IN 3142/22 Abwicklungsgesellschaft AGLiquidiert

80331 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 116679
Vorher
BASIC Aktiengesellschaft Lebensmittelhandel
Eingetragen
2.6.1997
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Abwicklung ihres Geschäftsbetriebes und Verwaltung eigenen Vermögens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Eich
seit 6.3.2023
Sonstige

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BASIC Aktiengesellschaft Lebensmittelhandel

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BASIC Aktiengesellschaft Lebensmittelhandel, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BASIC Aktiengesellschaft Lebensmittelhandel, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht (nachfolgend: Lagebericht) der BASIC Aktiengesellschaft Lebensmittelhandel, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe "I. 1. Allgemeine Erläuterungen" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "7.a)1.) Finanzwirtschaftliche Risiken/bestandsgefährdendes Risiko" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass es für den Fortbestand der basic AG unerlässlich ist, dass sich das Ergebnis aus dem operativen Geschäft mindestens wie in der integrierten Planung bis Ende des Geschäftsjahres 2023 dargestellt entwickelt und darüber hinaus die Liquiditätszuflüsse aus den geplanten Maßnahmen, nämlich die Gewährung des LfA Förderbank Bayern Darlehens, Beschluss und die Durchführung der Kapitalerhöhung, die Auszahlung des Darlehens durch die basic austria Bio für alle GmbH und der Verkauf der Anteile an der biomammut, eintreten. Des Weiteren sollten die beiden gewährten Kontokorrentlinien während des gesamten Planungszeitraums bis Ende 2023 aufrechterhalten werden. Sollte sich die Liquidität der basic AG aufgrund des Verfehlens der Planungsannahmen nicht wie geplant entwickeln und sollten die geplanten Zahlungszuflüsse aus den beschriebenen Maßnahmen nicht, nur teilweise oder nicht rechtzeitig erreicht werden, ist die basic AG auf weitere externe finanzielle Unterstützung der Aktionäre und/oder von Dritten angewiesen und wäre ohne diese Unterstützung in ihrem Fortbestand gefährdet.

Wie in der Angabe "I.1. Allgemeine Erläuterungen" im Anhang und in Abschnitt "7.a)1.) Finanzwirtschaftliche Risiken/bestandsgefährdendes Risiko" im Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellen.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 20. Oktober 2022

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer

Nicolas Szeitler, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 369.572,59 281.355,97
2. geleistete Anzahlungen 88.037,55 96.584,20
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.979.765,47 8.723.784,13
2. geleistete Anzahlungen 110.290,13 134.598,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.880.000,00 1.460.000,00
2. Beteiligungen 140.000,00 40.000,00
9.567.665,74 10.736.322,43
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 4.027.182,95 5.880.697,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.135.781,59 1.532.603,39
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 800.000,00 0
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 105.000,00 10.000,00
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.600.949,15 2.173.470,86
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.461.791,39 7.973.694,52
15.130.705,08 17.570.466,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 109.136,57 100.346,11
24.807.507,39 28.407.134,86

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.738.816,00 4.738.816,00
II. Kapitalrücklage 21.591.999,76 21.591.999,76
III. Bilanzverlust -15.493.424,53 -14.999.757,31
10.837.391,23 11.331.058,45
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 36.485,00 43.434,52
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 456.512,00 418.262,00
2. Steuerrückstellungen 481.575,99 438.517,08
3. sonstige Rückstellungen 1.613.150,90 2.192.431,75
2.551.238,89 3.049.210,83
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 637.749,01 1.580.734,21
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.329.502,90 9.771.223,67
3. sonstige Verbindlichkeiten 4.105.819,51 2.453.157,44
- davon aus Steuern: EUR 398.310,50 (Vorjahr: EUR 475.031,04)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 29.899,12 (Vorjahr: EUR 16.446,49)
11.073.071,42 13.805.115,32
E. Rechnungsabgrenzungsposten 309.320,85 178.315,74
24.807.507,39 28.407.134,86

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

01.01.2021 - 31.12.2021 01.01.2020 - 31.12.2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 104.954.662,68 149.281.523,85
2. sonstige betriebliche Erträge 8.613.044,59 194.178,44
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -65.359.208,20 -92.786.358,79
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -37.065,00 -342.004,75
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -16.885.010,39 -21.531.041,60
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.671.499,17 -4.338.671,21
- davon für Altersversorgung: EUR 39.270,96 (Vorjahr: EUR 126.371,52)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagevermögen -2.600.660,65 -2.970.565,10
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -24.230.576,64 -23.807.432,71
7. Erträge aus Beteiligungen 1.031,39 900,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.716,67 437,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -280.106,12 -256.865,92
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 13.363,04)
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: EUR 9.646,00 (Vorjahr: EUR 10.455,20)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen -1.000.000,00 0,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -42.058,91 -445.471,35
12. Ergebnis nach Steuern -492.729,75 2.998.627,86
13. sonstige Steuern -937,47 -417,21
14. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -493.667,22 2.998.210,65
15. Verlustvortrag -14.999.757,31 -17.997.967,96
16. Bilanzverlust -15.493.424,53 -14.999.757,31

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundsätze

1. Allgemeine Erläuterungen

Die BASIC Aktiengesellschaft Lebensmittelhandel (im Folgenden basic AG oder die Gesellschaft) hat ihren Sitz in München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HR B Reg. Nr. 116679).

Die basic AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss der basic AG für das Geschäftsjahr 2021 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Bezüglich bestandsgefährdender Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, verweisen wir auf Kapitel "7.a) Finanzwirtschaftliche Risiken/bestandsgefährdendes Risiko" des zusammengefassten Lageberichts. Insofern besteht nach Einschätzung des Vorstands der Gesellschaft eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögensgegenstände zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewendet worden.

1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren bewertet.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen) wurden mit dem Nennbetrag bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- und/oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die Gebäudeabschreibung erfolgte in den Einzelabschlüssen über die voraussichtliche, angemessene Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand erfasst. Für Vermögensgegenstände zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wurde pauschalierend, jeweils mit 20 % p. a., im Zugangsjahr und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben.

Die Abschreibungsverrechnung erfolgte pro rata temporis.

Den planmäßigen Abschreibungen lagen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Nutzungsdauern Nutzungsdauer Abschreibungssatz
Jahren %
Gebäude und Außenanlagen 33,33 - 50 2 - 3
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 10 - 33,33

Die Finanzanlagen der basic AG wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei einer vorliegenden voraussichtlichen dauerhaften Wertminderung wurde am Bilanzstichtag der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

2. Umlaufvermögen

Handelswaren sind gemäß § 255 HGB mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen sämtliche den Anschaffungsvorgang zurechenbare Kosten und Anschaffungsnebenkosten sowie Anschaffungspreisminderungen. Das strenge Niederstwertprinzip wird durch Wertminderungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Handelswaren, gemäß § 256 Satz 1 HGB, erfolgte unter der Annahme, dass der Verkauf der Handelswaren nach dem FiFo-Prinzip erfolgt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden, soweit nötig, zum Nennwert unter Abzug erkennbar gebotener Einzelwertberichtigungen angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben als Aktivseite vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

4. Latente Steuern

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht nach § 274 Abs.1 S. 2 HGB in der Weise Gebrauch gemacht, dass eine sich insgesamt ergebende künftige Steuerentlastung nicht als aktive latente Steuer angesetzt wird. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 32,28 % zu Grunde gelegt.

Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen, die sich in den späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen und zu Steuerentlastungen führen, ergeben sich im Wesentlichen aus Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei den immateriellen Vermögensgegenständen, Pensionsrückstellungen, den sonstigen Rückstellungen und aus steuerlichen Verlustvorträgen.

Insgesamt besteht zum 31. Dezember 2021 ein Verlustvortrag von TEUR 17.004 (vor Veranlagung) für Körperschaftsteuer und TEUR 6.424 (vor Veranlagung) für Gewerbesteuer.

2021 2021 2020 2020
basic AG Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern führen Differenzen, die zu passiven latenten Steuern führen Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern führen Differenzen, die zu passiven latenten Steuern führen
TEUR TEUR TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 0 40
Pensionsrückstellungen 200 0 165 0
Sonstige Rückstellungen 142 0 399 0
Steuerliche Verlustvorträge n/a n/a n/a n/a

5. Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um eine Rücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.

6. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der Sonderposten enthält passivisch abgegrenzte Investitionszulagen nach dem Investitionszulagengesetz. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt korrespondierend zur durchschnittlichen Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögensgegenstände. Der Auflösungsbetrag von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 7) wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

7. Rückstellungen

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen, unter Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %), nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" mit dem versicherungsmathematischen Barwert der Pensionsverpflichtungen bewertet. Den Berechnungen lagen die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Gehaltstrend, Fluktuation und Rententrend werden für die versicherungsmathematischen Berechnungen mit 0% angesetzt. Aufwand aus einer Zinssatzänderung ist im Finanzergebnis enthalten. Der Rechnungszinsfuß entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre (Vorjahr: 10 Jahre), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

b) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen sind so zu bemessen, dass die voraussichtlichen Verpflichtungen gegenüber dem Finanzamt berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

c) Sonstige Rückstellungen

Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Ermittlung der Rückstellungen erfolgte auf der Basis einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Soweit die der Rückstellung zu Grunde liegende Verpflichtung einen Zinsanteil beinhaltete, wurde die Rückstellung auf den Barwert, zum jeweiligen, durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten Zinsfuß, abgezinst.

8. Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

9. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einzahlungen, die in den Folgejahren in Abhängigkeit von der Laufzeit ertragswirksam aufgelöst werden.

10. Währungsumrechnung

Es bestehen keine Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen. Im Berichtsjahr sind keine Aufwendungen und Erträge aus Fremdwährungsumrechnung angefallen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens der basic AG sind im Anlagespiegel (siehe Anlage) dargestellt. Dieser ist integraler Bestandteil des Anhangs.

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände umfassen insbesondere Lizenzen und EDV-Software. Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2021 in der AG TEUR 182 (Vj TEUR 220).

b) Sachanlagen

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen in der basic AG TEUR 984 (Vj TEUR 993). Die Zugänge betrafen im Wesentlichen Ladeneinrichtungen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

c) Angaben zum Anteilsbesitz

Name und Sitz der Gesellschaft Währung Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
in % in TEUR in TEUR
Inland
basic trade GmbH (vormals: Basic Real Estate GmbH), München EUR 100 58 33
biomammut GmbH, Böblingen EUR 100 207 -31
Ausland
BASIC Austria Bio für alle GmbH, Salzburg/Österreich EUR 100 1.319 496
OEFO Logistik GmbH EUR 50 -321 -521

2. Umlaufvermögen

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

AG Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr 31.12.2021 Gesamt Restlaufzeit über 1 Jahr 31.12.2020 Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.136 0 1.136 0 1.533
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 100 700 800 0 0
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10 95 105 0 10
Sonstige Vermögensgegenstände 1.441 160 1.601 160 2.173
Gesamt 2.687 955 3.642 160 3.716

Die basic AG hat Darlehensforderungen gegenüber der biomammut GmbH in Höhe von 100 TEUR und gegenüber der basic trade GmbH in Höhe von 700 TEUR, welche verbundene Unternehmen sind. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen die FAHAMA GmbH und die oekobonus eG. in Form eines Darlehens.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Ausweis beinhaltet die Abgrenzung von im Geschäftsjahr geleisteten Vorauszahlungen für Versicherungen sowie periodenübergreifenden Dienstleistungen in Höhe von insgesamt TEUR 109 (Vj. TEUR 100).

