Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 773865
Eingetragen
16.5.2020
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Erbringung von (i) prozess- und ITbezogenen Beratungsleistungen, (ii) IT-Services und (iii) die Entwicklung von Software sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Die Gesellschaft ist befugt, in der Bundesrepublik Deutschland und im Ausland gleichartige und ähnliche Unternehmungen sowie Vertretungen und Niederlassungen zu errichten, zu erwerben oder sich an solchen zu beteiligen, soweit sie für die Verwirklichung des Gesellschaftszwecks erforderlich oder zweckdienlich erscheinen. Die Gesellschaft ist nicht befugt, Grundstücke oder Rechte an Grundstücken zu erwerben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bernd Jochen Borberg
seit 18.10.2024
Geschäftsführer
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Capgemini SEFRA
51.00%
AUDI AG
49.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Capgemini SE
France
12.750 €
51.00%
A4nTX GmbH
Germany
12.250 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

XL2 GmbH

Heilbronn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die XL2 GmbH, Heilbronn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der XL2 GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der XL2 GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 13. Juni 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Pierre Zapp
Wirtschaftsprüfer
17.06.2024

Nils Lempart
Wirtschaftsprüfer
14.06.2024


BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 909,88 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 85.595,26 106.164,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.717,76 27.672,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 146.132,56 154.277,69
259.445,58 288.115,31
260.355,46 288.115,31
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 272.824,02 687.393,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 170,60
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.110.834,96 7.104.972,01
- davon aus Lieferung und Leistung: TEUR 10.111 (i. Vj. TEUR 7.105)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 180.419,95 83.501,74
10.291.254,91 7.188.644,35
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.735.801,56 4.681.610,70
19.299.880,49 12.557.649,02
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.076,43 13.370,12
19.561.312,38 12.859.134,45

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinn-/Verlustvortrag 1.959.118,16 -466.112,93
III. Jahresüberschuss 4.867.201,10 2.425.231,10
6.851.319,26 1.984.118,17
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 3.016.842,71 709.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.406.568,95 3.396.774,45
6.423.411,66 4.105.774,45
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 794.839,50
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 806.621,42 538.095,97
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.576.046,87 4.960.958,62
- davon aus Lieferungen und Leistungen: TEUR 4.576 (i. Vj. TEUR 4.961)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 903.913,17 475.347,74
- davon aus Steuern TEUR 690 (i. Vj. TEUR 322)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 214 (i. Vj. TEUR 153)
6.286.581,46 6.769.241,83
19.561.312,38 12.859.134,45

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

01.01.2023 - 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 44.000.044,46 30.842.088,46
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen -414.569,95 -793.060,81
3. Sonstige betriebliche Erträge 309.713,56 210.718,26
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -18.366.364,60 -14.608.717,31
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -12.817.621,88 -8.729.184,15
b) Soziale Abgaben -2.043.839,42 -1.313.665,98
-14.861.461,30 -10.042.850,13
6. Abschreibungen auf Sachanlagen -55.034,81 -127.440,53
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.601.789,15 -2.321.685,08
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnungen: TEUR -2 (i. Vj. TEUR -1)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 164.653,52 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -147,92 -24.821,76
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 0 (i. Vj. TEUR -17)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.307.842,71 -709.000,00
11. Ergebnis nach Steuern 4.867.201,10 2.425.231,10
12. Jahresüberschuss 4.867.201,10 2.425.231,10

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die XL2 GmbH (im weiteren Verlauf auch als "XL2" bezeichnet) hat ihren Sitz in Heilbronn (Geschäftsanschrift: Heilbronn) und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (HRB Reg. Nr. 773865).

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gliederungsschema gemäß §§ 266, 275 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Anschaffungskosten umfassen auch die Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen sind abgesetzt.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt drei bis dreizehn Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll als Betriebsausgaben (Sofortaufwand) erfasst. Weisen die geringwertigen Wirtschaftsgüter Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 800,00 aus, werden sie im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung einer gegebenenfalls anfallenden Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Herstellungskosten beinhalten dabei neben den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie -gemeinkosten auch angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden jeweils zum Nennbetrag aktiviert. Den erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Abzinsung gemäß RückAbzinsVO.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

In Fremdwährung bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit einem festgelegten, im Geschäftsjahr gleichbleibenden Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Am Bilanzstichtag wird der Devisenkassamittelkurs zur Bewertung der kurzfristigen Forderungen und kurzfristigen Verbindlichkeiten zugrunde gelegt.

III. Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

2. Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 10.111 (Vorjahr: TEUR 7.105) und sind innerhalb eines Jahres fällig. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Zur Vereinheitlichung der Bilanzierung im Konzern wurden sämtliche Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Konzernverrechnung saldiert ausgewiesen, wenn sie gegenüber demselben Unternehmen bestehen und gleichartig bzw. gleichfällig sind.

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen die Mietkautionen für die Büroflächen in Heilbronn und Ingolstadt in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 27) und Forderungen gegenüber Mitarbeitern aus dem Aktienprogramm der Capgemini Gruppe in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 34).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuervorauszahlungen für die Jahre 2022 bis 2023 in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Zahlungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 13) für zukünftige Aufwendungen.

5. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31.12.2023 wie im Vorjahr TEUR 25.

6. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten eine Gewerbesteuerrückstellung in Höhe von TEUR 1.453 (Vorjahr: TEUR 280) und eine Rückstellung für Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 1.564 (Vorjahr: TEUR 429) für die Geschäftsjahre 2022 und 2023.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen folgende Positionen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Ausstehende Eingangsrechnungen 1.391 1.799
Prämienzahlungen 1.698 1.390
Urlaub 246 146
Jahresabschlusskosten 24 24
Reisekosten 14 14
Berufsgenossenschaft und Schwerbehindertenabgabe 34 24

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von insgesamt TEUR 4.576 (Vorjahr: TEUR 4.961) betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

9. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland in dem Bereich Application Management erzielt.

10. Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen

Es ist eine Reduzierung der Bestandsveränderung zu verzeichnen, die auf eine Veränderung im Geschäftsumfeld zurückzuführen ist. Aufträge werden nunmehr als agile Dienstverträge vergeben und führen somit zu einem Abbau bei den Beständen auf TEUR 415 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 793).

11. Sonstige betriebliche Erträge

Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 60 (Vorjahr TEUR 45) und resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen.

Des Weiteren sind TEUR 239 (Vorjahr TEUR 152) Ertrag für die private Nutzung der Firmenfahrzeugflotte enthalten.

12. Materialaufwand

Der Materialaufwand beträgt TEUR 18.366 (Vorjahr TEUR 14.609) und enthält in erster Linie Kosten für Fremddienstleistungen.

13. Personalaufwand

Die im Personalaufwand enthaltenen sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung betreffen mit TEUR 2.044 (Vorjahr: TEUR 1.314) die sozialen Abgaben.

14. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.602 (Vorjahr: TEUR 2.322) beinhalten unter anderem die bezogenen Shared Services von der Capgemini Gruppe in Höhe von TEUR 883 (Vorjahr: TEUR 615), Rekrutierungskosten in Höhe von TEUR 545 (Vorjahr: TEUR 536), Fahrzeugkosten in Höhe von TEUR 409 (Vorjahr: TEUR 199) und Facility Kosten in Höhe von TEUR 294 (Vorjahr: TEUR 240). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen bzw. Erträge

Der Zinsertrag mit einem Betrag von TEUR 165 entfällt auf die kurzfristige Anlage des frei verfügbaren Geldbestandes.

IV. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Laufzeit bis zu 1 Jahr Laufzeit bis zu 5 Jahren
TEUR TEUR
KFZ-Leasing 575 696
Mietverträge 196 523
Summe 771 1.219

Nicht in der Bilanz enthaltende Geschäfte

Die oben beschriebenen finanziellen Verpflichtungen beziehen sich auf Miet- und Leasingverhältnisse für Geschäftsräume und Firmenfahrzeuge. Die mit diesen Miet- und Leasingverhältnissen verbundenen Risiken betreffen zukünftige Mietpreisänderungen sowie Verlängerungsmöglichkeiten. Die Ausgestaltung der Miet- und Leasingverhältnisse dient der Flexibilität der Gesellschaft.

