ContiTech AGLiquidiert

30165 Hannover, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 62105
Eingetragen
15.11.2004
Branche
Herstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug darausBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von technischen Artikeln aller Art aus natürlichem oder synthetischem Kautschuk, Kunststoff oder aus sonstigen Rohstoffen, die Übernahme von kaufmännischen und technischen Dienstleistungen aller Art sowie die Beteiligung an Unternehmen aller Art. Ihren Unternehmensgegenstand kann die Gesellschaft selbst oder durch Tochter- und Beteiligungsunternehmen verwirklichen. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet erscheinen, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern, insbesondere zum Erwerb und zur Veräußerung von Grundstücken, zur Errichtung von Zweigniederlassungen an allen Orten des In- und Auslandes, zur Beteiligung an anderen Unternehmen sowie zum Abschluss von Interessengemeinschaftsverträgen und Unternehmensverträgen.

Historie

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Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

ContiTech AG

Hannover

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2006

Konzern-Lagebericht

Unternehmensprofil

Der ContiTech-Konzern ist weltweit ein bedeutender Hersteller im Bereich der Kautschuk- und Kunststofftechnologie. Mit innovativen, systemorientierten Technologien leisten wir einen Beitrag zur sicheren, komfortablen und umweltbewussten Mobilität sowie zur industriellen Funktionalität. Der ContiTech-Konzern entwickelt und produziert Funktionsteile, Komponenten und Systeme für die Automobilindustrie, den Maschinen- und Apparatebau, den Bergbau, die Schienenverkehrsindustrie, die Druckindustrie sowie für andere bedeutende Industrien.

Zur Fokussierung auf Geschäftsbereiche mit starker strategischer Positionierung verkauften wir zum 01.04.06 den Geschäftsbereich Stankiewicz, der mit der Phoenix-Akquisition übernommen worden war. Im Mai 2006 erwarb die Power Transmission Group die dänische Roulunds Rubber A/S, einen Antriebsriemen-Spezialisten für industrielle Anwendungen sowie für das Ersatzgeschäft und die Erstausrüstung der Automobilbranche.

Der ContiTech-Konzern fertigt in 18 Ländern, beschäftigt 21.412 Mitarbeiter (Stand 31.12.06) und umfasst sieben Geschäftsbereiche:

Fluid Technology (Schläuche und Schlauchleitungen)

Benecke-Kaliko (Folien und Formhäute)

Conveyor Belt Group (Transportbänder)

Power Transmission Group (Antriebssysteme)

Air Spring Systems (Luftfedersysteme)

Vibration Control (Schwingungs- und Dichtungstechnik)

Elastomer Coatings (Drucktücher, Membrane, gummierte Stoffe)

Das Know-how des ContiTech-Konzerns bewährt sich beim Antreiben, Beschichten, Dämpfen, Federn, Fördern und Verbinden. So minimieren beispielsweise Motorlager von Vibration Control unerwünschte Schwingungen im Fahrzeug. Luftfedern von Air Spring Systems machen das Fahren in Lkw, Bussen und Zügen komfortabler und sicherer. Schläuche und Schlauchleitungen von Fluid Technology für Rußpartikelfilter unterstützen den Umweltschutz. Im Innenraum von Automobilen sorgt die Optik und Haptik von Folien und Formhäuten der Benecke-Kaliko für spürbaren und sichtbaren Komfort. Drucktücher von Elastomer Coatings gewährleisten hohe Qualität bei der Zeitungs- und Zeitschriftenproduktion und die Conveyor Belt Group ist in der weltweiten Rohstoffgewinnung zu Hause.

Rund 57 % des Umsatzes werden in der Automobilindustrie erwirtschaftet, 43 % mit anderen Abnehmern.

Wachstum

Sowohl im Geschäft mit der Automobilindustrie als auch mit anderen Industrien und im Kfz-Ersatzgeschäft hat der ContiTech-Konzern 2006 ein deutliches organisches Wachstum erreicht. Die Fokussierung auf Geschäftseinheiten mit starker Marktstellung sowie weit überdurchschnittliches Wachstum außerhalb unserer traditionellen Märkte in Westeuropa hat wesentlich dazu beigetragen. Wachstumspotenzial liegt einerseits in der Globalisierungsstrategie des ContiTech-Konzerns und andererseits in der steigenden Zahl technologisch hochwertiger und systemorientierter Produkte auf Basis von Gummi/Metall bzw. Gummi/Textil oder aus dem Werkstoff Polyurethan. Aufgrund unserer umfangreichen Materialkompetenz und technologischen Führerschaft sind wir in der Lage, flexibel und schnell auf neue Marktanforderungen zu reagieren und neue Märkte zu gestalten.

Produkt-Highlights 2006:

Ölresistente Zahnriemen ersetzen Ketten

Der CONTI ® OIL RUNNER ist eines der innovativen Produkte, mit denen die ContiTech Power Transmission Group neue Märkte erobern möchte. Er wird Zahnketten in Ölpumpen, Steuer- und Ausgleichswellenantrieben ersetzen und die Antriebe mit zahnriemenspezifischen Vorteilen aufwerten. So kann die Reibleistung verringert und das Geräuschverhalten verbessert werden. Bei der Verwendung eines CONTI ® OIL RUNNER zum Antrieb der Nockenwelle ist es möglich, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, den Komfort zu erhöhen und das Emissionsverhalten zu verbessern.

Der ContiTech-Konzern entwickelt wellrohrfreie CO 2-Klimaleitung

Mit dem natürlichen Kältemittel CO 2arbeiten Klimaanlagen in Automobilen noch effektiver - und vor allem umweltfreundlicher als bisher. ContiTech Fluid Technology hat einen Schlauch entwickelt, der ohne das bisher übliche Edelstahlwellrohr als Sperrschicht auskommt. Eine Polymer-Sperrschicht im Schlauchinneren sorgt für eine geringe Permeation. Dadurch ist der Schlauch deutlich flexibler als die bisherige Lösung und ermöglicht engere Biegeradien. Darüber hinaus hat der Sperrschicht-Elastomerschlauch deutlich bessere akustische Eigenschaften und bietet erhebliche Kostenvorteile gegenüber den Wellrohrschlauchlösungen.

Neuartiger Contiflex Fördergurt für die Sojaproduktion

Die ContiTech Conveyor Belt Group hat einen speziellen Fördergurt für den Transport von Soja entwickelt. Der Contiflex SW/Oil GK soll den bisherigen Wartungsaufwand reduzieren und die Einsatzzeit verlängern. Der Fördergurt ist öl- und temperaturbeständig, schwer entflammbar und hat eine deutlich geringere Dehnung im Vergleich zu den herkömmlichen Gewebegurten. Der Gurtkern besteht aus dünnen Stahlseilen, die mit Quercorden aus Stahl zu einer stabilen Einheit verbunden sind. Seine Dehnungscharakteristik liegt zwischen der eines Textilgurtes und eines Stahlseilgurtes. Mit Contiflex SW/Oil GK steht der Soja-Industrie ein Gurt zur Verfügung, der durch weniger Wartungsaufwand überzeugt.

Konzernstrategie

Wir machen individuelle Mobilität sicherer und komfortabler.
Leistung ist unsere Leidenschaft. Wert schaffen ist unser Antrieb.

Profitables Wachstum

Wir bewegen uns in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Innerhalb dessen wollen wir unsere zukünftige Wettbewerbsfähigkeit stärken, indem wir kontinuierlich und profitabel wachsen. Profitabilität setzt innovative Produkte, eine hohe Qualität und ein wettbewerbsfähiges Kostenniveau voraus. Unser Augenmerk richtet sich auf die nachhaltige Wertsteigerung für Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter und Aktionäre.

Innovative Produkte

Wir wollen unsere Wettbewerbsposition durch fortlaufende Ergänzungen unseres Produktprogramms festigen bzw. ausbauen.

Hohe Qualität

Nicht nur in der Automobilindustrie hat die Qualität von Produkten auf allen Stufen des Produktionsprozesses eine zentrale Bedeutung erlangt. Neben den gewachsenen Ansprüchen der Kunden sind auch die gesetzlichen Bestimmungen strenger geworden.

Wettbewerbsfähiges Kostenniveau

Zentrale Voraussetzung für die eigene Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit ist ein niedriges Kostenniveau. In der Regel erwarten Automobilhersteller von ihren Zulieferern jährliche Preissenkungen. Deshalb ist für uns kostenbewusstes Handeln in allen Bereichen von grundlegender Bedeutung. Die konstruktive und technische Auslegung der Produkte ist davon ebenso betroffen wie die Auswahl der Beschaffungsquellen für die benötigten Rohstoffe und Bauteile sowie die Organisation der Produktion, des Absatzes und der allgemeinen Verwaltung.

Konsequentes unternehmerisches Handeln

Wir sind der Überzeugung, dass nur in führenden Wettbewerbspositionen nachhaltig profitables Wachstum generiert werden kann. Deshalb werden langfristig nur solche Geschäftsbereiche im ContiTech-Konzern verbleiben, die diese Position erreichen können. In Fällen, in denen das nicht mit einem überschaubaren unternehmerischen Risiko zu erreichen ist, wird die Trennung vom entsprechenden Geschäftsfeld oder dessen Aufgabe angestrebt. Eine solche Entscheidung ergibt sich einerseits aus dem erforderlichen Investitionsvolumen und andererseits aus der Zeitdauer zur Erlangung einer führenden Wettbewerbsposition. Im Berichtsjahr haben wir deshalb den Geschäftsbereich Stankiewicz verkauft. Dieser Geschäftsbereich war 2004 mit der Phoenix-Gruppe übernommen worden.

Um der zyklischen Automobilkonjunktur nicht zu sehr ausgesetzt zu sein, sollen nur rund 60 % unseres Konzernumsatzes mit der Automobilindustrie erzielt werden. 2006 erreichte der Umsatz mit der Automobilerstausrüstung einen Anteil von 57 % (Vj. 59 %), 43 % (Vj. 41 %) waren es in anderen Bereichen wie beispielsweise im Berg-, Maschinen- und Apparatebau.

Zur Umsetzung der Maxime des kostenbewussten Handelns ergreifen wir kontinuierlich Maßnahmen zur Erweiterung des Anteils von Produktion, Forschung und Entwicklung, Verwaltung und Einkauf an Standorten mit niedrigen Personalkosten. Die Produktion von Transportbändern in Köln und von gummierten Stoffen in Hamburg wurde eingestellt. Ausgebaut wurden die Kapazitäten bei Transportbändern in Ungarn und Griechenland, bei Fluid Technology in Rumänien, bei Vibration Control in der Slowakei und bei Luftfedersystemen in der Türkei und Mexiko.

Umwelt

Unsere Strategie zum Schutz der Umwelt basiert weltweit auf sechs Prinzipien. Sie sind Richtschnur und Maßstab sämtlicher umweltrelevanter Handlungen des Unternehmens:

Wir schonen die natürlichen Ressourcen.

Umweltschonende Produkte sind langfristig die Basis unseres wirtschaftlichen Erfolgs.

Bereits in der Entwicklungsphase berücksichtigen wir die ökologischen Auswirkungen unserer Produkte während des gesamten Produktlebenswegs.

Unsere Produkte und Produktionsprozesse verbessern wir laufend und systematisch.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ContiTech-Konzerns fühlen sich dem Umweltschutz verpflichtet.

Unsere Umweltpolitik berücksichtigt die Ansprüche unserer Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Shareholder, Lieferanten sowie der unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteure im Umfeld unserer Standorte.

Organisation des Umweltschutzes

Durch eine schlanke Organisation können Umweltschutzmaßnahmen schnell kommuniziert und effizient umgesetzt werden. Gleichzeitig gewährleistet die Struktur des Bereichs Umweltschutz den notwendigen Freiraum für die spezifischen ökologischen Anforderungen in den verschiedenen Geschäftsfeldern des Konzerns.

Zertifizierungen

Der ContiTech-Konzern hat seit längerem Umweltmanagementsysteme eingeführt. Der Standort Korbach ließ sich bereits 1995 - als erstes Unternehmen der Kautschukindustrie - gemäß dem europäischen EMAS-System prüfen. Auch Standorte in Nicht-EU-Mitgliedsländern haben sich damals dem EMAS-System verpflichtet und stellen sich den entsprechend hohen Umweltanforderungen, die für die EU-Mitgliedstaaten gelten. Seit der Einführung des ISO 14001- Standards im Jahr 1996 erfolgt beim ContiTech-Konzern die Zertifizierung gemäß dieser international geltenden Norm.

Stand der Zertifizierungen Standorte davon nach ISO 14001 zertifiziert
ContiTech-Konzern 65 35

Umweltrelevanz in der Produktion

Die Herstellung unserer Produkte ist mit Emissionen in Luft und Wasser und der Erzeugung von Abfällen verbunden. Eine wesentliche Aufgabe des Bereichs Umweltschutz ist es, die von unseren Produktionsstätten ausgehenden Belastungen für die Umwelt zu erkennen und im Vorfeld geeignete Maßnahmen zu deren Verminderung zu ergreifen. Die hierfür erforderlichen organisatorischen Voraussetzungen zur Umsetzung im Unternehmen haben wir frühzeitig mit unserem Umweltmanagementsystem geschaffen.

Unsere Produktverantwortung

Ziel einer vorausschauenden Produktentwicklung ist es, durch geeignete Maßnahmen die Belastungen auf Mensch und Umwelt so gering wie möglich zu halten. Die Fachabteilungen für Forschung & Entwicklung nehmen in diesem Zusammenhang eine zentrale Verantwortung wahr. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist - gemäß der Umweltpolitik des Konzerns - die Verminderung bzw. Vermeidung von Umweltbelastungen. Zur Unterstützung ihrer Entwicklungstätigkeit ist ein "Team Produktverantwortung" eingesetzt, das zusätzliche Fachkompetenz aus den Bereichen Umweltschutz und Industriehygiene im Sinne einer ganzheitlichen Produktverantwortung in den Entwicklungsprozess integriert.

Die Produktverantwortung erstreckt sich über den vollständigen Lebenszyklus eines Produkts. Dieser umfasst die eingesetzten Rohstoffe, die Entwicklung, die Produktion, die Nutzung sowie die Verwertung des nicht mehr genutzten Produkts. Die Verantwortung für ein Produkt teilen sich Hersteller und Kunde: Der ContiTech-Konzern verantwortet dabei die Entwicklung und Herstellung nach bestmöglichen Standards zur Minimierung von Umwelt- und Gesundheitsbelastungen, während der Kunde für die zweckbestimmte und verantwortungsbewusste Nutzung des Produkts Sorge trägt.

Wirtschaftliches Umfeld

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das globale Wachstum hat sich 2006 fortsetzt. Wie in den vorherigen Jahren verzeichneten dabei Länder in den Regionen Asien und Osteuropa überdurchschnittliches Wachstum. Das Wachstum der weltweiten Bruttoinlandsprodukte (BIP) legte 2006 von 3,4 % auf 3,8 % zu. Im Euroraum erhöhten sich die BIP um 2,7 % und blieben damit hinter der weltwirtschaftlichen Entwicklung zurück. Sie verbesserten sich allerdings deutlich gegenüber der Vorjahressteigerung von 1,5 %.

In den wichtigsten Industrieländern wurden die Leitzinsen durch die Notenbanken auch vor dem Hintergrund höherer Preissteigerungsraten mehrfach erhöht.

Deutschland

Deutschland konnte erstmals nach mehreren Jahren mit einem BIP-Wachstum von rund 2,7 % mit der durchschnittlichen Wachstumsrate aller Länder im Euroraum gleichziehen und seine Position als Exportweltmeister halten. Dies ist auch auf die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zurückzuführen. So nahm z. B. der Export von Kraftfahrzeugen (Pkw und Kombis) um 2,5 % auf 3,9 Mio Einheiten zu. In der zweiten Jahreshälfte trugen eine zunehmende Investitionstätigkeit und ein spürbarer Anstieg des bis dahin stagnierenden privaten Konsums zum Wachstum bei, was zum Teil mit der Umsatzsteuererhöhung Anfang 2007 in Verbindung gebracht werden kann. Die Inflationsrate bewegte sich 2006 weiter auf einem Niveau von unter 2 %. Die Renditen am Rentenmarkt zogen im Jahresvergleich weniger an als von vielen Experten erwartet. Zum Jahresende lag die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen bei 3,95 %, was einem Anstieg um mehr als 0,6 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Westeuropa/Euroraum

Das BIP-Wachstum im Euroraum erhöhte sich im Berichtsjahr auf 2,7 % (Vj. 1,5 %). Die Verbraucherpreise zogen wie schon 2005 um 2,2 % an. Der Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 % wurde damit abermals übertroffen.

Die guten Konjunkturaussichten, hohes Geldmengenwachstum und die Risiken aus einer möglichen Aufwärtsspirale aufgrund steigender Preise und Löhne veranlassten die EZB zu mehreren Zinsanhebungen. Insgesamt erhöhte sich der Leitzins um 1,25 Prozentpunkte auf 3,5 %.

Zentral- und Osteuropa

Das Wachstum in den osteuropäischen Ländern lag auch 2006 auf hohem Niveau. Während in der Slowakei das starke Wachstum von 7,5 % (Vj. 6,1 %) mit einem merklichen Anstieg der Inflation auf 4,4 % (Vj. 2,7 %) einherging, blieb dieser Effekt in Polen aus. Hier beschleunigte sich das Wachstum von 3,3 % auf 5 % und die Inflationsrate verringerte sich auf 1,1 % (Vj. 2 %). Osteuropäische Währungen wie die tschechische und insbesondere die slowakische Krone konnten den 2005 gezeigten Kursanstieg gegenüber dem Euro fortsetzen, der polnische Zloty und der ungarische Forint blieben auf dem Niveau des Vorjahres.

Russland

Auch Russland profitierte 2006 vom Anstieg der Rohstoffpreise, vor allem der Energieträger. Das BIP konnte wie im Vorjahr um ca. 6,5 % zulegen. Das Wachstum in Russland wird dabei nicht nur durch eine höhere Nachfrage aus dem Ausland getragen, sondern mehr und mehr von einer stärkeren Binnennachfrage. Dieses deutet daraufhin, dass sich die russische Wirtschaftskonjunktur immer mehr selbst trägt und sich die Abhängigkeit von Impulsen aus dem Ausland verringert.

Amerika

Die USA waren wieder der Wachstumsmotor für die Weltwirtschaft, allerdings wurden die ersten Anzeichen für ein nachlassendes Wachstum im zweiten Halbjahr klar erkennbar. Die umfassenden Zinserhöhungen durch die US-Notenbank, die Eintrübung am Immobilienmarkt und steigende Energiepreise beeinträchtigten das für die US-Wirtschaft bedeutende Konsumverhalten der Verbraucher. Die BIP-Wachstumsrate blieb mit 3,3 % auf Vorjahresniveau, gestützt durch robuste Unternehmensinvestitionen und weiteres Beschäftigungswachstum. Die Konsumentennachfrage stieg weiter um 3 % an und sorgte wie auch 2005 für einen Absatz von ca. 16,6 Mio Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (Light Vehicles). Die Inflationsrate erhöhte sich dabei auf 3,2 %.

Die US-Notenbank zog die Leitzinsen 2006 stark an. Die Politik der kleinen Zinsschritte führte zu einem Anstieg auf 5,25 % bis zum Jahresende. Bis Mitte 2004 lag die Fed Funds Rate noch bei 1,0 %. Zu einer Abschwächung des US-Dollar insbesondere zum Euro führte im Jahresverlauf unter anderem die Erwartung auf eine Verringerung der Zinsdifferenz zwischen Geldanlagen in US-Dollar im Vergleich zu Anlagen in Euro. Die Abschwächung des US-Dollar zum Euro führte zu Kursen von 1,31 US-Dollar je Euro Ende 2006 im Vergleich zu 1,18 US-Dollar am Jahresende 2005.

Lateinamerika profitierte weiterhin von der gestiegenen Nachfrage nach Rohstoffen und der guten weltwirtschaftlichen Entwicklung. Das Wachstum lag bei knapp 5 % im Vergleich zu 4,3 % im Jahr 2005. Vor dem Hintergrund sinkender Zinsen ergab sich für den brasilianischen Real im Jahresvergleich keine weitere Aufwertung gegenüber dem Euro, im Vergleich zum US-Dollar konnte er leicht aufwerten.

Asien

Die Wachstumsraten in Ostasien waren erneut überdurchschnittlich hoch. China erreichte eine Rate von über 10 %. Das hohe Expansionstempo in Asien in Verbindung mit einer zunehmenden Exporttätigkeit führte dazu, dass mehrere Länder ihre Devisenreserven merklich aufstocken und damit die Stabilität dieser Region weiter erhöhen konnten.

Die Nachfrage nach Rohstoffen nahm weiter zu, wodurch sich der Preisdruck verstärkte. Der Nachholbedarf der Asiaten beim privaten Konsum wird immer offensichtlicher und führt auch zu einer erhöhten Nachfrage nach Kraftfahrzeugen.

Seit 2002 befindet sich Japan im Aufschwung. Das BIP-Wachstum von rund 2,5 % lag knapp unter Vorjahresniveau und wurde von ansteigenden Ausrüstungsinvestitionen getragen. Der private Konsum konnte jedoch von der wirtschaftlichen Erholung bislang nicht profitieren.

Branchenentwicklung

Das weltweite Geschäft der Erstausrüstung mit Herstellern von Automobilen und Nutzfahrzeugen ist für uns als internationaler Automobilzulieferer das wichtigste Marktsegment. Als Teil der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Berichtsjahr zeigte dieser Bereich einen ganz unterschiedlichen Verlauf.

Automobilproduktion

Maßgeblich für unser Geschäft mit der Erstausrüstung von Fahrzeugen des Light-Vehicle-Segments (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) ist das weltweit produzierte Fahrzeugvolumen. Mit 66,3 Mio produzierten Fahrzeugen ergab sich für 2006 eine Steigerung in Höhe von 4,6 % gegenüber 2005. Diese Zunahme war deutlich ausgeprägter als in unserer Prognose unterstellt und übertraf auch das Vorjahr. 2005 war das weltweit produzierte Fahrzeugvolumen nur um 3,4 % gewachsen.

Die Fahrzeugproduktion in unserer bedeutendsten Absatzregion zeigte sich 2006 jedoch erneut rückläufig. Die Fertigung in Westeuropa sank um 1,2 % auf 15,9 Mio Fahrzeuge, während wir in unserer Prognose für 2006 noch von einer leichten Steigerung ausgegangen waren.

Die Produktion in anderen Absatzregionen ist 2006 im Vergleich zu 2005 erneut angestiegen. In Osteuropa erhöhte sich das Produktionsvolumen auf 4,9 Mio Einheiten und damit um 16,7 %. In Südamerika stieg die Fertigung um 7,1 % auf 3,0 Mio Einheiten und in Asien wurde ein Plus von 10,3 % auf 25,6 Mio Fahrzeuge erreicht.

Nutzfahrzeugproduktion

2006 ist auch das Produktionsvolumen von Nutzfahrzeugen erneut gewachsen. Mit 2,3 Mio Einheiten wurde eine Steigerung in Höhe von 4,5 % erreicht. In Südamerika konnte das Produktionsvolumen des Vorjahres nicht übertroffen werden.

Die für uns besonders wichtigen Absatzmärkte in Westeuropa und der NAFTA-Region entwickelten sich sehr positiv. Die Produktion in Westeuropa stieg um 4,2 % auf 480.000 Einheiten. In der NAFTA-Region wurden sogar 650.000 Fahrzeuge gefertigt. Dies entspricht einem Anstieg um 10,2 %. In beiden Regionen lag die tatsächliche Produktion deutlich über unserer Erwartung.

In Osteuropa übertraf die Nutzfahrzeugproduktion mit 140.000 Einheiten das Vorjahresniveau um 7,7 %. In Südamerika sank die Anzahl der produzierten Nutzfahrzeuge um 9,1 % auf 100.000 Einheiten. Diese Entwicklung war deutlich schwächer als von uns prognostiziert.

Nachdem das Volumen der produzierten Nutzfahrzeuge in Asien 2005 einen Rückgang verzeichnet hatte, ist es 2006 wieder um 20.000 Einheiten angestiegen. Das entspricht einer Steigerung um 2,1 %.

