MATTIG
& LINDNER GmbH
Forst
(Lausitz)
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A. Darstellung des Geschäftsverlaufs
I.
Wirtschaftsentwicklung / Branchenentwicklung
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland
kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten
Umfeld ins Stocken. Das preisbereinigte
Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich im Jahr 2023 um
0,3 % gegenüber dem Vorjahr vermindert. Die trotz
der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen
Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die
Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige
Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine
geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte
sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen
Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.
Auch die Bauwirtschaft kann im Jahr 2023 kein
Wachstum verbuchen, die Umsätze im Bauhauptgewerbe
verminderten sich gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt
bzw. real um 3,3%. Die Auftragseingänge im
Bauhauptgewerbe haben sich in 2023 um real 4,4% vermindert
(2022: -9,6%).
II. Allgemeine Unternehmensentwicklung
Die Gesamtleistung der MATTIG & LINDNER GmbH
(Umsatz abzgl. Bestandsveränderung unfertiger
Leistungen zzgl. aktivierter Eigenleistungen) minderte sich
in 2023 auf T€ 40.822 (Vorjahr: T€ 44.889).
Zugleich hat sich infolge der Fertigstellung von
Großaufträgen mit entsprechender
Gewinnrealisierung in 2023 der Jahresüberschuss auf
T€ 4.452 (Vorjahr: T€ 981) deutlich
erhöht. Auch in 2023 sind insbesondere durch
krisenbedingte Kostensteigerungen Mehrbelastungen
entstanden, die aber durch die Preisgestaltung
grundsätzlich an die Kunden weitergegeben werden
konnten.
Den wirtschaftlichen Herausforderungen begegnet die
Geschäftsführung insbesondere mit einem
zertifizierten Qualitätsmanagementsystem. Die
Entwicklung der Unternehmenszahlen wird anhand der
Kostenrechnung fortlaufend überprüft.
Durch Zahlungseingänge aus Großprojekten
hat sich die Barliquidität zum Bilanzstichtag zwar um
rd. T€ 1.160 verbessert, allerdings wurde die
Liquidität des Unternehmens durch die
überwiegende Eigenfinanzierung von selbsterstelltem
Anlagevermögen trotz guter Ertragslage weiterhin
belastet. Die langfristigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten wurden durch
kontinuierliche Tilgungen um T€ 562 gemindert.
III. Umsatz- und Kostenentwicklung
1.
Tätigkeitsbereiche
Das Unternehmen ist in folgenden Bereichen tätig
- Schlüsselfertigbau im Industrie- und
Wohnungsbau
- Sanierung von Altbauten sowie industriell
vorgefertigten Wohnungsbauten
- Hallenbau
- Herstellung, Lieferung und Montage von
Betonfertigteilen.
Aufgrund der möglichen industriellen
Vorfertigung, die selbst geleistet wird, erhöht sich
die Wertschöpfungskette im Unternehmen selbst.
2.
Umsatz- und Kostenentwicklung
Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich folgende
Entwicklung:
|
2023
|
|
2022
|
Änderung
|
|
T€
|
|
T€
|
|
%
|
Gesamtleistung
|
|
|
|
|
|
Umsatz
|
73.159
|
|
13.388
|
|
|
Bestandsveränderung unfertige Leistungen
|
-33.147
|
|
30.082
|
|
|
Aktivierte
Eigenleistungen
|
810
|
|
1.419
|
|
|
|
40.822
|
|
44.889
|
|
- 9,1
|
Materialaufwand/Fremdleistungen
|
27.028
|
|
36.248
|
|
- 25,4
|
Personalaufwand
|
5.652
|
|
5.479
|
|
3,2
|
Abschreibungen
Sachanlagen
|
1.208
|
|
1.153
|
|
4,8
|
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
|
778
|
|
843
|
|
- 7,7
|
Sonstige betriebliche
Erträge
|
136
|
|
321
|
|
- 57,6
|
Die Gesamtleistung hat sich im Verhältnis zum
Vorjahr um rd. 9% bzw. T€ 4.067 vermindert. Der
Materialaufwand (einschl. Fremdleistungen) hat sich um rd.
25% bzw. T€ 9.220 auf T€ 27.028
vermindert.
Der Personalaufwand von T€ 5.652 hat sich um
T€ 173 (3,2%) erhöht. Hauptursächlich
hierfür sind Lohnerhöhungen.
