HANZA Assembly Remscheid GmbH

Leverkuser Straße 65, 42897 Remscheid, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 30263
Vorher
HANZA GmbH
Eingetragen
24.10.2019
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von bestückten Leiterplatten
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und Montage und Inbetriebsetzung elektrotechnischer und elektronischer Bauteile und Komponenten (Hardware) sowie von Programmen (beispielsweise Umrichter-Software, Komponentensoftware) sowie der Handel mit diesen Bauteilen, Komponenten und Programmen. Der Gegenstand des Unternehmens erstreckt sich auch auf alle Hilfs- und Nebengeschäfte, die mit dem Hauptzweck in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vladimir Shabes
seit 23.1.2026
Geschäftsführer
Michael Hoffmann
seit 24.10.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
HANZA ABSWE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HANZA Assembly Remscheid GmbH (vormals: HANZA GmbH, Remscheid)

Remscheid

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2022 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

HANZA ASSEMBLY REMSCHEID GMBH REMSCHEID

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Das Unternehmen

Die HANZA Assembly Remscheid GmbH (vormals: HANZA GmbH) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Holdinggesellschaft HANZA Germany GmbH die zum schwedischen Konzern HANZA AB mit Sitz in Kista/Schweden gehört. Die Gesellschaft ist ein Unternehmen der Elektro- und Maschinenbauindustrie.

Das Leistungsangebot des Unternehmens umfasst die folgenden Produktbereiche:

Forschung und Entwicklung von elektronischen und elektrotechnischen Lösungen für Aufgabenstellungen im Maschinen- und Anlagenbau und der Mechatronik im Auftrag

Electronic Manufacturing Services (EMS) - Produktion elektronischer und elektrotechnischer Baugruppen und Geräte

Schaltschrankbau

Kabelkonfektionierung

Komplettlösungen aus einer Hand

Nachdem das Unternehmen im Verlauf des Geschäftsjahres 2019 durch die HANZA Gruppe, einem in neun Ländern in Europa und China agierenden Anbieter von Auftragsfertigung im Bereich der Mechanik, Blechverarbeitung und Elektronik, mit im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 2.800 Mitarbeiter und ca. 550 Mio. Euro Umsatz, im Rahmen eines Share Deals gekauft worden ist, konnte die Integration in die Konzernstruktur bis zum 30. September 2020 abgeschlossen werden.

Das Unternehmen hat einen Forschungs- und Entwicklungsbereich, der mit den folgenden Kompetenzen ausgestattet ist:

Elektronikentwicklung in Hardware und Software

Softwareentwicklung

Mechanische Konstruktion und Entwicklung

Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) - Labor

Projektmanagement

Schwerpunkte der Forschung und Entwicklung sind:

Leistungselektronik

Antriebstechnik

Induktionstechnik

Mess-, Steuer- und Regeltechnik

Messdatenerfassung und Auswertung

Insgesamt wurden im Entwicklungs- und Konstruktionsbereich 9 Mitarbeiter beschäftigt, für die im Geschäftsjahr 2023 ein fakturierter Umsatz in Höhe von TEUR 457 (im Vorjahr: TEUR 750) berichtet wird. Die Gesamtkosten der relevanten Kostenstellen betragen rd. TEUR 2.106 (im Vorjahr: TEUR 2.012).

2. Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell basiert auf dem einzigartigen Konzept "All you need is one", welches sowohl am Standort Remscheid als auch clusterweit in den HANZA Werken umgesetzt wird. Das Konzept beruht auf dem Angebot von Produktions- und Fertigungstechnik aus einer Hand (Full-Service-Dienstleister). Hierdurch können wir unsere Kunden bei der Reduzierung von Produktionskosten sowie einer höheren Flexibilität unterstützen. Das Unternehmen verfügt über umfassende Erfahrungen in verschiedenen Entwicklungs- und Produktionsbereichen. Dieses Know-how ermöglicht es, den vollständigen Prozess von der Idee bis hin zur Lieferung des fertigen Produkts und der Inbetriebnahme abzudecken. Die gesamte Produktion findet unter einem Dach statt. So wird die Lieferung an den Endkunden kosten- und CO 2 -effizient, sicher und zuverlässig. Die Kunden des Unternehmens sind in den unterschiedlichsten Branchen tätig: Maschinen- und Anlagenbau, Medizin-, Energie- und Systemtechnik, Getränkeindustrie, Fahrtreppen und Aufzugstechnik sowie Bergbau und Bautechnik

Ferner unterstützt die Abteilung für Forschung & Entwicklung die Entwicklung der produktbesitzenden Unternehmen.

Die Nachfrage an diesem Komplettangebot hat sich während der jüngeren Vergangenheit deutlich gesteigert und wird sich auch zukünftig durch die zunehmende Komplexität der vielfältigen Beschaffungsprozesse weiter erhöhen.

II. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Entwicklung der Branche

Im Jahr 2023 verringerte sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3 %, nachdem im Vorjahr ein Wachstum von 1,8 % erzielt werden konnte (Quelle: Statistisches Bundesamt). Im Jahr 2023 war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands weiterhin durch den am 24. Februar 2022 begonnenen Einmarsch russischer Streitkräfte in die Ukraine als auch teils massiven Energiepreiserhöhungen stark geprägt. Obwohl das COVID-19 Infektionsgeschehen und auch die damit einhergehenden Schutzmaßnahmen abnehmend war, trugen verschärfte Material- und Lieferengpässe, steigende Preise für beispielsweise Energie und Nahrungsmittel sowie auch der fortwährende Fachkräftemangel im Ergebnis zu einem, vergleichsweise, niedrigeren Bruttoinlandsprodukt bei. Aufgrund der andauernden Kriegslage sowie anhaltend hoher Preise auf allen Wirtschaftsstufen erreichte die Wirtschaftsleistung nicht das Vorkrisenniveau. Ferner trugen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie einer geringen Nachfrage aus dem In- und Ausland zu dieser Entwicklung maßgeblich bei. Dabei trugen insbesondere die Konsumausgaben der Privathaushalte (-0,8 %) sowie des Staates (-1,7 %) zum Rückgang der wirtschaftlichen Lage bei.

Darüber hinaus verringerte sich der Geschäftsklimaindex insgesamt im Monat Dezember im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere im Bereich des verarbeitenden Gewerbes ist der Geschäftsklimaindex markant gefallen und auch in den Erwartungen ist eine deutliche Abnahme zu verzeichnen. Zurückzuführen ist dies auf eine unklare Entwicklung für energieintensive Unternehmen sowie einem rückläufigen Auftragsbestand (Quelle: ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.).

Das ZVEI-Konjunkturbarometer berichtet in der Ausgabe Februar 2024, dass im gesamten Jahr 2023 die Auftragseingänge um 2,2 % im Vergleich zum Vorjahreswert gesunken sind. Die Inlandsbestellungen konnten ein Plus von 2,6 % ausweisen, während die Auslandsbestellungen um 6,1 % geringer ausfielen.

Ferner informiert das ZVEI-Konjunkturbarometer über die gesamten Branchenerlöse im Jahr 2023, welche auch Dienstleistungen enthalten. Im Gesamtzeitraum von Januar bis Dezember 2023 stiegen die Branchenerlöse um 6,0 % auf MrdEUR 238,1. Der Inlandsumsatz belief sich auf MrdEUR 115,0 (+7,2 %) und der Auslandsumsatz auf MrdEUR 123,1 (+5,1 %). Mit Partnern aus dem Euroraum gab es eine Zunahme der Geschäftsbeziehungen um 5,8 % auf MrdEUR 44,0, mit Drittländern fiel das Plus mit 4,7 % auf MrdEUR 79,1 etwas höher aus (Quelle: ZVEI e.V.)

Das deutsche BIP-Wachstum 2023 lag mit -0,3 % unterhalb des Durchschnitts der EU-Länder. Die Mitglieder der Eurozone verzeichneten eine Erhöhung von 0,4 % (Vorjahr: 3,5 %). Die insgesamt 27 EU-Staaten verzeichneten eine Erhöhung von 0,6 % (Vorjahr: 3,5 %). Allerdings verläuft die Konjunktur, wie in den Vorjahren, in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich (Quelle: Statista GmbH / EUROSTAT).

Der fortgeführte russische Angriffskrieg gegen die souveräne Ukraine und damit einhergehende Unsicherheiten und Belastungen als auch ein schwacher Konjunkturverlauf haben den deutschen Arbeitsmarkt beeinflusst. Gleichwohl stellte sich der Arbeitsmarkt durch eine gewisse Robustheit dar, in dessen eine der niedrigsten Anzahl von Arbeitslosen nach der Wiedervereinigung verzeichnet werden konnte. Im Zusammenhang mit dem Anstieg der Energiekosten sowie dem schwachen Konjunkturverlauf wurde der Arbeitsmarkt in Teilen auch wieder durch den Einsatz von Kurzarbeit gestützt. Zwar hat diese im Vergleich zum Einsatz während der COVID-19 Pandemie deutlich abgenommen, allerdings ist das Niveau vor 2019 noch nicht erreicht. Mit 45,93 Millionen Erwerbstätigen befindet sich der Beschäftigungsstand leicht über Vorjahresniveau. Die Erwerbslosenquote im Jahr 2023 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 %-Punkte auf 5,7 % (Quelle: Bundesregierung). Auch im internationalen Vergleich ist Deutschlands Arbeitsmarkt weiterhin in der Spitzengruppe zu finden. In Europa hat Deutschland mit die geringste Erwerbslosenquote und liegt mit 3,1 % im Dezember 2023 deutlich unter dem Schnitt der 27 EU-Staaten (6,0 %) sowie der Eurozone (6,5 %). Lediglich die Tschechische Republik (2,8 %) und die Republik Polen (3,0%) lagen vor Deutschland (Quelle: EUROSTAT, Statistisches Bundesamt).

Die Verbraucherpreise sind im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % (Vorjahr: 6,9 %) gestiegen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde wie im vorangegangenen Jahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte. Zudem zeigten sich im Jahresverlauf in den monatlichen Inflationsraten auf der Verbraucherebene Sondereffekte auch infolge der umgesetzten Entlastungsmaßnahmen.

Die Gründe für den Anstieg sind im Wesentlichen die Verteuerung von Energieprodukten, darunter insbesondere Haushaltsenergieprodukte, wie Strom oder Erdgas. Die von der Bundesregierung eingesetzten Gegenmaßnahmen milderten diesen Effekt nur temporär ab.

