Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 274454
Vorher
SIMON-TECHNIK GmbHDELVIS Products GmbH
Eingetragen
18.11.1999
Branche
Herstellung von Lampen und LeuchtenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Entwicklung und Produktion von Produkten im Bereich der Lichttechnik und Elektronik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Xabier Esquibel Sesma
seit 23.4.2025
Geschäftsführer
Pierre Chevanne
seit 23.4.2025
Prokura
Miriam Daniela Fischer
seit 13.11.2024
Prokura
Amit Kumar Jain
seit 13.11.2024
Prokura
Rajesh Kumar Rustagi
seit 5.12.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
SAM Global Pte. Ltd.SGP
59.40%
UNO Minda LimitedIND
40.60%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
HOFER GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

UNO MINDA Systems GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

1. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1.1. Grundlagen des Unternehmens

Die UNO MINDA Systems GmbH ist im Bereich Elektronik und Lichtsysteme ein etablierter Zulieferer der Automobilbranche.

UNO MINDA Systems GmbH entwickelt und realisiert Beleuchtungslösungen sowie Steuergeräte für den Fahrzeuginnen- und Außenbereich. Die entwickelten Serienprodukte werden am Fertigungsstandort München sowie bei Sublieferanten produziert, getestet und an die Kunden versandt.

Die Gesellschaft entwickelt ausschließlich Produkte, die das Unternehmen als Serienlieferant an Fahrzeughersteller oder sogenannte Tier1-Lieferanten liefert. Dabei werden sowohl die mechanische Konstruktion, die lichttechnische Auslegung, die thermische Simulation, die Elektronik-Hardware- und -Software-Entwicklung sowie der Funktions- und Validierungs-Test überwiegend hausintern durchgeführt. Das für die Produktion benötigte End-of-Line Testequipment (automatisierter Test) wird ebenfalls überwiegend inhouse entwickelt.

Zum Produktspektrum der UNO MINDA System GmbH zählen

• Statische und semi-dynamische Logo-Projektoren

• Innenlicht-Lösungen, wie z.B. ein Fahrzeug-Sternenhimmel

• Steuergeräte für Interieur, Motion und Karosserie

• Fahrzeug-Exterieur Beleuchtung für kleinere und mittlere Serienstückzahlen

Das angewandte Qualitätsmanagementsystem entspricht den grundlegenden Anforderungen der IATF16949:2016 sowie der ISO 9001:2015. Es stellt die Basis für eine Bearbeitung der Produkte dar. Das Unternehmen ist darüber hinaus gemäß ISO14001 (Umweltschutz) zertifiziert. Eine erweiterte TISAX Zertifizierung wird im Jahr 2024 angestrebt.

1.2. Organisatorische Struktur

UNO MINDA Systems GmbH, München ist Tochterunternehmen der UNO MINDA EUROPE GmbH, München und gehört zum börsennotierten UNO MINDA Konzern in Indien.

1.3 Zweigniederlassungen

Es existieren Betriebsstätten in München (Schatzbogen 86 / Fertigung), Regensburg und Reutlingen, sowie seit 2023 ein Lagerstandort in der Karl-Schmid-Str. 13, 81829 München.

Diese Zweigniederlassungen sind für die Produktion, die Technik, Forschung / Entwicklung und die kommerzielle Unterstützung bestimmt.

1.4 Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt Entwicklung im Rahmen von Kundenaufträgen. Nur Entwicklungskosten, die nicht an Kunden fakturiert werden, werden handelsrechtlich bei Aktivierungsfähigkeit aktiviert.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Quellen

https://www.destatis.de/DE/Service/Hauptstadtkommunikation/Veranstaltungen/bip-fachgespraech-2024.html

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20230113-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2023.html

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr (2022). Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. "Ende 2023 lag die Aktivität knapp über dem Niveau von 2019 (+0,1 % im vierten Quartal 2023 gegenüber dem vierten Quartal 2019)", nach Angaben des französischen Wirtschaftsministeriums[1]..

Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - lag im März 2024 bei +2,2 %. Im Februar 2024 hatte die Inflationsrate bei +2,5 % gelegen, im Januar 2024 noch bei +2,9 %. Damit war die Inflationsrate im März 2024 so niedrig wie zuletzt im Mai 2021 (ebenfalls +2,2 %), ein noch niedrigerer Wert wurde zuvor im April 2021 (+2,0 %) ermittelt. Die Inflationsrate hat sich damit erneut abgeschwächt.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich robust. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Quelle

https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240118_PM_Internationale-Pkw-M-rkte-im-Jahr-2023-mit-kr-ftigem-Wachstum

Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Hinzu kommen schwache Vorjahreswerte, die zu einem Basiseffekt geführt haben. Dieser hatte jedoch zuletzt immer weniger unterstützende Wirkung auf die Wachstumsraten. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus

Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 Prozent) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Im Monat Dezember wurden mit gut 1,0 Mio. Einheiten 4 Prozent weniger Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahresmonat. Maßgeblich für den Rückgang ist der schwache deutsche Markt, auf dem infolge eines Ende 2022 wirksamen Sondereffektes (Änderungen bei der Förderung von E-Autos) im Elektrosegment im Dezember 2023 insgesamt deutlich weniger Neufahrzeuge zugelassen wurden. Die fünf größten europäischen Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Monat wie folgt: Frankreich (+15 Prozent), Spanien (+11 Prozent), Vereinigtes Königreich (+10 Prozent), Italien (+6 Prozent), Deutschland (-23 Prozent).

2.3. Mitarbeiter

Zum 31.03.2024 waren ohne Geschäftsführung 133 Angestellte und 8 Aushilfen für die Gesellschaft tätig.

2.4. Geschäftsverlauf und Leistungsindikatoren

Im vorliegenden handelsrechtlichen Jahresabschluss und Lagebericht der UNO MINDA Systems GmbH wird als Berichtsperiode das Geschäftsjahr 2023 / 2024 dargestellt (01.04.2023 - 31.03.2024).

Die Unternehmenssteuerung der UNO MINDA Systems GmbH ist vor allem auf die finanziellen Ziele des Unternehmens ausgerichtet. Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse und das EBITDA als Steuerungsgröße herangezogen. Es werden keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren verwendet.

Die finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:

in TEUR IST 2022/2023 IST 2023/2024 PLAN 2023/2024 Abweichung vs Plan
Umsatzerlöse 51.511 56.031 59.434 -3.403
EBITDA -1.751 1.979 2.225 - 246

Der Umsatz des Geschäftsjahres lag 5,7% unter dem Budget. Trotz einer Verbesserung der Betriebsabläufe, insbesondere des Materialverbrauchs, wurde das EBIDTA-Ziel nicht erreicht.

Im Bereich Entwicklung wurden die Ausgaben auf dem Vorjahresniveau des Geschäftsjahres 2022/2023 gehalten.

2022-2023
Umsatzerlöse 51.511
Materialaufwand 36.261 70,4%
2023-2024
Umsatzerlöse 56.031
Materialaufwand 38.304 68,4%

In diesem Jahr wurde die Materialverbrauchsrate im Vergleich zum Vorjahr um 2,03 Punkte positiv bewertet, was sich in einem positiven Effekt von 1139 T€ niederschlug.

3. VERMÖGENS-, FINANZ-, UND ERTRAGSLAGE

3.1 Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr um TEUR 148 auf TEUR 1.956 vermindert. Insgesamt waren laufende Anlagezugänge zu Anschaffungskosten mit TEUR 563 zu erfassen. Gegenläufig haben sich die Abschreibungen des Wirtschaftsjahres mit TEUR 709 ausgewirkt.

Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 11 auf TEUR 18.904 erhöht. Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 39 auf TEUR 22.418 verringert. Der Anstieg des Umlaufvermögens ist insbesondere in den nachfolgend aufgeführten Positionen begründet: Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (+TEUR 734), sonstige Vermögensgegenstände (+TEUR 646) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+TEUR 293). Gegenläufig haben sich die Vorräte (./. TEUR 34980), sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (./. TEUR 1.163), entwickelt.

3.2 Finanzlage

Rückstellungen für Steuern sind um TEUR 34 vermindert mit TEUR 72 erfasst. Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 1.393 auf TEUR 4.344 angestiegen. Die Rückstellung für am Bilanzstichtag noch ausstehende Rechnungen ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 513 reduziert mit TEUR 635 ausgewiesen. Erfasst werden musste eine Rückstellung für noch zu erbringenden Leistungen i. H. v. TEUR 1.819, die im Wesentlichen für den Anstieg der Rückstellungen verantwortlich ist.

Die Verbindlichkeiten sind insgesamt um TEUR 1.299 auf TEUR 16.024 reduziert worden.

Im Rahmen der Verbindlichkeiten haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Tilgungen von Darlehen um TEUR 267 auf TEUR 30 vermindert. Auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert (./. TEUR 1.704) reduziert. Demgegenüber ist im Rahmen der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (+ TEUR 278) sowie im Rahmen der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+TEUR 350) im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung zu verzeichnen.

Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über Kundenzahlungen sowie zur Zwischenfinanzierung durch Darlehen innerhalb der Uno-Minda Gruppe.

Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds der Gesellschaft, der die flüssigen Mittel umfasst, im Berichtsjahr um TEUR 734 auf TEUR 1.173 erhöht. Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Durch den Bestand an liquiden Mitteln und die Möglichkeit des Rückgriffs auf finanzielle Mittel innerhalb Gruppe ergeben sich aus Sicht der Geschäftsführung keine absehbaren Liquiditätsengpässe.

3.3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres betragen TEUR 56.032, im Vergleich zum Vorjahr haben sich diese um TEUR 4.521 erhöht. Der Anstieg ist auf die weitere hohe Nachfrage der Kunden zurückzuführen. Die Märkte und die Nachfrage nach den Produkten der MSYS haben sich positiv entwickelt.

Der Personalaufwand beträgt TEUR 10.144 im Geschäftsjahr und liegt damit um TEUR 1.528 höher als im Vorjahr. Das EBIT ist im Geschäftsjahr um TEUR 2.482 auf TEUR 61 angestiegen. Das Jahresergebnis weist im Geschäftsjahr einen Wert von TEUR./. 99 (Vorjahr TEUR ./. 1.836) auf.

Der Materialaufwand ist im Geschäftsjahr um TEUR 2.043 gestiegen. Zur Erhöhung führten im Wesentlichen höhere Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 13.710, Vorjahr TEUR 11.708) zum einen aufgrund höherer Umsätze, zum anderen aufgrund gestiegener Einkaufspreise.

Die Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.918 (Vorjahr: TEUR 671). Darunter fielen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten (TEUR 1.210, Vorjahr TEUR 0). Diese Abschreibungen waren im Wesentlichen auf nicht durch Kundenaufträge gedeckte Entwicklungskosten notwendig, die auch nicht als selbst erstellte immaterielle VG aktiviert werden konnten (TEUR 988).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt um TEUR 396 gesunken. Während die Kosten der Warenabgabe (TEUR 79, Vorjahr TEUR 314), Aufwendungen für Gewährleistungen (TEUR 80, Vorjahr TEUR 363) sowie Aufwendungen aus Kursdifferenzen (TEUR 155, Vorjahr TEUR 520) gesunken sind, stiegen die Umlagen innerhalb der UNO MINDA Europe Gruppe (TEUR 2.415, Vorjahr TEUR 2.171) sowie die Raumkosten (TEUR 1.227, Vorjahr TEUR 957).

4. RISIKO-, CHANCEN UND PROGNOSEBERICHT

4.1 Risikobericht

Das Risikomanagement der Gesellschaft zielt darauf ab, durch organisatorische Prozesse sicherzustellen, dass Risiken frühzeitig erkannt werden sowie Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden können, implementiert sind, überwacht und weiterentwickeln werden.

Nachfolgend werden die wesentlichen bekannten Risiken für die Gesellschaft aufgelistet, die einen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können. Mit entsprechenden Maßnahmen wird laufend und maßgeblich Einfluss genommen.

Branchenrisiken

Die Automobilindustrie steht vor einschneidenden Veränderungen. Der Druck zur Veränderung kommt vor allem durch die vier Megatrends: Digitalisierung, Urbanisierung, Nachhaltigkeit und Individualisierung. Was den Innovations- und Investitionsdruck für die Fahrzeughersteller wie auch für die Zulieferindustrie zusätzlich anheizt. [Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.; https://www.fes.de/studie-zukunft-der-automobilbranche; abgerufen 11.3.2024] Aufgrund der enorm wachsenden Bedeutung der Elektromobilität erhöht sich der Wettbewerb für die deutschen Fahrzeughersteller enorm und es besteht das Risiko, dass ihre Absatzzahlen künftig sinken. Dies könnte bei der UNO MINDA Systems GmbH zu geringeren Serienumsätze als bisher geplant führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird kurzfristig als gering eingestuft, die Auswirkung als mittel.

Marktrisiken

Der vorgenannte Ausblick birgt Risiken hinsichtlich unseres Produktabsatzes, da aufgrund der angespannten Versorgungslage die geplanten Abrufstückzahlen teilweise nicht erreichbar werden könnten. Die Abrufstückzahlen gerade aus den US-Amerikanischen Märkten unterliegen starken Schwankungen. Hierzu wird als Gegenmaßnahme versucht, über den Uno-Minda Konzern entsprechende Beschaffungsrisiken zu minimieren.

Eintrittswahrscheinlichkeit mittel/Auswirkung mittel.

Aufgrund der stetigen Konzentration mit Großkunden ergeben sich zwangsläufig Abhängigkeitsrisiken.

Eintrittswahrscheinlichkeit mittel/Auswirkung hoch.

