Gewürzmühle Franz X. Stießberger
Selbe AdresseHerstellung von Würzmitteln und Soßen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Graner seit 16.11.2017 | Prokura |
Peter Simmel seit 14.1.2009 | Geschäftsführer |
Andreas Simmel seit 14.1.2009 | Geschäftsführer |
Vroni Platzer seit 14.1.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Peter Simmel Handels GmbHMoosachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020LageberichtA. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Wirtschaftsjahr 2020 war entscheidend durch die Corona-Pandemie geprägt. Nach zehn Jahren des Wachstums musste die deutsche Wirtschaft 2020 einen deutlichen Einbruch der Konjunktur verzeichnen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 5 Prozent unter dem des Vorjahres. Auch die privaten Konsumausgaben sind aufgrund der Corona-Pandemie im Berichtsjahr um 6 Prozent zurückgegangen. Die Konsumausgaben des Staates stiegen auch aufgrund der staatlichen Ausgaben zur Stützung der Wirtschaft und Eindämmung der Pandemie um 3,4 Prozent. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten konnte aufgrund der Regelungen zur Kurzarbeit stabil gehalten werden, während die Anzahl der Selbständigen und der geringfügig Beschäftigten zurückging. Durch die Corona-Maßnahmen musste der stationäre Einzelhandel, abgesehen vom Lebensmitteleinzelhandel, erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Auf der anderen Seite profitierte der Internethandel durch den Lockdown deutlich. Auch der Lebensmitteleinzelhandel verzeichnete lt. GfK ein deutliches Umsatzwachstum um 11,3 Prozent. Hier wirkten sich unter anderem die Schließung von Gastronomie und Kantinen, der Trend zum mobilen Arbeiten sowie die Schließung von Schulen und Kitas mit ihren Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen stark aus. Besondere Bedeutung gewannen in dieser Situation die Vollsortimenter mit ihrer großen Bandbreite an Artikeln, die den Trend zum "One-Stop-Shopping" sehr gut bedienen konnten. Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg war damit deutlich geringer als im Vorjahr mit 1,4 Prozent. Ein wesentlicher Grund für die niedrige Steigerungsrate liegt in der Senkung der Mehrwertsteuersätze im zweiten Halbjahr 2020. Energieprodukte verbilligten sich 2020 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 4,8 Prozent nach einem Anstieg um 1,4 Prozent im Jahr 2019. Ursächlich hierfür war neben der Mehrwertsteuersenkung auch der Verfall der Ölpreise auf dem Weltmarkt. Die Lebensmittelpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent. Besonders stark war der Anstieg bei Obst (7,1 Prozent) und Fleisch- und Wurstwaren (6,1 Prozent). Günstiger wurden Speiseöle und Speisefette (- 4,1 Prozent). Geschäftsverlauf Der Umsatz der Peter Simmel Handels GmbH im Berichtsjahr belief sich auf € 106,6 Millionen. Das entspricht einer Umsatzsteigerung von 20,9 Prozent. Die Zuwächse lagen damit um 8 Prozentpunkte über dem schon hohen Pandemiezuwachs der EDEKA (13 Prozent). Bemerkenswert ist, dass eine derartige Steigerung an Standorten erreicht werden konnte, deren Raumleistungen ohnehin schon ausgesprochen hoch waren. Eine wesentliche durch Corona bedingte Veränderung des Kundenverhaltens war der Trend zum "One-Stop-Shopping". Von diesem Phänomen haben