Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 701751
Vorher
Manfred-Sauer-Stiftung Betriebsgesellschaft mbH
Eingetragen
14.2.2007
Branche
Erbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenHerstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Betrieb eines Seminar- und Tagungshotels mit Restaurant, Wellnessbereich, Physiotherapieabteilung, Bildungs- und Handwerkeinrichtung sowie die Erfüllung von gewerblichen Leistungen für die Manfred Sauer Stiftung. Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Hilfsmitteln aller Art für Behinderte, vorwiegend für querschnittsgelähmte Rollstuhlfahrer. Als Hilfsmittel sind insbesondere zu verstehen: a) Urinalableitungssysteme b) Komponenten aus Kunststoff und Latex zur medizinischen Verwendung c) Kleidung für Rollstuhlfahrer, Modeartikel und Accessoires

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Hasfeld
seit 31.3.2025
Geschäftsführer
Marc Braner
seit 31.3.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Manfred Sauer
seit 14.2.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Manfred Sauer GmbH

Lobbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Manfred Sauer GmbH, Lobbach

Handelsregister: Amtsgericht Mannheim, HRB 701751

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Manfred Sauer GmbH (kurz: Sauer GmbH oder die Gesellschaft genannt) ist in der Entwicklung, Herstellung und im Vertrieb von Hilfsmitteln aller Art für Behinderte, vorwiegend für querschnittsgelähmte Rollstuhlfahrer, mit dem Schwerpunkt Inkontinenz, tätig. Ein hoher Qualitätsanspruch ist grundlegender Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Die Manfred Sauer GmbH gehört zur Manfred-Sauer-Gruppe, Lobbach.

Die Manfred Sauer GmbH hat neben einem anwenderfreundlichen Katheter mit Alleinstellungsmerkmalen medizinische Produkte für Behinderte, vorwiegend für querschnittsgelähmte Rollstuhlfahrer, entwickelt. Damit ist die Gesellschaft in der Lage Komplettlösungen im Bereich Kontinenz anzubieten. Auf diesen Bereich wird sie ihre weiteren Forschungsaktivitäten konzentrieren.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das krisengeprägte Umfeld lässt eine stärkere Erholung der deutschen Wirtschaft nicht zu. Die durch den Zinsanstieg teurere Finanzierung und die rückläufige Nachfrage aus In- und Ausland, sowie das hohe Preisniveau bremsen die Konjunktur weiterhin.

Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts preis- und kalenderbereinigt stellt sich wie nachfolgend dar. Veränderung in % gegenüber dem Vorjahr.

2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
2,7 1,0 1,1 -3,8 3,2 1,8 -0,3

(Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024)

Im Vergleich zum Vorjahr konnten 2023 die privaten Konsumausgaben keine Stütze für die Bruttowertschöpfung sein. Der private Konsum ging um 0,8 % zurück. Die Ursache liegt hauptsächlich in den gestiegenen Verbraucherpreisen. Insbesondere langlebige Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte wurden weniger konsumiert im Vergleich zum Vorjahr. Erstmals seit 20 Jahren hat auch der Staat seine Konsumausgaben preisbereinigt verringert, was nach den Förderungen während der Corona-Zeit auch nicht verwunderlich ist.

Die Bauinvestitionen verringerten sich preisbereinigt um 2,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Die steigenden Kosten und die hohen Bauzinsen setzen der Branche insbesondere im Wohnungsbau zu. Als Wachstumstreiber (+3,0 %) erwiesen sich wiederholt die Investitionen in Ausrüstungen wie z.B. Maschinen, Fahrzeuge und Geräte. Insbesondere der Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich sorgte für einen Schub.

Das BIP wurde im Gegensatz zum Vorjahr von einem positiven Außenbeitrag gestützt. Preisbereinigt sind die Exporte um 1,8 % gesunken und die Importe um 3,0 %.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2023 von 45,9 (+0,7 %) Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. So viele Personen waren bisher noch nie in Deutschland tätig. Die Zunahme lässt sich trotz demografischen Wandels auf die Beschäftigung von zugewanderten ausländischen Arbeitskräften sowie ein Anstieg der Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung zurückführen.

Das BMWI führt in seiner Ausgabe Gesundheitswirtschaft, Ergebnisse der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung, Fakten & Zahlen 2022, von April 2023 aus, dass die deutsche Gesundheitswirtschaft im Jahr 2022 12,7 % (2021: 12,1 %) Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet hat.

