Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 9639
Vorher
Corus Aluminium Voerde GmbHVOERDAL GmbH
Eingetragen
6.12.2002
Branche
Erzeugung und erste Bearbeitung von AluminiumBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Aluminium und Aluminiumerzeugnissen aller Art sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Handlungen vorzunehmen und alle geschäftlichen Maßnahmen zu ergreifen, die zur Erfüllung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen. Die Gesellschaft ist insbesondere berechtigt, Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften im In- und Ausland zu errichten sowie andere Unternehmen im In- und Ausland zu erwerben und sich an solchen zu beteiligen.

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BaseMet B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
BaseMet B.V.
Netherlands
55.000.000 DM
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Voerde Aluminium GmbH

Voerde

Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Februar bis 31. Dezember 2009
und Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 2009

Inhaltsverzeichnis

 

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Februar bis 31. Dezember 2009

 
Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Februar bis 31. Dezember 2009
1.

Bilanz zum 31. Dezember 2009

2.

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Februar bis 31. Dezember 2009

3.
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Februar bis 31. Dezember 2009
 

Anlagenspiegel für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Februar bis 31. Dezember 2009

 

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Lagebericht
für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Februar bis 31. Dezember 2009

A. Allgemeine Informationen zur Gesellschaft

Die Voerde Aluminium GmbH ist eine Gesellschaft der BaseMet B.V., Ritthem/Niederlande; alleinige Gesellschafterin ist die BaseMet B.V.

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Aluminium und Aluminiumerzeugnissen aller Art sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten. Die Hauptkunden der Gesellschaft sind ihre ehemaligen Schwesterwerke, die hochwertige Walz- und Extrusionsprodukte herstellen und im August 2006 an Aleris verkauft worden sind. Im Rahmen des Verkaufs der Gesellschaften wurde die Belieferung dieser Werke durch langfristige Lieferverträge sichergestellt.

Das Unternehmen wurde vom Mutterkonzern Corus plc, London/Großbritannien, mit Wirkung vom 01.02.2009 verkauft, und zwar an die Briand Investment B.V., Ritthem/Niederlande (zwischenzeitlich umfirmiert zur BaseMet B.V), eine Tochtergesellschaft von Klesch & Company Ltd., London/Großbritannien. Die Umfirmierung von Corus Aluminium Voerde GmbH auf Voerde Aluminium GmbH wurde mit Datum vom 04.03.2009 im Handelsregister eingetragen.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens

I. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die Ergebnisentwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen von der Entwicklung des Aluminiumpreises am Markt abhängig. Der 3-Monats-Aluminiumpreis an der LME (London Metal Exchange) lag im Januar bei 2.200 USD, fiel allerdings in der Mitte des Jahres auf 1.350 USD, um im Dezember wieder auf 1.900 USD anzusteigen. Zu diesem Zeitpunkt betrugen die Lagerbestände an Aluminium weltweit ca. 4,6 Mio Tonnen.

Die Finanzkrise, die sich im Herbst 2008 massiv auf die Marktwerte der globalen Finanzmärkte niedergeschlagen hat, schlug im Verlauf des Berichtszeitraumes mit immer stärkerer Intensität und zunehmender Geschwindigkeit auf die Realwirtschaft durch und führte trotz der ursprünglichen Wachstumsprognosen zu einer realen Schrumpfung.

Dies machte sich auch in einer weiteren Abschwächung der Marktvolumina bemerkbar. Als Reaktion auf die veränderte Absatzsituation wurde die Heißmetallproduktion stufenweise reduziert und im Verlauf des Jahres 2009 fast die Hälfte der Elektrolysezellen stillgelegt. Hiermit verbunden war die Einführung von Kurzarbeit, zunächst im Bereich Gießerei, später in allen Werksbereichen inklusive der Verwaltung.

Erst im 4. Quartal des Jahres 2009 war ein erneuter Anstieg der Preise zu verzeichnen. Trotz dieses leichten Anziehens der Märkte blieb die Situation geprägt von großer Unsicherheit.

