ERIKS Deutschland GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulf Loesenbeck seit 4.6.2021 | Geschäftsführer |
Andrea Daniela Fischer seit 22.1.2021 | Prokura |
André Scherff seit 29.8.2019 | Prokura |
Niki Distler seit 29.8.2019 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ERIKS Holding Deutschland GmbHHalle (Westf.) (vormals: Bielefeld)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2019 setzt sich wie folgt zusammen:
Die Kapitalflussrechnung wurde entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21) ermittelt. Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2019
Der Konzernabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 23.10.2020 gebilligt. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019Allgemeine Angaben Die ERIKS Holding Deutschland GmbH (im Folgenden "ERIKS" oder "Gesellschaft"), mit Sitz in Halle (Westf.), ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Gütersloh unter der Nr. HRB 11853 eingetragen. Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie nach den Deutschen Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Bezüglich der Ereignisse und Gegebenheiten, die auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit bzgl. der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit hindeuten, wird auf den Lagebericht verwiesen (Abschnitt "V. Chancen- und Risikobericht"). Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Eingeschränkte Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahr Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist lediglich durch den im Vorjahr getätigten Verkauf der Tochtergesellschaft schmitztechnik gmbh, Mönchengladbach, zum 31. Dezember 2018 eingeschränkt. Um die Vergleichbarkeit herzustellen, haben wir bei den wesentlichen GuV-Positionen entsprechende Anmerkungen im Anhang vorgenommen. Zudem weisen wir darauf hin, dass im Anhang Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der einzelnen Gesellschaften wurden nach den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Konzernobergesellschaft, die den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften entsprechen, aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, und, sofern abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Gebäude-Herstellungskosten werden die Fremdkapitalzinsen einbezogen, welche für die Finanzierung des sog. Central Distribution Centers (CDC) in Halle (Westfalen) anfallen (Bauzeitzinsen), soweit sie den Zeitraum der Herstellung betreffen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend ihren voraussichtlichen handelsrechtlichen Nutzungsdauern von 10 bis 15 Jahren linear abgeschrieben, da die Stabilität der Branche und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Nutzung über einen solchen Zeitraum erwarten lassen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer ermittelt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden in einen sog. "Sammelposten" eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen des Anlagevermögens sind folgender Tabelle zu entnehmen:
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen und Anschaffungsnebenkosten bewertet. Bei verminderter Verwertbarkeit wurden angemessene Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Einzelkosten und angemessenen Teilen der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Bei verminderter Verwertbarkeit wurden angemessene Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Waren werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Bei verminderter Verwertbarkeit wurden angemessene Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsrückstellungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method/PUC-Methode) unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenentwicklungen sowie der Anwendung des pauschalen durchschnittlichen Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank der vergangenen zehn Jahre für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) bewertet. Der verwendete Zinssatz beträgt 2,79 % (per 31. Oktober 2019) (Vorjahr: 3,29 %). Der Erfüllungsbetrag, der sich zum 31. Dezember 2019 bei Diskontierung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt, führt zu einer um T€ 87 (Vorjahr: T€ 106) höheren Rückstellung. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtung finden die Heubeck-Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Die wesentlichen versicherungsmathematischen Prozentsätze sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
Es bestehen Verpflichtungen aus Pensionszusagen an ehemalige Geschäftsführer der Gesellschaft, die nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method/PUC-Methode) unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenentwicklungen sowie der Anwendung des pauschalen durchschnittlichen Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank der vergangenen zehn Jahre für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) bewertet werden. Der verwendete Zinssatz beträgt 2,82 % (Zinssatz zum 30. September 2019, Erstellung des Gutachtens am 9. Oktober 2019). Der Erfüllungsbetrag, der sich zum 31. Dezember 2019 bei Diskontierung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt, führt zu einer um T€ 10 (Vorjahr: T€ 13) höheren Rückstellung. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden die Heubeck-Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Diese Verpflichtungen sind mit Rückdeckungsversicherungen abgesichert, die an die Versorgungsberechtigten verpfändet und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, und gelten daher als Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens entsprechen dem beizulegenden Zeitwert zum 31. Dezember 2019 in Höhe von insgesamt T€ 273, der auf Basis versicherungsmathematischer Grundsätze gem. Gutachten ermittelt wurde. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens wurden mit dem Erfüllungsbetrag der Schulden in gleicher Höhe verrechnet. Erträge aus dem verrechneten Deckungsvermögen in Höhe von insgesamt T€ 5 (Vorjahr: T€ 5) wurden mit Aufwendungen aus den Pensionsverpflichtungen in gleicher Höhe saldiert. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Entwicklung der Rückstellungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Als wesentliche Posten in den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Restrukturierung, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, für Tantieme, eine pauschale Rückstellung für Gewährleistungen, welche sich aus einem festgelegten Prozentsatz auf die externen Umsatzerlöse ermittelt, Rückstellungen für Resturlaub sowie für Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen enthalten. Im handelsrechtlichen Konzernabschluss der ERIKS Holding Deutschland GmbH erfolgt der Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern. Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten. Die aktiven latenten Steuern (ausschüttungsgesperrt gem. § 268 Abs. 8 S. 2 HGB) resultieren aus tempörären Differenzen Geschäfts- und Firmenwerten, Rückstellungen für Pensionen und Altersteilzeit, Rückstellung für Restrukturierung, für am Bilanzstichtag noch ausstehenden Urlaub, Rückstellung für die Aufbewahrung sowie aus der Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten. Zur Ermittlung der latenten Steuern ist ein Steuersatz von 32 % herangezogen worden. Vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB, aktive latente Steuern nicht zu bilanzieren, ist entgegen dem Vorjahr Gebrauch gemacht worden. Sofern es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch vollständig oder teilweise verrechnet werden kann, ist eine Wertberichtigung auf den latenten Steueranspruch zu bilden. Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Die aktiven latenten Steuern resultieren mit T€ 2 (i. Vj. T€ 1.604) aus § 274 HGB und mit T€ 0 (i. Vj. T€ 0) aus § 306 HGB. Es wurde eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 1.602 berücksichtigt. Die auf steuerliche Verlustvorträge gebildeten aktiven latenten Steuern betragen T€ 0 (i.Vj.T€ 1.024). Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 sind neben der Obergesellschaft vier (im Vorjahr: vier) inländische Tochterunternehmen auf Basis der Vollkonsolidierung einbezogen worden, an denen ERIKS unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. In den Konzernabschluss der ERIKS Holding Deutschland GmbH wurden demnach folgende inländische Gesellschaften einbezogen:
Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses von ERIKS, den 31. Dezember, aufgestellt, der dem Stichtag aller einbezogenen Gesellschaften entspricht. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bei Zugängen bis 2009 im Wesentlichen nach der Buchwertmethode durch Aufrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs der jeweiligen Anteile. Seit 2010 kommt die Neubewertungsmethode zur Anwendung. Stille Reserven auf Gebäude wurden aktiviert und entsprechend der Restnutzungsdauer der Gebäude abgeschrieben. Vororganschaftliche Gewinn- und Verlustvorträge bei Konzernunternehmen wurden im Ergebnisvortrag des Konzerns verrechnet. Aktivische Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte erfasst und entsprechend ihren voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern von 10 bis 15 Jahren linear erfolgswirksam abgeschrieben. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie finanzielle Verpflichtungen u. Ä. zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus dem laufenden konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr waren für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung und wurden nicht erfolgswirksam bereinigt. Konzerninterne Umsatzerlöse, Zinserträge und andere konzerninterne Erträge sowie die entsprechenden Aufwendungen wurden eliminiert. Erläuterungen zur Konzernbilanz Aktiva Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind im Anlagenspiegel als Anlage zum Konzernanhang beigefügt. Von den Geschäfts- oder Firmenwerten aus den Einzelabschlüssen (T€ 1.078) werden Zugänge nach 2010 über 10 Jahre und Zugänge vor 2010 über eine ursprüngliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden entsprechend ihren voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern von 10 bis 15 Jahren linear erfolgswirksam abgeschrieben. Die fortgeführten Anschaffungskosten betragen zum 31. Dezember 2019 T€ 734. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von T€ 281 resultiert aus den Abschreibungen. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren überwiegend aus Lieferungen und Leistungen. Passiva Das gezeichnete Kapital (T€ 2.045) wird von der ERIKS N.V., Utrecht/Niederlande, gehalten. Die Gesellschafterversammlung hat mit Gesellschafterbeschluss vom 30. Oktober 2019 beschlossen, T€ 8.000 vollumfänglich als andere Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB einzustellen. Ferner hat die Gesellschafterversammlung mit Gesellschafterbeschluss vom 11. Dezember 2019 beschlossen, T€ 22.000 ebenfalls vollumfänglich als andere Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB einzustellen. Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen zwei Darlehen (T€ 8.000 und T€ 20.429) zur Finanzierung des CDC in Halle (Westfalen) mit Stand zum 31. Dezember 2019 in Höhe von insgesamt T€ 28.429. Als Sicherheit dienen der Bank eine erstrangige Grundschuld in Höhe von T€ 26.000 sowie eine Sicherungsübereignung der mobilen Anlagegegenstände innerhalb des zu errichtenden CDC in Halle (Westfalen). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit T€ 22.655 (Vj: T€ 40.723) aus dem Finanz- und Verrechnungsverkehr und mit T€ 2.107 (Vj: T€ 2.037) aus Lieferungen und Leistungen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit T€ 22.927 (Vj: T€ 41.456) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin enthalten, die mit T€ 22.655 (Vj: T€ 40.723) den Finanz- und Verrechnungsverkehr betreffen. Die wesentliche Verringerung resultiert aus der Ablösung des Darlehens der Gesellschafterin zum 11. Dezember 2019 in Höhe von T€ 25.000. Sicherheiten bestehen für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im geschäftsüblichen Umfang. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen im folgenden Geschäftsjahr in Höhe von T€ 3.904, im zweiten bis fünften Folgejahr in Höhe von T€ 7.582 sowie ab dem sechsten Jahr bis zum Jahr 2029 in Höhe von T€ 5.415. Die Dauer der Mietverträge für Immobilien liegt zwischen ein und zehn Jahren. Die Dauer der Leasingverträge für Kraftfahrzeuge beträgt ein bis fünf Jahre. Ein wesentlicher Vorteil ist die geringere Kapitalbindung. Demgegenüber besteht das Risiko, künftig angemietete Flächen oder Vermögensgegenstände nicht mehr selbst zu benötigen. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse teilen sich nach geographischen Regionen wie folgt auf:
Es handelt sich im Wesentlichen um Handelsumsätze. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2019 T€ 108 Erlöse aus Vermietung und Verpachtung sowie aus Schrottverkäufen in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:
Im Geschäftsjahr 2019 sind folgende wesentliche periodenfremde bzw. außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen angefallen:
Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Währungskursgewinne betragen T€ 46 (Vj: T€ 91). Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung von T€ 125 (Vj: T€ 157) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind T€ 52 (Vj: T€ 68) aus Währungsverlusten enthalten. Die außergewöhnlichen Aufwendungen resultieren aus Aufwendungen für Reorganisation (T€ 4.451), Harmonisierung der IT-Struktur (T€ 2.237) sowie Einführung von SAP (T€ 1.462). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind T€ 35 (Vj: T€ 41) aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Aufwand von T€ 1.602; i. Vj. Aufwand von T€ 110) enthalten eine erfolgswirksame Veränderung der latenten Steuern in Höhe von T€ 1.602 (Aufwand; i. Vj. T€ 102 Aufwand).