4. Eigenkapital

a) Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der basic AG beträgt am Bilanzstichtag EUR 4.738.816,00 (Vj. EUR 4.738.816,00) und ist in 4.738.816 auf den Namen lautende Aktien, im Nennbetrag von je EUR 1,00, eingeteilt.

Die Übertragung der Namensaktien ist an die Zustimmung der Gesellschaft gebunden.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung bis zum 2. April 2024 ermächtigt das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 2.239.173,00 durch Ausgabe von bis zu 2.239.173 neuen auf den Namen lautenden Aktien im Nennbetrag von je EUR 1,00 gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2019/1).

b) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt am Bilanzstichtag EUR 21.591.999,76 (Vj. EUR 21.591.999,76).

c) Bilanzverlust

Der Bilanzverlust der basic AG beläuft sich zum Stichtag auf EUR 15.493.424,53 (Vj. EUR 14.999.757,31). Der in den Bilanzverlust einbezogene Verlustvortrag beträgt EUR 14.999.757,31 (Vj. EUR 17.997.967,96).

5. Rückstellungen

a) Rückstellungen für Pensionen

Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft gegenüber einem ehemaligen Vorstand (Vj. zwei ehemaligen Vorständen) Pensionsverpflichtungen.

Am 26. Februar 2016 hat der Bundesrat das "Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" gebilligt. Das Gesetz ist am 16. März 2016 verkündet worden und am 17. März 2016 in Kraft getreten. Danach wurde § 253 HGB geändert, so dass der Zeitraum für die Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem Durchschnittszinssatz für die handelsrechtliche Abzinsung von Pensionsrückstellungen von sieben auf zehn Jahre verlängert wurde.

Zum 31. Dezember 2021 ergeben sich danach Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 457 (Vj. TEUR 418). Diese liegen um TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 48) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2021 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte.

Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 48) unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

b) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen ab.

Die Posten im Abschluss der basic AG betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Resturlaubsansprüche und geleistete Überstunden, Gehälter, Beiträge zur Berufsgenossenschaft und Schwerbehindertenausgleichskasse, Rückbauverpflichtungen, Kosten laufender Rechtsprozesse und Kosten der Abschlusserstellung und -prüfung sowie der Archivierung von Geschäftsunterlagen, Beratungsaufwendungen sowie Aufwendungen für ausstehende Rechnungen.

6. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr Restlaufzeit über 5 Jahre 31.12.2021 Gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.12.2020 Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 366 272 0 638 638 1.581
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.329 0 0 6.329 0 9.771
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.106 0 0 4.106 1.697 2.453
- davon aus Steuern 398 0 0 398 0 475
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 30 0 0 30 0 16
Gesamt 10.801 272 0 11.073 2.335 13.805

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind TEUR 46 gegenüber der basic trade GmbH enthalten. In den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 138 gegenüber der basic trade GmbH enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus einem Darlehen des Hauptgesellschafters ASI Nature Holding AG in Höhe von TEUR 2.500 (Vj. TEUR 1.200) sowie den dafür über die Laufzeit seit April 2018 angefallen Zinsen in Höhe von TEUR 735. (Vj. TEUR 497).

7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Bürgschaften 317 317
Gesamt 317 317

Das Haftungsverhältnis entfällt in vollem Umfang auf eine Bürgschaft der basic AG für Lieferantenverbindlichkeiten eines Tochterunternehmens. Auf Grund der aktuellen wirtschaftlichen Lage des Tochterunternehmens ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2022 2023-2026 nach 2026
TEUR TEUR TEUR
Mieten für Läden und Büro 5.753 16.620 10.668
Leasingraten 106 143 0
Wartungsverträge 898 0 0
Gesamt 6.757 16.763 10.668

Die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen beinhalten insbesondere die zukünftigen Aufwendungen aus Miet- und Pachtverträgen für Grundstücke und Gebäude, aus Leasingverträgen für Fahrzeuge und Büroeinrichtungen sowie Wartungsverträgen für technische Anlagen, Maschinen und EDV-Ausstattungen. Die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen ausschließlich gegenüber Externen Unternehmen und nicht gegenüber verbundenen Unternehmen.

Im Zusammenhang mit Mietverträgen und sonstigen Avalen dienten am Bilanzstichtag Festgelder über TEUR 320 (Vj. TEUR 320) als Sicherheit.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden nahezu ausschließlich im Inland erzielt und entfallen vollständig auf Bio-Lebensmittelhandel. Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt des Gefahrenübergangs gezeigt.

2. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 62 (Vj. TEUR 53). Diese resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Rückerstattungen aus Nebenkostenabrechnungen für Vorjahre.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 135 (Vj. TEUR 103). Diese resultieren aus Nebenkostenabrechnungen und Reinigungsvereinbarungen.

3. Aufwendungen von außerordentlicher Größenordnung oder Bedeutung

Da bis zur Abschlusserstellung nicht geklärt werden konnte, ob die Rückzahlungen eines Gesellschafterdarlehens durch die basic AG in Höhe von TEUR 1.750 tilgungswirksam erfolgten, wurden zum 31. Dezember 2021 diese Verbindlichkeiten wieder in der ursprünglichen Höhe erfasst. Ebenso wurde ein entsprechender Zinsaufwand in Höhe von TEUR 166,8 erfasst. Der Rückzahlungsanspruch gegen den Zahlungsempfänger wurde in Höhe von TEUR 1.750 vollständig wertberichtigt.

Im März 2021 wurden 100 % der Anteile an der biomammut GmbH, Böblingen, für TEUR 2.300 erworben. Da sich in 2021 und auch in 2022 die Erwartungen an die Profitabilität insbesondere aufgrund der gesunkenen Umsätze im Bio-Segment des Lebensmitteleinzelhandels in 2022 nicht erfüllten, wurde zum Bilanzstichtag eine Abwertung der Beteiligung um TEUR 900 auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 1.400 durchgeführt.

Sowohl die Beteiligung an der ORFO Logistik GmbH in Höhe von TEUR 100 als auch die Darlehen in Höhe von TEUR 1.500 wurden zum Stichtag 31. Dezember 2021 in voller Höhe wertberichtigt.

V. Sonstige Angaben

1. Jahresdurchschnitt der Beschäftigten

2021 MA 2020 MA
Angestellte in Filialen 565 783
Angestellte in der Zentrale 71 66
Summe Mitarbeiter (ohne Auszubildende) 636 849
Auszubildende 45 53
Gesamt 681 902

2. Aufsichtsrat und Vorstand

Die Organe der Gesellschaft setzen sich im Geschäftsjahr und bis zum Aufstellungszeitraum aus folgenden Personen zusammen:

Vorstand Dr. Manuel Zalles-Reiber München
Sprecher des Vorstands seit 24.9.2021
Christoph Eich München
seit 12.8.2022
Hermann Oswald Grafing
Vorstandsvorsitzender bis 24.9.2021
Dr. Stephan Thewalt Grafing
von 11.2.2021 bis 24.9.2021
Aufsichtsrat Christian Pfirrmann Landau
Unternehmer Vorsitzender seit 21.7.2021
Saeed Al Yousef Dubai
Unternehmer stellvertretender Vorsitzender seit 21.7.2021
Dr. Christian Streetz Mitglied vom 21.7.2021 bis 31.8.2021
Rechtsanwalt
Ralph Koehler Mitglied seit 21.7.2021
Wirtschaftsprüfer
Georg Schweisfurth Mitglied seit März 2022
Unternehmer -
Jens Kuschel Mitglied seit 21.7.2021
Ltr. Personal der BASIC
Jonas Weidner Mitglied
Verkäufer
Benjamin Lukas Lörtscher Glattbrugg, Schweiz
Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei bellpark legal AG, Zürich, Schweiz Vorsitzender bis 21.7.2021
Adrian Escher Ingenbohl, Schweiz
Verwaltungsratspräsident der Kendris AG Mitglied bis 21.7.2021
Fritz Lietsch Grafing
Chefredakteur und Herausgeber des forum Nachhaltig Wirtschaften Mitglied bis 21.7.2021
Hakan Durmaz Hamburg
Verkäufer Mitglied bis 1.4.2021

3. Vergütungen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Auf die Angabe der Gesamtbezüge für die Tätigkeit des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge für die Tätigkeit des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2021 beliefen sich auf TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 179).

4. Honorare des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB

Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 der basic AG, München, enthalten.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zum Zeitpunkt der Abfassung des Jahresabschlusses sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten:

Energiekriese und Inflation:

Am 24. Februar 2022 ist Russland in die Ukraine einmarschiert. Beide Länder befinden sich seitdem im Krieg, der weltweite Auswirkungen nach sich zieht. Aufgrund des Kriegs von Russland und der Ukraine sind die Preise für Erdgas und Öl stark angestiegen. So hat Russland mittlerweile die Gaslieferungen nach Deutschland nahezu eingestellt. Infolgedessen sind die Preise insbesondere für Gas, Strom und Benzin in Deutschland ebenfalls stark angestiegen. Dies schlägt sich auch auf alle anderen Güter, Waren und Dienstleistungen durch, was gegenwärtig zu einer hohen Inflation in Deutschland führt.

Viele Unternehmen in Deutschland und damit auch die basic AG sind mit stark steigenden Kosten für Energie und Heizung konfrontiert, ebenso wie mit gestiegenen Beschaffungspreisen für Vorräte. Neben den Unternehmen sind auch die Kunden der basic AG mit steigenden Energiekosten und Verbraucherpreisen konfrontiert, was zu einem Rückgang des privaten Konsums und Kaufzurückhaltung führt.

Die Kaufzurückhaltung der Kundinnen und Kunden im Lebensmitteleinzelhandel seit der stark steigenden Inflation (+11,9% im Juni) in Deutschland trifft auch die basic AG. Laut Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. gingen die Umsätze im Biohandel von Anfang Januar bis Ende Juni 2022 um 14,9% gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Die Umsatzrückgänge bei der basic AG waren teilweise noch höher. Bonwerte, Artikel pro Kunde und Anzahl der Kundinnen und Kunden in den Märkten waren im 1. Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in der gesamten Branche rückläufig.

ORFO Logistik GmbH:

Aufgrund Gesellschafterbeschluss der ORFO Logistik GmbH im Februar 2022 wurden die Geschäftsanteile der basic AG an der ORFO Logistik GmbH eingezogen.

Vorstand:

Herr Christoph Eich wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 29. Juni 2022 zur Verstärkung des Managements zum Vorstand bestellt.

