PMG Comtas Composite GmbHLiquidiert

21147 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 92133
Vorher
IMCAFI 57. Verwaltungs GmbHcomtas composite GmbH
Eingetragen
25.11.2004
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Die Gesellschaft hat Einrichtungsgegenstände, komplette Produktionsteile sowie den kompletten Kundenstamm der in Insolvenz befindlichen COMTAS Aerospace GmbH mit dem Sitz in Hamburg (HRB 71655) erworben. Das Unternehmen betreibt Entwicklung und Fertigung von mechanischen Werkzeugen, Maschinen und Einzelteilen, Apparate- und Anlagebau sowie Verkauf und Handel von eigenen und zugekauften Waren und die Verarbeitung von Verbundstoffen. Ausgenommen sind erlaubnispflichtige Tätigkeiten jeder Art.

Historie

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Management

NameRolle
Dietrich Freiburger
seit 11.6.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

PMG Comtas Composite GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

Lagebericht

Geschäftstätigkeit

Das Unternehmen produziert am Standort Hamburg und dem sich im Aufbau befindlichen Standort in Dresden Leichtbauprodukte aus Glas- und Kohlefaser. Diese finden sowohl im Interieur- als auch im Exterieurbereich der gesamten Airbus-Flotte und auch in der Pilatus PC-12 (Achtsitzer des zweitgrößten Flugzeugherstellers Europas mit Sitz in der Schweiz) Verwendung.

Branchensituation

Für die Flugzeugindustrie, insbesondere die Fluggesellschaften, hat sich der positive Trend aus 2007 anfangs fort gesetzt. Ende 2008 hat die wirtschaftliche Eintrübung langsam auch die Luftfahrtbranche erreicht. Die hohen Bestellzahlen aus 2007 konnten zwar in 2008 noch erreicht werden. Dies ist aber auf ein hohes Bestellaufkommen der ersten drei Quartale zurück zu führen. In 2009 besteht das Ziel der Flugzeughersteller darin, die bestehenden Aufträge zu halten, ohne dass Stornierungen zu einem Netto-Abfluss führen.

Die Schätzungen für das Wachstum des weltweiten internationalen Luftverkehrs für 2008 liegen durch den Einbruch zum Jahresende etwas unter dem Niveau von 2007. Das globale Luftfrachtaufkommen profitierte anfangs ebenfalls von dieser Entwicklung. Aufgrund der Transportfunktion für viele Branchen, die von der wirtschaftlichen Eintrübung betroffen sind, sank das Frachtaufkommen entsprechend stark. Für 2009 rechnet man mit einem Rückgang von 8% - 15%.

Die fallenden Energiepreise haben zu einer Entspannung auf der Kostenseite der Luftfahrtbranche gesorgt. Nach einem anfänglichen neuen Rekordniveaus der Kerosinpreise im 1. Quartal fielen diese im Jahresverlauf erheblich. Diese Kostenentlastung konnte jedoch das reduzierte Luftverkehrsaufkommen nicht kompensieren, so dass die Fluggesellschaften stark unter Druck gerieten.

Nach wie vor positiv sind die Bemühungen der beiden großen Flugzeughersteller Airbus und Boeing, Flugzeuge mit verbesserter Energiebilanz zu produzieren. Im Speziellen hat die Entwicklung des A380 von Airbus direkte Auswirkungen auf unser Unternehmen.

Gesamtwirtschaftliche Rahmendaten

Das weltweite Wirtschaftswachstum wurde auch 2008 von der Finanz- und Immobilienkrise dominiert und kühlte merklich ab. Gemäß Prognose reduzierte sich das Wachstum von 3,6% in 2007 auf 2,3% in 2008. Die Entwicklung des asiatischen Raumes (3,7%), welche ebenfalls gesunken ist, hat die Abschwächung in den USA und in der Euro-Zone nur in geringem Maße kompensieren können. Die Zuwachsraten liegen allesamt unter den Vorjahreswerten.

