Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 77745
Vorher
DAF Berlin Nutzfahrzeuge Vertriebs- und Service GmbH
Eingetragen
19.8.2004
Branche
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tEinzelhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Der Vertrieb von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugzubehör, der Betrieb einer Kraftfahrzeug-Reparatur- und Service-Werkstatt, die Vermietung von Kraftfahrzeugen sowie die Beratung in vorstehenden Bereichen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Ralf Ivo Brückner
seit 29.3.2016
Prokura
Uwe Hanneken
seit 19.8.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

25.99% identifiziert74.01% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
25.99%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
74.01%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Egon Senger Holding SE
Germany
197.600 €
74.01%
Uwe Hanneken
Windmühlenberg 14, 14979 Großbeeren
69.400 €
25.99%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DAF Berlin GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

DAF Berlin GmbH, Berlin

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Gesamtwirtschaftliche Situation

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wurde im vergangenen Jahr durch fortgesetzte Lieferengpässe, den Ukraine-Krieg und den Wegfall der Beschränkungen der Corona-Pandemie geprägt. Zugleich kamen neben steigenden Preisen beispielsweise für Nahrungsmittel auch der Fachkräftemangel zum Tragen.

Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 Prozent). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Diese beiden Bereiche sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0 Prozent).

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 Prozent höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 Prozent.

Zugleich verringerte sich die Arbeitslosenquote leicht von 5,7 Prozent in 2021 auf 5,3 Prozent im Berichtsjahr. Die jahres durchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen stieg im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 589 000 Personen (+1,3 Prozent). Der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2019 (45,3 Mio. Personen) wurde dadurch um 292 000 Personen (+0,6 Prozent) überschritten.

In 2022 kostete das Barrel Rohöl im rechnerischen Jahresmittel 98,1 US-Dollar. Das war um 28 Dollar/Barrel teurer als im Jahr vor dem Ukraine-Krieg

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 Prozent gegenüber 2021. Die Jahresteuerungsrate lag damit deutlich höher als in den vorangegangenen Jahren, insbesondere bedingt durch den extremen Preisanstieg für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Kriegs in der Ukraine.

1.2. Branchensituation

Die Entwicklung des Strassengüterverkehrs ist ein Indikator für die Entwicklung des LKW-Marktes in Deutschland. Hierfür kann die Mautstatistik des BAG herangezogen werden, die im Berichtsjahr eine stagnierende Entwicklung verzeichnet. Insgesamt ergibt sich für das Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr eine um 1,2 Prozent niedrigere Fahrleistung.

Nach einer stark rückläufigen Entwicklung der Zulassungszahlen für schwere Nutzfahrzeuge (Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 6,00 Tonnen) in 2020 waren 2021 steigende Zulassungszahlen und im Berichtsjahr wieder leicht gesunkene Zulassungszahlen (-1,49 Prozent gegenüber 2021) zu verzeichnen.

Laut Kraftfahrt-Bundesamt wurden 2022 bei den Nutzfahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse von 6,00 bis 15,99 Tonnen 13.385 Stück (im Vorjahr 14.086 Stück) zugelassen. Im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge über 16,00 Tonnen zulässiger Gesamtmasse wurden 21.466 Lastkraftwagen (im Vorjahr 25.072 Stück) und 32.516 Sattelzugmaschinen (im Vorjahr 29.231 Stück) neu zugelassen. Das entsprach bei den Lastkraftwagen von 6,00 bis 15,99 Tonnen einem Rückgang von 4,98 Prozent, bei den Lastkraftwagen größer 16,00 Tonnen einem Rückgang von 14,38 Prozent und bei den Sattelzugmaschinen einem Zuwachs von 11,24 Prozent gegenüber 2021.

Die Zulassungszahlen von DAF-Nutzfahrzeugen in den einzelnen Fahrzeugsegmenten zeigten eine gegenläufige Entwicklung. Der bundesweite Marktanteil von DAF-Nutzfahrzeugen stieg mit insgesamt 7.512 neu zugelassenen Fahrzeugen von 8,51 Prozent im Vorjahr auf 11,15 Prozent im Berichtsjahr.

