Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 2182
Vorher
Sinterit GmbHLaufen GmbH
Eingetragen
21.12.1979
Branche
Großhandel mit SanitärkeramikHerstellung von keramischen Haushaltswaren und ZiergegenständenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
ist die Herstellung und der Vertrieb von sowie der Handel mit Sanitärkeramik und verwandten Erzeugnissen mit allen damit zusammenhängenden Geschäften. Die Gesellschaft ist berechtigt, weitere gleichartige oder ähnliche Unternehmungen an anderen Orten zu errichten oder bestehende Unternehmungen zu erwerben oder zu pachten oder sich an solchen in jeder Form zu beteiligen, Interessen-Gemeinschaftsverträge abzuschließen und Geschäfte zu betreiben, die geeignet sind, das Unternehmen zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Miguel-Angel Munar
seit 25.8.2005
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Roca GmbH

Staudt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 240.063,48 344.571,27
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 11.105,01 14.886,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 479.891,33 490.996,34 421.301,84 436.187,94
731.059,82 780.759,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 2.927.878,88 3.103.351,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.152.253,89 3.900.282,35
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 20.683.902,50 14.626.752,41
3. Sonstige Vermögensgegenstände 31.753,65 24.867.910,04 43.797,37 18.570.832,13
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 299,01 1.423,95
27.796.087,93 21.675.607,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.000,00 6.000,00
28.533.147,75 22.462.366,43

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.550.000,00 1.550.000,00
II. Kapitalrücklage 3.907.226,49 3.907.226,49
5.457.226,49 5.457.226,49
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 5.526,62 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 9.588.512,50 8.501.974,47
9.594.039,12 8.501.974,47
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.391.853,28 1.232.911,09
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.972.630,50 7.077.604,75
3. Sonstige Verbindlichkeiten 117.398,36 192.649,63
13.481.882,14 8.503.165,47
28.533.147,75 22.462.366,43

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 54.095.795,78 47.139.167,84
2. Sonstige betriebliche Erträge 373.462,15 85.421,38
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -35.564.584,52 -30.913.990,85
4. Personalaufwand
a) Gehälter -4.780.289,50 -4.530.726,41
b) Soziale Abgaben -773.891,51 -5.554.181,01 -707.575,55 -5.238.301,96
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -375.798,50 -305.985,87
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.286.148,90 -6.787.084,17
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 168.431,76 202.473,28
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -82,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -3,66
10. Ergebnis nach Steuern 4.856.976,76 4.181.613,99
11. Sonstige Steuern -17.832,10 -15.328,17
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -4.839.144,66 -4.166.285,82
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022

Roca GmbH, Staudt

I. Angaben zum Jahresabschluss

A. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Roca GmbH für das Geschäftsjahr 2022 wird nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG erstellt.

Soweit für Pflichtangaben ein Wahlrecht besteht, diese in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind diese Angaben im Anhang dargestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Die Roca GmbH mit Sitz in Staudt ist beim Amtsgericht Montabaur unter der Handelsregisternummer HRB 2182 geführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über folgende Nutzungsdauern:

Immaterielle Vermögensgegenstände: 3 bis 5 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 3 bis 13 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 15 Jahre

Die Vorräte betreffen ausschließlich Handelswaren. Sie werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dabei werden Abwertungen für Reichweite und Gängigkeit vorgenommen.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel werden mit ihren Nennbeträgen angesetzt. Für bestehende Risiken bei den Forderungen werden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zum Jahresabschluss

a. Anlagevermögen

Der Anlagenspiegel ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

b. Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 24.868)

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind wie im Vorjahr hierin nicht enthalten. Alle Forderungen lauten auf EUR.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus einer Forderung betreffend Cash-Pool in Höhe von TEUR 20.514 (i. Vj. TEUR 14.546). Auf Lieferungen und Leistungen entfallen TEUR 156 (i. Vj. TEUR 81).

c. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen (TEUR 9.589)

Enthalten hierin sind folgende Positionen:

Umsatzbezogene Rückstellungen TEUR 8.650
Personalkostenrückstellungen TEUR 381
Ausstehende Rechnungen TEUR 347
Gewährleistungsansprüche TEUR 202
Archivierung TEUR 9

