Stammdaten

Register
Amtsgericht Aurich HRB 377
Eingetragen
24.1.1983
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und Anstrichmitteln
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung von und der Handel mit chemischen Produkten und Baustoffen und Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Kroker
seit 28.8.2023
Prokura
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KÖSTER BAUCHEMIE AG

Aurich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

KÖSTER BAUCHEMIE AG, Aurich

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft verzeichnete im Jahr 2023 eine Steigerung des weltweiten Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 2,7 % (Vorjahresprognose: 1,9 %). Auf kontinentaler Ebene beläuft sich die Steigerung des Bruttoinlandsproduktes in Europa auf 0,8 %, in Amerika auf 2,3 % und in Asien auf 4,5 %. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist 2023 um 0,2 % geschrumpft.

Die Corona-Pandemie und die Energiekrise der letzten Jahre haben in Europa und insbesondere auch in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung entspricht etwa demselben Niveau wie vor Beginn der COVID-Pandemie vor rund vier Jahren. Damit verzeichnet Deutschland seit Beginn der Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften im Euro-Raum.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage weist in seinem Jahresgutachten 2023/2024 auf deutliche Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahrzehnte und überfällige Gegenmaßnahmen wie beispielsweise die Reform der Zuwanderungspolitik hin. Durch die demografische Alterung wird das inländische Arbeitsvolumen sinken, während das Produktivitätswachstum und das Wachstum des Kapitalstocks im Vergleich zu anderen EU-Staaten seit Jahrzehnten rückläufig sind. Damit drohe Deutschland nicht nur die Alterung der Bevölkerung, sondern auch ein Rückgang seiner industriellen Basis.

Für das Jahr 2024 erwartet der Sachverständigenrat eine langsame Erholung der deutschen Wirtschaftsleistung (+0,7 %) nebst einer sinkenden Inflationsrate (von 6,1 % auf 2,6 %). Weltweit wird mit einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,2 % gerechnet (Europa 1,1 %, Amerika1,5 %, Asien 3,8 %).

Die Bauwirtschaft in Deutschland steht Ende 2023 vor großen Herausforderungen. Das ifo-Branchenklima im Wohnungsbau ist im Dezember auf -56,8 Punkte und damit auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebung im Jahre 1991 gefallen. Die Bauinvestitionen befinden sich im Spannungsfeld zwischen hohen Restauftragsbeständen und geringen Neuaufträgen. Der Bausektor reagiert damit stark auf den Zinsanstieg infolge der geldpolitischen Straffung. Neben den gestiegenen Kreditkosten belasten auch die allgemein gestiegenen Baukosten die Investitionen. Vor allem im Wohnungsneubau geht die Bautätigkeit zurück. Die Bestandsmaßnahmen wirken dagegen sowohl im Wohnungs- als auch im Nichtwohnbau stabilisierend.

Die chemische Industrie blickt auf ein schwieriges Jahr 2023 zurück. Die Kapazitätsauslastung lag im Jahresdurchschnitt bei 77,0 % und damit neun Quartale in Folge unter der Normalauslastung (beginnend bei 82,0 %). Die Produktionsleistung sank gegenüber dem Vorjahr um 11,0 %. Des Weiteren sanken die Erzeugerpreise um 1,0 %. Die Umsätze sanken im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls um 12,0 %. Die Zahl der Beschäftigten stagnierte im Vergleich zum Vorjahr bei rund 477.000 Personen.

Zum Jahresende herrscht in der Branche weiterhin Rezessionsstimmung. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate sind negativ. Umsatzrückgang, sinkende Verkaufspreise und hohe Produktionskosten setzen die Gewinne der Unternehmen erheblich unter Druck. Vor diesem Hintergrund erwartet der Verband der chemischen Industrie (VCI) für 2024 einen weiteren Rückgang des Umsatzes um 3,0 %.

Die deutsche Bauindustrie meldet ein schwaches Baujahr 2023. Für das Jahr 2023 beträgt der reale Umsatzrückgang rund 5,0 %. Im Bauhauptgewerbe konnten nach Angaben von Branchenverbänden im Jahr 2023 nur etwa 1.100 neue Beschäftigte eingestellt werden, während es im Vorjahr noch rund 15.200 neue Beschäftigte waren. Im Jahr 2023 betrug der reale Auftragsrückgang 4,4 %. Neue Aufträge blieben und bleiben überwiegend aus. Für das Jahr 2024 wird trotz eines hohen Bedarfs an Bauleistungen ein weiterer realer Umsatzrückgang um 3,5 % erwartet.