Umsatz und Auftragslage

Die Gesamtleistung in 2008 betrug € 8,4 Mio. und lag damit 3,7% über dem Vorjahreswert, während der Umsatz um 21,7% auf € 7,3 Mio. gesteigert werden konnte. Der Hochlauf der Serienproduktion des A380 spiegelt sich hierin wider.

Die Auftragslage ist entsprechend der Kundenbestellungen bei unserem Hauptkunden Airbus weiterhin zufriedenstellend. Verhandlungen über weitere Verlagerung von Produktionsteilen zu uns werden weiterhin geführt. Die Planung sieht vor, dass sich hierdurch unser Umsatz signifikant steigern wird.

Produktion

PMG Comtas produziert im Wesentlichen zwei Produktgruppen: Glasfaserprodukte für den Innenausbau und Außenabdeckungen sowie Kohlefaserprodukte für tragende Komponenten im Außenbereich für die gesamte Airbus-Familie sowie Pilatus, Schweiz.

Glasfaserprodukte sind u.a. Spiegelpanelen, Decken, Rückwände, Türen für die Bordtoiletten, sowie Abdeckungen für die Rettungsrutschen, verschließbare Ablagefächer für die Airbus-Familien A320, A330 und A380 und die gesamte Innenverkleidung inklusive Druckschottverblendung für die PC-12 des Herstellers Pilatus. Des Weiteren werden Wartungsklappen und Außenabdeckungen für A330 und A380 hergestellt.

Kohlefaserprodukte sind u.a. Profile, Winkel, Keile, Holmplatten, Ruderrippen und Höhenleitwerkschilder im Wesentlichen für A380 (sowie A321 ab 2010).

Der Anteil an Kohlefaserprodukten sinkt gegenüber 2007 leicht um 0,7% auf 8,3%. Verzögerungen bei Neuprojekten haben dazu geführt, dass der Bereich Kohlefaser hinter unseren Erwartungen zurück liegt. Um die Wirtschaftlichkeit der Glasfaserproduktion zu erhöhen, haben wir eine Niederlassung in Cossebaude, Dresden eröffnet. Ziel ist es zum einen freie Kapazitäten für die Kohlefaserproduktion in Hamburg zu generieren und zum anderen die Produktionskosten für Glasfaserprodukte zu senken. Damit werden wir weiterhin im Wettbewerb bestehen und haben die Möglichkeit durch größere Aufträge weitere Kostendegressionseffekte zu erreichen.

Materialwirtschaft

Der weltweite Konjunkturanstieg hatte erhöhte Energiepreise zur Folge. Dieser Trend aus 2007 wurde Ende 2008 gebrochen, nachdem sich die wirtschaftliche Lage in anderen Branchen verschlechtert hat. Mussten wir anfangs teilweise Preiserhöhungen hinnehmen, so konnten besonders im Metall-Rohstoffbereich wieder Preisreduzierungen erreicht werden.

Aufgrund der Branchenzugehörigkeit ist die Beschaffungsseite besonderen Bedingungen unterworfen. So müssen alle Zulieferer nach entsprechenden Luftfahrtnormen zertifiziert sein. PMG Comtas Composite GmbH ist durch ihre Zertifizierung befugt, selbst Unterlieferanten zu zertifizieren. Dies ist nicht immer bei allen Rohstoffen möglich, so dass Lieferanten in Teilen eine monopolistische Stellung erreichen. Im Gegenzug haben wir die Möglichkeit, zu den Einkaufskonditionen von Airbus Rohstoffe zu beziehen.

Investitionen

Das Gesamtinvestitionsvolumen lag bei netto T€ 537.

Die geänderte Investitionsplanung sieht weitere Investitionen i.H.v. ca. T€ 900 in 2009 vor (u.a. Fräsbearbeitungsmaschinen), um manuelle Tätigkeiten zu automatisieren und hieraus Produktivitätssteigerungen zu erreichen. Darüber hinaus sind weitere Investitionen für die neuen Projekte mit Airbus vorgesehen.

