Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 76576
Eingetragen
27.9.2012
Branche
ElektrizitätshandelWärme- und KältehandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
der Handel mit Energieprodukten und CO2 Zertifikaten und die Erbringung von energiehandelsnahen Dienst- und/oder Beratungsleistungen hierzu.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

SE Scherbeck Energy GmbH
Germany
51.500 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SE Energy Trading GmbH

Hürth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

a) Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die SE Energy Trading GmbH (SET) ist ein Energiehandelsunternehmen welches ausschließlich im kurzfristigen Spotmarkthandel für Strom und Erdgas tätig ist. Hierbei werden von SET nur Back-to-Back-Positionen der Kunden gehandelt.

Zum Ausgleich von kurzfristigen Abnahmeschwankungen von Strom oder Gas der Endverbraucher oder Abweichungen in der Prognose von Eigenerzeugungsanlagen von Strom sind Energieversorger bzw. Großverbraucher mit eigenem Energieeinkauf über den Großhandel verpflichtet diese Schwankungen über den Spotmarkt auszugleichen. Hierzu kann der Energieversorger bzw. der Großverbraucher diese Energiemengen entweder über die Spotmarktbörsen direkt oder über einen Energiehändler, der an den Börsen zugelassen ist, abwickeln.

Hier bietet die SET den Kunden diesen Börsenzugang. Sämtliche von SET gekauften oder verkauften Energiemengen werden 1 zu 1 plus einem Handelsaufschlag exakt mit den Preisen an die Kunden weitergegeben, die SET an den Börsen erzielt. Hierbei erhält SET neben der variablen Vergütung pro gehandelter MWh auch noch eine feste Monatspauschale. Die SET verfügt über kein eigenes Personal. Sämtliche Handelsaktivitäten werden von Mitarbeitern der FSE-Portfolio Management GmbH über einen Geschäftsbesorgungsvertrag abgewickelt.

b) Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf

Im Folgenden ist der Geschäftsverlauf der letzten Jahre über die Umsatzzahlen dargestellt. Die Umsatzzahlen der SET haben sich in den letzten vier Jahren stetig erhöht. Der im Jahr 2021 und 2022 dramatische Anstieg des Umsatzes ist in diesen Jahren hauptsächlich verursacht worden durch die extrem gestiegenen Preise für Erdgas und Strom die im Jahr 2022 zeitweise im Strom bis auf 700€/MWh am Spotmarkt gestiegen waren ausgelöst erst durch die Corona Pandemie und im Jahr 2022 noch einmal verstärkt durch den Krieg in der Ukraine und der damit verbundenen Reduzierung der Gasliefermenge aus Russland. Der Umsatzrückgang in 2023 ist in erster Linie zurückzuführen auf eine Verringerung der Spotmarktpreise, die nach einer weitgehenden Normalisierung der Energieversorgung in Deutschland zwar wieder ein Vorkriegsniveau aber nicht das Niveau aus dem Jahr 2020 erreicht haben.

Umsatzzahlen SET

2023 147.617.963,35 €
2022 296.842.278,43 €
2021 127.044.241,35 €
2020 31.288.614,40 €

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachdem die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im 1. Quartal 2023 noch geringfügig zulegte, schwächte sich die Konjunktur im weiteren Verlauf des Jahres deutlich ab. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war ab dem 2. Quartal 2023 rückläufig. Insgesamt sank das BIP um Vergleich zum Vorjahr um 0,2 %. Für das laufende Jahr 2024 geht die Bundesregierung aktuell auch von einem negativen Wachstum aus, in Höhe von - 0,2 %.

Maßgebliche Gründe dafür sind die nach wie vor stark gestiegenen Energie- und Verbraucherpreise im Vergleich zu den Jahren vor 2021 und der damit einhergehende gesamtwirtschaftliche Kaufkraftverlust. Hinzu kommt, dass die globalen Lieferketten weiterhin gestört waren, was auch zu Preissteigerungen bei Rohstoffen und Vorprodukten geführt hat, die zunehmend in den Verbraucherpreisen angekommen sind und für Inflationsraten sorgten, die über jene der Hochinflationsphasen in den 1970er und frühen 1980er Jahren hinausgingen.

