MB Green Energy Services GmbH
Selbe AdresseErbringung von Dienstleistungen für die Gewinnung von Erdöl und Erdgas
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ewald Stöcke seit 4.7.2025 | Prokura |
Salim Said Rashid Al Harthy seit 14.3.2023 | Geschäftsführer |
Malte Petersen seit 2.2.2023 | Geschäftsführer |
Dietmar Köther seit 9.2.2022 | Prokura |
Axel Deuring seit 14.4.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Mohammed Al Barwani Investment Services SPC | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MB Well Services GmbHSalzwedelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Gesellschaft ist seit Jahrzehnten ein zuverlässiger Partner der Erdöl- und Erdgasindustrie und der Untertagespeicherindustrie. Sie erbringt Bohr-, Workover- und Wireline-Services. Das Leistungsportfolio erstreckt sich von der Bohrungserstellung bis zum Bohrungstest, von der Sondenkomplettierung bis zur Inbetriebnahme und von der Bohrungsaufwältigung bis zur komplexen Verfüllung von Sonden auf Erdöl- und Erdgaslagerstätten. Auch Komplettierungen / Rekomplettierungen und Workover an Untergrundspeicher- und Geothermiebohrungen zählen dazu. Die gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung sowie Spezialprojekte und technische Dienstleistungen gehören ebenfalls zum Leistungsspektrum. Die Gesellschaft ist vorwiegend in Deutschland und Österreich tätig. Geschäftliche Aktivitäten im weiteren europäischen Ausland finden ebenfalls statt. Der Unternehmenssitz mit Hauptverwaltung, Technik und Werkstätten, Lager und Betriebshof befindet sich in Salzwedel. Darüber hinaus hat die Gesellschaft am Standort Celle ein weiteres Büro sowie einen Betriebshof mit Lager und Werkstatt gemietet. In Gänserndorf (Österreich) unterhält die Firma eine Niederlassung. 2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft arbeitet beständig an der Verbesserung und Optimierung der vom Markt nachgefragten Anlagen- und Ausrüstungstechnik. Hierbei spielen die Einhaltung der gesetzlichen sowie der unternehmensinternen Vorgaben und Sicherheitsstandards eine bedeutende Rolle. Im ersten Quartal 2025 wurde zudem die erste Hybridanlage (T-50) in Betrieb genommen, die sowohl mit Diesel als auch elektrisch betrieben werden kann. Neben der Möglichkeit des elektrischen Antriebs überzeugt die Anlage durch weitere technische Neuerungen und erweitert damit die technologischen Optionen innerhalb des Portfolios. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Jahr 2024 weiterhin durch den Ukrainekrieg und zudem durch die Unsicherheiten im Rahmen der Wahl in den USA geprägt. Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen blieben positiv, auch wenn die Öl- und Gaspreise volatiler als in 2023 wurden. Weiterhin erhöhten sich die Rückbauaktivitäten. Die Folgen des Ukrainekrieges sind insbesondere hinsichtlich ihrer Dauer nach wie vor nicht absehbar. Die deutsche und europäische E&P- und Speicherindustrie arbeitet weiter an Möglichkeiten, den Energielücken zu begegnen, um ihren Beitrag zur Energiesicherheit in Deutschland und Europa zu gewährleisten. Die Chancen sind groß, dass die Branche, mindestens für eine gewisse Zeit stabil bleiben wird. Was die Geothermie betrifft, ist hier ein deutlicher Aufschwung zu erwarten. Unsere Nachbarländer, die Niederlande aber auch Dänemark, machen es vor. Die Rahmenbedingungen mit Energieversorgungssicherheit bzw. der Reduzierung von Abhängigkeiten und gleichzeitig der steigende Bedarf an erneuerbaren Energien können dafür nicht besser sein. Die Geothermie wird in den nächsten Jahren mit deutlich größerer Bedeutung ihren Platz in der europäischen Energieversorgung einnehmen. Die Gesellschaft hat daher ein Projekt ins Leben gerufen, um mit neuer, spezifischer Anlagentechnik in diesen Markt als Dienstleister einzusteigen. Der Arbeitsmarkt bleibt für Fachkräfte angespannt, aber hat sich etwas gebessert. Vermehrtes internationales Recruitment aus dem europäischen Ausland, aber auch die schlechtere wirtschaftliche Lage in anderen Branchen, hat dazu beigetragen. 2. Geschäftsverlauf Das abgelaufene Geschäftsjahr ergab für die MB Well Services eine im Vergleich zum Vorjahr erneut verbesserte Auftragslage. Während des Geschäftsjahres 2024 stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 18,2 % bzw. 10,3 Mio. € auf 67,0 Mio. €, was im Wesentlichen an den nun ganzjährigen Aktivitäten in Österreich lag. Dabei erhöhten sich die Umsatzerlöse für den Bereich Heavy Workover / Drilling um 14,8 % und für den Bereich Light Workover um 24,5 %. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 ist die Gesamtleistung um 18,5 % gestiegen (2023: 58,3 Mio. €, aktuell 69,1 Mio. €). Die Material- und Fremdleistungen erhöhten sich durch die höhere Gesamtleistung um ca. 15,7 % bzw. 2,6 Mio. € auf 19,0 Mio. €. Die Personalkosten stiegen um 12,9 % bzw. 3,7 Mio. € auf 32,7 Mio. €. Dies lag im Wesentlichen an Tariferhöhungen und Inflationsausgleichszahlungen, der höheren Auslastung und der nun ganzjährigen Tätigkeit in Österreich. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl erhöhte sich im Jahr 2024 um 37 auf 436 im Vergleich zum Vorjahr. Zudem waren durchschnittlich 10 Auszubildende (Vorjahr 10) beschäftigt, in erster Linie mit der Ausbildung zum Facharbeiter Tiefbohrtechnik. Zusätzlich beschäftigte die MB Well Services Zeitarbeitskräfte, um Auslastungsspitzen auszugleichen. Das Abschreibungsvolumen des Anlagevermögens ist um 0,3 Mio. € auf 4,0 Mio. € gestiegen. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2024 9,4 Mio. € (i. Vj.: 8,3 Mio. €) in das Anlagevermögen investiert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 14,7 % bzw. 1,1 Mio. € gestiegen. Das Betriebsergebnis fällt mit 5,1 Mio. € um 3,5 Mio. € deutlich besser aus als im Vorjahr. Das Finanzergebnis verschlechterte sich um -0,2 Mio. € auf -1,4 Mio. €. Das Geschäftsjahr 2024 wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 3,4 Mio. € abgeschlossen, der sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Mio. € deutlich verbesserte. Insgesamt betrug das EBITDA für das Geschäftsjahr 9,1 Mio. € (i. Vj.: 5,7 Mio. €). 3. Lage Auch 2024 sind die Rohstoffpreise auf einem stabil hohen Niveau. Der Rohölpreis ist seit längerer Zeit stabil bei ca. 80 US-$ pro Barrel. Der Gaspreis liegt weiterhin unter dem Vorkriegsniveau. Die Energiewende bleibt ein wichtiges Thema. Es ist davon auszugehen, dass die tätigen E&P Firmen in Deutschland, anders als in anderen Regionen, sich auf den Rückbau bestehender Sonden fokussieren und nur vereinzelt Neubohrungen durchführen werden. Dementsprechend wird für das Geschäftsfeld Rückbau eine weiter ansteigende Nachfrage erwartet. Es entstehen neue interessante Geschäftsmöglichkeiten in Bereichen wie Lithiumgewinnung, CO2-Speicherung und Wasserstofftechnologie, die durch den europäische Net-Zero Industry Act (NZIA) unterstützt werden. Diese Felder bieten erhebliche Potenziale für Unternehmen, die im untertägigen Bergbau tätig sind. Auch die Geothermie zählt dazu: Mit zahlreichen geplanten sowie bereits laufenden Projekten kann sie eine zentrale Rolle bei der Sicherung der Grundlast im Energiemix übernehmen. a) Ertragslage Die Umsätze der Gesellschaft werden im Wesentlichen durch die Erbringung von Bohr-, Workover-, Verfüllungs- und Wirelineleistungen erzielt. Sonstige Umsätze erzielte die Gesellschaft mit der Erbringung von technischen Dienstleistungen und der Fertigung von Anlagen für spezielle Anwendungen. Die Arbeitnehmerüberlassung von gewerblichen Mitarbeitern in der E&P- und Untertagespeicherindustrie ist ebenfalls Teil der Geschäftstätigkeit. Die Ertragslage ist stark abhängig von der Anlagenauslastung. Ein wesentlicher Ertragsfaktor ist die hohe Fixkostenbelastung durch das operativ und administrativ notwendige Personal. Darüber hinaus stellen die regelmäßig notwendigen, quasi auslastungsunabhängige Anlagen- und Ausrüstungszertifizierungen sowie Reparatur- und Wartungskosten einen erheblichen Kostenblock dar. b) Finanzlage Die Finanzlage war auch in 2024 stabil. Investitionen wurden zum Teil durch Finanzdienstleister finanziert. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Für einen Kunden werden die Forderungen an eine Factoring-Firma verkauft und 80 % der verkauften Forderungen, abzüglich einer Bearbeitungsgebühr, zeitnah ausgezahlt. 