterweizen und Winterroggenernte startete im Juli. In der letzten Juliwoche setzte jedoch fast bundesweit ein sehr regnerisches kühles Wetter ein, welches die Ernte abrupt unterbrach. Die andauernden Niederschläge sorgten vielfach dafür, dass das Getreide ins Lager ging und teilweise auswuchs. Neben Ertragseinbußen wird dies vor allem die Qualität des Getreides hinsichtlich Fallzahl, Proteingehalt und Mykotoxin-Belastung beeinträchtigt haben. Die Ernteunterbrechung hielt bis Mitte August an. Erst dann erlaubte warmes, aber unbeständiges Wetter eine Wiederaufnahme der Ernte. Vielerorts musste diese jedoch aufgrund von Gewitterschauern häufig unterbrochen werden. Im Durchschnitt aller Getreidearten (ohne Körnermais) erreicht der Hektarertrag nach Angaben des BMEL in 2023 67,9 Dezitonnen. Dies sind 3,3 Prozent weniger als im Jahr 2022, jedoch 0,3 Prozent mehr als im Mittel der Jahre 2017 bis 2022. Die Ernte 2023 in Bayern war ebenfalls durch die wechselhaften Wetterbedingungen geprägt. Ein kaltes und nasses Frühjahr wurde von einem trockenen Frühsommer abgelöst, gefolgt von zu viel Niederschlag während der Erntezeit. Diese extremen Wetterbedingungen führten zu regional unterschiedlichen Ernteergebnissen. So lagen die Ernteerträge bei Getreide und Ölsaaten insgesamt leicht unter dem Durchschnitt des Vorjahres. Die bayerischen Hektarerträge bei Getreide ohne Körnermais stiegen geringfügig im Durchschnitt von 65,6 dt auf 65,7 dt, was 2,7 Prozent unter dem Durschnitt der Jahre 2017 bis 2022 lag. (Bay. Landesamt für Statistik). In einigen Regionen führte der späte Niederschlag zu Qualitätsverlusten, insbesondere bei Backweizen. Die Landwirte mussten sich an die extremen Wetterbedingungen anpassen, was in einigen Regionen besser gelang als in anderen. Beim Kartoffelanbau ist Bayern nach Niedersachsen das zweitwichtigste Anbauland in Deutschland. 2023 haben Bayerns Landwirte den Schätzungen zufolge 1,5 Millionen Tonnen Kartoffeln gerodet. Das sind 7,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2022 zeigt sich allerdings ein Rückgang um 12,0 Prozent. Der Hektarertrag liegt mit 382,2 dt/ha um 11,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Gegenüber dem Mittelwert der Jahre 2017 bis 2022 ergibt sich ein Rückgang von 6,8 Prozent. Ökologische Landwirtschaft Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln erreichte im Jahr 2023 eine neue Rekordsumme - der deutsche Lebensmittelhandel setzte mit dem Verkauf von Lebensmitteln in Bio-Qualität rund 16,08 Milliarden Euro (VJ: 15,3 Mrd.) um und übertraf damit den Rückgang des Vorjahres. Dies entspricht einem Umsatzplus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den vergangenen zehn Jahren hingegen konnte der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln damit mehr als verdoppelt werden (Statista). Dabei stieg der Marktanteil von Bio-Handelsmarken um 4 Prozent. Laut dem GfK Consumer Index 2023 hat sich der deutsche Biomarkt trotz wirtschaftlicher Herausforderungen relativ stabil entwickelt. Die wichtigsten Entwicklungen waren: Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln stieg leicht an, trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheiten und der Inflation. Die Verbraucher zeigten ein erhöhtes Preisbewusstsein und griffen häufiger zu günstigeren Bio-Handelsmarken. Der Marktanteil von Bio-Produkten blieb stabil, wobei insbesondere Discounter einen Zuwachs bei Bio-Lebensmitteln verzeichneten. Die Nachfrage nach Bio-Produkten besteht weiterhin, auch wenn Verbraucher verstärkt auf Preise achten und vermehrt zu Handelsmarken greifen. Die Entwicklung der ökologischen Erzeugung in