VAM GmbH
Selbe AdresseReparatur und Instandhaltung von elektrischen Ausrüstungen
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hugo Kern und Liebers GmbH & Co. KG Platinen- und FedernfabrikSchrambergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen1. Struktur und Geschäftszweck des Konzerns Die Kern-Liebers-Gruppe ist ein internationaler Zulieferer im Wesentlichen für die Branchen Automobil, Haushalt & Gebäude, Textilmaschinen, Anlagenbau und Energie. Die Unternehmensgruppe entwickelt, fertigt und vertreibt im Inland mit 16 Konzerngesellschaften. Die Muttergesellschaft Hugo Kern und Liebers GmbH & Co. KG Platinen- und Federnfabrik, Schramberg, mit einem Umsatz in Höhe von 113,1 Mio. EUR und durchschnittlich 918 Mitarbeitenden ist die größte Einheit im Konzern. Im Ausland wird die Kern-Liebers-Gruppe durch 24 Produktionsgesellschaften sowie durch 3 Vertriebsgesellschaften vertreten. Die großen Einheiten im Ausland sind Kern-Liebers CR Spol. S.r.o., Budweis, Tschechien, mit ca. 520 Mitarbeitenden, die Kern-Liebers (India) Pvt. Ltd., Tumkur, Indien, mit ca. 450 Mitarbeitenden, die Gesellschaften in China mit ca. 960 Mitarbeitenden sowie die Gesellschaften in USA/Mexiko mit ca. 970 Mitarbeitenden. Die Kern-Liebers-Gruppe war im Berichtsjahr international in drei Geschäftsfelder und einem Geschäftsbereich organisiert. Im Geschäftsfeld Drahtfedern und Kunststoffverbund werden im Wesentlichen Druck-, Zug-, Schenkel- und Mikrofedern, Spezialdrähte und Kunststoffverbundteile für die Anwendungsgebiete Automotive, Elektro- und Elektronikindustrie sowie Medizintechnik produziert. Das Geschäftsfeld Stanzbiegeteile und Bandfedern umfasst neben Stanzbiegeteilen die Bandfedern mit den wesentlichen Produkten Sicherheitsgurtfedern, Kabelaufrollerfedern sowie Schwere Federn und Starterfedern. Das Geschäftsfeld Stanzteile stellt Präzisionsteile und Mikrostanzteile im Wesentlichen für verschiedene Automotive-Anwendungen her. Der Geschäftsbereich Textil produziert und vertreibt Komponenten für Rund- und Flachstrickmaschinen, für Raschel-, Wirk- und Webmaschinen sowie für Spannrahmen und Kämmmaschinen. Die assoziierten Unternehmen C.D. Wälzholz-Kern-Liebers GmbH, Schramberg, mit der Tochtergesellschaft Taicang Wälzholz-Kern-Liebers New Material Co. Ltd., Taicang, VR China, sowie die Brand Kern-Liebers GmbH, Anröchte, mit den Tochtergesellschaften Brand Kern-Liebers Precision Parts (Taicang), Co. Ltd., Taicang, VR China, und Brand Kern-Liebers Mexico S.A. de C.V., El Marqués, Mexiko, werden nach der Equity-Methode bilanziert. 2. Entwicklung von relevanten Branchen und Gesamtwirtschaft, Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf Im Kalenderjahr 2021 konnte sich die Weltwirtschaft von den drastischen Auswirkungen des ersten Corona-bedingten Lockdowns im Frühjahr 2020 deutlich erholen und das weltweite Wirtschaftswachstum lag mit 6,1% auf einem hohen Niveau. Für das Kalenderjahr 2022 wird lediglich noch mit einem Wachstum von 3,2% gerechnet. Hier machen sich Störungen der Lieferketten, Inflation, steigende Zinsen und die Folgen des Krieges in der Ukraine bemerkbar. Das Vor-Corona Niveau wurde immer noch nicht in allen Bereichen wieder erreicht. Die weltweite Produktion von Kraftfahrzeugen (knapp 60 % der Umsätze werden mit Kunden in der Automobil- bzw. der Automobilzulieferindustrie erzielt) hat sich wie folgt entwickelt:
Statistik vom Verband der Automobilindustrie (www.vda.de) * teilweise vorläufig bzw. geschätzt ** einschl. Light Trucks Die Automobilproduktion hat sich nach dem Corona-bedingten Einbruch des Vorjahres zwar verbessert, hat aber ihr früheres Niveau von über 80 Mio. Fahrzeugen pro Jahr noch nicht wieder erreicht. 3. Produktion Bei den meisten Gesellschaften des Geschäftsfelds Drahtfedern und Kunststoffverbund lag die Auslastung der Produktion auf einem befriedigenden Niveau, ähnlich dem des Vorjahres. Eine Optimierung der Produktionsstruktur Drahtfedern in den USA wurde umgesetzt, weitere in Deutschland und in China sind in Planung. Die Auslastung der Produktion des Geschäftsfelds Stanzbiegeteile und Bandfedern lag weiterhin auf einem guten Niveau. Hier spielen immer noch positive Sondereffekte in den Bereichen Bau und Garten bei einzelnen Gesellschaften eine Rolle. Zur Optimierung der Produktionsstruktur ist ein Ausbau des Standortes Monterrey, Mexiko, in Umsetzung. Im Geschäftsfeld Stanzteile hat sich die Auftragslage an den meisten Standorten etwas verschlechtert. In diesem Geschäftsfeld machen sich rückläufige Produktionszahlen bei Verbrennungsmotoren sowie auch die Effekte der Corona-Lockdowns in China am stärksten bemerkbar. Im Geschäftsbereich Textil ist die Auslastung der Produktion ähnlich wie im Vorjahr und damit noch nicht auf einem ausreichenden Niveau. Zur Optimierung der Produktionsstruktur wurde ein Standort in Deutschland geschlossen. 4. Forschung und Entwicklung Die Kern-Liebers-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2021/22 ihre Aufwendungen in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Optimierung von Prozessen nach den Sparmaßnahmen, die in den Vorjahren als Folge der Umsatzeinbrüche wegen der Corona-Pandemie notwendig wurden, jetzt wieder erhöht. Diese lagen bei insgesamt 27,6 Mio. EUR bzw. 3,7 % vom Umsatz (Vj. 25,5 Mio. EUR bzw. 3,5 % vom Umsatz). Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Kern-Liebers-Gruppe gliedern sich in 3 Teilbereiche: - Als Komponentenhersteller im Auftrag unserer Kunden arbeiten wir kontinuierlich an der Verbesserung der Produkte, deren rationelleren Herstellung und deren Weiterentwicklung für zukünftige Modellgenerationen. Diese Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind dezentral in den Geschäftsfeldern bzw. -bereichen auf Ebene der Kundenberatung und Planung angeordnet und nutzen die Zentralbereiche für die Umsetzung. - Zentrale Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen unterstützen die Geschäftsfelder und -bereiche bzw. geben Impulse für neue, innovative Fertigungstechnologien. Dabei greifen sie auf Labore und Technikumsanlagen zurück. Außerdem decken sie den Bereich der externen Forschungsaktivitäten ab. Es werden dabei verschiedene Universitätsprojekte aktiv mit Personal- und Sachleistungen begleitet sowie Forschungsaufträge vergeben. - Schwerpunkt zur Gewinnung neuer Produkte ist die Erprobung und Einführung neuer Fertigungstechnologien aus Kombinationen von Materialbearbeitung mit Laser, Umformung und Mikropräzisionszerspanung. Ressourceneffiziente und vernetzte Produktionstechnologien stehen dabei im Vordergrund. Parallel dazu müssen Prüftechnologien für diese Entwicklungen geschaffen werden. 