1. Depot Gesellschaft mbHLiquidiert

53115 Bonn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 8847
Vorher
Newco Nr. 55 Vermögensverwaltungs-GmbH
Eingetragen
31.5.2000
Branche
Großhandel mit BekleidungEinzelhandel mit BekleidungGroßhandel mit Textilien
Gegenstand
ist der An- und Verkauf von Bekleidung und ähnlichen Waren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Hoffmann
seit 17.1.2023
Liquidator

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

1. Depot Gesellschaft mbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht Geschäftsjahr 2020

1. Grundlage des Unternehmens

Die 1. Depot GmbH hält entsprechend der getroffenen Vereinbarungen marktgängige Sortimente des Strumpf-Warendepots von Kaufhäusern auf Konsignationsbasis zum Abverkauf der Waren an den Endverbraucher und ist damit Bindeglied zwischen Hersteller und Handel.

Das Unternehmen wird ab 2020 als verbundenes Unternehmen der FALKE KGaA mit Sitz in Schmallenberg geführt.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft fiel im Zuge der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 in eine beispiellose Rezession. Vor dem Hintergrund der Angebots- und Nachfrageschocks aufgrund des Ausbruchs des Corona-Virus sowie der notwendigen Lockdown-Maßnahmen war es in der ersten Jahreshälfte in allen Regionen der Welt zu erheblichen Einschränkungen der wirtschaftlichen Aktivität gekommen.

Nach temporären Lockdown-Maßnahmen setzte in der 2. Jahreshälfte eine starke Erholung ein, deren Erfolg maßgeblich vom weiteren Infektionsgeschehen sowie seiner Bekämpfung durch vorhandene Impfstoffe abhing. Für das Jahr 2020 ergibt sich dennoch ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von 3,3%. Das ist zwar der stärkste Einbruch der Weltwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg, aber deutlich weniger, als zur Jahresmitte oder noch im Herbst 2020 erwartet wurde.

Im Gesamtjahr 2020 ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland pandemiebedingt um -5,3% (VJ: +0,6%) zurückgegangen. Nach einer zehnjährigen Wachstumsphase ist die deutsche Wirtschaft damit aufgrund der Corona-Pandemie in eine tiefe Rezession geraten. Das zeigt sich auch an der Entwicklung der privaten Konsumausgaben mit -6,0% (VJ: +1,6%). Trotz eines leicht erhöhten verfügbaren Einkommens gab es i.W. deutlich weniger Impulse aufgrund einer wesentlich stärker gestiegenen Sparquote, womit eine Kaufkraft von rd. 110 Mrd. € zurück gestaut wurde. Im Gegensatz zu den privaten Konsumausgaben sind die staatlichen Konsumausgaben deutlich um 3,4% (VJ: +2,5%) gestiegen. Die Erwerbstätigkeit sank um -1,1% (VJ: +0,9%) auf rd. 44,8 Millionen Erwerbstätige. Die Arbeitslosenquote stieg vor diesem Hintergrund moderat auf 5,9% (VJ: 5,0%). Dies ist sicherlich auch auf die deutsche Kurzarbeiterregelung zurück zu führen.

3. Geschäftsverlauf und Lage

Das Unternehmen erzielte in 2020 einen Umsatz von 16,8 Mio. € und lag damit trotz der Corona-Auswirkungen um 0,8 Mio. € über dem Vorjahr.

Zu berücksichtigen ist hierbei, dass ab Oktober 2019 mit der Galeria Kaufhof GmbH ein Depotvertrag abgeschlossen wurde. Anfang 2020 wurde dann die Galeria Kaufhof GmbH auf die Karstadt Warenhaus GmbH verschmolzen. Seitdem firmieren beide Kaufhäuser als GALERIA Kaufhof Karstadt GmbH.

3 a) Ertragslage

Das EBITDA stieg von 59 T€ auf 63 T€ (+6,8%). Die EBITDA-Marge blieb mit 0,4% auf gleichem Niveau.

Aufgrund der Corona-Krise mit diversen Schließungen und Lockdowns im inländischen stationären Handel konnte der durch den erwähnten Zusammenschluss von zwei bedeutenden Kaufhäusern zu erwartende Umsatzanstieg nicht realisiert werden.

Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2 T€ auf 42 T€ erhöht.

3 b) Finanzlage

Die Kapitalstruktur ist mit der Eigenkapitalquote von 0,5% sowie der Eigenkapitalrendite von 106% nahezu unverändert. Das Unternehmen verfügt über ausreichend liquide Mittel.

3 c) Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2020 hat sich die Bilanzsumme von 14,7 Mio. € um 2,0 Mio. € auf 12,6 Mio. € reduziert.

Aufgrund der Konsolidierung mit der Muttergesellschaft FALKE KGaA reduzierten sich die Lieferantenverbindlichkeiten deutlich von 14,4 Mio. € auf 3 T€. Dabei stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 0 € auf 11,0 Mio. €.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesamtkapitalrendite liegt bei 0,5 % (VJ: 0,4%). Die Umsatzrendite ist mit 0,25% unverändert.

5. Gesamtaussage

Die 1. Depot GmbH blickt aufgrund der Corona-Krise auf einen schwachen Geschäftsverlauf im Jahr 2020 zurück. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zeigt im abgelaufenen Geschäftsjahr dennoch ein positives und stabiles Gesamtbild. Die Geschäftsentwicklung lag damit auf den angepassten Erwartungen der Unternehmensleitung.

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Aufgrund der Corona-Krise in nahezu allen Absatzgebieten verläuft die Geschäftslage weiterhin gedämpft. Durch die noch langsam fortschreitende Impfkampagne kann die Infektion gebannt werden. Die künftige Geschäftsentwicklung ist wesentlich von dem weiteren Verlauf der Pandemie abhängig und unterliegt damit einer erheblichen Unsicherheit.

7. Prognosebericht

Die Erholung der Weltwirtschaft wird im Verlauf 2021 im Zuge verringerter Infektionsrisiken an Fahrt gewinnen. Nach wie vor sind Teile der Wirtschaft durch Vorsichtsmaßnahmen zur Infektionsvermeidung stark behindert. Mit fortschreitender Durchimpfung der Bevölkerung, zunächst vor allem der besonders vulnerablen Gruppen, wächst die Aussicht auf eine vollständige Normalisierung der wirtschaftlichen Aktivität. In der Folge dürften bislang noch stark gehemmte Wirtschaftsbereiche wie Tourismus und Veranstaltungswesen zunehmend Fahrt aufnehmen und sich der Aufschwung auf Regionen ausdehnen, deren Wirtschaft in besonderem Maße auf diese Aktivitäten ausgerichtet ist.

In dieser Prognose wird damit gerechnet, dass dieser Prozess bereits im Sommerhalbjahr 2021 bedeutende Fortschritte macht. Angesichts der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen im Frühjahr 2021 zu Beginn der 3. Pandemiewelle könnte sich diese Erwartung als zu optimistisch erweisen. Sollte die für eine Normalisierung erforderliche Entspannung der Infektionslage länger auf sich warten lassen als unterstellt, würde sich damit der damit verbundene kräftige Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Aktivität zeitlich weiter nach hinten verschieben. In der Folge würde die Zuwachsrate der Weltproduktion in diesem Jahr geringer, im kommenden Jahr dafür höher ausfallen. Das konjunkturelle Profil bliebe aber unverändert, sofern es gelingt, die Produktionskapazitäten aufrecht zu erhalten und ein ausreichender Impfschutz durch neue Varianten des Virus, die im Zuge der Mutation laufend entstehen, nicht in Frage gestellt wird. Die Weltproduktion dürfte somit im Jahr 2021 um 6,7% und im Jahr 2022 um 4,7% steigen, und den Vorkrisenpfad am Ende des Prognosezeitraums nur noch leicht unterschreiten.

Für das Jahr 2021 geht das Unternehmen aufgrund der zu erwartenden Öffnung des stationären Handels in Deutschland von einer Steigerung des Umsatzes im Bereich von 3 - 5% gegenüber dem Vorjahr aus. Dabei wird sich die Bilanzsumme weiter reduzieren und der Gewinn auf gleichem Niveau wie im Vorjahr liegen.

