Herstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus Glas
Tandberg Data GmbHLiquidiert
Nikolaus-Groß-Straße 13, 44329 Dortmund, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tina Brown seit 4.11.2022 | Geschäftsführer |
Carol R. Dixon seit 4.11.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Tandberg Data ASA | 50.00% |
Tandberg Data Holdings S.à r.l. | 50.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tandberg Data GmbHDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019LageberichtGrundlagen des Unternehmens Tandberg Data ("die Gesellschaft" und "Tandberg Data") gehört zu einem der weltweit führenden Anbieter und Hersteller von Datensicherungslösungen für kleine und mittlere Unternehmen und den Mittelstand. Das Unternehmen bietet ein breites Spektrum an Disk- und Tape-basierten Speicherlösungen an. Die Gesellschaft ist eine mittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der Overland Storage Inc., San Diego, Kalifornien, USA, ("Overland Storage"). Die Overland Tandberg Gruppe verfügt über ein weltweites Niederlassungsnetz inklusive einer Produktionsstätte in China und vermarktet ihre Produkte sowohl exklusiv über qualifizierte Fachhändler und Distributoren, als auch über OEM-Vereinbarungen an die weltweit wichtigsten Server-Hersteller. Für sämtliche Hardware-Produkte steht ein globales Service- und Supportnetzwerk zur Verfügung, welches neben den üblichen Gewährleistungen und Dienstleistungen auch einen Vor-Ort-Service anbietet. Zu den Produktlinien der Overland Tandberg Gruppe zählen die Produkte der RDX und NEO Technologie, deren Rechte und Patente sich im Besitz der Tandberg Data Holdings S.á.r.l., Luxemburg und der Overland Storage Inc. befinden und welche durch die Tandberg Data GmbH effektiv als funktions- und risikoarme Vertriebsgesellschaft (im Sinn der ertragsteuerlichen Vorschriften) für die Mutter- bzw. Konzernobergesellschaft verkauft werden. Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 Das Geschäftsjahr 2019 ist für die Tandberg Data GmbH insgesamt im erwarteten Rahmen verlaufen. Das Geschäftsjahr schloss mit einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Die Entwicklung des Wechselkurses zwischen USD und Euro ist für die erzielbare Vertriebsspanne von hoher Bedeutung, da Waren überwiegend in USD bezogen werden. Der Euro-Kurs hat sich im Geschäftsjahr 2019 um durchschnittlich 5 % verschlechtert. Durch Anpassung bzw. Erhöhung der Verkaufspreise einzelner Produktlinien, sowie dem Wegfall der Kosten für Produktentwicklung im Rahmen der Distributionsvereinbarungen mit der Tandberg Data Holdings und der Overland Storage Inc., hatte die Verschlechterung des Euro-Kurses jedoch keine negativen Auswirkungen auf unsere Produktmarge. Wichtigster Markt für die Gesellschaft ist nach wie vor Deutschland mit einem Anteil von 52% am Gesamtumsatz, gefolgt von Frankreich (11%) und Puerto Rico (5%). Der Umsatz im Inland beläuft sich im Geschäftsjahr auf 17,7 Mio. € (Vorjahr 14,2 Mio. €). Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss von 981 T€ abgeschlossen (Vorjahr 436 T€). Mitarbeiter Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 von 52 auf 50 Mitarbeiter reduziert. Ertragslage Umsatz & Grossmargin - Entwicklung Im Hinblick auf die ausgeführten Funktionen, die getragenen Risiken und den Besitz der Vermögenswerte ist die Tandberg Data GmbH als funktions- und risikoarme Vertriebsgesellschaft für die RDX und NEO Technologie tätig, mit der sie im Geschäftsjahr ein Rohergebnis von 10.333 T€ bzw. 30,15% (Vorjahr: 10.522 T€ bzw. 30,85%) erzielte. Das operative Ergebnis der Gesellschaft betrug insgesamt 2,5% der Umsatzerlöse. Darüber hinaus erwirtschaftete Margen wurden im Rahmen der Distributionsvereinbarungen mit der Tandberg Data Holdings S.