2. Geschäftsverlauf der KÖSTER BAUCHEMIE AG

Die KÖSTER BAUCHEMIE AG produziert und verkauft Bauwerksabdichtungen überwiegend an gewerbliche Kunden im In- und Ausland. Der Umsatz verteilt sich dabei etwa zu gleichen Anteilen auf das Inlands- und Auslandsgeschäft. Der Geschäftsverlauf der KÖSTER BAUCHEMIE AG war im Geschäftsjahr 2023 vor dem Hintergrund der uneinheitlichen weltweiten Konjunkturlage und der Krise in der deutschen Bauindustrie positiv.

Gegenüberstellung der Vorjahresprognose

Unter der Annahme einer moderaten Dämpfung der konjunkturellen Entwicklung und bestehender Anbahnungen mit Großkunden wurde im Lagebericht des Geschäftsjahres 2022 für das vergangene Geschäftsjahr ein moderates Umsatzwachstum und aufgrund der durchgeführten Investitionsmaßnahmen ein steigendes EBIT prognostiziert.

Der sehr gute Umsatz des Vorjahres 2022 konnte nicht erreicht werden. Aufgrund allgemeiner Lieferengpässe durch Rohstoffknappheit im Vorjahr hatten Kunden, insbesondere im Bereich Kunststoffdach- und -dichtungsbahnen, vermehrt Lagerbestellungen ausgeführt. Dies wiederholte sich 2023 nicht, woraus ein geringfügig geringerer Umsatz in diesem Bereich resultierte. Die Rohertragsmarge konnte gegenüber dem Vorjahr verbessert und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gesenkt werden, wodurch ein im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Situation zufriedenstellendes Betriebsergebnis erzielt wurde.

Personal

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten (ohne Auszubildende) stagnierte im Vergleich zum Vorjahr und beträgt weiterhin 118. Die Verfügbarkeit von neuem Personal ist noch eingeschränkt, hat sich jedoch gegenüber 2022 etwas verbessert; teilweise konnten offene Stellen nur mit Verzögerung wieder besetzt werden.

Dem Vertriebsleiter Kunststoffdach- und -dichtungsbahnen wurde Prokura erteilt.

Digitalisierung / IT

Die Digitalisierung hat bei KÖSTER bereits seit Jahren einen hohen Stellenwert und wurde auch im Geschäftsjahr 2023 weiter vorangetrieben. So wurden beispielsweise in der Produktion diverse Messeinrichtungen installiert, um den Produktionsprozess digital nachverfolgen und seine Wirtschaftlichkeit überwachen zu können. Benötigte und schwer beschaffbare Ersatzteile werden inzwischen teilweise durch den Einsatz von 3D-Druckern selbst hergestellt.

Künstliche Intelligenz (KI) wurde im Geschäftsjahr 2023 erstmalig genutzt, um Produkt- und Anleitungsvideos zu vertonen. Durch den Einsatz von KI können Videos mit deutlich geringerem Aufwand und gleichzeitig deutlich höherer Flexibilität (bspw. kurzfristige Anpassungen, Mehrsprachigkeit) vertont werden. Weitere Anwendungsbereiche werden geprüft.

Produktion

Auch im Geschäftsjahr 2023 wurden wieder hohe Investitionen im Bereich der Produktion getätigt. Hierzu gehört die umfangreiche Erweiterung und Modernisierung der Produktion der Kunststoffdach- und -dichtungsbahnen. Weitere Investitionen betrafen Anlagen in den übrigen Werken sowie die Digitalisierung.

Ziel dieser Investitionen ist stets der Ausbau der Produktionskapazitäten, die Steigerung der Wirtschaftlichkeit sowie die Entlastung des Personals von körperlich anstrengender Arbeit.

Weitere Modernisierungsmaßnahmen und Investitionen sind geplant. Sämtliche Investitionen sind eigenfinanziert.

