Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 46713
Eingetragen
10.3.1999
Branche
Effekten- und WarenterminhandelTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Die Vermittlung von Devisengeschäften in in- und ausländischer Währung zwischen Banken im Freiverkehr.

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Sonnenschein
seit 28.10.2009
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bierbaum + Co. GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2011 bis zum 31.03.2012

Lagebericht für das Geschäftsjahr zum 31.03.2012

1. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Devisenmärkte

Die Wirtschaftslage in den Industrieländern hat sich im Laufe des Geschäftsjahres deutlich eingetrübt, wobei Deutschland sich dieser Entwicklung weitestgehend entziehen konnte. Die europäische Staatsschuldenkrise verschärfte sich weiter.

Die angespannte Verschuldungskrise einzelner Euromitgliedsstaaten hatte zum Teil dramatische Auswirkungen auf den Finanzsektor, was sich auch in den Ergebnissen der Finanzinstitute widerspiegelte. Die als Konsequenz aus der der Finanz- und Staatschuldenkrise resultierende Verschärfung der regulatorischen Anforderungen und deren Umsetzung werden in den kommenden Jahren zentrale Themen für den Finanzsektor sein.

Im Berichtsjahr sind die weltweiten Devisenhandelsumsätze aufgrund des schwierigen Marktumfeldes sowohl auf den elektronischen Handelsplattformen als auch bei den noch verbliebenen Voicebrokern eingebrochen. Eine konkrete Aussage über die zukünftige Umsatzentwicklung ist derzeit nicht möglich.

1.2 Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2011/2012 sanken die Courtageerträge um 394,91 TEURO (Vj. 410,01 TEURO) auf 1.802,79 TEURO (Vj. 2.197,71 TEURO). Dies entspricht einem Rückgang von 17,97 % (Vj. 15,72 %). Dieser Rückgang konnte nicht durch das Ergebnis aus Eigengeschäften in Höhe von 119, 00 TEURO (Vj. 91,26 TEURO) kompensiert werden.

1.3 Investitionen

Die Investitionen des Geschäftsjahres in das Sachanlagevermögen beliefen sich lediglich auf 739,42 € (Vj. 12.259,64 €). Es handelte sich im Wesentlichen um notwendige Ergänzungen der IT-Hardware.

1.4 Finanzierung

Sämtliche Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert. Es war daher nicht erforderlich, mittel- oder langfristige Bankdarlehen aufzunehmen. Bestehende Leasingverpflichtungen betreffen ausschließlich Dienstfahrzeuge.

1.5 Personal- und Sozialbereich

Zum Ende des Geschäftsjahres gehören 8 Mitarbeiter zur Belegschaft, davon 2 mit Teilzeitverträgen. Die Vergütung richtet sich ausschließlich nach einzelvertraglichen Vereinbarungen mit zum Teil leistungsbezogenen Bezügen.

In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz haben sich im Geschäftsjahr 2011/2012 keine Besonderheiten ergeben.

2. Darstellung der Lage

2.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Bierbaum + Co. GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr um 151,22 TEURO vermindert. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Auszahlung einer Versorgungszusage an einen Pensionsberechtigten, die in vollem Umfang durch eine Rückdeckungsversicherung finanziert war. Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten haben sich um 248,01 TEURO erhöht. Diese machen nun 120,08 % (Vj. 87,01 %) des Eigenkapitals aus, nach dem eigene Anteile im Nennwert von 147,25 TEURO von einem ausgeschiedenen Gesellschafter erworben wurden. Das Eigenkapital entspricht mit 990,77 TEURO (Vj. 1.090,59 TEURO) jetzt 72,26 % (Vj. 81,10 %) der Bilanzsumme. Die Gesellschaft trägt den schwierigen Bedingungen durch eine höchstmögliche Eigenkapitalbildung Rechnung.

2.2 Finanz- und Ertragslage

Die Liquidität der Bierbaum + Co. GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ausreichend. Zum Ende des Geschäftsjahres stehen den kurzfristigen Forderungen, börsennotierten Wertpapieren und liquiden Mitteln von 1.233,47 TEURO sonstige Verbindlichkeiten und sonstige Rückstellungen von 189,97 TEURO gegenüber.