Darlehen mit basic austria Bio für alle GmbH:

Am 7. Oktober 2022 wurde ein Darlehnsvertrag zwischen der basic GmbH als Darlehensnehmer und der basic austria Bio für alle GmbH als Darlehensgeber über ein Darlehen in Höhe von TEUR 700 abgeschlossen, das laut Vertrag im Dezember 2022 ausgezahlt werden soll.

6. Konzernverhältnisse

Die basic AG erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss, der basic AG wird im (elektronischen) Bundesanzeiger offengelegt.

7. Gewinnverwendungsvorschlag

der basic AG

Der Bilanzverlust der basic AG in Höhe von EUR 15.493.424,53 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

München, 20. Oktober 2022

BASIC Aktiengesellschaft Lebensmittelhandel, München

Vorstand

Dr. Manuel Zalles-Reiber

Christoph Eich

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.198.367,84 180.870,51 863.444,70 9.419,00 1.525.212,65
2. Geleistete Anzahlungen 96.584,20 872,35 0,00 -9.419,00 88.037,55
2.294.952,04 181.742,86 863.444,70 0,00 1.613.250,20
II. Sachanlagevermögen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.513.075,99 500.477,38 15.792.213,78 507.752,08 30.729.091,67
2. Geleistete Anzahlungen 134.598,13 483.444,08 0,00 -507.752,08 110.290,13
45.647.674,12 983.921,46 15.792.213,78 0,00 30.839.381,80
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.460.000,00 2.320.000,00 0,00 0,00 3.780.000,00
2. Beteiligungen 40.000,00 200.000,00 0,00 0,00 240.000,00
1.500.000,00 2.520.000,00 0,00 0,00 4.020.000,00
49.442.626,16 3.685.664,32 16.655.658,48 0,00 36.472.632,00
Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.917.011,87 102.072,89 863.444,70 1.155.640,06
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.917.011,87 102.072,89 863.444,70 1.155.640,06
II. Sachanlagevermögen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.789.291,86 2.498.587,76 14.538.553,42 24.749.326,20
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
36.789.291,86 2.498.587,76 14.538.553,42 24.749.326,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 900.000,00 0,00 900.000,00
2. Beteiligungen 0,00 100.000,00 0,00 100.000,00
0,00 1.000.000,00 0,00 1.000.000,00
38.706.303,73 3.600.660,65 15.401.998,12 26.904.966,26
Restbuchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 369.572,59 281.355,97
2. Geleistete Anzahlungen 88.037,55 96.584,20
457.610,14 377.940,17
II. Sachanlagevermögen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.979.765,47 8.723.784,13
2. Geleistete Anzahlungen 110.290,13 134.598,13
6.090.055,60 8.858.382,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.880.000,00 1.460.000,00
2. Beteiligungen 140.000,00 40.000,00
3.020.000,00 1.500.000,00
9.567.665,74 10.736.322,43

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

I. Grundlage des Konzerns

1.) Geschäftsmodell des Konzerns sowie der basic AG und deren Zielsetzung

Der basic Konzern wird im Wesentlichen durch die basic AG geprägt welche ca. 85% der Umsatzerlöse des Konzerns erwirtschaftet. Weiterhin zum Konzern gehören die basic austria Bio für alle GmbH, die basic Trade GmbH und die biomammut GmbH.

Der basic Konzern betreibt zum 31. Dezember 2021 26 vollwertige Bio-Supermärkte in Deutschland und Österreich mit einem frischeorientierten Vollsortimentsangebot in zertifizierter Bio-Qualität. Davon werden 19 Märkte in Deutschland von der basic AG und zwei Märkte von der basic Austria Bio für alle GmbH in Österreich betrieben. Weiterhin wurden im April 2021 mit der Übernahme der biomammut GmbH, Böblingen, durch die basic AG fünf Märkte in Baden-Württemberg übernommen.

Das Wettbewerbsumfeld beinhaltet die Warenangebote anderer Bio-Fachhändler und das Bio-Angebot der konventionellen Lebensmitteleinzelhändler und Drogerieketten. Das Bio-Segment hat im Jahr 2021 laut Statista in Deutschland einen Zuwachs im Umsatz von EUR 14,99 Mrd. in 2020 auf 15,87 Mrd. EUR erfahren (5,9% Steigerung) und ist damit weiterhin eine wachsende Nische im deutschen Einzelhandel, wenn auch nicht mehr so stark steigend wie im Vorjahr (Vj. 22,3%) 1. Der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland stieg in 2021 nur um 1,2% von EUR 147,3 Mrd. auf EUR 149 Mrd. Insofern stieg das Bio-Segment in 2021 wieder wie im Vorjahr überproportional zum Lebensmitteleinzelhandel 2.

Das Ziel der basic AG und des Konzerns bleibt auch nach dem Verkauf von 10 Märkten in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin in 2021 das profitable Wachstum durch die Eröffnung von Märkten an neuen Standorten in Süddeutschland und Österreich.

2.) Leistungsindikatoren

Die Steuerung des Konzerns und der basic AG erfolgt auf Basis von Umsatz und EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern). Diese Kennzahlen sind für Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels zentrale Steuerungsgrößen, anhand derer sich der Erfolg des Unternehmens bestimmen lässt. Ferner sind Investitionen (Neu- und Ersatzinvestitionen) eine wichtige Steuerungsgröße. Die Kennzahlen ergeben sich jeweils aus dem Einzel- und Konzernabschluss.

3.) Forschung und Entwicklung

Die basic AG und der basic Konzern betreiben keine Forschung und Entwicklung im eigentlichen Sinne. Vielmehr wird in den Märkten ein sehr intensiver Kundendialog betrieben, der intern ausgewertet und als Basis für die Entwicklung von Sortimentsstrategien genutzt wird. Die Umsetzung dieser Sortimentsarbeit erfolgt dabei unter Einbindung der Lieferpartner des Konzerns und der basic AG.

1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4109/umfrage/bio-lebensmittel-umsatzeitreihe/#:~dext=Der%20Umsatz%20mit%20
Bio%2DLebensmittel,8%20Prozent%20gegen%G%BCber%20dem%20Vorjahr.
2. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/161986/umfrage/umsatz-im-lebensmittelhandel-seit-1998/

II. Wirtschaftsbericht

1.) Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung für das Jahr 2021

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft war auch im Jahr 2021 von der Corona-Pandemie beeinflusst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 6,0% nach einem Rückgang von 3,0% in 2020 wieder deutlich an. Preisbereinigt stieg das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr jedoch nur um 2,9%. Grund für den Rückgang im Jahr 2020 waren die Auswirkungen der Corona-Krise und der damit einhergehenden behördlich angeordneten Betriebsschließungen in Teilen der Wirtschaft. Die privaten Konsumausgaben stiegen in 2021 nach dem Rückgang in 2020 wieder um 3,2% an. Die Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland stieg nach dem erstmaligen Rückgang in 2019 seit 2006 wieder leicht um 0,04% auf 44,92 Mio. an. Auch in 2021 wurden die Folgen der Erwerbslosigkeit durch die erweiterten Regelungen zur Kurzarbeit weitgehend abgemildert. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte von 5,9 % im Jahr 2020 auf 5,7 % im Jahr 2021 (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Monatsbericht zur Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland, Juli 2022, Seite 62).

Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken im deutschen Lebensmitteleinzelhandel ("LEH") betrug 2021 mit 15,87 Mrd. EUR rund 6,8% des gesamten deutschen LEH (Branchenreport 2022 Ökologische Lebensmittelwirtschaft, S. 27, Februar 2022) nach 6,4% im Vorjahr. Damit fügt sich die Marktentwicklung Deutschlands in den globalen Trend ein. Im europaweiten Vergleich weist Deutschland über 180 Euro beim Pro-Kopf-Umsatz von Bio-Lebensmitteln auf. Die führenden Länder beim Pro-Kopf-Umsatz bilden jedoch die Schweiz, Dänemark und Luxemburg. Am Öko-Markt kompensierten die Haushaltskäufe die coronabedingten Einbrüche in der Außer-Haus-Verpflegung deutlich besser als im konventionellen Segment 3. Dieser weitere Anstieg ist wie im Vorjahr auf den Substituierungseffekten aufgrund der phasenweisen geschlossenen Gastronomie und der eingeschränkten Reisemöglichkeiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und dem stark wachsenden Umweltbewusstsein der Bevölkerung im Kontext von Klimaerwärmung, Artensterben und der Problematik der wachsenden Müllberge aus Plastikverpackungen überall in der Welt zurückzuführen.

Vom Umsatzanstieg mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken profitierte auch der Fachhandel, zu dem der basic Konzern und die basic AG zählen. Er verzeichnete 2021 mit einem Umsatz von EUR 4,21 Mrd. EUR ein Wachstum von 16,4% gegenüber dem Vorjahr (Quelle: BÖLW). Allerdings waren die Wachstumsquoten des konventionellen Lebensmitteleinzelhandels (+22%) sowie der sonstigen Einkaufsstätten (+35%) wie Hofläden, Wochenmärkte, Bäckereien, Metzgereien und des Online-Handels (inkl. Lieferdienste) höher 4.

2.) Geschäftsverlauf

Für die Gesellschaft und damit für den Konzern war das Geschäftsjahr 2021 turbulent. Der Lebensmitteleinzelhandel konnte wie auch in 2020 aufgrund zurückgegangener Urlaubsmöglichkeiten und noch Anfang 2021 geschlossener Gastronomie von gestiegener Nachfrage profitieren. Die Umsatzerlöse des Konzerns sanken jedoch gegenüber dem Jahr 2020 aufgrund gesunkener Nachfrage trotz der Akquisition der biomammut GmbH aufgrund des Verkaufs von 10 Märkten der basic AG in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin. Insgesamt wurden im Konzern Umsatzerlöse von EUR 120,5 Mio. (Vj. EUR 159,3 Mio.) erzielt, was einem Rückgang von EUR 38,9 Mio. gegenüber 2020 entspricht. Die Umsatzerlöse der basic AG sanken von EUR 149,3 Mio. im Jahr 2020 auf EUR 105 Mio.in 2021. Weiterhin war das Geschäftsjahr 2021 von verschiedenen Ereignissen geprägt, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hatten, die im Folgenden erläutert werden.

3 https://www.boelw.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Zahlen_und_Fakten/Brosch%C3%BCre_2021/B%C3%96LW_Branchenreport_2021_web.pdf
4 https://www.boelw.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Zahlen_und_Fakten/Broschuere_2022/BOELW_Branchenreport2022.pdf

Verkauf von 10 Märkten durch die basic AG

Im Februar 2021 wurden von der basic AG insgesamt 10 Märkte verkauft, woraus sich ein Ertrag in Höhe von EUR 5,9 Mio. im Geschäftsjahr 2021 ergibt. Es handelte sich um Märkte, die geografisch in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin lagen.

