Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 204002
Vorher
LegenDairy Foods GmbHFormo Bio GmbH
Eingetragen
18.2.2019
Branche
Herstellung von Futtermitteln für NutztiereHerstellung von homogenisierten und diätetischen NahrungsmittelnHerstellung von Stärke und Stärkeerzeugnissen
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung, Vermarktung und der Vertrieb spezialisierter Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Makromoleküle.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (9)

NameAnteil
R****** F***** W************
12.22%
4.41%
0.99%

Ungelöste Beteiligungen (29)

NameAnteil
Formo Foods GmbHEigenbeteiligung
2.90%

Gesellschafter
Beta

34 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 34 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
AFL Investments GmbH & Co. KG
Germany
12.398 €
15.93%
EQT Ventures III S.à.r.l. SICAF RAIF
Luxembourg
10.128 €
13.02%
R****** F***** W************
9.509 €
12.22%
Happact I-43 Limited
Tortola, British Virgin Islands
5.235 €
6.73%
REWE Ventures GmbH
Germany
4.709 €
6.05%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Formo Bio GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Tätigkeit der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Die Formo Bio GmbH ("Formo") ist ein mit Venture Capital finanziertes FoodTech-Unternehmen mit Sitz in Berlin. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von tierfreien Käse- und Eialternativen. Eine besondere Rolle spielen dabei die in den Produkten verwendeten Proteine. Deshalb forscht das Unternehmen intensiv auf dem Gebiet der rekombinanten Proteingewinnung.

Formo hat sich zum Ziel gesetzt, das Potenzial der Mikrofermentation zu nutzen, um die Nachhaltigkeit, Effizienz und Resilienz der Lebensmittelproduktion zu erhöhen. Im industriellen Maßstab hat das Produktionsverfahren von Formo das Potenzial, bis zu 80 % der Treibhausgasemissionen, 98 % des Flächenverbrauchs und 98 % des Wasserverbrauchs gegenüber tierischen Vergleichsprodukten einzusparen. 1

1 Perfect Day, 2021: https://perfectday.com/wp-content/uploads/2022/01/Comparative-Perfect-Day-Whey-LCAreport-prepared-by-WSP_20AUG2021_Non-Confidential-1.pdf

1.2 Forschung und Entwicklung

Formo investiert intensiv in die Forschung und Entwicklung (F&E) in den Bereichen Biotechnologie und Food Science. Im Bereich Biotechnologie liegt der Schwerpunkt auf der Erforschung und Skalierung von rekombinanten Milchproteinen, während im Bereich Food Science neue Produkte entwickelt und bestehende verbessert werden.

Die herausragende Stellung des F&E-Bereichs innerhalb des Unternehmens zeigt sich darin, dass im Geschäftsjahr mit 50 Mitarbeitern rund 60 % der Belegschaft direkt in diesem Bereich tätig waren und die F&E-Aufwendungen mehr als 9,4 Mio. € betrugen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2023 jedoch deutlich geringer aus. 2

2 Statista, 2024a: https://de.statista.com/themen/26/bip

2.2 Branchenbezogenes Umfeld

Lebensmittelindustrie

Im Jahr 2023 überstiegen die Preissteigerungen bei Lebensmitteln erneut die Gesamtinflation. Trotz kurzfristiger Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr erreichten die Käsepreise im Jahresschnitt den zweithöchsten Stand in der Preishistorie. Der deutsche Käsemarkt verzeichnete 2023 nach Erhebungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ein Wachstum von 0,7 %. 3

3 ZMB, 2023: http://www.milk.de/download/ZMB-Jahresr%C3%BCckblick%202023.pdf

Der Einzelhandelsmarkt für alternative Proteine und pflanzenbasierte Lebensmittel in Deutschland ist der größte in Europa. Der Umsatz dieses Segments stieg zwischen 2020 und 2022 um 42 % auf 1,91 Mrd. €. Der Umsatz mit pflanzlichem Käse in Deutschland verzeichnete zwischen 2020 und 2022 einen Anstieg um 94 %, während die Absatzmenge in dieser Kategorie um 108 % zunahm. Im Vergleich dazu sank die Anzahl der verkauften tierischen Käseprodukte um 7 %. Der durchschnittliche Preis für pflanzlichen Käse sank 2022 um 5 %, während tierischer Käse um 15 % stieg, was eine geringere Betroffenheit von Inflation und Preiserhöhungen für pflanzlichen Käse zeigt. Trotz des Wachstums machte pflanzlicher Käse im Jahr 2022 nur 1 % des gesamten Käsemarktes in Deutschland aus. 4

4 GFI, 2023: https://gfieurope.org/wp-content/uploads/2023/03/Marktentwicklung-Plantbased-in-Deutschland-2020-2020-DE.pdf

Venture-Capital-Markt

Im Jahr 2023 erlebte der globale Venture-Capital-Markt einen deutlichen Rückgang. Das gesamte globale Startup-Investment erreichte 285 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 38 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Rückgang war auf verschiedene Faktoren wie geopolitische Unsicherheiten und eine gesunkene Risikobereitschaft der Investoren zurückzuführen. 5

5 Crunchbase, 2024: https://news.crunchbase.com/venture/global-funding-data-analysis-ai-eoy-2023/

Auch in Deutschland zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Zahl der Deals und das Dealvolumen im deutschen Venture-Capital-Markt sanken 2023 im Vergleich zu 2022 deutlich. So reduzierte sich die Zahl der Transaktionen um etwa 40 %, und die durchschnittliche Dealgröße fiel um 54 %. Gleichzeitig fokussieren sich Investoren vermehrt auf kapitaleffiziente und nachhaltige Geschäftsmodelle. 6

6 PWC, 2023: https://www.pwc.de/en/deals/venture-capital-market-study.html

2.3 Geschäftsverlauf

Seit seiner Gründung im Jahr 2019 hat sich Formo auf die Erforschung alternativer Proteine und die Entwicklung tierfreier Käse- und Eiprodukte spezialisiert. Im Jahr 2023 begann das Unternehmen mit der Vorbereitung der Produktion und des Verkaufs seiner ersten Produkte. Hierfür wurden neue Mitarbeiter eingestellt, eine umfassende Marketing- und Produktstrategie entwickelt sowie Partnerschaften mit Lieferanten, Produzenten und Kunden aufgebaut.

Im Bereich Forschung und Entwicklung gelang es Formo, die ersten Produkte erfolgreich vom Labor- auf den Industriemaßstab zu skalieren und die Effizienz der Proteinproduktion zu steigern.

Gemessen wird die Leistung des Unternehmens anhand des Free Cashflows (definiert als Summe aus Personalkosten, Fremdleistungen, sonstigen Kosten aus dem operativen Aufwand sowie Investitionsausgaben).

Der Free Cashflow ist im Jahr 2023 bedingt durch geringere operative Ausgaben mit -14.108 k€ unter Plan geblieben.

Die Geschäftsführung bewertet die Entwicklung des Free Cashflows als gut und ist mit der Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 insgesamt sehr zufrieden.

2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Jahr 2023 insbesondere durch den Rückgang der liquiden Mittel sowie bestehenden Festgeldanlagen um 9.668 k€ auf 19.548 k€ verringert. Das Anlagevermögen, das zum Bilanzstichtag einen Anteil von 30 % (Vorjahr: 20 %) an der Bilanzsumme ausmachte, verringerte sich um 170 k€ auf 5.731 k€. Zur Entwicklung des Anlagevermögens (siehe Anlagespiegel).

Das Anlagevermögen besteht sich im Wesentlichen aus Laborgeräten und Mietereinbauten. So hat die Gesellschaft in den Jahren 2021 bis 2023 intensiv in den Umbau und die Ausstattung der Büros und Labore an den beiden Standorten in Frankfurt und Berlin investiert.

Die Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 59 k€ (Vorjahr: 0 k€) und resultierten aus dem Einkauf von Rohstoffen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind im Berichtsjahr um 15.289 k€ auf 1.338 k€ gesunken. Dieser Rückgang ist insbesondere auf eine Verringerung der kurzfristen Festgeldanlagen zurückzuführen, die zum Bilanzstichtag 0 k€ (Vorjahr: 15.000 k€) betrugen.

Das Eigenkapital verringerte sich in Höhe des Jahresfehlbetrags um 14.106 k€ auf 13.546 k€

Das Ergebnis des Berichtsjahres wird analog zum Vorjahr fortgeschrieben.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtags- und zahlungslaufbedingt um 446 k€ auf 639 k€ gesunken.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 1.815k (Vorjahr: 89 k€). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Aufnahme von Wandeldarlehen mit potenziellen Neu-Gesellschaftern in Höhe von 1.722 k€ zurückzuführen.

Die Bilanzposition Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultiert aus einem Wandeldarlehen mit Bestandsgesellschaftern in Höhe von 3.000 k€ plus Zinsen (Vorjahr: 0 k€)

Die Rückstellungen erhöhten sich im Berichtsjahr von 390 k€ auf 489 k€.

Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des gesunkenen Eigenkapitals und des gestiegenen Fremdkapitals von 95 % im Vorjahr auf 70 % gesunken.

b) Finanzlage

Die liquiden Mittel waren im Geschäftsjahr 2023 zu jedem Zeitpunkt ausreichend, sodass das Unternehmen stets in der Lage war, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 13.298 k€. Der Abfluss ist im Wesentlichen auf das negative Jahresergebnis und dem damit verbundenen Auszahlungen im Bereich der Personalkosten sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr verzeichnete Formo einen Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von 14.471 k€. Diese Veränderung ist zum einen darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr aufgrund der vorteilhaften Zinslage 15.000 k€ auf Festgeldkonten angelegt wurden, die im Jahr 2023 sukzessive wieder aufgelöst wurden. Zum anderen investierte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 810 k€ in die Standorte Berlin und Frankfurt.

Im Geschäftsjahr 2023 belief sich der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit auf 4.558 k€, was hauptsächlich auf erhaltene Wandeldarlehen zurückzuführen ist.

c) Ertragslage

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres beläuft sich auf 14.106 k€ was eine Erhöhung von 1.238 k€ gegenüber dem Vorjahr darstellt. Bedingt wird dieser Verlust wie im Vorjahr durch Personalaufwand, Abschreibungen sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr auf 6.614 k€ (Vorjahr: 5.690 k€), was im Wesentlichen auf die Erhöhung der Belegschaft von durchschnittlich 68 auf 83 Mitarbeitende zurückzuführen ist.

Die Abschreibungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls an und betrugen im Geschäftsjahr 1.507 k€ (Vorjahr: 590 k€). Der Anstieg ist zum einen auf höhere Abschreibungen auf Sachanlagen und zum anderen auf außerplanmäßige Abschreibungen auf das Umlaufvermögen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken dagegen aufgrund geringerer Aufwendungen für Fremdleistungen um 412 k€ auf 6.409 k€. Dies ist darauf zurückzuführen, dass im Vergleich zum Vorjahr weniger F&E-Leistungen wie z.B. Protein Upscaling Trials extern erbracht wurden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Risiken

Risikomanagement:

Formo ist mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert, die ein systematisches und kontinuierliches Risikomanagement erfordern.

Alle wesentlichen Unternehmensrisiken werden regelmäßig durch die Geschäftsführung validiert und bei Handlungsbedarf entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Derzeit schätzt die Geschäftsführung die Eintrittswahrscheinlichkeit aller identifizierten Unternehmensrisiken als gering ein.

Vermögenswerte sowie Haftungsrisiken aus dem Betrieb, den Produkten, Umweltschäden oder auch Organhaftung (D&O) sind versichert.

Finanzierungsrisiko

Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit sowie im aktuellen Geschäftsjahr keine nachhaltigen Gewinne erzielt. Es handelt sich dabei um planmäßige Verluste, die sich aus dem Markteintritt und dem Wachstum des jungen Unternehmens resultieren. Der hierfür erforderliche Liquiditätsbedarf wurde bisher durch die Gesellschafter sowie Investoren gedeckt. Erste Schritte zu einer weiteren Finanzierung durch Venture Capital hat Form im Erstellungszeitraum erfolgreich abgeschlossen. Mit erfolgreichem Closing werden der Gesellschaft weitere liquide Mittel in Höhe von mindestens 50 Mio. € zufließen. Ebenso werden dann die bestehenden Wandeldarlehen in die Kapitalrücklagen gewandelt.

Da bis zum Zeitpunkt der Erstellung das Closing noch nicht vollständig erfolgte, ist die Finanzierung im Prognosezeitraum noch nicht vollständig gesichert. Es liegt somit ein bestandsgefährdendes Risiko vor. Aufgrund guter Beziehung zu den bestehenden Gesellschaftern sowie zuversichtlicher Gespräche mit potenziellen neuen Investoren, geht die Geschäftsführung davon aus, den Finanzierungsbedarf der Gesellschaft zeitnah decken zu können und damit die Fortführung des Unternehmens sicherzustellen.

Marktrisiko:

Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht imstande sein wird, Kunden kosteneffizient zu gewinnen und Produkte in ausreichenden Mengen zu verkaufen. Der Verkaufserfolg der Produkte hängt von der Zufriedenheit von Konsumenten ab sowie ausreichender und effektiver Begleitung von Marketingaktivitäten. Das Unternehmen befindet sich in regelmäßigen Test mit potenziellen Kunden zum Zwecke der Optimierung der Kundenzufriedenheit. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Marketingmaßnahmen und schließt strategische Partnerschaften, um Erfolgschancen zu maximieren.

Produktrisiko:

Das Unternehmen ist dem Risiko von Produktionsrückrufen ausgesetzt. Um das Risiko von Produktionsrückrufen zu minimieren, hat das Unternehmen umfangreiche Testprogramme und Qualitätssicherungsmaßnahmen eingerichtet. Sollte sich dennoch ein Produktrückruf materialisieren, hat das Unternehmen eine dedizierte Kommunikations- und Rückrufstrategie erarbeitet.

Lieferkettenrisiko:

Das Unternehmen arbeitet mit einer Vielzahl an Partnerunternehmen entlang der Wertschöpfungskette zusammen. Dem Risiko des unerwarteten Ausfalls eines Partners wird entgegengewirkt, indem es enge Arbeitsbeziehungen mit erfahrenen Partnern unterhält.

Fremdwährungsrisiko:

Der Großteil der Geschäftsvorfälle werden in der Hauptwährung Euro abgewickelt, sodass sich das Unternehmen nur einem sehr geringen, transaktionsbezogenen Wechselkursrisiko ausgesetzt sieht.

Zinsrisiko:

Es besteht kein wesentliches Zinsrisiko, da die Gesellschaft über keine langfristigen Darlehen verfügt.

Liquiditätsrisiko:

Formo hat keine strukturellen Schulden und die Unternehmensführung überprüft regelmäßig die Entwicklung der Zahlungsmittelbestände, um etwaige Liquiditätsrisiken zu steuern.

Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit hat die Unternehmensführung bereits neues Kapital aufgenommen.

Personalrisiko:

Um qualifizierte Mitarbeiter sowohl zu gewinnen als auch zu halten, wird großer Wert daraufgelegt, wettbewerbsfähige Gehälter zu zahlen, die Fort- und Weiterbildungen der Mitarbeiter zu unterstützen sowie eine offene und positive Unternehmenskultur zu fördern.

b) Chancen

Markt:

Der Weltmarkt für Milch- und Eierprodukte wird Prognosen zufolge im Jahr 2024 einen Umsatz von 1.080 Mrd. € erzielen und bis 2028 mit einer jährlichen Rate von 7,32 % wachsen. 7

7 Statista, 2024b: https://www.statista.com/outlook/cmo/food/dairy-products-eggs/worldwide

Nach Angaben der Boston Consulting Group wird der Gesamtmarkt für alternative Proteine zwischen 2025 und 2030 voraussichtlich um 22 % jährlich wachsen. Dieses Wachstum wird durch die erreichte Kostenparität mit dem tierischen Pendant angetrieben. 8

8 BCG, 2022: https://web-assets.bcg.com/6f/f1/087a0cc74221ac3fe6332a2ac765/the-untapped-climateopportunity-in-alternative-proteins-july-2022.pdf

Verbraucher:

Die Verbraucher werden sich zunehmend des Zusammenhangs zwischen der Tierhaltung und den großen gesellschaftlichen Herausforderungen (Klimakrise, Gesundheitskrise und Ernährungssicherheit) bewusst. 88 % der Verbraucher fordern von führenden Marken, dass sie ihnen helfen, ein nachhaltiges Leben zu führen. 9 Darüber hinaus möchte eine wachsende Verbrauchergruppe ethische Entscheidungen bei Lebensmitteln treffen und damit Tierleid vermeiden. Bei den pflanzlichen Alternativen gibt es laut Verbrauchern in der Kategorie Käse und Ei die größte Performancelücke. 10

9 Forbes, 2021: https://www.forbes.com/sites/solitairetownsend/2018/11/21/consumers-want-you-to-helpthem-make-a-difference/

10 Proveg, 2020: https://corporate.proveg.com/wpcontent/uploads/2022/02/PV_Consumer_Survey_Report_2020_030620-1.pdf

Im Gegensatz zu den pflanzlichen Alternativen bieten die Produkte von Formo den Verbrauchern die Produkte, die sie lieben, ohne auf konventionelle Produkte in Bezug auf Geschmack, Funktionalität, Nährwert verzichten zu müssen. Darüber hinaus sind die Produkte des Unternehmens laktosefrei und damit für zwei Drittel der weltweit laktoseintoleranten Erwachsenen zugänglich. 11

11 Die Welt, 2007: https://www.welt.de/print-welt/article708340/Zwei-Drittel-aller-Erwachsenen-vertragen-Milch-nicht.html

B2B

Während bewusste Verbraucher Unternehmen dazu drängen, sich zu verbessern (Consumer Pull), nimmt auch der systemische Druck zu, wie die wachsende Zahl nachhaltiger Finanzrichtlinien und -vorschriften weltweit beweist. 12

Formo sieht sich in der Lage langfristig kritische Probleme für große B2B-Kunden in der Lebensmittelbranche zu lösen, die hinter den Erwartungen an die Nachhaltigkeit zurückbleiben. Kurzfristig konzentriert sich das Unternehmen auf den Vertrieb von Produkten direkt an Endkonsumenten über den Einzelhandel.

Marktpositionierung:

Durch die Positionierung als Pionier im Bereich Mikrofermentation hat Formo die Chance, einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil zu erlangen, die Marktakzeptanz für seine Produkte zu steigern und den Markt für Mikrofermentation aktiv zu gestalten. Dies könnte zu einer starken Kundenbindung führen und Möglichkeiten für strategische Partnerschaften zur Weiterentwicklung der Technologie eröffnen.

Forschung & Entwicklung

Das Unternehmen verfolgt eine einzigartige IP-Strategie, um Innovationen in der Forschung und Entwicklung effektiv zu schützen. Dabei fokussiert sich Formo sowohl auf die Anmeldung von geistigen Eigentumsrechten zur Steigerung der Ausbeute an Inhaltsstoffen als auch auf die Produktanwendungen. Dies hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen heute über ein umfangreiches Portfolio an Patenten und Geschäftsgeheimnissen verfügt.

c) Prognose

Die Unternehmensführung rechnet für 2024 mit einem erfolgreichen, großangelegten Markteintritt in Deutschland und Umsatzerlösen im einstelligen Millionenbereich. Des Weiteren liegt der Fokus auf dem weiteren Aufbau einer stabilen operativen Basis, dem Hochfahren der Produktions- und Vertriebskanäle und der Kalibrierung von Preisen und Kosten, um die Rentabilität der Produkte zu verbessern.

In den nächsten Jahren ist darüber hinaus eine Expansion in weitere Märkte innerhalb und außerhalb von Europa geplant.

Außerdem wird mit Hochdruck im F&E-Bereich daran gearbeitet, das Produktportfolio sukzessive zu verbreitern, was zusätzliche Absatzpotenziale schafft.

Angesichts der Branchenentwicklung und Marktpositionierung ist von einer positiven Entwicklung der Gesamtlage des Unternehmens auszugehen.