Insgesamt war die Ertragslage noch zufriedenstellend.

3. Hinweise auf Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Bierbaum + Co. GmbH hat für das Erkennen wesentlicher Risiken als Bestandteil der Unternehmensplanung ein angemessenes Risikomanagementsystem eingerichtet. Um mögliche Risiken zu erkennen, zu bewerten und zu bewältigen, werden die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungsinstrumente fortlaufend weiterentwickelt.

Sofern der Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht gerade für die sehr spezialisierte Dienstleistung grundsätzlich Unsicherheit von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse.

Die Eurofinanzkrise, der sich abzeichnende Abschwung der Weltwirtschaft und auch das Verschwinden einzelner Finanzinstitute vom Markt, werden auch im kommenden Geschäftsjahr zu einem weiteren, deutlichen Rückgang der Devisenhandelsumsätze führen. In diesem Umfeld werden die Umsätze nicht gehalten werden können.

Aufgrund der hohen Volatilitäten wird Bierbaum weiterhin in der Sparte Eigengeschäfte sehr vorsichtig agieren, rechnet aber damit, die Erträge zu halten. Hier sehen wir die Chance die Ertragskraft zu stabilisieren.

Alle bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend gedeckt.

Bestandsgefährdende Risiken lassen sich derzeit nicht erkennen.

4. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Abschlussstichtag

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben.

Jahresbilanz für das Geschäftsjahr zum 31.03.2012

Aktivseite

    31.03.2012
31.03.2011
1. Barreserve   563,96 668,00
2. Forderungen an Kreditinstitute      
a) täglich fällig   1.196.959,39 948.952,93
3. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere   36.514,56 223.003,20
4. Immaterielle Vermögensgegenstände   11.692,80 44.069,52
5 Sachanlagen   6.931,99 14.950,22
6. Sonstige Vermögensgegenstände   98.951,31 253.222,71
7. Rechnungsabgrenzungsposten   19.534,47 37.503,84
Summe der Aktiva   1.371.148,48 1.522.370,42

Passivseite

     
    31.03.2012
31.03.2011
1. Sonstige Verbindlichkeiten   89.667,36 16.029,39
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   0,00 177.741,00
b) Steuerrückstellungen   0,00 0,00
c) Sonstige Rückstellungen   100.306,60 150.106,39
Fonds für allgemeine Bankrisiken   292.400,00 87.900,00
Eigenkapital      
a) Gezeichnetes Kapital 775.000,00   775.000,00
b) Nennbetrag eigener Anteile -147.250,00   0,00
c) Ausgegebenes Kapital   627.750,00  
d) Kapitalrücklage   258.215,51 210.965,51
e) Andere Gewinnrücklagen   2.628,13 103.996,20
f) Bilanzgewinn   180,88 631,93
    1.371.148,48 1.522.370,42

Gewinn- und Verlustrechnung 01.04.2011 bis 31.03.2012

  01.04.2011 - 31.03.2012 01.04.2010 - 31.03.2011
  Euro Euro Euro
1. Zinserträge aus Kreditgeschäften      
a) aus Kreditgeschäften 4.268,02   985,51
b) aus festverzinslichen Wertpapieren 2.500,00   3.987,33
2. Zinsaufwendungen 0,00   1.654,27
    6.768,02 3.318,57
3. Provisionserträge 1.802.797,13   2.197.708,56
4. Provisionsaufwendungen 21.680,20   8.790,05
5a) Erträge aus Finanzgeschäften      
davon aus Deviseneigengeschäften ( € 171.499,47) (Vj.: € 257.438,62 ) 172.499,47   257.438,62
5b) Aufwand aus Finanzgeschäften      
davon aus Deviseneigengeschäften ( € 53.495,01) (Vj.: € 166.169,41 ) 53.495,01   166.169,41
6. Sonstige betriebliche Erträge 122.520,06   22.616,56
    2.022.641,45 2.302.804,28
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen      
a) Personalaufwand      
aa) Gehälter 916.328,85   944.298,95
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und Unterstützung 98.198,10   97.247,08
darunter: für die Altersversorgung Euro: € 8.666,00 ( i.Vj.: € 8.666,00)      
  1.014.526,95   1.041.546,03
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 785.209,38   1.048.518,62
    1.799.736,33 2.090.064,65
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen   41.134,37 47.938,92
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft   22.080,85 22.123,51
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere   0,00 1,00
11. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere   0,00 21.751,50
12. Zuführung zu Fonds allgemeine Bankrisiken   204.500,00 87.900,00
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit   -38.042,08 79.846,27
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag   63.777,04 79.214,34
15. Jahresüberschuss   -101.819,12 631,93
16. Entnahmen aus den anderen Gewinnrücklagen   102.000,00 0,00
17. Bilanzgewinn   180,88 631,93