Produktentwicklung und Absatz

Entsprechend unserer Strategie konnten wir hinsichtlich des abgesetzten Produktmixes den Commodityanteil weiter verringern und gleichzeitig den Anteil hochwertiger Werkstoffe für Automobilanwendungen erhöhen. Im Berichtszeitraum gingen z. B. mehr als 95 % der Extrusionsbarren in dieses Marktsegment. Die aufgrund der verfügbaren eisenarmen Tonerde erhöhte Reinaluminiumproduktion konnte erfolgreich abgesetzt werden, während bei allen anderen Produkten ein geringerer Bedarf bestand. Der Gesamtabsatz lag mit 87 Kilotonnen um 16 Kilotonnen unter dem Planwert und reflektiert deutlich den massiven konjunkturellen Einbruch.

Beschaffung und Produktion

Die Beschaffung der Hauptrohstoffe Strom, Tonerde und Kaltmetall zeigte hinsichtlich der Kosten ein unterschiedliches Bild. Der überwiegende Anteil des Strombedarfs wurde mittels des in 2005 abgeschlossenen Langfristvertrages beschafft. Die verbleibende Restmenge wurde wie in der Vergangenheit nach der Methode des Portfoliomanagements eingekauft. Das Preisniveau lag mit ca 59 €/MWh auf einem Niveau vergleichbar mit dem Vorjahr, aber noch immer sehr hoch.

Aufgrund der außergewöhnlich niedrigen Nachfrage nach Metallen und Erzen in 2009 lagen die Verkaufspreise erheblich niedriger. Die Beschaffungskosten für Tonerde, Kaltmetall, Vorlegierung, Energie und Koks lagen trotzdem noch immer hoch und haben zu einer deutlichen Minderung der Rohertragsmarge geführt.

Investitionen und Finanzierung

Die Investitionen wurden im Berichtsjahr entsprechend der Planung durchgeführt. Die getätigten Investitionen betrugen insgesamt 0,7 Mio. € und betrafen insbesondere eine Anode-Sägestation sowie elektrische Schaltgruppen für die Anodenfabrik.

Aufgrund der neuen Konzernzugehörigkeit wurden zum Zwecke der einheitlichen Bilanzierung im Geschäftsjahr 2009 erstmals die neu gestarteten Öfen in der Elektrolyse aktiviert (Generalüberholung). Die Gesamtsumme in 2009 belief sich auf 4,1 Mio. €.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch den Cashpool mit der alleinigen Gesellschafterin. Liquiditätsengpässe ergaben sich im laufenden Geschäftsjahr nicht.

Personalbereich

Zum 1. Januar 2008 wurde nach zweijähriger Vorbereitungszeit erfolgreich und zeitgerecht das Entgeltrahmenabkommen für die Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen als Entgeltsystem eingeführt. In Ergänzung dazu wurde im Berichtszeitraum durch Strukturierungen und umfassende Schulungen aller Führungskräfte ein durchgängiges Zielvereinbarungssystem für die Mitarbeiter auf allen Unternehmensebenen vorbereitet und eingeführt.

Unverändert werden Maßnahmen zur Intensivierung und Verbesserung der Safety-Performance ein Schwerpunktthema. Im Berichtszeitraum gab es keinen meldepflichtigen Unfall.

Die Gesamtzahl der Beschäftigten betrug zum Stichtag (31. Dezember 2009) 468 Mitarbeiter (Vorjahr: 475 Mitarbeiter). Weitere personalwirtschaftliche Kennzahlen werden monatlich im Management Report, Human Resources Report und im Health & Safety Report an unsere Muttergesellschaft gemeldet.

Umweltfragen

Alle Anlagen und Einrichtungen haben im Berichtszeitraum die gesetzlichen Umweltschutzanforderungen erfüllt.

II. Lage des Unternehmens

Die angegebenen Vorjahreszahlen beziehen sich auf das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2008 bis 31. Januar 2009 und umfassen damit einen 10-Monats-Zeitraum. Ein Vergleich mit dem aktuellen Rumpf-Geschäftsjahr vom 1. Februar bis 31. Dezember 2009, das elf Monate umfasst, ist deshalb nur eingeschränkt möglich.

1. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist durch das Sachanlagevermögen (22,0 % der Aktiva), die Finanzanlagen (44,8 % der Aktiva), das Vorratsvermögen (14,7 % der Aktiva), die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (17,5 % der Aktiva) und die Guthaben bei Kreditinstituten (1,0 % der Aktiva) gekennzeichnet. Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum 31.01.2009 um Mio. EUR 1,6 erhöht. Die Finanzanlagen sind um Mio. EUR 56,5, und die Vorräte um Mio. EUR 13,1 gestiegen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um Mio. EUR 11,7 und das Guthaben bei Kreditinstituten ist um Mio. EUR 31,5 gesunken.

