Stammdaten

Register
Amtsgericht Wittlich HRB 31180
Vorher
Ewald Wolter Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
13.11.1978
Branche
Großhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenEinzelhandel in eigenem Namen mit Motorenkraftstoffen, Freie TankstellenGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Der Groß- und Einzelhandel von Heiz- und Kraftstoffen sowie technischen Produkten für den Straßenverkehr, Land- und Forstwirtschaft sowie das Baugewerbe.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Laurenz Wolter
seit 9.2.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

36.56% identifiziert63.44% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
36.56%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
45.51%
Erbengemeinschaft Laurenz Peter Wolter und Markus Johannes Wolter
17.93%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Germany
64.750 €
45.51%
Laurenz Peter Wolter
54675 Wallendorf, Sauertalstraße 52a
52.000 €
36.56%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ewald Wolter GmbH

Sinspelt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Unser Unternehmen betreibt einen Groß- und Einzelhandel mit Heiz- und Kraftstoffen sowie technischen Produkten für den Straßenverkehr für Land- und Forstwirtschaft sowie das Baugewerbe. Wir vertreiben darüberhinaus Holzpellets, Flaschengas und Schmierstoffe und unterhalten einen Reifendienst.

2. Forschung und Entwicklung

Wir betreiben als Handelsunternehmen keine eigene Forschung und Entwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 schrumpfte das reale BIP Deutschlands um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Hauptursachen für diesen Rückgang waren die anhaltend hohe Inflation, gestiegene Zinsen und eine schwächelnende Weltkonjunktur. Besonders der private Konsum ging zurück, da die gestiegenen Verbraucherpreise die Kaufkraft der Haushalte minderten. Zudem belasteten politische Unsicherheiten, wie der Krieg in der Ukraine und eine unsichere Förderpolitik, die wirtschaftliche Entwicklung.

Die Inflation erreichte 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Haupttreiber waren die stark gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise. Im Jahr 2023 lag die durchschnittliche Inflationsrate bei 5,9 %. Trotz eines leichten Rückgangs blieb die Teuerung auf einem hohen Niveau, was weiterhin die Kaufkraft der Verbraucher beeinträchtigte.

Die Arbeitslosenquote stieg von 5,3 % im Jahr 2022 auf 5,7 % im Jahr 2023. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 191.000 auf 2,609 Millionen. Diese Entwicklung spiegelt die konjunkturelle Abschwächung wider, insbesondere in Branchen, die von den gestiegenen Energiepreisen und Zinsen betroffen waren.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war in den Jahren 2022 und 2023 somit von erheblichen Herausforderungen geprägt. Die Kombination aus geopolitischen Krisen, hoher Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Belastung für Unternehmen und Verbraucher. Für die kommenden Jahre wird eine allmähliche Erholung erwartet, vorausgesetzt, dass sich die globalen Rahmenbedingungen stabilisieren und die Inflation weiter zurückgeht.

Im Jahr 2023 zeigte der Rohölpreis eine wechselhafte Entwicklung, beeinflusst durch geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und Angebotsveränderungen. Die Volatilität war allerdings gegenüber dem Jahr 2022 nicht mehr ganz so stark ausgeprägt.

Der durchschnittliche Preis für ein Barrel Brent-Rohöl lag im Jahr 2023 bei etwa 82,32 US-Dollar und damit deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im Jahr 2022 hatte der Durchschnittspreis noch bei rund 98,99 US-Dollar gelegen - was einem Rückgang von etwa 17 % entspricht. Im Verlauf des Jahres 2023 bewegte sich der Rohölpreis zwischen einem Höchststand von etwa 97,10 US-Dollar pro Barrel und einem Tiefststand von rund 71,03 US-Dollar. Diese Preisspanne spiegelt die fortbestehenden Unsicherheiten auf den globalen Energiemärkten wider.

Die Preisentwicklung wurde maßgeblich durch folgende Faktoren beeinflusst:

- Geopolitische Spannungen: Der anhaltende Krieg in der Ukraine und Konflikte im Nahen Osten führten zu Unsicherheiten bezüglich der Ölversorgung.

- OPEC+-Entscheidungen: Produktionskürzungen durch die OPEC+ beeinflussten das Angebot und damit die Preise.

- Wirtschaftliche Entwicklungen: Die wirtschaftliche Abschwächung in großen Volkswirtschaften, insbesondere in China und Europa, führte zu einer geringeren Ölnachfrage.