IV. Sonstige Angaben
1.
Arbeitnehmerschaft
Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich
125 (Vorjahr: 125) Mitarbeiter beschäftigt, davon rd.
30 Angestellte.Die Qualifikation der gewerblichen
Mitarbeiter ist breit gefächert. U. a. werden Maurer,
Schlosser, Zimmerleute und Betonfacharbeiter
beschäftigt. Hinzu kommen 7 Bauleiter. Fast
sämtliche der gewerblichen Mitarbeiter verfügen
über eine abgeschlossene Berufsausbildung und
Erfahrungen in speziellen Branchen. Das Unternehmen sorgt
für eine ständige Fortbildung der Mitarbeiter, um
den hohen Qualitätsanforderungen der Kunden gerecht zu
werden.
2.
Vermietungsbereich
Der Vermietungsbereich betrifft bei hoher Auslastung
die langfristige Vermietung von Wohnimmobilien und
Betriebsvorrichtungen.
B. Darstellung der Lage
I. Vermögenslage
Die Bilanz zum 31.12.2023 ergibt im Vergleich zum
Vorjahr folgendes Bild:
Aktiva
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
Passiva
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
T€
|
T€
|
|
|
T€
|
T€
|
Anlagevermögen
|
10.918
|
10.753
|
|
Eigenkapital
|
6.968
|
3.316
|
Vorräte
|
9.541
|
42.779
|
|
Rückstellungen
|
1.346
|
770
|
Forderungen Lieferun-
|
|
|
|
Erhalt. Anzahlungen
|
9.916
|
45.581
|
gen und Leistungen
|
634
|
428
|
|
|
|
|
Geldbestände
|
2.273
|
1.114
|
|
Bankverbindlichkeiten
|
1.616
|
2.178
|
Übrige
|
623
|
407
|
|
Übrige
Verbindlichk.
|
4.143
|
3.636
|
|
23.989
|
55.481
|
|
|
23.989
|
55.481
|
Kennzahlen (in T€):
- Anlagenintensität
|
=
|
Anlagevermögen x 100 Gesamtkapital
|
|
|
|
=
|
10.918 x 100 23.989
|
=
|
45,5 % (Vorjahr
19,4 %)
|
- Intensität
des Umlauf- vermögens
|
=
|
Umlaufvermögen x 100 Gesamtkapital
|
|
|
|
=
|
13.071 x 100 23.989
|
=
|
54,5 % (Vorjahr
80,6 %)
|
- Eigenkapitalquote
|
=
|
Eigenkapital x 100 Gesamtkapital
|
|
|
|
=
|
6.968 x 100 23.989
|
=
|
29,0 % (Vorjahr
6,0 %)
|
- Verschuldungsgrad
|
=
|
Fremdkapital x 100 Gesamtkapital
|
|
|
|
=
|
17.021 x 100 23.989
|
=
|
71,0 % (Vorjahr
94,0 %)
|
(Als Gesamtkapital ist die gesamte Passivseite der
Bilanz angesetzt).
II.FinanzlageBei Gegenüberstellung von
kurzfristigen Vermögensposten und kurzfristigen
Verbindlichkeiten ergibt sich zum 31.12.2023 folgendes
Bild:
Kurzfristige Vermögensposten
|
T€
|
|
Kurzfristige Verbindlichkeiten
|
T€
|
Vorräte
|
9.541
|
|
Rückstellungen
|
1.346
|
Forderungen aus
Lieferungen
|
|
|
Verbindlichkeiten
Kreditinstitute
|
361
|
und Leistungen
|
634
|
|
|
|
|
|
|
Erhaltene Anzahlungen
|
9.916
|
sonstige
Vermögensgegenstände
|
588
|
|
|
|
|
|
|
Verbindlichkeiten Lief.
u. Leist.
|
1.471
|
Geldbestände
|
2.273
|
|
|
|
|
|
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
2.359
|
|
13.036
|
|
|
15.453
|
(Vorjahr:
|
44.728
|
)
|
(Vorjahr:
|
49.757
|
)
|
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zu rd. 84%
(Vorjahr: 90%) durch die kurzfristigen Vermögensposten
gedeckt.
Im Geschäftsjahr 2023 errechnet sich folgender
cash flow:
|
|
€
|
1. Jahresüberschuss
|
|
4.451.785
|
2. zzgl.
