Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 13013
Eingetragen
2.9.2010
Branche
Herstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenHerstellung von Krafträdern
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Nutzfahrzeugen unter dem Markennamen "SOMMER" und deren Komponenten sowie sämtliche Leistungen, die mit den vorgenannten Gegenständen im Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Alexander Tietje
seit 21.1.2016
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
66.67%
33.33%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
TTE Beteiligungs GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SOMMER GmbH

Laucha (Unstrut)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

A) Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die SOMMER GmbH ist ein deutsches Traditionsunternehmen im Fahrzeugbau und einer der führenden Hersteller von Anhängern und Aufbauten mit innovativer Technik und führender Sicherheitsausstattung. Mit rund 85 Jahren Erfahrung gehört SOMMER heute zu den großen internationalen Spezial-Fahrzeugherstellern. Das Produktportfolio umfasst Kurier-, Express- und Paketdienstfahrzeuge, Wechselsysteme, Anhänger und Aufbauten.

Forschung und Entwicklung

In den letzten Jahren wurde das Produktspektrum stetig entsprechend den Kundenwünschen weiterentwickelt. Eine Grundlagenforschung wird in der Gesellschaft nicht betrieben.

B) Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die SOMMER GmbH verkauft ihre Produkte überwiegend europaweit, davon gut die Hälfte in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) ging im Geschäftsjahr 2023 um 0,3 % zurück. Die deutsche Wirtschaft befand sich demnach in einer leichten Rezession. Die größten Kunden der SOMMER GmbH sind im sogenannten Kurier-, Express und Paketdienst-Geschäft tätig. Im Geschäftsjahr sind die branchenbezogenen Rahmenbedingungen durch eine mangelnde Verfügbarkeit von ausreichend qualifizierten Arbeitnehmern gekennzeichnet, unter anderem auch bedingt durch generelle Verknappungen von Arbeitskräften. Im Ergebnis war ein weiterhin hohes Niveau des Geschäftes zu verzeichnen. Für 2024 wird eine leichte Konsolidierung bzw. Stabilisierung des Marktes erwartet, unter einer weiteren herausfordernden Situation auf den Personalbeschaffungsmärkten.

Geschäftsverlauf

Das Rohergebnis lag mit Mio. EUR 12,7 rund Mio. EUR 0,8 unter dem Vorjahresniveau. Die bestehende Kundenbasis war im Geschäftsjahr 2023 erfreulicherweise stabil und gekennzeichnet durch gestiegene Umsätze bei diversen Key Accounts.

Das Betriebsergebnis der Gesellschaft vor Zinsen und Steuern lag bei rund Mio. EUR 3,5.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres mit rund Mio. EUR 2,0 wird maßgeblich vom erzielten Betriebsergebnis getragen.

Darstellung der Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage des Unternehmens

Ertragslage

Das Rohergebnis betrug im Berichtszeitraum Mio. EUR 12,7. Im Vorjahr wurde demgegenüber ein Betrag von Mio. EUR 13,5 ausgewiesen. Im Zuge der Reduzierung der Gesamtleistung wurde im Vergleich zum Vorjahr ein prozentual höheres Rohergebnis erzielt.

Die Löhne und Gehälter betrugen Mio. EUR 5,2 gegenüber Mio. EUR 4,8 im Vergleichszeitraum 2022. Dies ergibt eine Erhöhungsrate von 9,9 %. Die Erhöhung ist unter anderem auf eine angemessene Lohn- und Gehaltssteigerung zurückzuführen. Die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer lag mit durchschnittlich 150 um zwei höher als im Vorjahr 2022.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 15 % bzw. Mio. EUR 0,4 verringert. Dies liegt insbesondere an der reduzierten Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr. Im Übrigen waren sowohl die Geschäftsentwicklung als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen durch einen Cyber-Angriff zeitweise stark betroffen. Die Folgen des Cyber-Angriffs konnten vollständig beseitigt werden.

Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage auf einem ausgeglichenen Niveau. Die Gesamtleistung ist unter dem Planniveau und die bereits in den Vorjahren effizient entwickelten Strukturkosten sowie gute Roherträge halfen dabei die Aufträge kostendeckend abzuarbeiten. Somit ist auch für die Folgejahre bei einer leichten Konsolidierung bzw. Stabilisierung der Auftragslage eine nachhaltig effiziente Basis für die Geschäftsentwicklung gelegt.

Als Ergebnis hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von Mio. EUR 2,0 (Vorjahr: Mio. EUR 2,5) erwirtschaftet.

Finanz- und Vermögenslage

Die Finanz- und Vermögenslage hat sich auf hohem Niveau weiter stabilisiert.

Im Geschäftsjahr wurde folgender Brutto-Cashflow erzielt:

Jahresüberschuss: Mio. EUR 2,0 (Vorjahr: Mio. EUR 2,5)
+ Abschreibungen: Mio. EUR 0,4 (Vorjahr: Mio. EUR 0,4)
+ Aufbau von Rückstellungen: Mio. EUR 0,8 (Vorjahr: Mio. EUR 2,1)
= Brutto-Cashflow: Mio. EUR 3,2 (Vorjahr: Mio. EUR 5,0)

Das Anlagevermögen ist mit Mio. EUR 3,0 um Mio. EUR 0,1 zum Vorjahr erhöht. Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Wesentlichen Ersatzinvestitionen von Mio. EUR 0,5 getätigt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (ohne Anzahlungen) haben sich im Vergleich zum Bilanzstichtag 2022 um Mio. EUR 2,2 reduziert. Darüber hinaus führt der verminderte Anteil vorgefertigter Aufträge zu einem Rückgang der Gesamtbestände um Mio. EUR 3,2.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Betriebsergebnisses absolut erhöht. Rechnet man die Einlagen stiller Gesellschafter als eigenkapitalähnliche Posten ergibt sich ein wirtschaftliches Eigenkapital von rund Mio. EUR 13,9 (Vorjahr: Mio. EUR 12,4), was unter Berücksichtigung der Erhöhung der Bilanzsumme zu einer Quote von 69,1 % (Vorjahr: 63,9 %) führt.

Zum Abschlussstichtag hatte die Gesellschaft einen Auftragsbestand von Mio. EUR 25,6. Dies bedeutet eine rechnerische Auslastung von etwa einem Jahr.

Finanzielle Leistungsindikatoren, Personalbestand

Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Rohergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 0,8 bzw. 6,1 % vermindert.

Der Personalaufwand beträgt im Verhältnis zum Rohergebnis 50 % (Vorjahr: 43 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 20 % zum Rohergebnis (Vorjahr: 22 %).

Das Betriebsergebnis ist mit Mio. EUR 3,5 (Vorjahr: Mio. EUR 4,4) angemessen erwirtschaftet.

Personal- und Sozialbestand

Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 beträgt der Personalstand 154 Arbeitnehmer (Vorjahr: 152). Dieser gliedert sich wie folgt:

davon Arbeiter: 108 (Vorjahr: 110)
davon Angestellte: 43 (Vorjahr: 38)
davon Auszubildende: 3 (Vorjahr: 4)

C) Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung eine Stabilisierung der Gesamtleistung im Vergleich zu 2023. Diese Entwicklung wird weiterhin belastet durch die mangelnde Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal. Aufgrund dieser Geschäftsentwicklung ist mindestens von einer absoluten Stabilisierung des Rohertrages in 2024 auszugehen. Die Sach- und Personalkosten unterliegen auch 2024 einer strikten Kostenkontrolle.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass das Betriebsergebnis, trotz der Beeinflussung auf den Personalbeschaffungsmärkten, angemessen positiv ausfallen wird.

Für die Investitionstätigkeit in 2024 werden keine wesentlichen Veränderungen zum Vorjahr erwartet.

Aufgrund der geringeren Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen ist die für die Finanzierung des Geschäfts heranzuziehende Barliquidität zum 31. Dezember 2023 mit rund Mio. EUR 2,1 über dem Plan und damit auf einem auskömmlichen Niveau. Der finanzielle Spielraum des Unternehmens liegt auf Grund des weiterhin existierenden und erweiterten Kontokorrentrahmens auf einem sehr guten Niveau und sichert die Finanzierung für die nächsten zwei Jahre. Zusätzlich wird dies durch lange Zahlungsziele bei Lieferanten unterstützt, diese werden jedoch aufgrund von Skontoerträgen nicht in Anspruch genommen. Die Einflüsse auf den Personalbeschaffungsmärkten können in 2024 hierauf negativen Einfluss nehmen. Dabei ist nach aktueller Einschätzung nicht von einer existenziellen Bedrohung auszugehen.

D) Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Unmittelbare Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht, da alle relevanten Absatz- und Beschaffungsgeschäfte in Euro abgewickelt werden.

Der Wettbewerb am Markt befindet sich auf einem normalen Level. Die realisierten Absatzpreise befinden sich auf Normalniveau.

Die Abhängigkeit zu einzelnen Großkunden hat sich nicht verändert.

Allgemein ist die Branche aufgrund von technologischen (Elektrifizierung) und regulatorischen Veränderungen von hohen Dynamiken geprägt, die sowohl Chancen als auch Risiken für den Geschäftsverlauf innehaben.

Turbulenzen und Knappheiten an den Beschaffungsmärkten für Material und Personal können negative Einflüsse auf die Auftragslage und die Rohertragsentwicklung haben.

Notwendige Investitionen in die Rationalisierung durch Optimierung der Unternehmensabläufe werden weiterhin getätigt. Durch das zum Teil schwankende Niveau der Auftragseingänge werden hohe Anforderungen an die Flexibilisierung der Kostenstrukturen gesetzt. Dies kann negative Auswirkungen auf die Profitabilität haben.

Die Finanzierung ist aufgrund der bestehenden Vereinbarungen in 2023 nach heutigem Stand gesichert, Engpässe sind nicht zu erwarten.

Die Rekrutierung von Mitarbeitern ist aufgrund des angespannten Arbeitsmarkts deutschlandweit und regional mittlerweile eine entscheidende unternehmerische Herausforderung geworden.

Auf das von uns nicht abschätzbare Branchen- und Konjunkturrisiko sowie saisonale Schwankungen kann mittels einer ausreichenden Anzahl von Leiharbeitern im direkten Bereich, Flexibilitätsinstrumenten wie Mitarbeiterbefristungen und Stundenkonten sowie der Möglichkeit von Kurzarbeit eingegriffen werden.

Chancenbericht

Durch die strikte Kostenüberwachung und Nutzung von Steuerungsinstrumenten in Folge der Nutzung von Forecasts liegt der Break-Even-Umsatz weit unter dem im Geschäftsjahr erzielten Umsatzniveau.

Im Bereich Kurier-, Express- und Paketfahrzeuge (KEP) hat SOMMER das Ziel, sich als langfristiger Partner für Unternehmen der KEP-Verteilerdienste im In- und Ausland zu positionieren. Der Markt bietet aufgrund der zu erwartenden Steigerung des Internethandels weiterhin Wachstumschancen. Ein Wandel der Branche im Hinblick auf E-Mobilität sowie smarter Zustellprozesse bietet weiteres Potenzial, um sich am Markt noch stärker zu etablieren.

E) Gesamtaussage

Das Unternehmen verfügt über eine positive Ertrags- und Vermögenslage und erwartet für die Zukunft in diesen Bereichen eine positive Entwicklung. Die Liquiditätsausstattung ist nach derzeitigem Kenntnisstand überaus gut. Darüber hinaus ist auch durch die durchgeführten strukturellen Optimierungen die dauerhafte Grundlage der Unternehmensfortführung gegeben.

F) Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verfügt über solvente Kunden. Forderungsausfälle sind nicht bzw. kaum zu erwarten. Zur Minimierung der Ausfallrisiken bei Kunden verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus werden vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung Informationen über die Bonität des Kunden eingeholt und in der Regel eine Warenkreditversicherung abgeschlossen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken aller Art. Beim Management aller Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine eher konservative Strategie.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird mit einer kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung gearbeitet und die Liquidität entsprechend gesteuert.

Kontokorrent- und andere Finanzierungslösungen unterliegen mittelfristig den Schwankungen des EURIBOR.

