mkf GmbH
46mHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Völkel seit 8.5.2019 | Prokura |
Patrick Dr. Pertsch seit 23.10.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Physik Instrumente (PI) GmbH & Co KGKarlsruheKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Aktiva
Passiva
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag Die Physik Instrumente (PI) GmbH & Co KG hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) einen Einzelabschluss und als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss aufgestellt. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim, Nr. HRB 104804 unter der Firma Physik Instrumente (PI) GmbH & Co KG eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist in Karlsruhe. Sofern Angaben wahlweise in der Konzernbilanz oder im Konzernanhang gemacht werden können, wurde der Vermerk weitgehend im Konzernanhang gewählt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wurde auf den 31.12.2021, den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens sowie sämtlicher Tochterunternehmen aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 298 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB) gegliedert. B. Angaben zum Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasst die folgenden Gesellschaften im In- und Ausland, an denen der Physik Instrumente (PI) GmbH & Co KG, Karlsruhe, unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht:
Gemäß § 296 Abs. 2 HGB wird auf die Einbeziehung der miCos Iberia SL in den Konzernabschluss verzichtet, da das Tochterunternehmen für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung ist. Für das nicht einbezogene Tochterunternehmen ergeben sich folgende Angaben:
Für die miCos IBERIA wurde auf die Anwendung der Equity-Methode wegen der untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verzichtet. C. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung der vollkonsolidierten Unternehmen erfolgte bis einschließlich des Geschäftsjahres 2009 nach der Buchwertmethode. Dabei erfolgte die Verrechnung mit dem Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile bzw. im Jahr der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses zum 01.01.2001 (PI Ceramic GmbH, PI Japan Co. Ltd., Japan, Physik Instrumente (PI) S.R.L., Italien) und den seit der erstmaligen Einbeziehung erwirtschafteten Jahresergebnissen. Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung der vollkonsolidierten Unternehmen nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 HGB i.d.F. des BilMoG. Hierbei wird das Eigenkapital der Tochterunternehmen mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten zum Erwerbs- bzw. Gründungszeitpunkt entspricht. Die Schuldenkonsolidierung erfolgte durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Währungsumrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam erfasst. Soweit in den Konzernabschluss zu übernehmende Vermögensgegenstände ganz oder teilweise auf Lieferungen zwischen Konzernunternehmen beruhen, wurden die Zwischenergebnisse eliminiert. Währungsumrechnungsdifferenzen im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung werden erfolgswirksam erfasst. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und der sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen, die sich in einem vorhersehbaren Zeitraum wieder ausgleichen, werden latente Steuern nach § 306 HGB in Höhe der unternehmensindividuellen Steuersätze gebildet. Soweit die Einzelermittlung zu einem unverhältnismäßigen Aufwand führt, erfolgt die Ermittlung hilfsweise mit einem Steuersatz von 22,51% (durchschnittlicher Konzernsatz). Die Konsolidierungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. D. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Physik Instrumente (PI) GmbH & Co KG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Währungsumrechnung im Konzern erfolgt gem. § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Für die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung werden Jahresdurchschnittskurse verwendet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Im Einzelnen wurden im Konzern folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wurden mit drei bis zwanzig Jahren angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, sofern deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, vermindert um überwiegend lineare und teilweise degressive Abschreibungen, bewertet. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wurden mit zwei bis dreiunddreißig Jahren angesetzt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens (soweit durch die Fertigung veranlasst) berücksichtigt. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Der Abgang dieser Vermögensgegenstände wird im Zugangsjahr unterstellt. Bei Zugängen wird die Abschreibung monatsgenau vorgenommen. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten für Vermögensgegenstände, die in Zusammenhang mit der teilweise bezuschussten Betriebserweiterung eines Konzernunternehmens stehen, wurden um den gewährten Zuschuss der Thüringer Aufbaubank gemindert. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, sofern die beizulegenden Werte am Abschlussstichtag die Anschaffungs- oder Herstellungskosten unterschreiten, bei Werterholungen werden Zuschreibungen vorgenommen. Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu den Anschaffungskosten bewertet. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen wurden entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad mit den Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Verwaltungsgemeinkosten sowie Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt. Fertige Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Verwaltungsgemeinkosten sowie Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt. Waren sind zu ihren Anschaffungskosten bewertet. Für nicht oder nur eingeschränkt verwertbare Vorratsbestände wurden altersabhängige Abschläge vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Grundsätzlich werden Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet; alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Devisenkassamittelkurs bewertet. Aktivposten der in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse werden gem. der modifizierten Stichtagskursmethode am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in den nachfolgenden Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden die sich daraus insgesamt ergebenden Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern wurden bestehende Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre voraussichtlich zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Passivposten Zuschüsse zum Anlagevermögen wurden in vergangenen Jahren in den Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen eingestellt. Die Auflösung des Postens erfolgt erfolgswirksam analog der Abschreibung der jeweils begünstigten Vermögensgegenstände. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich festgestellt und bekannt gemacht werden. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Grundsätzlich werden Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet; alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder mit dem am Bilanzstichtag höheren Devisenkassamittelkurs bewertet. Passivposten der in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse werden mit Ausnahme des Eigenkapitals gem. der modifizierten Stichtagskursmethode am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Geschäftsvorfälle sind grundsätzlich während des Jahres mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst worden. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse werden gem. der modifizierten Stichtagskursmethode zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in den nachfolgenden Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden die sich daraus insgesamt ergebenden Steuerbelastungen passiviert. Stetigkeit Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. E. Angaben zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Jahr 2021 ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen: Konzernanlagenspiegel 2021
