Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 11088
Eingetragen
16.5.2018
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung sowie Handel und Vertrieb von Kunststoffen und Dämmstoffmaterialien und -systemen sowie Erwerb, Halten und Verwalten und Veräußerung von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen, insbesondere solchen, die sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Dämmstoffmaterial befassen oder bei solchen Gesellschaften die Rechtsstellung des persönlich haftenden Gesellschafters einnehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Beekmans
seit 8.4.2021
Prokura
Christian Winter
seit 8.4.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
HIRSCH Porozell GmbHEigenbeteiligung
66.00%
Genevad Holding ABSWE
34.00%

Beteiligungen

NameAnteil
66.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HIRSCH Porozell GmbH

Rheda-Wiedenbrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2024 bis zum 31.03.2025

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die HIRSCH Porozell GmbH (nachfolgend auch „HIRSCH“ oder „Gesellschaft“) mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück produziert in den Werken Rheda-Wiedenbrück, Abstatt, Bad Waldsee, Ebrach, Grombach und Osternienburger Land EPS-Produkte (expandierbares Polystyrol) für den Wärme-, Schall- und Brandschutz. Der Einsatzbereich erstreckt sich über die gesamte Gebäudehülle, wie auch auf den Innenbereich. Die Produkte kommen sowohl im Neubau sowie im Sanierungsfall zum Einsatz und werden unter Beachtung der Schonung fossiler Ressourcen produziert und verwendet.

Im Geschäftsjahr 2020/2021 wurde das Produktportfolio um Verpackungen aus EPS erweitert.

Die Gesellschaft ist Teil der HIRSCH Servo Gruppe, mit Stammsitz in Österreich und 34 weiteren europäischen Produktionsstandorten mit über 1.900 Mitarbeitern.

2. Forschung und Entwicklung

Die Produktpalette der EPS-Produkte wird laufend weiterentwickelt und an aktuelle Anforderungen angepasst. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt in der Weiterentwicklung nachhaltiger Produkte durch den Einsatz von Rohstoffen mit entsprechendem Recyclinganteil.

Im Geschäftsjahr 2024/2025 wurden TEUR 420 TEUR (Vj.: TEUR 500) im Bereich Forschung und Entwicklung aufgewendet.Es wurden im laufenden und im Vorjahr keine Entwicklungskosten aktiviert.

Zukünftig plant die Gesellschaft ca. 0,5 % des Umsatzes des Geschäftsjahres in Forschung und Entwicklung zu investieren.

Forschung und Entwicklung wird ausschließlich durch eigene Mitarbeiter des Unternehmens, hauptsächlich an den Standorten Abstatt und Rheda-Wiedenbrück betrieben. Im Berichtsjahr und Vorjahr wurden keine Leistungen Dritter für Forschung und Entwicklung in Anspruch genommen.

Durchschnittlich sind drei Mitarbeiter dem Bereich Forschung und Entwicklung zugeordnet.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft nutzt zur Unternehmenssteuerung verschiedene Kennzahlen. Die Steuerung der Gesellschaft sowie der einzelnen Werke wird maßgeblich durch die laufende Überwachung der folgenden wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sichergestellt:

• Absatzmenge : Verkaufte Kubikmeter (m3 )

• Umsatz : Brutto-Umsatzerlöse nach Abzug von Erlösschmälerungen (Rabatte, Skonti und Boni); Umsatz entsprechend der HGB-Größe.

• EBITDA : Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen. Die einzelnen EBITDA-Komponenten entsprechen den HGB-Größen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Berichtszeitraum (01.04.2024 - 31.03.2025) wurde die Weltwirtschaft nach wie vor stark durch den russischen Krieg in der Ukraine sowie weiteren Unruheherden/Kriegen beeinflusst. Außerdem haben die angekündigten und teilweise wieder ausgesetzten US-Zollerhöhungen weltweit die Unsicherheit erhöht. Infolgedessen ist die Lage weiterhin angespannt. Die Inflation dagegen entwickelte sich im Berichtszeitraum weitgehend stabil. 1

Die deutsche Wirtschaft ist in 2024 das zweite Jahr in Folge geschrumpft. Neben hohen Energiekosten und einem erhöhten Zinsniveau hat auch die zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft eine Erholung verhindert. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank 2024 um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr und die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung ging im gleichen Zeitraum um 0,4 % zurück. 2

Die Bauwirtschaft hat sich in 2024/2025 gegenüber dem Vorjahr nochmals negativ entwickelt. Bedingt durch weiterhin hohe Zinsen, hohe Baupreise, eine starke Verunsicherung der Verbraucher durch die politischen Rahmenbedingungen (Stichwort Heizungsenergiegesetz) war die Investitionsbereitschaft in Immobilien und Neubau gedämpft. Dazu sind die aufgelegten Förderprogramme schwer durchschaubar und durch Bürokratie geprägt. Die Neubaugenehmigungen sind flächendeckend stark rückläufig, was vor allem bei den Neubauprodukten zu einem erheblichen Nachfragerückgang geführt hat. Parallel dazu ist aber auch die Nachfrage nach Sanierungsprodukten rückläufig, was uns vor allem in unserem Kernsegment Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) getroffen hat. Laut Branchenstatistiken ist der Verbundsysteme-Markt in 2024 um weitere 8,2 % gesunken, im ersten Quartal 2025 war ein Rückgang um 13,9 % zu verzeichnen.3

Den Dämmstoffmarkt für EPS-Produkte schätzen wir basierend auf unseren eigenen Mengenverlusten zweistellig rückläufig ein.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die HIRSCH Porozell GmbH konnte sich aufgrund der oben genannten Rahmenbedingungen nicht auf dem Ertragsniveau der letzten Jahre halten. Der Wettbewerbs- und damit Preisdruck hat sich durch Überkapazitäten im Markt deutlich erhöht. Wir konnten unsere Fix^pkosten im Geschäftsjahr nicht entsprechend an die stark rückläufigen Absatzmengen bzw. Umsätze anpassen.