à.r.l. als Besitzer der RDX Technologie und der Overland Storage Inc. als Besitzer der NEO Technologie anteilig an die jeweiligen Gesellschaften abgeführt. Das Ergebnis vor Steuern betrug im Geschäftsjahr 2019 1.488 T€ (Vorjahr 853 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.761 T€ (Vorjahr 1.416 T€) bestehen fast zur Hälfte aus Erträgen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen, welche aus dem Verkauf des Firmengrundstücks und Gebäudes zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 resultieren. Die andere Hälfte besteht im Wesentlichen aus Währungsgewinnen, sowie aus periodenfremden Erträgen, die sich aus der Auflösung von Rückstellungen für die Entsorgung von Altgeräten und einer Rückstellung für eine Royalty Verbindlichkeit ergeben haben. Die Erträge aus Kursgewinnen in Höhe von 482 T€ (Vorjahr 940 T€) resultieren aus Anpassungen im Rahmen der normalen Kontokorrentausgleiche mit Fremdwährungslieferanten und -kunden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 6.986 T€ (Vorjahr 7.476 T€) und bestehen zum größten Teil aus Kostenverrechnungen der Konzernmutter- und der Konzernobergesellschaft. Außerdem beinhalten sie Aufwendungen aus Kursverlusten in Höhe von 557 T€ (Vorjahr 915 T€), die aus Kontokorrentausgleichen mit Fremdwährungslieferanten und -kunden entstanden sind. Die Personalaufwendungen betragen 3.582 T€ (Vorjahr 3.523 T€) und sind mit einer Steigung von lediglich 2% ungefähr auf Vorjahresniveau. Das Zinsergebnis ist mit -294 € negativ (Vorjahr +1 T€). Dies ergibt sich aus den quartalsmäßigen Kontoabschlüssen unserer Hausbank. Insgesamt wurde das Geschäftsjahr 2019 mit einem Jahresüberschuss von 981 T€ (Vorjahr 436 T€) abgeschlossen. Vermögens- und Finanzlage Zur Steuerung des Unternehmens werden im Wesentlichen betriebswirtschaftliche Kennzahlen aus den Vertriebsaktivitäten, wie Umsatz und Vertriebsspanne, sowie die Veränderungen im Working-Capital und in der Gemeinkostenentwicklung herangezogen. Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2019 beträgt 19.689 T€. (31.12.2018 18.184 T€). Das Anlagevermögen hat sich durch den Verkauf des Firmengrundstücks und -gebäudes Anfang 2019 um 717 T€ auf 43 T€ verringert. Das Umlaufvermögen ist um 2.226 T€ gestiegen. Einem niedrigeren Vorratsbestand (-728 T€) standen ein höherer Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Fremden (+1.432 T€) bedingt durch höhere Umsätze als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum gegenüber. Auch die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 736 T€ gestiegen. Das im Namen der Tandberg Data GmbH angeforderte, jedoch an die Overland Storage Inc. ausgezahlte Darlehen wurde zwar gesenkt, die Forderungen im Rahmen der Liefer- und Leistungsbeziehungen haben sich jedoch erhöht. Zudem hat die Tandberg Data, als funktions- und risikoarme Vertriebsgesellschaft, Entwicklungskosten für die RDX Technologie and die Tandberg Data Holdings S.á.r.l. weiterverrechnet, was ebenfalls zu der Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen beigetragen hat. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 205 T€ gestiegen, was im Wesentlichen aus einem Erstattungsanspruch vorausgezahlter Körperschaft- und Gewebesteuer resultiert. Die flüssigen Mittel sind um 580 T€ gestiegen. Auf der Passivseite haben sich die Ertragsteuer-Rückstellungen auf einen Saldo von 236 T€ (31.12.2018 118 T€) erhöht, was in erster Linie auf den höheren Jahresüberschuss zurückzuführen ist. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um 54 T€ auf 1.315 T€ erhöht. Dieser Saldo ergibt sich einerseits aus der Verringerung von Garantierückstellungen, welche andererseits mit einer Rückstellung für Gehälter und Abfindungen kompensiert wurde. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 4.700 T€ (31.12.2018 7.424 T€) bestehen aus dem im Namen der Tandberg Data GmbH angeforderten, aber an die Overland Storage Inc. ausgezahlten Darlehen. Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten um +89 T€ beruht, im Vergleich zum Vorjahr, im Wesentlichen auf höheren Verbindlichkeiten für Umsatzsteuer und Einfuhrumsatzsteuer. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 9.935 T€ (31.12.2018 6.565 T€) haben sich um 3.370 T€ erhöht. Dies resultiert hauptsächlich aus der Margenabführung an die Gesellschafterin und die Konzernobergesellschaft im Rahmen der Distributionsvereinbarung für die Nutzung der RDX und NEO Technologien. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten belaufen sich auf 372 T€ (31.12.2018 513 T€). Das Eigenkapital der Tandberg Data GmbH hat sich durch den Jahresüberschuss von 981 T€ auf einen Wert von 2.172 T€ verbessert. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte unmittelbar durch die Gesellschafterin, die Tandberg Data Holdings S.à.r.l. mit Sitz in Luxemburg. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war und ist jederzeit gegeben. Zusammenfassung Der Geschäftsverlauf und damit die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben die Prognose und somit Erwartungen der Geschäftsleitung erfüllt. Der höhere Jahresüberschuss sowie die Erhöhung des Geschäftsergebnisses gegenüber dem Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus dem Gewinn des Verkaufs des Firmengrundstücks und -gebäudes. Risikomanagement und Konzernbeziehungen Das interne Controlling übt definierte Richtlinien-, Koordinierungs- und Kontrollpflichten regelmäßig aus. Zur Überwachung, Kontrolle und Steuerung der Gesellschaft wird ein umfangreiches Planungs- und Controlling-Instrumentarium eingesetzt. Wesentliche Finanzkennzahlen sind die Umsatz-, die Margen- und die Ergebnisentwicklung. Daneben erfolgt eine regelmäßige Liquiditätsüberwachung. Grundsätzlich werden die Umsätze und die Margen monatlich bzw. quartalsweise budgetiert. Die Ist-Umsätze und Ist-Margen werden den budgetierten Werten gegenübergestellt und Abweichungen untersucht. Die Differenzierung erfolgt sowohl nach Absatzregionen als auch nach Produkten. Neben der Entwicklung der Umsätze und Margen werden die Kosten monatlich analysiert und mit den Entwicklungen der Vorperioden verglichen. Diese Kostenentwicklungsanalysen werden sowohl nach Kostenarten als auch nach Kostenstellen vorgenommen. Diese Analysen werden monatlich mit der Konzernzentrale diskutiert. Dieselben Analysen werden für die Finanzkosten, wie beispielsweise Zinsen und Währungsgewinne/-verluste erstellt. Es werden zurzeit keine Devisenkurssicherungsmaßnahmen durchgeführt. Durch die zusammenfassende Monatsberichtserstattung wird unterjährig das laufende Ergebnis unter Berücksichtigung aller angefallenen Umsätze, sonstigen Erträge und Aufwendungen ermittelt. Die Hauptaufgabe