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind zum Bilanzstichtag

Spitznagel, Felix Ferdinand, Unternehmensberater, München (seit 23. April 2020)
Revel, Marie-Fleur Syelle, Unternehmensberaterin, München (seit 26. November 2020)

Angaben über die Bezüge werden gem. § 286 Abs. 4 HGB nicht veröffentlicht, da diese Rückschlüsse auf die Bezüge der einzelnen Geschäftsführer zulassen.

Es besteht ein Beirat, deren Mitglieder von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten haben.

3. Konzernverhältnisse

Die XL2 ist eine unmittelbare Tochtergesellschaft der Capgemini SE, Paris/Frankreich (Anteil 51 %), und A4Nxt GmbH, Ingolstadt (Anteil 49 %) sowie eine mittelbare Tochtergesellschaft der Audi Luxemburg S.A., Strassen, Luxemburg.

Die Capgemini SE stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis im Rahmen der International Financial Reporting Standards auf. In den von der Capgemini SE, Paris/Frankreich, erstellten Konzernabschluss wird die XL2 einbezogen. Der Konzernabschluss der Capgemini SE wird beim Handelsregister in Paris unter der Nummer RCS Paris B 330 703 844 eingereicht.

4. Personal

Im Jahresdurchschnitt waren 155 (Vorjahr: 101) Arbeitnehmer beschäftigt, ohne Auszubildende. Zum 31.12.2023 waren wie im Vorjahr 2 leitende Angestellte beschäftigt. Von den zum Jahresende beschäftigten 191 Personen waren 136 männlich und 55 weiblich.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen insgesamt TEUR 24.

6. Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben.

 

Heilbronn, den 13. Juni 2024

XL2 GmbH

- Die Geschäftsführung -

Felix Ferdinand Spitznagel

Marie-Fleur Syelle Revel


ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge 31.12.2023 01.01.2023 Zugänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.056,63 1.056,63 0,00 146,75 146,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 113.287,23 0,00 113.287,23 7.122,49 20.569,48 27.691,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.617,60 9.361,73 42.979,33 5.944,72 9.316,85 15.261,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 320.494,54 16.856,60 337.351,14 166.216,85 25.001,73 191.218,58
467.399,37 26.218,33 493.617,70 179.284,06 54.888,06 234.172,12
467.399,37 27.274,96 494.674,33 179.284,06 55.034,81 234.318,87
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 909,88 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 85.595,26 106.164,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.717,76 27.672,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 146.132,56 154.277,69
259.445,58 288.115,31
260.355,46 288.115,31

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Im ersten Halbjahr 2020 gründeten Audi und Capgemini das Joint Venture XL2 GmbH, im Folgenden auch XL2 genannt, als innovatives Startup in Heilbronn. Ziel des gemeinsamen Unternehmens ist es, die Automobilindustrie - vor allem Audi und die Volkswagen Gruppe - in Fragen der digitalen Transformation zu beraten.

Audi hat die Gründung des Joint Ventures initiiert, um die zentralen SAP-Transformationsprojekte nachhaltig mit den notwendigen Schlüsselkompetenzen zu unterstützen. Der Fokus von XL2 liegt auf SAP-Transformationsprojekten, insbesondere in den Bereichen Produktion und Logistik.

Als Mehrheitsbeteiligung von Capgemini gehört die XL2 zur Capgemini Gruppe und kann damit auf ein weltweites Netzwerk von Expertinnen und Experten zurückgreifen. Capgemini ist einer der weltweit führenden Anbieter von Management- und IT-Beratung, Technologie-Services und Digitaler Transformation. In Deutschland, dem größten kontinentaleuropäischen Beratungsmarkt, gehört Capgemini ebenfalls zu den führenden IT-Beratungs-, Systemintegrations- und Consulting-Unternehmen. Als Teil von Capgemini kann XL2 alle angebotenen Leistungen weltweit beziehen und damit insbesondere auch aus den Nearshore- und Offshore-Zentren der Capgemini-Gruppe qualitativ anspruchsvolle und kostenoptimale Dienstleistungen erhalten.

