Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 1221
Vorher
Gneuss Kunststofftechnik GmbH
Eingetragen
7.2.1983
Branche
Herstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung und Planung von Vorrichtungen und Herstellungsverfahren für die kunststoffverarbeitende Industrie sowie deren Beratung, ferner Herstellung von Vorrichtungen für die Herstellung von Kunststoffartikeln.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Kai Gottwald
seit 24.3.2023
Geschäftsführer
Stephan Dr. Gneuß
seit 24.9.2004
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Bad Oeynhausen
104.000 €
50.00%
Daniel Gneuß
Charlotte, NC, USA
52.000 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gneuss GmbH

Bad Oeynhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

GNEUSS GMBH, BAD OEYNHAUSEN

A. Grundlagen der Gneuss GmbH

A.I. Geschäftsmodell

Unsere Geschäftstätigkeit umfasst die Entwicklung und Planung von Vorrichtungen und Herstellungsverfahren für die kunststoffverarbeitende Industrie, sowie deren Beratung, ferner die Herstellung und den Betrieb von Vorrichtungen für die Herstellung von Kunststoffartikeln. Wir bieten eine Vielzahl an Produkten für die verschiedensten Anwendungen im Bereich der Herstellung von Kunststoffprodukten an. Hierbei handelt es sich um folgende Bereiche:

1. FILTRATION TECHNOLOGY

Rotary Filtriersysteme

Die patentierten Gneuß Rotary Filtriersysteme ermöglichen eine vollautomatische, prozess- und druckkonstante Filtration. Wesentliches Merkmal dieser Filtriersysteme ist die zwischen zwei Filterblöcken drehende Siebscheibe, auf der die Filtermedien ringförmig angeordnet sind.

Hydraulische Siebwechsler

Die robusten, hydraulischen Siebwechsler mit den gneußtypischen Eigenschaften entsprechen in Technik und Bedienkomfort allen Praxisanforderungen und sind dazu kompakt, günstig und einfach zu bedienen.

2. PROCESSING TECHNOLOGY

MRS Extrudertechnik

Das Multi-Rotationssystem MRS eröffnet neue Möglichkeiten in der Entgasung. Dadurch ist z.B. die Verarbeitung von ungetrockneten PET Bottle Flakes möglich. Alternativ kann die MRS-Technologie auch dazu genutzt werden, Füllstoffe homogen in die Kunststoffschmelze einzubringen.

Prozess- und Regeltechnik

Die Nutzung hochentwickelter und auch patentierter Mess- und Regeltechnik von Gneuß ermöglicht es, Extrusionsprozesse zu vereinfachen und sicher zu gestalten.

Viskositätsmessung

Der Online-Viscometer VIS erlaubt die Online-Erfassung der Schmelzeviskosität. Er hat sich in der Praxis durch seine Genauigkeit und Robustheit vielfach bewährt. Die Messung erfolgt ohne Materialverlust. Reinigung und Handling erfolgen ohne Einfluss auf die Produktion.

3. MEASUREMENT TECHNOLOGY

Messtechnik

Die Gneuß Druck- und Temperatursensoren zeichnen sich durch ihre Präzision bei gleichzeitiger Robustheit aus. Der Einsatz neuester Technologien sichert eine dauerhafte Qualitätskontrolle während des Produktionsprozesses.

Die Produktion erfolgt zentral am Firmensitz in Bad Oeynhausen.

Unsere Absatzmärkte sind weltweit. Der Schwerpunkt liegt jedoch in Europa sowie in Nord- und Südamerika.

Der Vertrieb erfolgt über zwei Tochtergesellschaften mit Sitz in den USA und in Deutschland sowie über Handelsvertretungen in einer Vielzahl von Ländern.

A.II. Forschung und Entwicklung

Die Gneuss GmbH investiert seit Jahren große Teile des Mittelzuflusses aus ihren Umsatzerlösen in Forschung und Entwicklung. Hierbei bedienen wir uns sowohl einer eigenen Abteilung als auch externer Dienstleister. Grundlagenforschung wird durch uns nicht betrieben. Der Schwerpunkt liegt in der Weiterentwicklung unseres Produktportfolios sowie der Entwicklung kundenspezifischer Lösungen.

