project urban 2I3 GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EDAG Production Solutions GmbH & Co. KGFuldaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschaft1.1. Geschäftsmodell Die EDAG Production Solutions GmbH & Co. KG (kurz: EDAG PS) übernimmt als ganzheitlicher Engineeringpartner an 19 deutschen Niederlassungen sowie über die Tochtergesellschaften an den internationalen Standorten Südkorea, Indien, Tschechien und Russland Verantwortung für die Entwicklung und Umsetzung von Produktionsprozessen. Neben der Abdeckung der einzelnen Phasen im Produktentstehungsprozess sowie aller Fachthemen rund um Fabriken und Produktionssysteme ist EDAG PS in der Lage, komplette Fabriken über alle Fachgewerke inkl. Querprozessen optimal zu planen und die Realisierung aus einer Hand zu begleiten. Im Bereich Konzeptengineering bietet EDAG PS ihren Kunden den integralen Ansatz der Prozessplanung. Das bedeutet, dass EDAG PS Unternehmen in der Fabrik- und Produktionsplanung unterstützt - sowohl bei der Umsetzung neuer Pläne als auch beim Umbau, der Erweiterung oder der Optimierung bestehender Systeme im laufenden Betrieb. Durch die Begleitung von der Konzeptplanung bis hin zur Erstellung detaillierter Produktspezifikationen können alle für den Produktionsprozess erforderlichen Schritte abgedeckt und Schnittstellen zu u.a. Medien, Gebäude und Logistik optimal gestaltet werden. EDAG PS arbeitet im Rahmen des "Simultaneous Engineering" integrativ mit den Fachbereichen Produktentwicklung, Anlagenplanung, Fertigungssimulation und Anlagenbau zusammen, um alle Projektschnittstellen optimal zu gestalten. Im Bereich Realisierungsengineering stellen wir die funktionalen Anforderungen von Rohbauanlagen von der digitalen über die virtuelle zur realen Produktionslinie mit Hilfe der Möglichkeiten der Digitalen Fabrik sicher. Um den Anforderungen der Kunden Rechnung zu tragen, entwickeln die Ingenieure der EDAG PS realistische 3D-Simulationszellen, in denen die Planung, die Konstruktion sowie die technologischen Konzepte in Einklang mit den Prozessanforderungen implementiert und abgesichert werden. Die frühzeitige Einbindung während der Engineerings-Prozesse ermöglichen EDAG PS die systematische Optimierung von Produktionsprozessen. EDAG PS ist dadurch in der Lage, optimale Produktionskonzepte für ihre Kunden zu entwickeln. Das Portfolio wird darüber hinaus mit dem Prozessberatungs- und CAx-Entwicklungsbereich "Feynsinn" komplettiert. Hier werden IT-gestützte Abläufe und Methoden sowie Software - für Produktdesign, Entwicklung, Produktion und Marketing - entwickelt. Weiterhin bietet Feynsinn Beratung, Konzept- und Realisierungsdienstleistungen rund um Visualisierungstechnologien an. Maßgeschneiderte Schulungsangebote runden das Portfolio ab. Die EDAG PS ist als 100% Tochter der EDAG Engineering GmbH Teil der EDAG Gruppe. Oberste Konzerngesellschaft der EDAG Gruppe ist die EDAG Engineering Group AG, Arbon (Schweiz). 1.2. Unternehmensinternes Steuerungssystem Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung, die die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zum Ziel hat, erfordert den Einsatz eines Steuerungssystems. Die EDAG PS setzt daher ein unternehmensinternes Steuerungssystem ein, das auf Wertsteigerung abzielt. Dazu wurde eine Zielstraße bis 2020 formuliert, die wiederum kurzfristig mit einer operativen Planung hinterlegt ist, gegen die im laufenden Ist berichtet wird. Die Steuerung der EDAG PS erfolgt monatlich im ZDF (Zahlen, Daten, Fakten). Zur Umsetzung des Steuerungsprozesses bei EDAG sind folgende zentrale Schlüsselkennzahlen nach HGB definiert:
Der Umsatz ist das finanzielle Abbild unseres Markterfolges. Das adjusted EBIT, das heißt das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten, bildet den wirtschaftlichen Erfolg unserer Geschäftstätigkeit ab und ist die zentrale Steuerungsgröße des Konzerns. Die EBIT-Marge ist das Verhältnis des operativen Ergebnisses (EBIT) zur Gesamtleistung und dient dem Performancevergleich zwischen den Segmenten, Tochtergesellschaften, Fachbereichen und Profit Centern. Flankierend zu den zentralen Schlüsselkennzahlen werden die folgenden Kennzahlen analysiert:
Der Auftragseingang und der Auftragsbestand dienen als Frühindikatoren für sich verändernde Marktanforderungen und Nachfrageverhalten. Sie sind Indikatoren für die erwarteten Umsätze der Folgequartale. Die Anzahl der Mitarbeiter ist eine Messgröße zur Zielerreichung des angestrebten Wachstums. Hierbei gilt es nicht nur die Anzahl der Neueinstellungen nach Fachbereichen und Standorten im Blick zu haben, sondern auch die Fluktuation zu überwachen. Die Produktivität ist definiert als Quotient der Kundenprojektstunden und der verfügbaren Sollstunden unserer Mitarbeiter. Sie zeigt Auslastungsspitzen bzw. -lücken auf und ist damit ein wichtiger Bestandteil unserer Fachbereiche und standortübergreifenden Ressourcensteuerung. Mit zielgerichteten Investitionen stellt die EDAG PS ihre Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit sicher. Monatlich wird deren Entwicklung gegenüber der Planung berichtet und die Einhaltung des Budgets überwacht. 1.3. Forschung und Entwicklung/Innovation Forschung und Entwicklung definiert per se die Geschäftstätigkeit der EDAG PS. Durch das durchgängige Dienstleistungsportfolio für die Entwicklung, Planung und Optimierung von Produktionsanlagen konnte EDAG PS von dem anhaltenden Trend der weltweiten Modelloffensive verbunden mit der Verlagerung von Produktionskapazitäten der OEM auch in 2015 erfolgreich partizipieren. Die Entwicklungsprozesse - von der frühen Konzeptabsicherung für Produkt und Produktion über Robotik bis zur Virtuellen Inbetriebnahme - weiter zu optimieren und die Anforderungen, die künftig und bereits jetzt über "Industrie 4.0"- Entwicklungsprojekte von Automobilherstellern an uns gestellt werden, lagen im Fokus der technologischen Weiterentwicklung. Zur Realisierung der zukunftsweisenden Projekte forcierten wir unsere Aktivitäten im Weiterentwickeln des Mechatronischen Engineerings. Diese enge Verzahnung mechanischer, elektrischer und informationstechnischer Abläufe unter Einsatz digitaler Methoden und Werkzeuge führt EDAG Production Solutions darüber hinaus zu völlig neuen Vergabeszenarien seitens der Kunden, da ein vorgezogenes Anlagenengineering ermöglicht wird. Eine Eigenentwicklung innerhalb der "Industrie 4.0" ist die konsequente Kopplung von realen Produktionsdaten der laufenden Fertigung mit der Ablaufsimulation, um zu jedem Zeitpunkt (in situ) eine vorausblickende Simulation bspw. bzgl. der Produktionssequenz oder der Auswirkung von Störungen starten zu können. Dieses Konzept - genannt PROzwo® - schafft Transparenz beim Betrieb komplexer Produktionssysteme mit großer Variantenvielfalt. Alle Ansätze und Erfahrungen in der aktiven Forschungs- sowie Projektarbeit zum Megatrend "Industrie 4.0", die zu einer stetigen Steigerung von Qualität und der Ergebniseffizienz führen, fließen in unsere Fach- und Querprozesse ein. Im Rahmen der Forschungstätigkeiten war die EDAG PS in 2015 in verschiedenen Förderprojekten der EU und des BMBF tätig. Hierzu zählen:
2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Rahmenbedingungen und gesamtwirtschaftliche Entwicklung Gemäß dem IWF konnte die Weltwirtschaft nach 3,3 Prozent im Vorjahr um insgesamt 3,1 Prozent im Jahr 2015 zulegen. Einem moderaten Zuwachs in den entwickelten Volkswirtschaften stand ein Rückgang der Wachstumsraten in den Entwicklungsländern und Emerging Markets gegenüber. In China stieg das Bruttoinlandsprodukt um 6,9 Prozent, in Japan um 0,6 Prozent. Besonders positiv waren die Wachstumsraten in Indien (+7,3 Prozent) und USA (+2,5 Prozent). In Russland (-3,7 Prozent) und Brasilien (-3,8 Prozent) gab es einen Rückgang. Im Euroraum betrug der Zuwachs für das Jahr 2015 1,5 Prozent, nach 0,9 Prozent im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft legte im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent zu, in etwa wie im Vorjahr. Das Jahr 2015 war belastet von geopolitischen Risiken (Ukraine, Mittlerer Osten), einer Wachstums-verlangsamung in China und vom Rückgang der Rohstoffpreise, insbesondere dem Ölpreis. Diese Risiken spielen auch für die Beurteilung der kommenden Jahre eine Rolle, wobei der IWF für 2016 und 2017 insgesamt mit einer postitiven Entwicklung der Weltwirtschaft rechnet.