Beim Kauf eines Mitbewerbers durch die PI (Physik Instrumente) L.P., USA, der sofort bei Übernahme in das Tochterunternehmen verschmolzen wurde, entstand in 2015 ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 351.317 US$. Der Buchwert zum Bilanzstichtag 2021 beträgt 93.055,90 €. Die im Einzelabschluss zugrunde gelegte Abschreibungsdauer von 10 Jahren wurde im Konzernabschluss beibehalten, weil es die unternehmensspezifischen Gegebenheiten angemessen widerspiegelt. Aus der Kapitalkonsolidierung entstandene aktive Unterschiedsbeträge haben insgesamt einen Restbuchwert von 6.145.165,46 € (Vorjahr: 8.468.677,89 €), die als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen werden. Erstkonsolidierungszeitpunkt für die PI Benelux B.V. war der 28.10.2015. Aus dem Erwerb resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.024.719,24 €. Dieser wird gemäß einem durchschnittlichen Produktzyklus von 5 Jahren abgeschrieben. Durch eine nachträgliche Kaufpreiszahlung erhöhte sich der Geschäfts- oder Firmenwert in 2017 um 123.958,00 € und in 2018 um 728.840,00 €. Die Zuordnung erfolgte retrospektiv auf den Erwerbszeitpunkt. Erstkonsolidierungszeitpunkt für die ACS Motion Control Ltd., die Technology 80 Inc. und die ACS Motion Control (Europe) GmbH war der 01.01.2017. Durch den Erwerb der Anteile an der ACS Motion Control Ltd., Israel, ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 17.833.993,81 US$ = 16.918.692,55 €. Durch den Kauf dieser Anteile wird ein langjähriger positiver Nutzen für die PI Gruppe erwartet. Gleichzeitig erwarten wir eine zügige technologische und organisatorische Integration der ACS Motion Control Ltd. in die PI Gruppe. In der Gesamtbetrachtung wird aufgrund dieser Annahmen der entstandene Geschäfts- oder Firmenwert auf acht Jahre abgeschrieben. Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr 2018 die restlichen 26% Anteile an der PI miCos GmbH erworben. Daraus ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 3.846.252,35 €. Durch den Besitz der 100% Anteile an der PI miCos GmbH werden im Bereich Fertigung und Organisation strukturelle Veränderungen vorgenommen. Wir gehen davon aus, dass dieser Veränderungsprozess spätestens in vier Jahren abgeschlossen und fest etabliert sein wird. Daher schreiben wir den entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert auf diesen Zeitraum von 4 Jahren ab. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear abgeschrieben. Im laufenden Geschäftsjahr wurden innerhalb der PI Gruppe 100 % der Firmenanteile der Precision Granite W. Co. Ltd, Japan erworben. Ein daraus entstandener passivischer Unterschiedsbetrag hat Fremdkapitalcharakter, da er auf antizipierte und übernommene Verpflichtungen zurückzuführen ist. Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Betrag von 350.061,55 € ergebniswirksam aufgelöst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei dem Bilanzansatz des Postens Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von 71.873,72 € (Vorjahr: 77.879,04 €) zugleich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Beträge ausgewiesen, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuerbeträge in Höhe von 319 T€ (im Vorjahr 84 T€). Latente Steuern Die Berechnung der latenten Steuern beruht sowohl auf den temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 298 i.V.m. 274 HGB als auch § 306 HGB. Differenzen in den Wertansätzen der Einzelabschlüsse, die zu aktiven latenten Steuern führen, ergeben sich postenbezogen im Wesentlichen im Anlagevermögen, bei den Vorräten sowie bei den sonstigen Rückstellungen; in geringerem Umfang auch aus Verlustvorträgen, die in der Anlaufphase erst vor kurzem gegründeter Tochterunternehmen entstanden sind. Differenzen in den Wertansätzen aus den Einzelabschlüssen, die zu passiven latenten Steuern führen, ergeben sich postenbezogen im Wesentlichen bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen. Zur Berechnung der latenten Steuern wurden die unternehmensindividuellen Steuersätze verwendet. Diese betragen zwischen 13,04 und 34,0%. Auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen, die sich in einem vorhersehbaren Zeitraum wieder ausgleichen, werden latente Steuern nach § 306 HGB in Höhe der unternehmensindividuellen Steuersätze gebildet. Soweit die Einzelermittlung zu einem unverhältnismäßigen Aufwand führt, erfolgt die Ermittlung hilfsweise mit einem Steuersatz von 22,51% (durchschnittlicher Konzernsatz). Insgesamt stehen aktiven latenten Steuern von 1.533.431,67 € (VJ: 1.645.806,30 €) passive latente Steuern von 191.282,69 € (VJ: 400.271,35 €) gegenüber. Der Ausweis erfolgt saldiert. Eigenkapital Soweit passivische Unterschiedsbeträge auf Gewinnthesaurierungen nach Erwerb aber vor der Erstkonsolidierung zurückzuführen sind, werden diese als Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Seit der Erstkonsolidierung entstandene Eigenkapitaldifferenzen aus der Währungsumrechnung werden unter dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Vor dem Hintergrund des § 268 Abs. 1 HGB wurden der Konzerngewinnvortrag und der Konzernjahresüberschuss in dem Posten Konzernbilanzgewinn zusammengefasst. Der Konzernbilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von 38.269.240,39 €. Verbindlichkeiten Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:
** Die Angaben in Klammern beinhalten die
Vorjahreszahlen
*** vertragsbedingte Eigentumsvorbehalte
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in der Konzernbilanz nicht gesondert ausgewiesen. Bei dem in der Bilanz ausgewiesenen Posten sonstige Verbindlichkeiten handelt es sich in Höhe von 88.535.213,01 € (Vorjahr: 80.964.237,41 €) zugleich um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern im Sinne des § 264c Abs. 1 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen diverse sogenannte Operating Leasingverträge, die in der Bilanz der Gesellschaft nicht abgebildet werden. Die Leasingverträge bewirken eine zeitadäquate Aufwandsverteilung entsprechend der Anschaffungs- und Finanzierungskosten der geleasten Vermögensgegenstände. Die aus den Vertragsverhältnissen resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind aus der folgenden Aufstellung ersichtlich. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
F. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Gliederung der Umsatzerlöse erfolgt anhand der verschiedenen Regionen: "DACH" (Deutschland, Österreich, Schweiz), "EMEA" (alle übrigen europäischen Staaten, die Staaten des Mittleren Ostens und Afrikas), America (alle Staaten Nord- und Südamerikas) und "APAC" (alle Staaten Asiens und der Pazifikregion).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge i.H.v. 1.552 T€ (Vorjahr: 1.597 T€) aus der Währungsumrechnung enthalten, in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i.H.v. 253 T€ (Vorjahr: 1.975 T€) enthalten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen angefallen. Dabei handelt es sich um Abschreibungen von Umlaufvermögen (Handelswaren) auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von TEuro 1.950. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag ist ein latenter Steuerertrag in Höhe von 96.389 € (Vorjahr: Steuerertrag 17.862,00 €) enthalten. G. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer teilt sich auf folgende Gruppen auf:
Die Berechnung erfolgte nach § 267 Abs. 5 HGB. Die Muttergesellschaft des Konzerns wird durch die persönlich haftende Gesellschafterin Physik Instrumente (PI) Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Karlsruhe, diese handelnd durch ihre Geschäftsführer, vertreten. Zum Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin ist bestellt:
Das von den Abschlussprüfern für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar in Höhe von 127.754,56 € an das Mutterunternehmen und vollkonsolidierte Tochterunternehmen entfällt vollumfänglich auf Abschlussprüfungsleistungen. Die Physik Instrumente (PI) GmbH & Co KG ist als Mutterunternehmen in ihren Konzernabschluss und Konzernlagebericht einbezogen und wird aufgrund der Befreiung gemäß § 264b HGB ihren Einzelabschluss nicht offenlegen. Das in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen PI Ceramic GmbH wird ihren Einzelabschluss aufgrund der Befreiung nach § 264 (3) HGB ebenfalls nicht offenlegen. Das in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen PI miCos GmbH wird ihren Einzelabschluss aufgrund der Befreiung nach § 264 (3) HGB ebenfalls nicht offenlegen.
Karlsruhe, den 13.12.2022 gez. Markus Spanner, Geschäftsführer der Physik Instrumente (PI) Verwaltungs-GmbH Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung 2021 der Physik Instrumente (PI) GmbH & Co KG
Der Finanzmittelfonds entspricht dem Posten Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinsituten und Schecks. Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, sind keine zu berücksichtigen.
*) Hierbei handelt es sich um die Entnahmen der
Gesellschafter der Konzernmuttergesellschaft
