DMK Deutsches Milchkontor GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Milcherzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Volkmar Alfred Michael Taucher seit 9.10.2009 | Vorstandsmitglied |
Ingo Müller seit 14.4.2009 | Prokura |
Dirk Dr. Gloy seit 18.1.2009 | Prokura |
Horst Wenger seit 18.1.2009 | Prokura |
Josef Dr. Schwaiger seit 24.7.2007 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
BAZ GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% | |
| 35.00% | |
MILRAM Milchbar Franchise GmbHAufgelöst | 33.33% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NORDMILCH AGBremenJahresabschluss zum 31.12.20081. Bilanz zum 31.12.2008Aktiva
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008
3. AnhangI. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 i.V.m. Abs. 4 HGB auf. Der Jahresabschluss der NORDMILCH AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften (§§ 238 ff. i.V.m. §§ 264 ff. HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des AktG erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt. Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend erweitert. Das Gliederungsschema der Bilanz nach §§ 265, 266 HGB wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB erweitert. Dies betrifft folgende Bilanzpositionen:
Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung nach §§ 275 HGB wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB erweitert. Dies betrifft die Position "Vergütung für Genussrechtskapital". II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet und werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und überwiegend planmäßig linear, teilweise auch degressiv, in Anlehnung an die steuerlichen Nutzungsdauern (zwischen drei und fünfundzwanzig Jahren) abgeschrieben. Entsprechend den steuerlichen Regelungen erfolgt die Bemessung der Abschreibungen im Geschäftsjahr des Zugangs pro rata temporis. Darüber hinaus wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die im Wege der Ausgliederung des operativen Geschäftsbetriebs der NORDMILCH eG zum 01.01.2006 erworbenen Sachanlagen wurden nach Aufdeckung der stillen Reserven, ebenso wie die immateriellen Vermögensgegenstände, über deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für Gegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen 150 EUR und 1.000 EUR (geringwertige Wirtschaftsgüter) wird seit dem 01.01.2008 jährlich ein Sammelposten gebildet, der über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wird. In den Vorjahren wurden Gegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 410 EUR im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Auswirkung dieser Bewertungsmethodenänderung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist von untergeordneter Bedeutung. Investitionszuschüsse wurden im Jahr der Gewährung von den Anschaffungskosten abgesetzt. Geleistete Anzahlungen und im Bau befindliche Anlagen wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten - ggf. vermindert um erfolgte Rückzahlungen - oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Ersatzteile und Reparaturmaterialien wurden mit den Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Die Bewertung der selbsterstellten Produkte erfolgte mit den Herstellungskosten. Material- und Fertigungsgemeinkosten wurden einbezogen, nicht enthalten sind Kosten der allgemeinen Verwaltung und Zinsen für Fremdkapital. Handelswaren wurden mit den Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Marktpreisen berücksichtigt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung und das strenge Niederstwertprinzip wurden bei den Vorräten beachtet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel bewertet; für zweifelhaft einbringliche Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Devisenforderungen und schwebende Absatzgeschäfte in Fremdwährung sind grundsätzlich durch fristen- und betragsgleiche Devisentermingeschäfte gesichert; insoweit findet eine kompensatorische Bewertung Anwendung. Für Risiken aus ungedeckten Positionen wurden Rückstellungen für drohende Verluste gebildet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die unentgeltlich erworbenen Emissionsberechtigungen blieben ohne Ansatz. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalbetrag bilanziert. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ansatz des gezeichneten Kapitals und des Genussrechtskapitals erfolgte zum Nennwert. Investitionszulagen sind nicht von den Anschaffungskosten der bezulagten Anlagegegenstände abgesetzt, sondern als Sonderposten passiviert. Der Sonderposten für Investitionszulage zum Anlagevermögen wird ratierlich entsprechend der Nutzungsdauer der erworbenen Vermögensgegenstände aufgelöst. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Heubeck) unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 4,5 % ermittelt. Die Steuerrückstellungen decken die zu erwartenden Steuerbelastungen ab. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu erwartenden Betrag der Inanspruchnahme angesetzt. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurde mit dem Barwert angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden zum Buchwert beziehungsweise zum höheren Devisenkassakurs am 31.12.2008 bewertet. Zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken wurden Zinsderivate und Devisentermingeschäfte eingesetzt. Soweit Bewertungseinheiten mit bilanziellen oder außerbilanziellen Geschäften vorlagen, konnte bei einem negativen Marktwert des Sicherungsgeschäfts auf die Bildung einer Drohverlustrückstellung gemäß § 249 Abs. 1 HGB verzichtet werden. Bei nicht durch bilanzielle oder außerbilanzielle Geschäfte gedeckten Devisentermingeschäften wurde den negativen Marktwerten durch Bildung von Drohverlustrückstellungen gemäß § 249 Abs. 1 HGB Rechnung getragen. Soweit der Jahresabschluss Posten enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währungen lauten oder auf fremde Währungen lauteten, erfolgte die Umrechnung in Euro auf Basis des Kurses zum Transaktionszeitpunkt bzw. mit dem jeweils niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag. Aufwendungen und Erträge sind in die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem jeweiligen Kurs zum Zeitpunkt der Zahlung bzw. mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Buchung eingegangen. III. Entwicklung des Anlagevermögens
IV. Angaben zur BilanzDie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, setzen sich wie folgt zusammen, wobei die unter Sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesenen Beträge insbesondere Verrechnungssalden aus dem konzerninternen Liquiditätsausgleich betreffen:
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind als antizipative Posten größeren Umfangs Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen (4.661 TEUR), Kaufpreisabschläge im Zusammenhang mit Forderungsverkäufen (18.274 TEUR) sowie Steuererstattungsansprüche (4.932 TEUR) enthalten. Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr betreffen ausschließlich sonstige Vermögensgegenstände und betragen 5.127 TEUR (Vorjahr: 4.360 TEUR). Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 75.000.000 auf den Namen lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1 EUR zusammen. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13.07.2006 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gezeichnete Kapital der Gesellschaft bis zum 01.06.2011 einmal oder mehrmalig gegen Bar- und / oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 37.500.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 37.500.000 neuen Stückaktien und / oder Vorzugsaktien mit oder ohne Stimmrecht zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die neuen Aktien sind den Aktionären zum Bezug anzubieten. Das im Geschäftsjahr 2007 begebene Genussrechtskapital in Höhe von 2.886 TEUR erfüllt die Kriterien der Nachrangigkeit, der Verlustteilnahme bis zur vollen Höhe und der Erfolgsabhängigkeit der Vergütung als Voraussetzung für den Ausweis im Eigenkapital. Es ist in Höhe von 2.000 TEUR befristet bis zum 30.09.2012 und in Höhe von 886 TEUR bis zum 31.12.2012. Das Genussrechtskapital kann während der Laufzeit nicht gekündigt werden. Der Sonderposten entfällt zum Abschlussstichtag wie im Vorjahr vollständig auf Investitionszulagen zum Anlagevermögen. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 47.705 TEUR (Vorjahr: 70.323 TEUR) enthalten als wesentliche Position, die mehr als 10 % des Gesamtpostens ausmacht, Personalverpflichtungen von 29.122 TEUR (Vorjahr: 37.557 TEUR). Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden, Sicherungsübereignungen von Gegenständen des Anlagevermögens und Verpfändung von Markenrechten 100.078.610 EUR und von den sonstigen Verbindlichkeiten durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen von Gegenständen des Anlagevermögens 29.651.511 EUR gesichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind als antizipative Posten größeren Umfangs Abführungsverpflichtungen im Zusammenhang mit Forderungs-Inkasso (ABS-Transaktion) in Höhe von 13.447 TEUR (Vorjahr 15.040 TEUR) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, setzen sich wie folgt zusammen, wobei die unter Sonstige ausgewiesenen Beträge insbesondere Verrechnungssalden aus dem konzerninternen Liquiditätsausgleich betreffen:
Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB (in EUR):
Zum 31.12.2008 bestanden derivative Finanzinstrumente in folgendem Umfang (in TEUR):
Die beizulegenden Zeitwerte wurden durch die jeweiligen Kreditinstitute ohne Angabe der Bewertungsverfahren zur Verfügung gestellt. Die Zinsderivate dienen der Begrenzung von Zinsänderungsrisiken der Finanzierungslinien und bilden hier Bewertungseinheiten. Devisentermingeschäfte wurden grundsätzlich zur Absicherung korrespondierender Währungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten abgeschlossen. Für einzeln zu bewertende Geschäfte wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von 540 TEUR gebildet. V. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse gliederten sich nach Produktgruppen und Regionen wie folgt auf:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 3.224 TEUR, aus Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 9.112 TEUR und aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 7.036 TEUR enthalten. VI. Sonstige AngabenIm Jahresdurchschnitt 2008 wurden 2.139 Mitarbeiter (ohne Vorstand) beschäftigt. Davon sind 1.945 Vollzeitbeschäftigte und 194 Teilzeitbeschäftigte. Daneben wurden durchschnittlich 99 Auszubildende beschäftigt. Es bestehen folgende nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind (in TEUR):
Gegenüber einem Unternehmen, an dem nach dem Bilanzstichtag eine Beteiligung erworben wurde, und einer Mitgesellschafterin besteht die Verpflichtung, für Zins- und Tilgungsleistungen gemäß einer noch abzuschließenden Finanzierungsvereinbarung eine Bürgschaft zu übernehmen. Darüber hinaus wurde im Rahmen des Fuhrparkleasings eine Restwertgarantie gegenüber dem Leasinggeber abgegeben. Mitglieder des Vorstands waren im Geschäftsjahr 2008:
An die Mitglieder des Vorstands wurden Gesamtbezüge gewährt in Höhe von 1.433.123 EUR, an frühere Mitglieder des Vorstands in Höhe von 41.358 EUR. Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2008 wie folgt zusammen:
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 221.480 EUR. VII. Angaben zum AnteilsbesitzDie NORDMILCH AG besitzt folgende Kapitalanteile in Höhe von mindestens 20 % an Unternehmen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bedeutung sind:
* EAV = Ergebnisabführungsvertrag mit der
NORDMILCH AG
VIII. KonzernabschlussDie NORDMILCH AG wird in den befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 291 HGB der NORDMILCH eG, Zeven, für das Geschäftsjahr 2008 einbezogen, die im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden.
Bremen, 30. März 2009 NORDMILCH AG - Vorstand - Dr. Josef Schwaiger Volkmar Taucher Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der NORDMILCH AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, 20.04.2009 Genossenschaftsverband e.V. Romberg, Wirtschaftsprüfer Kordes, Wirtschaftsprüfer
