Lake Deutschland GmbH
Selbe AdresseHerstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mahir Kadayifci seit 21.6.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Visti Beherr B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gold Meister GmbHHanauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2007 bis zum 30.09.2008LageberichtIn ihrem Jahresabschluss weist die Gold Meister GmbH eine Bilanzsumme von 19,8 Mio. € gegenüber 22,5 Mio. € zum Vorjahr aus. Die Aktivseite der Bilanz ist geprägt durch das Vorratsvermögen und die Forderungen. Die Sachanlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig verändert. Die Abschreibungen auf Sachanlagen betragen im Geschäftsjahr 2007/2008 828 T€; die Zugänge aus Investitionen in das Sachanlagevermögen belaufen sich auf 572 T€ und betreffen 2 neu eröffnete Filialen sowie den Umbau von 4 Verkaufsstellen. Des Weiteren wurden 2 neue Filialen unter der Marke "Assortie", in denen ausschließlich Modeschmuck und Accessoires vertrieben werden, eröffnet. In den Finanzanlagen ist das Stammkapital der Auslandsgesellschaften mit 95 T€ ausgewiesen. An der Gold Meister s.r.l., Bukarest (Rumänien), erwarb die Gold Meister GmbH sämtliche Geschäftsanteile mit einem voll eingezahlten Stammkapital von umgerechnet 50 T€. An der Gold Meister s.r.o., Prag (Tschechien), erwarb die Gold Meister GmbH 90 % der Geschäftsanteile mit einem voll eingezahlten Stammkapital von umgerechnet 45 T€; die übrigen 10 % werden vom Alleingesellschafter der Gold Meister GmbH, der Visti Beheer B. V., Rotterdam (Niederlande), gehalten. Das Vorratsvermögen weist mit 7,5 Mio. € gegenüber 14,3 Mio. € im Vorjahr einen Rückgang um die Hälfte des Vorratsvermögens aus. Ursächlich für diese Entwicklung ist neben dem Bemühen zur Reduzierung der Bestandsrisiken auch die zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 2007/08 vorgenommene Bestandsbereinigung mit Rückgaben an der Handelsware an die Lieferanten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Lieferanten (Debitorische Kreditoren) zusammen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 4,8 Mio.€ (VJ 0,7 Mio. €) und betreffen die verauslagten Aufwendungen und Investitionen aus der Gründung und dem Aufbau des Geschäftsbetriebes der Tochterunternehmen in Rumänien und Tschechien sowie einen Werbekostenzuschuss von 1,1 Mio. € des Alleingesellschafters Visti Beheer B. V. Die Forderungen gegenüber Lieferanten ergaben sich im Rahmen einer Bestandsbereinigung; hier wurden Waren im Wert von 2,9 Mio. € an Lieferanten zurückgegeben. In gleicher Höhe erhielt das Unternehmen Gutschriften. Zudem wurde eine Vorauszahlung in Höhe von 0,5 Mio. € an einen Warenlieferanten geleistet. Die Gutschriften und Vorauszahlungen werden mit zukünftigen Warenlieferungen, insbesondere für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft, verrechnet. Die Passivseite ist geprägt durch einen Rückgang der Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. € auf nunmehr 1,7 Mio. € und einen Rückgang der Verbindlichkeiten um 2,6 Mio. € auf nunmehr 8,6 Mio. € Die niedrigeren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und dem Gesellschafter resultieren im Wesentlichen aus den Tilgungen gegenüber Banken (1,2 Mio. €) und dem Forderungsverzicht des Gesellschafters (3,6 Mio. €). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist geprägt durch den Anstieg der Umsatzerlöse (+2,0 Mio. € oder + 4,2 %) auf nunmehr 49,4 Mio. € (netto), eine Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge und der Aufwendungen für bezogene Waren. Der Umsatzanstieg resultiert aus dem Edelmetallhandel (+ 8,2 Mio. € oder 117,4 %). Der rückläufige Handelsumsatz resultiert aus der Kaufzurückhaltung der Kunden im Weihnachtsgeschäft 2007 (-7,7 Mio. € oder -15,8 %). Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert in erster Linie aus einem Werbekostenzuschuss des Gesellschafters (5,6 Mio. €), der zum Ausgleich von Aufwendungen geleistet wurde, um die ergriffenen Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung und Umstrukturierung der Gesellschaft zu finanzieren. Die Umstellung des äußeren Erscheinungsbildes und der Umbau von Verkaufsstellen wurden im Geschäftsjahr 2007/2008 weiter vorangetrieben. Ebenfalls wurde der Werbekostenzuschuss genutzt, um die Marke Gold Meister mit Marketing- und Imagekampagnen in Deutschland weiter auszubauen. Die gestiegenen Aufwendungen für bezogene Waren bei gestiegenen Umsatzerlösen resultieren aus dem Edelmetallhandel. Der Aufwand für bezogene Handelswaren und der Rohertrag aus dem Verkauf der Handelswaren sind im Verhältnis nahezu konstant geblieben. Im Berichtsjahr ergab sich ein konstant hohes Niveau der Edelmetallpreise (US-Dollar). Die dennoch zu verzeichnenden höheren Beschaffungskosten konnten nur zum Teil auf die Verkaufspreise übertragen werden; kompensierend wirkte sich die verstärkte Konzentration auf margenstarke Artikel, insbesondere aus dem Segment der Eigenmarken, aus. Der Rohertrag aus dem Handels- und Servicegeschäft reduzierte sich per Saldo von 58,4 % auf nunmehr 56,3 %. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 505 T€, nach 576 T€ im Vorjahr. Der Jahresüberschuss der Gold Meister GmbH betrug im Geschäftsjahr 2007/2008 578 T€ (VJ 507 T€). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr beträgt der Bilanzgewinn 1.175 T€ (VJ 1.130 T€). Der Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme beträgt 47,6 % (VJ 39,4%). RisikoberichtRisikomanagement ist die gezielte Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale. Für die Gold Meister GmbH ist das Risikomanagement ein integraler Bestandteil der wertorientierten Unternehmensführung. Das Risikomanagement der Gold Meister GmbH basiert auf einem systematischen, das gesamte Unternehmen umfassenden Prozess der Risikoerkennung, -bewertung und -Steuerung. Dadurch wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens gesichert und das Management in die Lage versetzt, ungünstige Entwicklungen frühzeitig, das heißt vor Eintritt des Schadens, zu erkennen. Dadurch können gegebenenfalls rasch gegensteuernde Maßnahmen ergriffen werden. Effiziente Organisation des RisikomanagementsDie Geschäftsführung der Gold Meister GmbH hat ein zentrales Risikomanagement eingerichtet. Dadurch wird die Geschäftsführung kontinuierlich und zeitnah durch das Controlling über die Entwicklungen des Unternehmens informiert. Die Unternehmensentwicklung wird fortlaufend in der erweiterten Geschäftsführung diskutiert und ggf. Gegenmaßnahmen angestoßen. Zudem besteht ein intensiver Kontakt zur Gesellschafterversammlung, die in weit reichende Entscheidungen stets mit eingebunden ist. EVA als MaßstabDas Eingehen von Risiken orientiert sich am Grundsatz der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Die entscheidende Messgröße für den Unternehmenserfolg ist das Prinzip des Economic Value Added (EVA). Dieser wird insbesondere bei Investitionsentscheidungen herangezogen. Risiken werden eingegangen, wenn diese Risiken beherrschbar sind und die mit ihnen verbundenen Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. GeschäftsrisikenDer Wettbewerb im Schmuck- und Uhreneinzelhandel und die Konkurrenz von Vertriebskonzepten kennzeichnen die Handelsbranche. Die Abhängigkeit von der Ausgabenneigung der Verbraucher birgt ebenfalls Risiken. Der Gold Meister GmbH ist es gelungen, sich durch eine Positionierung als Anbieter von Echtschmuck und Uhren klar als Marktführer im Umfeld der Verbrauchermärkte zu etablieren. Durch das hohe Preis-Leistungsverhältnis der Gold Meister Sortimente können auch Verbraucher in Zeiten von rückläufiger Ausgabenneigung angesprochen werden. Eine enge Bindung zu den Kunden wird mit dem Kundenbindungssystem "Treueclub" erzeugt. Die Anzahl der Treueclubkunden hat die Marke von 2,7 Mio. überschritten. StandortrisikenDie Bewertung von Expansionsmaßnahmen erfolgt nach dem Grundsatz des Economic Value Added (EVA). Somit werden nur Risiken eingegangen, wenn die zu erwartenden Chancen auf eine Wertsteigerung überwiegen. Das zurzeit betriebene Filialportfolio von 145 Verkaufsstellen besteht nahezu vollständig aus