Als ein Wegbereiter für Digitalisierung unterstützt die XL2 ihre Kunden bei deren komplexen Herausforderungen rund um SAP, Analytics und Cloud.

Die Firmenzentrale der XL2 befindet sich in Heilbronn, eine weitere Betriebsstätte wurde in Ingolstadt gegründet.

2. Wirtschaftliches Umfeld

Die Konjunktur in Deutschland hat sich im Jahr 2023 eingetrübt, das preisbereinigte BIP lag gemäß Statistischem Bundesamt über das Jahr hinweg im leicht negativen Bereich. 1 Der Unternehmensberatungsmarkt, der von einem großen Teil des Portfolios der XL2 GmbH adressiert wird, spiegelt nach Aussagen des Bundesverbands deutscher Unternehmensberatungen (BDU) diese Entwicklung wider und liegt mit einer Zunahme von 7,2 % im Wachstum unterhalb des Vorjahres. Die dynamischsten Wachstumsfelder im Beratungsmarkt 2023 umfassten die Beratung in Nachhaltigkeitsfragen (+18,1 Prozent), Digitalstrategie (+16,3 Prozent), Artificial Intelligence (+15,4 Prozent), Change Management und Transformationsberatung (+14,2 Prozent). 2

Nach Angaben des Analystenhauses PAC hat sich das Wachstum in den drei großen Säulen der Digitalen Transformation "Digital Customer Engagement", "Backoffice & ERP" sowie "Operations IT & Industrial IT" 2023 verlangsamt. Gleiches gilt für die Cloud als Treiber der Transformation. Analytics & AI hingegen ist weiter gewachsen. Die von PAC als zusätzliche Treiber bezeichneten Felder (IT) Security und Nachhaltigkeit waren in der Entwicklung stabil im Wachstum. 3

3. Geschäftsverlauf

Im vorgenannten Kontext blickt unser Unternehmen auf eine weiterhin positive Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr zurück. Mit einer erneuten Steigerung der Gesamtleistung (definiert als Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) von rund 45 % zeigen wir trotz eines gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfelds, insbesondere im Automotive Markt, ein starkes Wachstum sowohl deutlich oberhalb der Entwicklung des Gesamtmarkts als auch der Entwicklung im Größensegment der mittelständischen Beratungsunternehmen. Unser Wachstum im Geschäftsjahr 2023 wurde dabei durch den positiven Geschäftsverlauf unseres größten Kunden Audi und eines zunehmend stärkeren Geschäftes mit dem VW Konzern maßgeblich unterstützt.

Zusammenfassend stellt sich das Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:

2023 2022
Gesamtleistung in M€ 43,585 30,049
Ergebnis vor Steuern in M€ 7,175 3,134
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 155 101

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_066_811.html#:~:text=In%20den%20 ersten%20drei%20Quartalen,%2D0%2C1%20%25)%20best%C3%A4tigt.
2 BDU Facts & Figures zum Beratungsmarkt 2024
3 PAC "Massive slowdown of growth on the German IT market, following 2 years of buoyant growth", unpublished presentation, Febr. 2024

4. Ertragslage

Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 wurde maßgeblich durch folgende Einflüsse geprägt:

Anhaltendes, profitables Wachstum und damit einhergehender Personalaufbau

Stabile Auslastung der im Projektgeschäft tätigen Mitarbeiter

Ausbau der Geschäftstätigkeiten und Ausweitung des Kundenstammes innerhalb des VW-Konzerns

XL2 ist im Geschäftsjahr 2023, trotz andauernder geopolitischer Krisen (Ukraine, Nahost) und deren Auswirkungen auf die industriellen Lieferketten, vor allem dank seiner sehr guten Positionierung im VW Konzern, weiter stark gewachsen.

Das auf Basis von HGB erzielte Wachstum der Gesamtleistung beträgt 45 %, was unsere sehr gute Geschäftsentwicklung in unseren Kerngeschäftsfeldern widerspiegelt.