Die steuerliche Überleitungsrechnung erfolgte entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 18 (DRS 18.67). Sonstige Angaben Der Geschäftsführung der ERIKS Holding Deutschland GmbH gehörten im Geschäftsjahr an: Herr Dr. Sven Patrick Hartung, Essen, Finance Director Herr Menno Peeters, Bielefeld, Managing Director (ab 30. Januar 2019) Im Geschäftsjahr oder später ausgeschiedene Mitglieder der Geschäftsführung der ERIKS Holding Deutschland GmbH sind: Frau Dr. Britta Giesen, Essen, Managing Director (vom 6. April 2017 bis zum 30. Januar 2019) Herr Bert Koorn, Bielefeld, CFO Continental Europe (vom 26. Mai 2015 bis zum 30. Januar 2019) Den Geschäftsführern wurden für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen insgesamt im Geschäftsjahr T€ 1.402 gewährt. Darin enthalten sind auch Bezüge der früheren Geschäftsführer. Mitarbeiterentwicklung:
Das Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf:
Nachtragsbericht Am 11. März 2020 hat die WHO die Coronavirus-Epidemie zur "Pandemie" erklärt. (WHO, Rolling Update 11 March 2020). Es ist nach Auffassung des IDW davon auszugehen, dass das Auftreten des Coronavirus wertbegründend nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 lag und etwaige bilanzielle Auswirkungen somit erst im Konzernabschluss 2020 zu berücksichtigen sind. Die finanziellen Auswirkungen der COVID-19-Krise auf den Konzern sind aufgrund der derzeit damit verbundenen großen Unsicherheiten nicht verlässlich schätzbar. Hinsichtlich der Risiken verweisen wir auf die Darstellung im Chancen- und Risikobericht des Konzernlageberichts. Konzernverhältnisse Die SHV Holdings N.V., Utrecht/Niederlande, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis einzubeziehender Unternehmen auf, der im Handelsregister der dortigen Handelskammer (Chamber of Commerce) offengelegt wird. Die Abschlüsse von ERIKS und den einbezogenen Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der ERIKS N.V., Utrecht/Niederlande, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird im Handelsregister der dortigen Handelskammer (Chamber of Commerce) offengelegt. Da die übrigen Voraussetzungen für die Befreiungsmöglichkeit gemäß § 291 HGB nicht vollständig erfüllt werden, bleibt ERIKS nach § 290 HGB verpflichtet, selbst einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufzustellen, prüfen zu lassen und im elektronischen Bundesanzeiger offenzulegen. Alle einbezogenen Tochterunternehmen haben die Befreiungen von der Aufstellung, Offenlegung und Prüfung gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 19.215.349,28 zusammen mit dem verbliebenen Verlustvortrag aus den Vorjahren von EUR 12.906.392,45 auf neue Rechnung vorzutragen.
Halle (Westfalen), den 25. September 2020 ERIKS Holding Deutschland GmbH Geschäftsführung gez. Dr. Sven Patrick Hartung gez. Menno Peters Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019I. Grundlagen des Konzerns Die ERIKS Holding Deutschland GmbH ist Teil der niederländischen ERIKS-Gruppe ("ERIKS"). Deren Obergesellschaft, die ERIKS N.V., Utrecht, Niederlande, existiert bereits seit rund 80 Jahren. Die ERIKS-Unternehmensgruppe umfasst 340 Standorte in 17 Ländern. Im Schwerpunkt ist sie in Europa und Nordamerika tätig; darüber hinaus werden Tochterunternehmen in Südostasien betrieben. ERIKS ist Teil der SHV Holdings N.V., Utrecht, Niederlande, ein multinationales Unternehmen in Familienbesitz, das aus sieben Konzerngesellschaften besteht. ERIKS ist ein Multi-Produkt-Spezialist mit einem breiten Sortiment an Maschinenbauelementen und technischen Dienstleistungen für alle Industriesegmente. Die Produktpalette umfasst ein Sortiment mit mehr als 900.000 Teilen. 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen die weltweit 90.000 Kunden bei der Herstellung von Originalteilen (OEM) sowie bei der Wartung, Reparatur und Instandhaltung (MRO). Bei Bedarf integriert ERIKS seine Leistungen direkt im Unternehmen des Kunden, um eine noch engere und reaktionsschnellere Zusammenarbeit zu ermöglichen. Das technische Know-how mit tiefgreifenden Kenntnissen in den Bereichen Dichtungen, Polymer- und Kunststofftechnik, Messtechnik, Industrie- und Hydraulikschläuche, Industriedichtungen, Antriebstechnik sowie Werkzeuge, Arbeitsschutz und Betriebsunterhalt zählt zu den wichtigsten Stärken der Unternehmensgruppe. In Deutschland ist ERIKS über den Konzern der ERIKS Holding Deutschland GmbH mit ihren vier (im Vorjahr: vier) inländischen Tochterunternehmen vertreten. 2019 sind in Deutschland 21 (im Vorjahr: 18) Regional Center oder Service Center und acht (im Vorjahr: acht) spezialisierte Business Units tätig, welche die Kunden Standort- und regionsunabhängig bundesweit betreuen. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist lediglich durch den im Vorjahr getätigten Verkauf der Tochtergesellschaft schmitztechnik gmbh, Mönchengladbach, zum 31. Dezember 2018, eingeschränkt. Zudem weisen wir darauf hin, dass im Lagebericht Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. Die acht Business Units sind wie folgt aufgestellt:
Ziele und Strategien ERIKS hat das Ziel, ein führender Industriedienstleister zu sein, der seinen Kunden eine breite Palette an hochwertigen Maschinenbaukomponenten sowie entsprechende technische und logistische Dienstleistungen bietet. Dabei besteht die Herausforderung darin, das dafür benötigte Know-how zu identifizieren, weiterzuentwickeln und aufrechtzuerhalten. Gemeinsam mit dem jeweiligen Kunden möchte ERIKS die Abläufe in der Industrie verbessern und setzt dafür seine technologischen Fertigkeiten, Fachkenntnisse und spezialisierte Lösungen nach den ERIKS-Erfolgsprinzipien - Leidenschaft, Expertise und Innovation - ein. ERIKS versteht sich als ein industriellen Multi-Produkt-Spezialisten mit einem breiten Sortiment an Maschinenbauelementen und technischen Dienstleistungen für alle Industriesegmente, der Kunden weltweit bei der Herstellung von Originalteilen (OEM) sowie bei der Wartung, Reparatur und Instandhaltung (MRO) unterstützt. Zur Stärkung dieser Strategie und Belieferung der Kunden ist im September 2018 mit dem Bau des Central Distribution Center ("CDC") in Halle (Westfalen) begonnen worden. Durch das neue zentrale Logistikzentrum für Deutschland soll die Kundenbelieferung innerhalb von 24 Stunden vom Bestelleingang bis zur Lieferung sichergestellt werden. Zudem wird das CDC die neue Hauptverwaltung der deutschen ERIKS-Gesellschaften und bündelt die Zentralfunktionen der ERIKS Deutschland GmbH, das Regional Center Bielefeld, die Business Units und die Logistik an einem Standort. Steuerungssystem Das konzerninterne Steuerungssystem besteht aus verschiedenen Gremien und Maßnahmen: Von der Geschäftsführung werden jährlich kurz- bis mittelfristige Strategien entwickelt und Budgets freigegeben. Daraus leiten die Management-Teams dann operative Maßnahmen zur Umsetzung der Strategie ab. In den Management-Meetings werden die Geschäftsentwicklung sowie der Fortgang der o.g. Maßnahmen überwacht. Darüber hinaus ist ein konzernweites Reporting-System installiert, zu dem monatliche Auswertungen und Analysen von Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie definierte Steuerungskennzahlen gehören. Die Berichterstattung erfolgt sowohl konzernintern als auch gegenüber der Muttergesellschaft in den Niederlanden. Forschung und Entwicklung Es gibt keine wesentlichen eigenen Forschungs- & Entwicklungsaktivitäten, sondern Co-Engineering durch die spezialisierten Business Units. Gemeinsam mit dem Kunden werden dabei Lösungskonzepte für die jeweilige Anwendung entwickelt II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums ist im Jahr 2019 laut der EU-Kommission auf 2,9 % (nach 3,5 % im Vorjahr) gesunken. Prägend war nach wie vor die Schwäche in der Industrie und im Welthandel. Die weltwirtschaftliche Dynamik hat sich im Jahr 2019 weiter verringert, aber es zeichnete sich eine Stabilisierung der Konjunktur ab. Die deutsche Wirtschaft wuchs 2019, auch wenn sich die konjunkturelle Dynamik deutlich verlangsamte. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist laut dem Statistischen Bundesamt 2019 gegenüber dem Vorjahr um 0,6 % angestiegen. Dies war auch weiterhin hauptsächlich im Export von Waren und Dienstleistungen begründet, bei der die schwache Weltkonjunktur aber erkennbar wurde. Die deutsche Konjunktur war einerseits durch einen robusten privaten Konsum, höhere Staatsausgaben und eine lebhafte Bautätigkeit, anderseits nur schwach wachsende Ausfuhren und eine sehr geringe Dynamik bei den Unternehmensinvestitionen geprägt. Investitionen in Ausrüstungen und Bauinvestitionen verzeichneten gemäß dem statistischen Bundesamt 2019 einen Anstieg von 3,9 %, beziehungsweise 0,6 %. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Exporte von Waren und Dienstleistungen um 0,9 % sowie die Importe um 1,9 % angestiegen. Damit bremste der Außenbeitrag das deutsche Wachstum rein rechnerisch um 0,4 %. Die positive Arbeitsmarktentwicklung setzte sich auch 2019 weiter fort, allerdings nicht mehr so stark wie in den Jahren zuvor. Besonders in den konjunkturabhängigen Branchen hat die Dynamik nachgelassen, während konjunkturunabhängige Wirtschaftszweige weiter deutliche Zuwächse verzeichneten. Die Arbeitslosenquote lag laut der Bundesagentur für Arbeit bei 5,0 % und damit 0,2 %-Punkte unter der Quote des Vorjahres. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Erwerbstätigkeit im Jahresdurchschnitt um 402.000 auf 45,26 Mio. gestiegen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb im langfristigen Vergleich weiterhin hoch, obgleich im Laufe des Jahres 2019 ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen war. Trotz der zunehmenden Besetzungsschwierigkeiten kann nicht von einem allgemeinen Fachkräftemangel gesprochen werden, gleichwohl sich Engpässe in technischen Berufsfeldern, in Bauberufen sowie in Gesundheits- und Pflegeberufen zeigten. Geschäftsverlauf und Lage Der Vergleich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres mit denen des Vorjahres ist aufgrund des im Vorjahr durchgeführten Unternehmensverkaufs zum 31. Dezember 2018 nur eingeschränkt möglich. Die Unternehmen der ERIKS Holding Deutschland GmbH verzeichneten im Jahr 2019 insgesamt einen Rückgang in der Umsatz- und Geschäftsentwicklung. Bereinigt um den im Vorjahr durchgeführten Unternehmensverkauf zum 31. Dezember 2018 sanken die Konzern-Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 %. Die Umsatzentwicklung der Einzelgesellschaften zeigt ein einheitliches Bild, was sich auch in der Entwicklung der Kernaktivitäten widerspiegelt. Es waren Umsatzrückgänge in den Produktgruppen Arbeitsschutz und Betriebsunterhalt (-42 %), Kunststofftechnik (-22,5 %), Dichtungstechnik (-16,3%) und Schlauchtechnik (-8,8 %) zu verzeichnen. Aus dem im Vorjahr durchgeführten Unternehmensverkauf zum 31. Dezember 2018 resultieren hierbei Umsatzrückgänge von -19,3 % in der Produktgruppe Kunststofftechnik sowie -11 % in der Produktgruppe Dichtungstechnik. Die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2019 spiegelt die Tendenz der letzten Monate des Vorjahres wider und lag unter den Erwartungen. Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2019 im Wesentlichen für den Bau des CDC sowie im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit getätigt. Dabei wurden im Wesentlichen Anlagen im Bau (T€ 24.500), Betriebs- und Geschäftsausstattung (T€ 1.482) und Maschinen (T€ 597) erworben. Der Personalbestand zum 31. Dezember 2019 liegt bei 858 (VJ: 875) Mitarbeitern (740 FTEs, VJ: 785 FTEs). Der Personalaufwand im Berichtsjahr belief sich auf insgesamt T€ 47.761 (VJ: T€ 50.727). Das entspricht einem Rückgang von -5,8 %, was vor allem auf die Reduzierung um 20 Mitarbeiter im Vertrieb sowie um 6 im allgemeinen und administrativen Bereich zurückzuführen ist. Im Gegenzug wurden 9 Mitarbeiter im Bereich Logistik und Produktion aufgebaut. Ertragslage Die für die Steuerung bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz und das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern). Die ERIKS Holding Deutschland GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen Konzernumsatz von T€ 175.280 (VJ: T€ 196.913). Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzgl./zzgl. Bestandsveränderungen und abzgl. Materialaufwand) sank proportional zum Umsatzrückgang um T€ 7.852 und liegt bei T€ 59.693 (VJ: T€ 67.545). Die Rohertragsmarge (Rohertrag zu Umsatzerlösen) liegt bei 34,0 %, VJ: 34,3 %. Der Anteil der Betriebsaufwendungen (Personalaufwand, Sonstige betriebliche Aufwendungen), bezogen auf den Umsatz, ist auf 45,9 % leicht gestiegen (Vorjahr 38,9 %). Insgesamt wurde das Geschäftsjahr 2019 mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von T€ -16.879 (-9,6 % der Umsatzerlöse) abgeschlossen (VJ: T€ -1.198). Der Konzernjahresfehlbetrag liegt bei T€ 19.604 (VJ: Konzernjahresfehlbetrag von T€ 1.006) und resultiert insbesondere aus Aufwendungen für die Restrukturierung und Transformation des Geschäftsbetriebes, die Standardisierung der IT- Systeme sowie der Einführung von SAP. Wie im Vorjahr prognostiziert, ist der Umsatz (bereinigt um die Veräußerung der Tochtergesellschaft im Vorjahr) gesunken, der Rückgang fiel dabei höher aus als erwartet. Der absolute Umsatzrückgang ist neben dem Wegfall von Umsatzanteilen der ehemaligen Tochtergesellschaft auf die schwankende wirtschaftliche und marktbedingte Nachfragesituation zurückzuführen. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) entwickelte sich aufgrund von laufenden Optimierungs- und Transformationsprojekten und sank um T€ 18.077; auch hier war der Rückgang höher als im Vorjahr prognostiziert. Vermögens- und Finanzlage Finanziell ist die ERIKS Holding Deutschland GmbH in den Konzern der SHV Holdings N.V., Utrecht, einbezogen. Die Finanzierung wird mit Ausnahme des Baus des CDC auch in den Folgejahren konzernintern erfolgen. Unter betriebswirtschaftlichen Aspekten stellt sich die finanzielle Position zum Jahresende 2019 (mit Vergleich zum Vorjahr) wie folgt dar:
Auf der Aktivseite der Bilanz stieg das Anlagevermögen um T€ 24.790 an. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang von Anlagen im Bau für das zentrale Logistikzentrum in Halle (T€ 24.500) sowie aus Zugängen bei den übrigen Positionen des Anlagevermögens (T€ 2.262). Dem stehen reguläre Abschreibungen (T€ 1.890) sowie Anlagenabgänge (T€ 82) gegenüber. Umlaufvermögen und kurzfristige Verbindlichkeiten sind insgesamt um T€ 10.366 gesunken. Dies liegt im Wesentlichen an dem Ausgleich der sonstigen Forderungen des Vorjahres aus der Veränderung im Konsolidierungskreis. Die Darlehen der Gesellschafterin beinhalten die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem Finanz- und Verrechnungsverkehr (T€ 22.655) gegenüber der Gesellschafterin. Die Verminderung der liquiden Mittel um T€ 20.088 resultiert neben den getätigten Investitionen in Anlagen im Bau im Wesentlichen aus der Tilgung des Bankdarlehens für den Bau des zentralen Logistikzentrums in Halle (Westfalen) und den entsprechenden Zinszahlungen. Wie im Vorjahr angekündigt, wurden zur finanziellen Unterstützung der laufenden Projekte im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2019 Einzahlungen in die Kapitalrücklage von insgesamt T€ 30.000 durch die Gesellschafterin geleistet und es wurde somit eine Stärkung der Eigenkapitalausstattung durchgeführt. Die Cashflow Rechnung zeigt einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von T€ -3.475. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit von T€ -23.007 beinhaltet drei wesentliche Bestandteile. Die Veränderungen des immateriellen Anlagevermögens und Sachanlagevermögens betragen T€ -26.687, zudem gab es Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen für Restrukturierung, Harmonisierung der IT-Struktur sowie SAP-Einführung von insgesamt T€ -5.381. Demgegenüber stehen Einzahlungen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises von T€ 9.061 durch den Verkauf der schmitztechnik gmbh zum 31. Dezember 2018, welche aus der Vereinnahmung von Kaufpreiszahlungen sowie der Verausgabung von nachträglichen Veräußerungskosten resultieren. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von T€ -538 enthält den Mittelzufluss aus der Einzahlung in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafterin von T€ 30.000. Dem gegenüber stehen die Ablösung des Darlehens der Gesellschafterin sowie die Tilgungs- und Zinszahlungen aus der Baufinanzierung des Logistikzentrums. Die zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelfonds betrugen T€ -27.020, die im Wesentlichen aus dem Bau des Logistikzentrums und Projekten resultieren sowie der Finanzierung des operativen Verlusts. Die Eigenkapitalausstattung ist mit 23,7 % der Bilanzsumme angemessen. Gesamtaussage Die Gesamtentwicklung entspricht im Wesentlichen unseren Erwartungen und spiegelt die umfangreichen Tätigkeiten und Investitionen im Veränderungsprozess der ERIKS Holding Deutschland GmbH wider. Der Rückgang von Umsatz und EBIT fiel jedoch höher aus als erwartet. III. Zweigniederlassungsbericht Im Geschäftsjahr bestehen über den Konzern der ERIKS Holding Deutschland GmbH in Deutschland 22 Niederlassungen in Bielefeld, Blankenburg, Dietzenbach, Esslingen (Anmeldung am 21.01.2019), Fürth, Garbsen, Gladbeck, Glinde, Göppingen, Gottmadingen, Herzebrock-Clarholz (Anmeldung am 01.07.2019), Itzehoe (Abmeldung zum 31.12.2019), Köln, Maisach, Mannheim, Neuss, Obertraubling, Saarbrücken, Schwarzenbek, Stuttgart, Würselen und Zwenkau. Die Standorte erbringen in unterschiedlichster Gewichtung ihren Teil zu den Produktgruppen. IV. Prognosebericht Am 11. März 2020 hat die WHO die Coronavirus-Epidemie zur "Pandemie" erklärt (WHO, Rolling Update 11 March 2020). Die weltwirtschaftliche Aktivität ist infolge der Covid-19-Pandemie drastisch gesunken, im ersten Halbjahr 2020 um fast 10 Prozent. Die Talsohle scheint aber inzwischen durchschritten, in China hat die Wirtschaft sogar bereits einen erheblichen Teil des Produktionseinbruchs vom Januar und Februar wieder wettgemacht. Wie rasch und durchgreifend sich die Weltkonjunktur wiederbelebt, hängt nicht zuletzt auch von der epidemiologischen Entwicklung ab und davon, wie die Politik ihre seuchenpolitischen Maßnahmen daraufhin verändert. Unter der Voraussetzung, dass die Entwicklung der Pandemie eine nachhaltige und weitgehende Lockerung der Eindämmungspolitik erlaubt, und dank massiver Unterstützung durch die Geld- und Finanzpolitik dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion in der zweiten Hälfte dieses Jahres kräftig zunehmen. Obwohl der Tiefpunkt der Weltproduktion bereits im April erreicht worden sein dürfte, wird im Durchschnitt des laufenden Jahres wohl ein erheblicher Rückgang (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) zu verzeichnen sein, der mit Abstand stärkste Einbruch der vergangenen 70 Jahre. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2020 gab es kaum eine Beeinträchtigung der deutschen Wirtschaftsleistung, aber wegen der seit Mitte März 2020 verhängten Kontakt- und Ausgangssperren aufgrund der Eindämmung der Corona-Pandemie kam es zu einem deutlichen Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung. Laut dem Statistischen Bundesamt ging im ersten Quartal 2020 im Vergleich zum vierten Quartal 2019 das saison- und kalenderbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,2% so stark zurück wie zuletzt seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise (Rückgang um 4,7%). Da die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2019 bereits um 0,1% nachgegeben hat, befindet sich die deutsche Wirtschaft erstmals seit dem Jahreswechsel 2012/2013 wieder in einer Rezession. Im April 2020 ist laut geschätzten Angaben des Statistischen Bundesamtes die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 17,9% gesunken, nachdem im März bereits ein Rückgang um 8,9% zu verzeichnen war. In der Industrie brach die Produktion mit minus 22%, die Herstellung von Vorleistungsgütern mit minus 13,8% sowie die Investitionsgüterfertigung mit minus 35,3% ein. Wie sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020 wegen der weltweiten Corona-Krise weiterentwickeln wird, versuchen die Regierungen, internationale Organisationen und Wirtschaftsforscher regelmäßig unter Beachtung der konjunkturellen Entwicklung anhand verschiedener Annahmen zu schätzen. Prognosen bilden dabei unter anderem die Grundlage für die Steuerschätzung und die Haushaltsplanung des Staates. Die Vorhersagen für das Wirtschaftswachstum schwanken teilweise sehr stark und werden im Laufe eines Jahres regelmäßig nach oben oder unten korrigiert. Zahlreiche Risikofaktoren verstärken Prognoseunsicherheit Der Ausblick für die kommenden beiden Jahre ist insbesondere durch die weltweite Corona-Krise sowie daraus resultierende zahlreiche Unsicherheiten geprägt. Die deutsche Industrie - eine für ERIKS wesentliche Zielgruppe - sieht sich einer Wirtschaftskrise gegenübergestellt, deren zeitliche Dauer und internationale Dimension derzeit nicht absehbar erscheinen. Der Produktionsstillstand und der zu erwartende internationale Nachfragerückgang werden nur teilweise durch staatliche Konjunkturprogramme auszugleichen sein. Die finanzwirtschaftlichen Folgewirkungen auf die wesentlichen deutschen Schlüsselindustrien werden erheblich sein. Vor diesem Hintergrund erwartet die ERIKS Holding Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr 2020 einen gegenüber 2019 leichten Umsatzrückgang, dem mit operativen Effizienzsteigerungen und geeigneten Kosteneinsparungen wie bspw. Kurzarbeit entgegengewirkt werden kann. Das erwartete Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird stark von den Auswirkungen der Corona-Krise und den laufenden Optimierungs- und Transformationsprojekten geprägt sein und hängt davon ab, wie schnell die Effizienzsteigerungsmaßnahmen zu Effekten bei den Marktaktivitäten führen werden. Zusätzlich wird der SAP-Rollout in den Zentralfunktionen der ERIKS Holding Deutschland GmbH zu entsprechendem Aufwand führen. Wir gehen von einem weiterhin negativen EBIT für 2020 mit leichter Verbesserung gegenüber 2019 aus. Im Folgejahr 2020 ist eine weitere Kapitalerhöhung durch die Gesellschafterin und somit eine weitere Stärkung der Eigenkapitalausstattung geplant. Sonstiges Eine Zielgröße für den Frauenanteil in Führungspositionen haben wir derzeit nicht eingeführt. V. Chancen- und Risikobericht Allgemeines Die ERIKS Holding Deutschland GmbH ist als Anbieter von technischen Dienstleistungen und Produkten im Umfeld der Investitionsgüterindustrie und der industriellen Endverbraucher in die allgemeine konjunkturelle Entwicklung eingebunden. In diesem Umfeld können vor allem die Unternehmen erfolgreich bestehen, die sich mit einer klaren Strategie, guter Investitionskraft, gut ausgebildeten und kundenorientierten Mitarbeitern auf allen Ebenen, Innovationsstärke und Flexibilität auf das sich ständig ändernde Marktumfeld einstellen können. Chancen und Risiken der ERIKS Holding Deutschland GmbH werden mit einem internen Kontrollsystem (ERIKS Business Support Framework = EBSF) erfasst, analysiert und bewertet. Im Rahmen dieses EBSF werden zweimal im Jahr interne Audits durchgeführt, aus denen zeitnah geeignete Maßnahmen abgeleitet werden. Marktchancen und -risiken Marktrisiken für den Konzern werden durch die breitgefächerte Kunden- und Lieferantenstruktur sowie durch die vorhandenen Produkt-Markt-Kombinationen minimiert. Wesentliche Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten, Kunden oder Branchengegebenheiten bestehen nicht. Der breite Marktauftritt, das komplette Spektrum an aufeinander abgestimmten Kernaktivitäten und Hauptproduktgruppen sowie die differenzierten Kontakte zu den unterschiedlichsten Arten von Abnehmern sind Gründe für eine breitgefächerte Umsatzaufteilung auf verschiedenste Branchen und Einsatzzwecke. Ein bedeutender Teil der Umsatzerlöse wird sowohl auf dem Wartungsmarkt als auch auf dem Erstausrüstermarkt erzielt. Dadurch ist das Unternehmen relativ unabhängig und macht es nur in begrenztem Umfang für konjunkturelle Schwankungen anfällig. ERIKS ist zudem in der Lage, insbesondere größeren Bedarfsträgern neben hochwertigen Beratungsleistungen auch kundenspezifisch abgestimmte Logistik- und Dienstleistungskonzepte zu bieten und somit wesentliche Kernbereiche der Supply Chain zu besetzen. Diese Diversifikation in Produkten, Dienstleistungen und Zielgruppen bietet dem Unternehmen weiterhin