Joint Venture der basic AG mit der ORFO Logistik GmbH

Im März 2021 gründete die basic AG zusammen mit der EPOS Bio Partner Süd GmbH, Pliening, die Gesellschaft ORFO Logistik GmbH, Kirchheim, bei der beide Partner mit jeweils 50% beteiligt waren. Die ORFO Logistik GmbH sollte vor allem regionale Streckenlieferungen an die Märkte sowie die Lagerung und Logistik der bisher über den Großhandel bezogenen Markenprodukte (Private-Label Produkte) übernehmen. Beide Partner beteiligten sich mit jeweils TEUR 100 Eigenkapital, wobei die basic AG zusätzlich zwei Darlehen von in Summe TEUR 1.500 und die EPOS Bio Partner Süd GmbH ein Darlehen von TEUR 500 der ORFO Logistik GmbH zur Verfügung stellten. Die Darlehen der basic AG an die ORFO Logistik GmbH haben eine vertraglich vereinbarte Laufzeit bis zum 31. Juli 2026.

Die basic AG hat im Dezember 2021 den Gesellschaftsvertrag mit der ORFO Logistik GmbH ordentlich zum 31. Dezember 2022 gekündigt. In der Gesellschafterversammlung der ORFO Logistik GmbH im Februar 2022 wurde beschlossen die Geschäftsanteile der basic AG an der ORFO Logistik GmbH einzuziehen.

Sowohl die Beteiligung an der ORFO Logistik GmbH als auch die Darlehen wurden zum Stichtag 31. Dezember 2021 in voller Höhe wertberichtigt.

Darlehen an die basic AG

Im Jahr 2018 erhielt die basic AG aufgrund eines Liquiditätsengpasses ein Darlehen von dem Hauptaktionär, der ASI Nature Holding AG in Höhe von EUR 2,5 Mio. Teile dieses Darlehens wurden vom zum damaligen Zeitpunkt amtierenden Vorstand in 13 Teilzahlungen mit TEUR 1.750 seit Juni 2020 an verschiedene Empfänger in der Schweiz getilgt. Davon erhielten der ehemalige Aufsichtsrat und ehemalige Organe von verbundenen Unternehmen TEUR 1.545. Da bis zur Abschlussaufstellung nicht geklärt werden konnte, ob diese Zahlungen tilgungswirksam erfolgen konnten, wurden zum 31. Dezember 2021 unter Beachtung des handelsrechtlichen Vorsichtsprinzips die Gesellschafterverbindlichkeiten wieder in der ursprünglichen Höhe erfasst. Die an die Empfänger der Zahlungen geleisteten TEUR 1.750 werden von der basic AG zurückgefordert und sind zum 31. Dezember 2021 voll wertberichtigt.

biomammut GmbH

Im März 2021 wurden von der basic AG 100% der Anteile an der biomammut GmbH, Böblingen, für EUR 2,3 Mio. erworben. Die biomammut GmbH betreibt seit 2008 fünf Märkte und einen Markt in Eigenregie in Baden-Württemberg. Die Akquisition wurde vom damaligen Vorstand als strategische Ergänzung im Hinblick auf eine Fokussierung des Geschäftes in Süddeutschland nach dem Verkauf der 10 Märkte in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin angesehen. Die biomammut blieb im gesamten Geschäftsjahr 2021 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Zum 31. Dezember 2021 wurde die Beteiligung im Jahresabschluss der basic AG um EUR 0,9 Mio. abgeschrieben.

3.) Ertrags- Vermögens und Finanzlage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Konzerns fielen 2021 um 24,4 % bzw. EUR 38,8 Mio. auf EUR 120,5. Die Umsatzerlöse der basic AG fielen von EUR 149,3 Mio. im Vorjahr auf EUR 105 Mio. in 2021. Ein großer Teil der Veränderung fällt auf den Wegfall des Umsatzes der 10 basic-Märkte (Rückgang um EUR 31,5 Mio. von EUR 37,5 Mio. in 2020). Dies konnte nur geringfügig durch den Kauf der biomammut GmbH aufgefangen werden (EUR 4,9 Mio.). Der Umsatz in den verbliebenen deutschen Märkten sank um 7,7% bzw. EUR 7,8 Mio. auf EUR 94,2 Mio. Der Umsatz der beiden basic-Märkte in Österreich sank um EUR 0,6 Mio. Die bereits in 2020 geschlossenen bzw. verkauften basic-Märkte trugen mit EUR 2,4 Mio. zum Umsatzrückgang bei. Rückgänge bei Werbekostenzuschüssen sowie mit dem Lebensmitteleinzelhandel betrugen insgesamt EUR 1,4 Mio. Die Erwartungen des Vorjahres hinsichtlich eines moderaten Umsatzwachstums sind nicht eingetroffen. Ursächlich für diese außerordentliche Umsatzentwicklung ist aus Sicht der Gesellschaft das zunehmende Preisbewusstsein und die Verlagerung des bio-Umsatzes in den konventionellen LEH, der vom Bio-Boom profitieren möchte. Die deutlichen Lockerungen bei den Pandemiebestimmungen 2021 im Vergleich zu 2020 haben zusätzlich zu diesem Effekt beigetragen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Konzern von TEUR 228,8 auf TEUR 8.826,4 und in der basic AG von TEUR 194,2 auf TEUR 8.613,0. Die Steigerung ist vor allem durch den Verkaufserlös der 10 Märkte begründet.

Der Materialaufwand fiel im Konzern um TEUR 23.950,0 auf TEUR 75.605,9 (Vj. TEUR 99.555,8) und bei der basic AG um TEUR 27.732,1 auf TEUR 65.396,3 (Vj. TEUR 93.128,4). Auch hier ist die Veränderung im Wesentlichen durch den Verkauf der 10 Märkte begründet.

Die reine Handelsspanne (Warenrohgewinn / Umsatzerlöse) des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf 37,3 % (Vj. 37,5 %) und in der basic AG auf 37,7% (Vj. 37,6 %). Der Warenrohgewinn (Umsatzerlöse - Materialaufwand) im Konzern beträgt TEUR 44.894,0 (Vj. TEUR 59.761,5) und in der basic AG TEUR 39.558,4 (Vj. TEUR 56.153,2). Auch hier liegen die Veränderungen im Verkauf der 10 basic-Märkte bzw. Kauf der 5 biomammut-Märkte begründet.

Der Personalaufwand fiel 2021 im Konzern um TEUR 4.400,5 auf TEUR 23.089,1 (Vj. TEUR 27.489,5) und fiel in der basic AG um TEUR 5.313,2 auf TEUR 20.556,5 (Vj. TEUR 25.869,7). Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/ Umsatzerlöse) stieg im Konzern auf 19,2 % (Vj. 17,3 %) und in der basic AG von 17,3 % auf 19,6 %. Die angesichts der verringerten Umsätze gestiegene Quote liegt am Wegfall der 10 Märkte und der weitgehend konstant gebliebenen Mitarbeiterzahl in der Zentrale. Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 734 Mitarbeiter (Vj. 899 Mitarbeiter) und in der basic AG 636 Mitarbeiter (Vj. 849 Mitarbeiter) beschäftigt. Zum 31. Dezember 2021 lag die Mitarbeiterzahl im Konzern bei 665 und in der basic AG bei 562. Der Umsatz pro Mitarbeiter betrug 2021 im Konzern TEUR 164 (Vj. TEUR 177) und in der basic AG TEUR 165 (Vj. TEUR 176). Die basic AG setzt weiterhin konsequent auf ihr kundenorientiertes und beratungsintensives Frischekonzept.

Die Abschreibungen beliefen sich im Konzern auf TEUR 3.745 (Vj. TEUR 3.057) und in der basic AG auf TEUR 3.601 (Vj. TEUR 2.971).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Konzern um TEUR 1.636,7 auf TEUR 26.812,5 (Vj. TEUR 25.175,8) und in der basic AG stiegen sie um TEUR 423,1 auf TEUR 24.230,6 (Vj. TEUR 23.807,4). Die Steigerung im Konzern ist auf die neu hinzugekommene biomammut GmbH zurückzuführen. Der Anstieg in der basic AG ist im Wesentlichen auf Sondereffekte zurückzuführen. So ist in der Position zum einen eine außerordentliche Abschreibung auf die Forderungen gegen die Zahlungsempfänger von Teilen des Gesellschafterdarlehens inkl. Zinsen von der TEUR 1.916,8 enthalten so wie eine außerordentliche Abschreibung auf Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 1.500 gegen die ORFO Logistik GmbH.

Das Zinsergebnis als Saldo aus "Zinsen und ähnlichen Aufwendungen" und "Zinsen und ähnlichen Erträgen" belief sich 2021 im Konzern auf minus TEUR 254,4 (Vj. minus TEUR 243,1) und in der basic AG auf minus TEUR 235,4 (Vj. minus TEUR 256,4).

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) betrug im Konzern TEUR 74 (Vj. TEUR 4.269,2) und lag in der basic AG bei TEUR -215,3 (Vj. TEUR 3.700,5). Die Neubewertung eines Gesellschafterdarlehens, die Abschreibung der Darlehnsforderungen gegenüber der ORFO Logistik GmbH und die Abwertung der Beteiligung der biomammut GmbH haben im Wesentlichen das Ergebnis belastet.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen im Konzern TEUR 58,9 (Vj. TEUR 482,8) und in der basic AG TEUR 42,1 (Vj. 445,5 TEUR).

Der Konzern weist im Berichtsjahr einen Jahresfehlbetrag von TEUR 240,6 (Vj. Jahresüberschuss TEUR 3.542,9) und die basic AG ein Jahresfehlbetrag von TEUR 493,7 (Vj. Jahresüberschuss TEUR 2.998,2) aus.

b) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme fiel zum 31. Dezember 2021 im Konzern um 9,6 % auf TEUR 26.698,6 (Vj. TEUR 28.984,9) und sank in der basic AG um 12,7 % auf TEUR 24.807,5 (Vj. TEUR 28.407,1). Im Konzern entfielen 31 % (Vj. 32,7 %) und in der basic AG 38,6 % (Vj. 37,8 %) der Bilanzsumme auf das Anlagevermögen.

Das Anlagevermögen im Konzern betrug zum 31. Dezember 2021 TEUR 8.263,8 (Vj. TEUR 9.488,3) und in der basic AG TEUR 9.567,7 (Vj. TEUR 10.736,3). Der Rückgang ist durch den Verkauf der zehn Märkte begründet. Das Umlaufvermögen betrug zum 31. Dezember 2021 im Konzern TEUR 18.320,1 (Vj. TEUR 19.395,8) und in der basic AG TEUR 15.130,7 (Vj. TEUR 17.570,5).

Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2021 im Konzern TEUR 10.459,5 (Vj. TEUR 10.700,1) und in der basic AG TEUR 10.837,4 (Vj. TEUR 11.331,1). Danach ergibt sich eine Eigenkapitalquote im Konzern von 39,2 % (Vj. 36,9 %) und in der basic AG von 43,7 % (Vj. 39,9 %). Der Anstieg der Eigenkapitalquote trotz Rückgang des Eigenkapitals geht auf den Rückgang der Bilanzsumme im abgelaufenen Geschäftsjahr zurück.

Die gesamten Rückstellungen betrugen zum Jahresende 2021 im Konzern TEUR 3.261 (Vj. TEUR 3.494,1) und in der basic AG TEUR 2.551,2 (Vj. TEUR 3.049,2) und liegen damit nahezu auf Vorjahresniveau.