Produktion Pkw, Kombifahrzeuge, leichte Nutzfahrzeuge (< 6t) * in Mio Stück 2006 2005 2004 2003 2002
Westeuropa 15,9 16,1 16,4 16,4 16,5
Osteuropa 4,9 4,2 3,9 3,3 2,9
NAFTA-Region 15,3 15,7 15,7 15,9 16,4
Südamerika 3,0 2,8 2,5 1,9 1,9
Asien 25,6 23,2 21,5 20,0 18,5
Afrika und Mittlerer Osten 1,6 1,4 1,3 1,1 0,9
Gesamt 66,3 63,4 61,3 58,6 57,1

Quelle: Global Insight, * Light Vehicles.

Produktion Nutzfahrzeuge (>6t) * in Tsd Stück 2006 2005 2004 2003 2002
Westeuropa 480 460 430 380 360
Osteuropa 140 130 120 90 80
NAFTA-Region 650 590 490 360 360
Südamerika 100 110 100 70 60
Asien 970 950 990 790 710
Gesamt 2.340 2.240 2.130 1.690 1.570

Quelle: Global Insight, * Heavy Vehicles.

Industriegeschäft

Der Anstieg des weltweiten Rohstoffbedarfs hat den internationalen Bergbau und damit den Absatz von Transportbändern besonders kräftig beflügelt. Auch der Maschinen- und Apparatebau war 2006 durch außergewöhnlich hohe Nachfrage gekennzeichnet.

Rohstoffmärkte

Die Entwicklung an vielen Rohstoffmärkten verlief im Jahr 2006 zweigeteilt. In der ersten Jahreshälfte stiegen viele Rohstoffpreise auf Rekordniveaus. Dies wurde - wie schon im Vorjahr - vor allem durch Spekulationen, die politische Situation im Nahen und Mittleren Osten und die starke Nachfrage aus China verursacht. Insgesamt war die Entwicklung der Rohstoffmärkte eine zusätzliche Belastung für unseren Geschäftsverlauf.

Naturkautschuk ist für den ContiTech-Konzern ein wichtiger Einzelrohstoff und wird an den Warenbörsen in Singapur und Tokio gehandelt. Vom allgemein starken Preisdruck auf den Rohstoffmärkten waren auch die Naturkautschukbörsen nicht ausgenommen. In der ersten Jahreshälfte stieg der Naturkautschukpreis nahezu täglich und erreichte am 30. Juni mit 2.452 US-Dollar pro Tonne einen neuen historischen Höchststand. Im Laufe der zweiten Jahreshälfte sank der Naturkautschukpreis bis Anfang Dezember auf ca. 1.500 US-Dollar je Tonne. Im Monatsverlauf stieg der Preis erneut bis auf 1.850 US-Dollar je Tonne. Der ContiTech-Konzern kauft verschiedene Naturkautschuktypen, überwiegend in Thailand, Malaysia und Indonesien. Die Preisentwicklung verläuft tendenziell gleich. Am 29.12.06 wurde beispielsweise der Naturkautschuktyp TSR 20 an der Singapurer Börse SICOM mit 1.830 US-Dollar je Tonne notiert. Eine Tonne Naturkautschuk (TSR 20) kostete im Jahr 2006 durchschnittlich 1.945 US-Dollar im Vergleich zu 1.386 US-Dollar im Vorjahr. Dies entspricht einem Preisanstieg von rund 40 %.

Neben Naturkautschuk, als direkt eingesetztem Rohmaterial, ist Rohöl der wichtigste Ausgangsgrundstoff vieler Produktionsmaterialen wie Synthesekautschuk, Ruß und Chemikalien. Zwischen dem Rohöl und den vom ContiTech-Konzern beschafften Materialien liegen teilweise mehrstufige Produktionsprozesse bei Vorlieferanten. 2006 war der Rohölmarkt im vierten Jahr in Folge von steigenden Preisen geprägt. Der Rohölpreis erreichte nach einem stetigen Anstieg während der ersten sieben Monate des Jahres Anfang August einen neuen historischen Höchststand von knapp 80 US-Dollar je Barrel. Im Laufe der zweiten Jahreshälfte sank der Rohölpreis wieder bis auf ca. 60 US-Dollar je Barrel. Am 29.12.06 wurde der Rohölpreis (WTI, West Texas Intermediate) mit 60,85 US-Dollar je Barrel notiert. Durchschnittlich stieg der Preis für Rohöl im Vergleich zum Vorjahr um 17 %.

Ein weiterer Grundstoff für unsere Produktionsmaterialien sind Metalle, die wir nur in einer höher veredelten Form zukaufen, beispielsweise Dreh-, Stanz- und Ziehteile. Nach den erheblichen Preisanstiegen für Rohstahl im Jahr 2004 hat sich die Situation im Berichtsjahr, wie bereits im Vorjahr, weiter stabilisiert. Sowohl die Versorgungssituation unserer Vorlieferanten als auch das Preisniveau entspannten sich im Jahresverlauf leicht.

Ertrags- und Finanzlage

- Umsatzanstieg um 7,1 %

- Ergebnisanstieg um 81,8 %

Forschung und Entwicklung

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung des ContiTech-Konzerns reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Mio € auf 51,6 Mio € (Vj. 55,1 Mio €) und beträgt 1,9 % vom Umsatz (Vj. 2,1 %). Der Rückgang ist auch durch den Verkauf des Geschäftsbereiches Sealing Systems in 2005 bedingt. Darüber hinaus konnten auch in diesem Jahr nochmals Synergien aus der Zusammenlegung des ContiTech-Konzerns und der Phoenix-Gruppe genutzt werden.

Beschaffung

Die starke Nachfrage nach für uns wichtigen Rohstoffen führte zu erheblichen Preissteigerungen. Durch die Bündelung der Einkaufsaktivitäten mit den Reifen-Divisionen der Continental AG konnten Synergien für gemeinsam zu beschaffende Materialien realisiert werden. Insbesondere konnte der starke Preisanstieg beim Grundrohstoff Rohöl hierdurch deutlich abgemildert werden. Die Preiserhöhungen für die verschiedenen vom ContiTech-Konzern beschafften Rohmaterialien beliefen sich insgesamt auf rund 27 Mio €. Das Einkaufsvolumen des ContiTech-Konzerns stieg um 7,5 % auf 1,7 Mrd € (Vj. 1,6 Mrd €).

Der Konzernumsatz verteilt sich folgendermaßen auf die einzelnen Regionen:

Umsatz nach Regionen in % 2006 2005
Deutschland 46 49
Europa ohne Deutschland 36 36
NAFTA-Region 5 5
Asien 8 6
Übrige Länder 5 4

Umsatzanstieg um 7,1 %

Der ContiTech-Konzern verzeichnete einen Umsatzanstieg zum Vorjahr um 7,1 % auf 2.784,9 Mio € (Vj. 2.600,0 Mio €). Die Roulunds Rubber-Gruppe trug (ab Mai 2006) mit 45,3 Mio € zum Umsatz bei. Gegenläufig wirkte sich der Wegfall des Umsatzes des veräußerten Geschäftsbereiches Sealing Systems aus. Bereinigt um diese Konsolidierungskreisänderungen ergibt sich eine Erhöhung um 6,8 %.

Mit Ausnahme des Geschäftsbereichs Benecke-Kaliko erreichten alle Geschäftsbereiche Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr. Power Transmission Group und Air Spring Systems erzielten die deutlichsten Erhöhungen.

Ergebnisanstieg um 81,8 %;

Anstieg des bereinigten EBIT um 20,5 %

Der ContiTech-Konzern steigerte das operative Ergebnis (EBIT) um 81,8 % auf 304,9 Mio € (Vj. 167,7 Mio €) und erreichte eine Umsatzrendite von 10,9 % (Vj. 6,5 %). Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte ergibt sich eine Steigerung des EBIT um 50,8 Mio € bzw. 20,5 % auf 298,1 Mio € (Vj. 247,3 Mio €). Die bereinigte Umsatzrendite beträgt 10,9 % (Vj. 9,7 %).

Aus der Erstkonsolidierung der Roulunds Rubber-Gruppe ergab sich ein Ertrag aus dem negativen Unterschiedsbetrag in Höhe von 12,9 Mio €. In diesem Zusammenhang entstehen Restrukturierungsaufwendungen.

Die Beteiligung an der Sandusky Ltd. wurde aufgrund des Insolvenzantrags der Gesellschaft in Höhe von 3,7 Mio € komplett wertberichtigt.

Im Jahr 2006 ergaben sich verschiedene, kleinere ergebnisbelastende Sondereffekte, wie insbesondere die Wertminderung eines Grundstücks, in Höhe von insgesamt 7,9 Mio €.

Insgesamt entstand in 2006 für den ContiTech-Konzern eine Entlastung durch Sondereffekte und Konsolidierungskreisänderungen in Höhe von 6,8 Mio €, für das Vorjahr eine Belastung in Höhe von 79,6 Mio €, im Wesentlichen durch Sondereffekte aus der Veräußerung des Geschäftsbereiches Sealing Systems sowie Restrukturierungskosten. So entstand aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs Sealing Systems zum 01.10.05 ein Verlust in Höhe von 20,8 Mio €. Zusätzlich war das operative Ergebnis (EBIT) im Jahr 2005 durch Restrukturierungskosten im Wesentlichen für Sealing Systems und Phoenix in Höhe von 53,4 Mio € belastet.

Aufzugebende Geschäftsbereiche

Zum Ende des Jahres 2005 wurde beschlossen, den Geschäftsbereich Stankiewicz zu veräußern. Obwohl der Verkaufsprozess noch nicht abgeschlossen war, wurde das Ergebnis vor Steuern aufgrund des Veräußerungsverlustes zu diesem Zeitpunkt mit 25,0 Mio € belastet und die Aktiva wurden als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte ausgewiesen, entsprechend auch die Verbindlichkeiten als zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten. Aus dem Verkauf entstand in 2006 ein weiterer Verlust in Höhe von 1,6 Mio € vor Steuern.

ContiTech in Mio € 2006 2005 Veränderung in %
Umsatz 2.784,9 2.600,0 7,1
EBIT 304,9 167,7 81,8
Umsatzrendite (%) 10,9 6,5 -
Investitionen 106,2 97,6 8,8
Abschreibungen 110,6 126,4 -12,5
EBITDA 415,5 294,1 41,3
Mitarbeiter am Jahresende (Anzahl) 21.412 21.897 -2,2

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr auf Grund der stark zurückgeführten Finanzschulden um 2,8 Mio € auf -11,4 Mio € (Vj. -14,2 Mio €).

Im Zinsaufwand 2006 sind insgesamt 3,8 Mio € (Vj. 4,4 Mio €) Ausgleichszahlungen an außenstehende Anteilseigner der Phoenix AG aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages enthalten.

Steueraufwand

Der Steueraufwand stieg insgesamt um 8,3 Mio € auf 19,0 Mio € (Vj. 10,7 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch das gegenüber dem Vorjahr gestiegene, im Ausland erzielte Ergebnis. Dies entspricht einer Steuerquote von 6,5 % (Vj. 7,0 %) vom Ergebnis vor Ertragsteuern. Der Rückgang der Steuerquote entstand vor allem durch Effekte aus der gestiegenen Übernahme der inländischen Ergebnisse durch die Continental AG im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages. Auf diese Ergebnisse zahlt der ContiTech-Konzern keine Ertragsteuern.

Investitionen

Die Investitionen stiegen im Jahr 2006 um 8,8 % auf 106,2 Mio € (Vj. 97,6 Mio €) und erreichten damit 3,8 % (Vj. 3,8 %) vom Umsatz. Investitionsschwerpunkte waren im Berichtsjahr der Ausbau der Standorte in Rumänien sowie die Ausweitung der Produktionskapazitäten in Ungarn und Mexiko. Durch den Verkauf der Geschäftsbereiche Stankiewicz und Sealing Systems entfielen gegenüber dem Vorjahr Investitionen in Höhe von 4,4 Mio €.

Auch im Jahr 2006 wurden Synergien aus der Zusammenlegung des ContiTech-Konzerns und der Phoenix-Gruppe genutzt, so dass die Investitionen unter dem langjährigen Durchschnitt bleiben konnten.

Abschreibungen

Die Abschreibungen reduzierten sich gegenüber dem Jahr 2005 um 15,8 Mio € auf 110,6 Mio € (Vj. 126,4 Mio €) und betragen 4,0 % vom Umsatz (Vj. 4,9 %). Im Jahr 2006 erfolgten außerplanmäßige Wertminderungen für Sachanlagen in Höhe von insgesamt 7,6 Mio € (Vj. 1,9 Mio €).

Konzernbilanz

Aktiva in Mio € 31.12.2006 31.12.2005
Langfristige Vermögenswerte 680,9 677,1
Kurzfristige Vermögenswerte 1.097,7 1.173,3
Bilanzsumme 1.778,6 1.850,4
Kapitalumschlag 1,6 1,4
Passiva in Mio € 31.12.2006 31.12.2005
Eigenkapital 596,8 514,6
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 266,7 296,7
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 915,1 1.039,1
Bilanzsumme 1.778,6 1.850,4

Die Bilanzsumme reduzierte sich um 71,8 Mio € auf 1.778,6 Mio € (Vj. 1.850,4 Mio €). Grund dafür ist im Wesentlichen der Abgang der Stankiewicz-Gruppe. Die gesunkene Bilanzsumme führte in Verbindung mit dem um 184,9 Mio € gestiegenen Konzernumsatz zu einem Kapitalumschlag in Höhe von 1,6 (Vj. 1,4).

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 3,8 Mio € auf 680,9 Mio € (Vj. 677,1 Mio €). Die Steigerung ergibt sich vor allem aus dem Anstieg des Sachanlagevermögens und der aktiven latenten Steuern. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich um 5,6 Mio € auf 566,7 Mio € (Vj. 561,1 Mio €). Dieser Anstieg betraf im Wesentlichen die Übernahme der Roulunds Rubber-Gruppe. Der Aufbau der aktiven latenten Steuern erfolgte durch den Anstieg bzw. den erstmaligen Ansatz von Verlustvorträgen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 75,6 Mio € auf 1.097,7 Mio € (Vj. 1.173,3 Mio €). Dabei wurde der Anstieg der Vorräte um 36,5 Mio € sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 49,5 Mio € durch den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 51,1 Mio € sowie der zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte um 134,9 Mio € überkompensiert. Der Rückgang der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte beruht auf dem Abgang der Stankiewicz-Gruppe zum Anfang des zweiten Quartals 2006. Der Aufbau der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war neben Konsolidierungskreisänderungen auf das Wachstum des operativen Geschäfts zurückzuführen.

Das Eigenkapital erhöhte sich um 82,2 Mio € auf 596,8 Mio € (Vj. 514,6 Mio €), vor allem durch das positive Ergebnis 2006 in Höhe von 274,8 Mio €. Gegenläufig hierzu wirkte die Zahlung an die Muttergesellschaft im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages in Höhe von 188,9 Mio €. Die Währungsumrechnung des Nettovermögens im Ausland verringerte das Eigenkapital um 3,7 Mio €.

Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten verringerten sich um 30,0 Mio € auf 266,7 Mio € (Vj. 296,7 Mio €), insbesondere durch den Rückgang des langfristigen Anteils der Finanzschulden in Höhe von 20,6 Mio € sowie der Rückstellungen für latente Steuern in Höhe von 8,6 Mio €.

Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten verringerten sich um 124,0 Mio € auf 915,1 Mio € (Vj. 1.039,1 Mio €), hauptsächlich durch den Abbau der kurzfristigen Finanzschulden und der zur Veräußerung bestimmten Verbindlichkeiten der Stankiewicz-Gruppe. Gegenläufig wirkte die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen.

Cashflow-Überleitung

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit inklusive aufzugebender Aktivitäten reduzierte sich um 27,4 Mio € auf 312,7 Mio € (Vj. 340,1 Mio €) und erreichte 11,2 % vom Umsatz (Vj. 13,1%), insbesondere bedingt durch den höheren Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 32,6 Mio € gegenüber der Veränderung zum Vorjahr sowie der übrigen Vermögenswerte in Höhe von 35,0 Mio € und Rückstellungen für sonstige Risiken in Höhe von 45,2 Mio €. Diese Veränderungen konnten durch den Anstieg des EBIT nicht kompensiert werden.

Der Free Cashflow erhöhte sich um 23,7 Mio € auf 232,5 Mio € (Vj. 208,8 Mio €). Dies ist im Wesentlichen durch Erlöse aus dem Verkauf der Stankiewicz-Gruppe sowie gegenläufig dem Anteilserwerb der Roulunds Rubber-Gruppe inklusive übernommener flüssiger Mittel begründet.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich um 47,7 Mio € auf 222,3 Mio € (Vj. 174,6 Mio €), insbesondere auf Grund der von 93,7 Mio € auf 188,9 Mio € gestiegenen Zahlung im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Continental AG sowie der Tilgung von Finanzschulden. Gegenläufig wirkte der reduzierte Mittelabfluss aus der kurzfristigen Fremdfinanzierung und der Veränderung der Finanzierung mit der Muttergesellschaft.

Finanzschulden

Die Finanzschulden inklusive der Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen aus Zentralfinanzierung reduzierten sich um 58,1 Mio € auf 462,5 Mio € (Vj. 520,6 Mio €).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich um 100,3 Mio € auf 52,5 Mio € (Vj. 152,8 Mio €) durch Tilgungen bzw. Rückführungen einzelner Darlehen und Kredite.

Die verschiedenen Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich um 7,0 Mio € auf 68,4 Mio € (Vj. 75,4 Mio €). Der Effekt resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Abfindungsverpflichtungen gegenüber außenstehenden Phoenix-Aktionären durch weiteren Anteilserwerb sowie aus der Tilgung von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereiches Sealing Systems.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen aus Zentralfinanzierung erhöhten sich um 49,2 Mio € auf 341,6 Mio € (Vj. 292,4 Mio €).

Die flüssigen Mittel erhöhten sich um 15,5 Mio € auf 128,9 Mio € (Vj. 113,4 Mio €).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Zentralfinanzierung verringerten sich um 50,4 Mio € auf 168,5 Mio € (Vj. 218,9 Mio €).

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl des ContiTech-Konzerns reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 485 bzw. 2,2 % auf 21.412 Personen (Vj. 21.897). Die Verringerung ist im Wesentlichen durch Konsolidierungskreiseffekte bedingt. Zum einen bewirkte die Veräußerung der Stankiewicz-Gruppe eine Personalreduzierung um 2.145 Personen, zum anderen wurde ein Personalaufbau durch den Erwerb der Roulunds Rubber-Gruppe in Höhe von 1.180 Personen realisiert. Das Volumenwachstum führte zu Einstellungen, insbesondere in Mexiko von 224 Personen sowie einem weiteren Personalaufbau in Osteuropa.

Mitarbeiter nach Regionen in % 2006 2005
Deutschland 57 62
Europa ohne Deutschland 27 26
NAFTA-Region 4 4
Asien 10 6
Übrige Länder 2 2
  100 100
Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung 2006 2005
ContiTech 683 795

Nachtragsbericht

Am 29.12.06 wurde die Verschmelzung der Phoenix AG auf die ContiTech AG in das Handelsregister der Phoenix AG und am 16.01.07 in das Handelsregister der ContiTech AG eingetragen und ist damit wirksam geworden. Mit der Verschmelzung ist die Phoenix AG erloschen und ihre Börsennotierung eingestellt worden. Die zum Zeitpunkt der Verschmelzung der Phoenix AG außenstehenden Aktionäre sind nunmehr Aktionäre der ContiTech AG. Die Auswirkungen wurden entsprechend zum 31.12.06 berücksichtigt.

Am 02.05.07 ist der ContiTech AG bekannt geworden, dass die Kartellbehörden der Europäischen Union, der USA und Großbritanniens gegen die Dunlop Oil & Marine Ltd., Großbritannien, eine Konzerngesellschaft der ContiTech AG, und gegen zwei leitende Mitarbeiter der Dunlop Oil & Marine sowie weitere Personen und Unternehmen wegen angeblichen kartellrechtswidrigen Verhaltens, insbesondere Preisabsprachen, im Bereich so genannter Off-shore-Schläuche ermitteln. Die Untersuchungen dauern an. Es ist nicht auszuschließen, dass gegen die Gesellschaft in dieser Sache Bußgelder verhängt und Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden.

Darüber hinaus ergaben sich bis zum 22.05.07 keine Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte und Schuldenposten zum 31.12.06 geführt hätten.

Des Weiteren sind folgende nennenswerte Ereignisse nach dem Stichtag eingetreten:

Am 31.01.07 wurde der Kaufvertrag zum Erwerb des Schlauchherstellers Thermopol International Ltd., Großbritannien, unterschrieben und der Kauf vollzogen. Thermopol wurde dem ContiTech-Geschäftsbereich Fluid Technology zugeordnet und erzielte 2006 einen Umsatz von rund 45 Mio €. In Großbritannien, den USA, Rumänien und Korea werden rund 600 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen ist Spezialist für Silikonschläuche, die im Wesentlichen an Nutzfahrzeughersteller und außerdem an Kunden in Nicht-Automobilindustrien geliefert werden.

Risiken und Risikomanagement

Der ContiTech-Konzern ist vielfältigen Risiken ausgesetzt, die das Geschäft negativ beeinflussen und im Extremfall den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken gehen wir ein, wenn die mit ihnen verbundenen Chancen eine nachhaltige Wertsteigerung erwarten lassen. Der ContiTech-Konzern ist im konzernweit einheitlichen Risikomanagementsystem des Continental-Konzerns eingebunden. Dieses System besteht zur rechtzeitigen Erkennung von Risiken, der Analyse ihrer Ursachen, ihrer Bewertung und ihrer Vermeidung oder zumindest Minimierung. Es regelt die Erfassung, Bewertung, Dokumentation und Berichterstattung von Risiken und ist in die Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozesse des Unternehmens integriert. Es erfüllt in vollem Umfang die Anforderungen der anwendbaren gesetzlichen Vorschriften. Bei der Beurteilung der Risiken ist zu berücksichtigen, dass die ContiTech AG durch eine ununterbrochene Kette von Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen in den Continental-Konzern eingebunden ist.

Risikoerkennung, -bewertung und -berichterstattung

Dazu analysiert das Management jeder ContiTech-Konzerneinheit die seinen Bereich betreffenden wesentlichen Risiken, die nach vorgegebenen Kriterien zugeordnet und bewertet werden. Die Bewertung erfolgt in der Regel nach der negativen Auswirkung des Risikos auf das operative Ergebnis der Einheit. Auf der Basis einer umfassenden Risikoinventur berichten die Geschäftseinheiten im Rahmen des monatlichen Reporting die Veränderungen gemeldeter Risiken und neue Entwicklungen, die zur Entstehung wesentlicher Risiken führen könnten. Treten neue wesentliche Risiken außerhalb der Regelberichterstattung ein, müssen sie umgehend gemeldet werden. Darüber hinaus werden die im Rahmen des monatlichen Reporting berichteten Kennzahlen durch das zentrale Controlling auf Konzernebene weiter analysiert, um Ursachen möglicher Risiken frühzeitig zu erkennen.

Risikosteuerung

Für jedes identifizierte und als erheblich bewertete Risiko werden geeignete Maßnahmen zu seiner Abwendung oder Verringerung durch das verantwortliche Management eingeleitet. Diese werden auch im Reportingsystem dokumentiert. Das Risikokomitee des Continental-Konzerns überwacht und konsolidiert die identifizierten Risiken auf Konzernebene. Es berichtet dem Vorstand der Continental AG regelmäßig und empfiehlt, sofern erforderlich, weitere Maßnahmen. Der Vorstand der Continental AG erörtert und beschließt diese Maßnahmen und berichtet dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats des Continental-Konzerns. Die zuständigen Gremien überwachen laufend die Entwicklung aller identifizierten Risiken und den Stand der eingeleiteten Maßnahmen. Die regelmäßigen Prüfungen des Risikomanagementprozesses durch die interne Revision des Continental-Konzerns gewährleisten dessen Effizienz und Weiterentwicklung. Der ContiTech-Konzern ist in diesen Risikomanagementprozess vollständig eingebunden.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Negative Auswirkungen, die mittelbar oder unmittelbar auch unser Unternehmen betreffen, können sich insbesondere daraus ergeben, dass ein weiterer kräftiger Anstieg der Rohstoffpreise die Dynamik der Weltwirtschaft stark bremsen könnte. Neben einer Erhöhung unserer Beschaffungskosten könnte dadurch auch ein Rückgang der Kaufbereitschaft der Verbraucher ausgelöst werden, was einen nachteiligen Einfluss auf das Wachstum der Weltwirtschaft haben würde.

