Kahmen Beteiligungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Isabell Kahmen-Hinkel seit 1.4.2020 | Geschäftsführer |
Alex Hinkel seit 13.4.2018 | Geschäftsführer |
Christian Prinz seit 13.4.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kahmen TransCargo GmbHRheda-WiedenbrückJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2023 bis zum 31.08.2024LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Kahmen TransCargo GmbH ist seit dem 01.09.2009 als neutraler Transportdienstleister für namhafte nationale und internationale Logistikunternehmen im nationalen Fernverkehr tätig. Überwiegend werden Depot/Depot-Verkehr und Depot/Teilpartie-Verkehre durchgeführt. Im Berichtszeitraum bestand der Fuhrpark aus 61 Lkw, 99 Aufliegern und 5 Anhängern. Die Lkw erfüllen die aktuellen höchsten Abgasnormen mit umweltfreundlicher Euro-6-Technologie und sind mit sämtlichen z. Zt. lieferbaren Fahrerassistenz- und Sicherheitssystemen z.B. Abbiegeassistenten ausgestattet. Sie werden regelmäßig nach drei Jahren ausgetauscht. Das Unternehmen beschäftigte durchschnittlich, gleichbleibend mit dem Vorjahr, 102 Mitarbeiter, (2 Geschäftsführer, 17 kaufmännische und 83 gewerbliche Mitarbeiter). Die Gesellschaft gehört in diesem Geschäftsfeld in Deutschland zu den größeren Anbietern ihrer Art. In OWL ist das Unternehmen der größte Anbieter bzw. Marktführer in diesem Bereich und wird den hohen Anforderungen, die von Seiten der Kundschaft gestellt werden, mehr als gerecht. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Berichtszeitraum sah sich die Branche mit einer Reihe belastender wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konfrontiert. Insbesondere die zum 01.12.2023 in Kraft getretene Erhöhung der Lkw-Maut sowie die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns stellen die Branche vor große Herausforderungen. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr begann mit einer Fortsetzung der bereits im Vorjahr bestehenden Herausforderungen. Die anhaltend hohe Inflation belastete die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin spürbar. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres trat zusätzlich die Erhöhung der Lkw-Maut in Kraft, was zu einem Anstieg der Mautkosten um rund 63 % in diesem Geschäftsjahr führte. Diese Mehrkosten konnten jedoch nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden, was die Ergebnislage zusätzlich belastete. Parallel dazu stiegen die Personalkosten in allen Unternehmensbereichen deutlich an. Ausschlaggebend dafür war insbesondere die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns sowie inflationsbedingte Anpassungen im gesamten Lohngefüge. Diese Entwicklung führte zu einer weiteren Verschärfung der Kostenbelastung. Zudem hatte die starke Inflation auch Auswirkungen auf die betrieblichen Fixkosten: Aufgrund einer indexgebundenen Mietvereinbarung kam es innerhalb von zwei Jahren zu einer zweiten Mieterhöhung. Insgesamt führten diese Mehrbelastungen dazu, dass die ursprünglich gesteckten Planzahlen um 12% verfehlt wurden. 3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung a) Ertragslage Trotz der stark erhöhten Kosten konnte das Geschäftsjahr leider nur ein Umsatzplus von 3,87 % auf 13.911.770 € vermerken. Hierdurch wurde ein nicht zufriedenstellender Jahresfehlbetrag von 311.452 € erwirtschaftet. b) Finanzlage Die vereinbarten und gewährten Kreditlinien wurden größtenteils nicht in Anspruch genommen. Die Kapitaldienste erfolgten ausnahmslos vollständig und termingerecht. Die Vermögens- und Kapitalstruktur ist somit geordnet. Die Liquiditätslage war im Berichtsjahr stets sehr gut. Zahlungen an Lieferanten erfolgten regelmäßig früher als vereinbart und immer mit ggf. vereinbartem Skontoabzug. c) Vermögenslage Die Kapitalstruktur zum 31. August 2024 ist durch eine Eigenkapitalquote von 28,1 % bzw. 1.220.741 € Eigenkapital gekennzeichnet. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Durch für alle Unternehmensbereiche erprobte bzw. bewährte Steuerungsinstrumente und Kennzahlen ist eine tägliche Kontrolle gewährleistet. 5. Gesamtaussage Das Unternehmen befand sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in einem durch Inflation, steigende Betriebskosten und politische Unsicherheiten geprägten Umfeld. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnte der Betrieb dank eines stabilen Personalstamms und funktionierender interner Strukturen zuverlässig aufrechterhalten werden. Die gesteckten Planzahlen wurden zwar verfehlt, dennoch konnte die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit jederzeit gesichert werden. III.Prognose bericht Es sind keine wesentlichen Änderungen in der grundsätzlichen Geschäftspolitik der Gesellschaft zu erwarten bzw. geplant. Die Marktposition kann als gefestigt bezeichnet werden und genießt, auch bedingt durch eine konsequente Qualitätskontrolle, in der Kundschaft einen sehr guten Ruf. Es werden überwiegend Depot/Depot-Verkehre und Depot/Teilpartie-Verkehre aus Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Niedersachen nach Bayern und Baden-Württemberg durchgeführt. Dies sorgte und sorgt auch zukünftig für eine optimale Auslastung des vorhandenen Equipments. Auch für das kommende Geschäftsjahr ist von einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld auszugehen. Die weiterhin hohe Inflation sowie die damit verbundenen Kostensteigerungen - insbesondere im Personalbereich, bei Mietaufwendungen sowie durch die gestiegene Lkw-Maut - werden das Unternehmen voraussichtlich weiter belasten. Eine kurzfristige Entlastung ist angesichts der aktuellen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen nicht absehbar. Zudem besteht große Unsicherheit darüber, wie die Politik künftig auf die insgesamt angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland reagieren wird. Mögliche weitere Regulierungen oder zusätzliche finanzielle Belastungen können derzeit ebenso wenig eingeschätzt werden wie potenzielle Entlastungsmaßnahmen. Diese Ungewissheit erschwert eine verlässliche mittel- bis langfristige Planung erheblich. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass dem Unternehmen ein eingespielter und verlässlicher Personalstamm zur Verfügung steht. Die hohe Mitarbeiterbindung ermöglicht einen stabilen und reibungslosen Betriebsablauf, was gerade in volatilen Zeiten ein wichtiger Erfolgsfaktor ist. Die daraus resultierende Planungssicherheit im operativen Bereich stärkt das Fundament für eine weiterhin zuverlässige Leistungserbringung gegenüber Kunden und Partnern. Unter Berücksichtigung aller bekannten Einflussfaktoren wird für das kommende Geschäftsjahr ein ausgeglichenes Ergebnis (Plus/Minus-Null) erwartet. IV. + V. Chancen- und Risikobericht Für die Gesellschaft bestehen, bedingt durch die nationale Ausrichtung, keinerlei Währungsrisiken. Die Gesellschaft verfügt über ein sehr effizientes Mahnwesen und eine umfangreiche Forderungsausfallversicherung. Weiterhin hat die Gesellschaft im Wesentlichen längerfristige Kundenbeziehungen zu überwiegend großen Logistikanbietern, so dass das Forderungsausfallrisiko im Allgemeinen bereits gering ist. Die Kundenstruktur ist gekennzeichnet durch eine breite Streuung über Konzernunternehmen und große, mittelständische Unternehmen oder Unternehmenskooperationen. Die Gesellschaft hat den für alle zukünftigen Anforderungen ausgerüsteten Standort langfristig gepachtet. Neben dem allgemeinen Geschäftsrisiko sind für das Unternehmen keine anderen besonderen Risiken in der weiteren Entwicklung zu erkennen.
Rheda-Wiedenbrück, den 07.07.2025 gez. Alex Hinkel, Geschäftsführer gez. Isabell Kahmen-Hinkel, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Kahmen TransCargo GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierung- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Kassen- und Bankbestände wurden zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungen wurden gebildet für Ausgaben, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dm notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Davon entfielen auf Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von Euro 379.001,95 (Vorjahr: Euro 364.609,43) und auf Kosten für Fahrzeugwechsel in Höhe von Euro 238.755,18 (Vorjahr: Euro 245.123,70). Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungen wurden gebildet für Einnahmen, die Ertrag nach dem Bilanzstichtag darstellen. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des AnlagenvermögenDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Angabe zu Restlaufzeitvermerken Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00). Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 184.080,00). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 1.537.609,65 (Vorjahr: Euro 1.094.390,07). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 959.332,00 (Vorjahr: Euro 920.416,00). Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: • Pfandrecht an beweglichen Sachen • Sicherheitsabtretung Forderungen Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine weiteren Haftungsverhältnisse zu vermerken. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 5.054.715,92 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigen Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Geschäftsführer Die Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB werden unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDer Jahresfehlbetrag beträgt Euro 311.452,54. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von Euro 820.741,43, der zu verwenden ist. In die Rücklagen werden Euro 0,00 eingestellt. Zur Ausschüttung ist ein Betrag von Euro 0,00 vorgesehen. Auf neue Rechnung werden Euro 820.741,43 vorgetragen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die eine wesentliche Auswirkung auf die Finanzlage der Gesellschaft haben. Abschlussprüferhonorar Die Aufschlüsselung des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wird der Wirtschaftsprüferkammer auf deren schriftliche Anforderung übermittelt. Unterschrift der Geschäftsführung
Rheda-Wiedenbrück, den 07.07.2025 gez. Alex Hinkel, Geschäftsführer gez. Isabell Kahmen-Hinkel, Geschäftsführerin sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.07.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Kahmen TransCargo GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kahmen TransCargo GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kahmen TransCargo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gütersloh, 4. August 2025 KJP Audit GmbH Werner Krieft, Wirtschaftsprüfer |
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