Beschaffungsrisiken

Risiken auf dem Beschaffungsmarkt sehen wir hinsichtlich der Entwicklung der Lieferzeiten und steigender Preise für elektronische Bauteile.

Eintrittswahrscheinlichkeit hoch/Auswirkungen hoch

Risiken in der Lieferkette unserer Lichttechnik-Produkte sehen wir aufgrund einiger Firmenübernahmen sowie Insolvenzrisiken bei wichtigen Lieferanten und Fertigungspartnern.

Eintrittswahrscheinlichkeit sehr hoch/Auswirkungen hoch

Projektrisiken

Projektrisiken bestehen insbesondere bei Serienentwicklungen von sehr komplexen Steuergeräten. Aufgrund der hohen technischen Komplexität und neuen Anforderungen (wie z.B. Funktionale Sicherheit, Cyber Security, TISAX u.v.m.) ist der Aufwand zum Angebotszeitpunkt nur schwer abschätzbar und es besteht die Gefahr, dass die Produktentwicklung nicht mit finanziellem Gewinn abgeschlossen werden. Durch intensiveres Projektmanagement, regelmäßige Reviews, Fokussierung auf Projekte mit höherem Wiederholanteil, regelmäßigen "Lessons Learned"-Runden sollen diese Risiken immer besser beherrscht werden. Ebenso wird verstärkt darauf geachtet, dass die wirtschaftlichen Risiken der Produktentwicklungen in vernünftigem Verhältnis zu den erwarteten Serienumsätzen und -margen stehen.

Eintrittswahrscheinlichkeit hoch/Auswirkung mittel bis hoch

Arbeitsmarktrisiken

Risiken am Arbeitsmarkt bestehen dahingehend, dass wir stetig in Konkurrenz hinsichtlich geeigneter Fachkräfte mit direkten Konkurrenten aber auch größeren Konzernen stehen. Wir müssen einen immer höheren Aufwand betreiben, um unsere Fachkräfte im Unternehmen zu halten und neue Mitarbeiter für das geplante Wachstum rekrutieren zu können.

Der Mangel an Fachkräften insbesondere für Elektronik-Entwicklung, Software-Entwicklung und Vertrieb stellen unseren größten Engpass für Wachstum dar.

Eintrittswahrscheinlichkeit sehr hoch/Auswirkung hoch

Finanzrisiken

Steigende Vorfinanzierungsaufwände: Die Zahlungsmodalitäten im Seriengeschäft verlangen in aller Regel (zumindest in Teilen) eine Vorfinanzierung von Entwicklungsaufwand und Produktionsequipment bis zur vollständigen Qualifikation/Freigabe durch den Kunden. Dies muss entsprechend bei der Liquiditätsplanung berücksichtigt und/oder durch Projektfinanzierung gepuffert werden. Durch leichten Rückgriff innerhalb der UNO MINDA Gruppe kann hier ggf. kurzfristig Liquidität zur Verfügung gestellt werden.

Eintrittswahrscheinlichkeit hoch/Auswirkungen hoch

Den Kostenstrukturrisiken, bestehend aus der Entwicklung der Preise für bezogene Leistungen und aus den hohen Fixkosten, sowie dem Preisdruck auf der Verkaufsmarktseite begegnen wir mit einem Aufbau eines internen Controlling. Dieses liefert zeitnah aussagekräftige Kennzahlen, um mögliche Abweichungen frühzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können.

Eintrittswahrscheinlichkeit hoch/Auswirkung mittel

Die verschiedenen weltweiten politischen Veränderungen und Krisen beinhalten Risiken für das Unternehmen, da sie sich zum Teil heftig auf die einzelnen Märkte auswirken. Es besteht daher ein erhöhtes Risiko durch mögliche Ausfälle bei Kunden/Lieferanten. Die Gesellschaft achtet daher konsequent auf pünktliche Zahlung und passt ihren Bedarf sowie die variablen Kosten durch die Produktionsplanung und -steuerung kurzfristig und flexibel an, um die Liquidität sicher aufrecht zu erhalten.

Eintrittswahrscheinlichkeit gering/Auswirkung hoch

4.2 Chancenbericht

Chancen für die UNO MINDA Systems GmbH bieten sich aus dieser aktuellen Situation dahingehend, dass Konkurrenten innerhalb dieser Krise es nicht schaffen, ihren Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Dies würde für die UNO MINDA Systems GmbH zusätzliche Marktchancen bereithalten.

Chancen auf dem Absatzmarkt bestehen dahingehend, dass wir aufgrund der auf die Gesellschaft ausgegliederten Teilbetriebe deutlich verbesserten fachlichen Kompetenz gewinnen konnten, unser Geschäft mit Bestandskunden ausbauen sowie neue Kunden gewinnen können.

