X7L GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ivan Marie Joseph Laqueille seit 3.12.2025 | Geschäftsführer |
Meike Tilsner seit 30.5.2025 | Prokura |
Sascha König-Peters seit 15.11.2024 | Geschäftsführer |
Sinan Eliguel seit 22.7.2024 | Prokura |
Stefanie Jordan seit 28.3.2024 | Prokura |
Bernadette Nöth seit 9.8.2023 | Prokura |
Rafal Krajewski seit 9.8.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
CEVA Corporate Services SAS | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GEFCO Deutschland GmbHMörfelden-WalldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021INHALTSVERZEICHNIS A. PRÜFUNGSAUFTRAG B. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN - STELLUNGNAHME ZUR LAGEBEURTEILUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER I. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf II. Künftige Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken III. Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Tatsachen nach § 321 Abs. 1 S. 3 HGB IV. Zusammenfassende Feststellung C. GEGENSTAND, ART UND UMFANG DER PRÜFUNG I. Gegenstand der Prüfung II. Art und Umfang der Prüfung D. FESTSTELLUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung 1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen 2. Jahresabschluss 3. Lagebericht II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses 1. Erläuterungen zur Gesamtaussage 2. Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses E. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS F. SCHLUSSBEMERKUNG In Tabellen können Rundungsdifferenzen zu den mathematisch exakt berechneten Werten auftreten. ANLAGENVERZEICHNIS 1. Bilanz zum 31. Dezember 2021 2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2021 4. Lagebericht 2021 Besondere Auftragsbedingungen Allgemeine Auftragsbedingungen ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
An die GEFCO Deutschland GmbH, Mörfelden-Walldorf: A. PRÜFUNGSAUFTRAG In der Gesellschafterversammlung am 30 Juli 2021 der GEFCO Deutschland GmbHMörfelden-Walldorf(im Folgenden auch "Gesellschaft")wurden wir zum Abschlussprüfer für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr gewählt. In Ausführung des uns von der Geschäftsführung erteilten Auftrags haben wir den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 entsprechend § 317 HGB und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Durchführung von Abschlussprüfungen geprüft. Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben. Der vorliegende Prüfungsbericht wurde von uns in Übereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n. F.) erstellt. Für die Durchführung unseres Auftrags und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die diesem Bericht als Anlagen beigefügten Besonderen Auftragsbedingungen für Prüfungen und prüfungsnahe Leistungen der Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft vom 1. Juni 2019 sowie die Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nach dem Stand vom 1. Januar 2017 maßgebend. Danach ist unsere Haftung nach Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen begrenzt. Im Verhältnis zu Dritten gelten Nr. 1 Abs. 2 und Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen. B. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN - STELLUNGNAHME ZUR LAGEBEURTEILUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER I. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf Der Lagebericht der gesetzlichen Vertreter enthält unseres Erachtens folgende wesentlichen Aussagen zur wirtschaftlichen Lage und zum Geschäftsverlauf der Gesellschaft: "Das Jahresergebnis 2021 entwickelte sich insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2021 schlechter als die ursprünglichen Erwartungen. Neue Corona-Varianten und stark steigende Inzidenzzahlen beeinflussten das wirtschaftliche Umfeld insgesamt negativ. Einige größere Kunden hatten bereits Ende 2020, nach der Geschäftsjahresplanung, ihre Verträge oder einige Transportrouten gekündigt. Dies wirkte sich negativ gegenüber der Planung aus. Einige dieser Kunden und Routen konnten im Laufe des Jahres 2021 zurückgewonnen werden. Dies reichte jedoch nicht aus, um die bis dahin verloren gegangenen Umsätze zu kompensieren. Die negativen Auswirkungen der Halbleiterkrise, die insbesondere die Automobilbranche sehr belastet, kam hauptsächlich in der zweiten Jahreshälfte zum Tragen. Die Umsatzprognose ging Mitte 2021 noch von einem Umsatzrückgang von knapp 2 % zum Vorjahr aus. Am Jahresende betrug der Rückgang zum Vorjahr insgesamt -5,1 % (-8,2 Mio. €) aufgrund des schlechteren zweiten Halbjahres." "Wie im vergangenen Jahr prognostiziert, war das Geschäftsjahr 2021 auf den Umsatz bezogen etwas weniger erfolgreich. Der Umsatz hat sich mit 8,2 Mio. € um 5,1 % reduziert. [...]. Ohne den Sondereffekt der Restrukturierungskosten liegt das Ergebnis im prognostizierten Bereich von ein bis zwei Mio. €." "Die relative Rohmarge stieg von 22,8 % auf über 24,2 % um fast 1,5 Prozentpunkte. Sie betrug am Ende des Geschäftsjahres 2021 annähernd 37,6 Mio. €. Im Jahr davor waren es rund 37,1 Mio. € (+ 0,5 Mio. €). Die Ursache liegt in den Aufwendungen für bezogene Leistungen, die relativ stärker gesunken sind als die Umsätze." "GEFCO Deutschland ist an das Cash-Pooling System der GEFCO Gruppe angeschlossen und bezieht daraus vollständig die liquiden Mittel für das operative Geschäft. Der freie Cash-Flow betrug am Ende des Geschäftsjahres 2021 annähernd 7,8 Mio. €." "Die Rückstellungen i. H. v. 37,4 Mio. € aus dem Vorjahr haben sich um 3,2 Mio. € (8,7 %) auf 40,6 Mio. € erhöht. Die größte Position sind die Pensionsrückstellungen. Sie stiegen erneut aufgrund der Ergebnisse aus dem Pensionsgutachten um 8,6 % von 20,9 Mio. € auf 22,7 Mio. €. Dies ist ein Anstieg von 1,8 Mio. €. II. Künftige Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Die Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im Lagebericht basiert auf Annahmen, bei denen Beurteilungsspielräume vorhanden sind. In diesem Zusammenhang weisen wir insbesondere auf folgende Kernaussagen hin: "Aufgrund der [...] Ausschreibungssituation gehen wir für das laufende Jahr 2022 von einem Umsatzrückgang im Vergleich zum Jahr 2021 von rund 3 % aus." "Die transportierten Neufahrzeuge der Stellantis-Gruppe liegen seit Jahresanfang auf dem Niveau des Vorjahres. Die weitere Entwicklung ist u. a. von der Liefersituation der Halbleiter abhängig." "Aufgrund der Beendigung des Exklusiv-Vertrages mit Stellantis Ende 2022 haben im zweiten Halbjahr 2021 die Neuausschreibungen des Geschäftes begonnen. Einige Verbindungen werden nicht wieder neu abgeschlossen werden. Für das Jahr 2022 haben wir einen saldierten Umsatzrückgang von rund 3 % eingeplant. Darin sind Neugeschäfte und Abgänge zusammengefasst (saldiert)." "GEFCO beobachtet die Entwicklung der geopolitischen Lage in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen genau. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und der Mehrheitsbeteiligung von 75% der russischen Staatsbahn RZD (JCS Russian Railways ) an der GEFCO SA, wurde der Verkauf der Anteile der RZD angestrebt. Dieser Anteilsverkauf erfolgte am 6. April 2022. Es wurden nicht nur die Anteile der RZD verkauft, sondern auch die Anteile der Stellantis-Gruppe (ehemals PSA Gruppe). Insgesamt 99,96 % der gesamten Anteile wurden von der französischen Schifffahrts- und Logistikgruppe CMA CGM mit Sitz in Marseille übernommen. Die restlichen Anteile werden durch Minderheiten gehalten." "Für das Jahresergebnis gehen wir von einem Gewinn in Höhe von bis zu einer Mio. € aus." "Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die insolvenzrechtlichen Folgen einer Überschuldung sind durch die o. g. Verpflichtung der Gesellschafterin GEFCO S.A. für den angegebenen Zeitraum abgesichert." III. Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Tatsachen nach § 321 Abs. 1 S. 3 HGB Nach § 321 Abs. 1 S. 3 HGB haben wir über bei der Durchführung der Abschlussprüfung festgestellte Tatsachen zu berichten, welche die Entwicklung des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen oder seinen Bestand gefährden können. Diese Tatsachen sind bereits dann zu nennen, wenn sie eine Entwicklungsbeeinträchtigung oder eine Gefährdung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ernsthaft zur Folge haben können und nicht erst dann, wenn die Entwicklung des geprüften Unternehmens bereits wesentlich beeinträchtigt oder sein Bestand konkret gefährdet ist. Bei der Durchführung unserer Prüfung haben wir folgende Tatsachen festgestellt, die den Bestand der Gesellschaft gefährden oder ihre Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können: Die Bilanz der Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2021 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 20.496 (Vj. TEUR 18.536) aus. Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 1.960 (Vj. Jahresfehlbetrag TEUR 334). Ein buchmäßiger Fehlbetrag ist grundsätzlich nicht geeignet, eine Überschuldung der Gesellschaft i. S. der Insolvenzordnung festzustellen. Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2021 den Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft ist im Prognosezeitraum neben dem Liquiditätszufluss aus dem operativen Geschäft durch den Anschluss an das Cash-Pooling System mit der GEFCO Gruppe und eine auf EUR 24 Mio. begrenzte harte Patronatserklärung der GEFCO S.A., Puteaux, Frankreich, gesichert. Die von der Gesellschafterin GEFCO S.A. erhaltene Patronatserklärung vom 25. Januar 2022 läuft bis zum 31. Dezember 2023, es besteht daher eine positive Fortbestehensprognose für diesen Zeitraum. In diesem Zusammenhang weisen wir insbesondere auf folgende Kernaussagen im Lagebericht hin: "Durch den Jahresfehlbetrag erhöhte sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von 18,5 Mio. € um 2,0 Mio. € auf 20,5 Mio. € (10,6 %). Die Gesellschafterin GEFCO S.A. hat zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Folgen der Überschuldung die Verpflichtung übernommen, GEFCO Deutschland mit ausreichend finanziellen Mitteln auszustatten, damit diese ihren Verbindlichkeiten uneingeschränkt nachkommen kann. Diese harte Patronatserklärung beläuft sich auf 24,0 Mio. € und ist befristet bis zum 31. Dezember 2023." IV. Zusammenfassende Feststellung Wir stellen aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse fest, dass der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. C. GEGENSTAND, ART UND UMFANG DER PRÜFUNG I. Gegenstand der Prüfung Gegenstand unserer Prüfung waren der nach den deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen aufgestellte Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und der Lagebericht der Gesellschaft. Wir weisen darauf hin, dass die Geschäftsführung der GEFCO Deutschland GmbH die Verantwortung für die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht sowie die dazu eingerichteten internen Kontrollen und die dem Abschlussprüfer gemachten Angaben trägt. Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Abschlussprüfung, als sich aus diesen anderen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den Jahresabschluss oder den Lagebericht ergeben. Die Prüfung hat sich gemäß § 317 Abs. 4a HGB nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand der GEFCO Deutschland GmbH oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann. II. Art und Umfang der Prüfung Unsere Prüfung erfolgte nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ausgangspunkt war der von uns geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2020. Auf Basis der von uns festgestellten und beurteilten Fehlerrisiken haben wir ein Risikoprofil für die Angaben in der Rechnungslegung erstellt. Zu diesem Zweck haben wir Prüfungshandlungen zur Risikobeurteilung durchgeführt und uns zunächst ein Verständnis von der Gesellschaft sowie ihrem wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld verschafft und darauf aufbauend mit den Unternehmenszielen und -strategien sowie deren Umsetzung beschäftigt, um die Geschäftsrisiken zu bestimmen, die zu wesentlichen Fehlern in der Rechnungslegung führen können. Ausgehend von Gesprächen mit der Unternehmensleitung und der Einsichtnahme in Organisationsunterlagen der Gesellschaft haben wir uns darüber hinaus nach pflichtgemäßem Ermessen von der Ausgestaltung des internen Kontrollsystems ein Verständnis verschafft und beurteilt, welche Maßnahmen die Gesellschaft, insbesondere zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung, ergriffen hat, um diese Geschäftsrisiken zu bewältigen, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben. Auf Grundlage der Risikobeurteilung wurden daraufhin einzelne Prüffelder identifiziert und ein entsprechendes Prüfungsprogramm entwickelt. In diesem Prüfungsprogramm wurden die Schwerpunkte der Prüfung und für jedes Prüffeld die Prüfungsziele sowie die Art und der Umfang der Prüfungshandlungen festgelegt. Zudem wurden auch die zeitliche Abfolge der Prüfung und der Mitarbeitereinsatz geplant. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr folgende Prüfungsschwerpunkte festgelegt:
Die Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen umfassten System- und Funktionstests ausgewählter rechnungslegungsrelevanter Geschäftsprozesse, analytische Prüfungshandlungen sowie Einzelfallprüfungen. Die Erkenntnisse aus der Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems wurden für die Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht herangezogen. Daraus wurde die Auswahl von Art, Umfang und zeitlicher Einteilung der für die einzelnen Prüffelder durchzuführenden aussagebezogenen Prüfungshandlungen in Form von analytischen Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungen abgeleitet. Diese umfassten u. a.:
Beim vorliegenden Prüfungsauftrag haben wir auf die Einholung von Saldenbestätigungen für Debitoren und Kreditoren verzichtet, da branchenüblicherweise keine Antworten zu erwarten sind. Die Gesellschaft hat Großkunden bei denen eine Antwort auf eine Saldenbestätigung nicht zu erwarten ist. Auf die Einholung von Saldenbestätigungen bei Kreditoren haben wir verzichtet, da die Gesellschaft hauptsächlich mit Speditionen als Lieferanten zusammenarbeitet, von denen Rückantworten üblicherweise nicht zu erwarten sind. Zur Erreichung der notwendigen Urteilssicherheit haben wir alternative Prüfungshandlungen durchgeführt. Bei der Prüfung der versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionsverpflichtungen haben wir unser Urteil auf das Gutachten der Deloitte Consulting GmbH, München, vom 29. Oktober 2021 gestützt. Wir haben uns von der Qualifikation und Unabhängigkeit der versicherungsmathematischen Sachverständigen überzeugt und die Bewertung der Pensionsverpflichtungen durch Plausibilitätskontrollen geprüft. Nach unserer Auffassung ist die Vorgehensweise im Rahmen des Gutachtens sachgerecht und schlüssig. Gegenstand unserer Prüfungshandlungen im Rahmen der Prüfung des Lageberichts war, ob dieser mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften entspricht und insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. Wir haben die Angaben unter Berücksichtigung unserer Erkenntnisse, die wir während der Abschlussprüfung gewonnen haben, beurteilt. Ferner haben wir geprüft, ob die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung im Lagebericht zutreffend dargestellt sind. Wir haben die Prüfung in den Monaten November 2021 bis April 2022, mit Unterbrechungen, durchgeführt. Die Geschäftsführung hat uns alle verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft haben uns in ihrer abgegebenen Vollständigkeitserklärung schriftlich versichert, dass die erteilten Aufklärungen und Nachweise vollständig sind. Ferner haben sie erklärt, dass alle Geschäftsvorfälle erfasst und im Jahresabschluss und Lagebericht wiedergegeben worden sind. In einer ergänzenden Erklärung haben uns die gesetzlichen Vertreter schriftlich bestätigt, dass nach ihrer Auffassung die Auswirkungen der nicht korrigierten Prüfungsdifferenzen im Jahresabschluss und der nicht korrigierten Angaben im Lagebericht sowohl einzeln als auch insgesamt unwesentlich sind. D. FESTSTELLUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung 1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen Unsere Prüfung ergab die formelle und materielle Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung entsprechend den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und den übrigen gesetzlichen Vorschriften. Die Bücher der Gesellschaft sind ordnungsgemäß geführt. Die Belegfunktion ist erfüllt. Die Buchführung und die zugehörigen Unterlagen entsprechen nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften. Die den weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen sind in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß in der Buchführung, im Jahresabschluss und im Lagebericht abgebildet. Die Organisation der Buchführung, das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem, der Datenfluss und das Belegwesen sind grundsätzlich geeignet, die vollständige, richtige, zeitgerechte und geordnete Erfassung und Buchung der Geschäftsvorfälle zu gewährleisten. 