Rückstellungen mit einer Fristigkeit von mehr als einem Jahr sind wie im Vorjahr hierin nicht enthalten.

d. Verbindlichkeiten (TEUR 13.481)

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind wie im Vorjahr hierin nicht enthalten. Die Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, die sämtlich kurzfristigen Charakter haben, sind mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren zum einen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 5.355; i. Vj. TEUR 4.570 TEUR), TEUR 6.618 (i. Vj. TEUR 2.508) bestehen gegenüber der Gesellschafterin aus Umsatzsteuer, Miete und Ergebnisabführung.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 111 (i. Vj. TEUR 165) aus Steuern enthalten.

e. Umsatzerlöse (TEUR 54.096)

Die Umsatzerlöse werden überwiegend im Inland erzielt. TEUR 225 (i. Vj. TEUR 140) entfallen auf ausländische Kunden.

f. Sonstige betriebliche Aufwendungen (TEUR 8.286)

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 7) enthalten.

Die Abschlussprüfungs- und Steuerberatungsleistungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 63 (i. Vj. TEUR 37), davon:

- Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 27 (i. Vj. TEUR 26)

- Steuerberatungsleistungen: TEUR 36 (i. Vj. TEUR 11)

g. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (TEUR 168)

In den Zinserträgen sind TEUR 164 (i. Vj. TEUR 202) Zinserträge von verbundenen Unternehmen enthalten.

II. Sonstige Angaben

Ergebnisabführungsvertrag

Mit der Roca Sanitär GmbH mit Sitz in Staudt als herrschendem Unternehmen ist am 26.10.2019 ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab Geschäftsjahr 2019 geschlossen worden. Ihm hat die Gesellschafterversammlung am 05.12.2019 zugestimmt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 30.12.2019.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 1.093. Sie resultieren aus Miet- und Leasingverträgen. TEUR 321 bestehen davon gegenüber verbundenen Unternehmen. TEUR 719 sind innerhalb des nächsten Jahres fällig.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 78 Mitarbeiter (i. Vj. 75 Mitarbeiter) beschäftigt.

Der Belegschaft gehörten 53 männliche und 25 weibliche Arbeitnehmer an (2021: 46 männliche und 29 weibliche Arbeitnehmer). Zudem gliedert sich ein Teil der Mitarbeiter in Leiharbeitskräfte (5, i. Vj. 5), die unseren Arbeitnehmern arbeitsrechtlich gleichgestellt sind.

Organe

Geschäftsführer:

Herr Miquel Angel Munar, Vorstand der Roca Sanitario S.A., Barcelona/Spanien

Herr Antonio Linares Noguera, Vorstand der Keramik Holding AG, Laufen/Schweiz

Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Roca Corporacion Empresarial S.A., Barcelona, Spanien, die den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist beim Amtsgericht Barcelona erhältlich.

 

Staudt, 21. August 2023

Antonio Linares Noguera

Miquel Angel Munar

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

(Bruttodarstellung)

Anschaffungskosten
1.1.2022 Zugänge 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.487.457,50 131.333,66 1.618.791,16
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 108.367,03 0,00 108.367,03
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 679.423,06 194.765,45 874.188,51
787.790,09 194.765,45 982.555,54
2.275.247,59 326.099,11 2.601.346,70
Kumulierte Abschreibung
1.1.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.142.886,23 235.841,45 1.378.727,68
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 93.480,93 3.781,09 97.262,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.121,22 136.175,96 394.297,18
351.602,15 139.957,05 491.559,20
1.494.488,38 375.798,50 1.870.286,88
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 240.063,48 344.571,27
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 11.105,01 14.886,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 479.891,33 421.301,84
490.996,34 436.187,94
731.059,82 780.759,21

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022

Roca GmbH, Staudt

Die Roca GmbH ist die deutsche Vertriebsgesellschaft der spanischen Roca-Gruppe. LAUFEN ist die Premium Brand unter dem Markendach der Roca Gruppe, einem der weltweit führenden Hersteller von Sanitärprodukten für das Badezimmer. Unsere Produkte und Konzepte stehen für technische Innovationen, hohe Funktionalität und hohe gestalterische Designqualität.

Wirtschaftsbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Für 2022 konnte die Sanitärbranche abermals ein Umsatzplus verzeichnen. Laut Schätzungen stieg der Gesamtumsatz für "Sanitär vor der Wand" um 3,3%. Hinweis: Aufgrund eines neuen Untersuchungsansatzes sind die Zahlen nur eingeschränkt mit Werten aus den Vorjahren vergleichbar.

Die positive Branchenentwicklung resultiert in erster Linie aus der starken Inlandsnachfrage bei Bestandsmaßnahmen im ersten Halbjahr 2022. Die deutschen Eigenheimbesitzer haben zur Jahresmitte 2022 mehr Badsanierungen durchgeführt als in den Vorjahren mit Trends zu mehr Komfort und Design im Bad sowie zu barrierefreien Bädern. Aufgrund von deutlich gestiegenen Bezugspreisen und einer drohenden Energiekrise als Folge des Russland-/Ukrainekonfliktes war im zweiten Halbjahr 2022 hingegen eine Marktabkühlung zu beobachten.

Die Roca GmbH erzielte im Berichtsjahr 2022 einen Gesamtnettoumsatz von 54,1 Mio. EUR (i. Vj. 47,1 Mio. EUR). Die Veränderung von +14,8% im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr geht einerseits auf die strategische Diversifizierung im Produktportfolio und das weiterhin überproportionale Wachstum im E-Commerce zurück. Zum anderen war das Jahr 2022 von unterjährigen Verkaufspreiserhöhungen geprägt, die aufgrund der signifikant gestiegenen Bezugspreise kurzfristig notwendig waren. Das für die Gesellschaft bedeutsame und zukunftsorientierte Markengeschäft wurde weiter ausgebaut und mit einer exklusiven Keramik Handelsmarke für einen Großhandelsverband ergänzt.

Die erfolgreiche Vermarktung von technischen Produkten wie Dusch-WC ́s sowie von Designserien im Premiumsegment und die fortgeführte Diversifizierung in andere Produktsegmente (Installationssysteme, Armaturen, Mineralguss und Möbel) führten zu einer Stabilisierung des Markenumsatzanteils bei über 88% und dem Gewinn weiterer Marktanteile im Premiumsegment. Der durchschnittliche Verkaufspreis stieg aufgrund von aktivem Portfoliomanagement und unterjähriger Verkaufspreiserhöhungen um 10,6% im Vergleich zu 2021.

Diese auf dem Inlandsgeschäft basierende Veränderung war vorhersehbar und führte zu keiner Ausweitung der Marktposition in Deutschland.

Die hohe Akzeptanz der vorgestellten Neuheiten, die Qualität unserer Produkte sowie die konsequente Kunden- und Marktorientierung waren für die Fortsetzung der erfolgreichen Entwicklung auch in 2022 ausschlaggebend.

Die Gesellschaft wird anhand der finanziellen Kennzahl EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) gesteuert. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein EBITDA von 5.064 TEUR (i. Vj. 4.285 TEUR) erzielt und der geplante EBITDA damit zum wiederholten Male übertroffen. Einen wesentlichen Beitrag zu dem Erfolg der Gesellschaft leisten unsere engagierten Arbeitnehmer.

Im Einkaufsbereich stützte sich die Beschaffung der Handelswaren auch im vergangenen Jahr nahezu vollständig auf die gruppeninternen Ressourcen innerhalb Europas. Das Risiko einer auf einzelne Märkte oder einzelne Lieferanten konzentrierten Beschaffung wird dadurch gestreut. Durch gruppenweit gültige Rahmenverträge sind Lieferzeiten und Konditionen gesichert.

Der Personalstand in 2022 betrug durchschnittlich 78 Mitarbeiter (i. Vj. 75 Mitarbeiter). Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zu Umsatzerlösen) reduzierte sich von 11,1% im Vor- auf 10,3% im Berichtsjahr.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Erläuterungen zur Ertragslage

Die Umsatzerlöse erhöhten sich von 47.139 TEUR auf 54.096 TEUR. Die weitere Diversifizierung des Produktportfolios mit hochwertigen Mineralguss-Produkten, Möbeln und Installationssystemen in Verbindung mit neuen Absatzkanälen, v. a. im E-Commerce, hatte dabei entscheidenden Anteil. Ergänzend war das Jahr 2022 von unterjährigen Verkaufspreiserhöhungen geprägt, die aufgrund der signifikant gestiegenen Bezugspreise kurzfristig notwendig waren. Die Auftragslage war im 1. Halbjahr weiterhin auf positivem Niveau. Im zweiten Halbjahr 2022 war dann eine Abkühlung der Nachfrage spürbar. Lediglich bei Stahlprodukten sieht man wie bereits im Vorjahr einen Nachfragerückgang aufgrund der gestiegenen Bezugspreise. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Wesentlichen durch die Auflösung von Rückstellungen im Berichtsjahr auf 373 TEUR (+288 TEUR).