Chancen für zukünftiges Wachstum sehen wir insbesondere durch in der Weiterentwicklung und Markteinführung neuer Produkte (z.B. semi-dynamischer Logo-Projektor) bei unseren Bestandskunden. Ebenso stellen lukrative Nischen bei unseren aktuellen OEM-Kunden wie z.B. Kleinserien, Sonderfahrzeuge, Fahrzeuge der Luxusklasse sowie neue Fahrzeughersteller (Start-Ups) in Europa und Nordamerika sehr interessant Wachstumsperspektiven für uns dar.

4.3. Prognosebericht

4.3.1 Ausblick auf die Entwicklung der Branche

Der Konflikt in der Ukraine führte seit Februar 2022 zu erheblichen Störungen, da z.B. wichtige Kabelbaum-Hersteller in der Ukraine produzieren und ohne Kabelbaum kein Fahrzeug hergestellt werden kann. Die Entwicklungen der Energie- und Rohstoffpreise, die nach wie vor schwierige und nahezu unplanbare Versorgungslage mit Halbleitern (insbesondere ICs und bestimmten anderen elektronische Bauteilen) führte zu Erhöhung der Beschaffungskosten und hohem Arbeitsaufwand. Diese Kosten sind nur sehr schwierig, nur in Teilen und in langwierigen Verhandlungen an den Kunden weiterzugeben. Die vorgenannten Marktbedingungen und die damit verbundene hohe Volatilität stellt hohe Herausforderungen für die gesamte Branche dar, da sowohl die Materialverfügbarkeit als auch die Beschaffungskosten schwer planbar sind. Ständige Eskalationen, Zukäufe über Broker zu erhöhten Kosten, das ständige Risiko eines Versorgungsabrisses und drohende Stillstände von Montagelinien bei den Fahrzeugherstellern sind die Folge. Im Jahr 2023 haben sich die Rahmenbedingungen aufgrund der Überwindung der Covid-19 Krise und der Anpassung der Lieferketten auf den Ukraine-Krieg stabilisiert. Dennoch gehen wir davon aus, dass sich die Lieferengpässe für elektronische Bauteile auch im Jahr 2024/2025 noch bemerkbar machen.

4.3.2. Ausblick auf die Entwicklung der Gesellschaft

Die Geschäftsführung geht nach daher derzeitigem Stand davon aus, dass die genannten Branchen-Entwicklungen auch weiterhin entsprechende Auswirkungen auf unsere Umsatzerlöse und Ergebnisse haben wird.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird die nächste Phase des Turnarounds erwartet. Wir planen mit Umsatzerlösen von TEUR 57.189 und einem EBITDA von TEUR 2.137.

Zusammenfassung

Trotz angeführter Risiken und in Anbetracht der bereits heute bekannten positiven Entwicklungen, erwartet die Geschäftsführung weiterhin eine stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse ist der Fortbestand des Unternehmens gesichert. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. Die zuvor beschriebenen Risiken sind aus gegenwärtiger Sicht beherrschbar und stellen keine konkrete Gefährdung dar.

 

München, den 16. Mai 2024

UNO MINDA Systems GmbH

gez. Dr. Tobias Vogel, Geschäftsführer ab 1.7.2023 (Teilweise Geschäftsführer in der Berichtsperiode)

[1] https://www.tresor.economie.gouv.fr/Pays/DE/l-economie-allemande-en-bref#:~:text=Avec%20un%20PIB%20de%204,et%20d%C3%A9sormais%20devant%20le%20Japon.

Bilanz zum 31. März 2024

AKTIVA

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 46.991,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen und ähnliche Rechte 119.691,00 236.742,00
166.682,00 236.742,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 558.522,00 879.002,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 893.988,00 916.316,99
3. Geleistete Anzahlungen 266.948,04 2.207,63
1.719.458,04 1.797.526,62
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 70.000,00 70.000,00
1.956.140,04 2.104.268,62
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.937.135,64 3.468.416,77
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.682.612,30 2.422.283,01
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.927.026,58 2.080.739,37
4. Geleistete Anzahlungen 26.528,93 100.358,41
7.573.303,45 8.071.797,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.948.225,35 8.111.113,95
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.017.925,19 1.724.739,40
davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 556.998,39 (Vj. EUR 436.749,30)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.191.642,84 545.949,55
10.157.793,38 10.381.802,90
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.172.624,49 439.105,04
18.903.721,32 18.892.705,50
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 193.963,62 96.027,46
D. Aktive latente Steuern 1.364.171,00 1.364.171,00
22.417.995,98 22.457.172,58