Oldenburg, 20.04.2009 Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. Freundlieb, Wirtschaftsprüfer Grüterich, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008I. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche1. Entwicklung der GesamtwirtschaftDas Jahr 2008 war geprägt von extremen Entwicklungen, ausgelöst durch die Verstärkung der Turbulenzen an den globalen Finanzmärkten. Deutschland steht nach Einschätzung der führenden Wirtschaftsinstitute am Beginn einer schweren Rezession. Die deutsche Volkswirtschaft soll nach einem voraussichtlichen Wachstum von 1,3 % in 2008 in 2009 voraussichtlich um 2 bis 9 % schrumpfen. Die hohe Schwankungsbreite zeigt hier insbesondere die Unsicherheit bei den Volkswirten auf, eine genaue Prognose abzugeben. Insgesamt wird die Rezession aber vorwiegend durch den Export getrieben und trotz der gestiegenen Reallöhne nicht durch den privaten Konsum nachhaltig gestützt. Auch die verbesserte Beschäftigungssituation 2008 mit dem höchsten Beschäftigungsstand seit der Wiedervereinigung war kein Konjunkturtreiber. Die Sparquote stieg auch aufgrund der allgemeinen Verunsicherung auf 11,5 % und erreichte damit den höchsten Stand seit 15 Jahren. Die Inflation hat sich im 4. Quartal 2008 deutlich verlangsamt, wodurch schließlich auch die Zinssenkungen der europäischen Zentralbank als Reaktion auf die einbrechende Konjunktur ermöglicht wurden. Die Turbulenzen auf den Rentenmärkten haben allerdings mittlerweile eine Veränderung der inversen Zinsstruktur hin zu einem normalen Verlauf der Zinsstrukturkurven geführt, allerdings auf einem historisch niedrigen Niveau. Der Euro hat nach dem Erreichen eines Höchststandes Mitte des Jahres 2008 wieder deutlich an Wert gegenüber dem Dollar verloren, so dass auch die Exporte in den Dollarraum wieder erleichtert werden sollten. Insgesamt sollte eine Stabilisierung der Finanzmärkte auch zu einer Befestigung der konjunkturellen Lage führen und somit in 2010 wieder von einer Verbesserung der Gesamtwirtschaft ausgegangen werden. 2. Entwicklung der BrancheDie Milchwirtschaft in Deutschland ist 2008 nachhaltig beeinflusst von der Entwicklung des Milchmarktes im Jahr 2007. Höhere Milchmengen auf dem Weltmarkt und eine aufgrund der gestiegenen Preise für Molkereiprodukte zurückhaltende Binnennachfrage kennzeichneten den Milchmarkt des Jahres 2008. Im Verlauf des Geschäftsjahres war bedingt durch höhere Anlieferung der Erzeuger und sinkende Nachfrage der Konsumenten ein rasanter Preisverfall für Rohmilch zu beobachten. Bis zum Jahresende 2008 entwickelte sich der Preis für ein Kilogramm Milch mit 3,7 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß von 40 ct und darüber auf ca. 25 ct und darunter. Damit haben sich die Auszahlungspreise der Molkereien innerhalb eines Jahres nahezu halbiert. Sollte die Situation derart niedriger Verwertungen und damit Auszahlungspreise von 20 bis 25 ct je kg Rohmilch fortbestehen, wird kurz- bis mittelfristig eine Bereinigung der landwirtschaftlichen und auch der Molkereistruktur in Deutschland unumgänglich. Eine kostendeckende Milchproduktion wird insbesondere für Kleinbetriebe damit unmöglich werden, aber auch große Produktionsbetriebe werden an ihre wirtschaftlichen Grenzen geraten. Insbesondere nach dem Lieferstreik im Mai/Juni 2008 waren Frischprodukte in Deutschland deutlich in der Verwertung bevorteilt. Demnach haben sich auch die Abstände bei den Auszahlungspreisen der Molkereien aufgrund der unterschiedlichen Verwertungsprofile extrem gespreizt. Bei den unmittelbaren Mitbewerbern haben sich dementsprechend insbesondere die Molkereien mit einer überdurchschnittlichen Auszahlungsleistung profilieren können, die einen hohen Anteil an Frisch- und H-Milchproduktion für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel aufweisen konnten. Nach den nächsten Abschlüssen im Lebensmitteleinzelhandel für die Kontrakte mit einer Laufzeit ab Mai 2009 sollten sich die Verwertungen und damit auch die Auszahlungsleistungen der Molkereien wieder deutlich annähern. II. Entwicklung der NORDMILCH AG1. Wesentliche Ereignisse im GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr 2008 der NORDMILCH AG war weiterhin stark von der Fortsetzung der Restrukturierung beeinflusst. Hierbei wurde in 2006 ein Gesamtpaket von Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen, welches für das Geschäftsjahr 2006 außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 52,4 Mio. EUR verursachte und im Wesentlichen auf außerplanmäßige Abschreibungen für die zu schließenden Werke und auf Sozialplanaufwendungen für die freizusetzenden Arbeitnehmer entfielen. In 2008 wurden aus diesem Restrukturierungspaket die Schließungen der Werke in Isernhagen, Schleswig und Beesten umgesetzt. Für das Werk in Beesten wurde eine Nachfolgelösung gefunden. Die Produktionsstätte Schleswig wurde an die wheyco GmbH verpachtet. Der Standort in Hannover (ehemals BAZ) wurde Ende 2008 an die Landeshauptstadt Hannover veräußert. Für 2009 sind keine weiteren Standortschließungen geplant. Die Restrukturierung auf Werksebene ist damit nahezu abgeschlossen. Das an ein Beteiligungsunternehmen verpachtete Werk in Schleswig soll ab Mitte 2009 wieder an die NORDMILCH AG als Standort zurückgegeben werden. Hier soll perspektivisch die anfallende Molke aus Nordhackstedt verarbeitet werden. Im weiteren Geschäftsverlauf 2008 trennte sich die Gesellschaft von ihren Vorstandsmitgliedern Herrn Martin Mischel und Herrn Andreas Strunk einvernehmlich aufgrund unterschiedlicher Auffassungen in der weiteren Ausrichtung der Gesellschaft. Trotz der Doping-Problematik im Radsport und dem wahrscheinlichen Ausstieg von ARD und ZDF aus der Liveberichterstattung der Tour de France setzt die NORDMILCH AG ihr Engagement mit dem "Team MILRAM" im Profibereich, aber auch in der Nachwuchsarbeit des Radsports, fort. Das Radteam ist das letzte verbliebene Profiteam aus Deutschland und wird mit überwiegend deutschen Radfahrern in 2009 an den Start gehen. Damit soll eine weitere Stärkung der Marke "MILRAM" sowohl im nationalen wie im internationalen Bereich erreicht werden. Der Vorstand behält sich vor, sobald durch Dopingfälle negative Auswirkungen auf das Markenimage bekannt werden, die Aktivitäten in diesem Bereich unverzüglich einzustellen. 2. Beschaffung / MilchanlieferungDer Milcheingang bei der NORDMILCH AG belief sich 2008 auf 4,1 Mrd. kg und war damit nahezu unverändert zum Vorjahr. Die Milcherzeuger der NORDMILCH eG lieferten insgesamt 2,5 Mrd. kg Rohmilch an. Von den Mitgliedsmolkereien der NORDMILCH eG wurden 0,225 Mrd. kg bezogen Die angelieferte Rohmilch der NORDMILCH eG wies durchschnittlich einen Fettgehalt von 4,21 % und einen Eiweißgehalt von 3,41 % auf.