- Wechselkursschwankungen: Der starke US-Dollar verteuerte den Ölimport für Länder mit anderen Währungen, was die Nachfrage dämpfte.

Diese Faktoren führten zu einer insgesamt schwankenden, aber im Durchschnitt höheren Preisentwicklung für Rohöl im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Tankstellenbranche befand sich in den Jahren 2022 und 2023 in einem anspruchsvollen Marktumfeld, das durch Energiepreisschwankungen, strukturellen Wandel und zunehmende Anforderungen an Infrastrukturinvestitionen geprägt war. Die Anzahl der Tankstellen blieb mit rund 14.442 Standorten stabil. Während große Mineralölkonzerne weiterhin selektiv unrentable Standorte schlossen, gewannen mittelständische und freie Betreiber insbesondere im ländlichen Raum an Bedeutung.

Der Kraftstoffabsatz pro Station lag 2023 im Durchschnitt bei rund 3,7 Millionen Litern und damit auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Die durchschnittliche Bruttomarge je Liter Kraftstoff betrug 2023 etwa 1,7 Cent, was zu einem durchschnittlichen Bruttoverdienst im Kraftstoffgeschäft von etwa 64.626 € führte.

Im Shopgeschäft blieb der durchschnittliche Jahresumsatz pro Tankstelle mit rund 1,2 Millionen Euro konstant. Der Bruttoertrag pro Quadratmeter Verkaufsfläche betrug 2023 rund 15.575 €, wobei Zigaretten, Getränke und Spirituosen weiterhin zu den Hauptumsatzträgern zählten. Der Bereich Serviceleistungen entwickelte sich 2023 rückläufig: Während der Umsatz mit Autowäschen 2022 noch rund 62.000 Euro pro Station erreichte (etwa 56 % des Serviceumsatzes), sank dieser Anteil 2023 leicht auf 51 %, bei insgesamt sinkender Nachfrage.

Im Bereich alternativer Kraftstoffe etablierte sich 2023 zunehmend HVO100 (hydriertes Pflanzenöl) an den Zapfsäulen, insbesondere bei freien Tankstellen. Die Nachfrage stieg, erforderte jedoch verstärkte Kundenkommunikation. Auch der Anteil von Super E10 am Benzinabsatz nahm zu - von 23,7 % im Jahr 2022 auf 25,9 % im Jahr 2023. Der Bestand an Elektrofahrzeugen wuchs im selben Zeitraum von etwa 1,01 Millionen auf rund 1,4 Millionen Fahrzeuge. Dies unterstreicht die zunehmende Notwendigkeit, Ladeinfrastruktur an Tankstellen auszubauen.

Parallel zu diesen strukturellen Veränderungen zeigte sich auch die Kraftstoffverbrauchsseite unbeständig. Der gesamte Absatz von Diesel- und Ottokraftstoffen sank von 51,75 Millionen Tonnen im Jahr 2022 auf rund 51,2 Millionen Tonnen im Jahr 2023. Während der Benzinverbrauch leicht anstieg (von 16,92 auf 17,33 Mio.t; +2,5 %), ging der Dieselabsatz um 3,6 % auf 33,38 Mio.t zurück.

Auch die Preisentwicklung spiegelt die unbeständige Marktlage wider: 2022 stellte mit einem durchschnittlichen Preis von 1,946 €/Liter für Diesel und 1,86 €/Liter für Super E10 das bislang teuerste Tankjahr in Deutschland dar. Im März 2022 erreichten die Preise historische Tageshöchstwerte mit über 2,16 €/Liter Diesel. 2023 zeigte sich eine leichte Entspannung: Der Durchschnittspreis für Diesel lag bei 1,725 €, für Super E10 bei 1,785 €/Liter. Damit war 2023 das zweitteuerste Tankjahr seit Aufzeichnung. Im europäischen Vergleich lagen die Preise in Deutschland weiterhin im oberen Bereich. So kostete Diesel in Polen im Durchschnitt nur etwa 1,16 €/Liter, in Österreich rund 1,41 €/Liter, während Deutschland über 1,72 € verzeichnete.