20 % der verkauften Forderungen werden nach Bankeingang beim Factor an die Gesellschaft ausgezahlt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtags- und auslastungsbedingt um 9,4 % auf 5,6 Mio. €. Die liquiden Mittel betrugen zum Jahresende 11 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich zum 31. Dezember 2024 im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 0,6 Mio. € auf 5,0 Mio. €. Ihr Anteil am Gesamtkapital verringerte sich um 0,4 Prozentpunkte vermindert und beträgt 14,0 % (i. Vj.: 14,4 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich zum Vorjahr um 4,3 % bzw. 0,3 Mio. € und betrugen rd. 6,6 Mio. € (i. Vj.: 6,9 Mio. €). Die bilanzielle Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2024 beträgt 31,3 % (i. Vj.: 25,4 %). Langfristige Anlagen sind zu 95,0 % (i. Vj.: 94,5 %) durch langfristiges Kapital gedeckt. c) Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch einen Zugang des Gesamtvermögens gekennzeichnet. Dieses hat sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 5,3 Mio. € auf 35,5 Mio. € erhöht. Das Anlagevermögen hat sich dabei gegenüber dem Vorjahresstichtag um ca. 4,8 Mio. € auf 23,3 Mio. € erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die Zugänge (9,4 Mio. €) vermindert um die Abschreibungen des Geschäftsjahres (4,0 Mio. €) zurückzuführen. Das Umlaufvermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um rd. 0,4 Mio. € auf 12,1 Mio. €. Dies ist insbesondere auf die gestiegenen Vorräte um ca. 0,9 Mio. € bei gleichzeitiger Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um ca. 0,6 Mio. € zurückzuführen. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens hat sich kaum verändert. Das Verhältnis aus kurzfristigen und mittel- bis langfristigen Verbindlichkeiten ist stabil. Zum 31. Dezember 2024 haben Verbindlichkeiten in Höhe von 10,6 Mio. € eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr 9,7 Mio. €). Dies entspricht einer Quote von 51,8 % der Gesamtverbindlichkeiten (Vorjahr 50,2 %). 4. Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung werden u. a. die Kennzahlen Gesamtleistung, Betriebsergebnis und EBITDA (jeweils bereinigt um außergewöhnliche Sachverhalte) herangezogen. Das EBITDA berechnet sich als Jahresergebnis vor Zinsergebnis, Steuern und Abschreibungen. Die Kennzahlen zeigen eine Verbesserung der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr aufgrund der anhaltenden sehr guten Anlagenauslastung. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 ist die Gesamtleistung um 18,5 % auf 69,1 Mio. € gestiegen. Das Betriebsergebnis fällt mit 5,1 Mio. € um 3,5 Mio. € deutlich besser aus als im Vorjahr. Insgesamt betrug das EBITDA für das Geschäftsjahr 9,1 Mio. € (i. Vj.: 5,7 Mio. €). Die wirtschaftliche Lage hat sich im Vergleich zum Vorjahr und auch zu unseren Erwartungen deutlich verbessert. So konnte die für 2024 prognostizierte Gesamtleistung sogar um 6,1 Mio. € übertroffen werden, das EBITDA ist 1,1 Mio. € über der Planung und auch das Betriebsergebnis liegt um ca. 0,9 Mio. € über den im Lagebericht für das Vorjahr dargelegten Erwartungen. III. Prognosebericht Der unter II.2 dargestellte Geschäftsverlauf zeigt ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2024. Für das Jahr 2025 wird wegen planmäßigen Reparatur- und Wartungsarbeiten ein verschlechtertes Ergebnis erwartet. Die Folgejahre sehen aber wieder ein deutliches Wachstum und deutliche bessere Ergebnisse vor, weil sich die Marktlage stabil positiv entwickeln wird. Für das Jahr 2025 wird mit einem gegenüber 2024 gesunkenen Auftragsvolumen gerechnet. Gemäß der Planung wird die Gesamtleistung auf 65,6 Mio. € in 2025 zurückgehen. Dies ist im Wesentlichem dem Ausfall von Anlagen wegen Reparatur- und Wartungsarbeiten geschuldet. Auch in 2025 werden die Bereiche Arbeitssicherheit, Wartung, Vertrieb, Verwaltung, Digitalisierung und natürlich der operative Bereich mit zusätzlichen Ressourcen ausgeweitet. Das EBITDA, das Betriebs- und das Jahresergebnis betragen im Jahr 2025 planerisch 7,3 Mio. € sowie 2,5 Mio. € bzw. 1,0 Mio. €. Für 2025 sind Auszahlungen für Investitionen in Höhe von 9,2 Mio. € vorgesehen. Im Jahr 2022 wurde eine neue Bohranlage (T50) bestellt, die im Frühjahr 2025 erfolgreich in den Einsatz gegangen ist. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft ist gleichermaßen abhängig von der Entwicklung des Rohöl- und Gaspreises und den für die Branche geltenden gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen in Europa und besonders in Deutschland. Ein fallendes Preisniveau, veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen sowie unternehmerische Entscheidungen unserer Kunden können die Auftragsentwicklung signifikant beeinflussen. Die mittel- und langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen durch geopolitische Veränderungen sind nicht vorhersehbar. In jedem Fall werden noch über viele Jahre fossile Energieträger benötigt, um die Volkswirtschaften am Laufen zu halten. Die Firma begegnet den Risiken mit der Ausweitung ihrer Aktivitäten im Bereich des Business Development / Sales im In- und Ausland, um Marktentwicklungen frühzeitig zu erkennen, zu diversifizieren und um den Kundenkreis sowie ihr Leistungsportfolio zu erweitern. Die Verfügbarkeit von Fachpersonal stellt weiterhin eine große Herausforderung dar. Qualifiziertes Personal wird besonders im operativen Bereich, aber auch in allen anderen Unternehmensbereichen dringend benötigt; steht aber auf dem Arbeitsmarkt kaum zur Verfügung. Die Gesellschaft hat mit der in 2022 geschaffenen Recruiting-Abteilung Mitarbeiter auch im europäischen Ausland gewonnen. Zusätzlich sollen ältere Mitarbeiter mit reduzierter Belastung länger beschäftigt sowie betriebsinterne Schulungs- und Qualifikationsmaßnahmen durchgeführt werden. Auch ein Programm für Quereinsteiger wurde entwickelt. Mit Geothermie, Lithiumgewinnung, CO2-Speicherung und Wasserstofftechnologie eröffnen sich vielversprechende neue Geschäftsfelder. Damit diese Potenziale erfolgreich erschlossen und weiterentwickelt werden können, ist es entscheidend, dass die Politik geeignete Rahmenbedingungen schafft. Gemäß der Finanzplanung werden in 2025 keine Liquiditätsengpässe erwartet. 2. Chancenbericht Die im Wirtschaftsbericht II.1 dargestellten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen beschreiben die jetzige Situation. Es gibt nach wie vor vielfältige Chancen. Unabhängig davon gilt festzuhalten, dass es in dem bisherigen, geografischen Betätigungsgebiet der Firma eine große Anzahl von Bohrungen (Öl und Gas, Kavernen und Porenspeicher, Geothermie) gibt, die einer qualifizierten, fachgerechten und vorschriftskonformen Betreuung und Bearbeitung bedürfen. Dieses gilt bis hin zu ihrem Rückbau. Die Betreuung und Bearbeitung der Bohrungen benötigen qualifiziertes, erfahrenes und motiviertes Personal und technisch geeignete und zertifizierte Anlagen und Ausrüstungen. Beides in Kombination ist derzeit und wird voraussichtlich auch zukünftig verstärkt nachgefragt, in Deutschland, in Österreich, in Rumänien und anderswo. Mit qualifizierten, motivierten Menschen, gut organisiert und strukturiert und der Umsetzung der geplanten Investitionen kann die Gesellschaft, die sich bietenden Chancen annehmen und zur Erreichung der geplanten wirtschaftlichen Erfolge nutzen. Die Gesellschaft investiert weiterhin und in zunehmendem Maß in die Weiterentwicklung aktiver Kundenbeziehungen und in die Gewinnung neuer Kunden, in eine zukunftweisende Personalentwicklung und in anforderungsgerechte Anlagen / Equipment, aber auch in die Verbesserung ihrer Prozesse und ihrer EDV-Infrastruktur, um zukünftige Marktchancen für sich nutzen zu können und ihre Marktposition auszubauen. Darüber hinaus wird aktiv an der Entwicklung von Kooperationen mit Servicepartnern im In- und Ausland gearbeitet. Es entstehen neue interessante Geschäftsmöglichkeiten in Bereichen wie Lithiumgewinnung, CO2-Speicherung und Wasserstofftechnologie, die durch den europäischen Net-Zero Industry Act (NZIA) unterstützt werden. Diese Felder bieten erhebliche Potenziale für Unternehmen, die im untertägigen Bergbau tätig sind. Auch die Geothermie zählt dazu: Mit zahlreichen geplanten sowie bereits laufenden Projekten kann sie eine zentrale Rolle bei der Sicherung der Grundlast im Energiemix übernehmen. Die Gesellschaft sieht eine steigende Bedeutung der Geothermie und hat diesen Bereich aktiv in die strategische Ausrichtung aufgenommen. Partnerschaften mit namhaften Firmen wurden intensiviert. Die Firma erwartet in diesem Bereich einen erheblichen Anstieg der Bohr- und Workoveraktivitäten und somit ein nachhaltiges Wachstum. 