Vertrieb und Marketing

Im Geschäftsjahr 2023 nahm KÖSTER vermehrt an nationalen und internationalen Baumessen teilt, unter anderen an der renommierten Messe BAU in München und der Big 5 Global Messe in Dubai. Dies führte zu einer weiteren Steigerung des Bekanntheitsgrades und dem Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen. Im Zuge dessen wurden neue Produktbroschüren und -flyer produziert und veröffentlicht.

Der Auslandsvertrieb wurde personell verstärkt. Es konnte eine größere Anzahl neuer internationaler Geschäftsbeziehungen aufgebaut werden. Die weltweite Bekanntheit der Marke KÖSTER wurde weiter gesteigert.

Im Marketing wurde ein neues internes Tool zur Erstellung von Marketingkampagnen eingeführt, mit dem sich die Kommunikation gegenüber Kunden und Partnern deutlich verbesserte und engere Kundenbeziehungen geschaffen wurden. Weiterhin wurde die Produktion von Produktvideos vorangetrieben sowie die Präsenz in den Sozialen Medien verbessert.

3. Darstellung der Lage

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um rd. 9 % auf TEUR 18.979 erhöht. Die Erhöhung der Bilanzsumme in Höhe von TEUR 1.609 ist im Wesentlichen auf einen Sondereffekt zurückzuführen (siehe nachstehende Erläuterungen).

Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme sinkt (rd. 74 %; Vorjahr rd. 80 %). Das Anlagevermögen ist durch die getätigten Investitionen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.554 gestiegen. Das Umlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 55 gestiegen.

Innerhalb des Umlaufvermögens hat sich das Vorratsvermögen um TEUR 1.750 reduziert. Der Rückgang entfällt zu TEUR 1.081 auf Roh- und Hilfsstoffe und zu TEUR 669 auf unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Waren. Der Rückgang ist auf sinkende Materialkosten infolge sich normalisierender Preise nach der COVID-Pandemie sowie geringere Bevorratung aufgrund sich normalisierender Verfügbarkeiten zurückzuführen.

Des Weiteren sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 132 im Vorjahresvergleich gesunken, während die liquiden Mittel um TEUR 1.937 gestiegen sind.

Die Eigenkapitalquote sinkt im Verhältnis zum Vorjahr (rd. 83 %) leicht auf nunmehr rd. 81 %. Die vollständige Thesaurierung des Jahresergebnisses lässt das Eigenkapital um TEUR 948 anwachsen.

Im Bereich Fremdkapital sind die Rückstellungen um TEUR 199 auf nunmehr TEUR 999 gesunken. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen Steuerrückstellungen. Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 860 auf nunmehr TEUR 2.541 gestiegen. In den Verbindlichkeiten ist ein einmaliger Sondereffekt in Höhe von TEUR 1.640, bedingt durch den Kauf des gesamten beweglichen Anlagevermögens der KÖSTER International GmbH, Aurich, in entsprechender Höhe zum 31.12.2023, enthalten. Ohne diesen Sondereffekt reduzieren sich die Verbindlichkeiten im Vorjahresvergleich um TEUR 780. Ebenso wie im Vorjahr bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Unter anderem durch die hohe Eigenkapitalquote verfügt die Gesellschaft über genügend finanzielle Mittel, um jederzeit - gemäß dem Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft - ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Außerbilanzielle Finanzierungsgeschäfte wurden durch die Gesellschaft nicht abgeschlossen.

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 2.101 (Vorjahr TEUR 1.383) getätigt. Investitionen wurden bis Mitte 2020 hauptsächlich durch die Johann J. Köster GmbH, Aurich, vorgenommen, welche die Objekte anschließend an die KÖSTER BAUCHEMIE AG vermietet hat. Seit Mitte 2020 werden neue Investitionen durch die KÖSTER BAUCHEMIE AG selbst vorgenommen. Zum 31.12.2023 hat die KÖSTER BAUCHEMIE AG sämtliche Restbestände des beweglichen Anlagevermögens übernommen, sodass ab dem Geschäftsjahr 2024 nur noch das unbewegliche Anlagevermögen gemietet wird.

