BSW-Anlagenbau G.m.b.H.
Everswinkel
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023
Lagebericht
BSW-Anlagenbau G.m.b.H.
für das Geschäftsjahr vom
1. Oktober
2022
bis
30. September
2023
A. Grundlagen des Unternehmens
Die BSW-Anlagenbau G.m.b.H. ist als Zulieferer in der
Metallbe- und -verarbeitungsbranche sowie mit der
Geschäftseinheit MBL im Bereich Maschinenbau für
die Pharmaindustie tätig. Die Bezeichnung "Anlagenbau"
stammt aus dem Gründungsjahr, als die BSW als
Zulieferer für
Hochspannungs-Schaltanlagen-Gerüste fungierte. Aus
diesem Segment hat sich die BSW zu dem heutigen
Herstellungsportfolio entwickelt. Heute werden
hauptsächlich Maschinenteile, Gehäuse,
Verkleidungen und Gestelle aus Blech als Zulieferteile und
Komponenten für den deutschen Maschinen- und
Anlagenbau gefertigt.
Zu Beginn des Jahres 2020 hat die BSW durch den Kauf
der Maschinenbausparte der MBL-Europe GmbH das
Produktportfolio um den Maschinenbau für die
pharmazeutische Industrie erweitert. Neben dem
Zuliefermarkt für Metallteile und dem klassischen
Gehäusebau wird BSW die Maschinenbausparte in den
nächsten Jahren strategisch ausbauen.
Die Sparte stellt eine Erweiterung des Projektmarktes
und eine Vertiefung der Wertschöpfung dar. Wesentlich
erweitert wird der Vertrieb. Hier wird im ersten Schritt
angestrebt, den europäischen Markt inkl. Schweiz,
Norwegen und Großbritannien zu erschließen.
Unter dem Markennamen MBL werden weiterhin Maschinen
für die pharmazeutische Industrie konstruiert,
gefertigt, montiert und gewartet.
B. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Nach einer ifo Konjunkturprognose aus dem März
2024 schrumpft die deutsche Wirtschaft im Jahre 2023
um 0,3%. Besonders kräftig schrumpfte die
Wertschöpfung in der Industrie und der Bauwirtschaft.
Gründe waren u. a. der Mangel an Aufträgen, der
schneereiche Dezember und ein außergewöhnlich
hoher Krankenstand. Stützend für die Konjunktur
war lediglich der private Konsum. Die Inflation sinkt seit
nunmehr einem Jahr zügig und erreichte im Februar mit
2,5% den niedrigsten Wert seit Juni 2021. Gleichzeitig
steigen die Lohneinkommen mit kräftigen Raten. Nach
dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im
November 2023 hat die Finanzpolitik zu Jahresbeginn einen
Bundeshaushalt für das laufende Jahr verabschiedet und
dabei ihren restriktiven Kurs verschärft: Unternehmen
und Haushalte werden mehr belastet oder weniger entlastet,
und die Staatsausgaben werden gekürzt. Die aktuell
vorliegenden Frühindikatoren deuten für den
Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin:
Verschlechterung der Auftragslage in allen
Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher
Krankenstand, andauernde Streiks.
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer
(VDMA) stellt fest, dass sich seit Ende 2022 die
Wachstumsdynamik im EU-Maschinenbau sukzessive
abgeschwächt hat. Während die ersten beiden
Quartale 2023 positiv verliefen schrumpfte die
Maschinenproduktion ab dem dritten Quartal. In allen
zwölf Monaten lag das EU-Produktionsvolumen
preisbereinigt um 0,7 Prozent über dem
Vorjahresniveau.
Geschäftsverlauf
Der Beginn des Jahres 2023 war noch von der
Bearbeitung der kundenseitigen Überbedarfsbestellungen
2022 geprägt. Es zeichnete sich jedoch schon eine
deutliche Abkühlung der Konjunktur und der
Kundenbedarfe ab. Hohe Kosten in Personal, Einkauf, Energie
und Zinsen ließen bereits auf eine deutlich
schwächere Konjunktur blicken.
Insbesondere das Zuliefergeschäft, sowie der Bau
von komplexen Gehäusen und Maschinengestellen im
Kleinserien-Bereich waren noch gut ausgelastet, wiesen aber
auch die schnellsten Rückgänge auf.