Deutschland • Im Jahr 2023 wurde jeder siebte Hof ökologisch bewirtschaftet (14,3 Prozent, VJ: 14,0 Prozent), was insgesamt 36.535 Bio-Höfen in ganz Deutschland entspricht (VJ: 36.548). In absoluten Zahlen stagnierte die Zahl der Biobetriebe, in relativen Zahlen gab es ein leichtes Wachstum, während die Zahl der konventionellen Betriebe stärker zurückging. • Die Bio-Flächen in Deutschland wuchsen 2023 von 1.859.842 Hektar auf 1.940.301 Hektar, was einem Zuwachs von 4,3 Prozent entspricht. Damit wurden 11,8 Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland ökologisch bewirtschaftet. • Die Anzahl der verbandsgebundenen Öko-Betriebe ging im Jahr 2023 von 17.083 Betrieben um 0,6 Prozent auf 16.984 Betriebe zurück. • Die verbandsgebundene Anbaufläche legte 2023 mit zusätzlichen 51.710 ha erneut um 4,1Prozent deutlich zu und betrug Ende 2023 nun 1.234.022 Hektar. Die Entwicklung der ökologischen Erzeugung in Bayern • Im Jahr 2023 wurden in Bayern insgesamt 423.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche nach den Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet (VJ: 415.528 ha). Dies entspricht etwa 13,7 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in Bayern. Mit 214 600 Hektar entfällt etwas mehr als die Hälfte (50,7 Prozent) der ökologisch bewirtschafteten landwirtschaftlichen Fläche auf Ackerland, bei 206 200 Hektar bzw. 48,7 Prozent handelt es sich um Dauergrünland. Auf 44,7 Prozent des nach ökologischen Kriterien bewirtschafteten Ackerlands wird Getreide angebaut (95 900 Hektar). Die ökologisch bewirtschaftete Fläche Bayerns hat einen Anteil von 23 Prozent an der gesamten Öko-Fläche in Deutschland. • 2023 wuchs die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Bayern um 13.243 ha (+ 3,3 Prozent; VJ: +5,3 Prozent). Allerdings reduzierte sich die Fläche mit Marktfrüchten auf Ackerland um 7 Prozent, was vor allem in einer veränderten Anbaustrategie der Betriebe begründet lag. Hierfür hatte auch die neue Fördermöglichkeit K33 im Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm einen gewissen Anteil. • 2023 sank die Anzahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe auf 11.269 Betriebe (VJ: 11.811 Betriebe) was 11,2 Prozent (VJ: 14,1 Prozent) aller bayerischen landwirtschaftlichen Betriebe entspricht. Die Zahlen zum Vorjahr sind nach Angabe der LfL aus statistischen Gründen nicht vergleichbar, da die Datenbasis verändert wurde. • Rund zwei Drittel der bayerischen Bio-Betriebe sind in den vier Mitgliedsverbänden der Landesvereinigung ökologischer Landbau (LVÖ) organisiert. Zum Ende des Jahres 2023 waren 7.676 Betriebe Mitglied in einem der bayerischen Bio-Anbauverbände Naturland, Bioland, Biokreis oder Demeter. Das bedeutet eine geringfügige Abnahme von etwa 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Bezug auf die Anbaufläche kamen bayernweit jedoch knapp 10.000 Hektar ökologisch bewirtschaftete Verbands-Fläche hinzu. Laut LVÖ ist dies der Beleg dafür, dass der Strukturwandel auch im ökologischen Landbau ein Thema ist. Das Wachstum der Ökoflächen in Bayern hat sich auch in 2023 deutlich verlangsamt, der Anteil der verbandsgebundenen Fläche nahm wieder leicht zu. Die Ackerflächen mit Marktfrucht-Kulturen haben sich reduziert. 3. Bericht über den Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens a. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozent (VJ: 11 Prozent) gestiegen. Die drei Geschäftsbereiche Druschfrüchte-Handel, Kartoffelhandel, Saatgut- und Betriebsmittelhandel entwickelten sich in Bezug auf Menge und Umsatz sehr befriedigend und lagen erneut über den Planwerten. In Anbetracht des schwierigen Marktumfelds bei Öko-Druschfrüchten und Öko-Kartoffeln im Ernte- und Vermarktungsjahr 2023 gelang es der Vermarktungsgesellschaft erneut eine stabile und wirtschaftliche Geschäftsentwicklung zu erzielen. Dies war die Basis für eine erfolgreiche Platzierung der Erzeugnisse ihrer Gesellschafter und Stammlieferanten bei den verschiedensten Kunden. Zwar konnten die Ernteprodukte erfolgreich am Markt untergebracht werden, dennoch waren die Erzeugerpreise in vielen Warengruppen unbefriedigend und lagen teilweise deutlich unter den Vollkosten für deren Erzeugung. Aufgrund zahlreicher Mehrjahresverträge sowie fester Liefergruppen konnte die Vermarktungsgesellschaft allerdings für ihre Lieferanten höhere Auszahlungspreise als am Standardmarkt generieren. Dies schlug sich in einer erneuten Ausweitung der Lieferanten nieder. Auch konnten eine Reihe neuer Abnehmer gewonnen werden, was in der Vergangenheit oft an fehlendem Rohstoff gescheitert war. Ein wesentliches Projekt des abgelaufenen Wirtschaftsjahres war der Erwerb zweier Getreidelagerhäuser in einer starken Erzeugungsregion im Norden Bayerns. Damit konnte in Ergänzung zu den Dienstleistern in allen Regionen Bayern erstmals in eigene Läger investiert werden und die Direkterfassung von Bio-Druschfrüchten auszubauen. b. Ertragslage der Gesellschaft Ergebnis Die Gesellschaft erzielte ein positives Jahresergebnis in Höhe von 527.815,87 € (VJ: 407.935,54 €). Rohergebnis Als Rohgewinn erwirtschaftete die Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH 4.407.145 € (VJ 2.829.228 €). Um dem gestiegenen Handelsvolumen und den gestiegenen Anforderungen im Vertrieb, in der Logistik, im Finanzwesen und Controlling gerecht zu werden, hat die Gesellschaft im Wirtschaftsjahr wieder deutlich in Personal investiert, indem zusätzliche Stellen besetzt wurden und ebenso die Gehälter der bestehenden Mitarbeiter angehoben wurden. Dies drückt sich im weiter gestiegenem Personalaufwand in Höhe von 2.153.024 € (VJ: 1.638.343 €) aus. Die Ertragslage wird im Jahresabschluss durch Rückstellungen aus drohenden Verlusten in Höhe von 144.562,51 € belastet, welche aus Verkaufskontrakten mit Verkaufspreisen unter dem Marktpreisniveau zum Bilanzstichtag oder mit Einkaufspreisen über dem Marktpreisniveau zum Bilanzstichtag resultieren. Zudem wurde die Ertragslage überproportional durch Einzelwertberichtigungen beeinflusst, welche gebildet wurden, da entweder das gesetzliche Mahnverfahren zu keinem Ergebnis führte oder der voraussichtliche Total-Ausfall eines Abnehmers aufgrund dessen betrieblicher Situation angenommen wird. c. Vermögenslage der Gesellschaft BilanzDie Bilanzsumme erhöht sich im Wirtschaftsjahr 2023/24 um 35,3% Prozent und beträgt 12.884.679,71 € (VJ: 9.525.568,25 €). Die größte Position auf der Passiv-Seite der Bilanz machen nach wie vor die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.445.458,10 € (VJ: 5.866.621,02 €) aus. Die Gesamtverbindlichkeiten betrugen 10.348.945,68 € (VJ: 8.086.803,61 €). Die Verbindlichkeitenquote des Unternehmens konnte trotz des Erwerbs von Immobilien von 85 Prozent auf 80 Prozent gesenkt werden. Im Jahresverlauf reduzierten sich auf der Aktiv-Seite wertmäßig die Vorräte auf 2.582.942,16 € (VJ: 2.887.429,75 €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wuchsen an auf 7.829.690,86 € (VJ: 5.665.919,60 €). Ebenfalls stark angestiegen ist die Position Sachanlagen auf 1.680.954,40 (VJ: 101.240,03). Dies ist auf den Erwerb von Immobilien zur Getreidelagerung zurückzuführen. Eigenkapital Das buchmäßige Eigenkapital beträgt zum 30.06.2024 1.733.316,32 € (VJ: 1.205.500,45 €). Das