 

Berlin, den 24.06.2023

Formo Bio GmbH, Berlin

Raffael Wohlgensinger, Geschäftsführer

Roman Plewka, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Formo Bio GmbH mit Sitz in Berlin ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 204002 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den zusätzlichen Bestimmungen des GmbH-Gesetzes in Euro erstellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte entsprechend den Vorgaben der §§ 266 ff. HGB. Das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB wurde für die Gewinn- und Verlustrechnung angewendet.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr keinen Betrag ausweisen, werden gem. § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs.1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit sowie im aktuellen Geschäftsjahr keine nachhaltigen Gewinne erzielt. Es handelt sich dabei um planmäßige Verluste, die sich durch den Markteintritt und das Wachstum des jungen Unternehmens ergeben. Der hierfür erforderliche Liquiditätsbedarf wurde bisher durch die Gesellschafter sowie Investoren gedeckt. Die Gesellschaft ist im Prognosezeitraum von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Generierung entsprechender Umsatzerlöse sowie der Bereitstellung externer liquider Mittel durch Investoren oder Gesellschafter abhängig. Sofern diese Ereignisse nicht wie geplant eintreten sollten, wäre der Bestand der Gesellschaft gefährdet. Wir verweisen diesbezüglich auch auf den Lagebericht unter Punkt "Finanzierungsrisiko".

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer planmäßige Abschreibungen linear vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zu dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert.

Liegen für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Anhaltspunkte für eine dauernde Wertminderung vor, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.

Die Darstellung des Anlagevermögens erfolgte vollständig unter Berücksichtigung von historischen Anschaffungskosten nach der direkten Bruttomethode.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel wurden grundsätzlich mit Nennwerten angesetzt. Drohende Ausfälle werden durch Wertberichtigungen unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips berücksichtigt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, herausgegeben von der Deutschen Bundesbank, der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden nach § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem beiliegenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 896 k€ (Vorjahr: 663 k€), die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf 489 k€ (Vorjahr: 390 k€) und bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personalverpflichtungen i.H.v. 260 k€ (Vorjahr: 331 k€), ausstehende Rechnungen i.H.v. 171 k€ (Vorjahr: 49 k€), Jahresabschlusserstellung und -prüfung i.H.v. 39 k€ (Vorjahr: 10 k€).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus einem Wandeldarlehen in Höhe von 3.058 k€ (Vorjahr: 0 k€), das mit 2% p.a. verzinst wird und zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aufweist.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind weitere Wandeldarlehen von insgesamt 1.722 k€ enthalten (Vorjahr: 0 k€), die mit 2% p.a. verzinst werden und zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aufweisen.

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen, welche unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen sind, in Höhe von 143 k€ (Vorjahr: 262 k€), die eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben. Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit, wie im Vorjahr, von bis zu einem Jahr.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 6 k€ (Vorjahr: 1 k€) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 4 k€ (Vorjahr: 3 k€) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Beteiligungen

Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital
Formo Bio SG Pte. Ltd. Singapur 100% 1,00 SGD

Im Geschäftsjahr 2023 belief sich der Verlust der Gesellschaft auf 0 €.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von insgesamt 6.769 k€, wovon 1.042 k€ auf das Folgejahr entfallen.

Sonstige Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden zwei Mietbürgschaften (654 k€), eine Vertragserfüllungsbürgschaft (113 K€) und eine Warenlieferungsbürgschaft (125 k€). Alle Bürgschaften waren vollständig über Bankavale abgesichert.

Personal

Im Geschäftsjahr waren bei der Gesellschaft durchschnittlich 83 Mitarbeiter beschäftigt, wovon 50 im F&E-Bereich und 33 in anderen Bereichen wie Verwaltung, Produktion, Marketing und Vertrieb tätig waren.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:

Raffael Fabian Wohlgensinger (Gründer & CEO), Berlin

Roman Maximilian Plewka (COO/CFO), Berlin

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet.

Beirat

Bei der Gesellschaft besteht ein Beirat, der im Jahr 2023 aus den folgenden sechs Mitgliedern bestand:

Raffael Fabian Wohlgensinger (Formo Bio GmbH, Gründer & CEO)

Roman Maximilian Plewka (Formo Bio GmbH, COO/CFO)

Christophe Maire (AFL Investments GmbH & Co. KG, Gründer & Managing Partner)

Anthony Chow (Agronomics Investment Holdings Limited, Director)

Gregory Bernstein (EQT Ventures III S.á.r.l. SICAF RAIF, General Partner)

Christian Patze (Merck Ventures B.V., Investment Director)

Nachtragsbericht

Am 12.04.2024 beschloss die Unternehmensführung eine Änderung der Produktstrategie die rückwirkend zum Bilanzstichtag zu einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von 593 k€ der Rohstoffvorräte führte.