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.04.2011 bis 31.03.2012

A. Allgemeine Angaben

Gegenstand der Bierbaum + Co. GmbH, Frankfurt am Main, ist die Vermittlung von Devisengeschäften in in- und ausländischer Währung zwischen Banken im Freiverkehr.

Die Gesellschaft ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne von § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den für sie geltenden handelsrechtlichen und den ergänzenden Vorschriften der RechKredV aufgestellt worden.

Die Gliederung des Jahresabschlusses folgt den Gliederungsvorschriften des Formblattes 1 der (Bilanz) und Formblatt 3 (Gewinn- und Verlustrechnung) der RechKredV.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Ansatz und die Bewertung erfolgt entsprechend den handelsrechtlichen Bestimmungen und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Die Einbeziehung der geänderten Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des BilMoG erfolgte erstmals für das Geschäftsjahr zum 31.03.2011.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit einzelne Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, erfolgt eine Aufgliederung im Anhang.

Die Forderungen an Kreditinstitute und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen in Fremdwährung wurden zum Devisenkassamittelkurs auf den Bilanzstichtag umgerechnet.

Die nicht festverzinslichen Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Zuschreibungen werden dann vorgenommen, wenn Gründe für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung nicht mehr vorliegen.

Die Sachanlagen und immateriellen Anlagegüter werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 400,00 € werden sofort erfolgswirksam im Aufwand erfasst. Der bis zum 31.12.2009 gebildete Sammelposten für Vermögensgegenstände mit einem Wert von 150,00 € bis 1.000,00 € wird über eine Abschreibungszeitraum von insgesamt 5 Jahren weitergeführt.

Auf das Wahlrecht nach § 274 Abs.1 HGB n. F. zur Aktivierung latenter Steuern wurde verzichtet.

Die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag und Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages ausgewiesen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sind mit der PUC-Methode (Projectet Unit Credit Method) ermittelt. Sie werden nach § 253 Abs. 2 Abs. 2 HGB mit durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Die Bewertung erfolgte weiterhin auf der Grundlage der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Klaus Heubeck.

A. Bilanz

I. Aktiva

Barreserve 31.03.2012 563,96
  31.03.2011 668,00

Es handelt sich um den Bestand der Barkasse.

Forderungen an Kreditinstitute 31.03.2012 1.196.959,39
  31.03.2011 948.952,94

Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten Kontokorrentguthaben, Marginkonten, die als Sicherheit für die Durchführung der Devisenkassaeigengeschäfte dienen und Währungskonten. Forderungen aus Courtage sind mit einem Betrag von 179.897,81 (Vj. 213.607,47 €) enthalten. Der Betrag des auf USD lautenden Fremdwährungskontos beträgt 23.363,46 € (Vj. 72.642,14 €).

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gelten die folgenden Restlaufzeiten:

  bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
mehr als 5 Jahre
Forderungen an Kreditinstitute 1.196.959,39 0,00 0,00 0,00
Aktien und andere nicht 31.03.2012 36.514,56
festverzinsliche Wertpapiere 31.03.2011 223.003,20

Zusammensetzung:

  31.03.2012
31.03.2011
Anleihen 36.514,56 36.514,56
Gemischter Fonds Renten und Aktien 0,00 186.488,64
  36.514,56 223.003,20

Die Anleihen sind unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips mit dem Kurs zum Bilanzstichtag bewertet. Die Wertpapiere sind dem Anlagebuch (Liquiditätsreserve) zugordnet.