Es wurde Personal abgebaut; dieser positive Effekt auf den Personalaufwand wurde teilweise durch gestiegene Löhne und Gehälter, aufgrund der im Jahr 2023 getätigten Tarifabschlüsse, kompensiert. Über Kurzarbeit in einigen Monaten im Berichtsjahr an unterschiedlichen Standorten haben wir zudem versucht, die nicht vorhandene Auslastungssituation auszugleichen; hierdurch wurden keine weiteren betriebsbedingten Kündigungen notwendig.

Der Prozess der Verschlankung der Produktpalette sowie die Automation vorhandener Prozesse in den Werken wurde im Berichtsjahr konsequent fortgesetzt.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Geschäftsjahr 2024/2025 264 Personen.

3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

in TEUR 2024/2025 2023/2024 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 83.938 97.399 -13,8
Bestandsveränderungen -535 -1.747 -69,4
sonstige betriebliche Erträge 797 824 -3,3
Materialaufwand -45.487 -53.376 -14,8
Personalaufwand -15.747 -16.741 -5,9
Abschreibungen -3.879 -3.386 14,6
sonstige betriebliche Aufwendungen -23.137 -23.782 -2,7
Zinsergebnis -168 73 >100,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.295 239 >100,0
Ergebnis nach Steuern -2.922 -499 >100,0
sonstige Steuern -94 -105 -9,6
Jahresfehlbetrag -3.016 -604 >100,0

Die Umsatzerlöse reduzierten sich im Vergleich zur Vorperiode von TEUR 97.399 um TEUR 13.461 (-13,8 %) auf TEUR 83.938. Die Reduktion resultiert aus den schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen der Baubranche insgesamt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. TEUR 797 (Vj.: TEUR 824) beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 366 und aus der Erstattung von Energiesteuern i.H.v. TEUR 181.

Der Materialaufwand i.H.v. TEUR 45.487 ist im Vergleich zur Vorperiode (TEUR 53.376) um TEUR 7.889 (-14,8 %) gesunken. Der geringere Materialaufwand korrespondiert mit den geringeren Umsatzerlösen im Geschäftsjahr. Die Materialaufwandsquote betrug im Berichtsjahr 54,5 % (Vj.: 55,8 %).

Der Personalaufwand ist von TEUR 16.741 in der Vorperiode um TEUR 994 (-5,9 %) auf TEUR 15.747 gesunken. Der Rückgang des Personalaufwands wurde durch den im Geschäftsjahr erfolgten Personalabbau erreicht. Der sich hieraus ergebende Effekt wurde teilweise durch Lohn- und Gehaltserhöhungen aus Tarifabschlüssen kompensiert.

Die Abschreibungen i.H.v. TEUR 3.879 (Vj.: TEUR 3.386) entfallen im Wesentlichen auf Abschreibungen von technischen Anlagen und Maschinen (TEUR 2.461) und Abschreibungen auf Gebäude (TEUR 945).

Das EBITDA betrug im Berichtsjahr TEUR -170 (Vj.: TEUR 2.575).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit TEUR 23.137 (Vj.: TEUR 23.782) nahezu konstant und beinhalten als größte Einzelpositionen Ausgangsfrachten i.H.v. TEUR 10.197 (Vj.: TEUR 10.165) und Energiekosten i.H.v. TEUR 5.630 (Vj.: TEUR 5.695).

Das Zinsergebnis i.H.v. insgesamt TEUR 168 (Aufwand) ist im Vergleich zur Vorperiode (Ertrag i.H.v. TEUR 73) um TEUR 241 gesunken. Der Rückgang ist hauptsächlich in dem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und der Abnahme der liquiden Mittel begründet.

Der Steuerertrag im Berichtsjahr i.H.v. TEUR 1.295 (Vj.: Steuerertrag i.H.v. TEUR 239) ist, wie im Vorjahr auch, im Wesentlichen auf Erträge aus der Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2024/2025 betrug der Jahresfehlbetrag TEUR 3.016 (Vj.: Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR 603).

Vermögenslage

Aktiva

in TEUR 31.03.2025 31.03.2024 Veränderung
in %
Anlagevermögen 31.414 34.249 -8,3
Umlaufvermögen 20.465 27.244 -24,9
Rechnungsabgrenzungsposten 330 356 -7,6
Aktive latente Steuern 1.515 517 >100,0
Bilanzsumme 53.724 62.366 -13,9

Passiva

Eigenkapital 32.921 35.937 -8,4
Rückstellungen 5.789 6.483 -10,7
Verbindlichkeiten 12.696 17.404 -27,1
Rechnungsabgrenzungsposten 176 220 -20,0
Passive latente Steuern 2.142 2.322 -7,8
Bilanzsumme 53.724 62.366 -13,9

Von der Bilanzsumme zum 31.03.2025 i.H.v. TEUR 53.724 (Vj.: TEUR 62.366) entfallen auf das Anlagevermögen TEUR 31.414 (58,5 %). Vom Anlagevermögen entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstände TEUR 254 (Vj.: TEUR 467) und auf Sachanlagen TEUR 31.160 (Vj.: TEUR 33.782).

Die Verminderung des Anlagevermögens um TEUR 2.835 (-8,3 %) resultiert aus Investitionen i.H.v. TEUR 4.183, welchen Anlagenabgänge i.H.v. TEUR 3.417 und Abschreibungen i.H.v. insgesamt TEUR 3.601 entgegenstehen.

Wesentliche Gründe für den Abbau des Umlaufvermögens von TEUR 27.244 um TEUR 6.779 (-24,9 %) auf TEUR 20.465 ist der vorzeitige Ausgleich der Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. TEUR 4.500 und die stichtagsbedingte Reduktion der liquiden Mittel um TEUR 1.245.

Die aktiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 1.515 (Vj.: TEUR 517) resultiert ganz wesentlich aus der im Berichtszeitraum vorgenommenen Bildung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge i.H.v. TEUR 1.038 und aus aktiven latenten Steuern auf temporären Differenzen bei Pensionsrückstellungen i.H.v. TEUR 403.

