Kalypso Media Mobile GmbH
Selbe AdresseVerlegen von Computerspielen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anika Dr. Thun seit 23.9.2021 | Geschäftsführer |
Christoph Bentz seit 19.3.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kalypso Media Group GmbHWormsJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Kalypso Media Group GmbH (oder Kalypso Media), mit Hauptsitz in Worms ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mainz unter der Nummer HRB 40520 eingetragen und wurde im Jahr 2006 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Vermarktung, der Vertrieb und die Veröffentlichung von Computer- und Videospielen für den nationalen sowie internationalen Markt. Kalypso Media ist ein führender Vermarkter und Publisher von Strategiespielen und Simulationen. Der Vertrieb der Spiele erfolgt zum einen physisch über den Einzelhandel und zum anderen digital über einschlägige Plattformen wie Steam, PlayStation Network, Xbox Live und weitere. Kalypso Media veröffentlicht die Computer- und Videospiele für Konsolen, PC‘s sowie mobile Endgeräte, und hat sich insbesondere durch erfolgreiche Spiele wie „Tropico“ und „Dungeons“ als feste Größe in der Branche etabliert. 2. Unternehmensstruktur Die Kalypso Media Group GmbH übernimmt die zentrale Führung innerhalb einer Unternehmensgruppe. Dazu gehören die nachfolgend aufgelisteten Tochtergesellschaften. Auf internationaler Ebene: - Kalypso Media UK Ltd. in Bracknell, UK - Kalypso Media Digital Ltd. (Kasedo Games Ltd.) in Leicester, UK - Kalypso Media USA Inc. in Seattle, WA, USA - Kalypso Media Japan KK in Tokyo, Japan - SARL BULWARK Studios in Brie, Frankreich Auf nationaler Ebene: - Kalypso Media Mobile GmbH in Worms - Kalypso Studios GmbH in Worms Darüber hinaus verfügt die Gruppe über vollständig integrierte Entwicklungsstudios (Tochtergesellschaften), die maßgeblich zur Entwicklung und Produktion der Spiele beitragen: - Realmforge Studios GmbH in München - Gaming Minds Studios GmbH in Gütersloh - Claymore Game Studios GmbH in Darmstadt - Nine Worlds Studios GmbH in München B. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche Im Jahr 2021 erholte sich die deutsche Wirtschaft nach dem pandemiebedingten Einbruch 2020, das Bruttoinlandsprodukt stieg real um 2,7% gegenüber dem Vorjahr.1 Die Videospielbranche zeigt auch im Jahr 2021 eine hohe Dynamik und Innovationskraft. Nach dem starken Wachstum des Vorjahres setzte sich der positive Trend fort, getragen durch die fortschreitende Digitalisierung und die weiter steigende Bedeutung digitaler Vertriebsformen. Weltweit wuchs der Markt auf USD 203 Mrd. USD, insbesondere wuchs der Markt in den Segmenten digitale Distribution, mobile Spiele und Online-Dienste.2 Das Segment des Mobile-Gaming stellte hierbei einen wesentlichen Wachstumstreiber dar und generierte 2021 90,7 Mrd. USD weltweit.3 In Deutschland lag der Gesamtumsatz mit Spielen, Spiele-Hardware und Online-Diensten 2021 bei etwa 9,8 Mrd. EUR, was ein Wachstum von rund 17% gegenüber 2020 darstellt.4 Davon entfielen ca. 5,5 Mrd. EUR auf reine Spiele-Software (PC & Konsole), dies ist ein Anstieg von etwa 19% zum Vorjahr.5 In Deutschland gehörte die Games-Industrie auch im Jahr 2021 zu den wachstumsstärksten Bereichen des Unterhaltungsmarktes. Das veränderte Konsumverhalten der Spieler, geprägt durch eine zunehmende Nutzung digitaler Plattformen und mobiler Endgeräte, führte zu einer weiteren Verschiebung der Marktanteile zugunsten des Mobile-Gaming-Sektors. Klassische Computer- und Konsolenspiele blieben zwar bedeutend, verloren jedoch erneut an relativer Marktstärke.6 Zudem trugen Cloud-Gaming-Angebote, abonnementbasierte Geschäftsmodelle und Cross-Plattform-Konzepte im Jahr 2021 wesentlich zur Marktentwicklung bei. Der Wettbewerbsdruck nahm durch neue Marktteilnehmer und eine