Wir sehen zurzeit die folgenden wesentlichen Risikobereiche für den ContiTech-Konzern:

Branchenrisiken

Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung erwarten wir 2007 einen leichten Rückgang der Pkw-Produktion in Westeuropa und Nordamerika sowie Steigerungen in Osteuropa, Südamerika und Asien. Bei der Lkw-Produktion rechnen wir mit einem leichten Rückgang in Westeuropa und einem deutlichen Rückgang im NAFTA-Raum. Rückläufige Produktionsvolumina können Risiken für Absatz, Umsatz und Ergebnis auslösen. Solche Risiken beruhen insbesondere auf der Praxis der Automobilhersteller, einen Lieferanten für ein bestimmtes Fahrzeug zu nominieren, jedoch keine Zusage über die Abnahme einer Mindestmenge der zu liefernden Produkte zu geben. Wir verringern diese Risiken z.B. durch die Flexibilisierung unserer Produktionskapazität und Maßnahmen zur Reduzierung der Fixkosten. Im Übrigen ist Bestandteil unserer Strategie, etwa 40 % des Umsatzes außerhalb der Automobilindustrie zu generieren. So verteilen wir unser Risiko über Branchen mit unterschiedlichen Zyklen.

Die Fahrzeughersteller unterliegen in verstärktem Maße einem gleichzeitigen Innovations- und Kostensenkungsdruck bei sich verkürzenden Produktentwicklungszyklen und geben diesen an die Zulieferindustrie weiter. Insbesondere erwarten sie sinkende Preise bei mindestens gleicher, teilweise auch steigender Funktionalität und uneingeschränkter Qualität unserer Produkte. Durch nachhaltiges Kostenmanagement und die breit gefächerte Aufstellung unseres Konzerns sind wir darauf vorbereitet, den sich daraus ergebenden Risiken zu begegnen.

Beschaffungsrisiken

Wie im Vorjahr sind die Beschaffungskosten im Jahr 2006 aufgrund der Rohstoff- und Energiepreisentwicklung erheblich gestiegen. Gegen Ende des Jahres 2006 ist allerdings eine gewisse Stabilisierung auf einem immer noch hohen Niveau eingetreten. Es können sich Kostenrisiken im Wesentlichen von der Entwicklung der Öl- sowie Naturkautschukpreise ergeben. Da diese Rohstoffe handelsüblich in US-Dollar gekauft werden, kann ein schwacher US-Dollar für unsere Gesellschaften, die außerhalb der USA sind und deren Währungen nicht an den US-Dollar gebunden sind, risikomindernd wirken. Wir gehen auch für das Geschäftsjahr 2007 davon aus, dass wir gestiegene Beschaffungskosten nicht in vollem Umfang und gleichmäßig an alle Kunden weitergeben können.

Dem Risiko fehlender Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vorprodukten begegnen wir durch Marktbeobachtung und Entwicklung neuer Lieferanten, gerade aus kostengünstigeren Märkten. Ein "Single Sourcing" lässt sich aber nicht immer vermeiden. Durch eine sorgfältige Auswahl unserer Lieferanten und regelmäßige Überprüfung beschränken wir die Risiken, dass wir Produkte unserer Zulieferer nicht rechtzeitig und in nicht ausreichender Menge oder Qualität erhalten.

Investitionsrisiken

Investitionsentscheidungen sind aufgrund ihrer langfristigen Auswirkungen und ihres Volumens mit Risiken verbunden. Daher werden Investitionen erst nach Durchführung eines konzerneinheitlichen Genehmigungsverfahrens, das eine sorgfältige Prüfung der Annahmen und der Wirtschaftlichkeit umfasst, getätigt. Dabei wird auch ein länderbezogener Risikofaktor berücksichtigt.

Produktrisiken

Produktmängel verursachen das Risiko von Haftungsansprüchen und der Notwendigkeit kostenträchtiger Austauschmaßnahmen. Solchen Risiken begegnen wir durch sorgfältige Produktentwicklung und umfangreiches Qualitätsmanagement einschließlich einer intensiven Marktbeobachtung. Zusätzlich reduzieren wir die Auswirkungen dieser Risiken durch Versicherungsverträge und sonstige Vorsorgemaßnahmen.

Umweltrisiken

Ein umfassendes Umweltmanagement dient dem Ziel, Risiken für die Umwelt frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zu deren Vermeidung zu ergreifen. Bereits bei der Entwicklung unserer Produkte werden mögliche Auswirkungen auf die Umwelt berücksichtigt. Unsere Werke lassen wir nach der Umweltnorm ISO 14001 zertifizieren.

Eine Vielzahl der Grundstücke des ContiTech-Konzerns wird seit vielen Jahren industriell genutzt. Daher bestehen Altlasten mit dem Risiko von Sanierungsverpflichtungen. Insbesondere beim Erwerb von Unternehmen gilt unser Augenmerk der Identifizierung solcher Risiken und ihrer angemessenen vertraglichen Berücksichtigung.

Verschärfte gesetzliche Vorschriften gerade im Umweltbereich können zu höheren Entwicklungsaufwendungen oder Produktionskosten führen. Im Rahmen der Risikoerkennung und -steuerung beobachten wir die Gesetzgebung in unseren Märkten und beschäftigen uns im Rahmen der Forschung und Entwicklung mit alternativen Produktionsmaterialien.

Risiken aus Versorgungszusagen

Zur Abwicklung und Finanzierung von Pensionszusagen bestehen im Wesentlichen in Großbritannien Pensionsfonds, die von unabhängigen externen Fondsmanagern betreut werden. Schwache Finanzmärkte können die Wertentwicklung der Pensionsfonds belasten und zu erheblichen Mehraufwendungen führen. Über die Entwicklung der Pensionsverbindlichkeiten und der Fonds berichten wir im Konzernanhang unter der Nr. 23. Die schrittweise Umstellung auf beitragsorientierte Versorgungspläne ("defined contribution") wird fortgesetzt, um die Risiken aus Versorgungszusagen zu verringern.

Kreditrisiken

Das operative Kreditrisiko wird von lokalen sowie von zentralen Kreditmanagern analysiert und überwacht. Zu den Aufgaben des zentralen Kreditmanagements gehört die gebündelte Risikosteuerung des Forderungsvermögens. Trotzdem lassen sich Ausfallrisiken nicht völlig ausschließen.

Länderrisiken

Unsere Strategie des Ausbaus der Produktion an Standorten mit niedrigen Lohnkosten und der Erschließung neuer Märkte bedeutet, dass wir bewusst angemessene und überschaubare Länder- und Marktrisiken eingehen. Zurzeit betrifft dies insbesondere unsere Aktivitäten in Osteuropa, China und Südostasien. Die Prüfung und Beobachtung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen sind Teil des allgemeinen Risikomanagementprozesses. Darüber hinaus bewerten wir das jeweilige Länderrisiko bei der Prüfung der Wirtschaftlichkeit einer Investition.

Rechtliche Risiken

Über rechtliche Risiken, Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche berichten wir im Konzernanhang unter der Nr. 31.

Personalrisiken

Als innovatives Unternehmen sind wir auf unsere hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen. Den Verlust von Know-how durch Fluktuation von qualifizierten Fach- und Führungskräften reduzieren wir mit Förderprogrammen, leistungsorientierten Vergütungssystemen und internationalen Entwicklungsperspektiven. Durch einen engen Kontakt zu Hochschulen und durch spezielle Rekrutierungsprogramme gewinnen wir qualifizierte Nachwuchskräfte.

Der ContiTech-Konzern ist ein weit verzweigtes, heterogenes Unternehmen, das mit einer großen Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund in einer Vielzahl von Ländern weltweit tätig ist. Risiken aus vorsätzlich rechtswidrigen Handlungen Einzelner lassen sich nicht ausschließen. Wir vermindern diese Risiken durch ein internes Kontrollsystem, bestehend aus Funktionstrennung, Vier-Augen-Prinzip sowie konzernweit geltenden Verfahrensrichtlinien und unseren Verhaltenskodex. Die Einhaltung der internen Kontrollen wird durch die Konzernrevision des Continental-Konzerns im Rahmen ihrer Prüfungen überwacht. Den Verdacht eines Fehlverhaltens verfolgen wir unnachgiebig.

Beteiligungsrisiken

Es ist Teil unserer Unternehmensstrategie, mit Hilfe von Akquisitionen und Beteiligungen weitere Wertschöpfung und eine verbesserte Marktposition für das Unternehmen zu schaffen. Um das Beteiligungsrisiko zu minimieren, werden schon im Vorfeld alle Akquisitionen eingehend durch intensive "Due Diligence"-Prüfungen untersucht und auf strategische Relevanz und Ertragsstärke hin analysiert. Die Erwartungen des Managements an die in den vergangenen Jahren akquirierten Unternehmen sind im Wesentlichen erfüllt worden.

IT-Risiken

In einer zentralisierten und standardisierten IT-Umgebung besteht das Risiko der Abhängigkeit von einem System oder einem Rechenzentrum. Um das Risiko eines Systemausfalls zu minimieren, wurden diverse Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt. Dazu gehören u. a. Zutrittskontrollsysteme, Notfallpläne, die unterbrechungsfreie Stromversorgung wichtiger Systeme und Datenspiegelungen. Gegen Datensicherheitsrisiken durch unberechtigte Zugriffe auf die IT-Systeme setzen wir u.a. Firewallsysteme und Virenscanner ein.

Zins- und Währungsrisiken, Risiken aus Finanzinstrumenten

Aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren Lieferungs- und Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen. Daraus entsteht ein Verlustrisiko, weil Vermögenswerte, die in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs notiert sind, an Wert verlieren.

Gleichzeitig werden Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs teurer. Das Netto-Exposure, das sich im Wesentlichen aus der Saldierung der Exporte mit den Importen in den einzelnen Währungen ergibt, wird regelmäßig erfasst und bewertet. Der ContiTech-Konzern praktiziert bereits seit mehreren Jahren den "Natural-Hedge"-Gedanken zur Reduzierung des Währungskursrisikos: Ziel ist es, den Saldo zwischen Einnahmen und Ausgaben in einer bestimmten Währung und damit auch die Auswirkung einer Kursschwankung gegenüber dem Euro möglichst gering zu halten. Das im Ausland gebundene Nettovermögen des Konzerns wird grundsätzlich nicht gegen Wechselkursveränderungen abgesichert. Unsere Importe in den Euroraum sind überwiegend höher als die gegengerichteten Exportströme in andere Währungsräume.

Soweit für unsere Verbindlichkeiten variable Zinssätze vereinbart sind, besteht neben der Chance sinkender auch das Risiko steigender Zinsen. Diese Risiken werden im Rahmen des Zinsmanagements des Continental-Konzerns bewertet und gesteuert.

Ein Risiko aus Schwankungen des Zeitwerts längerfristiger finanzieller Verbindlichkeiten durch Veränderungen der Kapitalmarktzinsen besteht für den ContiTech-Konzern nicht, da die Kapitalgeber daraus kein Recht auf vorzeitige Rückzahlung geltend machen können.

Liquiditätsrisiken

Es wird eine kostengünstige und ausreichende Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft der Konzerngesellschaften angestrebt. Für diesen Zweck werden durch den Continental-Konzern verschiedene am Markt verfügbare Finanzierungsinstrumente eingesetzt. Dazu zählen neben Tages- und Termingeldern, Commercial Papers und Anleihen auch bilaterale und syndizierte Kredite. Investitionen der Konzerngesellschaften werden größtenteils durch Eigenkapital und Darlehen von Banken oder Konzernunternehmen finanziert. Gleichzeitig bestehen Cash-Pooling-Vereinbarungen mit Konzerngesellschaften, soweit dies im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll ist. Bei Ereignissen, die zu einem unerwarteten Liquiditätsbedarf führen, kann der ContiTech-Konzern sowohl auf vorhandene Liquidität als auch Kreditzusagen des Continental-Konzerns zurückgreifen.

Gesamtbewertung

Die Gesamtrisikosituation des ContiTech-Konzerns wird im Rahmen des erläuterten Risikomanagements analysiert und gesteuert. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Entwicklung 2007 und Ausblick

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Dynamik der Weltwirtschaft dürfte 2007 weiter anhalten, allerdings wird aufgrund der Verlangsamung des Wachstums in den USA mit geringeren Zuwachsraten gerechnet. Dabei sollte der Wachstumsanteil der Entwicklungs- und Schwellenländer weiter zunehmen. So dürfte der Anteil dieser Länder am Wachstum der Weltwirtschaft auf über 70 % steigen. Die beachtlichen Ungleichgewichte in der Welt bleiben bestehen. So wird das Leistungsbilanzdefizit in den USA sehr hoch bleiben und andere Staaten wie China und auch die Öl exportierenden Länder werden weiterhin hohe Handelsbilanzüberschüsse erwirtschaften.

Das Wachstum der Weltwirtschaft soll wie in den vergangenen vier Jahren über dem durchschnittlichen Wachstum von 3,6 % liegen. So prognostiziert der IWF ein Wachstum von 4,9 % nach 5,1 % im Jahr 2006.

Generell wird im Jahresverlauf 2007 von einer Beendigung des Zinserhöhungszyklus der bedeutendsten Zentralbanken ausgegangen, was die Wachstumsaussichten für die Zukunft begünstigen würde.

Deutschland

Ende 2006 wurden die Wachstumsprognosen für 2007 nach oben angepasst. Trotz der Bremseffekte durch Steuer- und Abgabenerhöhungen wird für 2007 mehrheitlich ein Wachstum von 1,5 bis 2 % prognostiziert. Die guten Aussichten für die Weltwirtschaft, gut gefüllte Auftragsbücher der deutschen Industrie und die verbesserte Stimmungslage führten zum Anheben der Wachstumsprognosen von ehemals knapp über 1 %. Die genauen Auswirkungen der Umsatzsteuererhöhung auf das Konsumklima sind nicht vorhersehbar. Es wird eine Inflationsrate von rund 2% erwartet.

Westeuropa/Euroraum

Die hohe Wachstumsrate aus 2006 mit 2,7 % wird sich 2007 kaum wiederholen lassen. Die Abgaben- und Steuererhöhungen in mehreren Ländern wirken bremsend auf den Aufschwung. Die hohen Anlageinvestitionen, gute Exportaussichten und ein im Jahresverlauf steigender privater Verbrauch lassen jedoch ein Wachstum von über 2 % erwarten. Der Export wird dabei immer stärker durch die steigende Nachfrage innerhalb der EU, aus Asien und Mittel- und Osteuropa profitieren. Eine Inflationsrate von weiterhin über 2 % dürfte weitere Zinserhöhungen der EZB rechtfertigen.

USA

Nach der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im zweiten Halbjahr 2006 ist von einem Rückgang der Wachstumsrate auf unter 2,5 % im laufenden Jahr zu rechnen. Der starke Anstieg der kurzfristigen Zinsen, ausgelöst durch die Zinserhöhungen auf bis zu 5,25 % durch die Federal Reserve Bank, sollte im Verlauf von 2007 beendet werden. Dieses gilt auch für die in 2006 begonnene Abschwächung im Wohnungsbau. Das Konsumklima sollte durch steigende Realeinkommen begünstigt werden und damit neben steigenden Unternehmensinvestitionen ein solides Wachstum begünstigen. Dabei wird sich die Inflationsrate, vorbehaltlich steigender Energiepreise, wieder auf knapp über 2 % reduzieren.

Asien

Der Anteil der Region Asien macht bereits ein Drittel der Weltwirtschaft aus. Die Wachstumsrate in Asien wird sich 2007 mit ca. 7 % auf dem Durchschnittsniveau der vergangenen fünf Jahre einpendeln. Wegen der zu erwartenden schwächeren Nachfrage aus den USA sollte die Wachstumsrate in China wieder auf unter 10 % zurückgehen. Die in diesen Ländern steigende Binnennachfrage, die auch die Absatzmöglichkeiten der Autoindustrie begünstigt, stabilisiert die Wachstumsaussichten dieser Region.

Die japanische Wirtschaft wird ihren seit Mitte 2002 vorherrschenden Wachstumstrend fortsetzen, jedoch in einem langsameren Tempo. Das Wachstum, begünstigt durch anhaltende Unternehmensinvestitionen und hohe Beschäftigung, sollte wegen der schwächeren globalen Nachfrage und weiterhin vorhandener Konsumentenzurückhaltung auf rund 2 % zurückgehen.

Branchenentwicklung

Unsere wichtigsten Absatzmärkte sind das weltweite Geschäft mit Automobilherstellern, insbesondere in West- und Zentraleuropa sowie in der NAFTA-Region. Das Erstausrüstungsgeschäft mit Herstellern von Automobilen hat einen bedeutenden Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des ContiTech-Konzerns.

Für 2007 gehen wir von einer wachsenden Fahrzeugproduktion (Pkw, Kombifahrzeuge, Nutzfahrzeuge < 6t) aus. Es wird ein Produktionsvolumen von weltweit 68,6 Mio Fahrzeugen und damit eine Steigerung um 3,5 % gegenüber 2006 unterstellt. Für 2008 wird ein Gesamtvolumen von 71,4 Mio Fahrzeugen und damit ein Wachstum von 4,1 % erwartet.

Für 2007 wird mit rund 2,2 Mio Einheiten eine rückläufige Anzahl weltweit produzierter Nutzfahrzeuge (>6t) prognostiziert. Das entspricht einer Verringerung um 8,1 % gegenüber 2006. Der größte Anteil dieses Rückgangs wird für die NAFTA-Region erwartet. 2008 ist hingegen eine Ausweitung des Produktionsvolumens möglich. Mit 2,3 Mio Einheiten sollen 2008 wieder 7,0 % mehr Nutzfahrzeuge (>6t) hergestellt werden. Ausschlaggebend für diese Erhöhung ist insbesondere die steigende Anzahl an Fahrzeugen in Asien und der NAFTA-Region.

Produktion Pkw, Kombifahrzeuge leichte Nutzfahrzeuge < 6t * in Mio Stück 2006 2007 2008
Westeuropa 15,9 15,8 15,9
Osteuropa 4,9 5,2 5,8
NAFTA-Region 15,3 15,2 15,4
Südamerika 3,0 3,2 3,3
Asien 25,6 27,5 29,2
Afrika und Mittlerer Osten 1,6 1,7 1,8
Gesamt 66,3 68,6 71,4
Produktion Nutzfahrzeuge>6t ** in Tsd Stück 2006 2007 2008
Westeuropa 480 470 450
Osteuropa 140 140 140
NAFTA-Region 650 460 540
Südamerika 100 100 110
Asien 970 980 1.060
Gesamt 2.340 2.150 2.300

Quelle: Global Insight, * Light Vehicles, ** Heavy Vehicles>6t.

In unseren bedeutendsten Abnehmerbranchen außerhalb der Automobilindustrie, insbesondere im Maschinenbau und im Bergbau, bestehen in 2007 gute Auftragslagen. Wir gehen von einem weiterhin hohen Nachfrageniveau aus. Für den internationalen Bergbau erwarten wir, dass der gestiegene weltweite Rohstoffbedarf bestehen bleibt.

Rohstoffmärkte

Trotz der in den vergangenen Jahren gestiegenen weltweiten Nachfrage erwarten wir bei den für uns wichtigen Rohmaterialien Öl, Naturkautschuk und Stahl keine Verknappung, da ebenfalls gestiegene Angebotsmengen die Nachfrage decken. Geopolitische Unsicherheiten und Finanzspekulationen mit Rohstoffen können dieses Gleichgewicht jedoch kurzfristig beeinflussen. Für 2007 erwarten wir eine Stabilisierung der Rohstoffpreise auf hohem Niveau.

Geschäftsentwicklung

Umsatz

Wir erwarten für die Geschäftsjahre 2007 und 2008 eine weitere Steigerung des Konzernumsatzes. In Übereinstimmung mit unserer strategischen Zielsetzung gehen wir für beide Jahre von einem Wachstum um je ca. 4 bis 5% aus. Das Wachstum im ContiTech-Konzern wird in 2007 und 2008 insbesondere durch eine Steigerung des Absatzes in osteuropäischen und asiatischen Absatzmärkten sowie mit Produkten außerhalb der Automobilindustrie getragen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Erwartungen bezüglich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie hinsichtlich der Automobilbranche und der Rohstoffmärkte auch tatsächlich eintreten. Ferner nehmen wir an, dass insbesondere in den wichtigen Marktsegmenten keine wesentlichen unvorhersehbaren Veränderungen auftreten werden.

EBIT

Wir erwarten sowohl für 2007 als auch für 2008 die erreichte Profitabilität weiter zu festigen und dadurch eine Verbesserung des absoluten operativen Konzernergebnisses gegenüber dem jeweiligen Vorjahr. Neben neuen Produkten wird sich der Anteil des profitableren Industriegeschäfts und der Anteil der Produktion in Niedrigkostenländern erhöhen.

Das einzelne Jahresergebnis wird erfahrungsgemäß durch Restrukturierungsmaßnahmen belastet werden. Derzeit liegen außer den bereits beschlossenen Schließungen, insbesondere die der Produktionsstätte von Roulunds Rubber A/S in Dänemark, noch keine weiteren Entscheidungen zu konkreten Maßnahmen vor. Es hat sich jedoch in der Vergangenheit gezeigt, dass sich im Verlauf eines Jahres eine Belastung zwischen 10 Mio € und 20 Mio € ergeben kann.

Forschung und Entwicklung

Aufgrund der hohen Anforderungen unserer Kunden gehen wir davon aus, dass sich in den Jahren 2007 und 2008 das Verhältnis von Aufwand für Forschung und Entwicklung zum Umsatz leicht auf rund 2,0 % erhöhen wird.

Investitionen (Bilanzzugang)

Bezüglich unserer Investitionen gehen wir für 2007 und 2008 von einer Fortsetzung unseres expansiven Vorgehens aus. Wir unterstellen für beide Jahre eine Investitionsquote von etwa 4,5 %.

Erklärung des Vorstands

Der Vorstand der ContiTech AG ist verantwortlich für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie die sonstigen im Geschäftsbericht gegebenen Informationen. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die International Financial Reporting Standards (IFRS) angewendet und, soweit erforderlich, sachgerechte Schätzungen vorgenommen. Der Konzern-Lagebericht enthält eine Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie weitere Erläuterungen, die nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches zu geben sind.

Um die Zuverlässigkeit der Daten sowohl für die Erstellung des Konzernabschlusses einschließlich des Konzern-Lageberichts als auch für die interne Berichterstattung sicherzustellen, existiert ein wirksames internes Steuerungs- und Kontrollsystem. Dies beinhaltet konzernweit einheitliche Richtlinien für Rechnungslegung und Risikomanagement entsprechend § 91 Abs. 2 AktG sowie ein integriertes Controllingkonzept als Teil des wertorientierten Managements und Prüfungen durch die interne Revision. Der Vorstand wird damit in die Lage versetzt, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, ist von der Hauptversammlung der ContiTech AG zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2006 bestellt worden. KPMG hat den nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) erstellten Konzernabschluss und den Konzern-Lagebericht geprüft. Die Wirtschaftsprüfer haben den nachfolgend abgedruckten Bestätigungsvermerk erteilt.

Gemeinsam mit den Wirtschaftsprüfern wird der Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung den Konzernabschluss, den Konzern-Lagebericht und den Prüfungsbericht eingehend erörtern.

 

Hannover, den 22.05.07

Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen
und Aktionäre,

die ContiTech AG ist durch eine ununterbrochene Kette von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen mit der Continental AG verbunden und unterliegt infolgedessen der einheitlichen Leitung durch den Vorstand der Continental AG. In diesem Rahmen hat der Aufsichtsrat der ContiTech AG auch im Geschäftsjahr 2006 die Arbeit des Vorstands beratend begleitet und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über Strategie, Entwicklung und wichtige Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken berichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen dem Vorstand auch beratend zur Verfügung. Darüber hinaus gab es einen regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch zwischen dem Aufsichtsrats- und dem Vorstandsvorsitzenden.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2006, der Konzernabschluss 2006 und der Konzern-Lagebericht wurden von der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Der Konzernabschluss 2006 der ContiTech AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.