Auf der Passivseite hat sich die Kapitalrücklage um Mio. EUR 30,2 erhöht (durch den Forderungsverzicht der Gesellschafterin) und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Gesellschafter) entsprechend um Mio. EUR 29,8 verringert. Die Rückstellungen haben sich um insgesamt Mio. EUR 1,7 und die sonstigen Verbindlichkeiten um Mio. EUR 0,8 verringert. Die Lieferverbindlichkeiten gegenüber Dritten haben sich dagegen um Mio. EUR 3,7 erhöht.

Wesentliche Finanzkennzahl der Gesellschaft ist RONOA (EBIT./.NOA). Hierbei ist EBIT als Ergebnis der letzten 11 Monate vor Zinsen und Steuern definiert und NOA als Durchschnitt über die letzten 12 Monate des Anlagevermögens zzgl. Vorräten abzgl. Verbindlichkeiten (ohne Gesellschafterdarlehen) der letzten 12. Monate. Der durchschnittliche NOA-Wert betrug im Rumpfgeschäftsjahr 2009 Mio. EUR 41,4 und das RONOA -0,0001.

2. Finanzlage

Das Eigenkapital der Voerde Aluminium GmbH beträgt Mio. EUR 74,4 (Vorjahr: Mio. EUR 44,2). Durch den Forderungsverzicht der Gesellschafterin hat sich die Eigenkapitalquote von 35,4 % auf 58,8 % zum Stichtag erhöht.

3. Ertragslage

Die Verminderung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr um Mio. EUR 56,7 ist im Wesentlichen auf einen um 34,4 % gefallenen Aluminium-Marktpreis zurückzuführen.

Die Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um Mio. EUR 11,0 (8.113 t) ist zum Teil auf die Produktionsdrosselung auf 50 % für ca. 5 Monate zurückzuführen, so dass dann aus den hohen Beständen verkauft werden konnte.

Bei einer Gesamtleistung des Berichtsjahres von Mio. EUR 115,8 (Vorjahr: Mio. EUR 172,5) und einem Materialeinsatz von Mio. EUR 107,8 (Vorjahr Mio. EUR 166,5) ergibt sich ein Rohertrag von Mio. EUR 8,0 (Vorjahr: Mio. EUR 6,0) bzw. 7,4 % (Vorjahr: 3,5 %) bezogen auf die Gesamtleistung. Der Anteil der Stromkosten an den Materialkosten beträgt Mio. EUR 43,2 (Vorjahr: Mio. EUR 73,8) oder 40,2 % (Vorjahr: 44,3 %).

In den Jahren vor 2006 wurde Strom ausschließlich mittels Portfolio-Management beschafft; für die Folgejahre 2006 und 2009 bereits beschaffte und nicht benötigte Mengen wurden in diesen Jahren am Markt verkauft. Der Eigenbedarf wird seit 2006 überwiegend durch einen langfristigen Vertrag beschafft und nur noch Restmengen mittels Portfolio-Management abgedeckt.

Für eingekaufte Strommengen mit einem Wert von TEUR 19.736 (Vorjahr: TEUR 6.309), die nicht benötigt wurden, wurde durch Verkauf ein Erlös in Höhe von TEUR 16.952 (Vorjahr: TEUR 7.936) erzielt.

Insgesamt wurde ein Jahresfehlbetrag von EUR 5.611 realisiert.

C. Voraussichtliche Entwicklung sowie wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

I. Voraussichtliche Entwicklung

Aufgrund der deutlich besseren Nachfrage ist die geplante Absatzmenge von 116.000 t realisierbar. Die Erfahrungen aus der Krise zeigen jedoch, dass hieraus keineswegs die Gewissheit abgeleitet werden kann, dass diese bessere Nachfrage von Dauer sein wird.

Eine zukünftig erhebliche Kostenbelastung resultiert aus den im August 2007 gesetzlich vorgegebenen Auflagen zum Klimaschutz. Diese standortbedingten und zusätzlichen Kosten können auf Grund der Börsennotierung von Aluminium nicht an Kunden weitergegeben werden.

Die Voerde Aluminium GmbH hat gemäß der Richtlinie zur Förderung der Herstellung von klimaschonenden NE-Metallen vom 06. August 2009 beim Bundsamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Kompensation ihrer Stromkosten für die Monate Mai bis Dezember 2009 beantragt. Die Richtlinie ist durch die Bundesregierung bereits genehmigt, die Zahlung der Gelder erfolgt aber vorbehaltlich der Zustimmung durch die EU-Kommission. Da das Prüfungsverfahren durch die EU immer noch andauert, sind bis jetzt noch keine Mittel geflossen.