PASSIVA

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 35.000,00 35.000,00
II. Kapitalrücklage 4.418.762,77 4.418.762,77
III. Bilanzverlust -2.474.919,79 -2.376.372,02
1.978.842,98 2.077.390,75
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 71.874,50 106.037,46
2. Sonstige Rückstellungen 4.343.499,76 2.950.557,63
4.415.374,26 3.056.595,09
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.530,15 296.200,31
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 414.253,00 136.106,13
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.897.587,24 9.601.516,94
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.323.922,93 6.973.549,69
5. Sonstige Verbindlichkeiten 358.485,42 315.813,67
davon aus Steuern: EUR 159.268,86 (Vj. EUR 132.347,26)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 34.670,14 (Vj. EUR 20.778,06)
16.023.778,74 17.323.186,74
22.417.995,98 22.457.172,58

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

01.04.2023-31.03.2024 01.04.2022-31.03.2023
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 56.031.512,31 51.510.937,94
2. Erhöhung / Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 396.825,23 -2.028.745,73
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 65.065,00 15.141,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 686.691,17 777.693,32
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 285.348,98 (Vj. EUR 363.557,88)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -33.160.301,26 -32.406.129,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.144.087,23 -3.855.106,65
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.581.148,61 -7.180.107,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.562.506,34 -1.435.292,74
davon für Altersversorgung EUR 34.978,14 (Vj. EUR 15.306,35)
-10.143.654,95 -8.615.400,46
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -708.692,56 -670.802,55
b) auf Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -1.209.502,00 0,00
-1.918.194,56 -670.802,55
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.752.769,86 -7.148.979,49
davon aus Währungsumrechnung: EUR 155.354,75 (Vj. EUR 523.882,09)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49.057,59 44.560,16
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -173.913,20 -128.628,75
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -33.650,01 685.672,58
12. Ergebnis nach Steuern -97.419,77 -1.819.787,90
13. Sonstige Steuern -1.128,00 -15.899,22
14. Jahresfehlbetrag -98.547,77 -1.835.687,12
15. Verlustvortrag -2.376.372,02 -540.684,90
16. Bilanzverlust -2.474.919,79 -2.376.372,02
57.115.028,71 50.259.885,53

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

1 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die UNO MINDA Systems GmbH mit Sitz in München ist beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 274454 registriert.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetztes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Das Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung Art. 93 (2) EGHGB wird ausgeübt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie wertbestimmende Faktoren unverändert maßgebend.

Die Bilanzierung erfolgt gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Entgeltlich erworbene, immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Lizenzen, Software sowie ähnliche Rechte werden über eine Nutzungsdauer von 3 - 5 Jahren abgeschrieben. Die selbst geschaffenen immateriellen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskoten umfassen die Material-, Fertigungseinzelkosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des Wertverzehrs des Anlagevermögens und andere wahlweise berücksichtigungsfähige Herstellungskosten, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Die Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit zulässig, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Herstellungskoten umfassen die Material-, Fertigungseinzelkosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des Wertverzehrs des Anlagevermögens und andere wahlweise berücksichtigungsfähige Herstellungskosten, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Die Fremdkapitalkosten wurden nicht aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren. Die Abschreibungen erfolgen linear, zeitanteilig ab Beginn des Monats der Anschaffung. Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von EUR 800,00, die ab dem 01. Januar 2020 angeschafft wurden, wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden erst bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Der niedrigere beizulegende Wert entspricht dabei dem Wiederbeschaffungswert auf dem Beschaffungsmarkt. Für veraltetest oder langsam drehendes Material wird eine Wertberichtigung gebildet.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse / unfertige Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen die Material-, Fertigungseinzelkosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des Wertverzehrs des Anlagevermögens und andere wahlweise berücksichtigungsfähige Herstellungskosten, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Die Fremdkapitalkosten wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet.

Die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Der niedrigere beizulegende Wert entspricht dabei dem Wiederbeschaffungswert auf dem Beschaffungsmarkt. Für veraltetes oder langsam drehendes Material wird eine Wertberichtigung gebildet.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte darüber hinaus frei von Rechten Dritter.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Drohende Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für Zinsverluste und das latente Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven und passiven latenten Steuern berücksichtigen alle zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehenden Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleitet ist. Die sich ergebenden Steuerbelastungen und -entlastungen wurden verrechnet.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich nach Maßgabe des Wechselkurses zum Tag der Entstehung der Forderung bzw. Verbindlichkeit bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung ist bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr in Abhängigkeit von der Entwicklung des Wechselkurses eine Umbewertung mit dem zum Abschlussstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs vorzunehmen. Differenzen aus der Währungsumrechnung werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden Kursverluste bei Forderungen und Verbindlichkeiten ergebniswirksam verbucht.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden im Rahmen der Ausübung von Ermessensspielräumen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Gesellschaft betreibt Entwicklung im Rahmen von Kundenaufträgen. Die Entwicklungskosten, die nicht an Kunden fakturiert werden,betrugen im Geschäftsjahr TEUR 825, davon wurden TEUR 65 aktiviert