Die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 03.07.07 ausführlich behandelt. Die erforderlichen Unterlagen waren rechtzeitig vor der Sitzung verteilt worden, so dass ausreichend Gelegenheit zu ihrer Prüfung bestand.

Auf der Basis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Lageberichts des Konzerns hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen waren nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Arbeitnehmervertretungen für ihre verantwortungsbewusste und engagierte Arbeit. Sie haben große Belastungen gemeistert und trotz schwieriger Rahmenbedingungen erneut ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt.

Hannover, im Juli 2007

Für den Aufsichtsrat

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Manfred Wennemer
Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bestätigungsvermerk
des Abschlussprüfers

Wir haben den von der ContiTech AG, Hannover, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzerneigenkapitals und Konzernanhang - sowie ihren Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzern-Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hannover, den 23. Mai 2007

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Thümler, Wirtschaftsprüfer  

Eichstaedt, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz

Aktiva

Mio €

Anhang Nr.

31.12.2006

31.12.2005

Goodwill

11

64,2

64,2

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

11

30,0

32,0

Sachanlagen

12

566,7

561,1

Assoziierte Unternehmen

13

1,9

6,1

Sonstige Finanzanlagen

14

5,2

5,5

Aktive latente Steuern

15

9,6

5,4

Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung

23

0,9

0,1

Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

16

1,9

2,1

Sonstige Vermögenswerte

17

0,5

0,6

Langfristige Vermögenswerte

680,9

677,1

Vorräte

18

308,1

271,6

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

19

426,4

376,9

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

177,2

228,3

Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

16

9,8

4,7

Sonstige Vermögenswerte

17

38,2

36,6

Ertragsteuerforderungen

6,9

5,9

Verzinsliche Anlagen

1,8

0,6

Flüssige Mittel

20

128,9

113,4

Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

21

0,4

135,3

Kurzfristige Vermögenswerte

1.097,7

1.173,3

Bilanzsumme

1.778,6

1.850,4

Passiva

Mio €

Anhang Nr.

31.12.2006

31.12.2005

Gezeichnetes Kapital

85,9

85,9

Kapitalrücklage

299,8

299,8

Kumulierte einbehaltene Gewinne

208,9

126,7

Kumuliertes übriges Eigenkapital

-30,4

-27,5

Anteile in Fremdbesitz

32,6

29,7

Eigenkapital

22

596,8

514,6

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

23

174,5

173,3

Rückstellungen für latente Steuern

15

7,8

16,4

Langfristige Rückstellungen für sonstige Risiken

24

70,4

73,4

Langfristiger Anteil der Finanzschulden

26

11,8

32,4

Langfristige sonstige Verbindlichkeiten

29

2,2

1,2

Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

266,7

296,7

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

249,4

207,7

Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen

350,9

305,6

Ertragsteuerverbindlichkeiten

25

14,5

17,9

Kurzfristige Rückstellungen für sonstige Risiken

24

69,3

73,6

Finanzschulden

26

109,1

195,8

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

28

64,1

68,2

Sonstige Verbindlichkeiten

29

57,8

73,3

Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten

30

-

97,0

Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

915,1

1.039,1

Bilanzsumme

1.778,6

1.850,4

Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €

Anhang Nr.

2006

2005

Umsatzerlöse

2.784,9

2.600,0

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

-2.198,3

-2.087,3

Bruttoergebnis vom Umsatz

586,6

512,7

Forschungs- und Entwicklungskosten

-51,6

-55,1

Vertriebs- und Logistikkosten

-101,9

-104,7

Allgemeine Verwaltungskosten

-96,6

-103,9

Sonstige Erträge und Aufwendungen

6

-28,1

-81,1

Ergebnis assoziierter Unternehmen

7

-0,3

-0,2

Übriges Beteiligungsergebnis

7

-3,2

-

Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern

304,9

167,7

Zinserträge

8

9,4

5,5

Zinsaufwendungen

8

-20,8

-19,7

Zinsergebnis

-11,4

-14,2

Ergebnis vor Ertragsteuern

293,5

153,5

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

9

-19,0

-10,7

Ergebnis der Periode aus fortzuführenden Aktivitäten

274,5

142,8

Ergebnis der Periode nach Steuern aus dem aufzugebenden Geschäftsbereich

10

0,3

-15,8

Konzernergebnis

274,8

127,0

Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn

-3,7

-4,2

Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen

271,1

122,8

Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang.

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Anzahl
Aktien 1

Ge-
zeich-
netes
Kapital

Kapital-
rück-
lage

Kumulierte
einbe-
haltene
Gewinne

Mio €

in
1.000
Stück

Stand am
01.01.2005

85.927

85,9

299,8

97,6

Konzernergebnis

-

-

-

122,8

Veränderungen
übriges Eigenkapital

-

-

-

-

Konzerngesamt-
ergebnis

-

0,0

0,0

122,8

Gezahlte Dividende

Zahlung an die Muttergesellschaft im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages

-

-

-

-93,7

Sukzessiver Erwerb
von Anteilen vollkonsolidierter Unternehmen

-

-

-

-

Veränderung der Fremd-
anteile durch Konsolidie-
rungskreisänderungen
oder Kapitalerhöhungen

-

-

-

-

Stand am
31.12.2005

85.927

85,9

299,8

126,7

Konzernergebnis

271,1

Veränderungen
übriges Eigenkapital

-

-

-

-

Konzerngesamt-
ergebnis

-

0,0

0,0

271,1

Gezahlte Dividende

Zahlung an die Muttergesellschaft im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages

-

-

-

-188,9

Veränderung der Fremd-
anteile durch Konsolidie-
rungskreisänderungen
oder Kapitalerhöhungen

-

-

-

-

Stand am
31.12.2006

85.927

85,9

299,8

208,9

Kumuliertes übriges Eigenkapital

Summe

Anteile in
Fremd-
besitz

Gesamt

Unterschiedsbetrag
aus

Mio €

Suk-
zessiven
Erwerben

Währungs-
umrech-
nung

Finanz-
instru-
menten

Stand am
01.01.2005

0,0

-13,2

0,0

470,1

72,4

542,5

Konzernergebnis

-

-

-

122,8

4,2

127,0

Veränderungen
übriges Eigenkapital

-

8,1

-

8,1

2,8

10,9

Konzerngesamt-
ergebnis

0,0

8,1

0,0

130,9

7,0

137,9

Gezahlte Dividende

-3,0

-3,0

Zahlung an die Muttergesellschaft im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages

-

-

-

-93,7

-

-93,7

Sukzessiver Erwerb
von Anteilen vollkonsolidierter Unternehmen

-22,4

-

-

-22,4

-49,1

-71,5

Veränderung der Fremd-
anteile durch Konsolidie-
rungskreisänderungen
oder Kapitalerhöhungen

-

-

-

-

2,4

2,4

Stand am
31.12.2005

-22,4

-5,1

0,0

484,9

29,7

514,6

Konzernergebnis

271,1

3,7

274,8

Veränderungen
übriges Eigenkapital

-

-2,9

-

-2,9

-0,8

-3,7

Konzerngesamt-
ergebnis

0,0

-2,9

0,0

268,2

2,9

271,1

Gezahlte Dividende

-3,8

-3,8

Zahlung an die Muttergesellschaft im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages

-

-

-

-188,9

-

-188,9

Veränderung der Fremd-
anteile durch Konsolidie-
rungskreisänderungen
oder Kapitalerhöhungen

-

-

-

-

3,8

3,8

Stand am
31.12.2006

-22,4

-8,0

0,0

564,2

32,6

596,8

Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang.

1 Im Umlauf befindliche Aktien.

Konzern-Kapitalflussrechnung

Mio €

2006

2005

EBIT

306,1

154,2

Gezahlte Zinsen

-21,3

-18,9

Erhaltene Zinsen

9,4

5,3

Gezahlte Ertragsteuern

-28,7

-25,9

Erhaltene Dividenden

0,2

0,0

Abschreibungen

110,6

126,4

Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und sonstigen Finanzanlagen

0,3

0,2

Gewinne aus Abgängen von Vermögenswerten, Gesellschaften und Geschäftsbereichen

0,5

19,2

Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge

-12,9

0,0

Veränderungen der

Vorräte

-22,5

-2,9

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

-42,3

-9,7

übrigen Vermögenswerte

-0,4

34,6

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

44,9

18,2

Pensionsrückstellungen

-1,5

-4,1

Rückstellungen für sonstige Risiken

-7,7

37,5

übrigen Verbindlichkeiten

-22,0

6,0

Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit

312,7

340,1

Erlöse aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten

7,7

11,4

Investitionen in Sachanlagen und Software

-106,2

-97,6

Erlöse aus dem Verkauf von Gesellschaften und Geschäftsbereichen inkl. abgehender flüssiger Mittel

28,3

13,9

Geleistete Abgeltung in Zusammenhang mit der Veräußerung von Gesellschaften inkl. abgehender flüssiger Mittel

-

-24,8

Anteilserwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen inkl. übernommener flüssiger Mittel

-10,4

-29,7

Kurzfristige verzinsliche Ausleihungen

0,4

-4,5

Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit

-80,2

-131,3

Summe des Cashflow vor Finanzierungstätigkeit

232,5

208,8

Kurzfristige Fremdfinanzierung

43,6

-66,6

Tilgung von Finanzschulden

-117,1

-25,2

Veränderung der Finanzierung durch die Muttergesellschaft

43,9

13,9

Zahlung im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Continental AG

-188,9

-93,7

Gezahlte Dividende an Minderheitsgesellschafter

-3,8

-3,0

Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit

-222,3

-174,6

Veränderung der flüssigen Mittel

10,2

34,2

Flüssige Mittel am 01.01.

117,6

80,6

Wechselkursbedingte Veränderungen der flüssigen Mittel

1,1

2,8

Flüssige Mittel am 31.12.

128,9

117,6

davon flüssige Mittel des aufzugebenden Geschäftsbereiches

-

4,2

Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang.

Konzernanhang

1. Allgemeine Erläuterungen

Die ContiTech AG mit Sitz in Hannover, Vahrenwalder Straße 9, ist die Muttergesellschaft des ContiTech-Konzerns. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover eingetragen (HR B 62105). Der ContiTech-Konzern ist ein weltweit operierender Zulieferer der Automobilindustrie. Der Konzernabschluss der ContiTech AG wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht.

Das oberste Mutterunternehmen der ContiTech AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Continental AG, Hannover, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die ContiTech AG und ihre Tochtergesellschaften einbezogen werden, aufstellt. Der Konzernabschluss der Continental AG für das Geschäftsjahr 2006 wurde beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht.

Der Tag der Billigung des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat ist der 03.07.07.

Der Konzernabschluss der ContiTech AG zum 31.12.06 ist unter Berücksichtigung der Regelungen des IFRS 1 erstmalig gemäß §315a Abs. 3 Handelsgesetzbuch (HGB) nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie die des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC). Alle für das Geschäftsjahr 2006 verbindlichen IFRS Standards wurden angewendet.

Die ContiTech AG ist für das Geschäftsjahr 2006 gemäß § 264 Abs. 3 HGB u.a. von der Erweiterung des Jahresabschlusses um einen Anhang, der Aufstellung eines Lageberichtes sowie von der Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses befreit. Darüber hinaus war die ContiTech AG nach § 291 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzern-Lageberichts nicht verpflichtet.

2. Grundsätze der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss ist grundsätzlich auf der Basis der fortgeführten historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt. Ausnahmen bilden zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte, die zwar grundsätzlich zu fortgeführten historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt werden, aber gegebenenfalls mit dem niedrigeren Markwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten sind.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Konzerngesellschaften entspricht dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben.

Konsolidierungsgrundsätze

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, an denen die ContiTech AG mittelbar oder unmittelbar die Mehrheit der Stimmrechte hält, sind in den Konzernabschluss einbezogen und werden voll konsolidiert. Unabhängig vom Stimmrechtsverhältnis kann der Konsolidierungskreis auch Gesellschaften umfassen, die nach der Bestimmung von SIC 12 (Consolidation - Special Purpose Entities) unter anderem durch Vereinbarungen und Garantien des ContiTech-Konzerns beherrscht werden können. Weder 2006 noch 2005 wurden Gesellschaften aufgrund dieser Bestimmung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen zum Zeitwert bewerteten Nettoreinvermögen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Dabei werden auch immaterielle Vermögenswerte mit ihren Zeitwerten angesetzt, die bisher im Einzelabschluss des erworbenen Unternehmens nicht erfasst wurden. Bei einem Unternehmenserwerb identifizierte immaterielle Vermögenswerte, darunter zum Beispiel Markennamen, Patente, Kundenbeziehungen und Auftragsbestände, werden zum Erwerbszeitpunkt nur dann separat angesetzt, wenn die Voraussetzungen nach IAS 38 für die Aktivierung eines immateriellen Vermögenswertes vorliegen. Anpassungen der Bewertung der zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Vermögenswerte und Schulden werden innerhalb von zwölf Monaten nach dem Erwerb zu Gunsten bzw. zu Lasten der Vermögenswerte und Schulden vorgenommen. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Goodwill aktiviert.

Auf Konzernfremde entfallende Anteile am Eigenkapital werden unter "Anteile in Fremdbesitz" im Eigenkapital ausgewiesen.

Für den Zeitraum, in dem Konzerngesellschaften gegenüber Minderheitsaktionären verbindliche Kaufoptionen für die von Minderheitsaktionären gehaltenen Anteile an Konzerngesellschaften anbieten, erfolgt der Ausweis der hiervon betroffenen Minderheiten nicht als Anteile in Fremdbesitz, sondern als finanzielle Verbindlichkeiten. Diese Verbindlichkeiten werden zum Zeitwert, der dem Kaufpreisangebot entspricht, ausgewiesen. Soweit die Kaufoption unmittelbar im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung durch den ContiTech-Konzern ausgesprochen wird, stellt der Wert der Kaufoption einen Bestandteil der Anschaffungskosten der Beteiligung dar. Erfolgt dagegen das Kaufangebot unabhängig von und nach der Erlangung einer Mehrheitsbeteiligung, so wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreisangebot und dem Buchwert der Minderheitenanteile zum Zeitpunkt der Optionserteilung erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Im Falle sukzessiver Erwerbe bei bereits bestehender Beherrschung werden sich ergebende Unterschiedsbeträge zwischen Kaufpreis und Buchwert der erworbenen Minderheitenanteile erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Wesentliche Beteiligungen werden, wenn der ContiTech-Konzern zwischen 20,0% und 50,0% der Stimmrechte hält und dementsprechend einen maßgeblichen Einfluss auf das Beteiligungsunternehmen ausüben kann (assoziierte Unternehmen), grundsätzlich nach der Equity-Methode bilanziert. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden Gesellschaften, die wegen ihrer ruhenden oder nur geringen Geschäftstätigkeit von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ContiTech-Konzerns sind. Die Bilanzierung erfolgt im Konzernabschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten, wenn eine Bewertung zum Zeitwert entsprechend IAS 39 für diese Gesellschaften nicht möglich ist.

Die Beteiligungsbuchwerte der nach der Equity-Methode konsolidierten assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens fortgeführt. Sofern die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen nicht rechtzeitig vorliegen, erfolgt die Berücksichtigung der anteiligen Gewinne oder Verluste auf der Basis einer zuverlässigen Schätzung. Ein im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandener Goodwill wird zusätzlich im Equity-Ansatz ausgewiesen und nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung unterzogen.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen und innerhalb des Konzerns ausgeschüttete Dividenden werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern angesetzt, die der Höhe der effektiven Ertragsteuerbelastung entsprechen.

Währungsumrechnung

Die Bilanzen ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zu Mittelkursen zum Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnung mit Transaktionskursen in Euro umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital ohne Berücksichtigung latenter Steuern erfasst.

In den Einzelabschlüssen der ContiTech AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und
-verbindlichkeiten bei Zugang mit dem zu diesem Zeitpunkt geltenden Transaktionskurs bewertet und zum Bilanzstichtag an den dann gültigen Wechselkurs angepasst. Eingetretene Währungsgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Entsprechend den Vorschriften von IAS 21 wird bei allen Unternehmenserwerben der Goodwill des erworbenen Tochterunternehmens als eigener Vermögenswert ausgewiesen und gegebenenfalls zum Bilanzstichtag mit dem Mittelkurs in Euro umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital dargestellt.

Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich wie folgt entwickelt:

Währungen

Stichtagskurs

Jahresdurchschnittskurs

1 € in

31.12.2006

31.12.2005

2006

2005

China

CNY

10,12

9,54

10,01

10,21

Tschechische Republik

CZK

27,44

29,04

28,34

29,80

Dänemark

DKK

7,46

7,46

7,46

7,45

Großbritannien

GBP

0,67

0,69

0,68

0,68

Ungarn

HUF

251,68

252,75

264,10

248,06

Indien

INR

55,82

53,31

56,89

54,90

Korea

KRW

1.225,00

1.187,73

1.198,84

1.275,33

Mexiko

MXN

14,32

12,61

13,70

13,59

Rumänien

RON

3,39

3,68

3,52

3,62

Slowakische Republik

SKK

34,39

37,84

37,21

38,59

USA

USD

1,32

1,18

1,26

1,25

Umsatzrealisierung

Umsätze - ohne Umsatzsteuern und nach Erlösschmälerungen - werden grundsätzlich zum Zeitpunkt der Auslieferung realisiert, wenn das wirtschaftliche Eigentum und die wesentlichen damit verbundenen Nutzen und Risiken auf den Erwerber übergegangen sind und die Bezahlung zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung wahrscheinlich ist.

Als Umsätze werden nur die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens resultierenden Produktverkäufe ausgewiesen. Nebenerlöse und ähnliche Erträge sowie Erlöse aus dem Verkauf von Anlagen, Verkaufserlöse für Abfälle, Miet- sowie Lizenzeinnahmen werden mit den zugehörigen Aufwendungen verrechnet.

Produktbezogene Aufwendungen

Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam. Rückstellungen für mögliche Inanspruchnahmen aus Gewährleistungsverpflichtungen für bereits verkaufte Produkte werden für identifizierte Einzelfälle gebildet.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Aufwendungen für Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die Kosten für Forschung, Entwicklung sowie die Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Prototypen und Versuchskosten. Zuschüsse oder Kostenerstattungen von Kunden werden mit den Aufwendungen zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung saldiert. Ferner sind die Aufwendungen um den Anteil, der auf die Anwendung von Forschungsergebnissen für die Entwicklung neuer oder wesentlich verbesserter Produkte entfällt, zu reduzieren, soweit dieser Anteil nach den sechs Voraussetzungen nach IAS 38 zu aktivieren ist. Dieser Anteil wäre ein Vermögenswert und ab dem Zeitpunkt der Veräußerbarkeit der entwickelten Produkte über einen Zeitraum von drei Jahren abzuschreiben. Dabei gelten grundsätzlich Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Vorserienprototypen oder Testkosten für bereits vermarktete Produkte - das so genannte Application Engineering - als nicht aktivierungsfähige Entwicklungsleistungen. Ebenfalls werden Aufwendungen, die im direkten Zusammenhang mit der Ingangsetzung neuer Produktionsanläufe oder Werke entstehen, nicht aktiviert, sondern sofort ergebniswirksam.

Zurzeit erfüllen keine Entwicklungsprojekte die Voraussetzungen für eine Aktivierung.

Zins- und Beteiligungsergebnis

Zinsaufwendungen und Zinserträge werden zeitanteilig, Dividendenerträge zum Zeitpunkt des Entstehens des rechtlichten Anspruchs erfasst.

Gliederung der Bilanz

Vermögenswerte und Schulden werden als langfristige Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz ausgewiesen, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben; entsprechend kürzere Restlaufzeiten führen zum Ausweis als kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden. Schulden gelten generell als kurzfristig, wenn kein uneingeschränktes Recht besteht, das Geltendmachen des Anspruchs innerhalb des nächsten Jahres zu vermeiden. Die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen sowie Ansprüche oder Verpflichtungen aus latenten Steuern werden grundsätzlich als langfristige Vermögenswerte oder Schulden gezeigt. Soweit Vermögenswerte und Schulden sowohl einen kurzfristigen als auch einen langfristigen Anteil aufweisen, werden diese in ihre Fristigkeitskomponenten aufgeteilt und entsprechend dem Bilanzgliederungsschema als kurzfristige und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen.

Goodwill

Ein Goodwill ist der aktivische Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Zeitwert von erworbenen Vermögenswerten und Schulden im Rahmen eines Unternehmenserwerbes. Der Goodwill unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung, vielmehr erfolgt mindestens einmal jährlich ein Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) zur Bestimmung eines möglichen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarfs.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zu ihren Herstellungskosten aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte gemäß IAS 38 vorliegen. Sofern sie einer begrenzten Nutzungsdauer unterliegen, werden immaterielle Vermögenswerte linear über ihre Nutzungsdauer von drei bis sieben Jahren abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit (Impairment-Test) überprüft.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei Vorliegen von Wertminderungen. Investitionszuschüsse werden grundsätzlich von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen Einzelkosten sowie die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen. Sie beinhalten keine Finanzierungskosten.

Sobald ein Anlagegut betriebsbereit ist, können weitere Anschaffungs- oder Herstellungskosten nur aktiviert werden, wenn diese zu einer Veränderung des Nutzungszwecks des Anlageguts führen oder durch die Änderung ein zusätzlicher Mehrwert des Anlageguts entsteht und die Kosten eindeutig identifizierbar sind. Alle sonstigen nachträglichen Aufwendungen werden als laufender Instandhaltungsaufwand gebucht.

Sachanlagen werden auf der niedrigsten Ebene in Komponenten aufgeteilt, sofern diese Komponenten wesentlich voneinander abweichende Nutzungsdauern haben und ein Ersatz bzw. eine Überholung dieser Komponenten während der Gesamtlebensdauer der Anlage wahrscheinlich ist. Wartungs- und Reparaturkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Im Konzern sind keine Anlagen vorhanden, die aufgrund ihrer Nutzungsart nur in mehrjährigen Abständen gewartet werden können. Folgende Nutzungsdauern kommen zur Anwendung: bis zu 33 Jahre bei Grundstückseinrichtungen und Gebäuden; bis zu zwölf Jahre bei technischen Anlagen und Maschinen und zwei bis zehn Jahre bei Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten und nicht zur Leistungserbringung oder zu Verwaltungszwecken genutzt werden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die zugrunde gelegten Nutzungsdauern, wobei diese denen der eigengenutzten Immobilien entsprechen.

Leasing

ContiTech ist Leasingnehmer von Sachanlagen. Sofern die Risiken und Chancen aus der Nutzung des Leasingobjekts der ContiTech zuzurechnen sind, liegt ein Finanzierungsleasing ("finance lease") vor und der Leasinggegenstand sowie die dazugehörige Verbindlichkeit werden bilanziert. Beim Mietleasing ("operating lease") liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber, die Leasingraten sind laufender Aufwand. Als Leasinggeschäfte gelten auch Ansprüche bzw. Verpflichtungen, insbesondere aus Dienstleistungsverträgen, zu deren Erfüllung die Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts erforderlich ist und die ein Recht auf Nutzung dieses Vermögenswerts auf den Anspruchsberechtigten übertragen.

Außerplanmäßige Abschreibungen

Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag beurteilt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus dem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und dem Barwert des zurechenbaren künftigen Cashflow durch die fortgeführte Nutzung des Vermögenswertes. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert um die sich ergebende Differenz außerplanmäßig abgeschrieben. Sofern die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Der jährliche Werthaltigkeitstest für aktivierte Goodwill erfolgt auf der Ebene der strategischen Geschäftsbereiche (Business Units), die die für den Test relevanten Zahlungsmittel generierenden Einheiten (Cash Generating Units) darstellen. Die Werthaltigkeit wird durch Gegenüberstellung des Buchwerts des Geschäftsbereichs einschließlich des zuzurechnenden Goodwill und des erzielbaren Betrags der Geschäftseinheit bestimmt. Der erzielbare Betrag für diese Betrachtung ist der auf der Basis des diskontierten Cashflow vor Steuern ermittelte Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag des Geschäftsbereichs, liegt in Höhe der Differenz eine erfolgswirksam zu erfassende Wertminderung vor. Außerplanmäßig abgeschriebener Goodwill wird nicht wieder durch Zuschreibungen berichtigt.