Gleichzeitig ist sie Arbeitgeber für rund 8,1 Mio. Menschen in Deutschland. Somit arbeitet etwa jeder 6. Arbeitnehmer in der Gesundheitswirtschaft. Darüber hinaus sind ihr rund 9,8 Prozent der gesamtdeutschen Exporte zuzuschreiben - dies ist viel für eine Branche, die einen Großteil ihrer Wertschöpfung durch die Erbringung von Dienstleistungen am Patienten erzielt

Die auf der Grundlage der Daten für 2022 publizierte Ausgabe der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung belegt, die Gesundheitswirtschaft ist und bleibt ein Wachstumstreiber für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die zentralen ökonomischen Kennzahlen der Gesundheitswirtschaft weisen im Vergleich zur Gesamtwirtschaft erneut überdurchschnittliche Wachstumsraten auf und ist ein wichtiger Treiber für das BIP.

2. Geschäftsverlauf

a) Allgemein

Vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen sind die Umsatzerlöse der Manfred Sauer GmbH im Jahr 2023 marginal rückläufig. Die Planung für das Geschäftsjahr 2023 konnte dennoch weit übertroffen werden. Die Entwicklung des Unternehmens im Kalenderjahr 2023 kann auch als positiv bezeichnet werden. Die Manfred Sauer GmbH sieht sich weiterhin mit ihrem Produktportfolio gut aufgestellt. Zudem bieten sich mittel- und langfristig weitere Wachstumschancen durch den weiteren Ausbau des Produktportfolios und weiteren Innovationen.

Die Nachfrage nach Kontinenz-Produkten blieb weitgehend konstant, hingegen sind die Preise wegen der Kostendämpfung im Gesundheitswesen weiter unter Druck.

Die Manfred Sauer GmbH hält nach wie vor an ihren hohen Qualitätsstandards fest und setzt diese konsequent um. Bei allen in der Manfred Sauer GmbH hergestellten Kontinenz-Produkten findet eine 100%ige Qualitätskontrolle statt. Die selbsthergestellten Produkte werden ausschließlich am Firmensitz Lobbach produziert. Für die Produktion wurden im Geschäftsjahr weitere Maschinen aus Eigenherstellung in Betrieb genommen.

b) Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse haben sich um TEUR -239,5 bzw. -0,7 % auf TEUR 36.048,8 verringert.

c) Beschaffung

Die in den vergangenen Jahren mit den Lieferanten praktizierte enge Zusammenarbeit wurde auch 2023 fortgesetzt und teilweise vertieft. Die für die Geschäftsfelder notwendigen Materialien standen durch eine gut organisierte Lagerverwaltung in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Die Auswirkungen der weltweiten Lieferkettenproblematik konnten für unser Unternehmen auf ein Minimum reduziert werden.

d) Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Andere wichtige Ereignisse und Entwicklungen waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen. Die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine inkl. der damit eingehenden Nebenschauplätzen konnten unserem Unternehmen nicht schaden.

3. Darstellung der Lage

a) Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.000,1 auf TEUR 30.484,7 erhöht. Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens (Anlagevermögen) am Gesamtvermögen hat sich von 46,8 % in 2022 auf 45,4 % in 2023 vermindert. Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt - bei gestiegener Bilanzsumme - zum Abschlussstichtag 48,3 % (Vorjahr: 49,9 %).

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gewährleistet. Die Finanzlage der Gesellschaft ist als sehr stabil zu bezeichnen.

b) Ertragslage

Die Manfred Sauer GmbH konnte sich im Geschäftsjahr 2023 positiv behaupten und eine gute Umsatzrendite erzielen. Das Jahresergebnis 2023 vor Ergebnisabführung beträgt TEUR 10.553,0 (Vorjahr: TEUR 9.480,6). Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Manfred Sauer Lobbach GmbH, Lobbach als herrschendes Unternehmen. Gegenstand der Manfred Sauer Lobbach GmbH ist das Halten von Beteiligungen und die Funktion einer Holdinggesellschaft. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 10.553,0 abgeführt.

Die Umsatzerlöse haben sich um TEUR -239,5 bzw. -0,7 % verringert. Die Materialaufwandsquote hat sich von 14,0 % im Vorjahr auf 15,2 % im Berichtsjahr erhöht. Die Erhöhung der Materialquote ist auf die enorm gestiegenen Beschaffungspreise der Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte zurückzuführen. Die Aufwendungen für Personal sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um TEUR -219,0 gesunken. Die Abschreibungen haben sich von TEUR 1.707,6 im Vorjahr auf TEUR 1.558,1 im Berichtsjahr vermindert.

c) Investitionen

Auch in 2023 wurde weiter in Maschinen für die Katheterproduktion investiert und Ersatzinvestitionen vorgenommen.