Bei den Sonstigen Ausleihungen in den Finanzanlagen handelt es sich um die Mietkaution für das Mietobjekt Schatzbogen, München.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit TEUR 2.018 (VJ TEUR 1.725) handelt es sich im Wesentlichen um die laufenden Verrechnungskonten mit TEUR 1.461 (VJ TEUR 1.288) - davon gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.342 (VJ TEUR 1.228) sowie um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 557 (VJ TEUR 436). Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich insbesondere zusammen aus Umsatzsteuerforderungen TEUR 1.056 (VJ TEUR 47, Kautionen TEUR 60 (VJ TEUR 0) sowie debitorischen Kreditoren TEUR 10 (VJ TEUR 75).

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern wurden im Wesentlichen auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Sie betragen am Ende des Geschäftsjahres EUR 1.364.171,00 (VJ TEUR 1.364).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 35.000,00 und entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Betrag. Das Stammkapital ist in voller Höhe einbezahlt. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 98.547,77 wird mit dem Bilanzverlust des Vorjahres in Höhe von EUR 2.376.372,02 verrechnet. Es ermittelt sich in der Summe ein Bilanzverlust von EUR 2.474.919,79

Zum 31. März 2024 besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 1.411 (Vorjahr TEUR 1.364). Diese entfällt auf den in der Bilanz ausgewiesenen Überhang der aktiven latenten Steuern i. H. v. TEUR 1.364 sowie auf die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens i. H. v. TEUR 47.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.344 (Vorjahr TEUR 2.951) wurden im Wesentlichen für noch zu erbringende Leistungen (TEUR 1.819, Vorjahr TEUR 0), Garantie- und Kulanzleistungen (TEUR 617, Vorjahr TEUR 617), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 635, Vorjahr TEUR 1.148) sowie Überstunden und Urlaubsverpflichtungen (TEUR 732, Vorjahr TEUR 734) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

Vebindlichkeitenspiegel

inTEUR:

Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit über 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit davon über 5 Jahre
TEUR
gesichert mit
TEUR
Gesamt
TEUR
Art der Verbindlichkeit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30 0 0 0 30
(Vorjahr) (296) (0) (0) (0) (296)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 414 0 0 0 414
(Vorjahr) (136) (0) (0) (0) (136)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.898 0 0 0 7.898
(Vorjahr) (9.602) (0) (0) (0) (9.602)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.324 0 0 0 7.324
(Vorjahr) (6.008) (965) (0) (0) (6.973)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 358 0 0 0 358
(Vorjahr) (316) (0) (0) (0) (316)
- davon aus Steuern 159 0 0 0 159
(Vorjahr) (132) (0) (0) (0) (132)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 35 0 0 0 35
(Vorjahr) (21) (0) (0) (0) (21)
16.024 0 0 0 16.024
(16.358) (965) (0) (0) (17.027)

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEUR 4.305 (Vj.: TEUR 4.151) um Darlehen innerhalb des Unternehmensverbundes - davon gegenüber Gesellschafter TEUR 3.690 (VJ TEUR 2.640). Des Weiteren um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 3.019 (VJ TEUR 2.822) - davon gegenüber Gesellschafter TEUR 1.537 (VJ TEUR 2.764).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 164 (Vorjahr TEUR 241) enthalten.

Abschreibungen

In den Abschreibungen auf Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens sind Abschreibungen auf den Bestand an unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 988 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen (Vorjahr TEUR 27) erfasst.

Steuern von Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Zuführung aktiver latenter Steuern (TEUR 0; Vorjahr764) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführung im Geschäftsjahr durch:

Jain, Amit (ausgeschieden zum 25.07.2023)

Dr. Ing Vogel, Tobias (Dr. Ing./ Dipl.-Wirt.-Inf.) (bestellt zum 25.07.2023)

Die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023/2024 2022/2023
Angestellte 133 112
Aushilfen 8 9
141 121
Auszubildende 0 0
Gesamt 141 121

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miet- und Leasingverträge

Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden kurzfristig nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den folgenden Wirtschaftsjahren zu zahlende Beträge wie folgt:

TEUR
Wirtschaftsjahr 2024/2025 1.025
Wirtschaftsjahr 2025/2026 965
Folgejahre 158
2.148

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Art der Geschäfte Zweck Vorteile Risiken
Leasingverträge Finanzierung Optimierung Finanzielle
Eigenkapitalquote / Bilanzsumme Verpflichtung

Die Verpflichtung aus den nicht innerhalb eines Jahres kündbaren Leasingvertrages, die sich über die Laufzeit ergeben, sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen unter entsprechender Angabe der Beträge ausgewiesen.