III. Geschäftsverlauf und Geschäftslage

1. Geschäftsverlauf

a. Leistungsindikatoren

Wesentliche interne Steuerungsgrößen zur Überwachung der Gesellschaft sind die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren:

Kundenumsatz

EBIT

Schadenfälle

Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:

Vorjahresvergleich 2023 2022 Veränderung
Absolut Absolut Absolut %
Kundenumsatz (TEUR) 40.167 32.400 7.767 24,0
EBIT (TEUR) * 1.799 336 2.025 602,7
Schadenfälle (Reklamationen pro Millionen Teile) 357 332 25 7,5
Ist vs. Plan 2022 Ist 2023 Plan 2023 Abweichung
Absolut Absolut Absolut %
Kundenumsatz (TEUR) 40.167 35.966 4.201 11,7
EBIT (TEUR) * 1.799 2.451 -90 -3,7
Schadenfälle (Reklamationen pro Millionen Teile) 357 46 -111 -23,7

* Geschäftsjahr 2022 bereinigt um den Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der Anteile an der HANZA Czech Republic s.r.o.

b. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der finanzielle Leistungsindikator Kundenumsatz entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr deutlich positiv. Das operative Ergebnis (EBIT) blieb nur leicht hinter der Planung zurück.

c. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die HANZA Assembly Remscheid GmbH ist nach ISO 9001 zertifiziert, befolgt die Prozesse und Anforderungen der ISO 14001 und 50001 und betreibt ein Qualitätsmanagement System mit Fokus auf Leistungs¬indikatoren wie:

Kundenzufriedenheit

Lieferfähigkeit

Reklamationen und Gewährleistungskosten

Im Rahmen der Integration in den HANZA Konzern wird darüber hinaus die Einhaltung der ISO 27001 Prozesse und Anforderungen implementiert. Die wesentlichen, nicht-finanziellen, monatlich zu berichtenden, operativen KPIs der HANZA Group betreffen:

Lagerumschlaghäufigkeit

On Time Delivery

Accidents

Fluktuationsrate im ersten Jahr der Beschäftigung

Head Count & Full Time Equivalents

Das durch diese Leistungsindikatoren verfolgte Ziel ist die Gründung einer Basis zum Halten und Ausbauen von Bestandskunden, Sicherung des nachhaltigen Geschäftserfolges durch sichtbare Leistungsfähigkeit und Schaffung eines nachhaltigen Arbeitsumfeldes für unsere Mitarbeiter und die Gesellschaft.

Kennzahlen, die den Kundenservice messen, spielen eine wichtige Rolle in unserem Unternehmensalltag. Dabei wird den Schadensfällen eine große Bedeutung beigemessen, denn die mangelfreie Lieferung ist eine wesentliche Voraussetzung für eine hohe Kundenzufriedenheit. Aufgrund der gezielten Auswahl unserer Partner im Logistikbereich und einer durchgängigen Qualitätskontrolle, haben bei gesteigerten Sendungsvolumen die Schadensfälle nur marginal zugenommen. Diesen bewegen sich weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau.

2. Vermögenslage

Das Working Capital hat sich im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 9.165 auf TEUR 14.497 erhöht. Maßgeblichen Anteil an dem Anstieg hatten sowohl die Erhöhung der kurzfristigen Forderungen um TEUR 1.448 auf TEUR 7.483 als auch der Anstieg der liquiden Mittel von TEUR 18 auf TEUR 1.645. Dementgegen steht der Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten, welche sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 5.174 (Vorjahr: TEUR 6.956) belaufen. Der Anstieg der liquiden Mittel geht auf eine Darlehensgewährung seitens des Konzerns als vorbereitende Handlung zur Implementierung eines gruppenweiten Cash-Pooling im Geschäftsjahr 2024 zurück.

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 25.710 (Vorjahr: TEUR 23.350) und besteht auf der Aktivseite wie im Vorjahr im Wesentlichen aus dem Vorratsbestand sowie den Forderungen aus Darlehen gegen verbundene Unternehmen. Im Berichtsjahr wurde, wie im Vorjahr, von dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, so dass die Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von TEUR 1.604 (Vorjahr: TEUR 2.964) offen von dem Posten Vorräte abgesetzt wurden.

Aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 1.266 (Vorjahr: TEUR 844) beträgt das Eigenkapital zum Bilanzstichtag TEUR 7.009 (Vorjahr: TEUR 5.742). Die Eigenkapitalquote beträgt 27,3 % (Vorjahr: 24,6 %). Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich von TEUR 1.535 auf TEUR 957. Demgegenüber stehen höhere Verbindlichkeiten im Verbundbereich, welche auf eine Darlehensaufnahme und damit einhergehend reduzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen sind. Zudem wurden aufgrund des im Geschäftsjahr erzielten Jahresüberschusses, Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 0) gebildet.

3. Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie im Bedarfsfall durch die ihr übergeordnete HANZA-Gruppe. Überdies wird durch den Einsatz von kundenspezifischen Factoring-Maßnahmen ausreichende Liquidität sichergestellt. Die Zahlungsfähigkeit war mit einem Bestand in Höhe von TEUR 1.645 liquider Mittel und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen fremde Dritte und verbundene Unternehmen sowie Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 12.808 zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der Fälligkeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 3.211 und gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.831 zum Bilanzstichtag gegeben. Überdies setzt die Gesellschaft Factoring-Maßnahmen ein, um Zahlungseingänge zu steuern.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die HANZA Assembly Remscheid GmbH insgesamt TEUR 109 überwiegend in Software und Geschäftsausstattung sowie technische Anlagen und Maschinen investiert.

4. Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr schloss das Unternehmen bei Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 40.167 (Vorjahr: TEUR 32.400) mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.266 (Vorjahr: TEUR 844) ab. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert unter Anderem aus der im Vorjahr eingeleiteten Verlagerung der Elektronikfertigung an die HANZA Electronics Mönchengladbach GmbH (vormals: HANZA Beyers GmbH), Mönchengladbach.

Das abgelaufene Geschäftsjahr zeigt eine gegenläufige Entwicklung zwischen Auftragsbestand und Umsatz in fast allen Sparten des Produktportfolios der HANZA GmbH. Besonders großen Anteil am Umsatz im Geschäftsjahr 2023 hatte mit 79 % (im Vorjahr: 81 %) die Sparte EMS (Leitungen, Induktionsspulen und Elektronik), gefolgt mit 13 % (im Vorjahr: 9 %) SSB (Schaltschränke) und 5 % (im Vorjahr: 5 %) von der Sparte SMF (Stickmaschinen). Unsere konstante Sales- und Marketing-Strategie und die daraus abgeleiteten Aktivitäten als auch die auf langjähriger Zusammenarbeit basierenden Rahmenverträge, sicherten uns viele Bestandskunden.

Obwohl ein deutlicher Rückgang des Auftragseingangs in allen Sparten von 53 % sowie ein Auftragsbestand in Höhe von TEUR 41.208 zu verzeichnen war, konnte die Erwartungshaltung für das abgelaufene Geschäftsjahr aufgrund der Abarbeitung von Altaufträgen sowie Verbundtransaktionen erfüllt werden.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr 2022 vorgenommene Veräußerung der HANZA Czech Republic s.r.o., Záb?eh, Oborník / Tschechische Republik, von der HANZA GmbH, Remscheid, an die HANZA Poland Sp. Z.o.o., Brzeg Dolny / Republik Polen, zurückzuführen.

Der Materialaufwand erhöhte sich analog zu den Umsatzerlösen von TEUR 20.406 auf TEUR 26.238. Ursächlich hierfür ist neben den allgemeinen Materialzukäufen auch der Rückkauf von vorgefertigten Materialien im Verbundbereich.

Der Personalaufwand liegt mit TEUR 1.393 unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang begründet sich insbesondere durch die im Geschäftsjahr vorgenommenen Restrukturierungsmaßnahmen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von TEUR 3.490 auf TEUR 4.169. Im Wesentlichen sind hierfür gestiegene Aufwendungen für Konzernumlagen sowie Rechtsberatung und Gebühren zu nennen.

Die Zinsaufwendungen des Geschäftsjahres bestehen im Wesentlichen aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen.

5. Personal- und Sozialbereich

Die HANZA Assembly Remscheid GmbH beschäftigte zum 31. Dezember 2023 durchschnittlich 136 Mitarbeiter in den verschiedenen betrieblichen Funktionen. Die Vergütung erfolgt überwiegend auf Basis der Tarifverträge des Tarifgebietes Nordrhein-Westfalen Metall- und Elektroindustrie.

Darüber hinaus steht den Mitarbeitern eine Vielzahl betrieblicher Leistungen wie insbesondere Gleitzeit, Kantine, Job-Rad Leasing sowie Sportmitgliedschaften und ein breit gefächertes Angebot zur betrieblichen Weiterbildung zur Verfügung.

Die Mitarbeiter setzen sich wie folgt zusammen:

Betriebliche Funktion Anzahl
Einkauf 8
Qualitätswesen 3
Verwaltung 8
Vertrieb 9
Ausbildung 9
Forschung & Entwicklung 9
Produktion 90

6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Unter Berücksichtigung der vorstehend gemachten Angaben ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als zufriedenstellend zu bezeichnen.

IV. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Dem Geschäftsjahr 2024 sehen wir in allen Bereichen positiv entgegen. Die diversifizierten Produktgruppen, die internationalen Absatzmärkte als auch die clusterweite Zusammenarbeit der verschiedenen HANZA Gesellschaften erhöhen die Chancen, in allen Bereichen zufriedenstellende Ergebnisse zu generieren.

Aktuell sehen wir in allen Bereichen erweiterte Möglichkeiten zum Ausbau der Geschäftsbeziehung mit bestehenden Kunden, als auch bessere Erfolgschancen in der Akquise von Neukunden für Fertigungsleistungen für die Bereiche Blechverarbeitung und Mechanik. Es ist das Ziel, zusammen mit weiterhin loyalen, starken Bestandskunden eine gute Basis für ein gesundes Wachstum mit nachhaltigen Ergebnissen zu schaffen. Darüber hinaus sehen wir mit der anlaufenden Produktion des chinesischen Werkes auch die Möglichkeit, den internationalen Wachstumskurs weitervoranzutreiben.

Generelle Risiken, denen ein Unternehmen immer ausgesetzt ist, gelten natürlich auch für die HANZA Assembly Remscheid GmbH. Sie lassen sich in operative Risiken und Finanzrisiken unterscheiden. Zur ersten Gruppe gehören z. B. Geschäfts-, Verkaufs- und Gewinnrisiken, Kundenkreditrisiken, Zulieferrisiken, Waren- und Preisrisiken und Vermögensrisiken. Zur zweiten Gruppe gehören z. B. die Währungsrisiken.