Eigenkapital konnte durch Gewinnvortrag um 43,8 Prozent erhöht werden. Die Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme mit 13,4 Prozent konnte leicht verbessert werden (VJ: 12,6 Prozent). d. Finanzlage der Gesellschaft Die Liquidität der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die vereinbarten Zahlungsziele konnten eingehalten werden. Die Zahlungsfähigkeit ist im Wesentlichen durch Darlehen von Gesellschaftern, Mitarbeitern und Lieferanten gesichert. Die Gesellschaft nutzte wie im Vorjahr unterjährig die ihr eingeräumte umfangreiche Kreditlinie. Die Finanzierung der neu erworbenen Immobilien erfolgte zum Teil mit langfristigen Darlehen. e. Beteiligungen Eine wesentliche Beteiligung stellt der 50 Prozent Anteil an der ÖVG Ökologische Vermarktungsgesellschaft mbH dar, die im Wesentlichen EU-Bio-Getreide handelt und ein Lagerhaus betreibt. Das im Jahr 2022 gegründete Unternehmen befand sich in der Aufbauphase und konnte im zurückliegenden Wirtschaftsjahr Marktanteile gewinnen. Die Wirtschaftlichkeit ist gegeben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr engagierte sich die Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern bei der Gründung der Georgs Bio-Bauern GmbH & Co. Handels KG, die am 24.01.2024 im Handelsregister eingetragen wurde. Sie stellt die Komplementär-GmbH und ist Gesellschafterin mit einer Minderheitsbeteiligung. Die Beteiligung an der Bio-Lebensmittel-Vertriebs GmbH warf im zurückliegenden Geschäftsjahr erstmals erfreuliche Gewinnausschüttungen ab. 4. Prognosebericht Der Trend zu mehr Bioanteil im Lebensmittelhandel setzt im Jahr 2024 nach den beiden Krisenjahren 2022 und 2023 wieder in dem von vor der Corona-Pandemie gewohnten Maße ein. So stieg der Absatz verpackter Bio-Lebensmittel, wozu auch die Cerealien zählen, in den ersten 9 Monaten mengenmäßig um 9,7 %, umsatzmäßig um 9 % zum Vorjahreszeitraum. Bei den Bio-Frischeprodukten betrug der Anstieg 2,2 % (Menge) bzw. 1,4 % (Umsatz), wozu Kartoffeln, Obst, Gemüse, Fleisch oder Milchprodukte zählen. Der Gesamtlebensmittelmarkt entwickelte sich im gleichen Zeitraum beim Absatz um 0,9% und beim Umsatz um 2,5 %. (NIQ Nielsen / GfK) Begrenzender Faktor für die Entwicklung der Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern wird daher vor allem der Rohstoffbezug werden, da die Anzahl und Fläche der ökologisch bewirtschaftenden Betriebe im Einzugsgebiet aktuell stagniert. Dennoch erwarten wir in allen Geschäftsbereichen für das Geschäftsjahr 2024-25 ein leichtes Mengen- und auch wieder Umsatzwachstum, da das Preisniveau vieler Warengruppen wieder ansteigt. Unverändert streben wir einen weiteren Ausbau unseres Marktanteils in unserem Kernmarktgebiet Bayern bzw. Süddeutschland an und dehnen unser Produktportfolio aus. Die Stärke unserer Gesellschaft stellen unter anderem unsere gut qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen dar. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr integrierten wir erneut neue Kolleginnen und Kollegen. Für die erworbenen Lagerhäuser wurden qualifizierte Mitarbeiter eingestellt. Als Ausbildungsbetrieb investieren wir weiterhin in eigene kaufmännische Nachwuchskräfte. Unsere Händler verfügen über hervorragende Kenntnisse über den ökologischen Landbau und die Märkte für ökologische Agrarerzeugnisse. Der seit Mai 2018 in Angriff genommene Optimierungs- und Organisationsentwicklungsprozess unseres Unternehmens wurde im Geschäftsjahr 2023/24 weiter fortgesetzt: Das Führungsteam war kurz vor Beginn des Wirtschaftsjahres um die neue Position des kaufmännischen Leiters ergänzt worden, der sich inzwischen fest in die