DAF Berlin hatte bei der Entwicklung der Zulassungszahlen im Berichtsjahr ebenfalls einen Zuwachs zu verzeichnen. Der Marktanteil von DAF Berlin in seinem Verkaufsgebiet stieg von 5,67 Prozent 2021 auf 7,95 Prozent 2022.

1.3. Organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen

Die Tätigkeit als autorisierter Vertragshändler und Servicepartner für DAF-Nutzfahrzeuge ist das wichtigste Standbein der geschäftlichen Aktivitäten der Gesellschaft. Basis sind die seit dem 14. Juli 2003 laufenden Verträge mit dem Hersteller DAF Trucks N.V.

1.4. Allgemeine Geschäftsentwicklung

Für 2022 hatte sich die Gesellschaft das Ziel gesetzt, einen Umsatz und einen Jahresüberschuss auf dem Niveau des Vorjahres zu realisieren. Dieses Ziel wurde mit einer Steigerung des Umsatzes von rund 5 Prozent bzw. einer Verbesserung des Jahresergebnisses von rund 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr übertroffen und ist insbesondere auf die positive Umsatz- und Ertragsentwicklung im Fahrzeugverkauf zurückzuführen.

1.5. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Berichtszeitraums vor.

2. Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

TEURO 2022 2021 2020
Umsatzerlöse 32.357 30.862 20.640
Materialaufwand -26.382 -25.093 -15.904
Bruttoergebnis 5.975 5.769 4.736
Personalaufwand -2.602 -2.667 -2.574
Abschreibungen -368 -540 -406
Sonstige betriebliche Aufwendungen(inkl. sonstige Steuern) -1.991 -1.606 -1.553
Sonstige Erträge 368 219 210
Operatives Ergebnis 1.382 1.175 413
Finanzergebnis -52 -94 -107
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.330 1.081 306
Steuern -391 -313 -102
Jahresüberschuss 939 768 204

Tabelle: Überblick Ergebniszahlen

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurde mit einem Umsatz von TEUR 32.357 ein Bruttoergebnis von TEUR 5.975 (im Vorjahr TEUR 5.769) realisiert.

Mit der XG, XG+ und XD-Serie brachte DAF TRUCKS N.V. 2022 eine inzwischen mit dem Preis International Truck of the Year 2023 ausgezeichnete Fahrzeugserie auf den Markt. In der Folge konnte auf Ebene der DAF Berlin GmbH der Umsatzanteil des Neufahrzeugverkaufs gesteigert werden von 44 Prozent in 2021 auf 48 Prozent in 2022, während sich im Bereich Gebrauchtfahrzeuge der Umsatzanteil mit 19 Prozent auf dem Vorjahresniveau bewegte (2021: 18 Prozent). Dabei wurden im Berichtsjahr 158 Neufahrzeuge (im Vorjahr: 174 Stück) sowie 112 Gebrauchtfahrzeuge und Anhänger (im Vorjahr: 148 Stück) verkauft.

Von den Umsatzerlösen entfielen im Weiteren 21 Prozent auf den Verkauf von Werkstattleistungen und Ersatzteilen (2021: 24 Prozent) und 12 Prozent auf die Fahrzeugvermietung (2021: 14 Prozent).

Die Materialaufwandsquote hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1 Prozent erhöht und lag bei 82 Prozent. Während ein wesentlicher Teil des Materialaufwands mit TEUR 20.092 (2021: TEUR 18.075) auf Kosten für den Erwerb von Nutzfahrzeugen bei den Herstellern oder Verkäufern von Gebrauchtfahrzeugen entfällt, betreffen TEUR 2.492 (2021: TEUR 2.938) den Ersatzteilbereich und Kundendienst. Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten neben Servicedienstleistungen im Wesentlichen Miet- und Leasingaufwendungen für Fremdfahrzeuge.

Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 54 Mitarbeiter (2021: 58 Mitarbeiter). Dem Rückgang der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter stehen mit Lohn- und Gehaltssteigerungen gegenüber, was insgesamt zu einem leichten Rückgang des Personalaufwands um TEUR 65 führte. Die Personalaufwandsquote liegt mit 8 Prozent (2021: 9 Prozent) im Branchendurchschnitt (9,4 Prozent).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren weitestgehend aus Raum- und Einrichtungskosten sowie externen Dienstleistungen. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhte sich um 1 Prozent und lag damit bei 6 Prozent. Ursächlich für den Anstieg waren u.a. erhöhte Aufwendungen für Personalvermittlung und Leiharbeiter.