5. Personal- und Sozialbereich Die Anzahl der Mitarbeitenden einschließlich der Auszubildenden hat sich in der Kern-Liebers-Gruppe zum Bilanzstichtag 30. Juni 2022 im Vergleich zum Vorjahr von 7.210 um -3,2 % auf 6.980 Mitarbeitende reduziert. Der Rückgang des Personalstands betraf alle Bereiche und spiegelt den bei Herausrechnung von Materialteuerung und Wechselkurseffekten leicht reduzierten Umsatz des Geschäftsjahres wider. Regional waren fast alle Regionen und Tochtergesellschaften davon betroffen. Die Quote der ungewollten Fluktuation (nicht geplante Abgänge von Mitarbeitern) liegt im Berichtszeitraum am Stammsitz in Schramberg bei 4,0 % (Vj. 3,4 %) und der Krankenstand liegt bei durchschnittlich 5,1 % (Vj. 3,7 %). Beide Werte sind nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. In den deutschen Gesellschaften befanden sich im Geschäftsjahresdurchschnitt 191 Mitarbeiter in Ausbildung (Vj. 224), davon ca. 85 % in gewerblich-technischen Berufen. Ziel ist es, durch Kooperationen mit Schulen und Hochschulen der Region junge Menschen zu fördern und möglichst frühzeitig vor allem an technische Berufe heranzuführen. 6. Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Zum Ende des Geschäftsjahres 2021/22 waren 32 Unternehmen der Kern-Liebers-Gruppe nach den Umweltmanagementanforderungen ISO 14001 zertifiziert, davon 18 in Europa, 6 in Amerika sowie 8 in Asien. Aufgrund von Kundenanforderungen einerseits sowie zur Umsetzung rechtlicher Anforderungen andererseits werden im Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz mit Schwerpunkt Gefahrstoff- und Emissionsrecht ausreichende personelle Ressourcen vorgehalten, verantwortliche Personen und Beauftragte benannt und den Beteiligungsgesellschaften eine einheitliche Managementdokumentation bereitgestellt. Bislang sind keine Risikofälle in der Gruppe aufgetreten. Die etablierten Standards in der Unternehmensgruppe im Umwelt- und Gesundheitsschutz haben unseres Erachtens ein angemessenes Niveau. 7. Qualitätsmanagement Mit Abschluss des Geschäftsjahres 2021/22 waren weltweit 35 Unternehmen der Kern-Liebers-Gruppe nach dem Qualitätsstandard ISO 9001 zertifiziert, von denen 29 Unternehmen ein IATF 16949-Zertifikat nach den ergänzenden Automobilanforderungen besitzen, davon 16 in Europa, 6 in den USA und Mexiko sowie 7 Unternehmen in Asien. Die Gesellschaften im Geschäftsbereich Textil werden in Abstimmung mit den Kunden nicht nach ISO 9001 zertifiziert, jedoch werden alle etablierten Qualitätsstandards zur Sicherstellung der Produktqualität aufrechterhalten sowie das QM-System und seine Weiterentwicklung durch interne Audits überwacht. B. wirtschaftliche Lage des Konzerns1. Ertragslage Die wesentliche finanziellen Leistungsindikatoren für Kern-Liebers sind Umsatz und EBIT. Die Kern-Liebers-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen konsolidierten Umsatz in Höhe von 751,8 Mio. EUR erwirtschaftet, 2,6 % mehr als im Vorjahr. Hauptgrund für den Umsatzanstieg ist vor allem die Weitergabe von Materialpreissteigerungen sowie auch Wechselkurseffekte. Ohne diese beiden Effekte ergäbe sich näherungsweise ein leichter Umsatzrückgang. Dies betraf alle Geschäftsfelder und -bereiche, lediglich der Bereich Stanzbiegeteile und Schwere Federn innerhalb des Geschäftsfeldes Stanzbiegeteile und Bandfedern konnte auch ein Volumenwachstum im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Der Anstieg der Betriebsleistung lag in der Größenordnung des Umsatzwachstums, da Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen auf dem Niveau des Vorjahres lagen. Da die meisten Aufwandspositionen, insbesondere der Materialaufwand, sich erhöht haben, reduzierte sich der Konzernjahresüberschuss (vor nicht beherrschenden Anteilen) im Vergleich zum Vorjahr von 42,1 Mio. EUR auf 13,5 Mio. EUR. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich von 63,5 Mio. EUR im Vorjahr auf jetzt 34,0 Mio. EUR. Im Einzelnen entwickelten sich die Geschäftsfelder und -bereiche wie folgt: Das Geschäftsfeld Drahtfedern und Kunststoffverbund verzeichnete mit 214 Mio. EUR einen konsolidierten Umsatz, der um 2,4 % über dem Niveau des Vorjahres lag. Die Umsatzerlöse des Bereichs Stanzbiegeteile und Schwere Federn innerhalb des Geschäftsfeldes Stanzbiegeteile und Bandfedern betrugen im Berichtsjahr 209 Mio. EUR und liegen somit um 12,3 % über dem Vorjahreswert in Höhe von 186 Mio. EUR. Der konsolidierte Umsatz des Bereichs Trieb- und Rollfedern innerhalb des Geschäftsfeldes Stanzbiegeteile und Bandfedern betrug im Geschäftsjahr 2021/22 125 Mio. EUR und liegt somit um 1,6 % unter dem Vorjahreswert. Auch das Geschäftsfeld Stanzteile musste einen Umsatzrückgang hinnehmen, und zwar um -2,6 % auf 149 Mio. EUR. Der Geschäftsbereich Textil verzeichnete einen konsolidierten Umsatz in Höhe von 55 Mio. EUR und liegt somit um -5,2 % unter dem Vorjahreswert. Der Anteil der Geschäftstätigkeit der Auslandsgesellschaften vor Eliminierungen reduzierte sich von 45 % im Vorjahr auf 43 % im Berichtsjahr. Im Berichtszeitraum konnte die Kern-Liebers-Gruppe um Innenaufträge bereinigte Auftragseingänge in Höhe von 762,8 Mio. EUR verzeichnen. Somit liegen im Geschäftsjahr 2021/22 die Auftragseingänge der Gruppe um 1,5 % über den Umsatzerlösen. In den meisten Geschäftsfeldern- und Bereichen liegen die Auftragseingänge zwischen 1,9 % und 3,6 % über den Umsätzen, lediglich im Bereich Trieb- und Rollfedern innerhalb des Geschäftsfeldes Stanzbiegeteile und Bandfedern um 3,2% darunter. Die Betriebsleistung im Konzern hat sich von 746,8 Mio. EUR im Vorjahr um 2,5 % auf 765,3 Mio. EUR erhöht. Der Materialaufwand hat sich von 341,0 Mio. EUR um 10,6 % auf 377,1 Mio. EUR erhöht. Der Materialaufwand in Relation zur Betriebsleistung erhöhte sich von 45,7 % im Vorjahr auf 49,3 % im Berichtszeitraum. Das lag im Wesentlichen an den deutlich gestiegenen Rohmaterialpreisen. Die Lieferantenstruktur hat sich weltweit nicht wesentlich verändert. Der Personalaufwand erhöhte sich absolut von 256,8 Mio. EUR auf 269,1 Mio. EUR. Die Personalaufwandsquote im Verhältnis zur Betriebsleistung erhöhte sich von 34,4 % auf 35,2 %. Hauptgründe für den Anstieg des Personalaufwands sind Entgeltsteigerungen, der teilweise Wegfall von Kürzungen bei Sonderzahlungen durch Ergänzungstarifverträge bei einigen wesentlichen Gesellschaften sowie im Vergleich zum Vorjahr höhere Restrukturierungsaufwendungen. Gegenläufig wirkte die um ca. 140 reduzierte durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeitenden sowie die etwas höheren Einsparungen durch Kurzarbeit (8,8 Mio. EUR, Vj. 6,7 Mio. EUR) bei den deutschen Gesellschaften. Der Anstieg der Personalaufwandsquote wurde aufgrund des durch die Weitergabe der Materialteuerung bedingten Anstiegs der Betriebsleistung gedämpft. Der Anstieg der Abschreibungen von 47,2 Mio. EUR auf 49,0 Mio. EUR liegt im Wesentlichen an einer Sonderabschreibung auf Firmenwerte aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung in Höhe von 3,2 Mio. EUR. Ohne diese Sonderabschreibung wären die Abschreibungen aufgrund weiterhin verhaltener Investitionstätigkeit leicht zurückgegangen. Der Anteil der Abschreibungen an der Betriebsleistung erhöhte sich von 6,3 % auf 6,4 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr von 57,9 Mio. EUR auf 56,6 Mio. EUR reduziert. Die Aufwandsquote auf Basis der Betriebsleistung reduzierte sich von 7,8 % im Vorjahr auf 7,4 % im Berichtsjahr. Die EBIT-Marge auf Basis der Betriebsleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 8,5 % auf 4,4 % reduziert. 