2. Jahresabschluss Der von uns geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 ist in allen wesentlichen Belangen ordnungsmäßig aus den Büchern und den zugehörigen Unterlagen der Gesellschaft entwickelt worden. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind in allen wesentlichen Belangen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Die Eröffnungsbilanzwerte wurden ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen. Die gesetzlichen Vorschriften zu Ansatz, Ausweis und Bewertung sind in allen wesentlichen Belangen beachtet worden. Der Anhang enthält die erforderlichen Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die sonstigen Pflichtangaben. Die Gesellschaft macht in ihrem Anhang von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Die Inanspruchnahme der Schutzklausel ist zu Recht erfolgt. 3. Lagebericht Der von uns geprüfte Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 entspricht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften. II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses 1. Erläuterungen zur Gesamtaussage Die Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Anhang der Gesellschaft (Anlage 3) enthalten. Änderungen in den Bewertungsgrundlagen (Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten sowie Ausnutzung von Ermessensspielräumen) oder sachverhaltsgestaltende Maßnahmen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben wir im Rahmen unserer Prüfung nicht festgestellt. 2. Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir der Überzeugung, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. E. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GEFCO Deutschland GmbH, Mörfelden-Walldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GEFCO Deutschland GmbH, Mörfelden-Walldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GEFCO Deutschland GmbH, Mörfelden-Walldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." F. SCHLUSSBEMERKUNG Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts der GEFCO Deutschland GmbH, Mörfelden-Walldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 in einer von der als Anlage zu diesem Bericht beigefügten, bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird hingewiesen.
Frankfurt am Main, 22. Juli 2022 Mazars
GmbH & Co. KG
Jean-Marc Fournier, Wirtschaftsprüfer Dr. Klaus Singer, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2021(Vorjahr zum Vergleich)AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021(Vorjahr zum Vergleich)
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der GEFCO Deutschland GmbH, Mörfelden-Walldorf, zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für große Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB und nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen "nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von T€ 20.496 aus und ist damit handelsbilanziell überschuldet. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte dennoch unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB), da die Gesellschafterin GEFCO S.A., Puteaux, Frankreich, zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Folgen der Überschuldung eine harte Patronatserklärung über 24 Mio. € bis zum 31. Dezember 2023 erteilt hat. Die Form der Darstellung und die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Jahresabschluss wurden beibehalten. Die Gesellschaft ist unter GEFCO Deutschland GmbH im Handelsregister von Darmstadt unter HRB Nr. 52157 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern diese der Abnutzung unterliegen (Abschreibungsdauer: 3 Jahre). Der entgeltlich erworbene Kundenstamm ist mit einer Abschreibungsdauer von 5 Jahren angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten angesetzt und ist, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanalagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben (Abschreibungsdauer: zwischen 1 und 20 Jahre, abhängig der Anlagesorte). Die geringwertigen Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis € 150,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand erfasst. Für Anlagegüter, deren Anschaffungskosten über € 150,00 liegen und den Betrag von € 1.000,00 nicht überschreiten, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und ggf. mit dem niedrigeren beizuliegenden Wert angesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko für Forderungen wird, unverändert zum Vorjahr, durch die Bildung einer pauschalierten Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Stichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach der projizierten Einmalbetragsmethode (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (Zinssatz: 1,35 % auf Basis 7-Jahresdurchschnitt und 1,88 % auf Basis 10-Jahresdurchschnitt; § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB; Rückstellungsabzinsverordnung). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1,8 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,8 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation gemäß der mittleren Fluktuationstafel p.a. unterstellt. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EG-HGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung durch BilMoG ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet und ggf. ergänzt. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der am 31. Dezember 2021 verbleibende aktive Überhang beträgt T€ 3.804 (Vj. T€ 3.274). Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,02 % zugrunde (15,76 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,26 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Überhang beruht auf der unterschiedlichen Behandlung von Pensionsrückstellungen, Jubiläumsrückstellungen und Altersteilzeitrückstellungen. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassenmittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist aus der Anlage, die Teil des Anhangs ist, ersichtlich. Forderungen Sämtliche Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin GEFCO S.A. i. H. v. T€ 494 (Vorjahr T€ 271).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden in Höhe von T€ 334 (Vorjahr T€ 356) wertberichtigt. Sonstige Vermögensgegenstände: Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Es handelt sich im Wesentlichen um ausstehende Gutschriften sowie Kautionen. Rückstellungen für Pensionen: Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag zum 31. Dezember 2009 von T€ 3.430. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2021 wurden T€ 229 (Vorjahr T€ 229) als außergewöhnlicher Aufwand innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf T€ 686 (Vorjahr T€ 915). Die Ausschüttungssperre (§ 268 Abs. 8 HGB - aufgrund Änderung Diskontierungszinssatz der Pensionsrückstellungen) beträgt zum 31. Dezember 2021 T€ 2.270 (Vorjahr T€ 2.784). Die wesentlichen Einzelposten der sonstigen Rückstellungen lauten wie folgt:
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin GEFCO S.A. i. H. v. T€ 937 (Vorjahr T€ 553). Die Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt auf:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden in den folgenden Tätigkeitsbereichen erzielt:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind T€ 0 (Vorjahr T€ 7) periodenfremde Erträge enthalten. Die Außergewöhnlichen Aufwendungen wurden im Berichtsjahr in Höhe von T€ 3.493 für Restrukturierungskosten gebildet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat mehrere Mietverträge für Gebäude, Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Lizenzverträge abgeschlossen. Zwecke und Vorteile des Abschlusses solcher Verträge gegenüber dem Kauf der betreffenden Vermögensgegenstände sind die Bilanzneutralität und vor allem die gewonnene Flexibilität für andere Investitionen. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung. Die Miet-, Leasing- und Lizenzverhältnisse enden zwischen Januar 2021 und April 2031. Die Verpflichtungen hieraus belaufen sich auf insgesamt 12.297 Mio. € (Vorjahr 15,2 Mio. €).
