ICT Software Engineering Südwest GmbHLiquidiert
76139 Karlsruhe, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ICT Software Engineering Südwest GmbHKarlsruheJAHRESABSCHLUSS zum 31. Dezember 2011Bilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2011
Anhang für 2011Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz und Davon-Vermerke im Anhang gemacht. Aufgrund der Änderung der in der Gruppe angewandten Methode wurde der Ausweis der unfertigen Leistungen insofern angepasst, als dass die damit verbundenen Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr erst bei technischem und administrativem Abschluss (Schlussrechnung) der Festpreisprojekte realisiert werden. Die Umsätze aus beigestellter Hardware wurden in der Vergangenheit i. d. R. sofort realisiert. Seit dem Berichtsjahr erfolgt bis zu Schlussrechnung eine Erfassung im Warenbestand. Zum 31. Dezember 2011 sind erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 1.395 passiviert, was gegenüber dem Vorjahr zu niedrigeren Umsatzerlösen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie höheren Beständen aus unfertigen Leistungen und Waren geführt hat. Die Bestände an der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden in Vorjahren mit den Festwerten angesetzt. Zum 31. Dezember 2011 werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Hinblick auf die einheitliche Bewertung innerhalb der Gruppe gemäß § 240 (4) HGB bewertet. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren (im Wesentlichen) unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 und 5 Jahre; lineare Methode) vermindert. Die Abschreibung des aktivierten Geschäftswertes erfolgte über die erwartete Amortisationsdauer von 15 Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 410,00 wurden bis 2007 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurden Sammelposten gebildet. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden pauschalierend jeweils 20 Prozent p. a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu gewogenen durchschnittlichen Herstellungskosten gemäß § 240 Abs. 4 HGB aktiviert. Die unfertigen Leistungen, die sich aus Festpreisprojekten ergeben, sind nach der Completed-Contract-Methode, die vereinfacht aus der in der Gruppe angewandten Percentage-of-Completion-Methode abgeleitet wird, bewertet. Diese wurde im Geschäftsjahr insofern angepasst, dass der Umsatz erst bei technischem und administrativem Abschluss des Festpreisprojektes realisiert wird. Waren betreffen im Zusammenhang mit Festpreisprojekten eingekaufte Hardware, die zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert wird. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten erbrachte Leistungen aus Dienstleistungsverträgen, die noch nicht in Rechnung gestellt wurden und deren Aktivierung zum Verkaufspreis inklusive der Marge erfolgt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich auf TEUR 25 (Vj. TEUR 47). Hierin enthalten sind im Wesentlichen Leistungen aus Versicherungen, Support und Wartung und sonstige Leistungen, welche nach dem Bilanzstichtag erbracht und abgerufen werden. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (= Stammkapital) beläuft sich auf EUR 102.200,00 und ist vollständig eingezahlt. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde der sich sonst ergebende Fehlbetrag in Höhe von EUR 1.970.803,25 durch die ICT Software Engineering GmbH, Karlsruhe, übernommen. Übrige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet. Außerdem wurden Rückstellungen für gesetzliche Aufbewahrungspflichten gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus internen Überträgen, aus der Konzernumlage sowie aus der Weiterbelastung aus Umsatzsteuerzahllasten aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der ICT Software Engineering GmbH, Karlsruhe. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich auf TEUR 0 (Vj. TEUR 5). Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gemäß § 73 AO für solche Steuern des Organträgers, für welche die Organschaft zwischen beiden steuerlich von Bedeutung ist. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Es bestehen in Höhe von TEUR 493 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen Januar 2012 und November 2014. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von gesamt TEUR 45 (Vj. TEUR 87) sind im Wesentlichen TEUR 26 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.822 (Vj. TEUR 2.471) betreffen im Wesentlichen die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 676, Konzernumlagen von TEUR 1.037, Reisekosten von TEUR 167, Mietaufwendungen von TEUR 189, Fuhrparkkosten von TEUR 308, Telekommunikationskosten von TEUR 72, Rechts- und Beratungskosten von TEUR 26 und EDV-Leasing von TEUR 90. Geschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung An die Geschäftsführung wurden durch die ICT Software Engineering Südwest GmbH keine Bezüge gezahlt. Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung betrugen die Bezüge TEUR 0 (Vj. TEUR 54). Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der ICT Automatisering N.V., Bedrijvenpark Vaanpark Kopenhagen 9, 2993 LL, Barendrecht, Niederlande, einbezogen.