Der erwartete Cashflow der Geschäftsbereiche wird aus der Langfristplanung der Geschäftsbereiche abgeleitet. Diese Planung umfasst einen Zeithorizont von fünf Jahren. Für die sich daran anschließenden Zeiträume wird der Cashflow unter Berücksichtigung der jeweils erwarteten Wachstumsraten der einzelnen Geschäftsbereiche extrapoliert. Die durchschnittlich angewendete Wachstumsrate im Geschäftsjahr 2006 lag bei 0,46% (Vj. 0,48%). Die Plandaten werden um wesentliche erwartete Sondereffekte bereinigt. Der Planung liegen insbesondere Annahmen hinsichtlich
makroökonomischer Entwicklungen sowie der Entwicklung von Verkaufspreisen, von Rohstoffpreisen und Währungskursen zugrunde.

Der im Geschäftsjahr 2006 für die Diskontierung des Cashflow verwendete Zinssatz beträgt 12,2% (Vj. 11,3%).

Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Einzelne langfristige Vermögenswerte oder eine Gruppe langfristiger Vermögenswerte und dazugehöriger Schulden werden als "zur Veräußerung bestimmt" klassifiziert und gesondert in der Bilanz ausgewiesen, wenn die Veräußerung beschlossen und wahrscheinlich ist. Die so klassifizierten Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Die planmäßige Abschreibung von Vermögenswerten endet mit der Einstufung als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte".

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument gem. IAS 32 ist ein vertraglich vereinbarter Anspruch oder eine vertraglich vereinbarte Verpflichtung, aus dem bzw. aus der ein Zu- bzw. Abfluss von finanziellen Vermögenswerten oder die Ausgabe von Eigenkapitalrechten resultiert. Sie umfassen einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere oder auch Finanzforderungen, Finanzschulden und sonstige Finanzverbindlichkeiten. Anderseits würden hierzu auch derivative Finanzinstrumente gehören, die zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden. Jedoch werden keine derivativen Finanzinstrumente durch den ContiTech-Konzern direkt eingesetzt. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die Verpflichtung eingegangen wird, einen Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen.

Originäre Finanzinstrumente

Vermögenswerte aus originären bzw. nicht derivativen Finanzinstrumenten werden ihrer jeweiligen Zwecksetzung entsprechend einer der folgenden vier Kategorien zugeordnet. Die Einordnung wird zu jedem Stichtag überprüft und beeinflusst den Ausweis als lang- oder kurzfristige Vermögenswerte und entscheidet über eine Bewertung zu Anschaffungskosten oder zu Zeitwerten.

a. Veränderungen des Zeitwertes von "erfolgswirksam zum beizuliegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" (at fair value through profit and loss) - die entweder beim ersten Ansatz entsprechend kategorisiert oder anstelle dessen als "zu Handelszwecken gehalten" (held for trading) eingestuft sind - werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ferner werden sie als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden sollen.

b. "Bis zur Endfälligkeit gehaltenen finanzielle Vermögenswerte" (held to maturity) - die zum Zeitpunkt des ersten Ansatzes fixe oder bestimmbare Zahlungen beinhalten sowie eine feste Endfälligkeit besitzen und bis dahin gehalten werden sollen - werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und entsprechend ihrer Fristigkeit als lang- oder kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Wertminderungen (impairment losses) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ergebniswirksam.

c. Ausleihungen und Forderungen (loans and receivables) - die fixe oder bestimmbare Zahlungen haben und nicht an einem Markt notiert sind - werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung erforderlicher Wertberichtigungen bewertet. Soweit sie nicht aus Lieferungen und Leistungen entstanden sind, werden sie in der Bilanz unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten und entsprechend ihrer Fristigkeit als lang- oder kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen.

"d. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (available for sale) - die zum Zeitpunkt ihres ersten Ansatzes als verfügbar zur Veräußerung designiert sind - werden soweit vorhanden zum Zeitwert angesetzt und entsprechend der erwarteten Veräußerbarkeit als lang- oder kurzfristige Vermögenswerte bilanziert. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden bis zur Ausbuchung des Vermögenswertes unter Berücksichtigung von Steuereffekten im kumulierten übrigen Eigenkapital berücksichtigt. Wenn keine Zeitwerte vorhanden sind, zum Beispiel für Finanzanlagen von nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie für Beteiligungen, werden die Vermögenswerte zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Verbindlichkeiten aus originären Finanzinstrumenten können entweder zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder als "erfolgswirksam zum beizuliegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" (at fair value through profit and loss) angesetzt werden. Der ContiTech-Konzern bewertet grundsätzlich sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Diese entsprechen den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Rückzahlungen, Emissionskosten und der Amortisation eines Agios oder Disagios. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasingraten auf der Grundlage des bei Abschluss des Leasingvertrages angewendeten Zinssatzes ausgewiesen. Die finanziellen Verpflichtungen mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die weder aus Finanzschulden noch derivativen finanziellen Verbindlichkeiten an einem Markt notiert sind, werden in der Bilanz unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechend ihrer Fristigkeit ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Nicht finanzielle Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Wertberichtigungen werden entsprechend den in Einzelfällen erwarteten Ausfallrisiken bzw. pauschal aufgrund von Erfahrungswerten vorgenommen.

Vorräte

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten und produktionsbezogene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder eine erhebliche Lagerdauer ergeben, werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Bilanzierung von Ertragsteuern

Ertragsteuern werden gemäß IAS 12 nach der Verbindlichkeitenmethode bilanziert. Die hierin enthaltenen latenten Steuern umfassen zu erwartende Steuerzahlungen oder -erstattungen aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen der Konzern- und den Steuerbilanzen sowie aus der Nutzung von Verlustvorträgen. Aktivierter Goodwill, der nicht gleichzeitig steuerlich abzugsfähig ist, führt nicht zu latenten Steuern. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden mit den zukünftig gültigen Steuersätzen bewertet, wobei Steuersatzänderungen grundsätzlich erst zum Zeitpunkt des effektiven In-Kraft-Tretens der Gesetzesänderung berücksichtigt werden. Soweit die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern in Zukunft nicht hinreichend wahrscheinlich erscheint, erfolgt kein Ansatz.

Aufgrund einer ununterbrochenen Kette von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen zwischen der ContiTech AG und ihren wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften einerseits bzw. andererseits zwischen der ContiTech AG und der obersten Muttergesellschaft, der Continental AG, und der dadurch entstandenen organisatorischen, wirtschaftlichen und finanziellen Eingliederung der ContiTech AG und ihrer entsprechend eingebundenen deutschen Tochterunternehmen in den Continental-Konzern wird das für steuerliche Zwecke zu ermittelnde Einkommen der Organgesellschaften gemäß § 14 KStG dem Organträger zugerechnet und bei diesem der Besteuerung unterworfen. Während der Laufzeit dieser Verträge erfolgt die Berücksichtigung der ertragsteuerlichen Aufwendungen und Erträge ausschließlich auf Ebene der Continental AG, eine Umlage von Ertragssteuerbelastungen bzw. -vergütungen findet nicht statt. Da die Organgesellschaften während der Laufzeit der Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge wirtschaftlich nicht durch eine Ertragsbesteuerung belastet werden, können temporäre Differenzen bei diesen nicht zum Ansatz aktiver oder passiver latenter Steuern führen.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung im Konzern ist auf der Basis sowohl von leistungs- als auch von beitragsorientierten Zusagen geregelt.

Die Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierten Zusagen werden gemäß IAS 19 auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung des Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation berechnet. Der hierbei verwendete Diskontierungssatz richtet sich nach den Verhältnissen für langfristige Anleihen am jeweiligen Kapitalmarkt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden, soweit sie zu Beginn des Geschäftsjahres 10 Prozent des höheren Werts aus Anwartschaftsbarwert oder Zeitwert des Planvermögens übersteigen, erfolgswirksam über die erwartete durchschnittliche Restdienstzeit der Berechtigten verteilt. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen sowie Erträge der Pensionsfonds werden nicht gesondert im Finanzergebnis ausgewiesen, sondern den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet.

Analog werden die Zinseffekte anderer langfristig fälliger Leistungen an Arbeitnehmer in den entsprechenden Funktionskosten und nicht im Finanzergebnis ausgewiesen. Einige Konzern-Gesellschaften führen Pensionsfonds zur Deckung der Verpflichtungen. Als Planvermögen gelten sämtliche Vermögenswerte und Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die ausschließlich für Zahlungen an Pensionsberechtigte und nicht zur Deckung von Ansprüchen anderer Gläubiger verwendet werden können. Pensionsverpflichtungen und Planvermögen werden in der Bilanz saldiert dargestellt.

Für beitragsorientierte Zusagen zahlt das Unternehmen vertraglich festgelegte Beträge, die bis zum Renteneintritt des betroffenen Mitarbeiters bei unabhängigen, externen Vermögensverwaltern hinterlegt werden. Die Beiträge sind zum Teil davon abhängig, inwieweit der Mitarbeiter eigene Beiträge leistet. Das Unternehmen übernimmt keine Garantie für die Entwicklung des Vermögenswerts bis zum Renteneintritt oder darüber hinaus. Folglich sind alle Ansprüche durch die im Jahr geleisteten Beiträge abgegolten.

Rückstellungen für sonstige Risiken

Rückstellungen werden bilanziert, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem künftigen Mittelabfluss führt und deren Höhe sich zuverlässig ermitteln oder einschätzen lässt. Der Ansatz der Rückstellungen zum Bilanzstichtag erfolgt mit dem Wert, zu dem die Verpflichtungen wahrscheinlich erfüllt bzw. auf Dritte übertragen werden könnten. Langfristige Rückstellungen, wie zum Beispiel Prozess- oder Umweltrisiken, werden auf ihren Barwert diskontiert. Der entsprechend entstehende Zinsaufwand bei Aufzinsung der Rückstellungen wird im Zinsergebnis ausgewiesen.

Nicht finanzielle Verbindlichkeiten

Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Aktienoptionspläne

Einige Führungskräfte des ContiTech-Konzerns erhalten Bezugsrechte aus Aktionsoptionsplänen der Continental AG. Die Gewährung der Bezugsrechte sowie die Erteilung von Aktien im Zusammenhang mit der Ausübung der Rechte erfolgt ausschließlich und direkt über die Continental AG. Demnach werden keine Personalaufwendungen für Mitarbeiter aus Aktienoptionen erfasst. Jedoch wird im Zusammenhang mit den Angaben über die Transaktionen mit nahe stehenden Personen als Vergütung des Managements in Schüsselpositionen der Optionswert mit berücksichtigt. Dieser Wert richtet sich nach dem Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Zusage und wird über die Sperrfrist verteilt. Die Ableitung des Zeitwertes der Optionen erfolgt mit Hilfe des Monte-Carlo-Simulationsmodells.

Schätzungen

Zur ordnungsgemäßen und vollständigen Erstellung des Konzernabschlusses müssen vom Management Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angaben im Anhang und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen.

Die wichtigsten Schätzungen betreffen die Bestimmung von Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die Werthaltigkeit der Goodwill und des Anlagevermögens, besonders die dafür verwendeten Cashflow-Prognosen sowie den Abzinsungsfaktor, die Einschätzung der Einbringlichkeit von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, die Realisierbarkeit von Steuerforderungen und die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, insbesondere die versicherungsmathematischen Parameter für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die Höhe von Gewährleistungs-, Prozess- und Umweltrisiken.

Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses beruhen. Die Prämissen werden regelmäßig überwacht und, falls erforderlich, den tatsächlichen Entwicklungen angepasst.

Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung von Geldströmen. Dabei umfassen die Zahlungsmittelbestände sämtliche Barmittel und Sichteinlagen. Als Zahlungsmitteläquivalente gelten kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Finanzinvestitionen gehören nur dann zu den Zahlungsmitteläquivalenten, wenn sie - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - eine Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten besitzen.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Folgende Standards und Interpretationen wurden erst nach dem 31.12.06 wirksam:

IFRS 7 - Finanzinstrumente: Angaben und Änderungen zu IAS 1 - Darstellung des Abschlusses - Angaben zum Kapital - enthalten erweiterte Angabepflichten für Finanzinstrumente, insbesondere für das Ausmaß von Risiken, vornehmlich für Kredit-, Liquiditäts- und Marktrisiken einschließlich Sensitivitätsanalysen.

IAS 23 - Fremdfinanzierungskosten - verlangt nunmehr, dass Fremdkapitalkosten direkt dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden, wenn ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um den Vermögenswert fertig zu stellen. Bisher war diese Möglichkeit als Wahlrecht vorgesehen. Der Standard ist erstmals für qualifizierte Vermögenswerte anzuwenden, deren Aktivierung ab dem 01.01.09 beginnt.

IFRIC 7 - Anwendung des Restatement-Ansatzes nach IAS 29: Rechnungslegung in Hochinflationsländern - klärt die Anwendung von IAS 29 für den Fall, dass das Land, dessen Währung die funktionale Währung des bilanzierenden Unternehmens ist, zu einem Hochinflationsland wird. Die erstmalige Anwendung zum 01.01.07 hatte keine Auswirkungen.

IFRIC 8 - Anwendungsbereich von IFRS 2 - klärt die Anwendbarkeit des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" auf Vereinbarungen, bei denen das bilanzierende Unternehmen anteilsbasierte Vergütungen gegen keine oder gegen eine nicht adäquate Gegenleistung gewährt. Die erstmalige Anwendung zum 01.01.07 ergab keine Auswirkungen.

IFRIC 9 - Überprüfung der Klassifizierung als eingebettetes Derivat - klärt, ob ein Vertrag lediglich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder während seiner gesamten Laufzeit auf eingebettete Derivate überprüft werden muss. Die erstmalige Anwendung zum 01.01.07 ergab keine Auswirkungen.

IFRIC 10 - Vorgehensweise bei Wertberichtigungen in Zwischenberichten - stellt klar, dass in Zwischenberichten - beginnend für den ContiTech-Konzern ab 2007 - vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen auf bestimmte Vermögenswerte im Jahresabschluss nicht wieder rückgängig gemacht werden dürfen.

IFRIC 11 - Beurteilungsfragen bei aktienbasierten Vergütungen - klärt, wie konzernweite aktienbasierte Vergütungen zu bilanzieren sind, welche Auswirkungen Mitarbeiterwechsel innerhalb eines Konzerns haben und wie aktienbasierte Vergütungen zu behandeln sind, bei denen das Unternehmen eigene Aktien ausgibt oder Aktien von einem Dritten erwerben muss. IFRIC 11 ist erst auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.03.07 beginnen. Die Auswirkungen werden zurzeit ermittelt.

Der ab dem 01.01.08 anzuwendende IFRIC 12 - Öffentliche Infrastrukturleistungen von privaten Unternehmen an den Staat - trifft nicht auf den ContiTech-Konzern zu.

3. IFRS-AnwendungDer erstmalige Konzernabschluss der ContiTech AG zum 31.12.06 erfolgte - wie auch die Eröffnungsbilanz zum 01.01.05 - unter IFRS. Gemäß IFRS 1.24 basiert die Bewertung und der Ansatz der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss der ContiTech AG für das Geschäftsjahr 2005 wie zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS zum 01.01.04 in den Konzernabschluss der Continental AG einbezogen. Darüber hinaus gab es keine Anpassungen im Konzernabschluss der Continental AG, die die ContiTech AG im Rahmen des Übergangs auf IFRS betrafen. Ferner gab es weder anwendbare Befreiungen nach IFRS 1, die zu Bewertungen führen und die vom Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS abhängig sind, noch Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die der ContiTech-Konzern anwendet und die sich von denen des Continental-Konzerns unterscheiden.

Weil die ContiTech AG bisher von der Erstellung eines Konzernabschlusses befreit war, gab es keine Überleitung von einer vorherigen Konzernrechnungslegung der ContiTech AG auf IFRS.

Entsprechend des Übergangs auf die IFRS im Konzernabschluss der Continental AG wurden Wahlrechte im Zusammenhang mit folgenden Bilanzierungsvorschriften im Konzernabschluss der ContiTech AG übernommen:

• IFRS 3

- Unternehmenszusammenschlüsse

• IAS 19

- Leistungen an Arbeitnehmer

4. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 103 (Vj. 107) inländische und ausländische Unternehmen, an denen die ContiTech AG direkt oder indirekt mit mehr als 20,0% der Stimmrechte beteiligt ist. Davon werden 97 (Vj. 101) voll konsolidiert und 6 (Vj. 6) nach der Equity-Methode bilanziert.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis in Summe um 4 Gesellschaften verringert. Es wurden 6Gesellschaften erworben. Außerdem wurde eine Gesellschaft erstmalig konsolidiert. 8 Gesellschaften wurden verkauft. Zusätzlich reduzierte sich der Konsolidierungskreis um 2 Gesellschaften durch Verschmelzung und um 1 Gesellschaft durch Entkonsolidierung.

Die Zugänge 2006 zum Konsolidierungskreis betreffen im Wesentlichen den Erwerb der Roulunds Rubber A/S mit den dazugehörigen Beteiligungsunternehmen. Zu den wesentlichen Abgängen im Jahr 2006 gehörten der Geschäftsbereich Stankiewicz mit den dazugehörigen Beteiligungsunternehmen. Die Auswirkungen hieraus sind unter Anhang Nr. 5 - Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften - erläutert.

14 (Vj. 13) Unternehmen, deren Vermögenswerte und Schulden, Aufwendungen und Erträge jeweils und insgesamt für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert. Hiervon sind 10 (Vj. 9) Gesellschaften verbundene Unternehmen, von denen zurzeit 8 (Vj. 8) inaktiv sind. Weitere 4 (Vj. 4) nicht konsolidierte Gesellschaften sind assoziierte Unternehmen, von denen zurzeit 2 (Vj. 2) inaktiv sind.

Weitere Informationen über Beteiligungen sind in der Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns enthalten, die beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht wird.

5. Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften

Ende April 2006 wurden 100% der Anteile der Roulunds Rubber A/S und deren Tochtergesellschaften erworben. Das Unternehmen entwickelt, produziert und verkauft Antriebsriemen für industrielle Anwendungen sowie für das Ersatzgeschäft und die Erstausrüstung der Automobilindustrie. Der Kaufpreis einschließlich Anschaffungsnebenkosten betrug 13,3 Mio .€. Die Kaufpreisallokation ergab einen negativen Unterschiedsbetrag in Höhe von 12,9 Mio €, der ergebniswirksam in den sonstigen Erträgen gebucht wurde. Wesentliche Gründe dafür sind die in der Vergangenheit durch den Verkäufer unterlassenen Investitions- und Instandhaltungsaktivitäten sowie nicht durchgeführte Strukturmaßnahmen. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden der Roulunds Rubber-Gruppe wurden zum Erwerbszeitpunkt mit folgenden Zeitwerten angesetzt:

Erwerb der Roulunds Rubber-Gruppe

Buchwert unmittelbar vor Zusammenschluss

Zeitwert zum Erstkonsolidierungs-zeitpunkt

Immaterielle Vermögenswerte

0,2

0,9

Sachanlagen

21,7

12,1

Vorräte

16,8

16,6

Forderungen

18,5

18,5

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

4,8

4,8

Flüssige Mittel

9,9

9,9

Pensionsrückstellungen

-3,5

-3,5

Latente Steuern netto

1,7

3,2

Langfristige sonstige Rückstellungen

0,0

-0,5

Finanzschulden

-20,4

-20,4

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

-6,8

-6,8

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

-5,3

-5,9

Nettovermögen

37,6

28,9

Minderheitsanteile

2,7

2,7

Erworbenes Nettovermögen

34,9

26,2

Kaufpreis

-

12,8

Anschaffungsnebenkosten

-

0,5

Negativer Unterschiedsbetrag

-

-12,9

Die Roulunds Rubber-Gruppe trug seit dem Erwerb mit 45,3 Mio € zum Umsatz und 0,5 Mio € zum Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen bei. Die für 2006 ausgewiesenen Umsatzerlöse des ContiTech-Konzerns hätten sich um 21,3Mio €, das Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen um 0,4 Mio € erhöht, wenn diese Transaktion bereits am 01.01.06 vollzogen worden wäre.

2006 wurden weitere Akquisitionen für einen Gesamtkaufpreis von 3,1 Mio € abgeschlossen. Hierbei sind kundenbezogene Vermögenswerte in Höhe von 1,0 Mio € erworben worden. Auf zusätzliche Angaben zu diesen Erwerben wurde verzichtet, da die Auswirkungen in Summe keinen wesentlichen Effekt auf die Vermögens- und Ertragslage des ContiTech-Konzerns haben.

Die Continental AG hat im November 2004 aufgrund eines öffentlichen Übernahmeangebots 75,6% der Aktien der Phoenix AG erworben. Die von der Continental AG erworbenen Phoenix-Aktien wurden unmittelbar anschließend in die ContiTech AG eingebracht. Am 16.11.04 haben die Vorstände der Phoenix AG und der ContiTech AG sowohl einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag als auch einen Verschmelzungsvertrag abgeschlossen. Die Hauptversammlungen der Phoenix AG und der ContiTech AG haben den Verträgen zugestimmt. Gegen die Zustimmungsbeschlüsse der Phoenix-Hauptversammlung haben außenstehende Aktionäre Anfechtungsklagen erhoben. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde am 09.03.05 ins Handelsregister eingetragen. Aufgrund der Anfechtungsklagen konnte der Verschmelzungsvertrag zunächst nicht ins Handelsregister eingetragen werden. Dem Antrag der Phoenix AG auf Freigabe der Eintragung der Verschmelzung nach § 16 Absatz 3 Umwandlungsgesetz hat das Landgericht Hamburg am 07.12.05 stattgegeben. Die dagegen eingelegten Beschwerden hat das Hanseatische Oberlandesgericht mit rechtskräftigem Beschluss vom 14.12.06 im Wesentlichen zurückgewiesen und den Freigabebeschluss bestätigt. Daraufhin wurde die Verschmelzung der Phoenix AG auf die ContiTech AG am 29.12.06 in das Handelsregister der Phoenix AG und am 16.01.07 in das Handelsregister der ContiTech AG eingetragen und ist damit wirksam geworden. Mit der Verschmelzung ist die Phoenix AG erloschen und ihre Börsennotierung eingestellt worden. Die zum Zeitpunkt der Verschmelzung der Phoenix AG außenstehenden Aktionäre sind nunmehr Aktionäre der ContiTech AG. Ihr Anteil am Kapital und den Stimmrechten der ContiTech AG beträgt rund 3,14%. Sowohl der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag als auch der Verschmelzungsvertrag enthalten ein Abfindungsangebot an die außenstehenden Aktionäre der Phoenix AG (jetzt Aktionäre der ContiTech AG), wonach diese gegen Gewährung einer Barabfindung in Höhe von 18,89€ pro Aktie aus der Phoenix AG bzw. der ContiTech AG ausscheiden können. Über die Angemessenheit der Barabfindung sind Spruchverfahren eingeleitet worden, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses noch anhängig waren. Nach Abschluss der Spruchverfahren kann sich das Abfindungsangebot ändern.