Das operative Ergebnis (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzüglich Finanzergebnis) lag 2022 mit TEUR 1.382 um TEUR 207 über dem Vorjahreswert.

3. Finanzlage

Der Finanzmittelbestand der Gesellschaft veränderte sich im Geschäftsjahr 2022 um TEUR 538 (im Vorjahr TEUR 2.360). Der operative Cashflow der Gesellschaft belief sich auf TEUR 116 (im Vorjahr TEUR 3.084).

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit (TEUR -542) setzt sich in 2022 aus Zahlungen in Höhe von TEUR 761 zusammen, die überwiegend mit der Erweiterung des Fuhrparks für Mietfahrzeuge im Zusammenhang stehen. Zugleich wurden Einzahlungen in Höhe von TEUR 219 aus Abgängen des Sachanlagevermögens verzeichnet.

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit wurden Auszahlungen in Höhe von TEUR 112 getätigt, die vollumfänglich auf Zins- und Tilgungszahlungen aus bestehenden Bankverbindlichkeiten entfallen.

Für die Deckung des kurzfristigen Finanzbedarfs standen neben den Eigenmitteln Kontokorrent-Linien bei Geschäftsbanken in Höhe von TEUR 4.000 zur Verfügung, von denen TEUR 400 zum Bilanzstichtag in Anspruch genommen wurden. Der Einkauf von Neufahrzeugen wurde über eine entsprechende Bestandsfinanzierung beim Hersteller gesichert. Die Liquidität war im Berichtszeitraum durchgehend gesichert.

TEURO 2022 2021 2020
Zahlungsmittel am Anfang des Geschäftsjahres 1.199 -1.161 -1.658
Mittelab-/zufluss aus der Geschäftstätigkeit 116 3.084 1.667
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -542 -574 -1.006
Mittelzu-/abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -112 -150 -164
Zahlungsmittel am Ende des Geschäftsjahres 661 1.199 -1.161

Tabelle: Finanzlage

4. Vermögenslage

Die Vermögenslage stellte sich in 2022 wie folgt dar:

TEURO 2022 2021 2020
Anlagevermögen 1.401 1.110 1.952
Vorräte 5.087 2.243 4.088
Forderungen und Rechnungsabgrenzungsposten 2.108 1.105 1.455
Liquide Mittel 1.061 1.201 695
Eigenkapital 4.131 3.192 2.423
Rückstellungen 930 523 210
Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 4.598 1.944 5.557
Bilanzsumme 9.659 5.659 8.190

Tabelle: Überblick Bilanzkennzahlen

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.999 auf TEUR 9.659.

Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um TEUR 292 auf TEUR 1.402, bedingt durch Anlagenzugänge in Höhe von TEUR 762, Buchwertabgängen in Höhe von TEUR 102 und planmäßigen Abschreibungen von insgesamt TEUR 368. Der Anlagendeckungsgrad als Quotient von Eigenkapital und Anlagevermögen beträgt zum Stichtag 295 Prozent. Die langfristig gebundenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind folglich vollständig durch das bestehende Eigenkapital gedeckt.

Die Vorräte (TEUR 5.087) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.844. Ursächlich hierfür waren erhöhte Bestände im Bereich Neufahrzeuge (TEUR +2.001) sowie im Bereich Gebrauchtfahrzeuge (TEUR +374) und Demo Trucks (TEUR +261).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt um TEUR 1.042 auf TEUR 2.053 erhöhten. Die liquiden Mittel lagen mit TEUR 1.061 auf Vorjahresniveau.

Das Eigenkapital stieg im Berichtsjahr in Höhe des Jahresüberschusses um TEUR 939. Dabei sank die Eigenkapitalquote von 56 Prozent auf 43 Prozent aufgrund der gegenüber dem Vorjahr erhöhten Bilanzsumme (TEUR +3.999).

Die Rückstellungen erhöhten sich um TEUR 406. Dabei stieg der Anteil der Personalrückstellungen (Urlaub, Überstunden und variable Vergütungsbestandteile) von rund 32 Prozent in 2021 auf rund 49 Prozent in 2022.