B. Wirtschaftsbericht

B.I. Gesamtwirtschaftliche Lage

Aufgrund der anhaltenden Herausforderungen durch den Ukraine-Krieg, den Israel-Konflikt und die wirtschaftliche Unsicherheit blickt die deutsche Kunststoff- und Gummimaschinenindustrie auf ein schwieriges Jahr 2023 zurück. Während die Branche 2022 noch ein reales Umsatzplus von 10 Prozent verzeichnete, ergab sich für 2023 ein deutlicher Abwärtstrend. Die Auftragseingänge lagen im Durchschnitt des gesamten Jahres etwa 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau, was auf eine schwächere Nachfrage und steigende Kosten, insbesondere für Rohstoffe und Energie, zurückzuführen ist.

Für das Jahr 2024 sind die Erwartungen verhalten optimistisch. Der Kostendruck bleibt zwar bestehen, jedoch gehen Branchenexperten davon aus, dass sich die Nachfragesituation allmählich stabilisieren könnte. Die Unternehmen rechnen jedoch mit nur geringem Wachstum und sehen sich weiterhin mit Unsicherheiten in den Lieferketten und steigenden regulatorischen Anforderungen konfrontiert.

Das Geschäftsklima bleibt angespannt, aber es zeigen sich erste Anzeichen für eine leichte Erholung. Die Investitionsbereitschaft in der Branche bleibt dennoch vorsichtig; es wird erwartet, dass Unternehmen gezielt in Modernisierung und Effizienzsteigerung investieren, um den steigenden Kosten langfristig entgegenzuwirken und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Die Branche sieht sich auch im Jahr 2024 weiterhin mit erheblichen Kostenbelastungen durch hohe Rohstoff- und Energiepreise konfrontiert. Diese Belastungen wurden 2023 durch anhaltende Lieferengpässe und eine fragile Logistik zusätzlich verstärkt. Planungsunsicherheiten haben dazu geführt, dass 47 Prozent der Unternehmen ihre Investitionspläne im Laufe des Jahres 2023 nach unten korrigiert haben. Lediglich 7 Prozent der Unternehmen beabsichtigen, ihre Investitionen in diesem unsicheren Umfeld auszuweiten.

Die Beschäftigtenzahl blieb im Jahr 2023 weitgehend stabil, nachdem sie 2022 das Niveau von 2020 wieder erreicht hatte. Für 2024 rechnen die Unternehmen jedoch vermehrt mit einem Einstellungsstopp oder einer vorsichtigen Personalplanung, da die wirtschaftliche Unsicherheit und der Kostendruck auf absehbare Zeit anhalten dürften.

Laut der aktuellen Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Weltwirtschaft im Jahr 2024 mit einem Wachstum von 2,9 Prozent nur leicht zulegen. Die anhaltende Inflation, die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und strukturelle Schwierigkeiten in den Lieferketten sind weiterhin dämpfende Faktoren für das globale Wachstum. Für 2025 wird mit einer weiteren leichten Erholung gerechnet, wobei das globale Wachstum auf 3,1 Prozent steigen könnte. Diese Entwicklung hängt jedoch stark von geopolitischen Stabilitäten und einer allmählichen Entspannung bei den Energiepreisen ab.

Der IWF weist zudem auf die anhaltenden Unterschiede in der konjunkturellen Erholung hin, die durch ungleiche Konjunkturhilfen für Unternehmen und Haushalte in verschiedenen Ländern geprägt sind. Für viele Entwicklungsländer bleibt der Ausblick aufgrund steigender Schuldenlasten und begrenzter Ressourcen zur Inflationsbekämpfung besorgniserregend, wobei sich die Lage 2025 nur geringfügig verbessern dürfte.