Abläufe und Organisation integrieren konnte. Damit verbunden bestehen nun mehr Kapazitäten sowie Vertretungsmöglichkeiten in der Geschäftsleitung. Die Geschäftsführung kann sich zukünftig noch stärker auf strategische Aufgaben fokussieren, Führungsaufgaben wahrnehmen und zunehmend auch delegieren. Die Geschäftsführung, die kaufmännische Leitung und die BereichsleiterInnen bilden gemeinsam die Geschäftsleitung des Unternehmens. Der seit 2018-19 implementierte fünfköpfige Unternehmensbeirat aus den Reihen der Gesellschafter begleitete im zurückliegenden Geschäftsjahr erneut die Geschäftsführung und fasste die satzungsgemäß festgelegten Beschlüsse. Der Vorsitzende des Beirats stellt das Verbindungsglied zwischen Geschäftsführung, Beirat und Gesellschaftern dar. Das Unternehmen möchte in den drei Hauptgeschäftsfeldern auch im Wirtschaftsjahr 2024-25 weiterhin überproportional am wieder wachsenden Markt für Öko-Agrarerzeugnisse partizipieren und seine Position als Marktführer für Druschfrüchte, Kartoffeln und Saatgut aus verbandsgebundenem Ökolandbau in Bayern ausbauen. Die deutliche Stärkung des Eigenkapitals wird die Stabilität und Resilienz des Unternehmens verbessern und die Basis für weitere Investitionen und strategische Beteiligungen darstellen. 5. Chancen- und Risikobericht Das Unternehmen grenzt seine Risiken durch ein Risikomanagementsystem ein. Wesentliche Risiken bestehen im Vermarktungsrisiko für die vertraglich gebundenen Erzeugnisse und die vorhandenen Lagerbestände, sowie in Ertrags- und Qualitätsschwankungen bei vertraglich verbundenen Erzeugerbetrieben in Kombination mit zu erfüllenden Absatzverträgen. Im Vordergrund stehen in jedem Anbaujahr witterungsbedingte Mindererträge oder Ertragsausfälle, aber auch Marktverwerfungen, Absatzrückgänge oder Rohstoffknappheiten. Darüber hinaus besteht unverändert das Risiko von Reklamationen mit verdeckten Mängeln in Form von Rückständen oder zu hohen Belastungen der Rohstoffe. Hier besteht ein internes Schadstoffmanagement-System sowie verschiedene Qualitätssicherungssysteme und -zertifizierungen, wie QS Futtermittel, QS Großhandel oder IFS. Zur Absicherung gegen mögliche Schadensfälle besteht eine erweiterte Vermögensschadens-Haftpflichtversicherung. Das Risiko, Produkte nicht absetzen zu können, ist wie oben beschrieben als gering einzuschätzen. Im Handelsgeschäft Druschfrüchte werden die Ein- und Verkaufskontrakte unverändert mit Gegenkontrakten gedeckt, um spekulative Risiken zu minimieren. Eine Über- oder Unterdeckung der Kontrakte ist durch absolute und relative Limits begrenzt. Dies dient der Minimierung von Preisänderungs- und Verfügbarkeits- aber auch Absatzrisiken. In den Bereichen Saatgut und Kartoffeln werden die Verkaufspreise unverändert unter Abzug der Marge direkt an die Lieferanten weitergegeben, so dass hier kaum ein Preisänderungsrisiko besteht. Um den Lieferanten die Vermarktung ihrer Felderzeugnisse sicherzustellen und um Schwankungen bei der Belieferung der Kunden auszugleichen, betreibt die Gesellschaft unverändert die Lagerhaltung von Druschfrüchten und von Saatgut. Der dadurch entstehenden Liquiditätsbelastung wird mit einer entsprechenden Finanz- und Liquiditätsplanung begegnet. Die Risikovorsorge wurde im Geschäftsjahr erneut ausgebaut und verbessert. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht bekannt. Ein stärkeres Augenmerk liegt zukünftig in der Bonitätsprüfung unserer Kunden, da insbesondere im landwirtschaftlichen Bereich die Zahlungsausfälle gestiegen sind und sich die wirtschaftliche Situation einzelner Betriebe aufgrund wiederholter witterungsbedingter Ernteausfälle und des niedrigen Preisniveaus für Druschfrüchte verschlechtert hat. Ein nicht unerhebliches Risiko stellt der Verlust von Führungskräften dar. Diesem Risiko haben wir uns durch eine weitere Vergrößerung des Führungsteams gestellt und werden wir zukünftig durch eine kontinuierliche Verbesserung der Attraktivität unseres Unternehmens als Arbeitgeber begegnen.
