Floak GmbHLiquidiert
Savignyplatz 9, 10623 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Anton Weltner seit 19.6.2018 | Prokura |
Sebastian Reischl seit 19.6.2018 | Prokura |
Axel Peter Schönau seit 19.6.2018 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbHHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 28. Februar 2020 Ernst
& Young GmbH
Weiß, Wirtschaftsprüfer Bykova, Wirtschaftsprüferin Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbH mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 132098 eingetragen. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls teilweise an dieser Stelle gemacht. Konzernabschlussstichtag Gemäß § 299 HGB wurde der Konzernabschluss auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Abweichende Bilanzstichtage bei Tochterunternehmen bestehen nicht. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode (Neubewertungsmethode) zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird auf der Aktivseite als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die folgenden Gesellschaften:
1 unmittelbar gehalten durch die PIA Performance
Interactive Alliance Holdings GmbH
Der Abschluss der Scholz & Friends Digital Media GmbH wurde anteilig gemäß § 310 HGB einbezogen, da die Gesellschaft von beiden Gesellschaftern gemeinsam geführt wird. Die aus Anteilen aus der Scholz & Friends Digital Media GmbH resultierenden Vermögensgegenstände, Schulden sowie GuV Positionen sind in folgender Höhe im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2019 enthalten:
Die Anteile an der UDG User Experience & Technology GmbH, der UDG Ludwigsburg GmbH, der UDG Rhein-Main GmbH sowie der UDG Hamburg GmbH wurden im Geschäftsjahr 2019 erworben. Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr 2019 die PIA Tech Management SRL, mit Firmensitz in Bukarest, Rumänien, gegründet. Alle Gesellschaften sind in verschiedenen Bereichen des Online-Marketings tätig. Nicht konsolidierte Unternehmen
Die durch die PIA Holdings erworbenen Anteile an den nicht konsolidierten Unternehmen wurden gemäß § 311 Absatz 2 HGB zu Anschaffungskosten bewertet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Erstellung des Konzernabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, die stetig angewendet wurden. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Mutterunternehmens erstellt. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen werden Zinsen für Fremdkapital nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände betreffen ausschließlich Softwareentwicklungen und enthalten direkt zurechenbare Personal- und anteilige Raumkosten. Es bestehen keine Forschungskosten. Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Rahmen des Zusammenschlusses zum Konzern im Geschäftsjahr 2014 entstanden sind, werden über einen Zeitraum von 12 Jahren abgeschrieben aufgrund der Art und langfristig angelegten Unternehmenstätigkeit, der Lebensdauer der Geschäftsmodelle sowie der Entwicklung nachhaltiger Geschäftschancen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte zu den im Jahr 2018 und 2019 getätigten Akquisitionen werden ebenfalls über einen Zeitraum von 12 Jahren abgeschrieben. In der Nutzungsdauer spiegeln sich im Wesentlichen die Lebensdauer der Geschäftsmodelle sowie der Entwicklung nachhaltiger Geschäftschancen wider. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation bilanzierten selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte (Kundenbeziehungen und Marke) werden über 3 bzw. 15 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Alle Sachanlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Beteiligungen mit den Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich abgezinst. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden grundsätzlich saldiert ausgewiesen. Währungsumrechnung Die erstmalige Erfassung der aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Vermögensgegenständen und Schulden im Rahmen Währungsumrechnung in der Handelsbilanz II erfolgt mit dem Devisenkassakurs zum Transaktionstag. Bei monetären Vermögensgegenständen wird der Briefkurs zugrunde gelegt. Bei nichtmonetären Vermögensgegenständen sowie Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt die Umrechnung mit dem Geldkurs. Auf fremde Währung lautende monetäre Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger wird das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) bei nicht wechselkursbedingten Wertänderungen nicht angewendet. Nichtmonetäre Vermögensgegenstände, die in fremder Währung erworben wurden, werden nur zum Zugangszeitpunkt umgerechnet. Die Folgebewertung wird auf Basis der zum Zugangszeitpunkt erfassten Anschaffungskosten in Landeswährung vorgenommen. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch noch nicht realisierte Währungsdifferenzen. Erläuterungen zur Konzernbilanz Konsolidierungskreisänderungen Die Posten zum 31. Dezember 2019 bzw. im Zeitraum 1. März bis 31. Dezember 2019 des Konzernabschlusses haben sich durch Änderungen im Konsolidierungskreis (Erstkonsolidierung der UDG- Gruppe zum 1. März 2019) wie folgt verändert:
Darüber hinaus wurde die PIA Tech Management SRL, Bukarest, Rumänien, neu gegründet und ebenfalls erstkonsolidiert. Die Posten dieser Gesellschaft sind als nicht wesentlich zu betrachten und werden daher nicht gesondert aufgeführt. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die immateriellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 130.334 (im Vorjahr TEUR 110.130), Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 15.027 (im Vorjahr TEUR 16.432) sowie Marke in Höhe von TEUR 3.935 (im Vorjahr TEUR 0). Im Geschäftsjahr 2019 wurden Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.761 (im Vorjahr TEUR 1.830) aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr 2019 Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.761 (im Vorjahr TEUR 5.189) an. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Positionen weisen, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in Höhe von TEUR 1.609 (im Vorjahr TEUR 855) aus Lieferungen und Leistungen. Rechnungsabgrenzungsposten Hierin enthalten ist ein Disagio von TEUR 1.461 (im Vorjahr TEUR 534). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von TEUR 61 und die Kapitalrücklage von TEUR 61.462 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Der Konzern hält eigene Anteile von 17,6 % des gezeichneten Kapitals mit einem Nominalwert von EUR 13.093. Der Konzern weist auch in dem Geschäftsjahr 2019 ein negatives Eigenkapital aus, was über einen absehbaren Zeitraum andauern wird. Dieses ist durch Abschreibungen der aus der Erstkonsolidierung resultierenden Vermögensgegenstände sowie zahlungsunwirksamen Zinsaufwand verursacht und hat keinen Einfluss auf das operative Geschäft und die Finanzlage. Der Konzernabschluss wurde daher unter der Fortführungsprognose aufgestellt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni, Urlaubsansprüche, Sondervergütungen, Restrukturierung und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliederten sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt:
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliederten sich zum 31. Dezember 2018 wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen die mit Wirkung zum 27. Februar 2019 abgeschlossene Refinanzierung. Diese sind mit folgenden Pfandrechten oder ähnlichen Rechten abgesichert:
Eine Verpfändung der Anteile aller wesentlichen Gesellschaften der Gruppe ist nicht vorgesehen, solange vereinbarte wirtschaftliche Parameter eingehalten werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen in voller Höhe auf Darlehen und Zinsen, welche vertragsgemäß nachrangig im Verhältnis zu Ansprüchen anderer (Dritt-) Gläubiger sind. Die Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultierten fast ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten endfällige Verbindlichkeiten aus Anteilsrückkäufen gegenüber ehemaligen Gesellschaftern von TEUR 13.906 (im Vorjahr TEUR 13.461). Des Weiteren beinhaltet der Posten weitere Verbindlichkeiten gegenüber ausgeschiedenen Gesellschaftern in Höhe von TEUR 21.855 (im Vorjahr TEUR 21.109), die ursprünglich aus der Inanspruchnahme von Gesellschafterdarlehen resultierten. Beide genannten Positionen gelten vertragsgemäß als nachrangig im Verhältnis zu Ansprüchen anderer (Dritt-) Gläubiger. Darüber hinaus enthalten die sonstigen Verbindlichkeiten endfällige aus den beiden Akquisitionen in 2018 (Qverse GmbH (vormals tab GmbH) sowie Appico GmbH) resultierende Earn-Out Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 14.047 (im Vorjahr TEUR 9.772). Latente Steuern Der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei den immateriellen Vermögensgegenständen (selbsterstellte und erworbene Software sowie Kundenbeziehungen). Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Kernmarkt ist dabei Deutschland mit einem Umsatzanteil von über 90 %. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Steuerüberleitungsrechnung
Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Die Finanzlage ist durch einen operativen Cashflow in Höhe von TEUR 3.198 sowie den Investitions- (TEUR -48.945) und Finanzierungscashflow (TEUR 34.860) geprägt. Die Kapitalflüsse aus dem laufenden Geschäft waren jederzeit zur Zahlung fälliger Zins- und Tilgungsleistungen im Rahmen der Anleihen ausreichend. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Vom Finanzmittelfonds entfallen zum 31. Dezember 2019 TEUR 1.580 auf quotal einbezogene Unternehmen. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen zum 31. Dezember 2019 EUR 0 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Sonstige Angaben Außerbilanzielle Geschäfte
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2019 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Mietverträgen für Büroräume in Höhe von TEUR 30.109 (im Vorjahr TEUR 14.161), aus Kfz-Leasingverträgen in Höhe von TEUR 732 (im Vorjahr TEUR 487) sowie sonstigen Leasingverträgen in Höhe von TEUR 382 (im Vorjahr TEUR 440). Die Miet- und Leasingverhältnisse enden zwischen 2020 und 2028. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte oder Haftungsverhältnisse, die für die Finanzlage des Konzerns von Bedeutung wären. Nahestehende Personen und Unternehmen Zu den nahestehenden Personen und Unternehmen zählen natürliche Personen sowie juristische Personen und Unternehmen, die das berichtende Unternehmen oder eines seiner Tochterunternehmen beherrschen können oder die das berichtende Unternehmen oder auf seine Tochterunternehmen unmittelbar oder mittelbar wesentlichen einwirken können, sowie diejenigen natürlichen sowie juristischen Personen und Unternehmen, die das berichtende Unternehmen beherrschen kann oder auf die es wesentlich einwirken kann. Für das Geschäftsjahr 2019 ist über keine abgabepflichtigen Geschäftsbeziehungen zu berichten. Konzernverhältnisse Die PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbH mit Sitz in Hamburg stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger. Prüfungs- und Beratungshonorare Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 161. Geschäftsführung Geschäftsführer der PIA Holdings ist:
Beirat Mitglieder des Beirats der PIA Holdings sind:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung und des Beirats der Muttergesellschaft wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt 2019 wurden 998 angestellte Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer, Handelsvertreter, Freiberufler, Werkstudenten und Praktikanten) beschäftigt. Nachtragsbericht Für die Erweiterung des Portfolios der Gruppe und der damit verbundenen Stärkung der Wettbewerbsposition wurde am 19. Dezember 2019 der Asset-Kaufvertrag zwischen der Muse 49 GmbH und der Nordpol+ Agentur für Kommunikation GmbH ("Nordpol") unterzeichnet. Dabei wurde im Wesentlichen der Goodwill, Unternehmenskennzeichenrechte an der Nordpol, Internet-Domains und damit verbundene Rechte sowie materielles Anlagevermögen erworben. Darüber hinaus sind sämtliche Mitarbeiter der Nordpol auf die Muse 49 GmbH übergegangen. Die Firma der Muse 49 GmbH wurde bereits in Nordpol+ Agentur für Kommunikation GmbH geändert, ebenso wurde die Geschäftsadresse in den Ballindamm 9 - die Geschäftsadresse der Verkäufer - verlegt. Die Transaktion wurde am 9. Januar 2020 vollzogen.