Für die Eurozone erwartet der IWF im Jahr 2024 ein moderates Wachstum von 1,2 Prozent, gefolgt von einer leichten Steigerung auf 1,5 Prozent im Jahr 2025. Für Deutschland wird nach einer schwachen wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2023 ein Wachstum von 0,8 Prozent für 2024 prognostiziert, das sich auf 1,0 Prozent im Jahr 2025 steigern könnte, wenn sich die Exportsituation stabilisiert und der Energiepreisauftrieb etwas abnimmt.

In den USA zeigt sich der IWF ebenfalls vorsichtig optimistisch: Dort wird für 2024 ein abgeschwächtes Wachstum von 0,8 Prozent erwartet, das 2025 leicht auf 1,2 Prozent anziehen könnte. Dies hängt jedoch maßgeblich davon ab, dass die geldpolitischen Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung Wirkung zeigen und die Inlandsnachfrage stabil bleibt.

Der IWF betonte, dass die Prognosen auch für 2024 und 2025 mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, da der Fortgang der Kriege in der Ukraine und in Israel, die Inflationsentwicklung und mögliche neue pandemiebedingte Störungen weiterhin maßgeblich Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung haben werden.

B.II. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die deutschen Exporte von Kunststoff- und Gummimaschinen verbesserten sich im Jahr 2023 um 7,2 Prozent, was zu einem weiteren positiven Exportüberschuss führte. Deutschland behauptet damit erneut Platz 2 der weltweiten Exporteure in diesem Sektor, während China weiterhin die Spitzenposition mit einem Exportanteil von 26,1 Prozent hält. Auf den nachfolgenden Rängen liegen Italien (8,6 Prozent), Japan (8,3 Prozent) und die USA mit 3,4 Prozent. Die europäischen Exporteure, darunter auch Deutschland, sahen sich gezwungen, ihre Preise weiter zu erhöhen, um gestiegene Rohstoff- und Energiekosten an die Kunden weiterzugeben. Die anhaltenden Herausforderungen auf dem Zuliefermarkt beeinträchtigen zudem die effiziente Umwandlung von Aufträgen in Umsatzerlöse, während sich die Marktsättigung immer stärker bemerkbar macht. Zusätzlich erschweren geopolitische Veränderungen wie der verstärkte Fokus Chinas auf Autarkie und die protektionistische Handelspolitik der USA den globalen Wettbewerb, sodass viele Unternehmen ihre Produktionsstrategien anpassen müssen, um in den internationalen Märkten konkurrenzfähig zu bleiben

Vor dem Hintergrund der pessimistischen Prognosen rechnen viele Unternehmen aus dem Kunststoff- und Gummimaschinenbau für das Jahr 2024 mit einem rückläufigen Ergebnis. Durch das in der Branche und in der Öffentlichkeit weiterhin breit diskutierte Thema Recycling mit Blick auf die Nachhaltigkeit und Verarbeitung von Rezyklaten ist Gneuß hiervon in positiver Sicht nicht betroffen. Dennoch führen regulatorische Rahmenbedingungen und die allgemeine weltwirtschaftliche Lage zu einer verhaltenen Investitionsbereitschaft, welche Einfluss auf unseren Auftragseingang hat.

Wesentliche Herausforderung 2023 für die Gneuss GmbH war die termin- und qualitätsgerechte Beschaffung von Fertigungsteilen und Aggregaten. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage bleiben die Lieferzeiten in Teilbereichen noch erhöht. Erschwerend musste die Thematik erhöhter Rohstoffpreise im Rahmen der Beschaffungsoptimierung gelöst werden. Erschwert wurde das Geschäft durch die weiterhin geltenden Embargovorschriften, ursprünglich weit ausgedehnt durch den Ukraine-Krieg.

Die Gesellschafterstruktur hat sich 2023 nicht geändert.

Der Geschäftsverlauf bei Gneuss unterlag erneut projektbedingten starken unterjährigen Schwankungen.

Die Gneuss GmbH beschäftigte neben der Geschäftsführung in 2023 durchschnittlich 132 Mitarbeiter:

Angestellte 63
gewerbliche Mitarbeiter 56
Auszubildende/Studenten 13

Der Bestand an Auszubildenden/Studenten beträgt 9,8 %.

