PSD Bank Braunschweig eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcel Saur seit 20.10.2023 | Vorstandsmitglied |
Carsten Walter seit 20.12.2022 | Prokura |
Annette Wessel-Steller seit 16.12.2021 | Prokura |
Lutz Großweischede seit 6.1.2021 | Prokura |
Graf Carsten seit 21.7.2011 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 20.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PSD Bank Braunschweig eGBraunschweigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der GeschäftstätigkeitDie PSD Bank Braunschweig eG besteht mit ihren Vorgängerinstituten, vormals Post- Spar- und Darlehnsverein, seit über 150 Jahren und ist heute eine moderne Genossenschaftsbank im Geschäftsmodell der beratenden Direktbank mit dem klaren Fokus auf das Baufinanzierungsgeschäft sowie das wohnwirtschaftliche Projektgeschäft für Investoren. Neben den klassischen Bankprodukten bieten wir auch das Leistungsangebot innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe an. Unser Geschäftsgebiet reicht von Süd-Ost Niedersachsen bis nach Sachsen-Anhalt mit Filialen an unserem Geschäftssitz in Braunschweig, Halle/Saale sowie einem Beratungscenter in Magdeburg. Durch das Plattformgeschäft und die Einbindung von Kreditvermittlern tätigen wir Geschäfte auch über das Geschäftsgebiet hinaus in interessanten Lagen in unserem definierten Marktgebiet. Die PSD Bank Braunschweig eG tritt als Multi- und Omnikanalbank neben dem Filialvertrieb auch über Internet, Videoberatung, Telefon, mobile Endgeräte, Brief und den mobilen Außendienst im Markt auf. Unsere Genossenschaft ist der amtlich anerkannten BVR Institutssicherung GmbH und zusätzlich der freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen. Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. Organe sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung. Das Bankgeschäft betreiben wir mit 53 Beschäftigten. II. WirtschaftsberichtII. 1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften 1. Konjunktur in Deutschland Leichter Rückgang der Wirtschaftsleistung Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Dämpfende Einflüsse überlagern sich Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen. Inflation hemmt den Privatkonsum Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Vor allem in Bereichen, in denen die Preise auf dem hohen Stand des Vorjahres verharrten oder sogar weiter zulegten, kam es zu rückläufigen Ausgaben. Die Privathaushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,3 %) sowie Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-4,5 %) erheblich weniger aus, trotz der vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage. Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben ebenfalls. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,5 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,7 % wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei. Robuste Arbeitsmarktlage Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um gut 300.000 auf einen neuen Rekordwert von rund 45,9 Millionen Menschen. Inflationsrate nach Höchststand etwas gesunken Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen. Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Angesichts staatlicher Entlastungsmaßnahmen und rückläufiger Notierungen für Energieträger verteuerten sich Energieprodukte 2023 um unterdurchschnittliche 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Vorjahr. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Sie verteuerten sich um 12,4 %, nach einer Erhöhung um 13,4 % im Vorjahr. Verhaltene Baukonjunktur Die Baukonjunktur präsentierte sich abermals schwach. Nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr (-3,3 %) verminderte sich die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Baugewerbes 2023 nochmals, wenngleich mit einer Veränderungsrate von -0,2 % weniger stark als zuvor. Hemmend auf die Aktivitäten des Wirtschaftsbereichs wirkten vor allem die weiterhin hohen Baukosten, der anhaltende Mangel an Arbeitskräften und die, wegen der gestiegenen Zinsen, verschlechterten Finanzierungsbedingungen. Hiervon war insbesondere der Hochbau betroffen, während sich die Geschäfte im Tiefbau und im Ausbaugewerbe vergleichsweise besser entwickelten. Darauf deuten unter anderem die amtlichen Umsatzdaten hin, die allerdings nicht preisbereinigt, sondern lediglich in jeweiligen Preisen verfügbar sind. So expandierte der baugewerbliche Umsatz im Hochbau in den ersten drei Quartalen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum lediglich um 1,1 %. Im Tiefbau und im Ausbaugewerbe kam es hingegen zu kräftigen Zuwächsen um 12,2 % und um 15,7 %, befördert einerseits durch einen regen Straßenbau und anderseits durch eine hohe Nachfrage nach energetischen Sanierungen. Trotz der allgemeinen Schwäche hielt der Stellenaufbau im Baugewerbe an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte um 0,5 % auf 2,6 Mio. Personen. Dienstleistungssektor mit Wertschöpfungszuwachs Der Dienstleistungssektor blieb 2023 eine zentrale Stütze der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs legte mit einem Anstieg um 0,5 % allerdings weniger dynamisch zu als im Vorjahr (+3,0 %). Innerhalb des tertiären Sektors fiel das Wachstum in den Bereichen Informations- und Kommunikationsdienstleister (+2,6 %) und sonstige Dienstleister (+1,8 %) am deutlichsten aus, weiterhin befördert durch die in vielen Lebensbereichen voranschreitende Digitalisierung beziehungsweise das Auslaufen von Infektionsschutzmaßnahmen. Auch in den Bereichen Grundstücks- und Wohnungswesen (+1,1 %) und öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) fiel das Wachstum überdurchschnittlich stark aus. Deutlich schwächer entwickelten sich die Bereiche Unternehmensdienstleister (+0,4 %), Finanz- und Versicherungsdienstleister (-0,4 %) sowie Handel, Verkehr, Gastgewerbe (-1,0 %), wofür nicht zuletzt die kraftlose Industriekonjunktur verantwortlich war. Die Erwerbstätigenzahl stieg im Dienstleistungssektor als Ganzes um knapp 300.000 beziehungsweise 0,9 % auf fast 34,6 Mio. Menschen. Bezogen auf die Gesamtwirtschaft sind damit 9 von 10 zusätzlichen Arbeitsplätzen in diesem Sektor entstanden. 2. Finanzmärkte Die Finanzmärkte sehen Zins- und Inflationsgipfel erreicht Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahre 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die größten westlichen Notenbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve der USA (Fed), erreichten damit 2023 und binnen achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in China trug zur einsetzenden Konjunkturbremsung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde. Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als zu Jahresbeginn erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. So fiel die Verbraucherpreisinflation in den USA zum Jahresende auf 3,4 %, nachdem sie im Januar 2023 noch bei fast doppelt so hohen 6,4 % gelegen hatte. Im Euroraum war sie im selben Zeitraum von 8,6 % auf 2,9 % gefallen. Zwar entwickelte sich die für die Geldpolitik maßgebliche Kernrate, die um die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrung bereinigt ist, weniger dynamisch. Sie fiel in den USA von 5,6 auf 3,9 % und im Euroraum von 7,1 auf ebenfalls 3,9 %. Doch die Finanzmärkte reagierten stark auf die Rückgänge, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem zum Jahresende deutlich zulegten. USA: Fed lässt Zinserhöhungszyklus auslaufen Die US-Notenbank Fed beendete am 27. Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs bei einem Leitzinskorridor von 5,25 bis 5,5 %. Damit erhöhte die Fed ihre Zinsen 2023 noch um 100 Basispunkte, nachdem sie 2022 mit 425 Basispunkten das Gros ihrer geldpolitischen Reaktion auf den Inflationsschock bereits vollzogen hatte. Den Abbau ihrer Bestände an Staatsanleihen und Mortgage-backed securities (hypothekarisch besicherten Wertpapiere) setzte die US-Notenbank in dem von ihr 2022 festgelegten Tempo fort. Von August bis Dezember 2023 hielt die Fed ihre Leitzinsen schließlich stabil und kündigte an, diesen Kurs bis ins Jahr 2024 beibehalten zu wollen. Senkungen der Leitzinsen schloss die Fed in ihrer Außenkommunikation auch für 2024 bis zu jenem, noch zu erreichenden Zeitpunkt aus, an dem die Inflation gesichert zum Zielwert von 2 % zurückkehrt. Weitere Zinserhöhungen hielt sie sich für den Fall wieder steigender Inflation hingegen explizit offen, trotz zum Jahresende rückläufiger Kerninflationsraten. Europa: EZB erhöht Leitzinsen um 200 Basispunkte auf höchstes Zinsniveau ihrer Geschichte Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Damit überschritt die EZB erstmals ihr vor der Finanzkrise erreichtes Leitzinsniveau, als die Einlagefazilität im Maximum bei 3,25 % gelegen hatte. Auf den nachfolgenden Sitzungen bis zum Jahresende bestätigte die EZB dieses Zinsniveau und kündigte ähnlich der Fed an, es so lange aufrecht halten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2 % wieder erreiche. Parallel zu ihren Leitzinserhöhungen fuhr die EZB auch ihre Anleihekaufprogramme weiter zurück, um dadurch ihre restriktive Geldpolitik zu verstärken. Dadurch ging die zusätzliche Nachfrage der Notenbank an den Anleihemärkten deutlich zurück, die in der Niedrigzinsphase dazu gedient hatte, die langfristigen Zinsen zu senken. Indem sie diese Nachfrage entzog, wollte die EZB diese langfristigeren Zinsen wieder steigen lassen und damit die Wirkung ihrer zuerst die kurzen Fristen beeinflussenden Leitzinsen unterstützen. Ab Juli 2023 wurden fällig werdende Anleihen im Portfolio des 2014 eingeführten Programms APP nicht wieder reinvestiert, nachdem sie zuvor noch teilweise reinvestiert worden waren. Im Schnitt wurden 2023 monatlich ungefähr 27,6 Milliarden Euro APP-Volumen nicht wieder reinvestiert. Auf der letzten geldpolitischen Sitzung am 14. Dezember 2023 entschied die Notenbank zudem, fällig werdende Anleihen des 2020 aufgelegten Pandemiekaufprogramms PEPP ab Juli 2024 nur noch teilweise zu reinvestieren. Damit möchte sie ihre geldpolitische Straffung verstärken. Das Portfolio soll im Schnitt monatlich um 7,5 Milliarden Euro schrumpfen. Zum Jahresende 2024 sollen, laut Erklärung des EZB-Präsidiums, die Reinvestitionen dann komplett eingestellt werden. Das PEPP-Portfolio belief sich zum Jahresende 