Risiken aus Fremdwährungen und der Verwendung von Finanzinstrumenten bestehen nicht.

 

Laucha (Unstrut), den 9. April 2024

Alexander Tietje

Franz Tropsch

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.595,30 5.567,66
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.890,00 23.401,00
29.485,30 28.968,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.689.817,55 1.745.692,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 400.073,40 387.503,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 824.748,00 746.652,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53.043,26 7.026,86
2.967.682,21 2.886.875,07
2.997.167,51 2.915.843,73
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.710.052,96 6.885.935,92
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.273.813,43 2.114.226,15
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.373,80 209.372,24
5.990.240,19 9.209.534,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.898.315,65 5.050.620,97
2. Sonstige Vermögensgegenstände 552.911,94 36.424,73
2.451.227,59 5.087.045,70
III. Kassenbestand Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.591.518,23 2.126.662,25
17.032.986,01 16.423.242,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.059,17 52.196,06
20.087.212,69 19.391.282,05

Passiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Einlagen stiller Gesellschafter mit Eigenkapitalcharakter 500.000,00 500.000,00
III. Gewinnvortrag 11.365.273,08 9.337.070,14
IV. Jahresüberschuss 1.987.980,85 2.528.202,94
13.878.253,93 12.390.273,08
B. Sonderposten für Zuwendungen 2.706,03 3.632,81
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.044.461,46 1.189.786,69
2. Sonstige Rückstellungen 1.771.983,15 1.868.838,18
3.816.444,61 3.058.624,87
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 715.000,00 935.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 908,64
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 415.976,58 1.179.423,49
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.258.831,54 1.823.419,16
davon aus Steuern: EUR 87.980,45 (Vorjahr: EUR 403.414,46)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 18.122,70 (Vorjahr: EUR 18.981,78)
2.389.808,12 3.938.751,29
20.087.212,69 19.391.282,05

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
Vorjahr
EUR
1. Rohergebnis 12.664.974,85 13.487.934,15
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.232.775,34 -4.760.121,86
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.122.064,15 -1.027.639,98
davon für Altersversorgung: EUR 292,69 (Vorjahr: EUR 1.175,01)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -363.952,83 -355.111,69
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.482.888,84 -2.907.148,97
5. Betriebsergebnis 3.463.293,69 4.437.911,65
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.301,39 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -49.289,74 -79.808,81
8. Finanzergebnis -30.988,35 -79.808,81
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -915.600,54 -1.163.365,14
10. Ergebnis nach Steuern 2.516.704,80 3.194.737,70
11. Sonstige Steuern -12.303,70 -9.966,11
12. Aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -516.420,25 -656.568,65
13. Jahresüberschuss 1.987.980,85 2.528.202,94

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firma laut Registergericht: SOMER GmbH
Sitz laut Registergericht: Laucha (Unstrut)
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stendal
Registernummer: HRB 13013

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Wesentlichen im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft macht von den ihr als mittelgroße Gesellschaft eingeräumten Erleichterungen beim Anhang gemäß § 288 HGB und bei der Offenlegung gemäß §§ 276, 288 und 327 HGB teilweise Gebrauch.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken in den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, insbesondere für überdurchschnittlich lange Lagerdauer und geminderte Verwendbarkeit, wurden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden.

In allen Fällen wurde soweit erforderlich verlustfrei bewertet, das heißt es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Erhaltene Investitionszulagen auf Sachanlagen wurden unter Sonderposten für Zuwendungen in Höhe von TEUR 2,7 (Vorjahr: TEUR 3,6) ausgewiesen. Sie werden über die Nutzungsdauer der betreffenden Vermögensgegenstände ertragswirksam vereinnahmt. Erkennbare Risiken wurden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten für das Geschäftsjahr und die Vorjahre noch nicht veranlagte Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und schwebenden Geschäften und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Fremdwährungsrechnungen (Eingangsrechnungen) erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

C. Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Es bestehen gegenüber stillen Gesellschaftern Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 516,4 (Vorjahr: TEUR 1.028,3).