Der Primärenergieverbrauch (PEV) in Deutschland ging im Jahr 2023 nach vorläufigen Daten der AG Energiebilanzen (AGEB) um 8,1 % zurück. Damit liegt er laut AGEB mehr als ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990.

Erhebliche Bedeutung für den Rückgang des Energieverbrauchs hatten laut AGEB das anhaltend hohe Energiepreisniveau und die schwache wirtschaftliche Entwicklung. Von der im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr leicht wärmeren Witterung ging nach Berechnungen der AGEB ein schwacher verbrauchssenkender Effekt aus. Witterungsbereinigt wäre der Energieverbrauch 2023 nur um 7,4 % gesunken.

Der Beitrag der Erneuerbaren Energien stieg 2023 insgesamt um 3,1 %. Wichtigste Ursache dieser Entwicklung war die höhere Stromproduktion von Windenergieanlagen an Land. Bei der Solarenergie gab es trotz eines starken Zubaus bei den PV-Anlagen nur einen leichten Zuwachs bei der Stromproduktion. Auch die Stromerzeugung aus Wasserkraft legte zu. Die Biomasse, auf die mehr als Hälfte des gesamten PEV der Erneuerbaren Energien entfällt, blieb um 2 % hinter dem Vorjahreswert zurück.

Der Erdgasverbrauch verringerte sich 2023 gegenüber dem Vorjahr von 863 TWh auf ca. 808 TWh. Der Nachfragerückgang betraf sowohl die Industrie wie auch die privaten Haushalte und den Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD). Zur Stromerzeugung wurde gegenüber dem Vorjahr geringfügig weniger Erdgas eingesetzt. Die Erzeugung von Fernwärme aus Erdgas sank ebenfalls. Die milde Witterung hatte einen eher geringen Einfluss auf die Verbrauchsentwicklung. Vielmehr geht der Verbrauchsrückgang vorrangig auf Einsparungen infolge des hohen Preisniveaus zurück, so die AGEB.

Der Bruttostromverbrauch lag im Jahr 2023 bei etwa 516,5 TWh (2018: 583,2 TWh; 2019: 567,0 TWh, 2020: 546,2 TWh; 2021: 563,4, 2022: 540,1 TWh) und lag damit knapp 4,3 % unter dem Vorjahreswert. Die Stromwirtschaft war 2023 geprägt durch die sich insgesamt abschwächende Konjunktur und eine mildere Witterung, die sich in wieder sinkenden Energiepreisen an den Großhandelsmärkten und bei den Letztverbrauchern zeigten. Diese Entwicklung war auch hauptsächlich verantwortlich für den Umsatzeinbruch bei SET in 2023. Die Kernenergie leistet nach Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke Mitte April 2023 keinen Beitrag mehr.

Vermögenslage

Die Vermögenslage ist zum 31.12.2023 durch einen Anteil von liquiden Mitteln von ca. 93,5% an der Bilanzsumme geprägt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 2.747 TEUR und haben sich gegenüber dem Vorjahr um nahezu 73% reduziert.

Demgegenüber stehen erhaltene Anzahlungen und Sicherheiten mit einem Anteil von 89,0% an der Bilanzsumme.

Die Bilanzsumme hat sich insgesamt um 29.639TEUR vermindert.

Finanzlage

Das Energiehandelsgeschäft ist verbunden mit hohen Umsätzen und geringen Margen. Die hierfür benötigte Liquidität wird SET von den Endkunden zur Verfügung gestellt. Zusätzlich zu dem Geld, das Kunden SET zur Deckung der täglichen Handelsaktivitäten in monatlichen Abständen im Voraus überweisen stellen die Kunden SET auch die langfristigen Sicherheitsleistungen zur Verfügung, die SET bei der Clearing Bank und der Börse hinterlegen muss. Diese Beträge werden dreimonatlich überprüft und gegebenenfalls von SET angepasst. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Sicherheitsleistungen i.H.v. 21.711 TEUR.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich mit 147.618 TEUR (Vorjahr: 296.842 TEUR) gegenüber dem Vorjahr gut halbiert bedingt durch die drastisch gesunkenen Spotmarktpreise.