Sonstige Angaben ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Mitarbeiter
Honorar des Abschlussprüfers Für das Geschäftsjahr 2021 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar i.H.v. T€ 75,4, ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen, berechnet. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen: Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021 Umsätze in Höhe von T€ 19.580 mit Unternehmen der GEFCO Gruppe (Vj. T€ 14.737) sowie T€ 56.845 mit Unternehmen der beteiligten Gesellschaft PSA getätigt (Vj. T€ 56.961). Die Geschäfte wurden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Geschäftsführung: Geschäftsführer der Gesellschaft waren für das Geschäftsjahr:
Von der Angabe der Bezüge der Geschäftsführer hat die Gesellschaft unter Anwendung der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft gehört zum Ende des Geschäftsjahres zu 75 % zur JCS Russian Railways (RZD), Moskau, Russland, mit 25 % zum Konzern PSA Peugeot Citroen S. A., Paris, Frankreich, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die GEFCO S.A., Puteaux, Frankreich, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Die Konzernabschlüsse sind am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag haben sich folgende Veränderungen ergeben: Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und der Mehrheitsbeteiligung von 75% der russischen Staatsbahn RZD (JCS Russian Railways ) an der GEFCO SA, wurde der Verkauf der Anteile der RZD angestrebt. Dieser Anteilsverkauf erfolgte am 6. April 2022. Es wurden nicht nur die Anteile der RZD verkauft, sondern auch die Anteile der Stellantis-Gruppe (ehemals PSA Gruppe). Insgesamt 99,96 % der gesamten Anteile wurden von der französischen Schifffahrts- und Logistikgruppe CMA CGM mit Sitz in Marseille übernommen. Die restlichen Anteile werden durch Minderheiten gehalten. Aktuell gibt es keine relevanten Auswirkungen mehr auf das Geschäft durch die Corona Pandemie im Vergleich zum Vorjahr. Wir können keine besonderen Effekte auf den Umsatz oder die Kosten durch Corona feststellen. Aufgrund der weiterhin anhaltenden Halbleiterkrise und den damit verbundenen negativen Auswirkungen auf das Fahrzeugtransportgeschäft gehen wir hier von einem Umsatzrückgang von rund 4 Mio. € zum Vorjahr aus. Der Krieg in der Ukraine macht sich im Umsatz bisher nur leicht bemerkbar. Rückläufige Umsätze in sanktionierten Bereichen bewegen sich im kleinen einstelligen Millionen-Bereich und betragen weniger als 2% des gesamtem Vorjahresumsatzes. Insgesamt gibt es durch den gestiegenen Ölpreis einen sehr leichten Druck auf die Rohmarge wegen erhöhter Transportkosten. Durch sogenannte Diesel-Floater können gestiegene Dieselpreise in der Regel an die Kunden weitergegeben werden. Die gestiegenen Energiepreise insgesamt wirken sich auf die Nebenkosten unserer Standorte aus. Diese spielen im Rahmen der gesamten Kostenstruktur eine sehr untergeordnete Rolle. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses haben sich keine weiteren wesentlichen Geschäftsvorfälle ergeben, die Auswirkungen auf die Vergangenheit haben.
Mörfelden-Walldorf, den 22. Juli 2022 Frank Erhardt Emmanuel Arnaud Entwicklung des Anlagevermögens 2021
Lagebericht 2021der GEFCO Deutschland GmbH, Mörfelden-WalldorfInhalt 1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Organisatorische und rechtliche Struktur 1.2 Geschäftsmodell des Unternehmens 1.3 Technologien 1.4 Niederlassungen 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2 Ziele und Strategien zur Zielerreichung 2.3 Geschäftsverlauf 2.3.1 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.3.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren 3 Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikobericht 3.2 Chancenbericht 4 Prognosebericht 5 Gesamtaussage 6 Bericht über interne Kontrollsysteme und Risikomanagement 6.1 Interne Kontrollen 6.2 Forderungsmanagement 1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Organisatorische und rechtliche Struktur Die GEFCO Deutschland GmbH (im Folgenden kurz "GEFCO Deutschland"), im Handelsregister von Darmstadt unter HRB Nr. 52157 eingetragen, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der GEFCO S.A., Puteaux, Frankreich (im Folgenden kurz "GEFCO S.A."), die ihrerseits eine 75%ige Tochtergesellschaft der JCS Russian Railways, Moskau, Russland (im Folgenden kurz "RZD"), ist. Die restlichen Anteile von 25 % hält die Stellantis Gruppe. 1 Der Hauptsitz der GEFCO Deutschland befindet sich in Mörfelden-Walldorf. Die Gesellschaft wird vertreten von den Geschäftsführern Frank Erhardt und Pierre-Jean Lorrain. 1.2 Geschäftsmodell des Unternehmens Die Aktivitäten des Unternehmens umfassen folgende Dienstleistungen:
1.3 Technologien Die GEFCO Gruppe war am 20. September 2020 Ziel eines so genannten Cyber-Angriffs. Dies führte in der Folgezeit zu einem erschwerten Arbeiten mit den von der Gruppe bereitgestellten IT-Systemen. Im Jahr 2021 wurde das Netzwerk der GEFCO Gruppe neu aufgestellt und in großen Teilen in eine cloudbasierte Lösung überführt. Anfängliche Beeinträchtigungen haben in der zweiten Jahreshälfte 2021 zunehmend abgenommen. Moderne Transport Management Systeme (TMS), wie z. B. das System INES im Bereich der Landtransporte, erlauben die zeitnahe Überwachung des Transportfortschritts. Mittels EDI, FTP oder XML werden Kunden bei Bedarf informiert. Alternativ ermöglichen Online-Portale den Kunden einen direkten Zugriff auf die Sendungsverfolgung und die Abliefernachweise. Sämtliche Transportaufträge werden per Schnittstelle an die Finanzsysteme übertragen, so dass umfangreiche Analysen zur Wirtschaftlichkeit möglich sind.
1 Die PSA-Gruppe hat Anfang 2021 in Stellantis
umfirmiert.
Im Bereich FVL wurde im Juni erfolgreich auf das neue Transportsystem MOVE-IT umgestellt. MOVE-IT ersetzen u. a. die Dispositionssysteme NOSTRA und NOMAD. Die GEFCO Deutschland arbeitet mit einem konzerneigenen Shared Service Center in Sofia (Bulgarien) zusammen. Der Eingang und die Bearbeitung von Eingangsrechnungen aus dem Bereich Landtransporte (OVL) und Fahrzeugtransporte und Fahrzeugdienstleistungen (FVL) erfolgt über ein Scancenter in Polen. Die eingehenden Lieferantenrechnungen werden dort systematisch eingescannt, auf rechtliche und inhaltliche Konformität geprüft und anschließend automatisch verbucht. Im November 2021 wurde mit einem Projekt begonnen, welches die digitale Verarbeitung von Sachkosten- und Verwaltungsrechnungen betrifft, also alle Eingangsrechnungen, die keine Transportrechnungen sind. Nach Abschluss dieses Projektes, voraussichtlich Ende April 2022, werden sämtliche Eingangsrechnungen digital verarbeitet. Der gesamte Einkaufsprozess wird von der Auftragserfassung bis zur Freigabe der Eingangsrechnung und deren Bezahlung digital ablaufen. Der größte Teil der operativen Applikationen für den Betrieb und den Finanzbereich wird durch die Konzerngesellschaft, die GEFCO S.A. in Paris zur Verfügung gestellt. 