Infolge des Abfindungsangebots aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags wurden die in Fremdbesitz befindlichen Anteile an der Phoenix AG mit In-Kraft-Treten des Abfindungsangebots am 09.03.05 in Höhe von 18,89 € je Anteil, entsprechend insgesamt 71,5 Mio €, in der Bilanz als Finanzschulden ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen diesen Verbindlichkeiten und dem Buchwert der Fremdanteile in Höhe von 22,4 Mio € wurde ergebnisneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet. Zum 31.12.06 reduzierten sich diese Abfindungsverpflichtungen durch weitere Anteilserwerbe auf 57,1 Mio € (Vj. 59,6 Mio €). Wegen der Zuordnung der Abfindungsverpflichtungen zu den Finanzschulden werden die nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag erforderlichen jährlichen Ausgleichszahlungen in Höhe von netto 1,27 € je Anteil, entsprechend insgesamt 3,8 Mio € (Vj. 4,4 Mio €), als Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Bereits zum Ende des Geschäftsjahrs 2005 wurde beschlossen, im Rahmen der Neuausrichtung der Kerngeschäfte, die Stankiewicz GmbH mit ihren Tochtergesellschaften (Stankiewicz- Gruppe) zu veräußern. Aufgrund des zum Ende des Geschäftsjahres 2005 absehbaren Veräußerungsverlustes wurde das Ergebnis vor Steuern in 2005 mit 25,0 Mio € belastet und die um den Veräußerungsverlust bereinigten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Stankiewicz-Gruppe als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen. Mit Wirkung zum 01.04.06 wurde die Stankiewicz-Gruppe an den Investor Gilde Buy-Out Fund, Utrecht, Niederlande, verkauft. Aus dem Verkauf entstand in 2006 ein weiterer Verlust vor Steuern in Höhe von 1,6 Mio €.

Zum 01.10.05 wurde der Geschäftsbereich Sealing Systems verkauft. Das Werk in der Slowakei wird vom Käufer fortgeführt. Der Standort in Hannover wurde zum 31.03.06 geschlossen. Grund für den Verkauf war die strategisch schwache Position, die trotz erheblicher Investitionen und Neuausrichtung des Produktprogramms nicht verbessert werden konnte. Aus der Veräußerung entstand 2005 ein Verlust vor Steuern in Höhe von 20,8 Mio €. Im Zuge der abschließenden Abwicklung des Verkaufes in 2006 fiel der tatsächliche Verlust um 0,3 Mio € höher aus.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

6. Sonstige Erträge und Aufwendungen

Mio €

2006

2005

Sonstige Aufwendungen

-50,4

-92,7

Sonstige Erträge

22,3

11,6

-28,1

-81,1

Die sonstigen Aufwendungen entfallen im Wesentlichen auf:

Mio €

2006

2005

Strukturmaßnahmen ohne Wertminderungen

2,5

53,4

Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

7,6

1,9

Aufwendungen für Abfindungen

5,5

4,2

Prozess- und Umweltrisiken

10,8

3,0

Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung

3,6

-

Verluste aus Veräußerungen von Geschäftsbereichen und Gesellschaften

1,8

20,8

Aufwand aus Wertberichtigungen auf Forderungen

3,5

2,8

Übrige

15,1

6,6

50,4

92,7

Im Jahr 2005 waren Aufwendungen für Strukturmaßnahmen in Höhe von 32,4Mio € für die Integration von Phoenix und 12,5Mio € für Sozialplankosten im Rahmen der Veräußerung des Bereichs ContiTech Sealing Systems berücksichtigt worden. Für weitere Restrukturierungen wurden Aufwendungen von 8,5Mio € erfasst.

Aus nicht wertschöpfenden Aktivitäten resultierten im laufenden Geschäftsjahr Wertminderungen, insbesondere für ein Grundstück, auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 7,6Mio € (Vj. 1,9Mio €).

Der in 2005 ausgewiesene Verlust aus der Veräußerung von Gesellschaften ist auf die Veräußerung des Geschäftsbereichs Sealing Systems zurückzuführen.

Die übrigen Aufwendungen beinhalten vor allem weitere Belastungen aus der Abwicklung von geschlossenen bzw. verkauften Standorten sowie eingestellten Projekten.

Die sonstigen Erträge entfallen auf:

Mio €

2006

2005

Erstattete Werkzeugkosten

7,7

6,8

Negativer Unterschiedsbetrag aus dem Erwerb der Roulunds Gruppe

12,9

-

Erträge aus Anlagenverkäufen

0,7

1,6

Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung

-

3,0

Übrige

1,0

0,2

22,3

11,6

In den Aufwandspositionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind insgesamt folgende Personalaufwendungen verrechnet:

Mio €

2006

2005

Löhne und Gehälter

627,9

729,1

Soziale Abgaben

126,0

145,3

Aufwendungen/Erträge für Altersversorgung

16,6

17,1

770,5

891,5

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:

2006

2005

Personal - nicht direkt in die Produktion eingebunden

5.444

6.391

Personal - direkt in die Produktion eingebunden

16.020

16.761

21.464

23.152

7. Beteiligungsergebnis

Mio €

2006

2005

Ergebnis assoziierter Unternehmen

-0,3

-0,2

Übriges Beteiligungsergebnis

-3,2

-

Das übrige Beteiligungsergebnis resultiert aus Abschreibungen auf Anteile an einem assoziierten Unternehmen. Der Buchwert der Beteiligung an der Sandusky Ltd., USA, in Höhe von 3,7Mio € einschließlich des Goodwill von 0,5Mio € wurde aufgrund des Insolvenzantrags der Gesellschaft wertberichtigt. Die Wertberichtigung des Goodwill wurde in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

8. Zinsergebnis

Mio €

2006

2005

Zinserträge

9,4

5,5

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

-18,9

-19,9

Aufwand aus Finanzierungsleasing

-0,6

-0,3

Verluste/Gewinne aus Fremdwährungsumrechnung

-0,7

0,5

Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten

-0,6

0,0

Zinsaufwendungen

-20,8

-19,7

Zinsergebnis

-11,4

-14,2

Im Zinsergebnis 2006 sind Ausgleichszahlungen an außenstehende Aktionäre der Phoenix AG aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von 3,8Mio € (Vj. 4,4Mio €) enthalten.

9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich auf das In- und Ausland wie folgt auf:

Mio €

2006

2005

Laufende Steuern Deutschland

-1,2

-2,1

Laufende Steuern Ausland

-26,8

-21,2

Latente Steuern Deutschland

6,3

11,6

Latente Steuern Ausland

2,7

1,0

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

-19,0

-10,7

Der durchschnittliche Steuersatz im Jahr 2006 betrug im Inland 39,2% (Vj. 39,2%). Dieser Steuersatz wurde unter Berücksichtigung eines Körperschaftsteuersatzes von 25,0% (Vj. 25,0%) sowie eines Solidaritätszuschlags von 5,5% (Vj. 5,5%) und eines Gewerbesteuersatzes von 17,3% (Vj. 17,3%) ermittelt.

Die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand ergibt sich wie folgt:

Mio €

2006

2005

Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Aktivitäten

293,5

153,5

Erwarteter Steueraufwand zum inländischen Steuersatz

-115,1

-60,2

Effekte aus der Ergebnisübernahme durch die Continental AG im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages

66,1

32,1

Besteuerungsunterschiede Ausland

13,0

10,7

Unterlassener Ansatz von aktiven latenten Steuern aufgrund nicht hinreichend wahrscheinlicher Realisierung

-

-0,8

Realisierung von bisher nicht angesetzten aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen

1,1

1,0

Erstmaliger Ansatz von aktiven latenten Steuern auf Grund wahrscheinlicher Realisierung

0,9

-

Nicht steuerwirksamer Ertrag aus negativem Unterschiedsbetrag aus dem Erwerb von Gesellschaften

5,1

-

Ausbuchung latenter Steuern auf Grund neu eingetragener Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge

3,8

7,9

Förderungen und befristete Befreiungen

1,4

1,5

Effekte aus Änderungen des Steuersatzes

1,6

-0,1

Steuern für Vorjahre

0,7

0,3

Sonstiges

2,4

-3,1

Ausgewiesener Steueraufwand

-19,0

-10,7

Steuerquote in %

6,5

7,0

Die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand wurde für die fortzuführenden Aktivitäten vorgenommen.

Als wesentlicher Effekt in der Steuerüberleitung ergibt sich die entfallende Steuerbelastung für die wesentlichen inländischen Gesellschaften, die aufgrund einer ununterbrochenen Kette von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen über die ContiTech AG mit der Continental AG in deren steuerlichen Organkreis verbunden sind.

Die durch den ausländischen Besteuerungsunterschied hervorgerufene Minderung des Steueraufwands ist im Wesentlichen auf den Geschäftsumfang in Osteuropa zurückzuführen.

Im Jahr 2006 wurden Verlustvorträge in Höhe von 6,5Mio € (Vj. 3,2Mio €) in Anspruch genommen. Hieraus ergab sich eine Minderung des Steueraufwands in Höhe von 0,9Mio € (Vj. 1,0Mio €), da hierfür aktive latente Steuern bisher teilweise nicht in der Bilanz angesetzt waren.

Aufgrund der positiven Entwicklung der Geschäftsaktivitäten konnten für zwei Gesellschaften bisher nicht angesetzte aktive latente Steuern aufgrund der Ertragssituation aktiviert werden.

10. Aufzugebende Geschäftsbereiche

Zum Ende des Geschäftsjahres 2005 wurde beschlossen, den Geschäftsbereich Stankiewicz zu veräußern. Der Kauf wurde am 08.02.06 beurkundet und zum 01.04.06 vollzogen. Aufgrund des Veräußerungsverlustes wurde das Ergebnis des Geschäftsjahres 2005 vor Steuern in Höhe von 25,0Mio € belastet. Aus dem Verkauf entstand in 2006 ein weiterer Verlust vor Steuern in Höhe von 1,6Mio €. Der Geschäftsbereich Stankiewicz ist aufgrund seiner relativen Bedeutung für den ContiTech-Konzern als ein zur Veräußerung bestimmter Geschäftsbereich zu klassifizieren. Dementsprechend erfolgt der Ausweis des Veräußerungsverlustes unter dem Ergebnis der Periode nach Steuern als "Ergebnis der Periode nach Steuern aus dem aufzugebenden Geschäftsbereich".

Die Gewinn- und Verlustrechnung des ContiTech-Konzernabschlusses wurde aufgrund der Veräußerung zum 01.04.06 des Geschäftsbereiches Stankiewicz in den folgenden Positionen angepasst:

Mio €

2006

2005

Umsatzerlöse

71,2

266,2

Herstellungskosten

-63,4

-235,4

Vertriebskosten, Logistikkosten und sonstige Aufwendungen

-5,0

-19,3

Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern

2,8

11,5

Zinsaufwendungen

-0,6

-0,9

Ergebnis vor Steuern

2,2

10,6

Steueraufwand (Ausland)

-0,4

-2,0

Ergebnis nach Steuern der Stankiewicz-Gruppe

1,8

8,6

Verlust nach Steuern aus der Bewertung zum Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten des aufzugebenden Geschäftsbereiches

-1,5

-24,4

Ergebnis der Periode nach Steuern aus dem aufzugebenden Geschäftsbereich

0,3

-15,8

Übersichten der zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind in Nr. 21 und Nr. 30 enthalten.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

11. Goodwill und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Mio €

Goodwill

Erworbene
immaterielle
Vermögenswerte

Geleistete
Anzahlungen

Summe sonstige
immaterielle
Vermögenswerte

Stand zum 01.01.2005

Anschaffungs-/ Herstellungskosten

63,0

58,4

0,0

58,4

Kumulierte Abschreibungen

7,8

25,0

-

25,0

Buchwerte

55,2

33,4

0,0

33,4

Nettoentwicklung 2005

Buchwerte

55,2

33,4

0,0

33,4

Währungskursänderungen

-0,1

0,5

0,0

0,5

Zugänge

-

2,0

1,4

3,4

Zugänge aus Konsolidierungs-
kreisänderungen

14,2

10,6

-

10,6

Abgänge aus Konsolidierungs-
kreisänderungen

0,6

-

-

-

Umbuchungen

-

0,0

0,0

0,0

Umbuchungen in "zur Veräußerung
bestimmte Vermögenswerte"

-4,5

-2,2

-

-2,2

Abgänge

-

1,2

-

1,2

Abschreibungen

-

12,5

-

12,5

Wertminderungen

-

0,0

-

0,0

Buchwerte

64,2

30,6

1,4

32,0

Stand zum 31.12.2005

Anschaffungs-/ Herstellungskosten

71,7

66,5

1,4

67,9

Kumulierte Abschreibungen

7,5

35,9

-

35,9

Buchwerte

64,2

30,6

1,4

32,0

Nettoentwicklung 2006

Buchwerte

64,2

30,6

1,4

32,0

Währungskursänderungen

0,0

0,0

0,0

0,0

Zugänge

-

1,7

0,1

1,8

Zugänge aus Konsolidierungs-
kreisänderungen

-

1,9

-

1,9

Abgänge aus Konsolidierungs-
kreisänderungen

0,0

0,0

-

0,0

Umbuchungen

-

1,4

-1,4

-

Abgänge

-

0,1

-

0,1

Abschreibungen

-

5,6

-

5,6

Wertminderungen

-

0,0

-

0,0

Buchwerte

64,2

29,9

0,1

30,0

Stand zum 31.12.2006

Anschaffungs-/ Herstellungskosten

71,7

69,5

0,1

69,6

Kumulierte Abschreibungen

7,5

39,6

-

39,6

Buchwerte

64,2

29,9

0,1

30,0

Die Zugänge zu den erworbenen immateriellen Vermögenswerten aus Konsolidierungskreisänderungen umfassen hauptsächlich die erworbenen Kundenbeziehungen und technologiebezogene Vermögenswerte aus dem Erwerb der RoulundsRubber-Gruppe. Die restlichen Zugänge betreffen vor allem Software. Die für die immateriellen Vermögenswerte angefallenen planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 5,6Mio € (Vj. 12,5Mio €) sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit 4,5Mio € (Vj. 10,0Mio €) in den Herstellkosten und mit 1,1Mio € (Vj. 2,5Mio €) in den Verwaltungskosten enthalten.

In den erworbenen immateriellen Vermögenswerten sind Markennamen mit Buchwerten in Höhe von 7,7Mio € (Vj. 7,7Mio €) ausgewiesen, die keinen planmäßigen Abschreibungen unterliegen. Die Werte wurden aus dem Kaufpreis für den Erwerb der dazugehörigen Gesellschaften abgeleitet. Des Weiteren enthalten die erworbenen immateriellen Vermögenswerte zum 31.12.06 Software mit Buchwerten in Höhe von 4,6Mio € (Vj. 4,5 Mio €), die planmäßig abgeschrieben werden.

Hinsichtlich der außerplanmäßigen Abschreibungen verweisen wir auf Anhang Nr. 6.

12. Sachanlagen

Mio €

Grundstücke und
grundstücksgleiche
Rechte und Bauten

Technische
Anlagen und
Maschinen

Andere Anlagen,
Betriebs- und Ge-
schäftsausstattung

Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen im Bau

Gesamt

Stand zum 01.01.2005

Anschaffungs-/Herstellungskosten

337,5

1.080,2

173,4

45,1

1.636,2

Kumulierte Abschreibungen

114,1

721,2

123,0

0,3

958,6

Buchwerte

223,4

359,0

50,4

44,8

677,6

davon Finanzierungsleasing

2,1

1,2

1,3

-

4,6

davon als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

6,3

-

-

-

6,3

Nettoentwicklung 2005

Buchwerte

223,4

359,0

50,4

44,8

677,6

Währungskursänderungen

1,9

6,4

0,7

1,1

10,1

Zugänge

5,6

42,2

15,4

31,8

95,0

Zugänge aus Konsolidierungs-kreisänderungen

0,0

3,1

0,3

1,9

5,3

Abgänge aus Konsolidierungs-kreisänderungen

2,1

16,0

0,8

0,7

19,6

Umbuchungen in "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte"

-35,0

-45,3

-3,1

-3,4

-86,8

Umbuchungen

3,4

35,5

4,5

-43,4

-

Abgänge

2,4

2,6

0,9

0,7

6,6

Abschreibungen

12,5

80,8

18,7

-

112,0

Wertminderungen

0,1

1,8

0,0

-

1,9

Wertaufholungen

-

-

-

-

-

Buchwerte

182,2

299,7

47,8

31,4

561,1

Stand zum 31.12.2005

Anschaffungs-/Herstellungskosten

306,0

1.030,4

174,7

32,6

1.543,7

Kumulierte Abschreibungen

123,8

730,7

126,9

1,2

982,6

Buchwerte

182,2

299,7

47,8

31,4

561,1

davon Finanzierungsleasing

2,0

0,0

0,6

-

2,6

davon als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

6,3

-

-

-

6,3

Nettoentwicklung 2006

Buchwerte

182,2

299,7

47,8

31,4

561,1

Währungskursänderungen

0,2

-1,4

-0,1

0,2

-1,1

Zugänge

4,6

40,3

12,6

47,1

104,6

Zugänge aus Konsolidierungs-kreisänderungen

10,7

0,2

0,5

1,2

12,6

Abgänge aus Konsolidierungs-kreisänderungen

0,0

0,0

0,0

1,8

1,8

Umbuchungen in "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte"

-

-0,3

-

-

-0,3

Umbuchungen

4,9

22,8

4,0

-31,7

-

Abgänge

1,7

0,7

0,8

0,2

3,4

Abschreibungen

11,0

69,7

16,7

-

97,4

Wertminderungen

4,2

3,0

0,4

-

7,6

Wertaufholungen

-

-

-

-

-

Buchwerte

185,7

287,9

46,9

46,2

566,7

Stand zum 31.12.2006

Anschaffungs-/Herstellungskosten

322,3

1.046,6

179,1

47,6

1.595,6

Kumulierte Abschreibungen

136,6

758,7

132,2

1,4

1.028,9

Buchwerte

185,7

287,9

46,9

46,2

566,7

davon Finanzierungsleasing

1,8

1,1

0,3

-

3,2

davon als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

12,2

-

-

-

12,2

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen 2006 aus Konsolidierungskreisänderungen sind im Wesentlichen auf die Erstkonsolidierung der Roulunds Rubber-Gruppe (11,5Mio €) zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurde vor allem in den Kapazitätsaufbau in Niedrigkostenstandorten, insbesondere in Rumänien, Ungarn, China, Mexiko sowie in die Rationalisierung der Produktionsabläufe an den deutschen Standorten investiert.

Hinsichtlich der Wertminderungen verweisen wir auf Anhang Nr. 6. Der Vorjahresausweis der Umbuchungen in "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" betraf die Sachanlagen der Stankiewicz-Gruppe.

Die Sachanlagen enthalten gemietete Gebäude, technische Anlagen und andere Anlagen, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Der wesentliche Leasingvertrag hat eine Laufzeit bis 2019. Ihm liegt ein Zinssatz von 6,1% zugrunde. Im Vertrag ist eine Kaufoption vereinbart.

Die Grundstücke und Gebäude des Konzerns, die als Finanzinvestitionen gehalten werden, haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Mio €

2006

2005

Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 01.01.

7,2

7,2

Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.

0,9

0,7

Nettoentwicklung

Buchwerte zum 01.01.

6,3

6,5

Zugänge

6,5

-

Abschreibungen

0,6

0,2

Buchwerte zum 31.12.

12,2

6,3

Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12.

16,2

7,2

Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.

4,0

0,9

Die Marktwerte - nach dem Ertragswertverfahren bzw. auf der Grundlage von Bodenrichtwerten - der als Finanzinvestitionen gehaltenen Grundstücke und Gebäude betrugen zum 31.12.06 14,0Mio € (Vj. 9,0Mio €). Die Mieterträge im Jahr 2006 beliefen sich auf 2,3Mio € (Vj. 1,4Mio €), während die zuzurechnenden Instandhaltungskosten 1,6Mio € (Vj. 1,3Mio €) betrugen.

13. Assoziierte Unternehmen

Mio €

2006

2005

Stand 01.01.

6,1

6,2

Umbuchungen

-

0,1

Anteiliges Ergebnis

-0,3

-0,2

Wertminderungen

3,7

-

Erhaltene Dividende

0,2

-

Stand 31.12.

1,9

6,1

Die Beteiligungsbuchwerte der Anteile an assoziierten Unternehmen haben sich im Berichtsjahr um 3,8 Mio € insbesondere infolge der außerplanmäßigen Abschreibung der Anteile an der Sandusky Ltd., USA, in Höhe von 3,7 Mio € reduziert; 0,5 Mio € hiervon entfielen auf den Goodwill.

Aus den beiden letzten zur Verfügung stehenden Jahresabschlüssen der wesentlichen assoziierten Unternehmen lassen sich die folgenden zusammengefassten Kennzahlen ableiten (die Angaben der Kennzahlen erfolgen zu 100%):

Umsatzerlöse 107,6 Mio € (Vj. 126,5 Mio €), Jahresergebnis -3,3 Mio € (Vj. 0,6 Mio €), Bilanzsumme 65,5 Mio € (Vj. 71,8 Mio €), Schulden 51,6 Mio € (Vj. 52,3 Mio €).

14. Sonstige Finanzanlagen

Mio €

Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen

Gesamt

Stand 01.01.2005

5,0

0,2

5,2

Zugänge

0,4

-

0,4

Abgänge

-

0,0

0,0

Umbuchungen

0,0

-0,1

-0,1

Stand 31.12.2005

5,4

0,1

5,5

Zugänge

0,1

-

0,1

Umbuchungen

-0,4

-

-0,4

Stand 31.12.2006

5,1

0,1

5,2

Die Umbuchungen der Anteile an verbundenen Unternehmen in 2006 betreffen die erstmalige Konsolidierung einer Gesellschaft.

15. Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €

2006

2005

Immaterielle Vermögenswerte

-0,4

-4,6

Sachanlagen

-11,4

-14,1

Vorräte

-0,7

-0,5

Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung

0,0

0,9

Sonstige Vermögenswerte

0,3

-1,0

Pensionsverpflichtungen

2,2

1,6

Sonstige Rückstellungen

1,6

1,9

Sonstige Unterschiede

1,2

0,7

Steuerliche Verlustvorträge

9,0

4,1

Nettobetrag der latenten Steuern

1,8

-11,0

Aktive latente Steuern

9,6

5,4

Passive latente Steuern

7,8

16,4

Im Jahr 2006 waren in einzelnen Konzerngesellschaften bzw. ausländischen Organkreisen aktive latente Steuern in Summe von 4,6Mio € (Vj. 3,5Mio €) angesetzt, die sich aus laufenden Verlusten und aus einem aktiven Überhang latenter Steuern ergeben. Die Realisierbarkeit dieser aktiven latenten Steuern wird in Erwartung künftiger steuerpflichtiger Gewinne als ausreichend wahrscheinlich beurteilt.

Zum 31.12.06 bestehen im Konzern steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 151,8Mio € (Vj. 147,9Mio €). Der Großteil dieser Verlustvorträge entfällt auf deutsche Organgesellschaften. Aufgrund der ununterbrochenen Kette von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen bis zur Continental AG sind für die vororganschaftlichen gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge keine aktiven latenten Steuern in Höhe von 32,0Mio € (Vj. 32,0Mio €) gebildet, da sämtliche steuerlichen Ergebnisse an die Continental AG weiter gereicht werden und daher die Nutzung dieser Verlustvorträge ausgeschlossen ist. Es ist nicht beabsichtigt, die bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge zu kündigen.

Weitere Verlustvorträge entfallen auf ausländische Tochtergesellschaften und sind überwiegend in der Vortragsfähigkeit begrenzt. Hierfür sind aktive latente Steuern von 8,4Mio € (Vj. 14,4Mio €) bisher nicht aktiviert worden, da ihre Nutzung zum heutigen Zeitpunkt als unzureichend wahrscheinlich angesehen wird.

16. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Mio €

31.12.2006

31.12.2005

Restlaufzeiten

Restlaufzeiten

bis 1 Jahr

über 1 Jahr

bis 1 Jahr

über 1 Jahr

Wertpapiere

-

0,2

-

0,1

Forderungen und Ausleihungen an
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

1,0

-

1,3

-

Ausleihungen an Dritte

-

1,7

-

2,0

Forderungen gegenüber Mitarbeitern und Lieferanten

2,8

-

3,3

-

Forderungen aus dem Verkauf von Kundenwerkzeugen

2,2

-

0,0

-

Übrige finanzielle Forderungen

3,8

-

0,1

-

9,8

1,9

4,7

2,1

Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte entsprechen ihren Marktwerten. Forderungen gegen Mitarbeiter betreffen vor allem Abschlagszahlungen für noch nicht endgültig erfolgte Lohnabrechnungen sowie für geleistete Vorschüsse.

Die Ausleihungen an Dritte haben eine Laufzeit bis 2013. Der Effektivzinssatz beträgt 5,3%.

