shimawell AGLiquidiert
Bahnhofstraße 12, 87781 Ungerhausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernhard Krautmann seit 5.8.2011 | Liquidator |
Eugen Martin Maier seit 5.8.2011 | Liquidator |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
shimawell AGUngerhausenJahresabschluss zum 31. Dezember 2009BilanzAktiva
Anhang1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuches und die sie ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Im einzelnen waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden grundsätzlich linear und teilweise degressiv vorgenommen. Von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode wird in dem Zeitpunkt übergegangen, in dem letztere günstiger, d.h. höher wird. Bewegliche und selbständig nutzbare Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen 150,00 und 1.000,00 Euro im Einzelfall werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten, die neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten beinhalten, bewertet. Soweit die Herstellungskosten bei Fertigerzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Sofern Forderungen zweifelhaft sind, werden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt. Soweit erforderlich, werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit den Beträgen angesetzt, mit denen die Gesellschaft voraussichtlich in Anspruch genommen wird. Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. 2. Angaben zur Bilanz Das Grundkapital beträgt 763.549,00 €. Es ist aufgeteilt in 763.549 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem Nennbetrag von je einem Euro. Rückstellungen sind für Jahresabschlusskosten gebildet. 3. Sonstige Angaben Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Vorstand: Herr Eugen Maier, Bad Grönenbach (Vorsitzender)Herr Bernhard Krautmann, OberopfingenAufsichtsrat: Herr Reinhold Maucher, Oberopfingen (Vorsitzender)Herr Josef Frick (stellv. Vorsitzender)Herr Koos Lukkesen, Nerbelt, Belgien
Ungerhausen, im Juli 2010 Eugen Maier Bernhard Krautmann Bericht des AufsichtsratsDem AR-Vorsitzenden wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 im Entwurf im Oktober 2010 zur Prüfung vorgelegt. Der AR-Vorsitzende nahm die Prüfung des Jahresabschlusses unmittelbar danach vor und bereitete den Beschluss zur Feststellung vor. 1. Der Jahresabschluss 2009 wurde in derselben Art und Weise wie auch in den Vorjahren vom Steuerberater der Gesellschaft erstellt. Zur Kostenreduzierung wurde auf einen ausführlichen Jahresabschlussbericht verzichtet. 2. Die Gesamtleistung ist 2009 über 60 % eingebrochen. Die Wirtschaftskrise scheint das Unternehmen voll erfasst zu haben. 3. Der Rohertrag ist in Relation zur Gesamtleistung stark angestiegen, was nicht erklärbar ist. 4. Die Betriebsaufwendungen haben sich, da sie zu einem erheblichen Teil aus Fixkosten bestehen, im Vergleich zur Gesamtleistung stark angestiegen. 5. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist mit 164 T€ stark negativ geworden, ebenso das Jahresergebnis mit -165 T€. 6. Die Bilanzverhältnisse haben sich deutlich verschlechtert. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag überschuldet. Es ist zwar noch Liquidität vorhanden, die aber völlig unzureichend ist. Nicht beurteilt werden konnten die Vorräte. Der Vorstand versicherte, dass keine Überbestände vorhanden sind und die Bewertung nach dem strengen Niederstwertprinzip durchgeführt sei. Die Forderungen sind relativ hoch. Nicht geprüft wurde die Vollständigkeit der Debitoren und Kreditoren. Der Vorstand versicherte, dass alle diese Posten gebucht seien. Nachdem in den Debitoren teilweise betagte Forderungen enthalten sind, zweifelt der Aufsichtsrat an der Werthaltigkeit des Postens. 7. Der Jahresabschluss 2009 wurde erst nach der gesetzlich vorgeschriebenen Frist fertig gestellt. Der Steuerberater der Gesellschaft hatte das Mandat am 15.07.2010 niedergelegt und auf Bitten des Vorstandsvorsitzenden unter Zusicherung der Honorarzahlung den Jahresabschluss dann doch noch angefertigt. 8. Ein Lagebericht ist aufgrund der Einstufung als kleine Kapitalgesellschaft nicht aufzustellen. 9. Der Anhang stimmt mit den gesetzlichen Anforderungen überein. 10. Der AR geht davon aus, dass der Jahresabschluss 2009 einen zutreffenden Einblick in die Vermögens- Finanz- und Ertragslage gibt. Danach ist die Gesellschaft überschuldet, somit Insolvenzantragspflicht gegeben. Der Vorstand hat defakto den Geschäftsbetrieb inzwischen eingestellt, um weitere Verluste zu vermeiden. Der AR ist mit dem Vorstand der Ansicht, dass die Gesellschaft aufgelöst werden sollte. Er regt daher an, der nächsten Hauptversammlung eine entsprechende Beschlussfassung vorzuschlagen. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint eine Abwicklung ohne Insolvenzverfahren möglich zu sein, zumal die Vorstände sämtliche Bankschulden übernommen haben. 11. Zum Bilanzstichtag sind ausstehende Einlagen auf das Grundkapital in Höhe von 39.873,18 € ausgewiesen. Deren Werthaltigkeit konnte der AR nicht abschließend klären. Es bestehen jedoch nach wie begründete Zweifel, dass die betroffenen Aktionäre nicht willens und in der Lage sind, diese zu erbringen. Bei der Beurteilung der Überschuldung ist dieser Umstand einzubeziehen.
Berkheim, dem 11. Oktober 2010 Reinold Maucher, AR-Vorsitzender |
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