Für mittelständische Tankstellenbetreiber ergeben sich aus dieser Entwicklung sowohl Herausforderungen als auch Chancen: Die Notwendigkeit zur Diversifikation (Shop, Services, alternative Kraftstoffe), zur Investition in Infrastruktur (v.a. Lade- und HVO-Technik) sowie zur Effizienzsteigerung im Tagesgeschäft bleibt hoch. Die rückläufige Fahrleistung privater Pkw und die veränderte Mobilitätsnutzung (z. B. Zunahme des ÖPNV und Fahrrads) erfordern zudem eine strategische Ausrichtung auf regionale Besonderheiten und Kundenbindung.

2. Geschäftsverlauf der Ewald Wolter GmbH

a) Ertragslage

Die Lage unseres Unternehmens ist - wie bereits in den Vorjahren - zufriedenstellend, obwohl Umsatzerlöse als auch Materialaufwand im Geschäftsjahr 2023 zurückgegangen sind. Es wurde im Jahr 2023 ein Rohergebnis in Höhe von Euro 2.574.125,25 (Vj. 2.762.229,29) erzielt. Dies entspricht einem Rückgang von 6,8 % (Vj. Zuwachs 2,5 %).

Der Personalaufwand des Geschäftsjahrs belief sich auf Euro 1.108.114,94 (Vj. Euro 1.026.372,90) und macht 43,0 % des Rohergebnisses aus (Vj. 37,2 %), womit sich dieser Anteil im Vergleich um 5,8 Prozentpunkte erhöht hat.

Abschreibungen für Sachanlagen fielen in Höhe von Euro 209.187,06 (Vj. Euro 193.515,66) an.

Im Geschäftsjahr 2023 war ein Steueraufwand in Höhe von Euro 91.119,22 (Vj. Euro 126.219,79) zu verzeichnen.

Die Ewald Wolter GmbH hat im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von Euro 223.394,69 (Vj. Euro 305.340,12) erzielen können.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist stabil und geordnet. Aufgrund der hohen Bestände an liquiden Mitteln und der von den Lieferaten gewähren Zahlungskonditionen ist die Liquidität auch in Krisenzeiten gewährleistet.

Gegenüber Kreditinstituten bestehen keine nennenswerten Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen machen mit Euro 2.394.129,86 = 33,7 % (Vj. 17,3 %) der Bilanzsumme aus und bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Kraftstofflieferungen. Sämtliche Verbindlichkeiten können innerhalb der Zahlungsziele unter Einhaltung der Skontofristen beglichen werden.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2023 Euro 7.094.436,55 nach Euro 7.371.457,99 zum 31.12.2022.

Die liquiden Mittel in Form von Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand belaufen sich auf Euro 2.830.757,81 (Vj. Euro 3.402.929,23). Dies entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme von rund 39,9 % (Vj. 46,2 %).

Das Anlagevermögen blieb in Summe nahezu konstant mit Euro 1.524.588,96 (Vj. Euro 1.452.214,64) und macht einen Anteil an der Bilanzsumme von 21,5 % (Vj. 19,7 %) aus.

Auf der Passivseite ist als wesentlicher Bestandteil das Eigenkapital in Höhe von Euro 4.224.200,91 (Vj. Euro 5.000.806,22) zu nennen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 59,5 % (Vj. 67,8 %) bei einer um 3,6 % gesunkenen Bilanzsumme.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Jahresüberschuss, Ergebnis vor Steuern und Rohergebnis heran.

Diese Kennzahlen bewegen sich auf einem stabilen und zufriedenstellenden Niveau. Angesichts dessen kann unsere wirtschaftliche Lage insgesamt als gut bezeichnet werden.

4. Gesamtaussage

Die wirtschaftliche Lage der Ewald Wolter GmbH stellt sich zum Bilanzstichtag 31.12.2023 insgesamt als geordnet und solide dar. Die Ertragslage ist trotz konjunktureller Herausforderungen noch zufriedenstellend. Zwar lag das Rohergebnis mit 2.574.125,25 EUR um 6,8 % unter dem Vorjahreswert (2.762.229,29 EUR), dennoch konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 223.394,69 EUR erwirtschaftet werden. Der Personalaufwand ist moderat gestiegen und liegt bei 1.108.114,94 EUR (Vj. 1.026.372,90 EUR), was einem Anteil von 43,0 % am Rohergebnis entspricht. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen lagen mit 209.187,06 EUR ebenfalls leicht über dem Vorjahresniveau. Der Steueraufwand konnte gegenüber dem Vorjahr reduziert werden.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist unverändert stabil. Es bestehen keine nennenswerten Bankverbindlichkeiten. Die Liquidität ist auch unter angespannten Marktbedingungen gesichert - gestützt durch ausreichende Zahlungsmittelbestände sowie vorteilhafte Zahlungsziele seitens der Lieferanten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die im Wesentlichen Kraftstofflieferungen betreffen, betragen 2.394.129,86 EUR und liegen mit einem Anteil von 33,7 % an der Bilanzsumme deutlich über dem Vorjahreswert (17,3 %), bewegen sich aber weiterhin im planmäßigen Rahmen.