d) Finanzierungsmaßnahmen

Zur Finanzierung des Kapitalbedarfs im Geschäftsjahr standen und stehen Eigenmittel in ausreichendem Maße zur Verfügung. Größere Finanzierungsmaßnahmen bzw. Vorhaben sind nicht geplant.

e) Liquiditätslage

Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft ist gut. Die Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr war jederzeit gewährleistet. Es sind derzeit keine Engpässe zu erwarten.

f) Auftragslage

Die Auftragslage der Gesellschaft kann als stabil bezeichnet werden.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Diese Kennzahlen zeigen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Allgemein

Das Erreichen der finanziellen Ziele ist für uns eng mit den verschiedenen Arten der Nachhaltigkeit verbunden, die unser unternehmerischen Handeln neben ökonomischen auch mit ökologischen und sozialen Rahmenbedingungen in Einklang bringen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern, Eigentümern und der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt nehmen einen besonderen Stellenwert in unserer Organisation und unseren Prozessen ein. Auf die Einhaltung von gesetzlichen und behördlichen Vorschriften sowie die unternehmensinternen Regelungen wird ein besonderes Augenmerk gerichtet. Wir legen Wert auf gesunde und sichere Arbeitsbedingungen. Unsere Kunden vertrauen auf die hohe Qualität und Anwenderfreundlichkeit unserer Produkte. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren hat es gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen gegeben.

Personal- und Sozialbereich

Im Jahresdurchschnitt waren 283 Mitarbeiter (Vorjahr: 312) beschäftigt. Die Schulungs-, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter der Gesellschaft wurden intensiv fortgesetzt. Die Mitarbeiterzahl war den Bedürfnissen der Gesellschaft angepasst. Die Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiter der Gesellschaft wurden fortgesetzt.

Umweltschutz und Zertifizierung

Die ISO-Zertifizierung ist obligatorisch.

Glaubwürdiger und verantwortungsvoller Umweltschutz ist für die Gesellschaft eine wesentliche Voraussetzung für den kontinuierlichen Unternehmenserfolg. Der Umweltschutz ist daher auch integraler Bestandteil der Unternehmensgrundsätze. Die Gesellschaft setzt sich entschieden für die Verbesserung der Lebens- und Umweltqualität in den geographischen und gesellschaftlichen Umfelden ein, in denen wir tätig sind. Die Überprüfung auf Einhaltung der einschlägigen Umweltvorschriften ist regelmäßig jährlich durch die Veranwortlichen zu wiederholen und soll die Elemente Organisation und Einhaltung aller relevanten Bestimmung und Vorschriften umfassen. Werden Abweichungen festgestellt, sind Maßnahmenpläne aufzustellen, in denen Maßnahmen, Zuständigkeit, Mittel zur Umsetzung und Umsetzungszeitraum festgelegt wird.

Die Gesellschaft ist auch weiterhin bestrebt, umweltfreundliche Artikel herzustellen. Hinsichtlich der Umweltbelange spielen die CO 2 -Emmissionen und der Energieverbrauch bei der Gesellschaft eine große Rolle. Die CO 2 -Emmissionen und der Energieverbrauch stellen bedeutsame nichtfinanzielle Leistungsfaktoren dar. Wir nutzen die Kraft erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung durch den Einsatz von insgesamt vier Photovoltaikanlagen, die in das Stromnetz einspeisen bzw. zur Eigennutzung des Stroms für den Produktionsbereich. Wie alle regenerativen Energien hat die Photovoltaik gegenüber konventionellen Energien große ökologische Vorteile und ermöglicht eine nachhaltige Energieversorgung. Die Unternehmensgruppe unterhält einen Betriebsgarten mit Gewächshaus und setzt die selbstgewonnenen Rohstoffe in der Betriebskantine ein. Zusätzlich sind wir immerzu bestrebt den Energiebedarf zu senken. So nutzt die Manfred Sauer GmbH unter anderem einen Teil der Abwärme der Produktionsanlagen als Heizquelle, die energieintensive Beleuchtung in den Räumlichkeiten wird bei Ausfall durch moderne energiesparende Leuchtmittel ersetzt. Die Produktionsprozesse unterliegen ständiger Überprüfung auf Optimierungsmöglichkeiten.

Jährlich erhalten wir eine "Testierung Alternatives System § 4 Abs. 3 Nr. 2 SpaEfV)" von der GUT Certifizierungsgesellschaft für Managementsysteme mbH Umweltgutachter aus Berlin. Der Manfred Sauer GmbH wird darin der Betrieb eines Alternativen Systems im Regelverfahren gemäß § 4 Abs. 3 Nr. 2 SpaEfV über den Gesamtenergieverbrauch bescheinigt. Derzeit wird die Einführung eines Energiemanagement-Systems nach ISO 50001 und die Einführung geplant.