Im Projektgeschäft zeigten sich auf Grund der
langfristigeren Laufzeiten erst zum Ende des
Geschäftsjahres erste Verschiebungen.
Die Beschaffungssituation verbesserte sich nur
unwesentlich. Neben extrem gestiegenen Energiekosten, die
teilweise durch staatliche Maßnahmen gedämpft
wurden, waren insbesondere Elektronikkomponenten weiterhin
schlecht verfügbar.
Das Projektgeschäft gewinnt für BSW weiter
an Bedeutung. Gleichzeitig soll im Zuliefergeschäft im
Umfeld des Fachkräftemangels sowie steigender
Transportkosten wieder regional mehr Umsatz erzielt werden.
Der vor Jahren eingeschlagene Weg der breiten
Aufstellung in der Produktion wird konsequent weiter
beschritten.
Der Auftragsbestand der BSW betrug zum 30.09.2023 rd.
15 Mio. €.
Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2022/23 konnte die BSW erneut
ein positives Jahresergebnis erzielen. Die Gesamtleistung
ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 2% gestiegen. Die
Materialeinsatzquote ist gegenüber dem Vorjahr von
24,0% auf nun 21,8% gesunken. Die Kosten für die
bezogenen Leistungen haben sich von 10,4% im Vorjahr auf
11,6% im Geschäftsjahr leicht erhöht. Die
Personaleinsatzquote ist auf 47,3% gestiegen (Vorjahr:
45,9%). Die übrigen Aufwendungen sind in Relation zur
Gesamtleistung von 15,9% auf 15,1% gesunken. Das
Jahresergebnis ist um ca. 36T€ gegenüber dem
Vorjahrgesunken.
Folgende Faktoren führten insbesondere zur
Ergebnisveränderung zum Vorjahr: Verbesserung des
Rohergebnisses um 772 € und zugleich Belastung durch
um 925T€ gestiegene Personalaufwendungen und
Abschreibungen um 771 T€.
Finanzlage
Das Finanzmanagement ist dergestalt ausgelegt, dass
Aufträge im Regelfall ohne Anzahlungen produziert und
ausgeliefert werden. Im Projektgeschäft werden dagegen
Anzahlungen mit den Kunden vereinbart. Investitionen werden
überwiegend durch Bankdarlehen fristenkongruent
finanziert. Eingeräumte Kontokorrentlinien werden
möglichst nicht in Anspruch genommen.
Vermögenslage
Die Vermögenslage ist geschäftsspezifisch
durch einen hohen Anteil von Anlagevermögen und
Vorräten geprägt. Diese betragen zusammen rund
70% der Bilanzsumme i. H. von rd. T€ 12.241. Das
Vorratsvermögen bindet mit T€ 5.882 einen
erheblichen Teil der Liquidität. Die Eigenkapitalquote
beträgt rd. 33% der Bilanzsumme. Das Eigenkapital
beträgt absolut T€ 4.102. Die
Rückstellungen und Verbindlichkeiten betragen
T€ 8.139 (ca. 67% der Bilanzsumme). Davon
entfallen T€ 1.132 auf Rückstellungen,
T€ 1.767 auf Bankverbindlichkeiten,
T€ 786 auf Lieferantenschulden sowie
T€ 3.643 auf erhaltene Anzahlungen.
Neuanschaffungen im Bereich des Anlagevermögens wurden
nicht geleast, sondern erworben.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren
werden die Eigenkapitalrendite und die Gesamtkapitalrendite
im Vorjahresvergleich zur Beurteilung der
Leistungsfähigkeit herangezogen. Die
Eigenkapitalrendite beträgt im Berichtsjahr 5,7%
(Vorjahr 7,0%). Die Gesamtkapitalrendite beläuft sich
auf 1,9% (Vorjahr 2,3%).
Gesamtbeurteilung des abgelaufenen
Geschäftsjahres
Die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage für
das Geschäftsjahr 2022/23 ist vor dem Hintergrund der
bestehenden Inflationsraten und gestiegenen
Finanzierungskosten insgesamt gut
C
. Prognosebericht
Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der
BSW ist für das kommende Jahr nicht einfach
einschätzbar. Das Zuliefergeschäft ist durch
einen sehr starken Wettbewerb, zunehmend auch aus dem
Onlinesegment und Preisverfall gekennzeichnet.