2023 auf rund 1,7 Billionen Euro, das APP-Portfolio auf rund 3 Billionen Euro. Anleihenachterbahn mit finalen Kursgewinnen Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihemärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Das Jahr begann, nach den starken Kursverlusten durch Kriegs-, Inflations- und Zinsschocks 2022, mit einer Kurserholung von Staatsanleihen. In der Folge fielen ihre Renditen. So belief sich die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe am 02. Februar 2023 auf 2,07 %, nach noch 2,56 % an Neujahr. Aufgrund der weiterhin restriktiven Politik der Notenbanken stiegen die Renditen danach jedoch wieder an. In der Spitze erreichte die zehnjährige Bundesanleihe am 02. März 2023 eine Rendite von 2,75 %. Im Zuge der US-Regionalbankenkrise und der Schieflage der Credit Suisse, die zu einer von den Schweizer Behörden organisierten Zusammenlegung mit dem Schweizer Konkurrenten UBS führte, fiel diese Rendite jedoch bis zum 20. März auf 2,1 % zurück. Dieses Auf und Ab setzte sich im weiteren Jahresverlauf fort. Im Vorfeld der geldpolitischen Sitzungen der Notenbanken, vor allem der Fed und der EZB, stiegen oder fielen die Renditen teils deutlich. Im Nachgang der Sitzungen setzte in der Regel eine zum Vorfeld gegenläufige Korrektur ein. Gleiches galt für neue Inflationszahlen aus den USA oder Europa. Bis Ende September tendierten die Renditen dabei aufwärts und die Kurse abwärts. Die zehnjährige Bundesanleihe erreichte ihre maximale Rendite von 2,97 % am 28. September 2023. Im vierten Quartal und insbesondere zum Jahresende erholten sich die Kurse der Anleihen jedoch deutlich, wodurch die zugehörigen Renditen sanken. Die zehnjährige Bundesanleihe erbrachte zum Jahresende mit 2,03 % ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang. Ähnlich entwickelten sich andere Anleihen des Euroraumes, während amerikanische und britische Anleihen zwar ebenfalls Kursgewinne zum Jahresende verzeichneten, wegen der unterschiedlichen Zinszyklen damit aber nur auf die Niveaus des Jahresauftakts zurückfielen. Die Anleihen folgten hierbei den Erwartungen der Märkte an eine 2024 deutlich sinkende Inflation mit entsprechenden Leitzinssenkungen der Notenbanken. Euro stabilisiert sich mit geopolitischer Lage und Leitzinserhöhungen der EZB Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen um 200 Basispunkte erhöhte, während die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen um niedrigere 100 Basispunkte anhob. Dies verringerte den Zinsabstand der großen Währungsräume und ließ den Euro als Devise nach einem schwachen 2022 attraktiver werden. Weiterhin profitierte die Gemeinschaftswährung von der insgesamt erfolgreichen Selbstverteidigung der Ukraine gegen Russlands Invasion. Diese ließ Sorgen um ein Übergreifen der russischen Aggression auf andere europäische Staaten stärker in den Hintergrund treten. Der geopolitische Risikoabschlag des Euro gegenüber dem Dollar sank auf das Gesamtjahr gesehen. Dennoch blieb der Euro relativ zum Dollar anfällig und reagierte insbesondere auf Veränderungen der geopolitischen Lage und das Zinsverhalten der EZB. So sank der Euro vom 30. August bis zum 13. Oktober von 1,09 auf 1,05 US-Dollar. In dieser Zeitspanne beendete die EZB einerseits ihre Zinserhöhungen, während andererseits die Hamas mit ihren Terrorangriffen auf Israel einen kriegsähnlichen Konflikt entfachte. Da dieser Konflikt im weiteren Verlauf des Jahres 2023 aber weitgehend isoliert blieb und die Finanzmärkte zum Jahresende für die Fed bereits deutliche Leitzinssenkungen im Jahr 2024 einpreisten, konnte sich der Euro wieder erholen und das Jahr 2023 mit 1,10 Dollar beschließen. DAX schließt nahe Rekordhoch Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg vom 01. Januar bis zum 09. März 2023 um 12,3 % auf 15.633,21 Punkte. Anschließend erschütterte jedoch die Krise der US-Regionalbanken die Finanzmärkte, insbesondere die plötzliche Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank. Dies löste einen Schock auf den Aktienmärkten aus. Der DAX etwa verlor bis zum 17. März 5,5 % seines Kurswertes. Die Verluste konzentrierten sich dabei auf Finanzwerte. Zugleich führte die Unsicherheit in den USA, aber auch global zu größeren Bewegungen von Bankeinlagen, insbesondere von solchen oberhalb der Einlagensicherungsgrenzen. Die Krise kulminierte mit der Fusion der Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS am 19. März, die die Schweizer Behörden zur Abwicklung der erstgenannten Bank organisiert hatte. Dieser Akt konnte die Märkte beruhigen und ermöglichte die Erholung der Aktien- und Finanzmärkte von dem kurzzeitigen Einbruch. Diese Erholung flachte zum Sommer hin ab, setzte sich aber trotz wiederkehrender Volatilität insbesondere um die Leitzinsentscheide der Notenbanken fort. Ende Juli notierte der DAX bei 16.446,83 Punkten und damit 18,1 % über seinem Jahreseinstandswert. Über den Spätsommer und beginnenden Herbst gingen die Kurse wieder leicht zurück, nachdem sich optimistische Einschätzungen des ersten Halbjahres nicht oder nur teilweise bewahrheitet hatten. Diese Korrektur erreichte ihren Tiefpunkt mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Der DAX verlor im Oktober 4,3 % und fiel damit auf 14.716,54 Punkte zurück. Da der Konflikt bis zum Jahresende weitgehend auf den Gazastreifen begrenzt blieb, setzte im November bereits eine neuerliche, vorsichtige Erholung an den Aktienmärkten ein. Zum Jahresende verstärkte sich die Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken, womit eine Belebung der Konjunktur im Jahr 2024 verbunden wurde. Der DAX legte von Anfang November bis Jahresende um 13,1 % zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab. Im globalen Vergleich entwickelte sich der deutsche Leitindex damit ähnlich zum Euro Stoxx 50, der 19,2 % zulegen konnte, aber schwächer als der S&P 500 und der Nasdaq Composite. Letztere konnten 24,2 % beziehungsweise 43,4 % zulegen. II. 2 Leistungsindikatoren Definition unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen: - Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme. - Als weiteren Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit bzw. Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis (inkl. laufender Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren) sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen. Betriebswirtschaftlich neutrale Erfolgsfaktoren bleiben unberücksichtigt. - Das Wachstum der bilanziellen Kundenkredite definieren wir als Indikator für die Generierung von Erträgen, die zukünftige Ertragskraft und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. - Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die harte Kernkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR (CET1 Eigenmittel des Instituts in Prozent des Gesamtrisikobetrags). - Liquidity Coverage Ratio (LCR) als Liquiditätskennzahl (Bestand an liquiden Aktiva / Nettoabflüsse in den nächsten 30 Tagen). Neben der aufsichtlichen Mindestquote von 100 % haben wir eine interne Warngrenze (120 %) definiert. Entwicklung unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar: Unser Betriebsergebnis vor Bewertung ist im Vorjahresvergleich von 1,19 % dBS auf 0,43 % dBS gesunken (die Vorjahreswerte unseres Betriebsergebnis vor Bewertung sowie der CIR fundierten insbesondere auf positiven Sondereffekten (vgl. Kap. II.4.1 Ertragslage)). Die CIR lag im Geschäftsjahr bei 72,56 % (Vorjahr: 47,79 %). Die Neukreditzusagen haben den Planwert von 100 Mio. EUR mit 91,3 Mio. EUR leicht unterschritten. Die Kernkapitalquote reduzierte sich auf 15,68 % (Vorjahr: 17,16 %). Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ration (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 121 % aus. Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren hat unsere Prognosen nicht erreicht. Die geplanten Ziele wurden teilweise erreicht. Ursächlich für die Planabweichung ist insbesondere ein geringerer als geplanter Zins- und Provisionsüberschuss sowie ein durch Sondereffekte erhöhter Personalaufwand. Wesentliche Abweichungen zu den im Vorjahr getroffenen Prognosen ergaben sich bei der Kernkapitalquote in Form eines erhöhten Auseinandersetzungsguthabens bei den Geschäftsguthaben, das in der Folge gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Wir waren in der Prognose von einem Netto-Wachstum der Geschäftsguthaben ausgegangen. Im Einzelnen stellt sich der Geschäftsverlauf wie folgt dar: II. 3 Geschäftsverlauf der PSD Bank Braunschweig eG
Die Bilanzsumme erhöhte sich geringfügig um +0,7% auf 877.614 TEUR. Trotz der vergleichsweise hohen Neukreditzusagen hat sich die Bilanzsumme aufgrund von planmäßigen Tilgungen nur unwesentlich verändert. Die außerbilanziellen Geschäfte setzen sich aus anderen Verpflichtungen in Höhe von 38.106 TEUR und derivativen Geschäften mit einem Bezugsvolumen in Höhe von 107.000 TEUR zusammen. Hierbei handelt es sich um 80.000 TEUR Festzinszahler-Swaps, die zur Aktiv-Passiv-Steuerung eingesetzt werden und 27.000 TEUR Festzinsempfänger-Swaps, die als eingebetteter Bestandteil des neuen Einlageprodukts "PSD ZinsAktiv" in Form von tranchenbezogenen Zinsswaps abgeschlossen wurden.
Die Entwicklung des Aktivgeschäfts entsprach im Wesentlichen den in der Vorperiode berichteten Prognosen. Die geplanten Ziele wurden teilweise nicht erreicht, da die Kreditnachfrage im Spannungsfeld höherer Zinsen und einer hartnäckigen Inflation gedämpft wurde. In der Struktur der Aktivseite sind im Berichtsjahr wesentlichen Veränderungen im Bereich der Forderungen an Kreditinstitute zu verzeichnen, die insbesondere auf eine geringere Liquiditätshaltung bei der DZ Bank AG zurückzuführen sind. Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme ist zu Lasten von Forderungen an Kreditinstitute gestiegen. Im Berichtsjahr konnte das Kreditvolumen trotz verschärfter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen um 18.489 TEUR erhöht werden. Der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes liegt im Bereich der privaten Immobilienfinanzierungen. Insgesamt 61,0 % der von uns ausgereichten Kredite bewegen sich in den Größenklassen bis 500 TEUR. Die Wertpapieranlagen haben sich infolge von 18 TEUR Zuschreibungen und der Zeichnung von 3.000 TEUR neuen AT1-Anleihen der DZ Bank AG leicht erhöht.