verstärkte Internationalisierung weiter zu. Insgesamt zeigte sich die Videospielbranche auch 2021 als wachstums- und innovationsgetriebener Markt mit anhaltend hohem Entwicklungspotenzial für deutsche Unternehmen.7 2. Geschäftsverlauf des Unternehmens Das Geschäftsjahr 2021 verlief für die Kalypso Media GmbH insgesamt positiv, wenngleich die Erwartungen des Managements nicht in allen Bereichen erfüllt wurden. Insbesondere die erfolgreiche Veröffentlichung mehrerer neuer Spiele sowie die Ausweitung des digitalen Vertriebs haben die operative Geschäftsentwicklung nachhaltig gestärkt. Das geplante Betriebsergebnis wurde jedoch nicht vollständig erreicht und lag mit TEUR 2.114 rund 8 % unter dem Planwert von TEUR 2.283. Gründe hierfür waren unter anderem höhere Entwicklungsaufwendungen für zukünftige Projekte sowie leicht verzögerte Umsätze aus einzelnen Veröffentlichungen im vierten Quartal. Die umfassenden Einschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie des vergangenen Geschäftsjahres wurden im Jahr 2021 schrittweise zurückgenommen. Mit dem vollständigen Wegfall der pandemiebedingten Beschränkungen und der Rückkehr zu einem normalen gesellschaftlichen Leben hat sich der außergewöhnliche Nachfrageeffekt aus dem Vorjahr im Berichtsjahr weitgehend aufgehoben. Infolgedessen normalisierten sich die Spielerzahlen sowie die durchschnittlichen Nutzungsdauern auf ein Niveau, das den langfristigen Markttrends entspricht. Während sich die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr rückläufig entwickelten, spiegelt sich hierin vor allem der Wegfall der pandemiebedingten Sonderkonjunktur wider. Insgesamt bewegte sich die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft damit wieder in einem stabilisierten, von strukturellen und marktspezifischen Faktoren bestimmten Umfeld. 3. Ertrags-, Vermögens und Finanzlage 3.1. Ertragslage Die Kalypso Media Group GmbH hat im Geschäftsjahr ein Rohergebnis in Höhe von TEUR 13.480 (Vorjahr: TEUR 17.758) erwirtschaftet. Der Rückgang der Umsatzerlöse von TEUR 22.695 im Vorjahr auf TEUR 18.485 im Geschäftsjahr beruht auf dem Release eines neuen Spiels, was den Erwartungen nicht komplett entsprochen hat sowie dem Abflauen des Sondereffekts des Corona-Lockdowns. Die Umsatzerlöse werden geographisch wie folgt aufgeteilt scroll
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 33 Mitarbeiter (Vorjahr: 35 Mitarbeiter). Der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2021 liegt bei TEUR 2.269 (Vorjahr: TEUR 2.393). Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 6.402 auf TEUR 6.427 leicht gestiegen. Grund hierfür ist die minimale Erhöhung der Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 2.257 auf TEUR 1.716 gesunken. Grund hierfür ist vor allem der geringere Beratungsaufwand in Höhe von TEUR 345 (Vorjahr TEUR 452) sowie geringere Kosten der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr TEUR 702). Als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator dient der Gesellschaft die EBITDA-Marge. Diese lag im Geschäftsjahr 2021 bei 52 % und damit um 6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert von 58 %. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Umsatzerlöse sowie auf gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen. Trotz des Rückgangs stellt die EBITDA-Marge weiterhin ein solides Ergebnisniveau dar und belegt die grundsätzlich stabile Ertragskraft der Gesellschaft. Die Entwicklung des Jahresergebnisses vor Steuern in Höhe von TEUR 3.063 (Vorjahr: TEUR 6.655) konnte nicht an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen. 3.2. Vermögenslage Die Bilanzsumme 2021 ist deutlich um TEUR 5.284 von TEUR 30.015 im Vorjahr auf TEUR 35.298 im laufenden Geschäftsjahr angestiegen. Grund hierfür sind im Wesentlichen die stark angestiegenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Eigenkapitalquote blieb im Grund konstant (von 39,85% im Vorjahr auf 39,87% im Berichtsjahr). Weiterhin liegt die Eigenkapitalquote weit über dem Durchschnitt von deutschen mittelständischen Unternehmen.8 Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen um TEUR 1.851 (von TEUR 11.562 im Vorjahr auf TEUR 13.118 im Geschäftsjahr) angestiegen. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen die entgeltlich erworbenen Spiele sowie die Erweiterung bei Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 322 von TEUR 1.227 im Vorjahr auf TEUR 905 im laufenden Geschäftsjahr gesunken. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf eine gesteigerte Zahlungsmoral der Geschäftspartner zurückzuführen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind auf TEUR 10.368 gestiegen (Vorjahr: TEUR 3.956). Der Anstieg ergibt sich aus dem Ausbau des Drittlandsgeschäftes in Großbritannien und den USA. Im Wesentlichen entfallen die Forderungen auf Kasedo Games Ltd. TEUR 4.735 (Vorjahr: TEUR 1.004) sowie auf Kalypso Media USA Inc. TEUR 2.435 (Vorjahr: TEUR 1.616). Die Rückstellungen sind von TEUR 7.876 auf TEUR 8.243 gestiegen. Die Erhöhung um TEUR 367 resultiert im Wesentlichen aus der Aufstockung der sonstigen Rückstellungen für Lizenzgebühren infolge der im Geschäftsjahr neu veröffentlichten Spiele. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 204 von TEUR 3.706 im Vorjahr auf TEUR 3.502 im laufenden Geschäftsjahr ergibt sich im Wesentlichen aus einem geringeren Beschaffungsvolumen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 2.895 von TEUR 2.923 auf TEUR 5.818 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Verbindlichkeiten gegenüber den eigenen Entwicklerstudios, die aus beauftragten Neuentwicklungen im Berichtsjahr entstanden sind. Die Reduzierung der passiven latenten Steuern um TEUR 156 resultiert aus gesunkenen temporären Differenzen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz. Diese betreffen im Wesentlichen immaterielle Vermögensgegenstände und ergeben sich hauptsächlich aus abweichenden Nutzungsdauern in der Abschreibungsberechnung. Die Differenzen haben sich verringert, da die Investitionen im laufenden Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr rückgängig sind und dadurch geringere degressive Abschreibung im Steuerrecht vorgenommen wurden. 3.3. Finanzlage Der Liquiditätsgrad II, der das Verhältnis des Geldvermögens und der kurzfristigen Forderungen zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten eines Unternehmens angibt, vermindert sich von 192,02% im Vorjahr auf 174,32% zum Geschäftsjahresende. Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres gesichert. Die liquiden Mittel sind von TEUR 11.949 im Vorjahr auf TEUR 8.961 zum 31. Dezember 2021 gesunken. 3.4. Gesamtaussage Die Kalypso Media Group GmbH blickt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2021 zurück. Der Umsatz aus dem Vorjahr konnte nicht gehalten werden. Trotzdem ist das Betriebsergebnis zufriedenstellend ausgefallen, dies sichert die Investitionsmöglichkeiten in der Zukunft. Mit der stetigen Ausrichtung auf den digitalen Vertrieb der Computer- und Videospiele werden strategisch wichtige Vorhaben weiter umgesetzt, wodurch die langfristige Wettbewerbsfähigkeit weiter gestärkt wird. Dabei hat zwar die Liquidität im Vergleich zum Vorjahr gelitten, jedoch wurden wichtige und zukunftsweisende Produktionen angestoßen. 4. Ziele und Strategien Für die kommenden Jahre plant die Kalypso Media Group GmbH, ihre Position als führender Anbieter im Bereich der Strategiespiele und Simulationen weiter auszubauen. Durch die Veröffentlichung neuer Spiele, die Fortführung und Erweiterung bestehender Serien sowie die verstärkte Nutzung digitaler Vertriebswege soll dies erreicht werden. Zur Erhöhung der Reichweite und Stärkung der Markenbekanntheit, liegt ein Fokus auf der kontinuierlichen Implementierung bestehender Spiele auf neuen Plattformen. Durch die Kombination aus innovativen Entwicklungen und der Ausweitung der Präsenz auf bereits etablierten Märkten soll ein nachhaltiges unternehmerisches Wachstum generiert werden. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Steuerung sind unter anderem die nachfolgend gegenübergestellten finanziellen Leistungsindikatoren von Bedeutung: scroll
