MicroVention Deutschland GmbH

Moskauer Straße 27, 40227 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 59061
Eingetragen
19.4.2002
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Marketing und Vertrieb medizinischtechnischer Produkte aller Art.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Carsten Schroeder
seit 11.2.2021
Geschäftsführer
Markus Huber
seit 1.7.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MicroVention, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

MicroVention, Inc.
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MicroVention Deutschland GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2024 Vergleichswerte 31.03.2023
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 231.347,17 215.400,93 210.586,03
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
fertige Erzeugnisse und Waren 16.843.122,80 21.498.174,01 21.498.174,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.054.022,65 3.193.156,53 3.193.156,53
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € - (Vj: € -)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 522.226,20 1.087.946,33 1.002.324,05
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € - (Vj: € -)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 358.380,91 3.934.629,76 308.616,67 253.574,22
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € - (Vj: € -)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.335.642,42 1.908.236,33 1.376.275,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 322.580,19 266.930,24 266.930,24
23.667.322,34 28.478.461,04 27.801.020,21

Passiva

31.03.2024 Vergleichswerte 31.03.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.864.190,10 2.746.168,17 1.000.000,00
III. Gewinnvortrag 11.601.909,36 10.505.736,32 10.505.736,32
IV. Jahresüberschuss 1.473.522,23 1.214.194,97 1.096.173,04
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 243.218,30 333.829,05 316.824,40
2. Sonstige Rückstellungen 2.339.826,54 2.583.044,84 1.972.416,51 1.931.416,51
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.242,10 21.259,26 21.259,26
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 12.242,10 (Vj: € 21.259,26)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.464,40 233.508,22 233.508,22
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 54.464,40 (Vj: € 233.508,22)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.500.195,00 11.105.759,14 12.350.513,06
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 4.500.195,00 (Vj: € 12.350.513,06)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 552.754,31 5.119.655,81 320.589,40 320.589,40
- davon aus Steuern: € 552.754,31 (Vj: € 294.700,27)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit: € - (Vj: € - )
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 552.754,31 (Vj: € 320.589,40)
23.667.322,34 28.478.461,04 27.801.020,21

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

01.04.2023 - 31.03.2024 Vergleichswerte 01.04.2022 - 31.03.2023
1. Rohergebnis 12.346.326,90 10.637.752,82 10.394.937,52
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.416.454,12 3.796.375,12 3.796.375,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 516.241,85 4.932.695,97 368.056,49 368.056,49
- davon für Altersversorgung € - (Vj: € 220,00)
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 114.290,64 110.815,22 108.641,26
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.245.329,30 4.345.980,91 4.343.353,58
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 153,00 - -
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 0,09 15.491,76
- davon an verbundene Unternehmen € - (Vj: € 15.491,76)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 573.794,76 795.420,32 659.936,57
8. Ergebnis nach Steuern 1.480.369,23 1.221.104,67 1.103.082,74
9. Sonstige Steuern 6.847,00 6.909,70 6.909,70
10. Jahresüberschuss 1.473.522,23 1.214.194,97 1.096.173,04

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.04.2023 Zugang Geschäftsjahr davon Zugang aus Verschmelzung Abgang Geschäftsjahr davon Abgang aus Verschmelzung Stand am 31.03.2024
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 513.664,45 145.891,99 4.814,90 10.840,21 124,96 648.716,23
513.664,45 145.891,99 4.814,90 10.840,21 124,96 648.716,23
Abschreibungen
Stand am 01.04.2023 Zugang Abschreibungen Geschäftsjahr davon Zugang Abschreibungen aus Verschmelzung Abgang Abschreibungen Geschäftsjahr Stand am 31.03.2024
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 303.078,42 114.290,64 4.689,94 - 417.369,06
303.078,42 114.290,64 4.689,94 - 417.369,06
Restbuchwerte
Stand am 31.03.2024 Stand am 31.03.2023
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 231.347,17 210.586,03
231.347,17 210.586,03

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: MicroVention Deutschland GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Düsseldorf
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Düsseldorf
Register-Nr.: HRB 59061

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Es handelt sich bei der Gesellschaft um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde teilweise ein Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder aber teilweise im Anhang gewählt.

Das Geschäftsjahr erstreckt sich vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss ist gemäß der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Liquide Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ansprüche der Gesellschaft eingestellt, deren Aufwendungen einem folgenden Geschäftsjahr zuzuordnen sind.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gem. § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Es gab keine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr.