Erheblich höhere Kosten insbesondere für Strom, aber auch für Koks und Vorlegierungen können nicht durch Verkaufserlöse völlig kompensiert werden, so dass nach unserer mittelfristigen Planung in den beiden nächsten Geschäftsjahren ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet wird. Hierbei sind wir von dem Aluminiumpreisniveau in EURO Anfang 2010 ausgegangen.

II. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Chancen und Erfolgspotenziale

Die im europäischen und internationalen Vergleich schwierige Kostensituation der Gesellschaft erforderte auch in 2009 weitere Anstrengungen zur Kostenreduzierung, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage sind unsere Auftragsbestände gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen, so dass wir für das Geschäftsjahr 2010 von einer Vollauslastung der Kapazitäten ausgehen.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Zum Umgang mit Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, ist ein der Unternehmensgröße angepasstes Risikomanagementsystem implementiert.

Das Risikomanagement hat zum Ziel, bestehende Risiken zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten, um geschäftliche Einbußen oder die Bestandsgefährdung der Gesellschaft zu vermeiden.

Durch einen implementierten, kontinuierlichen Prozess stellen wir eine Risikoidentifizierung sicher. Regelmäßige Risikobetrachtungen auf Ebene des Gesamtunternehmens umfassen alle bekannten Risiken. Die Beurteilung der Risiken ist Bestandteil des monatlichen Reportings.

Das Risikomanagement umfasst eine detaillierte Finanz- und Budgetplanung vor Beginn des Geschäftsjahres und eine kontinuierliche Analyse der Soll-/Istabweichungen, sowie eine Anpassung an veränderte Parameter durch eine fortlaufende Aktualisierung der Planungen ("Forecast").

Branchenrisiko:

Der Umsatz unserer Gesellschaft ist grundsätzlich von der konjunkturellen Entwicklung der aluminiumverarbeitenden Industrien abhängig. Aufgrund der zu erwartenden hohen Absatzmengen gehen wir von einer Vollauslastung unserer Produktion aus.

Beschaffungsmarktrisiko:

Rohstoffe und Energie unterliegen aufgrund der Marktgesetze und gesetzlicher Regelungen starken Schwankungen. Hinsichtlich des Rohstoffes Tonerde konnten Lieferverträge abgeschlossen werden, die eine Kopplung des Tonerdepreises und des Preises für Aluminium an der LME beinhalten. Des Weiteren wurde der Strombezug durch einen langfristigen Vertrag abgesichert. Die Preisbildung ist dabei von verschiedenen internen und externen Faktoren abhängig und richtet sich u. a. nach dem Marktwert für Kohle.

Währungs- und Marktrisiko:

Eine zukünftig erhebliche Kostenbelastung resultiert aus den im August 2007 gesetzlich vorgegebenen Auflagen zum Klimaschutz. Diese standortbedingten und zusätzlichen Kosten können auf Grund der Börsennotierung von Aluminium nicht an Kunden weitergegeben werden. Zur Risikoabsicherung werden Emissionszertifikate im Rahmen der Strombeschaffung erworben.

Liquiditätsrisiko:

Die im neuen Geschäftsjahr der Muttergesellschaft gewährten Darlehen und die ebenfalls entstandenen Forderungen gegen die ausländische Schwestergesellschaft aus den zur Verfügung gestellten liquiden Mitteln sind zurzeit nicht besichert. Dennoch gehen wir davon aus, dass diese Forderungen kurz- und langfristig werthaltig sind.

D. Sonstige Angaben

I. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

II. Verwendung von Finanzinstrumenten

Von den in 2007 erworbenen CO 2-Zertifikaten zur Absicherung von Preisschwankungen waren zum Jahresende noch 156kt vorhanden.

III. Forschung und Entwicklung

Die Aktivitäten konzentrierten sich entsprechend unserer strategischen Ausrichtung auf die Weiterentwicklung von hochfesten Strangpresslegierungen sowie die Effizienzerhöhung und die analytische Unterstützung bei der Prozesskontrolle der Elektrolyse.