gute Wachstumschancen. Weder bei der Preisentwicklung noch der Mitarbeitergewinnung sind wesentliche Risiken erkennbar. Somit ergeben sich wesentliche Risiken insbesondere bei potenziellen Nachfragerückgängen in unseren Zielindustrien sowohl im Wartungs- als auch im Erstausrüstermarkt. Finanzielle Chancen und Risiken Die finanziellen Risiken für das Unternehmen werde aufgrund der Zugehörigkeit zur ERIKS-Unternehmensgruppe bzw. der SHV Holdings N.V., Utrecht, Niederlande, eng monitored. Die Finanzierung der Bautätigkeiten für das neue zentrale Logistikzentrum in Halle (Westfalen) ist langfristig gesichert und beinhaltet lediglich die nach Ablauf der langfristigen Zinsbindung entstehenden Zinsänderungsrisiken. Wesentliche Risiken in Bezug auf die Verwendung von Forderungen und anderen Finanzinstrumenten, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft von Bedeutung sind, sind nicht ersichtlich. Die Fortführung der deutschen ERIKS-Gruppe ist abhängig von der Liquiditätsversorgung durch die ERIKS-Unternehmensgruppe bzw. der SHV Holdings N.V., Utrecht, Niederlande. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation mit anhaltend negativen Jahresergebnissen in der Vergangenheit sowie der prognostizierten negativen Jahresergebnisse der kommenden drei Jahre, geht die Gesellschaft von einer liquiditätsmäßigen Unterdeckung aus, die durch die mittelbaren oder unmittelbaren Gesellschafter im Wege der Bereitstellung von Liquidität geschlossen werden muss. Die beschriebenen Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit bzgl. der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit hin, sofern die zugesicherte und gelebte Unterstützung durch die Konzern-Obergesellschaft(en) nicht mehr gegeben sein sollte. Gleichwohl stehen den Unsicherheiten vielfältige Anstrengungen und Investitionstätigkeiten gegenüber, sodass die deutsche ERIKS-Gruppe, unseren Erwartungen nach, ihre finanziellen Verpflichtungen mittelfristig wieder aus eigener Kraft erfüllen kann. Bis dahin erwarten wir aufgrund der oben beschriebenen fortwährenden Unterstützung durch die Konzern-Obergesellschaft(en) in den Niederlanden, dass die Gesellschaft jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. IT-Chancen und -risiken Die IT-Infrastruktur ist gekennzeichnet durch eine weitgehend einheitliche ERP-Software. Zur Schaffung einer ausbaufähigen und professionellen Basis für das weitere Unternehmenswachstum wird der Konzern in wesentlichen Zentralfunktionen auf die SAP-Software wechseln. IT-Risiken wurden durch die Verlagerung der nahezu kompletten Hardware- und WAN-Umgebung auf ein externes Rechenzentrum gemindert, mit dem umfangreiche Service- und Wartungsverträge inklusive Notfallkonzepte bestehen. Zusammenfassung In 2019 hat sich die Gesamtsituation an Chancen und Risiken nicht wesentlich verändert. Entscheidend für ERIKS sind die allgemeine konjunkturelle Entwicklung sowie die Marktresonanz der harmonisierten Geschäfts- und Vertriebsstrukturen. Trotz einer leichten Eintrübung der konjunkturellen Lage und der Corona-Krise sehen wir weiterhin gute interne und externe Rahmenbedingungen für das von ERIKS angestrebte mittelfristige Wachstum.
Halle (Westfalen), den 25. September 2020 ERIKS Holding Deutschland GmbH Geschäftsführung Menno Peeters Dr. Sven Patrick Hartung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ERIKS Holding Deutschland GmbH, Halle (Westfalen) - bis zum 5. Juni 2020: Bielefeld Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ERIKS Holding Deutschland GmbH, Halle (Westfalen) - bis zum 5. Juni 2020: Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ERIKS Holding Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe "Allgemeine Angaben" im Konzernanhang sowie die Angaben in Abschnitt "V. Chancen- und Risikobericht" des Konzernlageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Fortführung der deutschen ERIKS-Gruppe von der Liquiditätsversorgung durch die ERIKS-Unternehmensgruppe bzw. der SHV Holdings N.V., Utrecht, Niederlande abhängig ist. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation mit anhaltend negativen Jahresergebnissen in der Vergangenheit sowie der prognostizierten negativen Jahresergebnisse der kommenden drei Jahre, geht die Gesellschaft von einer liquiditätsmäßigen Unterdeckung aus, die durch die mittelbaren oder unmittelbaren Gesellschafter im Wege der Bereitstellung von Liquidität geschlossen werden muss. Wie in den "Allgemeine Angaben" im Konzernanhang sowie im Abschnitt "V. Chancen- und Risikobericht" des Konzernlageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt, sofern die zugesicherte und gelebte Unterstützung durch die Konzern-Obergesellschaft(en) nicht mehr gegeben sein sollte. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 25. September 2020 KPMG
AG
Buchwald, Wirtschaftsprüfer Hoffmann, Wirtschaftsprüfer |
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