Amiblu GmbHLiquidiert
Am Fuchsloch 19, 04720 Döbeln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mario Frieben seit 11.2.2019 | Prokura |
Uwe Peter seit 5.12.2018 | Geschäftsführer |
Maik Altendorf seit 30.5.2018 | Geschäftsführer |
Christian Wiedergut seit 30.5.2018 | Prokura |
Ilka Zimmermann seit 29.8.2008 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Amiblu GmbH (vormals: Amiantit Germany GmbH)Döbeln (vormals: Mochau)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Amiantit Germany GmbH, Mochau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 8. Mai 2017 Baker
Tilly AG
Stephan Martens, Wirtschaftsprüfer Patrick Helsper, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016I. Beschreibung und Analyse des Geschäftsverlaufs Geschäftszweck des Unternehmens ist die Fertigung und der Verkauf von Rohren, Fittings und Tanks aus Hochleistungskunststoff. Der Vertrieb erfolgt hauptsächlich nach Deutschland und Europa. Die konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9 % höher als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP in einer ähnlichen Größenordnung gewachsen: 2015 um 1,7 % und 2014 um 1,6 %. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 einen halben Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,4 % lag. (Quelle: Statistisches Bundesamt) Ausschlaggebend für die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2016 war die inländische Verwendung: Insgesamt legten die Konsumausgaben um 2,5 % zu und waren auch im Jahr 2016 die größte, jedoch nicht die einzige Stütze des deutschen Wirtschaftswachstums. Auch die Investitionen trugen ihren Teil dazu bei: Die preisbereinigten Bauinvestitionen stiegen im Jahr 2016 kräftig um 3,1 %, was vor allem an höheren Investitionen für Wohnbauten lag. In Ausrüstungen - das sind vor allem Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde mit + 1,7 % ebenfalls mehr investiert als ein Jahr zuvor. Gebremst wurde das BIP-Wachstum im Jahr 2016 durch einen Vorratsabbau (- 0,4 Prozentpunkte). Der Außenbeitrag, also die Differenz zwischen Exporten und Importen, hatte per Saldo ebenfalls einen leicht negativen Effekt auf das BIP-Wachstum (- 0,1 Prozentpunkte). Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 2,5 % höher als im Vorjahr; die Importe legten im gleichen Zeitraum stärker zu (+ 3,4 %). (Quelle: Statistisches Bundesamt) Auch in der Eurozone ergab sich im Gesamtjahr 2016 eine Wachstumsrate von 1,7 %. Auch hier war der private Konsum der hauptsächliche Wachstumstreiber. Investitionen, vor allem Ausrüstungsinvestitionen von Unternehmen, blieben dagegen zurück. Dies dürfte auch Folge der Ereignisse des letzten Jahres sein, allen voran des ,,Brexit". Die Entscheidung der Briten für den Austritt aus der EU, die an vielen Orten erhöhte Europaskepsis sowie Bankenprobleme zum Jahresende haben 2016 nicht zu einem guten Investitionsklima beigetragen. Dennoch sind die politischen Entwicklungen sowohl im Euroraum als auch jenseits dessen zweifelsohne ein Bremsklotz für die Konjunktur. Zwar hält sich das Wachstum auf einem guten Niveau. Angesichts des unsicheren Umfelds gelingt jedoch kein echter Befreiungsschlag in der Eurozone. Nachholeffekte bei Konsum und Investitionen, die sich in mehreren Ländern mit zum Teil mehrjährigen Rezessionen angestaut haben, können sich so nicht entfalten. (Quelle: KfW) Im Jahre 2015 haben wir unser deutsches Vertriebsteam mit einem neuen Vertriebsleiter und einer Investition in das Produktmanagement umstrukturiert. Heute erhöht sich dank dieser neuen Struktur mit individuelleren Spezifikationen für unsere Rohrsysteme unsere Marktdurchdringung. Zudem haben wir einige ausscheidende Vertriebsingenieure ersetzt. Das neue Team ist gut etabliert und produktiv. In diesem Umfeld haben wir in den