Konzernlagebericht 2021Physik Instrumente (PI) GmbH & Co KGKarlsruheI. II. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Der PI Konzern (nachfolgend "PI") beschäftigt sich mit Mikro- und Nanopositionierung, wobei unter Mikropositionierung die Positionierung von Komponenten im Genauigkeitsbereich von 1 µm zu verstehen ist, während die Nanopositionierung einen Bereich bis hin zu Nanometer und Subnanometer umfasst. Im PI Konzern werden die Produkte entwickelt, gefertigt und weltweit vertrieben. Somit bleibt die gesamte Wertschöpfungskette im Kontrollzugriff. Die Anwendung dieser Produkte erfolgt sowohl im universitären und wissenschaftlichen Forschungsbereich als auch in der Industrie; wobei sich der Schwerpunkt immer mehr in Richtung Hochtechnologieanwendungen in der Industrie konzentriert. Des Weiteren werden im Konzern fortschrittliche mehrachsige Steuerungen und verstärkerintegrierte Steuermodule entwickelt und produziert. In den Ländern USA, Japan, China, Singapur, Taiwan, Korea, England, Frankreich, Schweiz, Spanien, Niederlande, Israel und Italien erfolgt der Vertrieb durch eigenständige Gesellschaften. In China, Japan, Israel und USA wird über die Vertriebsaktivitäten hinaus noch Entwicklung und Fertigung weitgehend für den lokalen aber auch teilweise für den internationalen Markt betrieben. Ein Wettbewerbsvorteil der Firmengruppe PI besteht darin, die gesamte Wertschöpfungskette abzudecken, wodurch das gesamte Knowhow zur Geltung gebracht und Komplettlösungen angeboten werden können. Eine unserer Antriebstechnologien ist die Piezotechnologie, die in Systeme integriert wird, um extreme hohe Genauigkeiten bis in den Nanometerbereich realisieren zu können. Darüber hinaus spezialisieren wir uns im Bereich Magnetantriebe und Luftlagertechnik sowie auf Ansteuerungstechnik für Linearachsenversteller. 2. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung sind die Basis der positiven Zukunftsentwicklung des PI Konzerns. Daher werden jährlich mehr als 10% des Umsatzes in diesen Bereich investiert. Knapp 20% des Mitarbeiterstammes der PI Gruppe sind im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt. Hierdurch will die Gruppe auch in Zukunft Maßstäbe im Bereich der Piezokeramik sowie der Mikro- und Nanopositionierung setzen. Bis heute wurden PI fast 500 Patente erteilt. Des Weiteren unternehmen wir angemessene Anstrengungen, unseren Konzern mit Designmustern/Geschmacksmustern international zu schützen. Wir werden uns weiterhin verstärkt auf weltweite Patentanmeldungen/Schutzrechte jeglicher Art konzentrieren. Zusätzlich wollen wir den Wünschen und Bedarfen unserer aktuellen und zukünftigen Kunden wie Märkten vorauseilen. Daher haben wir zu unseren bestehenden hervorragenden Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten mit der push4impact GmbH eine "Innovations-Insel" eingerichtet. Die Mitarbeiter dieser Gesellschaft können ohne größere Einschränkungen ihre Kreativität frei entfalten. Die gesamte PI Gruppe soll dadurch noch mehr mit Ideen, innovativen Entwicklungen und Geschäftskonzepten bereichert werden. III. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die PI Produkte finden sich in den unterschiedlichsten Branchen wieder und sind damit nicht von einzelnen Bereichen auf der Abnehmerseite abhängig. Der PI Konzern bedient damit unter anderem folgende Anwendungsbereiche:
Nachdem sich eine gefühlte "Schockstarre" aufgrund der COVID-19 Pandemie im Jahr 2020 gelegt hatte, war im Jahr 2021 ein gesamtwirtschaftlicher Aufschwung zu verspüren. Entwicklungen, die normalerweise viele Jahre zur Veränderung benötigen, gingen aufgrund der Pandemie-Situation rasend schnell. Die fortschreitend schnelle Umstellung der Wirtschaft auf die pandemiebedingten Umstände, ließen die Kundenbedarfe entsprechend ansteigen. In allen Branchen, in denen die PI weltweit vertreten ist, spiegelten sich diese Auswirkungen wider. 2. Geschäftsverlauf Mit Beginn des Jahres 2021 war erkennbar, dass sowohl Umsatz als auch der Auftragseingang mit der Erholung der weltweiten Covid-Pandemie deutlich höher ausfallen. Der Umsatz stieg auf 250,2 Mio. Euro und damit um überragende +27,4% gegenüber dem Vorjahr (196,4 Mio. Euro). Trotz des mit 36,2% noch stärker gestiegenen Materialaufwands, nebst den nur um 14,5% moderat gestiegenen Personalkosten ist der Konzernjahresüberschuss im Geschäftsjahr 2021 (40,8 Mio. Euro) um enorme 74,9 % gegenüber dem Vorjahr (23,3 Mio. Euro) gestiegen. 