Umsatzsteigerungen sind nur margenarm möglich.
Durch das Anlagengeschäft in der
Maschinenbausparte will BSW den Zulieferbereich
kompensieren und in den kommenden Jahren weiter ausbauen.
Aufgrund der derzeitigen geschäftlichen Situation ist
davon auszugehen, dass der Gesamtumsatz für das
laufende Geschäftsjahr leicht sinken wird. Für
die Zukunft strebt BSW natürlich, wie fast
ausschließlich in all den Jahren, positive Ergebnisse
an.
Die Nachfragesituation im Zuliefergeschäft wird
sich im laufenden Jahr aus dem überhitzten
Vorjahresbereich entspannen und voraussichtlich durch
kundenseitige aufgebaute Lagerbestände
unterkühlen. Es wird von einem konstant hohen
Zinsniveau im Euro-Raum ausgegangen.
Die Vorjahresprognose, ein positives Ergebnis zu
erzielen, wurde erreicht.
D. Risiko- bzw. Chancenbericht
Das Risikomanagement ist wesentlicher Bestandteil der
Unternehmensführung. Damit Aufträge mit positivem
Deckungsbeitrag abgewickelt werden können, werden Vor-
und Nachkalkulationen durchgeführt. Komplexe Projekte
werden kalkulatorisch permanent begleitet, um Risiken
frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen
rechtzeitig einzuleiten. Die Zinsänderungs-, Ausfall-
und Liquiditätsrisiken sowie die Risiken aus
Zahlungsstromschwankungen werden als gering
eingeschätzt, da eine heterogene Kundenstruktur
vorliegt. Auf den Einsatz von Finanzinstrumenten zu Zwecken
des Risikomanagements kann daher im Wesentlichen verzichtet
werden.
Die weiterhin hohen Zinsen und die dadurch bewusste
Drosslung der Konjunktur zur Eindämmung der Inflation
werden erhebliche Auswirkungen haben. Hier wird durch die
Geschäftsführung auf Sicht gesteuert werden
müssen.
Die Nachfrageentwicklung im Allgemeinen bleibt ein
Risikofaktor. Insbesondere die durch Zinserhöhungen
sinkende Investitionsbereitschaft, sowohl im privaten als
auch im industriellen Bereich wird spürbare
Auswirkungen haben.
Es ist derzeit kaum vorhersehbar, wie sich die
Entwicklung der Rohstoffpreise über das Jahr hinaus
gestalten wird. Ebenso kritisch ist weiterhin die
Versorgungslage mit Elektronikbauteilen für den
Maschinenbau.
Es muss davon ausgegangen werden, dass die Inflation
weiterhin hoch bleibt, da insbesondere der
Arbeitskräftemangel und die in der Praxis längst
angekommene Lohn-Preis-Spirale nicht durch die Notenbanken
gesteuert werden kann.
Auslandsrisiken sind weiterhin gegeben. Der weiterhin
schwelende Handelsstreit China-USA sowie die
Konfliktrisiken China-Taiwan, Israel-Iran und
Ukraine-Russland wird eine Rolle in der Entwicklung der
Weltwirtschaft spielen, von der der deutsche Maschinen- und
Anlagenbau sehr abhängig ist.
Als großes und stetig wachsendes Problem wird
der Fachkräftemangel bei handwerklich tätigen
Facharbeitern gesehen. Zunehmend sind auch einfache
Helfertätigkeiten kaum noch mit zuverlässigen
Mitarbeitenden zu besetzten. Dies wird in den kommenden
Jahren ein stetig wachsendes Problem werden. Verstärkt
wird diese Problematik durch die schwierige Lage auf dem
Wohnungsmarkt, die ein Anwerben von Mitarbeitenden aus
entfernteren Orten verhindert. Alles in allem ist dieses
Risiko bereits ein Grund für geringeres Wachstum.
Einen immer wichtiger werdenden Teil der Chancen und
Risikobetrachtung der Geschäftsführung nehmen
Umwelt- und Arbeitsschutzthemen ein.
Die Cybersicherheit wird auch von der
Geschäftsführung als Risiko für das
Unternehmen gesehen. BSW optimiert stetig die
Datensicherheit im Unternehmen insbesondere auch im
Hinblick auf die NIS-2 Richtlinie der EU.