im historischen Tandberg Data Gesellschaftsverbund ist die Wahrnehmung der vertrieblichen Aktivitäten für den gesamten europäischen Vertriebsbereich, sowie die Koordination der Customerservice-Aktivitäten in Europa und Asien. Im Bereich Finance wird die weltweite konsolidierte Berichterstattung der Tandberg Data Gesellschaften für das finanzielle Reporting in Form von Bilanzen und Gewinn und Verlustrechnungen erstellt. Die Konzernmuttergesellschaft übt regelmäßige Kontroll- und Überwachungsfunktionen aus. Für diesen Zweck werden seitens der Gesellschaft monatlich die Tandberg Data Gesellschaften konsolidiert und auf dieser Basis Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen erstellt. Prognose Im Vertrieb und Marketing steht auch weiterhin der professionelle Fachhandel im Mittelpunkt, der über die qualifizierte Storage- und über die Broadline-Distribution erreicht wird. Mit der bei den Kunden bekannten, breit gefächerten Palette von Tandberg Data und Overland Storage Produkten werden dem professionellen Anwender weiterhin Storage-Lösungen für den Einsatz vom Entry Level PC-Server bis hin zum High-End Netzwerk-Server zur Verfügung gestellt. Eine Ergebnisplanung sowie eine auf Quartalen aufgebaute Liquiditätsbetrachtung liegt bis einschließlich Dezember 2021 vor. In dieser Liquiditätsvorschau sind weder die Realisierung der Forderungen gegen die Overland Storage Inc. noch Zahlungsabflüsse für die Darlehensverpflichtungen berücksichtigt. Zudem wurden generell nur die Erträge aus dem Hauptgeschäft der Tandberg Data GmbH berücksichtigt. Basierend auf den bereits vorliegenden Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 geht die Geschäftsleitung davon aus, das Jahr 2020 mit einem Umsatz von ca. 22 M€ abzuschließen. Der Ausbruch des Corona Virus und die damit verbundenen Quarantäne Maßnahmen, haben dazu geführt, dass die bisher erzielten Umsätze im Channel Bereich ca. 25% niedriger ausfielen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die anhaltende Pandemie und die möglichen weiteren Auswirkungen auf unsere Kunden und den Storage Markt, machen es daher sehr schwierig eine Prognose für das Geschäftsjahr 2021 abzugeben. Es ist zu hoffen, aber weniger wahrscheinlich, dass die Pandemie schnell überwunden ist. Der aktuelle Forecast des Vertriebs ist konservativ erstellt worden. Es wird für 2021 zunächst mit einem gleichbleibendem Umsatzniveau wie im Geschäftsjahr 2020 gerechnet. Trotz der Umsatzeinbrüche, die durch die Auswirkungen der Corona Pandemie im Geschäftsjahr 2020 verursacht wurden, werden Prozessoptimierungen und eine damit einhergehende Senkung der operativen Kosten die Ertragslage der Gesellschaft positiv beeinflussen. Das Geschäftsjahr 2020 wird voraussichtlich mit einem Ergebnis vor Steuern von -132 T€ abgeschlossen. Für das Geschäftsjahr 2021 geht die Gesellschaft von einem leichten Anstieg der operativen Kosten, verursacht durch die geplanten Ausgaben im Zusammenhang mit dem Umzug in ein anderes Geschäftsgebäude und der Einführung einer neuen ERP-Software aus. Insgesamt rechnet die Geschäftsführung aber dennoch mit einem positiven Ergebnis vor Steuern. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte auch in dem Geschäftsjahr 2020 unverändert über die Gesellschafterin Tandberg Data Holdings S.