Die Entwicklung des Passivgeschäfts entsprach nicht durchgängig den in der Vorperiode berichteten Prognosen. Während eine Ausweitung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eingeplant wurde, konnten die Einlagen von Kunden nicht ausgeweitet werden. In der Struktur der Passivseite sind aufgrund des veränderten Zinsniveaus wesentliche Veränderungen zu verzeichnen, die insbesondere auf fällige institutionelle Termineinlagen zurückzuführen sind, die entgegen unserer Erwartung nicht durch Folgeschäfte mit diesen Anlegern verlängert werden konnten. Bei den Spareinlagen von Kunden kam es zu höheren Abflüssen. Der Anteil der Spareinlagen und sonstigen Einlagen von Kunden an der Bilanzsumme ist zu Lasten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gesunken. Dies führte zu einem verstärkten Rückgriff auf kurz- und mittelfristige Refinanzierungsdarlehen der DZ Bank AG.
Die Entwicklung des Dienstleistungsgeschäftes lag insgesamt unterhalb der in der Vorperiode berichteten Prognosen. Die geplanten Ziele wurden teilweise erreicht. Die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft fallen niedriger als geplant aus, da die Bank aufgrund der unterjährig beobachteten Einlagenabflüsse vermehrt versucht hat, Kundengelder in Einlagenprodukte zu lenken und weniger Volumen in die Verbundbilanz fließen zu lassen. Ebenso sind die anderen Vermittlungserträge, insbesondere aufgrund von geringeren Vermittlungen im Bauspar- und Versicherungsgeschäft, niedriger als prognostiziert ausgefallen. Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr haben sich hingegen besser entwickelt als geplant. Beteiligungen Die Bank hat im Jahr 2021 eine Tochtergesellschaft (100 %-Beteiligung), die PSD Braunschweig Verwaltungs-GmbH, gegründet. Der Geschäftszweck liegt insbesondere in der Beteiligung am Stammkapital von Unternehmen im Bereich Immobilien und erneuerbare Energien. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 50 TEUR. Im Jahr 2023 hat die Bank eine Kapitaleinlage in Höhe von 400 TEUR eingebracht. Mit 12,5 % am Stammkapital hält die Bank eine Beteiligung an dem Start-Up-Unternehmen Hyconnect GmbH, das sich im Bereich innovativer Technologien mit der Verbindung von Verbundfaserstoffen und Metallen beschäftigt. Im Jahr 2023 wurde auf diese Beteiligung eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 150 TEUR vorgenommen. Zudem hat sich die Bank an der GLV Bestand GmbH mit einem Anteil von 20 % (5 TEUR) am Stammkapital beteiligt. Diese Gesellschaft hat sich auf den Ankauf, die Digitalisierung und die Betreuung von Versicherungsverträgen spezialisiert. Investitionen Im Berichtsjahr wurden im üblichen Umfang Ersatzinvestitionen vorgenommen. II. 4 Lage der PSD Bank Braunschweig eG II. 4.1 Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Bank haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV - Posten 2.
Die Entwicklung der Ertragslage blieb hinter unserer in der Vorperiode berichteten Prognose zurück. Im Berichtsjahr war ein im Vorjahresvergleich deutlicher Rückgang des Zinsüberschusses zu verzeichnen. Die Veränderung begründet sich hauptsächlich durch Sondereffekte des Vorjahres, in dem der Zinsüberschuss durch vereinnahmte Close-out-Zahlungen aus vorzeitig beendeten Festzinszahler-Swaps deutlich positiv beeinflusst wurde. Einen weiteren Einfluss auf den Zinsüberschuss hatte die Ausschüttung aus dem Spezialfonds, die in einem geringer als ursprünglich geplanten Umfang erfolgt ist. Im Vorjahr hatte die Bank kurswertbedingt auf die Fondsausschüttung verzichtet. Einen positiven Einfluss hatte hingegen die Gewinnabführung aus der 100%igen Tochtergesellschaft der Bank, die deutlich höher als angenommen ausgefallen ist. Der Provisionsüberschuss ist vor allem aufgrund geringerer Provisionserträge (Vermittlungsprovisionen und sonstige Provisionen) sowie einem höheren Aufwand für Kreditvermittlungen gesunken. Das Geschäftsjahr war zudem durch außergewöhnliche Vorgänge mit Auswirkungen im Personalaufwand gekennzeichnet. Aufgrund einer schwebenden Rechtsstreitigkeit und einer bedingt durch hohe Rentenanpassungen mittelbaren Verpflichtung zur Aufstockung ausgelagerter Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorständen ist im Personalaufwand ein Zusatzaufwand in Höhe von 875 TEUR enthalten. Der Saldo des sonstigen betrieblichen Ergebnisses hat sich nur unwesentlich verändert und liegt annähernd auf dem Vorjahresniveau. Den größten Einfluss beim sonstigen betrieblichen Aufwand hatten periodenfremde Aufwendungen. Aufgrund der im Personalaufwand enthaltenen einmaligen Sondereffekte zeigt sich gegenüber dem Vorjahr ein deutlich erhöhter Aufwand. Bereinigt man diese Position um die im vorherigen Kapitel genannten Einflussfaktoren, so verbleibt ein Personalaufwand, der unterhalb unserer ursprünglichen Planung liegt. Die anderen Verwaltungsaufwendungen liegen trotz nicht geplanter Sondereffekte, die sich insbesondere im Beratungsaufwand niedergeschlagen haben, unterhalb der im Vorjahr prognostizierten Werte. Das Bewertungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr signifikant verbessert. Im aktuellen Jahr liegt der Ursprung für den ausgewiesenen Aufwand jedoch nicht im Bewertungsergebnis Wertpapiere, sondern im Bewertungsergebnis Kundenkreditgeschäft. Durch eine höhere Risikovorsorge in Form von Einzelwertberichtigungen und Netto-Zuführungen zu den Pauschalwertberichtigungen nach IDW BFA 7 hat sich ein über dem Planwert liegendes, negatives Bewertungsergebnis ergeben. In dieser Position ist eine Teilauflösung der in Vorjahren gebildeten §340f-Reserven enthalten. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit liegt um 8,5 % über dem Vorjahreswert. Der Steueraufwand fällt nur knapp halb so hoch aus wie im Vorjahr. Im aktuellen Jahresabschluss sind steuerlich wirksame, zumeist einmalige Sachverhalte enthalten, die gegenüber der üblichen Steuerquote zu einer spürbaren Entlastung beigetragen haben. Die Aufwands- /Ertragsrelation (Cost Income Ratio CIR; vgl. Definition im Abschnitt II.2) erhöhte sich auf 72,56 %. Der Jahresüberschuss ist insgesamt leicht angestiegen. Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von 865 TEUR, nach Dividende für Geschäftsguthaben insgesamt 295 TEUR den Rücklagen zuzuweisen. II. 4.2 Finanz- und Liquiditätslage Die Entwicklung der Finanzlage entsprach im Wesentlichen unserer in der Vorperiode berichteten Prognose. Die vorhandenen liquiden Mittel reichten im Geschäftsjahr aus, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Mindestreservebestimmungen und Bestimmungen der CRR) zu erfüllen. Den Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit konnte im Berichtsjahr stets nachgekommen werden. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ration (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 121 % aus. Zum Bilanzstichtag lag diese Kennzahl bei 213%. Die liquiden Mittel haben sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um 14.137 TEUR verringert. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass wir weniger Guthaben auf dem laufenden Konto bei der DZ Bank AG gehalten haben. Die Barreserve hat sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 34 TEUR reduziert. Die Bankforderungen sind im gleichen Zeitraum um 16.297 TEUR gesunken. Unsere Anlagen in Wertpapiere und Bankengelder haben wir zugunsten der Kundenforderungen weiter reduziert. Die im Anlagevermögen gehaltenen Eigenanlagen schränken die Finanz- und Liquiditätslage unserer Bank nicht ein. Die im Spezialfonds gehaltenen Anleihen sind LCR-fähig und teilweise an unsere Bank entliehen. Neben den dargestellten liquiden Mitteln stehen uns kurzfristig verfügbare Kreditlinien bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank (DZ BANK AG) zur Verfügung. Das Angebot der Deutschen Bundesbank, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften (Hauptrefinanzierungsgeschäfte) abzuschließen, wurde nicht genutzt. Übernachtkredite (Spitzenrefinanzierungsfazilität) wurden nicht in Anspruch genommen. Die eingeräumten Kreditlinien der DZ BANK AG haben wir im Jahresverlauf nur dispositionsbedingt in Anspruch genommen. Unsere Refinanzierungsstruktur ist weitgehend unabhängig von den Interbanken- und Kapitalmärkten und überwiegend durch Geschäftsbeziehungen mit Privatkunden geprägt. Zudem greifen wir zu Refinanzierungszwecken auf Termingeldeinlagen von institutionellen Geldgebern zurück. Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben. Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist auch in den folgenden Jahren aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven sowie der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund nicht zu rechnen. Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva zurückgreifen. Zudem haben wir über die Hereinnahme von verbundfremden Refinanzierungsmitteln (Emission von Schuldscheindarlehen, Aufnahme von Termingeldern und Refinanzierungsdarlehen) weitere Liquiditätsquellen erschlossen. Bis zur Erstellung des Lageberichts liegen keine Anhaltspunkte für Umstände vor, die die Liquiditätslage der Bank nachteilig verändern könnten. Weitere Ausführungen finden sich unter IV.2.3 Liquiditätsrisiken. II. 4.3 Vermögenslage Die Entwicklung der Vermögenslage blieb hinter unserer in der Vorperiode berichteten Prognose zurück. Eigenkapital Das bilanzielle Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