Die Beschaffungskosten für den Rohstoff Milch haben sich unterjährig deutlich reduziert. Waren die Auszahlungspreise im Januar 2008 noch bei 38 ct/kg, wurden zum Jahresende nur noch 25 ct/kg an die Erzeuger gezahlt. Die Preisentwicklungen auf den Rohstoffmärkten haben sich nachhaltig auf die Beschaffungskosten der NORDMILCH AG ausgewirkt. Ausgehend von der Entwicklung bei Rohöl ergab sich ein erheblicher Preisdruck bei wesentlichen Verpackungsmaterialien und ausgewählten Rohstoffen. Eine Entlastung der Verpackungskosten ist für 2009 aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Lage zu erwarten. Die NORDMILCH AG mildert die Risiken aus den erheblichen Preisschwankungen durch gezielte Maßnahmen wie Ausschreibungen oder Wertanalysen ab. 3. ProduktionDas Jahr 2008 war zum einen geprägt durch den weitgehenden Abschluss der Werks- und Logistikrestrukturierung und zum anderen durch marktseitig bedingte Änderungen in den Preisrelationen wichtiger Produktgruppen, insbesondere die von Käse in Relation zu Pulver. Mitte 2008 wurden die Werke Isernhagen und Beesten geschlossen. Bedingt durch den Produkttausch mit der Humana Milchunion eG wurde die Frischmilchproduktion aufgegeben und an das Humana Werk Everswinkel übergeben. Im Gegenzuge wurde die Kondensmilchproduktion (Weichpackung) vom Standort der Humana Milchunion eG in Beeskow sowie aus Beesten in der neuen UHT-Abteilung in Zeven konzentriert. Eine dreischichtige Auslastung mit den entsprechenden Produktivitätsvorteilen führte zu einer beiderseitigen Ertragssteigerung aus dem Produkttausch. Des Weiteren wurden die Abteilungen für Dessert-Produkte, die Abfüllung des Vollmilchpulvers in Dosen und Kondensmilch in Dosen an den Standorten Zeven und Strückhausen planmäßig geschlossen. Einhergehend mit der Schließung des Werkes Isernhagen wurde in Zeven der Bau einer 2.600 m² großen, gekühlten Bereitstellungshalle notwendig, die zum 01.08.2008 die Funktionen des Lagers Isernhagen übernahm. Somit ist die geplante Restrukturierung der NORDMILCH-Logistikstruktur mit der Realisierung einer straffen Zentral-Lager-Philosophie abgeschlossen. Somit verfügen wir über ein national distribuierendes Zentrallager für Frische in Zeven sowie ein national distribuierendes Zentrallager für Butter und Käse in Edewecht. Diese Logistikstruktur ermöglichte und ermöglicht weitere Kostenreduktionen in der Lagerhaltung einerseits sowie eine deutliche Kostenverringerung bei den Zwischenwerksverkehren. Die erste Jahreshälfte 2008 war geprägt von zunehmend schwächeren Märkten und damit einhergehenden deutlichen Milchpreisrückgängen von 38 ct/kg im Januar auf 25 ct/kg. Der fünftägige Milchlieferstreik Ende Mai / Anfang Juni 2008 mit den entsprechenden Blockaden mehrerer Werke forderte alle Mitarbeiter in den Fachbereichen Produktion / Logistik / Milcherfassung und Landwirtschaft gleichermaßen. Im Schulterschluss aller Fachabteilungen gelang es, durch geschicktes Umlenken der Rohmilchmengen auf die nicht blockierten Werke, die Milchsammlung - bis auf geringste Ausnahmen - aufrecht zu erhalten, somit auch die Produktion und ebenfalls die Belieferung unserer Kunden. Größere Regressforderungen seitens Industrie-, LEH- und GV-Kunden konnten somit im Sinne unseres Unternehmens und im Interesse unserer Mitglieder und Milchlieferanten abgewendet werden. Auch 2008 war wiederum ein Jahr starker Preisschwankungen zwischen Produktgruppen, so dass die Auslastung unserer Werke von den Rohmilchmengenverschiebungen zwischen Pulver, Butter- und Käsereistandorten geprägt war, einzig und allein mit dem Ziel, unterjährig den optimalen Verwertungsmix im Sinne unserer Milcherzeuger zu gewährleisten. Trotz sinkender Verwertungen in der zweiten Jahreshälfte und den damit verbundenen Milchpreissenkungen von 32 ct/kg im Juli / August 2008 auf 25 ct/kg im Dezember 2008 stieg die relative Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens auf Jahresbasis gegenüber 2007 im Vergleich zu den Wettbewerbern im Norden Deutschlands. Aufgrund von Kündigungsrücknahmen bei der NORDMILCH eG und Neuaufnahme von Milchlieferanten sowohl in die NORDMILCH AG als auch in die NORDMILCH eG stabilisierte sich die Rohstoffbasis der NORDMILCH Ende 2008. Die Integration dieser Rohmilchmengen in das Tourenmanagement der Milcherfassung verbesserte die Optimierungsmöglichkeiten bei der Milcherfassung aufgrund der landwirtschaftlichen Betriebsstruktur und der Nähe der landwirtschaftlichen Betriebe zu unseren Werken. In Summe war die Arbeit der Fachabteilung Milcherfassung sehr stark durch den Milchlieferstreik, durch die Forcierung von Einsparpotenzialen (Milchtausch, interne Optimierungen) und durch Veränderungen der Rohmilchbasis im Jahresverlauf geprägt. Dennoch konnte die Milchabholung qualitativ und quantitativ jederzeit gewährleistet werden.
4. UmsatzentwicklungNachdem das Jahr 2007 geprägt war durch die starken Marktbewegungen über alle Produktgruppen und Preiserhöhungen in bisher nicht bekanntem Ausmaß, schlug das Pendel im Jahr 2008 deutlich zurück. Während das Angebot auf den Weltmärkten nach Normalisierung der Situation in Ozeanien, ausreichende Warenverfügbarkeit aus den USA und hohen Milchmengen in der EU bestimmt war, schlugen nachfrageseitig die Auswirkungen des Jahres 2007 mit dem historisch hohem Preisniveau durch. Die hohen Preise bewirkten im LEH eine starke Kaufzurückhaltung, die sich erst nach drastischen Preisrückgängen allmählich erholte, sich jedoch nach wie vor nicht auf dem Niveau von 2006 (als Basisjahr vor den Marktverwerfungen) befindet. In der weiterverarbeitenden Industrie fanden zudem z.T. erhebliche Substitutionen von Milchbestandteilen statt:
Die dauerhafte Umstellung von Rezepturen im industriellen Bereich wird auch weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die Nachfrage nach Milchprodukten haben. Lebensmitteleinzelhandel / GroßverbraucherAnfang des Jahres 2008 konnten im Kielwasser der Preiserhöhungen des Jahres 2007 Markenpreiserhöhungen sowohl in der weißen wie auch der gelben Linie der Marke MILRAM vollzogen werden, was zu deutlichen Verwertungsverbesserungen führte. Im Rahmen der Basispreisverhandlungen des Frühjahres 2008 waren jedoch bereits z.T. erhebliche Preisabschwächungen zu verzeichnen. In Folge des Milchstreiks einigten sich Bauernverband und Handel auf den sog. "Bauerngroschen" im Bereich der Frischmilch und H-Milch. Diese nachgezogene Preiserhöhung hatte jedoch keine Auswirkungen auf weitere Produktbereiche, so dass Wettbewerber mit Schwerpunkten im Trinkmilchsortiment deutlich begünstigt waren. Hervorgerufen durch die deutliche Kaufzurückhaltung der Endverbraucher kamen die Märkte im Verlauf des Jahres weiter unter Druck, so dass im Rahmen der Basispreisverhandlungen im November weitere deutliche Preissenkungen vor allem bei der weißen Linie hingenommen werden mussten, woraus im Handel z.T. sehr starke Veränderungen des Abgabepreises an die Endverbraucher resultierten. Damit nahm die Preisspreizung der gesamten Markenartikel im Vergleich zu den Handelsmarkensegmenten weiter zu. IndustrieTrotz des Einflusses von Rezepturumstellungen auf das Nachfrageverhalten der weiterverarbeitenden Industrie