1.4 Niederlassungen Zum 31. Dezember 2021 bestanden neben der Hauptverwaltung in Mörfelden-Walldorf noch weitere Niederlassungen, zwei Standorte des Bereichs Overland (Wuppertal und Berlin), sechs Standorte im Bereich Finished Vehicles Logistics (Bremerhaven, Zülpich, Gößnitz, Kehlheim, Passau und Hemau), ein Customs & Tax Standort (Furth im Wald), ein Standort für die Kontraktlogistik in Wiesbaden und ein vornehmlich von der IT genutzter Standort in Hamburg. Die operativen Geschäfte der FVL Standorte Bremerhaven, Kehlheim, Gößnitz, Passau und Hemau werden durch externe Partner betrieben und durch die Niederlassung in Zülpich gesteuert. Der Bereich 4PL befindet sich am Standort Mörfelden-Walldorf und verfügt über ein eigenes Management mit separater Berichtslinie. Die Ergebnisse werden auf Ebene der GEFCO Deutschland konsolidiert. Die anfallenden Verwaltungskosten des Bereiches 4PL werden zzgl. einer Marge an die GEFCO S.A. weiterberechnet. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Ende 2021 befindet sich die Weltwirtschaft weiter im Aufschwung. Die Erholungsdynamik ist zunehmend unausgewogen und lässt nach. Insbesondere das rasche und wirksame durchimpfen der Bevölkerungen ist nicht gänzlich gelungen. Die Unsicherheit bleibt durch immer neue Virusvarianten wie Delta und Omikron hoch. 2 Der Chipmangel, der Zusammenbruch von Lieferketten, die Havarie im Suezkanal im März 2021 und steigende Energie und Rohölpreise haben das Wirtschaftsjahr 2021 geprägt und hinterlassen weiterhin eine große Unsicherheit. So stieg beispielsweise der Preis pro Barrel für die Rohölsorte Brent von Februar bis Dezember 2021 um 19,1% von 62,28 USD auf 74,17 USD. 3 Für das Jahr 2021 geht die OECD davon aus, dass die weltweite Wirtschaft um 5,6 % gewachsen ist. 4 Die deutsche Wirtschaft hat sich 2021 vom coronabedingten Einbruch des Vorjahres stückweise erholt, wenngleich weniger deutlich als ursprünglich erwartet. Laut BMWI ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2021 um 2,8 % gewachsen. Während sich die Stabilisierung der Industrieproduktion fortsetzt, hängt die Entwicklung der Dienstleistungsbranche weiterhin sehr stark von der Entwicklung der Pandemie ab. 5 Die Preise für den Straßentransport sind deutlich gestiegen und sind so hoch wie nie zuvor. 6 Die Zinsen blieben auch im Jahr 2021 mit -0,5 % für den Einlagenzins bei der EZB auf historisch negativem Niveau. Erstmals wurde dieser Wert im September 2018 erreicht. 7 Laut Statistik des Kraftfahrtbundesamtes lag die Anzahl der Neuzulassungen im Jahr 2021 mit 2.622.132 Fahrzeugen erneut deutlich unter dem Vorjahr mit 2.917.678 Fahrzeugen (-10,1%). Dies entspricht einem Rückgang von 295.546 (Vorjahr - 689.580) Fahrzeugen. Der Anteil der Stellantis Gruppe ging dagegen nur um 2.932 Fahrzeuge zurück und lag mit 358.494 zugelassenen Fahrzeugen insgesamt nur 0,8 % unter dem Vorjahr (361.426). Der Marktanteil der Stellantis Gruppe stieg von 12,39% in 2020 auf 13,67% in 2021 an. 8 Im Gegensatz zum Vorjahr haben die Dieselpreise deutlich angezogen. Der Index lag Ende Dezember 2020 bei 94,7 und ein Jahr später im Dezember 2021 bei 130,5 (+37,8%). Im Durchschnitt lag der Index im Berichtsjahr 2021 bei 118,9. Im Jahr 2020 waren es noch 94,4. 9 2.2 Ziele und Strategien zur Zielerreichung Die ursprünglichen intern gesetzten Budgetziele und Strategien für das Jahr 2021 konnten nur teilweise erreicht werden. Die negativen Einflüsse durch die Corona-Pandemie, die Probleme bei den Lieferketten und steigende Öl- und Energiepreise hatten einen länger anhaltenden negativen Einfluss gegenüber den Annahmen in der Planung. Zu diesen gehörten die Steigerung des Umsatzes und des operativen Ergebnisses. 2.3 Geschäftsverlauf Das Jahresergebnis 2021 entwickelte sich insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2021 schlechter als die ursprünglichen Erwartungen. Neue Corona-Varianten und stark steigende Inzidenzzahlen beeinflussten das wirtschaftliche Umfeld insgesamt negativ. Einige größere Kunden hatten bereits Ende 2020, nach der Geschäftsjahresplanung, ihre Verträge oder einige Transportrouten gekündigt. Dies wirkte sich negativ gegenüber der Planung aus. Einige dieser Kunden und Routen konnten im Laufe des Jahres 2021 zurückgewonnen werden. Dies reichte jedoch nicht aus, um die bis dahin verloren gegangenen Umsätze zu kompensieren. Die negativen Auswirkungen der Halbleiterkrise, die insbesondere die Automobilbranche sehr belastet, kam hauptsächlich in der zweiten Jahreshälfte zum Tragen. Die Umsatzprognose ging Mitte 2021 noch von einem Umsatzrückgang von knapp 2 % zum Vorjahr aus. Am Jahresende betrug der Rückgang zum Vorjahr insgesamt -5,1 % (-8,2 Mio. €) aufgrund des schlechteren zweiten Halbjahres.
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https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilung/Wirtschaftliche-Lage/2022/20220214-die-wirtschaftliche-lage-in-Deutschland-im-februar-2022.html
2.3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage) Der bedeutsamsten Leistungsindikator der Gesellschaft ist der Umsatz. Darüber hinaus werden monatlich auch andere Kennzahlen (z.B. R-EBIT und im Bereich Cash Performance) erhoben, um ein aussagefähiges Gesamtbild zu erhalten. Der Umsatz wird monatlich in seiner Verteilung auf Geschäftsfelder analysiert. Um zeitnah auf Veränderungen reagieren zu können, werden regelmäßig neue Prognosen für den Umsatz erstellt. Das komplette Planungs- und interne Berichtswesen der Gesellschaft basiert auf den Vorgaben der Vorschriften für Internationale Rechnungslegung (IFRS). Ertragslage Der Umsatz betrug Ende 2021 insgesamt 153,8 Mio. €. Dies entspricht einem Rückgang von 8,2 Mio. € (-5,1 %) zum Vorjahr (162,0 Mio. €). Der größte Umsatzrückgang war bei den Drittkunden zu verzeichnen. Er fiel von 96,5 Mio. € im Vorjahr um 9,0 % auf 87,8 Mio. € (-8,7 Mio. €). Dies lag hauptsächlich an einem Einmal-Großprojekt in 2020, welches einen Umsatz von über 9 Mio. € generierte und in 2021 nicht wiederholt wurde. Im Vergleich zu den Drittkunden konnte das Geschäft mit der Stellantis-Gruppe stabil gehalten werden. Die Umsätze fielen zum Vorjahr (50,4 Mio. €) um lediglich 0,3 Mio. € (-0,6 %) auf insgesamt 50,2 Mio. €. Diese Entwicklung spiegelt auch die Zahl der Neuzulassungen für 2021 der Stellantis-Gruppe wider. Bei den Umsätzen mit verbundenen Unternehmen aus der GEFCO Gruppe (ohne Umsätze mit der Konzernmuttergesellschaft GEFCO S.A.) reduzierte sich das Geschäft um 1,3 Mio. € (-13,8 %) und betrug am Ende des Jahres 2021 insgesamt 