2.1.2. Entwicklung der Automobilitätsindustrie Im Jahr 2015 wurden voraussichtlich weltweit insgesamt 76,8 Mio. Neuwagen verkauft. Das waren 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der größte Automobilmarkt war wie im Vorjahr China. Es konnten dort 20,0 Mio. Einheiten abgesetzt werden. Damit wurde ein Zuwachs von 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreicht. Auch in den Vereinigten Staaten gab es einen deutlichen Anstieg der verkauften Fahrzeuge von 16,4 Mio. auf 17,5 Mio. Einheiten (+6,3 Prozent). Die Verkäufe in Deutschland, Indien, Großbritannien und Frankreich legten leicht zu. In Japan, Russland und Brasilien waren die Umsätze hingegen rückläufig. Die insgesamt positive Entwicklung sollte sich auch im jahr 2016 und danach fortsetzen. DIE WICHTIGSTEN AUTOMOBILMÄRKTE
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen 2.1.2.1. Entwicklung des Engineering-Marktes Die rasante technologische Entwicklung des Fahrzeugs und seines Entwicklungsprozesses treibt den Markt für Entwicklungsdienstleistungen (EDL) weiter an. Das von den Automobil-OEMs und deren Zulieferern extern platzierte Volumen an EDL wird sich auch über das Jahr 2015 hinaus weiter erhöhen. Studien gehen derzeit für den Zeitraum von 2014 - 2020 von einer globalen Wachstumsrate von durchschnittlich 6,7 Prozent pro Jahr aus. Damit erhöht sich das Marktvolumen nach der Studie von A.T. Kearney von 15,3 Mrd. EUR im Jahr 2014 auf geschätze 22,6 Mrd. EUR im Jahr 2020. Das Wachstum ist in China mit 8,0 Prozent etwas höher als in den restlichen Ländern. In Europa wird mit einem Zuwachs um 7,0 Prozent auf 9,7 Mrd. EUR gerechnet. Damit repräsentiert Europa rund 42,9 Prozent des Weltmarktvolumens.
Für die TOP 5 Entwicklungsdienstleister im Markt, zu denen die EDAG gehört, wird nach Ansicht von A.T. Kearney mit einem jährlichen Wachstum von 9 bis 12 Prozent gerechnet. Deutlich über den prognostizierten 6,7 Prozent des Gesamtmarktes. Gründe für diese höheren Wachstumsraten sind zum einen die Erwartung, dass große EDL durch ihre starke lokale Präsenz und ihre tiefe fachliche Expertise überproportional vom Out-sourcing-Trend der Automobil-OEMs profitieren werden. Des Weiteren nimmt die Vergabe von Entwicklungsleistungen auf Basis von Werkverträgen infolge sich verändernder gesetzlicher Rahmenbedingungen deutlich zu. Den mit dieser Vertragsform verbundenen höheren organisatorischen Anforderungen können die großen EDL häufig eher gerecht werden. Schließlich tendieren die Automobil-OEMs zunehmend dazu, Großprojekte bzw. ganze Entwicklungspakete zu vergeben. Die für die Abarbeitung solcher Aufträge notwendige Gesamtfahrzeugkompetenz ist i.d.R. nur bei großen EDL vorhanden. Infolge ist zu erwarten, dass insbesondere kleine Dienstleister vom Markt verschwinden werden und es zu einer entsprechenden Konsolidierung kommt. 2.2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.2.1.1. Ertragslage Die Ertragslage der EDAG PS konnte im Geschäftsjahr 2015 erneut gegenüber 2014 deutlich verbessert werden. Hierfür waren die langfristige strategische Ausrichtung auf unsere Kernbereiche, eine effektive Ressourcenplanung und -steuerung, ein zielgerichtetes Projektmanagement sowie eine konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung maßgeblich. So konnte die EDAG PS in 2015 einen Auftragseingang von 103,8 Mio. EUR (Vorjahr: 100,8 Mio. EUR) erzielen. In der Gesamtleistung konnte EDAG PS im abgelaufenen Geschäftsjahr 108,7 Mio. EUR (Vorjahr: 90,9 Mio. EUR) generieren. Der Personalbestand veränderte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,2 % auf 993 Mitarbeiter (Stichtag 31.12.2015). Damit wurde der Personalbestand um 40 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Dieses Wachstum erfolgte über alle produktiven Bereiche hinweg gezielt in technologielastiges Know-how. Zur Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen siehe Anhang. Das Finanzergebnis der EDAG PS in 2015 betrug 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR). Hier enthalten sind 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR) Beteiligungserträge. Der Steueraufwand im Berichtsjahr stieg infolge des erhöhten Ergebnisses auf 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR). Insgesamt konnte die EDAG PS ein EBIT von 16,5 Mio. EUR (Vorjahr: 9,0 Mio. EUR) oder 15,1 % (Vorjahr: 9,9%) von der Gesamtleistung erzielen. 2.2.1.2. Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme der EDAG PS erhöhte sich im Berichtszeitraum um 10,2 Mio. EUR oder 44,4 % auf 33,3 Mio. EUR. Im Wesentlichen zeigt sich die erhöhte Bilanzsumme auf der Aktivseite im Umlaufvermögen. Infolge des erhöhten Geschäftsvolumens kam es hier zu einem erhöhten Aufbau des Vorrats- und Forderungsbestands aus Lieferungen und Leistungen. ln Übereinstimmung mit § 10 Abs. 2 und § 5 b) des Gesellschaftervertrags vom 25. April 2012 wurde beschlossen, den Jahresüberschuss 2015 in Höhe von EUR 14.073.939,92 vollständig an die Kommanditistin abzuführen. Der operative Cash-Flow war mit 9,7 Mio. EUR (Vorjahr 8,8 Mio. EUR) um 10,7 % höher als im Vorjahr. Als wesentlicher Grund hierfür ist das Periodenergebnis vor Gewinnabführung anzuführen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen und bei dem immateriellen Anlagevermögen veränderten sich von 1,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 1,2 Mio. EUR im laufenden Berichtsjahr. Dem stehen Investitionen des Asset Deals ISILOG entgegen. Im Wesentlichen stehen die Investitionen in Zusammenhang mit dem durchgeführten Mitarbeiteraufbau. Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage der EDAG PS insgesamt als gut. Das Unternehmen steht auf einer soliden wirtschaftlichen Basis und konnte seinen Zahlungsverpflichtungen im Berichtszeitraum jederzeit nachkommen. 3. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, über die zu berichten wäre, haben sich nach dem 31.12.2015 nicht ergeben. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht4.1. Chancen- und Risikobericht 4.1.1. Risikopolitik Die EDAG PS ist ein global aufgestelltes und international operierendes Unternehmen. Jedes unternehmerische Handeln eröffnet neue geschäftliche Chancen, aber insbesondere auch eine Vielzahl von Risiken. Die Risikopolitik der Geschäftsführung ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und darüber hinaus den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Demzufolge ist es von besonderer Bedeutung, dass Chancen wahrgenommen und optimal genutzt werden. Risiken müssen frühzeitig erkannt und bewertet werden und zur Erzielung einer Wertsteigerung eigentverantwortlich getragen sowie aktiv gesteuert werden. Risiken sind alle Ereignisse und mögliche Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die sich negativ auf den geplanten wirtschaftlichen Erfolg auswirken können. Risiken, die sich nicht direkt in Zahlen messen lassen, wie z.B. Reputationsrisiken, finden mit dieser Begriffsbestimmung ebenfalls Beachtung. Als Chance verstehen wir die Möglichkeit, aufgrund von Ereignissen, Entwicklungen oder Handlungen die geplanten Ziele zu sichern oder zu übertreffen. Durch unsere führende Martktposition und ein fundiertes Know-how, sehen wir uns in der Lage, Chancen und Risiken frühzeitig zu identifizieren und realistisch einzuschätzen. 