Personal

Aufgrund der hohen manuellen Tätigkeiten, welche bei der Produktion anfallen beschäftigen wir qualifiziertes Personal mit handwerklichem Geschick. Unser Mitarbeiterstamm setzt sich aus erfahrenen Handwerkern mit langjähriger Betriebszugehörigkeit zusammen. Wir legen sehr viel Wert auf eine intensive Einarbeitungsphase unsere Mitarbeiter, um die erforderliche Produktivität zu gewährleisten. Insbesondere der Bereich Qualitätssicherung erfordert aufgrund der Kundenanforderungen und Zertifizierungsregelungen regelmäßige Schulungen. Das Unternehmen hat zum Jahresende 104 Mitarbeiter beschäftigt, davon 30 in der Niederlassung in Cossebaude.

Sonstige wichtige Vorgänge

Wir pflegen zu unseren Kunden langjährige Geschäftsbeziehungen. Um zukünftige Kundenaufträge auf eine mittelfristige Basis zu stellen, haben wir mit unserem Hauptkunden Airbus über alle wesentlichen Projekte Fünf-Jahres-Verträge abgeschlossen. Damit erhöht sich für uns die Planungssicherheit über Produkte, Mengen und Preise.

Vermögenslage

Die Vermögenslage ist aufgrund der weiteren Ingangsetzungskosten im Zusammenhang mit dem Aufbau des neuen Standortes in Cossebaude sowie der Aufnahme zahlreicher neuer Projekte und der damit verbundenen Anlaufkosten angespannt. Zudem haben operative Schwachstellen die Vermögenslage belastet. Damit einher geht eine Eigenkapitalunterdeckung per Ende 2008 von -T€ 2.842, die sich auch im Jahresverlauf 2009 fortgesetzt hat. Es stehen jedoch im Gegenzug hinreichende Eigenkapital ersetzende Gesellschaftermittel zur Verfügung, so dass ein positives wirtschaftliches Eigenkapital zum Stichtag ausgewiesen wird.

Die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft ist damit in vollem Umfang durch die Einbindung in den PMG-Konzern gegeben. Zur weiteren Verbesserung der Kapitalausstattung im Konzern ist im Jahr 2009 bei der Muttergesellschaft eine Kapitalerhöhung von € 2,5 Mio. geplant.

Finanzlage

Unser Cash-Flow wurde in 2008 stark durch die Vorlaufkosten der Neuprojekteinführungen, den Aufbau unserer Niederlassung in Cossebaude sowie aufgrund zahlreicher Schwachstellen bei Fertigungsprozessen belastet. Entsprechend hat der Mittelabfluss den Mittelzufluss übertroffen. Aufgrund unserer Einbindung in den PMG-Konzern war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit sichergestellt. Auch zukünftig wird der PMG-Konzern Liquidität zur Verfügung stellen, um die geplanten Maßnahmen und Investitionen zu finanzieren.

Durch die Kapitalerhöhung bei der Muttergesellschaft ist eine Stärkung des Finanzmittelfonds geplant. Die Finanzmittel können in Form einer Eigenkapitalstärkung bzw. durch langfristige Gesellschafterdarlehen zufließen. So ist der notwendige Liquiditätsbedarf weiterhin sichergestellt.

Ertragslage

Die Ertragslage sieht wie folgt aus: bei einem gestiegenen Umsatz gegenüber dem Vorjahr, sanken das operative Ergebnis (EBITDA) auf T€ -1.463 (Vorjahr T€ 1), das EBIT auf T€ -2.242 (Vorjahr T€ -437) und das Vorsteuerergebnis (EBT) auf T€ -2.756 (Vorjahr T€ -702). Die Ergebnisverschlechterung liegt im Aufbau unserer Niederlassung in Cossebaude sowie den zahlreichen Schwachstellen in unseren Fertigungsprozessen begründet.