Maßgeblich getragen wurde unser Wachstum durch eine im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich gestiegene Personalkapazität bei gleichzeitig hoher Auslastung unserer im Projektgeschäft tätigen Mitarbeiter.

Die Entwicklung des Aufwands für bezogene Leistungen steht in Zusammenhang mit der guten Geschäftsentwicklung. Die starke Nachfrage nach unserem Beratungs- und Serviceportfolio erforderte einen nicht unerheblichen Einsatz von Fremdressourcen. Dies stützte einerseits das Wachstum, führte andererseits jedoch zu einem deutlichen Anstieg der Position, welcher vor allem durch den vermehrten Bezug von Leistungen anderer Gesellschaften der Capgemini Gruppe verursacht ist.

Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand ist im Geschäftsjahr 2023 um 53 % gewachsen. Der Personalaufwand steigt noch nicht korrespondierend dazu, wird aber in den kommenden Jahren zunehmen. Unter Berücksichtigung laufender Gehaltsanpassungsmaßnahmen sowie variabler Gehaltsbestandteile betrug der Aufwand 15 M€ im Jahr 2023, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 48 % entspricht.

Das Jahresergebnis vor Steuern steigt im Vorjahresvergleich um 4 M€ auf 7,2 M€. Die Eigenkapitalrendite beträgt 71 %.

5. Finanzlage

Unser Unternehmen zeichnet sich durch eine solide Finanzlage aus. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Bilanzstichtag 8,7 M€ nach 4,7 M€ im Vorjahr. Das Nettoumlaufvermögen (Umlaufvermögen abzgl. kurzfristiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen) erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 6,6 M€ nach 1,7 M€ zum Vorjahresstichtag.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 4,6 M€ (Vorjahr: 5 M€). Dies entspricht einem Anteil am Gesamtkapital von 23 % (Vorjahr: 39 %). Hierin enthalten sind ausschließlich Verbindlichkeiten aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen und konzerninternen Weiterbelastungen. Die am Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden mit Forderungen verrechnet, sofern sie gegenüber demselben Unternehmen bestehen und gleichartig sind.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Bilanzstichtag weiterhin nicht.

6. Vermögenslage

Die Vermögenslage unseres Unternehmens ist weiterhin stabil.

Die Bilanzstruktur hat sich allerdings infolge des Wachstums verändert. Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2023 19,6 M€ (Vorjahr: 12,9 M€). Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 1,3 % (Vorjahr: 2,3 %). Das Anlagevermögen ist in voller Höhe durch das Eigenkapital gedeckt.

Die unfertigen Leistungen sanken zum Bilanzstichtag projektabrechnungsbedingt auf 0,3 M€ (Vorjahr: 0,7 M€), der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich um 3 M€ auf 10,1 M€. Hierbei handelt es sich nahezu ausschließlich um Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Ebenfalls bedingt durch die Abrechnungsstruktur des Auftragsportfolios hat sich das Volumen der erhaltenen Anzahlungen um 0,8 M€ auf 0 M€ zum Bilanzstichtag verringert.

Die flüssigen Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 8,7 M€ nach 4,7 M€ im Vorjahr. Der Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow nach Finanzierung des Working Capitals.

Das Finanzergebnis konnte in Folge des stark veränderten Zinsumfelds durch kurzfristige Termingeldanlagen deutlich verbessert werden.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 35,3 % (Vorjahr: 15,4 %).

7. Chancen- und Risikobericht

Unser Unternehmen ist Teil des Capgemini-Konzerns, dessen Muttergesellschaft Capgemini SE, Paris, Frankreich, in Frankreich börsennotiert ist (CAC-40). Aufgrund der Konzernzugehörigkeit und infolge der Börsennotierung ergeben sich umfassende Anforderungen an Risikomanagement, Risikocontrolling, interne Kontrollen und das Konzernreporting, die konzerneinheitlich definiert und angewendet werden. Die XL2 wendet sämtliche Risikoerkennungs- und -steuerungsmethoden des Konzerns an.

Auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen bestehen nach unserer Einschätzung gegenwärtig keine, den Bestand und die Entwicklung der XL2 gefährdenden, Einzelrisiken. Auch die Gesamtsumme der einzelnen Risiken gefährdet nicht die Fortführung des Unternehmens.