die klassischen Supermärkte deutlich stärker profitiert als die Discounter. Die Kunden haben seltener eingekauft und alle Einkäufe in einem Markt erledigt. Obwohl der Umsatz stark gesteigert wurde, ging die Kundenanzahl zurück und die Höhe des Durchschnittsbons stieg (plus 29 Prozent). Ein weiterer positiver Nebeneffekt war die Zunahme von Kartenzahlungen. Die Peter Simmel Handels GmbH betreibt in Bayern vier Märkte mit einer Verkaufsfläche von ca. 11.250 m 2 . Die Umsatzsteigerungen der vier Märkte sind im Vergleich zum Vorjahr exorbitant. Der Markt in Pullach hat seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 25,2 Prozent gesteigert. Unterhaching lag bei 19,6 Prozent, Glonn bei 19,3 Prozent und der Markt in München bei 16,9 Prozent. Diese Steigerungsraten sind vor dem Hintergrund, dass die Märkte schon seit Jahren sehr erfolgreich arbeiten und die Ausgangsbasis dementsprechend schon ausgesprochen hoch war, eigentlich kaum realisierbar. Offensichtlich kommen hier die passenden Standorte, das passende Konzept und hoch motivierte Mitunternehmer zusammen. Ohne die vorherigen Investitionen in das neue Warenwirtschaftssystem LUNAR und die Ausrüstung mit elektronischen Etiketten wäre dieser Zuwachs nicht darstellbar gewesen. Entscheidend war aber der Einsatzwille und die ausgezeichnete Arbeit unserer Mitunternehmer, die unter schwierigen Corona-Bedingungen diese großen Warenmengen bewegt haben. Die erreichten Raumleistungen sind mittlerweile ausgesprochen hoch. Unterhaching erzielte in 2020 einen Bruttoumsatz pro Quadratmeter von € 11.500. Die Einsteinstraße und Pullach liegen bei über 9.500 €/m 2 . Bezüglich des Marktes in Pullach ist noch besonders zu berücksichtigen, dass der große ebenerdige Parkplatz aufgrund von Baumaßnahmen weitgehend gesperrt war und die Zufahrt zur Tiefgarage dadurch ebenfalls behindert war. Ertragslage Die Peter Simmel Handels GmbH erwirtschaftete in 2020 einen Jahresüberschuss in Höhe von € 5,7 Millionen und das ausdrücklich nach Prämien, Ergebnisbeteiligung von 20 Prozent, sozialen Leistungen sowie nach Unternehmenssteuern. Die außertariflichen Zuwendungen haben eine Größenordnung erreicht, die wir vor drei Jahren bei Einführung der Ergebnisbeteiligung nicht für möglich gehalten haben. In der Spitze können unsere Mitunternehmer 16 Monatsgehälter verdienen. In Verbindung mit dem guten Arbeitsklima, den Ausbildungsmöglichkeiten und den guten Aufstiegschancen wird verständlich, dass wir selbst an einem so herausfordernden Standort wie München keine Probleme haben, sämtliche Arbeitsplätze qualifiziert zu besetzen. Der Rohertrag für das Jahr 2020 betrug 32,5 Prozent vom Umsatz und liegt damit geringfügig über dem Wert des Vorjahres von 32,4 Prozent. Diese Rohertragsspanne stellt für ein Mehrbetriebsunternehmen einen ausgezeichneten Wert dar. Die Personalkosten stiegen im Berichtsjahr auf 18,4 Prozent vom Umsatz an (Vorjahr; 17,5 Prozent). Die Personalkosten enthalten die Prämien für die Ergebnisbeteiligung der Mitunternehmer, die Kosten der Corona-Sonderzahlung, die wir in maximaler Höhe geleistet haben sowie die Kosten für den "Gesundessengutschein", den wir allen Mitunternehmern anbieten. Der sonstige betriebliche Aufwand sank auf 7,9 Prozent vom Umsatz (Vorjahr: 9,6 Prozent). Auch im Berichtsjahr