Wesentliche Veränderungen beim Eigenkapital ergaben sich durch Gewinnthesaurierung. Der Ausbau der Geschäftsguthaben unserer Mitglieder ist deutlich geringer ausgefallen als prognostiziert. Daneben besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 16.025 TEUR, der im Geschäftsjahr über eine Vorwegzuweisung in Höhe von 910 TEUR gestärkt wurde. Der Anteil der bilanziellen Eigenmittel an der Bilanzsumme hat sich von 10,61 % auf 10,13 % reduziert. Die harte Kernkapitalquote beläuft sich auf 15,68 % und ist gegenüber dem Vorjahr (17,16 %) zurückgegangen. Die wesentliche Ursache hierfür ist ein erhöhtes Auseinandersetzungsguthaben. Die aufsichtsrechtlich geforderte Mindestgröße wurde jederzeit erfüllt. Eine weitere Stärkung der Eigenmittelausstattung ist weiterhin vorrangiges Ziel der Geschäftspolitik. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Nettogewinn (Nettogewinn = Jahresüberschuss nach Steuern) und Bilanzsumme) beläuft sich auf 0,10 %. Unter Berücksichtigung der Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken würde sich eine Kapitalrendite von 0,20 % ergeben. Kundenforderungen Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt 85,0 % (Vorjahr: 83,5 %). Im Kundenkreditgeschäft bestehen keine besonderen strukturellen Risiken. Der Schwerpunkt der Kundenfinanzierungen liegt in den Größenklassen bis 500 TEUR. Von den Kundenfinanzierungen entfallen 20,9 % auf die Größenklasse ab 2.500 TEUR. Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen abgeschirmt. Die aufsichtsrechtlichen Kreditgrenzen sowie die festgelegten Kreditbeschränkungen nach § 49 GenG wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten. Wertpapiere Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt zusammen:
Die eigenen Wertpapieranlagen haben insgesamt einen Anteil von 10,8 % (Vorjahr: 10,6 %) an der Bilanzsumme. Hiervon entfallen 0,7 % Punkten auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) sowie 10,1 % Punkten auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Fondsanlagen in Aktivposten 6). Bei den festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um von der DZ Bank AG emittierte AT1-Anleihen. Bei den nicht festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich um einen Spezialfonds zur zentralen Verwaltung unserer Eigenanlagen. Die Anlageschwerpunkte liegen im Bereich LCR-fähiger Anleihen sowie Immobilienzielfonds. Sämtliche Wertpapiere sind dem Anlagevermögen zugeordnet. Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen Bei den Beteiligungen erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung von 150 TEUR auf die ursprünglichen Anschaffungskosten. Derivategeschäfte Es wurden umfangreiche Umsätze bei derivativen Instrumenten getätigt. Zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv Passiv Steuerung) wurden Zinsderivate in einem Umfang von 80.000 TEUR eingesetzt. Darin enthalten sind im Geschäftsjahr neu abgeschlossene Festzinszahler-Swaps mit einem Bezugsvolumen von 25.000 TEUR. Diese Derivate werden in die verlustfreie Bewertung des Zinsbuches einbezogen. Zudem hat die Bank Festzinsempfänger-Swaps mit einem Bezugsvolumen von 27.000 TEUR abgeschlossen. Diese Derivate sind Bestandteil des kündbaren Termingeldprodukts PSD ZinsAktiv. Diese Derivate werden ebenfalls in die verlustfreie Bewertung des Zinsbuches einbezogen. Derivative Eigengeschäfte werden zu Absicherungszwecken abgeschlossen. II. 5 Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage Die Geschäftsentwicklung war im Jahr 2023 vor dem Hintergrund des heraufordernden Marktumfelds (u.a. Zinswende, Inflation und geopolitische Spannungen) insgesamt ungünstig. Die angespannte Situation am Immobilienmarkt hat sich dämpfend auf die Kreditnachfrage ausgewirkt. Zudem hat sich die Refinanzierungssituation insbesondere im institutionellen Segment verschärft. Die ursprünglich für den Zins- und Provisionsüberschuss prognostizierten Zielvorgaben wurden in der Folge nicht erreicht. Die Ertragslage der Bank ist gut ausreichend, weil wir in einem anspruchsvollen Marktumfeld weiter wachsen konnten und durch die Neukreditzusagen ein wichtiger Beitrag zur zukünftigen Geschäftsentwicklung gelegt werden konnte. Der Provisionsüberschuss liegt spürbar unterhalb des Vorjahreswertes. Die Auswirkungen gehen teilweise auch auf eine Priorisierung zurück, da die Bank durch gezielte Beratung in bilanzielle Anlageprodukte einem ansonsten zusätzlichen Einlagenabfluss entgegengewirkt hat. Die Risikosituation im Kundenkreditgeschäft hat sich im Jahr 2023 verschlechtert. Die Entwicklung zeigt sich jedoch nicht flächendeckend, sondern punktuell bei einzelnen Finanzierungen. Durch eine vorsichtige Bewertung wurden in erheblichem Umfang Risikovorsorgen gebildet, um mögliche Kreditausfälle frühzeitig abschirmen zu können. Zudem hat sich bei den Pauschalwertberichtigungen nach dem IDW Standard BFA 7 erneut ein deutlicher Zuführungsbetrag ergeben. Die Vermögenslage ist gut, weil die Bank durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr übererfüllt hat. Das Wachstum des Geschäftsguthabens fällt geringer aus als im Vorjahr. Im Dezember 2023 hat die Bank von der BaFin vorzeitig einen neuen SREP-Bescheid erhalten, der zu einer um -1,00 % (aus Zinsänderungsrisiken) geringeren Mindestkapitalanforderung geführt hat. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen wurden Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Die Finanzlage und Liquiditätsausstattung sind gut, da sie den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen entsprechen. Die in der Vorperiode berichteten Prognosen wurden erreicht. Wir beurteilen die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zur ursprünglichen Planung und unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rückblickend insgesamt als ungünstig, weil die Ziele im Bereich Zins- und Provisionsüberschuss nicht erreicht wurden und sich zudem ein ungeplanter Mehraufwand im Personalaufwand ergeben hat. Zudem konnten wir das Kernkapital der Bank aufgrund einer nachteilhaften Entwicklung beim Geschäftsguthaben nicht im vorgesehenen Umfang steigern. III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)III. 1 Risikomanagementsystem Die Ausgestaltung unseres Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategie/n, die hieraus abgeleiteten operativen Zielgrößen/Plandaten sowie die Risikotragfähigkeit der Bank. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken. Wir legen die für uns wesentlichen Risiken fest und entwickeln entsprechende (Teil-) Risikostrategien. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive). Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von drei Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen. Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen. Im Rahmen einer regelmäßigen Risikoberichterstattung bzw. Ad hoc Berichterstattung werden Vorstand und Aufsichtsrat informiert. Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagement Aktivitäten werden durch die Interne Revision geprüft. Die Steuerung unserer Risiken erfolgt insbesondere im Rahmen der ökomischen Risikotragfähigkeit. Aus dem Risikodeckungspotenzial leiten wir unser Gesamtbankrisikolimit ab, welches wir in festgelegte Teilrisikolimite für die wesentlichen Risiken untergliedern. Nachfolgend stellen wir die Risikotragfähigkeit zum Bilanzstichtag dar:
Unser Stresstestkonzept umfasst die beiden Steuerungsperspektiven der Bank (ökonomische und normative Perspektive) und fokussiert hierbei jeweils die Adäquanz der Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank. Im Rahmen des Stresstestkonzept ermitteln wir regelmäßig und anlassbezogen die Auswirkungen von Stresstests, adversen Szenarien und Sensitivitätsanalysen. Die Reflexion und kritische Würdigung dieser Auswirkungen ist ein zentrales Element unseres Risikomanagements. Im Folgenden erläutern wir das Risikomanagement unserer wesentlichen Risiken. III. 2 Marktpreisrisiken Zinsänderungsrisiken Die Zinsrisiken messen wir vierteljährlich mit dem Software Modul VR Control Zinsmanagement, wobei ein Konfidenzniveau von 99,9 % und eine Haltedauer von 250 Tagen zur Anwendung kommt. Die gemessenen Risiken werden in einem Limitsystem dem entsprechenden Teilrisikolimit gegenübergestellt, dessen Überschreiten die Anwendung bestimmter Maßnahmen auslöst. Im Geschäftsjahr bewegte sich das Zinsrisiko innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Teilrisikolimits. Zur Ermittlung der Auswirkungen von Zinsänderungen hat die Bank für die wesentlichen variablen Positionen Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte und Elastizitäten ermittelt. Neben der Risikoermittlung im Rahmen der Risikotragfähigkeit werden die Zinsrisiken auch im Kontext des Zinsrisikokoeffizienten sowie des barwertigen und periodischen Ausreißertests ermittelt. Aufgrund des von uns eingegangenen Zinsänderungsrisikos ist ein Rückgang des Zinsbuchbarwertes bei steigenden Zinssätzen zu erwarten. Die Bank setzt bei ihrer Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene verschiedene Zinssicherungsinstrumente ein. Im Rahmen der Aktiv- / Passiv Steuerung haben wir dazu Zinsswaps abgeschlossen. Mittelfristig führt die Abflachung sowie ein nachhaltiger Rückgang der Zinsstrukturkurve zu einem niedrigeren Zinsergebnis. Das Zinsänderungsrisiko wirkte sich auch bei der Berechnung einer etwaigen Drohverlustrückstellung i. V. mit der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs aus. Sonstige Marktpreisrisiken Daneben bestehen Risiken aus festverzinslichen Wertpapieren und Fondsanlagen. Währungsrisiken spielen nur eine untergeordnete Rolle. Weitere für uns wesentliche Marktpreisrisiken (z.B. innerhalb des Spezialfonds) werden entsprechend den aufsichtsrechtlichen Regelungen bei der Gesamtbanksteuerung berücksichtigt. III. 3 Adressenausfallrisiken Forderungen an Kunden Das Adressenausfallrisiko im Kundengeschäft messen wir mittels des Kreditportfoliomodells Kundengeschäft aus dem Software Modul VR Control KRM mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % bei einer Haltedauer von 250 Tagen. Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertig ermittelter Credit Value at Risk (CVaR) ermittelt wird. Die Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäfts erfolgt auf der Basis von Limitierungen sowie Steuerungsvorgaben für das Neugeschäft. Unsere Auswertungen geben Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen, Sicherheiten und Risikoklassen. Strukturelle Risikokonzentrationen sind nicht vorhanden. Risikovorsorge wird auf Basis der handelsrechtlichen Vorschriften gebildet. Das Adressenausfallrisiko bewegte sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage. Eigenanlagen Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen, eigene Analysen von Berichten, Veröffentlichungen der Emittenten und Beobachtungen der Spreadentwicklungen zurück. Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertig ermittelten Credit Value at Risk (CVaR) mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einer Haltedauer von 250 Tagen ermittelt wird. Potenziellen Risiken begegnen wir dadurch, dass wir im Direktbestand keine Wertpapiere von Emittenten bzw. aus Emissionen erwarben, deren Rating von einer anerkannten Ratingagentur mit schlechter als "Investment- Grade" beurteilt wurde. Bei Fondsanlagen ist das Durchschnittsrating des Sondervermögens maßgeblich. Das Ausfallrisiko begrenzen wir durch ein System interner Strukturlimite sowie individueller Anlagerichtlinien, die eine hinreichende Streuung des Depotbestandes gewährleisten und regelmäßig überwacht werden. Im Rahmen der Risikoinventur wurde das Adressrisiko aus Eigenanlagen im Direktbestand des Depot-A als quantitativ unwesentlich und qualitativ wesentlich eingestuft. Das Adressenausfallrisiko bewegte sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Für weitere Ausführungen zu den Eigenanlagen verweisen wir auf unsere Darstellungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage. Länderrisiken Länderrisiken sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. III. 4 Liquiditätsrisiken Da das Zahlungsunfähigkeitsrisiko aufgrund seiner Eigenart nicht sinnvoll mit Risikodeckungspotential begrenzt und somit nicht in die klassische Risikotragfähigkeit integriert werden kann, haben wir diesbezüglich einen weiteren Prozess (Liquiditätstragfähigkeit) in die Risikosteuerungs und Controllingprozesse aufgenommen. Die Überwachung der Liquiditätstragfähigkeit bzw. die Steuerung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt mit Hilfe entsprechender Liquiditätsablaufbilanzen (LAB), in welchen wir die szenariospezifischen Zahlungsmittelabflüsse den szenariospezifischen Zahlungsmittelzuflüssen an den jeweiligen Zahlungsmittelzeitpunkten gegenüberstellen. Sofern sich hieraus im Zeitverlauf ein kumulierter Zahlungsmittelbedarf entwickelt, prüfen wir, ob dieser mit dem jeweilig definierten Liquiditätsdeckungspotential (LDP) für einen zuvor definierten Zeitraum (Liquiditätshorizont bzw. Überlebenshorizont) im jeweiligen betrachteten Szenario abgedeckt werden kann. Weiter wird zur frühzeitigen Erkennung eines Liquiditätsengpasses die LCR Kennziffer gemessen und gesteuert. Zum Bilanzstichtag belief sich die Kennziffer auf 213 %. Im Geschäftsjahr bewegte sie sich zwischen 121 % und 229 % und lag somit stets über dem geforderten Mindestwert von 100 %. Zusätzlich haben wir eine interne Warngrenze in Höhe von 120 % definiert. Darüber hinaus wird die Liquidität durch Fälligkeitslisten überwacht. Im Risikobericht werden zudem die größten Kundeneinlagen, die höchsten Abrufrisiken sowie anstehende Fälligkeiten von Refinanzierungsgeschäften dargestellt. Zur Sicherstellung der mittel bis langfristigen strukturellen Liquidität beobachten wir regelmäßig die NSFR (Net Stable Funding Ratio). Damit beurteilen wir insbesondere die Abhängigkeit von kurzfristigen Refinanzierungen sowie unsere Stressresistenz insgesamt. Zum Bilanzstichtag lag die NSFR bei 123 % und damit über der Mindestanforderung von 100 %. Als interne Warngrenze haben wir 110 % definiert. Das Refinanzierungskostenrisiko beurteilen wir mittels Messung des Liquiditätsprämienbestandes. Im Hinblick auf unsere Refinanzierungsquellen verweisen wir auf Abschnitt II.3.2 Finanz- und Liquiditätslage. Das Refinanzierungskostenrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als unwesentlich eingestuft. In liquiditätsmäßig engen Märkten sind wir nicht engagiert. Die Gefahr, dass mangels ausreichender Marktliquidität Verkäufe erschwert werden, schätzen wir als gering ein, da es sich bei den Anleihen im Eigenanlagenbestand überwiegend um LCR-fähige, börsennotierte Wertpapiere handelt. Eine Liquiditätsmanagementfunktion wurde mit dem Ziel der Liquiditätssteuerung eingerichtet, um in Phasen eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses einschließlich eines Stressfalls die Zahlungsfähigkeit zu sichern und eine Unterschreitung der bankaufsichtlichen LCR-Mindestquote zu verhindern. Zudem wurde für den Fall eines Liquiditätsengpasses ein Notfallplan festgelegt. III. 5 Operationelle Risiken Wesentliche identifizierte operationelle Risiken werden in einer Schadensfalldatenbank erfasst, analysiert und überwacht, wenn sie einen Bruttoschaden oberhalb der aus prozessualen Gründen definierten Bagatellgrenze überschreiten. Die operationellen Risiken werden in ihrer Höhe im Rahmen einer Expertenschätzung aus den Erfahrungen der Vorjahre und auf Basis eines Self Assessments abgeleitet und einem definierten Limit gegenübergestellt. Zudem werden auch Worst-Case-Annahmen im Rahmen von regelmäßigen Stresstests berücksichtigt. Den operationellen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere Arbeitsanweisungen, die Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung (4-Augen-Prinzip), die laufende Optimierung der Arbeitsabläufe, Mitarbeiterschulungen, der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten, laufende Investitionen in moderne DV-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale, Backup Einrichtungen, Prüfung der Verfahren und Systeme durch die Interne Revision sowie der Risikotransfer zu Versicherungen (z.B. Diebstahl und Betrugsrisiken). Dem Rechtsrisiko begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare. Bei Rechtsstreitigkeiten nehmen wir juristische Hilfe bzw. Rechtsberatung in Anspruch. Im Geschäftsjahr sind keine operationellen Risiken mit spürbarer Ertragsauswirkung eingetreten. Durch die Bildung von Rückstellungen wurden Risiken aus schwebenden Rechtsstreitigkeitsverfahren abgeschirmt. III. 6 Weitere Risiken Wir führen derzeit im Wesentlichen Verbundbeteiligungen. Wir beurteilen Beteiligungsrisiken nicht als wesentliche Risikoart. Die Risiken aus Immobilienzielfonds messen wir mittels der im Durchschauverfahren von Union Investment bereitgestellten Risikokennzahlen mit einem Konfidenzniveau von 99,9% und einer Haltedauer von 250 Tagen. Das Risiko aus der überwiegend selbstgenutzten Immobilie in Braunschweig ermitteln wir in Abhängigkeit der Nutzungsart auf Basis eines Abschlagverfahrens. Das ermittelte Immobilienrisiko wird auf das Teilrisikolimit angerechnet. III. 7 Gesamtbild der Risikolage Zusammenfassend ist die Risikolage insgesamt als geordnet einzustufen, da die Risikotragfähigkeit im Geschäftsjahr 2023 unter den definierten Risikoberechnungen durchgängig gegeben war. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen haben wir im Jahr 2023 jederzeit eingehalten. Die zu ihrer Deckung vorhandenen Eigenmittel belaufen sich zum 31.12.2023 auf 88.071 TEUR (CET1-Kapital: 84.357 TEUR). Dem steht ein Gesamtrisikobetrag in Höhe von 537.956 TEUR gegenüber. Hieraus ergibt sich eine Gesamtkapitalquote von 16,37 % bzw. eine harte Kernkapitalquote von 15,68 %. Die OCR-Gesamtkapitalanforderung (inkl. 1,25 % SREP-Zuschlag und einer vollständig mit dem Kapitalerhaltungspuffer verrechneten Eigenmittelempfehlung von 1,80 %) beträgt 13,08 %. Die entsprechende Mindestanforderung an das harte Kernkapital beträgt 9,03 %. Wir verweisen hierzu ergänzend auf unsere Ausführungen bei der Vermögenslage. Nach derzeitigem Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit im Berichtszeitraum 2024 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation der Bank weiterhin gegeben. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. IV. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)Die Prognosen, die sich auf die voraussichtliche Entwicklung der PSD Bank Braunschweig eG für das nächste Geschäftsjahr 2024 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen und Planungsrechnungen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können. Die Darstellung erwarteter Veränderungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren gegenüber dem entsprechenden Istwert des Berichtsjahres erfolgt auf Basis von qualifiziert komparativen Prognosen (Richtung und Intensität der Veränderung). Nachfolgend werden folgende Begriffe zur Darstellung der Entwicklungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren genutzt. Unsere Einstufungen sind wie folgt zu interpretieren:
Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir auf Basis der BVR-Prognosen aus dem "Kompass 2024" (Hauptszenario) ein BIP von 0,20% - 0,50% und eine Inflationsrate von kleiner als 3,50 %, die sich im Laufe des Jahres wieder der 2%-Marke annähert. Die Prognosen zur Konjunkturentwicklung gehen gemäß BVR von einem allmählichen Rückgang der Inflation und einem moderaten Aufschwung aus. Die Wirtschaft in Deutschland wird von einem gedämpften Konsumverhalten gebremst und entwickelt sich weniger dynamisch als in anderen europäischen Ländern. Die Investitionsbereitschaft ist aufgrund der gestiegenen Zinsen weiterhin zurückhaltend. Hiervon sind insbesondere die Bauinvestitionen betroffen. Der vorherrschende Arbeitskräftemangel ist ebenfalls ein belastender Faktor für Investitionsvorhaben. Weiterhin erhöhte Energie- und Nahrungsmittelpreise sowie hohe Lohnforderungen sorgen für anhaltenden Inflationsdruck, auch wenn sich eine rückläufige und stetige Tendenz zeigt. Auch erhöhen die wirtschaftspolitischen Anstrengungen zur Erreichung der Klimaziele den Inflationsdruck. Der Zinserhöhungszyklus der EZB erreichte 2023 seinen voraussichtlichen Höhepunkt. In 2024 beginnt die EZB den Zinssenkungszyklus, während der Inflationsdruck weiter nachlässt. Die Inversität der Zinskurve geht im Jahr 2024 in eine flache Zinsstrukturkurve über und verläuft danach wieder leicht aufwärtsgerichtet. Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaften werden nach unserer Einschätzung auch im kommenden Jahr von den Folgen geopolitischer Konflikte, einem sich in der Konsolidierung befindlichen Immobilienmarkt, Fachkräftemangel, der EZB Geldpolitik, Digitalisierung und künstlicher Intelligenz (KI), dem Zugang zu günstigen Refinanzierungsmitteln, der Dynamik der wirtschaftlichen Erholung, sich weiter entwickelnden Kundenansprüchen, der Volatilitäten der Kapitalmärkte, weiteren regulatorischen Vorgaben sowie den Auswirkungen des Klimawandels geprägt. Voraussichtlicher Geschäftsverlauf und voraussichtliche Lage Unsere Eckwertplanung basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen: In Erwartung einer sich nur langsam erholenden konjunkturellen Wirtschaftsentwicklung gehen wir für das nächste Geschäftsjahr von einer moderaten Nachfrage von 100 Mio. EUR im Kundenkreditgeschäft aus. Diese Prognose basiert auch auf der Prämisse eines fallenden Zinsniveaus, insbesondere am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve. Bei den Wertpapieranlagen rechnen wir im erwarteten Zinsumfeld mit keinen wesentlichen negativen Auswirkungen. Die Bank hat ihre Eigenanlagen risikoavers ausgerichtet, was sich auch in einer sehr kurzen Duration der im Spezialfonds befindlichen Anleihen widerspiegelt. Im Bereich der Immobilienzielfonds (gewerbliche Nutzung) zeigten sich im Jahr 2023 vereinzelt negative Kurseffekte aus aktualisierten Sachverständigengutachten. Aufgrund der Trägheit des Immobiliensektors gehen wir davon aus, dass sich solche Ereignisse in Einzelfällen wiederholen könnten. Wir haben daher einen Planungspuffer bei der Performancehochrechnung verwendet. Bei der Bankenrefinanzierung / Forderungen an Kreditinstituten erwarten wir für das nächste Jahr weiterhin erhöhte Refinanzierungskosten bei der Prolongation von auslaufenden Bestandsgeschäften. Mit einem baldigen Rückgang der in den Vorjahren deutlich ausgeweiteten Spreadaufschläge ist unserer Meinung nach nicht zu rechnen. Im klassischen Einlagengeschäft gehen wir von einer steigenden Geschäftsentwicklung aus. Die überschaubaren Einlagenabflüsse aus dem Vorjahr wurden dabei in der Planung berücksichtigt. Durch die Erweiterung der Produktpalette und eine stärkere vertriebliche Ausrichtung auf der Passivseite soll die bereits im zweiten Halbjahr 2023 erkennbare Trendumkehr fortgesetzt werden. Im Dienstleistungsgeschäft erwarten wir gegenüber dem Vorjahr einen rückläufigen Provisionsüberschuss von 0,03 dBS. Gegenüber dem Vorjahr rechnen wir insbesondere mit geringeren Provisionserträgen aus Vermittlertätigkeiten. Wesentliche Investitionen haben wir für das Jahr 2024 nicht vorgesehen. Nach unserer Ergebnisvorschaurechnung ist für die Ertragslage auch im kommenden Jahr die Entwicklung der Zinsspanne von entscheidender Bedeutung. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei dem Zinsaufwand zu, der insbesondere aufgrund auslaufender Festzinseinlagen erheblich ansteigen wird. Die Ertragslage wird nach unseren Erwartungen auch durch den sonstigen Verwaltungsaufwand geprägt sein, der zunehmend durch Kosten für Digitalisierung und IT, Regulatorik und Marketingaufwand bestimmt wird. Wir rechnen auf der Grundlage unserer Zinsprognose, die im Laufe des Jahres 2024 von einer flacheren Zinsstrukturkurve und in Folge vor allem im Geldmarktbereich deutlich fallenden Zinsen ausgeht, mit einem steigenden Zinsüberschuss. In dieser Betrachtung ist auch die Annahme inkludiert, dass die Ausschüttung aus dem Spezialfonds in der ursprünglich geplanten Höhe bewertungsneutral vorgenommen werden kann. Die Steigerung des Zinsüberschusses steht im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Nach dem Ergebnis unserer Berechnungen kann ein Verlustüberhang in Verbindung mit der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs in Form einer Gegenüberstellung der zinsinduzierten Barwerte mit den Buchwerten unter Berücksichtigung der Risiko- und Bestandsverwaltungskosten ausgeschlossen werden. Diese Aussage kann sich jedoch insbesondere dann verändern, wenn das Zinsniveau entgegen unserer Erwartung schnell und stark ansteigt oder sich größere Teile der geplanten Konditionsbeiträge nicht realisieren lassen. Die Personalaufwendungen werden nach unseren Planungen im nächsten Geschäftsjahr leicht steigen, da wir mit der zeitnahen Wiederbesetzung offener Stellen rechnen und zudem die Aufbauorganisation der Bank angepasst werden soll. Einen weiteren Einfluss haben auch die tariflichen Gehaltssteigerungen und geplante Weiterbildungsmaßnahmen. Bei den Sachaufwendungen rechnen wir aufgrund von Preisanpassungen unserer Dienstleister, projektbezogenen Zusatzaufwendungen und ersten Kostenblöcken, die im Zusammenhang mit dem Umbau des Gebäudes in Braunschweig in einen Digitalstandort verbunden sind, mit einer erheblichen Kostenerhöhung. Beim Bewertungsergebnis rechnen wir mit einem weiterhin erhöhten Bedarf an Risikovorsorge. Aus Vorsichtsgründen wurden in diesem Zusammenhang die statistisch abgeleiteten Bewertungsergebnisse (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen) aufgerundet. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird neben der weiteren konjunkturellen Entwicklung auch erheblich durch die regionale Wirtschaftsentwicklung beeinflusst. Bei unserem Wertpapierbestand gehen wir aufgrund der simulierten Ergebnisse aus der Kurswertentwicklung von keinen Abschreibungen, sondern einem deutlich höheren Zuschreibungspotenzial als im Jahr 2023 aus. Bei den Beteiligungen erwarten wir neutrale Bewertungseffekte. Erwartete Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen und Annahmen erwarten wir für das nächste Geschäftsjahr die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf unsere bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Definition Abschnitt II.2): Das Betriebsergebnis vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme wird steigen und sich auf 0,50 dBS belaufen. Die Cost Income Ratio wird geringfügig fallen und voraussichtlich 69,80 % betragen. Nach unseren Planungsrechnungen erwarten wir eine weitere Stärkung unserer Eigenmittel durch die voraussichtliche künftige Dotierung der Rücklagen sowie des Sonderpostens für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote sowie die harte Kernkapitalquote wird aufgrund der weiter verfolgten Wachstumsstrategie geringfügig fallen und sich auf 15,80 % bzw. 15,19 % belaufen. Wir gehen davon aus, dass der aufsichtsrechtlich geforderte Mindestwert jederzeit eingehalten wird. Auf Basis unserer Kapitalplanung zeigen sich gegenüber 2023 stabile SREP-Zuschläge. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) wird stark steigen und sich auf 301 % belaufen. Wir gehen davon aus, dass der aufsichtsrechtlich geforderte Mindestwert eingehalten wird. Das Betriebsergebnis nach Bewertung (in Relation durch durchschnittliche Bilanzsumme) wird erheblich steigen und sich auf 0,46 dBS belaufen. Gesamtaussage Insgesamt erwarten wir unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dass sich Geschäftsverlauf und Lage der PSD Bank Braunschweig eG günstig entwickeln werden, da wir mit einer deutlich höheren Gewinnthesaurierung rechnen und unsere Planzahlen die jederzeitige Einhaltung der Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität aufzeigen. Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist aufgrund ausreichend zur Verfügung stehenden Refinanzierungsmöglichkeiten bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank, der vom Interbankenmarkt weitgehend unabhängigen Refinanzierungsstruktur und dem Zugang zu institutionellen Einlegern außerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe auch im nächsten Geschäftsjahr nicht zu rechnen. Die Risikotragfähigkeit der Bank wird voraussichtlich gegeben sein. Insgesamt rechnen wir für das nächste Geschäftsjahr mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 0,50 dBS und mit einem aufgrund einer geplanten Dividendenerhöhung stark steigenden Bilanzgewinn. Durch geeignete Maßnahmen bei der Risikoüberwachung haben wir die Verbesserung der Risikostruktur unseres Kreditvolumens eingeleitet. Risiken Wesentliche Risiken für die Ertragslage bestehen im kommenden Jahr bei einer deutlich schlechteren Konjunkturentwicklung, die zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung führen könnte. Sollte die EZB die vom Markt erwarteten Zinssenkungen erst deutlich später als von uns angenommen umsetzen, dann könnte das höhere Zinsniveau einen stärkeren Rückgang der Bautätigkeiten und somit des Finanzierungsbedarfs auslösen, was zu geringeren Zinserträgen führen würde. Der Ausbau der Kundeneinlagen hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Konditionsbeiträge. Sollte es uns trotz Kreditwachstum nicht gelingen, die Kundeneinlagen im geplanten Umfang auszuweiten, dann müsste diese Lücke durch teurere institutionelle Mittel geschlossen werden. Die Vermögenslage der Bank könnte sich vor allem durch einen Netto-Rückgang beim Geschäftsguthaben nachteilig entwickeln. Die Gewinnthesaurierung wird zunehmend an Bedeutung gewinnen, stellt aber nur einen Teil des geplanten Eigenmittelwachstums dar. Sofern sich die Situation im Bereich der Gewerbeimmobilien weiter verschärfen, so könnte dies negative Auswirkungen auf die Wertentwicklung der in unserem Spezialfonds gehaltenen Immobilienzielfonds haben, was sich direkt auf die Ausschüttungshöhe bzw. das Zuschreibungspotenzial auswirken würde. Chancen Wesentliche Chancen für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf bestehen im nächsten Geschäftsjahr insbesondere bei einer besseren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, was zu einer positiveren Geschäftsentwicklung führen könnte. Ein niedrigeres Zinsniveau könnte sich positiv auf die Kreditnachfrage auswirken. Durch eine Normalisierung der Zinskurve, die aktuell durch eine starke Inversität am kurzen Ende geprägt ist, könnte sich der Fristentransformationsbeitrag in erheblichem Umfang erhöhen. Wesentliche Chancen können sich zudem aus einer unerwartet guten Börsenentwicklung ergeben, die zu höheren Wertpapierumsätzen und höheren Erträgen aus Fondsvermittlungen als prognostiziert führen wird. Eine solche Entwicklung geht in der Regel mit sich einengenden Spreads einher, was sich positiv auf die Eigenanlagen der Bank auswirken würde. Weitere wesentliche Chancen sehen wir in der Ausweitung unserer Beteiligungsstrategie. V. ZweigniederlassungenEs bestehen keine Zweigniederlassungen.