Ab-/Zuschreibungen Anlagevermögen
|
|
1.208.233
|
3. abzgl.
Investitionen in das Anlagevermögen
|
|
-1.372.856
|
4. zzgl.
Einzahlungen aus Anlagenabgängen
|
|
897
|
5. abzgl. Gewinn
aus Anlagenabgängen
|
|
-891
|
6. Zunahme
Rückstellungen
|
|
576.286
|
7. Abnahme
Forderungen und sonstiger Aktiva
|
|
32.850.879
|
8. Abnahme
Verbindlichkeiten und sonstiger Passiva
|
|
-34.193.124
|
9. Gewinnausschüttungen
|
|
-1.800.000
|
10. Auszahlungen
zur Tilgung von Bankdarlehen
|
|
-562.045
|
cash flow
|
|
1.159.164
|
Finanzmittelfonds am 1.1.
|
|
1.113.582
|
Finanzmittelfonds am 31.12.
|
|
2.272.746
|
Bei dem Finanzmittelfonds handelt es sich um die
Geldbestände von T€ 2.273 (Vorjahr: T€
1.114). Kontokorrentkredite wurden zum Bilanzstichtag bei
Kontokorrentlinien von insgesamt T€ 2.500 (Vorjahr:
T€ 2.500) nicht in Anspruch genommen.
Der cash flow setzt sich wie folgt zusammen:
|
|
€
|
- aus
laufender Geschäftstätigkeit
|
|
4.894.059
|
- aus
Investitionstätigkeit
|
|
-1.372.850
|
- aus
Finanzierungstätigkeit
|
|
-2.362.045
|
|
|
1.159.164
|
III. Ertragslage
Bedeutende Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung
der letzten 5 Jahre im Überblick:
|
2023
|
2022
|
2021
|
2020
|
2019
|
|
T€
|
T€
|
T€
|
T€
|
T€
|
Umsatzerlöse
|
73.159
|
13.388
|
20.279
|
30.557
|
19.021
|
Gesamtleistung
|
40.822
|
44.889
|
25.126
|
22.274
|
25.892
|
Jahresüberschuss
|
4.452
|
981
|
839
|
603
|
726
|
Kennzahlen (in T€):
- Rentabilität
des
Eigenkapitals
|
=
|
Gewinn x 100 Eigenkapital
|
|
|
|
=
|
4.452 x 100 6.968
|
=
|
63,9 % (Vorjahr
29,6%)
|
- Rentabilität
des
Gesamtkapitals
|
=
|
Gewinn + Fremdkapitalzinsen x 100
Gesamtkapital
|
|
|
|
=
|
(4.452 + 73) x 100
8.584
|
=
|
52,7 % (Vorjahr
19,9 %)
|
(Als Gesamtkapital sind das Eigenkapital sowie die
Bankverbindlichkeiten berücksichtigt)
C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Prognose
Die Auswirkungen des Ukrainekrieges und dessen Folgen
für die deutsche Wirtschaft lassen sich weiterhin kaum
einschätzen, Rezessionssorgen bestehen fort. Es wird
erwartet, dass die bereits in Vorjahren eingetretene
Inflation sich in 2024 mit rückläufiger Tendenz
fortsetzt. Der damit einhergehende Anstieg des Zinsniveaus
wirkt sich zunehmend negativ auf die deutsche Bauwirtschaft
aus.
Gegenwärtig wird bei der MATTIG & LINDNER
GmbH ein hoher Auftragsbestand abgearbeitet, dessen
Abschluss sich planmäßig bis nach 2025
erstreckt, so dass für 2024 mit einer hohen Auslastung
zu rechnen ist. Vertragsrisiken sind gegenwärtig im
Wesentlichen nicht ersichtlich.
Für 2024 wird ein Jahresgewinn vor Steuern von
T€ 1.100 bei einem Umsatz von T€ 18.000 und einem
Finanzmittelbestand von T€ 650 erwartet.
Wirtschaftliche Chancen
Grundsätzlich wird unter Berücksichtigung
folgender Aspekte die wirtschaftliche Entwicklung der
MATTIG & LINDNER GmbH positiv gesehen:
- Es wird erwartet, dass die negativen Auswirkungen
des Ukrainekonflikts nach 2024 an Bedeutung verlieren und
die Baubranche durch die Politik Unterstützung
erfährt.