á.r.l., sodass eine ausreichende Finanzmittelausstattung gewährleistet ist. Auf Basis der Ergebnisplanungen wird davon ausgegangen, dass die Geschäftstätigkeit wiederum ohne Liquiditätsunterstützung des Konzerns ausgeübt werden kann. Im Geschäftsjahr 2020 hat sich die Gesellschaft bei Aufrechterhaltung der bestehenden Konzernfinanzierung vollständig aus dem erwirtschafteten Cashflow finanziert. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Der Ausbruch des Corona-Virus macht es schwierig die mittel- und langfristigen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Tandberg Data GmbH vorherzusagen. Prognosen wurden eher konservativ aufgestellt, was sich ebenso als Chance herausstellen kann. Weitere Chancen bestehen in Kundenprojekten und dem Ausbau des Distributionsnetzes. Viele Kundenprojekte, z.B. für den Ausbau neuer Storage-Infrastrukturen, wurden zunächst auf Eis gelegt, da die Ausführung vor Ort beim Kunden nicht möglich war. Unser Vertriebsteam arbeitet zudem stets am Ausbau des Distributionsnetzes, sowie an der Produktpositionierung im vertikalen Sektor. Zu Beginn des Geschäftsjahres konnte dadurch bereits ein positiver Aufwärtstrend im Bezug auf das Umsatzergebnis verzeichnet werden. Wir hoffen, dass die Kundenprojekte reaktiviert werden und sich der Aufwärtstrend der Umsätze durch den Zugewinn neuer Kunden und Märkte fortsetzt, sobald sich die Lage der Corona Pandemie wieder entspannt. Nichtsdestotrotz befindet sich die Gesellschaft auch weiterhin in einem unverändert scharf geführten Wettbewerbsumfeld. Der hohe Konkurrenzdruck und der starke Druck auf die Absatzmarktpreise werden als wesentliche Risiken angesehen. Aufgrund der nicht durchgeführten Devisenkurssicherungsmaßnahmen können sich entsprechende Risiken (Währungsverluste), aber auch Chancen (Währungsgewinne) ergeben. Durch den Einsatz des internen Controlling-Instrumentariums wird jedoch versucht, die Risiken frühzeitig zu erkennen und - soweit möglich - gegen zu steuern. Aber auch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Europa stellen Herausforderungen und Ungewissheiten dar. Der britische EU-Austritt und die Entwicklung der EU können die Märkte destabilisieren. Mit Datum vom 19. Februar 2021 hat die Tandberg Data GmbH einen ab dem 1. Mai 2021 laufenden Mietvertrag mit einer bis zum 1. Mai 2022 befristeten Kaufoption für ein Büroobjekt inklusive Lagerhalle in Dortmund abgeschlossen. Bis zum Umzug in das neue Gelände wird sich die Miete für das bisherige Objekt gemäß Mietvereinbarung weiterhin stetig erhöhen. Inwieweit wir aus dem im Namen der Tandberg Data GmbH angeforderten, aber an die Overland Storage Inc. ausgezahlten Darlehen für eine Rückzahlung bzw. Zinszahlung in Anspruch genommen werden ist fraglich. In unserer Budget- und Liquiditätsplanung sind wir von keiner Inanspruchnahme ausgegangen. Der Eintritt einer oder mehrerer der nachfolgenden Bedingungen würden den Bestand des Unternehmens wegen Zahlungsunfähigkeit gefährden: a) Die Geschäftslage von Tandberg Data entwickelt sich wesentlich schlechter als in den Planungen der Gesellschaft angenommen. b) Die Gesellschafterin Tandberg Data Holdings S.à.r.l. stellt ihre Forderungen gegen Tandberg Data fällig und gleichzeitig kann Tandberg Data ihre Forderungen gegen die Overland Storage Inc. nicht realisieren. c) Tandberg Data wird in einem wesentlichen Umfang aus den eingegangenen und im Anhang dargestellten Haftungsverhältnissen in Anspruch genommen. Insoweit bestehen wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die Geschäftsführung geht aufgrund der oben geschilderten Umstände und Maßnahmen jedoch nicht vom Eintritt dieser bestandsgefährdenden Risiken aus.