Die Wertpapiere betreffen hauptsächlich festverzinsliche Anleihen, die für zukünftige Rentenzahlungen in Österreich designiert sind und als zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte eingestuft sind.

17. Sonstige Vermögenswerte

Mio €

31.12.2006

31.12.2005

Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr

Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr

Steuererstattungsansprüche (Umsatz- und sonstige Steuern)

19,4

-

18,3

-

Rechnungsabgrenzungsposten

3,3

-

3,2

-

Übrige

15,5

0,5

15,1

0,6

38,2

0,5

36,6

0,6

Ausfallrisiken der sonstigen Vermögenswerte wurden durch Wertberichtigungen in Höhe von 0,2 Mio € (Vj. 0,2 Mio €) berücksichtigt.

18. Vorräte

Mio €

31.12.2006

31.12.2005

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

118,0

106,2

Unfertige Erzeugnisse und Leistungen

54,5

50,7

Fertige Erzeugnisse und Waren

135,2

116,8

Geleistete Anzahlungen

1,4

1,0

Erhaltene Anzahlungen

-1,0

-3,1

308,1

271,6

Die Wertminderungen auf Vorräte betrugen 31,2Mio € (Vj. 20,9Mio €).

19. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Mio €

31.12.2006

31.12.2005

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

445,8

394,6

Wertberichtigungen

-19,4

-17,7

426,4

376,9

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen entsprechen ihren Marktwerten.

Der Konzern hat während des Geschäftsjahres 2006 den Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einen Betrag von 4,7Mio € zugeführt. Im gleichen Zeitraum kam es zu einer Inanspruchnahme von in Vorjahren gebildeten Wertberichtigungen in Höhe von 3,5Mio € sowie zu einer Auflösung von 1,2Mio €. Der Saldo aus Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen wurde in der Gewinn- und Verlustrechung in den sonstigen Aufwendungen erfasst. Die weiteren Änderungen der Wertberichtigungen resultieren aus Konsolidierungskreis- und Währungskursänderungen.

20. Flüssige Mittel/Kapitalflussrechnung

Die als flüssige Mittel ausgewiesenen Zahlungsmittelbestände umfassen sämtliche Barmittel und Sichteinlagen. Als Zahlungsmitteläquivalente gelten kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

Die Kapitalflussrechnung wurde entsprechend dem Wahlrecht nach IFRS 5 für die fortzuführenden und die aufzugebenden Aktivitäten zusammengefasst dargestellt. Es gab zum Geschäftsjahresende keinen Bestand an flüssigen Mitteln für den aufzugebenden Geschäftsbereich (Vj. 4,2 Mio €). Der aufzugebende Geschäftsbereich ist in der Kapitalflussrechnung wie folgt berücksichtigt:

Mio €

2006

2005

Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit

3,2

6,5

Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit

-2,4

-5,7

Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit

1,0

0,4

Veränderung der flüssigen Mittel

1,8

1,2

Der aufzugebende Geschäftsbereich ist im Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit des ContiTech-Konzerns mit einem EBIT in Höhe von 2,8Mio € (Vj. 11,5Mio €) unter Berücksichtigung der außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund des erwarteten Veräußerungsverlustes in Höhe von 1,6Mio € (Vj. 25,0Mio €) enthalten. Im Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit sind im Vorjahr planmäßige Abschreibungen in Höhe von 11,4Mio € enthalten.

Aufgrund der finanziellen Integration der ContiTech Gruppe in den Continental-Konzern erfolgt die Finanzierung hauptsächlich über die Continental AG. Daher wurde die Position "Veränderung der Finanzierung durch die Muttergesellschaft" als Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

21. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

Mio €

2006

2005

Vermögenswerte des zur Veräußerung bestimmten Geschäftsbereiches

-

131,3

Zur Veräußerung bestimmte Sachanlagen

0,4

4,0

Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

0,4

135,3

Im Vorjahr umfassten die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte ein Grundstück bzw. den zur Veräußerung bestimmten Geschäftsbereich Stankiewicz, welcher die folgende Zusammensetzung aufwies:

Mio €

2005

Anlagevermögen

64,5

Vorräte

16,0

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

32,0

Sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen

2,4

Sonstiges Umlaufvermögen

12,2

Flüssige Mittel

4,2

131,3

Eine Übersicht der zur Veräußerung bestimmten Verbindlichkeiten enthält Anhang Nr. 30.

22. EigenkapitalDas voll einbezahlte Grundkapital der Gesellschaft zum 31.12.06 beträgt unverändert zum Vorjahr 85.926.950,00 € und ist eingeteilt in 85.926.950 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00€ pro Aktie.

Gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung steht der ContiTech AG ein genehmigtes Kapital in Höhe von 42.963.000,00€ zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen bis zum 30.09.09 zur Verfügung.

Das Grundkapital wurde ferner durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 23.12.04 durch Ausgabe von bis zu 3.785.704 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00€ bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als neue Aktien zur Erfüllung des in § 2.1 des Verschmelzungsvertrags zwischen der ContiTech AG als übernehmenden Rechtsträger und der Phoenix AG als übertragendem Rechtsträger vorgesehenen Aktienumtauschs erforderlich sind. Mit Eintragung der Verschmelzung am 16.01.07 in das Handelsregister der übernehmenden ContiTech AG wurde die bedingte Kapitalerhöhung in Höhe von 3.021.938,00€ durch Ausgabe von 3.021.938 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 1,00€ durchgeführt.

Die ContiTech AG als Muttergesellschaft des ContiTech-Konzerns weist aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der ContiTech Universe Verwaltungs GmbH, einer mittelbaren Tochtergesellschaft der Continental AG, nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften keinen Jahresüberschuss aus, da das Jahresergebnis von der ContiTech Universe Verwaltungs GmbH vollständig übernommen worden ist. Aufgrund vorvertraglicher Gewinnvorträge weist die ContiTech AG in ihrem Jahresabschluss zum 31.12.06 einen Bilanzgewinn in Höhe von 102,6Mio € aus. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

23. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind insgesamt in folgenden Bilanzpositionen ausgewiesen:

Mio €

31.12.2006

31.12.2005

Pensionsrückstellungen (Verpflichtungen ohne Fonds sowie passiver
Saldo aus Verpflichtungen und zugehörigen Fonds)

168,2

167,5

Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen

6,3

5,8

Pensionsverpflichtungen

174,5

173,3

Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung
(Unterschied aus Pensionsverpflichtungen und zugehörigen Fonds)

0,9

0,1

Pensionspläne

Der ContiTech-Konzern gewährt seinen Mitarbeitern betriebliche Altersversorgung in Form von leistungs- und beitragsorientierten Plänen innerhalb von allgemeinen Rahmenplänen sowie Einzelzusagen. Die Rückstellungen decken die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen, die insbesondere in Deutschland und Großbritannien bestehen.

Für die Pensionspläne in Großbritannien bestehen ausgelagerte Pensionsfonds, die zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen dienen. Das Fondsvermögen darf ausschließlich für die Abwicklung der Pensionsverpflichtungen verwendet werden und wird mit den dazugehörigen Pensionsverpflichtungen saldiert dargestellt.

Die Aktivwerte der Pensionsfonds beinhalten zudem insbesondere in Deutschland abgeschlossene Rückdeckungsversicherungen. Des Weiteren ist die in Deutschland bestehende Pensionskasse aufgrund bestimmter Haftungsrisiken gemäß IFRIC D 9 in der Überleitung der Pensionspläne enthalten.

Im Rahmen der Ausgliederung einzelner deutscher ContiTech-Gesellschaften aus der Continental AG in 1990 bzw. 1991 und der Übernahme der Pensionsverpflichtungen durch die entsprechenden ContiTech-Gesellschaften besteht eine Mithaftung der Continenal AG für Verpflichtungen in Höhe von 39,4 Mio € (Vj. 41,5 Mio €).

Mio €

31.12.2006

31.12.2005

Pensionsrückstellungen (Verpflichtungen ohne Fonds sowie passiver Saldo
aus Verpflichtungen und zugehörigen Fonds)

168,2

167,5

Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung
(Unterschied aus Pensionsverpflichtungen und zugehörigen Fonds)

0,9

0,1

Nettobilanzbetrag

167,3

167,4

Die Pensionsrückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr in Summe um 0,7Mio € erhöht. Einem Rückgang in Deutschland um 2,1 Mio € auf Grund der Altersstruktur der Planmitglieder von über den Zuführungen liegenden Rentenzahlungen steht ein Anstieg um 2,8 Mio € in den übrigen Ländern, insbesondere aus Erstkonsolidierungen, gegenüber. Der aktive Saldo aus Pensionsverpflichtungen und zugehörigen Fonds erhöhte sich durch Einzahlungen in die Pensionsfonds um 0,8 Mio €.

Die Aufteilung der Pensionsverpflichtungen nach Deutschland und übrige Länder sowie die Gesamtwerte für den ContiTech-Konzern zeigen die nachfolgenden Tabellen.

Die Überleitung der Veränderungen des Anwartschaftsbarwertes und des Fondsvermögens am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar:

Mio €

2006

2005

D

Übrige

Gesamt

D

Übrige

Gesamt

Veränderungen des
Anwartschaftsbarwerts

Anwartschaftsbarwert
am 01.01.

288,1

31,2

319,3

284,4

22,1

306,5

Währungskursdifferenzen

-

0,6

0,6

-

0,7

0,7

Dienstzeitaufwand:
Barwert der im Jahr erworbenen Ansprüche

4,6

1,1

5,7

4,0

0,5

4,5

Aufzinsung der erwarteten
Pensionsverpflichtungen

10,9

1,7

12,6

12,1

1,2

13,3

Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste aufgrund
von Annahmeänderungen

-7,9

-0,7

-8,6

11,9

6,2

18,1

Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste aufgrund abweichender Ereignisse

-1,5

-0,4

-1,9

0,7

0,5

1,2

Veränderungen aufgrund von
Plankürzungen und -abgeltungen

-0,8

-

-0,8

-0,1

-

-0,1

Veränderungen im
Konsolidierungskreis

-6,3

2,8

-3,5

-6,9

-

-6,9

Einzahlungen durch
die Arbeitnehmer

-

0,3

0,3

-

0,3

0,3

Veränderungen aufgrund von Übertragungen

0,2

-

0,2

-1,2

-

-1,2

Veränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmten Verbindlichkeiten

-

-

0,0

0,4

-

0,4

Übrige Veränderungen

-

0,1

0,1

-

0,1

0,1

Pensionszahlungen

-18,9

-1,2

-20,1

-17,2

-0,4

-17,6

Anwartschaftsbarwert
am 31.12.

268,4

35,5

303,9

288,1

31,2

319,3

Veränderungen
des Fondsvermögens

Fondsvermögen zum Zeitwert
am 01.01.

88,6

25,5

114,1

89,2

17,8

107,0

Währungskursdifferenzen

-

0,7

0,7

-

0,6

0,6

Erwartete Erträge
des Fondsvermögens

3,3

1,9

5,2

3,4

1,3

4,7

Versicherungsmathematische
Verluste/Gewinne aus dem Fondsvermögen

-3,6

1,6

-2,0

0,5

0,9

1,4

Einzahlungen durch
die Arbeitgeber

0,8

1,3

2,1

0,6

4,9

5,5

Einzahlungen durch
die Arbeitnehmer

-

0,3

0,3

-

0,3

0,3

Übrige Veränderungen

-

0,1

0,1

-

0,1

0,1

Pensionszahlungen

-5,1

-0,7

-5,8

-5,1

-0,4

-5,5

Fondsvermögen zum
Zeitwert am 31.12.

84,0

30,7

114,7

88,6

25,5

114,1

Der Anwartschaftsbarwert zum 31.12.2006 bezieht sich mit 300,5 Mio € (Vj. 312,1 Mio €) auf Pläne, die ganz oder teilweise aus einem Fonds finanziert sind und mit 3,4 Mio € (Vj. 7,2 Mio €) auf Pläne, die nicht durch Fonds finanziert sind.

Das Fondsvermögen in Deutschland beinhaltet Aktiva der Pensionskassen von 77,7 Mio € (Vj. 82,7) sowie der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 6,3 Mio € (Vj. 5,9 Mio €).

Die ContiTech AG führt in Deutschland eine durch die Verschmelzung der Phoenix AG auf sie übergegangene Pensionskasse, die seit dem 01.07.83 für Neueintritte geschlossen ist. Zum 31.12.06 verfügt die Pensionskasse über die erforderliche Deckungsrücklage, eine Nachschusspflicht der ContiTech AG besteht demnach nicht. Das gebundene Fondsvermögen wies zum 31.12.06 einen Zeitwert von 77,7 Mio € auf. Die Pensionskasse hat Tarife mit einem Rechnungszins von 3,50%. Gemäß Betriebsrentengesetz haftet letztendlich die ContiTech AG für den Durchführungsweg Pensionskasse, wonach es sich gemäß IFRIC D 9 um einen Defined-Benefit-Pensionsplan, der im Rahmen der Entwicklung der Pensionsrückstellungen auszuweisen ist, handelt. Da das Vermögen einschließlich der erwirtschafteten Erträge ausschließlich den Planmitgliedern zusteht, wird die Anwartschaftsverpflichtung in gleicher Höhe wie das vorhandene Vermögen zum Zeitwert angesetzt.

In der folgenden Tabelle ist die Überleitung des Finanzierungsstatus zu den in der Bilanz enthaltenen Beträgen dargestellt:

Mio €

31.12.2006

31.12.2005

D

Übrige

Gesamt

D

Übrige

Gesamt

Finanzierungsstatus1

-184,4

-4,8

-189,2

-199,5

-5,7

-205,2

Noch nicht berücksichtigte
versicherungsmathematische
Verluste2

19,0

2,9

21,9

26,3

5,8

32,1

Umbuchungen in "zur
Veräußerung bestimmte
Verbindlichkeiten"

-

-

-

5,7

-

5,7

Bilanzbetrag

-165,4

-1,9

-167,3

-167,5

0,1

-167,4

Der Bilanzbetrag ist in folgenden Bilanzposten enthalten:

-

-

-

-

-

-

Aktiver Saldo aus
Pensionsbewertung

-

0,9

0,9

-

0,1

0,1

Pensionsrückstellungen

-165,4

-2,8

-168,2

-167,5

-167,5

Bilanzbetrag

-165,4

-1,9

-167,3

-167,5

0,1

-167,4

1 Differenz zwischen Fondsvermögen und Anwartschaftsbarwert

2 Diese beinhalten zum 31.12.2005 0,7 Mio € des aufzugebenden Geschäftsbereiches

Die zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen notwendigen Prämissen - insbesondere für die Abzinsungsfaktoren, die langfristigen Entgeltsteigerungsraten sowie die erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens - werden länderspezifisch festgelegt.

In den wesentlichen Pensionsplänen werden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Faktoren verwendet: Durchschnittliche Bewertungsfaktoren per 31.12.

2006

2005

in %

D1

Übrige

D1

Übrige

Abzinsungsfaktor

4,40

4,99

4,00

5,00

Erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens

4,50

7,00

4,70

7,25

Langfristige Entgeltsteigerungsraten

3,00

3,49

3,00

3,75

1 Ohne Berücksichtigung der Pensionskasse

Die Netto-Pensionsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €

2006

2005

D

Übrige

Gesamt

D

Übrige

Gesamt

Dienstzeitaufwand: Barwert der
im Jahr erworbenen Ansprüche

4,6

1,1

5,7

4,0

0,5

4,5

Aufzinsung der erwarteten
Pensionsverpflichtungen

10,9

1,7

12,6

12,1

1,2

13,3

Erwartete Erträge
des Fondsvermögens

-3,3

-1,9

-5,2

-3,4

-1,3

-4,7

Tilgung von versicherungsmathe-
matischen Verlusten/Gewinnen

0,8

0,2

1,0

0,1

-

0,1

Plankürzungen und -abgeltungen

-0,8

-

-0,8

-

-

-

Netto-Pensionsaufwendungen

12,2

1,1

13,3

12,8

0,4

13,2

Eine Veränderung des Diskontierungszinssatzes für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen um einen Prozentpunkt nach oben bzw. unten hätte zum Bilanzstichtag folgende Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtungen gehabt: Mio €

31.12.2006

31.12.2005

D1

Übrige

D1

Übrige

1% Erhöhung

Auswirkungen auf die Dienstzeit- und
Zinsaufwendungen

0,4

0,1

-1,0

0,0

Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert

-19,3

-6,0

-20,6

-5,8

1% Verminderung

Auswirkungen auf die Dienstzeit- und
Zinsaufwendungen

-0,5

-0,1

0,9

0,0

Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert

23,3

8,0

24,7

7,8

1 Ohne Berücksichtigung der Pensionskasse

Veränderungen des Abzinsungsfaktors sowie des Gehalts- und Rententrends wirken sich aufgrund der finanzmathematischen Berechnungssystematik (insbesondere aufgrund des Zinseszinseffektes) nicht linear auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen (DBO) aus. Deshalb ist die Wirkung auf die aus der DBO abgeleiteten Nettopensionsverpflichtungen infolge eines Anstiegs bzw. Rückgangs der finanzmathematischen Annahmen nicht betragsgleich.

Pensionsfonds

Die Struktur des Konzern-Planvermögens basiert auf einer Asset-Liability-Managementstudie, in welche die prognostizierten Pensionsverpflichtungen und entsprechenden Planvermögen eingeflossen sind.

Die Portfoliostrukturen der Fondsvermögen der Pensionspläne zum Bewertungsstichtag für die Geschäftsjahre 2006 und 2005 sowie die Ziel-Portfoliostruktur für das Geschäftsjahr 2007 sind nachfolgender Darstellung zu entnehmen:

in %

Zielstruktur 2007

2006

2005

Vermögenskategorie

D

Übrige

D

Übrige

D

Übrige

Aktien

-

85

-

82

-

75

Festverzinsliche
Wertpapiere

100

15

100

17

100

8

Flüssige Mittel
und Sonstige

-

-

-

1

-

17

100

100

100

100

100

100

Die erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens der einzelnen Vermögenskategorien für die Geschäftsjahre 2006 und 2005 stellt sich wie folgt dar:

in %

2006

2005

Vermögenskategorie

D

Übrige

D

Übrige

Aktien

-

7,50

-

7,50

Festverzinsliche Wertpapiere

4,50

5,00

4,70

5,00

Flüssige Mittel und Sonstige

-

4,00

-

4,00

4,50

7,00

4,70

7,25

Stichtag für die Bewertung des Fondsvermögens ist jeweils der 31. Dezember.

Pensionsfonds

Einzahlungen durch den Arbeitgeber

Die folgende Tabelle zeigt die in bar geleisteten Einzahlungen des Unternehmens in die Pensionsfonds 2006 und 2005:

Mio €

2006

2005

D

Übrige

Gesamt

D

Übrige

Gesamt

Planmäßige Einzahlungen

0,8

1,3

2,1

0,6

0,5

1,1

Außerplanmäßige Einzahlungen

-

-

0,0

-

4,4

4,4

Die erwarteten Einzahlungen in die Pensionsfonds für 2007 betragen in Deutschland 0,8Mio €, in den übrigen Ländern 1,4Mio €.

Die nachfolgende Übersicht enthält die im Berichtsjahr und die im Vorjahr geleisteten Pensionszahlungen sowie die für die kommenden fünf Geschäftsjahre erwarteten Zahlungen (nicht abgezinst):

Mio €

D

Übrige

Gesamt

Geleistete Pensionszahlungen

2005

17,2

0,4

17,6

2006

18,9

1,2

20,1

Erwartete Pensionszahlungen

2007

17,8

0,6

18,4

2008

19,5

0,8

20,3

2009

18,7

0,9

19,6

2010

17,9

1,2

19,1

2011

17,7

1,2

18,9

Summe der Jahre 2012 -2016

92,8

8,8

101,6

Die erwarteten Pensionszahlungen ab 2007 betreffen sowohl Einmalzahlungen im Rahmen von Kapitalkontenplänen sowie kontinuierliche Rentenzahlungen. Bei einem Wahlrecht des Mitarbeiters auf eine einmalige Auszahlung der Rente bzw. auf ratierliche Rentenzahlungen wurde unterstellt, dass die Zahlungen in einem Einmalbetrag geleistet werden. Zudem wurde bei der Ermittlung der zukünftigen Rentenzahlungen der erstmögliche Renteneintritt der entsprechenden Mitarbeiter unterstellt. Der tatsächliche Renteneintritt könnte später liegen und damit könnten die Rentenzahlungen in den jeweiligen Jahren geringer ausfallen.

Pensionsähnliche Verpflichtungen

Einige Konzerngesellschaften haben Zusagen erteilt, bei denen die Aufwendungen der Gesellschaft auf einem fixierten Prozentsatz der Vergütung basieren. Diese Ansprüche werden bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt. Im Geschäftsjahr haben die Aufwendungen für diese Verpflichtungen 0,8Mio € (Vj. 1,0Mio €) betragen.

Beitragsorientierte Pensionspläne

Der Aufwand für die beitragsorientierten Versorgungspläne (Defined Contribution) betrug im Geschäftsjahr 0,4Mio € (Vj. 0,3Mio €).

24. Rückstellungen für sonstige Risiken

Mio €

31.12.2006

31.12.2005

Kurzfristig

Langfristig

Kurzfristig

Langfristig

Strukturrückstellungen

18,5

-

30,1

-

Prozess- und Umweltrisiken

-

12,5

-

8,2

Altersteilzeitrückstellungen

-

45,0

-

52,5

Jubiläumsrückstellungen

-

11,3

-

11,1

Gewährleistungen

27,8

-

22,2

-

Übrige Rückstellungen

23,0

1,6

21,3

1,6

Rückstellungen für sonstige Risiken

69,3

70,4

73,6

73,4

Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Mio €

Struktur-
rück-
stellungen

Prozess-
und Um-
weltrisiken

Altersteil-
zeitrück-
stellungen

Jubiläums-
rück-
stellungen

Gewähr-
leistungen

Übrige
Rück-
stellungen

Stand 01.01.2006

30,1

8,2

52,5

11,1

22,2

22,9

Zuführungen

1,1

5,1

7,5

0,9

11,0

12,6

Inanspruchnahmen

7,6

0,2

15,1

0,4

3,1

10,6

Änderungen im Konsolidierungskreis

-

0,0

0,2

0,0

0,1

1,3

Auflösungen

5,7

0,6

2,3

0,4

2,5

1,2

Aufzinsungen*

0,6

0,0

2,2

0,1

-

0,0

Währungskursänderungen

-

0,0

-

0,0

0,1

-0,4

Stand 31.12.2006

18,5

12,5

45,0

11,3

27,8

24,6

* Die Aufzinsungen beinhalten Zinsänderungseffekte.

Die Veränderungen in den Strukturrückstellungen betreffen im Wesentlichen die Abwicklung der Phoenix Integration. Die Altersteilzeitrückstellungen sind mit einem Diskontierungssatz von 4,20% (Vj. 4,00%) berechnet. Die Zinskomponente wird nach dem Wahlrecht gemäß IAS 19 nicht im Zinsergebnis sondern innerhalb der Funktionskosten ausgewiesen.

Die Entwicklung der Rückstellungen für Gewährleistungen beinhaltet Inanspruchnahmen in Höhe von 3,1 Mio € (Vj. 2,7 Mio €), denen Zuführungen von 11,0 Mio € (Vj. 13,1 Mio €), insbesondere im Bereich Fluid, gegenüberstehen.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Rückstellungen für Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit mit einer erwarteten Laufzeit von unter einem Jahr.

25. Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Steuerverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:

Mio €

2006

2005

Stand 01.01.

17,9

17,4

Zuführungen

29,2

24,5

Inanspruchnahmen sowie Vorauszahlungen für das laufende Geschäftsjahr

31,0

25,1

Änderungen im Konsolidierungskreis

0,0

1,7

Auflösungen

1,2

1,2

Währungskursänderungen

-0,4

0,6

Stand 31.12.

14,5

17,9

Zusätzlich zu den Inanspruchnahmen sowie Vorauszahlungen für das laufende Geschäftsjahr sind die Veränderungen der Ertragsteuerforderungen in die Betrachtung der gezahlten Ertragsteuern für die Cashflow-Rechnung einzubeziehen.