Nach § 35 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 RechKredV ergibt sich die folgende Gliederung:

  börsenfähig börsennotiert nicht börsennotiert
nicht mit dem Niederstwert bewertet
Anleihen 36.514,56 36.514,56 0,00 0,00
Immaterielle Anlagewerte 31.03.2012 11.692,80
  31.03.2011 44.069,52

Bei den immateriellen Anlagewerten handelt es sich um Standard- und lndividualsoftware, die linear über 5 Jahre abgeschrieben wird. Die Entwicklung ist dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Sachanlagen 31.03.2012 6.931,99
  31.03.2011 14.950,22

Bei den Sachanlagen handelt es sich um die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sie wird linear über 10, 5 oder 3 Jahre abgeschrieben. Die Entwicklung ist dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Rückdeckungsversicherungen und Pensions-verpflichtungen 31.03.2012 0,00
  31.03.2011 177.741,00

Die als Deckungsvermögen dienenden Rückdeckungsversicherungen werden mit den Pensionsverpflichtungen saldiert, sofern entsprechende Sicherungsvereinbarungen i. S. v. § 246 Abs. 2 HGB vorliegen.

Ursprünglich war Bierbaum durch Vertrag vom 15. September 1999 mit der ICAP Deutschland GmbH von allen Versorgungsansprüchen gegen Abtretung der Rückdeckungsversicherungen freigestellt.

Mit Vertrag vom 22.02.2006 hat die ICAP Deutschland GmbH die Rückdeckungsversicherungen für die noch verbliebenen aktiven Anwärter an die Bierbaum + Co. GmbH bis zur Höhe der letzten fälligen Versorgungszusage zurückabgetreten. Die Aktivwerte übersteigen schon jetzt die Zusagen, die in Form eines festen Kapitalbetrags erteilt wurden. Die Aufwendungen und Erträge aus den Zusagen sind für die Bierbaum + Co. GmbH wie in den Vorjahren erfolgsneutral. Ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ist nicht zu bilanzieren, da dieser nach der letzten fälligen Pensionszusage an die ICAP Deutschland GmbH auszubezahlen ist.

Die Rückstellungswerte für Pensionen (feste Kapitalzusagen) zum Ende des Geschäftsjahres 2011/2012 wurden nach der Projectet Unit Credit Method ermittelt. Den versicherungsmathematischen Berechnungen liegen die folgenden Parameter zugrunde:

  31.03.2012 31.03.2011
Rechnungszins 5,13% 5,14%
Gehaltsentwicklung 0,00% 0,00%
Rentenanpassung 0,00% 0,00%

Es wurden die folgenden Werte verrechnet:

  31.03.2012
31.03.2011
Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen bis zur Höhe der Zusagen 158.593,00 321.589,00
Pensionsrückstellungen mit Sicherungsvereinbarung -158.593,00 -143.848,00
Zu aktivierender Rückdeckungsanspruch 0,00 177.741,00
Sonstige Vermögensgegenstände 31.03.2012 98.951,31
  31.03.2011 253.222,71

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten:

  31.03.2012
31.03.2011
Rückdeckungsversicherungen nach Verrechnung mit Pensionsrückstellungen 0,00 177.741,00
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuervorauszahlungen 98.532,25 70.142,02
Forderungen gegen Mitarbeiter 0,00 1.933,90
Übrige sonstige Vermögensgegenstände 0,00 3.405,79
Umsatzsteuer 419,06 0,00
  98.951,31 253.222,71
Rechnungsabgrenzungsposten 31.03.2012 19.534,47
  31.03.2011 37.503,84

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen beinhalten nur Aufwendungen, die das Geschäftsjahr 2012/2013 betreffen.

II. Passiva

Sonstige Verbindlichkeiten 31.03.2012 89.667,36
  31.03.2011 16.029,39

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

  31.03.2012
31.03.2011
Überzahlung aus Rückdeckungsversicherung 83.212,78 0,00
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen 3.667,06 11.474,87
Umsatzsteuer des Geschäftsjahres 2.787,52 419,52
Verbindlichkeiten aus Reisekostenabrechnungen 0,00 3.727,40
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 0,00 407,60
  89.667,36 16.029,39

Die Überzahlung aus der Rückdeckungsversicherung ist nach Auszahlung der noch bestehenden Versorgungszusage gem. Vertrag mit der ICAP Deutschland GmbH vom 22.06.2006 am 10.10.2014 an die ICAP Deutschland GmbH zurückzuzahlen.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten in Fremdwährung. Die Restlaufzeit der übrigen sonstigen Verbindlichkeiten beträgt einheitlich bis zu 3 Monate.

Sonstige Rückstellungen 31.03.2012 100.306,60
  31.03.2011 150.106,39

Zusammensetzung:

  31.03.2012
31.03.2011
Ausstehende Urlaubsansprüche 2.559,00 23.239,21
Prüfungskosten 32.200,00 33.300,00
Steuerberatung 5.040,00 5.020,00
Berufsgenossenschaft 2.625,00 2.381,17
Ausstehende Rechnungen 7.113,00 5.500,00
EDW Beiträge und Sonderumlagen 7.850,00 27.205,20
Rechtsberatung 0,00 4.000,00
Ausstehende Gehälter und Boni 42.919,60 49.460,81
  0  
Gesamt 100.306,60 150.106,39
Eigenkapital 31.03.2012 990.774,52
  31.03.2011 1.090.593,64

Zusammensetzung:

  31.03.2012
31.03.2011
Gezeichnetes Kapital 775.000,00 775.000,00
Nennbetrag eigener Anteile -147.250,00 0,00
Kapitalrücklage 258.215,51 210.965,51
Andere Gewinnrücklagen 2.628,13 103.996,20
Bilanzgewinn 180,88 631,93
Summe Eigenkapital 888.774,52 1.090.593,64

Die Gesellschaft hat mit notariellem Vertrag vom 28. Juni 2011 von einem ausgeschiedenen Gesellschafter Geschäftsanteile mit einem Nennwert von 147.250,00 € zu einem Kaufpreis von 100.000,00 € erworben. Der Unterschiedsbetrag zwischen Nennwert und Kaufpreis wurde der Kapitalrücklage zugeführt.

III. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag für die Büroräume mit einer Restlaufzeit von 20 Monaten in Höhe von 127.000,00 € sowie aus Kraftfahrzeugleasingverträgen mit einer Laufzeit zwischen 4 und 28 Monaten mit einem Gesamtbetrag von 64.213,08 €. Es sind keine Risiken erkennbar, die die Erfüllung dieser Verpflichtungen in absehbarer Zeit gefährden könnten.

B. Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge 01.04.2011 - 31.03.2012 1.802.797,13
  01.04.2010 - 31.03.2011 2.197.708,56

Die Provisionserträge resultieren ausschließlich aus der Vermittlung von Devisenkassageschäften.

Ergebnis aus Finanzgeschäften 01.04.2011 - 31.03.2012 119.004,46
  01.04.2010 - 31.03.2011 91.269,21

Bei den Finanzgeschäften handelt es sich ausschließlich um Devisenkassaeigengeschäfte. Am Bilanzstichtag existierten hierzu keine offenen Positionen.

Sonstige betriebliche Erträge 01.04.2011 - 31.03.2012 122.520,06
  01.04.2010 - 31.03.2011 22.616,56

Zusammensetzung:

  1.4.2011 bis 31.03.2012
1.4.2010 bis 31.03.2011
Erträge aus der Freistellungsvereinbarung Pensionsverpflichtungen nach Verrechnung mit den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen 18.058,22 0,00
Erträge aus der Erstattung von GewSt u. KSt 0,00 0,00
Erträge aus der unterjährigen Auflösung von sonstigen Rückstellungen 41.229,27 2.433,41
Sachbezüge und Wertabgaben 53.856,94 15.860,88
Untervermietung 5.331,00 0,00
Übrige sonstige Erträge 4.044,63 4.322,27
  122.520,06 22.616,56

C: Ergänzenden Angaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2010/2012 wurden durchschnittlich 7 Angestellte (Vj: 10 Angestellte) beschäftigt.