Jedoch existieren wirtschaftliche Risiken im Kontext der andauernden geopolitischen Krisen und der aktuellen Schwächephase der globalen Automobilindustrie. Diese führen insbesondere zu Marktvolatilität und zu schnellen Veränderungsrhythmen in den Unternehmen, die sich immer wieder flexibel auf neue Marktbedingungen einstellen müssen. Insbesondere ist in unserem Umfeld mit einer verstärkten Kosten- und Ausgabendisziplin zu rechnen. Notwendige Investitionen in Digitalisierungs- und Transformationsprojekte werden zeitlich gestreckt oder verschoben. Gleichzeitig steigen die Anforderungen der Kunden an die Beratungsgesellschaften hinsichtlich Know-how und Seniorität, aber auch hinsichtlich der geforderten sozialen Kompetenz in den stattfindenden Veränderungsprozessen. Dem entgegen steht der zunehmende Preisdruck und der Wunsch nach kosteneffizienten Lösungen. Eine Herausforderung für uns besteht darin, die Beratungskompetenz unserer IT- und Branchenspezialisten weiter zu steigern, unsere Lösungskompetenz in der Automobilindustrie anhand von Best-Practice-Beispielen zu dokumentieren und unsere Shoring Fähigkeiten gemeinsam mit anderen Einheiten der Capgemini Gruppe zu erhöhen. Zur Erreichung unserer Unternehmensziele benötigen wir weiterhin hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese sind nicht jederzeit in ausreichendem Maße auf dem Arbeitsmarkt verfügbar. Durch gezielte und umfassende interne und externe Ausbildung werden die Mitarbeitenden für die Anforderungen qualifiziert. Die hohe Qualifikation kann im Falle einer überdurchschnittlichen Fluktuation zu Know-how-Verlusten führen. Daher ist neben der gezielten fachlichen Weiterbildung insbesondere jüngerer Mitarbeitenden die Bindung sehr wichtig. Durch gezielte Maßnahmen im Personalbereich, wie z. B. eine Beteiligung der Mitarbeitenden am Unternehmenserfolg, wird diesem Risiko entgegengewirkt.

Risiken aus der Durchführung von Projekten mit eigenen Mitarbeitern sowie unter Einsatz von Fremdressourcen versuchen wir durch eine Vielzahl von operativen Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen zu reduzieren. Dazu gehören ein ständiges Monitoring unserer Projekte nach gruppenweit festgelegten Standards und KPI´s sowie die regelmäßige Überprüfung der Einhaltung von Compliance Anforderungen. Soweit bekannt und bewertbar, werden Risiken durch eine angemessene Bewertung und Risikovorsorge im Jahresabschluss berücksichtigt.

Finanzielle Risiken werden gruppenweit gesteuert und umfassen insbesondere die Minimierung von Wechselkursrisiken und Finanzierungsrisiken, die durch die Treasury Abteilung des Capgemini Konzerns einheitlich gesteuert werden. Die Risiken in diesem Bereich sind daher gering.

Die in der Zukunft geplanten Wachstumsraten bedingen eine laufende Anpassung des Geschäftsmodells und der Organisation. Diese Aufgabe ist eine wichtige Herausforderung und Chance für das Management, um Ressourcenengpässe und Aufgabenkonzentrationen zu vermeiden.

Wesentliche Chancen sehen wir in der Umsetzung unserer Strategie und der konsequenten Ausrichtung unseres Beratungs- und Serviceportfolios an den aktuellen IT-Trends und Zukunftsmärkten vor allem rund um die Themen SAP, Cloud und Datenplattformen. Zudem bleibt der Digitalisierungsdruck in der Automobilindustrie und im Volkswagen Konzern weiterhin hoch. Laufende Transformationsprojekte sind langfristig budgetiert und für den Konzern von strategischer Bedeutung. Sofern es uns gelingt, unsere Positionierung in diesem Bereich auszubauen, bestehen Chancen für überdurchschnittliches Wachstum.