Hamburg, den 27. Februar 2020 Christian Tiedemann, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2019
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2019
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2019
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019Grundlagen des Konzerns Die PIA Performance Interactive Alliance (PIA) wurde durch einen Zusammenschluss der beteiligten Unternehmen Anfang 2014 gegründet. PIA ist eine der führenden Digitalagenturgruppen in Deutschland und vereint mit Blue Summit Media, Econda, Performance Media, Dymatrix, Delasocial und Feed Dynamix sechs erfolgreiche Online Marketing Unternehmen sowie die im Geschäftsjahr 2017 gegründete Consulting Einheit SEVEN SQUARED unter ihrem Dach. Im Geschäftsjahr 2018 wurden darüber hinaus die Muse 49 GmbH sowie die Floak GmbH, als Tochtergesellschaft von Blue Summit Media, gegründet. Zugleich wurde das Portfolio von PIA um das Product Design Studio Appico GmbH sowie, als Reaktion auf die zunehmende Bedeutung von mobiler Werbung, um den Performance Mobile Spezialisten Qverse GmbH (vormals tab GmbH) erweitert. Im Geschäftsjahr 2019 wurden die drei Gesellschaften UDG Ludwigsburg GmbH, UDG Rhein-Main GmbH sowie die UDG Hamburg GmbH (UDG Gesellschaften) erworben, um das Portfolio von PIA um UX Expertise und Technologie Know-how zu erweitern. Darüber hinaus hat die Qverse GmbH im Wege eines Asset-Kaufvertrages die Technologie von DCypher Media B.V. erworben, um seinerzeit aktive externe Dienstleister ersetzen zu können. Es wurde im Geschäftsjahr 2019 außerdem die Tochtergesellschaft PIA Tech Management SRL in Bukarest, Rumänien, mit dem Ziel gegründet, Technologiedienstleistungen für Gesellschaften von PIA zu erbringen. PIA gilt als erster Data-Driven-Full-Service Anbieter im digitalen Performance Marketing. Die Leistungsangebote der PIA umfassen u.a. Kunden- und Webanalyse Systeme, Display Advertising, SEO/SEA, CRM, Social Media- und Mobile Marketing bis hin zum Multi-Channel Kampagnenmanagement sowie die Planung, Umsetzung, Schaltung, Analyse und Optimierung digitaler Marketingmaßnahmen auf allen Kanälen. Durch den Erwerb der UDG Gesellschaften wurde das Portfolio der PIA unter anderem im User Experience Bereich ergänzt. Wirtschaftsbericht Rahmenbedingungen Das Jahr 2018 hat bereits gezeigt, dass die digitale Werbung (Online und Mobile) für Unternehmen nach wie vor ein wichtiges Kommunikationsinstrument ist - dies zeigt sich insbesondere in der Entwicklung der Nettowerbeinvestitionen. So betrugen diese in den oben genannten Bereichen für das Geschäftsjahr 2018 2,065 Mrd. EUR - dies entspricht einer Steigerung von 7,0% im Vergleich zum Jahr 2017. Auch für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 wird eine Steigerung von 6,0% gegenüber dem Vorjahr erwartet - somit werden die Nettowerbeinvestitionen in digitale Werbung (Online und Mobile) voraussichtlich einen Wert in Höhe von 2,189 Mrd. EUR erreichen. 1 Die Ausgaben für Suchmaschinenwerbung (Online und Mobile) in Deutschland sind durch ein stetiges, wenngleich leicht abnehmendes Wachstum geprägt. Im Jahr 2018 betrugen die Ausgaben für Suchmaschinenwerbung (Online und Mobile) 5,196 Mrd. EUR. Für das Jahr 2019 werden Ausgaben in Höhe von 5,681 Mrd. EUR erwartet, was einer Steigerung von 9,33 % (Vorjahr: 10,37 %) entspricht. 2 Auch wenn die Bedeutung der Online-Werbung und das Customer-Relationship-Management (CRM) durch das stetige eCommerce-Wachstum weiter zunimmt, sieht sich der Markt mit kontinuierlichen Konsolidierungstendenzen konfrontiert. Wir gehen davon aus, dass die spürbar wachsende Verschmelzung der unterschiedlichen digitalen Kanäle zunehmen wird. Zugleich setzen wir eine erfolgreiche Entwicklung bei den Veränderungen innerhalb einzelner Kanäle, wie z.B. Video und Mobile, innerhalb von Display und eine kontinuierliche Verbesserungs- und Investitionsbereitschaft der Marktteilnehmer voraus, um von der insgesamt dynamischen Marktentwicklung langfristig zu profitieren. Einerseits bestätigt sich dadurch die einzigartige Konfiguration des PIA-Portfolios über alle wesentlichen CRM- und Online-Kanäle hinweg, zum anderen löst diese Entwicklung bei den Kunden Änderungsprozesse aus, welche wir, begleitend durch intensive Beratung des Kunden, verstärkt zu nutzen wissen müssen. Vor diesem Hintergrund gehen wir für 2020 gleichwohl insgesamt von einem mittleren einstelligen, aber abnehmenden prozentualen Marktwachstum bei zugleich hohem Investitionsbedarf aus. Im Brennpunkt dieser Geschäftsentwicklung steht weiterhin Advanced Analytics: Unternehmen wollen zunehmend mehr über ihre Kunden erfahren und daraus zum einen neue Ansätze in der Ansprache zum Cross- und Up-Selling der Kunden gewinnen, zum anderen die Aussteuerung der bisherigen Onlinekanäle optimieren. Dies führt zu einer kontinuierlich starken Nachfrage im sog. Data-Driven Marketing. Auch im dritten relevanten Markt, dem Onlinehandel, sehen wir starke Wachstumsraten. Der Handelsverband Deutschland (HDE) prognostizierte im Januar 2020 einen Wachstumsschub des deutschen Online Handels um rund 9 % von EUR 58,0 Mrd. in 2019 auf EUR 63,0 Mrd. in 2020 (10 % im Vorjahr bei +2,0 % in 2019 bzw. +2,5 % in 2020 im Einzelhandel insgesamt). 3 In diesem Umfeld hat sich die Performance Interactive Alliance positiv im Rahmen der Erwartungen entwickelt. Der Verlust einiger Kunden in 2018 konnte durch den Bestandskundenausbau sowie relevante Neukundengewinne im Geschäftsjahr 2019 kompensiert werden.