3. Gesamtaussage Zusammenfassend geht das Management davon aus, dass derzeit die Chancen gegenüber den Risiken überwiegen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die derzeit erwarteten Marktentwicklungen und die geplanten und bereits eingeleiteten Maßnahmen zu einer nachhaltig gesunden Geschäftsentwicklung und Ertragslage führen. V. Risikoberichtserstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen und Debitorenmanagement; Forderungsausfälle sind seltene Ausnahmen. Seit 2015 wurde für einen Teilbereich ein Factoringvertrag abgeschlossen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehen neuer Geschäftsbeziehungen informieren wir uns über die Bonität unserer Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Langfristige Investitionen finanziert die Gesellschaft sowohl aus eigenen Mitteln als auch über Darlehen von Banken und Leasingvereinbarungen. Zukünftige Investitionen können aber auch über Darlehen vom Gesellschafter finanziert werden. Potenzielle Währungsrisiken bestehen nicht. Für die Workover-Anlagen besteht eine Maschinenversicherung. Damit sind die Anlagen gegen evtl. Schäden versichert. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan erstellt, der laufend an aktuelle Veränderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält derzeit eine Zweigniederlassung in Österreich.
Salzwedel, 2. Juli 2025 MB Well Services GmbH gez. Salim Al Harthy, Geschäftsführer gez. Malte Petersen, Geschäftsführer BilanzAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
AnhangA. Allgemeines Die MB Well Services GmbH hat ihren Sitz in Salzwedel und ist beim Amtsgericht Stendal im Handelsregister Abteilung B unter der Nummer 3512 eingetragen. Der Jahresabschluss ist nach den einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Anlagevermögen wird mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um die, auf die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern angesetzten, planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen dabei linear. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen Rechnung getragen. Als aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, ausgewiesen. Rückstellungen sind mit denjenigen Beträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung aller erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten erforderlich sind, bilanziert. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Entsprechend der sog. Nettomethode erfolgt der erstmalige Ansatz einer Rückstellung nach Abzinsung der Verpflichtung. Die Aufzinsung in den Folgeperioden erfolgt zulasten des Finanzergebnisses. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf Fremdwährung lautende Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten werden mit dem Wechselkurs zum Buchungstag umgerechnet und zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet; bei Restlaufzeiten über einem Jahr jedoch nur, falls der Kurs am Bilanzstichtag niedriger bzw. für Verbindlichkeiten höher ist. Auf Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese insoweit verrechnet dargestellt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Ertragsteuersatzes von rd. 28,8 %. C. Angaben zu den Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung des Anlagevermögens und die Entwicklung im Geschäftsjahr werden im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die MB Well Services GmbH ist zu 40 % an der Christof MB Well S.R.L., Ploiesti, Rumänien, beteiligt. Der Beteiligungsansatz in der Bilanz der MB Well Services GmbH beträgt zum Bilanzstichtag T€ 4. Die Gesellschaft weist gemäß geprüftem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 ein Eigenkapital in Höhe von umgerechnet T€ 3.896 sowie ein Jahresergebnis von T€ 1.298 aus. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände enthalten sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 84 (Vorjahr: T€ 90) mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr und sind ansonsten kurzfristig innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen - wie auch zum Vorjahresstichtag - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 3. Sonstige Rückstellungen Unter den sonstigen Rückstellungen werden insbesondere Rückstellungen für Personalaufwendungen (T€ 2.404) ausgewiesen. 4. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel (in T€): scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden durch die Sicherungsübereignung von acht Workover- und Bohranlagen, eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie eine Grundschuld gesichert. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten (bspw. die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 6.569 (Vorjahr: T€ 6.863) bestehen mit T€ 5.751 (Vorjahr: T€ 6.103) gegenüber der Gesellschafterin MB Petroleum Services L.L.C., Seeb, Sultanat von Oman. In Höhe von T€ 168 (Vorjahr: T€ 110) betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 5. Latente Steuern Die latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen für das Anlagevermögen sowie sonstige Rückstellungen (jeweils aktive latente Steuern). D. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse lassen sich nach Tätigkeitsbereichen und geographischen Märkten wie folgt aufteilen: scroll