- Fortbestand einer Stammkundschaft mit guten
Referenzen
- Überregionale Tätigkeit mit Schwerpunkt
in Berlin
- Hohe Auslastung
- Qualitätssicherung durch eigenen Personalstamm
und feste Subunternehmen
- langjähriger hochqualifizierter Personalstamm
- Konstante langjährige Geschäftsleitung
- Familiengeführtes Unternehmen mit
schrittweiser Einbeziehung der nächsten Generation
Wirtschaftliche Risiken
Von der o.g. Entwicklung wird auch die MATTIG &
LINDNER GmbH nicht verschont bleiben. Risiken ergeben sich
aus einem breiten Anstieg der Kosten und einem drohenden
Rückgang der Bauaufträge. Zudem bleibt
abzuwarten, inwieweit auch künftig erhöhte Kosten
an Kunden weitergegeben werden können.
Durch langfristige Kunden- und Lieferantenbeziehungen
dürften Risiken abgefedert werden.
Trotz der genannten Krisenszenarien, der zu
erwartenden Rezession und deren Risiken/Auswirkungen sind
wirtschaftliche Risiken, die den Fortbestand des
Unternehmens beeinträchtigen könnten,
gegenwärtig nicht ersichtlich. Allerdings könnte
der Ausfall wesentlicher Forderungen oder der Verlust
anderer Vermögenswerte in Zeiten geringer
Liquiditätsreserven Schwierigkeiten verursachen.
Konkrete Anhaltspunkte für solche Entwicklungen
bestehen zurzeit nicht.
Das Risiko, dass nicht mehr ausreichend Fachpersonal
zur Verfügung steht, gewinnt künftig an
Bedeutung, ist gegenwärtig aber aufgrund der
langjährigen Zusammenarbeit mit Subunternehmen
überschaubar.
Forst, den 30. Juni 2024
gez.
Die Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
10.917.563,40 |
10.752.946,40 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
27,00 |
8.259,00 |
| II.
Sachanlagen |
10.914.536,40 |
10.741.687,40 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
7.599.450,40 |
5.837.436,60 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
2.820.985,00 |
3.059.130,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
494.101,00 |
424.332,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
1.420.788,80 |
| III.
Finanzanlagen |
3.000,00 |
3.000,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
13.071.221,02 |
44.727.782,56 |
| I.
Vorräte |
9.541.448,12 |
42.778.915,00 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
1.257.026,57 |
835.285,92 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
2.272.746,33 |
1.113.581,64 |
| Aktiva |
23.988.784,42 |
55.480.728,96 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
6.967.534,54 |
3.315.749,84 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
26.000,00 |
26.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
2.489.749,84 |
2.308.299,03 |
| III.
Jahresüberschuss |
4.451.784,70 |
981.450,81 |
| B.
Rückstellungen |
1.346.345,30 |
770.058,70 |
| C.
Verbindlichkeiten |
15.674.904,58 |
51.394.920,42 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
1.615.747,62 |
2.177.792,81 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
0,00 |
1.000.000,00 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
14.059.156,96 |
48.217.127,61 |
| Passiva |
23.988.784,42 |
55.480.728,96 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
13.930.586,33 |
8.962.659,36 |
| 2.
Personalaufwand |
5.651.969,50 |
5.479.447,14 |
| a)
Löhne und Gehälter |
4.308.067,09 |
4.175.480,48 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.343.902,41 |
1.303.966,66 |
| davon
für Altersversorgung |
6.978,63 |
7.634,64 |
| 3.
Abschreibungen |
1.208.232,76 |
1.153.804,27 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
1.208.232,76 |
1.153.804,27 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
777.942,96 |
843.350,12 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
11.996,70 |
6.417,57 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
73.097,88 |
112.396,56 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
1.765.120,78 |
384.363,58 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
4.466.219,15 |
995.715,26 |
| 9.
sonstige Steuern |
14.434,45 |
14.264,45 |
| 10.
Jahresüberschuss |
4.451.784,70 |
981.450,81 |
Anhang
I. Vorbemerkung
Die MATTIG & LINDNER GmbH hat ihren Sitz in 03149
Forst und ist eingetragen in das Handelsregister mit der
Register-Nr. B 822 CB beim Amtsgericht Cottbus. Die
Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die
Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH
gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Jahresabschluss wurde nach den
Rechnungslegungsvorschriften der §§ 238 ff.