Auf der Passivseite wirkten sich insbesondere die um TEUR 2.653 gestiegenen Verbindlichkeiten aus. Hiervon entfallen TEUR 805 auf Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Zusammensetzung der Bilanzstruktur zwischen 2021 und 2022 nahezu unverändert blieb.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Geschäfte der Gesellschaft haben sich im Berichtsjahr 2022 besser als erwartet entwickelt.

Infolge gestiegener Umsatzerlöse erzielte die Gesellschaft einen EBIT von TEUR 1.382 und lag damit um TEUR 207 über dem Vorjahr.

Die finanzwirtschaftlichen Kennziffern der Gesellschaft sind weiterhin solide. Zum Jahresende lag die Eigenkapitalquote bei 43 Prozent. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens wird als stabil eingeschätzt. Damit sind auch in der Zukunft der laufende Geschäftsbetrieb gewährleistet und die Voraussetzungen für ein Wachstum in Umsatz und Ertrag gegeben.

6. Risiko- und Chancenbericht

Als Unternehmen ist die DAF Berlin Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Da unternehmerisches Handeln von der Übernahme angemessener Risiken nicht zu trennen ist, steht der verantwortungsvolle Umgang mit diesen Risiken im Vordergrund des Risikomanagements.

Das Geschäft der DAF Berlin ist gekennzeichnet durch die Gefahr von Forderungsausfällen aus Service- und Reparaturarbeiten, aus der Fahrzeugvermietung sowie aus dem Verkauf von Ersatzteilen. Daneben gilt es, mögliche Ertragsausfälle bei der Nichtabnahme von Fahrzeugen zu verhindern.

Mit dem Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems hat die DAF Berlin auf das Risiko solcher Ausfälle reagiert.

6.1 Risikomanagementziele und -methoden in Bezug auf Finanzinstrumente

Die wichtigsten Finanzinstrumente der DAF Berlin sind flüssige Mittel sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entstehen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.

Es ist Politik der DAF Berlin, dass kein Handel mit Finanzinstrumenten betrieben wird. Ein Einsatz von Finanzderivaten ist nicht erforderlich.

Das sich aus den Finanzinstrumenten ergebende wesentliche Risiko der Gesellschaft besteht in einem Ausfallrisiko. Die Geschäftsführung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für Risiken, die im Folgenden dargestellt werden.

6.2. Ausfallrisiko

Die Forderungen der Gesellschaft sind unbesichert. Die Gesellschaft ist diesbezüglich in der Höhe einem Risiko ausgesetzt, in dem die entsprechenden Beträge uneinbringlich werden könnten. Die Entwicklung der Forderungen gegen Geschäftspartner wird deshalb tagaktuell verfolgt. Darüber hinaus erfolgen regelmäßige Bonitätsprüfungen über Auskunfteien und eine Anpassung gewährter Kreditlimits an aktuelle Entwicklungen. Kautionszahlungen vermindern das Risiko von Ausfällen in der Vermietung. Bei Fahrzeugen erfolgt keine Auslieferung ohne die Sicherstellung des Zahlungseingangs.

6.3. Liquiditätsrisiko

Ein kurz- bis mittelfristiger Finanzbedarf besteht im Wesentlichen für die Bedienung der Miet- und Leasingverpflichtungen.

Bis zum Ende der Vertragslaufzeit sind folgende Verpflichtungen zu erfüllen:

Leasingverpflichtungen zur Refinanzierung der Anschaffungskosten von Fahrzeugen für die Vermietung in Höhe von TEUR 3.280 * (im Vorjahr TEUR 4.091 *) ,

Leasingverpflichtungen für Personenkraftwagen in Höhe von TEUR 2 * (im Vorjahr TEUR 42 *) und

Verpflichtungen aus den Mietverträgen für Gebäude und die zugehörigen Anlagen in Höhe von TEUR 3.194 * (im Vorjahr TEUR 3.746 *).

* Alle Angaben sind inklusive Umsatzsteuer dargestellt.

Daraus ergibt sich ein kurz- bis mittelfristiger Finanzbedarf in Höhe von TEUR 6.476 (im Vorjahr TEUR 7.879). Der kurzfristige Finanzbedarf in 2022 zur Erfüllung der Miet- und Leasingverpflichtungen beläuft sich auf TEUR 3.152.