Im Laufe des Jahres 2009 hat sich der negative Trend stark vermindert fortgesetzt, das operative Ergebnis ist weiterhin negativ. Eine intensive Analyse dieser Entwicklung sowie gezielte Gegenmaßnahmen wurden bereits durchgeführt, bzw. erarbeitet. Neben einer Optimierung der Kalkulationsgrundlagen für Kundenaufträge werden Verbesserungen der Produktionsabläufe und Fertigungsprozesse in Hamburg und Cossebaude bis 2010 umgesetzt. Es hat sich gezeigt, dass der Aufbau des neuen Standortes Cossebaude noch nicht abgeschlossen werden konnte und das Konzernergebnis 2008 in größerem Umfang belastet hat.

Unsere Prognoserechnungen zeigen dass sich die Situation ab Mitte 2010 nachhaltig verbessert und sich insbesondere der Standort in Cossebaude rentiert. Weitere Verlagerungen von Projekten sind nach wie vor geplant und im Maßnahmenkatalog enthalten. Für 2009 erwarten wir einen Umsatz, der leicht über dem Vorjahresniveau liegen wird. Das Ergebnis wird sich deutlich verbessern, jedoch noch im negativen Bereich liegen. Nach Umsetzung der festgelegten Maßnahmen erwarten wir in 2010 ein positives Ergebnis in der Gesellschaft. Auf dieser Basis ist ein nachhaltiges Wachstum in 2011 und 2012 mit guten Ertragsaussichten möglich.

Kunden des Unternehmens

Aufgrund des Marktoligopols auf der Nachfrageseite umfasst unser Kundenkreis im Wesentlichen den EADS-Konzern und Pilatus, Schweiz. Hierbei treten wir entweder als direkter Lieferant auf oder liefern als 2nd-Tier-Supplier:

Segment Umsatz Ant.
Glasfaser 6.659 91%
Kohlefaser 609 8%
Ingenieursschulung 61 1%
Summe in T€ 7.329  

Umsätze 2008

Ende 2008 hat sich abgezeichnet, dass in Teilbereichen auch unsere Kunden von dem wirtschaftlich schwierigen Umfeld nicht verschont geblieben sind. Entsprechend werden die Umsätze in geringerem Maße als geplant ansteigen.

Risiken der künftigen Entwicklung

Aufgrund der Luftfahrtbranche bewegen wir uns in einem oligopolistischen Markt auf der Nachfrageseite. Dadurch besteht für uns als Zulieferer eine natürliche Abhängigkeit von der Produktionsperformance unserer Kunden. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass bei Produktneueinführungen mit erheblichen Verzögerungen und Mehrkosten zu rechnen ist. Dies traf auf frühere Neueinführungen genauso zu wie es jetzt für den A380, A400M (beide Airbus) und den Dreamliner (Boeing) gilt. Unsere Neuaufträge im Kohlefaserbereich aus 2006 betrafen wesentlich den A380, so dass wir in 2007 erheblich unter der Lieferverzögerung zu leiden hatten. In 2008 haben wir bereits erhebliche Steigerungsraten verzeichnet. Wir gehen davon aus, dass die Probleme weitgehend gelöst sind. Abnahmeprobleme bei den Luftfahrtgesellschaften für bestellte Maschinen (Airbus, Pilatus) könnten die Produktionsrate sinken lassen, so dass auch wir mit einer geringeren Auslastung rechnen müssten. Weitere Risiken sind uns nicht bekannt, die ein zukünftiges Fortbestehen der Gruppe gefährden könnten.

Voraussichtliche Entwicklung

Unsere Zielsetzung ist es, ein margenstarkes Produktportfolio aufzubauen. Hier sind wir mit unserem Bereich Kohlefasertechnologie auf einem sehr guten Weg. Die Projekte, die wir akquiriert haben, sind ein erster Schritt in diese Richtung. Weitere Projekte werden folgen. Die Verhandlungen haben wir in 2008 aufgenommen und werden in 2009 fortgesetzt.