4.1.2. Risiko-Management und internes Kontrollsystem Ein dauerhafter Erfolg unseres Unternehmens hängt auch davon ab, wie frühzeitig wir Risiken und auch Chancen aus unserer operativen Tätigkeit identifizieren und wie vorausblickend wir diese steuern. Verantwortungsvolles Handeln mit Risiken und Chancen wird im EDAG-Konzern durch das interne Kontrollsystem und ein umfassendes Risikomanagementsystem unterstützt. 4.1.2.1. Internes Kontrollsystem Das interne Kontrollsystem ist die Gesamtheit aller systematisch definierten Kontrollen und Überwachungsaktivitäten, die das Ziel haben, die Genauigkeit des Rechnungswesens zu gewährleisten und die Ordnungsmäßigkeit und die Wirksamkeit sicherzustellen. Die Aufgaben des Rechnungswesens nehmen überwiegend die konsolidierten Gesellschaften eigenverantwortlich wahr. In Deutschland existiert ein zentrales Shared-Service-Center für alle deutschen Gesellschaften. Inhaltlich bildet es Informationen ab, die rechnungslegungsbezogene Daten genauso wie wesentliche Performance-Indikatoren und Chancen und Risiken enthalten. Dazu werden monatlich von den Tochtergesellschaften entsprechende Informationen zeitnah und standardisiert angefragt und in den Konzernfachabteilungen plausibilisiert, zusammengefasst und der Geschäftsleitung präsentiert. Der rechnungslegungsbezogene Teil des Berichtswesens besteht im Wesentlichen aus den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften, die nach dem jeweiligen Landesrecht erstellt und unter Beachtung der Konzern-, Bewertungs- und Bilanzierungsrichtlinien in IFRS übergeleitet und quartalsweise konsolidiert werden. Neben der Kommentierung der wirtschaftlichen Geschäftsentwicklung konzentrieren wir uns bei den Performance-Kennzahlen auf zukünftige, marktbezogene Information sowie den Ausblick auf die Personalentwicklung und -produktivität. Besondere Anforderungen ergeben sich durch unser Projektgeschäft. Durch sogenannte Projekt-Lenkungsausschüsse wird diesen Rechnung getragen. Darüber hinaus wurde ein Projektannahmeprozess etabliert. Vor einer bindenden Angebotsabgabe bzw. dem Vertragsabschluss werden die kaufmännischen und vertraglichen Bedingungen von möglichen Aufträgen detailliert durch Spezialisten unterschiedlicher Fachabteilungen geprüft und der Geschäftsführung präsentiert. Ziel dieses Vorgehens ist es, die Hereinnahme nicht beherrschbarer Risiken zu vermeiden. Je nach Angebotsvolumen gilt es, bestimmte Abläufe und Regularien einzuhalten, die in entsprechenden Richtlinien beschrieben sind. Dieses Vorgehen setzt damit bereits vor der Entstehung von Risiken an, indem das Chancen-/Risikoprofil von Angeboten frühzeitig kritisch hinterfragt wird. Bei unangemessenem Chancen-/Risikoprofil wird ein Vertragsabschluss durch die Geschäftsführung untersagt. 4.1.2.2. Risikomanagementsystem Das Risikomanagementsystem beinhaltet organisatorische Regelungen und Massnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Durch eine Verankerung des Risikomanagements in das operative und strategische Controlling, ist eine in die Planungs- und Reportingprozesse integrierte Ausgestaltung dieses Systems möglich. Ein vorausschauendes Risikomanagement dient zusätzlich den Interessen von Kapitalgebern und anderen Anspruchsgruppen. Ablauforganisatoische Richtlinien und Anweisungen stellen eine einheitliche Umsetzung des Risikomanagementprozesses sicher. Alle operativen Einheiten, die wesentlichen Zentralabteilungen der EDAG Engineering Group AG sowie alle Mitarbeiter des Unternehmens in sämtlichen Unternehmensbereichen und auf allen Hierarchieebenen sind in diesen Prozess verbindlich einbezogen. Der erste Schritt des Risikomanagementprozesses besteht in der Risikoidentifikation mit dem Ziel, die wesentlichen Risiken und Risikobereiche des Unternehmens zu erfassen und zu inventarisieren. Bestehende Risiken werden regelmäßig hinsichtlich der Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit pro Fachbereich/Tochtergesellschaft bewertet. Ziel der Bewertung ist es, die jeweiligen Gefährdungspotenziale aufzuzeigen. Grundlage für die Bewertung ist das jeweils vor Ort vorhandene Expertenwissen. Die genannten Risiken werden nach der Höhe ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und nach der zu erwartenden Schadenshöhe bewertet. Es findet eine Unterscheidung statt zwischen Brutto- (ohne Berücksichtigung von Maßnahmen zur Reduzierung und Steuerung) und Nettorisiko (unter Berücksichtigung von Maßnahmen zur Reduzierung und Steuerung). Bei der Risikobewertung ist der Nettoschaden mit der dazugehörigen zu erwartenden Eintrittswahrscheinlichkeit in % anzugeben. Für die Eintrittswahrscheinlichkeiten bestehen folgende Kategorien:
Für bestehende Risiken wurde festgelegt, dass diese zu melden sind, wenn der ermittelte Schadenserwartungswert zu einer Ergebnisabweichung (in Relation zum EBIT p.a.) führt, die 500 TEUR übersteigt. Für bestehende Chancen liegt die Meldegrenze bei einem Chancenerwartungswert von 1 Mio EUR. Das Chancen-/Risikoprofil der EDAG Gruppe umfasst verschiedene Risikoklassen, in denen Einzelrisiken zusammengefasst dargestellt werden. Aggregiert für den Konzern werden die Risiken in A-, B- oder C-Risiken unterschieden:
Die so identifizierten Risiken und Chancen werden monatlich aktualisiert und als Risikobericht an die Geschäftsführung gegeben. Dadurch stellen wir sicher, dass immer ein aktuelles Bild der Risikosituation des Unternehmen bekannt ist. Neue Risiken, die ad-hoc auftreten, werden bei entsprechender Bedeutung sofort an die Geschäftsführung berichtet. Das Risiko-Managementsystem der EDAG Group AG umfasst damit alle Chancen und Risiken, die die Ertragslage des Konzerns wesentlich beeinflussen könnten. Nachfolgend erläutern wir die Risiken und Chancen, denen die EDAG PS aufgrund ihres breiten und internationalen Leistungsangebotes ausgesetzt ist. 4.1.3. Risiko- und Chancenprofil 4.1.3.1. Gesamtwirtschaftliche Risiken und Chancen Die Wirtschaft im Euroraum gewinnt laut dem IWF allmählich an Fahrt und expandiert in den kommenden beiden Jahren um jeweils 1,7 %. Der Anstieg der Weltproduktion wird sich laut IWF-Prognose von 3,1 % in 2015 moderat auf 3,4 % bzw. 3,8 % in den Jahren 2016 und 2017 erhöhen. Für die Vereinigten Staaten wird mit einem Produktionsanstieg um je 2,6 % in den kommenden beiden Jahren gerechnet, nach einer Zunahme um 2,5 % im Jahr 2015. Die Schwellenländer werden nur langsam wieder an Dynamik gewinnen. Die gesunkenen Rohstoffpreise und tiefgreifende strukturelle Probleme verhindern eine rasche Erholung. Die chinesische Wirtschaft dürfte auch dank wirtschaftspolitischer Impulse zunächst etwas an Fahrt aufnehmen, auf längere Sicht wird sich die Tendenz zu niedrigeren Wachstumsraten aber wohl fortsetzen. Die Weltwirtschaft bleibt nach wie vor anfällig für Störungen. Risiken gehen dabei insbesondere von den Finanzmärkten aus, auf denen es im Zuge des Auseinanderdriftens der Geldpolitik in den großen Währungsräumen zu Turbulenzen kommen könnte. Würden daraus negative konjunkturelle Entwicklungen entstehen, könnte es negative Auswirkungen auf den weltweiten Handel geben; davon wäre auch die Automibilindustrie betroffen und so könnte es auch für die EDAG PS zu Risiken kommen (Quelle: Kieler Konjunkturbericht Nr.13 (2015|Q4). Wir schätzen die gesamtwirtschaftlichen Chancen und Risiken im Vergleich zum Vorjahr daher weitgehend unverändert für unser Geschäft ein. Dieses Risiko wird als B-Risiko mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit eingestuft. 