konnten in der Division Industrie einige strategische Ziele stark vorangetrieben werden. Insbesondere im Produktbereich Käse konnte eine deutliche Absatzsteigerung (+32% vs. 2007) erzielt werden. Die Preissituation verschärfte sich durch die Angebotslage in ganz Europa und die wegbrechenden Drittlandsmärkte. Auch im Bereich der Süßwarenindustrie waren deutliche Abschwächungen zu verzeichnen, jedoch führte die Kontraktgestaltung der NORDMILCH mit einer Risikostreuung über unterschiedliche zeitliche Kontraktvereinbarungen dazu, dass insgesamt ein Preisniveau oberhalb der jeweils gültigen Marktpreise erzielt werden konnte. Eine deutliche Abschwächung der Preise im Verlauf des Jahres musste jedoch verzeichnet werden. InternationalDas Drittlandsgeschäft wurde durch die gegenläufige Angebotssituation auf den Weltmärkten, dem schwachen Dollar und im Verlauf des Jahres durch die Auswirkungen der Finanzkrise massiv beeinflusst. Besonders das Russland-Geschäft wurde hierdurch beeinträchtigt. Dennoch konnte ein deutliches Mengenwachstum im Produktbereich Käse (+7% Absatz vs. 2007) erzielt werden, der mit 47% Absatzanteil weiterhin das Kerngeschäft der Division ausmacht. Wachstum konnte darüber hinaus im Bereich der H-Produkte erzielt werden. Eine weitere Stärkung der Marke Rose (+17% Absatz vs. 2007) in Afrika führt hier zu einer erfreulichen Entwicklung mit weiterer Ausdehnung in neue Länder. 5. InvestitionenDie NORDMILCH AG führte insbesondere strategische Investitionen im Rahmen des Werk- und Logistik-Restrukturierungsprogramms durch mit einer Investitionssumme von 17,6 Mio. EUR. Die Hauptinvestitionen erfolgten an den Standorten Zeven (Erweiterung UHT-Abteilung und Prozess-und Abfüllkapazitäten mit 5,5 Mio. EUR, Erweiterung Silotanklager Frischkäse von 0,5 Mio. EUR), Hohenwestedt (Molkenpulverproduktion mit 0,8 Mio. EUR) und Nordhackstedt (Kulturenherstellung Mozzarella in Höhe von 0,4 Mio. EUR). Zur Übernahme der logistischen Funktionen des Werkes Isernhagen wurden 2,9 Mio. EUR in eine 2.600 m² große Bereitstellungshalle (inkl. Förder- und Kältetechnik) in Zeven investiert, die in die logistischen Abläufe des Hochregallagers und der bereits vorhandenen Läger integriert wurde. Die Inbetriebnahme erfolgte Mitte 2008. 6. Personal- und SozialbereichDas Restrukturierungskonzept des Unternehmens und der damit verbundene Arbeitsplatzabbau wurde in 2008 weitestgehend abgeschlossen. Zur weiteren Sicherung der bestehenden Arbeitsplätze wurden verschiedene Instrumente zukunftsorientierter Personalpolitik, wie z. B. flexible Arbeitszeitgestaltung oder Personalpoollösungen implementiert, um kurzfristig auf Rohstoff- oder Marktentwicklungen reagieren zu können. Diese weiter zu forcieren, wird auch für 2009 ein Arbeitsschwerpunkt sein. Durch Zielvereinbarungen mit den leitenden Mitarbeitern hat das Unternehmen ein Führungsinstrument geschaffen, um von den Mitarbeitern auch direkte Beiträge zum Unternehmenserfolg einzufordern und nachhalten zu können. Die NORDMILCH AG beschäftigte im Jahr 2008 durchschnittlich 2.139 Arbeitnehmer sowie 99 Auszubildende. Für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens ist die Ausbildung des Nachwuchses sowie die Qualifizierung und Entwicklung innerhalb der bestehenden Arbeitsverhältnisse von großer Bedeutung. Trotz der schwierigen Lage stellte sich die NORDMILCH AG daher auch 2008 ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Im Rahmen ihrer Ausbildung erwarben durchschnittlich 99 junge Menschen berufliche Fertigkeiten im milchwirtschaftlichen, kaufmännischen sowie technischen Bereich, die zum großen Teil auch über ihre Ausbildung hinaus qualifizierte Einsatzmöglichkeiten innerhalb der NORDMILCH fanden und somit für beide Seiten gewinnbringend sind. Für 2009 ist darüber hinaus geplant in den verschiedenen Bereichen Führungsnachwuchskräfte im Rahmen eines Traineeprogrammes einzusetzen. 7. Forschung und EntwicklungNeue Produkte, Technologien, Geschäftsfelder und Kunden sind wichtig für unser Wachstum. Dabei spielen Investitionen in Forschung, Entwicklung, Technologie und Innovationsmanagement eine zentrale Rolle. Diese Investitionen wurden in den letzten Jahren kontinuierlich getätigt. So nutzt unser Unternehmen intensiv die Kreativität der Mitarbeiter in F&E sowie den Ideenreichtum aller am Innovationsprozess beteiligten Köpfe im Unternehmen. Durch die Zentralisierung der F&E-Aktivitäten im NORDMILCH Innovations Center (NIC) wurde "ein Raum für Ideen" geschaffen. In diesem Raum tauschen sich Menschen unterschiedlichster Fachrichtungen zu neuen Ideen, Geschäftsmöglichkeiten und Chancen im Markt aus. Die intensive Vernetzung mit Universitäten, Instituten, Lieferanten und Erfindern führt zu neuen Ideen und Konzepten. Aus Ideen werden Machbarkeitsstudien, Vorprojekte, konkrete Produkte und Investitionen in neue Technologien. Neben der Produktentwicklung stellen die Prozessinnovationen und die Kostenreduktion von Produkten, Verpackungen und Verfahren ein wichtiges Arbeitsgebiet dar. Schwerpunkte in 2008 waren im Bereich der Käseentwicklung interessante Schnittkäsevarianten mit besonderen funktionellen Eigenschaften für die Pizza- und Schmelzkäseindustrie. Bei den Industrieprodukten sind milchbasierte Pulvermischungen hervorzuheben, die von renommierten Markenartiklern aus der Süß- und Backwarenindustrie intensiv nachgefragt werden. Bei den Molkereiprodukten konnten neue Varianten wie Chili- und Bärlauchquark eingeführt werden. Durch umfangreiche Rezepturänderungen stieg die Attraktivität für Kunden, die Qualität sowie die Profitabilität vieler Produktreihen. 8. QualitätsmanagementNeben Innovationen ist Qualität für uns ein zentraler Erfolgsbaustein. Dabei orientieren wir uns daran, wie unsere Kunden die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen beurteilen. In vielen Kundenaudits, Markttests und Rückkäufen wurde das hohe Qualitätsniveau unserer Produkte bestätigt. Erfolgreiche Zertifizierungen nach International Food Standards (IFS) und einer Vielzahl weiterer Qualitätsstandards zeigen die hohe Qualität unserer Prozesse und Verfahren. Unser auf Zahlen, Daten, Fakten basiertes Kennzahlensystem spricht hier eine klare Sprache. So wurde die Qualität aus Kundensicht weiter gesteigert, bei gleichzeitiger Optimierung der Wirtschaftlichkeit unserer Verfahren. Dies dokumentiert die Steigerung unserer Wettbewerbskraft. Darüber hinaus erarbeitete das Qualitätsmanagement mit dem Bereich Forschung und Entwicklung Kundenservicepakete in der Anwendungstechnik, in der lebensmittelrechtlichen Beratung sowie in der Unterstützung unserer Kunden bei Fachfragen. 