B.III. Unternehmenssteuerung und finanzielle Kennzahlen

Die Unternehmenssteuerung erfolgt durch eine rollierende Ertrags- und Finanzplanung. Dabei dienen der Auftragsbestand, der Umsatz, die Wareneinsatzquote und das operative Ergebnis (EBIT) als wesentliche Kennzahlen für die Beurteilung des Geschäftsverlaufs und die Lage der Gesellschaft.

B.IV. Darstellung der Lage

Zur Ertragslage: Mit Blick auf die überdurchschnittlich gute Erlössituation im Vorjahr kann insgesamt auf ein zufriedenstellendes Leistungsjahr zurückgeblickt werden.

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen i.H.v. insgesamt 140 T€ (VJ: 100 T€) betreffen 71 T€ Erträge aus der KFZ-Nutzung.

Die Ertragslage stellt sich im GJ 2023 trotz der erschwerten Bedingungen positiv dar.

Zur Vermögenslage: Die planmäßigen bilanziellen Abschreibungen betrugen 1.052 T€ (VJ: 812 T€). Es gab geringe aktivierte Eigenleistungen 13 T€ (VJ: 22 T€). Der Bestand der Vorräte wurde mit den erhaltenen Anzahlungen i.H.v. 6.065 T€ (VJ: 4.748 T€) saldiert. Trotz des höheren Subtraktionswertes im Vorjahresvergleich liegt der Bestandswert an Vorräten mit 5.679 T€ über dem Vorjahreswert (VJ: 5.186 T€). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich zum 31.12.2023 auf 1.613 T€ (VJ: 1.022 T€). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich auf nunmehr 138 T€ (VJ: 1.481 T€) reduziert.

Die sonstigen Rückstellungen sind mit 798 T€ um 584 T€ gegenüber dem Vorjahr reduziert worden. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31.12.2023 auf 14.884 T€. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf rund 65,0 %.

Zur Finanzlage: Die Finanzierung des operativen Geschäfts erfolgte im Wesentlichen aus dem eigenen Cashflow sowie dem bestehenden Finanzmittelbestand. Für die langfristigen Investitionen in den eigenen Maschinenpark sowie die Erweiterung der Produktionshallen wurden entsprechend der Fristenkongruenz langfristige Darlehen im Laufe des GJ 2023 aufgenommen. Zum 31.12.2023 bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. 4.320 T€ (VJ: 0 T€). Gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden keine Verbindlichkeiten (VJ: 177 T€).

Unsere wirtschaftliche Lage ist als insgesamt gut zu bezeichnen.

C. Prognosebericht

Der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2023 lag etwas über dem Vorjahreswert. Es ist daher von einer Seitwärtsbewegung hinsichtlich der Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr auszugehen.

Vor dem Hintergrund der bisherigen Auftrags- und Akquiselage erwarten wir für das Jahr 2024 ein positives operatives Ergebnis, welches aber unter dem Ergebnis des Jahres 2023 liegen wird. Für das Jahr 2025 sind wir auf Grund der bisherigen Projektakquisetätigkeiten optimistisch, erwarten für uns ein positives Ergebnis.

D. Chancen- und Risikobericht

Risiken ergeben sich weiterhin grundsätzlich aus einer sich abkühlenden Konjunktur, strengeren Importregelungen der USA, dem Handelskonflikt zwischen den USA und China, USD-Währungsschwankungen, erhöhten Embargovorschriften sowie geopolitischen und terroristischen Entwicklungen. Die Schwierigkeiten auf der Beschaffungsseite bergen Lieferverzögerungen, Pönale und Margeneinbußen in sich. Verstärkt werden all diese Risiken durch diverse kriegerische Auseinandersetzungen und der Rezession sowie die Folgen der Corona-Pandemie, deren negative Auswirkungen heute immer noch nicht absehbar sind.

