Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 4266
Vorher
Alpenland Fleisch GmbH"Alpenland" Fleisch GmbH
Eingetragen
10.5.1990
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenEinzelhandel mit Fleisch und FleischwarenGroßhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln a. n. g.
Gegenstand
Betrieb eines Handelsgewerbes zur Erzeugung von Fleisch-, Wurst- und Teigwaren und anderen Nahrungsmitteln, Handel mit solchen Erzeugnissen eigener und fremder Produktion, Beteiligung an entsprechenden Gesellschaften und Übernahme der Geschäftsführung von solchen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Uwe Selent
seit 9.6.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ehrmann SE

Oberschönegg

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

INHALTSVERZEICHNIS

Ehrmann SE

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Ehrmann SE Konzern

Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2021

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

Konzernkapitalflussrechnung

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Bestätigungsvermerk

Bericht des Aufsichtsrates

Bericht des Aufsichtsrates

Bilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.588.930,00 143
II. Sachanlagen 1.071.745,00 1.129
III. Finanzanlagen 386.585.717,41 278.265
396.246.392,41 279.537
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 34.745.872,67 30.796
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 18.680.284,89 100.016
53.426.157,56 130.812
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 26.212,00 48
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 1.902.984,89 154
AKTIVA 451.601.746,86 410.551

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000
II. Gewinnrücklagen 397.662.866,00 369.263
III. Bilanzgewinn 17.139.825,59 17.429
- davon Gewinnvortrag: € 28.779,34 (Vorjahr: T€ 87)
429.802.691,59 401.692
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.263.095,64 5.886
C. VERBINDLICHKEITEN 20.535.959,63 2.973
PASSIVA 451.601.746,86 410.551

ANHANG für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Ehrmann SE hat ihren Sitz in Oberschönegg und ist in das Handelsregister B des Amtsgerichts Memmingen unter der Registernummer HRB 18947 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang vorgenommen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der Abschreibungspläne ist die voraussichtliche Nutzungsdauer der Anlagengegenstände. Die Abschreibung erfolgt linear.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 150,01 bis € 1.000,00 wurden bis einschließlich 2017 in einem Sammelposten erfasst, welcher linear über 5 Jahre aufgelöst wird. Seit 2018 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 (netto) im Geschäftsjahr voll abgeschrieben.

In den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Beteiligungen, Wertpapiere sowie sonstige Ausleihungen ausgewiesen. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten und - soweit erforderlich - abzüglich Abschreibungen angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bewertet. Zweifelhafte Forderungen lagen zum Bilanzstichtag keine vor, sodass eine Berichtigung nicht notwendig war. Fremdwährungsforderungen sind gem. § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Zum Bilanzstichtag wurde das Niederstwertprinzip beachtet.

Rückstellungen für Pensionen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Berechnung wurden die Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G zugrunde gelegt.

Im Vorjahr wurde ein Vertrag zur treuhänderischen Verwaltung und Sicherung unmittelbarer betrieblicher Leistungsrechte geschlossen. Gegenstand dieses Vertrages ist sowohl die treuhänderische Verwaltung der übergebenen Vermögensgegenstände als auch die Versicherung der Versorgungszusagen der Leistungsberechtigten im Wege einer doppelten Treuhand. In diesem Zusammenhang bzw. in Verbindung mit dem Saldierungsgebot des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind die Vermögensgegenstände und die Rückdeckungsversicherungen mit ihren Deckungsvermögen in Höhe von T€ 21.514 mit Pensionsverpflichtungen von T€ 19.611 verrechnet worden. Die Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen sind entweder durch Verpfändung dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen oder im Zuge der doppelten Treuhand auf den Treuhänder übertragen worden. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zuzüglich eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen. Der beizulegende Zeitwert der übrigen verrechneten Vermögensgegenstände entspricht dem Marktwert.

Da der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens den Betrag der zu verrechnenden Schulden übersteigt, erfolgt der Ausweis des saldierten Betrags als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Verrechnung nach § 246 Abs. 2 HGB:

EUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 19.610.857,07
Anschaffungskosten beizulegender Zeitwert
EUR EUR
verrechnete Wertpapiere 6.638.256,76 10.104.691,66
verrechnete sonstige Ausleihungen 10.872.579,15 10.872.579,15
verrechnete liquide Mittel 536.571,15 536.571,15
18.047.407,06 21.513.841,96

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ist der Betrag aus den folgenden saldierten Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen:

EUR
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens (davon T€ 1.974 Ertrag aus Bewertung der verrechneten Vermögensgegenstände zum beizulegenden Zeitwert) 2.363.146,87
Zinsaufwand aus Aufzinsung Pensionsrückstellungen -434.388,00
Zinsaufwand aus Änderung Abzinsungssatz -1.404.004,00

In Höhe von T€ 3.466 besteht ein ausschüttungsgesperrter Betrag nach § 268 Abs. 8 HGB.

Gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB ist die Neufassung des § 253 HGB erstmalig im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 angewendet worden. Zum 31. Dezember 2021 ergeben sich hieraus Rückstellungen für Pensionen vor Verrechnung mit Deckungsvermögen in Höhe von T€ 19.611. Diese liegen um T€ 1.912 (Vorjahr: T€ 2.388) (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2021 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. In Höhe von T€ 1.912 besteht ein ausschüttungsgesperrter Betrag nach § 253 Abs. 6 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind gem. § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet.

III. Angaben zur Bilanz

(1) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Stand am davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2021 31.12.2021 Vorjahr
T€ T€ T€
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 34.745 0 0

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten überwiegend Steuererstattungsansprüche.

(2) Guthaben bei Kreditinstituten

Die Umrechnung von auf fremde Währungen lautenden Bankguthaben erfolgte grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags.

(3) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsverpflichtungen nach BilMoG ergibt sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von T€ 4.152. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurde demgemäß 1/15, also T€ 277 den Pensionsrückstellungen zugeführt und als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31.12.2021 beträgt T€ 830.

(4) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 (T€ 15.000) ist in 50.000 Namensaktien im Nennbetrag von je € 300 eingeteilt und in Globalaktien verbrieft.

(5) Andere Gewinnrücklagen

Die Hauptversammlung hat aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres T€ 11.400 in andere Gewinnrücklagen eingestellt (Beschluss vom 30. Juli 2021). Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres wurden zum 31. Dezember 2021 T€ 17.000 gem. § 58 Abs. 1 AktG eingestellt.

Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich demnach wie folgt:

Stand 1.1.2021 367.762.866,00
Einstellungen aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres 11.400.000,00
Einstellung aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 17.000.000,00
Stand 31.12.2021 396.162.866,00

(6) Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren sonstigen Risiken und Verpflichtungen.

(7) Verbindlichkeiten

Nachfolgend werden die Verbindlichkeiten mit den angabepflichtigen Restlaufzeiten dargestellt.

Gesamt Restlaufzeit
31.12.2021 bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten 20.536 5.536 15.000 0
Vorjahr 2.974 2.974 0 0

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten überwiegend Verbindlichkeiten aus Steuern.

IV. Sonstige Angaben

(1) Nachtragsbericht

Der Kriegsausbruch in der Ukraine mit Russland als kriegsführender Partei hat weltweit zu erheblichen Sanktionen gegenüber Russland geführt, deren Auswirkungen auf die beiden russischen Beteiligungen noch nicht abschätzbar sind. Für den Jahresabschluss 2022 besteht ein Risiko, dass in erheblichem Umfang Wertberichtigungen der Beteiligungsbuchwerte vorzunehmen sind.

(2) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen am Bilanzstichtag Verpflichtungen, die unter Berücksichtigung der restlichen Vertragsdauer T€ 39 (netto) betragen. Ebenso bestehen Bestellobligos in Höhe von T€ 682.

Zudem bestehen zum Bilanzstichtag noch nicht eingeforderte Pflichteinlagen einer Beteiligung in Höhe von T€ 382 sowie finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 7.500 aus gewährten Darlehen an Dritte und in Höhe von T€ 800 aus gewährten Darlehen an verbundene Unternehmen.

(3) Anzahl der Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr 2021 wurden durchschnittlich 39 Mitarbeiter beschäftigt.

(4) Abschlussprüferhonorar

Die Angabe des Abschlussprüferhonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB ist im Konzernabschluss der Ehrmann SE enthalten.

 

Oberschönegg, den 17. März 2022

Der Vorstand

Christian Ehrmann

Johannes Schmid

Jürgen Taubert

Markus Fehr

KONZERN-LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2021

Ehrmann SE, OBERSCHÖNEGG

Grundlagen des Konzerns

Die Ehrmann SE mit Sitz in Oberschönegg im Allgäu ist die Muttergesellschaft des Ehrmann Konzerns und zählt als mittelständisches Unternehmen zu den größten Milchverarbeitungsbetrieben in Deutschland. Seit 1920 werden in der Familien-Molkerei Milchprodukte in höchster Qualität hergestellt. Gemäß der Strategie "Von der Familie, für die Familie" werden langfristig und nachhaltig Werte sowohl für das Unternehmen als auch für die Gesellschaft geschaffen.

Die Ehrmann SE verfügt in Deutschland über die Produktionsstandorte in Oberschönegg, Freiberg, Obergünzburg und Thannhausen. Internationale Produktionsstandorte befinden sich in Brasilien, Sete Lagoas und in Russland mit dem bisherigen Werk in Raos und dem seit 26.08.2021 zur Unternehmensgruppe gehörenden Standort in Stupino. Darüber hinaus bestehen Vertriebsgesellschaften und Niederlassungen in Deutschland sowie in 7 europäischen und 1 außereuropäischen Ländern.

Die Ehrmann GmbH produziert am Standort Oberschönegg Milchprodukte überwiegend in den Segmenten Joghurt- und Desserterzeugnisse, Quarkzubereitungen und vegane Produkte aus Allgäuer Milch und in "Bio"-Milch-Qualität. Als besonders innovative Produkte zählen die "High-Protein-Puddings" mit erhöhtem Eiweißgehalt. Im Bereich "Business to Business" werden diätetische Lebensmittel (Clinical Nutrition) hergestellt.

Die Molkerei Gabler Saliter in Obergünzburg im Allgäu ist mit ihrer über 300-jährigen Tradition im Bereich Kaffeesahne, Kondensmilch, Milchmischgetränke, aber auch im Milchpulversegment erfolgreich tätig. Darüber hinaus hat sich Gabler Saliter seit vielen Jahren im "Business to Business"-Ge- schäft ein anerkanntes, hohes Image erworben. Gabler Saliter orientiert sich an dem langfristig steigenden Weltmarkt für Babynahrung.

Die Fleischwerke Zimmermann sind ein über 125-jähriges, erfolgreiches, fleischverarbeitendes Unternehmen mit einem breiten Sortiment an gehobenen Wurstspezialitäten. Darüber hinaus vertreibt die Gesellschaft auch Bio-Teigwaren.

Die Molkerei Hainichen-Freiberg GmbH & Co. KG ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Ehrmann SE und der Käserei Champignon Hofmeister GmbH & Co. KG Heising/Lauben. Das Unternehmen produziert für die Gesellschafter Joghurt-, und Desserterzeugnisse, Camembert, Brie und Weichkäse sowie Milch- und Molkepulver.

Seit mehr als 20 Jahren produziert die OOO Ehrmann am Standort Raos in Russland Milchprodukte vor Ort für den russischen Markt sowie für die angrenzenden GUS-Staaten. Aufgrund der langjährigen Erfahrung im russischen Markt und der zum Erwerbszeitpunkt vorherrschenden guten Marktaussichten erfolgte die Akquisition der OOO Campina vom niederländischen Konzern Royal Friesland-Campina N.V. zum 26.08.2021. Diese Einschätzungen wurden wohlgemerkt vor Ausbruch der Russland-Ukraine Krise im Februar 2022 getroffen.

Im Rahmen eines Joint Ventures besteht eine Mehrheitsbeteiligung an der Trevo Läcteos S.A. in Sete Lagoas, Brasilien. Die Gesellschaft produziert seit fast 20 Jahren verschiedene Arten von Milchprodukten für den lokalen Markt.

Wirtschaftsbericht

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,7 % höher als im Jahr 2020. Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger.

Im verarbeitenden Gewerbe, dessen Produktion im Zuge der Corona Pandemie teilweise massiv eingeschränkt war, stieg die Bruttowertschöpfung deutlich um 4,4 % gegenüber Vorjahr, lag jedoch mit 6,0 % unter dem Niveau von 2019.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht und blieb somit auf Vorjahresniveau. Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor.

Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und sind damit noch weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Die Konsumausgaben des Staates waren auch im Jahr 2021 eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus im zweiten Jahr der Corona-Pandemie preisbereinigt um weitere 3,4 %. Der Staat gab vor allem mehr Geld aus, um die im Frühjahr 2021 flächendeckend eingeführten kostenlosen Antigen-Schnelltests und die Corona-Impfstoffe zu beschaffen sowie Test- und Impfzentren zu betreiben.

Der Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte preisbereinigt 9,4 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe legten gleichzeitig um preisbereinigt 8,6 % zu. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019.

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2021 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 153,9 Milliarden Euro. Das war etwas mehr als im Jahr 2020 mit 145,2 Milliarden Euro und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung.

Die Preise am Milchmarkt sind in 2021 deutlich gestiegen und weisen auch in 2022 eine weiter steigende Tendenz auf. Dies ist vor allem auf gestiegene Kosten bei den Milcherzeugern, v.a. Futtermittelkosten, zurückzuführen. In der Folge ist die Milchanlieferung an deutsche Molkereien mit knapp 32 Mio. Tonnen im Tagesmittel um -2 % gesunken. Der Bestand an Milchkühen ist mit 3,83 Mio. ebenfalls um -2,3 % geringer als 2020.

Der Kieler Rohstoffwert Milch, als Frühindikator für den Milchmarkt, erreichte im Dezember einen historischen Höchststand mit 52,4 Ct/kg. Der Jahreswert lag in 2021 bei 39,0 Ct/kg und damit um 26 % höher als der Vorjahreswert. Bei den Milcherzeugerpreisen schätzt das ife Institut in Deutschland für 2021 einen mittleren Wert von rund 36 Ct/kg Milch, der um 10 % über den Vorjahrespreisen liegt.

Die Preise für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sind bei der Ehrmann GmbH pandemiebedingt in 2021 z.T. deutlich gestiegen. Beispielhaft sind hier Kristallzucker und Magermilchpulver mit ca. +9 %, Molkepulver und Compounds mit +3 %, sowie Fruchtzubereitungen +6 % zu nennen. Bei den Packstoffen haben sich Becher +20 % und Tiefziehfolien +50 % verteuert. Die Energiepreise für Strom (+14 %) und Gas (+48 %) sind deutlich angestiegen.

Die "Weiße Linie" (AC Nielsen) in Deutschland konnte in 2021 ein weiteres Umsatz- und Absatzwachstum verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Umsatz um 3,3 % auf 6,3 Mrd. Euro und der Absatz um 1,3 % auf 2,7 Mio. Tonnen. Größter Wachstumstreiber waren dabei die pflanzlichen Getränke und Trinkjoghurts. Im Bereich der für Ehrmann relevanten Warengruppen hat sich die Abwärtsentwicklung bei den Fruchtjoghurts im Markt fortgesetzt. Der Absatz sank um -3,7 % und der Umsatz um -2,2 %. Ehrmann verzeichnete dabei einen Umsatzrückgang von -6,7 % bei rückläufigem Absatz (-9,0 %). Der Markt für Desserts verzeichnete ein Absatzplus (2,4 %) verbunden mit einem starken Umsatzanstieg (8,5 %). Ehrmann konnte einen Zuwachs im Bereich Desserts mit Sahne (Umsatz +12,5 %, Absatz +4,6 %) verzeichnen, wohingegen die Fruchtquarkerzeugnisse sowohl im Umsatz als auch im Absatz stabil waren (Umsatz -1,1 %, Absatz -0,4 %).

Gezielte Akzente im Kühlregal und neue Innovationen bei unseren Hauptmarken wie z. B. Almighurt, Grand Dessert, Obstgarten oder auch die High Protein Linie bringen immer wieder Abwechslung ins Regal. Durch weiterhin hohe Werbeinvestitionen werden wir dem Anspruch der Marktführerschaft gerecht.

Im Geschäftsjahr 2021 konnte die Ehrmann GmbH insgesamt einen leichten Absatzzuwachs erzielen. Der Absatzsteigerung im B2B Geschäft steht dabei ein Absatzrückgang im Markengeschäft in der Region D-A-CH gegenüber. Trotz gestiegenem Absatz und Umsatz sowie der Anpassung der Bewertungsgrundsätze für den Ersatzteilbestand konnte aufgrund höherer Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie gestiegener Personalaufwendungen das Vorjahresergebnis nicht ganz erreicht werden.

Die Molkerei Gabler Saliter musste in 2021 im Vergleich zum Vorjahr erneut einen Gesamtabsatzrückgang hinnehmen, welcher hauptsächlich im B2B Geschäft aufgrund geringerer Mengen für Babynahrung zu verzeichnen ist. Im Vergleich zum Vorjahr wurde damit und aufgrund erhöhter Materialaufwendungen ein geringeres Ergebnis erzielt.

Nach einem sehr guten Vorjahr konnte bei den Fleischwerken Zimmermann in 2021 der Absatz leicht gesteigert und der Umsatz gehalten werden. Dies ist erfreulich, weil sich die Rahmenbedingungen in der Fleischwirtschaft im Verlauf der Corona-Pandemie verschärft haben. Durch das Arbeitsschutzkontrollgesetz trat ab dem 1. April 2021 ein grundsätzliches Verbot der Arbeitnehmerüberlassung in der Fleischwirtschaft in Kraft. Der weiterhin niedrige Schweinefleischpreis hat das Ergebnis der Gesellschaft positiv beeinflusst.

Im Corona-Krisenjahr 2020 war die Produktion der russischen Wirtschaft um 2,7 % zurückgegangen. Mit dem 2021 erreichten Wachstum von 4,7 % wurde dieser Rückgang überkompensiert. Das Bruttoinlandsprodukt war laut Rosstat 1,9 % höher als vor der Krise im Jahr 2019. Russland verzeichnete 2021 mit 4,7 % den stärksten Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion seit 2008 (+ 5,2 %). Der private Verbrauch, das Volumen der Ausgaben der privaten Haushalte für Waren und Dienstleistungen, stieg im vergangenen Jahr um 9,6 %, der gesamte Endverbrauch (einschl. Staatsverbrauch und Verbrauch nicht gewinnorientierter Organisationen) wuchs um 7,1 %. Im Jahr zuvor war der private Verbrauch um 7,3 % gesunken, der gesamte Endverbrauch um 4,9 %. Der Rubelkurs ist im Laufe des Jahres von 91,47 RUB/EUR auf 85,30 RUB/EUR gefallen.

Die OOO Ehrmann konnte 2021 ein deutliches Absatzplus sowohl im Markengeschäft als auch im B2B Bereich erzielen und das Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis abschließen.

Zum 01.09.2021 (Erwerbszeitpunkt 26.08.2021) wurde die OOO Campina erstmals in den Konzernabschluss der Ehrmann SE einbezogen und konnte das Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis abschließen.

Nach Einschätzung der hessischen Landesbank wurde die wirtschaftliche Lage für 2021 in Brasilien wie folgt eingeschätzt: "Obwohl in Brasilien in der zweiten Jahreshälfte 2020 eine wirtschaftliche Erholung einsetzte, wirkt der Pandemie-Schock in 2021 nach. So dürften 2021 deutlich weniger neue Stellen geschaffen werden als im Vorjahr verloren gingen. Die Arbeitslosigkeit wird zwar sinken, mit etwa 13 % aber immer noch zwei Prozentpunkte höher ausfallen als vor Corona. Für Brasilien ist das dramatisch, da die Wirtschaft, im Gegensatz zu vielen anderen südamerikanischen Ländern, traditionell mehr vom privaten Konsum (64 % des BIP) als von der Außenwirtschaft (etwa ein Drittel des BIP) abhängig ist. Nach einem Wirtschaftseinbruch von 4,5 % wird die Erholung 2021 mit 4,8 % verhalten ausfallen."

Trevo Lacteos konnte in lokaler Währung eine leichte Umsatzsteigerung verzeichnen, schloss das Geschäftsjahr jedoch u.a. aufgrund gestiegener Milchpreise mit einem deutlich geringeren Ergebnis ab. Der Wechselkurs des brasilianischen Reals liegt zum Jahresende mit 6,31 BRL/EUR in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (6,37 BRL/EUR).

Ertragslage

Der Konzernumsatz hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 50,5 Mio. € (+ 6,7%) auf 799,9 Mio. € erhöht. Im Wesentlichen ist dies auf die am 26.08.2021 erworbene Produktionsgesellschaft OOO Campina in Russland zurückzuführen. Ohne diesen Effekt hat sich der Umsatz um 1,41 % gegenüber dem Vorjahr nur leicht erhöht.

Der Konzernabsatz hat sich von 482.660 Tonnen in 2020 auf 521.920 Tonnen in 2021 erhöht. Zu diesem Anstieg hat insbesondere die Akquisition der Produktionsgesellschaft OOO Campina in Russland beigetragen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 9,2 Mio. € und liegen ungefähr auf Vorjahresniveau (8,7 Mio. Euro).

Die Materialaufwandsquote bewegt sich mit 65,6 % auf Vorjahresniveau (63,1%).

Der Personalaufwand stieg um 8,8% auf 100,1 Mio. €. Ursächlich dafür ist im Wesentlichen der Kauf der Produktionsgesellschaft OOO Campina in Russland und ein damit verbundener deutlicher Anstieg der Mitarbeiterzahl in der Ehrmann Unternehmensgruppe. Insgesamt arbeiteten 2021 im Jahresdurchschnitt 496 Mitarbeiter mehr für die Ehrmann Unternehmensgruppe als im Vorjahr.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen 25,7 Mio. € und liegen um 2,1 Mio. € über dem Vorjahreswert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind grundsätzlich um 5,4 Mio. € gesunken. Grund ist eine starke Reduzierung der Vertriebsaufwendungen. Dieser Effekt wurde durch die Akquisition von OOO Campina vollständig kompensiert, sodass letztlich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Berichtsjahr von 122,7 Mio. € auf Vorjahresniveau in Höhe von 121,3 Mio. € liegen.

Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich im Berichtsjahr auf 42,7 Mio. € (Vorjahr 48,9 Mio. €). Der Jahresüberschuss verringerte sich um 3,5 Mio. € von 36,7 Mio. € auf 33,2 Mio. €. Der Ergebnisrückgang zum Vorjahr ist vor allem aufgrund höherer Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu erklären.

Vermögenslage

in Mio. € 2021 2020
Immaterielle Vermögensgegenstände 40,7 8,6% 15,8
Sachanlagevermögen 123,4 26,0% 103,7
Finanzanlagen 83,2 17,5% 20,2
Vorräte 58,1 12,2% 35,8
Forderungen aus L+L 77,2 16,2% 89,2
Übriges Umlaufvermögen, Rechnungsabgrenzungsposten 88,7 18,7% 147,8
Aktive latente Steuern 0,0 0,0% 0,2
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 4,0 0,8% 0,1
Bilanzsumme 475,3 100,0% 412,8
in Mio. € 2020 Veränderung
Immaterielle Vermögensgegenstände 3,8% 25,0 158,4%
Sachanlagevermögen 25,1% 19,7 19,0%
Finanzanlagen 4,9% 63,0 312,2%
Vorräte 8,7% 22,2 62,1%
Forderungen aus L+L 21,6% -12,0 -13,5%
Übriges Umlaufvermögen, Rechnungsabgrenzungsposten 35,8% -59,1 -40,0%
Aktive latente Steuern 0,1% -0,2 100,0%
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,0% 3,9 2502,8%
Bilanzsumme 100,0% 62,5 15,1%

Im Berichtsjahr 2021 betrug die Bilanzsumme 475,3 Mio. € und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 62,5 Mio. € (15,1 %).

Die Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände beliefen sich auf 164,1 Mio. € und liegen somit um 44,6 Mio. € über dem Vorjahr (119,5 Mio. €). Dies beruht im Wesentlichen auf der am 26.08.2021 erworbenen Produktionsgesellschaft OOO Campina in Russland.

Die Finanzanlagen erlangten zum Ende des Geschäftsjahres einen Wert von 83,2 Mio. € und stiegen damit gegenüber dem Vorjahreswert um 63,0 Mio. €. Der Zugang ist insbesondere durch den Anstieg von Wertpapieren des Anlagevermögens sowie den sonstigen Ausleihungen begründet, die wiederum durch die langfristige Vergabe eines Darlehens stark angestiegen sind.

Die Vorräte verzeichneten einen Zugang um 62,1 % und betragen nunmehr 58,1 Mio. €. Zu diesem Anstieg trug auch zu einem großen Teil die Akquisition der OOO Campina in Russland bei. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 12,0 Mio. € auf 77,2 Mio. € (Vorjahr 89,2 Mio. €).

Die liquiden Mittel inklusive der Wertpapiere des Umlaufvermögens beliefen sich auf 50,6 Mio. € (Vorjahr 117,4 Mio. €).

Die Kapitalstruktur des Ehrmann Konzerns ist durch folgende Anteile an der Bilanzsumme gekennzeichnet.

in Mio. € 2021
Eigenkapital 348,8 73,5%
Rückstellungen 27,8 5,8%
Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 98,6 20,7%
Passive latente Steuern 0,1 0,0%
Bilanzsumme 475,3 100,0%
in Mio. € 2020 Veränderung
Eigenkapital 318,1 77,1% 30,7 9,7%
Rückstellungen 27,4 6,6% 0,4 1,5%
Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 66,2 16,0% 32,4 48,9%
Passive latente Steuern 1,1 0,3% -1,0 -90,9%
Bilanzsumme 412,8 100,0% 62,5 15,1%

Die Eigenkapitalquote beläuft sich im Berichtsjahr auf 73,5 % gegenüber 77,1 % im Vorjahr.

Hiermit besitzt die Unternehmensgruppe trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr weiterhin eine sehr gute Eigenkapitalausstattung und hat damit verbunden eine solide Grundlage für kommende Aktivitäten und um dem weiterhin starken Wettbewerbsdruck standzuhalten.

Die Rückstellungen in Höhe von 27,8 Mio. € lagen auf dem Niveau des Vorjahres (27,4 Mio.€).

Zudem stiegen die Verbindlichkeiten inklusive der Rechnungsabgrenzungsposten im abgelaufenen Geschäftsjahr um 48,9 % auf 98,6 Mio. €. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch die Akquisition der OOO Campina.

Die passiven latenten Steuern reduzierten sich leicht von 1,1 Mio. € auf 0,1 Mio. €. Es wurde erstmalig eine Saldierung zwischen aktiven und passiven latenten Steuern auf Konzernebene vorgenommen.

Finanzlage

Das Finanzmanagement der Ehrmann Unternehmensgruppe zielt mit seinen Instrumenten und Methoden auf die Sicherstellung der Liquidität, die Minimierung finanzwirtschaftlicher Risiken und die Optimierung der Kapitalkosten durch eine adäquate Kapitalstruktur ab. Dabei sind unsere finanzwirtschaftlichen Aktivitäten auf die Unterstützung der Geschäftsstrategie ausgerichtet. Die Sicherung unserer Finanzkraft behält für uns oberste Priorität bei unseren Finanzierungsaktivitäten.

Als globales Unternehmen haben auch Wechselkursschwankungen einen Einfluss auf die Erfolgsrechnung von Ehrmann. Im Rahmen einer konzernweiten Finanzberichterstattung werden die Währungsrisiken ermittelt und im Regelfall durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Art und Umfang dieser Maßnahmen sind in unseren Richtlinien geregelt und werden in einem standardisierten Prozess im dafür zuständigen Ausschuss regelmäßig diskutiert und entschieden.

Investitionen sind für Ehrmann ebenso von besonders großer Bedeutung. Eine kontinuierliche Investitionstätigkeit ist die Voraussetzung für die langfristig erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens und schafft die Basis für profitables Wachstum unserer Geschäftsfelder. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 26,6 Mio. € in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert.

Kapitalflussrechnung

in Mio. € 2021 2020
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) 49,7 58,7
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -132,9 -35,1
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 7,9 -5,9

Für das Jahr 2021 ergab sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 49,7 Mio. € (Vorjahr +58,7 Mio. €).

Aus Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von -132,9 Mio. € (Vorjahr-35,1 Mio. €). Das Delta zum Vorjahr in Höhe von -97,8 Mio.€ erklärt sich im Wesentlichen durch den Kauf der Produktionsgesellschaft OOO Campina in Russland, der Ausgabe von Darlehen sowie den Kauf von Wertpapieren des Anlagevermögens. Als gegenläufigen Effekt haben sich die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen um 8,8 Mio. € reduziert.

Die Mittelüberschüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit abzüglich dem Mittelabfluss aus dem Investitionsbereich führten unter Berücksichtigung des Mittelzuflusses aus dem Finanzierungsbereich in Höhe von 7,9 Mio. € (Vorjahr -5,9 Mio. €) sowie von Währungsdifferenzen und Kontokorrentverbindlichkeiten zu einem Finanzmittelfonds am Bilanzstichtag von 50,2 Mio. €.

Wir haben ein zuverlässiges internes Cashflow-Management etabliert und können uns andererseits auf das Vertrauen unserer Gesellschafter verlassen. Weiterhin stehen uns ausreichende Kreditlinien unserer Banken zur Verfügung.

Forschung und Entwicklung

In der Forschung und Entwicklung wurden in 2021 über 70 neue Entwicklungsprojekte für die Marke, Export sowie Eigenmarke gestartet. Das Ehrmann Produktportfolio wurde durch die Einführung von "Almighurt Bio" sowie dem Launch "pflanzlicher Alternativprodukte" in seiner Kompetenz erweitert und konnte insbesondere für jüngere Zielgruppen attraktiver gestaltet werden. Für die in 2022 geplante Joghurtalternative wurde eine neue Herstellungstechnologie konzipiert und aufgebaut. Darüber hinaus wurden die bestehenden Rezepturen weiter verbessert und optimiert.

Personal

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wurden die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen fortgeführt, um dem Fachkräftemangel mittelfristig entgegenzuwirken. In diesem Zusammenhang steht auch das in 2021 gestartete Nachwuchsförderprogramm, das zum Ziel hat Mitarbeiter(innen) für zukünftige Fach- und Führungspositionen zu erkennen und zu entwickeln. Im Bereich der Personalverwaltung wurde gruppenweit die Einführung von SAP-HR als moderne, prozessorientierte Personalverwaltungs-Softwarelösung gestartet.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist eine wesentliche Grundlage für den zukünftigen Geschäftserfolg unseres Unternehmens. Bereits 2019 wurde dafür ein Nachhaltigkeits-Team mit Mitarbeitern aus verschiedenen Bereichen in der Organisation gegründet. Diese arbeiten kontinuierlich an der Erreichung der Gruppenziele bis 2025, unter anderem: Klimaneutralität der Ehrmann SE (alle Gesellschaften), Beitritt der Science Based Targets Initiative, 100 % Ökostrom-Fremdbezug. Am Hauptsitz in Oberschönegg ist die Ehrmann GmbH bereits seit 2021 klimaneutral und arbeitet maßgeblich an den drei Schwerpunktthemen Klima & Energie, Verpackung, Landwirtschaft & Tierwohl. Als Familien-Molkerei ist zudem die Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Gesellschaft selbstverständlich, was sich in der Zusammenarbeit mit diversen Organisationen und Stiftungen widerspiegelt. Unser Credo in allen nachhaltigen Gesichtspunkten lautet dabei, dass wir glaubwürdig Verantwortung übernehmen und uns kontinuierlich verbessern möchten. Nachhaltigkeit wird von Jahr zu Jahr stärker in der Kultur und dem Handeln unseres Unternehmens verwurzelt.

Compliance

Das Risikomanagement für die Ehrmann Unternehmensgruppe ist ein integrierter Bestandteil der Unternehmensführung. Da wir international tätig und vertreten sind, sehen wir uns einer Vielzahl unterschiedlicher Risiken ausgesetzt, die aus unserer operativen Tätigkeit resultieren. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Risiken frühzeitig zu erkennen und zu bewerten, damit zeitnah steuernd eingegriffen werden kann. Die Steuerungs- und Überwachungssysteme werden deswegen laufend weiterentwickelt und an sich ändernde Marktanforderungen angepasst.

Regelmäßige Sitzungen des Managements auf verschiedenen Organisationsebenen tragen ebenso dazu bei, dass Geschäftsrisiken rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Darüber hinaus werden bei Bedarf frühzeitig sogenannte Task-Force-Teams zur situativen Risikominimierung gestellt.

Im Mai 2021 erfolgte ein Cyber-Angriff auf die IT-Systeme der Ehrmann-Unternehmensgruppe. Von dem Angriff waren wesentliche Systeme an allen deutschen Standorten betroffen. Aufgrund der schnellen Reaktion und der bestehenden umfangreichen Schutz- und Sicherungsmaßnahmen konnte jedoch ein vollständiger Ausfall verhindert werden. Obwohl alle wesentlichen Systeme nach 3 Tagen wieder zur Verfügung standen, kam es zu Lieferverzögerungen bei unseren Handelspartnern, die jedoch größtenteils wieder aufgeholt werden konnten. Die IT-Sicherheit wurde infolge des Cyber-Angriffs umfangreich überprüft und an einigen Stellen weiter erhöht und verbessert.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Der Konzern rechnet für das laufende Jahr währungsbereinigt mit einer deutlichen Umsatzsteigerung. Die Umsatzzuwächse kommen aus der erstmaligen Vollkonsolidierung der OOO Campina, Russland, welche im August 2021 erworben wurde. Des Weiteren gehen wir von deutlich steigenden Abgabepreisen für unsere Produkte aus, welche in Folge der in den letzten Monaten stark gestiegenen Kosten für den Einkauf von Roh-, Hilfs- und Zusatzstoffen an unsere Kunden und letztendlich an die Verbraucher weitergegeben werden müssen. Für die Ehrmann Gruppe gehen wir, ohne Berücksichtigung der Akquisition OOO Campina, von einem im Vergleich zum Jahr 2021 stabilen Absatz aus.

Trotz bereits stark gestiegener Kosten für den Einkauf von Roh-, Hilfs- und Zusatzstoffen im 2. Halbjahr 2021 gehen wir von weiter steigenden Einkaufspreisen aus. Dies betrifft insbesondere den Rohstoff "Milch" sowie stark steigende Kosten für Energie und Transportlogistik.

Unsere Innovationskraft, verbunden mit der Fähigkeit frühzeitig neue Verbrauchertrends zu erkennen, bietet uns auch im Jahr 2022 im Segment Markengeschäft Wachstumschancen. Dies betrifft auch zunehmend vegane Marken und Produkte.

Hohe Flexibilität, wettbewerbsfähige Kostenstrukturen und unsere hohen Qualitätsstandards ermöglichen uns auch im Segment Handelsmarken weiter erfolgreich zu wachsen.

Das Hauptrisiko für unser Geschäft ist der Kriegsausbruch in der Ukraine mit Russland als kriegsführender Partei, der weltweit zu erheblichen Sanktionen gegenüber Russland geführt hat. Wesentliche Maßnahmen betreffen das Finanzsystem und den Zahlungsverkehr mit dem Ausschluss der russischen Banken aus dem Telekommunikationsnetzwerk SWIFT. Darüber hinaus kann ein mögliches Embargo von Öl- und Gaslieferungen aus Russland zu weiter steigenden Energiepreisen und Produktionseinschränkungen in unseren Werken aufgrund mangelnder Gasverfügbarkeit führen. Die lokalen Auswirkungen betreffen den enormen Wertverlust des russischen Rubel, zeitweise bis 153,87 RUB/EUR Anfang März 2022, der zu starken Preiserhöhungen im russischen Markt geführt hat. Von russischer Seite wurden bereits Gegenmaßnahmen, wie z.B. ein beschleunigtes Insolvenzverfahren und die eingeschränkte Konvertierung ausländischer Währungen angekündigt. Auch das erhöhte Risiko von Cyberangriffen kann nicht mehr ausgeschlossen werden.

Die Auswirkungen auf unsere Geschäfte in Russland sind aktuell nur schwer einschätzbar. Die beiden Gesellschaften produzieren und verkaufen im Wesentlichen lokal, bzw. exportieren in ehemalige GUS-Staaten. Die Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gestaltet sich zunehmend schwieriger. Trotz dieser Rahmenbedingungen, arbeitet das lokale Management daran den Geschäftsbetrieb ohne weitere wesentliche finanzielle Unterstützung der Muttergesellschaft aufrecht zu erhalten. Sollte dies, wider Erwarten, nicht mehr möglich sein, sind die finanziellen Auswirkungen für den Konzern zwar erheblich, der Fortbestand des Konzerns und seiner übrigen Tochtergesellschaften ist jedoch nicht gefährdet. Es würde eine einmalige erhebliche Ergebnisbelastung für den Konzern eintreten, die zu einem Konzernverlust führen würde. Im Konzernabschluss und im Abschluss des Mutterunternehmens sind ausreichende Rücklagen vorhanden um den Verlust auszugleichen. Es käme zu einem deutlichen Rückgang der Bilanzsumme und des Eigenkapitals ohne wesentliche Auswirkung auf die Eigenkapitalquote. Die Umsatzerlöse des Konzerns könnten um rd. 26 % zurückgehen.

Weitere Risiken sehen wir in der Veränderung des langfristigen Käuferverhaltens, Absatzrückgängen aufgrund der steigenden Regalpreise für Verbraucher sowie einer Abhängigkeit durch die Konzentration des Handels und deren aggressiven Wettbewerbstätigkeiten.

Zunehmender Wettbewerb für unsere in den letzten Jahren erfolgreich eingeführten Neuprodukte und Marken kann sich ebenfalls negativ auf unseren Absatz und Ertrag auswirken.

Mit fortlaufend hohen Marketinginvestitionen in unsere Kernmarken versuchen wir diesem Marktrisiko zu begegnen.

Die seit Januar 2020 weltweit anhaltende Covid-19-Krise stellt ein weiteres Risiko dar, die sowohl negative Auswirkungen auf die Zulieferkette als auch auf den internen Produktionsprozess aufgrund von Personalausfall haben kann. Um diesem Risiko entgegen zu wirken, haben wir zahlreiche interne Maßnahmen ergriffen, um unsere Mitarbeiter/-innen zu schützen, den Produktionsprozess ohne wesentliche Einschränkungen aufrecht zu halten und schlussendlich vollständig lieferfähig zu bleiben.

Auf Basis der aktuellen Situation erwarten wir für das laufende Jahr ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich rückläufiges operatives Ergebnis. Unabhängig davon gehen wir weiter von einer soliden Finanzlage aus, die es uns ermöglicht, weiter in den Ausbau der Marken, die Optimierung der Produktion und Geschäftsprozesse sowie in anorganisches Wachstum zu investieren.

 

Oberschönegg, im April 2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.441.854,01 5.223
2. Geschäfts- oder Firmenwert 25.699.462,27 9.668
3. Geleistete Anzahlungen 1.526.814,56 862
40.668.130,84 15.753
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.960.701,25 19.292
2. Technische Anlagen und Maschinen 74.906.436,49 65.583
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.261.665,58 10.285
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.285.801,04 8.529
123.414.604,36 103.689
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 7.885.246,44 8.833
2. Beteiligungen 42.796,88 43
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 27.775.527,01 10.300
4. Sonstige Ausleihungen 47.506.600,00 1.007
83.210.170,33 20.183
247.292.905,53 139.625
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 35.521.583,29 22.180
2. Unfertige Erzeugnisse 941.207,07 751
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 20.716.463,19 12.711
4. Geleistete Anzahlungen 904.190,55 198
58.083.444,10 35.840
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 77.237.515,55 89.245
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14.995.313,11 11.679
3. Sonstige Vermögensgegenstände 20.614.294,93 17.194
112.847.123,59 118.118
III. Sonstige Wertpapiere 41.025,16 109
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 50.562.993,09 117.310
221.534.585,94 271.377
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.501.798,59 1.459
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 0,00 176
E. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 3.962.801,29 154
AKTIVA 475.292.091,35 412.791

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 1.500.000,00 1.500
2. Andere Gewinnrücklagen 343.960.366,02 367.509
3. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -33.104.977,97 -36.778
312.355.388,05 332.231
III. Bilanzgewinn (Vj. Bilanzverlust) 17.139.825,59 -33.369
- davon Verlustvortrag: € -50.768.722,77 (Vorjahr: T€ -52.137)
IV. Nicht beherrschende Anteile 4.350.098,15 4.203
348.845.311,79 318.065
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.724.098,22 3.552
2. Steuerrückstellungen 938.936,56 5.305
3. Sonstige Rückstellungen 25.152.753,13 18.581
27.815.787,91 27.438
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Darlehen von Unterstützungskassen 944.851,68 875
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.092.819,06 4.098
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.031.011,01 1.263
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 57.539.258,41 36.944
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 389.803,29 364
6. Sonstige Verbindlichkeiten 22.159.614,63 22.679
- davon aus Steuern: € 6.026.112,55 (Vorjahr: T€ 2.979)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 530.750,26 (Vorjahr: T€ 278)
98.157.358,08 66.223
D RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 412.514,90 14
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 61.118,67 1.051
PASSIVA 475.292.091,35 412.791

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2021

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 799.928.196,45 749.467
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.897.071,56 -1.637
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 140.826,00 139
4. Sonstige betriebliche Erträge 9.166.359,80 8.692
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -467.650.086,21 -416.104
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -57.464.474,29 -57.157
-525.114.560,50 -473.261
6. ROHERGEBNIS 286.017.893,31 283.400
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -81.826.818,50 -74.787
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -18.238.113,32 -17.171
- davon für Altersversorgung: € 2.509.400,54 (Vorjahr: T€ 3.191)
-100.064.931,82 -91.958
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -25.728.670,30 -23.657
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -122.747.454,71 -121.270
10. BETRIEBSERGEBNIS 37.476.836,48 46.515
11. Erträge aus Beteiligungen 902,26 5
12. Ertrag/Aufwand (-) aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -163.779,94 784
13. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.140.047,18 227
14. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.764.622,56 2.029
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
a) übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -478.301,49 -627
b) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen -5.077,00 -7
16. BETEILIGUNGS- UND FINANZERGEBNIS 5.258.413,57 2.411
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
a) übrige Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -9.353.473,29 -11.427
b) latenter Steuerertrag/-aufwand (-) 746.285,58 121
18. ERGEBNIS NACH STEUERN 34.128.062,34 37.620
19. Sonstige Steuern -972.029,64 -925
20. KONZERNJAHRESÜBERSCHUSS 33.156.032,70 36.695
21. Nicht beherrschende Anteile -195.575,93 -627
22. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -50.768.722,77 -52.137
23. Auflösung anderer Gewinnrücklagen 51.948.091,59 0
24. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -17.000.000,00 -17.300
25. KONZERNBILANZGEWINN (VJ.: KONZERNBILANZVERLUST) 17.139.825,59 -33.369

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2021

I. Angaben zum Konzernabschluss

1. Allgemeine Angaben

Die Ehrmann SE hat ihren Sitz in Oberschönegg im Allgäu. Die Gesellschaft ist unter der Nummer 18947 im Handelsregister B des Amtsgerichts Memmingen (Allgäu) eingetragen.

2. Anwendung der handelsrechtlichen Vorschriften

Gemäß Art. 61 SE-VO gelten zur Aufstellung des Jahresabschlusses die jeweiligen Vorschriften des Sitzlandes der Gesellschaft. Die Ehrmann SE ist somit nach § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

3. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bei der Ehrmann SE angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden auch beim Konzernabschluss unverändert angewandt.

Entgeltich erworbene immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten erfasst und linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern werden ausgehend von verfügbaren Daten der Vergangenheit im Rahmen der Analyse und Bewertung der erworbenen Gesellschaften bzw. Geschäftsbetriebe und Unternehmensanteile unter Berücksichtigung von Aspekten wie etwa der Dauer von Geschäftsbeziehungen vor dem Hintergrund erwarteter künftiger Entwicklungen abgeleitet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen planmäßig und unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt.

Unbewegliche und ab 2011 auch bewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Umstellung der Abschreibungsmethode bei beweglichen Anlagegütern auf die lineare Methode wurde gewählt, um im Konzern eine einheitliche Abschreibungsmethode anzuwenden.

Seit 2018 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800 (netto) im Geschäftsjahr voll abgeschrieben. Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert voraussichtlich dauerhaft über dem Wert liegt, der den Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Finanzanlagen, mit Ausnahme der assoziierten Unternehmen, sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Der Ansatz der assoziierten Unternehmen erfolgt zum anteiligen Eigenkapital sowie fortgeschriebenen Geschäfts- oder Firmenwerten aus der erstmaligen Einbeziehung in den Konzern.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte im Wesentlichen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Am Bilanzstichtag angefangene und noch nicht abgeschlossene Aufträge werden als unfertige Erzeugnisse ausgewiesen. Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten zzgl. anteiliger Gemeinkosten) bzw. mit dem niedrigeren Wert zum Bilanzstichtag bewertet. Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Zinsen sind in den Herstellungskosten nicht enthalten.

Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder verminderter Verwendbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Das Niederstwertprinzip ist beachtet.

Ersatzteilbestände, die nicht bereits im Anlagevermögen enthalten sind, wurden aktiviert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bzw. der Buchwerte erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung teilweise mittels Schätzverfahren. Im Geschäftsjahr wurden die Bewertungsparameter überprüft und angepasst, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenslage besser darzustellen. Dies führt zu einem einmaligen positiven handelsrechtlichen Ergebniseffekt von T€ 4.123, welcher unter den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt wird.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Zweifelhafte Forderungen sind einzelwertberichtigt, uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht.

Daneben ist das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen sind gemäß § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise zu niedrigeren Marktwerten angesetzt.

Die Rückstellungen sind unter Beachtung des § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden. Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen passiviert. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden, durchschnittlichem Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind gemäß § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet.

4. Konsolidierungsmethode

Vollkonsolidierung

Im Rahmen der Vollkonsolidierung bezieht die Ehrmann SE als oberstes Mutterunternehmen alle in- und ausländischen Gesellschaften, an denen die Ehrmann SE direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist, in den Konzernabschluss ein.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Eigenkapital und Jahresüberschuss werden im Konzernabschluss gesondert ausgewiesen.

Equity-Bilanzierung

Assoziierte Unternehmen (Beteiligungsquote mindestens 20 % bis 50 %) werden mittels der Equity-Methode entsprechend den §§ 311 und 312 HGB in den Konzernabschluss einbezogen.

5. Konsolidierungsgrundsätze

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung im Rahmen der Voll- und Equity-Konsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird nach der Buchwertmethode durch Verrechnung des Kaufpreises mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgenommen. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird den Vermögensgegenständen insoweit zugeordnet, als deren Zeitwerte die Buchwerte übersteigen. Passive Unterschiedsbeträge werden als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Die nach den geänderten Vorschriften des BilMoG einzig zulässige Neubewertungsmethode wird auf Erstkonsolidierungen ab 2010 angewandt.

Die Verrechnung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss oder beim Erwerb der Anteile zu verschiedenen Zeitpunkten zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Die aus der Kapitalkonsolidierung entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum Bilanzstichtag T€ 25.699 (Vorjahr T€ 9.668).

Equity-Bilanzierung

Die assoziierten Unternehmen werden gemäß den Vorschriften des § 312 HGB nach der Equity-Methode im Konzernabschluss erfasst.

Die Molkerei Hainichen-Freiberg GmbH & Co. KG wird nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Aufwendungen und Erträge aus der Equity-Bewertung sind unter den Aufwendungen bzw. Erträgen aus assoziierten Unternehmen und Beteiligungen ausgewiesen.

Der Beteiligungsansatz der assoziierten Unternehmen setzt sich aus dem anteiligen Eigenkapital sowie gegebenenfalls einem Geschäfts- bzw. Firmenwert zusammen.

Schuldenkonsolidierung

Ausleihungen, Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gemäß § 303 HGB gegenseitig aufgerechnet.

Die sich daraus ergebenden Fremdwährungsaufrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral ausgewiesen. Sonstige Aufrechnungsunterschiede werden ergebniswirksam behandelt.

Zwischenergebniseliminierung

Da die aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen entstandenen Zwischenergebnisse unbedeutend sind, wird aus Wesentlichkeitsgründen auf die Zwischenergebniseliminierung gemäß § 304 HGB verzichtet.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Transaktionen zwischen einbezogenen Gesellschaften sind im Konzernabschluss gemäß § 305 HGB eliminiert. Die von Konzerngesellschaften als Erträge mit verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Beträge werden mit der Summe der Aufwendungen mit verbundenen Unternehmen verrechnet.

Die im Beteiligungsergebnis der Einzelgesellschaften enthaltenen Gewinn- bzw. Verlustübernahmen und Dividenden von verbundenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der Tochterunternehmen erfolgte nach dem Konzept der modifizierten Stichtagskursmethode (§ 308a HGB). Die Posten der Bilanz mit Ausnahme des Eigenkapitals wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die Währungsumrechnung des Eigenkapitals erfolgte zu historischen Kursen. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

Wichtige Wechselkurse in EUR (1 EUR = Fremdwährung) und Veränderungen gegenüber dem Vorjahr in Prozent:

2021 2020 Veränderung
Gewinn- und Verlustrechnung: Jahresdurchschnittskurs
Russland RUB 87,15270 82,72480 5,35%
Tschechien CZK 25,64000 26,45500 -3,08%
Polen PLN 4,56520 4,44300 2,75%
China CNY 7,62820 7,87470 -3,13%
Brasilien BRL 6,37790 5,89430 8,20%
Schweden SEK 10,14650 10,48480 -3,23%
Großbritannien GBP 0,85960 0,88970 -3,38%
Bilanz: Stichtagskurs
Russland RUB 85,30040 91,46710 -6,74%
Tschechien CZK 24,85800 26,24200 -5,27%
Polen PLN 4,59690 4,55970 0,82%
China CNY 7,19470 8,02250 -10,32%
Brasilien BRL 6,31010 6,37350 -0,99%
Schweden SEK 10,25030 10,03430 2,15%
Großbritannien GBP 0,84028 0,89903 -6,53%

6. Angaben zum Konsolidierungskreis

Neu in den Konsolidierungskreis mit aufgenommen wurde die am 26.08.2021 erworbene Produktionsgesellschaft OOO Campina, Stupino, Russland. Die Erstkonsolidierung wurde aus Vereinfachungsgründen zum 01.09.2021 vorgenommen. Hierbei wurden die Umrechnungskurse zum 31.08.2021 zugrunde gelegt.

Nicht konsolidierte Unternehmen

Folgende Gesellschaft wurde nicht in den Konzernabschluss der Ehrmann SE einbezogen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nach § 296 Abs. 2 Satz 2 HGB von untergeordneter Bedeutung sind.

Name Sitz (und bei ausländischen Unternehmen) Land Anteil am Kapital
%
Molkerei Hainichen-Freiberg Verwaltungs-GmbH Freiberg 50,00

7. Verzeichnis der konsolidierten Unternehmen

In den Konzernabschluss werden neben der Ehrmann SE alle Unternehmen einbezogen, an denen die Ehrmann SE direkt oder indirekt die Mehrheit der Anteile und Stimmrechte besitzt.

In den Konzernabschluss einbezogen wurden:

Name Sitz (und bei ausländischen Unternehmen) Land Anteil am Kapital
Voll konsolidierte Unternehmen: %
Ehrmann GmbH Oberschönegg im Allgäu Oberschönegg 100,00
Fleischwerke Edmund Zimmermann GmbH & Co. KG Thannhausen 100,00
J.M. Gabler-Saliter Milchwerk GmbH & Co. KG Obergünzburg 90,00
Milchfrisch Vertriebs-GmbH Leonberg 100,00
"Alpenland" Fleisch GmbH Thannhausen 100,00
OOO Ehrmann Raos, Russland 100,00
OOO Campina Stupino, Russland 100,00
Ehrmann Polska sp.z.o.o. Warschau, Polen 100,00
Ehrmann (Beijing) Dairy Products Trading Limited Beijing, China 100,00
EHRMANN Praha s.r.o. Prag, Tschechische Republik 100,00
Ehrmann Lácteos España S.L.U. Ávila, Spanien 100,00
Ehrmann Nordic Oy Ab Helsinki, Finnland 100,00
Ehrmann Sverige AB Lomma, Schweden 100,00
Trevo Läcteos S.A. Sete Lagoas, Brasilien 51,00
Ehrmann UK Ltd. Birmingham, England 100,00
Konsolidierung nach der Equity-Methode:
Molkerei Hainichen-Freiberg GmbH & Co. KG Freiberg 50,00

Bereinigt um den Zugang der OOO Campina stellen sich die wesentlichen Posten der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt dar (T€):

1. Bilanz:

Aktiva 2021 2020
T€ T€
Anlagevermögen 197.786 139.625
Umlaufvermögen 236.515 271.377
Rechnungsabgrenzungsposten 1.264 1.459
Aktive latente Steuern 0 176
aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 3.963 154
Bilanzsumme 439.528 412.791
Passiva 2021 2020
T€ T€
Eigenkapital 348.409 318.065
Rückstellungen 22.897 27.438
Verbindlichkeiten 67.435 66.223
Rechnungsabgrenzungsposten 412 14
Passive latente Steuern 375 1.051
439.528 412.791

2. Gewinn- und Verlustrechnung:

2021 2020
T€ T€
Umsatzerlöse 760.038 749.467
Rohergebnis 272.130 283.400
Ergebnis nach Steuern 34.408 37.620
Jahresüberschuss 33.436 36.695

Zusammengefasste Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Molkerei Hainichen-Freiberg GmbH & Co. KG, Freiberg:

1. Bilanz:

Aktiva 2021 2020
T€ T€
Anlagevermögen 28.196 29.279
Umlaufvermögen 25.879 20.822
Rechnungsabgrenzungsposten 52 45
Bilanzsumme 54.127 50.146
Passiva 2021 2020
T€ T€
Eigenkapital 26.691 27.436
Rückstellungen 1.832 2.359
Verbindlichkeiten 25.604 20.351
54.127 50.146

2. Gewinn- und Verlustrechnung:

2021 2020
T€ T€
Umsatzerlöse 131.175 117.538
Rohergebnis 28.227 27.240
Ergebnis nach Steuern 67 247
Jahresüberschuss 40 220

Bei den Abgängen im Anlagespiegel wurde die wertmäßige Veränderung des Eigenkapitals gezeigt.

8. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird nach dem Bruttoprinzip im Anlagenspiegel am Ende des Konzernanhangs dargestellt.

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurde vom Wahlrecht des § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB kein Gebrauch gemacht. Eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert ist unterblieben, da die Wertminderung nicht als dauerhaft angesehen wird, zumal die betroffenen Wertpapiere voraussichtlich noch mehrere Jahre bis zur Endfälligkeit gehalten werden.

Buchwert beizulegender Zeitwert
T€ T€
Wertpapiere des Anlagevermögens, die nicht auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben wurden 19.991 19.768

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In dieser Position sind keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

Hierin sind sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr i. H. v. T€ 3.549 (Vorjahr T€ 2.245) enthalten, die im Wesentlichen aus Forderungen aus Steuern resultieren.

Aktive und passive latente Steuern

Latente Steuern werden auf temporäre und quasi permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Die handelsrechtlichen Wertansätze bestimmen sich dabei aus den in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüssen unter Berücksichtigung der konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden und Konsolidierungsmaßnahmen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Aufwendungen und Erträge aus latenten Steuern erfasst, soweit sie nicht erfolgsneutral zu berücksichtigen sind.

Der Bewertung latenter Steuern werden die voraussichtlich geltenden individuellen Steuersätze zugrunde gelegt, zu denen sich die Differenzen nach den jeweilig anzuwendenden Steuergesetzen voraussichtlich abbauen. Diese liegen in einer Bandbreite von 11,55 % - 34 %.

Die in der Bilanz aufgenommenen bilanzierten latenten Steuersalden entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

aktive latente Steuern passive latente Steuern
T€ T€
31.12.2021 0 * 61 *
31.12.2020 176 1.052
Veränderung -176 990

* Im Berichtsjahr 2021 wurde erstmals eine Saldierung zwischen aktiven und passiven latenten Steuern vorgenommen.

Die Veränderung der latenten Steuern wird, sofern diese nicht aus der Währungsumrechnung resultiert, als latenter Steuerertrag i. H. v. T€ 746 in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die passiven latenten Steuern der Berichtsperiode beruhen im Wesentlichen auf Differenzen zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen im Sachanlagevermögen, überwiegend betreffend den Posten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken. Aktive latente Steuern beruhen vorwiegend auf Bewertungsdifferenzen bei den Pensionsrückstellungen sowie den sonstigen Rückstellungen.

Aus der stark schwankenden Währungskursentwicklung ergeben sich Differenzen in der Währungsumrechnung der Vertragswerte von latenten Steuern.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Ehrmann SE beträgt zum 31.12.2021 € 15.000.000. Es ist eingeteilt in 50.000 Namensaktien im Nennbetrag von je € 300 und verbrieft in Globalaktien.

Gewinnrücklagen

Die Hauptversammlung der Ehrmann SE hat mit Beschluss vom 30.07.2021 aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres T€ 11.400 in andere Gewinnrücklagen eingestellt. Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres wurden zum 31. Dezember 2021 gemäß § 58 Abs. 1 AktG T€ 17.000 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Zur Anpassung des Konzernbilanzgewinns an den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens wurden andere Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 51.948 aufgelöst. Die Entwicklung der Gewinnrücklagen sowie die anderen Bestandteile des Eigenkapitals sind im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2021 stellt sich wie folgt dar:

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Steuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen Summe Rückstellungen
Vortrag zum 01.01.2021 3.552.374 5.304.840 18.580.675 27.437.889
Zugänge auf Grund Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 5.379.645 5.379.645
Zuführung -581.827 * 785.396 17.611.938 17.815.506
Inanspruchnahme -23.000 -5.088.818 -13.755.693 -18.867.510
Auflösung -1.181 -63.022 -2.680.207 -2.744.410
Auf-/Abzinsung
Rückstellungen 5.007 0 0 5.007
Währungsdifferenzen 0 541 16.395 16.936
Umbuchung -1.227.276 * 0 0 -1.227.276
Stand 31.12.2021 1.724.098 938.937 25.152.753 27.815.788

* enthält Saldierung der Pensionsrückstellungen mit Deckungsvermögen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die versicherungsmathematische Berechnung der Pensionsverpflichtungen erfolgte unter Zugrundelegung

der Projected Unit Credit Method

der Heubeck-Richttafeln 2018 G

eines Zinssatzes von 1,87 %

einer Gehaltssteigerung von 0,00 %

eines Rententrends von 1,00 % bis 2,00 % p. a.

einer Fluktuation von 0,00 % bis 5,00 %

Gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB ist die Neufassung des § 253 HGB erstmalig im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 angewendet worden. Zum 31. Dezember 2021 ergeben sich hieraus Rückstellungen für Pensionen vor Verrechnung mit Deckungsvermögen i. H. v. T€ 46.383. Diese liegen um T€ 5.092 (Unterschiedsbetrag) (Vorjahr T€ 6.132) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2021 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte.

Die erstmalige Anwendung der geänderten Vorschriften des BilMoG im Geschäftsjahr 2010 ergab im Konzern eine einmalige Rückstellungserhöhung von T€ 4.466, davon wurden in 2021 gem. Art. 67 Abs.1 Satz 1 EGHGB T€ 295 (Vorjahr T€ 295) als sonstiger betrieblicher Aufwand den Pensionsrückstellungen zugeführt. Die Unterdeckung für die Pensionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag beträgt danach noch T€ 884 (Vorjahr T€ 1.179).

Die Ansprüche aus den Vermögensgegenständen und den Rückdeckungsversicherungen sind für drei Gesellschaften entweder durch Verpfändung dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen oder im Zuge der doppelten Treuhand auf den Treuhänder übertragen worden. Da es sich um eine doppelte treuhänderische Verwaltung von übergebenen Vermögensgegenständen und der Versicherung von Versorgungszusagen gegenüber den Leistungsberechtigten handelt, ist das Saldierungsgebot des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB anzuwenden.

Demnach sind auf Konzernebene die Vermögensgegenstände und die Rückdeckungsversicherungen mit ihrem Deckungsvermögen in Höhe von T€ 48.659 mit Pensionsverpflichtungen von T€ 44.693 verrechnet worden.

Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zuzüglich eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen. Der beizulegende Zeitwert der übrigen verrechneten Vermögensgegenstände entspricht dem Marktwert.

Da der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens in zwei Konzernunternehmen den Betrag der verrechneten Schulden übersteigt, erfolgt der Ausweis des saldierten Betrages für diese Gesellschaften als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Die folgenden Angaben beziehen sich auf das oben genannte Saldierungsgebot nach § 246 Abs. 2 HGB:

Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 44.693.267,88
Anschaffungskosten beizulegender Zeitwert
verrechnete Wertpapiere 24.215.511,70 36.409.810,44
verrechnete sonstige Ausleihungen 11.565.787,12 11.565.787,12
verrechnete liquide Mittel 683.368,65 683.368,65
36.464.667,47 48.658.966,21

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ist der Betrag aus den folgenden saldierten Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen:

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens (davon T€ 6.899 (Vorjahr T€ 5.295) Ertrag aus Bewertung der verrechneten Vermögensgegenstände zum beizulegenden Zeitwert) 7.517.171,05
Zinsaufwand aus Aufzinsung Pensionsrückstellungen -953.524,00
Zinsaufwand aus Änderung Abzinsungssatz -3.462.727,00

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Steuerrückstellungen betreffen das abgelaufene Geschäftsjahr sowie Rückstellungen für Steuernachzahlungen aus Vorjahren.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Personalaufwendungen (rückständige Urlaube, etc.), Jahresabschlusskosten, Rückvergütungen, Verwertungsbeiträge und Pfandgelder, sowie Beträge zur Abdeckung ausstehender Rechnungen und zur Abdeckung aller erkennbaren sonstigen Risiken und Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten
Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon über 5 Jahre
Darlehen von Unterstützungskassen 944.852 944.852 0 0
(Vorjahr) (875.246) (875.246) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.092.819 1.092.819 15.000.000 0
(Vorjahr) (4.097.953) (3.993.798) (104.155) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.031.011 1.031.011 0 0
(Vorjahr) (1.262.467) (1.262.467) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 57.539.258 57.539.258 0 0
(Vorjahr) (36.943.842) (36.943.842) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 389.803 389.803 0 0
(Vorjahr) (364.037) (364.037) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 22.159.615 19.977.180 2.182.435 0
(Vorjahr) (22.679.369) (20.528.404) (2.150.965) (0)
Summe Verbindlichkeiten 98.157.358 80.974.923 17.182.435 0
(Vorjahr) (66.222.914) (63.967.794) (2.255.120) (0)

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 13.591 und diese betreffen hauptsächlich Leasingverbindlichkeiten, Bestellobligos aus Investitionsvorhaben sowie langfristige Abnahmeverpflichtungen für Strom und Gas.

Zudem bestehen zum Bilanzstichtag noch finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 7.500 aus gewährten Darlehen an Dritte.

9. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Darstellung erfolgt nach Ergebnisverwendung.

Umsatzerlöse

Von den gesamten Umsatzerlösen i. H. v. T€ 799.928 entfallen T€ 370.244 auf das Ausland.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insbesondere Schadensersatzleistungen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus der Währungsumrechnung und Erträge aus der Neubewertung von Ersatzteilen enthalten. In diesem Posten werden periodenfremde Erträge i. H. v. T€ 6.274 sowie Erträge aus der Währungsumrechnung i. H. v. T€ 1.067 (Vorjahr T€ 1.235) ausgewiesen.

Materialaufwand

In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren ist neben dem Materialaufwand für die Produktion auch solcher für den Vertrieb enthalten, in den Aufwendungen für bezogene Leistungen: Pachten, Instandhaltungen und Reparaturen, Frachten und Ähnliches.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Hier sind neben Abschreibungen auf Forderungen im Wesentlichen Gemeinkosten für Betrieb, Vertrieb und Verwaltung wie Mieten, Betriebspachten, Versicherungen, Werbeaufwand, Reisespesen, Provisionen, Postkosten, Gebühren, Beiträge und ähnliches sowie Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB (T€ 295; Vorjahr T€ 295) enthalten. Außerdem werden in diesem Posten periodenfremde Aufwendungen i. H. v. T€ 256 sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i. H. v. T€ 2.237 (Vorjahr T€ 1.951) ausgewiesen.

Erträge und Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Der ausgewiesene Verlust aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen beträgt T€ -164 TEUR, während im Vorjahr ein Beteiligungsertrag i. H. v. 784 T€ ausgewiesen wurde.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Von den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen T€ 170 auf Vorjahre.

10. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Konzernkapitalflussrechnung wurde entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 21 (DRS 21) erstellt.

Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" abzüglich jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie anderer kurzfristiger Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören (Kontokorrentverbindlichkeiten).

31.12.2021 31.12.2020
T€ T€
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 50.563 117.310
abzgl. jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie anderer kurzfristiger Kreditaufnahmen (Kontokorrent) -377 -2.783
= Finanzmittelfonds 50.186 114.527

11. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel

Der Konzerneigenkapitalspiegel wurde in Einklang mit dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 22 (DRS 22) erstellt.

12. Befreiung von der Offenlegung des Einzelabschlusses gem. § 264b HGB bzw. § 264 Abs. 3 HGB

Die nachfolgenden inländischen Gesellschaften machen im Berichtsjahr von den Befreiungsvorschriften des § 264b HGB bzw. § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:

Ehrmann GmbH Oberschönegg im Allgäu, Oberschönegg

Fleischwerke Edmund Zimmermann GmbH & Co. KG, Thannhausen

J.M. Gabler-Saliter Milchwerk GmbH & Co. KG, Obergünzburg

Milchfrisch-Vertriebs GmbH, Leonberg

"Alpenland" Fleisch GmbH, Thannhausen

II. Sonstige Angaben

Nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente

Es wurden währungsbezogene Geschäfte in Form von Devisentermingeschäften getätigt. Zum Bilanzstichtag besteht folgendes Devisentermingeschäft:

Volumen Zeitwert
T€
Kauf von Devisen auf Termin (Valuta April 2023) 60.000.000 BRL - 189

Die beizulegenden Zeitwerte der währungsbezogenen Finanzinstrumente entsprechen den Marktpreisen. Die negativen Werte sind in den sonstigen Rückstellungen entsprechend berücksichtigt.

Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers

Für das abgelaufene Geschäftsjahr ist als Aufwand für den Konzernabschlussprüfer (einschließlich für die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen) angefallen:

• Abschlussprüfung: T€ 194
• andere Bestätigungsleistungen: T€ 6
• Steuerberatung: T€ 62
• sonstige Leistungen: T€ 0

Ergebnisverwendungsvorschlag für das Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss des Mutterunternehmens zum 31.12.2021 weist einen Bilanzgewinn von € 17.139.825,59 aus. Im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat schlägt der Vorstand vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von 40 % = € 120,00 je Aktie im Nennbetrag von € 300,00 6.000.000,00
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 11.100.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 39.825,59

Nachtragsbericht

Der Kriegsausbruch in der Ukraine mit Russland als kriegsführender Partei hat weltweit zu erheblichen Sanktionen gegenüber Russland geführt, deren Auswirkungen auf die beiden russischen Beteiligungen noch nicht abschätzbar sind. Die sich zunehmend abzeichnenden Auswirkungen des Angriffskrieges für die deutschen Unternehmen werden als ein nach dem Abschlussstichtag 31.12.2021 eingetretenes Ereignis behandelt, das als wertbegründender Vorgang anzusehen ist. Somit sind dessen Folgen erst in Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2022 zu berücksichtigen. Wir verweisen an dieser Stelle auch hinsichtlich der Auswirkungen dieses Ereignisses auf unsere Ausführungen im Konzernlagebericht.

Personal

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigen Arbeitnehmer lag im Berichtsjahr bei 2.568 Mitarbeiter- davon 1.376 Angestellte und 1.192 gewerbliche Arbeitnehmer.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr sind keine Geschäfte mit Nahestehenden zu marktunüblichen Bedingungen zustande gekommen.

Vorstand

Als Vorstand der Ehrmann SE sind bestellt:

Herr Christian Ehrmann Vorstandsvorsitzender, Bad Wurzach
Herr Markus Fehr Vorstand Produktion, Weiler Simmerberg
Herr Johannes Schmid Vorstand Verwaltung/Finanzen, Babenhausen
Herr Jürgen Taubert Vorstand Vertrieb/Marketing, Mindelheim.

Die Vorstandsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2021 Gesamtbezüge i. H. v. T€ 3.774. Früheren Vorstandsmitgliedern wurden für 2021 Gesamtbezüge von T€ 432 gewährt. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorständen und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt T€ 2.712 zurückgestellt.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Ehrmann SE besteht aus folgenden Mitgliedern:

Herr Dr. Hans Weggenmann Steuerberater, Hersbruck - Vorsitzender - (seit: 30.07.2021)
Herr Dr. Max Hutter Rechtsanwalt, Memmingen - stellvertretender Vorsitzender -
Herr Anton Ehrmann Pensionär, Stuttgart
Herr Werner Hahn Pensionär, Herrenberg
Herr Dietmar Otte Pensionär, Aachen (bis 30.07.2021)
Herr Axel Andree Pensionär, Steinhagen (bis 30.07.2021)

Der Aufsichtsratsvergütung gem. § 285 Nr. 9 HGB beträgt im Geschäftsjahr T€ 206,3.

 

Oberschönegg, den 20. April 2022

Der Vorstand

Christian Ehrmann

Johannes Schmid

Markus Fehr

Jürgen Taubert

Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2021

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 1.1.2021 Zugänge Zugänge aufgrund Änderung Konsolidierungskreis Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.802.708,15 9.843.439,09 3.321.069,17 -142,39
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.810.917,19 0,00 17.625.638,46 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 862.215,68 811.594,86 0,00 -47.944,43
38.475.841,02 10.655.033,95 20.946.707,63 -48.086,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 52.500.656,72 893.066,08 12.267.154,85 -1.942,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 273.467.944,78 8.318.954,93 38.208.545,55 -3.181.042,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.477.707,50 3.180.990,80 16.405.060,66 -972.952,12
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.556.541,96 3.547.518,62 1.210.314,47 0,00
366.002.850,96 15.940.530,43 68.091.075,53 -4.155.937,36
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 8.833.193,09 0,00 0,00 -947.946,65
2. Beteiligungen 42.796,88 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 10.300.468,33 37.522.397,75 0,00 -20.047.339,07
4. Sonstige Ausleihungen 1.006.600,00 46.500.000,00 0,00 0,00
20.183.058,30 84.022.397,75 0,00 -20.995.285,72
424.661.750,28 110.617.962,13 89.037.783,16 -25.199.309,90
Umbuchungen Wechselkursdifferenz Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 114.830,58 228.837,79 37.310.742,39
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 440.361,03 31.876.916,68
3. Geleistete Anzahlungen -114.830,58 15.779,03 1.526.814,56
0,00 684.977,85 70.714.473,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 62.464,83 1.312.784,09 67.034.183,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.961.838,30 4.387.774,52 325.164.015,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.789,96 655.240,33 50.861.837,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -4.140.093,09 138.819,08 9.313.101,04
0,00 6.494.618,02 452.373.137,58
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 7.885.246,44
2. Beteiligungen 0,00 0,00 42.796,88
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 27.775.527,01
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 47.506.600,00
0,00 0,00 83.210.170,33
0,00 7.179.595,87 606.297.781,54
Kumulierte Abschreibungen 1.1.2021 Zugänge Zugänge aufgrund Änderung Konsolidierungskreis
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.579.741,63 1.874.228,34 3.227.542,77
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.143.280,77 1.965.014,78 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
22.723.022,40 3.839.243,12 3.227.542,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 33.208.824,63 1.184.471,98 7.978.517,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 207.884.387,82 17.197.280,08 25.071.469,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.193.051,16 3.507.675,12 11.257.054,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.300,00 0,00 0,00
262.313.563,61 21.889.427,18 44.307.041,66
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
285.036.586,01 25.728.670,30 47.534.584,43
Abgänge Wechselkursdifferenz Kumulierte Abschreibungen 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -19,92 187.395,56 23.868.888,38
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 69.158,86 6.177.454,41
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
-19,92 256.554,42 30.046.342,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken -1.942,64 703.611,31 43.073.482,68
2. Technische Anlagen und Maschinen -3.071.006,16 3.175.447,63 250.257.578,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -818.063,80 460.454,43 35.600.171,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 27.300,00
-3.891.012,60 4.339.513,37 328.958.533,22
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
-3.891.032,52 4.596.067,79 359.004.876,01
Restbuchwert
31.12.2021 Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.441.854,01 5.222.966,52
2. Geschäfts- oder Firmenwert 25.699.462,27 9.667.636,42
3. Geleistete Anzahlungen 1.526.814,56 862.215,68
40.668.130,84 15.752.818,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 23.960.701,25 19.291.832,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 74.906.436,49 65.583.556,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.261.665,58 10.284.656,34
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.285.801,04 8.529.241,96
123.414.604,36 103.689.287,35
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 7.885.246,44 8.833.193,09
2. Beteiligungen 42.796,88 42.796,88
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 27.775.527,01 10.300.468,33
4. Sonstige Ausleihungen 47.506.600,00 1.006.600,00
83.210.170,33 20.183.058,30
247.292.905,53 139.625.164,27

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021 Vorjahr
T€ T€
1. Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 33.156 36.695
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 25.729 23.656
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 858 8.034
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -1.872 -5.949
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 13.221 8.021
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -17.069 -14.652
7. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 27 -855
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -2.221 457
9. - Sonstige Beteiligungserträge -155 -5
10. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 8.607 11.306
11. -/+ Ertragsteuerzahlungen -10.620 -8.015
12. = Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 11) 49.661 58.693
13. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -10.655 -1.643
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 179 1.145
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -15.941 -24.737
16. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 20.082 3.064
17. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -84.022 -11.819
18. - Auszahlung zur Dotierung des Deckungsvermögens -3.584 -1.238
19. - Auszahlung für Zugänge zum Konsolidierungskreis -41.739 0
20. + Erhaltene Zinsen 2.649 135
21. + Erhaltene Dividenden 154 5
22. = Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 13 bis 21) -132.877 -35.088
23. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 15.000 174
24. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -684 -395
25. - Gezahlte Zinsen -383 -431
26. - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -6.000 -5.000
27. - Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter 0 -292
28. = Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 23 bis 27) 7.933 -5.944
29. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Zeilen 12, 22 und 28) -75.283 17.661
30. +/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 575 -186
31. +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 10.367 0
32. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 114.527 97.052
33. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 31 bis 34) 50.186 114.527
Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus:
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 50.563 117.310
kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -377 -2.783
Finanzmittelbestand 50.186 114.527

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Gewinnrücklagen
Gezeichnetes Kapital Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung Bilanzgewinn
Stand 1.1.2020 15.000.000,00 1.500.000,00 309.606.028,70 -18.666.291,27 -6.536.437,39
Einstellung aus Bilanzgewinn des Vorjahres in andere Gewinnrücklagen 40.600.000,00 -40.600.000,00
Einstellung aus Jahresüberschuss 2020 in andere Gewinnrücklagen 17.300.000,00 -17.300.000,00
Dividendenausschüttung/Gutschrift Kapitalkonto -5.000.000,00
Übrige Veränderungen 3.428,91
Veränderung der Umrechnungsdifferenz -18.112.146,95
Jahresergebnis 2020 36.694.556,80
Anteil Minderheiten am Ergebnis 2020 -626.842,18
Stand 31.12.2020 15.000.000,00 1.500.000,00 367.509.457,61 -36.778.438,22 -33.368.722,77
Den Aktionären der Ehrmann SE zustehendes Eigenkapital Minderheiten Konzerneigenkapital
Stand 1.1.2020 300.903.300,04 5.685.705,00 306.589.005,04
Einstellung aus Bilanzgewinn des Vorjahres in andere Gewinnrücklagen 0,00 0,00
Einstellung aus Jahresüberschuss 2020 in andere Gewinnrücklagen 0,00 0,00
Dividendenausschüttung/Gutschrift Kapitalkonto -5.000.000,00 -500.486,10 -5.500.486,10
Übrige Veränderungen 3.428,91 3.428,91
Veränderung der Umrechnungsdifferenz -18.112.146,95 -1.609.468,18 -19.721.615,13
Jahresergebnis 2020 36.694.556,80 36.694.556,80
Anteil Minderheiten am Ergebnis 2020 -626.842,18 626.842,18 0,00
Stand 31.12.2020 313.862.296,62 4.202.592,90 318.064.889,52
Gewinnrücklagen
Gezeichnetes Kapital Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung Bilanzgewinn
Stand 1.1.2021 15.000.000,00 1.500.000,00 367.509.457,61 -36.778.438,22 -33.368.722,77
Einstellung aus Bilanzgewinn des Vorjahres in andere Gewinnrücklagen 11.400.000,00 -11.400.000,00
Auflösung anderer Gewinnrücklagen -51.948.091,59 51.948.091,59
Einstellung aus Jahresüberschuss 2021 in andere Gewinnrücklagen 17.000.000,00 -17.000.000,00
Dividendenausschüttung/Gutschrift Kapitalkonto -6.000.000,00
Übrige Veränderungen -1.000,00
Veränderung der Umrechnungsdifferenz 3.673.460,25
Jahresergebnis 2021 33.156.032,70
Anteil Minderheiten am Ergebnis 2021 -195.575,93
Stand 31.12.2021 15.000.000,00 1.500.000,00 343.960.366,02 -33.104.977,97 17.139.825,59
Den Aktionären der Ehrmann SE zustehendes Eigenkapital Minderheiten Konzerneigenkapital
Stand 1.1.2021 313.862.296,62 4.202.592,90 318.064.889,52
Einstellung aus Bilanzgewinn des Vorjahres in andere Gewinnrücklagen 0,00 0,00
Auflösung anderer Gewinnrücklagen 0,00 0,00
Einstellung aus Jahresüberschuss 2021 in andere Gewinnrücklagen 0,00 0,00
Dividendenausschüttung/Gutschrift Kapitalkonto -6.000.000,00 -90.229,28 -6.090.229,28
Übrige Veränderungen -1.000,00 -1.000,00
Veränderung der Umrechnungsdifferenz 3.673.460,25 42.158,60 3.715.618,85
Jahresergebnis 2021 33.156.032,70 33.156.032,70
Anteil Minderheiten am Ergebnis 2021 -195.575,93 195.575,93 0,00
Stand 31.12.2021 344.495.213,64 4.350.098,15 348.845.311,79

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ehrmann SE, Oberschönegg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Ehrmann SE und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Ehrmann SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir weisen daraufhin, dass im Konzernabschluss 2021 zwei in Russland ansässige wesentliche Tochtergesellschaften vollkonsolidiert sind. Wir verweisen diesbezüglich auch auf die Ausführungen im Lagebericht, in welchem erläutert wird, dass der Vorstand der Ehrmann SE davon ausgeht, dass das Geschäft in Russland trotz Ausbruch des Krieges in der Ukraine mit Russland als kriegsführender Partei aufrecht erhalten werden kann, wenngleich auch derzeit unklar ist auf welchem Niveau.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Memmingen, den 20. April 2022

ABT Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Negele, Wirtschaftsprüfer

Kast, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2021

der Ehrmann SE

Sehr geehrte Damen und Herren,

trotz der weiterhin anhaltenden COVID 19-Pandemie und der damit einhergehenden Störungen in den Lieferketten und daraus folgenden Preisentwicklungen erzielte die Ehrmann-Gruppe im Geschäftsjahr 2021 einen Gesamtumsatz von 799,9 Mio. € und lag damit auf Wachstumskurs, der insbesondere auf die im Geschäftsfahr erfolgte Akquisition der OOO Campina zurückzuführen ist.

Themen der Aufsichtsratssitzungen

Im Geschäftsjahr 2021 kam der Aufsichtsrat zu fünf Sitzungen zusammen. Die Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats fanden unter Beachtung der jeweils einschlägigen Vorschriften zur Bekämpfung der Pandemie statt.

Im April 2021 wurde der Jahresabschluss 2020 sowohl für die Einzelunternehmen als auch für den Konzern diskutiert und verabschiedet. Zu diesem Zweck war auch die Wirtschaftsprüferin zu Gast.

Darüber hinaus wurde der aktuelle Stand zur Akquisition der OOO Campina ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat genehmigte die vorgestellte Unternehmensakquisition unter den genannten Bedingungen und der vorgestellten Vorgehensweise.

Weiterhin standen die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und der Vertrieb/Marketing-Bericht des I. Quartals 2021 im Mittelpunkt der Sitzung.

Ein weiterer Schwerpunkt war die gruppenweite Mitarbeiterbefragung 2020 und die Vorstellung der Ergebnisse und daraus abzuleitenden Maßnahmen.

Schließlich war der neue Geschäftsführer der Fleischwerke E. Zimmermann, Herr Selent, zu Gast, um sich dem Gremium persönlich vorzustellen.

In der Sitzung im Juni 2021 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen der ersten fünf Monate des Geschäftsjahres 2021. In diesem Kontext wurde ein Investitionsnachtrag zur Anschaffung einer sog. 95er Abfüllanlage inkl. Zubehör genehmigt. Im Vertriebs/Marketing-Bericht zu den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres wurde das Hauptaugenmerk auf den Bio-Markt und vegane Produkte gelegt. Auch zur Akquisition in Russland wurde ausführlich berichtet. Ein weiteres wichtiges Thema war die Cyber-Sicherheit, dem ausführlich Raum gegeben wurde.

Im Juli 2021 fand im Anschluss an die Hauptversammlung eine interne Aufsichtsratssitzung statt. Dabei wurde auch über zustimmungspflichtige Verträge gem. § 114 Abs 1 AktG entschieden.

Im Mittelpunkt der Sitzung im Oktober 2021 standen die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und der Vertrieb/Marketing-Bericht der ersten drei Quartale des Jahres 2021. In diesem Kontext wurde auch zum Status der Akquisition der OOO Campina informiert. Anschließend fand eine Erörterung dazu statt, insbesondere zur anstehenden Integration in die Ehrmann-Gruppe.

Im Dezember 2021 wurden die Planungen für das Geschäftsjahr 2022 und die Investitionsplanungen diskutiert und verabschiedet.

Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat trat regelmäßig in Sitzungen zusammen und wurde vom Vorstand schriftlich und mündlich sowohl zum aktuellen Geschäftsverlauf als auch zu strategischen Themen informiert.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2021 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen. Er hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle die Gesellschaft und die Gruppe relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung, der Investitionsplanung und der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Mit Risikosituationen, wie insbesondere die Cybersicherheit und die pandemiebedingten Störungen in den Lieferketten sowie der damit zusammenhängenden Preiserhöhungen, hat sich der Aufsichtsrat mehrfach auseinandergesetzt. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand erforderlich war.

Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand und haben sich über wesentliche Entwicklungen informiert. Über wichtige Erkenntnisse wurde spätestens in den jeweils folgenden Aufsichtsratssitzungen berichtet.

Die Geschäftsfelder der Unternehmensgruppe wurden insbesondere dem neuen Aufsichtsratsmitglied umfassend präsentiert. Dazu zählen auch Werksbesichtigungen, wie zum Beispiel die im Berichtsjahr durchgeführte Besichtigung des Hauptstandortes in Oberschönegg.

Zudem nahm der Aufsichtsratsvorsitzende nach Übernahme der OOO Campina im September 2021 an der Geschäftsreise des Vorstands zum Besuch des Milchwerks in Stupino (Russland) teil. Der Termin vor Ort wurde mit einem weiteren Managementtreffen bei der OOO Ehrmann in Raos verbunden.

Im September 2021 fand jeweils in Einzelgesprächen ein Austausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und den Vorständen für Vertrieb/Marketing und Produktion statt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende traf sich regelmäßig mit dem Leiter Interne Revision und Risiko Management ließ sich ausführlich zu den Feststellungen der durchgeführten Audits informieren, sowohl schriftlich im Vorfeld als auch in persönlichen Terminen. Dabei wurde die Wirksamkeit des Risikomanagements bewertet und zu Themen Compliance, interne Revision und internes Kontrollsystem beraten. Die Schwerpunkte setzte der Aufsichtsrat zusammen mit dem Internen Revisor, der zusammen mit externen Beratern regelmäßig Audits in den Einzelunternehmen auf Grundlage einer Mehrjahresplanung durchführte.

Die Mitglieder des Vorstands haben an Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Darüber hinaus tagte der Aufsichtsrat auch ohne den Vorstand.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Nach Ablauf des ersten Geschäftsjahres der umgewandelten Ehrmann SE mussten in der darauffolgenden Hauptversammlung gesetzlich vorgeschrieben Neuwahlen für sämtliche Aufsichtsratsämter der SE erfolgen. Auf Grundlage einer Satzungsänderung standen vier Aufsichtsratsämter zur Verfügung. In der Hauptversammlung am 30.7.2021 wurden auf Vorschlag der Aktionäre Anton Ehrmann, Werner Hahn, Dr. Max Hutter und Dr. Hans Weggenmann gewählt. In der ersten Aufsichtsratssitzung des neu gewählten Gremiums wurden Dr. Hans Weggenmann zum Aufsichtsratsvorsitzender und Dr. Max Hutter als sein Stellvertreter gewählt.

Dietmar Otte, Axel Andree und Michael Gerling sind mit Ablauf des 30.7.2021 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Die ABT Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Memmingen, hat den Jahresabschluss der Ehrmann SE für das Geschäftsjahr 2021 und den aufgestellten Konzernabschluss einschließlich des jeweiligen Lageberichts geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte standen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Verfügung. Wir haben die Dokumente geprüft und über den Jahres- und Konzernabschluss in der Bilanzbesprechungssitzung am 6. Mai 2022 beraten. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, stellte die wesentlichen Prüfungsergebnisse vor, erteilte ergänzende Auskünfte und beantwortete Fragen. Der Aufsichtsrat hat sich nach eigener Prüfung der Unterlagen dem Abschlussprüfer angeschlossen und billigte die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse. Damit wurde der Jahresabschluss der Ehrmann SE zum 31.12.2021 gem. §§ 171, 172 AktG festgestellt.

Auch für das Geschäftsjahr 2021 werden wir wieder eine Dividende an die Aktionäre gezahlt.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorständen, der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeitern der Ehrmann-Gruppe für ihr außerordentliches Engagement und die hervorragende Leistung, die zu einem guten Ergebnis im Geschäftsjahr 2021 geführt haben.

 

Oberschönegg, den 6.5.2022

Dr. Hans Weggenmann, Aufsichtsratsvorsitzender

Dr. Max Hutter, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender

Anton Ehrmann, Aufsichtsrat

Werner Hahn, Aufsichtsrat

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