vergangenen 12 Monaten von unseren F&E-Investitionen profitiert. Es wurden Verbesserungen in der Liniengeschwindigkeit und der Materialeffizienz erzielt. Im Jahr 2016 wurde von uns das neue Produkt Flowtite Grey auf den Markt gebracht. Dieses Produkt hat die zehnfache Schlagfestigkeit standardmäßiger GFK-Rohre und eröffnet Märkte, auf denen Kunden GFK-Rohre bisher als risikobehaftet in Bezug auf Transport- oder Installationsschäden gesehen haben. Wir haben außerdem unsere Mischwasserentlastungslösung AmiScreen weiterentwickelt. Gemeinden werten fortlaufend ihre Kanalnetze auf, um Regenüberlauf-Kontaminationen zu vermeiden. Durch diese Mischwasserentlastungslösungen haben wir ein neues Marktsegment erschlossen. 2016 haben wir drei wesentliche operative Verbesserungen erzielt:
Das Jahresergebnis 2016 ist aus unserer Sicht nicht zufriedenstellend. Obwohl die Umsatzerlöse im Vergleich zu 2015 um 15,4 % gestiegen sind, haben wir ein negatives Ergebnis erzielt. In der Prognose waren wir zwar nur von einer leichten Umsatzsteigerung, aber von einem positiven Jahresergebnis ausgegangen. Die Herstellungskosten stiegen um 18,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Ursache ist vorrangig in den Lohnkosten zu suchen. Das Anforderungsprofil an Arbeitskräfte sowie deren geringe Verfügbarkeit am Markt führte zu einem gestiegenen Bedarf an teureren Zeitarbeitskräften. II. Darstellung der Lage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und beträgt TEUR 22.949 (Vorjahr TEUR 22.024). Das Anlagevermögen der Amiantit hat einen Anteil von 38,8 % (Vorjahr 41,5 %) der Bilanzsumme. Den Investitionen von TEUR 1.012 stehen Abschreibungen von TEUR 1.238 gegenüber. Die im Geschäftsjahr 2016 durchgeführten Investitionen umfassten im Wesentlichen eine neue Wasserstrahlschneidemaschine und ein weiteres Kupplungsmontagegerät, eine Schrägschnittsäge an der Rohrwickelanlage, verschiedene Krananlagen, sowie verschiedene Soft- und Hardware. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte weitgehend über den Abschluss von Mietkaufverträgen. Das Umlaufvermögen ist um TEUR 428 auf TEUR 13.217 gestiegen. Das Vorratsvermögen hat sich aufgrund des höheren Geschäftsvolumens und aufgrund von Projektverzögerungen in Österreich um insgesamt TEUR 907 erhöht. Die Forderungen enthalten mit TEUR 1.388 Darlehen gegen verbundene Unternehmen einschließlich der darauf entfallenden Zinsen. Der Anteil der flüssigen Mittel (TEUR 1.037, Vorjahr TEUR 940) an der Bilanzsumme beträgt 4,5 % (Vorjahr 4,2 %). Die Eigenkapitalquote ist wegen des Jahresfehlbetrags und der Zunahme der Bilanzsumme auf 61,2 % (Vorjahr 64,3 %) gesunken. Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.079 auf TEUR 6.758 gestiegen. Die Amiantit weist unter den Verbindlichkeiten TEUR 1.448 aus, die von verbundenen Unternehmen als Darlehen gewährt wurden und am 31. Dezember 2017 endfällig sind. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden u.a. Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen bilanziert, die im Geschäftsjahr aufgrund von Neuinvestitionen von TEUR 332 auf TEUR 1.023 gestiegen sind und mittel- bis langfristigen Charakter haben. Im Jahr 2008 wurde ein Gesamtfinanzierungskonzept mit zwei Hausbanken abgeschlossen, welches Investitionsdarlehen in Höhe von insgesamt TEUR 4.000, einen Aval-Rahmen sowie eine Betriebsmittellinie (insgesamt TEUR 2.900) vorsieht. Die Investitionsdarlehen haben eine Laufzeit bis 2017 bei einer jährlichen Tilgungsleistung von insgesamt TEUR 444. Die Cashflow-Kennzahlen entwickelten sich im Berichtszeitraum wie folgt:
Die wesentlichen Ertragskennziffern stellen sich wie folgt dar:
Der Umsatz ist um TEUR 5.198 und somit um 15,4 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Umsatzsteigerung betrifft vor allem den deutschen Markt als auch einige Exportländer. Die Länder Ungarn, Slowakei und Tschechien liegen weiterhin unter allen Erwartungen, da EU-Mittel nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung gestellt werden. Die für die Benelux-Länder im Jahr 2014 begonnene Reorganisation des Vertriebs führte in 2016 zu einer spürbaren Steigerung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr und wird sich in 2017 gemäß dem Auftragsbestand fortsetzen. Die Herstellungskosten sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.910 (18,3 %) gestiegen, so dass im Berichtsjahr Herstellungskosten im Vergleich zum Umsatz von 81,7 % (Vorjahr 79,7 %) benötigt wurden. Die relativen Mehrkosten resultieren vor allem aus dem gestiegenen Anteil an Leiharbeitskräften bedingt durch fehlendes eigenes Personal und einen gestiegenen Krankenstand. Das Bruttoergebnis vom Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 289 auf TEUR 7.134 gestiegen und hat sich damit im Verhältnis zum Umsatz prozentual von 20,3 % auf 18,3 % verschlechtert. Trotz des gestiegenen Umsatzes im Geschäftsjahr 2016 ist die Fixkostendeckung im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleich geblieben. Die Vertriebskostenintensität ist von 13,3 % auf 13,7 % gestiegen Die Verwaltungskostenintensität ist u.a. aufgrund von Degressionseffekten auf 6,4 % (Vorjahr 7,4 %) gesunken. Das Ergebnis vor Steuern ist um TEUR 303 auf TEUR -688 gesunken. Nach Berücksichtigung der Steuern wurde im Berichtsjahr ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 111 (Vorjahr Jahresfehlbetrag TEUR 378) ausgewiesen. Unsere Leistungsfähigkeit zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennziffern, sondern auch in der Nachhaltigkeit unseres Handelns. Dies betrifft im Wesentlichen unsere Kunden und Mitarbeiter. Voraussetzung dafür sind leistungsfähige Mitarbeiter - daher investieren wir zunehmend in Mitarbeiterzufriedenheit und hohe Arbeitssicherheit. Hier liegen unsere Schwerpunkte in der Ausbildung junger Mitarbeiter, in der Weiterbildung unserer Führungskräfte sowie der Sensibilisierung zum Arbeitsschutz. Unsere Mitarbeiter bleiben vorwiegend bis zum Ausscheiden durch Erreichen des Rentenalters in unserem Unternehmen. Die Mitarbeiterzahlen sind trotz des demografischen Wandels sowie der saisonalen Schwankungen annähernd gleich geblieben (20 Mitarbeiterzugänge und 18 -abgänge) Seit vielen Jahren unterstützen wir den wirtschaftlichen und sozialen Erhalt unserer Region. Regelmäßige Spenden an die Vereine unserer Mitarbeiter sowie langjährig gepflegte Beziehungen zu unseren lokalen Lieferanten unterstreichen dieses Engagement. III. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 1) Allgemeine Geschäfts- und Industrierisiken und -chancen Bei Großrohrsystemen liegt unser Marktanteil bei unter 5 % und wir sehen in diesen Systemen ein schnell wachsendes Segment aufgrund der Korrosionsbeständigkeit, des geringen Gewichts und ihrer exzellenten langfristigen Fließeigenschaften. In diesem Segment sehen wir die Chance, in 2017 durch Ausweitung des Umsatzvolumens zu profitieren. Wir minimieren die Risiken mit der Unterstützung unseres breiten europäischen Lieferantenpools, mit einem durch unser Technologieteam in Norwegen überwachten normierten Produktionstechnologiesystem sowie mit einem integrierten europäischen Vertriebsteam. Wir haben im Vertrieb das richtige Gleichgewicht zwischen öffentlichem und privatem Sektor für unser Unternehmen gefunden. Wir werden von Billiganbietern aus dem südosteuropäischen Raum sowie außerhalb der EU herausgefordert. Deshalb sind wir zu der Schlussfolgerung gekommen, dass unsere Qualität und unser Service eine optimale Verteidigung angesichts unseres anspruchsvollen Marktes bieten. Neue Produkteinführungen stärken zusätzlich unseren Wettbewerbsvorteil und unsere Preispolitik. Wir arbeiten auch weiterhin mit Spezifizierungsgremien zusammen, um zu gewährleisten, dass auf unseren Märkten nur geeignete Materialien verkauft und spezifiziert werden. 