Braunschweig, 27.03.2024 PSD Bank Braunschweig eG Der Vorstand gez. Carsten Graf gez. Marcel Saur Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG. Optional bei Banken > 500 Mitarbeiter Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrats in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Insgesamt fanden 10 Aufsichtsratssitzungen statt. Hierbei lag ein Schwerpunkt unserer Arbeit in der Neubesetzung eines Vorstandes Marktfolge für die Bank. Dieser Prozess konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Den gestiegenen Anforderungen an den Aufsichtsrat, insbesondere bezüglich der Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen, die für die effektive Wahrnehmung der Kontrollfunktion notwendig sind, wurde durch die regelmäßige eigenverantwortliche Fortbildung der Aufsichtsratsmitglieder, sowie durch ein gemeinsames Inhouse Seminar entsprochen. Der Aufsichtsrat verfügt aufgrund seiner Kenntnisse und Erfahrung in seiner Gesamtheit über ausreichende Branchen- und Sachkenntnisse sowie über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Im Rahmen der Selbstbewertung gemäß § 25 d Abs. 11 S. 2 Nr. 3 und 4 KWG hat der Aufsichtsrat diese Anforderungen überprüft. Der Aufsichtsrat ist zudem frei von Interessenkonflikten. Die gesetzlichen Anforderungen gemäß § 36 Abs. 4 GenG werden somit erfüllt. Darüber hinaus führte der Aufsichtsrat auch im Jahr 2023 seine jährliche Klausurtagung zu aktuellen Themen, zur Ausrichtung und mittelfristigen Strategie der Bank, gemeinsam mit dem Vorstand durch. Ferner stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem ständigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte vier Ausschüsse gebildet. Zu den bisher bestehenden drei Ausschüssen wurde neu der IT- und Innovationsausschuss gegründet. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr 6 Mal. Der Kreditausschuss tagte im Berichtsjahr 4 Mal und der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten tagte im Berichtsjahr 3 Mal. Der IT- und Innovationsausschuss wurde zwar im Jahr 2023 gebildet, nahm jedoch seine inhaltliche Arbeit erst 2024 auf. Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat regelmäßig berichtet worden. Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Verband der PSD Banken e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. In diesem Jahr endet turnusgemäß die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Annett Flachshaar, Jörg Hitzmann, und Mathias Schweitzer. Alle ausscheidenden Mitglieder stehen für eine Wiederwahl zur Verfügung. Dem Vorstand sowie allen Mitarbeitenden der PSD Bank Braunschweig eG gilt unser Dank für die engagierte, erfolgreich geleistete Arbeit. Unseren treuen Mitgliedern und Kunden, die alle zusammen das positive Ergebnis der PSD Bank Braunschweig eG im Geschäftsjahr 2023 ermöglicht haben, spreche ich im Namen des Aufsichtsrates einen ganz besonderen Dank aus.
Braunschweig, 09.04.2024 gez. Klaus-Dieter Hanas, Vorsitzender des Aufsichtsrates Jahresabschluss der Kreditinstitute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft Bestandteile Jahresabschluss 1. Jahresabschluss (Formblatt 1) 2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform) 3. Anhang 1. Jahresbilanz zum 31.12.2023Aktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023
3. AnhangA. Allgemeine AngabenDie PSD Bank Braunschweig eG, Braunschweig, ist beim Amtsgericht Braunschweig unter der Genossenschaftsregister-Nummer 358 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. Die Bilanz wurde unter Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Sofern von den Bilanzierungs und Bewertungsmethoden des Vorjahres abgewichen wurde, wird dies bei den entsprechenden Posten sowie zusammengefasst nochmals am Ende des Abschnitts B. unter 'Abweichungen von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden' dargestellt. Barreserve Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen an Kreditinstitute und Kunden Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden mit den Anschaffungskosten oder mit dem Nennwert ausgewiesen. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigem Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Die in den Forderungen an Kreditinstitute erkennbaren Bonitätsrisiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen in ausreichender Höhe abgedeckt. Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft werden Pauschwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Dies betrifft alle nicht akut ausfallgefährdeten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie die nach §§ 26, 27 RechkredV unter der Bilanz auszuweisenden Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen). Die ermittelten Teilbeträge für die Pauschalwertberichtigung werden von den Aktivposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden abgesetzt. Die Teilbeträge für das außerbilanzielle Geschäft werden unter den anderen Rückstellungen passiviert und entsprechend von den Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie den unwiderruflichen Kreditzusagen abgesetzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung erfolgt auf Grundlage des im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlusts über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (Bewertungsvereinfachungsverfahren). Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges haben wir ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB im Bestand. Wertpapiere Die wie Umlaufvermögen behandelten Wertpapiere (Liquiditätsreserve) wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Die in der Bilanzposition 5 enthaltenen und wie Anlagevermögen behandelten AT1-Anleihen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Wertpapierleihegeschäfte Am Bilanzstichtag entliehene Wertpapiere wurden nicht in der Bankbilanz angesetzt, da das wirtschaftliche Eigentum nicht auf die Bank als Entleiher übergegangen ist, sondern beim Verleiher verblieben ist. Strukturierte Finanzinstrumente Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Bewertung der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sofern die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung früherer Jahre nicht mehr bestehen, erfolgen entsprechende Zuschreibungen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto Einzelwert von 800 EUR wurden als sofort abziehbare Betriebsausgaben behandelt. Hierbei wurden diese bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 EUR als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut über 250 EUR, aber nicht über 800 EUR lagen. Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder zu Anschaffungskosten bewertet. Anlagen in Versicherungslösungen werden zum Zeitwert bilanziert. Latente Steuern Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive Steuerlatenzen bestehen insbesondere in den Positionen Forderungen an Kunden und Rückstellungen. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 31,58 % zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum jeweiligen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen bzw. drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige, über den Basiszins hinausgehende Vorteile für Einlagen, wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Die Verpflichtungen aus Anwartschaften auf Pensionen und laufende Rentenverpflichtungen gegenüber Versorgungsempfängern werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) angesetzt. Es wurde bei den Versorgungsemfängern eine Rentendynamik in Höhe von 2,50 % zugrunde gelegt. Annahmen zur Fluktuation wurden nicht berücksichtigt. Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) auf Basis einer Prognose des Zinssatzes per Dezember 2023 entsprechend des für die Ermittlung des Rechnungszinses vorgeschriebenen Verfahrens mit 1,83 %. Im Vergleich zu einer Abzinsung mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,44 % /1,77 %) ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 4.550 EUR/7.537 EUR. Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden analog zum Ab-/Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen. Die Versorgungsverpflichtungen gegenüber früheren Vorständen wurden im Geschäftsjahr 2017 auf externe Versorgungsträger übertragen (R+V Versorgungskasse genossenschaftlicher Unternehmen (VGU) e.V.). Aufgrund der hohen referenzierten Rentendynamisierung, die über die Anpassungen der Versorgungskasse hinausgehen, hat sich eine mittelbare Verpflichtung zur Aufstockung dieser Vorsorgeverpflichtungen i.H.v. 646.031 EUR ergeben, für die die Bank eine separate bilanzielle Pensionsrückstellung berücksichtigt hat. Bei der Bank verbleibt darüber hinaus die Subsidiärhaftung. Die Pensionsanwartschaften gegenüber Mitarbeitern und früheren Mitarbeitern (sog. "past-service") wurden zum 01.10.2018 auf die R+V Pensionsfonds AG übertragen. Bei den Pensionsfonds handelt es sich um einen chancenorientierten Fonds mit Nachschusspflicht. Zum Bilanzstichtag ergab sich eine Unterdeckung des Pensionsfonds in Höhe von 566.725 EUR, die in der Ausübung des Passivierungswahlrechts nach Art. 28 Abs.1 Satz 2 EGHGB nicht angesetzt wurde. Für die zukünftigen Pensionsanwartschaften (sog. "future-service") seit dem 01.10.2018 bildete die Bank zum Bilanzstichtag eine Rückstellung in Höhe von insgesamt 630.340 EUR. Die Bank hat zudem mit Mitarbeitenden Verträge über Altersteilzeit (Blockmodell) geschlossen. Die Berechnung der Rückstellungen aus Altersteilzeit erfolgte nach dem Barwertverfahren. Den Rückstellungen über Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Der Rechnungszins (1,76%) wurde gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB nach der Vereinfachungsregelung ermittelt. Annahmen zur Fluktuation wurden nicht berücksichtigt. In die Berechnung ist ein Gehaltstrend von 0,00 % p.a. eingeflossen. Die Mitarbeitenden mit Altersteilzeitverträgen befinden sich in der passiven Altersteilzeit (Freistellung von der Arbeitsleistung). Die diesbezüglich gebuchte Auflösung zum Erfüllungsbetrag beträgt 104.534 EUR. In den sonstigen Rückstellungen verbleibt ein Rückstellungsbestand i.H.v. 154.998 EUR. Im übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessene Höhe gebildet. Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs, einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate, werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebene positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsentgelte, Postenentgelte, Kartenentgelte und Bereitstellungsprovisionen angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wäre eine Drohverlustrückstellung zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden. Vermerke unter dem Bilanzstrich Von den unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 38.105.508,37 EUR betreffen 36.411.562,58 EUR Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken. Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können. Die Kreditzusagen werden mit dem Nominalbetrag gezeigt. Die widerruflichen und unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses wird vor dem verbindlichen Eingehen sowie während der Laufzeit einer Verpflichtung das Risiko aus der Inanspruchnahme für Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen eingeschätzt. Dabei ist im Wesentlichen die Bonität des Auftraggebers bzw. Kreditnehmers ausschlaggebend. Im Falle der Verschlechterung der Bonität, die den Ausgleich der Inanspruchnahme ganz oder teilweise nicht mehr erwarten lässt, werden Rückstellungen gebildet. Die Bildung von Rückstellungen war aufgrund der guten Bonität der Kreditnehmer nicht erforderlich. Den latenten Risiken der Positionen unter dem Bilanzstrich wurde durch die Bildung von Pauschalrückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag aufgelaufene Zinsansprüche aus derivativen Geschäften wurden als Forderung bzw. Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten bilanziert. Derivative Finanzinstrumente dienen der Absicherung bilanzieller Positionen gegen das allgemeine Zinsänderungsrisiko. Sie werden in die Gesamtbetrachtung des Zinsbuchs einbezogen und sind somit nicht gesondert zu bewerten. Zinserträge/Zinsaufwendungen Negative Zinsen aus Aktivgeschäften werden im Zinsertrag erfasst (Reduktion des Zinsertrags). Negative Zinsen aus Passivgeschäften werden im Zinsaufwand erfasst (Reduktion des Zinsaufwands). Negative Zinsen werden in Form von "Darunter Vermerken" in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben. Im Falle von Zinsswaps werden die Zahlungsströme verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen. C. Entwicklung des Anlagevermögens(volle EUR)
D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungI. Bilanz In den Forderungen an Kreditinstitute sind 21.145.857 EUR Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
In den Forderungen an Kunden sind 1.087.771 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet. In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
Wir halten Anteile an Sondervermögen (§ 1 Abs. 10 KAGB) von mehr als 10 % (Bilanzposten A6).