Verbundene Unternehmen und Beteiligungen

Im Berichtsjahr 2023 wurden keine neuen Beteiligungen erworben oder veräußert. Weiterführend wird auf die im Anhang gemachten Angaben über den Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB verwiesen.

Ertragslage

Das Rohergebnis beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 13.627, was einen Rückgang in Höhe von TEUR 72 gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Somit konnte das Rohergebnis im Wesentlichen stabil gehalten werden.

Der Personalaufwand ist im Verhältnis zum Vorjahr leicht um TEUR 24 auf nunmehr insgesamt TEUR 6.700 gesunken. Die Abschreibungen sind aufgrund der Neuinvestitionen um TEUR 161 angestiegen.

Der Betriebsaufwand ist im Verhältnis zum Vorjahr um TEUR 340 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf gesunkene Fracht- und Energiekosten zurückzuführen. Der Vertriebsaufwand ist um TEUR 111 gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf erhöhte Marketingausgaben, u. a. durch die vermehrte Teilnahme an Messen, zurückzuführen. Der Verwaltungsaufwand ist um TEUR 69 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf gesunkene Versicherungs- sowie Rechts- und Beratungskosten zurückzuführen. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 42 gesunken.

Die Ertragsteuern steigen im Verhältnis zum Vorjahr um TEUR 51 auf TEUR 400. Die Steuerquote in Bezug auf das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist von 20 % im Geschäftsjahr 2022 auf 30 % im Geschäftsjahr 2023 gestiegen. Grund für die geringe Vorjahresquote waren steuerfreie Erträge. Das Geschäftsjahr 2023 schließt folglich mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 948 (Vorjahr: TEUR 1.441) ab. Insgesamt wird im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) in Höhe von TEUR 1.342 (Vorjahr: TEUR 1.211) erzielt.

4. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die wirtschaftliche Lage der KÖSTER BAUCHEMIE AG kann weiterhin als gut bezeichnet werden. Langfristig wird mit weiteren Steigerungen der Umsätze und Marktanteile gerechnet. Das Unternehmen bereitet sich mit weiteren Maßnahmen in den Bereichen Vertrieb, Marketing, Produktion, Digitalisierung und Personal auf weiteres Wachstum vor.

Strukturell büßt der Standort Deutschland derzeit im internationalen Vergleich an Attraktivität ein. Energieintensive Produzenten aus der chemischen Industrie haben teilweise den Standort verlassen oder planen keine Neuinvestitionen. Hohe Regulierung in Deutschland macht Neuinvestitionen unattraktiver. Der Wettbewerb aus dem Ausland steigt.

Die Entwicklung der KÖSTER BAUCHEMIE im Jahr 2024 wird zum einen von der gesamtökonomischen Entwicklung und zum anderen von dem Erfolg der durchgeführten Maßnahmen zur Unternehmensentwicklung beeinflusst werden.

Für das Geschäftsjahr 2024 geht der Vorstand unter der Annahme einer weltweiten moderaten konjunkturellen Entwicklung und bestehenden Anbahnungen mit Großkunden von einem insgesamt deutlichen Wachstum des Umsatzes und einem entsprechend steigenden EBIT aufgrund der Investitionsmaßnahmen in der Produktion aus. Anfang 2024 zeigen sich die Beschaffungsmärkte nach einer Krise in 2022 vergleichsweise entspannt, so dass hier keine außerordentlichen Schwierigkeiten erwartet werden. Es bestehen jedoch potenzielle Risiken durch weltweite politische Konflikte.

Der Klimawandel kann insbesondere auf der Beschaffungsseite zu vermehrten Geschäftsrisiken führen. Andererseits ist KÖSTER in einem Bereich tätig, der im Bausektor zu sehr erheblichen zukünftigen Einsparungen von Energie und Ressourcen führt und damit klimaschädliche Immissionen vermindert. Dieser Geschäftszweck lässt weitere Chancen auf den Absatzmärkten erwarten.

Die für 2024 in Aussicht gestellten Zinssenkungen der weltweiten Zentralbanken können die Konjunktur stabilisieren oder sogar fördern und stellen eine Chance für die Geschäftsentwicklung dar. Andererseits könnte es durch die vergangenen Zinserhöhungen zeitversetzt noch zu einem konjunkturellen Einbruch kommen. Zum Zeitpunkt der Lageberichtserstellung gibt es jedoch keine klaren Anzeichen eines Konjunktureinbruchs.