3. Lage a) Ertragslage Im Berichtszeitraum stieg der Umsatz um +53,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Mit der Normalisierung der Covid19-Pandemie ergaben sich vor allem zusätzliche Bedarfe in den Bereichen der Halbleiterindustrie und Medizintechnik. Durch Bestandsaufbau der Halbfertigen- und Fertigwaren in Höhe von knapp 4,2 Mio. Euro auf der einen Seite, und Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge um 1,1 Mio. Euro auf der anderen Seite, zog sich letztlich die Umsatzsteigerung zum Vorjahr bis ins Rohergebnis (+24,4 % Steigerung zum Vorjahr) durch. Die Summe der Aufwendungen (Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und Sonstige betrieblichen Aufwendungen) stiegen im Berichtszeitraum um +33,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Haupttreiber dieser Entwicklung waren höhere Materialaufwände, die aufgrund von weltweit steigenden Supply-Chain Problematiken und einsetzender Inflationsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr beeinflusst waren. Zu diesem Kostenanstieg kamen weitere Steigerungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. 3,8 Mio. € dazu. Der resultierende Konzernjahresüberschuss in Höhe von 40,8 Mio. Euro lag somit mit 17,5 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert (23,3 Mio. Euro). Die Umsatzrendite stieg somit von den bereits soliden 14,8% im Vorjahr auf 20,5% im Wirtschaftsjahr 2021. b) Finanzlage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um +41,1 Mio. Euro auf 250,1 Mio. Euro. Das "wirtschaftliche Eigenkapital" (die Summe aus bilanziellem Eigenkapital und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) der Firmengruppe stieg zum Bilanzstichtag um +24,3 Mio. Euro auf 205,6 Mio. Euro an. Dies bedeutet eine Finanzierungsquote durch die Gesellschafter von etwa 82%. Auf Basis dieser Entwicklung kann davon ausgegangen werden, dass die Firmengruppe auch in Zukunft alle Investitionen weitgehend im Rahmen der Innenfinanzierung aus dem laufenden Geschäft sicherstellen kann. Während sich die mittel- bis langfristigen Finanzierungmittel um +25,8 Mio. Euro erhöhten, stiegen die kurzfristigen Finanzierungsmittel um +15,3 Mio. Euro an. Hauptursachen für den Anstieg der kurzfristigen Finanzierungsmittel waren die Zunahme der Rückstellungen i.H.v.+5,4 Mio. Euro sowie die Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen um +5,3 Mio. Euro. Diese Zunahme spiegelt unsere gestiegene Auftragsentwicklung wider und zunehmende Risikominimierung durch Umsetzung von Anzahlungsrechnungen. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen wuchs auch im Berichtsjahr 2021 um +3,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Getrieben wurde dieser Anstieg durch die Fertigstellung eines weiteren Gebäudeteils in Lederhose aber auch durch Investitionen in technische Anlagen und Maschinen als auch in Betriebs- und Geschäftsausstattung. Das kurzfristig gebundene Vermögen stieg um +37,9 Mio. Euro auf 176,6 Mio. Euro an. Hierzu trug ein weiterer Anstieg der Vorräte um +9,5 Mio. Euro bei. Erneut erhöhten wir den Bestand an Vorräten um 29,7%, um die Sicherheit unserer Lieferfähigkeit besser gewährleisten zu können. Weiterhin veränderten sich die Forderungen (+9,2 Mio. Euro) und sonstige Vermögensgegenstände (-1,4 Mio. Euro) nebst liquiden Mitteln (+20,3 Mio. Euro) in Summe um +28,2 Mio. Euro. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Unternehmenssteuerung beziehen wir uns auf die Kennzahlen Umsatz, Umsatzrendite und liquide Mittel im Vergleich zu den Planwerten des lfd. Jahres. Der für die PI Gruppe budgetierte Umsatz von 200,0 Mio. Euro wurde im Geschäftsjahr 2021 mit 250,2 Mio. Euro übertroffen. Insgesamt kletterte somit der Umsatz mit +25,1% über den Plan, da das Auftragsvolumen stärker als erwartet anstieg. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Diese lag im Geschäftsjahr 2021 bei 20,5% und traf somit unsere Erwartungsmarke. Wir erwarteten im Jahr 2021 einen moderaten Anstieg der liquiden Mittel, da wir mit moderaten Investitionen rechneten. Diese Erwartung wurde mit einem Anstieg der liquiden Mittel um 20,3 Mio. Euro bestätigt. 