Der Gesellschaft stehen zur Bedienung der kurzfristigen Verbindlichkeiten liquide Mittel in Höhe von TEUR 1.061 und Kreditlinien in Höhe von TEUR 4.000 sowie Einkaufsfinanzierungen in Höhe von TEUR 5.000 zur Verfügung. Aus Sicht der DAF Berlin ergibt sich daher kein Liquiditätsrisiko.

Ein Währungsrisiko besteht auf Grund der ausschließlichen Tätigkeit im eigenen Währungsraum nicht. Die DAF Berlin ist keinen Rohstoffpreisrisiken ausgesetzt. Einzelrisiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, wurden für DAF Berlin nicht identifiziert.

6.4. Chancenbericht

Die Investition der DAF Berlin in einen zweiten Standort bietet zusätzliches Potential für eine bessere Marktdurchdringung im Neufahrzeugabsatz und im After-Sales-Service.

Im After-Sales-Service ist die Gesellschaft insbesondere durch die Serviceverträge für DAF und IVECO für Nutzfahrzeuge breiter aufgestellt.

7. Prognosebericht

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wird 2023 in etwa auf der Höhe des Vorjahres verharren. Während die Wirtschaft in den verbrauchernahen Branchen unter der Hohen Inflation leidet und schrumpft, wird die Industriekonjunktur das Wachstum stützen.

Der Markt für schwere Nutzfahrzeuge in Deutschland wird nach einem Rückgang von 26 Prozent auf 64.434 Fahrzeuge bei den Neuzulassungen in 2020 und einer Erholung in 2021 und 2022 weiter wachsen. 2023 ist bei den Neuzulassungen mit einem Zuwachs von größer 10 Prozent gegenüber den Werten von 2022 (67.367) zu rechnen.

Aufgrund des aktuellen Auftragsbestands geht die Gesellschaft von einem erheblichen Anstieg des Lkw-Absatzes aus. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die Gesellschaft deshalb einen Anstieg der Umsätze in einer Bandbreite von 10 bis 20 Prozent. Es wird ein Operatives Ergebnis von 3 bis 4 Prozent prognostiziert.

Die kurzfristige Finanzierung ist im Geschäftsjahr 2023 durch die im Abschnitt Finanzlage dargestellten Vereinbarungen sichergestellt.

 

Berlin, den 30. Juni 2023

DAF Berlin GmbH

Uwe Hanneken

Andrea Arntz-Kohl

Carsten Glos

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

DAF BERLIN GMBH, BERLIN

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.401.382,00 1.110.019,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 644.814,00 741.699,00
II. Sachanlagen 756.568,00 368.320,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 8.250.181,76 4.533.006,20
I. Vorräte 5.087.191,21 2.242.823,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.101.875,72 1.089.061,26
III. Kassenbestand, Bankguthaben, Schecks 1.061.114,83 1.201.121,72
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 7.479,12 16.268,48
9.659.042,88 5.659.293,68

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. EIGENKAPITAL 4.131.026,71 3.191.596,34
I. Gezeichnetes Kapital 267.000,00 267.000,00
II. Bilanzgewinn 3.864.026,71 2.924.596,34
B. RÜCKSTELLUNGEN 929.688,38 522.858,58
C. VERBINDLICHKEITEN 4.598.327,79 1.944.838,76
- Verbindlichkeiten aus Steuern: EUR 31.287,07 (Vorjahr: EUR 27.926,30)
- Verbindlichkeiten im Rahmen der soz. Sicherheit: EUR 440,00 (Vorjahr: EUR 105,50)
9.659.042,88 5.659.293,68

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Rohergebnis 6.342.985,66 5.987.535,14
2. Personalaufwand -2.601.710,49 -2.666.510,47
a) Löhne und Gehälter -2.156.800,60 -2.212.007,13
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -444.909,89 -454.503,34
3. Abschreibungen -367.856,55 -540.328,32
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.984.932,14 -1.597.555,96
5. Betriebsergebnis 1.388.486,48 1.183.140,39
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 123,59 192,45
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -51.642,95 -93.746,90
8. Finanzergebnis -51.519,36 -93.554,45
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -391.204,04 -313.319,54
10. Ergebnis nach Steuern 945.763,08 776.266,40
11. Sonstige Steuern -6.332,71 -8.044,61
12. Jahresüberschuss 939.430,37 768.221,79
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.924.596,34 2.156.374,55
14. Bilanzgewinn 3.864.026,71 2.924.596,34

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

DAF Berlin GmbH, Berlin

I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Firma der Gesellschaft lautet DAF Berlin GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 77745 B eingetragen.