Aufgrund der Verschmelzung durch Aufnahme der Sequent Medical GmbH zum 1. April 2023 ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen grundsätzlich nicht möglich. Die Vergleichbarkeit wurde durch die Drei-Spalten-Form in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung hergestellt, wonach neben den Vorjahreszahlen und den Zahlen des Geschäftsjahres die angepassten Vorjahreszahlen angegeben werden.

Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung der Anschaffungskosten, der Abschreibungen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel.

Die Vorräte enthalten in voller Höhe Waren.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf T€ 3.054 (31. März 2023: T€ 3.193) und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 101 (31. März 2023: T€ 918), beinhalten in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 358 (31. März 2023: T€ 254) handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Forderungen in Höhe von T€ 212 (31. März 2023: T€ 189), sowie Schweizer Umsatzsteuer-Forderungen in Höhe von T€ 139 (31. März 2023: T€ 65) und österreichischer Umsatzsteuer-Forderungen in Höhe von T€ 7 (31. März 2023: T€ 0).

Die liquiden Mittel in Höhe von T€ 2.336 (31. März 2023: T€ 1.376) beinhalten in Höhe von T€ 65 (31. März 2023: T€ 65) zugunsten Dritter gesperrtes Guthaben.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt T€ 25 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Kapitalrücklage hat sich aufgrund der durchgeführten Verschmelzung der Sequent Medical GmbH auf die MicroVvention Deutschland GmbH um T€ 1.864 erhöht.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 243 (31. März 2023: T€ 317) betreffen die Gewerbe- und Körperschaftsteuer.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 2.340 (31. März 2023: T€ 1.931) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rabatte (T€ 1.333), Rückstellungen im Zusammenhang mit Personalkosten wie Bonus, Provisionen, Urlaub, Abfindungen (T€ 692) sowie Rückstellungen für Steuerberatung und Prüfungskosten (T€ 32). Die sonstigen Rückstellungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 54 (31. März 2023: T€ 234) sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in voller Höhe aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, wovon T€ 1.891 (31. März 2023: T€ 8.890) auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter entfallen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben in voller Höhe eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 553 (31. März 2023: T€ 321) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 1.383 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen Miet- und Leasingverträge mit Restlaufzeiten bis zu fünf Jahren:

T€
Fällig bis 31. März 2025 795
Fällig vom 1. April 2025 bis 31. März 2029 588
Gesamt 1.383

Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Gemäß § 276 S. 1 HGB werden die Posten nach § 275 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 HGB zu dem Posten "Rohergebnis" zusammengefasst.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 5.245 enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für weiterbelastete Arbeitskraft (T€ 1.130), Aufwendungen für Tagungen und Reisekosten (T€ 946), Lizenzgebühren (T€ 862), Frachtkosten (T€ 823), Beratung (T€ 295), Miete (T€ 232), Leasingaufwendungen (T€ 233) sowie Aufwendungen für Repräsentativstücke (T€ 93).

Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 30 (Vorjahr: 29):

1. April 2023 bis 31. März 2024
Verwaltung 5
Vertrieb 25
Gesamt 30

Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch die folgenden Geschäftsführer:

Herrn Markus Huber, Geschäftsführer, Heroldsberg

Herrn Carsten Schroeder, Geschäftsführer, Petaluma, Kalifornien / Vereinigte Staaten

Herrn Sébastien Gilles Yves Chabeauti, Geschäftsführer, Issy-les-Moulineaux / Frankreich

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft jeweils gemeinsam mit einem Mitglied der Geschäftsführung. Herr Markus Huber ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Herr Carsten Schroeder ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Die Angabe zu § 285 Nr. 9 Buchst. a) und b) HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da lediglich einer der oben aufgeführten Geschäftsführer bei der MicroVention Deutschland GmbH angestellt ist.

Konzernzugehörigkeit

Die MicroVention Deutschland GmbH wurde in den Konzernabschluss der Terumo Corporation Tokyo, Japan, einbezogen.

Die Terumo Corporation stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft Tokyo, Japan, einzusehen.

Die MicroVention Incorporation stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft, Aliso Viejo / CA, USA, einzusehen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss in Höhe von € 1.473.522,23 wird mit dem bestehenden Gewinnvortrag verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen.

Auf neue Rechnung werden € 13.075.431,59 vorgetragen.