Pöttmes, 30.11.2024 Andreas Hopf, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Gesellschaftsvertrags zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 267 i.V.m. §§ 276, 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Darüber hinaus wurden Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten: Die Darlehen in Höhe von EUR 220.000,00 für welche zum 30.06.2020 von den Darlehensgebern Rangrücktrittserklärungen, mit folgendem Wortlaut "...Zur Vermeidung einer Überschuldung (§ 19 Abs. 2 Satz 2 InsO) tritt der Gläubiger mit seiner Forderung auf Rückzahlung des Darlehens (einschließlich Zinsen und sonstiger Nebenforderungen) hinter die gegenwärtigen und künftigen Forderungen zugunsten sämtlicher anderer Gläubiger im Sinne des § 39 Abs. 1 bis 5 InsO dergestalt im Rang zurück, dass Zahlungen auf die Forderung nicht erfolgen dürfen, wenn die Gesellschaft zahlungsunfähig oder überschuldet ist oder wenn und soweit die Zahlungen auf die Forderungen zu einer Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung führen würden, und nur nachrangig nach allen anderen Gläubigern, soweit nicht zur Erhaltung des satzungsmäßigen Stammkapitals erforderlich, aus künftigen Jahresüberschüssen, Bilanzgewinnen, einem Liquidationsüberschuss oder sonstigem freien Vermögen, jedoch vor den Einlagerückgewähransprüchen der Gesellschafter verlangt werden können..." erklärt wurden, sind mit Datum zum 30.06.2024 vollständig abgelöst worden. Bereits im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden EUR 30.000,00 hiervon zurückgewährt, da im Gegenzug neue Anteile in Höhe von EUR 30.000,00 gezeichnet und eingezahlt wurden. Insofern verbleiben keine von den Darlehen mit oben genannter Rangrücktrittserklärung (VJ: EUR 190.000,00). Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden seit dem Wirtschaftsjahr 2018/19 im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00 wurde für Zugänge bis zum Wirtschaftsjahr 2017/18 ein Sammelposten gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Der steuerliche Sammelposten wurde in die Handelsbilanz übernommen, da er von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, würde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden folgendermaßen bewertet: Die Fertigerzeugnisse wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich den angefallenen Nebenkosten (Transportkosten, Einlagerungs-/Trocknungs- und Reinigungskosten) angesetzt. Die Handelswaren wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert ausgehend vom erzielbaren Verkaufspreis wurden berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu ihren Anschaffungskosten angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand vorgenommen. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte: Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind in der Bilanz Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 67.425,16 (Vj.: EUR 48.160,72) enthalten. Damit bestehen insgesamt EUR 67.425,16 (Vj.: EUR 48.160,72) Forderungen gegen Gesellschafter. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in der Bilanz enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 223.034,67 (Vj.: EUR 262.762,84). Zusätzlich bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern die direkt ausgewiesen werden in Höhe von EUR 345.861,46 (Vj.: EUR 518.061,97). Damit bestehen insgesamt EUR 568.896,13 (Vj.: EUR 780.824,81) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen: Die Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH erhält für das Vorhaben "Wertschöpfungskette für regional erzeugte ökologische Speiseleguminosen und daraus hergestellte Nahrungsmittel" für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 eine Zuwendung aus dem Bundeshaushalt in Höhe von 13.691,38 EUR. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 43.480,06 EUR (VJ: 764,23 EUR) Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen folgende Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten enthalten: Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, Resturlaubsverpflichtungen und die Erstellung des Jahresabschlusses. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 7.500,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).
Latente Steuern Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt Aktive latente Steuern 43.480,06 EUR (Vj.: 764,23 EUR). Die aktiven latenten Steuern entfallen auf die im Berichtsjahr gebildeten Drohverlustrückstellungen und den Unterschiedsbetrag zwischen Handels- und Steuerbilanz bei anderen Rückstellungen, in Höhe von in Summe 156.900,77 EUR (VJ: 2.756,50 EUR). Dabei wurde ein Steuersatz von 27,7118 % angesetzt. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlichen beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 44. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Andreas Hopf ausgeübter Beruf: Dipl.-Ing. agrar (TU) Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Mit Eintragung ins Handelsregister zum 04.12.2023 erwarb die Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH eine Beteiligung an der ÖVG Ökologische-Vermarktungsgesellschaft in Höhe von 50 %. Die im folgenden dargestellten Kennzahlen ergeben sich aus dem letzten offengelegten Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2022. Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Mit Eintragung ins Handelsregister zum 24.01.2024 wurde die Georgs Bio-Bauern GmbH & Co. KG gegründet. Die Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH ist an dieser in einer Höhe von 7,91 %. Die einzige Komplementärin der oben genannten Kommanditgesellschaft ist die mit Eintragung ins Handelsreister zum 20.12.2023 gegründete Georgs Bio-Bauern Verwaltungsgesellschaft mbH, an welcher die Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH zu 100 % beteiligt ist. Hierdurch erlangt die Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH wesentlichen Einfluss im Rahmen Ihrer Geschäftsführertätigkeit auf die Georgs Bio-Bauern GmbH & Co. KG. Aufgrund des erst kurzfristigen Bestehens der beiden Gesellschaften liegen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 30.06.2024 der Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH noch keine Kennzahlen vor. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt 527.815,87 EUR. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von 490.500,45 EUR ergibt sich ein kumulierter Gewinnvortrag von 1.018.316,32 EUR, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. UNTERZEICHNUNG DES JAHRESABSCHLUSSES ZUM 30.06.2024
Pöttmes, 30. November 2024 Dipl.-Ing. agr. Andreas Hopf, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards of Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümer resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 11. Dezember 2024 HSL GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Bertram Schmidt, Wirtschaftsprüfer |
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