Durch die Kriegslage in der Ukraine und die damit einhergehende Energiebeschaffungskrise ergeben sich mittlerweile branchenübergreifend Risiken aus den instabilen Lieferketten, eine daraus resultierende Knappheit von Rohstoffen und Vorprodukten mit der Folge deutlicher Preissteigerungen. Im bisherigen Verlauf des Jahres 2024 konnte Gneuss mit adäquaten Maßnahmen dieser Situation begegnen. Eine wirtschaftliche Beeinträchtigung konnte im bisherigen Verlauf des Jahres 2024 für Gneuss weitestgehend vermieden werden. Wesentliche Preissteigerungen von Vorprodukten konnten durch entsprechende Preisanpassungen anteilig weitergegeben und damit teilweise kompensiert werden. Vor dem Hintergrund der Kriegssituation kann jedoch ein zukünftiger Einfluss nicht ausgeschlossen werden.

Als Maschinenbauer der kunststoffverarbeitenden Industrie ist die weitere Entwicklung im Wesentlichen von der Entwicklung der kunststoffverarbeitenden Industrie abhängig. Die aktualisierte Prognose des VDMA für den deutschen Kunststoff- und Gummimaschinenbau zeigt, dass die Branche 2024 mit erheblichen Herausforderungen rechnet. Nach einem kräftigen Einbruch der Auftragseingänge um 20 Prozent in den ersten sieben Monaten des Jahres geht der Verband von einem Umsatzrückgang zwischen 10 und 15 Prozent für 2024 aus. Diese Schwäche betrifft sowohl den europäischen Markt als auch große Exportmärkte wie China und die USA. Einzig Märkte wie Mexiko und Indien zeigen leichte Verbesserungen, allerdings auf niedrigem Niveau. Diese Rückgänge sind bedingt durch schwaches globales Wachstum, hohe Energiepreise und eine insgesamt fragile Nachfrage, die sowohl Inland als auch Ausland betrifft. Die Prognose für 2025 ist vorsichtig optimistisch, da der Verband auf konjunkturelle Impulse hofft, die eine leichte Erholung fördern könnten. Entscheidend für die nächsten Jahre wird die weitere Investitionsbereitschaft der kunststoffverarbeitenden Industrie weltweit, insb. mit Blick auf die Kriegssituation inklusive der Energiebeschaffungssituation sowie die Auswirkungen des Kunststoff-Images sein.

Ziel des Finanzmanagements ist die Sicherung der Liquidität, insbesondere vor dem Hintergrund der immer größeren und komplexeren Anlagen. Diesem begegnen wir durch Anzahlungen der Kunden, die an uns weitergegeben werden sowie ausreichender Kreditlinien seitens unserer finanzierenden Banken. Die Liquiditätslage wird durch ein roulierendes Liquiditätsmanagement streng beobachtet. Freie liquide Mittel wurden anteilig langfristig angelegt.

Projektbezogene Risiken ergeben sich aus einzelnen Anwendungsfällen und im Bereich von Neuentwicklungen. Die positive Auftragslage im Jahr 2024 lässt ein positives Ergebnis für 2024 erwarten. Unsere langfristigen Chancen liegen nach wie vor in unserem Innovationspotential, der Qualität unserer Produkte und unserem qualifizierten Mitarbeiterstamm.

 

Bad Oeynhausen, 28.10.2024

gez. Dr. Stephan Gneuß

gez. Daniel Gneuß

gez. Kai Gottwald

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

GNEUSS GMBH, BAD OEYNHAUSEN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 14.343.498,97 11.464.259,06
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 798.463,50 878.771,60
II. Sachanlagen 12.525.528,59 8.706.354,19
III. Finanzanlagen 1.019.506,88 1.879.133,27
B. UMLAUFVERMÖGEN 8.384.621,84 7.889.786,96
I. Vorräte 5.678.646,30 5.186.370,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.751.232,38 2.502.742,67
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 1.613.426,31 (Vorjahr: EUR 1.021.944,45)
- davon gegen Gesellschafter: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 954.743,16 200.673,66
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 162.643,87 200.351,06
22.890.764,68 19.554.397,08