wurden die Leistungen unserer Mitunternehmer durch die Ausschüttung von 20 Prozent des Konzerngewinns neben den üblichen Prämien honoriert. Der Aufwand lag dafür im Berichtsjahr bei TEuro 2.200. Weiterhin erhalten unsere Mitarbeiter für Einkäufe in den Märkten "Gesundessengutscheine". Der Aufwand hierfür belief sich im Berichtsjahr auf TEuro 117,5. Die Peter Simmel Handels GmbH erwirtschaftete ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von € 7,2 Millionen (Vorjahr: € 5,0 Millionen). Finanzlage Die Entwicklung der operativen Cashflows ist im Wesentlichen getrieben durch die Jahresüberschüsse und Zunahmen der Rückstellungen für die Ergebnisbeteiligung für die Mitarbeiter. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug TEuro 1.531 (VJ: TEuro 5.520). Der erwirtschaftete Cashflow floss im Wesentlichen an verbundene Unternehmen zur Immobilienfinanzierung ab. Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode betrug TEuro 7.159. Dem Unternehmen stehen ausreichende vertraglich gesicherte freie Kontokorrentlinien zur Verfügung. Das im Unternehmensverbund praktizierte tägliche Cash-Pooling führt zu einer Reduzierung der Zinsbelastung aus Kontokorrentinanspruchnahmen. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr 2020 um € 5,9 Millionen auf € 39,1 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Die Peter Simmel Handels GmbH wies zum 31.12.2020 ein Eigenkapital von € 30,6 Millionen aus. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich dieser Wert um € 5,7 Millionen. Ursächlich hierfür war in erster Linie die gute Ertragslage. Die Eigenkapitalquote stieg von 75,1 Prozent auf 78,3 Prozent. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Entwicklung des Umsatz, des Rohertrags und des Ergebnisses. Das Ergebnis im Berichtsjahr betrug € 5,7 Millionen. Damit lag das Jahresergebnis um € 1,4 Millionen über dem Planwert. Der Jahresumsatz von € 106,5 Millionen übersteigt den geplanten Wert um € 6,5 Millionen. Der Rohertrag bezogen auf den Umsatz lag im Berichtsjahr bei 32,5 Prozent. Er lag damit deutlich über dem Planwert von 31 Prozent. Der Anteil der Personalkosten vom Umsatz lag im Berichtsjahr bei 18 Prozent und damit über der Planung (17 Prozent). Ursächlich sind u. a. die erweiterten Sozialleistungen und Sonderzahlungen. Die deutlichen Abweichungen von den Planwerten im Berichtsjahr sind im Wesentlichen auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus u. a. auf der kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung unserer Mitunternehmer. Diese Aus- und Weiterbildung fand auch zu Corona-Zeiten statt. Ein erheblicher Teil der Seminare wurde online abgehalten. Wir geben den Mitunternehmern alle Entwicklungsmöglichkeiten, so dass wir sämtliche Führungspositionen in den letzten Jahren mit eigenen Mitarbeitern besetzen konnten. Auch Gleichberechtigung war uns schon immer ein Anliegen, was sich auch darin widerspiegelt, dass gleiche Arbeit stets gleich bezahlt wurde und wir eine Vielzahl von Frauen in Führungspositionen beschäftigen. Die Zufriedenheit der Mitunternehmer zeigt sich auch an der durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von acht Jahren und der Fluktuationsrate. Diese liegt bei der Peter Simmel Handels GmbH bei 3 bis 5 Prozent. Unser Fokus liegt auch auf