2. Finanzlage Die Finanzierung der Kern-Liebers Gruppe stützt sich im Wesentlichen auf Banken (neu abgeschlossene Konsortialfinanzierung mit Laufzeit bis Dezember 2024 und Verzinsung mit Euribor zzgl. variabler Marge und langfristige Darlehen im Inland sowie Kreditlinien und langfristige Darlehen im Ausland) sowie auf langfristige Darlehen von Gesellschaftern und der nicht zum Konsolidierungskreis gehörenden Immobiliengesellschaft Dr. Kurt Steim GmbH & Co. KG. Dadurch wird der laufende Geschäftsbetrieb finanziert und es werden Reserven für Krisen, größere Investitionen oder Akquisitionen vorgehalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich von 121,8 Mio. EUR im Vorjahr auf jetzt 125,7 Mio. EUR. Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie gegenüber der Dr. Kurt Steim GmbH & Co. KG reduzierten sich von 61,5 Mio. EUR auf 53,7 Mio. EUR. Die flüssigen Mittel im Konzern (Wertpapiere, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind von 52,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 37,0 Mio. EUR zurückgegangen. Werden die flüssigen Mittel von den oben genannten Verbindlichkeiten abgezogen, ergeben sich zum 30.06.2022 Nettofinanzverbindlichkeiten in Höhe von 142,4 Mio. EUR. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 131,1 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der um 37,3 Mio. EUR auf 688,0 Mio. EUR gestiegenen Bilanzsumme ergibt sich eine prozentuale Nettofinanzverschuldung in Relation zur Bilanzsumme von 20,7 % gegenüber 20,1 % im Vorjahr. Die konzernweit bestehenden zugesagten, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien, unterliegen teilweise lokalen gesetzlichen Beschränkungen bei der Verfügbarkeit des Kapitals. Unter Berücksichtigung eines Sicherheitsabschlags dafür sowie Hinzurechnung der flüssigen Mittel ergibt sich zum Bilanzstichtag insgesamt eine verfügbare Liquidität (Headroom) von 87 Mio. EUR. Absolut gesehen hat sich das Eigenkapital in der Konzernbilanz von 293,3 Mio. EUR auf 318,0 Mio. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich unter Berücksichtigung der gestiegenen Bilanzsumme von 45,1 % auf 46,2 %. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr mit 36,3 Mio. EUR um -62,4 Mio. EUR unter dem Vorjahr (98,7 Mio. EUR). Dazu beigetragen haben vor allem der deutlich unter dem Vorjahr liegende Konzernjahresüberschuss und die Zunahme der Vorräte und der Forderungen. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr -29,8 Mio. EUR (Vj. -36,8 Mio. EUR). Die Auszahlungen für Investitionen waren im Vergleich zum Vorjahr etwas höher, allerdings wurde dies durch die höheren Zuflüsse aus dem Abgang von Sachanlagen (im Wesentlichen Verkauf von Gebäuden) überkompensiert. Außerdem waren im Vorjahr noch Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an Tochterunternehmen enthalten. Die Mittelzuflüsse aus der Neuaufnahme von Darlehen lagen um -4,2 Mio. EUR unter den Abflüssen aus der Tilgung von Darlehen (Vj. -17,1 Mio. EUR). Außerdem haben die Gesellschafter des Mutterunternehmens im Berichtsjahr -12,5 Mio. EUR entnommen (Vj. +3,1 Mio. EUR). Insgesamt war der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit daher negativ (-23,9 Mio. EUR, Vj. -20,8 Mio. EUR). 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 650,7 Mio. EUR auf 688,0 Mio. EUR erhöht. Dazu haben auf der Aktivseite insbesondere die um 35,3 Mio. EUR gestiegenen Vorräte sowie die um 15,6 Mio. EUR höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beigetragen. Gegenläufig wirkten die um -15,2 Mio. EUR niedrigeren flüssigen Mittel. Die Sachanlagen wären aufgrund der mit 36,0 Mio. EUR unter den Abschreibungen liegenden Investitionen (im Vj. 32,6) zurückgegangen. Dies wurde jedoch durch Wechselkurseffekte annähernd kompensiert. Bedingt durch den Anstieg der Bilanzsumme reduzierte sich die Sachanlagenintensität von 47,2 % im Vorjahr auf 44,9 % im Berichtsjahr. Die Vorräte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 35,3 Mio. EUR bzw. 23,7 % auf jetzt 184,5 Mio. EUR und damit deutlich stärker als der Anstieg des Umsatzes. Hauptsächlich dazu beigetragen haben die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die sowohl mengenmäßig als auch wertmäßig aufgrund der Materialpreisteuerung deutlich zugenommen haben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 13,5 % auf 132,2 Mio. EUR, hauptsächlich aufgrund des Anstiegs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Folge des Umsatzwachstums (insbesondere die für den Forderungsbestand zum Geschäftsjahresende maßgeblichen Monate Mai und Juni 2022 lagen im Vergleich zum Wachstum des Gesamtjahres überproportional über den entsprechenden Vorjahresmonaten). Die durchschnittliche Außenstandsdauer der Forderungen hat sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich geändert. C. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2022/23 mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Chancen-, Risiko- und Prognosebericht)Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Kern-Liebers-Gruppe im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der maßgeblichen Vorschriften. 4. Chancen der künftigen Entwicklung Aufgrund unserer technisch anspruchsvollen und innovativen Produkte, der unterschiedlichen Geschäftsfelder und -bereiche (ab Geschäftsjahr 2022/23 6 Divisions) sowie der weltweiten Präsenz von etablierten Kern-Liebers-Tochtergesellschaften in den verschiedenen Märkten sehen wir uns auch in einem möglicherweise schwieriger werdenden Marktumfeld gut aufgestellt. Durch die Vielzahl der Produkte für viele unterschiedliche Applikationen sind wir davon überzeugt, dass wir auch sektorale Abschwächungen einzelner Märkte zumindest teilweise ausgleichen können. Insbesondere sehen wir folgende Chancen, dargestellt nach Kategorisierung und Gewichtung hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und der angenommenen Eintrittswahrscheinlichkeit in abnehmender Reihenfolge (die drei erstgenannten sehen wir als große Chancen, die übrigen als moderate Chancen):
5. Risiken der künftigen Entwicklung Die für die Kern-Liebers Gruppe bestehenden wesentlichen Risiken können in die Bereiche Markt und Wettbewerb, Qualität, Finanzierung, Personal sowie sonstige Risiken (u.a. IT, Compliance, Recht, etc.) aufgeteilt werden. Die identifizierten Risiken der künftigen Entwicklung des Konzerns werden innerhalb der Bereiche anhand der Höhe ihrer möglichen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns und der angenommenen Eintrittswahrscheinlichkeit gewichtet und in abnehmender Reihenfolge dargestellt. Markt und Wettbewerb Hier sehen wir die beiden erstgenannten als großes Risiko, die übrigen als moderate Risiken:
Obige Themen werden im Rahmen des monatlichen Berichtswesens sowie durch verschiedene Controlling-Aktivitäten verfolgt. Zur Abmilderung der genannten Risiken in einem herausfordernden Wettbewerbsumfeld ist es notwendig, die Prozesse und Kostenstrukturen laufend zu optimieren sowie regelmäßig neue Produkte mit zusätzlichem Mehrwert für die Kunden zu entwickeln. Qualität Die Vermeidung von Risiken im Bereich Qualität wird durch ein effektives Qualitätsmanagementsystem mit den im Automotive-Umfeld üblichen Zertifizierungen unterstützt. Auch ein sorgfältiger Produktentwicklungsprozess sowie das Management der Lieferanten tragen dazu bei. Auswirkungen von eventuellen Qualitätsmängeln werden durch Versicherungsverträge abgemildert. Finanzierung Zur Vorbeugung von Liquiditätsrisiken werden im Rahmen einer Konsortialfinanzierung Kreditlinien sowie zusätzlich auch liquide Mittel vorgehalten. Die Finanzierungsvereinbarungen enthalten Bedingungen, die laufend überwacht werden. Zur Sicherstellung und Optimierung der Liquidität werden alle gängigen Maßnahmen genutzt. Risiken aus Forderungsausfällen werden durch die regelmäßige Überprüfung der Ratings der Kunden sowie durch aktives Forderungsmanagement reduziert. Zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken bei langfristigen Finanzierungen (Grundgeschäft) werden in der Regel Zinssicherungsinstrumente eingesetzt. Personal Steigerungen bei den Tarifentgelten begegnen wir durch kontinuierliche Effizienzsteigerungen und Kostenoptimierungen. Um einem zukünftigen Mangel an Fachkräften entgegen zu steuern, werden zahlreiche Ausbildungsplätze und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. Sonstige Die zentralen Prozesse der Gruppe werden über IT-Systeme abgebildet. Um diese Systeme zu schützen und die Zuverlässigkeit der Systeme sicherzustellen wird die IT-Infrastruktur wo sinnvoll konsequent standardisiert und laufend an den Stand der Technik angepasst. Die Sicherheit der Daten wird durch redundante Hardware sowie durch den Einsatz aktueller Softwarelösungen gewährleistet. Für die Muttergesellschaft, die federführend die IT-Systeme der Gruppe betreibt, sowie für mehrere Tochtergesellschaften wurde die Informationssicherheit durch eine TISAX-Zertifizierung bestätigt. Die definierten Standards, Dokumentationen und IT-Security-Systeme werden von allen wesentlichen Konzerngesellschaften angewendet. Zur Vorbeugung gegen Compliance Risiken werden u.a. Funktionstrennungen bei Arbeitsabläufen, das interne Kontrollsystem sowie Untersuchungen der internen Revision eingesetzt. Die internen Compliance Regelungen sind in einem Code of Conduct und weiteren Compliance-Richtlinien festgelegt. Es besteht ein Risiko, dass Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Produkten, Beziehungen zu Kunden und Lieferanten sowie Arbeitsverträgen entstehen könnten. Dem wirkt das Unternehmen durch eine hohe Produktqualität sowie das Vertragsmanagement entgegen. Aktuell bestehen keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten. Weitere wesentliche Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind für die Kern-Liebers-Gruppe nicht erkennbar. Risiken mit wirtschaftlichem oder rechtlichem Bestandsgefährdungspotenzial sind ebenfalls nicht bekannt. 6. Gesamtprognose In der Prognose für das Berichtsjahr 2021/22 wurde ein Umsatz von 755,0 Mio. EUR geplant. Der erreichte Wert liegt mit 751,8 Mio. EUR um -0,4 % darunter. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Umsatz des Berichtsjahres wesentlich durch die Weitergabe von Materialpreissteigerungen und auch durch Wechselkurseffekte beeinflusst wurde. Wenn man diese beiden Effekte näherungsweise herausrechnet, ergibt sich eine leichte Planunterschreitung. Hauptgründe für das fehlende Volumen sind die weiterhin schwache Automobilkonjunktur, Lieferkettenprobleme, Corona-Lockdowns in China sowie die Auswirkungen des Ukraine-Krieges. Beim EBIT wurde der Planwert (ungefähr in der Größenordnung des Vorjahres) mit 34,0 Mio. EUR deutlich unterschritten. Dies liegt im Wesentlichen an der operativen Volumenunterschreitung beim Umsatz und dadurch fehlender Deckungsbeiträge sowie an der nicht vollständigen bzw. verzögerten Weitergabe von Energie- und Materialpreisteuerungen. Für die im April 2022 erstellte Planung für das Geschäftsjahr 2022/23 wurde für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ein Wachstum der Weltwirtschaft gemäß Prognose des IWF vom April 2022 für 2022 in Höhe von 3,6 % und für 2023 in Höhe von ebenfalls 3,6 % zugrunde gelegt. Die Planwerte für das Geschäftsjahr 2022/23 wurden im Rahmen eines Bottom-Up Planungsprozesses erstellt. Zentral vorgegeben wurden nur wenige Planungsprämissen, wie z.B. Materialpreise (Erhöhungen zwischen 2,0 % und 8,0 % je nach Geschäftsfeld), Preissteigerungen bei Energie von 25 %, Entgeltsteigerungen von 4,0 % für die Gesellschaften im Inland sowie im Wesentlichen unveränderte Wechselkurse. Es bestehen Verkaufsabsichten eines Teiles der Gesellschafter (32,3 %). Daraus könnten zusätzliche Verbindlichkeiten und Ergebnisauswirkungen für die Firmengruppe entstehen. Diese sind in der Unternehmensplanung nicht enthalten. Unter Berücksichtigung dieser Rahmenparameter geht die Unternehmensplanung vom April 2022 für das Geschäftsjahr 2022/23 von einem konsolidierten Umsatz der Kern-Liebers-Gruppe in Höhe von 781,3 Mio. EUR aus, was gegenüber den Umsatzerlösen im Geschäftsjahr 2021/22 in Höhe von 751,8 Mio. EUR einem Wachstum von 3,9 % entsprechen würde. Trotz des Umsatzanstiegs und damit verbundener Deckungsbeiträge wird das EBIT in ähnlicher Größenordnung wie im Berichtsjahr erwartet, hauptsächlich da Energie- und Materialpreissteigerungen nicht vollständig bzw. nur verzögert weitergegeben werden können, wegen Personalkostensteigerungen und da Ergänzungstarifverträge, in denen die Reduzierung von Sonderzahlungen geregelt wurde, auslaufen. Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. In den ersten beiden Monaten des neuen Geschäftsjahres liegt der Umsatz um ca. 3 % über dem geplanten Niveau, der Auftragseingang noch etwas darüber. Allerdings mehren sich die Anzeichen, wie z.B. hohe Inflation u.a. bedingt durch Energiekostensteigerungen, unsichere Verfügbarkeit von Energie, Störungen der Lieferketten, mögliche Verschärfung der Corona-Situation, Ukraine-Krieg, etc., die auf Rückgänge beim Konsumverhalten bzw. auf eine Rezession hindeuten. Sollte dies in größerem Umfang eintreten, wäre die Prognose nicht zu halten. Ohne Auswirkungen dieser Risikofaktoren erscheint die Prognose aus dem April 2022 anspruchsvoll, jedoch aus heutiger Sicht erreichbar.