4.1.3.2. Branchenrisiken und -chancen Das Jahr 2015 brachte einige spannende Themen für die Automobilbranche mit sich: allen voran die Diskussion über Emmisssionwertmessungen für PKWs, aber auch die China-Schwäche und entscheidende Fragen, was die Zukunft bringt. Die seit dem 3. Quartal 2015 geführte Diskussion zum Thema Messungen von Emmisssionwerten für PKWs, beschäftigt die Automobilbranche in hohem Ausmaß. Durch die bereits angekündigten Kostensenkungs-programme, sehen wir hier ein Risiko für unser Geschäft und werden den weiteren Verlauf dieser Diskusssion intensiv beobachten. Eng verbunden mit diesem Thema, sehen wir aber auch neue Chancen, die sich hieraus entwickeln könnten; insbesondere durch den Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen. Derzeit können wir noch keine eindeutige Abschätzung über den Ausgang dieser Debatte treffen. Aus der Abhängigkeit von nur wenigen OEMs, können sich Risiken für unser Geschäftsmodell ergeben. Vor allem dadurch, dass ein wichtiger Kunde Aufträge storniert oder in die Zukunft verschiebt. Weiterhin kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass Hersteller in Teilbereichen Entwicklungsdienstleistungen selbst erbringen. Die Folge wäre ein geringeres Geschäftsvolumen, was sich negativ auf unsere Finanz- und Ertragslage auswirken könnte. Um dieser entgegen zu wirken, arbeiten wir stetig daran, unseren Kundenstamm zu erweitern und unser Leistungsangebot auszubauen. Durch den weiteren Ausbau unserer globalen Präsenz, wollen wir diesem Risiko ebenfalls nachhaltig entgegen wirken. Die Trends zu mehr Technologie im Auto (E-Mobilität, CO 2-Ausstoß, Vernetzung, Sicherheit und Komfort) sind nach wie vor von erheblicher Bedeutung für den deutschen Markt. Wir rechnen langfristig mit positiven Auswir-kungen für die Automobilbrache. Getragen wird diese Einschätzung auch von einer zunehmenden Modellvielfalt und verkürzten Modellzyklen. Verbunden damit, ist auch ein steigendes Outsourcingverhalten unserer Kunden, dass wir nach wie vor beobachten. Ferner können die gesetzlichen Anpassungen/Veränderungen zum Thema Arbeitnehmerüberlassung und Werkvertragsgestaltung aus heutiger Sicht nicht abschließend beurteilt werden. Alle Risiken und Chancen, schätzen wir nach gründlicher Abwägung als C-Risiko mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit ein. 4.1.3.3. Chancen und Risiken aus operativem Geschäft Risiken für EDAG PS können aus zeitlichen Projektverschiebungen bzw. der kompletten Einstellung von Entwicklungsaufträgen entstehen. Die hiermit verbundenen Auslastungsschwankungen können je nach Auftragslage in der Regel nicht vollständig kompensiert werden. Durch Projekte mit längeren Laufzeiten, die Reduzierung von externen Kapazitäten, durch flexible Arbeitszeitkontenregelungen sowie die Flexibilisierung der Einsatzmöglichkeiten unserer Mitarbeiter versuchen wir vorübergehende volatile Auslastungssituationen zu nivellieren. Wir gehen auch für die Zukunft von einer steigenden Modellvielfalt und verkürzten Modellzyklen bei den Herstellern aus und schätzen das Risiko etwas geringer als im Vorjahr ein. Das Projektgeschäft ist naturgemäß mit Chancen und Risiken verbunden. Insbesondere Großprojekte sind in der Regel hochkomplex und werden oftmals parallel in verschiedenen Ländern abgearbeitet. Leistungsinhalte werden teilweise erst nach Vereinbarung des Gesamtpreises endgültig abgestimmt. Bisweilen sind Leistungsumfänge unklar formuliert und führen zu Mehraufwand. Unvorhergesehene Entwicklungen im Projekt können zu Termin- wie auch zu Kostenüberschreitungen und Qualitätsmängeln führen und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens belasten. Durch kontinuierliches Projektmanagement, regelmäßige Projektbewertungen sowie eine detaillierte Berichterstattung im Rahmen von Projekt-Lenkungsausschüssen, ist die EDAG PS nicht nur in der Lage derartige Risiken frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern, sondern auch sich ergebende Chancen zu nutzen. Die wachsende Komplexität der IT-Systemlandschaft stellt die EDAG PS vor vielfältige Herausforderungen. Das Risiko besteht darin, dass streng vertrauliche Informationen insbesondere im Hinblick auf neue technologische Erkenntnisse oder Partnerschaften im Forschungs- und Entwicklungsbereich unberechtigterweise zu unseren Konkurrenten gelangen. Dies könnte sich negativ auf unsere gute Position am Markt auswirken. Um einen unterbrechungs- sowie störungsfreien Ablauf zu garantieren, legen wir vor allem auf die Verfügbarkeit der IT-Ressourcen und -Dienste großen Wert. Unsere IT-Strukturen sind weitestgehend standardisiert. Zum Schutz vertraulicher Informationen haben wir eine Reihe von Sicherheitsstandards implementiert, die regelmäßig von verschiedenen Gremien (z.B. der Internen Revision) auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. Geltene Sicherheitsrichtlinien werden kontinuierlich aktualisiert und so an die neuesten technischen Veränderungen angepasst. Ebenfalls von zentraler Bedeutung für das Unternehmen sind Chancen und Risiken im Zusammenhang mit Nachfrageveränderungen im Markt. Die Konkurrenzsituation in Europa ist weiterhin hoch, auch spürbar ist der Druck unserer Kunden externe Leistungen kostengünstig einzukaufen. Die EDAG PS ist somit nach wie vor einem deutlichen Preisdruck ausgesetzt. Hinzu kommt eine angestrebte Verlagerung von Kundenprojekten in Länder mit einem günstigeren Lohnniveau. Neben dem weiteren Ausbau der konzerninternen Best-Cost-Ressourcen, einer kontinuierlich schlanken Organisationsstruktur und einem effizienten Kostenmanagement, strebt die EDAG PS mittelfristig noch stärker den Eintritt in an Technologie und Engineering orientierte Projekte und Geschäftsfelder an. Dort steigt nach unserer Einschätzung der Bedarf an Know-how, was sich in weiter anziehenden Preisen widerspiegeln wird. Wir gehen davon aus, das wir auch in Zukunft weiter erfolgreich am Markt positioniert sind, unser Leistunsangebot kontinuierlich ausbauen und so als kompetenter Partner an der Seite unserer Kunden stehen. Unter Beachtung der getroffenen Vorkehrungen, stufen wir die Risiken aus dem operativen Bereich als A-Risiko mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit ein. 4.1.3.4. Personalrisiken und -chancen Der Erfolg der EDAG PS ist maßgeblich von engagierten und gut qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Unzureichende oder nicht adäquate Qualifikation von Mitarbeitern, sowie die Fluktuation von Know-how-Trägern, sind schwerwiegende Risiken im Projektgeschäft. Wir begegnen diesen Risiken, indem wir uns weltweit als attraktiver Arbeitgeber positionieren und eine langfristige Bindung der Mitarbeiter an die Gesellschaft fördern. Eine Vielzahl von Maßnahmen, wie z.B. der kontinuierliche Ausbau unserer Recruitingaktivitäten, die stetige Fort- und Weiterbildung unseres Personals, die Förderung junger Nachwuchskräfte sowie ein breites Ausbildungsangebot sichern uns die Verfügbarkeit des benötigten Know-hows für die Zukunft. Wir bewerten die Ausprägungen der einzelnen Personalrisiken als A-Risiko mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. 