Erhöhte Risiken hinsichtlich der o.a. operativen Risiken und Finanzrisiken über den branchenüblichen Rahmen hinaus sind für uns in Bezug auf die weiteren Folgen des derzeitigen Krieges in der Ukraine noch nicht abzusehen. Die bereits in den Vorjahren ausgemachten Spannungen auf den Güter- und Finanzmärkten sind zwar weiterhin erkennbar, aber die Gesellschaft geht davon aus, dass die Herausforderungen im Verbund der HANZA-Gruppe gelöst werden können. Unser unternehmensweites Risiko-Management wird uns auch weiterhin dazu befähigen, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und weitestgehend zu vermeiden. Auch im neuen Geschäftsjahr überwiegen unsere Chancen und wir sehen der künftigen Entwicklung weiterhin positiv entgegen. Unsere Lieferfähigkeit ist durch entsprechende Lagerhaltung sichergestellt - auch dies bestätigt sich in der aktuellen Lage, die bisher ohne nennenswerte Lieferengpässe für die Gesellschaft und unserer Kunden auskommt. Ausfallrisiken von Kundenforderungen begegnen wir mit einer Überwachung der Altersstruktur und einem konsequenten Mahnwesen. Währungsrisiken begegnen wir durch den beinahe ausschließlichen Einkauf und Verkauf unserer Waren in Euro. Auch im neuen Geschäftsjahr überwiegen unsere Chancen und wir sehen der künftigen Entwicklung positiv entgegen. Gravierende oder sogar bestandsgefährdende Risiken bestehen aus Sicht der Geschäftsführung für das Unternehmen weder in rechtlicher noch in wirtschaftlicher Hinsicht.

V. Prognosebericht

Die HANZA Assembly Remscheid GmbH strebt für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz in Höhe von TEUR 30.660 bei einem EBIT von TEUR 566. Der in der Planung beinhaltete Rückgang der Umsatzerlöse resultiert aus der Abmeldung von Aufträgen eines unserer größeren Kunden. Wenngleich auch die derzeitige Entwicklung und Austausch mit dem Kunden wieder positiv erscheint, so wird sich dies in unserem Ergebnis erst im Geschäftsjahr 2025 wiederfinden. Gleichwohl plant die Gesellschaft in den folgenden Geschäftsjahren weitere Wachstumsraten im einstelligen Prozentbereich. Die Geschäftsführung rechnet im Geschäftsjahr 2024 durch Abbau von Beständen mit einem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.

Hier setzen wir vermehrt auch auf die weitere Erschließung des chinesischen Marktes als auch auf die Identifizierung und Nutzung von Synergieeffekten innerhalb der deutschen HANZA-Gesellschaften.

Für den nichtfinanziellen Leistungsindikator "Schadensfälle" streben wir, auch wenn sich Schadensfälle nie vollständig vermeiden lassen werden, grundsätzlich einen Wert von 0 an. Unterstützt werden unsere Bemühungen dabei durch die sorgfältige Auswahl unserer Logistikdienstleister und eine durchgängige Qualitätskontrolle.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird bei reduziertem Personalstand in Verbindung mit einer tariflichen Gehaltsanpassung mit einem Personalaufwand von TEUR 6.942 (Vorjahr: TEUR 7.731) gerechnet. Insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung wird die verstärkte Einbeziehung der hierauf spezialisierten HANZA-Gesellschaft, HANZA Tech Solutions GmbH, Münster, einen maßgeblichen Einfluss haben.

VI. Risikomanagementsystem

Die HANZA Assembly Remscheid GmbH ist in das weltweite Risikomanagementsystem der HANZA-Gruppe eingebunden. Die Marktentwicklung und die übrigen finanziellen Risiken werden mittels eines detaillierten monatlichen Reportings, dass neben den Ist-Zahlen auch eine Abweichungsanalyse von Ist- zu Planwerten beinhaltet, überwacht. Die Planwerte des aktuellen Geschäftsjahres resultieren dabei aus den Vorgaben des strategischen Planes der übergeordneten HANZA-Gruppe. Überdies erfolgt ein monatliches Reporting der relevanten Key Performance Indicator an die schwedische Muttergesellschaft.

Die Produktqualität wird durch Qualitätskontrollen in den Produktionsstandorten sichergestellt.

Die Altersstruktur der Kundenforderungen wird regelmäßig überwacht. Aufgrund der Zahlungsmodalitäten bzw. durch den Einsatz von Factoring-Maßnahmen bestehen im Regelfall nur in geringem Umfang überfällige Forderungen.

Aufgrund der ausschließlichen Finanzierung aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den Mitteln aus dem Eigenkapital als auch durch Factoring-Maßnahmen, sind derzeit keine Finanzierungsrisiken erkennbar.

Die Geschäftsführung der HANZA Assembly Remscheid GmbH dankt den engagierten Mitarbeitern für ihren Einsatz im Geschäftsjahr 2023 und blickt mit der Erwartung auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 positiv in die Zukunft.

 

Remscheid, den 31. März 2024

gez. Hans Magon, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

HANZA ASSEMBLY REMSCHEID GMBH, REMSCHEID

AKTIVA

31.12.2023
Vorjahr
A. ANLAGEVERMÖGEN 411.879,01 499.663,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 107.178,00 111.541,00
II. Sachanlagen 304.701,01 388.122,02
1. Bauten auf fremden Grundstücken 16.588,00 15.152,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 168.789,23 141.556,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 119.323,78 231.413,79
B. UMLAUFVERMÖGEN 25.225.777,16 22.774.966,45
I. Vorräte 10.582.202,65 11.204.061,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.998.153,06 11.552.832,79
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.723.719,97 8.166.187,68
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.274.433,09 3.386.645,11
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.645.421,45 18.071,69
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 72.256,00 76.550,00
25.709.912,17 23.351.179,47

PASSIVA

31.12.2023
Vorjahr
A. EIGENKAPITAL 7.008.598,93 5.742.121,97
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Gewinnvortrag 5.442.121,97 4.597.790,93
III. Jahresüberschuss 1.266.476,96 844.331,04
B. RÜCKSTELLUNGEN 9.061.948,88 9.856.692,22
C. VERBINDLICHKEITEN 9.639.364,36 7.752.365,28
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.618.288,50
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.831.152,21 216.366,33
3. Übrige Verbindlichkeiten 4.808.212,15 5.917.710,45
25.709.912,17 23.351.179,47

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022

2023
Vorjahr
1. Rohergebnis 14.023.614,41 14.532.379,60
2. Personalaufwand -7.929.362,41 -9.322.424,06
a) Löhne und Gehälter -6.387.772,23 -7.824.267,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.541.590,18 -1.498.156,71
- davon für Altersversorgung: € 18.494,39 (Vorjahr: € 91.794,56)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -126.142,54 -128.916,40
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.168.850,78 -3.490.991,56
1.799.258,68 1.590.047,58
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 277.744,14 126.762,88
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 276.509,91 (Vorjahr: € 126.762,88)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -625.104,93 -871.250,76
- davon an verbundene Unternehmen: € 17.435,50 (Vorjahr: € 578,50)
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: € 205.979,00 (Vorjahr: € 224.569,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -184.679,93 -1.352,66
8. Ergebnis nach Steuern 1.267.217,96 844.207,04
9. Sonstige Steuern -741,00 124,00
10. Jahresüberschuss 1.266.476,96 844.331,04

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Allgemeine Angaben

Die HANZA Assembly Remscheid GmbH (vormals: HANZA GmbH), Remscheid, ist unter der Nummer HRB 30263 im Handelsregister des Amtsgerichtes Wuppertal eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Aufgrund der Merkmale für die Größenklassifizierung der Gesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB erfolgt eine Einordnung der Gesellschaft als mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie dem § 42 GmbHG.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Unverändert zum Vorjahr werden die größenabhängigen Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen teilweise in Anspruch genommen.

Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 05. Oktober 2023 sowie Eintragung im Handelsregister vom 12. Oktober 2023 firmiert die Gesellschaft unter HANZA Assembly Remscheid GmbH, Remscheid.

II. Bilanzierungsmethoden

Im Berichtsjahr wurde von dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, so dass die Anzahlungen auf Vorräte von TEUR 1.604 (Vorjahr: TEUR 2.964) offen von dem Posten Vorräte abgesetzt wurden.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist, nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens, für die Beschaffung des Eigenkapitals und für den Abschluss von Versicherungsverträgen wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

III. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden, soweit keine abweichende gesetzliche Regelung greift. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen (drei bis fünf Jahre) vermindert.

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde das Aktivierungswahlrecht im Sinne des § 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Sie wurden zu Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen (drei bis fünf Jahre) vermindert.

Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstands. Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen nach der linearen Methode (drei bis 13 Jahre) vorgenommen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungen zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 betragen, in einem Sammelposten zusammengefasst. Die Abschreibung aus diesem Sammelposten erfolgte bei einer einheitlichen Nutzungsdauer von fünf Jahren pauschal mit 20,0% p.a.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorschriften zum Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 HGB werden im Bedarfsfall durch entsprechende Abschreibungen auf Finanzanlagen beachtet. Bei lediglich vorübergehender Wertminderung erfolgt grundsätzlich keine Abschreibung. Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden gem. § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und mit den Pensionsverpflichtungen saldiert ausgewiesen (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang).

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten zum gewogenen Durchschnitt angesetzt und, sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wurden Wertabschläge in angemessener Höhe gebildet.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen wurden mit den Herstellungskosten angesetzt und, sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wurden Wertabschläge in angemessener Höhe gebildet.

Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte wurden zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nominalbetrag oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Nettoforderungen berücksichtigt.

Liquide Mittel

Liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für getätigte Ausgaben gebildet, die Aufwand für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes der Gesellschaft in Höhe von 32,975%. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst für Deutschland Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Im Geschäftsjahr 2023 wurde wie im Vorjahr, von der Möglichkeit, einen Aktivposten für latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zu bilden, kein Gebrauch gemacht. Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen im Wesentlichen in den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen.

Entwicklung des Deckungsvermögens

Die Entwicklung des Deckungsvermögens sowie der entsprechenden Aufwendungen / Erträge ist aus der nachstehenden Tabelle ersichtlich:

Geschäftsjahr Anschaffungskosten
EUR
Zinsaufwand
EUR
Beizulegender Zeitwert
EUR
2023 3.254.474,31 186.343,48 3.567.808,04

Der beizulegende Zeitwert ermittelt sich nach den gehaltenen Anteilen in Stück sowie dem sich zum Abschlussstichtag ergebenden Wertpapierkurs.

Das Deckungsvermögen wird mit den entsprechenden Verpflichtungen aus Pensionen saldiert ausgewiesen.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Notwendige Kostensteigerungen wurden, soweit bekannt, berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, mit Ausnahme der Pensionsrückstellungen, wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Dabei sind jährliche Rentenanpassungen mit 2,0% entsprechend berücksichtigt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,82% (Vorjahr: 1,78%) zum Zeitpunkt der Erstellung des Gutachtens im Januar 2024. Es wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Die Berechnung der Jubiläumsrückstellung erfolgte nach der Projected-Unit-Credit-Methode. Dabei wurden als Rechnungszins 1,74% (Vorjahr: 1,44%) gemäß RückAbzinsV, für künftige Gehaltssteigerungen 2,0% p.a. sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt.

Währungsumrechnung

Forderungen und liquide Mittel in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Die Aufgliederung der Forderungen sowie deren Restlaufzeiten sind aus dem nachstehenden Forderungsspiegel ersichtlich.

Forderungsspiegel

Forderungen insgesamt
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit bis 5 Jahre
EUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.723.719,97 4.208.524,62 5.515.195,35
(Vorjahr) (8.166.187,68) (2.650.992,33) (5.515.195,35)
Sonstige Vermögensgegenstände 3.274.433,09 3.274.433,09 0,00
(Vorjahr) (3.386.645,11) (3.386.645,11) (0,00)
Summe Geschäftsjahr 12.998.153,06 7.482.957,71 5.515.195,35
(Summe Vorjahr) (11.552.832,79) (6.037.637,44) (5.515.195,35)

Zum Jahresabschlussstichtag war das gezeichnete Kapital in voller Höhe einbezahlt.

Der Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung beträgt TEUR 206 (Vorjahr: TEUR 225).

Gegenüber dem bis zum letzten Geschäftsjahr angewendeten durchschnittlichen, laufzeitäquivalenten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 283). In Höhe von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 283) besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Darüber hinaus entsteht aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert im Rahmen der Saldierung des Planvermögens mit den Pensionsrückstellungen ein ausschüttungsgesperrter Betrag im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 85).

Der Zinsaufwand aus der Jubiläumsverpflichtung beträgt TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1).

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Art der Verpflichtungen Endstand
EUR
Personalrückstellungen 460.735,97
Rückstellungen für Gewährleistungen 302.659,18
Rückstellung für Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Aufbewahrungskosten und Veröffentlichung 86.920,00
Sonstige Rückstellungen 106.549,81
Summe Geschäftsjahr 956.864,96

Die Aufgliederung, die Restlaufzeit und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich.

Verbindlichkeitenspiegel

Verbindlichkeiten insgesamt
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.618.288,50) (1.618.288,50) 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.831.152,21 366.152,21 4.465.000,00 0,00
(Vorjahr) (216.366,33) (216.366,33) 0,00 0,00
Übrige Verbindlichkeiten 4.808.212,15 4.808.212,15 0,00 (0,00)
(Vorjahr) (5.917.710,45) (5.121.167,45) (678.375,00) 118.168,00
Summen Geschäftsjahr: 9.639.364,36 5.174.364,36 4.465.000,00 (63.838,00)
(Vorjahr) (7.752.365,28) (6.955.822,28) (678.375,00) 118.168,00

V. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Materialaufwendungen entfallen auf:

2023
EUR
2022
EUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 23.814.287,42 18.779.043,07
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.424.136,98 1.627.180,09
26.238.424,40 20.406.223,16

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen auf:

2023
EUR
2022
EUR
Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen 0,00 1.253.930,00
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 10.912,73 111.058,45
Erträge aus Sachbezügen 41.419,45 25.715,67
Sonstige Erträge 111.944,30 41.361,10
164.276,48 1.432.065,22

Von den Personalaufwendungen entfallen auf:

2023
EUR
2022
EUR
Löhne und Gehälter 6.387.772,23 7.824.267,35
(davon für Altersversorgung: TEUR 92, Vorjahr: TEUR 291) 154.590,18 1.498.156,71
7.929.362,41 9.322.424,06

Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen auf:

2023
EUR
2022
EUR
Miete & Leasing 1.254.913,09 1.210.991,56
Konzernumlagen 989.223,83 927.546,25
Rechtsberatung 409.906,01 296.262,76
Wartung & Instandhaltung 254.668,32 248.860,35
EDV 214.375,96 229.064,40
Ausgangsfrachten 95.546,61 149.939,57
Versicherungen 37.926,83 51.596.84
Sonstige Aufwendungen 912.290,13 376.729,83
4.168.850,78 3.490.991,56

In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Beträge aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen, Jubiläumszuwendungen und sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sowie Zinsaufwendungen für Wertpapiere des Anlagevermögens, welche im Rahmen des § 246 HGB saldiert ausgewiesen wurden. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen 172.882,00
Aufzinsung der Versorgungsverpflichtungen (sonstige Verbindlichkeiten) 77.654,70
Aufzinsung der Jubiläumszuwendungen 318,00
Wertaufholung Wertpapiere des Anlagevermögens -186.343,48
64.511,22

VI. Sonstige Angaben

Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Geschäftsführer

Familienname Vorname Vertretungsbefugnis
Magon Hans-Dieter Einzelvertretung

Herr Magon übt die Tätigkeit als Geschäftsführer hauptberuflich aus. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Organmitglieder):

Geschäftsjahr 2023
Angestellte 37
Gewerbliche Arbeitnehmer 90
127

Die Angaben hinsichtlich des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernabschluss der HANZA AB, Kista / Schweden, zum 31. Dezember 2022.