26. Finanzschulden

Mio €

31.12.2006

31.12.2005

Restlaufzeit

Restlaufzeit

Gesamt

bis 1 Jahr

über 1 Jahr

Gesamt

bis 1 Jahr

über 1 Jahr

Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten1

52,5

45,2

7,3

152,8

124,0

28,8

Abfindungsverpflichtung gegenüber
außenstehenden Phoenix-Aktionären

57,1

57,1

-

59,6

59,6

-

Leasingverbindlichkeiten

4,8

0,5

4,3

4,5

1,2

3,3

Verbindlichkeiten aus der Annahme
gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel

0,2

0,2

-

0,2

-

0,2

Sonstige Finanzschulden

6,3

6,1

0,2

11,1

11,0

0,1

120,9

109,1

11,8

228,2

195,8

32,4

1 Davon durch Grundschulden, Hypotheken und vergleichbare Sicherheiten gedeckte Beträge in Höhe von 9,Mio €
(Vj. 8,Mio €).

Zusammensetzung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Gesellschaft

Art

Valutierung
am 31.12.2006
in Mio €

Valutierung
am 31.12.2005
in Mio €

Verzinsung

Effektiver
Zinssatz

Fälligkeit

Phoenix AG

Langfristiges Bankdarlehen

20,0

20,0

5,33%

5,33%

2007

Phoenix AG

Schuldschein-darlehen

-

70,0

Euribor+ Marge

3,33%

2006

Phoenix AG

Langfristiges Bankdarlehen

-

30,0

6,05%

6,05%

2006

Phoenix AG

Langfristiges Bankdarlehen

6,7

8,0

5,20%

5,20%

2010-2012

Conveyor Belt Kft

EXIM Darlehen

-

5,5

1,3-1,4%

1,35%

2006

Diverse Banklinien

25,8

19,3

variabel

variabel

überw. < 1 Jahr

Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten

52,5

152,8

-

-

-

Die Marktwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 52,6 Mio € (Vj. 152,1 Mio €) und wurden durch Diskontierung aller künftigen Zahlungsströme mit den jeweils geltenden Zinssätzen für vergleichbare Instrumente mit entsprechenden Restlaufzeiten ermittelt.

Die Finanzschulden werden in den nächsten fünf Jahren und danach wie folgt fällig:

2006

2007

2008

2009

2010

2011

danach

Gesamt

Finanzschulden 31.12.2006

-

109,1

2,9

2,6

1,5

1,1

3,7

120,9

Finanzschulden 31.12.2005

195,8

22,4

2,3

2,3

1,9

3,5

-

228,2

Die aus den Leasingverträgen künftig resultierenden Zahlungsverpflichtungen ergeben sich aus folgender Tabelle:

Mio €

2007

2008 bis 2011

ab 2012

Gesamt

Mindestleasingzahlungen

0,7

2,1

3,4

6,2

Zinsanteil

0,2

0,6

0,6

1,4

Leasingverbindlichkeiten

0,5

1,5

2,8

4,8

Der Marktwert der Leasingverbindlichkeiten beträgt 4,5 Mio € (Vj. 3,5 Mio €). Der effektive Zinssatz des wesentlichen Leasingvertrages liegt wie im Vorjahr bei 6,1%. Die Buchwerte der sonstigen Finanzschulden entsprechen deren Marktwerten.

27. Finanzinstrumente1. Sicherungspolitik und Finanzderivate

Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten sowie der damit verbundenen Finanzierung ist der Konzern Schwankungen infolge von Wechselkursänderungen und variablen Zinsen ausgesetzt. Jedoch selbst wenn die Fremdwährungsschwankungen von gegenseitigen Liefer- und Zahlungsströmen nicht vollständig kompensiert werden, trifft die ContiTech AG aufgrund der bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge keine weiteren Eigenmaßnahmen. Dementsprechend werden die langfristigen und kurzfristigen Zinsentwicklungen nicht selbst gesichert. Die Überwachung und Absicherung dieser Risiken erfolgt durch die Continental AG, die Risiken in Einzelfällen mit geeigneten Finanzinstrumenten absichert.

Im Konzern bestehen keine separat zu bilanzierenden eingebetteten Derivate, wie zum Beispiel vertragliche Zahlungsvereinbarungen in nicht handelsüblichen Währungen.

a) Richtlinien und Risikomanagement

Im Rahmen der Risikoüberwachung durch die Continental AG bestehen konzernweite Verfahrensrichtlinien, deren Einhaltung regelmäßig von der internen Revision der Continental AG überprüft wird.

b) Währungsmanagement

Das Währungsmanagement wird durch die Continental AG übernommen, die Risiken in Einzelfällen mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Das im Ausland gebundene Nettovermögen des Konzerns wird grundsätzlich nicht gegen Wechselkursveränderungen abgesichert.

c) Zinsmanagement

Ein Risiko aus Schwankungen des Zeitwerts längerfristiger finanzieller Verbindlichkeiten durch Veränderungen von Festzinsen am Kapitalmarkt besteht für den Konzern nicht, da die Kapitalgeber daraus kein Recht auf vorzeitige Rückzahlung geltend machen können. Falls der Konzern als Emittent das Recht zum Rückkauf vor Fälligkeit hat, wird eine Ablösung nur dann erwogen, wenn die Aufwendungen aus Vorfälligkeitsentschädigungen niedriger als die erwarteten künftigen Zinseinsparungen sind. Durch die Integration in die konzerninterne Finanzierungsstruktur der Continental AG ist das Zinsmanagement im Zins- und Währungsmanagement der Continental AG aufgenommen.

2. Liquiditätsrisiken

Der Liquiditäts- oder Finanzierungsbedarf wird durch die Continental AG für die ContiTech-Gesellschaften sichergestellt. Bei Ereignissen, die zu einem unerwarteten Liquiditätsbedarf führen, kann bei der Continental AG sowohl auf vorhandene Liquidität als auch auf feste Kreditzusagen von Banken zurückgegriffen werden. Die Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft der Konzerngesellschaften erfolgt größtenteils durch Eigenkapital, Teilnahme an Cash-Pooling-Vereinbarungen oder Darlehen von Banken und Konzernunternehmen, soweit dies im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll ist.

3. Ausfallrisiken

Das Kreditrisiko aus Lieferungen und Leistungen oder aus finanziellen Forderungen umfasst die Gefahr, dass offene Forderungen verspätet beglichen werden bzw. vollständig ausfallen. Diese Gefahren werden von zentralen und lokalen Kreditmanagern analysiert und überwacht. Zu den Aufgaben des zentralen Kreditmanagements, das durch die Continental AG ausgeführt wird, gehört die gebündelte Risikosteuerung des Forderungsvermögens. Trotzdem lassen sich Ausfallrisiken nicht völlig ausschließen. Bestehenden Restrisiken wird durch die Bildung von pauschalierten Wertberichtigungen anhand von Erfahrungswerten oder durch Wertberichtigungen für identifizierte Einzelrisiken Rechnung getragen. Das Ausfallrisiko bei originären finanziellen Forderungen wird zusätzlich dadurch begrenzt, dass nur Vertragspartner mit erstklassiger Bonität angenommen werden bzw. eine ausreichende Sicherung hinterlegt wird.

28. Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Mio €

31.12.2006

31.12.2005

Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen

7,1

7,6

Zinsverbindlichkeiten

4,0

5,3

Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen

32,7

35,6

Verbindlichkeiten für Vertriebsaufwendungen

17,3

17,2

Personalabfindungen

3,0

2,5

Übrige Verbindlichkeiten

0,0

0,0

64,1

68,2

29. Sonstige Verbindlichkeiten

Mio €

31.12.2006

31.12.2005

Gesamt

Kurzfristig

Langfristig

Gesamt

Kurzfristig

Langfristig

Verbindlichkeiten für Berufsgenossenschaft

8,5

8,5

0,0

9,0

8,8

0,2

Verbindlichkeiten für Sozialkosten

15,0

15,0

-

27,1

27,1

-

Verbindlichkeiten für Urlaub

11,8

11,8

-

9,9

9,9

-

Verbindlichkeiten für Umsatz- und
sonstige Steuern

12,3

12,3

-

15,0

15,0

-

Übrige Verbindlichkeiten

12,4

10,2

2,2

13,5

12,5

1,0

60,0

57,8

2,2

74,5

73,3

1,2

30. Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten

Die im Geschäftsjahr 2005 ausgewiesenen zur Veräußerung bestimmten Verbindlichkeiten betrafen die Stankiewicz-Gruppe, deren Veräußerung im April 2006 abgeschlossen wurde.

Mio €

31.12.2005

Finanzschulden

4,4

Rückstellungen

10,9

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

14,0

Verbindlichkeiten aus Konzernfinanzierung gegenüber verbundenen Unternehmen

54,9

Sonstige Verbindlichkeiten

12,8

Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten

97,0

Sonstige Erläuterungen

31. Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

Gegen Konzerngesellschaften sind verschiedene Prozesse, behördliche Untersuchungen und Verfahren sowie andere Ansprüche anhängig oder könnten in der Zukunft eingeleitet oder geltend gemacht werden. Nach Ansicht der ContiTech AG handelt es sich bei den anhängigen Verfahren mit Ausnahme der nachstehend erläuterten um Vorgänge, die im Zusammenhang mit dem normalen Geschäft des Unternehmens stehen.

Mehrere Aktionäre der Phoenix AG haben gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung der Gesellschaft am 28.12.04 über die Zustimmung zum Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungs- sowie eines Verschmelzungsvertrags mit der ContiTech AG Anfechtungsklagen erhoben. Die ordentliche Hauptversammlung der Phoenix AG am 19.05.05 hat die Zustimmungsbeschlüsse vom 28.12.04 bestätigt. Auch diese Bestätigungsbeschlüsse sind von Aktionären angefochten worden. Wir halten die Klagen sämtlich für unbegründet. Am 07.12.05 hat das Landgericht Hamburg alle Klagen gegen die Bestätigungsbeschlüsse in erster Instanz abgewiesen. Dagegen haben einige der Kläger Berufung eingelegt. Die weitere Dauer der Verfahren bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung lässt sich nicht mit Sicherheit voraussagen. Die Freigabe zur Eintragung der Verschmelzung ins Handelsregister wurde im Dezember 2006 rechtskräftig erteilt. Die Verschmelzung ist, wie unter Anhang Nr. 5 näher erläutert, wirksam geworden.

Am 2. Mai 2007 ist der ContiTech AG bekannt geworden, dass die Kartellbehörden der Europäischen Union, der USA und Großbritanniens gegen die Dunlop Oil & Marine Ltd., Großbritannien, eine Konzerngesellschaft der ContiTech AG, und gegen zwei leitende Mitarbeiter der Dunlop Oil & Marine sowie weitere Personen und Unternehmen wegen angeblichen kartellrechtswidrigen Verhaltens, insbesondere Preisabsprachen, im Bereich so genannter Off-shore-Schläuche ermitteln. Die Untersuchungen dauern an. Es ist nicht auszuschließen, dass gegen die Gesellschaft in dieser Sache Bußgelder verhängt und Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden.

Das Ergebnis der gegen Konzerngesellschaften anhängigen oder zukünftig eingeleiteten Verfahren kann einzeln oder insgesamt einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis des ContiTech-Konzerns haben. Nach unserer Einschätzung werden die sich aus den anhängigen Verfahren ergebenden möglichen Verpflichtungen unter Einbeziehung der dafür bestehenden Vorsorgen jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage des Konzerns haben.

32. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mio €

31.12.2006

31.12.2005

Wechselobligo

15,8

11,8

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien

0,4

0,3

Sonstige Haftungsverhältnisse

8,2

7,5

24,4

19,6

Die sonstigen Haftungsverhältnisse betreffen im Wesentlichen den bedingten Teil der Kaufpreiszahlung für den Kauf von Anteilen an einer Gesellschaft.

In Umweltfragen unterliegt der ContiTech-Konzern möglichen Verpflichtungen aus staatlichen Auflagen und Gesetzen und verschiedenen Ansprüchen und Verfahren, die gegen den ContiTech-Konzern anhängig sind oder geltend gemacht bzw. eingeleitet werden könnten. Schätzungen bezüglich zukünftiger Aufwendungen in diesem Bereich sind zwangsläufig zahlreichen Unsicherheiten unterworfen, so z.B. durch das In-Kraft-Treten neuer Gesetze und Auflagen, die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien, die Erkennung von Sanierungsfällen für Grundstücke oder Gebäude, für die der ContiTech-Konzern rechtlich verantwortlich ist.

Soweit es gesetzlich vorgeschrieben ist oder als erforderlich und angemessen erachtet wird, um die Zufriedenheit der Kunden und die Einhaltung eigener Sicherheitsstandards zu gewährleisten, führt der ContiTech-Konzern Rückruf- und freiwillige Austauschaktionen für verkaufte Produkte durch. Der Konzern bildet Gewährleistungsrückstellungen, die auch gegebenenfalls erwartete Aufwendungen für derartige Maßnahmen enthalten. Die Schätzungen der erwarteten Aufwendungen beruhen vor allem auf früheren Erfahrungen. Die Schätzung zukünftiger Aufwendungen ist zwangsläufig zahlreichen Unsicherheiten unterworfen, z.B. hinsichtlich des In-Kraft-Tretens neuer Gesetze und Regulierungen, der Anzahl der verkauften Produkte oder der Art der zu veranlassenden Maßnahmen, was zu einer Anpassung der gebildeten Rückstellungen führen könnte. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen. Obwohl die potenziellen Aufwendungen einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis des ContiTech-Konzerns haben können, werden die darin berücksichtigten möglichen Verpflichtungen nach unserer Einschätzung keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage des Konzerns haben.

Die Aufwendungen für Miet-, Pacht- und Leasingverträge beliefen sich im Jahr 2006 auf 6,7Mio € (Vj. 7,6Mio €).

Die zukünftigen Verpflichtungen aus Aufwendungen für Miet-, Pacht- und Leasingverträge, die zum 31.12.06 eine anfängliche oder verbleibende Laufzeit von mehr als einem Jahr haben und die nicht dem wirtschaftlichen Eigentum des Konzerns zuzurechnen und somit nicht im Sachanlagevermögen ausgewiesen sind, betragen für 2007 sowie kumulativ für die Jahre 2008 bis 2012 und ebenfalls kumulativ ab 2012:

Mio €

2007

2008 - 2012

ab 2012

Miet-, Pacht- und Leasingverträge

5,5

7,7

12,6

Das Bestellobligo für Sachanlageinvestitionen beträgt 7,4Mio € (Vj. 20,4Mio €).

33. Umsätze nach Regionen und Tätigkeitsbereichen

Umsätze nach Regionen

Mio €

Deutsch-land

Europa ohne Deutschland

Nord-amerika

Asien

Übrige Länder

ContiTech Konzern

Umsatz mit Dritten 2006

1.276,4

1.006,3

152,8

214,1

135,3

2.784,9

Umsatz mit Dritten 2005

1.266,8

929,0

119,2

157,6

127,4

2.600,0

Umsätze nach Tätigkeitsbereichen

Mio €

Automobil

Industrie und Nutzfahrzeuge

Sonstige

ContiTech Konzern

Umsatz mit Dritten 2006

1.577,7

1.167,3

39,9

2.784,9

Umsatz mit Dritten 2005

1.544,0

1.028,3

27,7

2.600,0

34. Angaben über die Transaktionen mit nahe stehenden Personen

Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats

Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in den Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats der ContiTech sowie der Continental AG.

Die aktiven Mitglieder des Vorstands der Continental AG wurden wie folgt vergütet:

Tausend €

2006

2005

Kurzfristig fällige Leistungen

12.042

8.258

Dienstzeitaufwand (service cost) aus Altersvorsorge

2.143

1.344

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

111

2.713

Aktienbasierte Vergütung

2.056

842

Die aktiven Mitglieder des Vorstands der ContiTech AG wurden wie folgt vergütet:

Tausend €

2006

2005

Kurzfristig fällige Leistungen

2.008

1.435

Dienstzeitaufwand (service cost) aus Altersvorsorge

202

115

Aktienbasierte Vergütung

221

144

Der Vorsitzende des Vorstands der ContiTech AG, Herr Lerch, ist am 30.09.05 in den Vorstand der Continental AG berufen worden. Seine Bezüge sind ab diesem Zeitpunkt in der Vergütung des Vorstands der Continental AG enthalten, bis zu diesem Zeitpunkt in der Vergütung des Vorstands der ContiTech AG. Von diesen Bezügen wurden in 2006 767Tsd€ (Vj. 117Tsd€) von der ContiTech AG an die Continental AG erstattet.

Die angegebene aktienbasierte Vergütung des Vorstands der ContiTech AG betrifft von der Continental AG gewährte Bezugsrechte, für die die ContiTech AG keine Ausgleichszahlungen an die Continental AG zu leisten hat.

Die Mitglieder des Vorstands der ContiTech AG erhielten 2006 Bezüge von insgesamt 2,0Mio € (Vj. 1,4Mio €) im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB.

Im Geschäftsjahr 2006 wurden den Mitgliedern des Vorstands der Continental AG 129,9 Tsd Stück (Vj. 95,0 Tsd Stück) Bezugsrechte für Aktien der Continental AG mit einem im Zeitpunkt der Gewährung beizulegenden Wert von 4,1Mio € (Vj. 2,3Mio €) gewährt.

Im Geschäftsjahr 2006 wurden den Mitgliedern des Vorstands der ContiTech AG von Seiten der Continental AG 23,2 Tsd Stück (Vj. 19,8 Tsd Stück) Bezugsrechte für Aktien der Continental AG mit einem im Zeitpunkt der Gewährung beizulegenden Wert von 0,7Mio € (Vj. 0,5Mio €) gewährt. Für 2006 sind 10,0 Tsd Stück Bezugsrechte an Herrn Lerch enthalten, die auch in der vorstehend aufgeführten Gewährung an den Vorstand der Continental AG enthalten sind.

2006 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Vorstände oder Aufsichtsratsmitglieder der ContiTech AG oder der Continental AG.

Im Berichtsjahr wurden früheren Mitgliedern des Vorstands der ContiTech AG Bezüge in Höhe von EUR 0,3 Mio. (Vj. EUR 0,3 Mio.) gewährt. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ContiTech AG sind EUR 2,2 Mio. (Vj. EUR 2,4 Mio.) zurückgestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates der ContiTech AG haben wie im Vorjahr keine Bezüge erhalten.

Darüber hinaus haben Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats der ContiTech AG und Continental AG keine berichtspflichtigen Geschäfte mit anderen Mitgliedern des Management, soweit in Schlüsselpositionen tätig bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

Transaktionen mit der Continental AG, mit Konzerngesellschaften der Continental AG, die nicht Konzerngesellschaften der ContiTech AG sind, sowie mit sonstigen nahe stehenden Unternehmen:

Mio €

2006

2005

Umsätze

93,3

71,1

Bezogene Waren und Leistungen

60,3

51,7

Sonstige Erträge

4,8

9,7

Sonstige Aufwendungen

32,8

38,1

Zinsaufwendungen

3,5

2,4

Steuerumlagen

1,2

5,9

Die Transaktionen mit der Continental AG, mit Konzerngesellschaften der Continental AG, die nicht Konzerngesellschaften der ContiTech AG sind, sowie mit sonstigen nahe stehenden Unternehmen, sind ausnahmslos den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten der jeweils beteiligten Gesellschaft zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegen die Continental AG, gegen Konzerngesellschaften der Continental AG, die nicht Konzerngesellschaften der ContiTech AG sind, sowie gegen sonstige nahe stehende Unternehmen:

Mio €

2006

2005

Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Zentralfinanzierung

168,5

218,9

Sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen

8,7

9,4

Forderungen gegen sonstige nahe stehende Unternehmen

1,0

1,3

Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen

177,2

228,3

Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen aus Zentralfinanzierung

341,6

292,4

Sonstige Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen

9,3

13,2

Verbindlichkeiten gegen sonstige nahe stehende Unternehmen

7,1

7,6

Verbindlichkeiten gegen nahe stehende Unternehmen

350,9

305,6

Die entsprechenden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber diesen Unternehmen werden in der Bilanz ausgewiesen.

35. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zum 22.05.07 ergaben sich keine Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte und Schuldenposten zum 31.12.06 geführt hätten.

Am 01.02.07 hat die ContiTech AG 100% der Anteile des Schlauchherstellers Thermopol International Ltd., London, und dessen Tochtergesellschaften zu einem vorläufigen Kaufpreis von 27,2Mio € einschließlich Anschaffungsnebenkosten erworben. Auf Basis der Kaufpreisallokation ergab sich ein Goodwill in Höhe von 12,5Mio €. Der Goodwill reflektiert die Stärkung der weltweiten Marktposition im Hochleistungs-Silikonschlauchgeschäft für Pkw und Nutzfahrzeuge. Die übernommenen Vermögenswerte und Schulden wurden mit den folgenden geschätzten Zeitwerten angesetzt:

Erwerb der Thermopol-Gruppe

Buchwert unmittelbar vor Zusammenschluss

Zeitwert zum Erstkonsolidierungszeitpunkt

Immaterielle Vermögenswerte

0,5

6,9

Sachanlagen

5,7

6,0

Vorräte

4,4

4,4

Forderungen

10,0

10,0

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

1,5

1,5

Flüssige Mittel

0,9

0,9

Pensionsrückstellungen

-0,3

-0,3

Latente Steuern netto

-0,2

-1,8

Langfristige sonstige Rückstellungen

-

-0,8

Finanzschulden

-5,7

-5,7

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

-4,7

-4,7

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

-1,7

-1,7

Nettovermögen

10,4

14,7

Kaufpreis

-

26,9

Anschaffungsnebenkosten

-

0,3

Goodwill

-

12,5

Bis zum 31.03.07 trug die Thermopol-Gruppe seit ihrem Erwerb 7,0Mio € zum Konzernumsatz 2007 bei. Das Konzernergebnis den Anteilseigner zuzurechnen hat sich dadurch in 2007 nur unwesentlich geändert.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats der ContiTech AG

Manfred Wennemer*
Vorsitzender

Dr. Alan Hippe*
Stellvertretender Vorsitzender

Dr. Christian zur Nedden, Hannover

* Zusätzlich Mitglied des Vorstandes der Continental Aktiengesellschaft, Hannover

Vorstand

Mitglieder des Vorstands der ContiTech AG

Gerhard Lerch*
Vorsitzender

Meinhard Liebing

Heinz-Gerhard Wente*

* Zusätzlich Mitglied des Vorstandes der Continental Aktiengesellschaft, Hannover

Ausgewählte finanzwirtschaftliche Begriffe

Defined Benefit Obligation (DBO). Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).

Derivative Finanzinstrumente. Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden.

EBIT. Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings Before Interest and Taxes). Wir verstehen EBIT als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, korrigiert um den Zinssaldo. Seit 2002 entspricht durch den Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill das EBITA dem EBIT.

EBITA. EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf den Goodwill.

Finanzierungsleasing. Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögensgegenstandes. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist.

Hedgegeschäft. Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäftes, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäftes.

IAS International Accounting Standards. Die früheren, zum Teil noch gültigen Bilanzrichtlinien, herausgegeben vom IASB.

IASB International Accounting Standards Board. Ausschuss zur Festlegung von internationalen Bilanzrichtlinien.

IFRIC International Financial Reporting Interpretations Committee. Ausschuss zur Bestimmung von Anwendungssachverhalten im Rahmen bestehender IFRS bzw. IAS.

IFRS International Financial Reporting Standards. Die herausgegebenen Bilanzrichtlinien des IASB.

Operating Leasing. Eine Form des Leasing, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber.

SIC Standing Interpretation Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC).

Beschluss über die Gewinnverwendung

Die ContiTech AG weist aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der ContiTech-Universe Verwaltungs-GmbH vom 23. April 2004 nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr 2006 keinen Jahresüberschuss aus, da das Jahresergebnis der ContiTech AG vollständig an die ContiTech-Universe Verwaltungs-GmbH abgeführt worden ist. Aufgrund von Gewinnvorträgen war bei der ContiTech AG zum 31. Dezember 2006 jedoch gleichwohl ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 102,6 Mio. auszuweisen. Die ordentliche Hauptversammlung vom 22. August 2007 hat beschlossen, diesen Bilanzgewinn vollständig in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

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