8. Prognosebericht

Die weitere Geschäftsentwicklung ist von einer Reihe interner und externer Faktoren abhängig. Hierbei werden auch die politischen und gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen auf globaler wie europäischer Ebene, insbesondere vor dem Hintergrund des Ukraine Konflikts und der Energiekrise, einen Einfluss auf unser Wachstum und das Jahresergebnis sowie die Entwicklung der gesamten Branche haben. Schwierig ist es insoweit, Wachstumsprognosen für die Unternehmensberatungsbranche zu treffen. Wesentlicher Wachstumstreiber bleibt ein unverändert hoher Bedarf in Wirtschaft und Verwaltung nach Projekten im Zusammenhang mit der voranschreitenden digitalen Transformation. Eine weiter starke Nachfrage wird bei Beratungsprojekten im Zusammenhang mit neuen Technologien und dem notwendigen Umbau der Business-Architektur und der Modernisierung, der Auswahl und Integration neuer IT-Anwendungen und IT-Infrastruktur gesehen. Der Jahresbeginn 2024 sendet ambivalente Signale. So lässt sich einerseits eine stabile Nachfrage in unseren Kernbereichen der SAP Transformationsprojekte erkennen. Andererseits werden neue Projekte und Innovationen zeitlich verschoben. Die auf den Automotive Bereich spezialisierte Beratungs- und IT-Servicebranche kann sich nicht gänzlich von den sich gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Automobil- und Zuliefererindustrie abkoppeln.

Die XL2 sieht sich jedoch gut gerüstet, trotz anspruchsvoller Markt- und Wettbewerbsbedingungen auch in den kommenden Jahren weiter erfolgreich tätig zu sein. Mit der Fokussierung auf ertrags- und wachstumsstarke Beratungsthemen wollen wir auch in Zukunft wachsen. Dazu richten wir unser Unternehmensprofil und Leistungsportfolio konsequent auf die IT-Zukunftstrends, wie beispielsweise die Nutzung von KI und Machine Learning, aus. Zur Erreichung unserer Ziele benötigen wir hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese sind nicht jederzeit in ausreichendem Maße auf dem Arbeitsmarkt verfügbar. Der Erfolg unserer Rekrutierungsbemühungen wird maßgeblichen Einfluss auf unsere Unternehmensziele für das Geschäftsjahr 2025 und die Folgejahre haben.

Die Planung der Gesellschaft erfolgt grundsätzlich unter Zugrundelegung der IFRS. Hieraus haben wir für HGB zum Zeitpunkt der Budgeterstellung ein Umsatzwachstum zwischen 16 % und 20 % sowie und eine Erhöhung des Jahresergebnisses (vor Sondereffekten) von 10 % - 12 % abgeleitet. Für das Geschäftsjahr 2025 gehen wir von einem Wachstum in einer Größenordnung von ca. 10 % bei weiter verbessertem Jahresergebnis in ähnlichem Umfang (ohne Sondereffekte) aus.

Unsere Annahmen und unser Ausblick basieren auf einer positiven Einschätzung und einer Erholung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im zweiten Halbjahr 2024 und einem nach wie vor großen Investitionsbedarf im Bereich der Innovations- und Digitalisierungsthemen bei den für uns relevanten Kunden. Die Mitarbeiter-Fluktuationsrate als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft wird im Jahr 2024 auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 erwartet. Diese Ziele sind erreichbar, sofern eine nachhaltige konjunkturelle Entwicklung die Branchenentwicklung stützt und so für die notwendigen Impulse sorgt. Zur Unterstützung werden wir unser Geschäftsprofil kontinuierlich an den Marktanforderungen ausrichten, unser Transformationsprogramm umsetzen und hierbei insbesondere die Kooperation mit unseren Shareholdern Audi und Capgemini sowie die Nutzung der Capgemini eigenen Near- und Offshore-Zentren weiter forcieren. Unsere Entwicklung im ersten Quartal 2024 stützt diese Einschätzung.

 

Heilbronn, 13. Juni 2024

Felix Ferdinand Spitznagel

Marie-Fleur Syelle Revel


Der Jahresabschluss 2023 wurde am 05. Juli 2024 festgestellt.

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