der permanenten Nachwuchsgewinnung. Die Peter Simmel Handels GmbH beschäftigte im Berichtsjahr 405 Mitarbeiter und 70 Auszubildende. Des Weiteren arbeiten wir ständig an einer zukunftsorientierten Altersstruktur unserer Mitarbeiterschaft - der Altersdurchschnitt beträgt 35 Jahre. Der Simmel-Konzern beschäftigte im Berichtsjahr 60 Prozent weibliche Mitunternehmer und 40 Prozent männliche Mitunternehmer. Bedauerlicherweise konnten wir in 2020 und auch in 2021 keine Mitarbeiterveranstaltungen durchführen, um weiter an unseren Leitbildern zu arbeiten. Trotz der besonderen Herausforderungen, die die Arbeit unter Corona-Bedingungen mit sich brachte, haben wir uns dennoch bemüht, die von uns entwickelten fünf Leitbilder kontinuierlich weiter umzusetzen: • glückliche Mitunternehmer • begeisterte Kunden • gesunde Wirtschaftlichkeit • mutige Innovationen • wirksame Nachhaltigkeit. Diese Leitbilder bleiben für uns ein wesentlicher Erfolgsfaktor und prägen den Umgang miteinander im Unternehmen, aber auch insbesondere den Umgang mit unseren Kunden. Die Zufriedenheit unserer Kunden und das Leben unseres Mottos "Simmel - ein Genuss" steht für uns im Vordergrund. Das Jahr 2020 hatten wir unter folgendes Motto gestellt: "Das WIR gewinnt - JEDER trägt zum gemeinsamen Erfolg bei". Mit dieser Einstellung konnten wir die besonderen Herausforderungen, die 2020 an unsere Mitunternehmer gestellt hat, erfolgreich meistern. Leitbilder und Motto sehen wir als bedeutsamen zentralen Faktor u. a. zur internen und externen Kommunikation (Mitarbieter- und Kundenzufriedenheit) an. Dankenswerterweise hatten wir im Unternehmen nur eine geringe Anzahl an Corona-Fällen zu verzeichnen. In der Peter Simmel Handels GmbH beträgt die durchschnittlich Verkaufsflächengröße 2.813 m 2 . Damit weisen wir im Durchschnitt größere Verkaufsflächen auf als der Wettbewerb. Deshalb sehen wir uns für die Zukunft gut positioniert. Unser Markt in Pullach wurde in 2020 zu einem der drei besten Supermärkte Deutschlands ausgezeichnet in der Kategorie "Selbstständige Lebensmitteleinzelhändler ab 2.000 Quadratmeter". Dies ist eine Auszeichnung, die jährlich durch die Fachzeitschrift "Meine Familie & Ich" und die Lebensmittelpraxis verliehen wird. Weiterhin gewann unser Markt in Unterhaching die Auszeichnung als "Bester EDEKA Südbayerns". Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind wesentliche Grundlagen unseres unternehmerischen Handelns, wie sich auch unseren Unternehmensleitsätzen entnehmen lässt. Im Einzelnen haben wir u. a. folgende Schwerpunkte gesetzt: • Lebensmittel werden nicht weggeworfen, sondern an Tafeln und ähnliche Organisationen gespendet. • An unseren Bedientheken wird so weit wie möglich auf Verpackungen aus Plastik verzichtet. • Unsere Märkte verkaufen kein Einweggeschirr und -besteck. • Plastiktüten werden nicht mehr angeboten. • Bereits seit zehn Jahre sind wir dabei, die Kühlungen auf CO 2 umzustellen. Wir verfolgen die Entwicklung sehr zeitnah und sind sehr experimentierfreudig, um Möglichkeiten zu finden, die Schadstoffbelastung so weit wie möglich zu reduzieren. B. Bericht über Risiken und Chancen Risiken und Risikoüberwachung operative / leistungswirtschaftliche Risiken Das Risikomanagement ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung. Es