Die Verbindlichkeiten im Konzern sanken um TEUR 1.936,6 auf TEUR 12.632,3 (Vj. TEUR 14.568,9) und in der basic AG um TEUR 2.732,0 auf TEUR 11.073,1 (Vj. TEUR 13.805,1). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch planmäßige Tilgungen im Konzern und in der basic AG auf TEUR 1.168,9 (Vj. TEUR 1.580,7) bzw. auf TEUR 637,7 (Vj. TEUR 1.580,7) zurückgegangen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Konzern um TEUR 3.066,4 auf TEUR 7.279,1 (Vj. TEUR 10.345,4) und in der basic AG um TEUR 3.441,7 auf TEUR 6.329,5 (Vj. TEUR 9.771,2) gefallen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Konzern auf TEUR 4.184,3 (Vj. TEUR 2.642,7) und in der basic AG auf TEUR 4.105,8 (Vj. TEUR 2.453,2) gestiegen.

Die Gesamtverbindlichkeiten bestehen im Konzern zu TEUR 8.248 (Vj. TEUR 12.234) aus kurzfristigen und TEUR 4.384 (Vj. TEUR 2.335) aus mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten. In der basic AG betrugen die Gesamtverbindlichkeiten TEUR 11.073, davon TEUR 46 Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 139 sonstige Verbindlichkeiten gegenüber der basic trade GmbH (Vj. TEUR 13.805), die sich - ohne Verbindlichkeiten gegenüber der basic trade GmbH zu TEUR 6.845 (Vj. TEUR 11.401) aus kurzfristigen und TEUR 4.043 (Vj. TEUR 2.404) aus mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten zusammensetzten.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betrugen im Geschäftsjahr 2021 im Konzern und in der basic AG jeweils TEUR 309,3 (Vj. TEUR 178,3) und beinhalten die ratierliche Auflösung gewährter Baukostenzuschüsse.

Die Investitionen beliefen sich im Geschäftsjahr im Konzern auf insgesamt TEUR 3.544 (Vj. TEUR 1.304) und in der basic AG auf TEUR 3.686 (Vj. TEUR 1.213). Sowohl im Konzern als auch in der AG liegt der Grund für den Anstieg im Kauf der biomammut GmbH. Bereinigt um diesen Effekt liegen sowohl Konzern als auch die AG auf Vorjahresniveau.

Der Konzern weist für 2021 einen Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR - 573 (Vj. Mittelzufluss TEUR 8.692) aus. Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelzufluss von TEUR 3.313 (Vj. Mittelabfluss TEUR 1.229) und aus Finanzierungstätigkeit ein Mittelabfluss von TEUR 2.412 (Vj. Mittelabfluss von TEUR 3.134).

Die basic AG hat zum 31. Dezember 2020 liquide Mittel von TEUR 7.973 ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2021 beläuft sich der Bestand an liquiden Mitteln auf TEUR 7.462. Die Veränderung ist auf Mittelzuflüsse in Höhe von TEUR 3.987 aus Investitionstätigkeiten, auf Mittelabflüsse in Höhe von TEUR 3.788 aus Finanzierungstätigkeiten und auf Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 710 zurückzuführen.

Der Finanzmittelbestand des Konzerns betrug zum Ende des Berichtsjahres TEUR 9.436 und lag damit TEUR 327 über dem Wert zum Jahresanfang (TEUR 9.109). Bei der AG lag der Finanzmittelbestand bei TEUR 7.462 (Vj. TEUR 7.974) und damit TEUR 512 unter dem Vorjahr.

4.) Schlussbemerkung zum Abhängigkeitsbericht

Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen:

Der Vorstand der basic AG hat gem. § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erstellen. In dem Abhängigkeitsbericht werden die Beziehungen der basic-Konzern Unternehmen zur ASI Nature Holding AG, ASI Specialities Inc., und der AWV GmbH angegeben. Dieser Bericht enthält die folgende Schlusserklärung des Vorstands:

"Nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem jeweiligen Zeitpunkt bekannt waren, zu denen die oben aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, hat bei jedem Rechtsgeschäft mit einem verbundenen Unternehmen sowohl die Gesellschaft selbst als auch die von ihr abhängigen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhalten. Benachteiligende Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der herrschenden Unternehmen wurden nicht getroffen oder unterlassen. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

5.) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Mitarbeiter/Personalentwicklung

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hatten auch 2021 großen Anteil am Unternehmenserfolg des Konzerns und der basic AG. Die Handelsbranche im Allgemeinen und die Bio-Branche im Besonderen werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Engagement für die Kunden geprägt. Aus diesem Grund bilden der Konzern und die basic AG ihren Nachwuchs sowie ihre Führungskräfte in erheblichem Umfang selbst aus.

Junge Menschen auszubilden, ist nicht nur eine Investition in eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft, sondern zugleich ein wichtiger gesellschaftspolitischer Beitrag. Auch der basic Konzern und die basic AG engagieren sich als Unternehmen in diesem Bereich. Im Jahr 2021 hat der Konzern im Jahresdurchschnitt 45 Auszubildende beschäftigt (Vj. 55). Davon waren 15 aus den zur Prüfung anstehenden Jahrgängen. Von diesen hat die basic AG 14 übernommen.

Neben der Ausbildung in den Märkten und der Berufsschule profitieren die Auszubildenden im Rahmen des basic-Ausbildungsprogramms von internen basic-Seminaren, in denen umfangreiches theoretisches und praktisches Wissen vermittelt wird. Aufgabe dieser Seminare ist, die Auszubildenden als Fachkräfte von morgen hinsichtlich der Besonderheiten und Vorteile von Bio-Lebensmitteln zu schulen. Die Schulung der zukünftigen Führungskräfte erfolgt innerhalb eines Förderkreises, in dem die persönliche Weiterentwicklung potenzieller Abteilungs- und Marktleiter im Vordergrund steht. Ziel ist eine optimale Vorbereitung auf zukünftige Führungsaufgaben.

Entwicklung der Mitarbeiteranzahl (Jahresdurchschnitt)

Mitarbeiterzahl im Konzern 2017 2018 2019 2020 2021
Mitarbeiter 925 832 873 899 737
davon Mitarbeiter in der Zentrale 104 78 61 66 73

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl in der basic AG betrug in 2021 636 (Vj. 849)

b) Innovationskultur

Durch intensive Beobachtung der Märkte und Analyse von Trends werden Erkenntnisse gewonnen, die wesentlich sind für die Entwicklung neuer Formate sowie für das Angebot aktueller und attraktiver Sortimente. Sie fließen ein in die Entwicklung moderner Ladenbaukonzepte, aktueller Marketinginstrumente sowie zeitgemäßer Aus- und Weiterbildungsansätze.

c) Nachhaltigkeit und Umwelt

Nachhaltiges und verantwortliches Wirtschaften ist wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenskultur und damit eine zentrale unternehmerische Aufgabe des basic Konzerns und bei der basic AG. Wir verbessern stetig unsere ökonomische, ökologische und soziale Leistung. Der verantwortungsvolle Umwelt- und Klimaschutz ist ein wichtiges Unternehmensziel. Den Vertrieb von Bio-Produkten verstehen wir als eine Form der ganzheitlichen Verantwortung gegenüber den Menschen, der Gesellschaft und der Natur. Bio-Produkte schützen die Umwelt, bewahren bäuerliche Kleinbetriebe sowie die handwerkliche Herstellung, fördern regionale Strukturen, sorgen für faire Erzeugerpreise und - nicht zuletzt - bieten sie den Menschen echte Lebensmittel. Vor diesem Hintergrund hat die Gesellschaft bereits im Jahr 2016 gemeinsam mit der Bürgerinitiative "Landwende e.V." die Initiative "Ackergifte? Nein Danke!" ins Leben gerufen und die Kampagne im Jahr 2017 breit in allen basic Märkten Filialen bekannt gemacht. Seit Frühjahr 2018 wurden weitere renommierte Marktteilnehmer überzeugt, sich gemeinsam mit dem basic Konzern und der basic AG umfangreich an der Initiative zu beteiligen. Die Initiative hat mit eigenen Studien in 2019 den wissenschaftlich fundierten, repräsentativen Nachweis erbracht, dass die ungewollte Verfrachtung von Pestiziden auf dem Luftweg flächendeckend ein gravierendes Problem für die Produktion von Bio-Rohware in Deutschland ist.

d) Kunden:innen, Lieferanten:innen und Produkte

Im Mittelpunkt des Konzerns und der basic AG steht das Wohl unserer Kunden:innen. Wir informieren unsere Kunden:innen, belehren sie aber nicht. Für ihre Fragen, Wünsche und Kritik nehmen wir uns immer Zeit. So können wir unsere Produkte und Leistungen Beratung und unseren Service stetig verbessern. Wir kennen unsere Großhändler, Hersteller und viele Biobauern zum überwiegenden Teil persönlich.

Lieferanten:innen werden sorgfältig in Hinblick auf Qualität, Sicherheit und Nachvollziehbarkeit der Produkte ausgewählt. Der Konzern und die basic AG legen Wert auf eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit auf der Basis von Transparenz und Fairness. Zusammen mit unseren Lieferanten:innen arbeiten wir stetig an der qualitativen und quantitativen Entwicklung des Bio-Angebots in unseren basic Märkten sowie des Sortiments an basic Markenprodukten. Wir bieten fast nahezu ausschließlich Produkte aus kontrolliert ökologischer Erzeugung und Verarbeitung an. Ausnahmen machen wir nur bei Produkten, die eine sinnvolle Ergänzung unseres Bio-Sortiments darstellen und unseren hohen Qualitätsanforderungen gerecht werden, jedoch im Sinne der EU-Öko-Verordnung im Moment noch nicht Bio-zertifiziert werden können (Beispiel: reines Meersalz). Vermeidung von unnötigen Verpackungsmaterialien gewinnt in unseren Aktivitäten immer mehr Bedeutung.

e) Gesellschaftliches Engagement

Das gesellschaftliche Engagement der basic AG konzentriert sich im Rahmen der Spendentätigkeit bevorzugt auf soziale Projekte, insbesondere zugunsten von Kindern und Jugendlichen. In diesem Sinne engagieren sich auch die basic Märkte vor Ort in Initiativen, durch Spenden, Sponsoring und andere Formen der Unterstützung. Langfristige und vertrauensvolle Partnerschaften prägen unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. Hierzu zählen seit Jahren große Projekte wie in 14 deutschen Städten die Initiative "Mittagstisch für Kinder und Jugendliche" in Kooperation mit CHILDREN FOR A BETTER WORLD E.V.

6.) Festlegung zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG,

Die basic AG Lebensmittelhandel ist nicht börsennotiert und somit nicht an das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (Frauenquote)" zur Einführung der 30 %igen Frauenquote im Aufsichtsrat gebunden. Die Gesellschaft ist jedoch gemäß DrittelbG ein mitbestimmtes Unternehmen und deshalb verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, Vorstand sowie der ersten und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands festzulegen.