Die Vermögenslage zeigt ebenfalls ein geordnetes Bild. Die Bilanzsumme hat sich leicht auf 7.094.436,55 EUR reduziert (Vj. 7.371.457,99 EUR). Die liquiden Mittel betragen 2.830.757,81 EUR, was einem Anteil von 39,9 % an der Bilanzsumme entspricht. Das Anlagevermögen blieb mit 1.524.588,96 EUR auf nahezu konstantem Niveau. Die Eigenkapitalquote liegt trotz Rückgangs weiterhin solide bei 59,5 % (Vj. 67,8 %) und unterstreicht die robuste Kapitalausstattung des Unternehmens.

Für die interne Steuerung der Gesellschaft werden die finanziellen Leistungsindikatoren Jahresüberschuss, Ergebnis vor Steuern sowie Rohergebnis herangezogen. Diese Kennzahlen bewegen sich insgesamt auf einem stabilen Niveau. Vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - insbesondere der gesamtwirtschaftlichen Abschwächung, der fortbestehenden Inflation sowie schwankender Energiepreise - kann die wirtschaftliche Lage der Ewald Wolter GmbH im Geschäftsjahr 2023 insgesamt als gut bezeichnet werden.

IV. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Die Chancen- und Risikosituation der Ewald Wolter GmbH wird im Rahmen eines kontinuierlichen, strukturierten Risikomanagementsystems fortlaufend beobachtet und bewertet. Im Geschäftsjahr 2023 war das Marktumfeld durch eine Vielzahl externer Faktoren geprägt, darunter geopolitische Unsicherheiten infolge des andauernden Kriegs in der Ukraine, ein weiterhin hohes Zinsniveau sowie volatile Energie- und Rohölpreise. Insbesondere im ersten Halbjahr 2023 führten die Unsicherheiten an den globalen Energiemärkten zu starken Schwankungen bei den Beschaffungskosten für Kraftstoffe und Heizöl. Zwar stabilisierten sich die Rohölpreise gegen Jahresende auf einem durchschnittlichen Niveau von rund 81 US-Dollar pro Barrel, sie blieben jedoch anfällig für politische Einflüsse und Förderentscheidungen großer Ölproduzenten. Auch die Heizölpreise entwickelten sich volatil, was sich insbesondere auf die Nachfrage im ländlichen Raum, wie dem Geschäftsgebiet der Gesellschaft in der Eifel, unmittelbar auswirkte.

Als regional tätiges Unternehmen in der Grenzregion zu Luxemburg ist die Ewald Wolter GmbH in einem wettbewerbsintensiven, aber auch gut kalkulierbaren Marktumfeld tätig. Der sogenannte "Tanktourismus" beeinflusst das Preisgefüge in dieser Region spürbar, insbesondere durch günstigere Kraftstoffpreise auf luxemburgischer Seite. Gleichzeitig bietet die klare regionale Verankerung mit langjährigen Kundenbeziehungen eine stabile Absatzbasis und ermöglicht eine gezielte Anpassung des Angebots an lokale Bedarfe - etwa im Bereich Heizölversorgung und Shopgeschäft.

Im Vergleich zum Vorjahr war das Marktumfeld im Geschäftsjahr 2023 durch eine insgesamt ruhigere und ausgeglichenere Börsenlage geprägt. Die daraus resultierende geringere Schwankungsintensität führte dazu, dass im Einkauf nur begrenzte Spielräume für preisoptimierte Beschaffungsstrategien bestanden. Während im Jahr 2022 kurzfristige Preisbewegungen in einem deutlich volatileren Marktumfeld auftraten und damit eine flexiblere Einkaufssteuerung ermöglichten, bot das Jahr 2023 nur in geringem Maße vergleichbare Ansatzpunkte. Daraus erklärt sich teilweise auch das gegenüber dem Vorjahr niedrigere Ergebnis. Das Kundenverhalten zeigte sich dabei weniger von unmittelbarer Marktvolatilität beeinflusst als im Vorjahr - allerdings ist zugleich zu beobachten, dass die Nachfrage zunehmend durch eine ausgeprägte Reaktionsbereitschaft auf mediale Berichterstattung geprägt ist. Politische Ankündigungen oder Presseberichte über bevorstehende Energiepreisänderungen führen häufig zu kurzfristigen Kaufentscheidungen - insbesondere im Heizölbereich - und erzeugen temporäre Nachfragespitzen, unabhängig von der tatsächlichen Marktentwicklung. Diese Tendenz erfordert eine erhöhte operative Flexibilität in Einkauf, Logistik und Lagerhaltung.