Ergebnisverwendungsvorschlag Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 98.547,77 wird mit dem Bilanzverlust des Vorjahres in Höhe von EUR 2.376.372,02 vorgetragen.

Sonstige Pflichtangaben

Die UNO MINDA Systems GmbH haftet nach § 251 HGB aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten (Belastung des beweglichen und unbeweglichen Sachanlagevermögens sowie des gesamten Umlaufvermögens) mit TEUR 16.370 (davon zu Gunsten verbundenen Unternehmen TEUR 16.370). Das Risiko einer Inanspruchnahme aus vorgenannten Haftungsverhältnissen wird derzeit ausgeschlossen, da keine erkennbaren Gründe vorliegen.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist Teil des Minda-Konzerns. Sie ist eine 100%ige Tochter der UNO MINDA Europe GmbH, Moosacher Straße 88, 80809 München, Deutschland, Amtsgericht München, Handelsregisternummer HRB 274526, die verpflichtet ist, den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufzustellen. Der Konzernabschluss wird voraussichtlich im Unternehmensregister veröffentlicht.

Oberste Muttergesellschaft ist die Uno Minda Limited, Nawada, Fatehpur, SikanderPur Badda IMT Manesar, Gurgaon - Haryana - 122004 India, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen nach indischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufstellt.

Der Konzernabschluss ist am Sitz des obersten Mutterunternehmens erhältlich.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Im April 2024 hat sich der Israel-Iran-Konflikt zugespitzt und weitere Reaktionen sind derzeit zu erwarten. Dieser Nahostkonflikt kann direkte Auswirkungen auf Rohstoffpreise und Lieferengpässe haben und sich nachteilig auf die Preisentwicklungen auswirken.

Auswirkungen können sich für die UNO MINDA Systems GmbH sowohl durch Lieferengpässe unserer Lieferanten als auch durch reduzierte Abnahmemengen der Kunden aufgrund von Kaufkraftminderung sowie verändertem Kaufverhalten ergeben.

Weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

München, den 16.05.2024

UNO MINDA Systems GmbH

Dr. Tobias Vogel, Geschäftsführer ab 1.7.2023 (Teilweise Geschäftsführer in der Berichtsperiode)

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.03.2024 wurde am 27.09.2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.04.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.03.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 65.065,00 0,00 65.065,00
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen und ähnliche Rechte 797.968,04 0,00 0,00 797.968,04
797.968,04 65.065,00 0,00 863.033,04
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.650.506,19 0,00 0,00 1.650.506,19
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.217.472,42 230.857,05 272,64 2.448.056,83
3. Geleistete Anzahlungen 2.207,63 266.948,04 2.207,63 266.948,04
3.870.186,24 497.805,09 2.480,27 4.365.511,06
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 70.000,00 0,00 0,00 70.000,00
4.738.154,28 562.870,09 2.480,27 5.298.544,10
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.04.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.03.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 18.074,00 0,00 18.074,00
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen und ähnliche Rechte 561.226,04 117.051,00 0,00 678.277,04
561.226,04 135.125,00 0,00 696.351,04
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 771.504,19 320.480,00 0,00 1.091.984,19
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.301.155,43 253.087,56 174,16 1.554.068,83
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.072.659,62 573.567,56 174,16 2.646.053,02
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.633.885,66 708.692,56 174,16 3.342.404,06
Restbuchwerte Abschreibungen des Geschäftsjahres
Stand 31.03.2024
EUR
Stand 31.03.2023
EUR
Stand 2023_2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 46.991,00 0,00 18.074,00
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen und ähnliche Rechte 119.691,00 236.742,00 117.051,00
166.682,00 236.742,00 135.125,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 558.522,00 879.002,00 320.480,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 893.988,00 916.316,99 253.087,56
3. Geleistete Anzahlungen 266.948,04 2.207,63 0,00
1.719.458,04 1.797.526,62 573.567,56
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 70.000,00 70.000,00 0,00
1.956.140,04 2.104.268,62 708.692,56

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die UNO MINDA Systems GmbH, München

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der UNO MINDA Systems GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UNO MINDA Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS " unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 16. Mai 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Braunschläger, Wirtschaftsprüfer

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