Das Eigenkapital beträgt TEUR 32.921 (Vj.: 35.937) und entspricht 61,3 % (Vj.: 57,6 %) der Bilanzsumme. Der Jahresfehlbetrag der Berichtsperiode betrug TEUR 3.016 (Vj.: Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR 604).

Von den Rückstellungen zum 31.03.2025 i.H.v. TEUR 5.789 (Vj.: TEUR 6.483) entfallen auf sonstige Rückstellungen TEUR 2.960 (51,1 %). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Kundenrabatte i.H.v. TEUR 1.323 und Personalkosten i.H.v. TEUR 939.

Die Reduktion der Verbindlichkeiten von TEUR 17.404 um TEUR 4.708 (-27,1 %) auf TEUR 12.696 zum 31.03.2025 ist in dem Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.088 und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.500 begründet.

Finanzlage

Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag betragen TEUR 743 (Vj.: TEUR 1.988).

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Berichtsjahr aus dem operativen Geschäft bzw. dem laufenden Cashflow und wird gemäß der aktuellen Liquiditätsplanung auch künftig hieraus sichergestellt. Die aktuelle Finanzplanung zeigt, dass die Gesellschaft bis zum 31.07.2027 durchfinanziert ist.

Die mittelbare Muttergesellschaft (HIRSCH Servo AG, Glanegg, Österreich) hatte der Gesellschaft am 09.02.2024 über TEUR 3.000 gewährt, wovon im Berichtsjahr TEUR 500 an die HIRSCH Servo AG zurückgeführt wurden. Am 01.11.2024 wurde der Gesellschaft von der HIRSCH Servo AG ein weiteres Darlehen über TEUR 1.100 gewährt. Das Darlehen über TEUR 1.100 hat eine Laufzeit bis zum 30.06.2029 und wird in acht Halbjahresraten, beginnend am 31.12.2025, zurückgezahlt.

Zur Anpassung an die wirtschaftliche Lage und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Liquidität wurde das Darlehen i.H.v. ursprünglich insgesamt TEUR 3.000 am 01.12.2025 - und damit nach dem Abschlussstichtag (31.03.2025) - prolongiert und die Rückzahlungsmodalitäten angepasst. Gemäß der neuen Rückzahlungsmodalitäten steht das Darlehen i.H.v. insgesamt TEUR 2.500 zum 31.03.2025 der Gesellschaft nun bis zum 31.03.2029 zur Verfügung. Die zuvor bestehende Klausel, die der Darlehensgeberin im Falle eines Liquiditätsbedarfs eine vorzeitige Rückforderung ermöglichte, wurde aufgehoben. Das Darlehen ist damit bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit nicht kündbar und vertraglich erst zum 31.03.2029 zurückzuzahlen.

Durch die Prolongation des bestehenden Darlehens konnte insbesondere ein etwaig kurzfristiger Liquiditätsabfluss aus Tilgungsverpflichtungen vermieden werden.

Auf Basis der aktuellen Finanzplanung sowie der bestehenden Finanzierungsverträge ist die Liquidität der Gesellschaft bis zum 31.07.2027 sichergestellt. Dies gilt auch unter Berücksichtigung der zur Finanzplanung erstellten Stress- bzw. Sensitivitätsszenarien.

Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir weiter als gut ein, unsere Umsatz- und Ergebniserwartung schätzen wir für 2025/2026 weiter schwierig ein, werden aber versuchen durch definierte Maßnahmen im Vertrieb und in der Produktion effizienter zu werden als im Geschäftsjahr 2024/2025.

Unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren betrugen im Berichtsjahr 2024/2025:

• Absatzmenge : 1.352,3 Tm3 , budgetiert waren 1.521,5 Tm3

• Umsatz : TEUR 83.938, budgetiert waren TEUR 95.186

• EBITDA : TEUR -170, budgetiert waren TEUR 4.864

Die Märkte haben sich im Berichtsjahr schlechter entwickelt, als wir es erwartet haben. Sowohl der Neubau als auch die Sanierung waren stärker rückläufig, als wir es prognostiziert hatten. Dies hat unsere Absatzmengen und damit die Umsatzerlöse in allen Bereichen des Baus betroffen, vor allem aber auch unser Kernsegment Fassade.

Dazu kam ein verschärfter Wettbewerb mit Dämmstoffen wie Polyurethan-Dämmstoffe (PIR/PUR) im Flachdach und Mineralwolle in der Fassade. Aber auch industrielle Kunden, wie bspw. der Wohnwagenbau oder auch der Zuschnitt-Bereich waren weiter rückläufig.

Hinzu kamen Umsatzrückgänge durch einen verschärften Wettbewerb in kleiner werdenden Märkten aufgrund von Preissenkungen, wobei wir aufgrund der mangelhaften Ertragssituation in einigen Segmenten bei weitem nicht alle Preise des Wettbewerbs mitgegangen sind.

Unsere Kostenstrukturen konnten wir im Berichtsjahr nicht in dem gleichen Umfang an die stark rückläufigen Mengen und Umsätze anpassen.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Kurzfristige Verpflichtungen sind durch kurzfristige Vermögensgegenstände bzw. liquide Mittel gedeckt.

III. Nachtragsbericht

Bezüglich der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wird auf die diesbezüglichen Ausführungen im Anhang verwiesen.

IV. Zweigniederlassungsbericht

Eine Zweigniederlassung besteht nicht.

V. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen war die wirtschaftliche Entwicklung in 2024/2025 negativ und auch in 2025/2026 schwierig. So haben sich die stark rückläufigen Baugenehmigungen auch im Geschäftsjahr 2025/2026 bemerkbar gemacht und werden auch die Ergebnisse zukünftiger Perioden beeinflussen. Im Berichtsjahr 2024/2025 konnte die Gesellschaft teilweise noch von Überhängen profitieren. Diese werden aber schrittweise weniger bzw. abgebaut.