Karlsruhe, den 30. März 2012 Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens 2011
Lagebericht 2011A. Darstellung des GeschäftsverlaufsDie ICT Software Engineering Südwest GmbH, Karlsruhe, ist ein Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen im Bereich Software, Embedded Systems, Integration- und Test-sowie Automatisierungstechniken. Die Gesellschaft unterhält Niederlassungen in Böblingen und Neustadt an der Weinstraße. 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2011 verlief zweigeteilt: Auf eine vielversprechende Marktentwicklung in den ersten sechs Monaten folgte Mitte des Jahres eine schnelle Wende, die dazu führte, dass die Nachfrage nach IT Dienstleistungen stark zurückging. Aufgrund der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt und der verstärkten Rekrutierung durch OEM und Tier 1 Lieferanten konnte der kündigungsbedingte Mitarbeiterabgang von 2010 und. Anfang des Jahres 2011 nur unzureichend durch die Einstellung neuer Mitarbeiter in 2011 kompensiert werden, sodass sich der Umsatz der Gesellschaft rückläufig entwickelte. Außerdem haben sich die Abschlüsse einiger Projekte verzögert. Infolgedessen befindet sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit deutlich unter Vorjahresniveau. 2. Ertragslage Die Gesamtleistung von 6,8 Mio. EUR hat sich gegenüber dem Vorjahr mit 9,4 Mio. EUR bedingt durch die Kapazitätsbegrenzung aufgrund des Weggangs von Mitarbeitern um 27,7 % verringert. Der Materialaufwand hat sich insbesondere aufgrund dieser rückläufigen Gesamtleistung und aufgrund einer Methodenanpassung, die mit einer Aktivierung zugekaufter Hardware einhergeht, gegenüber 2010 um 33,5 % vermindert. Die Gesellschaft verzeichnet einen Rückgang im Rohergebnis (einschließlich sonstiger betrieblicher Erträge) von 8,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2010 auf 6,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2011. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 2,5 Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr aufgrund von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen eines Großkunden in Höhe von 676 TEUR gestiegen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt -1,96 Mio. EUR (Vj. -0,95 Mio. EUR). Insgesamt war die Entwicklung der Ertragslage der Gesellschaft in 2011 durch den Abgang von Mitarbeitern geprägt und wurde darüber hinaus durch einmalige Aufwendungen aufgrund komplexer Situationen im Zusammenhang mit einigen Projekten beeinflusst. 3. Mitarbeiter Wir beschäftigen hoch qualifiziertes und engagiertes Ingenieur-Personal. Der Personalstand sank im Geschäftsjahr aufgrund der erhöhten Kündigungen von Mitarbeitern, die durch Neueinstellungen nicht kompensiert werden konnten. Grund dafür war der umkämpfte Arbeitsmarkt für erfahrene Ingenieure, auf dem die Gesellschaft starken Rekrutierungsanstrengungen durch Mitbewerber ausgesetzt ist, Dennoch ist es durch intensive Rekrutierungsmaßnahmen gelungen, die Personalabgänge Ende 2010 und Anfang 2011 zu kompensieren und Ende des Geschäftsjahres nahezu den Personalstand von Anfang 2011 zu erreichen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich gegenüber 2010 um 22 Personen auf 79 verringert und der Personalaufwand ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010 aufgrund des geringeren Mitarbeiterbestands auf 5,1 Mio. EUR gesunken. Der Weiterbildungsaufwand der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr TEUR 29. Die im Vorjahr eingeführten Kurzarbeitsmaßnahmen wurden im Geschäftsjahr zunächst fortgeführt und im Februar 2011 eingestellt. 4. Investitionen Im Berichtsjahr wurden insgesamt TEUR 58 in Sachanlagen und in immaterielle Vermögensgegenstände investiert. 5. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen und personellen Weiterentwicklung vorhandener Lösungen. B. Vermögens- und FinanzlageDie Vermögens- und Finanzlage stellt sich kennzahlenmäßig wie folgt dar:
*operating Working Capital = (Vorräte + Lieferforderungen + sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände) - (Erhaltene Anzahlungen + Lieferverbindlichkeiten + sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten) (Kein Einbezug der Forderungen/Verbindlichkeiten gegen/gegenüber verbundenen Unternehmen). Die Gesellschaft führt keine kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zurzeit stehen keine größeren Investitionsvorhaben zur Finanzierung an. C. RisikomanagementDas Risikomanagement der ICT Software Engineering Südwest GmbH hat das Ziel, die vielfaltigen und mit der Geschäftstätigkeit untrennbar verbundenen Risiken frühestmöglich zu identifizieren, zu minimieren bzw. nach Möglichkeit vollständig zu vermeiden. Unternehmerische Risiken werden bewusst nur dann eingegangen, wenn diese überschaubar sind und zum erwarteten Nutzen aus der Geschäftstätigkeit in einem angemessenen Verhältnis stehen. Die sachgerechte und zeitnahe Information des Managements ist durch definierte Berichtswege und regelmäßige Prüfung von Kennzahlen sichergestellt. D. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und RisikenIn 2011 hat sich die Realwirtschaft deutlich von den Auswirkungen der Finanzkrise erholt. Diese Entwicklung wirkt sich sowohl auf unsere Kunden aus der Automobilindustrie als auch auf ihre Zulieferer positiv aus. Auch wenn die Gesellschaft sich auf weitere Branchen neben der Automobilindustrie ausrichtet, wird nach wie vor der größte Teil des Umsatzes mit den Kunden aus diesem Bereich erwirtschaftet. Sollten diese Kunden ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung kürzen oder Projekte zunehmend intern bearbeiten, anstatt sie an externe Entwickler zu vergeben, wäre die Gesellschaft aufgrund der sich verschärfenden Konkurrenzsituation einem zusätzlichen Preisdruck bzw. einer Beeinträchtigung der Kapazitätsauslastung ausgesetzt. Auch kann die Abhängigkeit von wenigen Großkunden negative Auswirkungen haben, wenn es zu zeitlichen Verschiebungen von einzelnen Projekten kommt. Hier ist durch mehr Flexibilität der Ressourcen gegenzusteuern. Die Abhängigkeit von wenigen Großkunden soll durch den Aufbau von Geschäft mit Lieferanten und Kunden der OEM reduziert werden. Die Entwicklung der Gesellschaft könnte auch durch Probleme beim Recruiting von qualifiziertem Fachpersonal beeinträchtigt werden, da es schwierig ist, erfahrene Ingenieure zu finden, die für Kundenaufträge eingesetzt werden können. Mit zahlreichen Recruiting-Aktivitäten und kontinuierlichen Weiterbildungsmaßnahmen stellt das Unternehmen sicher, dass es den hohen Kundenanforderungen gerecht und als interessanter Arbeitgeber wahrgenommen wird. Die Gesellschaft wird in 2012 und 2013 Priorität auf die Rückgewinnung Ihrer Position im Markt legen. Dazu ist es unabdingbar, Umsatz und Ergebnis wieder auf ein höheres Niveau zu bringen. Um dies zu erreichen wird die Gesellschaft ihre Dienstleistungspalette erweitern und die Expertise aus den Niederlanden nutzen. Wachstum wird sowohl organisch als auch durch Akquisitionen erreicht. Die zweite Säule der Strategie sind kundenspezifische Lösungen im Bereich Verticals (functional application area), die den durch die Gesellschaft geschaffenen Mehrwert für den Kunden erhöhen und aufgrund ihrer Skalierbarkeit eine höhere Wiederholungsmöglichkeit bieten. Die dritte und letzte Säule ist die Weiterentwickelung unserer polnischen nearshoring Kapazität, um die Abwicklung der Projekte zu unterstützen. Auf Basis dieser drei Säulen kann die Gesellschaft künftig bezahlbare und gleichzeitig bewährte Lösungen anbieten und sich als systemintegriertes Unternehmen auf Marktsegementen mit höheren Margen präsentieren. Die Gesellschaft ist als Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Diese Finanzrisiken umfassen in erster Linie Ausfallrisiken von Kundenforderungen und Liquiditätsrisiken. Erkennbare Ausfallrisiken im Forderungsbestand werden grundsätzlich durch Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Daneben erfolgt eine aktive zeitnahe Überwachung der Fälligkeit der Kundenforderungen. Die Gesellschaft fakturiert ausschließlich in EURO und hat damit kein Risiko aus Währungsschwankungen. Die Absicherung des Liquiditätsrisikos erfolgt zentral durch ein Gruppen-Treasury mit einer entsprechenden Liquiditätsvorschau. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich innerhalb der Gruppe unter Einbeziehung der Obergesellschaft der ICT Automatisering N.V., Niederlande. Die ICT Software Engineering Südwest GmbH wird daher auch künftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Die Gesellschaft steht ihren Kunden als zuverlässiger Partner mit überzeugenden Lösungen zur Seite. Ziel ist es, das Unternehmen durch eine nachhaltige Unternehmensführung erfolgreich am Markt zu positionieren und die Marktstellung durch ein kundenspezifisches Leistungsspektrum weiter auszubauen. Insbesondere bei einem Unternehmen der in den Niederlanden ansässigen ICT Gruppe, profitieren die Kunden von der Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen und davon, diese passgenau im System zu integrieren. Die Erholung des Automobilmarktes von der Finanzkrise des Vorjahres hat sich im Jahr 2011 positiv auf die Geschäftsentwicklung unserer Kunden ausgewirkt. Die konjunkturelle Lage sollte sich in 2012 weiter verbessern, wobei die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung davon abhängt, ob sich etwaige Risiken wie zum Beispiel die Krise in einigen Euroländern materialisieren. In der Automobilindustrie ergeben sich auch künftig weiterhin positive Marktperspektiven, sodass von einem tendenziell steigenden Volumen von Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen im Automotive-Sektor auch in 2012 und 2013 auszugehen ist. Im Zuge der Erholung der Weltwirtschaft, die unseren Hauptkunden ein solides Wachstum bringen wird, rechnen wir mit einer zunehmend positiven Entwicklung unseres Unternehmens. Wir gehen davon aus, dass wir durch Neueinstellungen die Mitarbeiterzahlen gegenüber dem Stand zum Jahresende nachhaltig erhöhen können, jedoch die Jahresdurchschnittszahl von 2010 noch nicht erreichen werden. im zweiten Halbjahr 2012 rechnen wir mit einem Mitarbeiterzuwachs, sodass gegen Jahresende die Mitarbeiterzahl gegenüber Ende 2011 um ca. 20% gestiegen sein dürfte. Wir erwarten das Niveau von 2010 in 2013 wieder zu erreichen. Wir planen unsere polnischen Kapazitäten künftig weiter auszubauen und diese verstärkt in die Projektabwicklung einzubeziehen, um als Wettbewerber attraktiv zu bleiben und profitabel zu werden. Zudem wird sich die ICT Gruppe länderübergreifend nach Geschäftsfeldern aufstellen, um die Kapazitäten und das Know-how der Niederlande, aus Deutschland und Polen effektiver nutzen zu können. Aus diesem Grund planen wir in 2012 lediglich eine leichte Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr . Für das Jahr 2013 streben wir dann ein solides Umsatz- und Ertragswachstum im Automotive-Sektor sowie den weiteren Zielmärkten an. E. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet.
Karlsruhe, den 30. März 2012 Jakob Roelof van den Berg, Geschäftsführer BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ICT Software Engineering Südwest GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 30. März 2012 Ernst
& Young GmbH
Gier, Wirtschaftsprüfer Kruse, Wirtschaftsprüferin Auftragsbedingungen, Haftung und VerwendungsvorbehaltWir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegen unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung, die Besonderen Auftragsbedingungen für Prüfungen und prüfungsnahe Tätigkeiten der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Stand 1. Juli 2007) sowie die "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 der ICT Software Engineering Südwest GmbH wurde am 31. Juli 2012 festgestellt. |
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