 

Voerde, den 25. Mai 2010

Voerde Aluminium GmbH

Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2009

Aktiva

  31.12.2009
31.01.2009
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software 74.307 98.738
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.379.340 10.549.044
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.272.698 10.211.434
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.070.870 1.121.144
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 3.020.193
  27.722.908 24.901.815
III. Finanzanlagen    
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 56.549.464 0
  84.346.679 25.000.553
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.019.399 9.935.537
2. Unfertige Erzeugnisse 6.748.927 7.342.950
3. Fertige Erzeugnisse 4.833.822 14.445.969
  18.602.148 31.724.456
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.565.756 17.956.959
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.692.608 14.461.173
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.748.288 2.350.366
  22.006.652 34.768.498
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.240.940 32.700.222
  41.849.740 99.193.176
C. Rechnungsabgrenzungsposten 183.869 590.076
  126.380.288 124.783.805

Passiva

   
  31.12.2009
31.01.2009
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital (DM 55.000.000) 28.121.053 28.121.053
II. Kapitalrücklage 46.215.446 16.037.009
III. Gewinnvortrag 39.286 39.286
IV. Jahresfehlbetrag -5.611 0
  74.370.174 44.197.348
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 21.362.582 20.968.360
2. Sonstige Rückstellungen 13.470.774 15.545.072
  34.833.356 36.513.432
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.685.691 10.991.328
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 808.500 30.605.955
(davon gegenüber Gesellschaftern € 28.746; Vorjahr € 30.178.436)    
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.682.567 2.475.742
(davon aus Steuern € 373.655; Vorjahr € 346.192)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 93.068; Vorjahr € 106.929)    
  17.176.758 44.073.025
  126.380.288 124.783.805

Gewinn- und Verlustrechnung
für das Rumgeschäftsjahr vom 1. Februar bis 31. Dezember 2009

  01.02. bis 31.12.2009
01.04.2008 bis 31.01.2009
1. Umsatzerlöse 115.819.153 172.477.973
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -10.206.170 777.684
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4.195.032 0
4. Sonstige betriebliche Erträge 62.203.421 34.606.192
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -60.834.185 -87.147.728
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -46.963.382 -79.312.260
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -21.815.906 -20.570.113
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -6.445.527 -4.866.032
(davon für Altersversorgung € 1.734.848; Vorjahr € 621.417)    
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.092.549 -1.705.130
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -35.306.811 -48.564.755
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.847.863 0
(davon aus verbundenen Unternehmen € 1.847.863; Vorjahr € 0)    
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 37.309 50.727
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -214.800 -1.427.652
(davon an verbundene Unternehmen € 0; Vorjahr € 373.397)    
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 223.448 -35.681.094
13. Sonstige Steuern -229.059 -152.873
14. Erträge aus Verlustübernahme 0 35.833.967
15. Jahresfehlbetrag -5.611 0

Anhang
für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Februar bis 31. Dezember 2009

1. Allgemeine Angaben

1.1 Grundlagen

Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Die Angaben des Berichtsjahres betreffen das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Februar bis 31. Dezember 2009 und beziehen sich damit auf elf Monate. Die Angaben der Vorjahreszahlen betreffen das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. April 2008 bis 31. Januar 2009 und erfassen somit einen 10-Monats-Zeitraum.

1.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung ist nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256 HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften gemäß §§ 279 bis 283 HGB vorgenommen. Die in den Vorjahren angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten. Im Berichtsjahr wurden die Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.135 für die Generalüberholung der Öfen erstmals aktiviert und über einen Zeitraum von 6 Jahren abgeschrieben. Die Anpassung erfolgte zur Vereinheitlichung der Bilanzierung im neuen Konzernverbund und führt darüber hinaus zu einer besseren internationalen Vergleichbarkeit mit dem Ziel der Periodisierung der Aufwendungen für diese Großreparaturen.

1.2.1 Anlagevermögen und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und linear, pro rata temporis über eine Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

Erworbene Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben.

Die Abschreibungsdauern betragen für:

Gebäude 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 150 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände im Einzelwert ab EUR 150 bis EUR 1.000 werden in einen Sammelposten aufgenommen und ab dem Jahr der Anschaffung oder Herstellung unabhängig vom Zeitpunkt des Zugangs gleichmäßig mit jeweils 1/5 abgeschrieben.

Der Abgang wird in dem Jahr gezeigt, in dem die Vermögensgegenstände vollständig abgeschrieben sind.