Gesellschaftliche Reputation/Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung

Die Manfred Sauer GmbH genießt in der Branche und bei ihren Kunden ein sehr hohes Ansehen. Die Qualität der Produkte, die fachgerechte Beratung und der Service stehen im Vordergrund. Der Manfred Sauer GmbH sind die Achtung der Menschenrechte, die Einhaltung der Arbeitsnormen, die Umwelt und die Korruptionsbekämpfung sehr wichtig. Die Manfred Sauer GmbH toleriert keine Diskriminierung von Menschenrechten. Die Gewährleistung rechtskonformen Handels (Compliance) ist wesentliche Grundlage einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Die Unternehmen und die nahestehenden Organisationen kommen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nach.

Qualitätsmanagement

Das Qualitätssicherungssystem für die Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Kontinenz-Systemen, Zubehör und Handhabungshilfen nach DIN EN ISO 13485:2016 für die Manfred Sauer GmbH wurde von der BSI Group Deutschland GmbH, Frankfurt, bestätigt. Das Zertifikat ist gültig bis 28.05.2027.

Es soll sichergestellt werden, dass alle Geschäftsprozesse, die Auswirkungen auf die Qualität haben, durchgängig geplant, gesteuert und überwacht werden. Damit erfüllen wir die definierten Anforderungen, wie sie durch unsere Kunden und in Form von Regelwerken oder sonstigen Vorschriften an uns herangetragen werden. Neben der Erfüllung von Kundenforderungen ist die kontinuierliche Verbesserung des Qualitätssystems ein zentraler Bestandteil der Ziele des Unternehmens.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Für dieses Jahr rechnete der Sachverständigenrat in Deutschland mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,3 %. Das schwache Wachstum ist auf den geringen niedrigen privaten Konsum sowie den Rückgang der Bauinvestitionen zurückzuführen. Als Ursache hierzu sind die hohen Verbraucherpreise sowie die gestiegenen Zinsen zu nennen.

Das für 2023 geplante Umsatzziel wurde übertroffen. Die Planungen für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 erfolgten nach vorsichtigen kaufmännischen Grundsätzen. Der Unternehmensausblick unterliegt daher Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung durch das Unternehmen liegen, wie beispielsweise das künftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Markteilnehmer sowie staatlicher Maßnahmen. Sollten einzelne dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, können die tatsächlich Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenden Ergebnisprognosen abweichen. Von entscheidender Bedeutung ist, wie sich die Situation in der Ukraine und das Verhältnis zu Russland sowie die Situation im Nahen Osten entwickelt. Insbesondere die weiter hohen Energiepreise und Rohstoffpreise werden für die weitere Entwicklung unserer Tätigkeiten von wesentlicher Bedeutung sein. Aufgrund der aktuellen ungewissen politischen und wirtschaftlichen Situation und dem für uns wirtschaftlichen sehr guten Jahr 2023 planen wir für die beiden folgenden Jahre nicht mit einem Umsatzwachstum. Die Materialeinsatzquote wurde entsprechend den vorliegenden Rohstoffpreise gerechnet. Dem Ausfallrisiko von Lieferanten begegnet die Gesellschaft nach dem ABC - Prinzip.

In Folge der stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise gehen wir von keiner Steigerung des Jahresergebnisses aus.

Der Preisdruck für Arznei-, Heil- und Hilfsmittel setzt sich wie in den vergangenen Jahren auch in 2024 fort.

Im Bereich der Kontinenzartikel wird insgesamt wieder ein leichter Umsatzrückgang erwartet, wobei sich der Trend fortsetzt, dass der Absatz der neuen Katheter ansteigen und der Absatz der ableitenden Systeme stagnieren bzw. rückläufig sein wird.