1 OVK-Report für digitale Werbung 2019/01
Ertragslage
Die Umsatzerlöse der Gruppe belaufen sich auf EUR 278,3 Mio. (Steigerung um ca. 7,2 % gegenüber Vorjahr), was u.a. auf den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen sowie die erwähnten Akquisitionen, wobei die 3 UDG Gesellschaften erstmalig zum 01.03.2019 in den Konsolidierungskreis aufgenommen wurden, zurückzuführen ist. Als Folge konnte der Contribution Profit (CP) der Gruppe gegenüber Vorjahr um 42,7 % (12,7 % im Vorjahr) gesteigert werden. Der Umsatz umfasst Honorar- und Mediaumsätze für den Bereich Online und Performance Marketing sowie Umsatzerlöse aus Beratung und Projekten in den Bereichen Marketing Automation und Advanced Analytics. Der Contribution Profit umfasst nur die Honorarsätze (ohne Mediaumsätze für den Bereich Online und Performance Marketing), Umsatzerlöse aus Beratung, Projekten und Software as a Service in den Bereichen Marketing Automation und Advanced Analytics. Steuerungsgrößen sind neben spezifischen Kennzahlen in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen insbesondere Contribution Profit, EBITDA (Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen) und Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit. Aktivierte Eigenleistungen enthalten insbesondere aktivierte Personalkosten für die Entwicklung und Weiterentwicklung selbsterstellter Softwareprodukte. Der Materialaufwand umfasst im Wesentlichen Aufwendungen für Medialeistungen im Zusammenhang mit Online und Performance Marketing Dienstleistungen. Der Rückgang steht im direkten Zusammenhang mit den geringer ausgefallenen Honorar- und Mediaumsätzen. Sonstige Kostenpositionen umfassen Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen, insbesondere Kosten für die Büro- und IT-Infrastruktur an unseren Standorten in Hamburg, München, Stuttgart, Frankfurt, Karlsruhe, Berlin, Mainz und Ludwigsburg. Die Personalkosten haben sich sowohl aufgrund der Akquisition der 3 UDG Gesellschaften und dem entsprechenden Personalstamm im Geschäftsjahr 2019 als auch durch Gehaltssteigerungen erhöht. Die Investitionstätigkeit in Media- und Analysetechnologien wurde im Rahmen des weiteren Ausbaus des Software as a Service und Lizenzgeschäfts sowie der softwaregestützten Beratung in den wesentlichen Unternehmensbereichen im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter intensiviert. Für 2020 erwarten wir eine Fortsetzung dieses Trends. Die Abschreibungen betreffen Büro- und IT-Infrastruktur sowie selbsterstellte Software, insbesondere aus der Erstkonsolidierung resultierende immaterielle Vermögensgegenstände (Kundenlisten, Marke sowie Geschäfts- und Firmenwert). Das Ergebnis vor Steuern verringerte sich von EUR -18,9 Mio. auf EUR -23,3 Mio., was im Wesentlichen auf die höheren Abschreibungen auf den Goodwill, die Kundenliste und Marke im Zusammenhang mit dem Erwerb der UDG-Gruppe zurückzuführen ist. Ebenfalls getrieben ist die Reduzierung des Ergebnisses durch die in 2018 höher erhaltene Earn-Out Komponente aus der esome GmbH Transaktion. Im Zusammenhang mit diesem Anteilsverkauf wurde in 2018 ein sonstiger betrieblicher Ertrag von EUR 5,3 Mio. erzielt, während der sonstige betriebliche Ertrag 2019 bei EUR 1,3 Mio. lag. Finanzierungskosten und fortlaufende Tilgungen der Gruppe sind aufgrund der im Geschäftsjahr 2019 abgeschlossenen Refinanzierung im antizipierten Maß angestiegen. Unter den Ertragsteuern wird ein Aufwand in Höhe von EUR 1,5 Mio. ausgewiesen. Dieser umfasst Aufwand aus laufenden Steuern in Höhe von EUR 4,9 Mio. sowie Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern in Höhe von EUR 3,4 Mio. Im Wesentlichen aufgrund der Abschreibung der aus der Erstkonsolidierung resultierenden Vermögensgegenstände sowie des Zinsaufwandes wird insgesamt ein Konzernjahresfehlbetrag von EUR 24,8 Mio. (im Vorjahr: EUR 20,1 Mio.) ausgewiesen. Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2019 aus Sicht der Geschäftsführung erwartungsgemäß verlaufen und die Prognose konnte erreicht werden. Finanzlage Die Finanzlage ist durch einen operativen Cashflow in Höhe von EUR 3,2 Mio. sowie den Investitions- (EUR -48,9 Mio.) und Finanzierungscashflow (EUR 34,9 Mio.) geprägt. Im Investitionscashflow werden Investitionen in Software und sonstige Infrastruktur der Gruppe ausgewiesen. Darüber hinaus ist der Investitionscashflow durch die Akquisitionen der UDG Gesellschaften geprägt. Der Finanzierungscashflow bestimmt sich aufgrund dieser Akquisition maßgeblich aus der Ablösung und Aufnahme von Finanzkrediten sowie Zins- und Tilgungsleistungen. Die Kapitalflüsse aus dem laufenden Geschäft waren jederzeit zur Zahlung fälliger Zins- und Tilgungsleistungen im Rahmen der Darlehen ausreichend. Es besteht weiterhin eine Betriebsmittellinie zur Abdeckung kurzfristiger Liquiditätsbedarfs, die zum Stichtag nicht in Anspruch genommen wurde. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gruppe beläuft sich zum 31. Dezember 2019 auf EUR 297,0 Mio. Wesentlich bestimmt ist die Struktur der Bilanz neben immateriellen Vermögenswerten, welche wiederum stark durch die Akquisitionen geprägt sind, durch stichtagsbedingt hohen aber im Vergleich zum Vorjahr geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, denen abgrenzungsbedingt hohe Rückstellungen und erhaltene Anzahlungen gegenüberstehen, sowie auf der Finanzierungsseite durch Bank- und Gesellschafterdarlehen sowie Darlehen gegenüber ehemaligen Gesellschaftern. Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten wie auch Rückstellungen (für ausstehende Rechnungen) betreffen im Wesentlichen Medialeistungen. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der UDG Gruppe wurden in 2019 Kundenbeziehungen (EUR 9,4 Mio.), Marke (EUR 4,2 Mio.) sowie Geschäfts- oder Firmenwerte (EUR 32,2 Mio.) aufgedeckt und gegenläufig passive latente Steuern (EUR 4,1 Mio.) gebildet. Der Konzern weist auch im Geschäftsjahr 2019 negatives Eigenkapital aus, was über einen absehbaren Zeitraum andauern wird. Dieses ist durch Abschreibungen der aus der Erstkonsolidierung resultierenden Vermögensgegenstände sowie zahlungsunwirksamen Zinsaufwand verursacht und hat weder Einfluss auf das operative Geschäft noch auf die Finanzlage. Mit Ausnahme der aus den Bankverbindlichkeiten resultierenden Zins- und Tilgungsleistungen sowie der langfristigen Gesellschafterdarlehen und Verbindlichkeiten gegenüber ausgeschiedenen Gesellschaftern sind Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres fällig. Erhaltene Anzahlungen betreffen laufende Budgets und werden in der Regel monatlich mit abgerechneten Leistungen verrechnet. Zusammenfassend schätzt die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe weiterhin als positiv ein. Nachtragsbericht Für die Erweiterung des Portfolios der Gruppe und der damit verbundenen Stärkung der Wettbewerbsposition wurde am 19. Dezember 2019 der Asset-Kaufvertrag zwischen der Muse 49 GmbH und der Nordpol+ Agentur für Kommunikation GmbH ("Nordpol") unterzeichnet. Dabei wurde im Wesentlichen der Goodwill, Unternehmenskennzeichenrechte an der Nordpol, Internet-Domains und damit verbundene Rechte sowie materielles Anlagevermögen erworben. Darüber hinaus sollen sämtliche Mitarbeiter der Nordpol auf die Muse 49 GmbH