Daher wird unser Hauptaugenmerk in den kommenden Monaten auf einer weiteren Optimierung der Kostenstruktur liegen. Weitere Personalreduzierungen vor allem im Angestelltenbereich sind geplant. Kurzarbeit werden wir weiter einsetzen, um die schwierige Lage zu überbrücken.

Wir gehen für die Jahre 2026 und 2027 von einer steigenden Nachfrage aus, da die Nachfrage nach Wohnraum gerade in Ballungszentren weiterhin immens ist und auch die Nachfrage nach energetischen Sanierungen, auch getrieben durch das europäische Gebäudeenergiegesetz, erhöht sein wird. Auch die steigende CO2 -Bepreisung wird nach unserer Einschätzung dazu führen, dass die Energiekosten - gerade auch für die privaten Haushalte - deutlich steigen werden; dies wiederum wird Investitionen in energetische Maßnahmen zunehmend erforderlich bzw. noch erforderlicher machen.

Bezogen auf unsere Positionierung in der Baubranche bedeutet dies, dass neben den genannten Kostenreduktionen auch die Verbesserung der Marge durch Preisanpassungen bei steigenden Produktions- und Frachtkosten weiter im Fokus steht.

Aufgrund der europaweit geringen Nachfrage sehen wir keine Engpässe im Rohstoffbereich, wobei die Volatilität der Rohstoffpreise steigen wird, da Styrol-Kapazitäten in Europa deutlich abgebaut wurden und man vermehrt auf Importe angewiesen sein wird. Energie- und Frachtpreise werden weiter unter Druck bleiben. Die Verfügbarkeiten im Frachtbereich sind zwar gegeben, aber auch hier sehen wir derzeit reduzierte Kapazitäten, was wiederum zu Preisanpassungen führen kann, da die wirtschaftliche Situation bei einigen Spediteuren nicht gut ist.

Basierend auf den vorläufigen, ungeprüften Ist-Werten erwarten wir für das Geschäftsjahr 2025/2026 für unsere wesentlichen Leistungsindikatoren die nachfolgenden Werte:

• Absatzmenge : 1.382 Tm3 ,

• Umsatz : TEUR 79.807, sowie

• EBITDA : TEUR 58

Basierend auf der aktuellen Base-Case-Planung prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2026/2027 für unsere wesentlichen Leistungsindikatoren die nachfolgenden Werte:

• Absatzmenge : 1.385 Tm3 ,

• Umsatz : TEUR 84.900, sowie

• EBITDA : TEUR 3.490

2. Chancen- und Risikobericht

Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat die Geschäftsführung ein System eingerichtet, das im Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut: Neben der laufenden Überwachung der Forderungen und einem straffen Mahnwesen erfolgen regelmäßige Warenbestandskontrollen durch Inventur. So begegnen wir der Gefahr, dass sich im Tagesgeschäft Risiken kumulieren. Neben der laufenden Überwachung unserer Umsatzentwicklung insgesamt - auch in Relation zu unseren Wettbewerbern - und der Entwicklung des Umsatzes einzelner Kunden berücksichtigen die regelmäßigen monatlichen Zwischenabschlüsse (anteilige) Kostenabgrenzungen.Hiermit überwachen wir die Wirtschaftlichkeit unseres Unternehmens. Auf Basis dieser Ergebnisse können wir rechtzeitig erforderliche Maßnahmen einleiten.

2.1 Chancenbericht

Synergien aus dem Unternehmensverbund

Die HIRSCH Servo Gruppe vereint in den beiden Geschäftsfeldern EPS-Verarbeitung und -Technologie rund 1.900 Mitarbeiter, durch deren Know-how die Gruppe bestens aufgestellt ist, um sich langfristig die Vorreiterrolle in der EPS- und EPP-Branche zu erarbeiten bzw. weiter auszubauen. Die HIRSCH Porozell GmbH profitiert durch die Zugehörigkeit zu dieser Unternehmensgruppe von vielfältigen Synergieeffekten.

Kostenstruktur und Lieferfähigkeit

Durch eine straffe Kostenstruktur, die in den letzten Jahren sukzessive aufgebaut wurde und derzeit weiter umgesetzt wird, ist die Gesellschaft auf konjunkturelle Schwankungen vorbereitet und wird sich in einem schwierigen Marktumfeld behaupten können. Mit sechs Standorten können wir eine flächendeckende Belieferung für überregional tätige Kunden sicherstellen.

Automatisierung der Fertigung

Weitere Investitionen in Automatisierungsprojekte, aber auch moderne Maschinentechnik führen zu einem weiter reduzierten Personalbedarf. Es wird nach unserer Einschätzung auch in den kommenden Jahren Arbeits- bzw. Fachkräftemangel geben. Zur Kompensation hilft hierbei die weitere Automatisierung unseres unternehmenseigenen Maschinenbaus.

Energieeffizientere Fertigung

Aber auch der Energieverbrauch neuer Anlagen optimiert unsere Bedarfe und darüber hinaus den CO2 -Footprint sowie die Nachhaltigkeit unserer Produkte, was in naher Zukunft einen entscheidenden Faktor im Markt- und Wettbewerbsumfeld darstellen bzw. zwingend notwendig werden wird. Hierzu gehört auch das Thema Recycling bzw. Stoffkreislauf, welches intensiv in Bezug auf Beschaffung von Regenerat aus externen Quellen, aber auch durch die vollständige Nutzung der internen Abfälle intensiviert wird. Ziel ist ein Null-Granulat Verlust in der Produktion, um so auch die Umwelt nicht mit Abfällen zu belasten. Dies werden wir zukünftig auch mittels zusätzlicher Audits nachweisen müssen bzw. haben zwischenzeitlich das erste Audit (Operation Clean Sweep, kurz „OCS“) umgesetzt.

Angebotspalette und neue Geschäftsfelder

Chancen bestehen auch in einer Diversifikation unseres Produktmixes durch den Aufbau neuer Geschäftsfelder im Verpackungs- und Fußbodenbereich. In Ebrach und Bad Waldsee werden schon entsprechende Anlagen betrieben, ein Ausbau mit neuen Kunden wird angestrebt.