Das Jahr 2023 war ein außerordentlich erfolgreiches Jahr für die Gesellschaft. Für die Jahre 2024 und 2025 wird mit rückläufigen Umsatzerlösen von 13 % bzw. 15 % gerechnet. In den Betrachtungszeiträumen wird jeweils mit einer höheren Materialeinsatzquote gerechnet. Die Veränderung dieser vorgenannten Leistungsfaktoren führt zu einem rückläufigen positiven Ergebnis vor Gewinnabführung von 53 % bzw. 67 % gegenüber dem außerordentlich positiven Geschäftsjahr 2023 und bewegt sich auf dem Niveau der Vorjahre. Es wird ein EBIT von EUR 4,4 Mio. bzw. EUR 3,1 Mio. angestrebt. Dem Ausfall von Lieferanten begegnet die Gesellschaft nach dem ABC-Prinzip und durch eine entsprechende Lagerhaltung. Weiterhin ist geplant, weitere Energieeinsparmaßnahmen durch Optimierungen von innerbetrieblichen Prozessen zu erzielen. Die ständige Verbesserung der Anwenderfreundlichkeiten unsere Produkte und Sicherstellung des Qualitätsstandards und die Weiterentwicklung unseres Produktsortiments gehört zu den wichtigen Unternehmenszielen. Die Gesellschaft legt einen hohen Wert auf die Produktion und Sicherung der Arbeitsplätze am Betriebsstandort Lobbach. Ungeachtet der Verpflichtung durch das Europäische Medizinproduktegesetz (MDR) führt die Gesellschaft eine Kundenbefragung durch. Ständige Optimierungen des Produktionsprozesses und die Verbesserung des Maschinenparks sichern den Produktionsstandort.

Im Hinblick auf unsere operativen Investitionen in Sachanlagevermögen gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einer Steigerung aus.

2. Chancenbericht

Die Entwicklung des Unternehmens im Kalenderjahr 2023 ist als positiv zu bezeichnen. Wir werden auch künftig auf die Qualität unserer Produkte höchsten Wert legen. Ebenfalls sehen wir uns mit unserem Produktportfolio gut aufgestellt. Zudem bieten sich mittel- und langfristig weitere Wachstumschancen durch den weiteren Ausbau des Produktportfolios und der weiteren Optimierung der Abläufe.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere Lieferbereitschaft wird durch eine entsprechende Vorratshaltung gewährleistet. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch in unserem eigenen, in unseren Geschäftsräumen befindlichen Labor, durch.

Die von der Gesellschaft hergestellten Produkte - Hilfsmittel für vorwiegend Querschnittsgelähmter Menschen - sind nicht in der Hauptsache von der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesamtkonjunktur abhängig.

3. Risikobericht

a.) Allgemein

Die Geschäftspolitik der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, die Leistungsfähigkeit und Ertragskraft nachhaltig zu sichern. Die Manfred Sauer GmbH ist daher im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Dieses unternehmerische Handeln besteht unter anderem in der Erschließung und Nutzung von Chancen, die der Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit dienen. Unternehmerische Chancen werden einerseits im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses und andererseits im Rahmen der laufend fortentwickelten Unternehmensstrategie berücksichtigt.

Der Wettbewerbsdruck nimmt weiterhin zu. Die Gesellschaft wird weiterhin ihren Fokus auf hochwertige Produkte legen. Ständige Produktoptimierungen und das Erkennen von Kundenbedürfnissen tragen zur Verminderung des Branchenrisikos bei. Als Basis für den nachhaltigen Geschäftserfolg gilt es, verantwortungsvoll mit Risiken umzugehen.

b.) Branchenspezifische Risiken

Zu den Branchenrisiken der Gesellschaft gehören die gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Absatzländern, insbesondere in Deutschland.

Der Kostendruck wird durch die erstattungsfähigen Preise der Kostenträger festgelegt. Hier sind unter anderem vermehrt Produkte aus Osteuropa und Asien zu verzeichnen, die bei der Herstellung vergleichbarer Standardprodukte auf geringere Personalkosten zurückgreifen können. Die Gesellschaft überprüft ständig ihre Prozesse und Abläufe, um die Produktionsbedingungen am Standort Lobbach zu optimieren.

c.) Ertragsorientierte Risiken

Wir gehen davon aus, dass die leistungswirtschaftlichen Risiken im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr gesunken sind und dass wir die Marktanteile halten können.

d.) Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten.

e.) IT-Risiken

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse hat das Thema Cybersecurity an Bedeutung gewonnen. Durch den Einsatz von standardisierter Prozessen und Systemen sowie durch eine zentrale IT-Organisationstruktur sowie weitere Maßnahmen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von IT-Risiken gemindert.

4. Internes Kontrollsystem

In der Manfred Sauer GmbH sind die wesentlichen Grundzüge eines internen Kontrollsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess eingeführt. Alle wesentlichen Vorgänge sind dem Vier-Augen-Prinzip unterworfen. Die Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Geschäftsprozessen sind somit sichergestellt. Dabei wird auf effiziente Funktionstrennung geachtet. Die Überwachung der Einhaltung interner Vorgaben und Anweisungen wird über Revisionstätigkeiten gestützt.

5. Gesamtbeurteilung

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld. Der Auftragseingang und die Auftragslage sind weiterhin stabil. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Die Geschäftsleitung überprüft regelmäßig die Risikosituation der Gesellschaft.