Die Gesellschaft hat folgende Zielgrößen für den Frauenanteil in Führungspositionen in den kommenden fünf Jahren festgelegt:

17 % für den Aufsichtsrat, die in 2021 nicht erreicht wurde;

50 % für den Vorstand; und

17 % für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands, die in 2021 mit 33 % (Vj. 33 %) deutlich erreicht wurde.

Der basic Konzern und die basic AG sind hierarchisch flach organisiert, sodass eine zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands nicht existiert. Aus diesem Grund entfällt die Angabe einer Zielgröße für diese Führungsebene.

7.) Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

a) Risikobericht

Die basic AG ist die mit Abstand größte und wesentlichste Gesellschaft des Konzerns. So werden ca. 85% der Umsatzerlöse des Konzerns von der basic AG erwirtschaftet. Aufgrund Ihrer Bedeutung und Wesentlichkeit für den Konzern betreffen die Risiken der basic AG auch den gesamten Konzern.

Als Einzelhandelsunternehmen der Bio-Branche unterliegt der Konzern allen Chancen und Risiken, die für Handelsunternehmen üblicherweise bestehen. Da unternehmerisches Handeln von der Übernahme angemessener Risiken nicht zu trennen ist, steht der verantwortungsvolle Umgang mit diesen Risiken im Vordergrund des Risikomanagements.

Im Konzern und der basic AG bestehen sowohl zentral als auch dezentral in den einzelnen Funktionsbereichen Planungs-, Berichterstattungs- und Frühwarnsysteme, die in ihrer Gesamtheit das Risikomanagementsystem abbilden sollen. Die Systeme werden sukzessive weiterentwickelt und verbessert. Auf diese Weise sollen ungünstige Entwicklungen frühzeitig erkannt und zeitnah gegensteuert werden können. Zielgerecht werden auch unsere Chancen unternehmensweit identifiziert, beurteilt und aufgegriffen. Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken bestehen Versicherungen, deren Deckungsumfang regelmäßig überprüft wird.

Sowohl die Zuständigkeiten als auch die Verantwortung für das Risikomanagement sind im Konzern klar geregelt und spiegeln die Unternehmensstruktur wider. Das Chancen-/Risikomanagement wird zentral gesteuert. Den Kern bilden insbesondere das operative und strategische Controlling. Die Erörterung des Risikomanagements erfolgt im Aufsichtsrat.

Um bedeutsame Risiken früh zu erkennen, unterliegen alle Märkte sowie die Zentralbereiche einer einheitlichen Planung und Budgetierung. Im Rahmen einer zeitnahen und unterjährigen Berichterstattung informiert das Controlling den Vorstand sowohl regelmäßig als auch ad hoc über die Abweichungen vom geplanten Geschäftsverlauf. Dies erfolgt unter Angabe der identifizierten Risiken. Die enge Verzahnung von operativem und strategischem Controlling stellt dabei sicher, dass die identifizierten Risiken aus dem operativen Bereich in die strategische Zielsetzung einfließen.

Schwerpunkte der Revision sind die Effizienz von Strukturen und Abläufen, die Sicherung des Vermögens, die Beherrschung von Risiken, die Einhaltung rechtlicher und konzerninterner Vorgaben sowie die Funktionsfähigkeit und Ordnungsmäßigkeit von Systemen. Die Prüfungsberichte wurden dem Vorstand vorgelegt. Für den Konzern und die basic AG ergeben sich vor allem die nachfolgend dargestellten internen und externen Risiken, die durchgehend mit Chancen unseres unternehmerischen Handelns verknüpft sind. Branchenunübliche Risiken, die sich nicht auf den Lebensmitteleinzelhandel mit Bio-Produkten beziehen, geht der Konzern und die basic AG nicht ein. Die nachfolgenden Risiken werden absteigend ihre Bedeutung aufgeführt. Eine Quantifizierung der Risiken erfolgt in der internen Steuerung im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht.

1) Finanzwirtschaftliche Risiken/bestandsgefährdendes Risiko

Die finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns und damit auch der basic AG werden zentral gesteuert. Hierzu zählen Preisänderungsrisiken, Bonitätsrisiken Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen.

Preisänderungsrisiken bestehen für den Konzern und die basic AG unter anderem in Änderungen von Marktzinssätzen. Diesem Risiko tragen der Konzern und die basic AG dadurch Rechnung, dass eine Mischung aus variablen und festverzinslichen Kreditaufnahmen erfolgt. Darüber hinaus wird zur Begrenzung diesbezüglicher Änderungsrisiken die Zinsentwicklung permanent verfolgt. Bei Bedarf werden entsprechende Absicherungsgeschäfte abgeschlossen.

Bonitätsrisiken bezogen auf den Ausfall von Kundenforderungen werden aufgrund ihrer Struktur als gering eingeschätzt.

Liquiditätsrisiken resultieren aus dem operativen Bereich und der Finanzierung, die in der Regel kurzfristig durch Nutzung entsprechender Kreditlinien bzw. durch Darlehensaufnahmen der basic AG erfolgt. Die basic AG verfügt über zwei Kontokorrentkreditlinien von je TEUR 1.500 bei zwei verschiedenen Banken, die laut Planung im Oktober 2022 in Anspruch genommen werden müssten.

Im November 2022 erwartet die basic AG ein LfA Förderbank Bayern Darlehen in Höhe von TEUR 1.100, welches der Finanzierung der Ende November 2022 neu zu eröffnenden Filiale in der Pelkovenstraße in München dienen soll. Die Investitionen in die Filiale wurden im Zeitraum von August bis Oktober 2022 bereits getätigt. Der Abschluss des Darlehensvertrags ist für November 2022 geplant.

Die basic AG wird der Hauptversammlung vorschlagen, eine Kapitalerhöhung von TEUR 2.000 bis spätestens 30.11.2022 durchzuführen. Diese soll durch den größten Aktionär der basic AG, die ASI Nature Holding AG erbracht werden. Eine entsprechende Zusage der ASI Gruppe, bestehend aus ASI Nature Holding AG, der AWV GmbH und der ASI Specialties Inc. in Form einer Absichtserklärung liegt der basic AG vor. Die Kapitalerhöhung soll in Höhe von TEUR 500 als Barkapitalerhöhung und im Übrigen als Sachkapitalerhöhung stattfinden. Die Sachkapitalerhöhung resultiert aus einer Darlehensforderung, welche die ASI Nature Holding gegenüber der basic AG besitzt.

Im Dezember 2022 plant die basic AG in ihrer integrierten Planung mit einem Mittelzufluss von TEUR 700 aus einem Darlehensvertrag, welchen die basic AG mit der basic austria Bio für alle GmbH abgeschlossen hat.

Für Januar 2023 geht die basic AG in ihrer Planung davon aus, dass aus dem Verkauf der Anteile an der biomammut GmbH erhebliche liquide Mittel zufließen werden. Die basic AG befindet sich diesbezüglich gegenwärtig in Verkaufsgesprächen.

Die integrierte Planung sieht für 2022 und 2023 ein negatives Ergebnis der basic AG und damit einen Bedarf an liquiden Mitteln vor, der im Wesentlichen aus den vorgenannten Maßnahmen gedeckt werden soll.

Für den Fortbestand der basic AG und damit des Konzerns ist es unerlässlich, dass sich das Ergebnis aus dem operativen Geschäft mindestens wie in der integrierten Planung bis Ende des Geschäftsjahres 2023 dargestellt, entwickelt und darüber hinaus die Liquiditätszuflüsse aus den geplanten Maßnahmen, nämlich die Gewährung des LfA Förderbank Bayern Darlehens, Beschluss und die Durchführung der Kapitalerhöhung, die Auszahlung des Darlehns durch die basic austria Bio für alle GmbH und der Verkauf der Anteile an der biomammut, eintreten. Des Weiteren sollten die beiden gewährten Kontokorrentlinien während des gesamten Planungszeitraums bis Ende 2023 aufrechterhalten werden.

Sollte sich die Liquidität der basic AG und damit des Konzerns aufgrund des Verfehlens der Planungsannahmen nicht wie geplant entwickeln und sollten die geplanten Zahlungszuflüsse aus den beschriebenen Maßnahmen nicht, nur teilweise oder nicht rechtzeitig erreicht werden, sind die basic AG und der Konzern auf weitere externe finanzielle Unterstützung der Aktionäre und/oder von Dritten angewiesen und wären ohne diese Unterstützung in ihrem Fortbestand gefährdet.

Insofern besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der basic AG und des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass die basic AG und der Konzern möglicherweise nicht in der Lage sind, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögensgegenstände zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen.

2) Handelsgeschäft

Ein grundsätzliches Geschäftsrisiko ist die schwankende Konsumbereitschaft der Verbraucher, die von zahlreichen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere Ukrainekrieg, Energiekrise und Inflation abhängt. So können sich unter anderem Preiserhöhungen bei Grundnahrungsmitteln negativ auf das Kaufverhalten auswirken.

Permanente Veränderungen des Konsumverhaltens und der Kundenerwartungen bieten Chancen, beinhalten jedoch ebenfalls Risiken. Sie erfordern eine kontinuierliche Anpassung und Optimierung des Vertriebskonzeptes. Um Markttrends und sich wandelnde Konsumentenerwartungen frühzeitig zu erkennen, werten wir regelmäßig interne Informationen sowie ausgewählte externe Quellen aus. Dabei werden qualitative Verfahren wie Zeitreihenanalysen oder Prognosen der Marktentwicklung, die auf Analysen unserer Verkaufsdaten und auf Marktforschungsergebnissen beruhen, genutzt. Das Risiko, dass Waren aufgrund des Erreichens des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht mehr verkäuflich sind, hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Zu den Zeitreihenanalysen zählt die Beobachtung von Produktsegmenten im Markt über einen bestimmten Zeitraum. Innovative Konzeptmodule werden zunächst in Testmärkten auf praktische Umsetzung und Kundenakzeptanz erprobt. Erst danach werden sie systematisch und rasch in weiteren Märkten eingeführt. Zur Optimierung des Vertriebskonzeptes und zur Modernisierung der Märkte stellen wir kontinuierlich Investitionsmittel bereit. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Wettbewerbsstärke zu sichern.

Als ein weiteres Risiko für den Konzern und die basic AG ist die Abwanderung von exklusiven Fachhandelsmarken und Verbandsware in die Ubiquität zu nennen. Hier ist zu verzeichnen, dass sich einige Marken und Verbände im Vergleich zur Vergangenheit nun auch im konventionellen Handel positionieren. Der Konzern und die basic AG arbeiten mit Lieferpartnern daran, neue exklusive Fachhandelsmarken (mit evtl. neuen Produkten) aufzubauen, um das Sortiment und das Angebot für den Kunden i. S. der Produktvielfalt zu jeder Zeit attraktiv zu gestalten.

Den sich aus dem Verdrängungswettbewerb unter Wettbewerbern ergebenden Risiken begegnet die Gesellschaft mit ihrem einheitlichen und starken Auftritt in Bezug auf die Marke der basic, der Gestaltung der Märkte und dem angebotenen Sortiment und der Warenpräsentation in den Märkten.