2.2 Risikobericht

Markt- bzw. Absatzrisiken

Die Vielzahl von geopolitischen Risiken und deren nicht vorhersehbare Entwicklung können die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten und damit unsere Umsatzerlöse und Ergebnisse negativ beeinflussen.

Wir sind daher dabei unsere Kostenstruktur sukzessive zu verbessern (siehe dazu auch die Ausführungen oben zur Chancenberichterstattung). Wir setzen aber auch einige Hoffnungen in die neue Bundesregierung und das Bauministerium, um wieder steigende Baugenehmigungen zu erreichen. Durch Modernisierung der maroden Infrastruktur öffentlicher Einrichtungen aber auch durch deren Ausbau erwarten wir neue Impulse, die die Nachfrage nach unseren Produkten deutlich verbessern sollten. Wachstums- bzw. Ertragsaussichten leiten wir auch aus dem vorgesehenen Ausbau des sozialen Wohnungsbaus ab.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko

Durch negative gesamtwirtschaftliche Auswirkungen oder/und eine etwaig negative Branchenentwicklung und Wettbewerbssituation kann es zu Umsatz- bzw. Ergebnisrückgängen kommen. Es besteht daher ein grundsätzliches Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko.

Das Management überwacht die Liquiditätslage der Gesellschaft kontinuierlich in enger Abstimmung mit dem Mutterunternehmen. Im Rahmen der Finanzplanung, die auch Ausfallrisiken sowie Risiken aus Zahlungsschwankungen berücksichtigt, wurden neben einer sogenannten Base-Case-Planung auch Stress- bzw. Sensitivitätsszenarien erstellt. In den Stress- und Sensitivitätsszenarien wurden etwaige Umsatz- und Ergebnisrückgänge simuliert. Die Analysen zeigen, dass nur bei einer signifikanten und dauerhaften Abweichung von den Planannahmen zusätzlicher Finanzierungsbedarf entstehen kann, der durch die Unterstützung der Muttergesellschaft gedeckt würde.

Auf Basis der aktuellen Planung sowie der bestehenden Finanzierungsverträge ist die Liquidität der Gesellschaft bis zum 31.07.2027 sichergestellt. Dies gilt auch unter Berücksichtigung von Stress- bzw. Sensitivitätsszenarien.

Durch die Anpassung der Darlehensvereinbarungen mit der Muttergesellschaft - wie oben im Abschnitt zur „Finanzlage“ dargestellt - wurde die Finanzierungsstruktur stabilisiert. Aus Sicht des gesetzlichen Vertreters verfügt die Gesellschaft über eine angemessene Liquiditätsausstattung und wird jederzeit in der Lage sein ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Beschaffungsrisiken

Ein Risiko stellt sicherlich prospektiv - auch wenn dies vielleicht aktuell noch nicht klar erkennbar ist - die Rohstoffversorgung dar. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Gesamtsituation wurden die Kapazitäten in der Styrolindustrie abgebaut, was zu einer zunehmenden Abhängigkeit von Importen aus USA und Asien führt bzw. führen wird. Dies kann bei einer steigenden Nachfrage zu Engpässen und damit auch deutlichen Preisanpassungen führen.

Daher stellen wir unsere Beschaffung auf mehrere Säulen und treffen mit unseren Kunden keine langfristigen Preisvereinbarungen.

Bzgl. der Energiebeschaffung bzw. -versorgung werden wir uns sehr stark auf eine Anpassung unseres Energiemixes konzentrieren. Derzeit gibt es mehrere Projekte in Richtung erneuerbarer Energie, um die Abhängigkeit von Strom, Gas und Öl zu reduzieren. Photovoltaikanlagen in Ebrach und Micheln sind hierzu weiter in der Planung.

2.3 Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht

Es besteht für die HIRSCH Porozell GmbH weiterhin eine gute Chance, dass die Gesellschaft trotz der derzeit schwierigen, baukonjunkturellen, aber auch gesamtwirtschaftlichen Situation stabil aus der Krise kommt und bei einer positiven Nachfrageentwicklung, die wir mittelfristig erwarten, wieder zur Stärke der letzten Jahre findet.

Zusammenfassend sind die genannten Risiken nach Einschätzung des gesetzlichen Vertreters nicht wesentlich. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht.

 

Rheda-Wiedenbrück, den 28. Mai 2026

Christian Winter, Geschäftsführer

1 Vgl. OECD: Die weltweiten Konjunkturaussichten verändern sich, da die Unsicherheit über die Handelspolitik das Wachstum schwächt - 3. Juni 2025

2 Vgl. Destatis: Pressemitteilung vom 15. Januar 2025 - 019/25

3 Vgl. VDPM e.V., Quartalsbericht Q1 2025 WDVS (Deutschland)

Handelsbilanz

Aktiva

31.3.2025
EUR
31.3.2024
EUR
A. Anlagevermögen 31.414.443,07 34.249.095,65
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 254.048,05 467.108,05
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 254.048,05 467.108,05
II. Sachanlagen 31.160.395,02 33.781.987,60
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.910.464,26 15.877.143,26
2. technische Anlagen und Maschinen 13.210.694,88 13.408.874,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.279.778,55 1.379.577,57
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 759.457,33 3.116.392,11
B. Umlaufvermögen 20.464.681,47 27.244.395,77
I. Vorräte 13.181.828,63 13.124.313,79
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.189.713,56 6.835.478,06
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.037.664,11 2.956.442,03
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.954.450,96 3.332.393,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.540.348,12 12.132.245,44
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.363.944,05 5.655.966,91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 4.500.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 4.500.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.176.404,07 1.976.278,53
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 145.316,90 131.709,01
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 742.504,72 1.987.836,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 329.773,05 356.433,09
D. Aktive latente Steuern 1.515.214,83 516.419,25
Aktiva 53.724.112,42 62.366.343,76