Organe

Geschäftsführer im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Herr Ingo Bauer (bis 04.07.2011), Devisenmakler, und Herr Jörg Sonnenschein, Devisenmakler.

Vergütung der Geschäftsführer

Für die Tätigkeit der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurden Gesamtbezüge in Höhe von 256.100,47 € (Vj. 228.233,54 €) gezahlt.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 25.212,99 € für die Abschlussprüfung und 5.940,00 € für die Prüfung nach § 36 WpHG.

 

Frankfurt, 12.08.2012

Jörg Sonnenschein, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.03.2012

   
  Stand
01.04.2011
Zugänge Abgang Stand
31.03.2012
Immaterielle Anlagenwerte, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte        
1. Individual- und Standardsoftware 190.552,22     190.552,22
  190.552,22     190.552,22
SACHANLAGEN        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung        
1. Büroeinrichtung 19.187,64   2.400,00 16.787,64
2. Betriebsausstattung 4.494,90     4.494,90
3. EDV-Anlage 72.796,08   28.659,88 44.136,20
4. Geringwertige WG 18.670,12 739,42   19.409,54
  115.148,74 739,42 31.059,88 84.828,28
  305.700,96 739,42 31.059,88 275.380,50
  Abschreibungen
  Stand
01.04.2011
Zugänge Abgänge Stand
31.03.2012
Immaterielle Anlagenwerte, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte        
1. Individual- und Standardsoftware 146.482,70 32.376,72   178.859,42
  146.482,70 32.376,72   178.859,42
SACHANLAGEN        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung        
1. Büroeinrichtung 16.096,60 1.483,48 2.400,00 15.180,08
2. Betriebsausstattung 3.033,80 896,51   3.930,31
3. EDV-Anlage 62.398,00 5.638,24 28.659,88 39.376,36
4. Geringwertige WG 18.670,12 739,42   19.409,54
  100.198,52 8.757,65 31.059,88 77.896,29
  246.681,22 41.134,37 31.059,88 256.755,71
  Buchwerte
  Stand
31.03.2012
Stand
31.03.2011
Immaterielle Anlagenwerte, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte    
1. Individual- und Standardsoftware 11.692,80 44.069,52
  11.692,80 44.069,52
SACHANLAGEN    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung    
1. Büroeinrichtung 1.607,56 3.091,04
2. Betriebsausstattung 564,59 1.461,10
3. EDV-Anlage 4.759,84 10.398,08
4. Geringwertige WG 0,00 0,00
  6.931,99 14.950,22
  18.624,79 59.019,74

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bierbaum + Co. GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Moers, den 13. August 2012

Altmeyer - Necker Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Altmeyer, vereidigter Buchprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Unterzeichnenden sind die alleinigen Gesellschafter der

Bierbaum + Co. GmbH

Stephanstr. 14-16

60313 Frankfurt am Main

unter Verzicht auf alle Ladungs-, Frist- und Formvorschriften, die sich aus Gesetz und/oder Gesellschaftsvertrag ergeben, halten wir eine Gesellschafterversammlung ab und fassen die folgenden Beschlüsse:

1. Genehmigung und Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. März 2012

Der Jahresabschluss der Bierbaum + Co. GmbH für das Geschäftsjahr zum 31. März 2012 mit einer Bilanzsumme von € 1.371.148,48 und einem Bilanzgewinn von € 180,88 wird hiermit genehmigt und festgestellt.

2. Beschluss über die Gewinnverwendung

Der festgestellte Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2011/2012 in Höhe von € 180,88 wird in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

3. Dem Geschäftsführer, Herrn Jörg Sonnenschein, in seiner Verantwortlichkeit für die Gesellschaft während des Geschäftsjahres zum 31. März 2012 wird hiermit Entlastung erteilt.

 

Frankfurt am Main, den 12. September 2012

Reinhard Falk

Jörg Sonnenschein

Matthias Weissmann

Frank Schimke

Per Vollmacht vertreten durch Matthias Weissmann

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