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 14.884.343,21 15.182.716,38
I. Gezeichnetes Kapital 208.000,00 208.000,00
II. Bilanzgewinn 14.676.343,21 14.974.716,38
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.803.053,60 2.215.323,52
C. VERBINDLICHKEITEN 5.203.367,87 2.156.357,18
22.890.764,68 19.554.397,08

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 16.103.194,63 17.466.433,19
2. Personalaufwand -8.698.178,72 -8.174.906,12
a) Löhne und Gehälter -7.329.529,00 -7.021.605,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.368.649,72 -1.153.300,24
- davon für Altersversorgung: EUR 80.000,00 (Vorjahr: EUR 80.000,00)
3. Abschreibungen -1.051.969,35 -812.371,30
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.051.969,35 -812.371,30
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.459.018,98 -2.030.517,57
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 329,60 (Vorjahr: EUR 1.305,58)
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 402.418,35
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.441,64 1.497,54
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -960.361,58 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -45.369,54 -598,92
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.217.174,27 -1.996.761,37
10. Ergebnis nach Steuern 1.703.563,83 4.855.193,80
11. Sonstige Steuern -1.937,00 -2.426,57
12. Jahresüberschuss 1.701.626,83 4.852.767,23

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

GNEUSS GMBH, BAD OEYNHAUSEN

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gneuss GmbH hat ihren Sitz in Bad Oeynhausen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen unter HRB 1221 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss der Gneuss GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Herstellungskosten (unfertige/fertige Erzeugnisse) beinhalten neben den Einzelkosten angemessene Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht aktiviert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) offen von dem Posten Vorräte abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.

Das übrige Umlaufvermögen ist zu Nominalwerten angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

IV. Angaben zur Bilanz

1. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus Anlage 1 zum Anhang.

2. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich i.H.v. 1.288 T€ um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und i.H.v. 325 T€ um sonstige Forderungen.

3. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte bestehen i.H.v. 6.065 T€ gegenüber verbundenen Unternehmen.

4. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, i.H.v. 188 T€.

5. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Stand am 31.12.2023
in €
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in €
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
in €
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.319.633,34 233.333,32 4.086.300,02
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (177.087,85) (177.087,85) (0,00)
Übrige Verbindlichkeiten 883.734,53 877.040,78 6.693,75
(Vorjahr) (1.979.269,33) (1.945.800,58) (33.468,75)
SUMME 5.203.367,87 1.110.374,10 4.092.993,77
(Vorjahr) (2.156.357,18) (2.122.888,43) (33.468,75)

Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Abtretung von Forderungen, Sicherungsübereignung von Anlagevermögen sowie Grundschulden bestellt.

Bezüglich der Lieferantenschulden bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

31.12.2023
EUR
Gewinnvortrag 14.974.716,38
Jahresüberschuss 1.701.626,83
Ergebnisverwendung ./. 2.000.000,00
14.676.343,21

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Auf Finanzanlagen wurden außerplanmäßige Abschreibungen i.H.v. 960 TEUR vorgenommen.

VI. Sonstige Angaben

1. Die Gesellschaft besitzt alle Anteile an der Gneuss Inc., Matthews, NC, USA, einer Kapitalgesellschaft amerikanischen Rechts. Das Kapital beträgt T-US-$ 10. Per 31.12.2023 beläuft sich das Eigenkapital auf T-US-$ 3.117, der Jahresüberschuss für 2023 hat T-US-$ 486 betragen.

Die Gesellschaft ist an der Peakside Real Estate Fund III, SCS, Luxemburg, zu 1,5 % beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31.12.2023 auf 50.260 T€. Der Jahresfehlbetrag für 2023 hat 15.494 T€ betragen.

Die Gesellschaft ist zudem an der Peakside Real Estate Fund IV, SCS, Luxemburg, zu 0,97 % beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31.12.2023 auf 19.647 T€. Der Jahresfehlbetrag für 2023 hat 2.746 T€ betragen.