IV. Sonstige Angaben

1. Bericht über Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft unternimmt im betriebsüblichen Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen.

2. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 13.848.113,58 13.787.926,81
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 243.647,02 193.339,52
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 177.652,02 191.682,02
2. geleistete Anzahlungen 65.995,00 1.657,50
II. Sachanlagen 13.604.266,56 13.594.387,29
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 278.402,00 297.826,00
2. technische Anlagen und Maschinen 7.864.484,53 7.720.609,53
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 467.798,96 575.373,96
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.993.581,07 5.000.577,80
III. Finanzanlagen 200,00 200,00
1. Genossenschaftsanteile 200,00 200,00
B. Umlaufvermögen 16.544.821,92 15.596.971,78
I. Vorräte 6.726.883,05 6.568.578,66
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.684.048,22 3.807.464,48
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.237.866,41 1.877.903,67
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.804.968,42 878.481,69
4. geleistete Anzahlungen 0,00 4.728,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.768.462,01 3.199.842,64
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.267.624,57 2.112.829,45
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 83.682,60 613.285,66
3. sonstige Vermögensgegenstände 417.154,84 473.727,53
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 20.025,25 19.080,38
III. Wertpapiere 16.743,27 34.738,67
1. sonstige Wertpapiere 16.743,27 34.738,67
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.032.733,59 5.793.811,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 91.780,01 99.686,44
Aktiva 30.484.715,51 29.484.585,03

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 14.716.454,83 14.716.454,83
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 14.686.454,83 14.686.454,83
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 2.296.611,01 2.346.843,41
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 290.573,74 335.409,74
2. sonstige Rückstellungen 2.006.037,27 2.011.433,67
C. Verbindlichkeiten 13.471.649,67 12.421.286,79
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.300,06 3.559,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 8.300,06 3.559,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 664.249,19 285.594,91
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 664.249,19 285.594,91
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.658.486,29 11.930.799,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 10.558.486,29 9.480.799,84
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.100.000,00 2.450.000,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 140.614,13 201.333,04
davon aus Steuern 94.740,12 105.453,96
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 156,09
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 140.614,13 201.333,04
Passiva 30.484.715,51 29.484.585,03

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 36.048.772,56 36.288.312,87
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.325.374,45 -2.211.463,86
3. andere aktivierte Eigenleistungen 563.884,70 538.455,72
4. sonstige betriebliche Erträge 152.637,89 29.496,35
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 59.841,19 22.982,70
5. Materialaufwand 5.480.595,25 5.091.069,15
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.734.721,64 3.800.616,98
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 745.873,61 1.290.452,17
6. Personalaufwand 11.657.122,37 11.876.136,19
a) Löhne und Gehälter 9.764.938,65 10.222.231,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.892.183,72 1.653.904,93
davon für Altersversorgung -28.385,93 -50.814,00
7. Abschreibungen 1.558.129,67 1.707.628,48
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.558.129,67 1.707.628,48
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.845.901,82 6.438.235,14
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 17.565,82 90.857,68
9. Erträge aus Beteiligungen 6,00 6,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 79.895,33 2.099,93
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 73.512,69 107.286,10
davon an verbundene Unternehmen 60.350,69
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 13.162,00
12. Ergebnis nach Steuern 10.555.309,13 9.426.551,95
13. sonstige Steuern 2.335,65 -54.044,41
14. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 10.552.973,48 9.480.596,36
15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang zum 31. Dezember 2023

Manfred Sauer GmbH, Neurott 7, 74931 Lobbach

Handelsregister: Amtsgericht Mannheim, Nr. HRB 701751

I. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

Die Manfred Sauer GmbH Lobbach hat ihren Firmensitz in Lobbach und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter der Register-Nr. HRB 701751 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften des HGB - ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten - sowie unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft ist nicht kapitalmarktorientiert.

Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit sind die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder Anhang anzubringen sind, grundsätzlich im Anhang aufgeführt. Die Aufstellung der Bilanz erfolgte nach vollständiger Ergebnisverwendung.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Bei den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzungsdauer zeitlich beschränkt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßige Abschreibungen vorgenommen. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Forschungs- und Entwicklungskosten werden direkt im Aufwand erfasst. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (von 3 bis 5 Jahren) abgeschrieben. Geschäfts- und Firmenwerte werden entsprechend deren voraussichtlicher Abnutzung über 15 Jahre linear abgeschrieben. Den linearen Abschreibungen auf Gebäude liegt eine Nutzungsdauer von 33 Jahren zugrunde. Beim beweglichen Sachanlagevermögen erfolgt die Abschreibung nach der linearen Methode auf Basis branchenüblicher Nutzungsdauern von vier bis zwanzig Jahren. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Anlagevermögen erfasst und im Einklang mit den steuerlichen Vorschriften unabhängig von ihrer Nutzungsdauer sofort in voller Höhe abgeschrieben. In die Herstellungskosten von selbsterstellten Anlagen wurden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten (§ 255 Abs. 2 HGB) einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Vorräte sind verlustfrei bewertet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Nennwert unter Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen ausgewiesen. Für erkennbare Risiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Allgemeine Ausfall-, Skontier-, Mahn- und Zinsrisiken wurden durch eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt.