Die Ertragslage der SET hat sich durch einen Jahresüberschuss in Höhe von 272,6 TEUR (Vorjahr: 137,6 TEUR) fast verdoppelt im Vergleich zum Vorjahr unter anderem bedingt durch weitere Kundenzuwächse.

c) Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund konjunktureller Entwicklungen, bedingt durch die Klimaveränderungen, der nach wie vor recht hohen Rohstoff- und Energiepreise und der zunehmenden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Welt, erscheint nach wie vor schwierig. Die Strom- und Gaspreise haben sich in 2023 auf ca. dem 3-fachen Niveau wie vor der Coronakrise eingependelt und es rechnet niemand mehr damit, dass sich die Preise innerhalb der nächsten Jahre wieder auf das Vorkrisenniveau einstellen.

Die Zukunft wird jedoch weitgehend bestimmt durch den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, die zu einer weiteren Zunahme der Volatilität am Stromspotmarkt führen wird. Durch die hierfür von der Geschäftsführung eingeleiteten Maßnahmen, in Bezug auf die zunehmend schwankenden Erzeugungsmengen, konnten bereits erste Kunden gewonnen werden. Die Planung sieht vor mit dem Algo Trading für den laufenden Tag im ersten Quartal 2025 zu beginnen.

Chancenbericht

Die zunehmenden Investitionen in erneuerbaren Energien wie Wind- und Solaranlagen bei Stadtwerken und Industriekunden und die damit verbundene gesteigerte Volatilität der Spothandelspreise hat dazu geführt, dass Energielieferanten und Stadtwerke Großkunden so gut wie keine Vollversorgungsverträge mehr anbieten und wenn dann nur noch mit hohen Risikoaufschlägen. Deshalb sind diese Kundengruppen oft zu einer vollstrukturierten Beschaffung übergegangen um diese Risiken selber zu übernehmen und kurzfristige Mengenänderungen meistens über einen Dienstleister über die Börse abhandeln.

Darüber hinaus haben die im Jahr 2023 gefallenen Energiepreise dazu geführt, dass es auch wieder mehrere neu gegründete Energiediscounter in den Markt eintreten die dann den Spotmarktzugang auch über SET nutzen.

Risikobericht

Die aktuell gerade in der Einführung befindlichen neuen Abwicklungsprozesse und Softwaresysteme um den kurzfristigen Handel während des laufenden Tages besser abwickeln zu können, verlangt von allen Beteiligten aber insbesondere von der IT Abteilung erhöhte Aufmerksamkeit bei der Programmierung von Schnittstellen und der Einführung dieser Systeme, um z. B. Misstrades aufgrund falscher oder fehlender Daten zu vermeiden.

 

Hürth, im Oktober 2024

Die Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 25.307,77 87.922,08
I. Finanzanlagen 25.307,77 87.922,08
1. Ausleihungen an Gesellschafter 25.307,77 87.922,08
B. Umlaufvermögen 45.731.331,29 75.307.888,70
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.967.585,48 10.717.711,61
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.747.355,24 10.131.150,26
2. sonstige Vermögensgegenstände 220.230,24 586.561,35
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 218.680,00
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 42.763.745,81 64.590.177,09
Aktiva 45.756.639,06 75.395.810,78

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 108.976,06 108.976,06
I. Gezeichnetes Kapital 51.500,00 51.500,00
II. Bilanzgewinn 57.476,06 57.476,06
davon Gewinnvortrag 57.476,06 57.476,06
B. Rückstellungen 221.200,00 19.500,00
1. sonstige Rückstellungen 221.200,00 19.500,00
C. Verbindlichkeiten 45.426.463,00 75.267.334,72
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 72,99
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 72,99
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 18.988.172,34 16.525.840,34
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 18.988.172,34 16.525.840,34
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.158.489,90 36.466.150,38
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.158.489,90 36.466.150,38
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.250,00 6.250,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.250,00 6.250,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 24.273.550,76 22.269.021,01
davon aus Steuern 2.557.565,96 773.005,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 24.273.550,76 22.269.021,01
Passiva 45.756.639,06 75.395.810,78