HGB unter Berücksichtigung der Besonderheiten für
Kapitalgesellschaften nach den §§ 264 ff.
HGB erstellt. Bei der Bewertung wurde von der
Fortführung des Unternehmens ausgegangen.
Das Anlagevermögen wurde zu
Anschaffungs-/Herstellungskosten, vermindert um
planmäßige lineare bzw. degressive
Abschreibungen gemäß der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt.
Das Umlaufvermögen wurde wie folgt bilanziert:
Die Vorräte wurden grundsätzlich zu
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sowie die Geldbestände
wurden zum Nominalwert angesetzt. Die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen wurden wie folgt abgewertet:
- Durch Einzelwertberichtigungen in Höhe
von € 38.885
- Durch Pauschalwertberichtigung in Höhe
von € 4.962
Die Rückstellungen werden in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem
Erfüllungsbetrag, die erhaltenen Anzahlungen netto,
d.h. nach Abzug der Umsatzsteuer, ausgewiesen.
III. Angaben zur Bilanz
Die Bilanz wird nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB
gegliedert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
enthalten mit T€ 6,3 Forderungen gegen Gesellschafter.
Zu: BP Akt. A.
Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung des
Anlagevermögens ergibt sich aus dem
Anlagenspiegel:
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten
|
|
|
|
Stand
|
Zugänge
|
Um-
|
Abgänge
|
Stand
|
|
|
1.1.2023
|
|
buchung
|
|
31.12.2023
|
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
€
|
Akt. A. I.
|
Immaterielle Ver-
|
|
|
|
|
|
|
mögensgegenstände
|
228.304,04
|
26.910,00
|
0,00
|
0,00
|
255.214,04
|
Akt. A. II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke und Bauten
|
|
|
|
|
|
einschließlich der Bauten
|
|
|
|
|
|
auf fremden
Grundstücken
|
13.594.298,62
|
0,00
|
2.252.057,80
|
0,00
|
15.846.356,42
|
2.
|
technische
Anlagen
|
|
|
|
|
|
und Maschinen
|
8.028.252,88
|
208.109,45
|
0,00
|
0,00
|
8.236.362,33
|
3.
|
Betriebs- und
|
|
|
|
|
|
|
Geschäftsausstattung
|
3.744.165,32
|
306.567,31
|
0,00
|
38.820,31
|
4.011.912,32
|
4.
|
Anlagen im Bau
|
1.420.788,80
|
831.269,00
|
-2.252.057,80
|
0,00
|
0,00
|
|
|
26.787.505,62
|
1.345.945,76
|
0,00
|
38.820,31
|
28.094.631,07
|
Akt. A. III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Genossenschaftsanteile
|
3.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
3.000,00
|
|
|
3.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
3.000,00
|
|
|
27.018.809,66
|
1.372.855,76
|
0,00
|
38.820,31
|
28.352.845,11
|
|
|
kumulierte Abschreibungen
|
|
|
Stand
|
Abschreibung
|
Abgänge
|
Stand
|
|
|
1.1.2023
|
lfd. Jahr
|
|
31.12.2023
|
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
Akt. A. I.
|
Immaterielle Ver-
|
|
|
|
|
|
mögensgegenstände
|
220.045,04
|
35.142,00
|
0,00
|
255.187,04
|
Akt. A. II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke und Bauten
|
|
einschließlich der Bauten
|
|
auf fremden
Grundstücken
|
7.756.862,02
|
490.044,00
|
0,00
|
8.246.906,02
|
2.
|
technische
Anlagen
|
|
und Maschinen
|
4.969.122,88
|
446.254,45
|
0,00
|
5.415.377,33
|
3.
|
Betriebs- und
|
|
|
|
|
|
Geschäftsausstattung
|
3.319.833,32
|
236.792,31
|
38.814,31
|
3.517.811,32
|
4.
|
Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
16.045.818,22
|
1.173.090,76
|
38.814,31
|
17.180.094,67
|
Akt. A. III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Genossenschaftsanteile
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
16.265.863,26
|
1.208.232,76
|
38.814,31
|
17.435.281,71
|
|
|
Buchwerte
|
|
|
|
Stand
|
Stand
|
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
|
€
|
€
|
Akt. A. I.
|
Immaterielle Ver-
|
|
|
|
mögensgegenstände
|
27,00
|
8.259,00
|
Akt. A. II.