1.2.2 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen beinhalten verzinsliche (5 %) Darlehen an verbundene Unternehmen.

1.2.3 Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Anwendung des Niederstwertprinzips. Auf ungängige Bestände sind angemessene Wertabschläge gebildet.

Bei Tonerde, Anoden, Koks sowie den unfertigen und fertigen Erzeugnissen wird für die Bewertung die Lifo-Methode (Periodenlifo mit Layerbildung) angewandt. Die Bewertung der Legierungsmetalle und des Magazinmaterials erfolgt zu Anschaffungskosten unter Anwendung der Durchschnittsmethode.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit dem Teil der Herstellungskosten, der in direktem Zusammenhang mit der Leistungserstellung steht, aktiviert. Darüber hinaus werden anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten in die Herstellungskosten einbezogen.

1.2.4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt.

1.2.5 Flüssige Mittel

Die Flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

1.2.6 Kapital

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag bilanziert.

1.2.7 Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden entsprechend den steuerlichen Vorschriften nach dem Teilwertverfahren gemäß § 6a EStG unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 6 % und der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Verlag Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln 2005) ermittelt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in ausreichender Weise und wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet.

Warenterminkontrakte

Warenterminkontrakte für den Kauf von CO 2-Emissionszertifikaten werden nach den Grundsätzen für schwebende Geschäfte bilanziert; im Fall eines Verpflichtungsüberhangs wird eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften dotiert.

1.2.8 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

1.2.9 Umrechnung von kurzfristigen Fremdwährungsbeträgen

Beträge in Fremdwährungen wurden unter Beachtung des Imparitätsprinzips mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2009 in EURO umgerechnet. Soweit der Kurs am Buchungstage bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

2. Erläuterungen zur Bilanz

2.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2.2 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen setzen sich zusammen aus einem Darlehen an die Muttergesellschaft BaseMet B.V. in Höhe von TEUR 21.050 und an das verbundene Unternehmen Panther Trading AG in Höhe von TEUR 35.500.

2.3 Vorräte

Der Unterschied zwischen der LiFo-Bewertung und einer marktnahen Bewertung beträgt bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen TEUR 1.023 (Vorjahr: TEUR 3.037) und bei den unfertigen und Fertigerzeugnissen TEUR 784 (Vorjahr: TEUR 387) und würde den aktivierten Wert entsprechend erhöhen.

2.4 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 1.562 (Vorjahr: TEUR 3.676) aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 1.131 (Vorjahr: TEUR 0) aus Zinsen.

2.5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben ebenso wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

2.6 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Das Bankguthaben beträgt TEUR 1.241 (Vorjahr: TEUR 32.700).

2.7 Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 590) ergibt sich aus vorausbezahlten Versicherungsbeiträgen und stellt Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag dar.

2.8 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Stichtag gemäß Gesellschaftsvertrag DM 55 Mio (EUR 28,1 Mio).

Im Kaufvertrag mit der BaseMet B.V. (vormals: Briand Investment B.V., Ritthem/Niederlande) wurde vereinbart, dass die alleinige Vorgesellschafterin im Februar 2009 auf Cashpool-Forderungen in Höhe von EUR 30,2 Mio verzichtet. Dieser Betrag wurde der Kapitalrücklage zugeführt.

2.9 Sonstige Rückstellungen

Im Wesentlichen sind in den sonstigen Rückstellungen passivierungspflichtige Beträge für Personalkosten und Kosten der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 6.805 (Vorjahr: TEUR 7.879) enthalten. Davon sind für Altersteilzeit TEUR 4.874 (Vorjahr: TEUR 4.427), Beiträge für Berufsgenossenschaft TEUR 650 (Vorjahr: TEUR 1.048) sowie Urlaub und Urlaubsgeld TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 629) enthalten.

Außerdem wurden noch Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von TEUR 6.665, Vorjahr: TEUR 5.968 (darin enthalten TEUR 3.925, Vorjahr TEUR 5.366, für Stromlieferungen) gebildet.

2.10 Verbindlichkeiten

Alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben, mit Ausnahme der sonstigen Verbindlichkeiten, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 104) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 809 (Vorjahr: TEUR 428) bestehen ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Umsatzerlöse

Die Umsätze der Gesellschaft betreffen im Wesentlichen die Produktgruppen Walzbarren und Rundbarren sowie Gusslegierungen und Ovalbarren.