Dortmund, 31. März 2021 Tandberg Data GmbH Geschäftsführer Kurt Kalbfleisch BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Vorbemerkung Die Tandberg Data GmbH ist unter der Nummer HRB 5589 im Handelsregister des Amtsgerichtes Dortmund eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 ist nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und des GmbHG aufgestellt. Hinsichtlich der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. Die Tandberg Data GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Ansatz- und Bewertungsvorschriften des Vorjahres sind im Geschäftsjahr beibehalten worden. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von Software wird mit 5 Jahren angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Geschäftsgebäude werden in längstens 40 Jahren, technische Anlagen und Maschinen in längstens 10 Jahren, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in längstens 14 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Analog zu den gesetzlichen Bestimmungen des § 6 Abs. 2a EStG wurden im Berichtsjahr bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert zwischen 250 € und 1.000 € in einen Sammelposten des Anlagevermögens eingestellt und über die Dauer von fünf Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250 € werden sofort aufwandswirksam erfasst. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte, fast ausschließlich Handelswaren, werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird ein Festwert gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände bewerten wir zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. In Fremdwährung bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die daraus resultierenden Erträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" und die Aufwendungen unter dem Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" als davon-Vermerk ausgewiesen. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr findet das Anschaffungskostenprinzip sowie das Realisations- und Imparitätsprinzip Anwendung. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sämtliche Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Entwicklung des Anlagevermögens Die nachfolgende Übersicht stellt die Zugänge und Abgänge im Anlagevermögen jeweils für die historischen Anschaffungskosten und Abschreibungen separat dar (in T€):
4. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten 100% der Anteile an der Tandberg Data Norway AS, Oslo, Norwegen, mit einem Beteiligungsbuchwert von 12 T€. Das Stammkapital der Tandberg Data Norway AS beträgt 100 TNOK und das Geschäftsjahr 2019 wurde mit einem Jahresgewinn von 1.036 TNOK abgeschlossen. Das gesamte Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31. Dezember 2019 auf 1.904 TNOK. 5. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 14.904,22 € bestehen aus Verpackungs- und Verbrauchsmaterial, dessen Wert im Rahmen der Inventur zum 31.12.2018 aufgenommen und als Festwert für die nächsten drei Jahre festgelegt wurde. Die Waren, fast ausschließlich Handelswaren, in Höhe von 490.183,93 € (31.12.2018 1.218 T€) wurden gemäß dem Niederstwertprinzip zum Anschaffungswert oder niedrigeren Tageswert angesetzt. Der Wert enthält eine Abwertung für Mengen- und technische Risiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben. 6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr insgesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Gegen verbundene Unternehmen bestehen Forderungen in Höhe von 11.907 T€ (31.12.2018 11.170 T€) und enthalten ein im Namen der Tandberg Data GmbH angefordertes, jedoch an die Overland Storage Inc. ausgezahltes Darlehen über 4.700 T€. Die sonstigen Vermögensgegenstände über insgesamt 233 T€ (31.12.2018 28 T€) haben ebenfalls insgesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sie bestehen im Wesentlichen aus einer Rückzahlungsforderung von Körperschaftsteuer von 165 T€, sowie Gewerbesteuer von 54 T€. 7. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 33 T€ (31.12.2018 37 T€) handelt es sich größtenteils um Kosten für die Wartung und den Support von Software und Versicherungsbeiträge. 8. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von 2.658.717,78 € wird zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2019 zu 100 v.H. von der Tandberg Data Holdings S.à.r.l., Luxemburg, gehalten. 9. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.315 T€ (31.12.2018 1.260 T€) enthalten im wesentlichen Vorsorgen aus dem Personalbereich, Verpflichtungen gegenüber unserer Kunden im Bezug auf Bonusvereinbarungen, sowie Vereinbarungen zu Price Protection und Stock Rotation, Verpflichtungen für Gewährleistungen, für Jahresabschlusskosten und Marketingkosten. 10. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 4.700 T€ bestehen ausschließlich aus einem im Namen der Tandberg Data GmbH angeforderten, jedoch an die Overland Storage Inc. ausgezahlten Darlehen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Sicherheiten bestehen in der Verpfändung der Anteile der Tandberg Data Holdings S.á.r.l. an der Tandberg Data GmbH, sowie der Verpfändung der Bankkonten und der Forderungen der Gesellschaft an den Darlehensgeber. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben ebenfalls eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sie betragen insgesamt 9.935 T€ (31.12.2018 6.565 T€), wovon ein Betrag von 7.956 T€ auf die Gesellschafterin Tandberg Data Holdings S.à.r.l. (31.12.2018 4.983 T€) entfällt. 11. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Wie im Vorjahr, wurden vereinnahmte Serviceentgelte für künftige Perioden über einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Der Saldo beträgt 584 T€ (31.12.2018 826 T€). 12. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden aus dem Vertrieb von Geräten der Computer-Peripherie sowie aus Serviceverträgen erzielt. Die Erlöse im Geschäftsjahr entfallen mit 17.703 T€ (31.12.2018 14.204 T€) auf das Inland und mit 16.574 T€ (31.12.2018 19.903 T€) auf das Ausland. 13. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.761 T€ (31.12.2018 1.416 T€) bestehen zum größten Teil aus dem Gewinn aus dem Verkauf des Gebäudes, sowie realisierten und unrealisierten Währungsgewinnen, als auch periodenfremder Erträge in Höhe von 439 T€, die durch die Auflösung bestimmter Rückstellungen entstanden sind. 14. Personalaufwand Als Personalaufwand werden fixe und variable Gehaltsbestandteile mit einem Gesamtbetrag von 3.093 T€ (31.12.2018 3.042 T€), sowie soziale Abgaben in Höhe von 489 T€ (31.12.2018 482 T€) ausgewiesen. Im Durchschnitt des Berichtsjahres wurden 50 (Vorjahr 52) Mitarbeiter beschäftigt. 15. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 6.986 T€ (31.12.2018 7.476 T€) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Kursverlusten, Konzernkostenumlagen und Kostenbelastungen von verbundenen Unternehmen, Marketing-, Werbungs- und Vertriebskosten, Rechtsanwalts- und Notarkosten, Kosten für externe Consultants, Kosten für Beratungen und sonstige Dienstleistungen, Reisekosten, Kosten für Softwarelizenzen, sowie deren Support, Instandhaltungskosten, Nachrichtenübermittlungskosten, Aufwendungen für Versicherungsbeiträge, Energiekosten, sowie Kosten für KFZ-Leasing. 16. Zinsergebnis Das Zinsergebnis beträgt 0 T€ (31.12.2018 1 T€).
17. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2019 Kurt L. Kalbfleisch, Kaufmann, San Diego, Vereinigte Staaten. Die Geschäftsführung hat in 2019 von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten. 18. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Firmenfahrzeuge, Kopiergeräte und eine Telefonanlage in Höhe von 16 T€ (31.12.2018 17 T€) bis zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeiten. Aus dem, von der Tandberg Data GmbH angeforderten, jedoch an die Overland Storage, Inc. ausgezahlten Darlehen in Höhe von 4,7 Mio. € können Rückzahlungsverpflichtungen entstehen. Bisher wurden sowohl die Darlehensrück- als auch die Zinszahlungen ausschließlich durch Overland Storage, Inc. getätigt. 19. Haftungsverhältnisse Am 25. September 2019 schloss die Overland Storage Inc. als Darlehensnehmer mit der JMB Capital Partners Lending, LLC, Kalifornien, USA, als Darlehensgeber einen Darlehensvertrag über 5 Mio. USD ab, für den die Tandberg Data GmbH zusammen mit anderen als Bürge eingetragen ist. Von diesem Darlehen wurden 3,2 Mio. USD dazu verwendet, um einen Teil des Darlehens von 8,5 Mio. USD der FBC Holdings S.á.r.l., Luxembourg, für das die Tandberg Data GmbH als Co-Borrower in der Verpflichtung steht, zu tilgen. Im Oktober 2020 hat die Konzernobergesellschaft mit der JP Morgan Chase Bank einen Darlehensvertrag abgeschlossen, durch den die in diesem Zusammenhang bestehenden Verpflichtungen der Tandberg Data GmbH um weitere 2,1 Mio. USD gesenkt wurden. Auch in diesem Vertrag ist die Tandberg Data GmbH zusammen mit anderen als Bürge eingetragen. Auf Grund der erfolgreichen Refinanzierungen ist die Inanspruchnahme aus den Bürgschaften unwahrscheinlich. Eine Insolvenz der Tandberg Data GmbH auf Grund der Inanspruchnahme aus der Bürgschaft wurde in der Darlehensvereinbarung mit der JP Morgan Chase Bank ausgeschlossen. 