|
Sachanlagen
|
|
|
1.
|
Grundstücke und Bauten
|
|
einschließlich der Bauten
|
|
auf fremden
Grundstücken
|
7.599.450,40
|
5.837.436,60
|
2.
|
technische
Anlagen
|
|
und Maschinen
|
2.820.985,00
|
3.059.130,00
|
3.
|
Betriebs- und
|
|
|
|
Geschäftsausstattung
|
494.101,00
|
424.332,00
|
4.
|
Anlagen im Bau
|
0,00
|
1.420.788,80
|
|
|
10.914.536,40
|
10.741.687,40
|
Akt. A. III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
Genossenschaftsanteile
|
3.000,00
|
3.000,00
|
|
|
3.000,00
|
3.000,00
|
|
|
10.917.563,40
|
10.752.946,40
|
Zu: BP Pass. C.
Verbindlichkeiten
Angaben zu den Verbindlichkeiten enthält der
Verbindlichkeitenspiegel:
Die in der
Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben folgende
Restlaufzeiten bzw. sind wie folgt gesichert:
|
Restlaufzeit
|
bis zu
|
über
|
davon über
|
|
davon
|
Art der
|
|
1 Jahr
|
1 Jahr
|
5 Jahren
|
gesamt
|
gesichert
|
Sicherheit
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
€
|
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
|
361.340
|
1.254.408
|
182.965
|
1.615.748
|
1.615.748
|
Grundschulden,
|
|
|
|
|
|
|
Bürgschaften u.a.
|
erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen
|
9.916.099
|
0
|
0
|
9.916.099
|
0
|
keine
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen
|
|
|
|
|
|
|
und Leistungen
|
1.471.216
|
278.046
|
0
|
1.749.262
|
0
|
keine
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
2.358.643
|
0
|
0
|
2.358.643
|
0
|
keine
|
|
14.107.298
|
1.532.454
|
182.965
|
15.639.752
|
1.615.748
|
|
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten keine
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr:
€ 1.000.000,00).
sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen
aus Pachtverträgen mit nahestehenden Unternehmen von
T€ 186. Darüberhinaus bestehen zum 31. Dezember
2023 keine wesentlichen sonstigen finanziellen
Verpflichtungen.
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB
gegliedert.
V. Sonstige Angaben
Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:
- Herr Dipl.-Ing. Michael Lindner
- Herr Dipl.-Ing. Christian Lindner
Mit Gesellschafterbeschluss vom 19.12.2023 wurde Herr
Dipl.-Ing. Stephan Lindner als weiterer
Geschäftsführer bestellt.
Eine Berichterstattung gemäß
§ 285 Nr. 9a HGB
(Gesamtbezüge für die Mitglieder des
Geschäftsführungsorgans) wurde unter
Inanspruchnahme von
§ 286 Abs. 4 HGB unterlassen.
Im Berichtsjahr wurden Bauleistungen
(Umsatzerlöse abzgl. Bestand unfertige Leistungen) an
nahestehende Personen von rd. T€ 10.036 (Vorjahr:
Bestandserhöhung unfertige Leistungen T€ 21.422)
erbracht.
Die Gesellschaft beschäftigte im
Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 117 (Vorjahr: 119)
Mitarbeiter (berechnet nach
§ 267 Abs. 5 HGB).
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Ergebnisverwendung: Es ist vorgesehen, den um den
Jahresüberschuss 2023 erhöhten Bilanzgewinn in
Höhe von T€ 625 auszuschütten und im
Übrigen auf neue Rechnung vorzutragen.
sonstige Berichtsbestandteile
Forst, den 30. Juni 2024
gez.
Die Geschäftsführer
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 14.11.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten
verkürzten Jahresabschluss wurden
größenabhängige Erleichterungen in Anspruch
genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und
Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk
erteilt:
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
An die MATTIG & LINDNER GmbH, Forst (Lausitz)
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der MATTIG &
LINDNER GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MATTIG
& LINDNER GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach
unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in
allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichtes
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für
die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen,
um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit
dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser
Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit
nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des
Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der
Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit
dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von
ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Berlin, den 26. Juli
2024
DOMUS Steuerberatungs-AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin
gez.
Torsten Fechner, Wirtschaftsprüfer
gez.
Marius Rohmann, Wirtschaftsprüfer
|