Haftungsverhältnisse gemäß § 268 Abs. 7 i.V.m. § 251 HGB

Am Abschlussstichtag bestanden, wie im Vorjahr, keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 betragen:

2024
EUR
2025
EUR
2026
EUR
Miete Gebäude 414.185,64 0,00 0,00
Leasingverträge Maschinen 170.419,38 28.452,00 4.742,00
Leasingverträge Kfz 4.506,96 1.502,32 13.405,78
29.954,32 18.147,78

Factoring

Gemäß der seit 2018 bestehenden Factoring-Vereinbarung können Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einen Hauptkunden auf dessen Veranlassung an ein Kreditinstitut veräußert werden. Der Zweck wird durch den Hauptkunden begründet, dass dieser sein Zahlungsziel verlängern kann. Risiken bestehen hier in Form von höheren Aufwendungen bei steigenden Diskontzinssätzen. Die Forderungen gegen den Hauptkunden werden erst bei Begleichung durch das Factoringunternehmen ausgebucht. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Geschäftsbeziehungen mit dem Kreditinstitut beendet und auf ein anderes Kreditinstitut übertragen. Hinsichtlich des beschriebenen Prozesses haben sich keine Änderungen ergeben.

Überdies wurde im Mai 2021 eine Factoring-Vereinbarung mit einem weiteren Kreditinstitut geschlossen, um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einen anderen Hauptkunden der Gesellschaft auf dessen Veranlassung an das Kreditinstitut veräußern zu können. Hinsichtlich der Risiken bestehen keine Unterschiede.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde mit einem zusätzlichen Kreditinstitut eine Factoring-Vereinbarung geschlossen, um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die übrigen Kunden der Gesellschaft an das Kreditinstitut veräußern zu können.

Mutterunternehmen

Name Sitz Konzernabschluss veröffentlicht
in
HANZA Aktiebolag Kista / Schweden Sitz dieser Gesellschaft unter der Handelsregister-Nummer 556748-8399

Die Gesellschaft ist gemäß § 271 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 290 HGB ein verbundenes Unternehmen der HANZA Aktiebolag, Kista / Schweden.

Die HANZA Aktiebolag, Kista / Schweden, erstellt als Konzernobergesellschaft für den kleinsten und für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss nach Maßgabe der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie der International Accounting Standards (IAS). Die HANZA Assembly Remscheid GmbH, Remscheid, wird in diesen Konzernabschluss einbezogen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Gleichwohl stellte der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24. Februar 2022 ein einschneidendes Ereignis dar, das auch in der globalen Wirtschaft und damit in der Rechnungslegung deutliche Spuren hinterlassen wird. Bereits jetzt ist spürbar, dass die Kriegshandlungen zu Spannungen auf den Güter- und Finanzmärkten geführt haben. Dies macht sich unter anderem in den Bereichen Energie und Cyberangriffen bemerkbar, führt in Deutschland derzeit aber auch zu einer Erhöhung der Teuerungsrate. Als Unternehmen der Elektro- und Maschinenbaubranche ist die HANZA Assembly Remscheid GmbH einerseits von der Beschaffung sensibler elektronischer und elektrotechnischer Baugruppen abhängig. Andererseits führen steigende Energie- und Transportaufwendungen zu einem herausfordernden Umgang auf dem Absatzmarkt.

Zwar reagierte die Bundesregierung bereits im Geschäftsjahr 2022 mit diversen Maßnahmepaketen, darunter insbesondere der so genannte "Schutzschild der Bundesregierung für vom Krieg betroffene Unternehmen", dennoch sind die finanziellen Auswirkungen derzeit nicht verlässlich abzuschätzen.

Seit dem 01. März 2023 sind im Wesentlichen sämtliche Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie ausgesetzt. Seitdem gelten nur noch wenige Schutzmaßnahmen nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz. Die noch angesetzten Maßnahmen betreffen im Wesentlichen die Gewährleistung der Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems sowie der kritischen Infrastruktur.

Die finanziellen Auswirkungen der Pandemie sind weiterhin nicht zu beziffern.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, dass Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Remscheid, den 29. März 2024

gez. Hans-Dieter Magon, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 361.600,00 0,00 0,00 361.600,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 640.358,28 25.161,00 0,00 665.519,28
1.001.958,28 25.161,00 0,00 1.027.119,28
II. SACHANLAGEN
1. Bauten auf fremden Grundstücken 52.862,00 3.576,27 0,00 56.438,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.266.786,36 63.630,00 0,00 3.330.416,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.578.127,34 17.522,27 165.923,83 2.429.725,78
5.897.775,70 84.728,54 165.923,83 5.816.580,41
6.899.733,98 109.889,54 165.923,83 6.843.699,69
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 361.600,00 0,00 0,00 361.600,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 528.817,28 29.524,00 0,00 558.341,28
890.417,28 29.524,00 0,00 919.941,28
II. SACHANLAGEN
1. Bauten auf fremden Grundstücken 37.710,00 2.140,27 0,00 39.850,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.125.230,13 36.397,00 0,00 3.161.627,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.346.713,55 58.081,27 94.392,82 2.310.402,00
5.509.653,68 96.618,54 94.392,82 5.511.879,40
6.400.070,96 126.142,54 94.392,82 6.431.820,68
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
31. Dez. 2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 107.178,00 111.541,00
107.178,00 111.541,00
II. SACHANLAGEN
1. Bauten auf fremden Grundstücken 16.588,00 15.152,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 168.789,23 141.556,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 119.323,78 231.413,79
304.701,01 388.122,02
411.879,01 499.663,02

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HANZA Assembly Remscheid GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HANZA Assembly Remscheid GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HANZA Assembly Remscheid GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. ?

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wuppertal, den 28. Juni 2024

Breidenbach und Partner PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Eisenberg, Wirtschaftsprüfer

Koch, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04. Juli 2024 festgestellt.

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