9. Umweltschutz- und ArbeitsschutzmanagementDer Bereich Arbeitssicherheit / Umwelt hat unternehmensübergreifend im Oktober 2007 das Arbeitsschutz- und Umweltmanagementsystem in Anlehnung an die DIN ISO 14001 sowie den Standard OHSAS 18001 überarbeitet. In dem Managementsystem wurden für die Bereiche Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Brand- und Explosionsschutz, Werkschutz, Genehmigungsmanagement sowie Verlustkontrolle eigene Standards erarbeitet, die als Vorgabe für die Standorte in Bezug auf die Einhaltung rechtlicher, kundenspezifischer und versicherungstechnischer Forderungen dienen. Die Umsetzung der Standards sowie des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wird mittels jährlicher Audits eines qualifizierten Auditors in den Standorten überprüft. In 2008 konnten die durch Unfälle bedingten Ausfalltage im Unternehmen um 34 % gesenkt werden. Die Unfallzahlen liegen damit deutlich unter dem molkereispezifischen Durchschnitt der Berufsgenossenschaft. Auch die Anzahl an Umweltereignissen ist weiter rückläufig. Zur Vermeidung von Betriebsunterbrechungsrisiken wurden weitere technische und organisatorische Anstrengungen unternommen, um Brände und Explosionen zu vermeiden. Durch die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen und den Einsatz produktionsintegrierter Umweltschutzkonzepte konnten Energieverluste und Schadstofffreisetzungen weiter verringert werden. Dies zeigt sich insbesondere bei den Standorten, die am Treibhausgasemissionshandel teilnehmen müssen (Zeven, Strückhausen, bedingt durch die neue Gas- und DampfturbinenAnlage seit 2008 auch Edewecht). 8% der zugeteilten Emissionszertifikate wurden nicht benötigt. Für 2009 liegen die Arbeitsschwerpunkte in der Realisierung von Energieeffizienzmaßnahmen sowie in der weiteren Umsetzung der Verlustkontrolle. 10. RisikomanagementDas zentrale Ziel des Risikomanagements der NORDMILCH AG liegt in der nachhaltigen Existenzsicherung und in der Stärkung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Die Risikopolitik der NORDMILCH AG basiert auf einer risiko-bewussten, zukunftsorientierten Unternehmensstrategie. Das Risikomanagementsystem der NORDMILCH AG ist darauf ausgerichtet, die wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken frühzeitig zu erkennen, ganzheitlich zu berücksichtigen und zu steuern. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses werden die Risiken proaktiv identifiziert, analysiert, bewertet, bewältigt und überwacht. Als Teil der Unternehmenskultur ist jeder Mitarbeiter in den Risikomanagementprozess integriert. Das Risikomanagement liegt im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden und wird von der Konzern-Revision koordiniert. Die Überwachung der einzelnen Risiken erfolgt permanent durch die Risikoverantwortlichen. Das Risikomanagement prüft die erhaltenen Informationen auf Plausibilität und Vollständigkeit. Bei der Umsetzung eines leistungsfähigen Risikomanagements wird die Konzernrevision von einem Risiko-Komitee unterstützt. Aufgabe dieses Risiko-Komitees ist die Überprüfung der Ergebnisse der Risiko-Berichterstattung aus unternehmensstrategischer sowie ganzheitlicher Sicht mit dem Ziel, die Transparenz und Aussagefähigkeit zu erhöhen und die Zuverlässigkeit der Daten aus dem Risikomanagementsystem zu steigern. Einmal pro Jahr findet eine dokumentierte Risikoinventur statt. In diesem Zusammenhang erfolgt eine strukturierte und detaillierte Bestandsaufnahme aller Risiken. Aus der sich daraus ergebenden Zuordnung zu den Risikoklassen erfolgt eine Konzentration auf die wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken der Klasse I, die im Fokus der Risiko-Berichterstattung stehen. Der aktuelle Status dieser Risiken wird der Unternehmensleitung und dem Aufsichtsrat der NORDMILCH AG pro Quartal über das allgemeine Management-Informationssystem mitgeteilt und im Rahmen von Vorstandssitzungen und Sitzungen des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates präsentiert. Zudem erfolgen im Rahmen einer Ad-hoc-Berichterstattung zwischen den Berichtsperioden Meldungen über wesentliche Änderungen, außergewöhnliche Vorkommnisse oder neue Risiken. Zusammen mit den bestehenden Informationssystemen trägt das Risikomanagementsystem hinreichend dazu bei, Entwicklungen und Risiken mit wesentlichen und bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die NORDMILCH AG frühzeitig zu erkennen und zu analysieren. Zusammenfassende Beurteilung der Entwicklung der NORDMILCH AGDie NORDMILCH hat in 2008 erfolgreich den eingeschlagenen Pfad weiterbeschritten und die Rentabilität des Unternehmens weiter gesteigert. Die Restrukturierung hat bislang den gewünschten Erfolg gezeigt und die NORDMILCH hat zu den direkten Wettbewerbern um den Rohstoff in der Leistungsfähigkeit weiter aufgeschlossen. III. Lage der Gesellschaft1. Vermögens- und FinanzlageDie Vermögenslage der NORDMILCH AG ist geordnet. Die Finanz- und Liquiditätslage ist in Anbetracht der Finanzierungspolitik angemessen. Zielsetzung des Finanzmanagements ist es die bestehenden Finanzierungsstrukturen des Konzerns zu optimieren, für eine ausreichende Finanzmittelausstattung zu sorgen und die Finanzierungsinstrumente so einzusetzen, dass dies betriebswirtschaftlich optimal für den NORDMILCH-Konzern erfolgt. Geprägt ist die Finanzierung seit dem Ende Oktober 2007 von drei maßgeblichen Komponenten. Dabei handelt es sich um ein Tilgungsdarlehen, einen revolvierenden Kredit sowie Nachrangkapital in einem Umfang von insgesamt 200 Mio. EUR. Der Finanzierungsrahmen ist auf 4 bzw. 5 Jahre fest vereinbart. Die Laufzeit der in 2005 im Rahmen einer Asset-Backed Security-Transaktion (Forderungsverbriefung) revolvierenden Forderungsverkäufe in Höhe von max. 130 Mio. EUR wurde im Vorjahr vorzeitig von ursprünglich 5 auf 8 Jahre verlängert. Hinzu kam eine Ausweitung des Forderungsankaufes auf ausgewählte ausländische Debitoren. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen im Umfang von 104,4 Mio. EUR verkauft. Ferner wurden zum Bilanzstichtag Bestände von Butter, Käse und Magermilchpulver in Höhe von ca. 40 Mio. EUR an die Rabo Trading Germany GmbH & Co. KG in Form von unechten Warenpensionsgeschäften veräußert. Durch diese Transaktion wurde die Liquidität der NORDMILCH AG weiter erhöht und die Bilanzstruktur verbessert. Es sind keine besonderen Ausfall- und Liquiditätsrisiken erkennbar. Zur Begrenzung des aus der Finanzierung resultierenden Zinsänderungsrisikos bestanden zum 31.12.2008 Swapgeschäfte über insgesamt 100 Mio. EUR, wovon 50 Mio. EUR eine Restlaufzeit bis Februar 2011, 20 Mio. EUR bis November 2011 und 30 Mio. EUR eine Restlaufzeit bis November 2012 aufweisen. Der Zinssatz wurde damit für die Gesellschaft auf 3,1 % bis 3,9 % begrenzt. Die Liquiditätsplanung im NORDMILCH Konzern erfolgt zentral durch die NORDMILCH AG. Hierbei werden u.a. auch die Investitionsvorhaben und deren Finanzierung durch Fremd- bzw. Eigenkapital abgestimmt. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
2. ErtragslageDie Umsetzung des Restrukturierungsprogramms läuft wie geplant. Die in diesem Zusammenhang eingeleiteten Maßnahmen sowie konsequente Kostensenkungen haben das Unternehmensergebnis positiv beeinflusst und konnten ungünstige Marktentwicklungen teilweise auffangen. Geprägt ist das Unternehmensergebnis aber vorwiegend durch die Auszahlungspreise für die Rohstoffbeschaffung an die NORDMILCH eG. Hier wurde im Jahresdurchschnitt ein Auszahlungspreis von 30,8 ct/kg an deren Mitglieder geleistet. Insgesamt ist die Ertragssituation geprägt durch den unverändert starken Wettbewerb und die steigenden Einkaufspreise, die nicht immer an die Abnehmer weitergegeben werden konnten. Zukünftig wird ein Hauptaugenmerk auf die weitere Optimierung der Verwertung des Rohstoffes und Realisierung von Kostensenkungspotenzialen gelegt, um so weiter den zukünftigen Auszahlungspreis der NORDMILCH eG an ihre Mitglieder verbessern zu können. Kennzahlen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse waren im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentlich beeinflusst durch die unechten Warenpensionsgeschäfte. Hieraus wurden im Geschäftsjahr 2008 Umsatzerlöse in Höhe von 463,2 Mio. EUR erzielt (Vorjahr: 183 Mio. EUR). Bereinigt um diese Umsatzerlöse sind die Umsätze der NORDMILCH AG im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr. Der Rückgang der Betriebsaufwendungen um 21,3 Mio. EUR resultierte im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere aus den gesunkenen Personalkosten (-8,2 Mio. EUR) im Zuge der Restrukturierung. Darüber hinaus haben sich die Abschreibungen von 42,2 Mio. EUR auf 39,2 Mio. EUR deutlich aufgrund der geringeren Investitionstätigkeit der Gesellschaft reduziert. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-10,2 Mio. EUR) sind im Vorjahr die Einmalkosten der Finanzierungspartner von knapp 7 Mio. EUR enthalten und die Aufwendungen aus der Bildung einer Rückstellung im Zusammenhang mit unechten Warenpensionsgeschäften von ca. 15 Mio. EUR. Weiterhin wurden die Rechts- und Beratungskosten um ca. 3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr reduziert. Dem gegenüber steht allerdings ein Anstieg der Werbeaufwendungen von etwa 9 Mio. EUR. Insgesamt hat sich die Ertragslage der Gesellschaft weiter stabilisiert, wobei die Gesellschaft ihre zentrale Aufgabe in der Erwirtschaftung eines wettbewerbsfähigen Milchauszahlungspreis für die Eigentümer der Muttergenossenschaft sieht. Die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen haben aber dazu beigetragen, dass sich die Situation der NORDMILCH AG im Vergleich zu ihren unmittelbaren Wettbewerbern weiter verbessert hat. IV. Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem BilanzstichtagDie NORDMILCH AG und die Humana Milchindustrie GmbH haben am 06.01. / 09.01.2009 einen Joint-Venture-Vertrag für ein Vertriebsgemeinschafts-unternehmen abgeschlossen. Die neu entstandene Nord-Contor GmbH soll die Vertriebstätigkeiten für die beiden Unternehmen übernehmen. Die Mitarbeiter verbleiben bei den jeweiligen Kooperationspartnern und werden unentgeltlich dem Vertriebsunternehmen überlassen. Darüber hinaus wurde unter dem gleichen Datum ein Kooperationsrahmenvertrag zwischen beiden Parteien geschlossen, der zu einer Zusammenführung der operativen Einheiten der beiden Gesellschaften führen soll. Die notwendige kartellrechtliche Genehmigung wurde beantragt, die Zustimmung steht allerdings noch aus. V. Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungDie NORDMILCH AG wird im Geschäftsjahr 2009 ihre Restrukturierungsmaßnahmen weiter fortsetzen. Hauptaugenmerk der Gesellschaft muss nach der nochmaligen Ergebnisverbesserung in 2008 darauf liegen, für das Mutterunternehmen einen wettbewerbsfähigen Milchpreis zu generieren. Die NORDMILCH AG ist abhängig von der Milchversorgung durch die Erzeuger der NORDMILCH eG. Durch eine effiziente Allokation der Ressourcen wird eine profitablere Verwertung angestrebt und auch kurzfristig eine Steuerung der Milchmenge in die jeweiligen Produkte ermöglicht, um den Veränderungen der Marktpreise Rechnung zu tragen und somit die Ertragskraft des Unternehmens weiter zu steigern. Wir werden weiterhin, auch in den derzeit schwierigen Märkten, unsere eingeschlagene Strategie der Kostenführerschaft insbesondere im Bereich der Herstellung von Käse zur langfristigen Erfolgssicherung ausbauen. In der Genossenschaft haben in 2007 Mitglieder mit erheblichen Milchmengen gekündigt. Im Wesentlichen werden die Kündigungen Ende 2009 wirksam, sofern es dem Vorstand der Genossenschaft nicht gelingt, die Landwirte von unserer Leistungsfähigkeit zu überzeugen und damit zur Rücknahme der Kündigungen zu bewegen. Die NORDMILCH AG hat auf das Risiko rückläufiger Rohstoffmengen bereits reagiert und die Stilllegung von Verarbeitungskapazitäten für etwa 700 Mio. kg Erzeugermilch eingeleitet. In 2008 haben keine nennenswerten Kündigungen mehr stattgefunden. Durch die Mehranlieferungen der verbleibenden Mitglieder gehen wir zudem davon aus, dass die benötigte Rohstoffbasis gesichert werden kann. Um die Rohstoffbasis bei den Mitgliedern mittelfristig zu sichern, damit eine optimale Auslastung der Werke unserer Gesellschaft erreicht werden kann, hat sich der Vorstand der NORDMILCH eG entschlossen, verschiedene weitere Maßnahmen zur Bindung der Mitglieder an die Genossenschaft einzuführen. Unter diesen Voraussetzungen sollen die im Geschäftsjahr 2007 ausgesprochenen Kündigungen der Mitglieder, die erst nach zwei Jahren wirksam werden, zumindest zu mehr als 50% bis 80% wieder aus der Welt geschafft werden. Unter Berücksichtigung der bereits begonnenen Optimierung der Produktpalette erwarten wir eine Verbesserung des Jahresergebnisses der Gesellschaft. Dabei werden die erwarteten Erträge im Wesentlichen über die Milchpreisauszahlung an die NORDMILCH eG ausgekehrt und die durchschnittlichen Milchpreiszahlungen an die