2008 konnten wir unseren Umsatz bereits auf € 7,3 Mio. steigern. Der Anlauf der Produktion des A380 sowie unsere Kapazitätserweiterung in Cossebaude ist die Basis für diese Entwicklung. Während der Startphase der neuen Niederlassung auch in 2008 war noch eine höhere Kostenbelastung hinzunehmen. In 2009 soll diese abgeschlossen werden und durch die Umsatzsteigerungen mit den neuen Projekten Ende 2009 den Turn-Arround erreichen. 2010 und 2011 planen wir ein Wachstum gegenüber 2009 von über 25% auf € 11,5 Mio. bzw. € 14,5 Mio., welches wir durch unseren Kunden Airbus erreichen. Die anvisierte EBIT-Marge liegt bei 10%.

Diese Neuprojekte setzen weitere Investitionen voraus. Dies schließt Neuinvestitionen in Mitarbeiter und Maschinenpark sowie Vorfinanzierungsbedarf mit ein.

Risikomanagement

Wesentliche Risiken wie Zinsänderungsrisiko und Währungsrisiko werden über die Muttergesellschaft abgedeckt. Das Liquiditätsmanagement wird in enger Abstimmung mit der Muttergesellschaft wahr genommen. Mögliche Liquiditätsrisiken werden über den Gesamtkonzern gesteuert. Operative Risiken wie Kapazitätsengpass-, Lieferanten-, Kunden- oder Personalrisiko werden von den Fachabteilungen überwacht und in regelmäßigen Abständen dem Management berichtet. Dieses bewertet die Risiken und trifft kurzfristig Gegenmaßnahmen. Das Management ist ebenfalls für die Einschätzung von Marktrisiken und Auswirkungen aus der konjunkturellen Entwicklung verantwortlich. Das Produkt-Haftungsrisiko ist durch entsprechende Policen für die Luftfahrtbranche ausgeschlossen.

Zweigniederlassungen

Um den Marktanforderungen im Glasfaserbereich gerecht zu werden, haben wir im 4. Quartal 2007 bei der PMG Comtas Composite GmbH eine Niederlassung in Cossebaude, Dresden, eröffnet. Ziel ist es durch Kostensenkungen eine wettbewerbsfähige Produktion weiterhin aufrecht zu erhalten und in Hamburg für neue Projekte Kapazitäten zu schaffen. Die Niederlassung wurde mit einem entsprechenden Maschinenpark ausgestattet und befindet sich in der Serienfertigung. Weitere Produkte planen wir zu verlagern. In 2008 belief sich der Umsatz auf über T€ 1.500. In 2009 liegt der zu erwartende Umsatz leicht unter Vorjahresniveau.

 

Hamburg, im Oktober 2009

PMG Comtas Composite GmbH

Dr. Frank Döring

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

  31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
A. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 1.067.619,00 804.502,00
B. Anlagevermögen 1.984.869,00 2.025.615,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 139.415,00 43.216,00
II. Sachanlagen 1.845.454,00 1.982.399,00
1. technische Anlagen und Maschinen 598.311,00 539.373,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.247.143,00 1.443.026,00
C. Umlaufvermögen 4.667.916,62 3.892.797,27
I. Vorräte 3.105.265,43 2.913.297,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.560.984,97 971.830,84
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.666,22 7.668,75
D. Rechnungsabgrenzungsposten 46.177,28 41.908,59
E. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.841.926,33 85.711,72
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.608.508,23 6.850.534,58

Passiva

   
  31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
A. gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto/ Kapitalanteile 25.000,00 25.000,00
B. Verlustvortrag 110.711,72 -456.265,93
C. Jahresfehlbetrag 2.756.214,61 566.977,65
D. Rückstellungen 340.797,00 297.648,00
E. Verbindlichkeiten 10.267.711,23 6.552.886,58
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.439.873,27 1.359.593,47
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.117.855,00 1.158.751,31
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.616.940,45 734.841,89
davon mit einer Restlaufzeit zu einem Jahr 2.616.940,45 734.841,89
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.608.508,23 6.850.534,58