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zur Steuerung des Unternehmens herangezogen. 6. Forschung und Entwicklung Kalypso Media betreibt keine Grundlagenforschung, legt jedoch großen Wert auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der veröffentlichten Spiele. Dies umfasst die Optimierung bestehender Game Engines, die Anpassung an neue Technologien und die Verbesserung der grafischen und spieltechnischen Qualität ihrer Produkte. C. Chancen- und Risikobericht Aus der Geschäftstätigkeit der Kalypso Media Group GmbH heraus ergeben sich eine Vielzahl von Chancen und Risiken, welche stetig analysiert und überwacht werden. Die globale Videospielbranche wächst kontinuierlich, angetrieben durch den zunehmenden Einsatz digitaler Technologien und die wachsende Anzahl von Spielern weltweit. Insbesondere der Markt für Strategiespiele, auf den sich Kalypso Media spezialisiert hat, bietet erhebliche Wachstumschancen. Die steigende Nachfrage nach digitalen Inhalten und die Erweiterung des Vertriebs über Online-Plattformen ermöglichen es Kalypso Media, neue Kundengruppen zu erschließen und bestehende Märkte weiter auszubauen. Kalypso Media verfügt über starke Marken wie „Tropico“ und „Dungeons“, die kontinuierlich weiterentwickelt und durch neue Inhalte ergänzt werden. Die Fähigkeit, innovative Spiele zu entwickeln und auf Markttrends zu reagieren, stellt eine wichtige Chance zur Stärkung der Marktposition und Gewinnung neuer Zielgruppen dar. Zudem bieten technologische Fortschritte in der Spieleentwicklung, wie verbesserte Grafik-Engines und KI-Technologien Möglichkeiten zur Optimierung und Erweiterung des Produktangebots. Die zunehmende Bedeutung digitaler Vertriebskanäle eröffnet Kalypso Media die Chance, die Reichweite ihrer Spiele zu erhöhen und gleichzeitig die Margen durch direkte Verkäufe über Plattformen wie Steam, PlayStation Network und Xbox Live zu verbessern. Die Fokussierung auf digitale Verkäufe ermöglicht zudem eine schnellere Anpassung an Marktveränderungen und reduziert Abhängigkeiten vom traditionellen Einzelhandel. Durch den einfachen digitalen Zugriff auf sämtliche Spiele von dem jeweiligen Endgerät aus, ist die Präsenz auf den gängigen Plattformen essenziell. Das Risiko hierbei besteht darin, dass Spiele bei mangelnder Nachfrage durch vermeintlich bessere Spiele von den Betreibern der Plattformen ersetzt werden können und damit Umsätze verloren gehen. Die Videospielbranche ist sehr wettbewerbsintensiv und unterliegt schnellen technologischen Veränderungen. Ein Risiko besteht darin, dass Kalypso Media möglicherweise nicht schnell genug auf neue Markttrends reagiert, was zu einem Verlust von Marktanteilen führen könnte. Die Entwicklung von Computer- und Videospielen ist mit hohen Investitionen und technischen Herausforderungen verbunden. Entwicklungsverzögerungen oder technologische Rückschläge könnten den Markteintritt neuer Spiele verzögern oder deren Qualität beeinträchtigen. Dadurch entsteht das Risiko, dass die Entwicklung erfolgreicher Spiele ausbleibt. Da die Kalypso Media ihre Entwicklungen aus eigenem Cashflow finanzieren kann, entstehen keine Zinsrisiken oder ähnliches. Die Liquidität ist aufgrund konservativer Finanzplanung stets gegeben, auch im Fall der zuvor genannten Verzögerungen. Aufgrund der hohen Nachfrage ist