8,0 Mio. € (Vorjahr 9,3 Mio. €). Begründet liegt dies u. a. in der langanhaltenden Pandemie und der Halbleiterkrise. Im Bereich der Fahrzeugtransporte und den zugehörigen Dienstleistungen (FVL) ist der Umsatzanteil mit Stellantis deutlich größer als im Vergleich zu den klassischen Landtransporten (OVL). Aufgrund des Einmaleffekts in 2020 durch den Großauftrag und den negativen Auswirkungen der Halbleiterkrise konnte die Umsatzhöhe des Vorjahres nicht erreicht werden. Der Umsatz fiel von 47,9 Mio. € um 11,3 Mio. € auf 36,6 Mio. € (-23,5 %). Ohne den Großauftrag läge der Umsatzrückgang FVL bei etwa minus 2,3 Mio. €. Bei den Landtransporten (OVL) stieg der Umsatz dagegen leicht von 105,4 Mio. € um 0,5 Mio. € auf insgesamt 105,9 Mio. € (+0,5 %). Der Bereich Warehousing (WHS) ist umsatzseitig die kleinste Business Unit. Der Umsatz steigerte sich trotz Corona-Pandemie erneut und betrug im Jahr 2021 fast 4,1 Mio. €. Dies entspricht einer Steigerung von 35,2 % (+1,1 Mio. €) und ist maßgeblich in der Erweiterung der Lagerkapazitäten für den Kunden Stellantis begründet. Hierzu wurde am Standort Wiesbaden zusätzliche Lagerfläche Anfang 2021 angemietet. Die relative Rohmarge stieg von 22,8 % auf über 24,2 % um fast 1,5 Prozentpunkte. Sie betrug am Ende des Geschäftsjahres 2021 annähernd 37,6 Mio. €. Im Jahr davor waren es rund 37,1 Mio. € (+ 0,5 Mio. €). Die Ursache liegt in den Aufwendungen für bezogene Leistungen, die relativ stärker gesunken sind als die Umsätze. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind mit 117,5 Mio. € im Jahr 2021 um fast 8,3 Mio. € gesunken (Vorjahr 125,8 Mio. €). Dieser Rückgang liegt mit minus 6,6 % sehr nah am Rückgang des Gesamtumsatzes (- 5,1 %) und folgt in seiner Erläuterung den Erklärungen des Umsatzrückgangs. Der Personalaufwand ist nach den Sondereffekten aus dem Vorjahr im Geschäftsjahr 2021 wieder angestiegen. So gab es in 2021 fast keine Kurzarbeit, es wurde wieder ein höheres Weihnachtsgeld bezahlt und höhere Leistungsboni zurückgestellt. Hinzu kommen die an die tarifliche Entwicklung angepassten Gehälter. Die gesamten Personalkosten betrugen für das Jahr 2021 insgesamt 23,6 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg von 1,4 Mio. € (+6,3 %) zum Vorjahr (22,2 Mio. €). Für das kommende Jahr 2022 ist eine neue Ausrichtung der Geschäftsbereiche geplant. Die Aktivitäten aus den Geschäftsbereichen OVL und CL, sowie das Luft- und Seefrachtgeschäft der Schwestergesellschaften werden unter eine einheitliche Managementstruktur gebracht und unter dem Begriff Integrated Logistics zusammengefasst. Der Bereich FVL wird ebenfalls unter eine einheitliche Managementstruktur gestellt. Dieses Projekt wird zu Effizienzsteigerungen und Optimierungen in den zentralen Funktionen führen. Im Zusammenhang mit diesem Projekt wurden Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von rund 3,3 Mio. € gebildet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 14,1 Mio. € um fast 1,1 Mio. € auf 15,2 Mio. € in 2021 (+7,6 %). Die Erhöhung liegt u. a. in höheren Kosten für Zeitarbeitskräfte und höheren Umlagen der Muttergesellschaft begründet. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen reduzierten sich von 570 T€ um 62 T€ auf 507 T€ (-11,0 %) erneut. Der Rückgang ergibt sich fast ausschließlich aus der Neubewertung von Pensions- und Jubiläumsansprüchen. Trotz eines Umsatzrückgangs von 162 Mio. € im Vorjahr auf 153,8 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 konnte die Rohmarge sowohl absolut als auch relativ verbessert werden. Durch die beschriebenen Kostensteigerungen und insbesondere durch die Berücksichtigung der Rückstellungen für die Restrukturierungen ist das Gesamtergebnis der GEFCO Deutschland im Vergleich zum Vorjahr (-0,3 Mio. €) mit einem Jahresfehlbetrag von annähernd 2 Mio. € niedriger ausgefallen als ursprünglich geplant. Ohne die Restrukturierungskosten wäre das Ergebnis mit fast 1,4 Mio. deutlich besser ausgefallen. Im Jahresabschluss 2020 sind wir in unserer Prognose von einem Umsatzrückgang von rund 4 % ausgegangen, bei einem angestrebten Jahresergebnis von ein bis zwei Mio. €. Mit einem realisierten Umsatzrückgang von 5,1 % liegt die Entwicklung sehr nahe an unserer Prognose aus dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung der Restrukturierungskosten würden das Jahresergebnis mit ca. 1,4 Mio. € ebenfalls im prognostizierten Bereich liegen. Finanzlage GEFCO Deutschland ist an das Cash-Pooling System der GEFCO Gruppe angeschlossen und bezieht daraus vollständig die liquiden Mittel für das operative Geschäft. Der freie Cash-Flow betrug am Ende des Geschäftsjahres 2021 annähernd 7,8 Mio. €. Im Vergleich zum Jahr 2020 ist dies eine Steigerung von 4,6 Mio. € (+143,4 %). Diese hohe Steigerung liegt zum Teil darin begründet, dass Ende 2020 ein sehr hoher Umsatz mit einem Großkunden generiert wurde, dessen Zahlungswirksamkeit zu einem großen Teil im Jahr 2021 erfolgte. Durch den Jahresfehlbetrag erhöhte sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von 18,5 Mio. € um 2,0 Mio. € auf 20,5 Mio. € (10,6 %). Die Gesellschafterin GEFCO S.A. hat zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Folgen der Überschuldung die Verpflichtung übernommen, GEFCO Deutschland mit ausreichend finanziellen Mitteln auszustatten, damit diese ihren Verbindlichkeiten uneingeschränkt nachkommen kann. Diese harte Patronatserklärung beläuft sich auf 24,0 Mio. € und ist befristet bis zum 31. Dezember 2023. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich mit 0,7 Mio. € (-5,1 %) nur leicht zum Vorjahr (14,5 Mio. €) und betrugen insgesamt 13,7 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen fielen um 1,0 Mio. € von 3,5 Mio. € auf 2,5 Mio. € (-28,9 %). Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich erneut und lagen mit ca. 0,8 Mio. € insgesamt 21,9 % unter dem Vorjahreswert von 1,0 Mio. €. Dies entspricht einem Rückgang von über 0,2 Mio. €. Der überwiegende Teil kommt aus dem Rückgang der Position Lohn- und Kirchensteuer. Die Rückstellungen i. H. v. 37,4 Mio. € aus dem Vorjahr haben sich um 3,2 Mio. € (8,7 %) auf 40,6 Mio. € erhöht. Die größte Position sind die Pensionsrückstellungen. Sie stiegen erneut aufgrund der Ergebnisse aus dem Pensionsgutachten um 8,6 % von 20,9 Mio. € auf 22,7 Mio. €. Dies ist ein Anstieg von 1,8 Mio. €. Rückstellungen für Speditionsrechnungen werden in den sonstigen Rückstellungen abgebildet. Aufgrund der Geschäftsentwicklung reduzierten sich diese von 10,6 Mio. € um 0,3 Mio. € auf insgesamt 10,4 Mio. € (-2,6 %). Vermögenslage Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme von 56,6 Mio. € auf 58,8 Mio. €. Dies entspricht einer Erhöhung um 3,8 % oder 2,1 Mio. €. Das Anlagevermögen spielt auf der Vermögensseite eine untergeordnete Rolle. Es beträgt mit knapp 1,1 Mio. € nur 1,9 % der Bilanzsumme. Das Anlagevermögen besteht zum größten Teil aus Sachanlagevermögen, mit einem Wert von 0,9 Mio. € zum Ende des Geschäftsjahres 2021. Das Umlaufvermögen i. H. v. 37,0 Mio. € besteht überwiegend aus Forderungen. Diese reduzierten sich von 34,6 Mio. € um -0,7 Mio. € auf 33,9 Mio. € (-1,8 %). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit konzernfremden Unternehmen reduzierten sich von 20,4 Mio. um fast 7,1 Mio. € (34,9 %) auf 13,3 Mio. €. Neben dem Umsatzrückgang ist dies hauptsächlich darin begründet, dass größere Rechnungsbeträge des Großkundenauftrags erst in den Monaten November und Dezember fakturiert, aber bis zum Jahresende 2020 noch nicht bezahlt wurden, sondern erst in 2021. Zum anderen gab es Verzögerungen beim Rechnungsversand aufgrund der Cyber-Attacke. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind entgegen der Geschäftslage von 9,3 Mio. € um 6,0 Mio. € auf 15,3 Mio. € (+64,1 %) gestiegen. Hauptursache sind die höheren Forderungen gegen die GEFCO S.A. aufgrund der Forderungen aus dem Cash-Pooling System. Die Forderungen gegen Unternehmen mit einem Beteiligungsverhältnis (Stellantis-Gruppe) in Höhe von 4,8 Mio. € im Jahr 2020 stiegen um 0,5 Mio. € auf 5,3 Mio. € (+11,0 %). Kassenbestand und Bankguthaben in Höhe von ca. 0,4 Mio. € verringerten sich um 0,6 Mio. € (-63,5 %) gegenüber 2021. 2.3.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Berichtsjahr 294 (davon 244 Angestellte, 35 Arbeiter, 12 Auszubildende und drei Personen in Alterseilzeit) und ist im Vergleich zum Vorjahr (293, 248 Angestellte, 30 Arbeiter, 11 Auszubildende und vier Personen in Alterseilzeit) um 5 Personen gestiegen (+1,7 %). 3 Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikobericht Durch die Cyber-Attacke im Jahre 2020 musste das Thema IT-Sicherheit neu eingeschätzt werden. Neben dem Austausch von IT-Hardware wurden ganze Netzwerke neu aufgesetzt. Sie werden großteils nicht mehr selbst betrieben, sondern wurden ausgelagert. Die Sensibilität für das Thema IT-Sicherheit wurde deutlich erhöht. Hierzu werden u. a. verpflichtende Online-Webinare zur Schulung regelmäßig durchgeführt. Updates der Windows Software werden regelmäßig auf allen Rechnern durchgeführt. Die Corona-Pandemie hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen längeren negativen Einfluss auf die geschäftliche Entwicklung, als dies ursprünglich angenommen war. Die Impfkampagnen kamen nur schleppend voran, die Impfquote blieb lange hinter den angestrebten Zielwerten und neue Corona-Varianten hielten die Unsicherheit aufrecht. Die GEFCO Deutschland GmbH hat auch in 2021 die vorgeschriebenen Maßnamenkonzepte zum Infektionsschutz vor SARS-CoV-2 mit Hilfe des Bereichs Qualität und Sicherheit konsequent umgesetzt. Es wurden ganzjährig Masken angeboten, regelmäßig Selbsttests durchgeführt und die Regelungen für das Home-Office wurden ebenfalls sehr offensiv umgesetzt. Die Dieselpreise sind seit Jahresanfang deutlich gestiegen. Seit dem Krieg in der Ukraine sind die Preise nochmal sehr extrem angestiegen. Am 28.12.2021 kostete ein Liter Diesel im Durchschnitt 1,52 €, am 22.02.2022 waren es 1,65 € und per 15.03.2022 lag der Preis bei 2,29 € pro Liter. Dies entspricht einem Anstieg seit dem 28.12.2021 von 50,7 %. 10 Steigende Dieselpreise führen zu einer Erhöhung der Dieselpreisaufschläge und erhöhen den Umsatz. Ein Risiko besteht darin, dass die Aufschläge eventuell nur mit einer zeitlichen Verzögerung weitergegeben werden können, je nach Vereinbarungen im Diesel-Floater. Darüber hinaus steigt der Kostendruck bei den Speditionsunternehmern aufgrund der steigenden Dieselpreise, weil diese Unternehmen die steigenden Kosten nicht in allen Fällen an den Kunden weitergeben können. Die Speditionsunternehmen kommen daher aktuell selbst unter einen zunehmenden Kostendruck. Die transportierten Neufahrzeuge der Stellantis-Gruppe liegen seit Jahresanfang auf dem Niveau des Vorjahres. Die weitere Entwicklung ist u. a. von der Liefersituation der Halbleiter abhängig. Bei den Kosten sehen wir uns weiterhin der Situation gegenübergestellt, dass nicht alle Kosten an einen reduzierten Umsatz zeitnah angepasst werden können. Jedoch zeigt sich der Vorteil des so genannten "Asset-Light Modells" der GEFCO Gruppe, welcher positiv zum Tragen kommt. Weniger Transporte bedeuten weniger Transportkosten, und zwar im Vergleich zum Umsatz im Mengenverhältnis eins zu eins, da die GEFCO Deutschland keine eigenen Transportmittel besitzt, sondern sämtlich Transporte auftragsbezogen von Subunternehmern ausgeführt werden. Es besteht kostenseitig nicht das Risiko, dass in Transportausrüstung gebundenes Kapital nicht amortisiert wird, da kein Kapital in diesem Bereich investiert ist. In der Zusammenarbeit mit dem Shared Service Center (SSC) sehen wir auch im laufenden Jahr kein erhöhtes Risiko, im Gegenteil. Die erfolgreiche Entwicklung der Auslagerung von Tätigkeiten in das SSC in den vergangenen Jahren hat dazu geführt, dass eine weitere Auslagerung von Tätigkeiten geplant ist. Dies erfolgt im Rahmen der Aufteilung der Geschäfte in die Bereiche IL und FVL. Ein grundsätzliches Risiko für das Vorantreiben weiterer Prozessoptimierungen und effizienzsteigernden Maßnahmen in der Zusammenarbeit mit dem SSC sehen wir nicht. Im Sommer 2021 wurden alte IT-Systeme aus dem Bereich FVL durch ein neues System abgelöst. Die Migration war erfolgreich und führte im Bereich FVL zu einfacheren und effizienteren Prozessen, insbesondere in der umfangreichen Abrechnung des FVL Geschäfts. Für den neuen Bereich IL ist ebenfalls die Einführung eines neuen TMS Systems geplant. 3.2 Chancenbericht Chancen müssen grundsätzlich in den Bereichen Umsatz, Rohmargen und Produktivitätserhöhung gesucht werden. Die Erweiterung des DACH-Clusters durch die BENELUX-Länder hat zu einer Optimierung der Kosten und der Effizienz geführt. Anfang März 2022 wurde das Cluster durch UK erweitert. Die GEFCO Deutschland befindet sich somit seit Kurzem im neuen IL-Cluster North-West-Europe, mit insgesamt sechs Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg, Belgien, Niederlande) und UK mit vier Landesteilen. In diesem Cluster befinden sich zehn Landesgesellschaften, da in den meisten Ländern eine weitere Gesellschaft für das Luft- und Seefracht (Air & Sea) besteht. Durch diese umfangreiche Erweiterung ergibt sich ein deutlich höheres Chancen-Potenzial zur Verbesserung von geschäftlichen Entwicklungen, Freisetzung von Synergien und Kostenoptimierungsmöglichkeiten. Den Wechsel zum neuen TMS System des FVL Segmentes sehen wir eher als Chance für eine Optimierung und Beschleunigung von Prozessen denn als Risiko. Die Ablösung vieler alter