basiert auf dem geschlossenen Warenwirtschaftssystem und der Verknüpfung mit der Finanzbuchhaltung. Eine zeitnahe Überwachung der Bestände und Roherträge in jedem einzelnen Markt und eine direkte Einspielung der Wareneingänge und Umsätze des geschlossenen Warenwirtschaftssystems in die Finanzbuchhaltung führen zu einer gesicherten Datenbasis in der Finanzbuchhaltung. Am ersten Tag des Folgemonats erhalten wir bereits detailliert Angaben zum Bruttoumsatz, zur Kundenfrequenz und zum Durchschnittsbon. Im Ergebnis liegen spätestens zum 20. jeden Folgemonats aussagefähige Zahlen für das Gesamtunternehmen vor. Diese Zahlen sind derart detailliert, dass jeder einzelne Markt betriebswirtschaftlich vollständig abgebildet wird und die Kostenentwicklung sehr genau nachvollzogen werden kann. Durch LUNAR hat sich die Qualität der Daten insbesondere im Frischebereich noch einmal deutlich verbessert. Um das Potential weiter auszuschöpfen haben wir umfangreich in die neue Generation von elektronischen Etiketten (ESL) investiert. Von der Planung abweichende Entwicklungen werden frühzeitig erkannt. Der Unternehmensführung steht zeitnah ein effektives Steuerungsinstrument zur Verfügung. Verbundrisiken / finanzwirtschaftliche Risiken Die Forderungen des Simmel-Konzerns richten sich zu 99,8 Prozent gegen Firmen des Simmel-Verbundes, die jeweils zu 100 Prozent im Anteilseigentum von Peter Simmel und seinen Kindern sind. Es handelt sich bei den Ausleihungen teilweise um langfristige Finanzierungen. Der Simmel-Konzern / die Simmel AG stellt den verschiedenen Immobiliengesellschaften jeweils Kapital für deren Vorhaben zur Verfügung. Die Vergabe der Mittel erfolgt stets unter stringenten Voraussetzungen. Die Abfolge ist wie folgt: Die Simmel-Immobiliengruppe sucht anhand festgelegter Kriterien geeignete Einzelhandelsstandorte. Bezüglich Lage, Größe, Parkplatzanzahl, Baurecht, etc. bestehen klar definierte Anforderungen. Sobald diese an einem Standort erfüllt sind, wird eine fundierte Planung erstellt, die unter anderem auch eine Planrentabilitätsrechnung für den potentiellen zukünftigen Markt beinhaltet. Im nächsten Schritt wird ein Standortgutachten durch die Standortexperten der Edeka-Zentrale beauftragt. Sofern das positiv ist, wird der Vorgang der Edeka-Regionalgesellschaft vorgelegt. Diese prüft den Standort ebenfalls. Nur nachdem die Edeka den Standort zweimal geprüft hat und bereit ist, mit der Simmel-Immobiliengesellschaft an diesem Standort einen Hauptmietvertrag mit fünfzehnjähriger Laufzeit abzuschließen, wird das Vorhaben realisiert. Die Simmel AG bzw. die Peter Simmel Handels GmbH werden dann Untermieter. Die Philosophie des Unternehmens, sich auf zukunftsträchtige Flächen zu konzentrieren, verspricht aufgrund des für diese Flächen zugeschnittenen Konzepts wirtschaftlichen Erfolg. Hinzu kommt, dass das Unternehmen auf die jahrzehntelange Erfahrung und hohe Branchenkompetenz im Handel der EDEKA zurückgreifen kann. Die Grundstücksgesellschaften erstellen regelmäßig laufende betriebswirtschaftliche Auswertungen. Diese werden den Gremien des Konzerns (Kreditgeber) jeweils nach dem 20. des Folgemonats zur permanenten Überwachung vorgelegt. Im Ergebnis wird die Ausreichung der Mittel und die Bonität permanent überwacht. Chancen Der demografischen