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geographischen Märkten wie folgt:

  Umsatz mit fremden Dritten
TEUR
Umsatz mit verbundenen Unternehmen
TEUR
Gesamtumsatz
TEUR
Deutschland 88.623 0 88.623
Belgien 7.483 0 7.483
Frankreich 3.101 0 3.101
Italien 604 0 604
Spanien 769 0 769
Niederlande 1.479 10.434 11.913
Slowakei 68 0 68
Polen 441 0 441
Ungarn 452 0 452
Österreich 2.327 0 2.327
Großbritannien 38 0 38
  105.385 10.434 115.819

Nach Erzeugnissen stellen sich die Umsatzerlöse wie folgt dar:

  TEUR
Walzbarren 49.409
Rundbarren 37.655
Gusslegierungen 5.889
Umarbeitungen 2.645
Masseln und Sows 17.348
Anoden 2.090
Sonstiges 783
  115.819

3.2 Andere aktivierte Eigenleistungen

Im Berichtsjahr wurde erstmals ein Betrag in Höhe von T€ 4.195 für die Generalüberholung der Öfen aktiviert.

3.3 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen konnten durch den Verkauf der Aluminium-Hedge-Verträge TEUR 34.684 und durch den Verkauf der CO 2-Zertifikate TEUR 815 verbucht werden.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Höhe von TEUR 16.952 (Vorjahr: TEUR 7.936) aus Verkäufen überschüssiger Energieressourcen und TEUR 2.118 (Vorjahr: TEUR 18.604) für Tonerde-Verkäufe aus einem Swap-Geschäft berücksichtigt. Den Erträgen stehen Aufwendungen von TEUR 19.736 (Vorjahr TEUR 6.309) und TEUR 1.697 (Vorjahr: TEUR 21.377) gegenüber, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind.

Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge TEUR 687 Kurzarbeitergeld von der Agentur für Arbeit.

Kursschwankungen vor allem des USD führten zu Erträgen aus Kursgewinnen von TEUR 227 (Vorjahr: TEUR 1.592) und zu Kursverlusten von TEUR 430 (Vorjahr: TEUR 1.392; Ausweis unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Beträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Vorjahre (TEUR 1.760), Vergütungen für Ausgleichsenergie aus Vorjahren (TEUR 31) und den Zahlungseingang einer wertberichtigten Forderung aus Vorjahren (TEUR 55).

3.4 Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Verzugszinsen für Stromsteuer in Höhe von TEUR 169 enthalten.

4. Sonstige Angaben

4.1 Mitarbeiter

Im Rumpfgeschäftsjahr waren inklusive Auszubildende durchschnittlich 468 (Vorjahr: 473) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 386 (Vorjahr: 389) im Produktionsbereich und 82 (Vorjahr: 84) im kaufmännischen Bereich; in der Mitarbeiterzahl sind 18 (Vorjahr: 20) Auszubildende im Produktionsbereich enthalten.

4.2 Organe der Gesellschaft

Alleiniger Geschäftsführer im Rumpfgeschäftsjahr 2009 war Herr Dr. Hartmut Rossel, Ingenieur, Rheinbach.

Darüber hinaus wurde mit Wirkung vom 4. Februar 2009 Herr Jacobus Antonie Martin Sanders als weiterer Geschäftsführer bestellt. Herr Sanders ist mit Wirkung zum 22. Juni 2009 aus der Geschäftsführung wieder ausgeschieden. Die Eintragungen im Handelsregister erfolgten am 16. Februar und 24. Juni 2009.

Von der Angabe der Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB abgesehen, da nur ein Geschäftsführer im Berichtsjahr Bezüge erhalten hat.

4.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

  2010
TEUR
2011-2014
TEUR
     
Energie- und Rohstoffeinkauf 107.418 121.384
Mieten und Leasingraten 193.493 274.123

4.4 Derivative Finanzinstrumente (Warentermingeschäfte)

Die der Bewertung zugrunde liegenden Bewertungsmethoden und Annahmen bezüglich der eingesetzten Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

Ab dem 1.1.2008 muss die Gesellschaft wegen Neuregelungen im Nationalen Allokationsplan II (NAP II) beim Strombezug auch Entgelte für CO 2-Zertifikate zahlen. Seit Mitte 2007 wurden die zusätzlichen Entgelte zum Kauf von CO 2-Emissionszertifikaten durch Termingeschäfte abgesichert. Zum 31.12.2009 bestanden Termingeschäfte für 52.000 t CO 2 im Umfang von TEUR 1.207 (Fälligkeit 2010). Der beizulegende Wert der Termingeschäfte zum Bilanzstichtag beträgt negativ TEUR 658 und wurde durch eine Drohverlustrückstellung berücksichtigt.