Schramberg, den 16. September 2022 Feinmechanische Erzeugnisse GmbH, Schramberg Die Geschäftsführung Dr. Erek Speckert Jürgen Brielmaier Nils-Johann Fleck Alexander Tobert Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021/22
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2021/22
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/22
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/2022Allgemeine HinweiseDie Hugo Kern und Liebers GmbH & Co. KG Platinen- und Federnfabrik hat ihren Sitz in Schramberg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (HRA Reg. Nr. 480240). Der Konzernabschluss der Hugo Kern und Liebers GmbH & Co. KG Platinen- und Federnfabrik, Schramberg, zum 30. Juni 2022 ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 01. Juli eines Jahres bis zum 30. Juni des Folgejahres. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden neben der Hugo Kern und Liebers GmbH & Co. KG Platinen- und Federnfabrik, Schramberg, nachfolgende direkte und indirekte Mehrheitsbeteiligungen einbezogen:
zu (A) Die Gesellschaften machen von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Offenlegung Gebrauch. zu (B) Die Gesellschaften machen von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 b HGB bezüglich der Offenlegung Gebrauch. zu (C) Die Gesellschaften erstellen nach § 291 Abs. 1 HGB keinen Konzernabschluss. zu (D) Assoziiertes Unternehmen zu (E) Keine Geschäftstätigkeit, in Abwicklung bzw. Liquidation Die assoziierten Unternehmen C.D. Wälzholz-Kern-Liebers GmbH, Schramberg, mit der Tochtergesellschaft Taicang Wälzholz-Kern-Liebers New Material Co. Ltd., Taicang, VR China, sowie die Brand Kern-Liebers GmbH, Anröchte, mit den Tochtergesellschaften Brand Kern-Liebers Precision Parts (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China sowie Brand Kern-Liebers Mexico S.A. de C.V., El Marqués, Mexiko, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die mexikanischen und chinesischen Landesgesellschaften bilanzieren nach lokalem Recht. Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt worden. Für die einbezogenen Tochterunternehmen mit abweichendem Bilanzstichtag sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses HB-II-Zwischenabschlüsse aufgestellt worden. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie HB-II-Abschlüsse des Mutterunternehmens und der inländischen und ausländischen Tochterunternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen werden über die voraussichtlich betriebliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- oder Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'Know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommen wurden. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens enthalten im Wesentlichen Anzahlungen auf Software-Lizenzen. Software-Lizenzen werden über fünf bzw. acht Jahre abgeschrieben, alle übrigen immateriellen Wirtschaftsgüter über drei Jahre. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode planmäßig abgeschrieben. Ist den Anlagegegenständen am Bilanzstichtag wegen dauernder Wertminderung ein niedrigerer Wert beizulegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen das Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Bei den Maschinen und Anlagen beträgt die Abschreibungsdauer zwischen 3 und 15 Jahre. Langlebige Werkzeuge, die von den Konzerngesellschaften selbst hergestellt und aktiviert werden, werden je nach voraussichtlicher Nutzungsdauer über sechs bis zehn Jahre linear abgeschrieben. Seit dem 1. Juli 2018 werden geringwertige Wirtschaftsgüter i.S.d. § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens jeweils als Zu- und Abgang ausgewiesen. Geringwertige Wirtschaftsgüter i.S.d. § 6 Abs. 2a EStG, die vor dem 1. Juli 2018 in einen Sammelposten eingestellt wurden, werden über fünf Jahre linear abgeschrieben. Bei allen übrigen Wirtschaftsgütern der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt die Abschreibungsdauer 3 bis 20 Jahre. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Verzinsliche Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt und unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Es werden nur Abwertungen für individuelle Bestandsrisiken, die sich aus verminderter Verwertbarkeit (Verschrottung) ergeben, vorgenommen. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkten Material- und Fertigungskosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Zinsen für Fremdkapital sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Für ungängige und technisch veraltete Erzeugnisse werden Bewertungsabschläge eingerechnet. Drohende Verluste werden durch Abschläge von den Herstellungskosten bzw. - soweit die Verluste die jeweiligen aktivierten Herstellungskosten übersteigen - durch Rückstellungen berücksichtigt. Bei der Ermittlung wird die voraussichtliche Entwicklung des Auftragsbestands zugrunde gelegt, wobei als zukünftige Erlöse die vertraglich vereinbarten Beträge und als zukünftige Kosten geschätzte Vollkosten bis Vertragsende gemäß der Definition des Rechnungslegungsstandards IDW RS HFA 4 des Instituts der Wirtschaftsprüfer "Zweifelsfragen zum Ansatz und zur Bewertung der Drohverlustrückstellungen" angesetzt werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden voll abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und zur Berücksichtigung erwarteter Erlösschmälerungen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand gebildet. Im Berichtsjahr wurde bei einigen deutschen Gesellschaften ein Teil der Kundenforderungen im Rahmen eines Factoringvertrags und verschiedener Supplier Finance Programme abgetreten. Die Bruttoforderungen werden um die vom Factor angekauften und ausgezahlten Kundenforderungen saldiert ausgewiesen. Für diese Forderungen geht das Delkredererisiko auf den Factor über. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die im Konzernabschluss ausgewiesenen latenten Steuern setzen sich aus latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften und aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen zusammen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge wurden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (9% bis 30%) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in den Einzelabschlüssen grundsätzlich kein Gebrauch gemacht, d.h. Aktivüberhänge werden nicht bilanziert. Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 305 HGB beruhen, wurden ebenfalls mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus der Differenzen bewertet. Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert ausgewiesen. Negative Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen werden über die voraussichtlich betriebliche Nutzungsdauer linear aufgelöst. Die Dauer der Auflösung basiert auf einer Einschätzung der zukünftigen Aufwendungen und Risiken. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Zum 30. Juni 2022 kommt ein Zinssatz von 1,77 % (Vj. 2,09 %) zum Ansatz. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz gem. § 253 Abs. 2 HGB (Zehn-Jahres-Durchschnitt) und dem Ansatz der sich bei einem Sieben-Jahres-Durchschnitt ergeben würde, beträgt zum 30. Juni 2022 TEUR 5.727 (Vj. TEUR 8.496). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vj. 3,0 %) (nur wenn entgeltabhängig) und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % (Vj. 2,0 %) zugrunde gelegt sowie eine altersabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeit berücksichtigt. Die Gesellschaft hat die nach § 16 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) erforderliche Anpassungsprüfung der laufenden Leistungen zuletzt zum 1. Juli 2022 vorgenommen. Erhöhungen der laufenden Leistungen und Anwartschaften haben sich zwischen 0,0 % und 3,0 % ergeben und sind in den Rückstellungen berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Altzusage nach § 6a EStG an einen früheren Gesellschafter-Geschäftsführer der Hugo Kern und Liebers GmbH & Co. KG Platinen- und Federnfabrik, Schramberg, wurde unter Ausnutzung des Passivierungswahlrechtes gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht bilanziert. Der Teilwert dieser Pensionsverpflichtung betrug zum 30. Juni 2022 TEUR 2.901 (Vj. TEUR 2.988). Für mittelbare Pensionsverpflichtungen (Unterstützungskasse) wird unter Ausnutzung des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 EGHGB keine Rückstellung gebildet. Der Verpflichtungsumfang betrug zum 30. Juni 2022 TEUR 12.175 (Lastwert ./. Vermögen, Vj. TEUR 11.056). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung) abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Währungsumrechnung Aus Fremdwährungstransaktionen resultierende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB), das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) und das Imparitätsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 1 HGB) beachtet. In dem vorliegenden Konzernabschluss wurden die auf fremde Währung lautenden Abschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen mit Sitz in einem Staat außerhalb der Euro-Zone nach § 308a HGB gemäß der modifizierten Stichtagskursmethode in Euro umgerechnet. Durch die Anwendung der modifizierten Stichtagskursmethode wurden die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse, mit Ausnahme des Eigenkapitals, welches zum historischen Kurs zum Zeitpunkt des Zugangs, frühestens jedoch zum 30. Juni 2002, umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz wurde innerhalb des Konzerneigenkapitals ausgewiesen. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für alle bereits zum 30. Juni 2010 im Konsolidierungskreis enthaltenen Unternehmen nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf den Konzern entfallenden Eigenkapital des jeweiligen Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wurde den Vermögensgegenständen insoweit zugerechnet, als deren beizulegender Wert über dem Buchwert lag. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und entsprechend § 309 Abs. 1 HGB abgeschrieben. Passivische Unterschiedsbeträge mit Rücklagencharakter wurden mit dem Bilanzgewinn verrechnet. Für alle Erwerbe seit dem 1. Juli 2011 wird die Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB angewendet. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. In den Einzelabschlüssen vorgenommene Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden im Konzernabschluss storniert. Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung wurden erfolgswirksam behandelt. Konzerninterne Umsatzerlöse wie auch andere konzerninterne Erträge wurden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet, soweit sie nicht in andere aktivierte Eigenleistungen oder Bestandsveränderungen umzugliedern waren. Gewinne und Verluste aus den konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen wurden ebenso eliminiert wie Beteiligungserträge aus einbezogenen Unternehmen sowie Zinserträge und -aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen. Eventualverbindlichkeiten wurden in erforderlichem Umfang konsolidiert. Als Folge der Anwendung konzerneinheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften und der Zwischenergebniseliminierung waren Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB vorzunehmen. Der Ansatz der Beteiligungen, die At-Equity bilanziert werden, erfolgte zunächst mit den Anschaffungskosten. Der Wertansatz der Beteiligungen wurde gemäß § 312 Abs. 4 HGB zum 30. Juni 2022 um den Betrag der anteiligen Eigenkapitalveränderung des assoziierten Unternehmens verändert. Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der mittels Equity-Methode einbezogenen direkten deutschen Beteiligungen (C.D. Wälzholz Kern-Liebers GmbH, Schramberg und Brand Kern- Liebers GmbH, Anröchte) entsprechen denen der Muttergesellschaft. Deren einbezogene Tochtergesellschaften (Taicang Wälzholz-Kern-Liebers New Material Co. Ltd., Taicang, VR China, Brand Kern-Liebers Precision Parts (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China sowie Brand Kern-Liebers Mexico S.A. de C.V., El Marqués, Mexiko) bilanzieren und bewerten nach dem jeweiligen Landesrecht. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Geschäfts- oder Firmenwerte Die Geschäfts- oder Firmenwerte zum 30. Juni 2022 setzen sich insgesamt wie folgt zusammen:
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Die Zugänge der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 2.897 setzen sich aus einer Kapitalzuführung in Höhe von TEUR 1.500 bei der Brand Kern-Liebers GmbH, Anröchte, Deutschland, sowie den Jahresergebnissen von TEUR 1.628 (Vj. TEUR 1.259) abzüglich den erhaltenen Dividenden von TEUR 231 (Vj. TEUR 144) zusammen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten solche mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 756 (Vj. TEUR 556). Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Rahmen verschiedener Supplier Finance Programme unserer Kunden sowie des Factorings wurden zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 32.955 TEUR (Vj. 28.461 TEUR) ausgebucht. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Sicherheitseinbehalte in Höhe von 3.117 TEUR (Vj. 2.812 TEUR) enthalten. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Forderungen aus sonstigen Dienstleistungen gegen die Brand Kern-Liebers Precision Parts (Taicang) Co. Ltd., VR China und die Brand Kern-Liebers Mexico S.A. de C.V., El Márques, Mexiko. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten noch nicht fällige Zinsansprüche auf festverzinsliche Wertpapiere und Termingeldeinlagen von TEUR 113 (Vj TEUR 143). Latente Steuern Aus den Einzelabschlüssen gingen zum Bilanzstichtag aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.154 (Vj. TEUR 1.545) ein. Diese entfallen im Wesentlichen auf unterschiedliche Bilanzansätze von Vorräten und Rückstellungen. Passive latente Steuern aus den Einzelabschlüssen wurden in Höhe von TEUR 5.241 (Vj. TEUR 4.073) abgegrenzt. Sie betreffen im Wesentlichen unterschiedliche Bilanzansätze von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens sowie Rückstellungen. Hieraus ergibt sich ein Passivüberhang von TEUR 3.087 (Vj. TEUR 2.528). Aus Konsolidierungsmaßnahmen resultieren aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 6.839 (Vj. TEUR 6.153) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 3.965 (Vj. TEUR 3.230). Hieraus ergibt sich ein Aktivüberhang von TEUR 2.874 (Vj. TEUR 2.923). Aus der Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern resultieren passive latente Steuern in Höhe von TEUR 213 (Vj. aktive latente Steuern TEUR 395). Eigenkapital Das Kommanditkapital (TEUR 25.000) entspricht dem Bilanzausweis im Einzelabschluss der Hugo Kern und Liebers GmbH & Co. KG Platinen- und Federnfabrik, Schramberg. Der Konzernbilanzgewinn enthält den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 234.680. Die nicht beherrschenden Anteile beinhalten die Anteile anderer Gesellschafter an dem gezeichneten Kapital, den Rücklagen, dem Ergebnisvortrag und am Konzernjahresergebnis. Negativer Geschäfts- oder Firmenwert Der negative Geschäfts- oder Firmenwert entstand im Rahmen der Erstkonsolidierung der Schnöring GmbH, Schalksmühle, (TEUR 0, Vj. TEUR 653) und wird über 4 Jahre linear aufgelöst. Die Auflösung von TEUR 653 ist in der Cashflow Rechnung in der Position sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ Erträge enthalten. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Für unmittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.901 (Vj. TEUR 2.988) wird das Wahlrecht des Art. 28 Abs. 1 Satz 1 EGHGB für sog. Altzusagen ausgeübt und entsprechend keine Rückstellung gebildet (sog. Fehlbetrag). Für mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 12.175 (Vj. TEUR 11.056) wird gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB ebenfalls keine Rückstellung gebildet. Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 76.802 (Vj. TEUR 71.999). Diese wurden mit Deckungsvermögen TEUR 846 (Vj. TEUR 871) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß der Mitteilung des Versicherers. Für jede Konzerngesellschaft wurden die Verluste aus dem Deckungsvermögen in Höhe von insgesamt TEUR 15 (Vj. TEUR 20) mit den jeweiligen Zinszuführungen in Höhe von insgesamt TEUR 5.488 (Vj. TEUR 7.214) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich jeweils ergebende Saldo ist im Finanzergebnis enthalten. Im Rahmen der BilMoG Einführung zum 1. Juli 2010 wurde von mehreren Konzerngesellschaften von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht und der Aufwand aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren verteilt. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden insgesamt TEUR 277 (Vj. TEUR 277) als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung der Pensionsrückstellungen aufgrund dieser Übergangsregelung auf TEUR 751 (Vj. TEUR 1.028). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Urlaubsanspruch und Sonderzahlungen (TEUR 14.992, Vj. TEUR 13.095), Altersteilzeit und Abfindungen (TEUR 6.181, Vj. TEUR 4.793), Drohverluste (TEUR 6.188, Vj. TEUR 4.303) sowie Bonuszahlungen für Mitarbeiter und Management (TEUR 5.437, Vj. TEUR 7.452). Die rückstellungspflichtigen Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 4.857 (Vj. TEUR 4.759) wurden mit dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 2.758 (Vj. TEUR 1.888) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischer Gutachten bzw. den Mitteilungen der Versicherer. Verbindlichkeiten