Der Materialaufwand erhöhte sich von 30.914 TEUR auf 35.565 TEUR und damit wiederum überproportional zu den Umsatzerlösen. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu Umsatzerlösen) erhöhte sich auf 65,8% (i. Vj. 65,6%). Die zum Teil deutlichen, unterjährigen Einkaufspreissteigerungen konnten durch Steigerungen der Verkaufspreise teilweise bzw. zeitlich verzögert kompensiert werden. Die Personalkosten stiegen infolge von Ganzjahreseffekten unterproportional zur Umsatzentwicklung von 5.238 TEUR auf 5.554 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen - dieser Posten enthält im Wesentlichen Vertriebsaufwendungen wie Fracht- und Werbekosten, Mieten für Immobilien, Lizenzgebühren, Leasinggebühren für Kraftfahrzeuge, Reisekosten, Telekommunikations- und Portokosten, Rechts- und Beratungskosten, Versicherungsprämien sowie Verwaltungs- und Instandhaltungsaufwendungen - haben sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 1.499 TEUR erhöht. Zum einen konnten nach den pandemiebedingten Restriktionen die Reise- sowie Messetätigkeiten im Berichtsjahr wieder intensiviert werden und zum anderen spiegeln sich hier die zum Teil zweistelligen Energiepreiszuschläge, insbesondere bei den Logistikkosten wider.

Ertragssteuern sind im Berichtsjahr nicht angefallen. Das Jahresergebnis wurde aufgrund des im Jahr 2019 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit der Roca Sanitär GmbH vollständig an das herrschende Unternehmen abgeführt.

Erläuterungen zur Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Roca GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6.070 TEUR auf 28.533 TEUR erhöht. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+6.057 TEUR). Nach dem Aufbau im Vorjahr reduzierten sich im Berichtsjahr die Warenvorräte um 175 TEUR trotz gestiegener Bewertungspreise.

Die Roca GmbH ist in das konzerninterne Cash Pooling System des Roca Konzerns eingebunden und finanziert sich darüber. Die konzerninternen Forderungen aus Cash-Pool liegen bei 20.514 TEUR (i. Vj. 14.546 TEUR). Die liquiden Mittel liegen bei 0 TEUR (i. Vj. 1 TEUR).

Das Eigenkapital ist infolge des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags gegenüber dem Vorjahr wiederum unverändert. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) sank von 24,3% auf 19,1% zum 31. Dezember 2022.

Es besteht nur eine geringe Steuerrückstellung von 6 TEUR (i. Vj. 0 TEUR) aufgrund einer im Berichtsjahr abgeschlossenen Lohnsteuerprüfung.

Aufgrund gestiegener Verpflichtungen für Kundenboni erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr (+1.087 TEUR). Daneben werden unter dieser Position hauptsächlich ausstehende Rechnungen, Verpflichtungen für Gewährleistungen sowie Gratifikationen und Zeit- bzw. Urlaubsansprüche ausgewiesen.

Bei den Verbindlichkeiten haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 4.895 TEUR erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich vor dem Hintergrund der Bezugspreiserhöhungen in der 2. Jahreshälfte 2022 um 159 TEUR im Vergleich zum Vorjahr.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Gesellschaft finanziert sich über den Konzern bzw. aus dem laufenden Cashflow. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist durchgehend positiv. Die Gesellschaft war jederzeit fähig, ihre Zahlungsverpflichtungen termingerecht zu erfüllen.

Trotz gestiegener Bezugspreise konnte mithilfe des Umsatzwachstums ein sehr zufriedenstellendes Jahresergebnis in einem anspruchsvollen Marktumfeld erzielt werden. Die angestoßene Investition in neue Funktionalitäten der Vertriebssoftware ist eine notwendige Voraussetzung vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung. Die Finanzlage kann weiterhin als stabil und geordnet beschrieben werden. Insgesamt kann die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 als sehr zufriedenstellend beschrieben werden.