Zudem ist die Gesellschaft an der Gneuss Kunststofftechnik GmbH, Bad Oeynhausen, zu 100 % beteiligt. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31.12.2023 auf 6.677 T€, darin enthalten ist der Jahresüberschuss für 2023 i.H.v. 1.235 T€.

2. Hauptberufliche Geschäftsführer waren und sind bis heute:

Herr Daniel Gneuß, Ingenieur

Herr Dr. Stephan Gneuß, Kaufmann

Herr Kai Gottwald (seit dem 14.03.2023)

3. Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Erbbauzinsen i.H.v. 946 T€ sowie aus Miet- und Leasingverträgen i.H.v. 229 T€. Zudem bestehen Resteinzahlungsverpflichtungen für noch nicht eingeforderte Pflichteinlagen i.H.v. 3.914 T€.

4. Am Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB aus der Bestellung von Sicherheiten für Verpflichtungen verbundener Unternehmen i.H.v. 2.254 T€. Eine Passivierung scheidet aus, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten bzw. Verpflichtungen voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

5. Die Gesellschaft beschäftigte neben der Geschäftsführung in 2023 durchschnittlich 132 Mitarbeiter wie folgt:

Angestellte 63
gewerbliche Mitarbeiter 56
Auszubildende/Studenten 13

6. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bad Oeynhausen, 28.10.2024

gez. Dr. Stephan Gneuß

gez. Daniel Gneuß

gez. Kai Gottwald

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.868.306,10 56.047,99 94.215,98 0,00 1.830.138,11
1.868.306,10 56.047,99 94.215,98 0,00 1.830.138,11
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.491.210,23 2.442.433,93 0,00 1.542.517,85 11.476.162,01
technische Anlagen und Maschinen 5.864.732,21 2.032.954,48 337.495,20 0,00 7.560.191,49
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.332.733,60 262.916,75 10.855,30 0,00 3.584.795,05
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.542.517,85 5.500,00 0,00 -1.542.517,85 5.500,00
18.231.193,89 4.743.805,16 348.350,50 0,00 22.626.648,55
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 108.778,88 0,00 0,00 0,00 108.778,88
Beteiligungen 1.770.354,39 96.735,19 0,00 0,00 1.867.089,58
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 4.000,00 0,00 0,00 4.000,00
1.879.133,27 100.735,19 0,00 0,00 1.979.868,46
21.978.633,26 4.900.588,34 442.566,48 0,00 26.436.655,12
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 989.534,50 136.356,09 94.215,98 1.031.674,61
989.534,50 136.356,09 94.215,98 1.031.674,61
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.646.623,23 232.221,15 0,00 3.878.844,38
technische Anlagen und Maschinen 3.188.483,71 492.550,98 328.481,20 3.352.553,49
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.689.732,76 190.841,13 10.851,80 2.869.722,09
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.524.839,70 915.613,26 339.333,00 10.101.119,96
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 960.361,58 0,00 960.361,58
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 960.361,58 0,00 960.361,58
10.514.374,20 2.012.330,93 433.548,98 12.093.156,15
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 798.463,50 878.771,60
798.463,50 878.771,60
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.597.317,63 3.844.587,00
technische Anlagen und Maschinen 4.207.638,00 2.676.248,50
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 715.072,96 643.000,84
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.500,00 1.542.517,85
12.525.528,59 8.706.354,19
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 108.778,88 108.778,88
Beteiligungen 906.728,00 1.770.354,39
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 4.000,00 0,00
1.019.506,88 1.879.133,27
14.343.498,97 11.464.259,06

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Gneuss GmbH, Bad Oeynhausen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gneuss GmbH, Bad Oeynhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gneuss GmbH, Bad Oeynhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Oeynhausen, 18. November 2024

AUDITAS GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Bw. Burkhard Osterwisch, Wirtschaftsprüfer

gez. Dipl.-Kfm. Nils Weinberger, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 26. November 2024 unverändert festgestellt. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

8 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.