4.1.3.5. Finanzwirtschaftliche Risiken Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sind wir finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen Ausfallrisiken für Kundenforderungen, Liquiditätsrisiken sowie die Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Identifizierte Risikopotenziale werden im Konzern durch definierte Richtlinien und geeignete Sicherungsmaßnahmen gesteuert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden im Rahmen vereinbarter Zahlungsziele von den Kunden beglichen. Zur Minimierung des Risikos von Zahlungsausfällen werden, insbesondere bei Neukunden, Bonitätsprüfungen durchgeführt. Einzelne überfällige Forderungen werden entsprechend festgelegter Regeln bilanziell wertberichtigt. Das Risiko von einzelnen Forderungsausfällen hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt im Wesentlichen über den Cash-Pool der Gesellschafterin. Das Risiko aus Währungsschwankungen für Fremdwährungsforderungen bzw. geplanter Cashflows wird zum Teil über Devisentermingeschäfte abgesichert, ist jedoch für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens von insgesamt untergeordneter Bedeutung; gleiches gilt für das Zinsrisiko. Zum Bilanzstichtag zur Risikovermeidung im Währungs- und Zinsbereich eingesetzte derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken und nicht für spekulative Zwecke genutzt. Die Finanzlage des Unternehmens ist aufgrund einer soliden Liquiditätsvorschau und durch die vorhandenen, aber nur in geringem Umfang ausgenutzten Kreditlinien weiterhin geordnet. Sie wird regelmäßig überwacht und birgt derzeit keine wesentlichen Risiken. Die Liquidität der EDAG PS war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Dieses Risiko schätzen wird daher als C-Risiko mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit ein. 4.1.3.6. Risikobericht in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die wesentlichen durch das Unternehmen verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Das Unternehmen verfügt über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren. Das Unternehmen ist Kredit- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Unternehmens. Das Management stellt sicher, dass die mit Finanzrisiken verbundenen Tätigkeiten der EDAG Gruppe in Übereinstimmung mit den entsprechenden Handlungsanweisungen durchgeführt und dass Finanzrisiken entsprechend diesen Richtlinien und unter Berücksichtigung der Risikobereitschaft des Unternehmens identifiziert, bewertet und gesteuert werden. Bei dem Risikomanagement werden auch Risikokonzentrationen über einzelne Geschäftsvorfälle oder Gruppenunternehmen berücksichtigt. Aufgrund der Finanzierung des Konzerns zu einem weit überwiegenden Teil über festverzinsliche Darlehen gegenüber einem wesentlichen Gesellschafter oder einer seiner Tochtergesellschaften bzw. nahestehenden Unternehmen sowie der VKE Versorgungskasse EDAG-Firmengruppe e.V., wird das Risiko aus Schwankungen der Marktzinssätze für gering erachtet. Finanzierungsrisiken würden sich daher nur ergeben, falls Kreditlinien nicht verlängert werden. Bei Leasingverbindlichkeiten zählt der entsprechende Vermögenswert als Sicherheit. Die Fristigkeit der finanziellen Verbindlichkeiten ist im Anhang dargestellt. Der Vorstand analysiert die Laufzeit bestimmter Finanzierungsinstrumente und sorgt für eine rechtzeitige Verlängerung, soweit diese Mittel auch weiterhin benötigt werden. Die Währungskursrisiken der EDAG resultieren aus Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungen werden grundsätzlich gesichert, soweit sie die Cash-Flows des Konzerns wesentlich beeinflussen. Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung. Das Treasury sichert diese Risiken ab. Zur Umwandlung von auf fremde Währung lautenden finanziellen Verpflichtungen und konzerninternen Darlehen in die funktionalen Währungen der Konzernunternehmen werden Devisenderivate eingesetzt. Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungskursrisiko der EDAG aus der laufenden operativen Tätigkeit als moderat eingeschätzt. Einige Konzernunternehmen sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Auch hier setzt EDAG Devisenderivate zur Sicherung ein. Die EDAG war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. 4.1.3.7. Juristische Risiken Als weltweit tätiges Unternehmen unterliegt die EDAG PS dem Risiko von Rechtsstreitigkeiten, an denen wir in Zukunft beteiligt sein könnten. Hierzu zählen insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Schutzrechte oder auch aus dem Bereich Patentrecht. Unternehmensweite Standards - wie allgemeine Geschäftsbedingungen, Vertragsmuster für verschiedene Anwendungsfälle oder Ausführungsbestimmungen in Form von Organisationsrichtlinien - werden laufend fortentwickelt und verringern neue rechtliche Risiken für die EDAG PS. Für Prozesse wie beispielsweise Projekte oder Vertragsabschlüsse, die sich außerhalb der für das Tagesgeschäft entwickelten Standards bewegen, ziehen wir regelmäßig die Rechtsabteilung des Konzerns oder und auch externe Fachanwälte zu Rate. Dass Freiberufler, die in EDAG Projekten tätig sind aufgrund der praktischen Ausführung dieser Tätgikeit als abhängig Beschäftigte eingestuft werden, könnte ein Risiko für uns darstellen. Um dieses Risiko weitgehend zu minimieren haben wir verschiedene Massnahmen ergriffen wie z.B. die Einhaltung der Vordachregelung oder die Schaffung von organisatorischen Rahmenbedingen vor Ort. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erwarten wir aus den hier klassifizierten Risiken keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Vorhandene juristische Risiken wurden bereits in den Vorjahren bilanziell berücksichtigt, aktuell sind keine weiteren juristischen Risiken erkennbar, die zu Nachteilen für die EDAG Gruppe führen können. Demzufolge haben wir dieses Risiko der Klasse C mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit zugeordnet. 4.1.3.8. Steuerliche Risiken Als international tätiges Unternehmen unterliegt die EDAG PS den jeweiligen landesspezifischen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Deren Änderungen können zu höherem Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Wir sind auch auch in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen tätig, die unterschiedlich ausgelegt werden könnten. Künftige Auslegungen bzw. Entwicklungen des Steuersystems könnten die Steuerverbindlichkeiten, die Rentabilität und die Geschäftstätigkeit beeinflussen. Daraus entstehender Handlungsbedarf wird durch interne Regelungen entgegengewirkt. Resultierende Maßnahmen werden zwischen der Abteilung "Konzernrechnungswesen & Steuern" und den betroffenen Gesellschaften abgestimmt und umgesetzt. Aggregiert auf den Konzern ist dieses Risiko der Kategorie C zugeordnet. Im Hinblick auf die zahlreichen präventiven Regelungen, wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als niedrig angesehen. Für den Berichtszeitraum bestehen in der EDAG PS keine Steuerrisiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage darstellen. 