Honeywell Intelligrated GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eduard Hirsch seit 28.7.2025 | Prokura |
Michael Schendzielarz seit 5.12.2023 | Geschäftsführer |
Hicham Khellafi seit 30.3.2023 | Geschäftsführer |
Robert Kopplin seit 30.3.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Honeywell East Asia Inc. | 70.00% |
Sala-Burgess Controls AG | 30.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TRANSNORM SYSTEM GmbHHarsumJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Harsum, 25. Oktober 2024 Kopplin, Robert Khellafi, Hicham Schendzielarz, Michael Lagebericht zum Geschäftsjahr 20231 GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Die Gesellschaft gehört zum US-amerikanischen Konzern Honeywell International Inc., Charlotte, North Carolina, USA. Die Gesellschaft ist organisatorisch dem Konzernbereich SBG (Strategic Business Groups), Honeywell Safety and Productivity (SPS) zugeordnet. Sie ist Teil der Strategic Business Unit (SBU) "Intelligrated". 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Hochleistungs-Förderlösungen, die in verschiedenen Branchen wie dem Paketverstand, im E-Commerce sowie in Flughäfen eingesetzt werden. Die Hauptabsatzmärkte der Gesellschaft befinden sich in Deutschland, Großbritannien und die Niederlande. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Harsum. 2 WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 mittelbar noch von den weltwirtschaftlichen Entwicklungen in Folge der COVID-19-Pandemie gezeichnet. Wenngleich sich das Infektionsgeschehen abflachte und sich die Konjunktur zunächst belebte, dämpften regionale Lockdowns, insbesondere in China, die Erholung durch weiterhin beeinträchtigte Lieferketten. Im weiteren Jahresverlauf trübte sich die Konjunktur mit den geopolitischen Spannungen, insbesondere dem Krieg in der Ukraine und nachfolgend steigenden Energie- und Rohstoffpreisen ein. Auf Jahressicht ist eine Inflation von 10,4% in der Europäischen Union bzw. 7,9% in Deutschland und Energiepreissteigerung von 36,7% in der EU bzw. 29,7% in Deutschland festzuhalten. Nach dem Einbruch des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland mit der Verbreitung des Corona-Virus 2020 von -3,7% und der Erholung 2021 von 2,6% blieb die Steigerung des BIP im Geschäftsjahr mit 1,9% gegenüber 2021 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das angesichts der Energiepreise dennoch moderate Wachstum ist vor allem auf Nachholeffekte im privaten Konsum und Produktionsmöglichkeiten bei verminderten Lieferengpässen zurückgeführt. Seitens der Industrie, sind jedoch insbesondere in den energieintensiven Bereichen die Auswirkungen der gestiegenen Bezugspreise bereits sichtbar. In der chemischen Industrie sank die Produktion im November um 20% unter das durchschnittliche Vorjahresniveau, während die unsichere wirtschaftliche Perspektive bei gestiegenen Zinsen zu einem Zurückstellen von Investitionsprojekten führte. Insbesondere in der Bauwirtschaft führte der Zinsanstieg und die daraus resultierende teurere Finanzierung zu einer schwächeren Entwicklung. Im Euro-Raum zeigte sich ebenfalls eine schwache Konjunktur, die voraussichtlich erst im Jahr 2024 etwas anziehen würde, mit einem erwarteten BIP-Wachstum von 0,6 % bzw. 1,1 % für 2023 bzw. 2024. Die deutsche Wirtschaft kühlte sich im europäischen Vergleich besonders stark ab. Private Haushalte und der Staat reduzierten ihre Konsumausgaben. Obwohl die Industrie und die Bauwirtschaft noch von einem erhöhten Bestand an Aufträgen profitierten, gingen diese und auch die Neuaufträge deutlich zurück. Hinzu kamen Engpässe aufgrund fehlender Arbeitskräfte. Nach dem Einbruch des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland als Folge des Corona-Virus im Jahr 2020 und von Nachholeffekten geprägte Folgejahren stagnierte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 mit einem BIP um -0,3 %. Diese Abwärtsrevision im Bergleich zum Vorjahreswachstum von 1.8% ist neben dem Rückgang des Staatskonsums zum Ende Corona-Pandemie insbesondere auf hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen nebst ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen zurückzuführen. Die Inflation in Deutschland, gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindex, betrug im Jahresmittel 5.9% gegenüber dem Vorjahr. Die Teuerung war, wie im Vorjahr, insbesondere von der Kriegs- und Krisensituation geprägt, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen beeinflusste. Weltweit haben Zentralbanken ihre Geldpolitik gestrafft, was zur Dämpfung des außenwirtschaftlichen Umfelds Deutschlands beigetragen hat. Die globale Industrieproduktion und der für die deutsche Wirtschaft wichtige Warenhandel entwickelten sich seit dem Frühjahr schwach. Obwohl die US-Volkswirtschaft positive außenwirtschaftliche Impulse für Deutschland lieferte, wuchs die Eurozone nur geringfügig, und das chinesische Wirtschaftswachstum blieb bis zur Jahresmitte historisch niedrig. Die inländische Nachfrage fiel zu Jahresbeginn durch Kaufkraftverluste infolge der Inflation stark zurück, erholte sich jedoch im zweiten Quartal mit sinkenden Inflationsraten und steigenden Einkommen. Die insoweit sich erholende inländische Nachfrage stieß jedoch mit niedrigem Angebot an Fachkräften und eine erhöhten Kapazitätsauslastung im Dienstleistungsbereich an Grenzen. Die konjunkturelle Abkühlung und ein Rückgang der Krankenstände führten nur zu einer geringfügigen Entspannung der Fachkräfteengpässe. Zusätzlich zur gedämpften globalen Nachfrage haben sich im Jahr 2023 die inländischen Produktionskosten und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland verschlechtert. Die Preissteigerung in Deutschland lag deutlich über der in anderen wichtigen Volkswirtschaften wie den USA und China. Die energieintensiven Industriezweige Deutschlands litten besonders unter hohen Produktionskosten aufgrund der Energiepreiskrise infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 2.2.1 Vermögenslage und Kapitalstruktur Bilanzsumme Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 62% reduziert. Ursache hierfür auf der Aktivseite sind maßgeblich der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, da der Vertrag über Gewinn- und Verlustvortrag mit der Honeywell Intelligrated (vormals Transnorm Group) aufgehoben wurde. Auf der Passivseite resultiert der Rückgang maßgeblich aus der Reduzierung der Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen. Anlagevermögen Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 12% - Punkte gestiegen. Das Anlagevermögen ist hauptsächlich durch den Aufstieg bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung um TEUR 752 auf TEUR 1.630 (Vj. TEUR 878) gestiegen. Umlaufvermögen Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 12% - Punkte gesunken. Die Ursachen für die Reduzierung sind der Rückgang bei den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen zuzüglich Reduzierungen bei den Vorräten und bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenständen. Wie im Vorjahr wird von dem nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB gegebenen Wahlrecht, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen offen von den Vorräten abzusetzen Gebrauch gemacht. Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.224 auf TEUR 2.495 (Vj. TEUR 7.719) aufgrund der Verminderung der erhaltenen Anzahlungen sowie der Rückgang der geleisteten Anzahlungen gesunken. Ohne Berücksichtigung erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen in beiden Geschäftsjahren 2022 und 2023 sind die Vorräte gegenüber dem Vorjahr um TEUR 32.337 auf TEUR 9.360 (Vj. TEUR 41.697) aufgrund des Rückgangs bei den geleisteten Anzahlungen gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 55.094 TEUR auf 4.160 TEUR (Vj. 59.254 TEUR) gesunken. Ursache ist maßgeblich der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, da der Ergebnisabführungsvertrag mit der Honeywell Intelligrated (vormals Transnorm Group GmbH) gekündigt wurde. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 1.295 auf TEUR 17.122 (Vj. TEUR 15.827) gestiegen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf Kundenverhalten sowie Fälligkeiten der betroffenen Forderungsbestände zurückzuführen. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.468 auf TEUR 6.162 (Vj. TEUR 4.695) gestiegen. Die Erhöhung resultiert hauptsächlich durch einer Erhöhung der Rückstellung für Restrukturierungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 57.875 auf TEUR 21.584 (Vj. TEUR 79.459) gesunken. Die Reduzierung ist hauptsächlich auf die Minderung der Cash Pool Verbindlichkeit zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 1.392 auf TEUR 3.416 (Vj. TEUR 2.024) gesunken. Dies ist hauptsächlich auf die Begleichung von Verbindlichkeiten vor dem Stichtag zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft betrug 1,1% (Vj. 1,1%). Die Veränderung der Eigenkapitalquote ergibt sich aus der niedrigeren Bilanzsumme aufgrund des Verlustes im Geschäftsjahr. 2.2.2 Finanzlage Cash Pool Allgemein Wie in den Vorjahren, ist die Gesellschaft an das Cash Pooling der Honeywell-Gruppe angebunden, das dem Konzern durch ein zentrales Finanzmanagement erlaubt, das Fremdfinanzierungsvolumen zu reduzieren, indem Liquiditätsüberschüsse einzelner Gesellschaften genutzt werden, um den Geldbedarf anderer Konzernunternehmen intern zu finanzieren. Dieser konzerninterne Liquiditätsausgleich wird durch die Honeywell GmbH als deutsche Cash Pool-Führerin organisiert, indem diese, teilweise mittelbar durch die Honeywell Deutschland GmbH, den Konzernunternehmen überschüssige Liquidität entzieht bzw. eine Liquiditätsunterdeckungen durch Kredite ausgleicht. Die Honeywell GmbH selbst ist wiederum in den Europäischen Cash Pool eingebunden, der im Geschäftsjahr durch die Honeywell Europe N.V., Diegem (Belgien) geführt wurde (seit 30. Januar 2023 geführt durch Honeywell Advanced Limited, Dublin (Irland)). Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit Der negative Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 52.391 (Vj. negativ TEUR 29.087). Der negative Cash Flow resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresfehlbetrag sowie der Abnahme der Vorräte und Forderungen und der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit Der positive Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 54.129 (Vj. positiv TEUR 29.025) und ergibt sich aus der gezahlten Verlustübernahme durch den Gesellschafter und den gezahlten Cash Pool-Zinsen. Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Cash Pooling Verbindlichkeiten zusammen und beträgt TEUR 6.107 (Vj. TEUR 63.151). 2.2.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 16.075 (28%) auf TEUR 40.926 (Vj. TEUR 57.002) gesunken. Die Abnahme resultiert durch die Minderung der Projekte im Bereich der Systeme. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 738 (42%) auf TEUR 2.498 (Vj. TEUR 1.760) gestiegen. Diese Veränderung entsteht aus periodenfremden Erträge des Vorjahres. Aufgrund der Veränderung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zum Bilanzstichtag ergab sich eine Bestandsverminderung von TEUR 29.446, während im Vorjahr eine Bestandserhöhung von TEUR 529 zu verzeichnen war. Der Materialaufwand reduzierte sich um TEUR 23.093 (51%) auf TEUR 22.025 (Vj. TEUR 45.118). Die Veränderung von TEUR 23.093 steht im Zusammenhang mit dem reduzierten Umsatz in 2023 gegenüber dem Vorjahr. Die Materialaufwandsquote im Geschäftsjahr 2023 beträgt 54%. Die Personalaufwendungen reduzierten sich um TEUR 5.808 (23%) auf TEUR 18.947 (Vj. TEUR 24.755). Die Veränderung resultiert aus der Implementierung des Kurzarbeitsprogramms. Die Personalaufwandsquote beträgt im Geschäftsjahr 2023 46%. Die Abschreibungen verringerten sich um TEUR 930 (66%) auf TEUR 487 (Vj. TEUR 1.417). Die Veränderung resultiert aus einer Korrektur der Abschreibung im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 40.115 (271%) auf TEUR 25.311 (Vj. TEUR 14.804) gesunken. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus reduzierten Konzernumlagen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sind um TEUR 3.989 auf TEUR 3.989 gestiegen. Im Geschäftsjahr wurden die Zinserträge aufgrund der Forderung gegenüber der Muttergesellschaft zum Ausgleich des Verlustes des Vorjahres erzielt. Bei den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen gab es eine Erhöhung um TEUR 2.000 (438%) auf TEUR 2.457 (Vj. TEUR 456) bedingt durch erhöhte Cash Pool Zinsen. 