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In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein langfristiges tilgungsfreies Darlehen der Dr. Kurt Steim GmbH & Co. KG, Schramberg, über TEUR 19.000 enthalten, welches mit 5 % p.a. verzinst und zum 31. Dezember 2026 endfällig wird. Das Darlehen ist unbesichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 36.708 (Vj. TEUR 44.912) enthalten. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit Restlaufzeit ≤ 1 Jahr in Höhe von 63,2 Mio. EUR sind in der Konzernkapitalflussrechnung kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 35,6 Mio. EUR im Finanzmittelbestand ausgewiesen. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i. V. m. §§ 298 Abs. 1, 268 Abs. 7 und § 314 Abs. 1 Nr. 19 HGB bestanden zum Bilanzstichtag wie folgt: Der Konzern haftet gegenüber assoziierten Unternehmen oder aufgrund Vereinbarungen mit assoziierten Unternehmen gegenüber Dritten in Höhe von 0 Mio. EUR (Vj. 0 Mio. EUR). Für die oben angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft aufgrund der Vermögens- und Finanzlage sowie der Ertragsaussichten der betreffenden assoziierten Unternehmen nicht gerechnet wird. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. d. § 314 Absatz 1 Nr. 2a HGB, die nicht in der Konzernbilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, bestehen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Die Mietverträge betreffen vor allem Grundstücke und Gebäude für Verwaltung und Produktion. Zweck dieser Verträge ist die Optimierung des Bestandes an liquiden Mitteln (geringere Kapitalbindung). Sämtliche Risiken verbleiben beim Vermieter bzw. Leasinggeber.
Bewertungseinheiten In Höhe von TEUR 2.500 besteht eine Bewertungseinheit (Micro-Hedge) zwischen einem bei der Kreissparkasse Rottweil aufgenommenen langfristigen Darlehen und einem mit der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, abgeschlossenen Zinsswap zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Die Verbuchung erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Das Darlehen ist mit dem 3-Monats EURIBOR zu verzinsen. Im Rahmen des Zinsswaps zahlt die Landesbank Baden-Württemberg für den Zeitraum vom 01.06.2018 bis zum 01.07.2026 für den nach quartalsweiser Tilgung von TEUR 156,25 noch geschuldeten Darlehensbetrag den 3-Monats EURIBOR an die Gesellschaft. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich also vollständig aus. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wurde mittels Critical Term Match - Methode festgestellt. Zum 30.06.2022 beläuft sich der positive Marktwert des Zinsswaps auf TEUR 31. Der Barwertberechnung liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle zugrunde. In Höhe von TEUR 500 besteht eine Bewertungseinheit (Micro-Hedge) zwischen einem bei der Kreissparkasse Rottweil aufgenommenen langfristigen Darlehen und einem mit der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart abgeschlossenen Zinsswap zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Die Verbuchung erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Das Darlehen ist mit dem 3-Monats EURIBOR zu verzinsen. Im Rahmen des Zinsswaps zahlt die Landesbank Baden-Württemberg für den Zeitraum vom 01.07.2013 bis zum 01.07.2023 für den nach quartalsweiser Tilgung von TEUR 125 noch geschuldeten Darlehensbetrag den 3-Monats EURIBOR an die Gesellschaft. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich also vollständig aus. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wurde mittels Critical Term Match - Methode festgestellt. Zum 30.06.2022 beläuft sich der negative Marktwert des Zinsswaps auf TEUR 5. Der Barwertberechnung liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle zugrunde. In Höhe von TEUR 1.000 besteht eine Bewertungseinheit (Micro-Hedge) zwischen einem bei der Kreissparkasse Rottweil aufgenommenen langfristigen Darlehen und einem mit der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart abgeschlossenen Zinsswap zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Die Verbuchung erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Das Darlehen ist mit dem 3-Monats EURIBOR zu verzinsen. Im Rahmen des Zinsswaps zahlt die Landesbank Baden-Württemberg für den Zeitraum vom 01.03.2017 bis zum 01.01.2025 für den nach quartalsweiser Tilgung von TEUR 100 noch geschuldeten Darlehensbetrag den 3-Monats EURIBOR an die Gesellschaft. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich also vollständig aus. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wurde mittels Critical Term Match - Methode festgestellt. Zum 30.06.2022 beläuft sich der positive Marktwert des Zinsswaps auf TEUR 9. Der Barwertberechnung liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle zugrunde. In Höhe von TEUR 1.100 besteht eine Bewertungseinheit (Micro-Hedge) zwischen einem bei der Kreissparkasse Rottweil aufgenommenen langfristigen Darlehen und einem mit der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart abgeschlossenen Zinsswap zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Die Verbuchung erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Das Darlehen ist mit dem 3-Monats EURIBOR zu verzinsen. Im Rahmen des Zinsswaps zahlt die Landesbank Baden-Württemberg für den Zeitraum vom 01.01.2018 bis zum 01.01.2028 für den nach quartalsweiser Tilgung von TEUR 50 noch geschuldeten Darlehensbetrag den 3-Monats EURIBOR an die Gesellschaft. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich also vollständig aus. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wurde mittels Critical Term Match - Methode festgestellt. Zum 30.06.2022 beläuft sich der positive Marktwert des Zinsswaps auf TEUR 24. Der Barwertberechnung liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle zugrunde. In Höhe von TEUR 1.300 besteht eine Bewertungseinheit (Micro-Hedge) zwischen einem bei der Kreissparkasse Rottweil aufgenommenen langfristigen Darlehen und einem mit der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart abgeschlossenen Zinsswap zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Die Verbuchung erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Das Darlehen ist mit dem 3-Monats EURIBOR zu verzinsen. Im Rahmen des Zinsswaps zahlt die Landesbank Baden-Württemberg für den Zeitraum vom 01.10.2020 bis zum 01.10.2025 für den nach quartalsweiser Tilgung von TEUR 100 noch geschuldeten Darlehensbetrag den 3-Monats EURIBOR an die Gesellschaft. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich also vollständig aus. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wurde mittels Critical Term Match - Methode festgestellt. Zum 30.06.2022 beläuft sich der positive Marktwert des Zinsswaps auf TEUR 23. Der Barwertberechnung liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle zugrunde. In Höhe von TEUR 525 besteht eine Bewertungseinheit (Micro-Hedge) zwischen einem bei der Kreissparkasse Rottweil aufgenommenen langfristigen Darlehen und einem mit der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, abgeschlossenen Zinsswap zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Die Verbuchung erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Das Darlehen ist mit dem 3-Monats EURIBOR zu verzinsen. Im Rahmen des Zinsswaps zahlt die Landesbank Baden-Württemberg für den Zeitraum vom 01.04.2014 bis zum 01.04.2024 für den nach quartalsweiser Tilgung von TEUR 75 noch geschuldeten Darlehensbetrag den 3-Monats EURIBOR an die Gesellschaft. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich also vollständig aus. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wurde mittels Critical Term Match - Methode festgestellt. Zum 30.06.2022 beläuft sich der negative Marktwert des Zinsswaps auf TEUR 6. Der Barwertberechnung liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle zugrunde. In Höhe von TEUR 1.300 besteht eine Bewertungseinheit (Micro-Hedge) zwischen einem bei der Kreissparkasse Rottweil aufgenommenen langfristigen Darlehen und einem mit der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, abgeschlossenen Zinsswap zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Die Verbuchung erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Das Darlehen ist mit dem 3-Monats EURIBOR zu verzinsen. Im Rahmen des Zinsswaps zahlt die Landesbank Baden-Württemberg für den Zeitraum vom 01.10.2020 bis zum 01.10.2025 für den nach quartalsweiser Tilgung von TEUR 100 noch geschuldeten Darlehensbetrag den 3-Monats EURIBOR an die Gesellschaft. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich also vollständig aus. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wurde mittels Critical Term Match - Methode festgestellt. Zum 30.06.2022 beläuft sich der positive Marktwert des Zinsswaps auf TEUR 23. Der Barwertberechnung liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle zugrunde. In Höhe von TEUR 625 besteht eine Bewertungseinheit (Micro-Hedge) zwischen einem bei der Kreissparkasse Göppingen aufgenommenen langfristigen Darlehen und einem mit der Bayerische Landesbank, München abgeschlossenen Zinsswap zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Die Verbuchung erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Das Darlehen ist mit dem 3-Monats EURIBOR zu verzinsen. Im Rahmen des Zinsswaps zahlt die Bayerische Landesbank für den Zeitraum vom 31.12.2013 bis zum 30.09.2023 für den nach quartalsweiser Tilgung von TEUR 125 noch geschuldeten Darlehensbetrag den 3-Monats EURIBOR an die Gesellschaft. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich also vollständig aus. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wurde mittels Critical Term Match - Methode festgestellt. Zum 30.06.2022 beläuft sich der negative Marktwert des Zinsswaps auf TEUR 4. Der Barwertberechnung liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle zugrunde. In Höhe von TUSD 7.422 besteht eine Bewertungseinheit (Micro-Hedge) zwischen einem bei der Huntington National Bank, Toledo, USA aufgenommenen langfristigen Darlehen und einem mit der Huntington National Bank, Toledo, USA abgeschlossenen Zinsswap zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Die Verbuchung erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Das Darlehen ist mit dem 1-Monats USD-LIBOR zu verzinsen. Im Rahmen des Zinsswaps zahlt die Huntington National Bank für den Zeitraum vom 05.03.2019 bis zum 01.03.2027 für den nach monatlicher Tilgung von TUSD 130 noch geschuldeten Darlehensbetrag den 1-Monats USD-LIBOR an die Gesellschaft. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich also vollständig aus. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wurde mittels Critical Term Match - Methode festgestellt. Zum 30.06.2022 beläuft sich der negative Marktwert des Zinsswaps auf TUSD 16. Der Barwertberechnung liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle zugrunde. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Nach Regionen
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Sonstige betriebliche Erträge Diese Position enthält periodenfremde Erträge aus Anlagenabgängen, der Auflösung von Rückstellungen und weiteren Sachverhalten in Höhe von insgesamt TEUR 4.750 (Vj. TEUR 3.457). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Wechselkursgewinne in Höhe von TEUR 8.007 (Vj. TEUR 9.447) enthalten. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Erträge aus der Erstattung von Sozialversicherung auf Kurzarbeitergeld in Höhe von TEUR 899 (Vj. TEUR 1.937) enthalten. Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 2.089 (Vj. TEUR 1.296). Abschreibungen In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenständesind außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 3.200 (Vj. TEUR 0) enthalten. In den Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 111 (Vj. TEUR 1.199) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.138 (Vj. TEUR 925). Diese betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus Anlagenabgängen. Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 5.686 (Vj. TEUR 9.254) enthalten. Umstellungseffekte aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG (Verteilung über maximal 15 Jahre), welche in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt werden, beziehen sich auf Aufwendungen für die Neubewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (§ 253 Abs. 2 HGB) in Höhe von TEUR 277 (Vj. TEUR 277). Finanzergebnis In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.517 (Vj. TEUR 7.272) enthalten. Der Zinsaufwand in Höhe von TEUR 5.488 (Vj. TEUR 7.214) aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen wurde gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Verlusten aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 15 (Vj. TEUR 20) saldiert. Darüber hinaus sind Zinsaufwendungen an Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.353 (Vj. TEUR 1.010) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten anrechenbare ausländische Quellensteuern in Höhe von TEUR 555 (Vj. TEUR 898). Der Steueraufwand enthält Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 857 (Vj. Erträge in Höhe von TEUR 1.359). Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelbestand (Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, bestehend aus Kassenbestand, Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich der jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten) der Kern-Liebers Firmengruppe während des Berichtsjahres durch Mittel zu- und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit DRS 21 zur Kapitalflussrechnung wurde zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie solchen aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die im Finanzmittelbestand enthaltenen liquiden Mittel setzen sich aus dem Kassenbestand, den Guthaben und kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten bei Kreditinstituten sowie den Wertpapieren des Umlaufvermögens zusammen, die jederzeit liquidierbar sind. Sonstige AngabenMitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Verwaltungsrats Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2021/22 TEUR 3.006. Die Bezüge früherer Geschäftsführer betrugen im Berichtsjahr TEUR 655 (Vj. TEUR 608). Die für diese Personengruppen gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 8.311 (Vj. TEUR 8.512). Der Teilwert der aufgrund der Inanspruchnahme des handelsrechtlichen Wahlrechts zur Bilanzierung von Altzusagen nicht gebildeten Rückstellungen beträgt TEUR 2.901 (Vj. TEUR 2.988). Die Bezüge der Mitglieder des Verwaltungsrats betrugen im Berichtsjahr TEUR 263 (Vj. TEUR 263). Prüfungs- und Beratungshonorare Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021/22 berechnete Gesamthonorar des Konzerns gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beträgt für:
Ergänzende Angaben Die Muttergesellschaft Hugo Kern und Liebers GmbH & Co. KG Platinen- und Federnfabrik, Schramberg, macht von der Befreiung des § 264b HGB bezüglich der Offenlegung des Jahresabschlusses und der Aufstellung des Lageberichts Gebrauch. Tochtergesellschaften, welche von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB bezüglich der Offenlegung Gebrauch machen, sind in den Ausführungen zum Konsolidierungskreis entsprechend kenntlich gemacht (siehe Seite 11 ff.). Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Weitere Vorgange von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Schramberg, 16. September 2022 Feinmechanische Erzeugnisse GmbH, Schramberg Die Geschäftsführung Dr. Erek Speckert Jürgen Brielmaier Nils-Johann Fleck Alexander Tobert Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021/2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hugo Kern und Liebers GmbH & Co. KG Platinen- und Federnfabrik, Schramberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Hugo Kern und Liebers GmbH & Co. KG Platinen- und Federnfabrik, Schramberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hugo Kern und Liebers GmbH & Co. KG Platinen- und Federnfabrik für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 16. September 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marc Hummel, Wirtschaftsprüfer ppa. Bernd Adamaszek, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 30.06.2022 wurde am 24.10.2022 gebilligt. |
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