Milchlieferanten sollen den durchschnittlichen Auszahlungspreisen der Wettbewerber angeglichen werden. Die Investitionstätigkeit der Gesellschaft soll sich im Wesentlichen auch weiterhin an der begonnenen Restrukturierung ausrichten und ein nachhaltiges Umsatzwachstum ermöglichen. Die Finanzierung ist gesichert, was in den unsicheren Zeiten an den Finanzmärkten durchaus positiv zu sehen ist. Durch die mit den Finanzierungspartner verabredeten Covenants ist auch zukünftig sicher gestellt, dass der Unternehmenserfolg weiter fest im Blickfeld bleibt. Die zukünftige Ertragskraft soll insbesondere durch die Vertriebskooperation mit der Humana Milchunion-Gruppe sowie durch punktuelle Kooperation und Erwerb von Beteiligungen an strategischen Partnern nachhaltig gesichert werden. Die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung werden zudem in starkem Maße vom Marktumfeld beeinflusst. Grundsätzlich sehen wir marktseitig nachfolgende Entwicklungen für die Zukunft. Die aktuellen Marktsignale deuten auf ein evtl. auch längerfristiges Preistal in allen Produktbereichen für das Jahr 2009 hin. Die Preise für Milchprodukte im nationalen und internationalen Groß- und Einzelhandel sowie für die weiterverarbeitende Industrie bleiben aus drei Gründen voraussichtlich im gesamten Jahr 2009 unter Druck:
Die Erfolge auch des vergangenen Geschäftsjahres machen uns zuversichtlich, dass wir strategisch richtig aufgestellt sind. Wir werden weiterhin versuchen unsere maßgebliche Position als Hersteller und Vermarkter von Käse auszubauen und die Überschussverwertungen weiter zu reduzieren. VI. NiederlassungenDie NORDMILCH AG unterhielt im Jahre 2008 eine Zweigniederlassung in Edewecht. VII. Vorschlag zur Verwendung des BilanzergebnissesDer Vorstand der NORDMILCH AG schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von 37.315.936,13 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. VIII. Erklärung des Vorstandes zur AbhängigkeitDie NORDMILCH eG, Zeven, hält am Bilanzstichtag sämtliche Anteile an der NORDMILCH AG, Bremen. Insoweit kann die NORDMILCH eG als herrschendes Unternehmen auf die NORDMILCH AG einen beherrschenden Einfluss i.S.v. § 17 AktG ausüben. Aus diesem Grund ist gem. § 312 AktG ein Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2008 aufzustellen. Die NORDMILCH AG erhielt bei jedem im Abhängigkeitsbericht aufgeführten Rechtsgeschäft mit verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die im Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die dem Vorstand im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.
Bremen, 30. März 2009 NORDMILCH AG Der Vorstand Dr. Schwaiger Taucher Bericht des Aufsichtsrates der NORDMILCH AG, BremenDer Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2008 intensiv mit der Lage und der Weiterentwicklung der Gesellschaft befasst. Er hat die ihm nach dem Gesetz und der Satzung des Unternehmens übertragenen Aufgaben und Befugnisse zur Beratung und Überwachung des Vorstandes wahrgenommen. Während der Berichtszeit wurde der Aufsichtsrat regelmäßig vom Vorstand über die Lage der Gesellschaft sowie über Arbeiten an der Verbesserung des Risikomanagements unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstandes in seinen Sitzungen ausführlich beraten und behandelt. Erforderliche Beschlüsse wurden in den Sitzungen und bei Bedarf im Umlaufverfahren gefasst. Die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens und die strategische Ausrichtung im In- und Ausland wurden mit dem Vorstand laufend diskutiert. Im Mittelpunkt der Beratungen des Aufsichtsrates standen das kontinuierliche und gleichwohl geordnete Wachstum der Gesellschaft sowie die Weiterentwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen, die durch die Intensivierung der Kooperationen mit anderen Unternehmen entscheidend gefördert wurde. Eingehend beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit den Tochtergesellschaften der NORDMILCH AG und deren Geschäftsentwicklung. Daneben konzentrierte sich der Aufsichtsrat auf detaillierte wichtige Einzelfragen. Dazu gehörten die Personalentwicklung, das Controlling der Gesellschaft, die Initiierung und Überwachung von Maßnahmen zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen durch die vom Vorstand vorgelegten Monatsberichte informiert. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2008 wurde nach den einschlägigen Vorschriften des HGB aufgestellt und zusammen mit dem Lagebericht und dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzergebnisses dem Aufsichtsrat vorgelegt. Die in der ordentlichen Hauptversammlung vom 05. Juni 2008 gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, der Genossenschaftsverband Norddeutschland e.V., Hannover (neu: Genossenschaftsverband e.V., Hannover), und der Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V., Oldenburg, haben unter Einbeziehung der Buchführung den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsbericht wurde dem Aufsichtsrat übergeben. Der Vorstand hatte zuvor Gelegenheit zur Stellungnahme. Der Aufsichtsrat hat in Kenntnis dieser Prüfungsberichte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. An seinen Beratungen am 19. Mai 2009 werden die verantwortlichen Wirtschaftsprüfer teilnehmen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichten. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzergebnisses schließt sich der Aufsichtsrat an. Die beiden Vorstandsmitglieder Martin Mischel und Andreas Strunk sind am 09. Dezember 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden. Der Vorstand hat uns den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG und den hierzu vom Genossenschaftsverband Norddeutschland e.V., Hannover, und vom Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V., Oldenburg, erstellten Prüfungsbericht vorgelegt. Der Bericht der Abschlussprüfer enthält folgenden Bestätigungsvermerk: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Wir haben den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und stimmen dem hierzu erstatteten Prüfungsbericht zu. Die Mitglieder des Aufsichtsrates danken den Kunden für das der NORDMILCH AG im vergangenen Geschäftsjahr entgegengebrachte Vertrauen. Sie sprechen dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren sachverständigen und stets engagierten persönlichen Einsatz für Unternehmenserfolg und Kundenzufriedenheit Dank und Anerkennung aus.
Bremen, 20. April 2009 Otto Lattwesen, Vorsitzender des Aufsichtsrates |
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