 

Düsseldorf, 16. Dezember 2024

Markus Huber

Sebastien Gilles Yves Chabeauti

Carsten Schroeder

Lagebericht zum 31. März 2024

I. Grundlage des Unternehmens

Die MicroVention Deutschland GmbH ist Teil der weltweit tätigen Terumo Gruppe, deren Muttergesellschaft die Terumo Corporation, Japan, ist. Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb medizintechnischer Produkte im Bereich der vaskulären Erkrankungen der kleinen Gefäße. Standort der Gesellschaft ist Düsseldorf.

Die MicroVention Deutschland GmbH vertreibt die Produkte (Coils and Non-Coils) der MicroVention Inc., USA, und der Sequent Medical Inc., USA, auf dem deutschen, österreichischen und Schweizer Gesundheitsmarkt.

II. Darstellung des Geschäftsverlaufes

A. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die Medizintechnik-Branche in Deutschland zeigte im Fiskaljahr 2023/2024 Anzeichen einer leichten Erholung. Trotz der anhaltenden Herausforderungen, insbesondere der gestiegenen Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise sowie der hohen Kosten für die Umsetzung der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR), konnte die Branche ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % steigern. Dies steht im Gegensatz zu den drastischen Umsatzrückgängen in den vorherigen Krisenjahren.

Innerhalb der Medizintechnik-Branche ist das Segment der neurovaskulären Produkte der Hauptumsatzträger für die MicroVention Deutschland GmbH. Der globale neurovaskuläre Markt zeigt ein starkes Wachstum, angetrieben durch die steigende Anzahl von Schlaganfällen und zerebralen Aneurysmen. Im Jahr 2023 wurde der Markt auf etwa 3,9 Milliarden USD geschätzt und wird voraussichtlich bis 2032 mit einer jährlichen Wachstumsrate von 6,5 % auf 7,5 Milliarden USD anwachsen. Besonders gefragt sind minimal-invasive Verfahren und innovative Technologien, die die Behandlungsergebnisse verbessern und die Erholungszeiten verkürzen.

Die Investitionen am Standort Deutschland gingen jedoch weiter zurück, da viele Unternehmen ihre Forschungs- und Entwicklungsausgaben ins Ausland verlagern. Das Innovationsklima bleibt nach dem BVMed-Index auf einem Tiefstand, und die Branche fordert dringend eine Reform der MDR, um die bürokratischen Hürden zu senken und Innovationsprozesse zu beschleunigen.

Der geopolitische Konflikt in der Ukraine und die darauf folgenden Sanktionen gegen Russland haben weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die globale Wirtschaftsleistung, besonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Inflation, getrieben durch steigende Energie- und Rohstoffpreise, hat die Produktionskosten erhöht und das BIP-Wachstum in der DACH-Region negativ beeinflusst.

Im Krankenhaussektor zeigt sich eine zunehmende Konsolidierung, da kleinere Krankenhäuser vor finanziellen Herausforderungen stehen und oft von größeren Einrichtungen übernommen werden. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Medizintechnik-Branche, da sich die Kundenbasis verändert und Verträge neu verhandelt werden müssen. Die Konsolidierung kann zu einer stärkeren Verhandlungsmacht der Einkaufsgemeinschaften führen, was Druck auf die Preise und Margen ausübt.

Trotz dieser Herausforderungen schafft die Medizintechnik-Branche weiterhin Arbeitsplätze und bietet gute Berufsaussichten für Fachkräfte. Die Nachfrage nach kosteneffizienten und innovativen Lösungen steigt, was sowohl Risiken als auch Chancen für die Unternehmen in der Branche mit sich bringt.

Insgesamt bleibt die Medizintechnik-Branche ein wichtiger und wachsender Sektor, der jedoch von den allgemeinen wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen sowie den spezifischen Herausforderungen im Gesundheitssektor beeinflusst wird. Die MicroVention Deutschland GmbH muss daher flexibel und anpassungsfähig sein, um diese komplexen Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.