20. Bestandsgefährdende Risiken Hinsichtlich des Vorliegens von wesentlichen Unsicherheiten (bestandsgefährdenden Risiken), die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, wird auf die Ausführungen im Abschnitt "Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung" im Lagebericht verwiesen. 21. Nachtragsbericht Bereits im Dezember 2018 verhandelte die Tandberg Data GmbH mit der 9. Objektgesellschaft Bismarckstraße UG den Verkauf des Grundstücks und des Gebäudes der Tandberg Data in der Feldstraße 81 in Dortmund. Der entsprechende Kaufvertrag wurde offiziell am 04. Januar 2019 geschlossen und notariell beglaubigt. Seit Juni 2020 ist die GmbH offiziell Mieter eben dieses Objektes. Mit einem Mietvertrag vom 19. Februar 2021 hat die Gesellschaft ab dem 01. Mai 2021 ein Gebäude in der Nikolaus-Groß-Straße 13 in Dortmund gemietet, für welches auch eine Kaufoption besteht. Im Rahmen der Corona Pandemie nutzt die Overland Tandberg Gruppe ihre Ressourcen, um das nordamerikanische Unternehmen AT&T Inc. bei dem Schutz ihrer Mitarbeiter und Kunden zu unterstützen. Im Rahmen dessen, vertreibt die Overland Tandberg sogenanntes Personal Protective Equipment (Schutzmasken, Desinfektionsmittel, Handschuhe, etc.) an AT&T Niederlassungen weltweit. Die GmbH ist dabei für die logistische Abwicklung innerhalb Europas zuständig. Geplant ist es, dass die GmbH als Service Provider für die Konzernobergesellschaft agiert und entsprechend entlohnt wird. Zum Zeitpunkt dieses Berichts, hat der weltweite Ausbruch des Corona-Virus auch bei der Tandberg Data GmbH zu Umsatzeinbrüchen geführt. Die Gesellschaft hat auf Basis der aktuellen Kenntnisstände die möglichen Auswirkungen der Pandemie in der Prognose für die erwartete Ertragslage des Jahres 2020 berücksichtigt, worauf im Lagebericht detailliert eingegangen wird. 22. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2019 in Höhe von 981 T€ soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 23. Konzernrechnungslegungspflicht/Konzernzugehörigkeit Zum 31. Dezember 2019 besteht keine gesetzliche Pflicht für die Tandberg Data GmbH, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht für den Teilkonzern der Tandberg Data GmbH und ihrer Tochtergesellschaft Tandberg Data Norway AS, Oslo/Norwegen, aufzustellen, da die Größenkriterien des § 293 HGB nicht erfüllt sind. Die Tandberg Data GmbH war zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2019 ein Tochterunternehmen der Tandberg Data Holdings S.à.r.l., Luxemburg. Sie wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 der Silicon Valley Technology Partners, Inc., USA einbezogen, welcher am Sitz der US-Gesellschaft zur Verfügung steht.
Dortmund, 31. März 2021 Tandberg Data GmbH Geschäftsführer Kurt L. Kalbfleisch sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.03.2022 festgestellt. "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Tandberg Data GmbH: Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Tandberg Data GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tandberg Data GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Der Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthält unter anderem Forderungen an die Konzernobergesellschaft Overland Storage Inc., San Diego, USA, in Höhe von T€ 4.700 aus durchgereichten Darlehensverbindlichkeiten sowie weitere T€ 5.045 aus dem laufenden operativen Liefer- und Leistungsverhältnis sowie sonstigen Zahlungsvorgängen. Aus der uns zur Verfügung gestellten Dokumentation lässt sich nicht mit hinreichender Sicherheit die Werthaltigkeit dieser Forderungen ableiten. Es ist nicht auszuschließen, dass Wertberichtigungsbedarf besteht und der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen an der Bewertung des Umlaufvermögens, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Anhang (Abschnitt "20. Bestandsgefährdende Risiken") sowie im Lagebericht (Abschnitt "Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung"), in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Bestand des Unternehmens unter bestimmten Bedingungen wegen Zahlungsunfähigkeit gefährdet wäre. Wie an den oben genannten Stellen im Anhang und im Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Krefeld, den 30. November 2021 RSM
GmbH
Rainer Bongarth, Wirtschaftsprüfer Sebastian Welling, Wirtschaftsprüfer" |
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