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 147.617.963,35 296.842.278,43
2. sonstige betriebliche Erträge 6.700,00 55,16
3. Materialaufwand 147.476.469,26 296.465.142,62
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.302.365,55 11.339.432,25
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 143.174.103,71 285.125.710,37
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 152.764,46 124.840,11
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.437,02 5.743,45
davon aus verbundenen Unternehmen 3.437,02 5.743,45
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 310.754,19 1.379,16
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 36.957,40 121.845,41
8. Ergebnis nach Steuern 272.663,44 137.628,06
9. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 272.663,44 137.628,06
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

Angaben nach § 264 Abs.1a HGB zur Identifikation

Sitz der SE Energy Trading GmbH ist Hürth. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 76576 im Handelsregister des Amtsgerichtes Köln eingetragen.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich der Vornahme steuerrechtlicher Maßnahmen

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der SE Energy Trading GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Die sonstigen Ausleihungen wurden zum Nennwert aktiviert. Zu Einzelheiten verweisen wir auf den nachstehenden Anlagenspiegel.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 87.922,08 210.049,13 272.663,44 25.307,77 87.922,08
Summe Finanzanlagen 87.922,08 210.049,13 272.663,44 25.307,77 87.922,08
Summe Anlagevermögen 87.922,08 210.049,13 272.663,44 25.307,77 87.922,08

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Abzinsungen nach § 253 (2) HBG n.F. waren nicht erforderlich. Sonstige Rückstellungen betreffen Bonuszahlungen und Abschluss- und Prüfungskosten.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Erläuterung der sonstigen Rückstellungen

Die sonstige Rückstellungen betreffen Bonuszahlungen und Abschluss- und Prüfungskosten.

Erläuterungen zu den Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 45.426 TEUR (Vorjahr 75.267 TEUR) haben eine Restlaufzeit bis zum einem Jahr.

Sie betreffen mit 40.700 TEUR erhaltene Anzahlungen und Sicherheiten, mit 2.158 TEUR Verbindlichkeiten aus den Spot-Markt Abrechnungen Dezember 2022 und mit 2.558 TEUR Umsatzsteuerzahlungen.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Spot-Handel Gas 64.502 TEUR
Spot-Handel Strom 52.417 TEUR
Spot-Handel Zertifikate 30.411 TEUR
Dienstleistungsumsätze 488 TEUR
Gesamt 147.818 TEUR

Sonstige Pflichtangaben

Der Jahresabschluss wurde unter teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag i.H.v. 57 TEUR enthalten.

Ergebnisverwendung

Aufgrund des in 2019 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit dem beherrschenden Gesellschafter, der SE Scherbeck Energy GmbH, wurde der Jahresüberschuss mit den Ausleihungen an den Gesellschafter verrechnet.

Mutterunternehmen

Mutterunternehmen und alleinige Gesellschafterin ist die SE Scherbeck Energy GmbH in Hürth. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der SE Scherbeck Energy GmbH einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Namen der Geschäftsführer und Forderungen gegenüber Geschäftsführern

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Ulrich Scherbeck ausgeübter Beruf: Kaufmann
Geschäftsführerin: Dr. Claudia Eßer-Scherbeck ausgeübter Beruf: Kauffrau

Gegenüber den Geschäftsführern besteht eine Forderung in Höhe von 1,4 TEUR (Vorjahr 1,4 TEUR).

Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen neben der Ausleihung die nachfolgenden Forderungen und Verbindlichkeiten:

Sachverhalte Betrag

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen EUR 6.250,00
Verb. Verrechnungskonto SE Scherbeck Energy GmbH EUR 4.621,92

Abschlussprüferhonorar

Das Honrar des Abschlussprüfers beträgt voraussichtlich 6 TEUR.

Angaben über die Anzahl der Arbeitnehmer und Bezüge der Geschäftsführer

Außer den Geschäftsführern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Arbeitnehmer beschäftigt. Die Geschäftsführer erhalten für ihre Tätigkeit keine Vergütung.

 

Hürth, den 30.08.2024

Ulrich Scherbeck, Geschäftsführer

Dr. Claudia Eßer-Scherbeck, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die SE Energy Trading GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der SE Energy Trading GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der SE Energy Trading GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Niebüll, den 25.Okober 2024

Manfred Bubacz, Wirtschaftsprüfer

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