Die Tankstellenbranche steht weiterhin vor strukturellen Veränderungen. Der steigende Anteil elektrisch betriebener Fahrzeuge, die zunehmende Verfügbarkeit von alternativen Kraftstoffen wie HVO100 sowie die politische Zielsetzung zur Dekarbonisierung des Verkehrs stellen klassische Mineralölvertriebe vor langfristige Herausforderungen. Risiken bestehen in rückläufigen Volumina bei Benzin und Diesel, steigendem Investitionsbedarf in neue Infrastruktur und der zunehmenden Digitalisierung im Zahlungs- und Kassensystembereich. Hinzu kommen operative Risiken, etwa in der Beschaffung durch eine hohe Abhängigkeit von wenigen Kraftstofflieferanten oder im Personalbereich durch den in ländlichen Regionen verschärften Fachkräftemangel.

Demgegenüber bestehen klare Chancen für die Gesellschaft. Die stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalbasis ermöglicht Investitionen in alternative Energieangebote und digitale Modernisierung. Das Shop- und Dienstleistungsgeschäft, das in ländlichen Regionen als Versorgungsstützpunkt besonders geschätzt wird, bietet Potenzial zur weiteren Differenzierung. Zudem können regionale Nähe, persönliche Kundenbindung und flexible Serviceangebote Wettbewerbsvorteile gegenüber anonymen Großstrukturen sichern. Mögliche staatliche Förderprogramme - etwa für den Ausbau von Ladeinfrastruktur oder für energetische Optimierungsmaßnahmen - könnten zusätzlich positive Impulse setzen.

Ein wesentliches Element zur Risikovorsorge stellt die dauerhaft solide Finanzstruktur der Gesellschaft dar: Zum Bilanzstichtag bestanden keine nennenswerten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zudem verfügt die Ewald Wolter GmbH über einen hohen Bestand an liquiden Mitteln, wodurch operative Risiken ebenso wie vorübergehende Marktverwerfungen jederzeit aus eigener Kraft abgefedert werden können. Diese Eigenfinanzierungskraft bildet einen stabilen Puffer gegen unerwartete Belastungen und stellt sicher, dass unternehmerische Spielräume auch in volatilen Marktphasen erhalten bleiben.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsleitung auf Basis der Entwicklungen im Jahr 2023 eine stabile Umsatz- und Ertragslage. Investitionen werden sich primär auf Wartung und punktuelle Erweiterungen im Bereich Kassentechnologie sowie auf vorbereitende Maßnahmen zur Digitalisierung konzentrieren. Die Liquiditätslage wird als gesichert angesehen. Angesichts des anhaltenden Preiswettbewerbs - insbesondere mit Blick auf die grenzüberschreitende Kundschaft - wird mit einer eher stabilen Rohertragsmarge gerechnet.

Nach gegenwärtigem Kenntnisstand (April 2025) lässt sich für das laufende Jahr eine leichte konjunkturelle Entspannung in Deutschland erkennen. Die Inflationsrate ist rückläufig, die Energiepreise haben sich im Vergleich zu den Vorjahren beruhigt, und die Verbraucherstimmung beginnt sich zu erholen. Für Unternehmen wie die Ewald Wolter GmbH bleiben die Rahmenbedingungen jedoch fordernd: Der Wandel in der Mobilität schreitet weiter voran, das regulatorische Umfeld bleibt anspruchsvoll, und Investitionsdruck im Bereich alternativer Kraftstoffe sowie Digitalisierung hält an. Vor diesem Hintergrund wird die Fähigkeit, das bestehende Geschäftsmodell flexibel und regional angepasst weiterzuentwickeln, von zentraler Bedeutung für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit sein.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält Tankstellen in Sinspelt, Manderscheid, Speicher und Mehring.