4.1.3.9. Compliance relevante Risiken Ziel des EDAG Compliance Management System ist es, Schaden vom Unternehmen und jedem einzelnen Mitarbeiter abzuwenden, der sich aus Verstößen gegen geltendes Recht und interne Richtlinien ergeben kann. Dabei setzen wir auf Prävention, in dem wir mit unserer Compliance Organisation derartigen Verstößen vorbeugen und die Mitarbeiter in Ihrer Verantwortung beraten und unterstützen. Für ein wirkungsvolles Compliance Management System ist es unabdingbar, dass die Mitarbeiter des Unternehmens für das Thema Compliance sensibilisiert werden und somit das Bewusstseins für kritische Sachverhalte im täglichen Arbeitsumfeld entwickeln. Dieses Verständnis für Compliance lässt sich insbesondere durch geeignete Mitarbeiterschulungen, als zentraler Bestandteil der Implementierung und erfolgreichen Durchführung von Compliance Systemen erreichen. Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein Schulungskonzept entwickelt, das den flächendeckenden Einsatz eines webbasierten Compliance Trainings beinhaltet. Die Umsetzung dieser Compliance Schulung erfolgte in einer für alle EDAG Mitarbeiter verbindlichen Maßnahme. Da es für das Jahr 2015 keine Compliance relevanten Risiken gab, haben wir diese Risikoklasse der Kategorie C mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit zugeordnet. 4.1.3.10. Sonstige Risiken und Chancen Risiken bestehen nach Gesetz für jeglichen Schaden, den das Unternehmen beim Kunden aufgrund mangelhafter oder verspäteter Leistung verursacht. Dies kann im Extremfall, zum Bespiel bei großangelegten Rückrufaktionen von Automobilherstellern, die auf eine fehlerhafte EDAG-Konstruktion oder -Leistung zurückzuführen sind, existenzbedrohend sein. Bei internationalen Projekten gelten häufig die - in Deutschland weitgehend unbekannten - nationalen Rechtsnormen am Sitz des ausländischen Kunden. Ferner erhöhen vertragliche Garantierisiken aus getätigten Unternehmensverkäufen sowie kundenindividuelle Haftungsbeschränkungen, die nicht immer vollständig an Unterlieferanten weitergegeben werden können, das Risiko. Diesen Risiken begegnet die EDAG PS durch die Sicherstellung einer hohen Qualität ihrer Leistungen, die Einschaltung international erfahrener Rechtsanwälte sowie ergänzend durch den Rückgriff auf die abgeschlossene Haftpflichtversicherung. Nach unserer Bewertung haben wir die Risiken der Kategorie C zugeordnet verbunden mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. 4.1.4. Gesamteinschätzung Auf Basis unseres Risikomanagementsystems wurden alle wesentliche Risiken und Chancen identifiziert und bewertet. Organisatorisch hat das Unternehmen Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über sich abzeichnende Veränderungen der Risikosituationen Kenntnis zu erlangen und hierauf adäquat reagieren zu können. Gegenwärtig sind keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und damit den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. In Bezug auf die bei EDAG PS vorgenommene Risikoklassifierzung, zeigt sich weiterhin der Schwerpunkt der Risiken aus operativen Risiken und Personalrisiken (gemessen am Schadenserwartungswert), auf die wir mit den beschriebenen Gegenmaßnahmen reagieren. In Anbetracht der getroffenen Maßnahmen und unserer Position im Markt sind wir davon überzeugt, die bestehenden Risiken zu beherrschen und die daraus resultierenden Herausforderungen erfolgreich bewältigen zu können. 4.2. Prognose Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2016 sind nach wie vor intakt. Nach einem Anstieg der Weltwirtschaftsaktivitäten in 2015 um 3,1 % geht das IWF in seiner aktuellen Prognose für das Jahr 2016 von einem Zuwachs von 3,4 % aus und erwartet für 2017 mit 3,6 % eine nochmals verstärkte Dynamik. Risiken resultieren aus den geopolitischen Entwicklungen insbesondere hinsichtlich der Konfliktherde im Nahen und Mittleren Osten sowie der Ukraine. Ferner bleibt das Risiko bestehen, dass die anhaltenden Anspannugnen an den Finanzmärkten und das Auseinanderdriften der Geldpolitik in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften auf die reale Wirtschaft ausstrahlen. Sorge bereitet zudem der aktuelle Verfall des Ölpreises. Zwar wird hierdurch der private Konsum angeregt, allerdings gibt es negative Auswirkungen auf die Öl exportierenden Länder sowie Rückgänge der Investitionstätigkeiten im Rohstoffsektor. Der Ausblick der Automobilbranche für 2016 ist ebenfalls positiv. So geht das CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen in seiner aktuellen Prognose für den weltweiten PKW-Absatz nach einer Steigerung von 3,2 % in 2015 von einem weiteren Anstieg von 2,7 % in 2016 aus. Für Nutzfahrzeuge sieht der VDA nach einem Rückgang in 2015 von 7 %, im Wesentlichen geprägt durch starke Reduzierungen in Brasilien und Russland, für 2016 einen Anstieg von 2 %. Der Engineering Dienstleistungsmarkt hängt zwar nur indirekt von den Absatzzahlen in der Automobilindustrie ab, jedoch bedeutet dieser positive Ausblick, dass wir davon ausgehen, dass sich hieraus für die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sowie dem grundsätzlichen Vergabeverhalten unserer Kunden keine wesentlichen Änderungen ergeben. Weitaus stärkeren Einfluss auf unser Geschäft sehen wir aus den folgenden, globalen Trends
Darüber hinaus wird sich speziell der Engineering Dienstleistungsmarkt zukünftig durch folgende Punkte verändern:
Diese Trends haben bereits in den vergangenen Jahren zu einer Ausweitung des Outsourcings von Entwicklungsdienstleistungen geführt. So wuchs der globale Engineering Dienstleistungsmarkt gemäß einer Studie von A.T. Kearney von 12,1 Mrd. EUR in 2010 auf 15,3 Mrd. EUR in 2014, was einer jährlichen Steigerung von 6,1 % entspricht. Für 2020 gehen die Experten von A.T Kearney von einem Marktvolumen von 22,6 Mrd. EUR bzw. einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 6,7 % aus. Überproprtional sollen dabei die Be-reiche Powertrain und Elektrik / Elektronik zulegen, hier rechnet man in der Studie mit jährlichen Wachstumraten von 9,6 % bzw. 9,3 %. Europa ist mit einem Marktvolumen von 6,4 Mrd. EUR in 2014 der regional größte EDL-Markt (42 %). Aufgrund der aufgezeigten Trends schätzen wir die Auswirkungen auf den Produktions-Engineering-Dienstleistungsmarkt daher insgesamt als positiv ein. Um in diesem Branchen- und Wettbewerbsumfeld erfolgreich agieren und profitabel wachsen zu können, hat EDAG PS sich in folgenden Schlüsselfaktoren gut positioniert:
Mit innovativen Ideen und hohem technologischen Know-how sind wir weltweit ein lösungsorientierter und kompetenter Partner für unsere Kunden.
Durch gezielte Investitionen in unser Leistungs- und Technologiespektrum haben wir unsere internationale Marktstellung für ganzheitliche Produktionsentwicklungen weiter gefestigt. Die Wünsche unserer Kunden nach weltweiten, kostengünstigen Projekten unter Einbindung von "german engineering" konten wir durch einen flexiblen und mobilen Einsatz unseres Know-hows, durch Einbindung unserer konzerninternen Best-Cost-Ressourcen sowie unter Leitung eines internationalen Projektmanagements bereits erfolgreich umgesetzen.
Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind wesentliche Erfolgsfaktoren, auf die wir uns konzentrieren. Die EDAG PS stellt mit gezielten Weiterbildungsmaßnahmen und einer auf überdurchschnittlichem Niveau stattfindenden Ausbildung sicher, den hohen Kundenanforderungen auch zukünftig gerecht zu werden. Dies gilt in gleicher Weise für erfahrene Fachkräfte wie auch für berufliche Neueinsteiger. Wir haben unser Recruiting weiter professionalisiert, um die gestiegenen Arbeitsmarktanforderungen zu erfüllen und als interessanter Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Dabei ist es uns wichtig, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rasch in die EDAG-Familie zu integrieren und ihnen attraktive Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Aufgrund der skizzierten Annahmen sehen wir die wichtigen Markttreiber für den Engineering Markt intakt und gehen davon aus, dass der Markt von der anhaltend hohen Nachfrage nach neuen Produkten und steigenden individuellen Kundenanforderungen profitiert. Die EDAG PS ist mit seinen organisatorisch eng zusammenarbeitenden Standorten national wie international gut aufgestellt und verfügt über weitreichendes Know-how, hohe Innovationskraft und gutes Prozessverständnis, um diesen steigenden Bedarf an Ingenieuren und Spezialisten abzudecken und an den mittel- bis langfristig guten Wachstumschancen im Engineering-Markt zu partizipieren. Dazu haben wir in 2015 unsere globale Präsenz beim Kunden vor Ort mit dem Aufbau der EDAG PS Standorte in China und Mexico weiter ausgebaut und unsere Position als verlässlicher Partner für ganzheitliche Kompetenz im Engineering gestärkt. Unser Ziel, die Wünsche unserer Kunden mit einem internationalen Projektmanagement und durch einen flexiblen und mobilen Einsatz unseres Know-hows unter Einbindung unserer konzerninternen Best-Cost-Ressourcen weltweit kostengünstig in Projekten zu realisieren, haben wir in 2015 in diversen Projekten erfolgreich umgesetzt. Aktuell in Diskussion befindliche weitere Projektszenarien mit verstärkt größeren Paketvergaben und Verantwortungsübernahmen bestätigen uns in diesem Kurs. Unsere Kundennähe und gute Reputation am Markt werden wir durch gezielte Investitionen in unser Leistungs- und Technologiespektrum weiterhin stärken. Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind weitere Erfolgsindikatoren, auf die wir uns konzentrieren. Die EDAG PS stellt mit zahlreichen Vor-Ort-Recruiting-Aktivitäten, gezielten Weiterbildungsmaßnahmen, einer auf überdurchschnittlichem Niveau stattfindenden Ausbildung, sowie einer Stärkung der Markenwerte sicher, den hohen Kundenanforderungen auch zukünftig gerecht und als interessanter Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Dies gilt in gleicher Weise für erfahrene Fach- und Führungskräft wie auch für berufliche Neueinsteiger. Die beschriebenen Prognosen zeigen Chancen und Risiken für EDAG PS in den beiden kommenden Geschäftsjahren auf. Basierend auf der Annahme, dass sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen positiv entwickeln, die Hersteller ihre Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wie dargestellt auf hohem Niveau halten bzw. ausbauen und Entwicklungsleistungen weiterhin extern vergeben, sowie qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, geht die EDAG PS für das nächste Geschäftsjahr davon aus, ihre Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr leicht zu steigern und eine EBIT Marge von 10 % (nach HGB) zu erreichen. Aufgrund dessen erwarten wir Investitionen auf dem Niveau der Vorjahre, die wir aus dem laufenden Cashflow finanzieren werden. Durch die gute Eigenkapitalausstattung gehen wir auch zukünftig von einer positiven Entwicklung der Finanzlage aus. 5. DisclaimerDer Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen. Bilanz zum 31.12.2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 20151.1. Allgemeine AngabenDie EDAG Production Solutions GmbH & Co. KG, Fulda (kurz: EDAG PS) ist unter der Handelsregisternummer HRB 5604 am Registergericht des Amtsgerichts Fulda eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist: Reesberstraße 1, 36039 Fulda. Die Gesellschaft ist zum Stichtag 31. Dezember 2015 eine große Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie der Regelungen der Satzung der Gesellschaft aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. 1.2. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden1.2.1. Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen Nach § 265 Abs. 2 HGB Satz 2 ist eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr herzustellen. Insbesondere sind Vermögenszu- und -abänge durch Verschmelzungs- oder Spaltungsvorgänge sowie die Einlage oder der Kauf oder die Veräußerung ganzer Unternehmen oder Unternehmensteile in ihren Auswirkungen auf die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen. Mit Kaufvertrag vom 02.04.2015 wurden bestimmte Einzelwirtschaftsgüter von der Isilog GmbH, Baden-Baden übertragen (Asset Deal). Der Teilbetrieb "Feynsinn" 1 wurde mit Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 01. April 2014 gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG i.V.m. § 24 UmwG und § 24 UmwStG mit handelsrechtlicher Wirkung zum 01. Januar 2014 von der EDAG Engineering GmbH, Wiesbaden (vormals EDAG Engineering AG, Wiesbaden) übernommen. Mit Einbringungs- und Übertragungsvertrag vom 18. August 2014 wurden Teile des Vermögens und der Schulden der Hövelmann GmbH, Aachen mit Wirkung zum 01. September 2014 übertragen. Der Teilbetrieb "Landshut: Produkt- und Produktionsplanung für CFK 2 Bauteile" wurde mit Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 21. November 2014 gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG i.V.m. § 24 UmwG und § 24 UmwStG mit handelsrechtlicher Wirkung zum 01. Oktober 2014 von der EDAG Engineering GmbH, Wiesbaden übernommen. Die Darstellung der Bilanz unterbleibt, da diese Ausgliederungen und Asset Deals von untergeordneter Bedeutung sind.