2) Finanzierungsrisiken Im Geschäftsjahr 2017 sind sowohl die Bankdarlehen (Restsaldo TEUR 444), als auch die langfristigen Darlehen aus dem Verbundbereich (TEUR 1.448) endfällig. Gleichzeitig entsteht ein erhöhter Finanzierungsbedarf aufgrund der geplanten Investitionen und der Ausweitung unseres Geschäftsvolumens (höherer Working Capital Bedarf). Wir streben an, dass der entstehende Finanzbedarf über eine Prolongation des bestehenden Intercompany-Darlehens und eine Neuaufnahme von Intercompany-Darlehen finanziert wird. Entsprechende Vereinbarungen wurden jedoch noch nicht geschlossen. Sollte es nicht zu der angestrebten Prolongation/Gewährung von Darlehen aus dem Verbundbereich kommen, kann unser Finanzbedarf aus heutiger Sicht nur über eine Inanspruchnahme der mit zwei Banken bis auf weiteres vereinbarten Kreditlinien über insgesamt EUR 2,9 Mio. gedeckt werden. Damit ist zum einen das Risiko einer täglichen Kündbarkeit der Kreditlinien und zum anderen das Risiko eines höheren Zinsniveaus verbunden. 3) Qualitätsrisiken Unsere Prozesse werden engmaschig überwacht. Produktentwicklung, Rohstoffbeschaffung, Prozessbedingungen und Ausrüstung werden von unserer Technologieorganisation streng kontrolliert. Dies ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Amiantit und unsere Kunden können sich auf die Qualität unserer Rohre aus jeder Produktionsstätte verlassen. Das Unternehmen wirkt den allgemeinen Gewährleistungsrisiken durch weitreichende interne Qualitätssicherungsmaßnahmen und externe Zertifizierungen entgegen. Das Restrisiko wird durch eine pauschale Garantierückstellung entsprechend dem Absatz berücksichtigt. Entsprechend den bisherigen Erfahrungen werden erhöhte Gewährleistungsrisiken für die Zukunft nicht erwartet. 4) Preisrisiken hinsichtlich Material und Energie Die Preise für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe unterliegen den täglichen veränderten Markt- und Preisschwankungen. Unsere stringenten Programme zur Werkstoffqualifizierung und zur Compliance führen dazu, dass wir kurzfristig Wettbewerbern mit niedrigeren Kosten ausgesetzt sind. Die Preisentwicklung wird wöchentlich vom Management überwacht und in regelmäßigen Abständen neu verhandelt. Hier besteht auch die Chance auf die Verhandlung einiger günstigerer Komponenten und damit Einsparpotential. Viele der operativen Verbesserungen aus den vergangenen Jahren werden auch für die nächsten Jahre positive Auswirkungen haben. Eine höhere Produktivität und die bessere Ausnutzung der Rohmaterialien werden die Wirtschaftlichkeit erhöhen. Alleinlieferverträge für die Ausgangsmaterialien werden von uns nicht abgeschlossen. Dies gibt uns Liefersicherheit und eine starke Verhandlungsposition. 5) Personalbezogene Risiken Langjährig Versicherte, die durch 45 Beitragsjahre (einschließlich Zeiten der Arbeitslosigkeit) ihren Beitrag zur Stabilisierung der Rentenversicherung erbracht haben, können ab dem 1. Juli 2014 mit dem vollendeten 63. Lebensjahr abschlagsfrei in Rente gehen. Viele Arbeitnehmer in der deutschen Produktionsstätte in Mochau werden in den kommenden Monaten und Jahren das Renteneintrittsalter erreichen. Vor allem das sinkende Renten-eintrittsalter verstärkt das bereits bestehende demographische Problem. Dies birgt das Risiko offener nicht besetzter Stellen und einen Personalabbau. Wir betrachten diesen Wechsel jedoch als eine Gelegenheit, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen und gehen mit einem proaktiven Ansatz heran. Unser strategischer Schwerpunkt liegt auf einer vorausschauenden