 

Sinspelt, 7. April 2025

gez. Laurenz Wolter

Dipl.-Ing. Laurenz Wolter

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.524.588,96 1.452.214,64
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.025,00 5,00
II. Sachanlagen 703.148,47 635.022,00
III. Finanzanlagen 816.415,49 817.187,64
B. Umlaufvermögen 5.569.847,59 5.919.243,35
I. Vorräte 704.839,44 563.733,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.034.250,34 1.952.580,29
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.830.757,81 3.402.929,23
Summe Aktiva 7.094.436,55 7.371.457,99

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.224.200,91 5.000.806,22
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Bilanzgewinn 4.024.200,91 4.800.806,22
B. Rückstellungen 144.894,59 733.015,53
C. Verbindlichkeiten 2.725.341,05 1.637.636,24
Summe Passiva 7.094.436,55 7.371.457,99

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 2.574.125,25 2.762.229,29
2. Personalaufwand 1.108.114,94 1.026.372,90
a) Löhne und Gehälter 899.363,16 842.294,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 208.751,78 184.078,34
davon für Altersversorgung 507,43 507,43
3. Abschreibungen 209.187,06 193.515,66
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 209.187,06 193.515,66
davon außerplanmäßige Abschreibungen 34.781,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 957.562,19 1.128.413,95
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 29,96
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.611,37 23.341,18
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.449,92 1.858,05
davon Erträge aus Abzinsung 1.128,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.808,44 7.566,10
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 2.607,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 91.119,22 126.219,79
9. Ergebnis nach Steuern 223.394,69 305.340,12
10. Jahresüberschuss 223.394,69 305.340,12
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.800.806,22 4.495.466,10
12. Bilanzgewinn 4.024.200,91 4.800.806,22

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Ewald Wolter GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Sinspelt
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Wittlich
Register-Nr.: HRB 31180

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert (§§ 253, 255 Abs. 1 HGB).

Die Finanzanlagen werden wie folgt angesetzt und bewertet:

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.846,41 6.173,37
2. Geschäfts- oder Firmenwert 15.338,76
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 74.185,17 6.173,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 509.402,39
2. technische Anlagen und Maschinen 146.140,68 119.334,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.045.886,46 121.696,45
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 35.129,47
Summe Sachanlagen 3.701.429,53 276.160,16
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 817.187,64 772,15
Summe Finanzanlagen 817.187,64 772,15
Summe Anlagevermögen 4.592.802,34 282.333,53 772,15
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.995,78 1.153,37
2. Geschäfts- oder Firmenwert 15.337,76
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 74.180,17 1.153,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 463.662,39 14.453,00
2. technische Anlagen und Maschinen 152.081,92 5.967,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.658.696,91 187.613,45
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
Summe Sachanlagen 3.066.407,53 208.033,69
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00
Summe Anlagevermögen 3.140.587,70 209.187,06

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 S. 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
T-EUR
bis 1 Jahr
T-EUR
über 1 bis 5 Jahre
T-EUR
über 5 Jahre
T-EUR
Vorjahr
T-EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.394,1 2.394,1 0,0 0,0 1.275,4
3. Sonstige Verbindlichkeiten 331,2 331,2 0,0 0,0 362,2
2.725,3 2.725,3 0,0 0,0 1.637,6

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Auf die größenabhängigen Erleichterungen gem. § 276 HGB wurde im Sinne eines besseren Einblicks verzichtet.

Personalaufwand des Geschäftsjahres

Die Löhne und Gehälter für das Geschäftsjahr 2023 betrugen Euro 899.363,16.

An sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung fielen im Berichtsjahr 2023 Euro 208.751,78 an.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 17
Angestellte 4
leitende Angestellte 2
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 23
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 15
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 8

Angaben zu Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG)

Sachverhalte 2023
Euro
2022
Euro
Forderungen 52.047,52 49.868,28
Verbindlichkeiten 206.139,64 197.508,51

Die Positionen sind in den sonstigen Vermögensgegenständen bzw. sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

Name des Geschäftsführers

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Herr Laurenz Wolter, Dipl.-Ing.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss in Höhe von Euro 223.394,69 wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Sinspelt, den 3. März 2025

gezeichnet: Laurenz Wolter

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.05.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ewald Wolter GmbH, Sinspelt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ewald Wolter GmbH, Sinspelt, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ewald Wolter GmbH, Sinspelt, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bitburg, 30. April 2025

Barz, Willems & Co GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Peter Barz, Wirtschaftsprüfer

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