profitablen Standorten. Die ökonomische Bewertung der bestehenden Standorte erfolgt regelmäßig. BestandsrisikenDer Warenbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 50% vermindert und damit auch das Bestandsrisiko. Wertberichtigungen, die sich an der Altersstruktur der Bestände bemessen, tragen diesem Risiko Rechnung. Zur Minimierung der Bestandsrisiken werden laufende (monatliche) Bestandsanalysen durchgeführt und Waren aus weiter zurückliegenden Zugangsjahren gezielt in Verkaufsaktionen verwertet. Durch die permanente Überwachung der Altersstruktur und fortlaufende, zielgerichtete Verwertung schwer verkäuflicher Waren können Bestandsrisiken und damit ungünstige Entwicklungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gold Meister GmbH stark reduziert werden. Durch den Alleingesellschafter Visti Beheer B.V. und andere der Gesellschaft nahestehende Unternehmen, die Aktivitäten in Schmuck produzierenden Unternehmen betreiben, hat die Gold Meister GmbH dadurch einen Exklusivlieferanten für Schmuck. Ebenfalls hat die Gold Meister GmbH die Möglichkeit, zukünftig schwer verkäufliche Waren an diesen Exklusivlieferanten zur anderweitigen Verwertung zurückzugeben. Eine Bestandserhöhung an Altware ist damit in der Zukunft nahezu ausgeschlossen. Finanzwirtschaftliche RisikenLiquiditätsrisikenDa die Gold Meister GmbH wirtschaftlich derzeit nicht im Stande ist die betrieblichen Kosten aus eigener Ertragskraft abzudecken, bestehen finanzwirtschaftliche Risiken und Liquiditätsrisiken. Diese benannten Risiken wurden in den vergangenen Jahren durch finanzielle Unterstützung der Gesellschafter bzw. nahe stehenden Unternehmen abgedeckt. Bis die Gesellschaft aus eigener Ertragskraft Gewinne erwirtschaftet, hängt die Zukunft der Gesellschaft weiterhin von der finanziellen Unterstützung der Gesellschafter bzw. nahe stehenden Unternehmen ab. Zum Bilanzstichtag wurde von dem Gesellschafter Visti Beheer B.V. gegenüber der Gesellschaft eine bis zum 30. September 2010 befristete Patronatserklärung abgegeben, in der die Visti Beheer B.V. erklärt, die Gold Meister GmbH auch zukünftig finanziell so zu unterstützen, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Zusammenfassung der Risikosituation der Gold Meister GmbHInsgesamt hat die Bewertung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass die bestehenden finanzwirtschaftlichen Risiken und Liquiditätsrisiken durch die Unterstützung des Gesellschafters und nahestehender Personen abgedeckt wurden bzw. auch zukünftig werden. Das Geschäftsjahr 2007/2008 stand im Zeichen einer Anpassung und Ausnutzung der Wert erzeugenden Synergien mit den nahestehenden Unternehmen. Warensortimente wurden weiter aufeinander abgestimmt und Marketingstrategien entwickelt, die Marke "Gold Meister" insbesondere in Deutschland, aber auch in Tschechien und Rumänien weiter zu etablieren. Besondere Ereignisse nach Abschluss des GeschäftsjahresDie Geschäftsführung der Gold Meister GmbH wurde unter Berücksichtigung hoher Anforderungen und Herausforderungen sowie der angestrebten Ziele neubesetzt. Die bisherigen Geschäftsführer Herr Carsten Hertz und Herr Arnd Hinrich Kappe sind aus dem Unternehmen ausgeschieden. Als neue Geschäftsführer wurden in der Branche erfahrene Fachleute, namentlich Herr Akan Gürler und Herr Musa Ciftci bestellt. Sie haben vorrangig die Aufgabe, die Umstrukturierung und Neuausrichtung der Gesellschaft zu beschleunigen und die Gesellschaft in die Gewinnzone zu führen. AusblickDie Gesellschaft wird trotz der Finanzmarktkrise verstärkt ein wert- und renditeorientiertes Wachstum anstreben und umsetzen. Im nächsten Geschäftsjahr sollen in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Situation zu diesem Zweck neue Filialen eröffnet werden und alle existierenden Standorte nach und nach einem neuen Ladenbaukonzept umgebaut werden. Die Profilierung des Namens "Gold Meister", als unverwechselbare Handelsmarke, (retail brand) wird in den nächsten Geschäftsjahren mit einem längerfristigen Marketing- und Imagekonzept weiter vorangetrieben. Die