4.5 Energieversorgungsgesetz

Unsere Gesellschaft ist nach § 3 Nr. 18 Energieversorgungsgesetz (EnWG) ein Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU), da wir an unserem Produktionsstandort in Voerde ein Stromversorgungsnetz betreiben. Bei dem Netz handelt es sich nach unserer Auffassung um eine Hausverteilungsanlage, da es ausschließlich zur Eigenversorgung genutzt wird. Insofern erfüllt unsere Gesellschaft nicht alle Kriterien eines vertikal integrierten EVU nach § 3 Nr. 38 EnWG und ist somit nicht zur buchhalterischen Entflechtung nach § 10 Abs. 3 EnWG verpflichtet.

4.6 Art und Zweck außerbilanzieller Geschäfte

Als für die Beurteilung der Finanzlage notwendig werden vor allem Geschäfte angesehen, aus denen in erheblicher Höhe Verbesserungen oder Verschlechterungen der Finanzsituation zu erwarten sind, oder die im Hinblick auf ihren Zeitpunkt bzw. Zeitraum oder den Geschäftspartner als ungewöhnlich anzusehen sind. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, existieren zum Abschlussstichtag nicht.

4.7 Wesentliche Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen. Dazu gehören auch verbundene Unternehmen, die als nahe stehende Unternehmen gelten. Von einer Anhangangabe wesentlicher Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wird abgesehen, da diese zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

4.8 Angabe und Aufgliederung des Gesamthonorars des Abschlussprüfers

Das Prüfungshonorar betrug im Berichtsjahr TEUR 65. Für Steuerberatungsleistungen wurden TEUR 32 aufgewendet.

4.9 Konzern

Muttergesellschaft der Voerde Aluminium GmbH ist die BaseMet B.V., Ritthem/Niederlande.

Die Konzernobergesellschaft Klesch & Company Limited, London/England, stellt für den größten Kreis von Unternehmen, und die BaseMet B.V., für den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss nach IFRS auf, in den der Jahresabschluss Voerde Aluminium GmbH einbezogen wird.

Die Konzernabschlüsse sind am Sitz der Gesellschaften beim jeweiligen örtlichen Handelsregister erhältlich.

 

Voerde, 25. Mai 2010

Voerde Aluminium GmbH
Geschäftsführung

Dr. Hartmut Rossel

Anlagenspiegel für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Februar bis 31. Dezember 2009
Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Februar bis 31. Dezember 2009

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.02.2009
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Software 2.568.264,8 44.533 0 2.448 2.615.246
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 45.326.536 0 0 284 45.326.820
2. Technische Anlagen und Maschinen 150.170.031 4.784.082 562.518 2.887.533 157.279.128
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.297.593 60.596 90.724 129.928 17.397.392
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.020.193 0 0 -3.020.193 0
  215.814.353 4.844.678 653.243 -2.448 220.003.340
III. Finanzanlagen          
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 56.549.464 0 0 56.549.464
  218.382.617 61.438.675 653.243 0 279.168.050
  Kumulierte Abschreibungen
  01.02.2009
Zugänge
Abgänge
Umbuchung
Zuschreibungen
31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Software 2.469.527 71.412 0 0 0 2.540.939
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.777.492 169.988 0 0 0 34.947.480
2. Technische Anlagen und Maschinen 139.958.597 1.610.352 562.518 0 0 141.006.430
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.176.449 240.797 90.724 0 0 16.326.522
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0   0 0 0 0
  190.912.537 2.021.137 653.243 0 0 192.280.431
III. Finanzanlagen            
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0     0
  193.382.064 2.092.549 653.243 0 0 194.821.371
  Restbuchwerte
  31.12.2009
31.01.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Software 74.307 98.738
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.379.340 10.549.044
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.272.698 10.211.434
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.070.870 1.121.144
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 3.020.193
  27.722.908 24.901.815
III. Finanzanlagen    
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 56.549.464 0
  84.346.679 25.000.553

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Voerde Aluminium GmbH, Voerde, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Februar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 25. Mai 2010

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Pattusch, Wirtschaftsprüfer

ppa. Siegmund Stanowski, Wirtschaftsprüfer

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