und nachhaltigen Personalpolitik. Insbesondere wollen wir bisher über Arbeitnehmerüberlassung beschäftigte Mitarbeiter für eine Festanstellung in unserem Unternehmen gewinnen. Zum 1. Januar 2017 wird der gesetzliche Mindestlohn entsprechend der neuen Regelung erhöht. Insbesondere für das Geschäftsjahr 2017 und folgende besteht hier ein Risiko für die Finanzierung dieser zusätzlichen Lohnkosten und darüber hinaus steigender Löhne. Für die Jahre 2017 bis 2019 wurde dementsprechend ein geeigneter Strategie- und Budgetplan mit der Einführung von Lohngruppen entwickelt, um diese Risiken abzudecken. 6) SWOT-Analyse SWOT-Analyse der Amiantit GmbH für die wichtigsten mitteleuropäischen Märkte für GFK-Rohre aus kommerzieller Sicht:
IV. Voraussichtliche Entwicklung Die deutsche Vertriebsorganisation hat die Marktdurchdringung gesteigert und von den neuen Produkteinführungen profitiert. In Österreich gab es in 2016 Projektverzögerungen, die den Umsatz erheblich reduzierten. Daraus ergaben sich ein höherer Auftragsüberhang und ein starkes Vertrauen in unser geplantes Umsatzwachstum für 2017. Unser Verkauf proprietärer Lösungen hat sich erhöht, und unsere Strategie, in der Wertschöpfungskette aufzusteigen, zielt darauf ab, die Rentabilität weiter zu verbessern. 2016 haben wir begonnen, uns näher mit einer Fusion mit dem europäischen Kunststoffrohrhersteller Hobas zu befassen. Dies würde unser Produktportfolio und unsere Marktpräsenz stärken. Die Produktpaletten sind hochkomplementär, und die Fusion ist wachstums- statt kostensenkungsorientiert. Ungeachtet dessen, ob die Fusion erfolgt oder nicht, erwarten wir innerhalb der Kernmärkte von Amiantit Germany ein höheres Flowtite-Umsatzvolumen. V. Ausblick und Prognose Die deutsche Wirtschaft behält ihren soliden und stetigen Wachstumskurs in einem durch Unwägbarkeiten geprägten globalen Umfeld bei. Die Bundesregierung erwartet in ihrer Frühjahrsprojektion für 2017 eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,5 Prozent. (Quelle: BMWi) Auch der europäischen Wirtschaft wird von der EU-Kommission ein gutes Jahr prognostiziert. Die Behörde erwartet ein Wachstum in sämtlichen Mitgliedstaaten. Wichtigster Wachstumstreiber sei nach wie vor die private Binnennachfrage. Für die gesamte EU erwartet die Kommission in diesem Jahr 1,8 Prozent Wachstum. In der 19 Staaten umfassenden Eurozone werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2017 wohl um 1,6 Prozent zunehmen. Vor diesem Hintergrund ist unsere strategische Ausrichtung für Europa und Deutschland seit 2016 unverändert. In Europa ist das Wachstum begrenzt, aber unser Erfolg wird durch die Erhöhung von Marktanteilen angetrieben. Das Wachstum unseres Marktanteils erfolgt auf der Grundlage von drei Säulen:
Diese werden ein zweistelliges Umsatzwachstum in Europa bewirken. Für unser Werk werden wir zusätzliche Vorteile erlangen durch:
Operativ sind wir uns klar unserer Ziele bewusst, den Arbeitsanteil besonders bei unseren Fittings zu verringern und die Rentabilität zu steigern. Die Investitionen von 2016 unterstützen dies. Für die für unsere Produktion benötigten Rohstoffe rechnen wir für den Verlauf des Jahres 2017 mit stabilen Preisen, welche wir jedoch durch unsere nachhaltigen Verhandlungen und Strategien zeitnah überwachen. Die Harzpreise können eventuell auch steigen, immer in Abhängigkeit zum Ölpreis bzw. von Produktionskapazitäten. Wir erwarten ein moderat steigendes, positives Jahresergebnis. Im Jahr 2017 werden wir zu einer Entscheidung bezüglich der möglichen Fusion mit Hobas als Geschäftsbereich der Wietersdorfer Gruppe kommen. Jegliche Fusion basiert auf Wachstum und wir sehen ein signifikantes Wachstum für die Druckrohrlösungen, die Amiantit Germany in das Gemeinschaftsunternehmen einbringen würde.