Entwicklung in Deutschland, die geprägt ist von einer wachsenden Zahl von Einpersonenhaushalten, trägt EDEKA durch die Entwicklung entsprechender Sortimente und Marktkonzepte Rechnung. Diese Konzepte setzen wir konsequent um. Ein Fokus bei der Entwicklung des Sortiments liegt für uns im Bereich vegetarischer und veganer Lebensmittel. Wir achten darauf, dass wir jeweils ein ausgeprägteres Sortiment anbieten als der regionale Wettbewerb. Vom Wettbewerb abgrenzend und die Nachhaltigkeitsanforderungen deutlich aufzeigend sind unsere Angebote im Bereich Fleisch. Wir verkaufen am Fleischtresen keinerlei Produkte aus Massentierhaltung, sondern beziehen seit Längerem schon unser Rindfleisch und unser Geflügel von nach strikten Maßgabenausgesuchten Lieferanten. In 2021 ist es uns schließlich auch gelungen, ausreichend Schweinefleisch aus artgerechter Haltung einzukaufen, so dass wir unser ganzes Sortiment darauf umstellen konnten. Dadurch bedingt haben wir im Fleischbereich höhere Preise als der Wettbewerb. Durch diese Umstellungen haben wir keine Umsätze verloren, sondern Umsätze hinzugewonnen und gehen davon aus, dass bei einer weiteren Veränderung des Bewusstseins der Käufer unsere Chancen Marktanteile hinzuzugewinnen groß sind. Durch die hohe Qualifikation unserer Mitunternehmer sind wir jederzeit in der Lage, von EDEKA Märkte zu übernehmen und diese qualifiziert zu besetzen. Wir gehen davon aus, dass wir auf diesem Wege in der Zukunft ein bis zwei neue Märkte pro Jahr hinzubekommen. C. Prognosebericht Für das Jahr 2021 ist für die Peter Simmel Handels GmbH ein Umsatzrückgang von 3 Prozent zu erwarten. Das geplante Jahresergebnis für 2021 liegt bei einer Größenordnung von € 4,5 Millionen. Der Nettoumsatz im ersten Halbjahr 2021 belief sich auf € 52,9 Millionen. Das bedeutet einen Umsatzrückgang von 2 Prozent. Das vorläufige Ergebnis für das erste Halbjahr liegt bei ausgezeichneten € 4,5 Millionen und damit um 39 Prozent bzw. € 1,3 Millionen über dem des Vorjahres. Im Laufe des ersten Halbjahres, das noch unter Lockdown-Bedingungen begann, wurden die durch Corona bedingten Einschränkungen allmählich aufgehoben. Der Lebensmitteleinzelhandel verzeichnet insgesamt durch die veränderten Rahmenbedingungen, wie Wiedereröffnung der Gastronomie, Schulen, Büros etc., nur noch moderate Wachstumsraten. Der vorläufige Rohertrag lag mit 31,1 Prozent über dem Vorjahreswert von 30,7 Prozent. Zu dieser Steigerung hat eine Reihe von Gründen beigetragen. Unter anderem hat die EDEKA in diesem Jahr die Konditionen für die Kaufleute spürbar verbessern können. Die weitere Umsatzentwicklung ist deutlich schwerer einzuschätzen als zu normalen Zeiten. Wir gehen davon aus, dass die Umsätze der Peter Simmel Handels GmbH insgesamt bestenfalls auf Vorjahresniveau liegen werden. Die Gesellschaft plant für 2021 Investitionen insbesondere in Ladeneinrichtung in Höhe von TEuro 500. Auch in 2021 wird unser Fokus auf der Aus- und Weiterbildung, der Betriebszugehörigkeit und Fluktationsrate, der permanenten Nachwuchsgewinnung und der Weiterentwicklung einer zukunftsorientierten Altersstruktur und der Einhaltung unserer Nachhaltigkeitskriterien liegen. Bedingt durch Corona wird ein deutlicher Anstieg der Seminarteilnahmen in 2021 voraussichtlich nicht erfolgen.