Preis- und Sortimentskompetenz wird mit einem angepassten Merchandisingkonzept stärker herausgestellt. Die einzelnen Produktgruppen werden gestrafft und in kleineren Segmenten in den Verkaufstheken den Kunden präsentiert. Der Fokus in diesem Bereich liegt nicht nur auf einem vielfältigen, sondern auf einem stimmigen und überschaubaren Sortiment. Durch weitere verkaufsfördernde Maßnahmen wie Rabattaktionen, Preisnachlässe etc. sollen kurzfristig gegen die krisenbedingte Abschwächung der Umsätze im Geschäftsjahr 2008/09 entgegen gewirkt werden. Das Ressort Category Management und Supply Chain wird im neuen Geschäftsjahr weiter ausgebaut. Ziel ist es, dass Waren in dem Filialportfolio rotieren und dadurch dem Kunden dauerhaft neue und trendige Produkte präsentiert werden. Im Fokus steht eine Verbesserung der Verkaufsqualifikation und eine Erhöhung des Know How des Personals über die im Sortiment befindlichen Waren. Gold Meister ist ein Ausbildungsunternehmen. Insgesamt beschäftigt die Gold Meister GmbH zum 30. September 2008 29 Auszubildende. Die Gold Meister GmbH strebt eine abermalige Steigerung der Ergebnisse und eine weitere Verbesserung der Werterzeugung an.
Hanau, 15. Mai 2009 Gold Meister GmbH Akan Gürler, Geschäftsführer Musa Ciftci, Geschäftsführer Bilanz zum 30. September 2008Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2007 bis 30. September 2008
Anhang1. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Jahresabschluss zum 30. September 2008 wurde gemäß den gesetzlichen Vorschriften des HGB und GmbHG erstellt. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Planmäßige Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die unterjährig erworben wurden, werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Zugang bis zum 30. September 2007 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Wirtschaftsgüter die nach dem 30. September 2007 erworben wurden und Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 aufweisen werden als Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2 a EStG linear über 5 Jahre abgeschrieben. Es werden grundsätzlich folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
In den Abschreibungen sind keine außerplanmäßigen Beträge enthalten. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Das Vorratsvermögen wurde im Rahmen einer ausgeweiteten Stichtagsinventur vom 15. bis zum 26. September 2008 durch körperliche Bestandsaufnahme erfasst. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Rohstoffe sowie der Warenbestand sind mit durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung des Warenbestandes wurde analog zum Vorjahr vorgenommen. Erhaltene Skonti und Boni wurden als Anschaffungskostenminderungen von den Anschaffungskosten abgesetzt. Zur Berücksichtigung des Bestandsrisikos sind angemessene Wertberichtigungen gebildet. Die Höhe der Wertberichtigung ist abhängig vom Jahr des letzten Warenzugangs sowie von der Zuordnung zur jeweiligen Warengruppe (Uhren, Schmuck, Zubehör) und der dazugehörigen Warenkategorie zur Berücksichtigung der modischen Entwicklung (Klassik, Standard, Trend). Die Abschläge betragen danach zwischen 1 % und 70 % der um die Anschaffungskostenminderungen reduzierten (Brutto-) Anschaffungskosten. Die Abschläge für Anschaffungskostenminderungen und Bestandsrisiken wurden aktivisch bei den Warenbeständen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, sind mit dem Briefkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. zum 30. September 2008 ausgewiesen. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalbetrag ausgewiesen. Guthaben, die in Fremdwährung unterhalten werden, sind mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Bestimmungen des § 6a EStG berechnet. Als Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, Köln, verwendet. Die Abzinsung erfolgte mit einem Rechnungszins von 6,0 %. Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angemessen sind. Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährungen sind mit dem Geldkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. zum 30. September 2008 passiviert. Die von der Gesellschaft im Rahmen eines Kundenbindungsprogrammes gewährten Nachlässe auf Umsätze (3 %) werden in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme, gestaffelt nach der Höhe des jeweiligen Prämienguthabens und dem Zeitpunkt des letztmaligen Umsatzes, bewertet. Baukostenzuschüsse von Vermietern werden als passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und über die (Rest-) Laufzeit des Mietvertrages ratierlich aufgelöst. Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. September 2008
2. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2007/08 ist aus dem vorstehend abgedruckten Anlagegitter ersichtlich. Anteile an verbundenen Unternehmen
Forderungen und sonstige VermögensgegenständeSonstige Vermögensgegenstände enthalten einen Betrag von T€ 37 (Vorjahr: T€ 36) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen an die alleinige Gesellschafterin Visti Beheer B. V., Rotterdam/Niederlande von T€ 1.100 (Vorjahr: T€ 0). EigenkapitalDas Stammkapital beträgt € 7.500.000,00 und ist voll eingezahlt. Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres von € 1.130.476,03 wurden durch den Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 9. November 2007 € 533.297,16 in die Gewinnrücklage eingestellt. Durch den Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 19. Dezember 2007 wurde das Stammkapital durch Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (§§ 57c ff. GmbHG) um € 4.400.000,00 auf € 7.500.000,00 erhöht. Hierfür wurden der Kapitalrücklage € 3.866.702,84 und der Gewinnrücklage € 533.297,16 entnommen.
1) Angaben in CZK (Tschechische Kronen),
Stichtagskurs zum 30.09.2008: 100 CZK = 4,0540 €
Sonstige RückstellungenDie Rückstellungen tragen nach kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung. Die Bewertung erfolgt anhand des erwarteten Aufwandes. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus dem Kundenbindungsprogramm ("Treuecard" / "Treueprämie") mit T€ 1.020 (Vorjahr: T€ 1.130) mit enthalten. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsätze werden ausschließlich im Inland getätigt und setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse aus Handelswaren beinhalten Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen von T€ 564 (Vorjahr: T€ 0). Die Umsatzerlöse aus dem Edelmetallhandel sind überwiegend umsatzsteuerfrei. Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von T€ 465 (Vorjahr: T€ 496) enthalten. Aus dem Forderungsverzicht der Alleingesellschafterin Visti Beheer B.V., Rotterdam/Niederlande resultiert ein außerordentlicher Ertrag von T€ 3.578. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten neben den von Dritten (Warenlieferanten) erhaltenen Werbekostenzuschüssen in Höhe von T€ 251 (Vorjahr: T€ 524) auch einen Ertragszuschuss der Alleingesellschafterin Visti Beheer B.V., Rotterdam/Niederlande von T€ 5.600 (Vorjahr: T€ 3.500), zur Finanzierung von zusätzlichen Werbe- und Marketingaufwendungen sowie zur Vereinheitlichung des äußeren Erscheinungsbildes der Verkaufsstellen. Aufwendungen für bezogene WarenDie erhaltenen Skontoerträge aus Warenrechnungen sind von den Aufwendungen für bezogene Waren abgezogen worden. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 7 (Vorjahr: T€ 78). Skonti, Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeDer Posten "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" wurde um Skontoerträge aus Kostenrechnungen erweitert. Die Zinserträge beinhalten T€ 22 (Vorjahr: T€ 0) an verbundene Unternehmen und betreffen die Gold Meister s.r.o., Prag/Tschechien. Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Zinsaufwendungen beinhalten T€ 0 (Vorjahr: T€ 100) an verbundene Unternehmen und betreffen die Alleingesellschafterin Visti Beheer B.V., Rotterdam (Niederlande). 4. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisseEs bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von T€ 161 (Vorjahr: T€ 88) aus Bürgschaften. Sonstige finanzielle VerpflichtungenSonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus langfristigen Mietverträgen für Ladengeschäfte sowie langfristigen Mietverpflichtungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verpflichtungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf T€ 4.657 (Vorjahr: T€ 4.588) für Mieten der Ladengeschäfte und auf T€ 283 (Vorjahr: T€ 227) für Mietverpflichtungen in Zusammenhang mit gemieteter Betriebs- und Geschäftsausstattung. Da es sich um langfristige Verträge handelt, ist in den kommenden Jahren von Aufwendungen in der gleichen Höhe wie im Berichtsjahr auszugehen. Mit rechtlicher Wirkung ab dem 1. Oktober 2007 besteht aus einem Lizenzvertrag zur Nutzung der Markenrechte an den Warenzeichen "Gold Meister" und "GM" die Verpflichtung zur Zahlung von 0,4 % der Umsatzerlöse an den Lizenzgeber (Visti Beheer B. V., Rotterdam/Niederlande). Der Lizenzvertrag sieht eine Laufzeit von 10 Jahren vor. Bei unveränderten Umsatzerlösen ergeben sich dadurch Zahlungsverpflichtungen von voraussichtlich T€ 146 p.a. Für das Geschäftsjahr 2007/08 hat der Lizenzgeber auf die Geltendmachung der Ansprüche aus dem Lizenzvertrag verzichtet. Durchschnittliche Zahl der ArbeitnehmerIm Jahresdurchschnitt beschäftigten wir 687 Arbeitnehmer (Vorjahr: 742) sowie 31 Auszubildende (Vorjahr: 29). Konzernabschluss und KonzernzugehörigkeitAuf die Aufstellung eines Konzernabschlusses zum 30. September 2008 wird verzichtet, da die beiden Tochterunternehmen infolge untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht einbezogen zu werden brauchen. Jahresabschluss und Lagebericht unserer Gesellschaft werden für die Zeit vom 1. Oktober 2007 bis zum 30. September 2008 in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Visti Beheer B.V., Rotterdam (Niederlande) einbezogen. GeschäftsführungAls Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt: Arnd Hinrich Kappe, Rodenbach, Geschäftsführer (bis 12. August 2008) Carsten Hertz, Hamburg, Geschäftsführer (26. November 2007 bis 31. Mai 2008) Marcus Voss, Büdingen, Geschäftsführer (21. Mai 2008 bis 15. August 2008) Akan Gürler, Grevenbroich, Geschäftsführer (ab 16. Juli 2008) Ilker Cengiz, Hanau, Geschäftsführer (16. Juli 2008 bis 9. Oktober 2008) Musa Ciftci, Hanau, Geschäftsführer (ab 19. November 2008) Bezüge der GeschäftsführungAuf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung wurde eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 116 gebildet. Im Geschäftsjahr 2007/08 erfolgten Pensionszahlungen von T€ 9 an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung.
Hanau, den 15. Mai 2009 Gold
Meister GmbH
Gürler Ciftci Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 30. September 2008 sowie dem Lagebericht der Gold Meister GmbH, Hanau, den folgenden Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gold Meister GmbH, Hanau, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2007 bis 30. September 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass die Gesellschaft die bestehenden und künftigen Zahlungsverpflichtungen einschließlich der zukünftigen Tilgungsleistungen nicht aus dem Cash Flow der laufenden Geschäftstätigkeit finanzieren kann und insoweit auf eine weitere Inanspruchnahme der Gesellschafterfinanzierung bzw. nahestehender Unternehmen und natürlicher Personen angewiesen sein wird. Die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit basiert auf der Gewährung weiterer Unterstützungsleistungen durch die Alleingesellschafterin und nahestehender Personen. In diesem Zusammenhang hat sich die Alleingesellschafterin in einer bis zum 30. September 2010 befristeten Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft finanziell so ausgestattet zu halten, dass diese ihren Verbindlichkeiten jederzeit nachkommen kann. Aufgrund der bisher durch die Gesellschafterin und nahestehende Personen erbrachten Unterstützungsleistungen halten wir die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit für vertretbar.
Köln, den 21. August 2009 Susat
& Partner oHG
Rudolph, Wirtschaftsprüfer Schärtl, Wirtschaftsprüfer |
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