B. Entwicklung der Gesellschaft

Im Jahr 2023/2024 hat sich die Problematik der Lieferketten, die im Vorjahr eine wesentliche Herausforderung für die produzierenden MicroVention Konzerngesellschaften darstellte, etwas verbessert. Diese produzierenden Einheiten, von denen die MicroVention Deutschland GmbH ihre Waren bezieht, haben durch verstärkte Maßnahmen zur Diversifizierung der Lieferantenbasis und der Implementierung fortschrittlicher Logistiklösungen die Verfügbarkeit von Produkten sichergestellt. Diese Maßnahmen haben zu einer Stabilisierung der Kostenstruktur beigetragen und den Preisdruck erheblich verringert. Durch die erfolgreichen Anpassungen konnten die produzierenden Konzerngesellschaften ihre Lieferketten optimieren und somit die Warenlieferungen an die MicroVention Deutschland GmbH gewährleisten, was es uns ermöglicht hat, unsere Kunden ohne nennenswerte Unterbrechungen zu beliefern.

Die Finanz- Vermögens- und Ertragslage wurde zudem durch die Verschmelzung der Sequent Medical GmbH auf die MicroVention Deutschland GmbH zum 1. April 2023 beeinflusst. Diese Verschmelzung stellt einen strategischen Schritt dar, um die operativen Effizienzen zu verbessern.

Durch die Verschmelzung wurden sämtliche Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und das Geschäft zu Buchwerten der Sequent Medical GmbH übertragen. Dies beinhaltet insbesondere die innovativen Produkte im Bereich der neurovaskulären Medizin.

Insgesamt zeigt sich die Gesellschaft fähig, sich trotz der anhaltenden Herausforderungen anzupassen. Es bleibt jedoch unerlässlich, weiterhin in Innovationen zu investieren und Prozesse zu optimieren, um in diesem schwierigen Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Des Weiteren wird erwartet, dass die Integration der Sequent Medical GmbH die strategischen Ziele der MicroVention Deutschland GmbH unterstützt.

C. Ergebnis der Gesellschaft

Das Rohergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2023/24 um TEUR 1.951 bzw. 18,8 % auf TEUR 12.346 erhöht (Vorjahr: TEUR 10.395). Die Erhöhung des Rohergebnisses ist insbesondere durch die Erhöhung der Umsatzerlöse bei zugleich unterproportional gestiegenem Materialaufwands bedingt.

Der betriebliche Aufwand betrug in 2023/2024 insgesamt 82,4 % vom Rohergebnis (Vorjahr: 81,8 %). Die betrieblichen Aufwendungen setzen sich unter anderem aus Personalkosten in Höhe von TEUR 4.933 (Vorjahr: TEUR 4.164) zusammen, was eine Erhöhung von rund 18,5 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Des Weiteren stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich um TEUR 902 bzw. rund 20,8 % auf TEUR 5.245 (Vorjahr: TEUR 4.343).

Die Gesellschaft konnte ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 2.054 für das Geschäftsjahr 2023/2024 erzielen (Vorjahr: TEUR 1.763). Die Gesellschaft hat eine Vereinbarung über eine feste Umsatzrendite mit der Muttergesellschaft, weshalb sich Kostensteigerungen grundsätzlich nicht negativ auf die Entwicklung des Ergebnisses vor Steuern auswirken können.

Als wesentliche Kennzahl für die Steuerung des Unternehmens wird weiterhin das Ergebnis vor Steuern verwendet (finanzieller Leistungsindikator). Die Ergebniserwartungen vor Steuern an das Geschäftsjahr 2023/2024 wurden übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 16,5 % erhöht.

Zum 31. März 2024 betrug die Zahl der Mitarbeiter 31 (Vorjahr: 32).

III. Darstellung der Lage der Gesellschaft

A. Vermögenslage

Bei den Vorräten ist eine signifikante Reduzierung um TEUR 4.655 auf TEUR 16.843 im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: TEUR 21.498) zu verzeichnen. Der Rückgang der Vorräte ist direkt auf die erhöhten Umsätze und die noch immer erhöhten Backorders zurückzuführen.

Die Zunahme der Backorders hat den Lagerbestand stark reduziert. Diese Backorders sind ein Indikator für eine bestehende Nachfrage, die aufgrund von Lieferengpässen und Produktionsverzögerungen nicht sofort bedient werden konnte.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 139 auf TEUR 3.054 vermindert (Vorjahr: 3.193). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich deutlich vermindert, und zwar um TEUR 480 auf TEUR 522 (Vorjahr: TEUR 1.002).

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 56 auf TEUR 323 (Vorjahr: TEUR 267) erhöht.