5. Gesamtaussage Nach einem ungünstigen Geschäftsjahr 2020 hat das Wirtschaftsjahr 2021 unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Die ersten Irritationen, die sich zunächst aufgrund der pandemiebedingten Situation im Jahr 2020 ergeben hatten, haben sich im Laufe des Geschäftsjahres 2021 gelegt. Durch Expansion unserer Kapazitäten, besseres Lagerbestandsmanagement und Investitionen konnte der Output erhöht werden. Wir haben Lösungen gefunden, wie wir mit den Schwierigkeiten der Pandemie umgehen. IV. Prognosebericht Aufgrund sehr guter Marktperspektiven unserer Produkte und Auftragseingänge zum Ende des Jahres 2021 erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr nochmals einen starken Umsatzzuwachs gegenüber dem abgelaufenen Wirtschaftsjahr. Wir gehen von einer Steigerung um knapp 26,8% im Vergleich zum Berichtsjahr aus. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres überstiegen die Auftragseingänge die geplanten Werte deutlich. Trotz dieses vielversprechenden Starts in das neue Geschäftsjahr ist nur schwer abzuschätzen, inwieweit sich aus den positiven Auftragseingängen entsprechende Umsatzzuwächse realisieren lassen. Mit dem einsetzenden Krieg infolge des Überfalls der Ukraine durch Russland, steigen die weltweiten wirtschaftlichen Unsicherheiten an. Insbesondere die Auswirkungen des Konflikts auf die Energieversorgung und -preise Europas und besonders stark Deutschlands, nehmen erkennbar größeren Raum für Realisierungsrisiken des Umsatzes zu. Ferner wird im neuen Geschäftsjahr massiv in weitere Kapazitäten investiert. So werden sowohl die Personalkosten als auch die sonstigen Ausgaben deutlich steigen. Eine Verbesserung der Umsatzrenditeerscheint durch massiv steigende Materialpreise gegenüber dem Vorjahr nur schwer realisierbar. In Anbetracht der sich abzeichnenden massiven Investitionen gehen wir von größeren abnehmenden Geldbeständen aus. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a) Branchenspezifische Risiken: Die PI-Gruppe bedient mit ihren Produkten Abnehmer in diversen Märkten. Eine Abhängigkeit von spezifischen Einzelmärkten besteht nicht. Wettbewerber, die sich nur auf einen gewissen Teilbereich spezialisiert haben, begegnen uns in den Märkten und versuchen mit günstigeren Preisen, Kunden zu gewinnen. Wir werden auf der Basis von ausgereiften Entwicklungsprozessen und langjährigem sowie höchstqualifiziertem Personal weiterhin mit entscheidendem Mehrwert an Qualität, langjährigem Know-how und umfassenderen Leistungen diesen Konkurrenten entgegentreten. b) Ertragsorientierte Risiken Die weltweiten Absatzmärkte der PI-Gruppe machen das Unternehmen abhängig von politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen anderer Länder. So kann der Handelskrieg zwischen den USA und China unsere Aktivitäten in China beeinflussen. Derartige Einzelrisiken können durch die weltweite Aufstellung der PI-Gruppe abgemildert werden. Einen nennenswerten Einfluss auf unsere Ertragslage erwarten wir durch den "Russland / Ukraine-Konflikt" nicht, da unser Absatzmarkt in diesen Ländern sehr gering ist. Gleichwohl ist eine Zuspitzung des Konflikts sicherlich mit weiteren aus heutiger Sicht kaum einschätzbaren Implikationen zu bewerten. Der deutschlandweit herrschende Fachkräftemangel trifft auch PI. Neue und gute Mitarbeiter zu rekrutieren, dauert oftmals sehr lang und ist zum Teil sehr kostenintensiv. Durch die Finanzierung von Weiterbildungen und Trainings unserer Mitarbeiter sichern wir uns gut ausgebildetes Personal. Wir schaffen zusätzlich Anreize durch Angebote von zusätzlichen Sozialleistungen, Weiterbildungsmöglichkeiten und vorbeugenden Gesundheitsmaßnahmen, wie z.B. der Einrichtung eines Fitnessstudios mit präventiven Fitnesskursen. Ein Teil der Konzernumsätze werden in Fremdwährungen fakturiert, vor allem in USD, KRW, JPY und RMB. PI verzichtet auf Kurssicherungsgeschäfte und ist somit dem Risiko von Kursschwankungen ausgesetzt. c) Finanzwirtschaftliche Risiken Die sorgfältige Überwachung der Zahlungsfristen in der Vergangenheit hat nur zu geringen Zahlungsausfällen geführt. Es besteht keine Veranlassung, dass sich dies ändern wird. Durch die Ausweitung der internationalen Geschäftsbeziehungen besteht ein höheres Risiko bei eventuellen ausländischen Forderungsausfällen. PI wirkt diesem Risiko