in der Branche zunehmend der Mangel an ausreichend qualifiziertem Personal zu bemerken. Es besteht das Risiko, dass kein qualifiziertes Personal in angemessener Zeit eingestellt werden kann und damit die vereinbarten Zeitpläne von Entwicklungen sowie Releases nicht eingehalten werden können. Kalypso Media muss national und international eine Vielzahl von rechtlichen und regulatorischen Anforderungen einhalten, insbesondere in Bezug auf immaterielle Vermögensgegenstände, Datenschutz und internationale Handelsvorschriften. Diese Anforderungen werden durch eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Rechtsberatern erfüllt. Daraus resultiert das Risiko, dass regulatorische Bestimmungen steigende Aufwendungen verursachen und damit Investitionen oder Märkte unattraktiv werden. Die Reputation von Kalypso Media ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Reputationsrisiken können durch Produktfehler, negative Berichterstattung oder unzufriedene Kunden entstehen. Zur Reduktion von Risiken, setzt das Unternehmen auf proaktives Reputationsmanagement und hohe Qualitätsstandards. Zusammenfassend ist anzumerken, dass der Geschäftsführung die Risiken innerhalb der Gamesbranche umfassend bekannt sind. Durch die stetige Überwachung des Marktes können notwendige Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, auch auf kurzfristig aufkommende Risiken. Die hohe Flexibilität der Gruppe in Verbindung mit der starken Eigenkapitalstruktur, führt zu der Einschätzung der Geschäftsführung, dass keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen. D. Prognosebericht Aufgrund der zu erwartenden weiteren Lockerungen der pandemiebedingten Restriktionen ist im folgenden Geschäftsjahr von einer spürbaren Erholung des Wirtschaftswachstums in Deutschland sowie im Euro-Raum auszugehen. Der Sachverständigenrat der Wirtschaft geht für das Jahr 2022 von einem Wachstum des deutschen BIP in Höhe von 4% und einem Wachstum im Euro-Raum in Höhe von 4,2% aus.9 Weiterhin ist davon auszugehen, dass die Computerspielebranche weiterwachsen wird, da die Branche einer der Profiteure der weiterhin vorherrschenden Corona-Pandemie ist. Die Videospielbranche in Deutschland zeigt sich vermutlich auch 2022 als dynamischer Wachstums-markt. Die wachsende Beliebtheit von E-Sports und staatlichen Förderprogrammen zur Unterstützung der Spieleentwicklung tragen ebenfalls zur Stärkung der Branche bei. Trotz einzelner Herausforderungen im Jahr 2021 blickt die Kalypso Media Group GmbH optimistisch in die Zukunft. Die Grundlage für dieses Vertrauen liegt in der starken Marktposition des Unternehmens, den erfolgreichen Spielemarken und der stetigen Weiterentwicklung des Produktportfolios. Für das kommende Jahr erwartet Kalypso Media ein Umsatzwachstum von ca. 10%. Das Betriebsergebnis steigt bei Planerfüllung um TEUR 500. Erreicht werden soll dies durch die Veröffentlichung neuer Spiele, die kontinuierliche Pflege bestehender Marken und die Ausweitung der internationalen Vertriebsaktivitäten. Des Weiteren wird eine Stabilisierung der EBITDA-Marge auf ca. 50% erwartet. Das Unternehmen rechnet damit, dass sich die Marktbedingungen weiterhin positiv entwickeln werden und plant, seine Investitionen in innovative Technologien und neue Marken weiterhin zu verstärken. Für die nachfolgenden Jahre geht die Geschäftsleitung von einem soliden Umsatzwachstum von 5-10% pro Jahr aus. Das Betriebsergebnis und die EBITDA-Marge sollen dabei entsprechend konstant gehalten werden. Dies soll erreicht werden durch die Fortsetzung der beliebten Spieleserien und durch die stetige Veröffentlichung neuer Spiele. Nach Einschätzung der Geschäftsführung, wird auf dem Computer- und Videospielmarkt der Konkurrenzdruck anwachsen und zusätzlich werden neue Technologien den Markt sowie den Kundenabsatz stark beeinflussen.