Moosach, 24.09.2021 Peter Simmel Andreas Simmel Vroni Platzer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Peter Simmel Handels GmbH erfüllt die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Peter Simmel Handels GmbH hat ihren Sitz in Moosach und ist im Handelsregister Amtsgericht München unter HR B 177192 eingetragen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bilanzierungsmethoden Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB sowie nach ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen und Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet worden. Rechnungsabgrenzungsposten sind nach den Vorschriften des § 250 HGB berücksichtigt. Bewertungsmethoden Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei den Bewertungsmethoden sind die handelsrechtlichen Normen beachtet worden. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibung erfolgte unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibung erfolgt regelmäßig linear über die betriebsübliche Nutzungsdauer. Im Berichtsjahr wurde für einzelne Vermögensgegenstände zur Abbildung des Nutzungsverlaufes die geometrisch-degressive Abschreibung angewandt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 Euro wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Vorräte wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Bei einem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag wurde auf diesen abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Abschreibung auf diese Forderungen bzw. sonstigen Vermögensgegenstände berücksichtigt. Flüssige Mittel und Bankguthaben wurden zum Nennbetrag bewertet. Das Stammkapital beträgt 25.000,00 Euro (Vorjahr: 25 TEUR). Die Höhe des Stammkapitals stimmt mit der Eintragung im Handelsregister überein. In den Rückstellungen wurde möglichen Einzelrisiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgte nach üblicher kaufmännischer Schätzung mit dem Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 5 Jahre, für technische Anlagen 3 bis 10 Jahre, für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 7 Jahre und für EDV-Hardware 3 bis 5 Jahre. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von 21.657.068,60 Euro (Vorjahr: 22.181 TEUR) den sonstigen Vermögensgegenständen zugehörig (Mitzugehörigkeitsvermerk). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von 15.817.058,23 Euro (Vorjahr: 16.436 TEUR) Forderungen gegen Gesellschafter enthalten. Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 6.085.010,37 Euro (Vorjahr: 5.990 TEUR). Rückstellungen
Verbindlichkeiten
1 = Eigentumsvorbehalt Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert werden, belaufen sich auf 2.009.411,92 Euro (Vorjahr: 3.884 TEUR). Die Peter Simmel Handels GmbH finanziert den überwiegenden Teil der Einrichtungen und Fahrzeuge auf der Grundlage von Leasinggeschäften. Besondere Risiken entstehen aus diesen Geschäften nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von 6.718,17 Euro (Vorjahr: 4 TEUR) den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zugehörig (Mitzugehörigkeitsvermerk). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Bedeutende Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen / Personen zu nicht marktüblichen Konditionen bestehen nicht. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 5. Sonstige Pflichtangaben Beschäftigte Im Jahresdurchschnitt ergaben sich in den letzten Jahren folgende Mitarbeiterbestände:
Geschäftsführer Peter Simmel, kfm. Geschäftsführer Andreas Simmel, kfm. Geschäftsführer Vroni Platzer, kfm. Geschäftsführerin Die Angabe der Gesamtbezüge nach § 285 Nr. 9a HGB wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Die Angabe des durch den Abschlussprüfer berechneten Gesamthonorars gem. § 285 Nr. 17 HGB ist im Konzernabschluss enthalten. Konzernabschluss Die Simmel AG, Chemnitz, stellt als Mutterunternehmen des Simmel-Konzerns einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen gem. § 315a HGB auf. Die Gesellschaft ist als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen. Der Konzernabschluss ist im elektronischen Bundesanzeiger verfügbar. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss von 5.667.759,13 Euro ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Moosach, 24.09.2021 Peter Simmel Andreas Simmel Vroni Platzer Anlagespiegel
* Es handelt sich um eine Korrektur der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der zugehörigen historischen Abschreibungen infolge einer Betriebsprüfung, ohne Auswirkung auf das Jahresergebnis 2020. sonstige BerichtsbestandteileAuszug aus dem Protokoll über die ordentliche Gesellschafterversammlung vom 07.10.2021 Beschlussfassung über Verwendung des JahresergebnissesDie Geschäftsführung schlägt vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 5.667.759,13 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. Der Beschluss wurde einstimmig genehmigt. Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.10.2021 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Peter Simmel Handels GmbH, Moosach Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Peter Simmel Handels GmbH, Moosach, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Peter Simmel Handels GmbH, Moosach, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Dresden, den 24.09.2021 Andreas D. Trapp, Wirtschaftsprüfer |
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