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2008 - 31.12.2008
EUR
1.1.2007 - 31.12.2007
EUR
1. Betriebsergebnis (GKV) -2.241.735,78 -436.929,35
a) Rohergebnis 5.215.481,74 5.525.769,66
b) Personalaufwand -3.597.065,48 -2.995.766,83
Löhne und Gehälter -3.023.990,31 -2.505.070,79
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -573.075,17 -490.696,04
c) Abschreibungen -779.067,60 -438.305,22
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs -779.067,60 -438.305,22
d) sonstige betriebliche Aufwendungen -3.081.084,44 -2.528.626,96
2. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 136,56 286,00
3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -514.185,39 -265.198,30
davon an verbundene Unternehmen 120.639,30 36.532,64
4. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -2.755.784,61 -701.841,65
5. Steuern vom Einkommen und Ertrag -386,00 134.908,00
6. sonstige Steuern -44,00 -44,00
7. Jahresfehlbetrag 2.756.214,61 566.977,65

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der PMG Comtas Composite GmbH ist nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt nach den in § 267 Abs. 1 HGB bezeichneten Größenmerkmalen die Voraussetzungen als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Es besteht eine gesetzliche Prüfungspflicht.

Die Gliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den Bestimmungen der §§ 266 Abs. 2 und 275 Abs. 2 HGB unter Beachtung der Regelungen des § 42 GmbHG. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden richten sich nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung unter Beachtung der Vorschriften nach §§ 246 bis 256 HGB und der ergänzenden Regelungen für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 bis 283 HGB.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes

Durch den Aufbau des Geschäftszweigs "Kohlefasertechnologie" wurden Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebes verursacht. Die Aufwendungen lassen sich wie folgt zuordnen:

- Schulungskosten für Mitarbeiter TEUR 784
- Materialkosten TEUR 232
- Sonstiges TEUR 52

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode auf der Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, wobei die steuerlich zulässigen Abschreibungssätze zugrunde gelegt werden.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Einstandswerten angesetzt. In Fremdwährung angeschaffte Rohstoffe werden zum Tageskurs in Euro umgerechnet.

Die Herstellkosten der unfertigen und fertigen Leistungen werden retrograd unter Berücksichtigung des Fertigungsgrades und eines angemessenen Bewertungsabschlages ermittelt.

Die Bilanzierung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt mit dem jeweiligen Nennwert. Erkennbare Risiken sind, soweit erforderlich, durch Wertberichtigungen berücksichtigt. In Währung (i.w. USD) fakturierte Forderungen werden zum Tageskurs in Euro umgerechnet. Zur Beachtung des Niederstwertprinzips wird der ggfs. niedrigere Stichtagskurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag des Kassenbestandes und der Bankguthaben angesetzt.

Rückstellungen/Verbindlichkeiten

Die gebildeten sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht.

Angaben zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des in der Bilanz ausgewiesenen Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Umlaufvermögen

Vorräte

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Projektanlaufkosten beinhalten angefallene Vorlaufkosten wie Konstruktions- und Designtätigkeiten, Programmerstellungen einschl. Test, Erstmusterdokumentationen usw., bis die von der Gesellschaft zu fertigenden Komponenten serienproduktionsreif sind. Die Auflösung des Postens erfolgt über die in Rahmenverträgen vorgesehenen Abnahmemengen der entsprechenden Bau- und Systemteile.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (TEUR 145) sowie Investitionszulagen (TEUR 151).