Mochau, 8. Mai 2017 Nicholas Crofts, Geschäftsführer Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Bilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva
Anhang für das Geschäftsjahr 2016I. Allgemeine Hinweise Die Amiantit Germany GmbH, Mochau, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Chemnitz unter der Nummer HRB 109600 registriert. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Soweit Angaben wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, erfolgten diese Angaben im Anhang. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte erstmalig nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG). Diese Vorschriften sind verpflichtend ab dem Geschäftsjahr 2016 anzuwenden und beinhalten unter anderem die Änderung der Umsatzdefinition. Aus diesem Grund wurden die Vorjahresumsatzerlöse angepasst, um diese vergleichbar zu machen. Von den Erleichterungen nach § 288 Abs. 1 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene Software über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren und entgeltlich erworbene Lizenzen über zehn Jahre abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und bei Zugängen grundsätzlich zeitanteilig ermittelt. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als EUR 150 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Planmäßige Abschreibungen werden wie folgt vorgenommen:
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Ersatzteilen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie der Waren erfolgt zu Standardherstellungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Standardherstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten, die notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, die Sonderkosten der Fertigung und den Wertverzehr des Anlagevermögens, sofern sie durch die Fertigung veranlasst sind. Die Standardherstellungskosten werden jährlich überprüft und angepasst. Bestandsrisiken aufgrund eingeschränkter Verwertbarkeit und Überbeständen wird durch Wertabschläge ausreichend Rechnung getragen. Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften bei einzelnen Aufträgen werden durch aktivische Kürzung der entsprechenden Erzeugnisse berücksichtigt. Für über die Herstellungskosten hinausgehende Verluste werden entsprechende Drohverlustrückstellungen gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Posten, deren Erbringung mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung von 2,0 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert. Bis zum Jahr 2006 wurden Investitionszuschüsse und -zulagen sofort ertragswirksam gebucht. Die auf die Investitionen ab dem Jahr 2007 entfallenden Investitionszuschüsse und Investitionszulagen wurden in einen Sonderposten eingestellt und über die Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagen ertragswirksam aufgelöst. Die Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden sowohl für Einzelsachverhalte als auch pauschal in Höhe der tatsächlichen Inanspruchnahme in der Vergangenheit gebildet. Der pauschale Rückstellungsbetrag zum 31. Dezember 2016 ergibt sich in Höhe von 0,2 % (Vorjahr: 0,2 %) des Umsatzes der letzten beiden Geschäftsjahre. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Die Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung bzw. mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag umgerechnet, sofern dieser die Anschaffungskosten nicht überschreitet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 3.195 (Vorjahr TEUR 4.215); davon betreffen TEUR 1.388 (Vorjahr TEUR 1.357) Forderungen aus Darlehen und TEUR 1.807 (Vorjahr TEUR 2.858) aus Liefer- und Leistungsbeziehungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 1.387 (Vorjahr TEUR 873) Darlehensforderungen gegen die Gesellschafterin und mit TEUR 626 (Vorjahr TEUR 579) Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 5.000. Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt TEUR 4.585. Sonderposten Die Sonderposten enthalten erhaltene Investitionszuschüsse und Investitionszulagen. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 31 korrespondierend zur Nutzungsdauer der bezuschussten Sachanlagen ertragswirksam aufgelöst. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für Garantien und Gewährleistungen (TEUR 864; Vorjahr: TEUR 912), drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 2; Vorjahr: TEUR 11) und Personalkosten (TEUR 176; Vorjahr: TEUR 237) sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 753; Vorjahr TEUR 679) gebildet. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Der Ausweis der im Vorjahr unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Finanzierungs-Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 332 wurde im Berichtsjahr korrigiert. Die Finanzierungs-Leasingverbindlichkeiten werden fortan in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen nunmehr in Höhe von TEUR 1.023 Mietkauf und Finanzierungsleasing und sind in dieser Höhe durch Eigentumsvorbehalte an den finanzierten Vermögensgegenständen besichert. Des Weiteren wurde mit der LBBW/Sachsen Bank Leipzig sowie der Sparkasse Leipzig mit Datum vom 9. September 2008 bzw. 25. September 2008 ein Rahmenfinanzierungsvertrag für ein langfristiges Darlehen zu je TEUR 2.000 abgeschlossen, der Ende 2017 ausläuft. Nach planmäßiger Tilgung je Quartal beträgt die Verbindlichkeit aus Darlehen gegenüber der LBBW/Sachsen Bank Leipzig und der Sparkasse Leipzig jeweils TEUR 222, insgesamt also TEUR 444 per 31. Dezember 2016. Besichert sind diese Darlehen durch:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 3.397, Vorjahr TEUR 2.537) betreffen in Höhe von TEUR 1.448 (Vorjahr TEUR 1.698) Darlehen, in Höhe von TEUR 1.904 (Vorjahr TEUR 634) sonstige Verbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr TEUR 24) Zinsen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 700 (Vorjahr TEUR 700). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: Zusammensetzung Umsatzerlöse
Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geografischen Märkten
Materialaufwand Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:
Personalaufwand Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 196 (Vorjahr TEUR 98). Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung Der im Vorjahr unter dem Posten außerordentliche Aufwendungen ausgewiesene finanzielle Schaden in Höhe von TEUR 420, der aufgrund gefälschter Emails nach einer Methode, die als ,,fake president" bekannt ist, entstanden ist, wird aufgrund des Wegfalls dieses Postens nach BilRUG in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Im Berichtszeitraum sind in diesem Zusammenhang keine berichtspflichtigen Aufwendungen entstanden. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Aufwendungen in Höhe von TEUR 208 aus einer Außenprüfung für Vorjahre. V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus nicht bilanzierten Miet- und Leasingverträgen erwachsen der Gesellschaft zukünftige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 367, davon im Geschäftsjahr 2017 TEUR 138. Zum 31. Dezember 2016 bestehen Bestellobligos in Höhe von TEUR 1.037 für übliche Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Fertigware. Ausschüttungsgesperrte Beträge Aus dem Ansatz eines Überhangs aktiver latenter Steuern ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag gemäß § 268 Abs. 3 HGB in Höhe von EUR 706.253,00. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
Konzernabschluss Die Amitech Switzerland AG, Zug, Schweiz, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Saudi Arabian Amiantit Company, Dammam, Saudi Arabien, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Die jeweiligen Konzernabschlüsse sind jeweils am Sitz der Gesellschaften erhältlich. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesellschaft macht von den Erleichterungen gemäß § 286 Abs. 4 i.V.m. § 285 Nr. 9a HGB Gebrauch. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft ist Nicholas Crofts (BEng Materials Science). Aufsichtsrat Gemäß § 6 des Gesellschaftsvertrages verfügt die Gesellschaft über einen Aufsichtsrat. Diesem gehörten im Geschäftsjahr 2016 an:
Es wurden keine Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrates gezahlt. Ergebnisverwendungsvorschlag Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 beträgt EUR 111.235,23. Der Geschäftsführer schlägt der Gesellschafterversammlung vor, diesen Betrag mit dem Gewinnvortrag (EUR 4.572.347,17) zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.
Mochau, den 8. Mai 2017 Nicholas Crofts, Geschäftsführer Analysis of Fixed Assets for the Business Year 2016
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