Beschränkung in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen nicht. Die Genossenschaft besitzt folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen, mit denen ein Konzernverhältnis besteht:
Mit dem unter Buchstabe a) genannten Unternehmen besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 290 Abs. 5 HGB i.V.m. § 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte. Daneben besitzt die Genossenschaft folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen, die nicht von untergeordneter Bedeutung sind:
Weitere Beteiligungen wurden aufgrund der untergeordneten Bedeutung gem. § 286 Abs. 3 HGB nicht angegeben. In folgenden Posten sind enthalten:
Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind aktivierte Kosten aus zwei Rentenversicherungen i.H.v. 224.325,32 EUR enthalten. In folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
In den Forderungen gegenüber Kunden sind vergebene Gesellschafterdarlehen an die PSD Braunschweig Verwaltungs-GmbH enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 187.237.882 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Von den begebenen Schuldverschreibungen werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr 0 EUR fällig. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet. Angaben zum Posten Nachrangige Verbindlichkeiten: Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen in Höhe von 73.861 EUR an. Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Nachrangigkeit der Verbindlichkeit ist wie folgt geregelt: Die aufgeführten Verbindlichkeiten sind im Falle der Insolvenz oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich. Für die nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen: Die Laufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten beträgt 6 Jahre. Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
Die unter dem Passivposten Gezeichnetes Kapital ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss wie folgt zu verwenden:
Ausschüttungsgesperrte Beträge bestanden zum 31. Dezember 2023 Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag liegt bei 4.550 EUR. Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente Nichthandelsbestand In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivategeschäfte des Nichthandelsbestands, einschließlich der in strukturierten Kundeneinlagen eingebetteten Derivate, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Die beizulegenden Zeitwerte werden ohne rechnerisch angefallene Zinsen angegeben ('clean prices').
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme auf den Abschlussstichtag. Für die Bewertung von Optionen des Nichthandelsbestands wurden Optionspreismodelle eingesetzt. II. Gewinn- und Verlustrechnung In den Zinserträgen sind 0 EUR (Vorjahr: 8.959 EUR) negative Zinsen aus Einlagen bei der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Positive Zinsen aus Kundeneinlagen haben wir nicht generiert. Die erhaltenen negativen Zinsen aus Einlagen institutioneller Anleger (50.250 EUR), Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (2.792 EUR) und Festzinszahlerswaps (15.489 EUR) belaufen sich auf insgesamt 68.531 EUR (Vorjahr: 240.179 EUR) und sind im Zinsaufwand enthalten. In den Provisionsaufwendungen sind gezahlte Vermittlungsprovisionen für Kredite i.H.v. 1.255.540 EUR enthalten (Vorjahr: 1.067.104 EUR). Wichtige Einzelbeträge, die für die Beurteilung des Jahresabschlusses bzw. der Ertragslage nicht unwesentlich sind, sind enthalten in den Posten: Im Personalaufwand ist eine außerordentliche Zuführung zu Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstände i.H.v. 646.031 EUR enthalten, die sich aus einer mittelbaren Verpflichtung einer asynchronen Dynamisierung bei der tatsächlichen Rentenentwicklung und der durch die Versorgungskasse geleisteten Rentenanpassung ergeben hat. Im Personalaufwand ist eine Zuführung zu einer Rückstellung für drohende Regressforderungen aus einer laufenden Rechtstreitigkeit i.H.v. 229.413 EUR enthalten. E. Sonstige AngabenIm Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf 66.570 EUR und der früheren Vorstandsmitglieder sowie deren Hinterbliebener auf 166.824 EUR. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von 646.031 EUR. Am Bilanzstichtag betrugen die gewährten Vorschüsse und Kredite sowie die eingegangenen Haftungsverhältnisse für
Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (Garantieverbund) in Höhe von 1.651.800 EUR. Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Die Zahl der im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 2,00 Auszubildende beschäftigt.
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Verband der PSD Banken e.V. Dreizehnmorgenweg 36 53175 Bonn
Braunschweig, 27. März 2024 PSD Bank Braunschweig eG Der Vorstand gez. Carsten Graf gez. Marcel Saur BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PSD Bank Braunschweig eG, Braunschweig VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PSD Bank Braunschweig eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1. Bewertung Kundenforderungen 2. Verändertes Marktzinsumfeld und Auswirkungen auf den Jahresabschluss Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: a) Sachverhalt und Problemstellung b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse c) Verweis auf weitergehende Informationen 1. Bewertung Kundenforderungen a) Sachverhalt und Problemstellung Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, umfassen einen Betrag in Höhe von 745,6 Mio. EUR. Dies entspricht 85,0 % der Bilanzsumme. Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen nach IDW RS BFA 7 sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten abhängig ist. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen von entscheidender Bedeutung für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Bank derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. Unsere Prüfungshandlungen umfassten die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Bereiche und Prozesse. In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank ab. Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Bank in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile und die Gesamtzusage berücksichtigt. Auf Basis der Erkenntnisse der Aufbau-, und Funktionsprüfung haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. Im Hinblick auf die gebildete Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung vorhersehbarer, aber noch nicht konkretisierter Ausfallrisiken im Kreditgeschäft haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern auseinandergesetzt. Dabei haben wir die zutreffende Ableitung der sachlichen und betraglichen Bemessungsgrundlagen nachvollzogen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter nachvollzogen und plausibilisiert. c) Verweis auf weitergehende Informationen Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten. Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen und zu Verfahren der Risikoerkennung enthalten. 2. Verändertes Marktzinsumfeld und Auswirkungen auf den Jahresabschluss a) Sachverhalt und Problemstellung Das nach dem Zinsanstieg im Vorjahr nachhaltig veränderte Marktzinsumfeld hat nach wie vor Auswirkungen auf die künftige Zinsmarge der Genossenschaft sowie auf die Marktpreise der Wertpapiere. Mit den Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden, den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren auf der Aktivseite (insgesamt 863,3 Mio. EUR bzw. 98,4 % der Bilanzsumme) und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie den nachrangigen Verbindlichkeiten auf der Passivseite (insgesamt 783,6 Mio. EUR bzw. 89,3 % der Bilanzsumme) gehören wesentliche Teile der Bilanz sowie die zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate mit einem Nominalwert von 107,0 Mio. EUR zu den Finanzinstrumenten des Zinsbuchs der Bank. Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. von der Genossenschaft verlustfrei zu bewerten. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2023 war keine Rückstellung zu bilden. Die Wertpapierbestände (Aktivposten 5 und 6) belaufen sich auf insgesamt 95,0 Mio. EUR. Dies entspricht 10,8 % der Bilanzsumme. Diese werden im Jahresabschluss 2023 im Anlagevermögen nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dem Ansatz und der Folgebewertung von Rückstellungen einschließlich der hierbei zugrundeliegenden Annahmen und Parameter liegen in einem hohem Ausmaß Einschätzungen, Annahmen und Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher waren diese Sachverhalte für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und waren aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung. b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Im Rahmen unserer Prüfung der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Bankbuchs auseinandergesetzt. Das Berechnungsschema der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter einschließlich der Diskontierung nachvollzogen und plausibilisiert. Dabei haben wir bestimmte von den gesetzlichen Vertretern angewandte Annahmen und Parameter einer Einzelfallprüfung unterzogen. Des Weiteren haben wir uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Annahmen und Parametern zur internen Risikosteuerung überzeugt. c) Verweis auf weitergehende Informationen Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen und Wertpapieren sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" enthalten. Im Lagebericht sind Ausführungen unter dem Abschnitt "II. 4. 3 Vermögenslage" enthalten. Sonstige Informationen Sonstige Informationen lagen zum Zeitpunkt der Erteilung dieses Bestätigungsvermerks nicht vor. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht: Wertpapierdienstleistungs- und Depotprüfung nach § 89 WpHG Schulungsveranstaltungen für Aufsichtsräte und Bankmitarbeiter VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist David Peters.
Bonn, den 09.04.2024 Verband der PSD Banken e.V. gez. Peters, Wirtschaftsprüfer Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023("Länderspezifische Berichterstattung")Die PSD Bank Braunschweig eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der PSD Bank Braunschweig eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die PSD Bank Braunschweig eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 14.100 TEUR. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 56,41-. Der Gewinn vor Steuern beträgt 2.432 TEUR. Die Steuern auf Gewinn betragen 661 TEUR und betreffen laufende Steuern. Die PSD Bank Braunschweig eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen