Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 11786
Vorher
FAA Bildungsgesellschaft mbH, NordSBH Nord GmbH
Eingetragen
9.1.2006
Branche
Heime und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, stationäre Hilfen zur ErziehungPostsekundärer, nicht tertiärer Unterricht in Schulen des SozialwesensSonstiges Sozialwesen a. n. g. (ohne Jugendarbeit und soziale Beratungsdienste)
Gegenstand
Nach Ergänzung von Amts wegen: Zweck der Gesellschaft ist es, die Berufsausbildung, berufliche Fortbildung und Umschulung zu fördern, als Träger von Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen aufzutreten, die Förderung der Jugendhilfe und als Einrichtung der Freien Wohlfahrtspflege notleidende und gefährdete Menschen im Sinne des § 53 AO, die keine Arbeit finden könnnen, zu unterstützen. Die Satzungszwecke werden verwirklicht insbesondere durch die Integration von gesellschaftlichen Gruppen in das Berufsleben und den Arbeitsmarkt. Die Gesellschaft verwirklicht ihre wohlfahrtspflegerischen Zwecke durch die Sorge für erwerbsfähige Hilfsbedürftige, die ihren Lebensunterhalt und ihre Eingliederung in Arbeit nicht aus eigenen Mitteln und Kräften sichern können. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Vermittlung und Schaffung im Interesse der Allgemeinheit liegender, zusätzlicher Arbeitsgelegenheiten, die Betreuung von Arbeitssuchenden und der mit ihnen in Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen sowie die Erbringung sonstiger Leistungen zur Eingliederung Erwerbsfähiger in reguläre Beschäftigung und Gemeinwohlarbeit. Die Gesellschaft fördert die Jugendhilfe. Die Satzungszwecke werden außerdem verwirklicht durch die Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen, den Trägern der öffentlichen und Freien Wohlfahrtspflege, Schulen und Verbänden sowie der Wirtschaft in allen Fragen der beruflichen Ausbildung, Fortbildung, Umschulung und Integration in das Arbeitsleben sowie die Förderung der Hilfe für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte, für Flüchtlinge, Vertriebene, Aussiedler, Spätaussiedler, Kriegsopfer, Kriegshinterbliebene, Kriegsbeschädigte und Kriegsgefangene, Zivilbeschädigte und Behinderte sowie Hilfe für Opfer von Straftaten; ebenso die Förderung des Andenkens an Verfolgte, Kriegs- und Katastrophenopfer sowie die Förderung des Suchdienstes für Vermisste. Die Gesellschaft verfolgt ihre steuerbegünstigten Zwecke mittels der Tätigkeiten nach Absatz 2 und 3 auch durch planmäßiges Zusammenwirken mit der Stiftung Bildung und Handwerk sowie der steuerbegünstigten GmbH 's, deren alleiniger oder Mehrheitsgesellschafter die Stiftung ist (§ 57 Abs. 3 AO). Im Rahmen dieses Zusammenwirkens zur gemeinsamen Nutzung von räumlichen, sachlichen und personellen Ressourcen können auch Dienstleistungen (Buchführung, Lohn- und Gehaltsabrechnungen etc.), (Büromaterial-) Warenlieferungen und Nutzungsüberlassungen (von Räumlichkeiten) erbracht oder empfangen werden Die Gesellschaft verfolgt ihre steuerbegünstigten Zwecke im Rahmen der Tätigkeiten nach Absatz 2 und 3 auch durch die Zuwendung von Mitteln im Sinne des § 58 Nr. 1 AO für die Verwirklichung steuerbegünstigter Zwecke durch andere Körperschaften oder juristische Personen des öffentlichen Rechts (auch mittels Nutzungsüberlassungen, Warenlieferungen und der Erbringung von Dienstleistungen). Die Zuwendung von Mitteln an eine beschränkt oder unbeschränkt steuerpflichtige Körperschaft des privaten Rechts setzt voraus, dass diese selbst steuerbegünstigt ist. Sie fördert als Träger die Jugendhilfe und kann als Träger der Jugendhilfe auftreten. Sie kann als Träger von Kindertagesstätten, Horten, Kindergärten, Großtagespflegestellen und Familienzentren auftreten. Auschüttungen des Gewinns und sonstige Zuwendungen an die alleinige Gesellschafterin, die steuerbegünstigte Stiftung Bildung und Handwerk, sind zur Förderung von deren steuerbegünstigten Tätigkeiten nach Maßgabe des § 58 Nr. 1 AO unschädlich.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Sebastian Altenkirch
seit 23.4.2025
Prokura
Marion Schubert
seit 5.9.2022
Prokura
Ines Dr. Benhold
seit 5.9.2022
Prokura
Bratyslawa Wirbul
seit 5.9.2022
Prokura
Geschäftsführer
Prokura
Marco Reichardt
seit 8.11.2017
Prokura
Uwe Gärtner
seit 8.11.2017
Prokura
Wilfried Göbel
seit 21.1.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stiftung Bildung und Handwerk
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Stiftung Bildung und Handwerk
Germany
460.050 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SBH Nordost GmbH

Paderborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Gemeinnützige Zwecke der Körperschaft

Die SBH Nordost GmbH (im Folgenden SBH Nordost), mit Unternehmenssitz in Paderborn, ist eine rechtlich sowie wirtschaftlich eigenständige, gemeinnützige GmbH, deren Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern. Die Gesellschaft gehört zur ebenfalls gemeinnützigen Stiftung Bildung & Handwerk mit Unternehmenssitz in Paderborn und ist seit ihrer Gründung auf dem Gebiet der beruflichen Bildung für Jugendliche und Erwachsene sowie der Förderung des Wohlfahrtswesens tätig. Das Gebiet, in welchem die SBH Nordost GmbH ihre Aktivitäten entfaltet, erstreckt sich über die Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Bayern und Sachsen-Anhalt.

In 2021 wurde zudem ein Tochterunternehmen, die SBH Fahrschule GmbH gegründet.

In 2022 wurde die Gesellschaft SBH Südost GmbH auf die SBH Nordost GmbH verschmolzen.

Gegenstand der Gesellschaft ist es, die Berufsausbildung, die berufliche Fortbildung sowie Umschulung und Teilqualifizierungen zu fördern und als Träger von Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen aufzutreten. Im Rahmen des Gesellschaftszwecks fördert die Gesellschaft die Integration von gesellschaftlichen Gruppen in das Berufsleben und den Arbeitsmarkt durch geeignete Maßnahmen. Sie verwirklicht ihre wohlfahrtspflegerischen Zwecke durch die Sorge für erwerbsfähige Hilfsbedürftige, die ihren Lebensunterhalt und ihre Eingliederung in Arbeit nicht aus eigenen Mitteln und Kräften sichern können.

Zu den Aufgaben der Gesellschaft gehört auch die Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen, den Trägern der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege, Schulen und Verbänden sowie der Wirtschaft in allen Fragen der beruflichen Ausbildung, Fortbildung, Umschulung und Integration in das Arbeitsleben. Sie tritt zudem als Träger von Jugendwohnheimen, Kindertagesstätten, Horten und Kindergärten sowie der Jugendhilfe und als Schulträger auf.

Der überwiegende Anteil der Bildungsmaßnahmen wird durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Jobcenter sowie den Optionskommunen finanziert. Zusätzliche finanzielle Mittel werden aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) sowie Bundes- und Landesmitteln für Projekte bezogen. Weitere Kostenträger sind das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, die Deutsche Rentenversicherung (DRV), Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD). Zusätzlich wird die SBH Nordost direkt von Wirtschaftsunternehmen im Rahmen von Verbundausbildung und betrieblicher Qualifizierung beauftragt.

2. Projektentwicklung

Im Rahmen der Verwirklichung der steuerbegünstigten, satzungsmäßigen Qualifizierungszwecke entwickelt die Gesellschaft Projekte und Maßnahmen zur Förderung der Bildung nach den Bedürfnissen der Betroffenen. Es können weiter- bzw. neuentwickelte Bildungsangebote sein. Darüber hinaus führt die Stiftung Bildung & Handwerk für alle Tochtergesellschaften zugängliche Entwicklungen zur technischen und inhaltlichen Weiterentwicklung vorhandener Projekte sowie Neueinführungen durch.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Bundesregierung hat in Ihrem Koalitionsvertrag viele für die Branche positive Vorhaben verankert, von denen wir hier nur eine Auswahl aufzeigen möchten:

• Ausweitung der Investitionen im Bereich der Bildung

• Ausbau der Qualifizierungsberatung in der Bundesagentur für Arbeit

• Ausbau der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung inkl. Neuorientierung

• Digitalpakt Weiterbildung

• Abschaffung des Vermittlungsvorrangs zugunsten abschlussorientierter Weiterbildung

• Förderung der Beschäftigtenqualifizierung und Einführung des Qualifizierungsgeldes

• Einführung der Ausbildungsplatzgarantie

Mit Andauern des Kriegs in der Ukraine und der Haushaltskrise für das Jahr 2024 haben sich Herausforderungen ergeben, welche diese positiven Ansätze in Ihrer Umsetzung verzögerten oder zumindest deutlich erschwerten.

• Hohe Inflationsrate

• Hohe Energie- und Rohstoffpreise

• Jobturbo zur schnelleren Integration zugewanderter Menschen vor berufsbezogenem Spracherwerb

• Verhaltene Ausgabe im Bereich Heranführung an den Arbeitsplatz (AVGS, AGH, MAT) und Konzentration auf den Bereich der fachlichen Qualifizierung (FbW) & der Beschäftigtenqualifizierung

• Abschaffung des in 2023 erst eingeführten Weiterbildungsgeldes

Insgesamt ist ein Trend zu beobachten, digitale Medien systematisch in Arbeitsmarktdienstleistungen zu berücksichtigen. Die Nutzung auch digitaler Lernsettings ist in einer Vielzahl an Ausschreibungen mittlerweile Bestandteil der Leistungsbeschreibungen. Zudem gibt es zunehmend Tendenzen, KI in der beruflichen Weiterbildung stärker zu nutzen.

Für das Jahr 2024 wird ein Budget von 10,1 Milliarden Euro eingeplant. Das sind rund 1,5 Milliarden Euro mehr als im Haushaltsjahr 2023 ausgegeben wurden. Allein für die Weiterbildungsförderung stehen mehr als 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung (https://www.arbeitsagentur.de/ueber-uns/veroeffentlichungen/berichte-und-haushalt/haushalt-2024). Ein Großteil der geplanten zusätzlichen Mittel ist dabei jedoch nicht für zusätzliche Bildungsdienstleistungen geplant sondern wird benötigt, um die Weiterbildungsanreize im Rahmen des Bürgergeldes umzusetzen und die gestiegenen Kosten zu berücksichtigen.

Auch im Sprachbereich gibt es weiterhin hohe Bedarfe an Integrationskursen, auch wenn sich durch die Aktivitäten zum Integrationsturbo der berufsbezogene Spracherwerb immer stärker in die betriebliche Praxis verlagert. "Im ersten Halbjahr 2023 war insgesamt ein erneuter Anstieg der ausgestellten Teilnahmeberechtigungen und -verpflichtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. So wurden rund 301.000 Teilnahmeberechtigungen und -verpflichtungen ausgestellt. Dies entspricht einem Anstieg von rund 12 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022. Rund 193.000 Kursteilnehmende - etwa 36 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2022 - begannen im ersten Halbjahr 2023 mit einem Integrationskurs. (https://www.bamf.de/DE/Themen/Statistik/Integrationskurszahlen/integrationskurszahlen-node.html)."

Im Bereich der Personalkosten führte die sechste Mindestlohnverordnung in der Weiterbildungsbranche zu einem erneuten Lohnanstieg. Das Preisniveau in der Weiterbildungsbranche hat sich über die letzten Jahre hinweg auf einem eher niedrigen Niveau eingependelt. Durchsetzbare Preissteigerungen werden durch höhere Lohnkosten und Mietkosten nahezu aufgebraucht.

2. Satzungsmäßige Tätigkeit (WG)

Der Einstieg in das Geschäftsjahr 2023 fand mit einem mäßigen Auftragsvorlauf aus dem Vorjahr statt.

Auch in diesem Jahr konzentrierte sich die Haupttätigkeit auf den Bereich der beruflichen Bildungsmaßnahmen, der Grundversorgung für sozial benachteiligte Jugendliche im Bereich der Berufsvorbereitung und der kooperativen und integrativen außerbetrieblichen Berufsausbildung sowie der ausbildungsbegleitenden Hilfen und Maßnahmen der Berufsorientierung für Schüler. Maßnahmen für die Deutsche Rentenversicherung und für Berufsgenossenschaften, die schon in den vergangenen Jahren im Angebotsportfolio waren, konnten erfolgreich weitergeführt werden. Der Bereich der Jugendhilfe wurde in 2023 erneut moderat ausgebaut. Zudem haben wir neben dem Fahrschulbereich unsere Aktivitäten im Onlinebereich deutlich erweitert.

3. Lage

a) Ertragslage

Das Rohergebnis im Geschäftsjahr 2023 belief sich auf 64.263 T€. Das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2023 lag bei 3.602 T€.

Insgesamt war das Geschäftsjahr 2023 geprägt von:

• einer starken Verunsicherung und Teuerung in allen Lebensbereichen durch das andauernde Kriegsgeschehen in der Ukraine

• einer hohen Inflationsrate und erheblichen Kostensteigerungen im Bereich der Energieversorgung

• einer weiterhin hohen Belastung durch die Corona-Pandemie, insbesondere durch einen Anstieg der Krankentage

• umfangreichen Stabilisierungsbemühungen in allen Wirtschaftsbereichen

• Einer mäßigen Auftragslage im Bereich der ausgeschriebenen Arbeitsmarktdienstleistungen sowie im Bereich der Angebote über den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein

• dem weiteren Ausbau unserer Onlineangebote

Der Trend zur Veränderung unserer Angebote der letzten Jahre weg von den klassischen Ausschreibungen im Jugendbereich hin zu den Maßnahmen nach § 45 mit der Schwerpunktzielgruppe der schwer vermittelbaren SGB II Kunden sowie zu Angeboten im Bereich der beruflichen Weiterbildung, der Jugendhilfe und der Verbundausbildung hat sich weiter fortgesetzt. Der Trend zu kleinteiligen, individuell nach Wünschen der Kunden ausgestalteten Vergaben, hat sich ebenfalls verstärkt.

Insgesamt stellt sich die Umsatzverteilung der SBH Nordost GmbH in 2023 wie folgt dar:

Anmerkung: Bedingt durch eine zum Teil abweichende Zuordnung von einzelnen Produkten zu den verschiedenen Produktgruppen kann es geringfügige Abweichungen zu der Anlage 10/1 (Erläuterungsteil) geben.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Das Fremdkapital beinhaltet im Wesentlichen kurzfristige Verbindlichkeiten. Langfristige Verbindlichkeiten, z.B. gegenüber Kreditinstituten, waren nicht vorhanden. Mittel- und langfristige Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich im Rahmen eines Darlehens der Stiftung Bildung & Handwerk.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (inklusive erhaltene Anzahlungen) betragen 19,0 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Die Liquidität war und ist durch die mit der Stiftung Bildung & Handwerk vorgenommene Cash-Pool-Vereinbarung stets gegeben gewesen.

Wesentliche Einzelpositionen im Rahmen unserer Investitionstätigkeiten beziehen sich, neben dem Aufbau und der Einrichtung neuer Standorte, auf den Ersatz von EDV-Ausstattungen und Ausstattungen im Bereich der Bildungsangebote in Werkbereichen sowie dem Ausbau der Verbundausbildung und dem Wechsel hin zu alternativen Lernformen. Zusätzlich haben wir Investitionen im Bereich der Digitalisierung realisiert, um unsere Angebote zukunftsfähig zu gestalten.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft spiegelt eine ausreichende Vermögensbindung wider. Die Gesellschaft weist weiterhin ein positives Eigenkapital aus. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil.

Besonders hervorzuheben sind 2023 umfangreiche Investitionen für:

• EDV-Hard- und Software (Austausch und Erweiterung)

• Werbekosten zum Ausbau der Aktivitäten im frei akquirierbaren Segment (FbW, AVGS, Firmenkunden, Aufstiegsfortbildung)

• Aufbau neuer oder Erweiterung bestehender Standorte

• Umzugs- und Rückbaukosten

• Ausbau der Kindertagesstätten

• Ausbau der Fahrschule/ Bahnlogistik

• Ausbau der Verbundausbildung

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Umsätze sowie die Kennzahlen Material- und Personaleinsatzquote heran.

Der Umsatz beträgt 71.835 T€ und liegt damit geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres. Die Materialeinsatzquote hat sich von 9,15 % auf 10,5 % erhöht und die Personaleinsatzquote hat sich von 62,3 % auf 60,9 % reduziert.

5. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir grundsätzlich als positiv ein. Unter den gegebenen Umständen sind wir mit der betrieblichen Entwicklung zufrieden.

III. Prognosebericht

Der voranschreitende Nachfrageeinbruch der vergangenen Jahre im Bereich der beruflichen Weiterbildung ist seit 2013 gestoppt und wir können trotz guter Arbeitsmarktprognosen in den letzten Jahren mit einem hohen Bedarf an Bildungsdienstleistungen rechnen. Wie viele Wirtschaftsbereiche ist aber auch der Weiterbildungsbereich weiterhin stark durch den Krieg in der Ukraine und den damit einhergehenden Teuerungen betroffen. Verstärkt macht sich in unserem Markt der demografische Wandel negativ bemerkbar.

Die Einführung der Bürgergeldes mit den inkludierten Anreizen zur Teilnahme an Weiterbildungsangeboten wird mittelfristig die Attraktivität von Bildungsangeboten steigern. Parallel dazu verringert sich durch den demografischen Wandel die Nachfrage an Weiterbildung für unserer klassischen Zielgruppen immer stärker, da die Firmen aufgrund des aktuellen Fachkräftemangels auch an- und ungelernte Mitarbeiter:innen beschäftigen.

Schwerpunkt der nächsten Jahre wird neben dem Qualifizierungs- und Integrationsbereich für zugewanderte Menschen der Bereich der Aktivierung, Heranführung und Qualifizierung von an- und ungelernten langzeitarbeitslosen Menschen sein, um die Fachkräftelücke abzumildern. Darüber hinaus werden unversorgte Jugendlichen und junge Erwachsene ohne verwertbaren Berufsabschluss verstärkt von den Bildungsausgaben profitieren. Mittel- und Langfristig wird die demografische Entwicklung und eine zunehmend durch Digitalisierung geprägte Arbeitswelt Qualifizierungsbedarfe von Beschäftigten bedingen.

Im Sprachbereich wird der Bedarf an klassischen Integrationskursen und Angeboten zum berufsbezogenen Spracherwerb in den nächsten Jahren weiterhin stagnieren. Kurz- und Mittelfristig sind zusätzliche Bedarfe für Geflüchtete aus der Ukraine entstanden. Insgesamt wird es jedoch darum gehen, abschlussorientierte Weiterbildungen zu entwickeln, die eine nachhaltige Integration zugewanderter Menschen sicherstellen. Darüber hinaus gilt es gezielt Fachkräfteeinwanderung zu unterstützen.

Bedingt durch erhebliche Kostensteigerungen in den Bereichen Personal, Verbrauch, Energie und Miete sowie dem Nachfragerückgang klassischer Bildungsangebote im Bereich SGB II und SGB III einerseits und unseren Aktivitäten zur Erschließung neuer Märkte im Bereich der Online- und Beschäftigtenqualifizierung andererseits gehen wir 2024 von einer verhalten positiven Gewinnerwartung aus.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Aufgrund der langfristigen demografischen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sowie der voranschreitenden digitalen Transformation müssen wir 2024 weiterhin erheblich in neue Produktfelder und technische Ausstattung sowie Personal investieren, um langfristig erfolgreich am Markt agieren zu können. Dies geht mit den entsprechenden Entwicklungs-, Akquise- und Implementierungskosten einher. Durch die demografische Entwicklung werden wir einen Teil unseres bisherigen Umsatzes komplett verlieren und müssen verstärkt im Bereich der Digitalisierung und der Personalentwicklung investieren, um neue Märkte für uns zu erschließen. Gerade im Bereich der Digitalisierung werden Risiken und Chancen gleichermaßen stecken. Chancen durch die Notwendigkeit lebenslangen Lernens sowie durch das Entstehen neuer Märkte, Risiken jedoch durch den Zusammenbruch von Teilmärkten durch digitalisierte Bildungsangebote. (MOOCS, OERs etc.) sowie durch den verstärkten Einsatz von KI-unterstützten Lernsettings. Auch ist davon auszugehen, dass alternative Lernformate unser klassisches Geschäft ersetzen werden. Darüber hinaus wird sich zukünftig berufliche Weiterbildung zunehmend an Beschäftigte wenden und teilweise in die betrieblichen Abläufe integriert werden.

Durch die aktuelle Lohnentwicklung im Bereich der beruflichen Bildung (Mindestlohnverordnung, hoher Fachkräftebedarf) wird es in vielen Regionen schwierig werden, geeignetes Fachpersonal für die Durchführung möglicher Kurse zu gewinnen. Die Personalkosten werden daher 2024 überproportional steigen und die Möglichkeit zur Schaffung von Rücklagen und Gewinnen trotz stabilem Umsatz stark einschränken. Zeichneten sich besondere Bedarfe in der Vergangenheit in den Berufsgruppen Erzieher, Sozialpädagogen, Psychologen sowie Lehrkräfte für hochqualifizierende Weiterbildungsangebote ab, so hat sich der Fachkräftemangel aktuell auf alle Qualifikationsstufen ausgeweitet. Hierdurch wird es 2024 in vielen Regionen nicht möglich sein, die Stellen zum Mindestlohn zu besetzen. Teilweise werden wir Produkte trotz Nachfrage aufgrund der angespannten Bewerbersituation nicht anbieten können.

Die in den Vorjahren vorbereiteten Anpassungen in den Hauptkostenpositionen Personal und Raum sind weitestgehend vollzogen. Hier wird der zukünftige Schwerpunkt weiter darin liegen, diese Kostenpositionen bei regional rückläufigen Märkten zeitnah anzupassen. Im Bereich der Befristung von Verträgen drohen uns zukünftig höhere Risiken. Im Personalbereich wird die Quote der unbefristet Beschäftigten wegen des Fachkräftemangels in den nächsten Jahren steigen. Zudem werden wir zum Aufbau neuer Produktbereiche in zusätzliches Personal investieren. Bei der Anmietung von Objekten lassen sich Vermieter aufgrund der positiven Entwicklung bei der Vermietung von Gewerbeflächen nicht auf passgenaue Anmietungen ein. Zudem müssen wir aufgrund der Gewerberaumknappheit in Ballungsgebieten mit weiteren Steigerungen im Bereich der Raumkosten rechnen.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken nicht erkennbar.

Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken.

Die Liquiditätslage ist ausreichend; es sind keine Engpässe zu erwarten. Im Rahmen der Unternehmensgruppe kann auf die vertraglich gesicherte Möglichkeit der Cash-Pool-Inanspruchnahme zurückgegriffen werden.

1. Chancenbericht

Auf der Marktseite steht das Thema Bildung für einen zunehmend durch Digitalisierung geprägten Arbeitsmarkt, der Bereich Unternehmenskooperationen zur Durchführung von Weiterbildungsangeboten, der Ausbau unserer Fahrschul- und Bahnlogistikaktivitäten sowie unsere Aktivitäten in der frühkindlichen Erziehung für 2024 im besonderen Fokus. Daneben sehen wir weitere Marktpotenziale in Onlineangeboten sowie Angeboten in alternativer Lernform.

Im Personal- und Sozialbereich haben sich die strukturellen Veränderungen seit 2015 bewährt. Dem kaufmännischen Leiter sowie fünf Gebietsleitungen und einem Fahrschulleiter wurde Prokura erteilt. Dem Geschäftsführer direkt angegliedert ist die kaufmännische Leitung/ stellvertretender Geschäftsführer sowie die Stabsstellen Business Development, Marketing, diverse Produktverantwortliche, Qualitätsmanagementbeauftragte, Datenschutzbeauftragte, IT-Verantwortlicher und Sicherheitsfachkräfte.

Der Einsatz von Produktverantwortlichen zum Aufbau neuer Geschäftsfelder wird weiter ausgebaut. Die Steuerung des Unternehmens über einen zentralen Führungsstab und sechs Gebieten mit den jeweils eingesetzten Gebietsleitungen/ Gebietsverwaltungen und den daran angegliederten Verwaltungen hat sich etabliert. Auch die bereits erfolgreich eingeführte Ebene der Koordinator:innen sowie der Lehrgangsleiter:innen wird beibehalten. Nachwuchskräfte werden über ein Traineeprogramm gefördert.

Die einheitliche Führung und Anleitung für die Sachbearbeiter im Bereich Kreditoren und Debitoren hat sich bewährt. Wie schon in den Vorjahren wurden im Jahr 2023 die maßgeblichen Personalentscheidungen durch die Geschäftsführung getroffen. Das Vertragsmanagement in den Bereichen Personal, Mieten und Leasing wird in der jeweiligen Verwaltung organisiert. Das bewährte System wird daher auch weiterhin beibehalten und der Bereich Controlling ausgebaut. Zunehmend werden zur Kommunikation Videokonferenzlösungen mit hinzugezogen.

Zur Einarbeitung von Mitarbeitenden wurden zusätzlich zu den internen Einarbeitungsschulungen die zentral durch die SBH organisierten Einarbeitungsseminare weitergeführt. Im Bereich der internen Weiterbildung setzten wir verstärkt Webinare und Online-Schulungen ein. Darüber hinaus wurden die zur Verbesserung der internen Kommunikation und Zusammenarbeit eingeführten Formate Geschäftsführersitzungen und SBH weite Führungskräftetreffen beibehalten und durch virtuelle Treffen ergänzt. Zusätzlich wurden Führungskräftetrainings sowie agile Tagungsformate eingeführt. Das Traineeprogramm für zukünftige Führungskräfte wurde fortgesetzt. Im Bereich des Wissensmanagement setzen wir eine interne Lern-, Informations- und Schulungsplattform ein, deren Weiterentwicklung eine kontinuierliche Aufgabe darstellt.

Die Mindestlohnverordnung in der Weiterbildungsbranche wurde auch in 2023 weiterhin in allen Betriebsstätten der SBH Nordost GmbH umgesetzt. Darüber hinaus wurde die Zahlweise mit verstetigtem Mindestlohn beibehalten.

Die Betriebsräte haben einen Gesamtbetriebsrat und einen Wirtschaftsausschuss gegründet.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; offene Forderungen werden durch abgestufte außergerichtliche und gerichtliche Aktivitäten gezielt eingetrieben. Außergerichtliche Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Paderborn, 4. Juni 2024

gez. Wilfried Göbel, Geschäftsführer

gez. Michael Lutter, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.351.437,33 5.554.480,81
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.090,00 7.087,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.090,00 7.087,00
II. Sachanlagen 5.898.684,89 5.103.103,30
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.380.108,41 3.739.986,41
2. technische Anlagen und Maschinen 328.254,00 289.579,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 747.786,00 795.857,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.442.536,48 277.680,89
III. Finanzanlagen 448.662,44 444.290,51
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 152.828,20 152.828,20
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 295.834,24 291.462,31
B. Umlaufvermögen 17.512.417,20 17.953.623,42
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.498.476,08 17.092.548,24
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.547.184,62 8.993.269,37
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.549,70 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 5.944.741,76 8.099.278,87
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.013.941,12 861.075,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.837,01 53.420,19
Aktiva 23.921.691,54 23.561.524,42

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.231.738,58 11.262.582,03
I. Gezeichnetes Kapital 460.050,00 460.050,00
II. Kapitalrücklage 30.173,28 30.173,28
III. Gewinnrücklagen 10.741.470,50 10.772.270,50
1. andere Gewinnrücklagen 10.741.470,50 10.772.270,50
IV. Bilanzgewinn 44,80 88,25
davon Gewinnvortrag 88,25 69,58
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 1.943.890,56 2.113.515,56
C. Rückstellungen 3.324.240,41 4.278.038,37
1. sonstige Rückstellungen 3.324.240,41 4.278.038,37
D. Verbindlichkeiten 7.421.821,99 5.907.388,46
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.167,25 12.830,09
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.356.451,89 1.918.656,94
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.185.276,19 1.027.002,02
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 299.142,94 111.411,39
5. sonstige Verbindlichkeiten 2.577.783,72 2.837.488,02
davon aus Steuern 520.376,45 585.066,82
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 203,25 0,00
Passiva 23.921.691,54 23.561.524,42

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 71.835.375,43 72.389.371,62
2. sonstige betriebliche Erträge 2.360.940,75 2.372.587,54
3. Materialaufwand 7.572.767,33 6.585.024,33
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.690.668,84 1.642.253,56
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.882.098,49 4.942.770,77
4. Personalaufwand 43.734.409,90 45.112.153,46
a) Löhne und Gehälter 36.172.329,50 37.353.784,95
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.562.080,40 7.758.368,51
davon für Altersversorgung 71.487,23 75.627,03
5. Abschreibungen 916.556,86 930.840,66
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 916.556,86 930.840,66
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 18.410.259,36 18.343.133,17
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 87.484,45 100.101,24
davon aus verbundenen Unternehmen 74.718,35 99.855,43
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.893,13 24.722,74
davon an verbundene Unternehmen 6.768,85 7.616,56
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 6.216,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -748,50 1.378,98
10. Ergebnis nach Steuern 3.617.662,55 3.864.807,06
11. sonstige Steuern 16.206,00 15.288,39
12. Jahresüberschuss 3.601.456,55 3.849.518,67
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 88,25 69,58
14. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 2.852.900,00 3.043.900,00
a) aus anderen Gewinnrücklagen 2.852.900,00 3.043.900,00
15. Einstellungen in Gewinnrücklagen 6.454.400,00 6.893.400,00
a) in andere Gewinnrücklagen 6.454.400,00 6.893.400,00
16. Bilanzgewinn 44,80 88,25

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaft geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 265 Abs. 1 S. 2, § 266 ff. HGB).

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: SBH Nordost GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Paderborn
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Paderborn
Register-Nr.: HRB 11786

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Der Jahresabschluss der SBH Nordost GmbH entspricht in Ausweis und Bewertung der Vermögensgegenstände und der Schuldposten den gesetzlichen Vorschriften und wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Sofern in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst sind, sind diese Positionen im Anhang erläutert.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird vermindert um planmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände planmäßig linear vorgenommen. Des Weiteren werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 2 S. 3 HGB berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten einen Nettobetrag von 250,00 Euro nicht überschreiten, werden sofort als Aufwand verbucht.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen 250,01 Euro und 800,00 Euro wurden im Geschäftsjahr 2023 aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Positionen ist durch die Bildung angemessener Einzelwerberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nennwerten angesetzt.

Unter dem Posten Aktive Rechnungsabgrenzung werden Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand für die kommende Rechnungsperiode darstellen.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Ausweis laut Handelsregister.

Der Sonderposten enthält Zuschüsse, die periodengerecht zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände aufgelöst werden. Es wird das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB in Anspruch genommen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB).

Bei der Bewertung von Rückstellungen werden, soweit sie erwartet werden, Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB).

Im Rahmen der langfristigen Bildungsmaßnahmen wird unterstellt, dass es sich um Dauerschuldverhältnisse handelt. Entsprechend werden bezogen auf die Maßnahme und die Teilnehmerzahlen die Erlöse, unabhängig vom Zahlungsfluss, monatlich nach der wirtschaftlichen Verursachung erfasst.

Soweit die Maßnahmen im Rahmen von Projekten durchgeführt werden, gelten die Grundsätze zur Bewertung von teilfertigen Arbeiten. Umsätze werden erst im Zeitpunkt der vorliegenden Endabrechnung realisiert.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie der Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge Zuschüsse
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenen an solchen Rechten und Werten 133.347,16 0,00 0,00 133.347,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.000,00 0,00 0,00 20.000,00
Summe 153.347,16 0,00 0,00 153.347,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.505.155,30 136.415,94 275.561,68 10.366.009,56
2. technische Anlagen und Maschinen 2.076.550,22 121.605,07 28.653,27 2.169.502,02
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.214.406,02 296.873,85 216.844,42 6.294.435,45
4. geleistete Anzahlung und Anlagen im Bau 277.680,89 1.164.855,59 0,00 1.442.536,48
Summe 19.073.792,43 1.719.750,45 521.059,37 20.272.483,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 152.828,20 0,00 0,00 152.828,20
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 291.462,31 4.371,93 0,00 295.834,24
Summe 444.290,51 4.371,93 0,00 448.662,44
19.671.430,10 1.724.122,38 521.059,37 20.874.493,11
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenen an solchen Rechten und Werten 126.260,16 2.997,00 0,00 129.257,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.000,00 0,00 0,00 20.000,00
Summe 146.260,16 2.997,00 0,00 149.257,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.765.168,89 485.965,94 265.233,68 6.985.901,15
2. technische Anlagen und Maschinen 1.786.971,22 82.907,07 28.630,27 1.841.248,02
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.418.549,02 344.686,85 216.586,42 5.546.649,45
4. geleistete Anzahlung und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 13.970.689,13 913.559,86 510.450,37 14.373.798,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00 0,00 0,00
14.116.949,29 916.556,86 510.450,37 14.523.055,78
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Euro
Stand 31.12.2022
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenen an solchen Rechten und Werten 4.090,00 7.087,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
Summe 4.090,00 7.087,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.380.108,41 3.739.986,41
2. technische Anlagen und Maschinen 328.254,00 289.579,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 747.786,00 795.857,00
4. geleistete Anzahlung und Anlagen im Bau 1.442.536,48 277.680,89
Summe 5.898.684,89 5.103.103,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 152.828,20 152.828,20
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 295.834,24 291.462,31
Summe 448.662,44 444.290,51
6.351.437,33 5.554.480,81

Die Anteile an verbundenen Unternehmen im Rahmen des Finanzanlagevermögens mit einem Anteilsbesitz von mindestens 20 % setzen sich wie folgt zusammen:

Unternehmen Sitz Beteiligung Eigenkapital
in Euro
Jahresergebnis
in Euro
SBH Fahrschule GmbH Paderborn, Deutschland 100 % 8.492,15 -14.303,61
Deutsche Technologieschule Pärnu Pärnu, Estland 100 % 518.393,00 2.114,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestanden ebenso wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag nicht. Im Berichtsjahr bestehen Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 5.271,3 TEuro (Vorjahr 7.663,0 TEuro), die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden, da es sich im Wesentlichen um Cash Pool-Forderungen handelt.

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt. In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag in Höhe von 88,25 Euro (Vorjahr 69,58 Euro) einbezogen.

Die anderen Gewinnrücklagen setzen sich im Einzelnen wie folgt zusammen:

Rücklage Zuwendung Gesellschafterin Euro 3.707.600,00
Betriebsmittelrücklage Euro 2.366.400,00
Freie Rücklage Euro 4.667.470,50

Die Betriebsmittelrücklage gem. § 62 Abs. 1 Nr. 1 AO wird zur Erfüllung der satzungsmäßige Zwecke für laufene Personal-, Miet- und sonstige Verwaltungskosten gebildet. Im Berichtsjahr wurden 2.366,4 TEuro zugeführt.

Die freie Rücklage gem. § 62 Abs. 1 Nr. 3 AO ist mit maximal 10 % der sonstigen zeitnah zu verwendenden Mittel gebildet worden. Im Berichtsjahr wurden 380,4 TEuro zugeführt.

Ferner hat die Gesellschaft beschlossen, aus dem Jahresüberschuss eine Zuwendung gem. § 58 Nr. 1 AO an die als gemeinnützig anerkannte Stiftung Bildung & Handwerk in Höhe von 3.707,6 TEuro vorzunehmen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalaufwendungen (Urlaub/Überstunden, Leistungsprämien, Jubiläumszuwendungen) sowie Rückzahlungen, Rückbau-/Auszugsverpflichtungen, Drohverluste, ausstehende Rechnungen und Nebenkostenabrechnungen sowie Kosten der Jahresabschlussprüfung gebildet.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel:

Verbindlichkeiten mit ihren Restlaufzeiten und Sicherungsrechten

Laufzeit
Art der Verbindlichkeit bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > als 5 Jahre
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.167,25 12.830,09 0,00 0,00 0,00 0,00
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.356.451,89 1.918.656,94 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.185.276,19 1.027.002,02 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 299.142,94 111.411,39 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten * 2.119.758,29 2.386.231,44 100.000,00 80.000,00 358.025,43 371.256,58
Summe 6.963.796,56 5.456.131,88 100.000,00 80.000,00 358.025,43 371.256,58
* davon aus Steuern 520.376,45 585.066,82
* davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 203,25 0,00
* davon gegenüber Gesellschaftern 458.025,43 451.256,58
Art der Verbindlichkeit Summe
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.167,25 12.830,09
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.356.451,89 1.918.656,94
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.185.276,19 1.027.002,02
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 299.142,94 111.411,39
Sonstige Verbindlichkeiten * 2.577.783,72 2.837.488,02
Summe 7.421.821,99 5.907.388,46

* davon aus Steuern

* davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

* davon gegenüber Gesellschaftern

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten auch erhaltene SodEG-Zuschüsse, die im Rahmen der Schlussabrechnung zurückzuzahlen sind.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 13.178.542,49 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Mietverträge 12.593.883,09 13.687.798,04
Leasingverträge 584.659,40 750.332,35
13.178.542,49 14.438.130,39

In dem ausgewiesenen Gesamtbetrag sind finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen und der Gesellschafterin Stiftung Bildung & Handwerk in Höhe von 97.903,92 Euro für geschlossene Leasinverträge enthalten.

Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Kreditaufträgen gegenüber der Stiftung Bildung & Handwerk in Höhe von 1.095.353,61 Euro.

Zum Stichtag waren für Zuwendungen aus Bundesmitteln in Höhe von 1.675,6 TEuro die Zweckbindungsfristen noch nicht abgelaufen.

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB sind nicht zu verzeichnen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Um eine bessere Aussagekraft der Gewinn- und Verlustrechnung zu erzielen, wurden die durch die Auftraggeber unmittelbar ersetzten Teilnehmer-Vergütungen, Teilnehmer-Sozialversicherungsbeiträge, Teilnehmer-Reisekosten etc. mit den erstatteten Beträgen verrechnet. Im Geschäftsjahr 2022 wurde auch die Auszahlung der Energiepreispauschale mit der Erstattung in gleicher Höhe verrechnet.

Die Aufwendungen vor der Verrechnung mit den Erstattungen stellen sich im Geschäftsjahr wie folgt dar:

2023
Euro
2022
Euro
Teilnehmer-Vergütungen 534.005,20 556.200,94
Teilnehmer-Sozialversicherung 1.306.035,54 1.412.660,85
Teilnehmer-Reisekosten 602.767,06 367.570,15
Mehraufwandsentschädigung (1-Euro-Job) 479.019,93 476.498,48
Überbetriebliche Ausbildungskosten und diverses 182.216,06 130.087,37
Energiepreispauschale 0,00 352.500,00
3.104.043,79 3.295.517,79

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden periodenfremde Erträge in Höhe von 195,5 TEuro ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Mieterträge und Mietnebenkostenerstattungen für Vorjahre.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 353,7 TEuro ausgewiesen. Es handelt sich insbesondere um Miete und Mietnebenkosten sowie sonstige Aufwendungen, die wirtschaftlich dem Vorjahr zuzurechnen sind und soweit diese nicht bereits im Vorjahr in der Rückstellung für offene Rechnungen berücksichtigt worden sind.

In den Zinserträgen sind Zinserträge angesichts der Cash Pool-Vereinbarung mit der Gesellschafterin in Höhe von 70,3 TEuro enthalten. Die Zinsaufwendungen erhalten Aufwendungen für Avalprovisionen an die Gesellschafterin in Höhe von 12,1 TEuro.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten 6,2 TEuro (Vorjahr 2,5 TEuro) aus der Abzinsung der Rückstellung für zukünftige Jubiläumszuwendungen.

Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen belaufen sich auf 169,6 TEuro (Vorjahr 179,3 TEuro).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 1078 Mitarbeiter (Angestellte). Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 485 Teilnehmer-Mitarbeiter im Rahmen von Bildungsmaßnahmen für die Dauer der Maßnahme bei der Gesellschaft angestellt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Name Ort ausgeübter Beruf
Wilfried Göbel Berlin Kaufmann
Michael H. Lutter Paderborn Diplom-Betriebswirt

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 i.V.m. § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a) HGB verzichtet.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 57 TEuro, davon entfallen 95 % auf die Abschlussprüfung und 5 % auf Steuerberatungsleistungen.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Mit Gesellschafterbeschluss vom 31. Mai 2024 wurde beschlossen, aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 3.601.456,55 Euro unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 88,25 Euro und der Entnahmen aus der Betriebsmittelrücklage des Vorjahres in Höhe von 2.852.900,00 Euro einen Betrag in Höhe von 6.454.400,00 Euro in die Gewinnrücklagen einzustellen.

Der Bilanzgewinn der SBH Nordost GmbH, Paderborn, in Höhe von 44,80 Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Paderborn, 4. Juni 2024

gez. Wilfried Göbel, Geschäftsführung

gez. Michael H. Lutter, Geschäftsführung

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SBH Nordost GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SBH Nordost GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SBH Nordost GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Detmold, 4. Juni 2024

HWP Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jochen Mischer, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

11 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.