Sitz der Gesellschaft ist Berlin. Die Geschäftsleitung befindet sich in Großbeeren.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbHGesetzes (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf.

Die Gewinn und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB ist Gebrauch gemacht worden.

II. Angaben zu Bilanzierungs und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs und Bewertungsmethoden angewandt:

Das immaterielle Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen werden mit Anschaffungs/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die entgeltlich erworbenen Firmenwerte werden gem. § 253 Abs. 3 S. 1 und 4 HGB über 10 Jahre linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von 10 Jahren ist durch die langfristigen Verträge und Bindungen mit den Herstellern begründet.

Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Wertabschläge wegen verlustfreier Bewertung und für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer oder verminderter technischer Verwertbarkeit werden beim Vorratsvermögen in angemessen Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Bei der Bemessung der Steuer und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger findet § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB keine Anwendung.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist im Anlagenspiegel der DAF Berlin GmbH (Anlage 3a) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr TEUR 267.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten.

Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 3b) zusammengefasst dargestellt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 234.480,10 (Vorjahr: TEUR 28).

IV. Sonstige Angaben

Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt:

2022 2021
Gewerbliche Arbeitnehmer 18 19
Angestellte 36 39
54 58

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet Pacht- und Leasingverträgen bestehen künftige Verpflichtungen von TEUR 6.476 (Vorjahr: TEUR 7.879).

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Berichtszeitraum 2022 an:

Frau Andrea Arntz-Kohl, Frankfurt am Main, Kauffrau

vom 12.April 2022

Herr Carsten Glos, Heusweiler, Kaufmann

vom 12. April 2022

Herr Uwe Hanneken, Großbeeren, Kaufmann

(GesellschafterGeschäftsführer der DAF Berlin GmbH)

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, stellt die Egon Senger Group SE (vormals Senger Group AG bzw. Senger Group GmbH), Rheine, auf. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Ausgehend von einem Jahresüberschuss von TEUR 939 ergibt sich unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 2.925 ein Bilanzgewinn von TEUR 3.864. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 30. Juni 2023

DAF Berlin GmbH

Uwe Hanneken

Andrea Arntz-Kohl

Carsten Glos

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 18. Dezember 2023 festgestellt.

Anlagenspiegel zum 31.12.2022

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 156.904,64 14.637,46 0,00 171.542,10
Geschäfts- oder Firmenwert 976.213,49 0,00 0,00 976.213,49
1.133.118,13 14.637,46 0,00 1.147.755,59
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 285.777,60 0,00 0,00 285.777,60
Betriebs- und Geschäftsausstattung 991.431,68 747.022,09 423.140,14 1.315.313,63
1.277.209,28 747.022,09 423.140,14 1.601.091,23
2.410.327,41 761.659,55 423.140,14 2.748.846,82
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 131.095,64 13.901,46 0,00 144.997,10
Geschäfts- oder Firmenwert 260.323,49 97.621,00 0,00 357.944,49
391.419,13 111.522,46 0,00 502.941,59
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 226.764,60 15.055,00 0,00 241.819,60
Betriebs- und Geschäftsausstattung 682.124,68 241.279,09 320.700,14 602.703,63
908.889,28 256.334,09 320.700,14 844.523,23
1.300.308,41 367.856,55 320.700,14 1.347.464,82
NETTOBUCHWERTE
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.545,00 25.809,00
Geschäfts- oder Firmenwert 618.269,00 715.890,00
644.814,00 741.699,00
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 43.958,00 59.013,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 712.610,00 309.307,00
756.568,00 368.320,00
1.401.382,00 1.110.019,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DAF Berlin GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DAF Berlin GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DAF Berlin GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 31. August 2023

Dr. Klein, Dr. Mönstermann + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Claus Niemann, Wirtschaftsprüfer

Thomas Nickenig, Wirtschaftsprüfer

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