Passiva

31.3.2025
EUR
31.3.2024
EUR
A. Eigenkapital 32.921.079,51 35.937.309,97
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 24.689.572,48 24.689.572,48
III. Gewinnvortrag 11.222.737,49 11.826.420,65
IV. Jahresfehlbetrag 3.016.230,46 603.683,16
B. Rückstellungen 5.788.683,04 6.483.319,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.828.799,00 2.956.825,00
2. sonstige Rückstellungen 2.959.884,04 3.526.494,00
C. Verbindlichkeiten 12.696.207,87 17.403.958,50
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.929.186,87 8.017.200,22
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.929.186,87 8.017.200,22
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.361.128,39 7.861.128,39
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 275.000,00 6.074.085,58
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.086.128,39 1.787.042,81
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.405.892,61 1.525.629,89
davon aus Steuern 857.772,96 972.049,68
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 32.544,59 14.496,09
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.405.892,61 1.525.629,89
D. Rechnungsabgrenzungsposten 176.246,80 220.308,50
E. Passive latente Steuern 2.141.895,20 2.321.447,79
Passiva 53.724.112,42 62.366.343,76

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2024 - 31.3.2025
EUR
1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1. Umsatzerlöse 83.938.268,19 97.398.527,65
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 534.850,03 1.746.502,75
3. sonstige betriebliche Erträge 797.226,85 823.743,77
4. Materialaufwand 45.486.678,54 53.376.385,35
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 45.486.678,54 53.376.385,35
5. Personalaufwand 15.746.595,49 16.741.315,63
a) Löhne und Gehälter 13.177.546,50 13.858.296,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.569.048,99 2.883.018,71
davon für Altersversorgung -21.331,88 243.336,83
6. Abschreibungen 3.878.976,10 3.386.455,42
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.878.976,10 3.386.455,42
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 23.137.109,43 23.781.965,57
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 198.109,98 514.821,41
davon Erträge aus Abzinsung 49.813,70 44.061,70
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 366.406,23 442.324,70
davon an verbundene Unternehmen 353.980,84 398.997,44
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 0,00 31.916,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.295.001,43 -238.755,60
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.178.348,17 182.652,09
11. Ergebnis nach Steuern -2.922.009,37 -499.100,99
12. sonstige Steuern 94.221,09 104.582,17
13. Jahresfehlbetrag 3.016.230,46 603.683,16

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025

HIRSCH Porozell GmbH, Rheda-Wiedenbrück

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Die Gesellschaft ist unter der Firma HIRSCH Porozell GmbH mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück im Handelsregister des Amtsgerichts Gütersloh unter der Nummer HRB 11088 eingetragen.

Der Jahresabschluss wird nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist vom Kalenderjahr abweichend und beginnt am 1. April und endet am 31. März des Folgejahres.

Für die Gesamtleistung wurde eine Zwischensumme in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen. Die Zwischensumme umfasst die Umsatzerlöse und die Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse.

Der Jahresabschluss des Vorjahres wurde - wie auch der Jahresabschluss zum Bilanzstichtag 31. März 2025 - nicht unter Berücksichtigung der vollständigen oder teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung der Vorperiode erfolgte jedoch eine Überleitung auf den Bilanzgewinn. In der aktuellen Gewinn- und Verlustrechnung (für den Zeitraum vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025) wurde die Darstellung für die Vergleichsperiode (1. April 2023 bis zum 31. März 2024) entsprechend angepasst (§ 265 Abs. 1 HGB).

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bzw. fünf Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen werden direkt zurechenbare Kosten einbezogen. Die Abschreibungen werden linear bei Gebäuden über eine Nutzungsdauer von maximal 33 Jahren vorgenommen. Bei technischen Anlagen und Maschinen beträgt die Nutzungsdauer 3 bis 10 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. In der Bewertung werden neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und der durch die Fertigung veranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Ermittlung der Herstellungskosten einbezogen.

Die Vorräte sind abgesehen von etwaigen handelsüblichen Eigentumsvorbehalten frei von Rechten Dritter.

Es wird verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagedauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern unsaldiert ausgewiesen. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristenkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Sämtliche Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit oder Restlaufzeit von genau einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Bei der Ermittlung der im Zusammenhang mit der Rückstellungsbewertung entstehenden Aufwendungen und Erträge wird davon ausgegangen, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Beginn der Periode eingetreten ist. Für Veränderungen des Verpflichtungsumfangs wird die Annahme getroffen, dass diese zum Periodenende eingetreten sind. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes oder der Restlaufzeit sind im Aufzinsungsergebnis enthalten und werden demzufolge einheitlich in dem GuV-Posten „Zinsaufwendungen“ ausgewiesen.

Bzgl. der Jubiläumsrückstellungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen die Gesellschafter in (HIRSCH Porozell GmbH, Österreich) bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vj.: TEUR 4.500 aus einer Darlehensforderung und somit sonstiger Vermögensgegenstand).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist mit seinem Nennbetrag i.H.v. TEUR 25 angesetzt und ist in voller Höhe eingezahlt. Es besteht eine Kapitalrücklage i.H.v. TEUR 24.690 (Vj.: TEUR 24.690).

Der Jahresfehlbetrag 2024/2025 betrug TEUR 3.016 (Vj.: Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR 603).

Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge

Aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ergibt sich nach Abzug der hierauf gebildeten passiven latenten Steuern ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von TEUR 45.

Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit Ansatz des 7-Jahres-Durchschnittszinssatz und dem Ansatz mit dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz ist negativ und beträgt TEUR -30. Folglich entsteht kein ausschüttungsgesperrter Betrag.

Aus der Bewertung von Vermögensgegenständen zum Zeitwert ergibt sich nach Abzug der hierauf gebildeten passiven latenten Steuern ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von TEUR 4.951.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren zur Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:

31.03.2025
Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel und unter Berücksichtigung des 10-Jahres-Durchschnitts nach § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB) 1,94 %
Erwartete Lohn- und Gehaltsteigerungen 0,50 %
Erwartete Rentensteigerungen 2,25 %
Zugrunde gelegte Sterbetafeln Heubeck
2018 G

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. März 2025 TEUR -30 (Vj.: TEUR 13).