entgegen, indem ausländische Kunden vorwiegend gegen Vorauskasse oder gegen Akkreditiv beliefert werden. Unsere Lagerbestände werden so gehalten, dass wir die an unsere Kunden genannten Lieferfristen einhalten können. Dazu werden vielfältig Kanban-Prozesse eingesetzt. Die Bestandsentwicklung ist Teil des Kennzahlensystems von PI. In Bezug auf die Liquiditätslage sind aufgrund der hohen Bestände an liquiden Mitteln bei Tochtergesellschaften auch weiterhin keine Engpässe zu erwarten. d) Sonstige Risiken Einflüsse des Coronavirus auf den Geschäftsverlauf des Konzerns lassen sich auch weiterhin nicht ganz ausschließen. Es ist nach wie vor mit eventuellen Umsatzeinbrüchen zu rechnen, wenn sich Einschränkungen im eigenen Produktionsbetrieb bzw. Engpässe auf Seiten der Zulieferer, Frachtdienstleister und Kunden ergeben. Die eigene Lieferfähigkeit versuchen wir durch standortspezifische Maßnahmen aufrecht zu erhalten. Bei Lieferschwierigkeiten von Rohstoffen bzw. Zukaufteilen suchen wir gezielt nach Ersatzlieferanten. 2. Chancenbericht PI bietet aus mehreren Perspektiven hervorragende Vorteile für unsere Kunden und damit Marktchancen für das Unternehmen. Alle PI Kunden gehören wie bereits im Absatz zum Geschäftsmodell ausgeführt, den aktuell am stärksten wachsenden Branchen an und haben es in der Regel mit vollen Auftragsbüchern und sogar Rückstanden zu tun. Mit einer tiefen, integrierten Wertschöpfungskette, angefangen bei der Forschung und Entwicklung, weitgehenden Inhouse-Fertigung, Vertrieb und nicht zuletzt die After-Sales Betreuung, finden unsere Kunden mit PI einen ganzheitlichen Technologielieferanten auf höchstem Niveau. Die robust aufgestellte finanzielle Basis, sowie das ertragreiche Geschäftsmodell ermöglichen es uns bedeutende Investitionen in die Erforschung und Weiterentwicklung der eingesetzten Technologien zu tätigen. Die Ergebnisse hieraus sind wiederum die Basis für den Mehrwert der Zusammenarbeit unserer Kunden mit PI. Unsere weltweite Vertriebs- aber auch Fertigungspräsenz bringt unseren Kunden entscheidende Vorteile in der Ansprechbarkeit vor Ort und damit zeitliche wie kollaborative Gewinne. Die vorangehend ausgeführten Marktvorteile wirken zusätzlich in ihrer Gesamtheit, so dass die Kombination dieser zu einer besonders robusten Wettbewerbsposition von PI führt. Besondere Wachstumspotenziale sehen wir z.B. in den Bereichen Mikroskopie, Medizintechnik, Life Science, Silicon Photonik und Automatisierung. Regional sehen wir insbesondere auf dem asiatischen Markt erhebliches Wachstumspotential für den Vertrieb unserer Lösungen. 3. Gesamtaussage Das abgelaufene Geschäftsjahr hat unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Wir sehen es als Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir werden weiterhin ständig unsere bestehenden Prozesse überdenken damit wir für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet sind. Wir arbeiten permanent daran, den Bedarf der Märkte auch weiterhin bedienen zu können und die Zukunft mit innovativen Ideen vorausschauend mitzugestalten. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Konzern besonders überwachten Finanzelementen zählen im Wesentlichen der rechtzeitige Eingang der Forderungen, pünktliche Bedienung der Verbindlichkeiten und Steuerung der globalen Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen weitgehend solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme oder abgesichert. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Konzerns ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko verfolgt das Unternehmen ebenso eine klare konservative Politik. Ausgaben, die nicht der Umsatzsteigerung dienen, werden konsequent geprüft. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.
Karlsruhe, im September 2022 Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Physik Instrumente (PI) GmbH & Co KG, Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Physik Instrumente (PI) GmbH & Co KG, Karlsruhe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Physik Instrumente (PI) GmbH & Co KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg, den 19. Dezember 2022 MORISON
Riedlinger AG
gez. Kischel-Leibrecht, Wirtschaftsprüfer gez. Dressler, Wirtschaftsprüfer |
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