Im Jahr 2022 soll sich der Umsatz nochmals wegen der Normalisierung des Geschäftes weiter entwickeln.

8. Chancenbericht

Aufgrund der allgemeinen Stabilisierung der Kunden erwartet das Unternehmen für die nächste Zeit insgesamt eine positive Geschäftsentwicklung.

9. Risikobericht

Es besteht das Risiko, dass Schlüsselkunden der 1. Depot Gesellschaft mbH in Form von Kaufhausgesellschaften in die Insolvenz geraten bzw. nicht fortgeführt werden. Risiken aus Forderungsausfällen durch die Kunden sind durch eine Delkredereversicherung abgedeckt. Andere Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, sind uns derzeit nicht bekannt.

In welchem Ausmaß die Corona-Krise weiter besteht, kann derzeit nicht verlässlich abgeschätzt werden, so dass die künftige Entwicklung des Unternehmens unsicher und die Prognosefähigkeit deshalb beeinträchtigt ist. Demzufolge können die möglichen weiteren Entwicklungen in der Zukunft zu negativen Abweichungen von Prognosen oder Zielen der 1. Depot Gesellschaft mbH führen.

10. Mitarbeiter

Das Unternehmen beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter.

 

Bonn, 26.05.2021

Dr. Jürgen Hoffmann

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Umlaufvermögen 12.626.022,43 14.659.873,73
I. Vorräte 12.373.146,33 12.435.445,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 0,00 1.506.542,27
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 252.876,10 717.886,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.626.022,43 14.659.873,73

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 66.746,41 64.599,80
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Jahresüberschuss 41.746,41 39.599,80
B. Rückstellungen 740.952,49 44.571,00
C. Verbindlichkeiten 11.818.323,53 14.550.702,93
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.626.022,43 14.659.873,73

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 149.368,63 161.287,25
2. sonstige betriebliche Aufwendungen 86.254,38 102.197,59
3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 612,48 1,14
4. Steuern vom Einkommen und Ertrag 20.755,36 19.488,72
5. Ergebnis nach Steuern 41.746,41 39.599,80
6. Jahresüberschuss 41.746,41 39.599,80

Anhang zum Jahresabschluss 2020

der 1. Depot Gesellschaft mbH, Bonn

I. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Zusätzlich waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Sie hat ihren Sitz in Bonn und ist unter der Nummer HR B 8847 am Amtsgericht Bonn in das Handelsregister eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Fertige Erzeugnisse und Waren sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, im Sinne einer verlustfreien Bewertung mit dem erzielbaren Verkaufserlös angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten Aufwendungen für Prüfungs- und Beratungskosten sowie Inventurdifferenzen, Kundenskonti und eine Abschriftenbeteiligung.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2020 TEuro kleiner 1 J.
TEuro
1 bis 5 J.
TEuro
größer 5 J.
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 3 3 0 0
Vorjahr 14.410 14.410 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 10.952 10.952 0 0
Vorjahr 0 0 0 0
gegenüber Gesellschaftern 355 355 0 0
Vorjahr 141 141 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 508 508 0 0
Vorjahr 0 0 0 0
Summe 11.818 11.818 0 0
Vorjahr 14.551 14.551 0 0

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

V. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer.

Geschäftsführer war im Berichtsjahr Herr Dr. Jürgen Hoffmann, Rechtsanwalt.

Mutterunternehmen der Gesellschaft i.S.d. § 285 Nr. 14 HGB ist die FALKE KGaA, Schmallenberg.

 

Bonn, 26. Mai 2021

gez. Dr. Jürgen Hoffmann

Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsleitung

Das Jahresergebnis in Höhe von 41.746,41 Euro wird an die Gesellschafterin ausgeschüttet.

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Dr. Jürgen Hoffmann

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.10.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

" BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die 1. Depot Gesellschaft mbH, Bonn

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der 1. Depot Gesellschaft mbH, Bonn - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 1. Depot Gesellschaft mbH, Bonn, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss (§ 328 Abs. 1 Nr. 1 S. 3 HGB)

 

Hilden, 26. Mai 2021

WGS Sommermeier GmbH
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Sommermeier, Wirtschaftsprüfer

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