Am 04.06.2024 wurde das Stammkapital per Gesellschafterbeschluss um 13.397,00 € erhöht.

Weitere wesentliche Ereignisse lagen gemäß § 285 Nr. 33 HGB nach dem Bilanzstichtag nicht vor.

Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis der Gesellschaft soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Berlin, den 24.06.2023

Formo Bio GmbH, Berlin

Raffael Wohlgensinger, Geschäftsführer

Roman Plewka, Geschäftsführer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde im Umlaufverfahren bis zum 24.12.2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Formo Bio GmbH, Berlin:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Formo Bio GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Formo Bio GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "Finanzierungsrisiko" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die bisherige Verlustsituation auf die Markteintrittsphase und das Wachstum der Gesellschaft zurückzuführen ist sowie der weitere Fortbestand des Unternehmens von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes, der Generierung entsprechender Umsatzerlöse und der erfolgreichen Umsetzung des Closing der bereits abgeschlossenen Finanzierung und damit zusammenhängend der Zuführung externer liquider Mittel durch Investoren oder Gesellschafter abhängig ist. Wie in der Angabe "Bilanzierungs- und Bewertungsmethode" und Abschnitt "Finanzierungsrisiko" dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt (Erstprüfung)

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Formo Bio GmbH für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr, die Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023 sind, wurden nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 28.06.2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Peter Stramitzer, Wirtschaftsprüfer

Katrin Ahlering, Wirtschaftsprüferin

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
A. Anlagevermögen 5.732 5.902
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 1
II. Sachanlagen 5.732 5.901
1. technische Anlagen und Maschinen 2.450 2.133
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.281 3.319
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 449
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
B. Umlaufvermögen 13.574 23.073
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 59 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.338 16.627
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 5
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.338 16.623
III. Guthaben bei Kreditinstituten 12.177 6.446
C. Rechnungsabgrenzungsposten 243 242
Aktiva 19.548 29.217

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
A. Eigenkapital 13.546 27.652
I.Gezeichnetes Kapital 56 56
II.Kapitalrücklage 46.425 46.425
III.Verlustvortrag -18.829 -5.961
IV.Jahresfehlbetrag -14.106 -12.868
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 489 390
C. Verbindlichkeiten 5.513 1.174
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 639 1.085
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.058 0
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.815 89
davon aus Steuern 89 87
Passiva 19.548 29.217
2023 2022
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 0 0
2. sonstige betriebliche Erträge 253 188
3. Materialaufwand -4 -1
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3 -1
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1 0
4. Personalaufwand -6.614 -5.690
a) Löhne und Gehälter -5.627 -4.895
b) soziale Abgaben -987 -795
5. Abschreibungen -1.508 -590
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -915 -590
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens -593 0
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -6.409 -6.821
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 281 46
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -105 0
9. Ergebnis nach Steuern -14.106 -12.868
10. sonstige Steuern 0 0
11. Jahresfehlbetrag -14.106 -12.868
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6 0 0 0 6
II. Sachanlagen
1.technische Anlagen und Maschinen 2.229 504 0 242 2.975
2.andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.954 306 203 141 4.198
3.geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 449 0 65 -384 0
6.631 810 268 0 7.173
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
Anlagevermögen 6.637 810 268 0 7.178
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4 1 0 0 5
II. Sachanlagen
1.technische Anlagen und Maschinen 95 429 0 0 524
2.andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 635 485 203 0 917
3.geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
730 914 203 0 1.441
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
Anlagevermögen 735 915 203 0 1.447
Buchwerte Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 1
II. Sachanlagen
1.technische Anlagen und Maschinen 2.450 2.133
2.andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.281 3.319
3.geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 449
5.732 5.901
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
Anlagevermögen 5.732 5.902

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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