Worms, 5. Dezember 2025 Dr. Anika Thun, Geschäftsführerin 1 Deutsche Wirtschaft wächst 2021 um 2,7 Prozent | Deutsche Bundesbank 2 game-Jahresreport-2022.pdf Seite 26 3 Newzoo: global mobile game revenues to exceed $90 billion for first time in 2021 | Game World Observer 4 Deutscher Games-Markt wächst 2021 um 17 Prozent | Presseportal 5 German games market grows by 17 per cent in 2021 - Gaming and Gambling Industry Newsroom 6 game-Jahresreport-2022.pdf Seite 19 7 S. ebenda Seite 15 8 Eigenkapitalquote - Institut für Mittelstandsforschung Bonn 9 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/konjunkturprognose-2021.html BilanzAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
AnhangI. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter der Firma Kalypso Media Group GmbH mit Sitz in Worms im Handelsregister des Amtsgerichts Mainz unter der Nummer HRB 40520 eingetragen. Die Kalypso Media Group GmbH ist im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung § 275 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 HGB wurden nach § 276 HGB zum Rohergebnis zusammengefasst. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 13 Jahre) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Soweit erforderlich, werden Abwertungen zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Soweit Ausfallrisiken bestehen, werden diese über die Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt. Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Geschäftsvorfälle, die in Fremdwährung anfallen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs des jeweiligen Leistungsdatums angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind mit dem Kurswert am Tag der Einbuchung bewertet. Am Bilanzstichtag werden derartige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen, abgebildet. Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Zur Ermittlung wurden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anhang beigefügten Anlagespiegel entnommen werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 905 (Vorjahr: TEUR 1.227). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 10.368 (Vorjahr: TEUR 3.956) bestehen aus Forderungen gegen die Tochtergesellschaften. Diese betreffen insbesondere Forderungen aus anderen Leistungsbeziehungen sowie aus Darlehensforderungen. Davon insbesondere gegenüber Kalypso Media USA Inc. in Höhe von TEUR 2.435 (Vorjahr: TEUR 1.616), Kalypso Media Japan KK. in Höhe von TEUR 1.222 (Vorjahr: TEUR 15) sowie Kasedo Games Ltd. in Höhe von TEUR 4.735 (Vorjahr: TEUR 1.004). Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.573 (Vorjahr: TEUR 733) bestehen im Wesentlichen aus Steuerforderungen von Umsatzsteuern sowie Körperschaftsteuern und Gewerbesteuern. Die Forderungen haben folgende Restlaufzeiten: scroll
Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25 TEUR und ist vollständig eingezahlt. Die Geschäftsanteile werden zu 100 % von der Brightway Media Holding GmbH gehalten. Die Gewinnrücklage beträgt TEUR 5.000 (Vorjahr: TEUR 5.000) und ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 4.319 (Vorjahr: TEUR 4.319) betreffen die Veranlagungszeiträume 2018 bis 2020. Sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.924 (Vorjahr: TEUR 3.557) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Zahlungsverpflichtungen TEUR 2.712 (Vorjahr TEUR 2.107) sowie für Gewährleistungen (TEUR 629, Vorjahr: TEUR 704) und Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 298, Vorjahr: TEUR 495). Verbindlichkeiten scroll
Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen bei der bilanziellen Behandlung entgeltlich erworbener immaterieller Vermögensgegenstände. Während handelsrechtlich regelmäßig von einer planmäßigen linearen Abschreibung über eine Nutzungsdauer von drei Jahren ausgegangen wird, wird steuerlich eine abweichende, kürzere Nutzungsdauer unterstellt und die Verteilung der Anschaffungskosten degressiv vorgenommen. Der angewendete Steuersatz der Gesellschaft, bestehend aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer, beträgt rund 30 %. Im Berichtsjahr verminderten sich die passiven latenten Steuern um TEUR 156 auf insgesamt TEUR 719 (Vorjahr: TEUR 875). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr wie im Vorjahr im Wesentlichen aus dem Verkauf von Computer- und Videospielen erzielt. Der Vertrieb erfolgt über verschiedene Kanäle, insbesondere über Online-Plattformen sowie im Rahmen von Vertriebspartnerschaften. Diese ermöglichen es dem Unternehmen, sowohl nationale als auch internationale Märkte zu bedienen. Materialaufwand Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 4.955 (Vorjahr: TEUR 4.307) entfallen im Wesentlichen auf Aufwendungen für Nutzungsrechte an Computerspielen sowie für deren Testing, Vertonung und Pressung. Personalaufwand Der Personalaufwand des Geschäftsjahres gliedert sich gemäß § 275 (2) Nr. 6 HGB wie folgt: scroll
Abschreibungen Im Geschäftsjahr beliefen sich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen auf insgesamt TEUR 6.412 (Vorjahr: TEUR 6.402). Ferner waren außerplanmäßige Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Sonderabschreibungen aufgrund von Wertkorrekturen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 16) auf Finanzanlagen vorzunehmen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.716 (Vorjahr: TEUR 2.257) entfallen im Wesentlichen auf Werbe- und Messekosten (TEUR 421), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 345) sowie für Aufwendungen Buchwertabgängen (TEUR 277). Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 949 (Vorjahr: TEUR 2.040) entfallen im Wesentlichen auf Körperschaftssteuer (TEUR 567), Gewerbesteuer (TEUR 525) und dem Ertrag aus der Auflösung passiver Steuer Latenzen (TEUR 156). V. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse nach §§ 251, 268 Abs. 7 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus Mietverpflichtungen für Büroräume in Höhe von TEUR 140. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 33 (Vorjahr: 35) Arbeitnehmer beschäftigt. Hiervon entfielen 8 (Vorjahr: 10) auf leitende Angestellte. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr war Simon Christoph Hellwig, Betriebswirt, der alleinige Geschäftsführer. Sein Amt übte er bis zum 09. Oktober 2022 aus. Frau Dr. Anika Thun, Marketing Director, übt ihr Amt der Geschäftsführerin seit dem 23. September 2021 aus. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Anteilsbesitzliste Die Gesellschaft hält mittelbar und unmittelbar mindestens 20% der Anteile an den folgenden Unternehmen: scroll
Ergebnisverwendung: Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.114 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.114 auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Oktober 2022 ist der Geschäftsführer verstorben. Frau Dr. Anika Thun führt seitdem die Geschäfte als alleinige Geschäftsführerin und hält 100 Prozent der Anteile an der Brightway Media GmbH, welche wiederum 100 Prozent der Anteile der Kalypso Media Group GmbH hält. Ab dem Jahr 2022 schwelten Unstimmigkeiten mit einem großen Vertriebspartner der Kalypso Media, welche zu einer Klageerhebung der Gegenseite im Jahr 2023 führte und fortan anhängig ist.
Worms, 5. Dezember 2025 Dr. Anika Thun, Geschäftsführerin Anlagespiegelscroll
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 05.12.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kalypso Media Group GmbH, Worms, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kalypso Media Group GmbH, Worms, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 5. Dezember 2025 Rödl Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Storbeck, Wirtschaftsprüfer gez. Mattner, Wirtschaftsprüfer |
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