1.2.2. Allgemeine Angaben Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. 1.2.3. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
1.2.4. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Von dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB, selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte zu aktivieren, wird kein Gebrauch gemacht. Der aus dem Asset Deal mit der Isilog GmbH entstandene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 326 TEUR wird über 5 Jahre abgeschrieben. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter 150 €; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Dem Abschreibungsplan liegen überwiegend folgende geschätzte Nutzungsdauern zugrunde:
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Vermögensgegenstände wird aus Vereinfachungsgründen handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet, da der Posten insgesamt für die Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung ist. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand 410 € nicht übersteigen. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt, in die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen eingerechnet sind. Der verlustfreien Bewertung wird in den Fällen Rechnung getragen, in denen die Verkaufspreise die Herstellungskosten zuzüglich noch anfallender Kosten nicht decken. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 1.2.5. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V. mit § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 13,77 % (Vorjahr 14,09 %) zugrunde (für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 393,57 % (Vorjahr 402,70 %). 1.3. Erläuterungen zu Bilanzposten1.3.1. (1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel und die Anteilsbesitzliste sind dem Anhang als Anlage beigefügt. 1.3.2. (2) Vorräte
1.3.3. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
1.3.4. (4) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In dem Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichem Vorauszahlungen für Hardware- und Softwarewartung enthalten. 1.3.5. Aktive latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang latenter Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden temporären Differenzen:
Zu versteuernde temporäre Differenzen in Höhe von 228 TEUR können mit abzugsfähigen temporären Differenzen vollständig saldiert werden. 1.3.6. (5) Gezeichnetes Kapital Der Kapitalanteil der Kommanditistin EDAG Engineering GmbH, Wiesbaden, ist als Haftsumme im Handelsregister eingetragen und wird im Kapitalkonto I in Höhe von 200 TEUR (Vorjahr 200 TEUR) ausgewiesen. 1.3.7. (6) Kapitalrücklage In der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 922 TEUR (Vorjahr 922 TEUR) sind die den Nennwert der zusätzlichen Kommanditeinlage übersteigenden Werte der Einbringungen von der EDAG Engineering GmbH, Wiesbaden, ausgewiesen. 1.3.8. (7) Rückstellungen
Für mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von 3.919 TEUR (Vorjahr 3.281 TEUR) wird gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keine Rückstellung gebildet. Diese Verpflichtungen sind durch das Vermögen der VKE - Versorgungskasse EDAG - Firmengruppe e.V. gedeckt, sodass keine Fehlbeträge auftreten. Rückstellungspflichtige Zeitwertkonten bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 946 TEUR (Vorjahr 667 TEUR). Diese wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Wert des Deckungsvermögens in Höhe von 946 TEUR (Vorjahr 667 TEUR) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden fremd verwaltete Investmentfonds - bestehend aus Aktien-, Renten-, und Geldmarktfonds - unterlegt, die gegen die Insolvenz des Unternehmens geschützt sind (doppelseitige Treuhand). Das Guthaben auf dem Wertekonto stellt ein Wertguthaben im Sinne des Gesetzes zur sozialrechtlichen Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen ("Flexi-Gesetz") dar, sodass insbesondere die §§ 7ff. des Vierten Buches des Sozialgesetzbuches (SGB IV) Anwendung finden. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischer Gutachten bzw. den Mitteilungen der Versicherer. Die historischen Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen 853 TEUR (Vorjahr 621 TEUR). Die Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 93 TEUR (Vorjahr 46 TEUR), (Kursgewinne/-verluste) wurden mit Zuführungen zum Wertekonto in gleicher Höhe gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Die sonstigen Rückstellungen wurden hauptsächlich für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (5.938 TEUR; Vorjahr 4.451 TEUR), Nacharbeiten (711 TEUR; Vorjahr 628 TEUR), für noch ausstehende Rechnungen (350 TEUR; Vorjahr 127 TEUR), für noch ausstehende Gutschriften (92 TEUR; Vorjahr 100 TEUR), für Abschluss- und Prüfungskosten (28 TEUR; Vorjahr 22 TEUR) sowie für drohende Verluste (19 TEUR; Vorjahr 339 TEUR) gebildet. 1.3.9. (8) Verbindlichkeiten
Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin befindet sich im Wesentlichen die Gewinnabführung des aktuellen Jahresüberschusses. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten befindet sich ein abgezinster Betrag von 95 TEUR, welcher innerhalb des Zeitraumes von 1 bis 5 Jahren fällig ist. Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 1.4. Erläuterungen zur Gewinn-und Verlustrechnung1.4.1. (9) Umsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
1 einschließlich der aus Deutschland gesteuerten internationalen Projekte 1.4.2. (10) Bestandsveränderung Hierunter wird die Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen ausgewiesen. Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen verminderte sich um 6.575 TEUR (Vorjahr Bestandserhöhung: 6.766 TEUR).
1.4.3. (11) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 68 TEUR (Vorjahr 144 TEUR). 1.4.4. (12) Materialaufwand Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:
In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind vorwiegend Aufwendungen für den Zukauf von Materialien erfasst. Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um die Kosten für Subunternehmer und sonstige empfangene Leistungen. 1.4.5. (13) Personalaufwand Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:
1.4.6. (14) Abschreibungen Die Abschreibungen wurden auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen vorgenommen. 1.4.7. (15) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:
Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen. 1.4.8. (16) Beteiligungsergebnis Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 500 TEUR (Vorjahr 1.000 TEUR) resultieren aus einer Dividendenausschüttung eines verbundenen Unternehmens. 1.4.9. (17) Zinsergebnis
Es sind periodenfremden Zinsaufwendungen in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr 6 TEUR) enthalten. 1.4.10. (18) Außerordentliches Ergebnis Die Außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 121 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) enthalten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten für den Asset Deal Isilog GmbH. Außerordentliche Erträge sind nicht angefallen. 1.4.11. (19) Steuern In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremden Aufwendungen in Höhe von 7 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) enthalten.
Das Wahlrecht zur Aktivierung aktiver latenter Steuern wird nicht in Anspruch genommen. 1.5. Sonstige Angaben1.5.1. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2015 waren durchschnittlich beschäftigt:
Zur Berechnung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen wird das arithmetische Mittel der Monatsendbestände verwendet. 1.5.2. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB Folgende Haftungsverhältnisse werden unter Angabe der gewährten Pfandrechte und sonstigen Sicherheiten gesondert angegeben:
Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Haftungsverhältnisse wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird, da wir aufgrund der vorliegenden Informationen über die finanzielle Lage des Schuldners nicht davon ausgehen, dass er seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Die gesamten Haftungsverhältnisse wurden zu Gunsten verbundener Unternehmen eingegangen. 1.5.3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Soweit es sich um befristete Verträge handelt, wurde der für die Gesamtlaufzeit anfallende Aufwand berücksichtigt; bei unbefristeten Verträgen wurde der Aufwand des folgenden Geschäftsjahres in die Bewertung einbezogen. Die wesentlichen Miet- und Leasingverträge betreffen die Verwaltungsgebäude an den jeweiligen Standorten. Hier wurden langfristige Mietverträge abgeschlossen. Weiterhin wurden Miet- und Leasingverträge in Bezug auf den Fuhrpark und die Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker) abgeschlossen. Die übrigen sonstigen Verpflichtungen beinhalten Dienstleistungsverträge mit der EDAG Engineering GmbH, Wiesbaden. In diesen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. 1.5.4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Angaben über das Abschlussprüferhonorar entfallen, da diese im Konzernabschluss der EDAG Engineering Group AG, Schlossgasse 2, 9320 Arbon (Schweiz) aufgeführt sind. 1.5.5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es keine wesentlichen marktunüblichen Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen. 1.5.6. Angaben zu Organen der Gesellschaft 1.5.6.1. Geschäftsführung Die Gesellschaft wird von den Geschäftsführern ihrer persönlich haftenden Gesellschafterin, der EDAG Production Solutions Verwaltungs GmbH, Fulda, vertreten. Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2015 die Herren
Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit, wenn sie für die Gesellschaft in deren Eigenschaft als Komplementärin einer Kommanditgesellschaft rechtsgeschäftlich handeln und für die Kommanditgesellschaft oder gegenüber ihr rechtsgeschäftliche Erklärungen abgegeben werden. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsleitung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Persönlich haftende Gesellschafterin
1.5.6.2. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, EDAG Engineering Group AG, Schlossgasse 2, 9320 Arbon (Schweiz), einbezogen, die den Konzernabschluss (größter und kleinster Konsolidierungskreis) erstellt. Dieser basiert auf den International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union angewandt werden. Der Konzernabschluss und -lagebericht des Mutterunternehmens ist unter dieser Adresse erhältlich, kann darüberhinaus im Internet unter: http://ir.edag.com abgerufen werden und wird beim elektronischen Bundesanzeiger in Deutschland eingereicht. Dieser Konzernabschluss dient der Befreiung nach § 292 Abs. 1 i.V.m. § 291 Abs. 1 HGB. 1.5.6.3. Gewinnverwendung Die Gesellschafter beschließen in Übereinstimmung mit § 10 (2) und § 5 b) des Gesellschaftsvertrages, dass der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2015 vollständig dem Gesellschafter zugeschrieben wird.
Fulda, den 24. März 2016 EDAG
Production Solutions Verwaltungs GmbH, Fulda
Rainer Wittich Jörg Ohlsen
1 Praxisorientierte Expertenberatung im
Produktentwicklungsprozess
Entwicklung des Anlagevermögens
Anteilsverzeichnis für 2015
1 Nationales Handelsrecht Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der EDAG Production Solutions GmbH & Co. KG, Fulda, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der geschäftsführenden Komplementär-GmbH der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer der geschäftsführenden Komplementär-GmbH sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 24. März 2016 PricewaterhouseCoopers
Martin Schröder, Wirtschaftsprüfer ppa. Martin Sochor, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde am 24. März 2016 festgestellt. |
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