CBRE Investment Management Germany GmbH

Große Gallusstraße 18, 60312 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 56214
Vorher
ING Real Estate Vermögensverwaltungsgesellschaft mbHING Real Estate Investment Management Germany GmbHCBRE Global Investors Germany GmbH
Eingetragen
14.1.2003
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Das Immobilienportfolio-Management für Unternehmen der ING Groep N.V. und/oder Dritten, insbesondere durch Verwaltungs-, Steuerungs- und Beratungsleistungen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmen aller Art zu erwerben oder sich an solchen zu beteiligen, auch als persönlich haftende Gesellschafterin. Sie kann alle Handlungen vornehmen, die unmittelbar oder mittelbar den vorstehenden Zwecken dienen können. Erlaubnispflichtige Geschäfte nach § 34 c GewO werden nicht betätigt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Markus Wagenknecht
seit 22.12.2023
Prokura
Hendrik Brauner
seit 22.12.2023
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Harald Flöer
seit 24.11.2016
Prokura
Marius Schöner
seit 27.1.2015
Geschäftsführer
Christopher John Wood
seit 15.6.2010
Geschäftsführer
Christopher John Wood
seit 25.2.2009
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CBRE Investment Management Europe B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
CBRE Investment Management Europe B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CBRE Investment Management Germany GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

CBRE Investment Management Germany GmbH, Frankfurt am Main

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.634,16 44.901,30
19.634,16 44.901,30
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.583.476,72 4.078.454,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 505.116,27 1.803.292,47
3. Forderungen gegen Gesellschafter 89.012,13 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 244.474,78 206.736,93
6.422.079,90 6.088.484,17
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.555.881,12 15.997.364,53
22.977.961,02 22.085.848,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 20.446,45
D. Aktive latente Steuern 0,00 16.822,33
22.997.595,18 22.168.018,78

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 845.084,26 845.084,26
III. Gewinnvortrag 13.129.722,12 11.894.872,64
IV. Jahresüberschuss 1.862.973,60 1.234.849,48
15.862.779,98 13.999.806,38
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 641.187,05 818.491,79
2. Sonstige Rückstellungen 2.650.274,68 2.763.647,59
3.291.461,73 3.582.139,38
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 207.963,81 523.056,97
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 207.963,81 (EUR 523.056,97)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.432.557,69 2.760.348,03
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.432.557,69 (EUR 2.760.348,03)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.202.831,97 1.302.668,02
- davon aus Steuern EUR 1.115.352,98 (EUR 1.219.456,70)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 2.421,42 (EUR 20.394,77)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.202.831,97 (EUR 1.283.976,71)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (EUR 18.691,31)
3.843.353,47 4.586.073,02
22.997.595,18 22.168.018,78

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

CBRE Investment Management Germany GmbH, Frankfurt am Main

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 14.704.114,43 15.598.106,96
2. Sonstige betriebliche Erträge 853.908,91 1.022.660,25
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 344,99 17.709,30
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.276.772,78 6.669.609,33
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 598.175,11 518.207,56
- davon für Altersversorgung EUR 42.908,04 (EUR 27.562,44)
6.874.947,89 7.187.816,89
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 35.496,80 73.405,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.377.404,48 7.622.224,77
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 496.692,21 29.491,43
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 34,32
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 903.547,79 514.218,88
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern EUR 16.822,33 (EUR 0,00)
10. Ergebnis nach Steuern 1.862.973,60 1.234.849,48
11. Jahresüberschuss 1.862.973,60 1.234.849,48

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die CBRE Investment Management Germany GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Frankfurt am Main, unter HRB 56214 geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und hat größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).

Vom Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern gem. § 274 Abs. 1Satz 2 HGB hat die Gesellschaft Gebrauch gemacht.

Aktiva

Anlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear über 2 bis 23 Jahre vorgenommen.

Die Abschreibungszeiträume basieren auf der jeweils voraussichtlichen Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die unterjährig erworben wurden, werden zeitanteilig abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten wird zum Nennwert angesetzt.

Latente Steuern

Die latenten Steuern resultieren aus der Periodenzuordnung von Aufwendungen aus einem langfristigen Mietverhältnis.

Passiva

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden nach Maßgabe des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 wird gesondert im Anlagenspiegel dargestellt.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital Kapital beträgt € 25.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Rückstellungen

Der Stand der Rückstellungen zum 31. Dezember 2023 betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen und Boni (€ 2.018.361,45; Vorjahr € 2.184.400,15) und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (€ 641.187,05; Vorjahr € 818.491,79).

Verbindlichkeiten

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt € 0,00 (Vorjahr: € 18.691,31).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 73.674,02 enthalten (Vorjahr: € 1.475.107,20).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden gemäß § 277 Abs. 1 HGB erfasst und gliedern sich wie folgt:

2023 2022
Erlöse Österreich 710.245,33 1.060.063,66
Erlöse Deutschland 13.993.869,10 14.538.043,30
14.704.114,43 15.598.106,96

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betragen für das Jahr 2024 € 529.233,56, davon gegenüber verbundenen Unternehmen € 0,00.

Belegschaft

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 38 Mitarbeiter.

Geschäftsführung

Geschäftsführer sind:

Christopher John Wood,

Marius Schöner,

Juan Miguel Hidalgo Ramirez,

Sebastian Ehrhardt-Unmüßig (Seit April 2023)

Die Berufe der Geschäftsführer entsprechen ihrer Organstellung.

Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsleitung

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsleitung betrugen gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 a HGB im Geschäftsjahr 2023 EUR 2.1 Mio. (2022: EUR 2.0 Mio.). Die Gesamtbezüge im Geschäftsjahr 2023 setzen sich zusammen aus der Grundvergütung, der kurzfristigen und langfristigen variablen Vergütung sowie den sonstigen Bezügen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden weder Vorschüsse noch Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung gewährt, noch bestanden Kreditvereinbarungen oder Vorschüsse aus Vorjahren.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Teilkonzernabschluss der CBRE Global Investors Europe B.V., Amsterdam (Niederlande), einbezogen (kleinster Kreis der konsolidierten Unternehmen). Dieser geht in den Konzernabschluss der CBRE Group Inc., Delaware (USA). Die CBRE Group Inc., Delaware (USA) stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf.

Die Jahresabschlüsse können jeweils in den Geschäftsräumen der Gesellschaften eingesehen werden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Sachverhalte bekannt geworden, die eine Anpassung des Jahresabschlusses erforderlich machen würden. Andere berichtspflichtige Sachverhalte sind ebenfalls nicht gegeben.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 1.862.973,60 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Frankfurt am Main, den 2. Oktober 2025

Christopher John Wood

Juan Miguel Hidalgo Ramirez

Marius Schöner

Sebastian Ehrhardt-Unmüßig

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Stand 31.12.2023
Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.031.494,26 10.229,66 10.041.723,92
Summe Sachanlagen 1.031.494,26 10.229,66 10.041.723,92
Summe Anlagevermögen 1.031.494,26 10.229,66 10.041.723,92
Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Geschäftsjahr Stand 31.12.2023
Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 986.592,96 35.496,80 1.021.144,95
Summe Sachanlagen 986.592,96 35.496,80 1.021.144,95
Summe Anlagevermögen 986.592,96 35.496,80 1.021.144,95
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2023
Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.901,30 19.634,16
Summe Sachanlagen 44.901,30 19.634,16
Summe Anlagevermögen 44.901,30 19.634,16

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

CBRE Investment Management Germany GmbH, Frankfurt am Main

1. Grundlagen des Unternehmens

Der Gegenstand der CBRE Investment Management Germany GmbH ist die Erbringung von Immobilienbezogenen Dienstleistungen für CBRE interne Fonds sowie Drittkunden. Die Tätigkeiten umfassen im Wesentlichen den An- und Verkauf sowie das Asset und Portfolio Management von Gewerbe- und Wohnimmobilien. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist ein Tochterunternehmen des CBRE Group Inc. Konzerns.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

2.1 Allgemeine Rahmenbedingungen

Die Folgen der globalen Krisen belasteten die deutsche Wirtschaft im Gesamtjahr 2023. Vor allem die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, dämpften die konjunkturelle Entwicklung hierzulande. Zusätzlich erschwerten ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine reduzierte Nachfrage aus dem In- und Ausland die Lage. Die Erholung der deutschen Wirtschaft, die nach dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 begonnen hatte, setzte sich somit nicht weiter fort.

Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 0,3 % unter dem Vorjahreswert. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 0,1 %. Verglichen mit dem Jahr 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, lag das reale BIP im Jahr 2023 um 0,7 % höher. Insbesondere die preis-, saison- und kalenderbereinigten Investitionen in Bauten und Ausrüstungen lagen im vierten Quartal 2023 deutlich unter dem Niveau des Vorquartals. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 19 v. 15. Januar 2024)

Die Bruttowertschöpfung entwickelte sich 2023 in den Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Das Produzierende Gewerbe (ohne Bau) schrumpfte um 2,0 %, insbesondere aufgrund sinkender Energieproduktion. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete einen Rückgang von 0,4 %, wobei die Automobil- und Fahrzeugindustrie positive Impulse lieferten. Energieintensive Branchen wie Chemie und Metall litten weiterhin unter den hohen Energiepreisen.

Das Baugewerbe wurde 2023 von einer Reihe von Problemen beeinträchtigt: Materialengpässe, Fachkräftemangel, hohe Baukosten und verschlechterte Finanzierungsbedingungen. Diese Faktoren trafen vor allem den Hochbau. Währenddessen konnten der Tiefbau und das Ausbaugewerbe ihre Produktion im Vergleich zum Vorjahr steigern. Insgesamt verzeichnete das Baugewerbe 2023 ein preisbereinigtes Wachstum von 0,2 %

Der Konsum in Deutschland war in 2023 rückläufig. Die privaten Konsumausgaben sanken aufgrund hoher Preise (-0,8%). Im gleichen Zuge waren die öffentlichen Ausgaben durch den Wegfall von Corona-Maßnahmen ebenfalls zurückgehend (-1,7%). Der Konsum lag damit unter dem Niveau von 2019.

Im Jahr 2023 verzeichneten die Bauinvestitionen einen preisbereinigten Rückgang von 2,1 %. Hauptursachen waren die hohen Baupreise und die deutlich gestiegenen Bauzinsen, die vor allem den Wohnungsbau belasteten. Einzig das Ausbaugewerbe zeigte positive Signale, was vermutlich auf die hohe Nachfrage nach energetischen Sanierungen zurückzuführen ist. Die Ausrüstungsinvestitionen, insbesondere in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge, stiegen hingegen deutlich (+3,0 %).

Der Arbeitsmarkt zeigte sich 2023 widerstandsfähig, obwohl die Wirtschaft schwächelte. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg, der Beschäftigungsaufbau konzentrierte sich auf den Dienstleistungsbereich. Allerdings stieg die Arbeitslosenquote auf 5,7 %, was einer Zunahme von 0,4 Prozentpunkten entspricht.

Die deutsche Immobilienbranche steht vor großen Herausforderungen, verursacht durch geopolitische Krisen (wie dem Krieg in der Ukraine und dem Nahost-Konflikt), die Energiekrise, steigende Baukosten und eine schwächere Wirtschaft. Besonders problematisch sind die seit Frühjahr 2022 stark gestiegenen Finanzierungszinsen. Viele Neubauprojekte sind aufgrund der höheren Zinsen und Baukosten unrentabel geworden, was zu einem Nachfrageeinbruch, sinkenden Preisen und einem Rückgang der Bautätigkeit geführt hat. Der Anstieg der Insolvenzen in der Branche, die 2023 mit 1.164 einen neuen Höchststand erreichte (+30 % gegenüber dem Vorjahr), verschärft die Situation zusätzlich.

Das Segment der Projektentwickler befindet sich weiterhin in einer schweren Rezession. Auch das Wohnsegment ist stark von den negativen Rahmenbedingungen betroffen. Der Bürosektor leidet weiterhin unter der schwachen Wirtschaftsentwicklung und dem Trend zu mobilem Arbeiten, was zu einer sinkenden Nachfrage nach Büroflächen führt, insbesondere in den weniger attraktiven Lagen.

2.2 Darstellung des Geschäftsverlaufs

Trotz des weiterhin schwierigen Marktumfeldes aufgrund der Kriegsituation in der Ukraine und Nahost hat die CBRE Investment Managment Germany GmbH ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen. Der Jahresumsatz (finanzieller Leistungsindikator) in Höhe von EUR 14,7 Mio. lag unter dem Vorjahresniveau (Vj.: EUR 15,6 Mio.), das Jahresergebnis (finanzieller Leistungsindikator) in Höhe von EUR 1,9 Mio. stieg dagegen um 58% im Vergleich zum Jahr 2022 EUR 1,2 Mio.. Das verwaltete Immobilienvolumen konnte im Zuge von weiteren Ankäufen im Vergleich zum Vorjahr erneut erhöht werden. Die Eigenkapitalausstattung sowie der Bestand an liquiden Mittel konnten weiter gestärkt werden.

3. Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

3.1 Darstellung der Ertragslage

Wichtige Kennzahlen der Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 stellten sich wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 14.704 15.598 -894
Sonstige betriebliche Erträge 854 1.023 -169
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 497 29 468
Personalaufwand 6.875 7.188 -313
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.377 7.622 -1.245
Ertragssteuern 903 514 389
Jahresüberschuss 1.863 1.235 628

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 auf EUR 1,9 Mio gestiegen (Vj.: EUR 1,2 Mio.), womit die Prognose des Vorjahres erreicht worden ist. Trotz eines Anstiegs des Jahresergebnisses konnte ein Rückgang der Umsatzerlöse und sonstigen Erträge von zusammen EUR 15,6 Mio. (Vj.: EUR 16,6 Mio.) verzeichnet werden. Die Umsatzerlöse resultieren aus der Vergütung für die laufende Verwaltung des Immobilienbestandes im In- und Ausland für interne Fonds und Drittmandate in Höhe von EUR 14,7 Mio. (Vj.: EUR 15,6 Mio.). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Erlöse um 5,8 % gesunken, was hauptsächlich auf die geringeren Vergütungen aufgrund reduzierter Immobilienmarktwerte zurückzuführen ist. Die sonstigen Erträge in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vj.: EUR 1,0 Mio.) betreffen im Wesentlichen Kostenweiterbelastungen an die Muttergesellschaft, CBRE Investment Management Europe B.V. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge resultieren aus Zinserträgen vom Bankguthaben in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vj.: EUR 0,0 Mio.).

Den Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen stehen im Wesentlichen Personalaufwendungen in Höhe von EUR 6,9 Mio. (Vj.: EUR 7,2 Mio.) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von EUR 6,4 Mio. (Vj.: EUR 7,6 Mio.) gegenüber. Der Rückgang der Personalaufwendungen um EUR 0,3 Mio und somit 4,3 % steht in etwa in einem relativen Verhältnis zum Rückgang der Umsatzerlöse. Der Rückgang der Personalaufwendungen resultiert größtenteils aus geringeren Bonizahlungen sowie Abfindungen im Vergleich zum Vorjahr. Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist hauptsächlich auf die Reduzierung von Beratungskosten zurückzuführen.

3.2 Darstellung der Finanz- und Vermögenslage

Die Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft im Geschäftjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
AKTIVA
Sachanlagen 20 45 -25
Umlaufvermögen 22.978 22.086 892
Übrige Aktiva 0 37 -37
22.998 22.168 830
PASSIVA
Eigenkapital 15.863 14.000 1.863
Rückstellungen 3.292 3.582 -290
Verbindlichkeiten 3.843 4.586 -743
22.998 22.168 830

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,8 Mio. erhöht. Dies spiegelt sich auf der Aktivseite im Anstieg am Bestand an flüssigen Mittel EUR 16,5 Mio. (Vj.: EUR 16,0 Mio.) sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände EUR 6,4 (Vj: EUR 6,1 Mio.) wider. Demgegenüber bestehen auf der Passiva zum Stichtagnoch nicht gezahlte bzw. nicht in Rechnung gestellte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 0,2 (Vj: EUR 0,5 Mio.) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2,4 Mio (Vj.: EUR 2,8 Mio.). Diese resultieren aus Konzernumlagen im Zusammenhang mit erbrachten Verwaltungstätigkeiten sowie Lizenzgebühren, welche zum Stichtag 31.12.2023 noch nicht ausgeglichen waren. Weiterhin bestehen Steuerrückstellungen in Höhe von EUR 0,6 Mio (Vj.: EUR 0,8 Mio.) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1,2 Mio. (Vj.: EUR 1,3 Mio.), welche im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten darstellen. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 2,6 Mio. (Vj.: EUR 2,8 Mio.) betreffen im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen.