Das Eigenkapital ist von TEUR 12.627 um TEUR 3.338 auf TEUR 15.965 gestiegen, was auf den Jahresüberschuss von TEUR 1.474 sowie die Erhöhung der Kapitalrücklage i.H.v. 1.864 aufgrund der Verschmelzung zurückzuführen ist. Diese positive Entwicklung hat auch die Eigenkapitalquote verbessert, ein wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Die Quote ist von 45,4 % im Vorjahr auf 67,5 % gestiegen. Dies deutet auf eine stärkere Kapitalbasis hin, die dem Unternehmen ermöglicht, zukünftige Investitionen und Wachstumsstrategien besser zu finanzieren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 7.851 auf TEUR 4.500 (Vorjahr: TEUR 12.351) deutlich gesunken. Dieser Rückgang steht in direktem Zusammenhang mit den geringeren Vorräten des Unternehmens.

B. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt weiterhin über verbundene Unternehmen. Aufgrund der Verschmelzung bestehen im Vergleich zum Vorjahr keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mehr. Das Bankguthaben des Unternehmens beträgt nun TEUR 2.336, was einer erheblichen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 1.376) entspricht.

IV. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die voraussichtliche Entwicklung unseres Unternehmens im neurovaskulären Bereich ist für die Jahre 2024/2025 von einer Reihe von Chancen und Risiken geprägt. Laut der Herbstumfrage 2024 des BVMed zeigt sich die Medizintechnik-Branche in Deutschland nach den Krisenjahren leicht erholt, mit einem Umsatzplus von 4,8 % gegenüber dem Krisenjahr 2022.

Der globale Markt für neurovaskuläre Produkte bleibt stark, angetrieben durch die steigende Anzahl von Schlaganfällen und zerebralen Aneurysmen. Im Jahr 2023 wurde der Markt auf etwa 3,9 Milliarden USD geschätzt und wird voraussichtlich bis 2032 mit einer jährlichen Wachstumsrate von 6,5 % auf 7,5 Milliarden USD anwachsen. Besonders gefragt sind minimal-invasive Verfahren und innovative Technologien, die die Behandlungsergebnisse verbessern und die Erholungszeiten verkürzen. Diese Entwicklungen bieten erhebliche Chancen für Wachstum und Expansion, sodass wir für die Jahre 2024 und 2025 mit einem moderat gestiegenen Ergebnis vor Steuern rechnen können.

Jedoch stehen diesen positiven Entwicklungen erhebliche Risiken gegenüber. Die Branche ist weiterhin mit stark gestiegenen Kosten für Personal, Logistik, Rohstoffe und Energie konfrontiert. Hinzu kommt der hohe bürokratische Aufwand durch die Umsetzung der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR), der zusätzliche Ressourcen bindet und Kosten verursacht.

Trotz dieser Herausforderungen schafft die Medizintechnik-Branche in Deutschland weiterhin zusätzliche Arbeitsplätze, und die Berufsaussichten für Fachkräfte bleiben ausgezeichnet. Dies bietet uns die Möglichkeit, qualifiziertes Personal zu gewinnen und unsere Position im Markt zu stärken. Wir planen, in den kommenden Jahren weiter in Innovationen zu investieren und unsere Prozesse zu optimieren, um unsere Wettbewerbsfähigkeit in diesem dynamischen Marktumfeld zu sichern.

V. Chancen und Risikobericht

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko erfolgt eine laufende Liquiditätsplanung, die einen Überblick über die erwarteten Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Durch die Konzernzugehörigkeit wurden unter der Führung der obersten Konzernmutter Terumo Corporation, Japan, die Regelungen des JSOX (japanische Equivalent zum Sarbanes-Oxley-Act) hinsichtlich des internen Kontrollsystems umgesetzt und entsprechende Maßnahmen eingeführt. Dies bedeutet einen in die Breite und Tiefe gehenden Ausbau interner Kontrollmechanismen, die Identifikation von materiellen Risikobereichen, die Ableitung von Korrekturmaßnahmen und die Implementierung optimierter interner Kontrollmechanismen.

 

Düsseldorf, den 16. Dezember 2024

Markus Huber

Sebastien Gilles Yves Chabeauti

Carsten Schroeder

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MicroVention Deutschland GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MicroVention Deutschland GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MicroVention Deutschland GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 16. Dezember 2024

Ypsilon Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mirko Gössing, Wirtschaftsprüfer

Kevin Koenen, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin

Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23. Dezember 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

4 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.