2.2.4 Gesamtaussage Im Geschäftsjahr 2023 konnte sich die Gesellschaft mit der Weltwirtschaft von der Rezession weiterhin erholen. Während sich die Pandemie auf unsere Märkte auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichen Aussichten auf eine Erholung ausgewirkt hat, sind wir im Konzernverbund von Honeywell ein zuverlässiger Partner für Kunden und Lieferanten geblieben. Unter Berücksichtigung der Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter und Geschäftspartner konnten wir die Geschäftskontinuität gewährleisten. Dennoch wirkte sich der konjunkturelle Gegenwind, sowie Liefer- und Kapazitätsengpässe auf unser industrielles Geschäft aus und belasteten Volumen und die Marge, wodurch wir die Vorjahresergebnisse/-Planungswerte nicht erreichen konnten. 2.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren
Für die Erläuterungen der Umsatzerlösentwicklung verweisen wir auf den Abschnitt Ertragslage 2.2.3. Die Marge berechnet sich aus der Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) abzgl. des Materialaufwandes, geteilt durch die Gesamtleistung und hat sich um 39%-Punkte erhöht. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt 2.2.3 Ertragslage. 3 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 3.1 Prognosebericht 3.2 Risikobericht Der wirtschaftliche Ausblick verbleibt aufgrund des geänderten Konsum Nutzerverhalten, vielversprechend. Insbesondere der Bereich E-Commerce verzeichnet hohe Wachstumsraten der das Flughafengeschäft kompensiert. Dennoch verbleiben bei der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und die für die Gesellschaft daraus resultierenden Perspektiven Risiken. Die zunehmende Verknappung von Materialien führt zu verlängerten Lieferzeiten bei einigen Herstellern. Risiken allgemein Das operative Geschäft wird über eine integrierte Soll-/Ist Kontrolle analysiert und gesteuert, die im Rahmen der Konzernberichterstattung monatlich nach US-GAAP erfolgt. Insbesondere die Auswirkungen der möglichen Lieferengpässe bei Materiallieferungen sind aktuell nicht in konkrete Zahlen zu fassen. Kundenrisiken Die Lieferverflechtungen der Gesellschaft beinhalten Vertragspartner der Strom- und Gasversorgung. Insoweit, wie diese durch die anhaltenden Unsicherheiten im Markt, insbesondere steigende Energiepreise aber auch die geopolitischen Spannungen zwischen China und den USA beeinträchtigt werden, ist ein mittelbarer Effekt auch auf die Gesellschaft möglich. Auch, wenn von einem weitgehenden Ausfall von Vertragspartnern derzeit nicht auszugehen ist, lässt sich ein mittelbarer Effekt durch verminderte Nachfrage aufgrund allgemeiner Zurückhaltung von Neuaufträgen bei gestiegener Unsicherheit oder als Effekt von weitergehenden Sanktionen nicht ausschließen und würde die Gesellschaft im gleichen Maße betreffen, wie hierdurch Lieferketten beeinflusst werden. Inflations- und Einkaufsrisiken Das Statistische Bundesamt weist für 2023 eine Inflationsrate von 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus und erwartet für 2023 eine weitere Steigerung um 8,4%, die den Warenbezug nicht unerheblich zu verteuern vermag. Produktionsrisiken Bedingt durch zunehmend größere Projekte im Anlagen- und Modulgeschäft und der generellen Markterwartungen von kurzen Lieferzeiten sieht sich die Gesellschaft dem Problem einer latent schwankenden Fertigungsauslastung ausgesetzt. Um die daraus bestehenden Risiken für das Unternehmen zu minimieren, nutzen wir bereits seit längerem, in enger Abstimmung mit unserem Betriebsrat, das Modell der flexiblen Arbeitszeitkonten. Dadurch sind wir in der Lage, in beschäftigungsintensiven Zeiten die Produktionsleistung ohne deutlichen Mehraufwand zu erhöhen und in beschäftigungsschwachen Zeiten durch Anpassung der wöchentlichen Arbeitszeiten die Zeitkonten wieder abzubauen. Darüber hinaus werden Kapazitätsspitzen