Hierbei ist es das Ziel, dem Wettbewerb durch entsprechende Positionierung "einen Schritt" voraus zu sein und den Kunden einen Mehrwert zu bieten.

3) Standorte und Vertrieb der basic Markenprodukte an Vertriebspartner

Die Präsenz durch das bestehende Standortnetz in den Ballungsräumen Deutschlands und Österreich gilt als entscheidender Faktor für eine profitable Zukunft der basic. Es werden Chancen genutzt, Märkte an einkommensstarken Standorten zu eröffnen. Nach dem Verkauf der 10 Märkte in Nord- und Westdeutschland durch die basic AG wird die für November 2022 geplante Eröffnung des Marktes in der Pelkovenstraße in München durch die basic AG ein erster Schritt sein, wieder an neuen Standorten vertreten zu sein. Es werden Chancen genutzt, um von der Kaufkraft der dort lebenden Konsumenten zu profitieren. Daraus resultierende Standortrisiken werden durch systematische Markt- und Standortanalysen verringert. Standortrisiken werden im Vorfeld kritisch analysiert. Risiken im Zusammenhang mit der Beendigung von langfristig abgeschlossenen Mietverträgen oder deren Weitervermarktung sind nicht auszuschließen.

4) Lieferanten

Als Lebensmitteleinzelhändler sind der Konzern und die basic AG auf externe Anbieter von Waren und Dienstleistungen angewiesen. Um Unwägbarkeiten beim Bezug vorzubeugen, kooperiert unser Unternehmen mit einer ausreichenden Anzahl an Lieferanten. Auf eine breite Lieferantenstruktur wird insbesondere in kritischen, von einer Verknappung bedrohten Warengruppen Wert gelegt.

Der Konzern und die basic AG arbeiten langfristig, partnerschaftlich und auf Basis der Fachhandelstreue mit ihren Lieferanten zusammen. Die Lieferpartner werden rechtzeitig über anstehende Standortentscheidungen vom Konzern und der basic AG informiert. Diese auf Transparenz bedachte Form der Lieferantenbeziehungen gewährleistet uns in der Gegenwart und für die Zukunft eine Absicherung in der Warenbeschaffung.

Neben gesetzlichen und verbandspezifischen Kontrollen werden unsere Lieferanten und Produzenten der basic Markenprodukte kontinuierlich durch das Qualitätsmanagement der basic überwacht. Alle Lieferpartner müssen unseren einkaufspolitischen Standards entsprechen. Sie sind für alle unsere Lieferanten verbindlich und sollen die besondere Sicherheit von Bio-Lebensmitteln auf sämtlichen Erzeugungs-, Produktions- und Vertriebsstufen gewährleisten.

Der Konzern und die basic AG verfügen über einen Großhandelslieferanten, dessen Warenportfolio eine Vielzahl verfügbarer Einzellieferanten vereinigt. Laufzeitgebundene Lieferverträge, eine breite Basis an weiteren Lieferanten (Risikostreuung), interne Kontrollen sowie einkaufspolitische Maßnahmen begrenzen das Lieferantenrisiko für basic, denen der Konzern als Handelsunternehmen jederzeit ausgesetzt ist.

5) IT und Logistik

Die große Vielfalt von Waren und Artikeln im Sortiment für den stationären Handel sowie der hohe Warenumschlag beinhalten grundsätzlich organisatorische, informationstechnische und logistische Risiken. Diese Risiken werden durch die Ausrichtung und die damit verbundene Konzentration auf nationale, regionale und lokale Warenangebote erhöht. Störungen in der Lieferkette von Waren, könnten zu Betriebsunterbrechungen führen. Der Konzern und die basic AG minimieren diese Risiken, indem unter anderem konzerninterne Backup-Systeme und spezifische Notfallpläne bereitgehalten werden. Diese reduzieren die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten und Dienstleistern durch Zusammenarbeit mit gleichartigen Geschäftspartnern.

6) Personal

Kompetenz, Engagement und Motivation der Beschäftigten sind zentrale Erfolgsfaktoren, die die Chancen im Wettbewerb maßgeblich bestimmen. Bei der Realisierung ihrer strategischen Ziele ist die basic auf qualifizierte und motivierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Diese zu gewinnen und zu binden, ist eine kontinuierliche Herausforderung, insbesondere angesichts des intensiven Wettbewerbs der Unternehmen um die besten Mitarbeiter.

Diesem Umstand begegnet die Gesellschaft durch unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen. Um Fachkompetenz zu sichern, treibt die Gesellschaft die eigene Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter auf allen Ebenen voran. Durch Schulungen und gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen fördert die basic die unternehmerische Denk- und Handlungsweise ihrer Mitarbeiter.

Variable, am Geschäftserfolg bemessene Gehaltsbestandteile wirken dabei unterstützend, denn die direkte Beteiligung am Unternehmenserfolg steigert die Identifikation der Mitarbeiter mit der basic und schärft den Blick für Chancen und Risiken bei allen unternehmerischen Entscheidungen. Durch diese Maßnahmen sollen Risiken in allen Bereichen begrenzt bzw. vermieden und durch fachliche Kompetenz des Personals abgesichert werden.

7) Rechtliche und steuerliche Sachverhalte

Im Rahmen von rechtlichen Auseinandersetzungen oder steuerlichen Belangen arbeitet die Gesellschaft mit anerkannten Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern zusammen, um eine sachgerechte Bearbeitung zu gewährleisten. Der Gesellschaften bekannte Risiken wurden durch entsprechende Rückstellungen angemessen berücksichtigt.

b) Chancenbericht

Für den Konzern und die basic AG bieten sich eine Reihe von Chancen im Bereich der Ausweitung des Absatzes durch nachfragerelevante Trends. Diese Chancen werden im Folgenden in absteigender Reihenfolge genannt:

1) Bewusstsein der Kunden

Das Bewusstsein der Kunden, gesunde und ökologisch produzierte Nahrungsmittel zu erwerben, steigt weiter an. Nicht zuletzt führten und führen insbesondere Lebensmittelskandale im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel zu steigenden Erwartungen der Verbraucher, sowohl bezüglich der Qualität der Produkte als auch in Bezug auf artgerechte "Haltungsbedingungen" von Tieren und Menschen.

Darüber hinaus wächst weiterhin das Bewusstsein vieler Verbraucher, dass viele Lebensmittel dezentral erzeugt werden und auch regional gehandelt und erworben werden können.

2) Nationale und internationale Agrarpolitik

Der ökologische Landbau ist auch in der deutschen und europäischen Agrarpolitik ein wichtiger Faktor geworden. Die ökologisch bewirtschafteten Flächen und die Zahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe steigen - und dieser Trend wird sich fortsetzen. Und auch viele Bundesländer verstärken ihre Initiativen zur Förderung des Ökolandbaus, was dazu führen wird, dass die zur Versorgung nötigen größeren Warenmengen in Verbindung mit neuen Produktideen und Produzenten auf den Markt kommen werden. Diese Entwicklung ist eine Chance für den Bio-Fachhandel, sich weiterhin klar zu positionieren und seine Bio-Kompetenz und sein Profil zu zeigen.

3) Weiterentwicklung des Bio-Sortiments

Das Angebot an Bio-Produkten in Fachhandel und LEH wächst weiter. Durch unsere Kompetenz im Bereich handwerklich erzeugter Bio-Lebensmittel und unsere vielfältigen und gut gepflegten Lieferantenbeziehungen ist der Konzern und die basic AG hier ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, das Bio-Sortiment und dessen Qualität weiterzuentwickeln, aktuelle Markttrends aufzugreifen und erfolgreich zu bespielen.

4) Standorte

Insbesondere vor dem Hintergrund des Verkaufs profitabler Märkte in Nord- und Westdeutschland kommt der Erschließung neuer Standorte eine hohe Bedeutung zu. Auch wenn eine Steigerung von Kundenzahlen in den Märkten und eine Erhöhung des Durchschnittseinkaufs zu Wachstum beiträgt, wird die basic neue Märkte eröffnen müssen, um profitabel wachsen zu können.

c) Prognosebericht

Dieser Prognosebericht berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bekannt waren und die Geschäftsentwicklung des basic Konzerns und der basic AG beeinflussen können. Dies betrifft insbesondere die Energiekosten und sinkende Umsätze, sofern die derzeit beobachteten Umsatzrückgänge durch die Kaufzurückhaltung der Kundschaft von Dauer sein sollten.

Die basic AG Lebensmittelhandel leidet, wie der gesamte Lebensmitteleinzelhandel unter der Kaufzurückhaltung der Kunden, welche von der aktuell hohen Inflation ausgelöst wurde. Bon-Werte, Artikel pro Kunde und Anzahl der Kundinnen und Kunden in den Märkten waren im 1. Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in der gesamten Branche wie auch beim basic Konzern und in der basic AG rückläufig.

Die basic AG weist in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 einen negativen operativen Cashflow aus und ist darauf angewiesen, dass bestimmte Ereignisse wie geplant eintreten, um das operative Geschäft aufrechtzuerhalten und die geplanten Investitionen durchführen zu können.

Der Vorstand geht in der Planung des operativen Geschäfts der basic AG davon aus, dass sich die EBTIDA Marge von -10% im August 2022 bis Ende 2022 kontinuierlich verbessert, wenn auch weiterhin negativ ist und im Dezember 2022 0% erreicht. Für das Gesamtjahr 2023 gehen wir in der basic AG in der Planung von einer EBITDA Marge von 0% aus nach einer geplanten EBITDA Marge von -5% für das Gesamtjahr 2022. Im Januar 2023 erwarteten wir in der basic AG eine EBITDA Marge von -3%., im Mai 2023 von -4%, im Juni 2023 von -3% und im September 2023 von -2%. Für restlichen 5 Monate der ersten 3 Quartale gehen wir in der basic AG von einer EBITDA Marge von 0% aus, während wir im letzten Quartal eine positive EBITDA Marge in der basic AG erwarten.

Der Vorstand erwartet in der basic AG und damit im Konzern eine Verbesserung des EBITDA durch folgende bereits eingeleitete Maßnahmen. Erhöhung der Durchschnitts Bons durch Sondermaßnahmen, effizientere Personalplanung, Erhöhung der Spanne und Reduktion der Abschriften, Implementierung neuer, digitaler Prozesse in der Warenwirtschaft, Optimierung der Auflage und Reichweite von Flyern, Reduzierung der Kosten für Prospektwerbung sowie durch Sonderaktionen.

Für Ende November 2022 ist die Eröffnung einer neuen Filiale in der Pelkovenstraße in München durch die basic AG geplant. Die neue Filiale soll ebenfalls zu einer Verbesserung des EBITDA beitragen.

Auch für 2023 gibt es Pläne eine neue Filiale in München durch die basic AG und eine neue Filiale in Wien durch die basic austria Bio für alle GmbH zu eröffnen.

Der Vorstand geht davon aus, dass es im Herbst 2022 nicht zu Schließungen in der Gastronomie kommt, was insbesondere in 2020 und teilweise in 2021 zu zusätzlichen Umsatzerlösen im Lebensmitteleinzelhandel geführt hat.