Die Gesellschaft ist in wesentlichem Umfang aus Eigenkapital finanziert. Die Eigenkapitalquote beträgt 69% (Vj.: 63%). Das gezeichnete Kapital sowie die Gewinnrücklagen sind unverändert zum Vorjahr. Der Gewinnvortrag erhöhte sich aufgrund des übertragenen Jahresüberschusses.

Der Bestand an liquiden Mitteln ist täglich verfügbar. Zudem nimmt die Gesellschaft am konzerninternen Cashpooling teil. Das Unternehmen war im Laufe des Geschäftsjahres stets in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Es gibt keine Anzeichen, die auf eine zukünftige Bedrohung für die Liquidität hindeuten würden.

3.3 Betriebsstätte im Ausland

Die Gesellschaft betreibt eine Betriebsstätte in Österreich, deren Zweck die Verwaltung der in Österreich belegenen Objekte ist. Diese Geschäftstätigkeit hat für die Gesellschaft eine umsatzmäßig untergeordnete Bedeutung.

4. Risiko- und Chancenbericht

Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Ein solides Risikomanagement ist für unser Geschäftsmodell von größter Bedeutung. Aus diesem Grund hat der Mutterkonzern eine Risikomanagementorganisation und -richtlinien eingerichtet, um seine organisatorischen und geschäftichen Ziele zu erreichen und gleichzeitig Risiken in akzeptablen Grenzen zu halten sowie dabei die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten.

Die Organisation des Risikomanagements der Gesellschaft ist vollumfänglich in die Organisationsstruktur der CBRE Investment Management Europe BV als Muttergesellschaft eingebunden. Die unternehmensspezifischen sowie gesetzlichen Anforderungen sind im Risikomanagementhandbuch definiert. In einem standardisierten Berichtsverfahren informiert das Management der Gesellschaft über die wesentliche Entwicklung sowie Risiken an die Muttergesellschaft.

Da die CBRE Investment Management Germany GmbH selbst keinen Immobilienbestand hält, ist die Gesellschaft lediglich indirekten operationellen Immobilienrisiken ausgesetzt. Diese resultieren aus den Geschäftsfeldern Ankauf, Verkauf und Immobilienverwaltung von Immobilien. Die wesentlichen operationellen Risiken sind das Umsatz-, das Auslagerungs- und das Personalrisiko. Die stetige Überwachung dieser Risiken wird durch klare Arbeitsabläufe, Kontrollmechanismen sowie Verantwortlichkeiten unterstützt und im konzerninternen Quartalsbericht festgehalten.

Die Gesellschaft sieht im dynamischen Wohnungsmarkt, insbesondere in urbanen Zentren und Ballungsgebieten, Chancen durch strategische Immobilienakquisitionen. Die anhaltende Nachfrage nach Wohnraum, verbunden mit einem begrenzten Angebot, eröffnet attraktive Möglichkeiten für wertschöpfende Projektentwicklungen. Dies wird als eine vielversprechende Chance zur Sicherung der Erträge und zum zukünftigen Wachstum betrachtet.

Die europäischen Volkswirtschaften waren in 2022 und insbesondere in 2023 von Inflationstendenzen geprägt, so dass mit steigenden Zinsen zu rechnen gewesen ist und erst Ende des Geschäftsjahres 2024 oder im Verlauf des Geschäftsjahres 2025 eine Stabilisierung des Zinsniveaus erwartet wurde. Das seit 2023 vorherrschende hohe Zinsniveau hat bereits zu Abwertungen von Immobilienwerten geführt, welches sich in niedrigeren Verwaltungsgebühren widergespiegelt hat. Dieser Trend hat sich auch in 2024 fortgesetzt. Dennoch konnte die Gesellschaft den Rückgang an Verwaltergebühren mit Immobilientransaktionen kompensieren. Neben dem aktuellen Zinsumfeld besteht noch das Risiko eines wirtschaftlichen Abschwungs infolge der anhaltenden Ukraine- und Nahostkrise sowie anderer geopolitischer Spannungen weltweit. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich diese Faktoren auf Immobilien als Anlagestrategie in den nächsten Jahren auswirken werden und die zukünftige Marktentwicklung der einzelnen Immobiliensektoren beinflussen wird. Während Wohn- und Logistikimmobilien weiterhin nachgefragt sind, kann man davon ausgehen, dass die zukünftige Entwicklung des Einzelhandels- und Büroimmobiliensektors auch für die kommenden Geschäftsjahre herausfordernd bleiben wird.