Weitere Chancen ergeben sich durch Akquise im
Ausland.
Everswinkel, den 07. Mai
2024
gez.
Felix lütke Zutelgte, Tobias lütke Zutelgte
Bilanz
Aktiva
|
|
30.9.2023
EUR |
30.9.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
2.591.982,89 |
2.055.157,98 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
318.871,00 |
343.151,00 |
| 1.
sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände |
318.871,00 |
343.151,00 |
| II.
Sachanlagen |
2.273.009,91 |
1.711.905,00 |
| 1.
Bauten auf fremden Grundstücken |
11.178,00 |
18.085,00 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
1.155.197,00 |
1.323.546,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
420.058,00 |
370.274,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
686.576,91 |
0,00 |
| III.
Finanzanlagen |
101,98 |
101,98 |
| 1.
sonstige Finanzanlagen |
101,98 |
101,98 |
| B.
Umlaufvermögen |
9.553.027,07 |
9.536.182,50 |
| I.
Vorräte |
5.882.092,15 |
5.333.431,61 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
2.744.398,91 |
2.044.005,51 |
| 1.
übrige Vermögensgegenstände |
2.744.398,91 |
2.044.005,51 |
| III.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten |
926.536,01 |
2.158.745,38 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
96.184,34 |
51.452,75 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
12.241.194,30 |
11.642.793,23 |
Passiva
|
|
30.9.2023
EUR |
30.9.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
4.102.201,19 |
3.866.761,82 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
100.000,00 |
100.000,00 |
| II.
Gewinnrücklagen |
1.900.000,00 |
1.900.000,00 |
| III.
Gewinnvortrag |
1.866.761,82 |
1.595.598,31 |
| IV.
Jahresüberschuss |
235.439,37 |
271.163,51 |
| B.
Rückstellungen |
1.132.044,44 |
1.464.480,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
7.006.948,67 |
6.311.551,41 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
1.767.131,39 |
1.411.765,06 |
| 2.
übrige Verbindlichkeiten |
5.239.817,28 |
4.899.786,35 |
| davon
aus Steuern |
421.688,79 |
435.517,89 |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
16.036,87 |
21.210,39 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
12.241.194,30 |
11.642.793,23 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.10.2022 - 30.9.2023
EUR |
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
15.668.631,68 |
14.898.026,49 |
| 2.
Personalaufwand |
11.123.616,89 |
10.427.520,50 |
| a)
Löhne und Gehälter |
9.207.091,13 |
8.623.244,85 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung |
1.916.525,76 |
1.804.275,65 |
| davon
für Altersversorgung |
75.492,12 |
67.823,42 |
| 3.
Abschreibungen |
576.411,77 |
501.949,40 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
576.411,77 |
501.949,40 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
3.551.890,13 |
3.609.746,90 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
3.038,15 |
375,12 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
23.913,94 |
16.959,83 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
159.251,79 |
68.947,00 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
236.585,31 |
273.277,98 |
| 9.
sonstige Steuern |
1.145,94 |
2.114,47 |
| Jahresüberschuss |
235.439,37 |
271.163,51 |
Anhang für
das Geschäftsjahr vom
1. Oktober
2022
bis
30. September 2023
der
BSW-Anlagenbau G.m.b.H.
,
Everswinkel
I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Sitz der BSW-Anlagenbau G.m.b.H. ist Everswinkel. Die
Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 9573 im Register des
Amtsgerichts Münster eingetragen.
Nach den in § 267 HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine
mittelgroße Gesellschaft.
II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der BSW-Anlagenbau G.m.b.H. wurde
auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des
Handelsgesetzbuchs aufgestellt.
Soweit Pflichtangaben in der Bilanz und in der
Gewinn- und Verlustrechnung nicht enthalten sind, wurden
die betreffenden Posten in Ausübung bestehender
Wahlrechte im Anhang gesondert ausgewiesen und
erläutert.
Die BSW-Anlagenbau G.m.b.H., Everswinkel, ist eine
mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des §
267 Abs. 2 HGB.
III. Bilanzierungs-und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear und degressiv
vorgenommen.