auch durch den Einsatz von Leiharbeitskräften abgedeckt. Die Produktion der Gesellschaft ist energieintensiv. Bei steigenden Energiepreisen oder ggf. Ausfällen in der Versorgungssicherheit wird die Gesellschaft stark beeinträchtigt. Andere Risiken Insoweit wie der derzeitige Konflikt zwischen Russland und der Ukraine anhält oder weiter eskaliert, vermag dieser sich auch negativ auf andere Risiken auszuwirken, wie z. B. Cybersicherheitsvorfälle und andere Störungen unserer IT-Infrastruktur oder der unserer Kunden und Lieferanten, einschließlich Störungen bei unseren Cloud Computing -, Server -, System- und anderen IT-Dienstleistern. Globale Cybersecurity-Bedrohungen und -Vorfälle können von unkoordinierten individuellen Versuchen, sich unbefugten Zugang zu IT-Systemen zu verschaffen, bis hin zu ausgeklügelten und gezielten Maßnahmen reichen, die als fortschrittliche, anhaltende Bedrohungen (Advanced Persistent Threats) bekannt sind und sich gegen das Unternehmen, seine Produkte, seine Kunden und/oder seine Drittanbieter, einschließlich Cloud-Anbieter, richten. Unsere Kunden verlangen in zunehmendem Maße Cybersicherheitsschutz und schreiben Cybersicherheitsstandards für unsere Produkte vor, wodurch uns zusätzliche Kosten entstehen können, um solchen Anforderungen gerecht zu werden. Wir sind bestrebt, umfassende Maßnahmen zur Abschreckung, Vorbeugung, Erkennung, Reaktion und Abschwächung dieser Bedrohungen zu ergreifen, einschließlich Identitäts- und Zugangskontrollen, Datenschutz, Schwachstellenbewertungen, kontinuierliche Überwachung unserer IT-Netzwerke und -Systeme sowie der Wartung von Sicherungs- und Schutzsystemen. Projektrisiken Das Projektgeschäft beinhaltet inhärente Risiken aus der Kombination von Produkt und Dienstleistung, innerhalb deren kundenseitig spezifische Anforderungen gestellt und vereinbart werden. Wenngleich die Gesellschaft einen detaillierten Prüfungs- und Freigabeprozess etabliert hat um den Risiken von Mängeln oder fehlender Funktionsfähigkeit innerhalb der Gesamtheit aus Produkt, Systemsoftware und Applikationsengineering entgegen zu wirken, lassen sich projektspezifische Risiken nicht vollständig ausschließen, die Projektverzögerungen oder -mängeln führen können. Abschließende Risikobewertung Weitere Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die weitere Entwicklung der Gesellschaft sind derzeit nicht erkennbar. 3.3 Chancenbericht Wesentliche weitere Wachstumsimpulse erwarten wir im Bereich des wachsenden Parcel Geschäftes, neben den USA und China in Europa. Das geänderte Nutzerverhalten der Konsumenten führt zu einer weiteren flächendeckenden Ausweitung von Logistik Distributionszentren. Dort werden u. a. bisher manuelle Arbeitsgänge weiter automatisiert. Durch enge Partnerschaft mit Großkunden, werden weitere technologische Innovationen lösungsorientiert ausgetauscht und Impulse für die Zukunft gesetzt. Getragen von weiteren Wachstumsimpulsen im Bereich Parcel und Distribution sehen wir weiterhin eine stabil konjunkturelle Entwicklung mit hohen Wachstumsraten. Wesentliche Einflussgrößen von Marktseite sind die zunehmende globale Ausrichtung unserer großen Kunden aus dem Bereich der Integratoren sowie die wieder steigenden Preise bei Rohstoffen und insbesondere Energiekosten. Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
ANHANGALLGEMEINE HINWEISE Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Angaben, welche wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder dem Anhang zu machen sind, wurden teilweise im Anhang vorgenommen. In den Vorjahren wurden bei der Bewertung der Pensionsrückstellung Effekte aus der Änderung des Rechnungszinssatzes im Posten Personalaufwand unter den Aufwendungen für Altersvorsorge ausgewiesen. Im Berichtsjahr wird der Effekt aus der Änderung des Rechnungszinssatzes erstmalig unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Dies geschieht auf Basis der Vereinheitlichung der handelsrechtlichen Jahresabschlüsse der deutschen Honeywell Gesellschaften. REGISTERINFORMATIONEN Die Gesellschaft ist unter der Firma Transnorm System GmbH mit Sitz in Harsum im Handelsregister des Amtsgerichts unter der Nummer HRB 210 eingetragen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierung und Bewertung ist nach den Bestimmungen der §§ 242 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 bis 277 HGB vorgenommen worden. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen pro rata temporis. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Anschaffungskosten beinhalten den Anschaffungspreis und die Nebenkosten der Anschaffung abzüglich Anschaffungspreisminderungen. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen zugrunde gelegt:
Voraussichtlich dauernde Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Vorräte Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird zu den durchschnittlichen Einkaufspreisen abzüglich Rabatte, Boni und Skonti zuzüglich Nebenkosten (Frachten u. a.) unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Zur Erfassung des Verwertungsrisikos auf Lager befindliche Restmengen, die entweder eine Verbrauchsreichweite von drei Jahren überschreiten oder bei denen in den letzten zwei Jahren keine Bestandsbewegungen auftraten, wird grundsätzlich eine Wertberichtigung von den Anschaffungskosten abgesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse werden mit den Material- und Fertigungseinzelkosten - jeweils zuzüglich anteiliger Gemeinkosten - entsprechend dem jeweiligen Fertigungsgrad bewertet. In den Gemeinkostenzuschlägen sind neben anteiligen Verwaltungskosten der Fertigung auch anteilige Abschreibungen verrechnet. Zur verlustfreien Bewertung werden in den Fällen, in denen die Verkaufspreise die Herstellungskosten zuzüglich noch anfallender Kosten nicht decken, entsprechende Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen, die mehr als 180 Tage überfällig sind, wurden vollständig wertberichtigt. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Verwendung der Heubeck'schen "Richttafeln 2018G" ermittelt. Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt gemäß §253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83% (Vj.1,79%), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,75% (Vj. 2,75%) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,40% (Vj. 1,60%) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit Standardwerten berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die sonstigen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Rückstellungen aufgrund drohender Verluste aus schwebenden Geschäften wurden auf Vollkostenbasis in Höhe des Verpflichtungsüberschusses gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Abzinsung erfolgte unter Anwendung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre unter Berücksichtigung der Restlaufzeit. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage 1 zum Anhang). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt auf:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und gliedern sich wie folgt auf:
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Aufgliederung der Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus TEUR 1.411 periodenfremden Erträge und TEUR 947 Frachtumsatz zusammen, Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Konzernumlagen EMEA und aus den USA (TEUR 3.836) sowie periodenfremden Aufwendungen (TEUR 2.383) zusammen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Zinsaufwendungen durch Cash-Pool enthalten. SONSTIGE ANGABEN Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Steuerliche Verhältnisse Es besteht umsatzsteuerliche Organschaft mit der Honeywell Intelligrated GmbH (vormals: TRANSNORM Group GmbH) mit Sitz in Harsum. Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen: Kopplin, Robert, Khellafi, Hicham, Schendzielarz, Michael, Konzernverhältnisse Die Gesellschaftsanteile befinden sich zu 100% im Besitz der Honeywell Intelligrated GmbH (vormals: TRANSNORM Group GmbH) mit Sitz in Harsum. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Honeywell International Inc., 300 South Tryon Street, Charlotte NC 28202, United States, einbezogen. Die Honeywell International Inc., 300 South Tryon Street, Charlotte NC 28202, United States, erstellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss wird nach US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) aufgestellt und kann bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) unter der Commission-File-Nummer 1-08974 eingesehen werden. Der Konzernabschluss wird gem. §292 HGB im Bundesanzeiger veröffentlicht. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten. Anlagevermögen Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
VERSAGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Transnorm System GmbH, Harsum Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen Wir waren beauftragt, den Jahresabschluss der Transnorm System GmbH, Harsum, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - zu prüfen. Darüber hinaus waren wir beauftragt, den Lagebericht der Transnorm System GmbH, Harsum, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 zu prüfen. Wir geben keine Prüfungsurteile zu dem beigefügten Jahresabschluss und dem beigefügten Lagebericht ab. Aufgrund der Bedeutung der im Abschnitt "Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen" beschriebenen Sachverhalte sind wir nicht in der Lage gewesen, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu erlangen, und versagen daher den Bestätigungsvermerk. Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen Da Buchungen überwiegend ohne eindeutigen Verweis auf den zugehörigen Buchungsbeleg und belegmäßigen Nachweis der gebuchten Geschäftsvorfälle erfolgt sind, ist die Beweiskraft der Buchführung nicht gegeben. Darüber hinaus waren die Buchungen im Hauptbuch und in den Nebenbüchern nicht auf die im Grundbuch erfassten Geschäftsvorfälle zurückzuführen. Per Dezember 2023 war eine eindeutige Zuordnung der tatsächlich vorhandenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zu den im Anlagenverzeichnis vorgenommenen Eintragungen nicht möglich. Insgesamt war es somit in der weitaus überwiegenden Zahl der von uns geprüften Fälle nicht möglich, die Geschäftsvorfälle in ihrer Entstehung und Abwicklung zu verfolgen. Diese Mängel stellen einen schwerwiegenden Verstoß der gesetzlichen Vertreter gegen die ihnen durch § 238 HGB aufgegebenen Buchführungspflichten dar. Infolge der vorstehend dargestellten Buchführungsmängel konnten die gesetzlichen Vertreter die von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise für die im Jahresabschluss erfassten Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten sowie Aufwendungen und Erträge - insbesondere zum Nachweis der Umsatzerlöse - und die damit im Zusammenhang stehenden Anhangangaben nicht gemäß § 320 HGB erbringen. Daher waren wir nicht in der Lage zu beurteilen, ob der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Lage der Gesellschaft vermittelt. Diese Sachverhalte haben umfassende Bedeutung auch für die Beurteilbarkeit der im Lagebericht erfolgten Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft sowie der Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Aufgrund dieser Prüfungshemmnisse haben wir die Nichtabgabe der Prüfungsurteile zu Jahresabschluss und Lagebericht erklärt. Dementsprechend haben wir einen Versagungsvermerk erteilt. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung eines Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Es liegt in unserer Verantwortung, eine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchzuführen. Des Weiteren liegt es in unserer Verantwortung, einen Bestätigungsvermerk zu erteilen. Aufgrund der im Abschnitt "Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen" beschriebenen Sachverhalte sind wir nicht in der Lage gewesen, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und diesem Lagebericht zu erlangen. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Frankfurt am Main, den 25. Oktober 2024 Deloitte
GmbH
Frank Hoffsteter, Wirtschaftsprüfer Benjamin Fleischmann, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der TRANSNORM SYSTEM GmbH, Harsum, wurde am 04.12.2024 festgestellt. |
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