Die übrigen Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Anschaffungskosten ausgewiesen. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Rückstellungen für Pensionen wurden auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen bewertet. Verrechnete Vermögensgegenstände wurden mit ihrem beizulegenden Wert angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden entsprechend § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden unrealisierte Kursgewinne berücksichtigt.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist ebenfalls aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

AHK 01.01.2023
EUR
Zugänge Geschäftsjahr
EUR
Abgang
EUR
Umbuchungen
EUR
AHK Stand 31.12.22
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 804.034,28 47.719,82 0,00 0,00 851.754,10
2. geleistete Anzahlungen 1.657,50 64.337,50 0,00 0,00 65.995,00
805.691,78 112.057,32 0,00 0,00 917.749,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 647.440,01 0,00 0,00 0,00 647.440,01
2. Technische Anlagen u. Maschinen 21.887.186,50 22.848,18 31.920,00 1.411.658,72 23.289.773,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.822.797,46 95.623,17 0,00 2.592,53 3.921.013,16
4. Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau 5.000.577,80 1.412.592,02 5.337,50 -1.414.251,25 4.993.581,07
31.358.001,77 1.531.063,37 37.257,50 0,00 32.851.807,64
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 200,00 0,00 0,00 0,00 200,00
200,00 0,00 0,00 0,00 200,00
32.163.893,55 1.643.120,69 37.257,50 0,00 33.769.756,74
Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Abschreibung 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 612.352,26 61.749,82 0,00 674.102,08
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
612.352,26 61.749,82 0,00 674.102,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 349.614,01 19.424,00 0,00 369.038,01
2. Technische Anlagen u. Maschinen 14.166.576,97 1.271.165,15 12.453,25 15.425.288,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.247.423,50 205.790,70 3.453.214,20
4. Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
17.763.614,48 1.496.379,85 12.453,25 19.247.541,08
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
18.375.966,74 1.558.129,67 12.453,25 19.921.643,16
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 177.652,02 191.682,02
2. geleistete Anzahlungen 65.995,00 1.657,50
243.647,02 193.339,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 278.402,00 297.826,00
2. Technische Anlagen u. Maschinen 7.864.484,53 7.720.609,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 467.798,96 575.373,96
4. Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau 4.993.581,07 5.000.577,80
13.604.266,56 13.594.387,29
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 200,00 200,00
200,00 200,00
13.848.113,58 13.787.926,81

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Gegenüber Gesellschaftern bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 20,6 (Vorjahr: TEUR 0,1).

3. Pensionsrückstellung

Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck - Lizenz Heubeck Richttafeln GmbH) nach dem Teilwertverfahren analog § 6a EStG ermittelt. Der Erfüllungsbetrag wurde nach § 253 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz in Höhe von 1,74 % (Vorjahr: 1,78 %) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Bewertung mit 1,6 % (Vorjahr: 1,6 %) berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 4.573 (Vorjahr: EUR 21.965). Die Position Passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung berücksichtigt die Vermögensgegenstände zur Saldierung mit Pensionsrückstellungen und die Rückstellung für Pensionen. Zur Abdeckung des Risikos wurde ein Bankguthaben verpfändet. Die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände zur Sicherung der Pensionsrückstellung betragen TEUR 445,8 (VJ: TEUR 445,8). Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsrückstellung beträgt TEUR 736,3 (VJ: TEUR 781,2). Unter den Zinsaufwendungen sind Zinsen in Höhe von TEUR 13,2 (Vorjahr: TEUR 13,6) die auf die Pensionsrückstellung entfallen, enthalten.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen u.a. Personalverpflichtungen, Jahresabschlusskosten, Berufsgenossenschaftsbeiträge und Kosten für die Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen. In den Rückstellungen sind Prozesskosten in Höhe von TEUR 1.053,5 (Vorjahr: TEUR 1.064,0) wegen einer angeblichen Patentrechtsverletzung enthalten.

5. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 12.653 (Vorjahr: TEUR 11.931). Diese haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 10.908 (Vorjahr: TEUR 9.831), eine Restlaufzeit zwischen zwei und fünf Jahren in Höhe von TEUR 1.400 (Vorjahr: TEUR 1.400) von mehr als 5 Jahren in Höhe von TEUR 350 (Vorjahr: TEUR 700). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind unter anderem Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 108) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 12.653 (Vorjahr: TEUR 9.374) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten. Keine der Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus den zum 31.12.2023 bestehenden Miet-, Leasing-, Wartungs- und sonstigen Verträgen bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.451 (VJ: TEUR 2.447). Aus den zum 31.12.2023 bestehenden Pachtverträgen bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.071 (Vorjahr: TEUR 2.071) mit einer Restlaufzeit von sechs bis zwölf Monaten. Davon bestehen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.206 (VJ: TEUR 1.206) gegenüber dem nahestehenden Unternehmen, der Gemeinnützigen Manfred Sauer GmbH, Lobbach und in Höhe von TEUR 865 (VJ: TEUR 865) gegenüber dem nahestehenden Unternehmen, der MS Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Lobbach. Aus den zum 31.12.2023 geplanten Investitionen bestehen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 284 (Vorjahr: TEUR 760). Aus den zum 31.12.2023 bestehenden Leasing-, Wartungs- und sonstigen Verträgen bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 333) mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren. Ferner besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 1.116 (Vorjahr: TEUR 701).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Allgemein

Gemäß § 265 Abs. 2 HGB werden in der Gewinn- und Verlustrechnung zu jedem Posten der entsprechende Vorjahreswert gegenübergestellt.

2. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen vollständig auf den Geschäftsbereich Produktion von Inkontinenzartikeln.

Umsätze GJ 2023 GJ 2022
EUR % EUR %
Inland 12.085.563,80 33,53 12.611.813,28 34,74
EU 16.836.034,49 46,70 16.571.058,06 45,66
Ausland 7.127.174,27 19,77 7.105.441,53 19,58
Summe 36.048.772,56 100,0 36.288.312,87 100,0
3. Periodenfremde Erträge: EUR 2023 EUR 2022
Sonstige Erträge unregelmäßig 1.178,69 0,00
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 0,00 5,24
Erträge aus der Währungsumrechnung 59.841,19 22.982,70
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0,00 4.567,82
Erträge aus Schadensersatz 6.594,52 2.881,80
Zwischensumme 67.614,40 30.437,56
Periodenfremde Aufwendungen:
Einstellung Wertberichtigungen auf Forderungen 1.460,00 2.232,00
Aufwendungen Währungsumrechnung 17.565,82 90.857,68
Zwischensumme 19.025,82 93.089,68
Saldo 48.588,58 -62.652,12

4. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Im Berichtsjahr gab es keine außergewöhnlichen Erträge oder Aufwendungen.

V. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2023 2022
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 166 169
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 117 143
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 283 312

2. Organe der Gesellschaft

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen, waren im Geschäftsjahr 2023:

1. Herr Manfred Sauer, Kaufmann

2. Herr Joachim Kaiser, Kaufmann

3. Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschiften

Von der Erleichterung gemäß § 286 Abs. 4 in Verbindung mit § 285 Nr. 9a und 9b HGB wird Gebrauch gemacht.

4. Verbundene Unternehmen

Die Manfred Sauer Lobbach GmbH mit Sitz in 74931 Lobbach ist Muttergesellschaft der Manfred Sauer GmbH, Lobbach. Das Mutterunternehmen stellt zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Vom Abschlussprüfer wurden Honorare ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 18 (VJ: TEUR 17) und andere Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 1 (VJ: TEUR 1) berechnet.

6. Verlustübernahme- und Ergebnisabführungsvertrag

Es besteht ein Verlustübernahme- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Manfred Sauer Lobbach GmbH, Lobbach, als herrschendes Unternehmen. Gegenstand der Manfred Sauer Lobbach GmbH ist das Halten von Beteiligungen und die Funktion einer Holdinggesellschaft.

VI. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten keine besonderen Vorgänge auf.

Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern folgende Ergebnisverwendung:

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird ein Betrag in Höhe von TEUR 10.553 (Vorjahr: TEUR 9.481) an die Manfred Sauer Lobbach GmbH, Lobbach, abgeführt.

sonstige Berichtsbestandteile

VIII. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Lobbach, den 31. März 2024

gez.

Manfred Sauer, Geschäftsführer

Joachim Kaiser, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An Manfred Sauer GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss Manfred Sauer GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht Manfred Sauer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner verantwortlich für die internen Kontrollen, die in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt , um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Weikersheim, den 28. Juni 2024

RSB Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfergesellschaft

Siegel

gez. Rösch, Wirtschaftsprüfer

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