Für bewegliche Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von bis zu
800,-- Euro wurden im Jahr des Zugangs Sofortabschreibung
vorgenommen.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen
Genossenschaftsanteile wurden zu Anschaffungskosten
bewertet.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
erfolgte zu Anschaffungskosten. Gegebenenfalls wurde der
niedrigere Marktpreis angesetzt. Die Bewertung der
unfertigen Erzeugnisse erfolgte zu Materialeinzel- und
gemeinkosten sowie Fertigungseinzel- und gemeinkosten.
Desweiteren wurde durch die Fertigung veranlasster
Werteverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt.
Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht
berücksichtigt.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum
Nennwert bewertet. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch
Abschreibungen auf den Nennwert berücksichtigt.
Der Ansatz der sonstigen
Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert.
Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennbetrag
angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für
eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Der Ansatz des gezeichneten Kapitals erfolgte zum
Nennbetrag. Der Jahresabschluss wird vor Gewinnverwendung
aufgestellt.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle
erkennbaren Risiken, Verluste und ungewisse
Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
voraussichtlichen Erfüllungsbetrages unter
Berücksichtigung voraussichtlicher zukünftiger
Kostensteigerungen. Soweit Rückstellungen eine
Restlaufzeit von unter einem Jahr haben, wurde das
Abzinsungswahlrecht dahingehend ausgeübt, dass von
einer Abzinsung kein Gebrauch gemacht wird. Wesentliche
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über
einem Jahr lagen nicht vor.
Der Ansatz der übrigen Verbindlichkeiten
erfolgte zum Erfüllungsbetrag.
IV. Angaben zur Bilanz
Anlagenspiegel
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
Zugänge
|
davon
FK-Zinsen
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
|
01.10.2022
|
|
|
|
|
30.09.2023
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
Software
|
962.995,03
|
159.762,19
|
0,00
|
131.530,34
|
0,00
|
991.226,88
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
962.995,03
|
159.762,19
|
0,00
|
131.530,34
|
0,00
|
991.226,88
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Bauten auf fremden
Grundstücken
|
451.431,03
|
0,00
|
0,00
|
28.780,23
|
0,00
|
422.650,80
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
6.984.796,56
|
21.913,76
|
0,00
|
1.017.194,09
|
0,00
|
5.989.516,23
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
2.155.962,74
|
245.086,82
|
0,00
|
146.039,75
|
0,00
|
2.255.009,81
|
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
686.576,91
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
686.576,91
|
Summe Sachanlagen
|
9.592.190,33
|
953.577,49
|
0,00
|
1.192.014,07
|
0,00
|
9.353.753,75
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Genossenschaftsanteile
|
101,98
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
101,98
|
Summe Finanzanlagen
|
101,98
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
101,98
|
Summe
Anlagevermögen
|
10.555.287,34
|
1.113.339,68
|
0,00
|
1.323.544,41
|
0,00
|
10.345.082,61
|
|
kumulierte
Abschreibungen
|
Abschreibungen
Geschäftsjahr
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
kumulierte
Abschreibungen
|
|
01.10.2022
|
|
|
|
|
30.09.2023
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
Software
|
619.844,03
|
184.035,19
|
0,00
|
131.523,34
|
0,00
|
672.355,88
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
619.844,03
|
184.035,19
|
0,00
|
131.523,34
|
0,00
|
672.355,88
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Bauten auf fremden
Grundstücken
|
433.346,03
|
6.906,00
|
0,00
|
28.779,23
|
0,00
|
411.472,80
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
5.661.250,56
|
190.248,76
|
0,00
|
1.017.180,09
|
0,00
|
4.834.319,23
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.785.688,74
|
195.221,82
|
0,00
|
145.958,75
|
0,00
|
1.834.951,81
|
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
7.880.285,33
|
392.376,58
|
0,00
|
1.191.918,07
|
0,00
|
7.080.743,84
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Genossenschaftsanteile
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe
Anlagevermögen
|
8.500.129,36
|
576.411,77
|
0,00
|
1.323.441,41
|
0,00
|
7.753.099,72
|
|
Zuschreibungen
Geschäftsjahr
|
Buchwert
|
Buchwert
|
|
|
30.09.2023
|
30.09.2022
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
Software
|
0,00
|
318.871,00
|
343.151,00
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
318.871,00
|
343.151,00
|
Sachanlagen
|
|
|
|
Bauten auf fremden
Grundstücken
|
0,00
|
11.178,00
|
18.085,00
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
0,00
|
1.155.197,00
|
1.323.546,00
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
420.058,00
|
370.274,00
|
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
686.576,91
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
2.273.009,91
|
1.711.905,00
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
Genossenschaftsanteile
|
0,00
|
101,98
|
101,98
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
101,98
|
101,98
|
Summe
Anlagevermögen
|
0,00
|
2.591.982,89
|
2.055.157,98
|
Angaben zu den sonstigen Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im
Wesentlichen Rückstellungen für
Personalaufwendungen in Höhe von TEuro 934.
Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte
der Lieferanten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
sind in Höhe von 1.361.465,99 Euro durch
Sicherungsübereignung von Anlagevermögen
besichert.
Verbindlichkeiten
mit einer
|
|
|
Restlaufzeit
|
|
Gesamt
|
|
|
bis zu
|
zwischen
|
über
|
|
|
|
1 Jahr
|
1 - 5 Jahren
|
5 Jahren
|
|
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
1. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
|
|
386.817,40
|
1.152.093,99
|
228.220,00
|
1.767.131,39
|
(Vorjahr)
|
|
(280.032,00)
|
(973.368,00)
|
(158.365,06)
|
(1.411.765,06)
|
2. erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen
|
|
3.643.184,36
|
0,00
|
0,00
|
3.643.184,36
|
(Vorjahr)
|
|
(3.315.727,80)
|
(0,00)
|
(0,00)
|
(3.315.727,80)
|
3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
|
786.172,22
|
0,00
|
0,00
|
786.172,22
|
(Vorjahr)
|
|
(788.064,83)
|
(0,00)
|
(0,00)
|
(788.064,83)
|
4. sonstige
Verbindlichkeiten
|
|
810.460,70
|
0,00
|
0,00
|
810.460,70
|
(Vorjahr)
|
|
(795.993,72)
|
(0,00)
|
(0,00)
|
(795.993,72)
|
Summe
|
|
5.626.634,68
|
1.152.093,99
|
228.220,00
|
7.006.948,67
|
(Vorjahr)
|
|
(5.179.818,35)
|
(973.368,00)
|
(158.365,06)
|
(6.311.551,41)
|
V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren gewählt.
VI. Sonstige Pflichtangaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen mehrere Mietverträge für die
Nutzung der betrieblich genutzten Grundstücke mit
unterschiedlichen Restlaufzeiten. Die jährlichen
Verpflichtungen hieraus betragen insgesamt
T€ 610. Die Summe der Verpflichtungen
beträgt bis zum jeweiligen Mietzeitende
2,4 Mio.€.
Arbeitnehmerangaben
Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 177
Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfallen 112
Mitarbeiter auf gewerbliche und 62 auf kaufmännische
Mitarbeiter.
Angaben zur Geschäftsführung
Zu alleinvertretungsberechtigten
Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr
bestellt:
Dipl.-Ing. Albert lütke Zutelgte Dipl.-Ing.
Felix lütke Zutelgte Tobias lütke Zutelgte
jeweils beruflich ausgeübte Tätigkeit:
GmbH-Geschäftsführer
Everswinkel, den 07. Mai
2024
gez.
Felix lütke Zutelgte, Tobias lütke Zutelgte
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 17.05.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Nachstehend aufgeführter
Bestätigungsvermerk der Ecker & Partner Audit mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bezieht sich auf den
vollständigen Jahresabschluss ohne Inanspruchnahme von
Offenlegungserleichterungen.
Bestätigungsvermerk des unabhängigen
Abschlussprüfers
An die BSW-Anlagenbau G.m.b.H., Everswinkel
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der BSW-Anlagenbau
G.m.b.H., Everswinkel, - bestehend aus der Bilanz zum 30.
September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30.
September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der BSW-Anlagenbau G.m.b.H., Everswinkel, für das
Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30.
September 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.
September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30.
September 2023 und · vermittelt der
beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen
Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen
Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung
mit § 317 HGB unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter
- falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen
als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu
dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen
höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße
betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die
Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob
der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Münster, den 17. Mai
2024
Ecker
& Partner Audit mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dipl.-Kfm.
C. Kunert, Wirtschaftsprüfer
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