Prognose-, Chancen-, Risikobericht

Risikomanagement

Durch die Einbindung der Gesellschaft in das monatliche Reporting der Roca-Gruppe und das dort etablierte Risk Management System werden Risiken frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Die Preisentwicklung auf der Beschaffungsseite wird aktuell als größtes Unternehmensrisiko eingeschätzt. Als Gegenmaßnahmen sind ein regelmäßiges Margenmonitoring und die kurzfristige konsequente Implementierung von Teuerungszuschlägen auf der Vertriebsseite implementiert.

Dem weiteren Beschaffungsrisiko wird durch den ausschließlichen Bezug der Handelswaren aus dem Konzernverbund mit langfristigen Einkaufsbeziehungen entgegengetreten. Der Fokus der Beschaffungsaktivitäten liegt zudem in West- und Zentraleuropa.

Insgesamt ist durch den steigenden Wettbewerb, die wachsende Transparenz durch fortschreitende Digitalisierung, dem Konzentrationsprozess im Handel und in der Industrie ein immer stärkerer Preisdruck zu verzeichnen, der sich negativ auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken kann. Um diesem Risiko zu begegnen, wird das bestehende Vertriebssystem kontinuierlich überarbeitet und an die sich ändernden Rahmenbedingungen - wie Vertriebskanäle - angepasst. Investitionen in die zielgruppengerechte Vermarktung wurden bereits intensiviert und werden auch künftig weiter ausgebaut.

Die wesentlichen Kundenforderungen sind durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Das Ausfallrisiko für den nicht versicherten restlichen Forderungsbestand wird durch ein Limitsystem und ein aktives Forderungsmanagement gesteuert.

Dem drohenden Fachkräftemangel wird durch intensives Recruiting sowie interne Trainings und Weiterbildungsmaßnahmen entgegengewirkt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Es bestanden keine relevanten Fremdwährungsrisiken.

Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sind und waren während des abgelaufenen Geschäftsjahres durch das Halten von angemessenen Liquiditätsreserven sichergestellt.

Nach derzeitigem Kenntnisstand und im Rahmen dieser Risikobewertung sind schon vor Risikobegrenzungsmaßnahmen nach unserer Einschätzung keine existenzbedrohenden Risiken erkennbar.

Chancen und Ausblick

Die Roca GmbH sieht für sich konkrete Chancen für das Geschäftsjahr 2023 in weiteren neu entwickelten, innovativen Produkten und Neuheiten, die auf der für die Branche maßgeblichen internationalen Fachmesse ISH im Frühjahr 2023 vorgestellt und über diversifizierte Vertriebskanäle in die intensive Vermarktung gehen werden.

Insgesamt sehen wir uns mit optimierten Versionen bereits bestehender Produkte sowie der Implementierung und Diversifizierung neuer Produkte und Designserien gut gerüstet, unseren Marktanteil schwerpunktmäßig im Markengeschäft auszubauen.

Zur weiteren Verbesserung des Kundenservices wird die Fortsetzung der kontinuierlichen Qualifizierung unserer Belegschaft ein zentrales Anliegen bleiben, zusätzlich werden neue Funktionalitäten im SAP Vertriebssystem implementiert.

Wir gehen vor dem Hintergrund der unsicheren Branchenentwicklung von einem Rückgang der Umsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich im Jahr 2023 aus. Abhängig von der Preisentwicklung auf der Beschaffungsseite, der Verfügbarkeit von Fachkräften und der weltpolitischen Lage im Russland-/Ukrainekonflikt erwarten wir eine rückläufige EBITDA-Entwicklung auf das Niveau von 2021.

Die Roca GmbH dankt ihren Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Unterstützung in diesem dynamischen und fordernden Marktumfeld.

 

Staudt, 21. August 2023

Die Geschäftsführung:

Miquel Angel Munar

Antonio Linares Noguera

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Roca GmbH, Staudt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Roca GmbH, Staudt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Roca GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 6. September 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Versen, Wirtschaftsprüfer

gez. Brandenburg, Wirtschaftsprüferin

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 5. Oktober 2023 festgestellt.

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