Anwendungen aus dem FVL-Bereich wird die gesamte Prozesskette der Auftrags- und Abrechnungsprozesse optimieren. Dies gilt auch für die geplante Einführung eines neuen TMS Systems für den Transportbereich und die geplante Neueinführung des IT-Systems für die Zollabwicklung. Letzteres ist für den Sommer 2022 geplant. Besonders im Zollbereich sehen wir verbesserte Potentiale für zukünftige Ausschreibungen. Die Bereitstellung der in den Ausschreibungen angefragten Leistungen und Services werden mit einem neuen System effizienter und kostengünstiger zu produzieren sein. 4 Prognosebericht Die GEFCO ist aktuell kaum noch von der Covid-19-Pandemie betroffen. Die Eindämmungsmaßnahmen wurden weitestgehend aufgelöst und schränken die wirtschaftliche Entwicklung nicht mehr in besonderem Maße ein. Die Entwicklung bei den Engpässen der Halbleiter, und die Herausforderungen bei der Rekrutierung neuer Fahrer stellen insbesondere im FVL Bereich immer noch Hemmnisse für Wachstum des Geschäftes dar. Die deutlich gestiegenen Dieselpreise werden in der Regel durch so genannte Diesel-Floater aufgefangen, die die Weitergabe von höheren Dieselpreisen an die Kunden ermöglicht. Insgesamt besteht ein leichter Druck auf die Rohmarge, deren Effekt deutlich kleiner als ein Prozent vom Umsatz ausmacht. Gestiegene Energiepreise wie z. B. Gas spielen in der Kostenbetrachtung eine sehr untergeordnete Rolle. Zwar gehen wir in unseren angemieteten Gebäuden von deutlich steigenden Nebenkosten aus, deren Einfluss auf die Gesamtkosten ist jedoch sehr gering. Auf der anderen Seite besteht für die GEFCO Deutschland ein hohes Potential für die Geschäftliche Entwicklung aufgrund der Einbindung in das neue IL-Cluster. Aufgrund der Beendigung des Exklusiv-Vertrages mit Stellantis Ende 2022 haben im zweiten Halbjahr 2021 die Neuausschreibungen des Geschäftes begonnen. Einige Verbindungen werden nicht wieder neu abgeschlossen werden. Der Krieg in der Ukraine macht sich im Umsatz bisher nur leicht bemerkbar. Rückläufige Umsätze in sanktionierten Bereichen bewegen sich im kleinen einstelligen Millionen-Bereich und betragen weniger als 2% des gesamtem Vorjahresumsatzes. Für das Jahr 2022 haben wir einen saldierten Umsatzrückgang von rund 3 % eingeplant. Darin sind Neugeschäfte und Abgänge zusammengefasst (saldiert). GEFCO beobachtet die Entwicklung der geopolitischen Lage in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen genau. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und der Mehrheitsbeteiligung von 75% der russischen Staatsbahn RZD (JCS Russian Railways ) an der GEFCO SA, wurde der Verkauf der Anteile der RZD angestrebt. Dieser Anteilsverkauf erfolgte am 6. April 2022. Es wurden nicht nur die Anteile der RZD verkauft, sondern auch die Anteile der Stellantis-Gruppe (ehemals PSA Gruppe). Insgesamt 99,96 % der gesamten Anteile wurden von der französischen Schifffahrts- und Logistikgruppe CMA CGM mit Sitz in Marseille übernommen. Die restlichen Anteile werden durch Minderheiten gehalten. 5 Gesamtaussage Wie im vergangenen Jahr prognostiziert, war das Geschäftsjahr 2021 auf den Umsatz bezogen etwas weniger erfolgreich. Der Umsatz hat sich mit 8,2 Mio. € um 5,1 % reduziert. Die Rohmarge hat sich dagegen leicht um 0,5 Mio. € erhöht (+1,5 %). Ohne den Sondereffekt der Restrukturierungskosten liegt das Ergebnis im prognostizierten Bereich von ein bis zwei Mio. €. Aufgrund der o. g. Ausschreibungssituation gehen wir für das laufende Jahr 2022 von einem Umsatzrückgang im Vergleich zum Jahr 2021 von rund 3 % aus. Für das Jahresergebnis gehen wir von einem Gewinn in Höhe von bis zu einer Mio. € aus. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die insolvenzrechtlichen Folgen einer Überschuldung sind durch die o. g. Verpflichtung der Gesellschafterin GEFCO S.A. für den angegebenen Zeitraum abgesichert. 6 Bericht über interne Kontrollsysteme und Risikomanagement Der Einhaltung definierter Prozesse wurde auch im Geschäftsjahr 2021 eine große Bedeutung beigemessen. Im Jahre 2021 wurde, wie auch im Jahr zuvor, durch die Revisionsabteilung des Konzerns ein konzernweites Audit des internen Kontrollsystems durchgeführt. Geprüft wurden alle Bereiche des operativen Geschäftes sowie die administrativen Zentralfunktionen, wie Finanzen, Personal oder Einkauf. Dabei sind keine relevanten Mängel festgestellt worden. Die GEFCO Deutschland leitete dabei auch die Organisation für das Audit der GEFCO Schweiz und der GEFCO Österreich. Es ist geplant, dieses konzernweite Audit im Jahre 2022 erneut durchzuführen. 6.1 Interne Kontrollen Das interne Kontrollsystem von GEFCO gewährleistet die Einhaltung von Gesetzen, gesetzlichen Bestimmungen, Konzernvorgaben und die ordnungsgemäßen Abläufe zum Schutz der Vermögenswerte. Die in der administrativen Charta enthaltenen Prinzipien und Verantwortlichkeiten tragen zur Wirksamkeit der internen Kontrolle bei. Jede Abteilung hat insbesondere darauf zu achten, dass eine Organisationsstruktur vorliegt, die eine Aufgabentrennung (vier Augenprinzip) garantiert. Darüber hinaus ist sicherzustellen, dass die vom Unternehmen zur Verfügung gestellten Informationssysteme richtig und vollständig genutzt werden, um die Rückverfolgbarkeit und die Vollständigkeit der Geschäftsvorgänge zu garantieren. Alle Unterschrifts- und Bankvollmachten sind stetig zu aktualisieren und zu standardisieren. Der Genehmigungsprozess und die dazugehörigen Genehmigungsgrenzen sind streng einzuhalten. Sämtliche Abweichungen sind zu beantragen. Weiteres zentrales Dokument sind die Operating Guidelines und die Commercial Guidelines der GEFCO-Gruppe. Interne Audits fanden analog zu den Vorjahren statt. Zwischen Mai und Juli 2021 wurde ein umfangreiches Audit durchgeführt, welches die internen Prozesse und das Risikomanagement sämtlicher Kernbereiche und der operativen und administrativen Kernfunktionen abdeckte. Das Audit wurde erfolgreich ohne nennenswerte Beanstandung abgeschlossen. Es wird turnusgemäß im Jahr 2022 wiederholt. Wichtige Guidelines des Konzerns wurden aktualisiert, wo dies erforderlich war. 6.2 Forderungsmanagement Mit 57,8 % an der Bilanzsumme spielen die Forderungen und deren Überwachung eine sehr wichtige Rolle (Vorjahr: 61 %). Das Forderungsmanagement steht daher nach wie vor im Fokus, um Ausfall- und Liquiditätsrisiken, sowie die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen zu minimieren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden in Höhe von 334 T€ (Vorjahr: 356 T€) wertberichtigt. Dies entspricht einem Rückgang von 22 T€ (-6,2 %). Es sind keine nennenswerten Forderungsausfälle für 2020 zu verzeichnen.
Mörfelden-Walldorf, den 22. Juli 2022 Frank Erhardt Emmanuel Arnaud |
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