übergehen. Die Firma der Muse 49 GmbH wurde bereits in Nordpol+ Agentur für Kommunikation GmbH geändert. Die Transaktion wurde am 09.01.2020 vollzogen. Der Kaufpreis für die aufgeführten Vermögensgegenstände wurde aus dem Barmittelbestand geleistet. Weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Chancen und Risiken Die für die Performance Interactive Alliance relevanten Märkte sind insgesamt durch einen generellen Trend von traditionellen Werbebudgets hin zu Online-Werbung und einem steigenden e-Commerce-Aufkommen in nahezu allen Branchen geprägt. Dies eröffnet der Performance Interactive Alliance vielfältige Entwicklungschancen. Der datengetriebene Marketingansatz der Performance Interactive Alliance kombiniert alle wesentlichen Bestandteile der digitalen Vermarktungskette: von der Datenaggregation, über die Analyse und die Erstellung von Kundenprofilen bis hin zur Orchestrierung der verschiedenen Marketing Kampagnen und der Ausspielung in alle relevanten Kanäle. Performance Interactive Alliance kann sich damit als integrierter Partner für die digitale Transformation der Vermarktung aufstellen und das zunehmende Bedürfnis der Kunden nach Beratung, übergreifend optimierter Werbeausspielung und Implementierung komplexer Datenarchitekturen bedienen. Übergreifende Kundenprojekte zeigen den Bedarf und mögliche Einsatzgebiete. Die weitere positive Entwicklung der Unternehmensgruppe ist jedoch abhängig vom kontinuierlichen Ausbau der Beratungskompetenz sowie der erfolgreichen Entwicklung technologischer Anwendungen im Agenturumfeld und im Analytics Bereich. In einem kompetitiven Umfeld kann es, wie in diesem Geschäftsjahr erfolgt, insbesondere im Falle größerer Kunden ausschreibungsbedingt zu Budgetverlusten kommen, denen die Performance Interactive Alliance durch ein kontinuierliches Neukundengeschäft entgegentritt. Direkte negative Auswirkungen der am 25. Mai 2018 umgesetzten EU-Datenschutzgrundverordnung und der damit verbundenen deutschen Datenschutzgrundverordnung auf die Geschäftsmodelle unserer Unternehmen hat es nicht gegeben. Im Gegenteil, wir betrachten diese Spezialgesetzgebung insofern als Vorteil, als dass sie Markteintrittsbarrieren für potentielle neue Wettbewerber deutlich erhöht. Dazu kommt, dass die Gesetzgebung und deren Diskussion bereits in 2019 zur Steigerung der Nachfrage von Beratungsleistungen in diesem Umfeld geführt hat. Die bereits gestartete Diskussion um die noch folgende ePrivacy-Verordnung wird dies auch in den kommenden Jahren weiter intensivieren. Der Brexit wird keine unmittelbaren Auswirkungen auf die PIA Gruppe haben. Es ist allerdings nicht in Gänze auszuschließen, dass der Brexit negative Folgen für große Kunden haben wird. Dies wiederum könnte negative Auswirkungen auf die Allokierung von Werbebudgets haben. Forderungsausfallrisiken begegnet die Performance Interactive Alliance durch permanentes Monitoring der Forderungsbestände sowie ein konsequentes Mahnwesen. Technologischen Risiken begegnet das Management der Gruppe mit der konsequenten Fortsetzung der Entwicklungsarbeit mit den genannten Schwerpunkten sowie durch einen damit verbundenen angemessenen Personalausbau. Die Organisationsentwicklung der Gruppe ist darauf ausgerichtet, Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen führenden Mitarbeitern zu minimieren und durch technische Anwendungen die operative Effizienz der Gruppe zu steigern. Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Ertrags- und Finanzlage sowie der Kapitalausstattung der Gruppe derzeit nicht erkennbar. Zur Absicherung potentieller Zinsrisiken besteht, soweit diese variabel sind, ein Zinssicherungsgeschäft im Rahmen der Bankfinanzierung. Es gibt keine Anhaltspunkte für bestandsgefährdende Risiken. Prognosebericht Nach dem im Jahr 2014 erfolgten Zusammenschluss der Gruppe konnte die PIA-Gruppe nach einer investitionsbedingten zwischenzeitlich rückläufigen Ergebnisentwicklung ihre Ergebnisse in 2016 und 2017 stabilisieren, was zu einer breiten und sicheren Aufstellung der Gruppe geführt hat. Das Geschäftsjahr 2018 war maßgeblich von dem Aufbau eines erweiterten Leistungsangebots durch Seven Squared und Floak sowie die Akquisitionen der Appico GmbH und Qverse GmbH (vormals tab GmbH) geprägt. Auch das Geschäftsjahr 2019 war geprägt durch die Akquisitionen der UDG Gesellschaften, den Asset-Kauf der Technologie von DCypher Media B.V. sowie der Gründung der Tochtergesellschaft PIA Tech Management SRL in Bukarest, Rumänien. Insgesamt gehen wir für das Geschäftsjahr 2020 von einer gesteigerten Ausschöpfung von Neukundenpotentialen sowie der Nutzung von Synergiepotentialen innerhalb des Unternehmensverbundes aus, was zu einer Steigerung der Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung beitragen soll. Der zunehmenden Konsolidierung der relevanten Märkte bei steigenden Kundenanforderungen und einer starken Ausrichtung auf CRM Beratung sowie der Verbindung von Kreation, Content und Performance begegnet die Performance Interactive Alliance weiterhin mit Investitionen in Personal zur Erweiterung des eigenen Leistungsspektrums. Dies wird auch zu einer Forcierung von Cross Sales zwischen den Performance Interactive Alliance-Unternehmen und dem Ausbau des gruppenweiten Neukundengeschäfts beitragen. Wir werden zur Sicherstellung der Technologieführerschaft im Agenturumfeld Online-Media unter Einschluss von Marketing Automation und Advanced Analytics die Softwareentwicklung auch in 2020 mit hoher Priorität weiterführen, um Kundenzufriedenheit durch Kampagnenoptimierung sowie die Automatisierung von Arbeitsprozessen zu gewährleisten. Zudem werden wir die kreative Exzellenz der Performance Interative Alliance in 2020 durch Akquisition der Kreativ-Agentur Nordpol stärken können, wovon wir uns gesteigerte Chancen im Bereich Neukundengeschäft versprechen. Wir erwarten für 2020 auf Basis der genannten Rahmenbedingungen und Akquisition eine im niedrigen zweistelligen Prozentbereich liegende Steigerung von Umsatz und Contribution Profit sowie einen Anstieg des EBITDA im hohen einstelligen Prozentbereich. Zugleich wird die Ertrags- und Finanzlage durch die weiterhin fortzusetzenden Investitionen in qualifiziertes Personal, die Produktentwicklung sowie den Aufbau vernetzter Beratungsaktivitäten geprägt sein. Darüber hinaus wird für das kommende Geschäftsjahr bei laufenden Abschreibungen und der geänderten Finanzierungsstruktur mit einem abnehmenden Finanzergebnis bei erhöhter Verschuldung mit einem moderat höheren Jahresfehlbetrag für 2020 gerechnet. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem (Konzern-) Rechnungslegungsprozess Die oben erläuterten Chancen und Risiken werden vom Management der PIA-Gruppe sowie der operativen Einheiten mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage laufend überwacht. Durch regelmäßige Treffen der Gruppengeschäftsführung sowie der Geschäftsbereiche, unterstützt durch ein monatliches gruppenweites Management Reporting, werden die Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung sowie daraus resultierende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kontrolliert.
Hamburg, den 27. Februar 2020 Christian Tiedemann, Geschäftsführer |
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