Zunehmend sind Cyberrisiken als Geschäftsrisiken anzusehen. Ein Stillstand der EDV-Systeme hätte u. U. sehr erhebliche kurz- und mittelfristige Folgen für den Geschäftsverlauf. Wir schützen uns mit den aktuellen technischen Möglichkeiten und durch den Einsatz aktuellster Hard- und Software. Weiterhin gibt es bei KÖSTER umfangreiche Backup-Systeme für Daten. Kritische Hard- und Softwaresysteme werden teilweise redundant vorgehalten. Es besteht ein Notfallplan, nach dem bei einem Ausfall aller EDV-Systeme eine rudimentäre Fortsetzung des Geschäftsbetriebs nach kurzer Zeit möglich ist.

Die Beschaffung von qualifiziertem Personal, insbesondere am Standort in Aurich, erweist sich weiterhin als Herausforderung und damit als Risiko für die zukünftige Unternehmensentwicklung. Die KÖSTER BAUCHEMIE AG wirkt diesem durch eine mitarbeiterfreundliche Unternehmenspolitik, verstärktes Personalmarketing und den stetigen Ausbau der eigenen Ausbildungskapazitäten im Unternehmen entgegen.

Allgemeine Risiken ergeben sich weiterhin aus den zunehmend aufwendiger und komplexer werdenden rechtlichen Anforderungen an Unternehmen im Allgemeinen und Unternehmen in der Bauchemiebranche im Speziellen. Dazu gehören ein komplexes nationales und internationales Steuerrecht, das Zusammenspiel von nationalem und internationalem Baurecht, das Chemikalienrecht sowie die Anforderungen aus den Bereichen Personal und Arbeitssicherheit. Die KÖSTER BAUCHEMIE AG nutzt in diesem Zusammenhang zunehmend externe Beratung und die Verbandsarbeit der Deutsche Bauchemie e.V. sowie des Verbandes der Chemischen Industrie e. V. (VCI).

Zu den weiteren Risiken gehören konjunkturelle und politische Risiken der einzelnen bedienten Länder. Diesbezüglich hilft die globale Diversifizierung der KÖSTER BAUCHEMIE AG, die Risiken zu streuen.

5. Forschung und Entwicklung

Die KÖSTER BAUCHEMIE AG betreibt Forschung und Entwicklung im Bereich der chemischen Produkte insbesondere für die Segmente Bodenbeschichtungssysteme und Dachbahnen. In diesem Zusammenhang sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 575 angefallen. Diese betreffen im Wesentlichen Laboraufwendungen von TEUR 426 sowie Aufwendungen für Materialforschung von TEUR 149.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der KÖSTER BAUCHEMIE AG dient der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens im Hinblick auf den Innovationsgrad, die Qualität sowie den Preis der Produkte.

6. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 Abs. 3 AktG

Der Abhängigkeitsberichts gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."

 

Aurich, den 28. März 2024

gez. Dr. Dieter Köster, Vorstandsvorsitzender

gez. Dr. Hugo Torres, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.968.339,14 3.415.449,91
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 100.947,00 52.154,00
II. Sachanlagen 3.950.778,00 2.425.256,25
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.180.145,00 811.044,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.770.633,00 1.296.763,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 317.449,25
III. Finanzanlagen 916.614,14 938.039,66
davon Anteile an verbundenen Unternehmen 779.352,01 779.352,01
davon Beteiligungen 66.161,29 66.161,29
B. Umlaufvermögen 13.973.245,36 13.870.328,22
I. Vorräte 7.354.999,24 9.104.390,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.173.991,74 4.259.441,56
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.930.065,77 1.981.431,82
davon Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 277.556,60 458.020,43
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.444.254,38 506.496,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 36.800,51 83.935,66
Bilanzsumme, Summe Aktiva 18.978.385,01 17.369.713,79

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 15.439.074,38 14.491.101,66
I. gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 166.919,54 166.919,54
III. Bilanzgewinn 14.272.154,84 13.324.182,12
B. Rückstellungen 999.432,70 1.198.471,49
C. Verbindlichkeiten 2.539.877,93 1.680.140,64
davon Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen 1.639.582,00 810,96
Bilanzsumme, Summe Passiva 18.978.385,01 17.369.713,79