Im Geschäftsjahr 2024/2025 wurden Renten an Hinterbliebene von Geschäftsführern in Höhe von TEUR 38 ausgezahlt. Rückstellungen für ausgeschiedene Geschäftsführer sind in Höhe von TEUR 601 in der Pensionsrückstellung enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Rückstellung für Kundenrabatte 1.323
Personalkosten 939
Ausstehende Rechnungen 551
Sonstige Rückstellungen mit unerheblichem Umfang 147
2.960

Die Jubiläumsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden unter Zugrundelegung der „Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Der Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzins von 2,01 % für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

TEUR Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren Restlaufzeit mehr als 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.929 0 0 6.929
(Vj.: 8.017) (Vj.: 0) (Vj.: 0) (Vj.: 8.017)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 275 4.086 0 4.361
(Vj.: 6.074) (Vj.: 1.787) (Vj.: 0) (Vj.: 7.861)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.406 0 0 1.406
(Vj.: 1.526) (Vj.: 0) (Vj.: 0) (Vj.: 1.526)
8.610 4.086 0 12.696
(Vj.: 15.617) (Vj.: 1.787) (Vj.: 0) (Vj.: 17.404)

Eine Besicherung der Verbindlichkeiten besteht nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen TEUR 4.361 (Vj.: TEUR 7.861), davon gegenüber der mittelbaren Gesellschafterin HIRSCH Servo AG, Glanegg, Österreich i.H.v. TEUR 3.600 (Vj.: TEUR 2.500) und gegenüber der Gesellschafterin HIRSCH Porozell GmbH, Glanegg, Österreich i.H.v. TEUR 761 (Vj.: TEUR 5.361). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen vollständig auf Verbindlichkeiten aus Darlehen und sind somit sonstige Verbindlichkeiten.

Latente Steuern

Die latenten Steuern gliedert sich wie nachstehend:

in TEUR Handelsbilanz Steuerbilanz Differenz Steuersatz latente Steuern
Aktive latente Steuern
Pensionsrückstellung 2.829 1.484 1.345 30 % 403
Jubiläumsrückstellung 269 201 68 30 % 20
Passive Rechnungsabgrenzung 176 - 176 30 % 53
Verlustvorträge 6.924 - 6.924 30 % 1.039
8.513 1.515
Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände 254 190 64 30 % 19
Sachanlagen 31.160 24.087 7.073 30 % 2.122
7.137 2.142

Die latenten Steuern entwickelten sich wie nachfolgend dargestellt:

in TEUR Bestand 01.04.2024 Zunahme Abnahme Bestand 31.03.2025
Aktive latente Steuern
Pensionsrückstellung 428 0 24 404
Jubiläumsrückstellung 23 0 2 20
Passive Rechnungsabgrenzung 66 0 13 53
Verlustvorträge 0 1.038 0 1.038
516 1.038 39 1.515
Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände 77 0 58 19
Sachanlagen 2.244 0 122 2.122
2.321 0 180 2.142

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Unterteilung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten stellt sich wie folgt dar:

2024/2025 2023/2024
Inland 81.798 94.451
EU-Ausland 1.318 1.808
Drittland 822 1.140
83.938 97.399

Die Umsatzerlöse i. H. v. TEUR 83.938 (Vj.: TEUR 97.399) sind im Vergleich zum Vorjahr rückläufig; dies ist im Wesentlichen auf die verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurückzuführen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 797 (Vj.: TEUR 824) sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 366 und Erträge aus der Erstattung von Energiesteuer i.H.v. TEUR 181 und enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind - wie auch im Vorjahr - keine Erträge aus Währungsumrechnungen enthalten.

Materialaufwand

Die Reduktion des Materialaufwands im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 53.376 um TEUR 7.889 (-14,8 %) auf TEUR 45.487 korrespondiert mit dem Rückgang der Umsatzerlöse.

Personalaufwand

Der Rückgang des Personalaufwand von TEUR 16.741 um TEUR 994 (-5,9 %) auf TEUR 15.747 ist im Wesentlichen auf den im Berichtsjahr erfolgten Personalabbau zurückzuführen.

Abschreibungen

Die Abschreibungen i.H.v. TEUR 3.879 (Vj.: TEUR 3.386) entfallen - wie auch im Vorjahr - auf planmäßige Abschreibungen des Sachanlagevermögens (TEUR 3.666; Vj.: TEUR 3.149) und der immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 213; Vj.: TEUR 226).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhaltet als größte Einzelpositionen Ausgangsfrachten (TEUR 10.197, Vj.: TEUR 10.165) und Energiekosten (TEUR 5.630, Vj.: TEUR 5.699). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind - wie auch im Vorjahr - keine Aufwendungen aus Währungsumrechnungen enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen i.H.v. TEUR 0 (Vj.: TEUR 32).

Die Zinserträge enthalten Erträge aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 50 (Vj.; TEUR 44).

Im Geschäftsjahr 2024/2025 und im Vorjahr hat die Gesellschaft ausschließlich Geschäfte in Euro getätigt, so dass es zu keinen Erträgen oder Aufwendungen aus Währungsumrechnung kam.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Seit dem 31.12.2023 findet das deutsche Mindeststeuergesetz (auch bekannt als „Pillar 2“) Anwendung. Mit diesem Gesetz werden umfangreiche Berichtspflichten eingeführt, die nicht nur Muttergesellschaften, sondern auch Tochtergesellschaften und Betriebsstätten multinationaler Konzerne betreffen. Durch dieses Gesetz wird eine Zusatzsteuer auf Gewinne in Ländern erhoben, in denen der effektive Steuersatz, der nach den Modellregeln der zweiten Säule auf der Basis des jeweiligen Landes ermittelt wird, unter einem Mindeststeuersatz von 15 % liegt. Pillar II ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30.12.2023 beginnen und gilt für multinationale und nationale Unternehmen sowie deren Tochtergesellschaften und Betriebsstätten mit einem weltweiten Konzernumsatz von grundsätzlich mindestens EUR 750 Mio. pro Jahr. Damit fällt die Gesellschaft derzeit nicht in den Anwendungsbereich des deutschen Mindeststeuergesetzes.

III. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB liegen nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen bestehen zum 31.03.2025 i.H.v. TEUR 1.925.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer im Sinne von § 267 Abs. 5 HGB betrug:

2024/2025 2023/2024
gewerbliche Arbeitnehmer 161 170
Angestellte 101 107
Auszubildende 2 4
264 281

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen betrug TEUR 73. Andere Leistungen wurden im Geschäftsjahr 2024/2025 nicht erbracht.

Organ der Gesellschaft, Organbezüge

Geschäftsführer im Berichtsjahr war Herr Christian Winter, Bingen-Büdesheim. Herr Winter ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9 a) und b) HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernabschluss

Die HIRSCH Porozell GmbH, Rheda-Wiedenbrück, wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Herz Industries GmbH, Wien, Österreich, einbezogen (größter Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der Herz Industries GmbH, Wien, Österreich, wurde im Unternehmensregister offengelegt und am 03.04.2026 auf der Elektronischen Verlautbarungs- und Informationsplattform (EVI), dem Amtsblatt der Republik Österreich, veröffentlicht.

Die HIRSCH Porozell GmbH, Rheda-Wiedenbrück, wird außerdem in den Konzernabschluss ihres Alleingesellschafters, der HIRSCH Servo AG, Glanegg, Österreich, einbezogen (kleinster Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der HIRSCH Servo AG, Glanegg, Österreich, wurde im Unternehmensregister offengelegt und am 18.11.2025 auf der Elektronischen Verlautbarungs- und Informationsplattform (EVI), dem Amtsblatt der Republik Österreich, veröffentlicht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die mittelbare Muttergesellschaft (HIRSCH Servo AG, Glanegg, Österreich) hatte der Gesellschaft am 09.02.2024 ein Darlehen über TEUR 3.000 gewährt. Im Geschäftsjahr wurden davon TEUR 500 an die HIRSCH Servo AG zurückgeführt. Zur Anpassung an die wirtschaftliche Lage und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Liquidität wurde das Darlehen am 01.12.2025 - und damit nach dem Abschlussstichtag (31.03.2025) - prolongiert und die Rückzahlungsmodalitäten angepasst.

Gemäß der neuen Rückzahlungsmodalitäten steht das Darlehen i.H.v. insgesamt TEUR 2.500 zum 31.03.2025 der Gesellschaft nun bis zum 31.03.2029 zur Verfügung. Die zuvor bestehende Klausel, die der Darlehensgeberin im Falle eines Liquiditätsbedarfs eine vorzeitige Rückforderung ermöglichte, wurde aufgehoben. Das Darlehen ist damit bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit nicht kündbar und vertraglich erst zum 31.03.2029 zurückzuzahlen.

Die von der Bundesregierung im Rahmen des Investitionssofortprogramms beschlossene stufenweise Änderung des Körperschaftsteuersatzes ab 2028 wurde bei der Bewertung der latenten Steuern zum Bilanzstichtag nicht berücksichtigt, da der Abschlussstichtag (31.03.2025) vor dem Zeitpunkt der Zustimmung durch den Bundesrat (11.07.2025) lag.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2024/2025 i.H.v. TEUR 3.016 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Rheda-Wiedenbrück, den 28. Mai 2026

Christian Winter, Geschäftsführer

Bezeichnung a) Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.04.2024
Zugang
Abgang
Umbuchung
Stand 31.03.2025
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.524.486,12 0,00 0,00 0,00 2.524.486,12
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.871.007,08 978.762,07 0,00 0,00 21.849.769,15
2. technische Anlagen und Maschinen 31.060.888,48 2.284.944,10 251.563,56 0,00 33.094.269,02
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.737.234,04 159.960,99 49.290,17 0,00 4.847.904,86
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.116.392,11 759.457,33 3.116.392,11 0,00 759.457,33
59.785.521,71 4.183.124,49 3.417.245,84 0,00 60.551.400,36
Summe I. -III. 62.310.007,83 4.183.124,49 3.417.245,84 0,00 63.075.886,48
Bezeichnung b) Entwicklung der Abschreibung
Stand 01.04.2024
Zuschreibung Zugang
Abgang
Umgliederung
Stand 31.03.2025
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.057.378,07 0,00 213.060,00 0,00 0,00 2.270.438,07
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.993.863,82 0,00 945.441,07 0,00 0,00 5.939.304,89
2. technische Anlagen und Maschinen 17.652.013,82 0,00 2.460.757,04 229.196,72 0,00 19.883.574,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.357.656,47 0,00 259.717,99 49.248,15 0,00 3.568.126,31
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
26.003.534,11 0,00 3.665.916,10 278.444,87 0,00 29.391.005,34
Summe I. -III. 28.060.912,18 0,00 3.878.976,10 278.444,87 0,00 31.661.443,41
Bezeichnung c) Buchwerte (a) ./. b
Stand 01.04.2024
Stand 31.03.2025
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 467.108,05 254.048,05
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.877.143,26 15.910.464,26
2. technische Anlagen und Maschinen 13.408.874,66 13.210.694,88
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.379.577,57 1.279.778,55
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.116.392,11 759.457,33
33.781.987,60 31.160.395,02
Summe I. -III. 34.249.095,65 31.414.443,07

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.06.2026 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HIRSCH Porozell GmbH, Rheda-Wiedenbrück

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HIRSCH Porozell GmbH, Rheda-Wiedenbrück,bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2025 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HIRSCH Porozell GmbH, Rheda-Wiedenbrück, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2025 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, diewir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 29. Mai 2025

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Felix Mantke, Wirtschaftsprüfer

Marc Maurice Rauch, Wirtschaftsprüfer

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