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 6 (Vorjahr: T€ 13) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungskursverluste in Höhe von T€ 52 (Vorjahr: T€ 35) sowie nicht ertragsabhängige Betriebssteuern in Höhe von T€ 47 (Vorjahr: T€ 48) enthalten. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen resultieren Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 0). 5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aus dem deutschen Mindeststeuergesetz und aus ausländischen Mindeststeuergesetzen ergibt sich für die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 kein Steueraufwand oder -ertrag. E. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Zum 31. Dezember 2024 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB aus Mietverträgen für Geschäfts-/Verwaltungs-/Lagerräume in Salzwedel, Celle, Emlichheim, Gänserndorf und Klosterneuburg in Höhe von T€ 1.114 (T€ 322 für 2025), aus Leasingverpflichtungen insbesondere für PKWs und Geräte der allgemeinen Verwaltung in Höhe von insgesamt T€ 1.141 (T€ 531 für 2025) und aus Mietverträgen für Ausrüstungen in Höhe von T€ 183 (T€ 183 für 2025). Es besteht ein Bestellobligo per 31. Dezember 2024 in Höhe von T€ 11.594 (T€ 11.589 für 2025) für die Beschaffung von Anlagegütern, Materialien und Fremdleistungen. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2024 beträgt T€ 14.032. Mit Datum vom 28. Juli 2015 wurde mit der CF Commercial Factoring GmbH, Celle, ein Factoringvertrag geschlossen. Damit werden alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Wintershall Dea Deutschland GmbH an die CF Commercial Factoring GmbH abgetreten. Zweck der Forderungsabtretung ist die Verbesserung der Liquiditätslage. Hierdurch verbleiben keine wesentlichen Chancen und Risiken im Unternehmen. Ohne Factoring wären die Außenstände zum Bilanzstichtag um T€ 1.228 höher. 2. Arbeitnehmer Im Jahr 2024 wurden durchschnittlich 436 Arbeitnehmer (davon 76 Angestellte und 360 Gewerbliche) beschäftigt. 3. Honorar des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 104 und setzt sich wie folgt zusammen: scroll
4. Geschäftsführung Geschäftsführer sind: • Herr M.sc. Malte Petersen, Nienhagen, hauptberuflich tätig als Geschäftsführer der MB Well Services GmbH, Salzwedel, sowie • Herr Salim Al Harthy, Muscat, Sultanat von Oman, tätig als CEO der MB Petroleum Services L.L.C., Seeb, Sultanat von Oman. Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB für die Angaben nach § 285 Nr. 9 a) und 9 b) HGB in Anspruch genommen. 5. Konzernverhältnisse Die Mohammed al Barwani LLC, Seeb, Sultanat von Oman, (vormals MB Holding Company LLC) ist das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Konzernunternehmen aufstellt. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Salzwedel, 2. Juli 2025 MB Well Services GmbH gez. Salim Al Harthy, Geschäftsführer gez. Malte Petersen, Geschäftsführer Ergebnisverwendung Der im Jahresabschluss ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von € 3.425.618,43 wird zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von € 3.680.666,58 auf neue Rechnung vorgetragen. Anlagespiegelscroll
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sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 01.09.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die MB Well Services GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MB Well Services GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MB Well Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 2. Juli 2025 Cordes + Partner GmbH gez. Jan Bernhardt, Wirtschaftsprüfer gez. Thomas Krause, Wirtschaftsprüfer |
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