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 28.339.291,80 30.357.669,34
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -362.291,44 333.173,30
3. sonstige betriebliche Erträge 369.737,05 419.479,94
4. Materialaufwand 14.719.629,37 17.410.731,35
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 14.719.629,37 17.410.731,35
5. Personalaufwand 6.699.772,26 6.723.976,23
a) Löhne und Gehälter 5.565.958,71 5.636.478,85
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.133.813,55 1.087.497,38
6. Abschreibungen 454.669,46 294.118,11
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 454.669,46 294.118,11
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.121.270,57 5.458.483,82
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 562.418,00
9. Erträge aus Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 0,00 641,37
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.308,22 16.701,03
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.461,68 284,07
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 400.127,57 349.493,15
13. Ergebnis nach Steuern 957.114,72 1.452.996,25
14. sonstige Steuern 9.142,00 11.967,01
Jahresüberschuss 947.972,72 1.441.029,24

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 947.972,72 1.441.029,24
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 13.324.182,12 11.883.152,88
3. Bilanzgewinn 14.272.154,84 13.324.182,12

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den gesetzlichen Regelungen unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und Aktiengesellschaften (§§ 150 ff. AktG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt zum 31. Dezember 2023 die Merkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: KÖSTER BAUCHEMIE AG
Firmensitz laut Registergericht: Aurich
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Aurich
Register-Nr.: HR B 377

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für die Bemessung der Nutzungsdauer wurde § 253 Abs. 3 S. 4 HGB zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

Soweit erforderlich wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Es wird das permanente FIFO-Verfahren angewendet.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen für Einzelrisiken angesetzt. Darüber hinaus wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung aller nicht einzelwertberichtigten Forderungen in Höhe von 1 % auf den Nettoforderungsbestand gebildet.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten ungewisse Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden. Die Umrechnung erfolgte zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag.

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital in Höhe von 1.000.000,00 ist eingeteilt in 10.000 Stückaktien, welche jeweils einen Anteil von EUR 100,00 am Grundkapital widerspiegeln.

Angabe gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Zum 31. Dezember 2023 halten die Johann J. Köster GmbH und die JJK GmbH & Co. KG mehr als den vierten Teil der Aktien gemäß § 20 Abs. 1 AktG.

Zum 31. Dezember 2023 hält die JJK GmbH & Co. KG eine Mehrheitsbeteiligung gemäß § 20 Abs. 4 AktG an der Gesellschaft.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben ebenso wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 61.463,42 (Vj.: EUR 80.180,46) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 14.454,47 (Vj.: EUR 6.404,38) enthalten.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von jährlich ca. TEUR 525 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Die Verpflichtungen resultieren aus Miet- und Leasingverträgen mit unterschiedlichen Laufzeiten.

Mitzugehörigkeit zu anderen Posten gemäß § 265 Abs. 3 HGB

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und nahestehenden Unternehmen sowie Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umfassen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (Vj.: TEUR 0) enthalten.

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 34 (Vj.: TEUR 25).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (Vj.: TEUR 7) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 77 76
Gewerbliche Mitarbeiter 41 42
118 118

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten Herr Dr. Dieter Köster (Vorsitzender) und Herr Dr. Hugo Torres dem Vorstand an.

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

a) Johann J. Köster, Kaufmann, Leer, Vorsitzender,

b) Dr. Erhard Jacobi, Privatier, Hünstetten, stellvertretender Vorsitzender, c) Andreas König, CFO der Basalt-Actien-Gesellschaft, Bad Honnef.

Auf die Angabe der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname, Sitz Anteilshöhe
%
Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
KÖSTER Afdichtingssystemen B.V., Harderwijk/Niederlande * 60,00 167.013,00 -363.214,00
KOSTER American Corporation, Virginia Beach/USA * 93,75 -14.290,50 5.148.495,93
KOSTER Bulgaria Ltd., Sofia/Bulgarien * 50,00 38.353,36 363.078,50
KOESTER Polska Sp. z.o.o., Krakau/Polen * 90,00 37.570,01 -83.761,72
KÖSTER Japan Corporation, Yokohama/Japan ** 34,57 4.917,98 366.509,90
Beijing Köster International Chemical Industry Co. Ltd., Beijing/China * 100,00 267.981,17 2.358.331,27
KOSTER IMP Lda, Matosinhos/Portugal 100,00 53.398,47 234.415,90

* Die Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2023 liegen noch nicht vor. Daher wurden die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2022 bzw. 2021 angegeben.