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben insgesamt, wie im Vorjahr, eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Sonstige Rückstellungen

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ergibt sich aus folgender Übersicht:

Rückstellungen für 31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Ausstehende Eingangsrechnungen 581,8 468,8
Verbesserungsmanagement 397,6 674,0
Prozessrisiken 379,4 326,5
Personalverpflichtungen 197,6 191,9
Gewährte Boni und Rabatte an Kunden 91,8 102,7
Erstellung und Prüfung Jahresabschluss 50,2 50,2
Übrige Rückstellungen 73,6 54,7
1.772,0 1.868,8

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel:

davon mit einer Restlaufzeit
Verbindlichkeiten Gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
davon über 5 Jahre
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 715,0 220,0 495,0 0,0
(Vorjahr: 935,0 220,0 715,0 0,0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,0 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr: 0,9 0,9 0,0 0,0)
aus Lieferungen und Leistungen 416,0 416,0 0,0 0,0
(Vorjahr: 1.179,4 1.179,4 0,0 0,0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.258,8 1.258,8 0,0 0,0
(Vorjahr: 1.823,4 1.823,4 0,0 0,0)
Summe 2.389,8 1.894,8 495,0 0,0
(Vorjahr: 3.938,7 3.223,7 715,0 0,0)

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 715,0 (Vorjahr: TEUR 935,0). Diese betreffen ausschließlich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Bei den Sicherheiten handelt es sich um eine Grundschuld über TEUR 1.100.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der periodenfremden Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 195,6 (Vorjahr: TEUR 2,4) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres beinhalten zudem außergewöhnliche Aufwandszuschüsse der öffentlichen Hand von TEUR 240,9.

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 88,5 (Vorjahr: TEUR 6,4) enthalten.

E. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Anzahl Vorjahr
Arbeiter 104 105
Angestellte 43 40
leitende Angestellte 3 3
Gesamtzahl durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer 150 148

Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Alexander Tietje ausgeübter Beruf: Diplom Wirtschaftsingenieur
Franz Tropsch ausgeübter Beruf: Industriemeister

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 1.988,0. Dieser wird mit dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 11.365,3 mit insgesamt TEUR 13.353,3 auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Gewinnanteil des atypisch stillen Beteiligten beträgt TEUR 516,4.

 

Laucha (Unstrut), den 9. April 2024

Alexander Tietje

Franz Tropsch

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 140.488,95 13.349,69 0,00 1.182,60 152.656,04
2. Geschäfts- oder Firmenwert 100.000,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
240.488,95 13.349,69 0,00 0,00 252.656,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.680.734,72 50.410,00 0,00 6.536,88 2.724.607,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 586.552,64 31.347,87 42.240,39 0,00 660.140,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.695.000,65 312.872,59 -42.240,39 55.326,89 1.910.305,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.882,37 46.016,40 0,00 0,00 60.898,77
4.977.170,38 440.646,86 0,00 61.863,77 5.355.953,47
5.217.659,33 453.996,55 0,00 63.046,37 5.608.609,51
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 134.921,29 4.322,05 0,00 1.182,60 138.060,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert 76.599,00 8.511,00 0,00 0,00 85.110,00
211.520,29 12.833,05 0,00 1.182,60 223.170,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 935.042,11 99.748,18 0,00 0,00 1.034.790,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 199.049,62 58.504,58 2.513,30 0,00 260.067,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 948.348,07 192.867,02 -2.513,30 53.143,83 1.085.557,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.855,51 0,00 0,00 0,00 7.855,51
2.090.295,31 351.119,78 0,00 53.143,83 2.388.271,26
2.301.815,60 363.952,83 0,00 54.326,43 2.611.442,00
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.595,30 5.567,66
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.890,00 23.401,00
29.485,30 28.968,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.689.817,55 1.745.692,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 400.073,40 387.503,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 824.748,00 746.652,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53.043,26 7.026,86
2.967.682,21 2.886.875,07
2.997.167,51 2.915.843,73

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurden in der Gesellschafterversammlung vom 15. Mai 2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SOMMER GmbH, Laucha (Unstrut)

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der SOMMER GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der SOMMER GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023, und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Bad Lauchstädt, der 11. April 2024

Tom Wrankmore, Wirtschaftsprüfer

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