Eigenkapital

Durch den Jahresfehlbetrag von TEUR -2.756 wird zum Bilanzstichtag ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR -2.842 ausgewiesen. Die nominell bestehende Überschuldung ist durch eine Rangrücktrittserklärung der Muttergesellschaft beseitigt worden.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen den voraussichtlichen Abrechnungsaufwand aus der Ertragsteuerbelastung des Vorjahres.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen die noch offenen Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Abschluss- und Prüfungskosten sowie pauschale Gewährleistungsaufwendungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sind nachfolgend dargestellt:

Verbindlichkeitsspiegel:

  Stand 31.12.2008
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.439.873,27 1.117.855,00 322.018,27 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 966.140,12 966.140,12 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter 5.124.450,29 3.421.987,15 1.702.463,14 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.616.940,45 2.616.940,45 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 120.307,10 120.307,10 0,00 0,00
  10.267.711,23 8.243.229,82 2.024.481,41 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit einer Restlaufzeit zwischen ein und fünf Jahren betreffen in diesem Zeitraum endfällige Darlehen.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen noch offene Abrechnungen aus dem Personalbereich ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Anzahl der Beschäftigten:

  Durchschnitt im Berichtsjahr Stand zum 31.12.2008
Angestellte 21 21
Gewerbliche Mitarbeiter 77 80
Gesamt 98 101

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

Herr Thomas Budniok (bis 09. Juni 2009)

Herr Peter Disch (bis 30. Juni 2009)

Herr Dr. Frank Döring (ab 12. Juni 2009)

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag von EUR -2.756.214,61. Die Geschäftsführung schlägt vor, den sich unter Verrechnung des Jahresergebnis ergebenden Bilanzverlust in Höhe von EUR -2.866.926,33 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Es bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

Gebäude und Lagerhallen EUR 298.148,00
Fahrzeuge EUR 13.403,16
Betriebs- und Geschäftsausstattungen EUR 15.537,00

Anlagenspiegel siehe Folgeseite

 

Hamburg, im Juni 2009

Anlagenspiegel zum 31.12.2008

  Entwicklung der Herstellungs- und Anschaffungskosten
Stand 01.01.2008
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2008
EUR
- Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes 804.502,00 464.242,00 0,00 1.268.744,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.563,19 121.682,30 0,00 188.245,49
  66.563,19 121.682,30 0,00 188.245,49
II. Sachanlagen        
1. technische Anlagen und Maschinen 791.979,15 232.990,40 0,00 1.024.969,55
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.965.395,69 182.523,90 0,00 2.147.919,59
  2.757.374,84 415.514,30 0,00 3.172.889,14
  3.628.440,03 1.001.438,60 0,00 4.629.878,63
  Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
Stand 01.01.2008
EUR
Abschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2008
EUR
- Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes 0,00 201.125,00 0,00 201.125,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.347,19 25.483,30 0,00 48.830,49
  23.347,19 25.483,30 0,00 48.830,49
II. Sachanlagen        
1. technische Anlagen und Maschinen 252.606,15 174.052,40 0,00 426.658,55
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 522.369,69 378.406,90 0,00 900.776,59
  774.975,84 552.459,30 0,00 1.327.435,14
  798.323,03 779.067,60 0,00 1.577.390,63
  Buchwert
31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
- Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes 1.067.619,00 804.502,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 139.415,00 43.216,00
  139.415,00 43.216,00
II. Sachanlagen    
1. technische Anlagen und Maschinen 598.311,00 539.373,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.247.143,00 1.443.026,00
  1.845.454,00 1.982.399,00
  3.052.488,00 2.830.117,00

Berichtsprüfung

Bestätigungs-/Versagungsvermerk/Bescheinigungstext

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 (Anlagen 1 bis 3) sowie dem Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008 (Anlage 4) der PMG Comtas Composite GmbH, unter dem Datum vom 30. November 2009 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

Wir haben den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung der PMG Comtas Composite GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag) liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Überzeugung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Berichterstattung im Lagebericht der Gesellschaft hin, nach der die finanzielle Handlungsbereitschaft im Wesentlichen von der Mittelzuführung der Muttergesellschaft abhängig ist. Die weitere Entwicklung der Gesellschaft hängt weiterhin davon ab, dass sich die von der Geschäftsführung erstellte Unternehmensplanung realisiert.

 

Schwabhausen, den 30. November 2009

SHD Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Achim Darius, Wirtschaftsprüfer

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