Für 2022 werden Umsatzerlöse im Konzern von EUR 95,0 Mio. und für die basic AG von EUR 82,5 Mio. erwartet. Als EBIT werden für 2022 EUR -6,8 Mio. im Konzern und in der basic AG EUR -6,6 Mio. erwartet. Zum 30. September 2022 belaufen sich die Umsatzerlöse im Konzern auf EUR 69,6 Mio. und das EBIT beläuft sich auf EUR -6,0 Mio. Die Umsatzerlöse der basic AG zum 30. September 2022 belaufen sich EUR 60,4 Mio. und das EBIT beläuft sich auf EUR -5,9 Mio.

Für 2023 wird wieder ein ausgeglichenes Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern im Konzern und der basic AG erwartet.

Das hohe Interesse der Verbraucher an hochwertigen und umwelt- sowie artgerecht erzeugten und fair gehandelten Produkten besteht weiterhin und bietet insgesamt eine gute Basis für die weitere Entwicklung des Bio-Facheinzelhandels und unseres Unternehmens.

Hinsichtlich der getroffenen zukunftsbezogenen Aussagen wird darauf verwiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, sollte eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegende Annahme als unzutreffend erweisen.

 

München, 20. Oktober 2022

Dr. Manuel Zalles-Reiber

Christoph Eich

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2021

der BASIC Aktiengesellschaft Lebensmittelhandel ("Gesellschaft")

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 war turbulent für die Gesellschaft und nicht nur durch die Corona Pandemie beeinflusst, sondern auch durch die Entscheidung auf Ebenen der beiden Hauptgesellschaftergruppen geprägt, die zu einer Abwahl und Nichtentlastung des alten Aufsichtsrates führten. Der in der Hauptversammlung vom 14. Juli 2021 neu gewählte Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben sorgfältig und gewissenhaft erfüllt.

Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand

Im Jahr 2021 wurde der Aufsichtsrat am 14. Juli 2021 durch die Wahl der Aktionäre neu besetzt:

Christian Pfirrmann (Vorsitzender), Unternehmer, Landau

Saeed Abbas Ibrahim Yousef Alyousif, (stv. Vorsitzender), Unternehmer, Dubai

Dr. Christian Streetz, Rechtsanwalt, München (bis 31. August 2021)

Ralph Koehler, Wirtschaftsprüfer, Seeheim-Jugenheim

Jens Kuschel, Leiter Personal der BASIC, München (seit 26. Juli 2021)

Jonas Weidner, Verkäufer, München

Bis zur Neuwahl am 14. Juli 2021 war der Aufsichtsrat wie folgt besetzt:

Benjamin Lukas Lörtscher, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei bellpark legal AG, Zürich, Schweiz

Adrian Escher, Präsident des Verwaltungsrats der Kendris AG, Ingenbohl, Schweiz

Fritz Lietsch, Chefredakteur und Herausgeber des Forum Nachhaltig Wirtschaften, Grafing

Hakan Dumaz, Verkäufer, Schenefeld bei Hamburg (bis 1. April 2021)

Jonas Weidner, Verkäufer, München

Nichtentlastung des Vorstands und des Aufsichtsrates

In der Hauptversammlung am 14. Juli 2021 berichtete der Vorstand über die Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 1.300 im Geschäftsjahr 2020 und von weiteren TEUR 450 in 2021. Bereits in der Hauptversammlung wurde deutlich, dass diese Überweisungen nicht an den ursprünglichen Darlehensgeber zurückflossen. Des Weiteren berichtete der Vorstand über die Gründung der ORFO Logistik GmbH ("ORFO"), ein 50:50 Joint Venture der BASIC und der EPOS Bio Partner Süd GmbH ("EPOS"). EPOS ist ein Unternehmen, das der ehemalige Vorstand der BASIC, Herrn Hermann Oswald gegründet hat und an dem er gemeinsam mit seiner Ehefrau eine Beteiligung in Höhe von 70% besitzt. Beide Sachverhalte führten zur Nichtentlastung der ehemaligen Vorstände und der verantwortlichen Aufsichtsratsmitglieder durch die Mehrheit der Aktionäre. Darüber hinaus wurde eine Sonderprüfung zu den Umständen der Gründung der ORFO beschlossen.

Prüfung der Geschäftsführung durch den Vorstand

Das Jahr 2021 war durch die Aufarbeitung von Sachverhalten geprägt, die zu erheblichem finanziellen Schaden auf Seiten der BASIC geführt haben:

Darlehen der Multiplast AG:

Im Jahr 2018 wurde durch die Multiplast AG eine Liquiditätshilfe in Höhe von TEUR 2.500 der BASIC zur Verfügung gestellt. In 2020 wurden TEUR 1.300 und in 2021 mit TEUR 450 an ehemalige Aufsichtsräte, und weiteren dem ehemaligen Aufsichtsrat verbundene Personen ausgezahlt. Die Zahlungen erfolgten zum Großteil direkt auf Firmenkonten der damaligen Aufsichtsräte und Konten der Auditrium Zürich GmbH. Da diesen Zahlungen seitens des Wirtschaftsprüfers und der Vorstandes keine Tilgungswirksamkeit attestiert werden konnte, wurden für den Abschluss 2021 der BASIC diese Zahlungen und die damit verbunden Zinsen wieder als Verbindlichkeit gegenüber der Multiplast AG passiviert.

ORFO:

In engem zeitlichem Zusammenhang mit den Zahlungen an die ehemaligen Aufsichtsräte wurde im März 2021 die ORFO als 50:50 Joint Venture gegründet. Die BASIC gab an die ORFO zwei Darlehen von in Summe TEUR 1.500, die für den Kauf von Vermögensgegenständen von der EPOS verwendet wurden. Die von der EPOS erworbenen Vermögensgegenstände erreichten nicht den Gegenwert des gezahlten Kaufpreises. Die von der BASIC gegebenen Darlehen stehen der ORFO daher nicht mehr zur freien Verfügung. Nachdem Ende 2021 die Logistikvereinbarung zwischen der BASIC und der ORFO gekündigt wurde, wurde der BASIC der Geschäftsanteil von TEUR 100 an der ORFO im Februar 2022 ohne Gegenleistung entzogen. Die beiden Darlehen wurden der ORFO außerordentlich gekündigt und im Jahresabschluss wertberichtigt, da eine Rückzahlung mangels eine möglichen Leistungsfähigkeit der ORFO unsicher ist.

Biomammut:

Im März 2021 erwarb die BASIC 100% der Geschäftsanteile der biomammut GmbH ("biomammut") für EUR 2,3 Mio. Diese von der biomammut betriebenen fünf Märkte erwirtschafteten seit der Akquisition Verluste und die biomammut war auf Liquiditätshilfen von rund TEUR 700 durch die BASIC angewiesen. Zusammen mit den gegebenen Liquiditätshilfen entstand der BASIC ein Schaden von rund EUR 3,0 Mio., nachdem die biomammut im November 2022 die Sanierung im Rahmen eines Eigenverwaltungsverfahrens beim Amtsgericht beantragt hat.

Verkauf von 10 Märkten:

Im Februar 2021 wurden von der BASIC zehn Märkte verkauft, was zu einem Umsatzrückgang von EUR 31,5 Mio. in 2021 führte. Gleichzeitig konnten die Fixkosten in der Verwaltung nicht proportional zum Umsatzrückgang reduziert werden, so dass der positive Deckungsbeitrag, den diese Märkte erwirtschafteten, in 2021 nicht mehr zur Deckung von Fixkosten zur Verfügung stand.

Honduras:

Im März 2021 schloss der Vorstand mit einem Dienstleister eine Vereinbarung über den Aufbau eines Sortiments organischer und ökofairer Produkte aus Honduras für den Verkauf über die BASIC Märkte. Das geplante Vorhaben sollte von der DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH ("DEG"), eine Tochtergesellschaft der KfW, gefördert werden. Im August 2021 wurde seitens des alten Vorstands ein Mittelabruf von Fördergeldern initiiert, die dann an die BASIC ausgezahlt wurden. Dieser Mittelabruf hätte durch Leistungen der BASIC begründet werden müssen, was für diesen Mittelabruf nicht möglich war. Insofern prüft die Staatsanwaltschaft München ob der Tatbestand eines Subventionsbetrug erfüllt ist.

Die vorgenannten aufgezeigten Verfehlungen des ehemaligen Vorstands führten unter anderem dazu, dass die Bestellungen der Vorstände am 24. September 2021 seitens des Aufsichtsrats widerrufen wurde und eine fristlose Kündigung der Vorstands-Dienstverträge veranlasst wurden.

Unmittelbar nachfolgend wurde Herr Dr. Manuel Zalles-Reiber zum alleinigen Vorstand bestellt. Erst nach der Bestellung von Herrn Dr. Manuel Zalles-Reiber kam es dann auch zu der Durchführung der in der Hauptversammlung im Juli 2021 beschlossene Sonderprüfung bezüglich der ORFO. Der ehemalige Vorstand hatte die Durchführung der Sonderprüfung immer wieder verzögert.

Der Aufsichtsrat stand über die regelmäßigen 5 Sitzungen seit der Neuwahl im Juli 2021 mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und informierte sich fortlaufend über die aktuelle Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Die Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht für die BASIC Aktiengesellschaft Lebensmittelhandel und den Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2021 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Das Prüfungsurteil wurde dahingehend ergänzt, dass eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit besteht.

In der Aufsichtsratssitzung am 3. November 2022 haben die Aufsichtsräte den Jahresabschluss der Gesellschaft, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 geprüft. Zur Vorbereitung standen uns neben dem Jahres- und Konzernabschluss, sowie dem zusammengefassten Lagebericht, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers für Jahres- und Konzernabschluss und weitere umfangreiche Unterlagen zur Verfügung.

Wir haben diese Unterlagen allesamt eingehend behandelt und sie im Beisein des Abschlussprüfers, der über die Ergebnisse der Prüfung berichtete und für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung stand, am 3. November 2022 intensiv erörtert. Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse gebilligt. Der Jahresabschluss der BASIC Aktiengesellschaft Lebensmittelhandel wurde damit festgestellt.

Gegenstand der Sitzungen des Aufsichtsrats waren zudem der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG) sowie der entsprechende Prüfungsbericht des Abschlussprüfers. Der Abhängigkeitsbericht des aktuellen Vorstands zeigt auf, dass die Gesellschaft bei Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen nicht benachteiligt worden ist und angemessene Gegenleistungen erhalten hat. Der Abhängigkeitsbericht wurde durch den Abschlussprüfer geprüft, der folgenden Bestätigungsvermerk erteilt hat:

Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3.

bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentliche andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Wir stimmen diesem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben.

Sonstiges

Im Berichtsjahr sind bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte aufgetreten.

Im Namen des Aufsichtsrats danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Arbeitnehmervertretungen und der Unternehmensleitung für ihren persönlichen Beitrag zum Geschäftsjahr 2021.

 

Landau, den 4. Januar 2023

Für den Aufsichtsrat

Christian Pfirrmann, Vorsitzender

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