Allgemein kann festgehalten werden, dass trotz der gestiegenen Unsicherheit Investoren in der Regel sichere Märkte bevorzugen. Deutschland erweist sich dabei als besonders attraktiv. Deutschland gilt auch weiterhin als einer der Top Märkte für europäische Immobilieninvestitionen, gefolgt von Großbritannien und Polen. Drei deutsche Städte, darunter Berlin, Frankfurt am Main und München, gehören zu den 15 attraktivsten Investitionsstandorten in Europa.

5. Prognosebericht

Trotz der spürbaren Auswirkungen von Kriegen in der Ukraine und Nahost in den abgelaufenen Geschäftsjahren glaubt das Unternehmen, dass die wirtschaftliche Lage und die Marktbedingungen in Deutschland weiterhin relativ stabil bleiben werden. Allerdings kann die voraussichtliche Dauer der Krisen sowie deren weitere Auswirkungen auf die Wirtschaftsmärkte nicht vorhergesagt werden, so dass auch die tatsächlich zukünftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft nicht genau einzuschätzen ist. In dem Geschäftsjahr 2024 hat die Gesellschaft ebenso wie im Jahr 2023 den Trend der vergangenen Jahre fortgeführt, so dass der verwaltete Immobilienbestand ausgebaut werden konnte, wenngleich die Nachfrage nach Immobilien deutlich gesunken ist. Das Geschäftsjahr 2024 konnte aber nicht an die vergangenen Jahre anknüpfen, so dass wesentlich weniger Transaktionen durchgeführt werden konnten. In Bezug auf das Geschäftsjahr 2025 werden infolge des aktuellen schwierigen Marktumfeldes sowie der anhaltenden Krisen ebenso signifikant geringere Transaktionsvolumina erwartet. Inwieweit weitere Korrekturen der Immobilienwerte notwendig sein werden, kann nur schwer eingeschätzt werden.

Der Zuwachs des verwalteten Immobilienbestands trug positiv zu den Jahresumsätzen bei. Trotz gesunkener Immobilienmarktwerte und der daraus resultierenden geringeren Gebühren konnte der Umsatzrückgang durch die neuen Immobilienankäufe nur gering gehalten werden. Für die darauffolgenden Jahre bis 2025 geht die Gesellschaft von stabilen Jahresumsätzen analog der vergangenen Geschäftsjahre in Höhe von ca. EUR 15 Mio aus. Sofern die Immobilienwerte im Geschäftsjahr 2026 wieder ansteigen sollten, könnten die Jahresumsätze der Vorjahre übertroffen werden.

Die Geschäftsleitung plant weiterhin in den Personalbestand zu investieren. Gleichzeitig werden die Marktentwicklungen aufmerksam beobachtet, um gegebenenfalls Anpassungen vornehmen zu können. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 38 Mitarbeiter.

Wie in den Vorjahren erwartet die Gesellschaft auch für die kommenden Jahre eine positive Entwicklung. Durch die im aktuellen Geschäftsjahr getätigten Immobilienerwerbe wird das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung in den Folgejahren positiv beeinflusst. Für 2024 und 2025 rechnet das Unternehmen daher mit stabilen Umsätzen und einem höheren Jahresergebnis im Vergleich zu 2023. Trotz dieser positiven Aussichten wird die Prognose aufgrund der aktuellen Marktbedingungen als herausfordernd eingeschätzt.

 

Frankfurt am Main 2. Oktober 2025

Die Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die CBRE Investment Management Germany GmbH, Frankfurt am Main

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der CBRE Investment Management Germany GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CBRE Investment Management Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 2. Oktober 2025

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dewald, Wirtschaftsprüfer

Dr. Rosien, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss 2023 wurde mit dem Beschluss vom 22.10.2025 festgestellt.

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