** abweichendes Wirtschaftsjahr vom 01.05.2022 bis 30.04.2023

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 947.972,72 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Aurich, den 28. März 2024

gez. Dr. Dieter Köster, Vorstandsvorsitzender

gez. Dr. Hugo Torres, Vorstand

Anlagespiegel

Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lieferrechte sowie Lizenzen 122.481,00 67.924,20 0,00 0,00 190.405,20
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 980.097,31 1.376.244,90 0,00 73.820,97 2.430.163,18
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.624.504,98 655.056,45 156.317,59 219.963,28 2.343.207,12
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 317.449,25 0,00 23.665,00 -293.784,25 0,00
2.922.051,54 2.031.301,35 179.982,59 0,00 4.773.370,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 779.352,01 0,00 0,00 0,00 779.352,01
2. Beteiligungen 66.161,29 0,00 0,00 0,00 66.161,29
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.411,82 0,00 8.411,82 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 89.114,54 2.611,30 20.625,00 0,00 71.100,84
943.039,66 2.611,30 29.036,82 0,00 916.614,14
3.987.572,20 2.101.836,85 209.019,41 0,00 5.880.389,64
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lieferrechte sowie Lizenzen 70.327,00 19.131,20 0,00 0,00 89.458,20
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 169.053,31 122.268,65 0,00 -41.303,78 250.018,18
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 327.741,98 314.434,61 110.906,25 41.303,78 572.574,12
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
496.795,29 436.703,26 110.906,25 0,00 822.592,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 5.000,00 0,00 5.000,00 0,00 0,00
5.000,00 0,00 5.000,00 0,00 0,00
572.122,29 455.834,46 115.906,25 0,00 912.050,50
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lieferrechte sowie Lizenzen 100.947,00 52.154,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.180.145,00 811.044,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.770.633,00 1.296.763,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 317.449,25
3.950.778,00 2.425.256,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 779.352,01 779.352,01
2. Beteiligungen 66.161,29 66.161,29
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 8.411,82
4. Sonstige Ausleihungen 71.100,84 84.114,54
916.614,14 938.039,66
4.968.339,14 3.415.449,91

Bericht des Aufsichtsrats

Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat der KÖSTER BAUCHEMIE AG hat im Geschäftsjahr 2022 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens beraten. Wir konnten uns dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten regelmäßig ausreichend Gelegenheit, sich in Sitzungen im Plenum mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen.

Sitzungen des Aufsichtsrates

lm Berichtsjahr fanden drei Sitzungen des Aufsichtsrats statt (am 2. Februar 2023, am 2. Mai 2023 sowie virtuell am 6. September 2023). Der Aufsichtsrat war bei diesen Sitzungen stets vollständig vertreten. Der Vorstand hat an den Sitzungen teilgenommen. Den Aufsichtsratsvorsitz hatte Johann J. Köster inne. Das Themenspektrum, mit dem sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 befasste, beinhaltete u. a. die jeweils aktuelle Geschäftslage und die Ergebnisentwicklung.

Prüfung des Jahresabschlusses

Die von der Hauptversammlung zum Prüfer des Abschlusses des Geschäftsjahres 2023 gewählte Qualitatus Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand nach den Regeln des AktG sowie des HGB aufgestellten Jahresabschluss geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk und hat in der heutigen Aufsichtsratssitzung über die Prüfung Auskunft erteilt. Der Aufsichtsrat hat eine Prüfung des Berichtes vorgenommen, die zu keinen Einwänden geführt hat.

 

Aurich, den 10. April 2024

gez. Johann J. Köster, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KÖSTER BAUCHEMIE AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KÖSTER BAUCHEMIE AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KÖSTER BAUCHEMIE AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, 28. März 2024

Qualitatus Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Rohsiepe, Wirtschaftsprüfer

gez. Müller, Wirtschaftsprüfer

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